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Streifzüge durch den Ring – Kapitel 9b Dimensionen: Das philosophische Tessarakt

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus  Tolkiens Roman "Herr der Ringe" (Foto: Wikpiedia)

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus Tolkiens Roman „Herr der Ringe“ (Foto: Wikpiedia)

Erst wenn der Ring sich schließt, erst wenn das Gold der Erde zurückgegeben und von den Töchtern des Rheins bewacht, seinen unheilvollen Einfluss auf die Menschen verliert; erst wenn materialistischer Wahn endet, kann geistige Entwicklung sich wieder frei entfalten und die Menschheit zu ungeahnten Höhen emportragen.

Dieser Artikel wurde schon einmal zu Beginn des Jahres gepostet und ist ein Auszug aus Streifzüge durch den Ring (zum Intro inkl. Verzeichnis), von Andreas Raitzig. Da ihn viele neue Leser noch nicht wahrgenommen haben, aber auch ein erneutes Lesen im Kontext der danach veröffentlichten Artikel ein Aha verursacht, hole ich ihn auch nochmals nach vorn.

Kapitel 9b – Dimensionen – Das philosophische Tessarakt

Bitte vergegenwärtigen Sie sich nochmals, dass ich an dieser Stelle die Geometrie als eine Krücke verwendete, um einen philosophischen Zusammenhang erkennbar zu machen. Im Kosmos, in der Ordnung des ALL-EINEN, gibt es weder Punkte, Linien, Flächen oder Räume im geometrischen Sinn, sondern ausschließlich Prinzipien, welche uns im Bewusst-Sein, als Wirklichkeit erscheinen, ALSO IN UNS VERWIRKLICHT WURDEN!

Die Wahrnehmung der Wirklichkeit ist abhängig von der Fähigkeit unseres  Bewusst-Seins, kosmische Prinzipien -WIRKLICH- zu machen. Diese Fähigkeit ist bei allen Lebewesen unterschiedlich ausgeprägt und hat IMMER AUSSCHNITTCHARAKTER.

Diese Prinzipien zu suchen und in allen Bereichen materieller, ideeller und lebendiger Erscheinungen zu erkennen, ist die Aufgabe der Philosophie. Die intellektuelle Erfassung des 0-dimensionalen
Punktes spielt hierbei eine zentrale Rolle. Er ist der Schlüssel für eine in sich geschlossene, auf sICH SELBST bezogene Einheit, welche nur in der Vielheit erkennbar ist.

Um dies besser verständlich zu machen, benutze ich nun eine nächste Krücke – das Puzzle. Stellen Sie sich ein Puzzle auf der Oberfläche einer Kugel vor. Sie beginnen wahllos mit dem ersten Teil und legen es irgendwo auf die Kugel. Es ist völlig egal, an welcher Stelle der Kugel Sie es platzieren, denn alle Stellen sind gleichberechtigt. Jetzt probieren Sie nacheinander die nächsten Teile auf Passgenauigkeit zu diesem ersten Teil aus. Irgendwann finden Sie ein passendes Teil und verbinden es mit dem ersten. Nach und nach entsteht eine Fläche, welche um die Kugel herum wächst. Doch es ist Ihnen sicherlich klar, dass dieses erste Teil, mit welchem Sie begannen, nicht das Zentrum, nicht die Basis des Puzzles ist. Sie haben eben nur damit begonnen. Irgendwann schließen Sie mit dem letzten Puzzlestein die Kugeloberfläche zu einem Gesamtbild und erkennen, dass jeder einzelne Stein als Zentrum, als Ausgangspunkt, angenommen werden kann. Seine Bedeutung im Gesamtpuzzle erhält er aber nur, wenn er andere Steine um sich hat!  Allein ist er sinn-los.

Nun ist eine in sich geschlossene Philosophie ein 0-dimensionales Puzzle mit 4 Freiheiten. Um dies intellektuell zu erfassen, stellen Sie sich ein 3-dimensionales Puzzle in Würfelform vor. Das ist nicht weiter schwer. Jedes Puzzle-Teil hat sechs Anlegemöglichkeiten. Schwieriger wird es jetzt, die jeweils gegenüberliegenden Flächen des Würfels in der Vorstellung miteinander zu verbinden und geistig ein Tessarakt zu erzeugen. Ein 0-dimensionales Puzzle hat keine Außenflächen, welche als Abgrenzung zu Irgendwas da Draußen dienen könnten, sondern verbindet sich in sICH SELBST zu einem 0-dimensionalen Gebilde, dem philosophischen Punkt. Alle Puzzlesteine in diesem Gebilde sind gleichberechtigt. Es gibt kein Zentrum sondern nur die Vielheit in der Einheit.

Dieses 0-dimensionale Puzzle, einer in sich geschlossenen Philosophie, ist scheinbar! aus der Draufsicht, von außen begrenzt, messbar; jedoch in sich grenzenlos, unermesslich. Totalitätsdenker erfassen beide Seiten in Synthese. Jede Einzel-Erkenntnis ist sowohl Zentrum wie auch Peripherie innerhalb des ALL-EINEN Wissens. Die Suche nach einem Kern, einem Ursprung alles Seienden, führt in eine Sackgasse, an der Viele gescheitert sind. Denn die Ur-Sache, nach welcher jede Einheit besteht, ist nur durch die Vielheit erklärbar. Ein atomos, etwas Unteilbares, kann es nicht geben.

Heutige Philosophie – wie auch die einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen – machen den Fehler, ein Urprinzip, ein festes Dogma im ALL-EINEN zu vermuten. Ein starres Zentrum, dem sich alle neu gefundene Erkenntnis anzupassen hat. Wenn also ein neues Puzzleteil gefunden wird, welches sich nicht an den Dogma-Stein anlegen lässt, dann ist anscheinend das neue Teil falsch und nicht etwa das Dogma. Diese Herangehensweise ist seit vielen Generationen die größte Bremse für die Weiterentwicklung der Wissenschaften. Mangelnde Flexibilität im Denken, die Unfähigkeit, etwas vorerst auf die Seite legen zu können (wie einen Puzzlestein, der zur Zeit noch nicht passt), sondern ihn aus reiner Geltungssucht gewaltsam in ein Gefüge einzupressen, führte zur Erstarrung ganzer Zweige der Wissenschaft.

Die Erfindung vieler Dinge, welche unser Leben leichter und angenehmer gestalten, darf dabei nicht negiert werden (wie das von ideellen Maschinenstürmern gern getan wird). Aber sie muss in ihrem zeitlichen Zusammenhang und ihrer Motivation gesehen werden, um die Sackgasse, in welche die Menschheit ging, zu erkennen.

Bildlich gesprochen befinden wir uns kurz vor dem obersten Punkt eines kleinen Hügels. Dieser befindet sich neben einem riesigen Gebirge welches unsichtbar im Nebel steckt. Es war zu einer gewissen Zeit bequemer, den Hügel hinaufzusteigen als nach dem Gebirge zu suchen. Und der Hügel suggerierte anfangs auch jene Annehmlichkeiten, die wir gern nutzen…  Doch wenn wir den Hügel erklommen haben, werden wir merken, dass es nicht mehr weiter nach oben geht. Es bleibt keine andere Möglichkeit als wieder hinabzusteigen und nach dem Gebirge zu suchen. Manche Menschen möchten sicherlich gern auf dem Hügel bleiben, weil es ihnen dort ganz gut geht, und sie versäumen keine Gelegenheit, der Menschheit zu erklären, wie toll es sich auf solch einem Huckelchen lebt. Doch die Prinzipien des Kosmos dulden keinen Stillstand. Jede Erstarrung, jedes krampfhafte Festhalten an Erreichtem wird vom tätigen Prinzip hinweggefegt. Jeder ernsthaft Suchende sollte sich klarmachen, dass 1000 Jahre in der Entwicklung der Menschheit nur ein Lidschlag sind.

Die im ALL-EINEN wirkenden sechs grundlegenden Prinzipien sind nicht sichtbar sondern nur ideell erkennbar. Dazu ist es nötig, die Vielheit in allen Erscheinungen der uns umgebenden Welt zu studieren, oder einfacher gesagt, auch einmal über den Tellerrand der eigenen Teildisziplin hinauszublicken. Die sechs Grund-Prinzipien zeigen sich uns durch das Zusammenwirken von vier Grund-Wesenheiten.
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1. Grundwesenheit        Zeit              monistische Freiheit      Länge              Linie  (Weg)

1- dimensional              Ablauf              kausal                          Strecke        zwischen 2 Punkten
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2. Grundwesenheit     Energie          duale Freiheit              Fläch-Inh.        Fläche (Basis)

2- dimensional              Kraft                polar                            Winkel         zwischen 2 Linien
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3. Grundwesenheit     Materie      trinitäre Freiheit             Volumen          Raum (Ding)

3- dimensional              Stoff                lokal                            Sinus          zwischen 2 Flächen
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4. Grundwesenheit    Information     quaternäre Freiheit        Nullum            Punkt (Ort)

0- dimensional            Mass                abstrakt                       Koordinate  zwischen 2 Räumen
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Die Logik des Materialismus, man könnte durch Addition neuer Freiheiten, immer neue, höhere Dimensionen postulieren, ist auf seine lineare Denkweise zurückzuführen. Doch dann müsste es auch unendlich viele Dimensionen geben. Bisher ist die höchste (scheinbar mathematisch begründete) Theorie aber gerade erst bei 12 Dimensionen angekommen. Eine Theorie unendlicher Dimensionen habe ich noch nicht gesehen. Das sollte zu denken geben. Vielleicht ist man von der Unendlichkeit doch nicht vollständig überzeugt.

Es gibt im ALL-EINEN nur 4 Grundwesenheiten, jedoch keine 4. Dimension des Raumes. Der Innen-Raum ist die innere Vielfalt aller 3-dimensionalen Struktur. Sein Betrag ist das Volumen, welches in äußerer Einheit seinen Wert, eine Geometrie (Körperlichkeit) erzeugt. Doch wenn alle 3-Dimensionalität immer in der Dualität von Körperlichkeit und Räumlichkeit existiert, sollte einem logisch denkenden Menschen klar sein, dass jede Räumlichkeit erst aus kleineren Körperlichkeiten entstehen kann, ergo der Raum zwischen den Planeten gefüllt ist, denn: Nur Fülle zeugt Raum! Seit mehreren tausend Jahren wurde darüber nicht diskutiert. Erst Newton und später Einstein haben den Raum leer gefegt. Die Zeit als 4. Dimension des Raumes anzusehen und daraus eine „Raumzeit“ zu machen, ist logisch nicht nachvollziehbar. Die Zeit ist kein mathematisches Anhängsel von Materie und Energie, sondern die 1-dimensionale GRUNDWESENHEIT des ALL-EINEN. Erkennbar als Tat, Schöpfung, Aktivität, Operation etc.

Es mag schon sein, dass ich Literaten, Schwärmern und Glaubenschaftlern weh tue, wenn ich ihnen die beliebte Metapher von „RAUM UND ZEIT“ madig mache. Doch streng philosophisch betrachtet ist die Zeit eine Grund-Wesenheit für sich, der Raum jedoch nur Teil (innere Komponente) der Grund-Wesenheit Materie. Den Künstlern sollte das weiterhin egal sein, weil ihnen das Recht des mentalen Kurzschlusses, als künstlerisches Mittel ohne Einschränkung und ohne jede Rechthaberei, zusteht. Doch einem ernsthaften Wissenschaftler sollte man die Schwärmerei in „RAUM UND ZEIT“ zukünftig nicht mehr durchgehen lassen.

Bleiben wir einen Moment beim Wesen der Information und ihren drei Erscheinungen. Der Wert ist Ausdruck der Qualität und der Betrag Ausdruck der Quantität. Doch es gibt noch eine dritte Komponente der Information: die Aktivität. Mathematisch abstrakt dargestellt in einem Rechenzeichen. Quantität, Qualität und Aktivität verbinden sich zur Individualität, zu einer EIGENWESENTLICHKEIT.
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Wenn Sie diesen dialektischen Zusammenhang in sich aufgenommen haben, wird deutlich, wie ungeeignet die abstrakte Mathematik für eine umfassende Weltbeschreibung ist. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen.

Quantität

Aktivität

Qualität

Individualität

Betrag

Operation

Wert

Ergebnis

6

*

1/2

3

Die 3 ist aber, einzeln stehend, als Individualität überhaupt nicht erkennbar sondern nur dann, wenn wir sie als  „3 ind.“ kenntlich machen würden. Sie ist damit etwas völlig anderes als z.B. 3 einzelne Äpfel. Oder ganz banal ausgedrückt: Ein Auto ist die Summe aus den verschiedensten Einzelteilen. Die neue Eigenwesentlichkeit, die plötzlich durch die sinnvolle Anordnung der Einzelteile entstanden ist, also die Fähigkeit des „Selbstbewegers“, kann man (bisher) mathematisch nicht ausdrücken!  Auch 1/2 oder die 6 sind allein stehend nicht als Qualität oder Quantität erkennbar. Die Mathematiker sollten einen Weg finden, das Wesen jeder dargestellten Zahl mit anzugeben. Sie werden dann fasziniert feststellen, welche zusätzlichen Aussagen auch mathematisch möglich sind. Das gesamte Thema „freie Energie“ ist mathematisch abstrakt nur auf diese Weise zu fassen.

Douglas Adams hat einmal die Mathematik in seiner einmalig köstlichen Art auf die Schippe genommen. Im Romanzyklus „Per Anhalter durch die Galaxis“ wird ein unglaublich kluger Rechner beauftragt, die Antwort auf alle offenen Fragen der Menschheit (und den ganzen Rest) zu suchen. Nach Äonen der Rechnerei kommt der Super-Rechner haargenau auf das Ergebnis 42. Bestürzt und enttäuscht giften die Wissenschaftler den Rechner an, welcher aber stur darauf besteht, richtig gerechnet zu haben. Mir entlockte dies ein herzhaftes Lachen. Jo mei, was soll denn ein phantasieloser Aus-Rechner auch außer einer Zahl finden…

(Allerdings geht es nur selten ohne einen versteckten Hintersinn ab. 42 ist die Anzahl der Lettern mit welchem der Name des „Allerhöchsten“ geschrieben steht. Wer das ist, darf geraten werden)
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Doch zurück zur Information. Wie gezeigt, ist sie selbst zeitlos, energielos und materielos; benötigt jedoch die drei anderen Grundwesenheiten um sich darzustellen, um wirklich zu werden! Wollen wir die Information auf einer Diskette erkennen, benötigen wir eine materiell-3dim Komponente (die beschichtete Kunststoffscheibe), eine energetisch-2dim Komponente (den Magnetismus) und eine zeitlich-1dim Komponente (die lineare Bewegung unter dem Lesekopf). Fehlt nur eine Komponente erhalten wir keine Information. Diese 3-Einigkeit besteht aber auch in Bezug auf jede andere Grundwesenheit.

Ordnet man die 4 Grundwesenheiten als Punkte räumlich gleichberechtigt an, und verbindet jeden Punkt mit jedem anderen, erhält man den kleinsten isometrischen Körper. 12 Winkel und 6 Kanten erzeugen 4 Flächen, welche 3-eckig sind. 2 Punkte durch eine Linie verbunden, beschreiben jeweils 1 Prinzip in der Totalität des ALL-EINEN.

Es definieren jeweils die ERSCHEINUNGEN von 3 Grundwesenheiten (ein Dreieck) das WESEN jener gegenüberliegenden 4.Grundwesenheit. Alle Grundwesenheiten sind gleichberechtigt und treten immer gemeinsam auf. Das ist die gesuchte Basis auf welcher das ALL-EINE (seine innere und äußere Ordnung) sICH SELBST erklärt und präzise formulieren lässt. Die Zahl, alle benutzten Operanden und Formeln, wie auch die absoluten Definitionen der Begriffe, lassen sich daraus herleiten.

Nun ist jede Theorie nur dann etwas wert wenn sie sich in der Praxis anwenden lässt. Die Ring-Philosophie macht da keine Ausnahme. Auch sie muss an Beispielen aus dem -täglichen Leben- beweisen, was sie postuliert; sich also in der Wirklichkeit stellen. Es sollen hier stellvertretend für alle Bereiche des ALL-EINEN nur drei Themen auf ihre dimensionale Erscheinung (und nur darauf) untersucht werden. Die Kunst, die Sprache und ein winziger Teilbereich der Physik: der energetische Gradient.

Dimensionalität in der Kunst

Betrachtet man das Wirken der Künstler reduziert auf seine dimensionale und funktionale Komponente, erkennt man eine grundsätzliche Vier-Teilung. Die reine Information, also das, was mit dem Mittel der Kunst transportiert wird, lassen wir vorerst ausgeblendet.

statisch

dynamisch

kombiniert z.B

1-dimensional, linear

Schrift

Musik

Hörspiel

2-dimensional, flächig

Gemälde

Stumm-Film

Ton-Film

3-dimensional, räumlich

Denkmal

Pantomime

Theater

0-dimensional, punktuell

Hologramm

kommt erst noch

>>das Leben<<

Die Aufzählung ist stark reduziert, denn selbstverständlich gehört zur 3-dimensionalen, räumlichen, statischen Darstellung auch die Architektur und zur 1-dimensional, linear, kombinierten Darstellung auch der Gesang. Doch eines wird sofort deutlich: Das Theater kann sich der Musik bedienen und eine Oper aufführen, ein Gemälde oder eine Skulptur kann literarische Komponenten (eine Schrift-Rolle) beinhalten, aber niemals umgedreht. Um es zu verdeutlichen; ein Hörspiel kann seine Handlung natürlich in einem Theater haben, Musik kann die Bilder einer Ausstellung beschreiben, aber die künstlerische Darreichungsform der Musik, nämlich seine 1-dimensional lineare Abfolge ist festgelegt. Ein Gemälde kann eine Theaterszene oder auch eine Hologramm darstellen, doch es wird seine 2-dimensionale Darreichungsform nicht verlassen können. Jede höher-dimensionale Darstellungs-Form be-Inhaltet seine niedere.

Dimensionalität in der Sprache

Auch Sprache (egal in welchem Kulturkreis) läßt sich, wenn man sie auf ihr inneres Wesen zurückführt, mit 4 Grundbestandteilen darstellen. Auch die 6 Grundprinzipien lassen sich mit Einzel-Worten benennen, werden hier aber nicht betrachtet.

triebhaft unbew.

willentlich bew.

in Dualität

1-dimensional, Tätigkeitswort

handeln

tun

machen

2-dimensional, Eigenschaftswort

handelnd

tätig

mächtig

3-dimensional, Dingwort

Handlung

Tat

Macht

0-dimensional, Personenwort

Händler

Täter

Macher

Mit einem Schmunzeln möchte ich bei diesem Beispiel aber auch auf eine Besonderheit hinweisen: Schon seit langer Zeit wird im täglichen Sprachgebrauch der Gegensatz zwischen willentlich bewusster Tat und triebhaft unbewusster Handlung nicht mehr sauber getrennt, wie noch von unseren Vorfahren. Im Gegenteil, es hat eine vollständige Verdrehung, eine Umbewertung, stattgefunden. Wer triebhaft handelt, wird (als Händler) hofiert, und wer willentlich tätig ist, wird (als Täter) kriminalisiert. Ausdruck dafür, dass Inhalt (was ich eigentlich meine) und Form (wie ich es artikuliere) niemals von den gesellschaftlichen Verhältnissen getrennt betrachtet werden darf. Noch Goethe ließ seinen Faust sinnieren:

Geschrieben steht: „Im Anfang war des WORT!“ Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort.
Ich kann dass WORT so hoch nicht schätzen, Ich muss es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin. Geschrieben steht: Im Anfang war der SINN.
Bedenke wohl die erste Zeile, Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der SINN, der alles wirkt und schafft? Es sollte stehn: Im Anfang war die KRAFT!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe, schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat und schreibe getrost: Im Anfang war die TAT!

Man sieht: Noch Goethe schätzte die Täter. Die Händler kommen bei ihm (im Faust) nicht so gut weg. Jene Begriffe, welche das Gegensatzpaar zusammenfassen, sind auch recht aufschlussreich. Hier kommt man dem Inhalt, welcher einst den Begriffen beigegeben wurde, ebenfalls auf die Spur. So ist das Substantiv -Macht- nur der neutrale Oberbegriff für seine Dualität: -Ohn(e)macht- und -Herrschaft-. Das Adjektiv -mächtig- löst sich auf in die Fähigkeit, welche daraus resultiert. Man ist einer Sache -nicht mächtig- oder man -beherrscht- sie, (ist also ihrer mächtig). Der unbewusst Handelnde wurde im allgemeinen Sprachgebrauch zum -Macker- oder zum -Macho- und der bewusst Tätige zum -Be-Herrscher-. Doch das ist alles lange her…

Dimensionalität im Gradienten

Vorab nochmals der Hinweis, dass es in der Aussen-Welt (um uns) und in der Innen-Welt (in uns) keine Statik gibt. Wirklichkeit ist immer wirksam. Alle Gradienten werden mathematisch durch Ausblendung der Aktivität erfasst. Nehme ich die 1. Grundwesenheit (also die Zeit) dazu, wird immer eine Bewegung erscheinen.

statisch

dynamisch

1-dimensional, linear

Kurve

Fließ-Bewegung

2-dimensional, flächig

Senke

Dreh-Bewegung

3-dimensional, räumlich

Feld

Schwing-Bewegung

0-dimensional, punktuell

0-Punkt

Stülp-Bewegung

Ich behaupte:

Alle Bereiche der materiellen, der ideellen, der lebendigen und der abstrakten Welt lassen sich in 4 Grundbestandteile auflösen und dimensional darstellen. In keiner mir bekannten Dimensions-Theorie (sei sie 6-, 8-, oder 12-dimensional) habe ich eine Beweisführung im -täglichen Leben- also in der -Wirk-lichkeit- gefunden. Sie werden alle abstrakt-mathematisch „bewiesen“. Die Ring-Philosophie ermöglicht es, auch alle Bewegungen und jene sie auslösenden Kräfte, dimensional auseinander herzuleiten und ineinander umzuwandeln. Dieses Wissen wird zu gegebener Zeit, wenn ein Missbrauch ausgeschlossen werden kann, eine sanft gesteuerte Energiefreisetzung aus dem Äther ermöglichen. Auch alle gesellschaftliche Entwicklung lässt sich über 4 dimensional erfassbare Grundlagen und 6 dazwischen wirkende Prinzipien darstellen.

Gestatten Sie mir abschließend noch einige Fragen an die Biologen, speziell an die Genetiker, zu stellen. Es war keine Laune der Natur sondern zwingende Notwendigkeit, die genetische Information durch 4 verschiedene chemische Substanzen zu kodieren. Das kann man mir glauben oder nicht. Doch woran erkennt -IRGENDWER- welcher Strang der aufgedröselten DNS in die Boten-RNS kopiert werden muss? Würde man den anderen Strang kopieren kämen völlig andere Gensequenzen zur Anwendung. Die bisherige Erklärung ist (m.E.) nicht ausreichend. Und nun die entscheidende Frage: Woher weiß -IRGENDWER- wo genau, also in welchem Chromosom und an welcher Stelle die zu kopierende Sequenz zu finden ist? Wer oder was gab den Auftrag zum Kopieren? Wer oder was STEHT DARÜBER und koordiniert diesen komplizierten Prozess? Man mogelt sich seit vielen Jahren immer wieder um die einfache Antwort herum.

Fortsetzung: Kapitel 9Dimensionen…(c) Totalität des Denkens

  1. Gerd Zimmermann
    März 14, 2014 um 9:27 am

    Gott sei Dank, wir kommen zur nullten Dimension, der Wirklichkeit.
    Dem Schoefer, dem ALL-EINEN. Dem Gesamtbewusstsein.

    Martina, wir waren einfach zu frueh wach.
    Wer mag sich schon gern Bewusstsein vorstellen, wenn Materie
    so nett ist. Materie ist nicht Ursache sondern immer Wirkung.

    Schoen das ich jetzt nicht mehr allein bin.Ich koennte es nie so gut
    erklaeren. Die 42 ist fuer mich 6 mal 7. Denken und fuehlen.
    Denken und fuehlen ist Bewusstsein.

    Es wurde immer offenbart, wer ohren hat, der hoeret, oder die
    hermetischen Gesetze und Martins Block der sich sanft der
    Wahrheit naehert ohne sich der Wissenschaft zu bedienen.

    Ich habe mein ich abgelegt und gegen das Wir, die Gemeinschaft
    eingetauscht. Wir sind das Universum, das Leben und der ganze Rest.

    So bekommt der Gruss von hueben nach drueben einen vollkommen
    anderen Sinn.

    Meinen Querdenker kann ich ja dann auch aufgeben. Gell.

    Gruss in die Runde, Gerd

  2. Gerd Zimmermann
    März 14, 2014 um 9:34 am

    Kaum jemand denkt daran wer wir wirklich sind.
    Unsterblich und Schoepfergeist.

  3. Mathias
    März 14, 2014 um 11:43 am

    Vielen Dank Herr Raitzig für Ihren Beitrag.

    Bezüglich dem folgenden Absatz …

    > Schon seit langer Zeit wird im täglichen Sprachgebrauch der Gegensatz zwischen willentlich bewusster Tat und triebhaft unbewusster Handlung nicht mehr sauber getrennt, wie noch von unseren Vorfahren. <

    … habe ich eine Frage: Hat dies möglicherweise einen Grund, warum dem so ist?

    Ein Grund könnte ja darin liegen, dass der Mensch ja immer ein „Erbe“ antritt. Trauma (bzw. das Geburtstrauma) ist ja ein Mechanismus, der in der Folge zu spezifischen unbewussten Handlungen führt – unbedingt führen muss(!), damit mit der Zeit und in der Zeit, dieses Unbewusste überhaupt in Bewusstes transformiert werden kann.

    Wenn ich mir unser kollektives Erbe, unser kollektives Trauma, so anschaue, so verwundert es mich nicht, das im täglichen Sprachgebrauch nicht zwischen bewusster Tat und unbewusster Handlung unterschieden wird. Wie auch? Hat nicht unser Erbe so gewaltige Ausmaße angenommen? Und spiegelt sich nicht unser gewalt(tätiges)iges Erbe, in den unbewussten Handlungen von einem Großteil der 7 Mrd. Menschen in heutiger Zeit?

    Das ist unser Dilemma: Die Summe der unbewussten Handlungen sind zunächst notwendig, weil sie Ausdruck unseres kollektiven Traumas sind – d.h., sie sind nicht zu verhindern! Unbewusste Handlungen sind einfach die Folge unseres kollektiven Erbes, bieten mit der Zeit die Möglichkeit einer Transformation (d.h., sie in bewusste Taten zu transformieren), um dadurch auch unser kollektives Erbe transformieren zu können.

    Und was mich auch noch interessieren würde, welche Vorfahren meinen Sie, hätten eine saubere sprachliche Trennung zwischen bewusster Tat und unbewusster Handlung vorgenommen?

    Gruß,
    Mathias

    • federleichtes
      März 14, 2014 um 12:21 pm

      Frage mal ganz blöd:

      Was wäre, wenn auch der Wille eine Art triebhafte Erscheinung wäre?

      Wenn es nämlich einen Geist gibt, der nur mit Schuld und Strafe (triebhaft-feindselig) operieren kann, braucht er den (das Postulat des) Freien Willen(s)

      Also, woher kommt unser Ego? Es ist ja auch erst entstanden aus dem Kollektiv-Geist (Wilber nennt das Öko/Ego)

      Vielleicht gelingt es uns, die geistige Maskerade zu entlarven bzw. sie richtig in den Schöpfungfsplan einzuordnen.

      Gut aufgepasst , lieber Mathias.

      Gruß in die Runde
      Wolfgang

    • Mantyrehos
      März 14, 2014 um 8:24 pm

      Zur Beantwortung Ihrer ersten Frage möchte ich auf den Unterschied zwischen Vernunft und Bewust-Heit hinweisen. Ein Hund besitzt wie der Mensch Vernunft, denn er wird nicht freiwillig von einer hohen Klippe springen. Er WEISS genau, dass dies sehr unvernünftig wäre. Doch der Mensch hat ab einer bestimmten Entwicklungsstufe begonnen zu erkennen, dass er ein SICH SELBST BEWUSST SEIN in sich trägt. Und im Gegensatz zum Tier kann er dies BEWUSST erkennen.

      Der Satz: Erkenne ganz bewusst, dass Du Dir selbst bewusst bist, ist keine plumpe Tautologie; Es war der Schritt vom Tier zum Mensch. Dieser Schritt ist bis heute gesamtgesellschaftlich noch nicht vollständig vollzogen und von Individuum zu Individuum qualitativ verschieden ausgeprägt. Ich denke, in diesem Forum wird mir niemand den Kopf abreissen, wenn ich behaupte, dass manche Individuen den Schritt vom Tier zum Mensch bis heute noch nicht vollständig vollzogen haben. (Dazu mehr in Kapitel 11 und 12) Ihre Formulierung „Kollektives Erbe“ trifft es daher ganz gut. Aber, man kann ein Erbe auch ausschlagen, wenn man in der Lage ist bewusst zu erkennen, dass es Leid erzeugt.

      Der „willentlich bewusst Tätige“ setzt dieses SICH SELBST BEWUSST SEIN in der Form des Vorausdenkens BEWUSST ein. Der „triebhaft unbewusst Handelnde“ interessiert sich nicht für das Leid welches er eventuell erzeugt. Er denkt nur an sich. Somit ist Federleichtes zuzustimmen, denn BEWUSST GEWORDENE BEWUSSTHEIT ist der Sprung vom Ich zu Wir. Sie denkt darüber nach welche Folgen für die Gemeinschaft entstehen könnten. Nun könnte man argumentieren, es gibt ja auch in der Tierwelt viele Gemeinschaften welche „ganz gut über die Runden kommen“ Aber! die Gemeinschaft eines Wolfsrudels wird noch immer durch ihre unbewussten Triebe bestimmt; die Tiere denken nicht darüber nach, wenn sie im Blutrausch eine ganze Herde Schafen töten und somit ihren eigenen Untergang begründen. Und auch heute denken einige Monster in Menschengestalt nicht darüber nach wie weit sie noch vom Mensch-Sein entfernt sind, wenn sie aus reiner Geld und Machtgier Kriege auslösen wollen. Ihr noch nicht vollzogenes Mensch-Sein ist ihnen völlig egal – es ist ihnen nicht BEWUSST. Die aktuellen Ereignisse sprechen eine deutliche Sprache.

      Ihre zweite Frage geht sehr in die Tiefe und ist bis heute bei den gekauften Historikern mit einem Tabu belegt. Unsere Kinder lernen in der Schule, dass unsere Vorfahren als Met-Saufende Horden, in Tierfelle gekleidet, durch die Wälder stromerten während im Zweistromland bereits seit Jahrtausenden eine Hochkultur „herrschte“. Im Moment kann ich leider nicht mehr dazu sagen, als: Dies ist grund-falsch, denn alle Hochkulturen dieser Welt haben ihre Wurzeln im Norden (ex nocte lux).

      Zu allem Unglück für die nordischen Völker hat es im vergangenen Jahrhundert eine Zeitspanne gegeben, in welchem das kulturelle Erbe der Nord-Manen mit Füssen getreten und ins Gegenteil verdeht wurde. Unsere nordischen Vorfahren haben sich nie als Herrenmenschen gefühlt, sondern eine sehr tiefe Verbindung zur Tier- und Pflanzenwelt besessen. Das Leben war ihnen HEIL-IG. Um diese wirklich gute Seite nicht zu gefährden kann ich dazu leider nicht mehr ausführen. Aber es wird in nicht allzuferner Zeit wieder möglich sein, diesen Themenkomplex ohne den ihr angedichteten Unsinn emotionslos zu analysieren.

      Ein freundlicher Gruss von Andreas

      • federleichtes
        März 14, 2014 um 9:52 pm

        Was die Natur uns zu bieten hat, schätze ich anders ein, als (nur) Bezüge zum „Instinkhaften“ herstellen zu können. Was Wölfe machen, kann ihnen niemals zum Verhängnis werden – sie leben, und vermutlich werden sie noch leben, wenn Menschen hier nicht mehr leben können. Weil sie in einer funktionierenden Ordnung leben, innerhalb eines GANZEN (Organismus).

        Dass Tierarten aussterben hat nichts damit zu tun, dass sie nicht grundsätzlich existenzfähig wären. Sie sterben aus, weil sie nicht mehr in der Ordnung existieren können, in die die Natur eingebettet ist. Woraus ich schlussfolgere, dass Tiere (und Pflanzen) in der Gegenüberstellung mit dem Menschen kein minderwertigeres, sondern nur ein anderes strukturiertes Bewusstsein haben. Und zwar genau das, was sie im Sinne der (Gesamt-)Entwicklung brauchen.

        Was unsere nordischen Vorfahren betrifft, ist der Geist ihrer Kultur nicht verloren. Wäre dieser Geist für die weitere Entwicklung der (feindseligen) Kultur der richtige gewesen, lebten wir ihn heute. Aber er war es nicht, das Christentum und dann der Islam machten erst möglich, was im Sinne einer (weiteren) Offenbarung nötig war: Angst zu schüren und Verwirrung zu stiften.

        Quersumme
        Des Menschen Bewusstsein und das Bewusstsein der Naturwelt sind ineinander verschränkt – darf ich sagen, symbiotisch zum gegenseitigen Nutzen?
        Was unter Menschen als Unbewusstes gilt, sieht auf einer anderen Ebene (von Bewusstsein) ganz anders aus.
        Was hier an Feindseligkeit, destruktiver Zerstörungswut erscheint und so bewertet wird, sieht auf einer wertfreien Ebene natürlich anders aus.
        Und so, wie Mensch nicht versteht, warum ein Tier so und eine Pflanze sich so verhält, so versteht Mensch eben auch nicht, wie er sich verhält.
        Was wir Menschen tun, mag Menschen klug und intelligent erscheinen, dumm oder gleichgültig oder gefährlich oder sinnlos. Auf der Ebene des Lebens gibt es diese Unterscheidung nicht, weil hier die Bewusstheit (der Begriff Weisheit war mir zu menschlich) regiert.

        Sie sind ein kluger Mensch, lieber Andreas – vielen Dank für Ihre Runden-Beiträge.

        Wolfgang

      • Mathias
        März 14, 2014 um 11:16 pm

        Vielen Dank Andreas für Ihre Antwort.

        Aber, man kann ein Erbe auch ausschlagen, wenn man in der Lage ist bewusst zu erkennen, dass es Leid erzeugt.

        Der Satz bringt es genau auf den Punkt. Genau darauf steuern wir als Menschheit wohl immer weiter zu, dass einerseits zwar die unbewussten Handlungen aus unserem Erbe noch weiter ausgetragen werden (und sich damit die Not von Pflanzen, Tieren und Menschen verschärft), wobei immer das Potenzial besteht, das diese unbewussten Handlungen zu einer Bewusstwerdung führen werden (vom Prinzip her folgerichtig) – andererseits die Anzahl der Menschen, die die Lage bewusst erkennen, aber auch immer mehr werden.

        Im Übrigen freute ich mich über Ihre positive Gestimmtheit, die sich in Ihrem Schlusssatz ausdrückte. Auch Ausdruck einer Folgerichtigkeit.

        Liebe Grüße,
        Mathias

  4. Gerd Zimmermann
    März 14, 2014 um 5:26 pm

    Mathias Du gefaellst mir, ich empfinde Dich als Katalysator. Sehr schoen.Ich schreibe nicht mehr was ich denke, weil denken nicht gefragt ist.

    Denken und Wissenschaft, auch als Menschlichkeit bezeichnet sind noch nicht so weit.
    Das Bewusstsein des Kosmos in der Verkoerperung des materiellen Menschen braucht
    noch Schlafenzeit. Gell.

    Ich flieg dann mal. Wieso soll das nicht moeglich sein.

    Ich Kindskopf moechte das nicht erklaeren. Nur so viel ich fliege dann mal.

    Gruss Gerd.

    Der Kommentar wurde um … gekürzt.
    Wolfgang

    • Mathias
      März 15, 2014 um 10:59 am

      Lieber Gerd,

      Das mit dem Katalysator ist sicher Deine Momentaufnahme. Wir haben ja alle diese Rolle füreinander, im ständigen Werden für das Bestmögliche.

      Wobei der wichtigste Katalysator sowieso außerhalb von uns liegt – denke da gerade an die Flares der Sonne. Ob wir über den Wandel schreiben könnten, ohne die? Sicher nicht.

      Ach ja, wir Sonnenkinder …

      Herzliche Grüße,
      Mathias

  5. chattison
    März 14, 2014 um 11:51 pm

    @federleichtes:

    Ist der Computer wichtiger als die Steckdose, die ihn mit Strom versorgt?
    Ist eine Biene minderwertiger als ein Mensch?
    Wer kann auf wen verzichten, ohne sich selbst zu verlieren?
    Die Biene kann auf den Menschen verzichten und die Steckdose auf den Computer.
    Was sagt uns das möglicherweise?
    Es sagt uns, dass der Wert eines Bewusstseins keineswegs von seiner Komplexität abhängt.
    Es sagt uns weiter, dass die Frage, ob die Triebfeder einer Handlung eine instinktive, unbwusste oder bewusste ist, für den Wert der Handlung irrelevant ist, solange die Wirkung dieser Handlung das Ganze unterstützt, stabilisiert, ergänzt etc.

    Das „höhere“ Bewusstsein, die „höhere“ Bewusstheit mag eine Zwangsläufigkeit der fraktalen Evolution hin zur Komplexität sein, bzw. (um mit gold-dna zu denken) ein natürliches Phänomen zur bestmöglichen Ausschöpfung der Unordnung, bis diese maximal ist und so gleichzeitig die maximale Ordnung darstellt, weil ordentlicher als ein Nullpunkt kann nichts sein.^^

    Aus der Warte betrachtet ist aber unser Bewusstsein gerade wegen seiner Komplexität „unordentlicher“ als das der Biene und die Biene somit ein besserer Diener der Stabilität des Ganzen durch ihre höhere „Ordentlichkeit“ im Vergleich zu uns.
    Wenn der Zweck komplexeren Bewusstsein, einhergehend damit die erweiterte Bewusstheit als Ausdruck der in der ab einer gewissen Komplexitätsstufe angelegten refraktären Rückkopplung, der sein sollte, dass die Entropie vergrößert werden soll, dann könnten wir diesen Auftrag allerdings in der Tat vorbildlich erfüllen – wenn, ja, wenn wir nicht solche verdammten Ordnungsfanatiker wären..

    Das Meinungsrauschen, das Forscherbrummen und Thesenrascheln wären folgerichtig kein Endzweck, sondern nur Mittel zum Zwecke.
    Und jeder Versuch, eine GUT oder eine allgemeingültige Theorie/These etc. aufstellen zu wollen, läuft dem eigentlichen Zweck (maximale Unordnung) diametral zuwider und kann nicht gelingen, weil er nicht gelingen soll.
    Denn dort, wo sich alle Möglichkeiten verwirklichen sollen (Endergebnis = maximale Entropie), ist paradoxerweise kein Raum für Ausschluss!

    Und das, was die Menschheit für so unglaublich schlau hält (Kategorisieren, Konzeptionieren, Kartographieren, Koordinatieren uvm), ist in Wirklichkeit nur Ausdruck des Unvermögens, sich endlich in den Dienst der Entropie zu stellen, so wie es seit Anbeginn vorgezeichnet war.

    Jede „dumme“ Biene arbeitet von daher dem Universum zu, wo der Mensch meist trotzig die Kooperation und seinen Wesensauftrag verweigert.

    Dazu fällt mir spontan noch ein:
    Faschismus kann so auch als Synonym für Ordnungsfetischismus verstanden werden und damit für Konterentropie und, somit sich als unversalfeindlich darstellend, endgültig als unbrauchbar begriffen werden.

    Nur der Mensch denkt, dass seine Ordnung auch für Bienen zu gelten habe.
    Haben wir ein Glück, dass Bienen keine faschistoiden Bienenordnungsmissionare sind – wir könnten vor lauter Stichbeulen kein einziges Honigbrot schmieren…

  6. chattison
    März 15, 2014 um 12:01 am

    Ergänzung

    Aus der Warte betrachtet ist aber unser Bewusstsein gerade wegen seiner Komplexität “unordentlicher” als das der Biene und die Biene somit ein besserer Diener der Stabilität des Ganzen durch ihre höhere “Ordentlichkeit” im Vergleich zu uns.

    Zur besseren Verständlichkeit:
    Die „Ordentlichkeit“ der Biene besteht darin, dass sie sich auf ihre Ordnung als „Biene-sein“ beschränkt und gewissenhaft als ein Rauschgradient der zunehmenden Entropie ausführt, ohne ihre Bienenhaftigkeit den anderen Rauschgradienten überstülpen zu wollen, sondern eben den Raum für „Anderes“ problemlos freihält.
    Der Mensch hingegen, im völligen Missverstehen seiner ihm „zugedachten“ Wesenhaftigkeit, vermenscht alles, wo die Biene nichts verbient außer sich selbst..

    • federleichtes
      März 15, 2014 um 1:01 am

      Das war doch wunderbar verständlich ausgedrückt, verehrter Herr Chattison.

      Wenn ich meine Gedanken zu Ihrem Punkt-Schuss anfügen dürfte:

      Beide, Natur und Mensch handeln in einem (und innerhalb eines) Bewusstsein(s). Und beide wissen es nicht.
      Erheblich scheint mir nur, dass das Bewusstsein des Menschen einen großen Fundus an Unordnung (in meiner Terminologie „Feindseligkeit“) enthält. Dessen Komplexität entsteht durch das Unschaubare, das Unbewusstsein. Komplex wird Menschenleben also durch seine (relative) Unberechenbarkeit der Informationslage. Während Biene genauestens weiß, wo’s lang geht. Sie spult ein Ordnungs-Programm ab, während Mensch sich einem Unordnungs-Programm ausgesetzt sieht. Sein Freier Wille verlangt von ihm Gut-Sein, tatsächlich aber wird er sehr böse (wenn Mutti zu lange braucht, um – natürlich mit einem Säugling an der Brust – zwei Kisten Bier in den fünften Stock zu wuchten).

      „Faschismus kann so auch als Synonym für Ordnungsfetischismus verstanden werden …“

      Die faschistische Idee (Geist) versteht sich als die TOTALE ERRINGUNG VON HERRSCHAFT. Bedeutet wohl in einem gewissen Sinne auch Ordnung zu schaffen, aber um den Preis jedweder schöpferischer Individualitäts-Dynamik: Das Eine ist Alles, und das Alles ist ( wegen fehlender Dynamik) Nichts.

      Was die Entropie betrifft
      Vor Jahren schrieb ich mal eine Abhandlung über die Entropie (und ihr Gegenstück) – sie befindet sich in meinem Archiv, aus meinem „Kopf“ ist sie verschwunden. Warum?

      „… ging als der zweite Hauptsatz der Thermodynamik in die Physik ein.

      In einem geschlossenen System nimmt die Entropie niemals ab.
      http://www.weltderphysik.de/gebiete/theorie/entropie/

      (Vielleicht sacht Guido jetzt: Siehste, sach ich doch – Harmonie.)
      Also: Ich bezweifle, dass wir (überhaupt) mit einem physikalischen Lehrsatz Entwicklungen beschreiben dürfen, deren materielle (phyikalische) Aspekte nur untergeordnet-begleitende sind. In unserem Modell steht dafür das als Körper materialisierte Ego-ich, Schatten als Diener des Lichts (Wesen).
      (Beinahe hätte ich zu weiteren Erklärungen ausgeholt, um die Psyche und den feindseligen Geist einbinden zu können, und um sagen zu können, dass der Körper als solcher niemals feindselig ist.)

      Was mich außerordentlich erfreut, hier gemeinsam zu versuchen, „Dinge“ klarer beim Namen zu nennen. Gönz sö blöd wö göstörn bin ich nömlöch höte schön nöcht möhr.

      Danke für die hilfreiche Kon, pardon, Inspiration und

      Gruß in die Rönde.
      Wölfgöng

      • März 15, 2014 um 5:28 pm

        Wie soll die Physik alter Schule auch die Entropie HARMONISCH einordnen, wenn diese Physik keine Beziehung zum Bewusstsein hat und der Kosmos als offenes System angesehen wird, jedoch ein vom Bewusstsein begrenztes Gesamtbild ist ? Da hilft die Entropie so wenig wie ein Hammer jemandem hilft eine Kerze anzuzünden … oder so wenig wie ein BINGO auszudrücken vermag, wie begeistert und ergriffen jemand ist. Entropie verdeutlicht aber den Stand des Konsens und die Benutzung des Begriffs außerhalb der alten Physik zeugt von den Aktivitäten, die “morgen“ eine neue Rolle spielen werden … ist ja bei der Quantentheorie nicht anders …

        Gruß Guido

        • federleichtes
          März 16, 2014 um 12:43 pm

          Entropie beobachten beschränkt sich ja nicht auf die materielle Ebene. Hier bauen wir ein ganzes Auto auseinander und bewegen uns von einer (vormaligen) Ganzheit in eine damalige Verschiedenheit (bevor das Auto zusammen gebaut wurde). Nun fragt sich der Laie, warum man ein Auto auseinander baut, wenn es tadellos funktionierte. Vielleicht, um einen Fehler zu suchen? Und schon sind wir auf der Ebene, wo sich ein schöpferischer Konstrukteurs-Geist zu wandeln hat.

          Doch, das Bingo hat mir geholfen. Ist das Kurzwort für: ich möchte mich keiner Gefühlsduselei hingeben. Auch hier geschieht vielleicht eine Wandlung, das Gefühlte immer besser fließen und es somit immer besser wahrnehmen zu können.
          Die physikalische Interpretatiion von Entropie mag uns also helfen, das eigentliche Wesen der Schöpfung, den Wandel, besser verstehen zu können.

          Wahrgenommener Wandel erfreut mich, Verhärtetes macht mich aufmerksam.

          Gruß
          Wolfgang

  7. chattison
    März 15, 2014 um 12:32 am

    @federleichtes

    Trostpflaster:

    Die Feindseligkeit ist natürlich auch ein Produkt, das im Zuge der zunehmenden Unordnung als Facette, Möglichkeit auftauchen muss.
    Ihre wesentliche Verkörperung ist der Faschismus, weil er dieser Unordnung seine Ordnung entgegen stellt.
    Der Faschismus als Hemmschuh, sabot, im Getriebe der Unordnung.
    Aber der Faschismus kann nicht gewinnen.
    Er überwindet sich selbst dadurch, dass seine Ordnung nur temporär und nie dauerhaft aufrecht zu erhalten ist, weil die Energie, die zu seiner Aufrechterhaltung benötigt wird, exponentiell im Aufwand steigt und damit ab einer gewissen dazu benötigten Ressourcengröße kollabieren muss!
    Haupttriebfeder des Faschismus scheint mir Todesangst zu sein.
    Vulgo Entropieangst oder Unordnungsfurcht.
    Die eigene Entropie, der körperliche Verfall, mit dem körperlichen Tode besiegelt, wird substitutiv durch ein Ordnungsgebaren symbolisch aufgehalten.
    Sinnlos, aber auf einer anderen Ebene durch das destruktive Potential der letztlichen Zunahme der Unordnung wider Willen dienlich.
    Siehe Staudamm, der den Fluss der Zeit = Entropieströmung aufhalten, kontrollieren will und die zwischenzeitlich so erzwungene Ordnung sich letztlich als Exponnt der Unordnung erweist, wenn der Staudamm früher oder später bricht…

    • März 15, 2014 um 12:53 am

      Lieber chattison … oder wie auch immer 😉

      Irgendwie hat es sich hier ein bisschen eingebürgert, nicht dass ich mich allein als BINGO-Verwalter sehe, aber Ihre letzten Kommentare sind mir ein großes BINGO wert … auch wenn manches BINGO, wie Wolfgang vor Tagen mal anmerkte, nicht dem Potenzial der dargelegten Worte das Wasser reichen kann. Nun, da ist ein goldener Pokal schon besser … vielen Dank.

      Ich muss dankbar sagen, dass gerade die letzten Tage Enormes hervorgebracht haben. DANKE !

      Gruß Guido

      • federleichtes
        März 15, 2014 um 1:28 am

        Erstens schließe ich mich Deinen Worten des Dankes an.
        Zweitens kaufte ich mir heute ein Glas Honig und fotografierte, nach einigen Erdhummeln, nun auch die erste Biene.
        Wenn ich nun den Honig esse, was ich bereits leistete, wem gebührt dann das Bingo: Der Blume oder der Biene?

        Gestern Abend beim Telefonat mit M. weinte ich fast – vor Freude. Und nu? Kann doch zu M. nicht „Bingo“ sagen?
        Heute bekam ich von einem Freund eine Mail, die mich sehr erfreute. Und nu?
        Was wir hier leisten können ist gegenseitige Wertschätzung; auf dem Boden wächst was. Darüber brauchen wir ja nicht spekulieren: Der Pullover wächst, kaum dass man das Klappern der Nadeln vernehmen kann.

        Ja, Staudamm, das hat was. Man stelle sich vor, er sei nur eine Illusion.

        Gruß
        Wolfgang

    • federleichtes
      März 15, 2014 um 1:15 am

      Wau!!! – ich fange das Bellen an:

      „Er überwindet sich selbst dadurch, dass seine Ordnung nur temporär und nie dauerhaft aufrecht zu erhalten ist, weil die Energie, die zu seiner Aufrechterhaltung benötigt wird, exponentiell im Aufwand steigt und damit ab einer gewissen dazu benötigten Ressourcengröße kollabieren muss!

      Das ist schon mal der Hammer. Und dann:

      „Haupttriebfeder des Faschismus scheint mir Todesangst zu sein.“

      Ich würde gerne das „Feld“ kennen, wo Sie diese „Knochen“ ausgraben. War das Intuition?

      Dann könnte der Satz auch lauten:

      Der Faschismus ist Handlanger der Todesangst, um den (drohenden) Tod zu verhindern
      (Der Hund beißt, weil er den Tod „gesehen“ hat)
      Da Faschismus in seinem Kern Geist (Idee, Ideologie) ist und Geist (des Herrschens, der Absolutheit) betrifft, fragen wir uns sogleich nach den Existenzbedingungen für Geist. Scheinbar hat er sie jetzt. Erst mal Punkt!

      Warum hat Mensch Todesangst? Weil die Informationen über das Wesen von Nicht-Existenz in ihm angelegt sind? Woher stammen diese Informationen? Aus einem Prozess der Feindseligkeit, der in Nicht-Existenz endete?

      Ganz flotter Abend. Was macht Ihr sonst so?

      Wolfgang

    • März 15, 2014 um 5:45 pm

      Ja, Staudamm ist ein “gutes“ Wort … ist unser Konsens-Bild vom Kosmos ja nichts anderes, nämlich ein bildgewordener Staudamm, in dem die scheinbare Beweisbarkeit von Theorien den Pegelstand bestimmt bzw. die Wassermenge im angestauten Becken den angesammelten Daten eines vermeintlichen “Informationszeitalters“ entspricht. Bricht der Damm und ergießt sich all das Wasser jenseits des maximal möglichen Pegelstandes, der damit Geschichte sein wird, ins Tal neuer Denkstrukturen, muss die bis dahin gespeicherte “Energie“ ganz neue Mittel und Wege finden, um befreit alles Lebensnotwendige verwirklichen zu können, was zuvor “nur“ real in Erscheinung treten konnte. Kommen Informationen und Bewusstwerdung selbiger zusammen, entsteht ein wahrhaft nahrhafter Boden …

      Ja, im Staudamm der Realität sammelt sich noch Allerhand an … Komplexität genannt … real möglich, aber in Wirklichkeit unnötig. Im Tal der Kohärenzfindung wird es GANZ ANDERS aussehen … real immer unnötiger, aber dafür immer wirklicher werdend.

      Gruß Guido

  8. Sandra
    Januar 5, 2015 um 8:16 am

    conditions

    the spirit of timeless diversity
    All what is could – nothing have to.
    All what is have to – nothing could.
    Das JETZT in Reinheit

    the spirit of time in diversity and conservation
    All what is should be – nothing should be.
    Das LEBEN in Schönheit

    the spirit of age within diversity and conservation
    accept, respect and dealing with the conditions
    What have to be, could be and should be.
    What is to accept and respect.
    What do you have to do, could do, should do.
    Der WEG in Wahrheit

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