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Wenn der Handel ein Webfehler unserer gesellschaftlichen Ordnung ist, was dann?

Wir hatten schon das Zinsgeldsystem als auch die unbeschränkte Mehrung von Eigentum als einen Webfehler unserer gesellschaftlichen Ordnung erkannt(?). Als einen weiteren möchte ich die Erkenntnis von Bernd Mullet vorstellen, der den Handel von Waren, also dem An- und wieder Verkauf zum eigenen Nutzen als ein schädliches Element aufmerksam machen. Auf seiner „wertfreien“ Webseite Kein Handel schreibt er über sich:

Der Autor steht dafür, nicht nur das Geld, sondern auch den Handel abzuschaffen. Er ist der Meinung, Handel ist die Ursache für Armut, Krieg, Hunger, Umweltzerstörung und weiteres Elend.

Es gibt zu einer Gesellschaft, die auf Handel beruht, eine Alternative: Eine Gesellschaft, die auf Vertrauen basiert.

Ich möchte hier nicht seine Kritiken am Handel aufgreifen sondern seinen Vorschlag für die Versorgung der Menschen in einem System ohne Geld und Handel vorstellen. Bernd hat mir erlaubt, den folgenden Artikel hier nochmals zu veröffentlichen:

***

Versorgung (Quelle)

Selbstverständlich stellt sich die Frage, wie versorgt man sich, wie kommt man an Lebensmittel, Wohnung, Kleidung und das alles? Da es kein Geld mehr gibt, kann man ja nicht mehr einfach in den Supermarkt gehen und kaufen.

Stimmt. Soll man auch nicht. Ist auch nicht notwendig. Die Versorgung ist noch einfacher als in der aktuellen Gesellschaft. Statt Supermärkte gibt es Versorgungslager, die für alle Tag und Nacht zugänglich sind. Dorthin werden die Produkte aus den Werkstätten, Fabriken, Feldern gebracht und werden dort sachgerecht gelagert. Menschen, die sich die Verwaltung dieser Lager zur Aufgabe gemacht haben, sorgen dafür.

Von dort können sich die Menschen nehmen, was sie brauchen. Vielleicht werden, optional alternativ, auch Roboter über das ‚Internet‘ bestellte Güter dort abholen und zu den Wohnungen, Wohneinheiten bringen. Dorthin können aber auch nicht mehr benötigte, aber noch gebrauchsfähige Güter gebracht werden. Eine Bohrmaschine, z. B., wird nach einmaligem Gebrauch nicht unbrauchbar. Der Bohrer nutzt sich ab und muss von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Das Metall des Bohrers allerdings ist kein Müll, sondern Rohstoff. Dieses kann eingeschmolzen und wieder neu verwendet werden.

In der heutigen Gesellschaft sollen die Gebrauchsgüter möglichst schnell nutzlos werden, damit möglichst schnell wieder nachgekauft wird. Nicht der Nutzen zählt, sondern der Umsatz. Daher müssen auch Dinge, die man nur einmal im Leben braucht, gekauft werden (wenn man niemanden kennt, von dem man benötigtes leihen kann).
So werden die Dinge auch produziert: nicht um möglchst lange zu halten, sondern um möglichst schnell neuen Umsatz zu generieren. Die Naivität der Kunden, welche der Handel ausnutzt, setzt dem allerdings Grenzen. Viele Menschen gehen immer noch davon aus, dass der Nutzen des Kunden bei den Händlern im Vordergrund stehen muss. Dieser Glaube ist eine Irrtum, der aufrecht erhalten werden soll. Denn genau an diesem Irrtum wird verdient.

Über den Verbrauch, den die Lager ermitteln, wird der Bedarf festgestellt. Bestellungen und Entnahmen werden erfasst, eventuell Umlagerungen vorgenommen.

Heute sind Umlagerungen, wenn überhaupt, nur innerhalb von Handelsketten möglich. Schließlich müssen Transportkosten berücksichtigt werden. Einfache Umlagerungen zwischen völlig verschiedenen Händlern sind ein Unding, denn es geht hier um Waren, ihren Wert und die möglichen Gewinne. Sie ist unmöglich oder nur mit erhöhten Kosten verbunden, weil ja jeder verdienen will. Alles nicht mehr existent in einer Gesellschaft ohne Handel.

Reichen die Bestände nicht mehr aus, wird die Produktion informiert. Damit schließt sich der Kreis, die Menschen können sich einander versorgen. Produziert wird aber nur noch, wenn Bedarf besteht. Vielleicht besteht dieser aber ständig, weil immer irgendwo was gebraucht wird. Allerdings wird auch nicht mehr für einen potenziellen Markt produziert, was den Ressourcen- und Produktionsbedarf drastisch reduziert. Vieles kann auch überhaupt auf Bestellung produziert werden. Individualfahrzeuge, falls diese überhaupt noch in solchen Massen erforderlich sind. Andererseits werden die Güter, z. B. Fahrzeuge, ganz anders Produziert. Da spielt eben die Wiederverwendung (Recycling) der Bauteile, der verwendeten Stoffe eine Rolle. Wahrscheinlich wird mehr auf haltbarkeit, möglichst lange Nutzbarkeit produziert als, wie im Moment, auf möglichst schnellen Verbrauch.

Warum Versorgungslager?

Bei vielen aktuellen Versuchen wird die Leistung möglichst direkt an die Verbraucher weitergegeben. Sicher verbessert das die Kommunikation zwischen Verbraucher und Erzeuger. Ob es die Energieeffizienz verbessert ist nicht unbedingt gesagt. Es kann aber auch zu Engpässen sogar zum Ausfall bestimmter benötigter Leistungen führen. Durch eine schlechte Ernte, eine defekte Maschine kann es recht schnell zu Mängeln kommen. Lager haben unter anderem die Aufgabe, solche Ereignisse auszugleichen. Das ist für die Lagerhaltung nichts neues, denn bereits heute ist das eine von vielen ganz normalen Aufgaben eines Lagers.

Die Vielfalt benötigter Leistungen wird es evtl. notwendig machen, dass es Versorgungslager mit verschiedenen Schwerpunkten gibt, wie zum Beispiel solche für Möbel, für Kleidung, Nahrungsmittel, Kommunikation, für Individualfahrzeuge, etc., wobei hier bereits wiederum die aktuelle Gesellschaft in die Gedankengänge hinein spielt (auch in meine). In wie weit individuelle Transportmöglichkeiten für Personen und Güter künftig eine Rolle spielen und wie diese dann aussehen und funktionieren, steht noch gar nicht fest. Das wird sich zeigen.

Auch die neue IT-Technologie reift gerade heran. Computer, wie wir sie heute kennen, wird es vermutlich nicht mehr geben. Zur Zeit arbeitet die Forschung an Computern, die mittels Licht und/oder Quanten (‚Teilchen‘, aus denen die Elementarteilchen von Atomen bestehen, also Protonen, Elektronen, etc.) Arbeit verrichten. Völlig neue Techniken also. Wie die Zukunft technisch und damit auch gesellschaftlich aussehen wird, ist sehr schwer zu konkretisieren. Sicher ist: nichts bleibt wie es ist.

Was ist, wenn sich jemand mehr nimmt, als er braucht? Wenn sich jemand an einer Sache „bereichert“ ?

Die Gegenfrage lautet: wozu?

In einer handelsfreien Gesellschaft sind die Leistungen für jeden frei zugänglich, der sie benötigt. Ein „Hamstern“, eine Bevorratung zur Überbrückung eines Mangels ist unnötig. Die Lagerverwaltung sorgt für einen permanenten Mindestbestand.
Selbstverständlich, wie heute auch, werden kleinste Vorräte an Leistungen in den Wohnungen gehalten. Kaum jemand dürfte, selbst ohne Mangel, jeden Tag im Supermarkt sein Brot, seine Milch, seine Getränke, etc. einzeln, nur bei akutem Bedarf einkaufen. Meist wird ein kleiner Vorrat für einige Tage angelegt. Das entspricht mE auch einem sinnvollen Verhalten. In sehr einsamen Gegenden legen sich die Menschen auch Vorratslager für einige Monate an, wenn es die Lebensumstände erfordern. Selten wird man aber in einer Stadt Menschen antreffen, welche ohne Notwendigkeit sich für ein halbes oder ganzes Jahr mit Vorräten eindecken, von Katastrophenbunkern abgesehen. Ein solches Verhalten würde, nach derzeitiger gesellschaftlicher Norm, schon als sehr fragwürdig angesehen. Verschärfen sich jedoch die Auswirkungen des Kapitalismus extrem, kann sich das jedoch recht schnell ändern.

Wer heute weit mehr nimmt, als er selbst brauchen kann, will höchstwahrscheinlich damit Handel treiben. Was würden einem Menschen sonst 100 Autos nutzen oder 25 Mikrowellen? So etwas kann meistens nur der finanziellen Bereicherung dienen. Unsinnig in einer Welt, in der es weder Geld noch Handel gibt.
Die Produkte sind jederzeit verfügbar. Produziert wird nach Bedarf, gemessen am Verbrauch. Da kein Verkaufsdruck besteht, gibt es auch keinen exorbitanten Überschuss.

Was passiert, wenn es im Lager nur noch ein Ding gibt, aber zwei Menschen dieses haben wollen?

Das gleiche, was heute im Supermarkt passiert. Auch dort wird der Marktleiter nicht plötzlich eine Auktion eröffnen und es an den Meistbietendeng verkaufen. Man spricht sich ab. Man gibt dem ersteren das Vorrecht. Weiter gibt es in einer handelsfreien Gesellschaft die Möglichkeit der unbürokratischen Umlagerung (siehe oben).

Stehe ich mit anderen um eine Leistung oder eine Ressource in Konkurrenz, muss mir heute der Andere egal sein. Diese Egalität gegenüber anderen wird in einer auf Handel basierenden Gesellschaft permanent trainiert und impliziert. Trainiert durch den täglichen Kampf ums Dasein (Schule, Arbeitsplatz, Einkauf, etc), Impliziert durch Propaganda mittels Medien, Wettbewerbe (Betonung des Sports in Kombination von Vereinsmeierei und Nationalismus), vermittelten Lehrstoff, vermittelte Werte, Erziehung, Werbung, uvm.

Und ja, selbstverständlich, unabhängig vom Handel, nützt mir auch die Leistung nichts, die ich benötige und ein anderer besitzt. Das ist richtig. Im Handel aber wird dieser Mangel begrüßt, ja künstlich erzeugt. Eben um Menchen bzw. Bedürftige zueinander in Konkurrenz zu setzen. Damit sollen Preise gehalten oder erhöht werden, damit sie für den Händler sinnvollen Gewinn abwerfen, also zur Kapitalerhöhung oder/und zur Erhaltung oder Erhöhung des Lebensstandards, der Lebensfähigkeit.

In der handelsfreien Gesellschaft aber, ist die Leistung, die ich benötige, sicher noch in einem Lager vorhanden und muss nur umgelagert werden, sonst wäre längst die Produktion angeworfen. Wenn in einer auf Handel basierenden Gesellschaft eine Leistung nicht mehr verkauft werden kann, ist sie irgendwann weg. Aus!

Versorgungslager dienen demnach (wie heute) als Puffer zwischen der Produktion und den Nutzern. Sie nehmen somit eine Schlüsselstellung ein.

Was ist, wenn mich jemand bestiehlt, mir etwas wegnimmt?

Da die Versorgungslager jederzeit zugänglich sind, ist das kein Problem. Diebstahl wird heute aus finanziellen Gründen begangen. Meist zum Zweck des Wiederverkaufs, also der Hehlerei oder, nur selten, zur eigenen Verwendung. Beides ist in einer Gesellschaft ohne Geld und Handel unsinnig. Es bringt dem „Dieb“ keinen Vorteil, außer, dass er sich vielleicht den Weg ins Versorgungslager spart oder die Eingabe in sein Handy und die Wartezeit die es braucht, damit ihm ein Roboter das begehrte Gut vorbei bringt. Das war’s. Ein armer Mensch, dem das bereits zu viel ist, finde ich.

Ergänzung vom 29.12.2014: Stefan Meretz hat vor ein paar Tagen einen Artikel veröffentlicht, die die Gedanken von Bernd noch weiterspinnen: Grundrisse einer freien Gesellschaft

  1. derkleinehunger
    Dezember 28, 2014 um 6:38 pm

    Vertrauen

    „SystemMensch“ beruht ja gerade auf Vertrauen, siehe dazu „Treu und Glauben“ aus dem sich alle Strukturen entwickelt haben. Das diese als solche pervertiert sind, liegt aber nicht an der falschen Umsetzung, sondern an der Perversion „SystemMensch“ als solchen.

    Strukturelle Maßnahmen ändern zu wollen, steht im Widerspruch zu den Gegebenheiten als solche, weil diese (ich wiederhole) bereits auf „Treu und Glauben“ basieren.

    http://www.jurawelt.com/studenten/skripten/zivr/7246

    Wie also wollen Sie etwas ändern, was Ihrem Änderungswunsch bereits entspricht?

    Der Irrglaube systemisch induzierte Änderungen am System selbst vornehmen zu wollen, ist absurd. Der Selbstzerstörungsmechanismus ist dem System inhärent, sein Sie doch froh darüber.

    • Dezember 28, 2014 um 7:03 pm

      Ich nehme an, davon ist nicht nur der Handel betroffen. Es betrifft auch jedes Gesetz. Da ist es wahrscheinlich auch nicht die falsche Umsetzung der bestehenden Gesetze, sondern eine Nachfrage nach immer neuen Gesetzen, was man schon wirklich als pervers bezeichnen kann. Der Weg zur Freiheit über immer neue Gesetze?

      • Dezember 28, 2014 um 7:12 pm

        Mit jedem Gesetz scheinen wir eher unmündiger und unverantwortlicher zu werden, speziell sozial gesehen …

        • Dezember 28, 2014 um 8:09 pm

          „Mit jedem Gesetz scheinen wir eher unmündiger und unverantwortlicher zu werden, speziell sozial gesehen …“

          Ja, so sehe ich das auch. Aber ich habe auch den Eindruck, dass die meisten Menschen nur glücklich sind, wenn ihnen von anderen alles abgenommen wird, bzw gesagt wird, was sie tun sollen.
          Wahrscheinlich ist es ihnen noch nicht einmal bewusst, wie sie dabei manipuliert werden und ihre Freiheit mehr und mehr aufgeben.

          • derkleinehunger
            Dezember 28, 2014 um 8:26 pm

            „“…………dass die meisten Menschen nur glücklich sind, wenn ihnen von anderen alles abgenommen wird, bzw gesagt wird, was sie tun sollen. Wahrscheinlich ist es ihnen noch nicht einmal bewusst, wie sie dabei manipuliert werden und ihre Freiheit mehr und mehr aufgeben.““

            Sind Sie sich da sicher? Ich persönlich meine eher nein. Das Bedürfnis nach klaren, einfachen Strukturen ist ausgeprägter, allerdings ernährt diese Kompliziertheit eine erhebliche Anzahl von Existenzen.

            Und eine Vereinfachung schreitet in die Richtung, welche als NWO bezeichnet wird, allerdings ist diese „befürchtete“ NWO keine NWO als solche, sondern stellt vielmehr lediglich eine Konzentration von Machtbefungnissen auf wenige dar. NWO als solche ist ja bereits in vielen Bereichen bereits (und das nicht erst seit gestern) an der Tagesordnung. Sie brauchen sich lediglich Einrichtungen wie UNO,Nato, Wirtschaftszusammenschlüße wie EU, BRICS etc. anzusehen. Hier findet doch schon eine Vereinheitlichung statt, welche allerdings nicht expliziet dem entspricht was als gefürchtete NWO betitelt wird.

            Die offene Frage ist lediglich, was (und ich wiederhole mich da) Deutschland als sich darstellende Konzentration von Menschen, ja man muss sagen, Menschenvermassung, welche entweder ihr Maß wieder findet oder eben weiterhin der Masslosigkeit anderer ausgesetzt bleibt, weil sie in der eigenen Struktur masslosigkeit betreibt. Gleiches zieht nun mal Gleiches an und eben auch „über den Tisch“. Prinzip ist ja bekannt.

            Der Schrei nach dem Bär, kommt ja nicht von ungefähr 😉

            Nur der wird es nicht richten, wie unterrichtete Kreise es ja auch klar und deutlich zur Sprache bringen, und der Bär selbst, spricht eine ganz andere Sprache, die man verstehen muss lach

          • derkleinehunger
            Dezember 28, 2014 um 9:07 pm

            Kleine Geschichte aus dem „Tierreich“

            Bär und Wolf – tierische Freundschaft

            Der britische Dichter Lord Byron schrieb einst: “Wer Freude genießen will, muss sie teilen”. Dieses tierische Gespann hat sich die Weisheit offenbar zum Lebensmotto gemacht. Denn anstatt sich um die Früchte der harten Jagd zu streiten, teilt es sein Futter lieber.

            Wer dachte, dass zwischen einem Braunbären und einem Wolf nur Futterneid bestehen kann, den dürften diese Bilder http://www.ohwow.de/?p=5467

            dazu bringen, seine Meinung noch einmal zu überdenken.
            Im Norden Finnlands stieß Fotograf Lassi Rautiainen auf das tierische Gespann. „Niemand kann sagen, wie es zu der ungewöhnlichen Freundschaft kam“, erklärt der 56-Jährige.

            „Es wirkt, als würden sie sich sicherer fühlen, wenn sie beieinander sind. An die zwei Stunden saßen sie nebeneinander und beobachteten den Sonnenuntergang.“

            „Es ist schön zu sehen, dass die Natur uns immer wieder überrascht.“

          • Dezember 28, 2014 um 10:10 pm

            Die Frage ist, woher das kommt. Wäre es anders, wenn unser Aufwachsen nicht er-zieh-end und aus-bild-end wäre?

          • derkleinehunger
            Dezember 28, 2014 um 10:45 pm

            Welche Frage soll das sein? Es ist doch keine Frage das Natürliche in Frage zu stellen, bissl absurd oder was meinen Sie Herr Bartonitz?

          • derkleinehunger
            Dezember 29, 2014 um 12:38 am

            Er noch mal, wollte die Frage selbst beantworten 😉

            hat er von ihm hier 😉

            http://www.ohwow.de/?p=15376

            „Viele Stunden war er dort oben und bewegte sich keinen Zentimeter vor noch zurück.“

            „Braunbären sind ganz fantastische Kletterer. Sie lernen das schon, wenn sie noch ganz jung sind.“

        • Dezember 29, 2014 um 3:30 pm

          vielleicht sagt der gängige Wortlaut es deutlicher. Gesetze werden „verabschiedet“ – von Recht verabschieden? 😉

          • Dezember 29, 2014 um 3:36 pm

            Gesetze beruhen auf der Gewalt des Staates, auf nichts anderem!

            So die Ansicht des Autors eines Artikels, der den Unterschied von Gesetz und Recht zu differenzieren versucht.

            Denn:

            Jeder Mensch hat nur die Befugnis zu Regelungen und Eingriffen bezüglich der eigenen Person und des ihm gehörenden Eigentums. Er allein hat zu bestimmen, ob andere ihn für die Erbringung von Diensten in Anspruch nehmen dürfen, wie sich Gäste in seinem Haus verhalten sollen oder wie ein Entleiher mit seinem PKW umgehen muss. Er hat jedoch nicht das Recht, dem Nachbarn vorzuschreiben, dass dieser zu bestimmten Zeiten seinen Rasen mähen muss oder dass er seinen PKW an Bedürftige ausleihen muss oder dass er Geld für das Anlegen eines Fußballplatzes zur Verfügung stellen muss. Wenn also der einzelne Mensch nicht die Befugnis hat, in anderer Leute Leben und Eigentum regelnd einzugreifen, wie soll diese Befugnis dann der von ihm gewählte Parlamentsabgeordnete erhalten haben?

      • derkleinehunger
        Dezember 28, 2014 um 8:08 pm

        Die Problematik stellt sich nicht der Gesetz-gebung sondern vielmehr darin, das diese pervertiert wird, in ihrer Umsetzung in Verordnungen und der gleiche. Gesetz ist nicht was ist, sondern vielmehr in der verordneten Menge an deren Auslegungen etc.pp.

        Gesetzgebung als solche ist dem Staat als solchen unterstellt und deren Umetzung den Ländern als solche. Und dadurch das Staat einerseits Kompetenzen abtritt (oder eben auch gezwungen ist abzutreten) liegt einzig an seiner Inkompetenz.

        Liegt dies nun dem Staat als solchen inhärent oder an dem was den Staat als solchen ausmacht und aus welchem sich der Staat als Institutionelle Struktur speist?

        • derkleinehunger
          Dezember 28, 2014 um 8:12 pm

          P.S. Als Erinnerung:

          Wir unterliegen einer republikanischen Auslegung des Staats-prinzipes innerhalb unserer Strukturen und Grundgesetz und ausserhalb, eines republikanischen „Überbaus“.

          • Dezember 28, 2014 um 8:28 pm

            Nun, mir kommt es eher so vor, als hätte dies nicht unbedingt etwas mit der Staatsform zu tun. Zumindest in der heutigen Lage. Da geht es doch wohl eher um Pöstchen schaffen und an „Korrekte“ verteilen. Ebenfalls um Machterhaltung um die Geldpfründe zu halten.
            Da werden dann neue Gesetze erdacht. Wenn einer allein keine Ideen hat, wird ein Arbeitskreis gebildet (schafft noch mehr Pöstchen).

            Ja, und die Gesetze, die wir schon haben, werden nach dem Toleranz-Prinzip ausgelegt. Im Zweifel gegen das Opfer und für den Täter.
            Toleranz natürlich durch das Synonym Indulgenz: Schonung, Nachsicht, Milde, Straferlass. Na, für wen wohl?

          • Dezember 28, 2014 um 8:32 pm

            Ich war nicht schnell genug. (lach)

          • derkleinehunger
            Dezember 28, 2014 um 8:43 pm

            „“Ich war nicht schnell genug. (lach)““

            Wo Sie so geerdet sind, sollten Sie doch nicht etwa das FLiegen aufgeben 😉

          • derkleinehunger
            Dezember 28, 2014 um 10:06 pm

            Zum Schmunzeln ?!

            Lese ich doch heute

            https://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/eu-kommission-holt-stoiber-zurueck-zr-4547171.html

            „“Neuer Job EU-Kommission holt Stoiber zurück““

            Achtung
            als

            „Sonderberater für bessere Rechtsetzung“.

            Es geht um Bürokratieabbau

            Als ehemaliger Ministerpräsident eines Bundeslandes mit der höchsten Verordnungsdichte, selbstverständlich geradezu prä­de­s­ti­niert* (*für etwas in so hohem Maße geeignet, dass es vorherbestimmt erscheint).

            Das muss es auch, war er doch schoneimal dafür bestimmt, also für den Bürokratieabbau und hat selbstverständlich Erfolge zu verzeichnen, wie z.B. das die Finanzämter auch elektronische Unterlagen von Firmen für die Steuerfestsetzung akzeptieren (was zwar nicht auf seinen Erfolg zurückzuführen ist, sondern im Zuge der Elster-Umstellung bereits von Finanzämter/Finanzministerium) vorgeschlagen und in die Umsetzung geschickt wurde) Macht nicht´s, es ist Stoibers Erfolg dieses nach Brüssel getragen zu haben. Selbstverständlich als „freier Mitarbeiter“, ehrenamtlich sozusagen, Spesen mal nicht nicht eingerechnet.

            Ja so zeigt sich auch, nach aussen hin, auf seiner Homepage, das er auch ein Händchen für Junckers hatte, und der ist ja nun sein neuer Protege´, zwar kein Ritteschlag aber

            (man muss es einfach nocheinmal lesen)

            „Sonderberater für bessere Rechtsetzung“, das klingt zwar eher nach „Plätzchen“ als nach setzen aber das merkt Stoiber nicht, des isser ja gewohnt aus seiner Kinderstubenzeit und seiner schönen Maid, richtig die.

            In diesem Sinn, ein Chiwawa ist und bleibt ein Chiwawa, und ist mit einem Wolf weder verwandt noch verschwägert.

            http://www.stoiber.de/

            Nicht erschrecken, da steht tatsächlich

            „“ „Handeln statt reden“ Dr. Edmund Stoiber““

            na und wie der handelt äh redet, na das kennt man ja.

            😉

          • derkleinehunger
            Dezember 28, 2014 um 10:16 pm

            Worin der Stoiber seinen Dr. gemacht hat, konnt ich nicht so auf die schnelle lach

            aber das langt dann och, zwecks Familienehre lach ach die Vroni, Karin und der Dominic,

            http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.plagiatsvorwurf-auch-stoiber-sohn-bald-ohne-doktor-titel.d1ea8c43-22ee-48e5-9815-243fe6dc6fff.html

          • derkleinehunger
            Dezember 28, 2014 um 10:20 pm
  2. Dezember 28, 2014 um 8:35 pm

    Das ist vereinfacht das „gib so wird dir gegeben“. Viele weitere Anstösse dazu kann man entnehmen wenn man meinen Nicknamen „Ohnweg“ anklickt. Das Rohmanuskript, DAS WILDGANSPRINZIP kann auch so einige Augen öffnen wenn man dieses Stichwort googelt. Es wurde bei doktus.de untergebracht.

    Es gibt inzwischen immer mehr Menschen und Informationen im Internet die sich über eine geldlose Gesellschaft Gedanken machen. Ich habe mich damit im Grunde als Aussenseiter schon fast mein ganzes Leben lang darüber Gedanken gemacht. Es war nicht einfach weil man auf die einfachsten Lösungen oft nicht kommt. Das Scheingeldsystem und das gewohnte Denken mussten durchblickt und überwunden werden.

    Jetzt klingt in meinen Manuskripten und Blogs alles so simpel. Ich konnte damals nur intuitiv ohne Vorbilder meine Gedanken über eine WELT OHNE GELD aufzeichnen. Und daher ist alles von mir authentisch. Ausser natürlich Fremdartikel in meinen verschiedenen Blogs die gekennzeichnet sind.

    Danke für die obige Bresche für ein menschlicheres Miteinander. Ich würde den Artikel gerne übernehmen. Ich bitte um Antwort.
    Gruss Ohnweg

    • derkleinehunger
      Dezember 28, 2014 um 8:41 pm

      Theoretische Ansätze gibt es seit „Erfindung“ von Strukturen, das sind Sie nicht der Erste 😉
      @Ohnweg

      Was diese „Steigerungsform“ „menschlichERES Miteinander“ auch immer ausdrücken soll, so drückt sich doch wohl aus, das es ein UNmenschliches Miteinander“ gibt, und eine Steigerungsform lediglich eine Verschleierung des Gesamteindruckes darstellt.

      Menschliches Miteinander bedarf doch keiner Steigerungsform oder auf was spielen Sie denn in Ihrer Steigerungsform an?

  3. Dezember 30, 2014 um 6:13 am

    @derkleinehund
    SO ist es, natürliches Miteinander war schon immer da liegt auch in der Natur des Menschen. eine Mutter die noch Zugang dazu hat füttert ihr Kind, und lässt es nicht verhungern, doch durch unser ICH haben wir im Unbewussten soviel NICHT Miteinander gespeichert, dass jeder von uns Modelle hat, wie es anders gehen könnte. wir leben jedoch materiell hier im Überfluss, eine Bohrmaschiene wird privat 16 Minuten genutzt, wie kommt das? Unsere Freude miteinander ist nicht grundlos genug. Dazu hat mir Andreas ein paar Anregungen gegeben, denn nur das Glück verbreitet sich zwanglos, nicht das Konzept, wer das versteht, hat Freunde jenseits von Vorstellungen, und der kann möglicherweise auch einen der zig Millionen Bohrer anschleifen und wieder benutzen und muss keinen Neuen herstellen, alles ergibt sich aus dem freudigen Tun… https://www.youtube.com/watch?v=4ZLx24MWkqM

  4. Januar 4, 2015 um 1:24 am

    Nicht der Handel oder das Handeln (mit Gütern) ist das Problem, sondern das – kranke – Bewußtsein.
    Wer mit Liebe / aus Liebe / im Bewußtsein der Liebe bzw. ALS das Bewußtsein der Liebe handelt, handelt GERECHT / FAIR.

    Am Beginn meiner Berufsausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel wurde ich mit einem Grundsatz konfrontiert

    „Der Handel hat die Aufgabe, Güter aus Gebieten des Überflusses in Gebiete des Mangels zu verbringen.“

    Daran ist nichts auszusetzen. Wenn das also wahrhaft erwachsene, wahrhaft gesunde, neurosefreie, Menschen tun, ist alles in bester Ordnung.

    Das einzige Problem, das dieser Planet hat, ist die Kollektive Zivilisations-Neurose – und die krankheitsbedingte Abwehr der Krankheitseinsicht…

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

  1. Dezember 29, 2014 um 8:10 am

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