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Streifzüge durch den Ring – Kapitel 9 – Dimensionen (a)

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus  Tolkiens Roman "Herr der Ringe" (Foto: Wikpiedia)

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus Tolkiens Roman „Herr der Ringe“ (Foto: Wikpiedia)

Erst wenn der Ring sich schließt, erst wenn das Gold der Erde zurückgegeben und von den Töchtern des Rheins bewacht, seinen unheilvollen Einfluss auf die Menschen verliert; erst wenn materialistischer Wahn endet, kann geistige Entwicklung sich wieder frei entfalten und die Menschheit zu ungeahnten Höhen emportragen.

Dieser Artikel wurde schon einmal zu Beginn des Jahres gepostet und ist ein Auszug aus Streifzüge durch den Ring (zum Intro inkl. Verzeichnis), von Andreas Raitzig. Da ihn viele neue Leser noch nicht wahrgenommen haben, aber auch ein erneutes Lesen im Kontext der danach veröffentlichten Artikel ein Aha verursacht, hole ich ihn auch nochmals nach vorn.

Kapitel 9. Dimension … (a)

Wenn Sie sich bereits einige Zeit in der „Wissenschaftstheorie“ herumtreiben, werden Sie wissen: Mit 3 Dimensionen allein kommt der Mensch nicht weit, wenn er versucht die Erscheinungen in der Natur auf ihr Wesen zurückzuführen. Viele Vorgänge in der Natur sind allein 3-dimensional nicht erklärbar. Doch es wird noch verrückter. Seit Ur-Zeiten ist bekannt, dass der Mensch MATERIELL-SINNLICH nur 2-dimensional erfassen kann. Er sieht nur Ober-Flächen. Er betastet nur Ober-Flächen. Der räumliche Eindruck wird erst im Bewusst-Sein erzeugt, wenn zusätzlich eine Bewegung um das Objekt erfolgt. Lassen sie sich nicht einreden, Sie könnten RÄUMLICH sehen, denn dazu bräuchten Sie mindestens 4 Augen; für jede Seite des Tetraeders eines. Mit 2 Augen können Sie lediglich einen „flächigen Tiefeneindruck“, eine punktuelle Entfernungsinformation auf einer Fläche im Bewusst-Sein erzeugen. Eine Postkarte enthält überhaupt keine Tiefeninformation. Diese wird erst ideell vom Bewusst-Sein, aus der Erinnerung, „hinzugefügt“. Sie müssen schon um ein Denkmal herumgehen, um seine RÄUMLICHKEIT, wenigstens teilweise, zu erfassen. Teilweise deshalb, weil Sie immer noch nicht wissen, wie es darunter oder darüber aussieht.

Diese Beispiele machen deutlich, wie schwierig es ist, sich über DIMENSIONALITÄT ernsthaft zu verständigen. Und auch, wie leicht man der Manipulation zum Opfer fällt. Wenn der Mensch, wie wir sahen, materiell-sinnlich nur 2-dimensional erfassen kann und erst in seinem Bewusst-Sein einen 3-dim. Körper erzeugt, liegt doch auf der Hand, dass jener ERZEUGER, also das Bewusst-Sein selbst, eine vierte Freiheit haben muss. Denn die 3-dimensionale, körperliche Vorstellung entsteht erst im Bewusst-Sein. Das Gegenargument derer, welche das materielle, 3-dimensionale Gehirn als Erzeuger der Vorstellung ausgemacht haben, lautet: In jedem 3-dimensionalen Körper kann sich ein anderer 3-dimensionaler Körper befinden. Wie etwa die ineinander steckenden russischen Holzpuppen. Es ist überhaupt kein Gebilde mit 4 Freiheiten nötig. Hält man dagegen, es gäbe einen Unterschied zwischen „sich befinden“ und „erzeugen“, wird die 3-dimensionale Werkhalle, in welcher 3-dim. Autos erzeugt werden, in die Debatte geworfen. Es ist zum Verzweifeln. Die Materialisten glauben wirklich, die Werkhalle würde die Pläne der Autos entwickeln und nachher auch bauen. In die Enge getrieben erklären Sie alles für Quatsch und stehen weiter -über- den Dingen.

Es scheint so etwas wie eine individuelle Grenze (eine auch beim besten Willen nicht mehr erweiterbare Fähigkeit) der Abstraktionsfähigkeit und der Fähigkeit zur logischen Verknüpfung von Fakten zu geben. Das ist kein Makel, denn es gibt auch bei Schachspielern „Könner“ und „Patzer“ ohne dabei eine Aussage über ihre menschlichen Qualitäten zu machen. Wir sollten uns also hüten (beim sturen Dogmatiker) sofort ein „Nicht-wollen“ zu unterstellen. Viele von ihnen „können“ bestimmte Zusammenhänge einfach nicht erfassen! Die Menschen sind eben NICHT gleich. Doch dort, wo wir die ehrliche Bereitschaft zum Zuhören erkennen, sollten wir uns auch die Zeit nehmen, um Zusammenhänge mit möglichst einfachen Worten zu erklären. Wenn allerdings in einer philosophischen Diskussion der „Patzer“ und der „Ignorant“ in einer Person zusammenfallen, ist alles Hoffen sinnlos. Kommt noch eine tüchtige Portion „68´er Zerreder“ dazu, gehen Sie lieber. Es ist besser für alle Beteiligten.

Versucht man mit den Mitteln der Logik dem WESEN DER DIMENSIONALITÄT auf die Spur zu kommen, bietet sich u.a. die Geometrie an. Womit ich zugleich in aller Deutlichkeit darauf hinweise, dass die Geometrie nur eine (aber nicht die einzige) Möglichkeit ist, Dimensionen darzustellen! Versuchen wir also anfangs Stück für Stück, in kleinen Schritten zu erkennen, was Geometrie in seinem innersten Wesen eigentlich ist und wenden die gewonnenen Erkenntnisse danach auf die Wirklichkeit an.

Betrachtungen zur Geometrie

Wir sollten uns als erstes klar machen, dass die mathematisch begründete Geometrie nur in unserem Bewusst-Sein existiert. Durch Ausblendung vieler anderer Erscheinungen der Wirklichkeit und rationale Konzentration auf einige wenige Fakten und Prinzipien ist es möglich, eine abstrakte, mathematische Formulierung von Teilbereichen der Wirklichkeit vorzunehmen. Doch wie eben gesagt, hat die mathematische Formulierung immer Ausschnittscharakter. Sie stellt ein geistiges Modell eines winzigen Bestandteils der Wirklichkeit dar und ist nicht die Wirklichkeit selbst. Immer wieder haben Wissenschaftler gegen diese einfache Wahrheit verstoßen und das Modell zur Wirklichkeit erklärt.

Wenn wir heute eine 2-Dimensionalität in der Geometrie, also z.B. einen Kreis, mathematisch sehr genau in allen seinen Bestandteilen definieren können, sollten wir uns trotzdem vor Augen halten, dass es einen Kreis mit Umfang, Flächeninhalt, Radius etc. in der Natur nicht gibt. Jene gebogene und in sich geschlossene Linie, welche wir auf ein Blatt Papier zeichnen und dann Kreis nennen, ist materiell und 3-dimensional; was sie unter einem Mikroskop schnell erkennen werden. Und je weiter sie vergrößern, umso mehr wird sichtbar, dass der gebogene Balken eine zerklüftete, zerfaserte Struktur hat, die sich eigentlich nicht mehr Linie nennen darf. Doch genau diese Kohlenstoff- oder Tintenablagerung auf einem Stück Papier, das ist die Wirklichkeit!; der Kreis mit Flächeninhalt, Umfang, Radius ist eine mathematische Abstraktion in unserem Kopf. Schauen Sie sich um und suchen Sie in der Sie umgebenden Welt einen wirklichen Kreis im geometrischen Sinne. Sie werden keinen finden sondern lediglich einen Ring, einen Kringel oder eine Scheibe. Doch diese Dinge sind immer 3-dimensional. Auch wenn sie mittels eines Zeichenprogramms einen Kreis auf einen Bildschirm zeichnen, ist dies nur eine Abstraktion der Wirklichkeit, denn der geometrische Kreis wird nie wirklich sein. Oder etwas flapsig gesagt, Sie können den gemalten Kreis nicht greifen und mit nach Hause nehmen, sondern nur das Stück Papier, auf welches er gemalt ist, oder eben den Bildschirm, der ihn anzeigt.

Auch 1-dimensional, linear kann eine abstrakte Geometrie nicht in die Wirklichkeit treten. Als Beispiel sei die Kante eines Würfels angeführt. Wenn Sie diese Kante unter einem starken Mikroskop betrachten, wird schnell klar, dass das, was wir Länge nennen, nur eine geistige Abstraktion des Abstandes zwischen den Eckpunkten des Würfels darstellt. Denn wenn Sie die zerklüftete Kantenlinie wirklich ausmessen könnten, wäre sie sehr viel länger als der Abstand zwischen den Eckpunkten. Auch eine auf ein Blatt Papier gemalte Linie ist lediglich eine 1-dimensionale geistige Abstraktion einer 3-dimensionalen Wirklichkeit, eben dem „Balken“ aus Graphit oder Tinte.

Schauen wir uns jetzt die Eckpunkte des Würfels genauer an, dann wird es ganz vertrackt. Der geometrische Punkt ist in seinem Wesen 0-dimensional, hat also keinerlei Ausdehnung. Er besteht nur in unserer Vorstellung als Koordinate, als Ausgangspunkt oder Endpunkt. Und bei entsprechender Vergrößerung zeigt sich ebenfalls, dass der Eckpunkt eines Würfels eigentlich gar nicht existiert. Er ist im besten Fall eine Rundung, und bei noch stärkerer Vergrößerung überhaupt nicht mehr exakt auszumachen. Ob es uns nun gefällt oder nicht, er existiert eben nur in unserer Vorstellung; als abstrahierter Bestandteil eines geometrisch, geistigen Modells.

Es sieht also so aus, als wäre die punktuelle, lineare und flächige Geometrie nur über einen Bezug zur 3-dimensionalen Geometrie herzuleiten. Hier scheint der sichere Hafen zu liegen, an dem wir uns festhalten können, um Geometrie in ihrer Ursächlichkeit Ding-fest zu machen. Die 3-Dimensionalität scheint die absolute Basis für jene darunter liegenden Geometrien zu sein. Suchen wir also jetzt innerhalb der 3-Dimensionalität die ideale Form. Eine ideale 3-dimensionale Geometrie wäre scheinbar die Kugel. Doch schauen wir genauer hin, finden wir dort weder Kanten noch Ecken. Lediglich eine Ober-Fläche und ein Volumen. Die Kugel kann also nicht die ideale Basis der Geometrie sein. Na gut, nehmen wir statt dessen den Würfel als Basis, der ja Eckpunkte, Kanten und Flächen hat. Doch dann müssten wir auch sofort akzeptieren, dass jede Kugel aus vielen kleinsten Würfeln aufgebaut ist. Ein Blick durch ein Elektronenmikroskop zeigt aber, dass dies nicht stimmt, denn auch die exaktesten Kristalle (Würfel) lösen sich bei stärkster Vergrößerung in Rundungen, Zacken, Berge und Täler auf. Sicherlich haben Sie die kleine Gemeinheit, mit der ich gerade argumentierte, sofort durchschaut, denn bereits die alten Griechen wussten, dass eine Gegebenheit nicht durch sICH SELBST erklärt werden kann. Doch auf der Suche nach dem ursächlichen Wesen aller Geometrie hilft uns das nicht viel. Wir erkennen lediglich, dass auch die 3-Dimensionalität nicht die Basis für die Formen in der Natur sein kann. Aber vielleicht gibt es ja noch darüber liegende Dimensionalitäten, also beispielsweise eine 4. Dimension, aus der sich die darunterliegenden erklären lassen? Doch wenn wir die Erkenntnis der alten Griechen akzeptieren, wird klar, dass Dimensionen (egal wie viele) sich nicht aus sICH SELBST erklären werden. Es muss etwas völlig Anderes sein, was die Geometrie als Gesamtheit aller Dimensionen in sich, als Form! in die Wirklichkeit treten lässt.

Bemühen wir also wieder unsere Vorstellung, unsere Phantasie, um diesem völlig Anderen auf die Spur zu kommen. Stellen wir uns einen 0-dimensionalen Punkt vor. Natürlich wissen Sie, dass er nur als Gedanke, als etwas Gedachtes existiert, denn in der Wirklichkeit gibt es ihn nicht. Aber als Koordinate, als Ausgangspunkt für ETWAS wird er geistig fassbar. Mit diesem Null-Punkt experimentieren wir nun. Stellen wir uns vor, man könnte ihn 2-dimensional irgendwie expandieren oder auswalzen so erhielten wir einen Kreis. Eine 1-dimensionale Ausweitung, eine Streckung des Null-Punktes würde eine Strecke erzeugen. Würde man ihn 3-dimensional expandieren oder aufblasen erhielten wir eine Kugel. Was aber auch sofort klar macht, dass das Zentrum im Kreis oder der Kugel plötzlich nicht mehr existiert, denn dieses ist ja jetzt zur Um-Hüllung, zur Peripherie geworden. Mit dieser Sicht auf die Dinge könnte man also jegliche Geometrie (Formbildung) ohne größere Probleme, als Wirkung eines tätigen Prinzips erfassen, welches in verschiedener Dimensionalität auf einen Null-Punkt (einen Ur-Sprung) einwirkt. Oder anders ausgedrückt, jegliche Form immer als Ausdruck einer Dynamik betrachten! Akzeptieren wir dies, dann wird aber auch klar, dass sowohl eine Strecke, wie auch ein Kreis, wie auch eine Kugel wieder in einen Null-Punkt zurückfallen können, wenn das tätige Prinzip ein negatives Vorzeichen bekommt.

Eben haben wir die Ursache aller Geometrie als Wirkung des tätigen Prinzips auf einen Null-Punkt (ein Zentrum), betrachtet. Doch es ist auch möglich, die mathematische Geometrie durch die Wirkung auf eine Peripherie zu beschreiben. Verbinde ich die peripheren Punkte einer Strecke, also Ausgangspunkt und Endpunkt, miteinander, so entsteht ein Kreis mit einer Innen-Fläche. Wir erkennen, dass plötzlich alle Punkte des Umfanges gleichberechtigt sind, denn Ausgangspunkt und Endpunkt sind ineinander verschmolzen und nun Teil des Kreisumfanges. Bitte beachten Sie, dass eine Innen-Fläche also auf zwei völlig verschiedene Arten entstehen kann. Entweder durch 2-dimensionale Expansion eines Zentrums oder durch 1-dimensionale Schließung einer Peripherie. Bei der Kugel erkennen wir dies jeweils eine Dimension höher. Nehme ich einen Kreis mit einem Flächeninhalt und verbinde alle Punkte des Umfanges in einem Punkt, so entsteht eine Kugel mit einem Innen-Raum. Doch wir erkennen noch einen zweiten wichtigen Schöpfungsakt. Aus der begrenzten Innen-Fläche des Kreises ist nun eine, in sich unbegrenzte, aber geschlossene, Außen-Fläche geworden. Die Oberfläche der Kugel ist unbegrenzt, unermesslich geworden. Noch deutlicher: Wo es keine Begrenzung gibt, kann auch nichts gemessen, sondern nur abstrahiert berechnet, werden! Schauen wir noch einmal zurück zum Kreis, so erkennen wir auch dort den selben Effekt. Aus einer begrenzten Linie, einer Strecke, ist nach Schließung eine in sich unbegrenzte Linie, ein unermesslicher Umfang geworden.

Die nun folgende Herleitung ist logisch abstrakt, recht leicht nachzuvollziehen, aber erkenntnistheoretisch ein gewaltiger Schritt zu einer neuen Qualität des Denkens; denn er macht die Unermesslichkeit des Weltraums logisch fassbar und führt die 0-Dimensionalität in die Mathematik ein. Dieser Schritt beweist zudem, dass „höhere Dimensionen“ für eine umfassende Welterklärung nicht nötig sind.
__________________________________________________________

Geometrie des Weges:

eine 0-dim Unermesslichkeit und eine 1-dim Messbarkeit

Zentrum (Außen-Punkt)             Länge (Innen-Linie)

veränderlich durch Streckung-Stauchung  -> Strecke (Linearbewegung)

__________________________________________________________

Geometrie der Basis:

eine 1-dim Unermesslichkeit und eine 2-dim Messbarkeit

Umfang (Außen-Linie)                Flächeninhalt (Innen-Fläche)

veränderlich durch Auswicklung-Einwicklung  -> Winkel (Drehung)

__________________________________________________________

Geometrie des Dinges:

eine 2-dim Unermesslichkeit und eine 3-dim Messbarkeit

Oberfläche (Außen-Fläche)             Volumen (Innen-Raum)

veränderlich durch Dehnung-Schrumpfung   ->  Sinus (Schwingung)

___________________________________________________________

Geometrie des Ortes:

eine 3-dim Unermesslichkeit und eine 0-dim Messbarkeit

Weltraum (Außen-Raum)              Nullum (Innen-Punkt)

veränderlich durch Entstehung-Vergehung -> Koordinate (Stülpung) ___________________________________________________________

Wie Sie erkennen können, gibt es also 2 Räume, welche in ihrer Qualität, Quantität und Aktivität völlig verschieden sind. Den Außenraum und den Innenraum. Der Welt-Raum zeigt sich in seinem WESEN als 3-dimensionale, in sich geschlossene, Unermesslichkeit. Als Umhüllung einer 0-dimensionalen, in sich offenen Messbarkeit. Ich sage es nochmals: dies logisch herzuleiten ist nicht schwer, aber es in seiner Konsequenz auch anzuwenden erfordert ein neues Denken. Vor allem aber den Willen, sich die Welt VORZUSTELLEN. Ich kann Ihnen vorraussagen, dass dies ein längerer Prozess ist. Fassbar wird es durch ein paar Eselsbrücken.

Eine Innen-Linie wird durch Außen-Punkte in sich begrenzt; hier durch die Koordinaten. Wenn Sie sich auf einem Außen-Punkt gradlinig bewegen, werden Sie immer zu ihrem Ursprung zurück kommen. Der Außen-Punkt ist in sich grenzenlos, aber endlich.

Eine Innen-Fläche wird durch eine Außen-Linie in sich begrenz; hier durch den Umfang. Wenn Sie sich auf einer Außen-Linie gradlinig bewegen, werden Sie immer zu ihrem Ursprung zurück kommen. Die Außen-Linie ist in sich grenzenlos, aber endlich.

Ein Innen-Raum wird durch eine Außen-Fläche in sich begrenzt; hier durch die Oberfläche. Wenn Sie sich auf einer Außen-Fläche gradlinig bewegen werden Sie immer zum Ursprung zurück kommen. Die Außen-Fläche ist in sich grenzenlos, aber endlich.

Ein Innen-Punkt wird durch einen Außen-Raum in sich begrenzt; hier durch den Weltraum. Wenn Sie sich auf einem Außen-Raum gradlinig bewegen werden Sie immer zum Ursprung zurück kommen. Der Außen-Raum ist in sich grenzenlos, aber endlich.

Der Weltraum ist endlich. Es gibt in der Wirk-lichkeit keine Unendlichkeiten!  Der einzige Bereich, in welchem es Unendlichkeiten gibt, ist unsere VORSTELLUNG, unsere PHANTASIE! Jetzt wird auch deutlich, weshalb ich den Begriff „Ring-Philosophie“ verwendete, denn wir erkennen in jeder Dimension Geschlossenheit.

 Ein Umfang ist ein 1-dimensional geschlossener Ring mit 1 Freiheit in Dualität:

vor-zurück

Eine Oberfläche ist ein 2-dimensional geschlossener Ring mit 2 Freiheiten in Dualität:

vor-zurück, links-rechts

Ein Weltraum ist ein 3-dimensional geschlossener Ring mit 3 Freiheiten in Dualität:

vor-zurück, links-rechts, hoch-runter

Ein Zentrum ist ein 0-dimensional geschlossener Ring mit 4 Freiheiten in Dualität:

vor-zurück, links-rechts, hoch-runter, hinein-hinaus

Die logische Konsequenz lautet: Egal, in welche Richtung Sie sich im Welt-Raum gradlinig bewegen, Sie werden immer zu ihrem Ursprung zurückkehren. ABER, nur geometrisch betrachtet! Denn, wenn Sie nach sehr, sehr langer Zeit an diesen Ursprung zurückgekehrt sind, werden Sie ihn nicht mehr wiedererkennen. Die Umwelt um diesen Ursprung herum, hat sich vollständig verändert. Geodätische Marken wie etwa Sterne, welche wir als Fixpunkte zur Ortsbestimmung nutzen, sind nicht mehr an ihrem Platz.

Wirklichkeit ist NIEMALS statisch, denn sie ist wirksam. Mathematische Geometrie blendet bewusst jegliche Dynamik aus und ist deshalb niemals Wirklichkeit, sondern lediglich ein winziger, auf wenige Komponenten reduzierter Ausschnitt der Wirklichkeit IN UNSERER VORSTELLUNG.

Halten wir also zukünftig sehr genau auseinander, ob wir es mit der Wirklichkeit oder mit der Mathematik, also einem abstrahierten Ausschnitt der Wirklichkeit, einer modellhaften Vorstellung, zu tun haben. Die Fähigkeit des Menschen, sich etwas vorzustellen (Visualisierung, Phantasie, Kreativität uva.), ist eines der geheimnisvollsten Dinge überhaupt. Sie ist das Einzige, was wir als unendlich bezeichnen dürfen. Wir werden uns diesem Geheimnis nur schrittweise nähern und müssen vorerst einfach hinnehmen, dass in unserer Vorstellung sehr viel mehr möglich ist als in der Wirklichkeit. Dies zu akzeptieren und penibel zu trennen, fällt einigen Wissenschaftlern sehr schwer.

Was die Menschen quält, ist nicht die Wirklichkeit,
sondern die
(falsche) Vorstellung, die sie sich davon machen.

                                                                                   Epiktet

(oder gemacht bekommen)

Ganz banal: Es gelingt Ihnen sicherlich problemlos, sich einen Hund mit 10 Beinen vorstellen. Sie können sich auch vorstellen, dass er Klavier spielt und dazu singt. Und Sie können sich auch klitzekleine Kügelchen vorstellen, welche um eine große Kugel herumflitzen… Es wird langsam Zeit, dem -gesunden Menschenverstand-  wieder mehr Beachtung zu schenken.

Fortsetzung mit dem Kapitel 9Dimensionen…(b)

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Gerd Zimmermann
    Dezember 28, 2014 um 7:51 pm

    Ernst ist doch erst 3 Jahre alt

  2. tulacelinastonebridge
    Dezember 28, 2014 um 12:47 pm

    Guten Morgen…….

    Der Mystiker Angelus Silesius drückt diesen Gedanken in seinen Versen aus:

    “Ich muss Maria sein und Gott in mir gebären,
    Soll er mich ewiglich der Seligkeit gewähren.
    Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren
    Und nicht in Dir, so bleibst du ewiglich verloren.”

  3. tulacelinastonebridge
    Dezember 16, 2014 um 9:56 pm

    wollte eigentlich das hier aber das andere ist sicher auch interessant.

  4. tulacelinastonebridge
    Dezember 16, 2014 um 9:53 pm
  5. tulacelinastonebridge
    Dezember 16, 2014 um 9:50 pm

    Was die Menschen quält, ist nicht die Wirklichkeit,
    sondern die (falsche) Vorstellung, die sie sich davon machen.

                                                                                   Epiktet
    

    (oder gemacht bekommen)

    Sehr guter Spruch….Illusion lässt grüßen, Klammersatz gleich als Bestätigung der Illusion, somit des Spruchs.

  6. Gerd Zimmermann
    März 21, 2014 um 7:21 pm

    Klasse, ich kann mir auch vorstellen das der Hund wie ein Schmetterling fliegt,
    da das Formlose jede Form annehmen kann. Und dann fliegt der Hund als
    Mond zur Earth 2.0.

    Oktaven von Licht und Ton. Obertoene. Das wollte ich nicht erzaehlen. Das kann
    man bei Alex Petty nachlesen.

    Willkommen im Club. Licht mit einer Schwingung hoeher als Gammastrahlung
    kondensiert zu Materie. Wobei nur der EINE das macht, wir Einen. Freut mich so
    klein zu sein, bei gedachten 1,9 m.

    Grueezi

    P.S.
    Bewusstsein ist nie ohne Materie. Was sollte es dann denken? An das Nichts?

    Langweilig, oder.

  7. chattison
    März 7, 2014 um 2:15 pm

    Materie (Dimensionalität) ist nur die Bildsprache des Numinosen, weil Formlosen.

    Ganz so, wie Klang sich durch ein Trommelfell, Oszilloskop abbilden lässt, ohne selbst Klang zu sein.

    Das Gestaltlose Wirken oktaviert sich in die Wahrnehmbarkeit.

    Warum?
    Vielleicht weil es eine Eigenwahrnehmung sucht, so wie der Empfindungslose.

    Oder weil einfach auch das Formlose nur insistieren kann durch Existieren.

    Oder so….

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