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Wohin mit meinem Ärger? Wohin mit meiner Wut?

Auf keinen Fall unterdrücken!

Wut und Ärger sind ein Produkt unseres Denkens, unserer Sprache, die uns beigebracht wurde, die Art, zu kommunizieren. Und nicht zuletzt auch inwieweit uns die Fähigkeit beigebracht wurde, in Spannungssituationen nach möglichen Strategien/Lösungen zu suchen.

Es ist gefährlich zu glauben, Wut und Ärger unterdrücken zu *müssen*. Wut und Ärger seien etwas *Schlechtes*. Wut und Ärger sind Alarmsignale! Unser Schutzmechanismus ist auf *high sensitive* und meldet uns, dass *irgend etwas* unser Wohlbefinden massiv beeinträchtigt.

Das jetzt hinunterzuspülen, zu unterdrücken, kann eines Tages einen sehr hohen Preis einfordern.
Wie hoch so ein Preis sein kann, können wir in den Zeitungen lesen, oder in den Nachrichten hören. Erfurt, Winnenden und andere Ereignisse. Fragen wir dann das nähere Umfeld dieser Menschen, dann heißt das: “Er/sie war immer so nett. So hilfsbereit und zuvorkommend. Er/Sie ist nie negativ aufgefallen.”. Und so weiter und so fort…

Noch ein anderer Aspekt, weshalb Wut und Ärger nicht unterdrückt werden soll(t)en: Es kann in unserer *dominanten* Gesellschaft von einigen Wenigen beabsichtigt und gewünscht sein, dass Andere ihre Wut und ihren Ärger unterdrücken/runter schlucken. Denn das kann dazu führen, dass diese Menschen dann unterdrückt werden (können), in dem man sie dazu bringt, alles zuzulassen, was immer diese *Dominanz* mit ihnen auch macht. Und irgend wann gesellt sich zur Wut und Ärger auch deren Freundin die Angst hinzu.

In der Gedankenwelt der “Gewaltfreien Kommunikation” wird Wut und Ärger auf die Art genutzt, die uns hilft, näher an unsere Bedürfnisse heranzukommen. Mancher mag hier aufschreien und meinen: “Kommen wir dann nicht noch gefährlich näher an unsere Wut und unseren Ärger? Werden wir dadurch nicht evtl. noch wütender und noch ärgerlicher?”.

Ja, das mag sein. Nein, vielleicht ist das ganz eindeutig so. Doch dadurch werden wir erkennen (können), was in uns vorgeht. Wenn wir die Gewaltfreie Kommunikation *nutzen*, so haben wir einen sehr *festen* Handlauf, der uns dabei unterstützt, eben die *nicht erfüllten* Bedürfnisse auszumachen. Und wenn wir das *entdeckt* haben, dann können wir nach Möglichkeiten suchen, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Entweder ganz alleine für uns und mit uns, oder aber auch mit unserem Umfeld gemeinsam.

Teil 2 – Kontakt mit meinem Ärger und mit meiner Wut aufnehmen. Ursache erkennen!

Wie geht das denn?

Als aller erstes ist es wichtig zu erkennen, dass die Ursache unseres Ärgers und unserer Wut in uns selbst liegt. In unserem Inneren. Also die Reaktion auf das, was andere Menschen tun. Wie ich im ersten Teil geschrieben habe, ist Ärger und Wut ein Produkt unserer Gedanken, weil wir z.B. anderen Menschen böse Absicht in ihrem Tun unterstellen. Oder weil sich andere Menschen nicht so verhalten, wie ich mich verhalten würde/hätte. Oder weil man sich in solchen Situationen halt nicht so verhält. Und so weiter und so fort.

Also liegt die Ursache in dem, was WIR brauchen/möchten/wollen/gerne hätten – in unseren unerfüllten Bedürfnissen. Es ist also die Bewertung dessen, was Jemand tut, oder vllt. auch nicht tut. Wir analysieren, interpretieren, diagnostizieren, kritisieren, vergleichen, weisen Schuld zu, diskriminieren, urteilen moralisch, üben destruktive Kritik, oder Kritik generell, ….

Versuchen sie es doch mal selber, wenn sie sich verärgert fühlen, zu sich selbst zu sagen: “Ich bin verärgert, weil ich zu mir selbst … sage …” oder “Es sind meine eigene Gedanken, die mich wütend machen, weil ich … denke …”.

Das ist eine Möglichkeit, mit seinem Ärger und mit seiner Wut in Kontakt zu kommen. Ich möchte nicht sagen – noch nicht *smile* – , dass diese Art zu denken etwas *Falsches* ist. Es ist mir sehr wichtig verständlich zu machen, dass die Ursache für unseren Ärger und unserer Wut ganz einfach unsere Art des Denkens ist. Hier ist es sehr wichtig, zwischen der Ursache und dem Auslöser unserer Wut – also, das was ein Mensch tut – zu unterscheiden (zu lernen).

Um die Kraft der Gedanken zu verdeutlichen, schildere ich eine Diskussion zwischen mir und einer jungen Mutter.

Die junge Mutter sagt zu mir: “Es ist sehr wichtig, Kindern eine Grenze zu setzen. Schon von Klein an muss Strafe für etwas Falsches in sie eingeprägt werden.” Ich fragte sie, ob sie mir das durch ein Beispiel verdeutlichen kann? Sie erzählt Folgendes: “Nun, wenn mein Kind etwas auf den Boden wirft, ich es aufhebe und es dem Kind gebe und das Kind es wieder auf den Boden wirft, dann haue ich es auf die Finger. Damit es weiß, dass es etwas Falsches getan hat. Und beim nächsten Mal weiß es, dass es was auf die Finger gibt, also wird es sich überlegen, ob es das wieder auf den Boden wirft.”

Ich schaue sie an und frage: “Weshalb hebst Du es denn beim zweiten Mal  wieder auf?”. Sie sagt: “Na, weil es doch auf dem Boden liegt!”. “Ok” sagte ich, “Und was, wenn das Kind das gar nicht wieder haben möchte. Hast Du es denn gefragt, ob es das Ding wieder haben möchte?”. “Nö, wozu? Ich habe mich schon beim ersten Mal geärgert”. “Ok” sagte ich, “und weshalb hast Du nach dem Kind geschlagen?”. “Na weil ich nicht irgendwann mal zu seiner Dienerin gemacht werden möchte!”.

Und das hat mich sehr erstaunt und gleichzeitg traurig gemacht. Diese junge Mutter denkt in der Tat, dass dieses kleine Kind mit 3 Jahren an sowas wie “ich mache meine Mutter zu meiner Dienerin” denkt, dass es in der Tat solche Gedanken hat, dass es tatsächlich dieses Bewusstsein hat, an sowas wie Dienerin zu denken. Ich frage mich, wenn die Mutter schon jetzt solche Gedanken über ihr eigenes Kind hat, was wird sie ihm durch Strafen im Laufe seine Lebens noch einprägen (wollen). Was veranlasst die Mutter so über ihr Kind zu denken? Und, welches Bedürfnis hat die Mutter in dieser Situation?

Im Laufe meiner Tätigkeit sind mir viele ähnliche Fälle begegnet, doch das hier macht es für mich sehr deutlich, wie Eltern durch ihre Gedanken Kinder in der Tat *prägen* (können). Weil sie es nicht schaffen, den Kontakt zu ihren Bedürfnissen herzustellen.

Teil 3

Doch ist die Frage, wie ich diese Wut loslasse. Indem ich sie an den leite, der meine Wut ausgelöst hat? Oder lenke ich sie in andere Bahnen, beim Sport zum Beispiel kann man ganz wunderbar Ärger abbauen!

Diese Frage hat mir ein anonymer Leser als Kommentar in ersten Teil gestellt. Ich möchte diese gerne aufgreifen, da sie sehr schön in meinen Textfluss passen.

Bitte, verstehen Sie, dass das aller Wichtigste hierbei ist, den Kontakt zu der Wut zu bekommen. Heraus zu finden was die Ursache ist und nicht der Auslöser. Ich kann das nicht oft genug betonen.

Nehmen wir die erste Frage des Lesers aus dem Kommentar:

Indem ich sie an den leite, der meine Wut ausgelöst hat?

Wenn damit gemeint ist, dass ich meine Wut am Anderen auslasse,- ihn also verantwortlich mache für meine Gefühle, für meine Wut und Ärger – dann ein klares NEIN!

Ich bin mir sicher, dass die meisten von uns wissen, was dabei herauskommt. Streit, Ärger, böse Worte, u.s.w. Auf jeden Fall erhöht es mit Sicherheit nicht die Wahrscheinlichkeit auf eine *lebensdienliche* Lösung zu kommen! Es verstärkt evtl. diese unsere “abwertenden” Gedanken über diesen Menschen.

Und nun die Aussage des Lesers:

(…) beim Sport zum Beispiel kann man ganz wunderbar Ärger abbauen!

Das ist eine weitere Möglichkeit Ärger abzubauen. Ja. Es gibt zahlreiche Kurse und  Workshops, in denen sich der Eine oder Andere Luft verschaffen kann. Es gibt in Japan Lokale, in denen Gäste Teller und Geschirr zerschlagen können, um ihrer Wut oder Ärger Luft zu machen. Oder in anderen Kursen wird in Kissen geschlagen, oder in den Boxsack eingedroschen, und dabei an die Person gedacht, die uns das *angetan* hat. Dadurch kann diese Wut vielleicht näher an die Oberfläche gebracht werden, doch die Ursache wird nicht angepackt. Es wird am Auslöser festgehalten und auf *ihn* eingedroschen. Denn der Andere ist ja Schuld an meiner Situation. Wir haben schnell den Schuldigen ausgemacht.

Ich befürchte jedoch hierbei, dass möglicherweise solche Menschen sich dann später auf eine Art und Weise ausdrücken, die gefährlich für sie selbst aber auch für andere sein kann. Denn wenn ich lerne, in einen Boxsack einzuschlagen und dabei an die *gemeine Person* denke, die mir das angetan hat, was sollte mich davon abhalten, das auch in einer Situation umzusetzen, in der mir der Boxsack fehlt und nur diese Person anwesend ist. Doch wir packen das Problem nicht an der Wurzel an. Nämlich in uns selbst!

Teil 4 – Und wie geht das?

Nun möchte ich auf die “die Schritte” eingehen, wie ein Konflikt voller Wut und Ärger für beide Seiten zufriedenstellend gelöst werden kann:

  1. Stimulus/Auslöser erkennen, benennen
  2. Kopfkino bewusst durchgehen
  3. unerfüllte(s) Bedürfnis(se) erkennen, benennen
  4. Gefühl/Befindlichkeit wahrnehmen, benennen
  5. konkrete Handlung suchen/erkennen
  6. Bitte(n)

Ich werde das an einem konkreten *echten* Beispiel versuchen aufzuzeigen,  wie diese Schritte am Anfang bewusst durchlaufen werden. Wenn diese sich einmal *geprägt* haben werden sie automatisch und unbewusst ablaufen.

1. Den Stimulus/Auslöser erkennen, benennen

Denken Sie gezielt an die Situation, die Sie ärgert, wütend und zornig macht. Fokussieren Sie sich unbedingt auf *die* bestimmte Handlung, Aussage des Gegenübers.

In meinem konkreten Beispiel waren das folgende Aussagen:

Sie: “Ich arbeite morgen; du musst ab 15:30 das Kind betreuen!”
Er: “Ich arbeite morgen bis 18:00″

Der Auslöser: Arbeitszeit auf die Kinderbetreuung abstimmen war besprochen. Und jetzt klappt das nicht.

2. Kopfkino bewusst durchgehen

Was sind Ihre Gedanken über diesen Menschen, über die Situation, was denken sie über sich? Was sagen sie dieser Person? Lassen Sie ihren inneren Wolf ruhig mal von der Leine!

  • das darf doch nicht wahr sein!
  • schon wieder
  • das macht der voll mit Absicht
  • so ein Egoist
  • das kotzt mich so richtig an langsam
  • warum kannst du nicht einfach meine Termine aufschreiben?
  • im Job machst du doch auch Termin- und Projektmanagement. Warum klappt das zuhause nicht?
  • versteh doch dass bestimmte Termine bei mir fix sind!
  • was kann ich noch tun um meine Termine deutlich zu kommunizieren?
  • ich meld mich krank!
  • ich möchte nicht über Termine streiten!
  • was läuft hier falsch?
  • u.s.w.

3. Unerfüllte(s) Bedürfnis(se) erkennen, benennen

Versuchen Sie zu erkennen, welches Bedürfnis sich für Sie nicht erfüllt hat. Benennen Sie diese. Stellen Sie sich einfach folgende Frage: “Um was geht es mir *eigentlich* dabei?”

In diesem konkreten Beispiel waren das:

  • Verlässlichkeit
  • aus dem Kopf streichen
  • Sicherheit, dass das Kind versorgt ist
  • Entlastung
  • Verständnis für den eigenen Arbeitsrhythmus

Identifizieren Sie unbedingt ein Kernbedürfnis, welches für Sie jetzt und hier das *wichtigste* Bedürfnis ist. In diesem konkreten Beispiel war es “die Sicherheit, dass das Kind versorgt ist.”

4. Gefühl/Befindlichkeit wahrnehmen, benennen

Nachdem Sie in Kontakt mit Ihrem Bedürfnis gekommen sind, nach dem Sie für sich benennen konnten, um was es Ihnen eigentlich geht: wie fühlen Sie sich dabei? Benennen Sie Ihr Gefühl.

In diesem konkreten Beispiel waren das:

  • verwirrt
  • irritiert
  • hilflos
  • traurig
  • ängstlich
  • blockiert

5. konkrete Handlung suchen/erkennen

Welche konkrete, machbare Handlung kann ich oder der andere tun, um dieses unerfüllte Bedürfnis zu erfüllen. Wir haben herausgefunden, um was es uns geht, also suchen wir jetzt nach anderen Strategien um “die Sicherheit, dass das Kind versorgt ist” zu erreichen. Diese Strategien können sowohl mit dem Gegenüber als auch alleine gesucht und gefunden werden.

In diesem konkreten Beispiel war die Strategie:

  • dass die Mutter rechtzeitig nach einer Kinderbetreuung sucht. Die sie zwar Geld kosten wird, jedoch ist das Bedürfnis der Mutter nach “Sicherheit, dass das Kind versorgt ist” erfüllt.

6. Bitte(n)

Die letzten Schritte können wir stumm mit uns ausmachen, besprechen, durchgehen. Doch den letzten Schritt sprechen wir laut aus, zu unserem Gegenüber!

Bei diesem Schritt sagen wir unserem Gegenüber, was der Auslöser für unseren Ärger, Wut oder Zorn ist. Also, was genau ich gehört oder gesehen habe, was er, der Andere getan hat, und dadurch die Erfüllung meiner Bedürfnisse verhindert wird. Ich sage ihm meine unerfüllten Bedürfnisse und wie ich mich dabei fühle, wenn diese nicht zufrieden gestellt sind. Und zum Schluss füge ich eine klare, gegenwartsbezogene Bitte hinzu: was wir vom Gegenüber hinsichtlich unserer Gefühle und Bedürfnisse brauchen. Oder wir bitten um eine Aussage, wie sich das Gegenüber gerade selbst fühlt, wenn es das hört.

In unserem konkreten Beispiel kann das folgendermaßen aussehen:

Georg, wir haben uns am Montag darüber unterhalten, ob es Dir möglich ist, heute ab 15:30 um das Kind zu kümmern. Nachdem Du es mir zugesichert hast, habe ich meinen Termin meinem Arbeitgeber zugesichert. Jetzt sagst Du, dass du bis 18:00 selber arbeitest. Ich bin irritiert und besorgt zugleich. Irritiert, weil mir Verlässlichkeit in den Absprachen wichtig ist. Und besorgt, da mir die Sicherheit, dass das Kind versorgt ist, wichtig ist. Deswegen habe ich jetzt für mich entschieden, dass ich für die Zukunft rechtzeitig nach einer Kinderbetreung sehen werde. Und für heute werde ich mich krank melden. Wie geht es dir damit, wenn du das hörst?

Immens wichtig ist hier – bei diesem Beispiel – dass die Mutter dem Partner vermittelt, weshalb sie diese Strategie gewählt hat. Es ist wichtig zu kommunizieren; “weil mir diese Sicherheit wichtig ist, gehe ich diesen Schritt.” Und NICHT, weil auf den Partner KEIN Verlass ist. Dass Sie den Partner nicht verantwortlich macht. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Partnerschaft nicht darunter leidet. Denn, Urteile und Vorwürfe werden auf keinen Fall eine höhere Kooperationsbereitschaft schaffen.

Machen sie sich immer bewusst: “Wut, Ärger oder Zorn entstehen immer dann, wenn wir über die Fehler, Schuld, böse Absichten u.s.w. anderer Menschen nachdenken. Unsere Motivation ist dabei Menschen zu beschuldigen, zu verurteilen und zu bestrafen. Nicht jedoch die Suche nach unseren unerfüllten Bedürfnissen.

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurem “erst einmal bewussten” Kontakt mit Eurem Ärger, Wut, Zorn und den dahinterliegenden Gefühlen und Bedürfnissen.

(c) Georg Mouratidis (Erstveröffentlichung)

***

Ich habe diesen Artikel aus gegebenem Anlass von dem Blog Initiative Wirtschaftsdemokratie, dessen Mitinitiator bin und Georg zum Mitbloggen bewegen konnte, noch einmal hier veröffentlicht, da er gut darstellt, warum ich eine gewaltfreie Kommunikationskultur bevorzuge.

Der gegebene Anlass waren wiederholte unschöne Anfeindungen zwischen Kommentatoren als auch Angriffe. Ich hatte schon einmal eingegriffen und auf die Nettikette hingewiesen, leider dabei einen von mir sehr geschätzten Kommentator verloren. Daher habe ich dieses Mal länger gewartet, bevor ich mich wieder gemeldet habe. Der eEine oder die Andere mag sich daran erinnern, dass ich eine Umfrage gestartet hatte, was wir mit der Nettikette oben rechts tun sollen. Das Fazit war: so lassen.

Nun bin ich von meiner Persönlichkeitsstruktur nicht auf Streit gebürstet und ertrage Konflikte wenig, weshalb ich ihnen aus dem Weg gehe. Da ich das weiß, muss ich immer hier wieder schon zurücknehmen, um einen emotionaler geführten Diskurs nicht schon gleich im Keim zu ersticken.

Auf der anderen Seite bekam ich heute den Hinweis, dass dennoch auch Mal ein Holzhammer gute Wirkung zeigen täte.

Ich möchte an dieser Stelle all Jenen die Gelegenheit geben, sich über ihre präferierte Konfliktkultur zu äußern, so dass wir einander die Motivation verstehen können.

Zur Motivation, warum ich diesen Blog so betreibe, wie er auch von anderen wahrgenommen wird:

Ich habe bemerkt, dass unsere Weltbilder auf vielen Lügen aufgebaut ist, weshalb viel Leid in dieser Welt zu beobachten ist. Daher habe ich mich hier auf den Weg gemacht, alles zu hinter fragen. So haben mich nach einem Jahr weitere Menschen begleitet, die alle für sich mit unterschiedlicher Erfahrungswelt und genauso unterschiedlichen Ansichten eine ähnliche Motivation haben, weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

Ich hörte die Kritik, dass wir uns dabei gegenseitig lobhudeln würden. Das kann ich so nicht bestätigen, denn es kamen häufig genug ganz andere Ansichten dagegen gestellt. Das Angenehme dabei war, die andere Meinung respektiert wurde und nicht gleich als Schmarrn bezeichnet wurde. Das mag für einen, der eher auf Krawall gebürstet ist, als Weicheierei bezeichnet werden. Ich kann dagegen halten, dass hier so mancher eher Introvertierte deshalb gut mitarbeiten konnte, weil hier keine Gewalt herrschte.

Nun seit Ihr dran. Das motiviert Euch, hier mitzuwirken, und welche Konfliktkultur findet Ihr für Euch als für die Blog-Gemeinschaft zum Zwecke des Erkenntnisgewinns förderlich?

Euer Martin

 

 

 

Kategorien:Erkenntnis
  1. Gerd Zimmermann
    Dezember 26, 2014 um 2:22 pm

    Du, ja Du bist gemeint, Max Planck reicht mir. Er setzt Gott vor Mensch.
    Kluger Kerl. Albert scheint mir nicht so klug. C2, wie macht man das Schnellste
    doppellt so schnell.

  2. Gerd Zimmermann
    Dezember 26, 2014 um 2:13 pm

    Martin, soll ich dich am Haendchen nehmen und dich durch die Forellenturbine fuehren???
    Tesla inklusive, Energie?
    Freie Energie? 

     

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    Aus: Rupert Sheldrake: Der siebte Sinn der Tiere. Scherz Verlag 1999, S. 354-373

    In diesem Buch habe ich immer wieder kurz die Hauptmerkmale morphischer Felder erwähnt. Nun möchte ich diesen Begriff ausführlich erläutern und auf einige der damit verbundenen Phänomene eingehen.

    Mein Interesse an diesen Ideen erwachte während meiner Forschungstätigkeit zur Evolution von Pflanzen an der Universität Cambridge. Wie entwickeln sich Pflanzen aus einfachen Embryonen zur charakteristischen Form ihrer Art? Wie nehmen die Blätter von Weiden, Rosen und Palmen ihre Form an? Wie entwickeln ihre Blüten sich auf so unterschiedliche Weise? All diese Fragen haben etwas mit dem zu tun, was die Biologen Morphogenese nennen, die Entstehung von Form (abgeleitet von den griechischen Wörtern morphé = Form und génesis = Erzeugung, Entstehen), die eines der großen ungelösten Probleme der Biologie ist.

    Wenn man sich naiv mit diesen Problemen befasst, erklärt man schlicht, jede Morphogenese sei genetisch programmiert. Die einzelnen Arten befolgen einfach die Anweisungen ihrer Gene. Aber nach kurzem Nachdenken erkennt man, dass diese Antwort nicht ausreicht. Alle Zellen des Körpers enthalten die gleichen Gene. In Ihrem Körper zum Beispiel ist das gleiche genetische Programm in Ihren Augenzellen, in Ihren Leberzellen ebenso wie in den Zellen Ihrer Arme und Beine vorhanden. Aber wenn sie alle identisch programmiert sind, warum entwickeln sie sich dann so unterschiedlich?

    Manche Gene kodieren die Sequenz der Aminosäuren in Proteinen, andere sind an der Steuerung der Proteinsynthese beteiligt. Sie ermöglichen es Organismen, bestimmte Chemikalien zu erzeugen. Aber damit allein läßt sich die Form nicht erklären. Ihre Arme und Ihre Beine sind in chemischer Hinsicht identisch. Würden sie zermahlen und biochemisch analysiert, wären sie ununterscheidbar. Aber sie besitzen unterschiedliche Formen. Ihre Form läßt sich nur mit etwas erklären, was über die Gene und die von ihnen kodierten Proteine hinausgeht.

    Das ist leichter zu verstehen, wenn man es einmal mit der Architektur vergleicht. In einer Straße in der Stadt stehen unterschiedlich gebaute Häuser, aber was sie unterscheidet, sind nicht die Baumaterialien. Sie könnten alle aus chemisch identischen Ziegeln, Betonteilen, Hölzern und so weiter hergestellt sein. Würde man sie abreißen und chemisch analysieren, wären sie nicht zu unterscheiden. Was sie unterscheidet, sind die Pläne der Architekten, nach denen sie erbaut wurden. Diese Pläne tauchen in keiner chemischen Analyse auf.

    Die Biologen, die die Formentwicklung bei Pflanzen und Tieren studieren, sind sich seit langem dieser Probleme bewusst, und seit den zwanziger Jahren vertreten viele Forscher die Ansicht, dass sich entwickelnde Organismen von Feldern geformt werden, den so genannten morphogenetischen Feldern. Sie sind so etwas wie unsichtbare Entwürfe, die der Form des wachsenden Organismus zugrunde liegen. Aber sie sind natürlich nicht von einem Architekten gezeichnet, genauso wenig wie man sich vorstellen darf, dass ein «genetisches Programm» von einem Computerprogrammierer entworfen ist. Es sind Felder: sich selbst organisierende Einflussgebiete, vergleichbar magnetischen Feldern und anderen bislang anerkannten Feldern in der Natur.

    Der Begriff der morphogenetischen Felder ist zwar in der Biologie weithin anerkannt, aber niemand weiß, was diese Felder sind oder wie sie funktionieren. Die meisten Biologen nehmen an, dass sie irgendwann einmal als normale physikalische und chemische Phänomene erklärt werden können. Aber das ist nichts weiter als ein Irrglaube. Nachdem ich mich jahrelang mit den Problemen der Morphogenese herumgeschlagen und über morphogenetische Felder nachgedacht hatte, war ich zu der Schlussfolgerung gelangt, dass es sich bei diesen Feldern nicht bloß um irgendwelche mechanistischen Standardprozesse, sondern um etwas wirklich Neues handelt. Dies war der Ausgangspunkt dafür, dass ich die Idee der morphogenetischen Felder entwickelte. Zum ersten Mal habe ich sie in meinem Buch Das schöpferische Universum vorgestellt und dann in meinem Buch Das Gedächtnis der Natur weiterentwickelt. Dieser Begriff besitzt drei Hauptmerkmale:

    Erstens: Morphogenetische Felder sind eine neue Art von Feld, die bislang von der Physik nicht anerkannt wird.

    Zweitens: Sie nehmen Gestalt an, entwickeln sich wie Organismen. Sie haben eine Geschichte und enthalten ein immanentes Gedächtnis aufgrund des Prozesses, den ich morphische Resonanz nenne.

    Drittens: Sie sind Teil einer größeren Familie von Feldern, den so genannten morphischen Feldern.

    Auf diesen Prinzipien basiert das, was ich die Hypothese der Formenbildungsursachen nenne.

    Die Hypothese der Formenbildungsursachen

    In dieser Hypothese behaupte ich, dass es in selbst organisierenden Systemen auf allen Komplexitätsebenen eine Ganzheit gibt, die auf einem charakteristischen organisierenden Feld dieses Systems beruht, seinem morphischen Feld. Jedes selbst organisierende System ist ein Ganzes, das aus Teilen besteht, die wiederum Ganze auf einer tieferen Ebene sind. Auf jeder Ebene verleiht das morphische Feld jedem Ganzen seine charakteristischen Eigenschaften und bewirkt, dass es mehr ist als die Summe seiner Teile.

    Bei Pflanzen nennt man die Felder, die für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Körperform zuständig sind, morphogenetische Felder. Bei der Organisation von Wahrnehmung, Verhalten und geistiger Tätigkeit nennt man sie Wahrnehmungs-, Verhaltens- und geistige Felder. Bei Kristallen und Molekülen heißen sie Kristall- und Molekülfelden Bei der Organisation von Gesellschaften und Kulturen spricht man von sozialen und kulturellen Feldern. All diese Arten von organisierenden Feldern sind morphische Felder.

    Morphische Felder sind, genauso wie die bereits anerkannten Felder der Physik, Einflussgebiete in der Raum-Zeit, innerhalb der und um die Systeme herum angesiedelt, die sie organisieren. Sie wirken probabilistisch. Sie beschränken den immanenten Indeterminismus der unter ihrem Einfluss befindlichen Systeme oder zwingen ihm eine Ordnung auf. Sie umfassen und verknüpfen die verschiedenen Teile des Systems, das sie organisieren. Somit organisiert ein kristallines Feld die Art und Weise, wie die Moleküle und Atome im Innern des Kristalls angeordnet sind. Ein Seeigel-Feld formt die Zellen und Gewebe innerhalb des heranwachsenden Seeigelembryos und führt seine Entwicklung auf die charakteristische ausgewachsene Form der Spezies hin. Ein soziales Feld organisiert und koordiniert das Verhalten von Individuen innerhalb einer sozialen Gruppe, zum Beispiel die Art und Weise, wie einzelne Vögel in einer Schar fliegen.

    Morphische Felder führen die von ihnen beeinflussten Systeme zu charakteristischen Zielen oder Endpunkten hin. Der britische Biologe C. H. Waddington gab den kanalisierten Pfaden der Veränderung, die von morphogenetischen Feldern organisiert wird, den Namen Chreode und veranschaulichte diese Chreoden in Gestalt von Kanälen, durch die eine Kugel zum Ziel hin rollt. Die Kugel steht für die Entwicklung eines bestimmten Teils des Embryos zu seiner charakteristischen reifen Form hin, zum Beispiel dem Herzen oder der Leben Störungen in der normalen Entwicklung können die Kugel vom Boden des Kanals weg und an der Kanalwand hochdrücken, aber wenn sie nicht über die Oberkante dieser Wand hinweg in einen anderen Kanal gedrückt wird, kehrt sie wieder zum Boden des Kanals zurück, allerdings nicht zu dem Punkt, von dem aus sie gestartet war, sondern an eine spätere Position im kanalisierten Pfad der Veränderung. Dieser Vorgang steht für die embryonale Regulation, den Prozess, durch den ein sich entwickelnder Organismus trotz aller Störungen während des Entwicklungsprozesses eine normale erwachsene Form erreichen kann.

    Der Mathematiker René Thom hat mathematische Modelle von morphogenetischen Feldern entwickelt, in denen die Endpunkte, auf die hin Systeme sich entwickeln, als Attraktoren definiert werden. In der Dynamik, einem Zweig der Mathematik, stellen Attraktoren die Grenzen dar, zu denen dynamische Systeme hingezogen werden. Sie ermöglichen eine wissenschaftliche Beschäftigung mit Zielen, Zwecken oder Absichten.

    Das umstrittenste Merkmal dieser Hypothese ist die Behauptung, dass morphische Felder sich entwickeln. Sie sind nicht für alle Zeit durch ewig gültige mathematische Gleichungen in einer Art transzendentem platonischem Reich oder durch ein Read-only-Programm in einer kosmischen CD-ROM fixiert. Ihre Struktur beruht auf dem, was zuvor geschehen ist. Sie enthalten eine Art Gedächtnis. Durch Wiederholung werden die Muster, die sie organisieren, zunehmend wahrscheinlich, zunehmend gewohnheitsmäßig.

    Das erste Feld irgendeines Typs, etwa das Feld der ersten Insulinkristalle oder das Feld einer neuen Idee wie Darwins Theorie der Evolution, entsteht durch einen kreativen Sprung. Die Quelle dieser evolutionären Kreativität ist unbekannt. Vielleicht handelt es sich um einen Zufall, vielleicht um den Ausdruck irgendeiner im Geist und in der Natur angesiedelten Kreativität.

    Ganz gleich, wie sich dieser Ursprung erklären läßt – sobald ein neues Feld, ein neues Organisationsmuster entstanden ist, wird dieses morphische Feld durch Wiederholung stärker. Das gleiche Muster wird wahrscheinlich wieder auftreten. Je häufiger Muster sich wiederholen, desto wahrscheinlicher werden sie – die Felder enthalten eine Art von kumulativem Gedächtnis und nehmen zunehmend den Charakter des Gewohnheitsmäßigen an. Felder entwickeln sich in der Zeit und bilden die Basis für Gewohnheiten. Aus dieser Sicht ist die Natur prinzipiell gewohnheitsmäßig. Selbst die so genannten «Naturgesetze» sind vielleicht eher so etwas wie Gewohnheiten.

    Informationen oder Handlungsmuster werden von einem System auf ein folgendes System der gleichen Art durch die, wie ich es nenne, morphische Resonanz übertragen. Bei der morphischen Resonanz handelt es sich um den Einfluss von Gleichem auf Gleiches, von Handlungsmustern auf nachfolgende ähnliche Handlungsmuster, ein Einfluss, der sich durch Raum und Zeit fortpflanzt. Diese Einflüsse lassen vermutlich mit der räumlichen und zeitlichen Entfernung nicht nach, aber sie stammen nur aus der Vergangenheit, nicht aus der Zukunft. Je größer die Ähnlichkeit, desto stärker der Einfluss der morphischen Resonanz.

    Die morphische Resonanz ist die Basis des inhärenten Gedächtnisses in Feldern auf allen Komplexitätsebenen. Jedes morphische System, etwa ein Giraffenembryo, «schaltet sich ein» auf vorhergehende ähnliche Systeme, in diesem Fall auf vorhergehende sich entwickelnde Giraffen. Durch diesen Prozess greift jede einzelne Giraffe auf ein kollektives oder vereintes Gedächtnis seiner Spezies zurück und trägt ihrerseits dazu bei. Beim Menschen kann diese Art des kollektiven Gedächtnisses durchaus eng mit dem verwandt sein, was der Psychologe C. G. Jung das «kollektive Unbewusste» genannt hat.

    Diese Hypothese erlaubt eine Reihe von Vorhersagen auf den Gebieten der Physik, Chemie, Biologie, Psychologie und der Sozialwissenschaften. Uralte Systeme wie Wasserstoffatome, Salzkristalle und Hämoglobinmoleküle werden von so starken morphischen Feldern, so tief verwurzelten Gewohnheiten gesteuert, dass sich an ihnen kaum eine Veränderung beobachten läßt. Sie verhalten sich, als ob sie von fixierten Gesetzen gesteuert würden. Im Gegensatz dazu sollten neue Systeme neue Kristalle, neue Formen von Organismen, neue Verhaltensmuster, neue Ideen eine zunehmende Tendenz aufweisen, sich selbst hervorzubringen, je öfter sie wiederholt werden. Sie sollten zunehmend wahrscheinlicher, immer gewohnheitsmäßiger werden. Bei der morphischen Resonanz geht es um nichtlokale Wirkungen im Raum wie in der Zeit. Hier ein Überblick über die hypothetischen Eigenschaften morphischer Felder, wie ich sie in meinem Buch Das Gedächtnis der Natur dargelegt habe:

    1. Sie sind selbst organisierende Ganzheiten.
    2. Sie besitzen sowohl einen räumlichen als auch einen zeitlichen Aspekt und organisieren räumlich-zeitliche Muster von rhythmischer Aktivität.

    3. Durch Anziehung führen sie das unter ihrem Einfluss stehende System zu bestimmten Formen und Aktivitätsmustern hin, deren Entstehen sie organisieren und deren Stabilität sie aufrechterhalten. Die End- oder Zielpunkte, auf die die Entwicklung unter dem Einfluss der morphischen Felder zusteuert, werden Attraktoren genannt.

    4. Sie verflechten und koordinieren die morphischen Einheiten oder Holons, die in ihnen liegen, und auch diese sind wiederum Ganzheiten mit eigenen morphischen Feldern. Die morphischen Felder verschiedener Grade oder Ebenen sind ineinander verschachtelt, sie bilden eine Holarchie.

    5. Sie sind Wahrscheinlichkeitsstrukturen, und ihr organisierender Einfluss besitzt Wahrscheinlichkeitscharakter.

    6. Sie enthalten ein Gedächtnis, das durch Eigenresonanz einer morphischen Einheit mit ihrer eigenen Vergangenheit und durch Resonanz mit den morphischen Feldern aller früheren Systeme ähnlicher Art gegeben ist. Dieses Gedächtnis ist kumulativ. Je häufiger ein bestimmtes Aktivitätsmuster sich wiederholt, desto mehr wird es zur Gewohnheit oder zum Habitus.

    In meinen Büchern Das schöpferische Universum und Das Gedächtnis der Natur habe ich eine Vielzahl experimenteller Tests der morphischen Resonanz erörtert. Der Erfolg aller dieser Tests hängt davon ab, inwieweit sich Veränderungen in der Leichtigkeit oder Wahrscheinlichkeit feststellen lassen, mit der das wiederholte Muster erneut auftritt. Mit anderen Worten: Ich habe mich auf den Aspekt der Hypothese der Formenbildungsursachen konzentriert, den ich oben in Punkt 6 formuliert habe. Zunächst also habe ich keine Experimente vorgeschlagen, mit denen sich der allgemeine Aspekt der Hypothese der Formenbildungsursachen testen ließe, nämlich die Existenz der räumlich ausgedehnten Felder selbst, deren Merkmale in den Punkten 1 bis 5 formuliert sind. Diese Frage habe ich in meinem Buch Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten angesprochen, und darauf werde ich später noch eingehen.

    Zusammenhänge mit der Quantenphysik

    Experimente zum Testen der räumlichen Aspekte rnorphischer Felder lassen auf eine Art von Nichtlokalität schließen, die gegenwärtig von der Schulwissenschaft nicht anerkannt wird. Dennoch wird sich vielleicht herausstellen, dass sie mit der Nichtlokalität oder Nichttrennbarkeit zusammenhängen, die ein integraler Bestandteil der Quantentheorie ist und Zusammenhänge oder Korrelationen über eine Distanz hinweg impliziert, die sich die klassische Physik nicht hätte träumen lassen. Albert Einstein beispielsweise war die Vorstellung einer «geistigen Aktion über eine Distanz hinweg» zutiefst zuwider – aber seine schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Neuere Experimente beweisen, dass diese Zusammenhänge von zentraler Bedeutung für die Physik sind. Noch sind wir uns über ihre umfassenderen Implikationen nicht im klaren. Vielleicht hängen sie mit dem zusammen, was ich morphische Felder nenne. Aber niemand weiß dies bislang. Die Nichtlokalität ist einer der überraschendsten und paradoxesten Aspekte der Quantentheorie: Teile eines Quantensystems, die in der Vergangenheit miteinander verbunden gewesen sind, behalten eine unmittelbare Verbundenheit, selbst wenn sie sehr weit voneinander entfernt sind. Zwei Photonen beispielsweise, die sich per definitionem mit Lichtgeschwindigkeit bewegen und die sich in entgegen gesetzten Richtungen von einem Atom entfernen, das sie ausgestrahlt hat, behalten eine direkte nichtlokale Verbundenheit – wenn die Polarisation des einen gemessen wird, weist das andere sofort die entgegen gesetzte Polarisation auf, selbst wenn die Polarisation jedes Teilchens erst im Augenblick der Messung ermittelt wurde.

    Die zwei im Raum getrennten Teile desselben Systems sind durch ein Quantenfeld miteinander verbunden. Aber dies ist kein Feld im gewöhnlichen Raum, sondern es wird vielmehr mathematisch als ein vieldimensionaler Raum von Möglichkeiten dargestellt.

    Genauso wie Atome und Moleküle sind auch die Angehörigen sozialer Gruppen Teile desselben Systems. Sie teilen sich ihre Nahrung, atmen die gleiche Luft, sind durch ihren Geist und ihre Sinne wechselseitig miteinander verknüpft und interagieren ständig. Wenn sie getrennt werden, können die Teile des sozialen Systems eine nichtlokale oder untrennbare Verbundenheit behalten, vergleichbar der in der Quantenphysik zu beobachtenden Verbundenheit.

    Wenn dies der Fall ist, dann könnten morphische Felder im Sinne der Quantentheorie neu interpretiert werden. Dies würde auf eine enorme Ausweitung der Quantentheorie hinauslaufen, die dann auch die biologische und die soziale Organisation umfassen müßte. Das kann durchaus ein Schritt sein, den die Physik tun muss.

    Ich habe mich mit dem Quantenphysiker David Bohm über den Zusammenhang zwischen der Idee der morphischen Felder und seiner Theorie der impliziten Ordnung unterhalten, einer «eingehüllten» Ordnung, die der expliziten Ordnung zugrunde liegt – der entfalteten Welt, wie wir sie erfahren. Bohms Theorie, die auf der Untrennbarkeit von Quantensystemen beruht, erwies sich als außerordentlich kompatibel mit meinen eigenen Darlegungen. Diese Zusammenhänge sind auch von dem amerikanischen Quantenphysiker Arnit Goswami sowie dem deutschen Quantenphysiker Hans-Peter Dürr untersucht worden.

    Aber möglich ist auch, dass morphische Felder ein völlig neuartiges Feld darstellen, das noch nicht in irgendeiner Weise von der Physik beschrieben worden ist. Dennoch hätten sie mehr mit den Feldern der Quantentheorie gemein als mit Gravitationsfeldern oder elektromagnetischen Feldern. Ich möchte mich nun mit Beweisen befassen, die mit dem räumlichen Aspekt morphischer Felder zusammenhängen, und dann mit Beweisen, die die morphische Resonanz betreffen.

    Experimente zu morphischen Feldern

    Bislang ist es mir noch nicht gelungen, mir potentiell entscheidende Experimente auszudenken, um die Existenz von morphischen Feldern innerhalb von Molekülen, Kristallen, Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren zu überprüfen. Morphische Felder wirken zusammen mit bekannten Arten von Feldern und Gradienten, und im allgemeinen lassen sich die Wirkungen morphischer Felder nur schwer von möglichen Wirkungen chemischer Gradienten, von Genen, elektromagnetischen Feldern und anderen bekannten Arten der Verursachung trennen. Doch das Auftreten von morphischen Resonanzwirkungen (siehe unten) würde die Existenz solcher Felder implizieren und damit einen indirekten Beweis für ihre Existenz liefern.

    Am einfachsten kann man morphische Felder direkt testen, indem man mit Gesellschaften von Organismen arbeitet. Individuen lassen sich so voneinander trennen, dass sie nicht mehr mit normalen sinnlichen Mitteln miteinander kommunizieren können. Wenn es zwischen ihnen noch immer zu einem Informationsaustausch kommt, würde dies die Existenz von Bindungen oder wechselseitigen Verknüpfungen von der Art implizieren, wie sie morphische Felder darstellen.

    Als ich nach Belegen für feldartige Verbindungen zwischen Angehörigen einer sozialen Gruppe zu suchen begann, entdeckte ich, dass ich mich in Bereiche begab, von denen die Wissenschaft noch sehr wenig versteht. So weiß beispielsweise niemand, warum Gesellschaften von Termiten so koordiniert sind, dass diese kleinen, blinden Insekten komplexe Nester mit einer komplizierten Innenarchitektur bauen können. Niemand versteht, wieso Vogelscharen oder Fischschwärme die Richtung so rasch ändern können, ohne dass die einzelnen Tiere miteinander zusammenstoßen. Und niemand weiß, wie die sozialen Bande beim Menschen beschaffen sind.

    Ein besonders viel versprechendes Gebiet für diese Art von Forschung sind die Bande zwischen Menschen und Haustieren, von denen in diesem Buch die Rede war.

    Nach der Hypothese der Formenbildungsursachen erstrecken sich morphische Felder über das Gehirn hinaus in die Umwelt, wobei sie uns mit den Objekten unserer Wahrnehmung verbinden und auf diese durch unsere Absichten und unsere Aufmerksamkeit einwirken können. Dies ist ein weiterer Aspekt der morphischen Felder, der sich für experimentelle Tests eignet. Dies würde bedeuten, dass wir aufgrund solcher Felder Dinge beeinflussen können, indem wir sie einfach anschauen – allerdings läßt sich das nicht durch die konventionelle Physik erklären. So sind wir beispielsweise vielleicht in der Lage, jemanden zu beeinflussen, indem wir ihn von hinten anschauen, wobei er auf keine andere Weise wissen kann, dass wir ihn anstarren.

    Das Gefühl, von hinten angestarrt zu werden, ist tatsächlich eine weit verbreitete Erfahrung. Experimente deuten bereits daraufhin, dass es ein reales Phänomen ist (siehe sechzehntes Kapitel). Anscheinend läßt es sich weder durch Zufall noch durch die bekannten Sinne, noch durch die derzeit von den Physikern anerkannten Felder erklären.

    Die ungelösten Probleme der Navigation, Migration und des Heimfindeverhaltens von Tieren beruhen vielleicht auch auf unsichtbaren Feldern, die die Tiere mit ihren Zielen verbinden. Sie könnten praktisch wie unsichtbare Gummibänder wirken, die sie mit ihrem Zuhause verknüpfen. In der Sprache der Dynamik ausgedrückt, kann dieses Zuhause als Attraktor gelten.

    Die morphische Resonanz in der Biologie

    Wenn es so etwas wie morphische Resonanz gibt, dann müßten die Form ebenso wie das Verhalten von Organismen ein immanentes Gedächtnis besitzen. Wie dies bei der morphischen Resonanz generell der Fall ist, werden dann seit langem bestehende Muster der Morphogenese und des Instinktverhaltens so stark gewohnheitsmäßig sein, dass sich keine Veränderungen feststellen lassen. Nur im Falle von neuen Entwicklungs- und Verhaltensmustern kann die Bildung von Gewohnheiten beobachtet werden.

    Experimente mit Fruchtfliegen haben bereits gezeigt, dass derartige Effekte auf dem Gebiet der Morphogenese vorkommen können.

    Viele Indizien sprechen auch dafür, dass sich Verhalten bei Tieren rasch entwickeln kann, als ob sich ein kollektives Gedächtnis durch morphische Resonanz bildet. Insbesondere sind Anpassungen im großen Maßstab im Verhalten domestizierter Tiere auf der ganzen Welt beobachtet worden. 1947 beispielsweise hat Roy Bedichek, seinerzeit ein bekannter texanischer Naturforscher, über Veränderungen im Verhalten von Pferden geschrieben, die er im Laufe seines Lebens wahrgenommen habe:

    «Vor fünfzig Jahren noch wurde frank und frei erklärt, dass Stacheldraht nie für Pferdeweiden verwendet werden könnte. Erschrockene oder herumtollende Pferde rasten direkt hinein, schnitten sich die Kehle auf oder rissen sich große Fleischfetzen von der Brust, und keineswegs tödliche Wunden oder bloße Kratzer wurden von Schmeißfliegenlarven befallen. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als man auf texanischen Farmen oder Ranches kaum ein Pferd fand, das nicht verängstigt war von schlimmen Erfahrungen mit Stacheldraht… Aber im Laufe eines halben Jahrhunderts hat das Pferd gelernt, sich vor Stacheldraht zu hüten. Fohlen rasen nur selten hinein. Der ganzen Spezies ist eine neue Angst beigebracht worden.

    Als die ersten Automobile auftauchten, ging es im Pferdewagenverkehr drunter und drüber… Fahrzeuge gingen zu Bruch, und viele Leute brachen sich das Genick, als sie zu Pferd dem Automobil begegneten und das Tier daran gewöhnen wollten. Der Ruf nach Gesetzen wurde laut, Automobile von Pferden fern zu halten… [Aber] die Haustiere haben generell ihre ursprüngliche Angst vor der Lokomotive wie vor dem Automobil verloren.»

    Bei dieser Veränderung geht es nicht einfach nur darum, dass Fohlen von ihren Müttern lernen. Selbst wenn sie noch nie auf Stacheldraht gestoßen oder Autos begegnet und von älteren und erfahreneren Pferden getrennt sind, reagieren die Jungtiere heute generell nicht mehr so wie ihre Vorfahren vor 100 Jahren.

    Ein anderes Beispiel. Rancher im gesamten amerikanischen Westen haben herausgefunden, dass sie sich viel Geld für Weideroste sparen können, wenn sie statt dessen falsche verwenden – sie malen einfach Streifen quer über die Straße. Echte Weideroste bestehen aus einer Reihe paralleler Stahlrohre oder -schienen mit Lücken dazwischen, so dass das Vieh nicht darüber hinweglaufen kann, und jeder Versuch, dies zu tun, stellt eine schmerzhafte Erfahrung dar. Doch heute unternimmt das Vieh nicht einmal den Versuch, diese Roste zu überqueren. Die vorgetäuschten Roste funktionieren genauso wie die echten. Wenn sich das Vieh ihnen nähert, hat mir ein Rancher erklärt, «treten sie mit allen vier Beinen auf die Bremse».

    Beruht das bloß darauf, dass Kälber vom älteren Vieh lernen, diese Roste nicht zu überqueren? Offenbar nicht. Mehrere Rancher haben mir gesagt, dass auch Herden, die noch nie echten Weiderosten begegnet waren, die falschen meiden. Und Ted Friend von der Texas A & M University hat die Reaktion von mehreren hundert Stück Vieh auf gemalte Roste getestet und herausgefunden, dass unerfahrene Tiere sie genauso meiden wie diejenigen, die schon einmal auf echte Roste gestoßen sind. Auch Schafe und Pferde zeigen eine Aversion dagegen, gemalte Roste zu überqueren. Diese Aversion kann durchaus auf morphischer Resonanz von früheren Angehörigen der Spezies beruhen, die auf schmerzhafte Weise gelernt haben, sich vor Weiderosten zu hüten.

    Es gibt viele solcher Beispiele. Auch Daten von Laborversuchen mit Ratten und anderen Tieren zeigen, dass derartige Effekte vorkommen. Am bekanntesten sind Experimente, in denen aufeinander folgende Generationen von Ratten gelernt haben, aus einem Wasserlabyrinth zu entkommen. Im Laufe der Zeit ist es Ratten in Laboratorien auf der ganzen Welt gelungen, dies immer schneller zu tun.

    Bislang ist auf dem Gebiet des tierischen Lernverhaltens nur ein spezifisch abgestimmter experimenteller Test der morphischen Resonanz durchgeführt worden. Dieses Experiment mit einen Tag alten Küken fand im Labor eines Skeptikers statt, bei Steven Rose an der Open University in England. Jeden Tag wurde Scharen von frisch geschlüpften Küken ein kleines gelbes Licht (eine Leuchtdiode) gezeigt, und sie pickten genauso danach wie nach jedem anderen auffallenden kleinen Objekt in ihrer Umgebung. Anschließend wurde ihnen eine Chemikalie injiziert, die bei ihnen eine leichte Übelkeit hervorrief. Sie assoziierten das Gefühl der Übelkeit mit dem Picken nach dem gelben Licht, und danach vermieden sie es, danach zu picken, wenn es ihnen wieder gezeigt wurde. (Diese rasche Form des Lernens nennt man «konditionierte Abneigung».) Zur Kontrolle wurde einer gleich großen Zahl von Küken eine kleine verchromte Perle vorgesetzt. Nachdem sie danach gepickt hatten, wurde ihnen eine normale Salzwasserlösung injiziert, die keine nachteiligen Wirkungen hatte und keine Abneigung dagegen hervorrief, nach der Chromperle zu picken, wenn sie ihnen wieder vorgesetzt wurde. Dieses Experiment ging von der Idee aus, dass spätere Scharen von frisch geschlüpften Küken eine zunehmende Abneigung aufweisen würden, nach dem gelben Licht zu picken, wenn es ihnen zum ersten Mal gezeigt würde, und zwar aufgrund der morphischen Resonanz von den vorherigen Küken. Sie würden auf ein kollektives Gedächtnis der Abneigung zurückgreifen, und je mehr Küken eine Abneigung gegenüber dem gelben Licht «eingeimpft» würde, desto stärker würde dieser Effekt auftreten. Bei den Kontrollküken hingegen wäre keine derartige Abneigung gegenüber der Chromperle zu erwarten. Tatsächlich entwickelten nachfolgende Scharen von Küken, denen die gelbe Leuchtdiode vorgesetzt wurde, eine zunehmende Abneigung dagegen, wie dies auf der Grundlage der morphischen Resonanz vorhergesagt war. Dieser Effekt war statistisch gesehen signifikant.

    Morphische Resonanz beim menschlichen Lernverhalten

    Die morphische Resonanz erlaubt viele Folgerungen, was das Verständnis des menschlichen Lernverhaltens betrifft, zu dem auch die Aneignung von Sprachen gehört. Aufgrund des kollektiven Gedächtnisses, auf das einzelne Menschen zurückgreifen und zu dem sie ihren Beitrag leisten, sollte es im allgemeinen leichter sein, das zu lernen, was andere zuvor gelernt haben.

    Diese Vorstellung entspricht ziemlich genau den Beobachtungen von Linguisten wie Noam Chomsky, die dargelegt haben, dass der Spracherwerb bei kleinen Kindern so rasch und kreativ erfolgt, dass er sich nicht einfach durch Nachahmung erklären läßt. Die Struktur der Sprache ist anscheinend auf irgendeine Weise ererbt. In seinem Buch Der Sprachinstinkt führt Steven Pinker viele Beispiele an, die diese Idee bestätigen.

    Dieser Prozess ist besonders verblüffend bei der Entwicklung neuer Sprachen, der sehr rasch vonstatten gehen kann. Wenn Menschen, die verschiedene Sprachen sprechen, sich miteinander verständigen müssen, aber die Sprache des anderen nicht beherrschen, bedienen sie sich eines Notbehelfs, einer so genannten Mischsprache wie dem Pidgin- Englisch – holpriger Wortfolgen, die der Sprache der Kolonisatoren entlehnt sind -, ohne sich edabei groß um die Grammatik zu kümmern. Aber in vielen Fällen ist aus so einer dMischsprache auf einen Schlag eine vollständige komplexe Sprache geworden, wie etwa das Kreolische. Eine Gruppe kleiner Kinder muss dann nur mit der Mischsprache in einem Alter konfrontiert werden, in dem sie ihre Muttersprache erlernt. Historisch gesehen passierte dies vermutlich in Gruppen von Sklavenkindern, die von einem Arbeiter gemeinsam gehütet wurden, der zu ihnen auf Pidgin-Englisch sprach. «Da die Kinder sich nicht damit zufrieden gaben, die fragmentarischen Wortfolgen zu reproduzieren, fügten sie eine komplexe Grammatik ein, wo zuvor noch keine existierte, und schon war eine ganz neue, ausdrucksstarke Sprache geboren.»

    Noch bemerkenswerter ist die Entwicklung neuer Zeichensprachen. In Nicaragua beispielsweise gab es bis vor kurzem überhaupt keine Zeichensprache, und darum waren gehörgeschädigte Menschen isoliert. Als die Sandinistas 1979 an die Macht kamen, wurden die ersten Schulen für Gehörgeschädigte errichtet.

    «Die Schulen konzentrierten sich darauf, die Kinder im Lippenlesen und im Sprechen zu drillen, und wie immer, wenn dies versucht wird, waren die Ergebnisse kläglich. Aber das spielte keine Rolle. Auf den Spielplätzen und in den Schulbussen erfanden die Kinder ihr eigenes Zeichensystem und kombinierten es mit den Befehlsgesten, derer sie sich zu Hause bei ihren Familien bedienten. Nach kurzer Zeit entwickelte sich aus diesem System das, was man heute die Lenguaje de Signos Nicaragüense (LSN) nennt.»

    Dieser Pidgin-Zeichensprache bedienen sich inzwischen gehörgeschädigte Jugendliche, die die Schule besuchten, als sie zehn Jahre oder älter waren. Ganz anders verhält es sich bei jungen Leuten, die etwa mit vier Jahren auf die Schule kamen, als LSN bereits existierte. Sie «sprechen» eine viel komplexere und ausdrucksvollere Sprache, die man als Idioma de Signos Nicaragüense (ISN) bezeichnet. Diese kreolische Sprache mit ihrer logischen Grammatik wurde mit einem Schlag geschaffen. Dazu Pinker: «Vor unseren Augen wurde eine Sprache geboren.»

    Die ererbten Pläne, die das Erlernen existierender und die Entwicklung neuer Sprachen ermöglichen, sind nicht bloß allgemeine Prinzipien, die aus logischen Gründen in allen Sprachen vorhanden sein müssen. Es sind eher willkürliche Konventionen, die auch unterschiedlich gewesen sein könnten. Pinker: «Es ist, als ob voneinander isolierte Erfinder auf wundersame Weise identische Buchstabenbelegungen von Schreibmaschinentastaturen oder Morsezeichen oder Verkehrszeichen entwickelt hätten.»

    Chomsky wie Pinker nehmen an, dass die Fähigkeit zum Erlernen von Sprache von einer Kodierung für universale Strukturen in der DNS abhängig sein muss, die allen Sprachen gemeinsam sind. Sie halten es für selbstverständlich, dass jede Erbinformation in den Genen verankert ist, und müssen daher die Existenz einer universalen Grammatik unterstellen, weil kleine Kinder aller ethnischen Gruppen in der Lage zu sein scheinen, jede Sprache zu erlernen ein von einer finnischen Familie adoptiertes vietnamesisches Baby beispielsweise lernt ohne Schwierigkeiten Finnisch.

    Die morphische Resonanz bietet eine einfachere Erklärung. Das kleine Kind steht in Resonanz sowohl mit den Menschen, die in seiner Umgebung sprechen, als auch mit den Millionen, die die Sprache in der Vergangenheit gesprochen haben. Die morphische Resonanz ermöglicht ihm das Erlernen der Sprache, wie sie andere Arten von Lernen möglich macht. Genauso befördert die morphische Resonanz den Erwerb von Zeichensprachen durch Gehörgeschädigte, die sich in frühere Benutzer dieser Sprachen einschalten. Es ist gar nicht erforderlich, die Existenz von Genen für normale wie für Zeichensprachen zu unterstellen, die latent in der DNS aller Menschen schlummern.

    Natürlich ist diese Interpretation der Sprachaneignung durch Formenbildungsursachen spekulativ. Aber das ist auch die Theorie von Genen für eine hypothetische universale Grammatik. Pinker selbst räumt ein: «Niemand hat bislang ein Grammatik-Gen lokalisiert.»

    Veränderungen des menschlichen Leistungsvermögens im Laufe der Zeit

    Eine Möglichkeit, die Effekte morphischer Resonanz in einem größeren Maßstab zu studieren, bieten bereits existierende Mengen quantitativer Daten über das menschliche Leistungsvermögen, die im Laufe von vielen Jahren erhoben wurden. Weist das menschliche Leistungsvermögen im Laufe der Zeit die Tendenz auf, sich zu steigern? Offensichtlich ist dies bei Fertigkeiten wie Snowboardfahren und Computerprogrammieren der Fall.

    Aber derartige Steigerungen sind nur selten quantitativ dokumentiert, und die Lage ändert sich ständig aufgrund von technischen Neuerungen, einer größeren Verbreitung der entsprechenden Geräte und Ausrüstung, besseren Lehrern, sozialen und wirtschaftlichen Kräften und so weiter. Irgendwelche morphischen Resonanzeffekte ließen sich nur schwer im einzelnen nachweisen, selbst wenn entsprechende quantitative Daten existierten.

    Eines der wenigen Gebiete, auf denen detaillierte quantitative Daten über Zeiträume von Jahrzehnten zur Verfügung stehen, sind die IQ- (Intelligenzquotient-)Tests. Um 1980 ging mir auf, dass, falls es so etwas wie morphische Resonanz gibt, die durchschnittliche Leistungsfähigkeit bei IQ-Tests zunehmen müßte, nicht weil die Menschen intelligenter werden, sondern weil sich IQ-Tests leichter absolvieren lassen würden – infolge der morphischen Resonanz von den Millionen Menschen, die sich ihnen bislang bereits unterzogen haben.

    Ich suchte nach Daten, mit denen sich diese Hypothese testen ließe. Ich konnte weder eine Erörterung dieser Frage noch irgendwelche veröffentlichten Daten finden. Daher faszinierte es mich, als sich 1982 herausstellte, dass sich die durchschnittlichen IQ-Testergebnisse in Japan ein Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg um drei Prozent erhöht hatten. Kurz darauf wurde festgestellt (zur Erleichterung vieler Amerikaner), dass die IQs in den USA sich mit einer ähnlichen Rate erhöht hatten.

    Dieser Effekt wurde in Amerika erstmals von James Flynn bei der Untersuchung der Intelligenztests der US-Militärbehörden entdeckt. Flynn fand heraus, dass Rekruten, die im Vergleich zu ihren Altersgefährten nur durchschnittlich intelligent waren, über dem Durchschnitt lagen, wenn sie mit Rekruten einer vorhergehenden Generation verglichen wurden, die exakt den gleichen Test absolviert hatten. Niemand hatte diesen Trend bemerkt, weil Tester routinemäßig nur Einzelergebnisse mit anderen Angehörigen der gleichen Altersgruppe verglichen, die zur gleichen Zeit getestet wurden – zu irgendeiner Zeit wurde das durchschnittliche IQ-Ergebnis per definitionem mit 100 angesetzt.

    Inzwischen hat Flynn ermittelt, dass vergleichbare Zuwächse auch in 20 anderen Ländern, unter anderem in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Holland, zu verzeichnen sind. Es wurde immer wieder versucht, diesen «Flynn-Effekt» zu erklären, aber bislang ist dies nicht gelungen. So läßt sich dieser Effekt beispielsweise so gut wie gar nicht auf die Übung im Absolvieren solcher Tests zurückführen. Derartige Tests werden ohnehin seit einigen Jahren nicht mehr so häufig durchgeführt. Auch eine bessere Bildung kann diesen Effekt nicht erklären, ebenso wenig, wie einige Wissenschaftler meinen, die Zunahme der Zeit, die fürs Fernsehen aufgewendet wird. Die IQ-Ergebnisse begannen sich schon Jahrzehnte vor der Einführung des Fernsehens in den fünfziger Jahren zu erhöhen, und dem Fernsehen wurde, wie Flynn ironisch anmerkt, gewöhnlich «ein Verblödungseinfluß» zugeschrieben, «bis sich dieser Effekt einstellte». Je mehr Forschungen inzwischen betrieben wurden, desto mysteriöser ist der Flynn-Effekt geworden. Flynn selbst bezeichnet ihn als «rätselhaft». Aber die morphische Resonanz könnte eine natürliche Erklärung liefern.

    Wenn sich der Flynn-Effekt tatsächlich durch morphische Resonanz erklären läßt, dann zeigt sich, dass derartige Resonanzeffekte relativ gering sind. Wenn Millionen von IQ-Tests nur zu einem Anstieg von ein paar Prozent führen, dann werden die Effekte der morphischen Resonanz bei Experimenten mit ein paar hundert oder bestenfalls ein paar tausend Menschen wohl zu gering sein, um sie überhaupt vor dem «statistischen Rauschen» aufgrund der großen Leistungsschwankungen bei den einzelnen Testpersonen ausmachen zu können.

    Implikationen

    Die Hypothese der Formenbildungsursachen hat in allen Wissenschaftszweigen weitreichende Implikationen.

    In der Chemie, der Kristallographie und der Molekularbiologie kann man erkennen, dass molekulare und kristalline Formen nicht von ewigen, unveränderlichen Gesetzen bestimmt sind, sondern sich entwickeln und eine Art von Gedächtnis besitzen. Die Erforschung des Gedächtnisses im molekularen und kristallinen Bereich könnte letztlich zu bedeutenden technischen Anwendungen führen, etwa zu neuartigen Computern, die durch morphische Resonanz miteinander vernetzt und mit globalen Kollektivspeichern ausgestattet sind.

    In der Biologie kann man erkennen, dass die Entwicklung von Tieren und Pflanzen von unsichtbaren Organisationsfeldern gestaltet wird, den Trägern der Vorfahrengewohnheiten. Zur Entwicklung biologischer Formen gehört nicht nur die Entwicklung von Gen-Pools, sondern auch die Entwicklung der morphischen Felder der Spezies. Durch diese Felder lassen sich, wie schon Charles Darwin angenommen hat, erworbene Anpassungen vererben. Und wenn sich neue Gewohnheiten bilden, kann die Evolution infolge von morphischer Resonanz viel rascher vonstatten gehen und sich ausbreiten, als wenn sie nur von dem Transfer von Mutationsgenen von den Eltern zum Nachwuchs abhängt.

    Instinkte beruhen auf den gewohnheitsmäßigen Verhaltensfeldern der Spezies, die die Tätigkeit des Nervensystems prägen – sie werden von Genen beeinflusst und auch durch morphische Resonanz vererbt. Durch morphische Resonanz können sich neu erlernte Verhaltensmuster in einer Spezies verbreiten. Das Erlernen dieser neuen Fertigkeiten kann im Laufe der Zeit – während sie immer gewohnheitsmäßiger werden – zunehmend leichter werden.

    In der Psychologie lassen sich die Geistestätigkeiten als Felder interpretieren, die mit den physiko-chemikalischen Aktivitätsmustern im Gehirn interagieren. Aber diese Felder sind nicht auf das Gehirn beschränkt, sondern erstrecken sich über den Körper hinaus in die Umwelt hinein. Diese erweiterten mentalen Felder liegen der Wahrnehmung und dem Verhalten zugrunde. Sie ermöglichen es auch, dass sich «paranormale» Phänomene wie das Gefühl des Angestarrtwerdens so interpretieren lassen, dass sie als normal erscheinen. Das persönliche Gedächtnis kann als Selbstresonanz aus der Vergangenheit eines Menschen verstanden werden – man braucht nicht mehr davon auszugehen, dass alle Erinnerungen als flüchtige materielle «Spuren» im Gehirn gespeichert werden müssen. Eine weniger spezifische Resonanz mit unzähligen anderen Menschen in der Vergangenheit verbindet uns alle mit dem kollektiven Gedächtnis unserer Gesellschaft und Kultur und letztlich mit dem kollektiven Gedächtnis der gesamten Menschheit.

    Persönliche und kollektive Gewohnheiten unterscheiden sich nicht von ihrer Art, sondern von ihrem Ausmaß her – beide beruhen auf morphischer Resonanz. Dieses neue Verständnis des Gedächtnisses könnte dem Verständnis des Lernens generell neue Impulse vermitteln und durchaus wichtige Anwendungsmöglichkeiten in Erziehung und Bildung zur Folge haben. Unterrichtsmethoden, die die morphische Resonanz von jenen Menschen maximieren, die in der Vergangenheit die gleiche Sache gelernt haben, könnten zu einem effizienteren und rascheren Lernen führen.

    Die morphischen Felder sozialer Gruppen würden dazu beitragen, viele ansonsten rätselhafte Aspekte der sozialen Organisation zu erklären, wie das Verhalten gesellschaftsbildender Insekten, von Vogelschwärmen und von menschlichen Gesellschaften. Die Sozialwissenschaften könnten eine neue theoretische Grundlage erhalten, und neue Wege der Forschung würden sich auftun. Das Verständnis kultureller Formen als morphischer Felder würde ebenso unser Verständnis des kulturellen Erbes wie den Einfluss der Ahnen auf unser Leben revolutionieren. Richard Dawkins hat für die «Einheiten der kulturellen Übertragung» den Begriff «Meme» geprägt, und solche Memes lassen sich als morphische Felder interpretieren. Die morphische Resonanz würde auch ein neues Licht auf viele religiöse Praktiken und Rituale werfen. Selbst wissenschaftliche Paradigmen lassen sich als morphische Felder verstehen, die durch morphische Resonanz stabilisiert werden und dazu tendieren, zunehmend gewohnheitsmäßig und unbewusst zu werden, je häufiger sie wiederholt werden.

    Der gesamte Kosmos erscheint mittlerweile als evolutionär. Die Felder von Atomen, Molekülen, Kristallen, Planeten, Sternen und Galaxien entwickeln sich, und wie die morphischen Felder biologischer Organismen ist auch ihre Evolution der natürlichen Auslese unterworfen. Die Hypothese der Formenbildungsursachen stellt somit eine Möglichkeit dar, den Entwicklungsprozess in der ganzen Natur und nicht bloß im Reich der Biologie zu erforschen.

    Aber so allgemein die Implikationen dieser Hypothese auch sein mögen, gibt es dafür doch eine entscheidende innere Grenze. Sie mag zwar als Erklärung dafür dienen, wie Organisationsmuster wiederholt werden – aber sie erklärt nicht, wie sie überhaupt entstehen. Sie läßt die Frage der evolutionären Kreativität offen. Die Idee von den Formenbildungsursachen ist mit einer Reihe verschiedener Theorien von Kreativität vereinbar, die von der Vorstellung, alles Neue sei letztlich eine Frage des Zufalls, bis hin zur Idee der göttlichen Kreativität reichen.

     

      

     

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  3. Gerd Zimmermann
    Dezember 26, 2014 um 1:42 pm

    Woher kommt die ALLEM Zugrunde liegende Energie???
    Martin. Ich bitte Dich. So Dumm kann kein Weihnachtsmann sein.

  4. Gerd Zimmermann
    Dezember 26, 2014 um 1:36 pm

    Warum ????
    Gold DNA fragt Wofuer?

    IHR lacht mich aus, ich euch an.

  5. Gerd Zimmermann
    Dezember 26, 2014 um 1:29 pm

    Fuer Alle die noch nicht komplett den Verstand veloren haben, dass All ist Geist.

  6. Gerd Zimmermann
    Dezember 26, 2014 um 1:25 pm

    Was wollte ich sagen. Nchts.
    Weil alles gesagte ist gesagt.
    Du wirst weiter im Kino sitzen.
    Weise Leinwaende bewundern.

    Nicht einmal nachgedacht,
    nicht ein einziges mal ueber VIEREN
    geschweige ueber Dich.

    Erkenne Dich selbst

    Da Zeit statisch ist, Erdenkind, habe keine Eile

    Gerdulina, warum muessen 5 elektrische Nervenbuendel, Wolfgang, einen Namen haben?

    Soll ich es Dir sagen ? 42. BESSER Du verstehst das Nicht, Babel Maus.

  7. Gerd Zimmermann
    Dezember 26, 2014 um 1:04 pm

    Machmal denke ich DENKE.

    Wenn ich denken koennte, was wuerde ich denken.

    Danke, dass ich denken kann.

    Und dann, sofort danach

    Ich habe hier 2 und dort 20

    Tausenend

    Euro

    gegeben

    wenn Du ein Universum

    was kuemmert dich

    ein Sandkorn.

    Michel von Lueneberga, nur Du bist wirklich reich……

    Wessen Frau grinst da…….

    Gruss Gerd

  8. Gerd Zimmermann
    Dezember 26, 2014 um 12:32 pm

    Ihr habt nicht die geringste Chanse, wenn Ihr Parteibeitraege bezahlt. Es gibt hier Typinnen,
    frueher Hyppe genannt, warum hoert man ihr nicht zu, die ist noch lieb nebenbei, die Liebe.

    Bloedmann, ach das Gute liegt so nah…Kuba ist ja auch nicht fern….
    Warum hat Guido immer so …..
    Keine Ahnung……
    Noch mal Uni……..
    Oder DENKEN…….
    Besser nicht…….
    Denken macht auu…….

    Manch/e weis (Leinwaende) auch so.
    Wie will man ein Matrix, interpretiertes Universum mit Kirchensteueren bezahlen ?

    Der Papst ist Tod. Er hat nie Gelebt, der ARME.
    Jesus hat man 20000000000000 Jahre am Kreuz gebunden.
    Ihr hattet nie Mittleid, ihr macht Demokratie und Kriege

    ich will EUCH am Kreuz sehen!!!!

    Martin, es gibt einen Minus und einen Pluspol. Boe Bub muss nicht Minus sein.
    Was waere das Eine ohne das Andere. Ich mag Ihn, auch wenn er anders ist.

    Gruss Gerd

  9. Gerd Zimmermann
    Dezember 26, 2014 um 11:54 am

    Du, schau mal in die Runde. Die spielen alle Krieg, Guido spielt Schach, ohne Koenigin, aeeehm
    ohne Erbe vom vererbten
    Martina sagt nichts, die Kluge
    und die Klugen sind so Klug, dass sie sich Trollen.

    Bleiben also nur die Doofen.
    Wer sagt denn, das die Doofen, doeofer sind als doof erlaubt ist ???

    Die stecken sich einenen Babelfisch ins Ohr, aehm Babeltisch aufmhm Turm,
    ohne zu wissen dass PIPPI 3 × 3 GLEICH 12 fe ist. Oz, ja Oz, nicht Kotz, moechteste
    wohl gern, Lese mal EINE Seiiiiiiiiiiiiite von Gold DNA UND SEI ES DIE ERSTE.
    Du Licht, Du armes,armes Licht, ohne Licht

    Du lammentierst hier herum, macht Dir das nicht weh??? Anstatt das GANZE zu sehen
    siehst DU dich, als die Ewigkeit, Du Wicht bist eingebunden in das GANZE, die Voegel
    auch und Elefanten auch………

    Versucht es nicht mit denken, hat ja auch noch kaum jemand getan…..

    Boe Bub vielleicht, der Vertriebene….

    Gruss Gerd

  10. Gerd Zimmermann
    Dezember 25, 2014 um 12:58 pm

    Nothing, und sie schauen sich gegenseitig auf die Uhren, wie
    teuer sie doch waren.
    Kaum einer hier vermag zu erkennen, Zeit gibt es nicht.
    Wenn ich noch sage, das Universum ist statisch, Scheiterhaufen.
    Ihr koennt mich nicht verbrennen, da mein Geist nicht brennt…
    Arme Steuerzahler…und Pennsionskassenbeschuetzer…

    Warum probiert ihr es nicht mal mit denken, ihr Steuerzahler…
    Gott nimmt kein Geld, ihr Geldhabedenker. Bloedmaenner.
    Wenn Licht aus, Geld aus. Denke mal eine Sekunde nach.
    Guido und das MMM. Eine Sekunde aus. Du hast diese Sekunde nicht.
    Gott schon.
    Denken, nicht dein Ding.

    Gott zum Grusse

    Gerd

    • Dezember 26, 2014 um 7:33 am

      „Nothing, und sie schauen sich gegenseitig auf die Uhren, wie
      teuer sie doch waren.“


      guten morgen gerd,
      auch das schauen auf teure uhren ist ausdruck des zeitlosen „no-thing“,
      da ist keine trennung, es passiert wie es passiert 😉

  11. Gerd Zimmermann
    Dezember 25, 2014 um 12:27 pm

    Martin, Guido predigt ohne Materie, im verkoerpertem interpretiertem Planeten Erde und
    Dir als Studius geht kein Licht auf, Martin. Willst Du oder kannst Du nicht.

    Ich lass Dich mal noch 700 Jahre schlafen.
    Dem einen habe ich mit Licht versucht, Licht geht frueh an und abends aus, mehr wollte
    er nicht wissen. Ist ja auch schon klug.

    Bewusstsein oder Wahrnehmung, wem kuemmert so eine Scheisse, Gott…

  12. Gerd Zimmermann
    Dezember 25, 2014 um 11:49 am

    Welche Menschin war da gerade traurig um sich selbst???
    Ich bin nicht technologisch balla balla.
    Aber, kein Ratschlag.

    Mache Frieden mit dir.
    Dann mache Frieden mit den Anderen.

    DER FRIEDEN MIT DEM UNIVERSUM KOMMT VON ALLEIN.

    Gruss Gerd

  13. Gerd Zimmermann
    Dezember 25, 2014 um 11:39 am

    Die Schlauen sind leise, einer war H.P. Duerr. Hier hatt es auch solche Leute,
    warum kann ich Sprache ohne Worte?
    Wie da mancher vom einlullen spricht, ist dem anderen sein Babelfisch, oder Turm.
    Und bb wollte auch lieber gut sein, in der Dualitaet, ich quatsche zu viel.

  14. Gerd Zimmermann
    Dezember 25, 2014 um 11:26 am

    Martin, nichts ohne Grund.
    Mag boe bu mich mit gerderinchen anpissen, na und? Ich pisse nicht zurueck.
    Groesse??? Ich mag mich nicht messen.

    Im Querdenken schon. Aber da machen nur ein paar Pfiffikusse mit.

    Gruss Gerd

  15. Gerd Zimmermann
    Dezember 25, 2014 um 11:11 am

    Tretet niemals eine Stufe ueber euch hinaus. Ihr koenntet euch erkennen.
    Peinlichkeit. Sehr peinlich. Wem soll ich die Peinlichkeit deligieren, Arsch.
    wer will Arsch sein, du Arsch. Bleib Arsch und trete niemals eine Stufe hoeher.
    Zum dir Selbstbewusstsein, du Unterbewusstein, du Alleinbewusstsein, im
    Gesamtbewusstsein.

    Gerd

  16. Gerd Zimmermann
    Dezember 25, 2014 um 10:55 am

    Lieber Martin, nehme Dir ein Schuhhoeckercehen, stelle dich darauf und betrachte die
    Welt. Ganz leise. Du siehst mehr, sehr viel mehr. Je laenger du schaust. Ich muss nur
    leise sein. Mein Dummgequatsche stoert die nur. Die machen Krieg. So mit Toten ohne
    Materie. Haben ja auch keine Zeit, so zum nachdenken und so.
    Ja, ja, denken.

    Besser ist nicht denken.
    Kriege fuehren ist allemal besserr als denken.
    Beim denken kommt man noch zum Schluss…..Wer bin ich……bitte nicht…..

    Bitte, bitte, bitte…. lest niemals Gold DNA

    42 die Antwort
    6 × 7

    Und der weisse Hase ist Hasch, oder auch nicht.

    Gruss Gerd

  17. federleichtes
    Dezember 24, 2014 um 3:37 pm

    Martin:

    „Ich lass das mal un-be-wert-et so stehen …“

    Das WAR hier mal unser Stil. Meiner Auffassung nach Garant für Erfolg.

    Nun erzähle ich Dir mal aus meiner Erfahrungssicht etwas Anderes.
    Für mich sind die Aussagen von Menschen nicht zu trennen von ihrem Verhalten. Denn – wer wirklich etwas weiß, kann nicht anders, als nach diesem Wissen zu leben. In diesem Fall (und in anderen) spricht der Umgang mit anderen Menschen von einem für das Leben oder das Lebendige nicht-anwendbaren Wissen, also von Nichtwissen bzw. fragmentierten Informationen. Wissen muss also Verhaltensveränderungen bringen, ebenso wie erst Verhaltensänderungen Wissen bringen können. Und erst gesicherte Erfahrungen lassen Bewusstsein entstehen.

    Kurz
    Persönliche Anfeindungen zeugen von geistiger Unreife und charekterlicher Deformierung. Würde dieser Status wenigstens bewusst sein, verhielte man sich entsprechend – offen aufgeschlossen gegenüber anderen Standpunkten und Erfahrungen, innovativ interessiert, kooperativ. Wer meint, den Kaiser spielen zu müssen, bitte sehr, der kann auch Schnee bügeln.

    Kürzer
    Alle Menschen sind nützlich, notfalls als schlechtes Beispiel.

    Gruß
    Wolfgang

  18. Dezember 24, 2014 um 11:11 am

    Ärger und Wut zähle ich zu den „negativen Gefühlen/ Denkhaltungen“, von denen Menschen nur beherrscht / dominiert werden, wenn sie – noch – im grobstofflichen Bewußtsein, dem „Ego“ / „Niederen Selbst“ leben, also noch nicht aufgestiegen sind zur höheren, feinstofflichen, Bewußtseins- / Seins-Ebene, dem „Höheren / wahren Selbst“, dem Bewußtsein des wahren Erwachsenen, des GANZEN, HEILEN, WAHREN, Menschen.

    In der höheren Bewußtseins- / Seins-Ebene ist der Mensch FREI. Dort IST er – durch Identifikation – die feinstoffliche Energie / Kraft, also die Liebe, der Frieden, die (Lebens-)Freude, usw., und kann alles was ist, in Liebe / Frieden annehmen und braucht sich nicht zu ärgern oder mit irgendwelchen „negativen Gefühlen“ oder ähnlichem zu quälen.

    Bekanntermaßen ist die zivilisierte Gesellschaft „entfremdet“ – und das bezieht sich sehr wesentlich darauf, daß uns das Wissen vom „Aufstieg“ zum höheren Bewußtsein / Sein verloren gegangen ist bzw. unseren Vorfahren in Germanien z.B. durch die Römer ausgetrieben wurde. Dieses frühere Wissen habe ich im Laufe von 20 Jahren aus unzähligen „verstreuten“ Bruchstücken – wieder – zusammengesetzt und das Ergebnis 2012 auf meiner HP in dem Text „Wahre Heilung“ veröffentlicht.

  19. Dezember 23, 2014 um 3:38 pm

    Völlig off-topic: Ich fahr jetzt zu meiner Liebsten, etwa eine gute Woche (= eingeschränkter Computerzugriff 😉 )

    Ich wünsche allen ein paar ruhige, schöne Tage!

    Lieben Gruß

    Manfred

    P.S.: Kann natürlich wieder gelöscht werden

    noch’n P.S.: bei mir blühen gerade die Orchideen:

  20. Dezember 23, 2014 um 3:12 pm

    @ Martin

    „“Ich habe bemerkt, dass unsere Weltbilder auf vielen Lügen aufgebaut ist, weshalb viel Leid in dieser Welt zu beobachten ist. Daher habe ich mich hier auf den Weg gemacht, alles zu hinter fragen.““

    Ich muss leider sagen, das gelingt Dir nicht besonders gut, du kratzt bei sämtlichen Themen immer nur an der Oberfläche bzw. deckst nur die oberste Ebene auf und denkst dann, das war’s schon. Es gibt aber noch zig Ebenen darunter.

    Ich habe allerdings den Eindruck, dass Du (und das gilt auch für die meisten anderen hier) gar nicht tiefer gehen möchtest.

    • Dezember 23, 2014 um 3:30 pm

      Wir haben hier in den 4 Jahren schon reichlich Schichten abgetragen. Du hast nur die letzten Monate gesehen.
      Allerdings nehme ich bei Dir den gleichen Mechanismus der Abwehrung von neuen Aspekten war. Ist das aber nicht natürlich?
      Daher geben wir hier immer den Raum, mal was stehen zu lassen. Mit der Zeit fügt sich dann das bisher verweigerte Mosaiksteinchen an passender Stelle wieder ein.

      • Dezember 23, 2014 um 4:27 pm

        @ Martin

        „“Wir haben hier in den 4 Jahren schon reichlich Schichten abgetragen.““

        Ich weiß, dass Ihr das glaubt, das ist ja das Irritierende, ich frage mich, was Ihr all die Jahre gemacht habt, denn auf dem Stand, auf dem Ihr hier größtenteils seid, war ich (ohne überheblich klingen zu wollen, es ist eben einfach so) nur ein paar Monate, bis ich gemerkt habe, dass es noch viel tiefer geht bzw. dass es doch anders ist, als ich erkannt zu haben glaubte.
        Natürlich habe ich auch noch längst nicht alles durchschaut, auch wenn ich das schon öfter gedacht habe, das hat sich bisher aber noch immer als Irrtum erwiesen.

        „“Allerdings nehme ich bei Dir den gleichen Mechanismus der Abwehrung von neuen Aspekten war.““

        Das siehst Du falsch, wenn ich etwas abwehre, dann nicht weil es für mich neu ist (etwas für mich wirklich „Neues“ kann und konnte seit längerer Zeit fast ausschließlich der Böse Bub aus dem Hut zaubern), sondern entweder weil ich im Gegenteil damit durch bin (oft sogar mehrfach) oder weil ich auf den ersten Blick sehen kann, dass dieser „neue Aspekt“ auf einem Irrtum basiert (das lässt sich meist relativ leicht aus bereits abgelegtem „Wissen“ bzw. Irrtümern ableiten).

        Oder aber ich habe einfach keinen Bezug dazu.

        • Dezember 23, 2014 um 5:06 pm

          Ich lese gerade in diesem Büchlein und das zeigt mit guten Beispielen auf, dass Jeder von uns mit dem gespeicherten Wissen dazu verführt wird, verblendet zu sein. Es sei denn, man hat gelernt, Neues nicht gegen schon Erfahrenes abzugleichen sondern mit der Intuition zu erfühlen:
          http://www.holofeeling.com/OHRENBARUNG/beiwerk/Ohrenbahrung%20in%20HiFia.pdf

          • Dezember 23, 2014 um 6:53 pm

            @ Martin

            „“dass Jeder von uns mit dem gespeicherten Wissen dazu verführt wird, verblendet zu sein.““

            Schon möglich, aber einen Großteil von dem gespeicherten Wissen kann man doch rausschmeißen (nimmt dann auch nicht soviel Platz weg 😉 )

            „“Es sei denn, man hat gelernt, Neues nicht gegen schon Erfahrenes abzugleichen““

            Dann muss man das auch nicht lernen.

            P.S.

            Das „holofeeling“ habe ich vor ca. vier Jahren komplett (also die 8 Hauptbände) gelesen, damals war ich begeistert, obwohl ich vieles überhaupt nicht verstanden habe.

            Im Nachhinein muss ich sagen: Ich persönlich finde es total überschätzt, denn ich habe keine einzige nachhaltig brauchbare Erkenntnis daraus gezogen (und das bei einem Werk von fast zweitausend Seiten) genau genommen war ich danach sogar ziemlich verwirrt, so richtig gut getan hat es mir jedenfalls nicht (obwohl ich das damals dachte), und ich würde es guten Gewissens nicht weiterempfehlen.

            Und nachdem es sich um die „Ohrenbarung des JHWH“ handelt, ist ohnehin Vorsicht geboten.

            (Ich sag’s doch, bin mit fast allem durch… 😉 )

          • Dezember 23, 2014 um 7:04 pm

            schön, Deine Skeptik zum Holofeeling zu höhen. Ich habe da inzwischen auch so meine Probleme mit … Ich werde es wohl wieder zur Seite legen.

  21. Manfred
    Dezember 23, 2014 um 2:24 pm

    „Wohin mit meinem Ärger? Wohin mit meiner Wut?“

    Einfach mal Dampf ablassen 🙂

  22. Dezember 23, 2014 um 2:16 pm

    boeserbub hat als Frau Bart heutemorgen noch den folgenden Einwurf auf den Artikel gegeben:

    Das kann ich so nicht bestätigen, denn es kamen häufig genug ganz andere Ansichten dagegen gestellt.

    und deswegen wird doch die Thematik nicht wesentlicher, diese hin und her wipperei ist nicht´s anderes als das was sie bezweckt, Schaukelei , kennst du doch aus deiner
    Grippenzeit, vom Schaukelbettchen zum Schaukelstuhl. zum schluß gefedert im feinen Schwarzen. Wer keine eier in der hose hat, muss sich anderweitig umschauen, wo er sich die illusorischen graueln lassen kann, und sei es eben nur den kahlen koppe. intro aus.

    das gleiche gilt für alle, eierstockschäden lach die werden nicht frischer mit den jahren.

    unterdücken , nein

    auch das gesicht nicht unter wasser dat wird nich besser davon, ob mit Glauben oder ohne
    😉

    • Dezember 23, 2014 um 2:17 pm

      Zum Herumeiern möchte ich zu bedenken geben, dass Wasser genau das macht, um zum Ziel kommen. Hier nennen wir das Verhalten Mäandern.

      • Dezember 24, 2014 um 8:47 am

        boeserbub nochmals:

        Herumeiern ist kein Fluss. Trübe Tassen schaukeln hin und her. Was hat DAS mit fliessen zu tun. Abgestandenes wird doch vom hin und her nicht besser oder anders gesagt.
        Eine Grube ist eine Grube und von was Sie Herr Bartonitz & Co. sich nähren ist lediglich das was frisch in die Grube läuft, darauf sind Sie angewiesen, und das verkaufen Sie dann als Ihr Frischeangebot.

        • Dezember 24, 2014 um 8:49 am

          Ich verstehe mich nicht als Verkäufer sondern Suchender. Daher mag das für die Einen als Herumeiern aussehen 😉

          • tulacelinastonebridge
            Dezember 24, 2014 um 10:17 am

            Ja genau, es kommt immer auf das Ziel an und wenn Kommentatoren verschiedene Ziele haben, richten sie ihre Aufmerksamkeit dementsprechend aus und schon haben wird ein Nichtverstehen und Vorbeireden.
            Natürlich kann man auch aus der Neutralität heraus kommentieren aus der Klarheit.
            Mit welchem Hintergrund aus kommentiert wird, erkennt man, an und für sich, durch die Kommentare selbst. Sie müssen auch nur „gelesen“ werden. 🙂

          • Dezember 24, 2014 um 3:11 pm

            nochmals boeserbub:

            Das ist kein Suchen, das ist ein “Verweigern”, sich selbst Gegenüber, mit dem “Talent” der eigenen Verschleierung.

            Im “trüben zu Fischen” als Wahrheitsfindung, respektive Suche sich selbst zu verkaufen, Selbstverleugnung und das sogar wissentlich.

            B.trifft………..

            Machen sie sich weiterhin selbst was vor, das bringt sie voran, nämlich genau dahin wo sie schon immer stehen.

            Nicht im Stande, ausser Stande, bleiben sie Standhaft.

            Prost Neujahr.

            Vorsatz ist VORSÄTZLICH. Keine mildernden Umstände.

          • Dezember 24, 2014 um 3:14 pm

            @boeserbub,

            ich kann nur vorsätzlich sein, wenn ich das von Dir gemeinte so erkennte …

            Wenn ich nicht vorsätzlich denke, müsste ich in Deinen Augen also ehre nicht in der Lage sein.

            Ich lass das mal un-be-wert-et so stehen …

          • Frau Bart
            Dezember 24, 2014 um 4:02 pm

            Sie wissen genau WAS sie tun und respektive wissen Sie auch WAS sie nicht tun. Das „Nicht tun“ ist aber in dem Zusammenhang, auch ein „Tun“, eben des „so Tun als ob“ oder anders gesagt, sie geben vor“ einen Schritt nach vorn tun zu wollen“ und dabei gefallen Sie sich in der Rolle des „Stehmännchens“ doch viel besser, und dazu suggerieren Sie anderen, Sie seien ein „Steh-auf-Männchen“ in Wirklichkeit schmeißen Sie sich selbst immer wieder hin, und dieses „Hin und Her“ dieses Selbstbetrug, nennen Sie dann auch noch Fort-schritt. Sie hinken, dafür können Sie viel. nicht´s aber das ändert nichts an der Tatsache. Wissentlich verweigern Sie sich einer Selbstbetrachtung und das verdient sicher keiner Achtung, allenfalls die Methodik, ja die haben Sie hier alle ver-feinert. Glückwunsch.

          • Dezember 24, 2014 um 4:27 pm

            Aha, was was konkret tue ich nicht?

  23. federleichtes
    Dezember 23, 2014 um 10:29 am

    Menschen sind in der Gesellschaft, und die Gesellschaft ist in eine Konflikt-Kultur (Geist) eingebettet. Diese Kultur steht auf sehr stabilen Beinen – Glauben, Politik, Wirtschaft und Besitz. Konflikte sind also quadrophonisch programmiert. Konflikte sind also nicht einfach abzuschaffen. Konflikte, das ist meine Meinung, sind mit dem Geist identisch (sein Ausdruck), der Kultur betreibt. Um was zu erzeugen?

    Wohin eine rein verbale Streitkultur Mensch und Gesellschaft führt, beweisen uns Statistiken – der Verlendung. DER Grund, warum ich weder hier noch anderweitig streite. Ich glaube, das liegt daran, dass ich mich vom Wahnsinn und Irrsinn abwenden und eigene vernünftige Entscheidungen treffen kann. Auch im Sinne meiner gelegentlichen Verärgerung – die sofort kommt und sofort wieder vergeht. Genau, mein Ärger wird von Hygiene-Vorschriften kontrolliert.

    Dein Blog war förderlich. Weil ich nicht alleine ein Freund dieser Hygiene-Vorschriften war. Wir haben einfach unseren Job gemacht. So wie ich mit dem Fahrrad seit 26 Jahren und einem Tag von A nach B fahre, und mir der Zustand der Wege und das Wetter VÖLLIG wurscht sind. Wie anders als durch Fahren (leben) sollte sich die Belastbarkeit eines Menschen steigern? Ärger und Wut drücken denn – bitte sehr – etwasanderes aus, als die eigene Unfähigkeit, mit der Realität klar zu kommen?

    Für die Oberschlaumeier halten die Ruhrgebietler einen Spruch bereit:
    „Komm du erst mal auf dein eigenes Leben klar“.

    Gruß
    Wolfgang

  24. tulacelinastonebridge
    Dezember 23, 2014 um 9:51 am

    Guten Morgen.

    Danke Martin, ich kann mich deinen letzten Worten wärmstens anschließen.

    Ich finde als erstes sollte immer das Sozialverhalten gelernt werden.

    z.B……ja wieder mal 😉 in der Schule, da bei willigen Elternhaus es leicht ist aber bei unwilligen Elternhaus es sich schwierig gestaltet, daher wieder die Schule als Beispiel.

    Die Volksschule(Grundschule) sollte unbedingt dazu genützt werden, das Sozialverhalten zu üben.

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