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Schuld am Krieg sind immer Andere !

Leben ist Begegnung.
Krieg ist das Aufeinanderprallen von Gegnern.
Krieg ist das Unvermögen sich gemeinsam, trotz verschiedener Größen, auf Augenhöhe zu begegnen.
Krieg ist Expansion, auf Kosten der Beziehungen, die in der Begegnung geknüpft wurden.

Krieg ist dem Leben als Ganzes fremd.
Krieg ist kein Produkt des Lebens.
Krieg ist einzig Symptom des Mangels dem Leben begegnen zu wollen.

Krieg ist keine Ausgeburt von Herrschenden.
Krieg zieht ein in das Leben durch die Geburt von Beherrschbarem.
Krieg beginnt nicht mit der Schlacht von Heeren, sondern vielmehr durch die Verheerlichung (!) der Lebensgemeinschaft, mittels gesellschaftlicher Normen und damit einhergehender Erwartungen und Produkte.

Was im Großen seinen Lauf nimmt, begann bereits viel eher im Kleinen.

Der Ton macht die Musik, so sagt der Volksmund. Leider fügt er nicht hinzu, dass nur gemeinsam wohlklingende Musik zu erklingen vermag. Gemeinschaft ist die Summe aller Töne. Wohlklang indes die Beziehung dieser Töne zueinander und damit mehr als die Töne allein. Musik ist die Geschichte dieser Gemeinschaft … vom ersten Ton an.

Kriegstrommeln sind die zyklische Abfolge von Tönen, die keinerlei Beziehung miteinander pflegen. Kriegstrommeln verkünden den monotonen Rhythmus einer Gesellschaft. Ein Rhythmus, der umso mehr zur gewohnten Hintergrundsberieselung wird, je weniger gemeinsame Beziehungen bestehen, und je weniger an noch bestehenden gemeinsamen Beziehungen angeknüpft wird.

In einer Philharmonie, der gemeinsamen Darbietung von wohlklingender Musik, kann es nur einen Solisten geben, nämlich die Philharmonie selbst. In einer Gesellschaft dagegen will ein jeder auf die eigene Pauke hauen.

Was also tun, wenn Krieggetrommel ertönt ? Ein Friedenskonzert organisieren ? Umgeben vom Trommelradau ? Gemeinschaft demonstrieren ? Gleichgesinnte zusammentrommeln, um dergestalt, scheinbar gemeinsam, inmitten der Gesellschaft, Einheit zu zeigen ?

Kann eine Gesellschaft überhaupt Gemeinschaft demonstrieren, wenn diese Gesellschaft ihren Alltag im Takt von Trommeln gestaltet ?
Kann eine Gesellschaft Gemeinschaft demonstrieren, wenn Paukenschläger tagtäglich ihren eigenen kleinen Krieg untereinander austragen, bezüglich, wer denn nun die größte, beste, hippste, teuerste Pauke hat ?
Kann eine Gesellschaft Gemeinschaft demonstrieren, wenn bestehende Gemeinschaften der Schaumschlägerei bezichtigt werden ?
Kann eine Gesellschaft Gemeinschaft demonstrieren, wenn Anderen die Schuld gegeben wird, und von hier unten nach dort oben gezeigt wird, zur Spitze, zur Führung, zur Elite, zu einem Prozent von Hundert ?
Kann eine Gesellschaft Gemeinschaft demonstrieren, wenn die Gesellschaft nicht einmal ihre Kinder liebevoll zu umarmen vermag, zugleich aber Andere lautstark der Kriegstreiberei bezichtigend ?
Kann eine Gesellschaft Gemeinschaft demonstrieren, indem sie ihr eigenes Spiegelbild in tausend Scherben zerschlägt, in der Annahme, dadurch ändere sich das Wahrnehmungsvermögen der sich spiegelnden Gesellschaft ?
Kann eine Gesellschaft Gemeinschaft demonstrieren, indem das gesellschaftstaugliche Austragen alltäglicher kleiner Kriege zunehmend auf die Spitze getrieben wird ?
Kann eine Gesellschaft Gemeinschaft demonstrieren, wenn ihr Wohlstand nach mehr Action verlangt, aber Aktionen ausbleiben wahre Größe zu zeigen ?

Natürlich kann man nicht alle Menschen in einen Sack stecken und diese Säcke in die Sackgasse gesellschaftlicher Lebenswege stellen, ohne selbst den Mut aufzubringen wirklich ehrlich zu sich selbst zu sein, und für sich selbst zu erkennen, dass man selbst auch, hier und da und dort, an mehreren persönlichen Fronten kämpft. Seit Jahren schon. Das Leben als Ganzes aber sitzt in einem gemeinsamen Boot. Daher zeigt sich der wesentliche Unterschied zwischen einer Gesellschaft und einer Gemeinschaft in ihrem Vermögen einander zu begegnen. Die Steigerung von Mut bedeutet nicht mutiger zu sein als Andere. Die Steigerung zeigt sich in der Demut dem gemeinsamen musikalischen Werk gegenüber. Verschmelzen Demut und Musik letztendlich miteinander, erklingt Stille, wie kein Ton allein sie zu vermitteln vermag. Manche nennen es auch Leere.

Überall dort, wo demonstriert werden darf, es gar als Grundrecht angesehen wird, ist Frieden nicht möglich. Auch dort nicht, wo nicht demonstriert werden darf und die Teilnahme an Demonstrationen, mitunter, mit dem Tode bestraft wird. Die Wahrheit, und damit der wahre Grund für Kriege aller Art, liegt, wie so oft, wenn nicht sogar immer, irgendwo dazwischen. Irgendwo dort, wo jeder Einzelne eben nicht aus eigenem Vermögen seiner menschlichen Verkörperung zu demonstrieren vermag, was es bedeutet Mitglied der Gemeinschaft des Lebens zu sein, in der kein Einzelner den Ton angibt.

Einer, der dieses, in der Tat, vermag, schrieb hier im Blog erst kürzlich:
“Die Gesellschaft kommuniziert, um Bedürfnisse zu schaffen und zu befriedigen.
Die Gemeinschaft kommuniziert, um Bedürftigkeiten zu klären und aufzulösen.“
Gemeinschaft, im Sinne der Philharmonie, bedeutet somit nicht vor dem Weihnachtsbaum gemeinsam ein paar Lieder zu trällern, aber zugleich davon überzeugt zu sein, dass das größte Paket unterm Baum für einen selbst ist …

Ob Krieg oder nicht, liegt somit in den “Händen“ all jener Bootsinsassen, die wir ALLE sind. Der Ozean ist das Bewusstsein ALLER. Der Wind ist unsere gemeinsame Herausforderung …

Gruß Guido

GOLD-DNA
Die goldene PHI(L)HARMONIE
Gemeinsam ins Tal
Ich LIEBE meinen Tumor ( ab Mitte 2015 online )

  1. Dezember 17, 2014 um 8:30 pm

    Danke Martina, you made my day 🙂

    Aus dem kleinen Büchlein von Arno Gruen “Wider den Gehorsam“:

    “Gut und Böse entscheiden sich nicht im Verkehr der Menschen untereinander, sondern ausschließlich im Umgang des Menschen mit sich selbst.“ … S. 27

    Solange Kriege im Kleinen und Kleinsten gesellschaftstauglich sind, solange “ein Kind, das seinen ureigenen Bestrebungen überlassen wird […] eine Gefahr für die Gesellschaft [bedeute]“, wie Arno Gruen es schreibt, solange wird keine Demonstration von Gemeinschaft militärische Kriege verunmöglichen, denn die Demonstranten demonstrieren im Grunde gegen sich selbst … und lenken ihr Unvermögen, dieses akzeptieren zu können, auf Andere. Einzig in der Wahl des Anderen ist sich die demonstrierende Menge einig … was aber nichts mit einer Gemeinschaft gemein hat ! Natürlich gibt es in dieser Menge Ausnahmen, nämlich Einzelne, die dieses doch vermögen wahrzunehmen, nur geht deren Potenzial in all den Anderen verloren. Ver-rückte Welt, die gehörig auf dem Kopf steht.

    Gruß Guido

  2. Gerd Zimmermann
    Dezember 17, 2014 um 9:16 pm

    Ja Martina, da hat der Dappel, oder heisst das Doppelgruss schon irgentwas.
    ich sah mal einen Film, da schrie jemand……rette sich wer kann…..
    Schwer zur Quelle zu laufen, wenn fast alle zum Meer rennen.
    Und wenn es am ruhigsten ist, sitzt man im Auge, von was wohl….

    Dem Dreh- und Angelpunkt…..
    Dem Schoss von Walter, nicht Ulbricht.

    Wasser, ich brauche Wasser.

    Daniel Duesentrieb auch und die schnellste Maus aus Mexiko,
    wieso soll es Mexiko nicht geben, solange es gedacht wird…..

    Alles Schlauberger, dieser Robert……
    Wo ist der ueberhaupt, mitnem Schiff uffen Schiff, Mach 4 unterwegs.
    Da muss der ja 4 mal durch die Schallmauer, oder, ist die Mauer weg.
    Denkmaurer.

  3. Dezember 17, 2014 um 9:59 pm

    Die weltweite Verbreitung des Krebses in den Verkörperungen des Lebens ist der Weltkrieg des Lebendigen gegen sich selbst. Allen voran ausgefochten in uns Menschen. Durch uns selbst. Weil einzig wir EINEN bekämpfen, was wir in den auf Hochglanz polierten Oberfläch(lichkeit)en unserer Gesellschaften zu Gesicht bekommen … wenn wir selbst uns in diesen Spiegeln ein Bild von uns selbst machen wollen. So betrachten wir unser Unvermögen als die Schuld Anderer.

    Gruß Guido

    • Dezember 17, 2014 um 10:36 pm

      Genau so. 😉
      Gucken wir doch mal nach Frieden.

      „Der erste Friede, der wichtigste, er ist der, welcher in die Seelen der Menschen einzieht, wenn sie ihre Verwandtschaft, ihr Einssein mit dem Universum begreifen und inne werden, dass im Mittelpunkt der Welt das große Geheimnis wohnt, und dass diese Mitte tatsächlich überall ist. Sie ist in jedem von uns. Dies ist der wirkliche Friede, alle anderen sind lediglich Spiegelungen davon. Der zweite Friede ist der, welcher zwischen Einzelnen geschlossen wird. Und der dritte ist der zwischen Völkern. Doch vor allem sollt ihr verstehen, dass es nie Frieden geben kann, solange nicht der erste Friede vorhanden ist, welcher, wie ich schon so oft sagte, innerhalb der Menschenseelen wohnt!“
      (Hehaká Sapa, Ogallal-Sioux)

      Martina

      • Dezember 17, 2014 um 10:45 pm

        … und mein Tag ist offensichtlich noch nicht zu Ende 🙂

        Danke !

        • Dezember 18, 2014 um 12:02 am

          Ist heute „Tag der offenen Tür“ bei Ihnen @Guido, nicht das sich der Wind noch bei Ihnen verfängt oder das himmlische Kind Ihre DNA (die Goldige) nach Polen verkauft.

          • Dezember 18, 2014 um 12:18 am

            Macht es Sinn ein allgegenwärtiges Geschenk zu verkaufen ? Doch wohl nur wenn niedere Absichten im Spiel sind. Egal, wie dem auch sei … wozu eine Welle machen, wenn gar kein Wind vorhanden ist ?

            Tür zu. Schicht für heute …

          • Dezember 18, 2014 um 12:25 am

            Naja wie das so ist, mit geschenktem, sollte man sich doch genauer an schauen, einen Windbeutel erkennt man auch, wenn er viel Wind macht und Wellen schlägt, bleibt es trotzdem Schnee von gestern. In diesem Sinn, falls es schneit, schöpfen Sie den Selbigen vor ihrer Tür und denken Sie an die Streu-und Räumpflicht.

  4. Gerd Zimmermann
    Dezember 17, 2014 um 10:07 pm

    Luna…. eingelullt…. eingepullert, weil so schoen warm…
    sogar in eine Vagina kotzen ist hier schon DRINN.

    Ja, es wird Zeit, hier mal aufzuraeumen.
    Langweilig der Film jetzt.

    Gruss Gerd

  5. tulacelinastonebridge
    Dezember 17, 2014 um 10:30 pm

    Ah, ganz wunderbar……wieder mal eine Gelegenheit die Welle zu nehmen. 😉

    und

    Jesus sprach:
    Die Pharisäer und die Schriftgelehrten
    haben die Schlüssel zur Erkenntnis erhalten,
    und sie haben sie versteckt.
    Sie sind selbst nicht eingetreten,
    und die, die eintreten wollten,
    haben sie nicht eintreten lassen.
    Aber ihr,
    seid klug wie die Schlangen
    und rein wie die Tauben.

    aus: Thomas-Evangelium, 39

    • tulacelinastonebridge
      Dezember 17, 2014 um 10:36 pm

  6. Gerd Zimmermann
    Dezember 17, 2014 um 10:30 pm

    „Die Schuld anderer…“
    PAL FELD SYNDROM, kommt ja gleich nach Kraibs.

    Deins und meins. Gut, ich kann aber nicht den ganzen Tag auf meinem Klo hocken.
    Luna hat recht, hier mieft es nach Schweissocken und schlechter Laune. NOERD.
    Dir faellt auch nichts mehr ein, mach mal lila Pause. Dann kann Angela in DC mit
    Barak in Moskow und Berlins Vladimr, Sergejowitsch wieder einen Bu Boe….
    Schnitzen ?

    Gerdrun Gundel Gruendel Gruen

  7. Gerd Zimmermann
    Dezember 18, 2014 um 2:42 am

    Tula bringe ich immer mit Tesla in Verbindung
    und Kate B. Mit Pink floyd.
    Seltsam .
    Dass man das was man hoert in
    klang und toene unterscheidet.
    obwohl es ein gefuehl ist,
    materie auch,
    die musik der matter.
    42
    oh, oh,….
    Geil, das Du ohne Geil sein zu muessen verdammt Geil denken kannst.

    Kate hat das gewisse, manche nennen Es Grosse HINWEISSCHILDER….
    Andere Smarti es.

    Gibt es wirklich Frauen, die zwischen meinen Zeilen lesen koennen?
    Wo alles geschrieben steht, was man,n nicht schreiben kann.
    Ich LIEBE Euch, aus freiem Herzen, nicht aus Besitzanspruch.

    Gruss eher doch Gerd , …..sie weis schon….

    • tulacelinastonebridge
      Dezember 18, 2014 um 10:04 am

      Es ist alles nicht so schlimm, es geht auch ohne Konfetti. 🙂

      Namaste

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