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Angst essen schon wieder Seele auf, denn der Hass geht wieder um, fidelbum

„Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung, alles was wir brauchen, ist die richtige allumfassende Krise und die Nationen werden in die neue Weltordnung einwilligen.“
David Rockefeller 1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council)

Flüchltlinge

Flüchltlinge

Angst ist etwas, was uns Deutschen seit Jahren regelmäßig mit wiederholten Bildern des Holocausts ins Unterbewusstsein geschleust wird. Was Angst mit uns macht, hat auch sehr schön der Film Angst essen Seele auf R.W. Fassbinder aufgezeigt, neben den Fallstricken, mit Traditionen zu brechen.

Das die zunehmenden Krisen auch den Menschen sehr viel Angst bereitet, sehe wir an den aggressiver werdenden Demonstrationen. Als Letztens in Köln die Antiislam-Demo lief, traute sich Mancheiner nicht mehr auf die Straße, wie das Erik Flügge in seinem für mich sehr nachvollziehbaren Artikel Deutschland, Du bist mir fremd geworden erwähnt. In seinem Überblick schreibt er:

Es hat sich etwas verändert in den letzten zwei Jahren in diesem Land. Ich fühle mich so fremd und angegriffen in der Identität wie nie. Überall lese ich Hassbotschaften. Es vergeht kein Tag, an dem nicht jemand gegen andere Menschen hetzt. Was ist aus dir geworden, Deutschland? Warum hast Du deine Größe verloren und stimmst erneut ein in den Kleingeist der Vergangenheit.

Auch unsere Blogger-Kollegin Caillea greift das Thema Angst und Hass in ihrem Artikel Das verlogene Flüchtlingsdrama auf auf. Sie macht darauf aufmerksam, dass Menschen schon immer flüchten mussten, von einer Nahrungsquelle zur nächsten. Sie stellt fest, dass selbst Jene, die viel haben, immer noch versuchen, zur nächst ergiebigeren Quelle zu gelangen, und sei es nur, dass sie ihr Geld an passende Stellen flüchten lassen. Sie bemerkt wie unsere Hofschreiber (Ken Jebesen nennt sie inzwischen so) die Stimmung passend entfachen, um die von den Vertretern der Neuen Weltordnung ersehnte Krise zu erreichen (siehe Zitat oben). Caillea schreibt passend dazu:

Früher prangerten wir die vielen Spanier, Italiener, Türken und sonstige Arbeiter aus dem Süden als Wirtschaftsflüchtlinge an. Dabei sind die wenigsten Einheimischen bereit, die Drecksarbeit zu machen, welche wir den Ausländischen Arbeitern gerne aufgetragen haben. In meiner Zeit auf dem Bau waren 8 von 10 Arbeitern Ausländer und machten sich wirklich schmutzig. Die Einheimischen sah man höchstens mit Krawatte oder im Bauwagen. Selten im Dreck. Mittlerweile geht es dem europäischen Volk so schlecht, aufgrund länderübergreifender, politischer Inkompetenz, dass sie selber zu den verhassten Flüchtlingen werden. Jetzt haben wir wieder die gleiche Situation wie vor tausenden von Jahren am Wasserloch. Die Sippe der einheimischen Flüchtlinge ist grösser als die Dazugekommenen. Also werden die neuen „Mundräuber“ verjagt, respektive durch die Medien denunziert.

Sind wir immer noch solche Barbaren? Da wird in verschiedenen, heilig gemachten Büchern die Nächstenliebe propagiert und in der Realität betrifft die Nächstenliebe nur die eigene Nasenspitze. Wir glauben immer noch, dass die Flüchtlingswelle ein Problem ist, übersehen aber, dass nur die Politiker ein Problem daraus machen. Würden sie nicht Milliarden an Steuergeldern zum Fenster rausschmeissen, alle hätten genug, sogar die neuen Flüchtlinge. Dasselbe mit dem Platz. Da stöhnen Gemeinden und Kommunen über die hohen Flüchtlingszahlen. Kein Wunder, wenn man alle auf kleinem Raum zusammenpfercht, sieht es schnell überbevölkert aus. Auch hier haben die Politiker versagt. Aber das hat System.

Dass der größte Teil der „Flüchtlinge“ bei uns Vieles bewegt, stellt u.a. der Artikel Vorurteil widerlegt: Ausländer spülen Milliarden in deutsche Sozialkassen fest. Ich kann mir das gut vorstellen, denn wer sich auf den Weg in eine andere Umgebung und Kultur macht, hat Mut und Unternehmergeist. Aber vermutlich macht auch das schon wieder Jenen Angst, die sich eher nicht trauen, etwas zu unternehmen und lieber den Vater Staat in die Verantwortungsspur schicken möchten, hier was auch immer zu regulieren.

Das die Zeiten unruhiger werden und die Töne unversöhnlicher, das ist auch auf Facebook zu bemerken. Sieht also so aus, dass die neuen Generationen den Fehler der Alten zu wiederholen scheinen. Die Ausbeutung und Zerbombung der Dritten Welt (ich mag den Begriff ja nicht, aber da er nun mal so bekannt ist …) machts möglich. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt …

  1. Dezember 4, 2014 um 4:02 pm

    „Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt …“:

    Wenn es die ECHTE Hoffnung ist und kein Selbstbetrug, dann ist die Hoffnung das „Glimmen“ des „göttlichen Funikens“ in jedem Menschen, der uns den Impuls zu vermitteln trachtet, daß es ANDERS werden / sein kann / könnte.

    Nur wer diesem „Stern“ (in dunkler Nacht), diesem „Licht am Ende des Tunnels“ folgt, kommt dorthin, wo MEHR LICHT ist.

    Bei meiner Großmutter hing ein Spruch an der Wand:
    „Und wenn du denkst, es geht nicht(s) mehr,
    dann scheint von fern ein Lichtlein her.“

    Ich halte das seit einiger Zeit für eine der wichtigsten spirituellen Aussagen überhaupt.

    Dieses „Lichtlein“ ist die „Nullpunkt-Energie“, die (erst) dann wahrgenommen werden kann, wenn alles andere, weltliche, „Licht“ nicht mehr leuchtet.
    Menschen, bei denen „alle Lichter ausgegangen“ sind, die mental / emotional / körperlich / gesellschaftlich oder wie auch immer am „Nullpunkt“ sind, befinden sich am NÄCHSTEN am „Nullpunkt-Feld“ und haben die größte Chance / Wahrscheinlichkeit, die „Stimme“ dieses Feldes wahrzunehmen.

    Bekanntermaßen erleben Menschen die Erscheinungen des „Nullpunkt-Feldes“ – man kann auch „Geistige Welt“ oder „Jenseits“ sagen – in schweren Krisen. Insbesondere mir ist das klar, der ich mich seit 1994 im Umfeld von Menschen bewege, die mit psychischen Krisen / Störungen / Erkrankungen zu haben oder hatten. Es gibt kaum welche unter ihnen, die KEINE Phänomene dieser Art erlebt hätten. Und ungefähr die Hälfte aller Betroffenen räumt ein, daß die Phänomene („Visionen“, „Halluzinationen“, innere Bilder, Identifikationen, Eingebungen, Stimmen, usw.) RELIGIÖS / SPIRITUELL „getönt“ (gewesen) seien.

    Dies ist ein Bereich des menschlichen Lebens und Seins, der von der Gesellschaft und der Wissenschaft viel zu wenig beachtet wird. Viel mehr werden diese Dinge falsch gedeutet und aus Angst und Scham und evtl. Schuldgefühl – oder auch anderen negativen Gefühlen oder Denkhaltungen – verschwiegen. Zum großen SCHADEN der Gesellschaft und Menschheit.

    „Religiöses Erleben im Umfeld psychischer Krisen“

    von Wolfgang Heuer

    Vortrag am 9.12.2008 in der Uni-Klinik Eppendorf in Hamburg, in der Vorlesungsreihe „Anthropologische Psychiatrie“.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich danke Ihnen, dass Sie es auf sich genommen haben, hierher zu kommen um zu hören, was ich zu sagen habe. Ich werde mein bestes geben.

    Ich danke den Verantwortlichen der Vorlesungsreihe für die Einladung in diese sozusagen „Heiligen Hallen der Wissenschaft“, dass ich hier zu etwas sprechen darf, das mit den Mitteln der Wissenschaft, wie sie im Allgemeinen verstanden werden, nicht ausreichend oder angemessen erfasst, bewiesen oder erklärt werden kann.

    Das typische wissenschaftliche Weltbild, welches aus heutiger Sicht von René Descartes in der Hauptsache definiert wurde – deswegen auch „cartesianisches“ Weltbild genannt -, sieht so aus, dass unsere Welt aus Materie besteht, und dass der Geist – was immer damit gemeint ist – völlig getrennt davon existiert.

    Mit diesem Kunstgriff hat Descartes damals – gegen die Widerstände der Kirche – den Wissenschaftlern die Freiheit des Forschens abgerungen. Von da an gehörte die materielle Welt der Forschung und Wissenschaft und die geistige Welt der Kirche.

    Diese Teilung der Welt in Materie und Geist war damals kein völlig neuer Gedanke, sondern entsprach einer Entwicklung, die sowieso schon seit langer Zeit im Gange war. Die Erklärung von René Descartes entsprach dem damaligen Bedürfnis und war der Auslöser zu der nun auch offiziellen Regelung.

    Aus meiner Sicht ergibt sich daraus ein jahrhundertealter und bis heute bestehender Anspruch der Wissenschaft und – wie ich glaube: – einer Mehrheit der Wissenschaftler weltweit, unsere Welt allein auf der materiellen Ebene zu erklären – ohne Geist, ohne eine allem innewohnende schöpferische Kraft, ohne göttliches Bewußtsein, ohne universelle Energie oder Lebensenergie – oder wie immer auch Sie diese Seite des Seins nennen.

    Ich bin also kein Wissenschaftler in diesem Sinne, kein Psychiater, kein Arzt oder ähnliches, nicht einmal Theologe oder Psychotherapeut oder Zugehöriger eines anderen Berufsstandes, der sich mit dem Religiösen Erleben von Menschen oder mit psychischen Krisen befasst.

    Ich befasse mich nicht aus beruflichen Gründen mit diesem Thema, bin kein sogenannter „Profi“ – also Professioneller- , sondern gehöre – ganz im Gegenteil – zur Gruppe der Betroffenen, also zu denen, die Patienten oder Klienten der sogenannten Profis sind.

    Die Gründe bzw. Ursachen dafür, dass ich Betroffener bin, liegen m.E. in den traumatischen Erfahrungen meiner Kindheit und Jugend. Ein wichtiger konkreter Auslöser jedoch geschah 1987, als ich 40 Jahre alt war. Der plötzliche Selbstmord meines jüngsten Bruders schockte und überforderte mich und ich geriet selbst in eine schwere mentale Krise mit konkreten Selbstmordabsichten.

    Aber erst nachdem vier Jahre später auch der andere Bruder nach längerer Zeit der Depression Suizid beging, bekam ich Angst vor einem ähnlichen Schicksal und ich begann, nach dem Risikopotential dafür bei mir selbst zu suchen. Bei dieser Suche traf ich 1994 auf den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener und wurde Mitglied. Ende 1994 gehörte ich zu den Mitgründern des Hamburger Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener und lernte als aktives und Vorstandsmitglied in kurzer Zeit diese Szene kennen.

    Meine heutige Diagnose lautet seit 1997 „Depression“; ich nehme nicht nur regelmäßig Medikamente ein, sondern arbeite auch seit 15 Jahren daran, die tieferen Ursachen und Auslöser meiner Depression zu entdecken bzw. daran, Persönlichkeitsentwicklung nachzuholen, wo dieses mir notwendig erscheint und ich arbeite daran, meine wahren Bedürfnisse besser zu erkennen, anzuerkennen und zu befriedigen.

    Seit 1992 nenne ich diese Arbeit an mir selbst „Selbst-Entwicklung“.

    Das meint nicht nur die Entwicklung der Persönlichkeit im psychologischen Sinne, sondern auch, das spirituelle Selbst zu entdecken und an seiner Entwicklung zu arbeiten. Aus meiner Sicht gehört es zur Natur des Menschen, irgendwann seine zweite, nämlich geistige, Identität zu entdecken und diese nicht zu verleugnen, sondern zu bejahen und sich dorthin zu entwickeln, und mit Vorrang aus dieser zweiten und höheren Dimension des Seins zu leben.

    Daß diese zweite, geistige Identität des Menschen heute so wenig bekannt geschweige denn kulturell oder gesellschaftlich anerkannt ist oder ihre Entwicklung gefördert oder unterstützt wird, hat zu tun mit der Entwicklung der Zivilisation und der Entfremdung des Menschen von der Natur und wesentlich eben auch seiner inneren, vor allem geistigen Natur. Über diesen Mangel bin ich an mir selbst 1991 gestolpert und habe seitdem versucht, ihn zu beseitigen.

    Eine Vielzahl gesellschaftlich verbreiteter Probleme und Missstände, unter anderem eben auch die zum Teil dramatische Zunahme psychischer Störungen und Erkrankungen hat mit der Entfremdung des modernen Menschen im zivilisatorischen Prozeß zu tun.

    Hier tut sich ein großes Thema mit vielen interessanten und wichtigen Aspekten auf. Ich kann und will aber hier und heute darauf nicht weiter eingehen.

    Zurück zum religiösen Erleben:

    Ich denke, es ist auch hilfreich, einmal anzusprechen, was ich mit meinem Vortrag heute nicht meine. Ich meine nicht religiöses Erleben, das auf einer religiösen Erziehung oder auf einem bestimmten Glaubensbekenntnis und bestimmten Praktiken oder Ritualen beruht. Ich meine nicht etwa, ob und wie Menschen in psychischen Krisen ihre Beziehung zu Gott sehen oder erleben. Ich meine nicht, ob Menschen in psychischen oder Lebenskrisen sich von Gott gestützt oder gehalten sehen oder erleben. Es gibt Untersuchungen über unterschiedliche Heilungserfolge mit und ohne Gläubigkeit bzw. mit und ohne Beten oder andere religiöse oder spirituelle Praktiken.

    Mit meinem heutigen Vortrag meine ich Menschen, die mit oder auch völlig ohne religiöse Erziehung oder selbst gewähltes Glaubensbekenntnis plötzlich irgendwie spirituell oder religiös getönte Gedanken oder innere Bilder haben; die nicht durch eigene Leistung ins Bewusstsein gekommen sind, sondern wie – von „außen“ – eingegeben scheinen.

    Mit dem hier gemeinten religiösen Erleben ist nichts von dem gemeint, was wir denken oder fühlen, wenn wir religiöse Inhalte aufnehmen, aus der Kirche oder dem Gottesdienst, aus der Bibel oder anderen religiösen Schriften, sondern hier ist jenes Erleben gemeint, das ohne erkennbare äußere Einflüsse zu uns kommt – von wo auch immer, aus dem eigenen Inneren oder aus einem nicht näher definierten unsichtbaren Außen.

    Vor oder in psychischen Krisen – oder auch völlig unabhängig davon – treten Ideen, Gedanken, Gewißheiten oder Identifikationen religiösen Inhalts auf. Manche Menschen hören Stimmen, manche haben Visionen, manche haben plötzlich die Idee, sie seien Bruder von Jesus oder Braut Christi. Manche entdecken plötzlich, dass sie sich schon eine Weile mit religiösen Inhalten beschäftigen, ohne dass es eigentlich ihre bewusste Absicht war; andere erkennen plötzlich, dass sie etwas getan haben, was ebenfalls nicht ihre eigentliche Absicht war und können zunächst den tieferen Sinn solchen Tuns nicht erkennen, sich nicht erklären.

    Eine schon vorher vorhandene religiöse Erziehung oder Orientierung ist aber weder Ursache noch Hindernis für die Art von religiösem Erleben, das ich meine.

    Interessant fand ich die Aussage eines spirituellen Lehrers, des langjährigen maßgeblichen Vertreters der Unity-Lebensschule, Peter Wenzel, dass nach seiner Auffassung die – in diesem Falle: christliche – Religiosität nicht aus der Bibel stammt, sondern die Bibel stamme aus dem natürlichen von innen kommenden religiösen Erleben der Menschen. Er glaubt – und das glaube ich auch – selbst wenn man alle Bibeln und Aufzeichnungen biblischer Texte vernichten und selbst aus den Gedächtnissen der Menschen löschen würde, hätten wir dennoch schon nach relativ kurzer Zeit wieder etwas Vergleichbares. In der Bibel selbst heißt es sinngemäß: „Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre“. Womit die Bibel einräumt, dass es Gott ist, das göttliche Bewusstsein, dass sich im Menschen offenbart, das den Menschen diese Dinge eingibt.

    Ich räume ein, dass ich ebenso wie der von mir sehr geschätzte Peter Wenzel und andere den Unmut und Widerspruch – gelegentlich auch Widerstand – der Kirche oder Kirchen erregen, weil viele ihrer Vertreter die Dinge anders sehen und verstehen. Meine hier vertretene Auffassung erhebt aber keinen Anspruch darauf, die allein richtige zu sein. Jeder Mensch darf sein eigenes Weltbild – und eben auch Gottesbild und Gottesverständnis – haben. Wenn Gott Liebe ist, wie des dem christlichen Verständnis entspricht, und zwar bedingungslose Liebe, dann ist logischerweise jedem Menschen auch die absolute Freiheit eingeräumt, wie er sich und sein Leben versteht und verwendet und ob er an Gott glaubt oder nicht – oder was ihm sein Glaube bedeutet. Ich will nicht missionieren, ich will versuchen darzulegen, welche Ursachen, Zusammenhänge und Chancen für andere Menschen ich sehe und verstehe also meine Ausführungen als ein Angebot. Nehmen Sie sich davon, was Sie brauchen können oder auch nicht und tolerieren Sie bitte meine Erfahrungen, meine Schlussfolgerungen und Meinung. Vielen Dank.

    Über religiöses Erleben zu sprechen ohne ein Verständnis einer geistigen Dimension des Seins, die parallel zum materiellen Sein existiert, ist mir nicht möglich. Nicht mehr. Nicht nur meine eigene Wahrnehmung, mein Fühlen und Bewusstsein vermitteln mir den Eindruck, dass dieses Phänomen „religiöses Erleben“ ursächlich nicht aus meinem materiellen Sein stammt, sondern aus einer höheren Dimension des Seins – nämlich der geistig-energetischen Dimension, welche nach meinem Verständnis über meinen materiellen Körper hinausreicht und welches zudem mit dem geistig-energetischen Kontinuum, das mich umgibt, eine ebenso geistig-energetische Verbindung hat. Damit meine ich nicht nur die geistig-energetische Aura anderer Menschen, sondern ich meine eine Art Über-Bewußtsein oder Supra-Bewußtsein, zu dem nach meiner Vorstellung wir alle gehören und an dem wir alle teilhaben können – wenn wir wollen. Wir haben die Freiheit, uns davon als getrennt zu betrachten oder als damit verbunden.

    Im Laufe der Jahre seit 1994 in der Selbsthilfebewegung Psychiatrie-Erfahrener habe ich natürlich auch mit vielen anderen Betroffenen gesprochen, unter anderem auch vielen, die ein solches religiöses Erleben im Umfeld ihrer psychischen Krisen hatten. Bei manchen kam erst die Krise und dann ein irgendwie geartetes religiöses Erleben, bei manchen kam aber auch zuerst das religiöse Erleben und dann die Krise – möglicherweise, weil das religiöse Erleben so befremdlich und überfordernd erlebt wurde, dass es z.B. in eine Psychose führte oder zu der Idee, schwer psychisch krank zu sein und erst dann zur tatsächlichen Krise, Überforderung bzw. zu einer versuchten oder manchmal auch vollzogenen Selbsttötung.

    In den letzten Jahren habe ich verschiedentlich in meinen Selbsthilfegruppen die jeweils Anwesenden gefragt, wer von ihnen im Umfeld seiner Krise religiöses Erleben gehabt habe – und es meldeten sich immer etwa die Hälfte der Personen. Einer von ihnen bekannte selbst, dass er Atheist sei und sich über seine „Erlösergedanken“, wie er es nannte, sehr gewundert habe und dass sie ihm sehr befremdlich vorgekommen seien. Die meisten aber berichteten, dass man in der Behandlung nicht mit ihnen über diese Phänomene gesprochen hätte, geschweige denn eine sinnvolle bzw. hilfreiche Erklärung hätte geben können.

    Wer solche Dinge wie religiöses Erleben nicht deuten, nicht verstehen, nicht einordnen kann, verwirft sie möglicherweise als Wahn – als krankhaft und sinnlos. Betroffene, die es nicht verstehen, fühlen sich davon überfordert und reagieren extrem; Psychiater, die es nicht verstehen, diagnostizieren meistens kurzerhand „Schizophrenie“ bzw. „Psychose“ – als Antwort auf ein Phänomen, das sich ganz simpel erklären ließe wie Pubertät, Eintreten der Geschlechtsreife, wie Schwangerschaft oder Geburt. Das sind auch alles Signale, daß etwas neues beginnt oder in Vorbereitung ist. Und genauso ist es beim religiösen Erleben. Es ist ein Signal, ein Hinweis auf die zweite, die geistige Identität des Menschen.

    Da zeigt sich die spirituelle und kulturelle Verarmung der zivilisierten Gesellschaft, in der sich die meisten Menschen nicht mehr als Teil des göttlichen Ganzen erkennen. Denn darum geht es meistens in religiösen Ideen wie z.B. der Vorstellung: „ICH BIN JESUS“ oder „Ich bin (der) Erlöser“ oder „Ich bin GOTT“, oder ähnlich.

    Diese „spirituelle Dimension“ von uns zeigt sich nach meinen Erkenntnissen nur in Situationen, da wir der (Alltags-)„Normalität“ weitgehend entrücken – entweder nach „oben“, wo wir vor Freude und Glück und voller Liebe und Lebensenergie uns mit dem Universum eins fühlen, oder nach „unten“, in Psychose oder Depression oder Suizidalität, wo das Leben am Ende scheint. Da aber meldet sich die göttliche Dimension in uns, entweder mit hörbarer Stimme oder als Vision oder innere Gewißheit, daß nicht alles zu Ende ist, daß wir noch ganz andere Möglichkeiten haben – weil wir jetzt erfahren, daß wir nicht nur menschlich-körperlich und sterblich, sondern auch geistig-göttlich sind.

    Bereits aus meiner Kindheit kenne ich einen Spruch den ich seit einigen Jahren auf diese Situation beziehen kann. Er lautet: „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, scheint von fern ein Lichtlein her“

    Manche Menschen empfinden religiöses Erleben im Sinne von „mystisches Erlebnis“ sehr erhebend, befreiend, erlösend, beglückend – und sprechen evtl. von „Erleuchtung“. Diejenigen, die es nicht verstehen, nicht einordnen, nicht annehmen können – und evtl. davon überfordert sind, halten sich möglicherweise nun für verrückt und begehen Selbstmord oder landen als „psychisch krank“ bzw. „psychotisch“ in der Psychiatrie und werden dort von meist in dieser Hinsicht unverständigen Psychiatern nicht angemessen aufgeklärt, sondern unangemessen behandelt.

    Zum Verdeutlichen und besseren Verständnis möchte ich an dieser Stelle versuchen, Sie nacheinander in zwei verschiedene Situationen und Stimmungen zu führen, in denen man „Religiöses Erleben“ erfahren kann.

    Die erste Situation:

    Stellen Sie sich bitte vor, Sie haben sich voll Begeisterung für ein Seminar angemeldet – zu einem Thema, das Ihnen viel bedeutet; Sie sind voller Vorfreude zum Veranstaltungsort gefahren – in eine sehr schöne Gegend. Sie treffen dort mit netten, aufgeschlossenen Menschen zusammen, Sie fühlen sich wohl, sprechen über interessante Dinge, haben wichtige neue Erkenntnisse – es geht Ihnen so gut, Sie fühlen sich großartig, könnten die ganze Welt umarmen. Bei einem Spaziergang in der herrlichen Natur dort fühlen Sie sich beschenkt und dankbar und eins mit der ganzen Schöpfung; Sie setzen sich nieder und genießen dieses schöne Gefühl, ihr Bewußtsein weitet sich – und Sie haben plötzlich die Erkenntnis: ICH BIN diese Natur, ICH BIN ein integraler Bestandteil dieser Schöpfung, ICH BIN dieses schöpferische, universelle Bewusstsein, ICH BIN Bestandteil von dem, was ich als GOTT verstehe und von dem ich mich bis jetzt eigentlich immer als getrennt empfunden und verstanden habe. Sie erkennen in diesem Augenblick: „Auch ich bin Gott“.

    Was halten Sie davon? Wie gehen Sie mit dieser Erkenntnis um? Ist das okay für Sie? Können Sie das verstehen, akzeptieren? Oder ist das für Sie sogar selbstverständlich? Wußten Sie schon vorher, dass Sie Gott sind? Oder ist diese Vorstellung neu für Sie? Finden Sie die Idee befremdlich? Würden Sie Ihren Freunden davon erzählen? Oder lieber nicht? Was könnten Ihre Freunde denken? Dass Sie verrückt geworden sind? Oder würden Sie selbst an Ihrem Verstand zweifeln? Was denken Sie, wo Sie Aufklärung bzw. Hilfe bekommen? Bei Ihrem Hausarzt, einem Psychiater, bei einem Pastor oder wo sonst?

    Viele Menschen zweifeln an ihrer Wahrnehmung bzw. an ihrem Verstand, wenn sie solche Dinge erleben, solche oder ähnliche Erkenntnisse haben; denn in unserer Kultur – und ähnlich in der ganzen weltweiten zivilisierten Gesellschaft – ist das Bewußtsein, dass der Mensch gleichzeitig Geschöpf und Schöpferkraft ist, nicht sehr weit verbreitet – und in unserem Kulturkreis zu einem wesentlichen Teil deswegen, weil es verloren gegangen ist – nachdem es schon einmal vorhanden war.

    Aber gar nicht wenige Menschen haben auch heutzutage noch solche Erkenntnisse, die da z.B. lauten ICH BIN GOTT oder ICH BIN CHRISTUS oder ICH BIN BRUDER VON JESUS oder anderes.

    Manche Menschen fühlen sich von solchen Erkenntnissen überfordert, können solche Vorstellungen nicht verstehen, nicht einordnen, nicht annehmen – und glauben, verrückt zu sein oder werden tatsächlich verrückt; finden gedanklich, mental, keine befriedigende Lösung, mögen sich damit niemand anvertrauen, drehen durch, denken nicht mehr logisch, nicht mehr rational, handeln nicht mehr vernünftig – entweder aus ihrer eigenen Sicht – oder auch aus der Sicht anderer Menschen. Manche dieser Menschen landen beim Psychiater, beim Facharzt für psychische Erkrankungen, und bekommen dort evtl. die Diagnose „Psychose“ – oder etwas spezieller: „Schizophrenie“. Psychiater halten das für eine recht schwere psychische Störung bzw. Erkrankung. Meistens gibt man den Menschen mit solcher Erkrankung Medikamente, die zum Teil sehr unangenehme Nebenwirkungen haben, die aber zudem das Risiko von schwerwiegenden Spätfolgen mit sich bringen: Neuroleptika.

    Solche Abläufe sind mir nicht nur von anderen Betroffenen berichtet worden, sondern ich bekam persönlich auch den Bericht eines akademisch ausgebildeten Soziologen, der einen jungen Menschen aus seinem persönlichen Umfeld wegen solcher religiösen Ideen zu einem Psychiater begleitet hat. Dieser junge Mann war vor diesem Besuch ganz ruhig und wollte eigentlich nur zum klärenden Gespräch, also auf der Suche nach erklärenden Informationen, den Psychiater aufsuchen. Was aber geschah: Der Psychiater verfügte NICHT über das entsprechende Wissen, die auftretenden Phänomene richtig zu erklären, sondern erkannte entsprechend seinem Diagnoseschlüssel auf „religiösen Wahn“ und entsprechend ordnete er dies einer Störung aus dem schizophrenen Formenkreis zu. Aus meiner Sicht eindeutig eine Fehldiagnose bzw. Fehlbehandlung.

    Es steht zu vermuten, dass die große Mehrheit der Psychiater so oder ähnlich reagieren – zum großen Nachteil vieler Menschen; sehr entscheidend oft für den ganzen weiteren Lebensweg dieser Betroffenen.

    Das müßte nicht sein, wenn die Betroffenen mit ihrem Problem mit jemand in Kontakt gebracht würden, der ihnen erklären würde, daß es sich bei ihrem Erleben bzw. Erkenntnissen um ganz natürliche Vorgänge, um einen bisher nur verborgenen Teil der Wirklichkeit handelt, der ihnen bisher nicht bekannt war – worüber sie auch früher niemand aufgeklärt hat.

    Es gibt auch einen ganz anderen Zugangsweg zum religiösen Erleben im Zusammenhang mit Psychosen – oder mit Depression.

    Dazu nun die zweite Situation:

    Stellen Sie sich einen Menschen vor, der schon in der Kindheit lernen mußte, seine Gefühle zu unterdrücken, der seine Bedürfnisse zurückstellen mußte, der nicht geliebt wurde oder sich nicht geliebt fühlte; der sich ein Minimum an Anerkennung oder Zuwendung mit Leistung erkaufen mußte, der einen Minderwertigkeitskomplex entwickelte und immer Angst hatte, etwas falsch zu machen und von anderen Menschen abgelehnt zu werden; der sich zum Perfektionisten und Workaholic, zum Arbeitssüchtigen, entwickelte.

    Im Alter von 40 Jahren bricht er unter der Last der ständigen Überforderung zusammen, findet sein Leben völlig unbefriedigend und glücklos und beschließt, Selbstmord zu machen. Sein Lebenswille kommt zum Erliegen. Er gibt auf. Er will nichts mehr. Nur noch sterben, nur noch weg aus dieser quälenden Welt. In diesem Augenblick hört er eine Stimme, die sagt:

    „Nein, bleib noch da, du hast noch was zu tun!“

    Wessen Stimme mag das sein? Sie hört sich für diesen Menschen an wie die Stimme seines Bruders, der vor zwei Tagen Selbstmord begangen hatte. Ist es wirklich er – oder sein Geist, der aus dem Jenseits spricht? Oder ist es die Stimme des eigenen Unbewußten? Die Stimme der eigenen Seele? Die Stimme Gottes in mir? Wer könnte wissen, was ich, der Lebensmüde, der Selbstmordkandidat, der nichts mehr will – außer sterben – in diesem Leben noch zu tun habe? Eigentlich nur Gott – oder? Ja, ist denn Gott in mir? Oder bin ich es am Ende selbst? Ist jeder Gott? Ist alles Gott?

    Mystiker – also Menschen, die mystische Erfahrungen gemacht haben – wußten immer und wissen auch heute, daß jeder Mensch auch und vor allem geistiges und göttliches Wesen – also auch Gott – ist. In der Bibel steht es auch – so sagt z.B. Jesus dort: „Haben eure Väter euch nicht gesagt, daß ihr Götter seid?“ Oder in einem der ältesten Bücher der Bibel, ich glaube es ist Amos – die Aussage: „Kein Mensch bin ich, sondern ein Gott – heilig in meiner Mitte“.

    In der Bibel steht gleichfalls geschrieben, es sei im Menschen prinzipiell angelegt, dass er sich als Teil von Gott, als Kind Gottes, als von göttlicher Energie beseelt, damit angefüllt und davon durchströmt, erkennen kann. Man nennt dieses Ereignis auch die zweite Geburt, die geistige Geburt, die Geburt des göttlichen Bewußtseins bzw. des Christusbewußtseins in uns. Christen feiern dieses Ereignis, die geistige Geburt, als – Weihnachten.

    Die Weihnachtsgeschichte, wie sie in der Bibel steht, die Geburt von Jesus im Stall in Bethlehem ist Symbol für die Geburt des Christusbewußtseins in uns und Symbol für unsere innere Wandlung vom nur körperbewußten Menschen zum auch geistbewußten Menschen. Symbol dafür, daß wir nicht nur materielles, sterbliches Wesen sind, sondern daß wir eine zweite, wichtigere Identität haben, die geistiger Art, energetischer Natur ist; die manche Menschen das Selbst oder die Seele nennen und für unsterblich halten.

    Erfahrungen von religiösem Erleben vor oder in Psychosen oder bei Depression oder Selbstmordabsicht – oder wann auch immer – müssen kein Wahn sein, sondern sind in vielen Fällen ein ganz natürlicher Vorgang im Menschen – wie Schwangerschaft, Geburt, Pubertät, wie Geburt und Tod.

    Wie vieles andere im Leben auch, sind diese Dinge mit Veränderung verbunden, sie sind nicht immer leicht, bringen große Herausforderungen, Unbequemlichkeit oder Schmerzen mit sich – und die Notwendigkeit des Umdenkens, des Lernens, des Loslassens von altem und des Annehmens von neuem, vor allem dem Annehmen eines neuen Bewußtseins. Bisher lebte ich in dem Bewußtsein, daß ich ein Körper bin; jetzt lebe ich in dem Bewußtsein, daß ich einen Körper habe, aber in meiner tieferen Wirklichkeit eine Seele, ein Selbst, bin – ich habe ein neues, höherdimensionales Bewußtsein: Echtes Selbst-Bewußtsein.

    Vielleicht helfen Ihnen konkrete Beispiele, besser zu verstehen, was einerseits innerlich erlebt wird und wie solches Erleben andererseits gedeutet werden kann:

    Ich fange mit einem eigenen Beispiel an: Am Tag nach der Nachricht vom Selbstmord meines jüngsten Bruders konnte ich das Gedankenkarussell in meinem Kopf nicht länger ertragen, ich verließ vormittags meine Arbeit und machte mich auf den Weg nach Hause. Ich war so verzweifelt, dass ich konkret an Selbstmord dachte. Nach einigen 100 Metern hörte ich die Stimme meines zwei Tage zuvor verstorbenen Bruders, die sagte: „Komm doch auch hierher“ – was ich zunächst als eine Bestätigung meiner Absicht zum Selbstmord verstand und damit ins sogenannte „Jenseits“ zu wechseln. Kurz danach hörte ich jedoch seine Stimme ein zweites Mal – mit den Worten: „Nein, bleib noch da, du hast noch was zu tun“. Und wie Sie sehen: Ich blieb! Und getan habe ich auch einiges…

    Heute, nach einiger Weiterentwicklung meines Bewusstseins, insbesondere spirituellen Bewusstseins, kann ich seine Worte anders – und besser – deuten. Ich kann seine Worte verstehen als eine Aufforderung, dem Reich Gottes, der geistigen Welt, zuzustreben – und das nicht durch einen Selbstmord zu bewerkstelligen, sondern durch spirituelle Entwicklung.

    Ähnliche Missverständnisse gibt es ganz zweifellos auch bei vielen anderen Betroffenen mit ihren Eingebungen, Visionen, Identifikationen oder anderen Phänomenen. Ich hörte von einem jungen Mann, der die Vorstellung hatte, er selbst wäre Jesus oder Christus und seine Mutter wäre der Teufel. Nach seiner Vorstellung war es die Aufgabe des Christus, den Teufel zu bekämpfen, und das war Impuls für ihn, mit einer Waffe auf seine Mutter loszugehen.

    Warum konnte er die Symbolik dieser Vorstellung nicht erkennen, nicht verstehen? Weil der typische normale Mensch der heutigen zivilisierten Gesellschaft unter der Dominanz der Fähigkeiten der linken Gehirnhälfte und vor allem des rationalen und außenweltbezogenen Denkens, steht, während die Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte vernachlässigt bis verkümmert sind. Folglich konnte dieser junge Mensch seine Vorstellung nur rational-materiell-außenweltbezogen interpretieren und entsprechend handeln. Hätte er es aber symbolisch verstanden, hätte ihm klar werden können, dass es wahrscheinlich um die gegensätzlichen Interessen in ihm selbst ging, in seinem Bewusstsein, und dass es nicht des Angriffs auf die Mutter bedurfte, sondern evtl. nur einer Klärung in ihm selbst und möglicherweise einer Entscheidung gegen die Erwartungen oder Vorstellungen seiner Mutter.

    Ein weiteres konkretes Beispiel ist die Aussage von Dorothea Buck; sie hatte in ihrer ersten psychotischen Episode die Vorstellung, „Braut Christi“ zu sein. Da ihr Vater Pastor war, fragte sie ihn nach der Bedeutung dieses Begriffs und er fand in der Konkordanz die Erklärung, dass damit die Gemeinde gemeint sei. Das hilft meiner Meinung nach nicht viel weiter. Eine andere Erklärung jedoch könnte einem Menschen, der solches denkt, hier insbesondere einer Frau, weiterhelfen:

    Wie lautet die Definition für eine Braut? Das ist eine Frau, die einem Mann versprochen ist, aber noch nicht mit ihm verheiratet, noch nicht fest mit ihm verbunden.

    Wie lautet die Definition für Christus oder Christi:

    Das ist Symbolname für das göttliche Bewusstsein im Menschen, das Christus-Bewußtsein, das Bewusstsein eines Menschen, der sich seiner göttlich-geistigen Identität bewusst ist.

    „Braut Christi“ würde ich entsprechend so erklären: Wer diese Bezeichnung auf sich anwendet, ist der Verbindung mit dem göttlichen Bewusstsein, dem Christus-Bewußtsein, versprochen, aber jetzt noch nicht fest verbunden.

    Weitere Beispiele:

    Die Vorstellung eines jungen Mannes einige Zeit vor Weihnachten, der Weihnachtsmann käme am 24.12. um Mitternacht mit seinem Schlitten und fährt mit dem jungen Mann im Schlitten in den Himmel. Diese Vorstellung schien dem jungen Mann so stark, so real, dass er absolut überzeugt war, das würde im realen Leben tatsächlich so stattfinden. Entsprechend groß war die Enttäuschung und der Verlust an Gottvertrauen, als diese Vision sich nicht so ereignete. Dieser junge Mann brauchte ein paar Jahre, um jetzt zu erkennen, dass diese Vision sich nicht in dieser Weise auf seine reale Außenwelt, sondern auf seine geistige Innenwelt, auf seine geistige bzw. Bewusstseinsentwicklung bezog. Jetzt ist dieser junge Mann auf dem Weg in den Himmel, aber auf eine ganz andere Weise, als – symbolisch – in seiner Vision erlebt. Er ist dabei, sich selbst und die Welt zu verstehen und seine Angst oder Ängste zu überwinden und erlebt gelegentlich Bewusstseinszustände, die er als himmlisch, paradiesisch bewerten kann.

    Abgesehen von solchen konkreten Beispielen strotzt die Literatur aller Zeiten und Kulturen von Geschichten, Sagen, Märchen und Legenden, die auf der realen, außenweltbezogenen Ebene und rational verstanden werden können; die jedoch das Potential einer weiteren, nämlich symbolischen Dimension in sich tragen, die sich nur demjenigen öffnet, der für diese Symbolik offen ist – entweder unbewusst oder auch bewusst.

    Übrigens: das Wort Legende: Wissen Sie, was das heißt? Sie finden es auch auf vielen Landkarten und dort steht dieses Wort bei der Erklärung der Zeichen, die in dieser Karte verwendet werden, die Symbole. Legende ist also eine Aufführung oder Darstellung von bzw. mit Symbolen.

    Insbesondere Kinder – weil sie noch natürlich offen sind dafür und noch nicht einseitig intellekt-dominiert – schöpfen aus Märchen oder Sagen unbewusst viel für ihre Entwicklung und Zukunft. Aber auch für reifere Erwachsene halten solche Geschichten interessante Dinge und wichtige Erkenntnisse bereit.

    In dem Märchen Hänsel und Gretel mag man vordergründig die Ermutigung sehen, Geschwistern in der Not beizustehen. Wobei die Praxis, eine Hexe einfach in den Ofen zu schubsen, mit heutigem Verständnis von Menschenrechten im Widerspruch steht. Aber darum geht es eben in Symbolgeschichten nicht. Es geht um Dinge, die im Bewusstsein stattfinden, nicht in der äußeren materiellen Welt. Wenn man bereit ist, das anzuerkennen, kann man solche Geschichten in ihrer größeren Tiefe erkennen und zum Beispiel auch, dass Hänsel und Gretel zwei Aspekte derselben Person sein können – z.B. das typisch weibliche, die Liebe, und das typisch männliche.

    Ich erkenne z.B. in dem Knusperhäuschen mit seinen süßen und leckeren Bestandteilen die Verführungen der modernen Zivilisationsgesellschaft. Für mich symbolisiert die hässliche böse Hexe das hässliche oder böse Bewusstsein, das dahinter steht.

    Wissen Sie oder können Sie erkennen, was die Brotkrumen symbolisieren, die Hänsel und Gretel auf dem Weg von zu hause weg, hin zu dem Hexenhaus, ausgestreut haben?

    Oder schauen wir auf die Nibelungen:

    Was symbolisiert Siegfried, der in der Geschichte der Nibelungen gegen den Lindwurm in den Kampf zieht und siegt?

    Oder schauen wir nach Griechenland:

    Was symbolisiert der Augiasstall, den Herkules in der griechischen Sage ausmistet?

    Oder schauen wir in die Bibel:

    Was symbolisiert der Kranke am Bethesdateich, und was symbolisiert Jesus in dieser Geschichte?

    Was symbolisiert das Boot und die 12 Jünger auf dem See Genezareth, und was der Jesus, der in dieser Geschichte übers Wasser geht?

    Ich könnte hier noch Stunden über die weise Symbolik von Märchen, Sagen, Bibelgeschichten und ähnlichem berichten. Aber das ist nicht der wichtigste Aspekt meines heutigen Vortrags. Das wichtigste ist mir, dass unsere Profis in der psychiatrischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung wieder lernen, die Inhalte von religiösem Erleben, von Psychosen oder wie immer wir diese Dinge nennen wollen, achtsam und wertschätzend zu behandeln, nicht zu entwerten, nicht zu verdammen oder zu ignorieren, sondern rat- und hilfesuchenden Menschen angemessen zu begegnen.

    Wir befinden uns hier in einer Institution der ärztlichen und therapeutischen Versorgung, in einer psychiatrischen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Und deswegen muß ich natürlich auch darauf zu sprechen kommen, wie nach meiner Vorstellung eigentlich und hoffentlich in der Zukunft mehr und besser mit solchen Phänomenen, wie ich sie hier heute anspreche, umgegangen werden sollte.

    Religiöses Erleben sollte in psychiatrischer Praxis nicht so schnell als Symptom einer psychischen Störung oder Erkrankung eingestuft werden. Dafür wäre natürlich erforderlich, dass Psychiater in ihrer Ausbildung das notwendige Wissen vermittelt bekommen über diese Phänomene und ihre Herkunft und Bedeutung. Mit Bedeutung meine ich nicht allein, dass man diese Phänomene nicht als Krankheitssymptome deuten sollte, sondern ich meine den ebenso wichtigen Aspekt, dass es auch eine dem religiösen oder auch psychotischen Erleben innewohnende Symbolik gibt, die in psychotherapeutischer Behandlung in Kooperation mit dem Klienten gedeutet werden kann – um daraus einen therapeutischen Nutzen zu ziehen. Das heißt aus meiner Sicht: Der Betroffene kann evtl. wichtige Dinge für sich und sein Leben aus diesem Erleben erkennen und sie für seine Persönlichkeitsentwicklung bzw. Selbst-Entwicklung nutzen.

    Die Mitgründerin und heutige Ehrenvorsitzende des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener, Dorothea Buck, hat seit vielen Jahren, seit sie selbst die Bedeutung ihrer Psychose erkannt hatte, über diese Möglichkeit gesprochen, aus dem Verstehen der eigenen Psychose bzw. der Inhalte der Psychose, Material für die Heilung zu schöpfen. Dorothea Buck hat selbst bekundet, dass sie nach 5 psychotischen Episoden im Laufe von 26 Jahren verstanden hatte, was ihr die Psychose sagen wollte. Nachdem sie nach 1959, nach dem 5. Schub, genau das befolgte, blieb sie bis heute symptomfrei, ist jetzt 91 Jahre alt, geistig „fit wie ein Turnschuh“ und hat in den letzten Jahrzehnten so viel im Bereich Psychiatrie im Sinne und zum Nutzen der Betroffenen bewegt, dass sie innerhalb der letzten zehn Jahre zweimal mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

    Sie war es, Dorothea Buck, die mir verschiedene Dinge auch im Bereich des religiösen Erlebens vermittelt hat, nicht zuletzt auch durch ihren eigenen Zeitschriftenbeitrag über dieses Thema sowie Hinweise auf die relativ wenigen sonstigen Veröffentlichungen zu diesem Thema. So weit ich weiß, gibt es einen Artikel von Renate Schernus zu diesem Thema sowie ein Heft von Pro Mente Sana mit dem Schwerpunkt-Thema Religiöses Erleben. Die wichtigste Quelle von Schilderungen jedoch fand ich in dem Buch „Sein wie Gott. Aspekte des Religiösen im schizophrenen Erleben und Denken“ von Dr. Ronald Mundhenk. Erschienen im PARANUS-Verlag; Neumünster. Es ist die Veröffentlichung seiner Doktorarbeit. Und Dr. Mundhenk ist nicht etwa Psychiater, sondern Theologe und Seelsorger in der psychiatrischen Klinik in Heiligenhafen.

    Von Dorothea Buck habe ich auch die Hinweise auf die interessanten Ausführungen zu dieser Thematik von C.G. Jung. Der Titel lautet: „Symbole der Wandlung“. Die Ähnlichkeiten von Träumen und Psychose-Inhalten – möglicherweise auch religiöses Erleben – sind unverkennbar. Und wenn Träume gedeutet werden und Nutzen aus ihnen geschöpft werden kann – warum sollte man es bei Psychosen oder dem religiösen Erleben unterlassen?

    Allerdings glaube ich nicht, dass das Deuten von Psychose-Inhalten oder religiösem Erleben stur nach Handbuch und aufgelisteten Begriffen vorgenommen werden darf. Es gibt viele Traumdeutungsbücher. Aber man sollte erkennen, dass es neben einigen typischen und bei vielen Menschen wiederkehrenden Symbolfiguren auch etliche ganz individuelle, persönliche gibt. Die Deutung muß daher letztlich dem Betroffenen, dem Erlebenden, überlassen bleiben. Es wäre nicht nur nicht hilfreich, sondern wahrscheinlich kontraproduktiv, wenn ein Therapeut einem Klienten die Bedeutung eines Symbols einreden oder überstülpen würde.

    Was mir beim Verständnis dieser Phänomene gleichfalls geholfen hat, war Literatur aus dem Umfeld der Transpersonalen Psychologie – also eine Richtung der Psychologie, die sich beschäftigt mit Dingen oder Aspekten, die über das persönliche hinausgehen. Aus dieser Richtung habe ich eine Aussage vernommen, die sich mir schon vor etwa zehn Jahren eingeprägt hat: „Jede Psychose ist auch eine spirituelle Krise – aber nicht jede spirituelle Krise ist eine Psychose“.

    Es gibt also auch Vertreter helfender Berufe – Psychotherapeuten und eventuell andere – die sich mit einem besseren, angemesseneren und zutreffenderen Verständnis diesen Phänomenen annähern und die Ratsuchenden anders informieren, begleiten und stärken können, als der von mir in dem konkreten Beispiel erwähnte Psychiater.

    Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an Worte von Professor Naber, dem Chef dieses Hauses. Einmal war es glaube ich bei der Tagung „Die subjektive Seite der Schizophrenie“, ein weiteres Mal möglicherweise auch hier in diesem Hause. Prof. Naber sagte, er möchte vermeiden, dass Betroffene zu den „Gurus“ gingen. Mir ist nicht ganz klar, was er damit gemeint hat: Ob er Therapeuten meinte, die eine irgendwie spirituelle Orientierung haben oder ob er Geistheiler meinte. Egal: Ich bin jedenfalls sehr dafür, dass auch die regelversorgende Psychiatrie den Bedürfnissen der Menschen, die zu ihnen kommt und Rat oder Hilfe sucht, angemessen gerecht wird. Ganz im Sinne der seit einigen Jahren populär gewordenen Bedürfnisangepassten Behandlung. Englisch: Need Adapted Treatment.

    Und dazu würde eben auch gehören, dass das Personal in Kliniken ebenso wie die niedergelassenen Psychiater und Psychotherapeuten über diese Phänomene wie religiöses Erleben, angemessen informiert sind und Rat und Hilfestellung geben können – und nicht sofort die schlimmen Diagnosen und nicht die ähnlich schlimmen Medikamente; wenn es irgendwie anders geht.

    Jeder möge die Veröffentlichungen von Volkmar Aderhold lesen über seine tiefschürfenden Erkundungen und Erkenntnisse über Neuroleptika und Praxis der medikamentösen Therapie. Vor allem jeder Psychiater sollte sich das vor Augen halten und beherzigen.

    Ich hoffe, ich konnte mit diesen wenigen Andeutungen Ihr Interesse wecken, vielleicht Ihr Verständnis fördern; vielleicht haben Sie selbst schon eine solche oder ähnliche religiöse Erfahrung gemacht und haben bisher geglaubt, daß das alles nur Hirngespinst war. Vielleicht begegnen Sie irgendwann einem Menschen, der zu erkennen gibt, daß er eine solche oder ähnliche religiöse Erfahrung gerade macht oder gemacht hat und der darüber beunruhigt bzw. verunsichert ist. Beruhigen Sie ihn und sagen Sie ihm, daß er gerade ein Wunder erlebt. Das Wunder seiner zweiten, seiner geistigen, Geburt.

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

    Literaturhinweise:
    Sophie Zerchin: „Auf der Spur des Morgensterns – Psychose als Selbstfindung“
    Ronald Mundhenk: „Sein wie Gott“
    Beide im PARANUS Verlag der BRÜCKE Neumünster.

    • Dezember 4, 2014 um 6:12 pm

      @heureka47,

      Ihre Großmütterliche Interpretationsweise ala Meister Eckhardt & Co., bitte sehr.

      Kennen Sie die Bibel? Ich meinte sie hätten davon schoneinmal gehört, Ihre Großmutter (Mütterlicher oder Väterlicher seits?, egal) doch auch?

      also denn

      Ihr „Sprüchlein“, ist „leitet“ sich von 1.Korinther 13:12 ab

      Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich’s stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. (Lutherbibel)

      und steht zwischen Vers 11 und Vers 13 (logisch oder ?) IM Zusammenhang und insbesonder geht einem das andere VORAUS

      (11)
      Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war.

      (12)
      Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich’s stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.

      (13)
      Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

      Verstehen ist nicht gleich Verstand, @heureka47 und sich des Verstandes entledigen zu wollen, führt eher zwangsläufig zum Zwanghaften.

      Meine Zwanghaftigkeit sieht eher so aus 😉

      • Dezember 4, 2014 um 8:09 pm

        Lieber boeserbub;

        Ihren Kommentar, der an mich „adressiert“ war, habe ich gelesen.

        Immer an guter Kommunikation interessiert verbleibe ich

        mit freundlichen Grüßen:

        Wolfgang H.

        • Dezember 4, 2014 um 8:26 pm

          also @heureka47,

          dann interessieren Sie sich mal für folgendes

          Bezugnehmend auf den obigen „Korinther“ wie folgt:

          (13)
          Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

          Nach (11) und (12)

          kommt (13)

          Nun aber bleibt (noch) Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei (als Illusion/Täuschung) zu durch-schauen

          aber die Liebe ist die grösste unter ihnen.

          die grösste, weil am schwierigsten zu durchschauen.

  2. Dezember 4, 2014 um 4:13 pm

    „Angst essen schon wieder Seele auf …“:

    Seele ist universelle Energie, Lebens-Energie.

    Und Angst ist der ZWEIFEL an dieser Kraft, die VERNEINUNG der Kraft.
    Angst ist der GLAUBE an die Macht des „Bösen“.

    „Wie der Mensch denkt in seinem HERZEN, so (SO) IST er.“

    Wer der Angst mehr Macht zubilligt / einräumt / unterstellt, als der universellen Energie (Liebe, Lebens-Energie, Od-Kraft, Odem, Gott-Kraft, usw.), der erlebt sich und sein Leben subjektiv so, als sei die Angst die größere Macht.

    Denn es gilt das universelle Gesetz:

    „Dir geschehe nach deinem Glauben.“

    Angst ist der „Antichrist“.

    Angst erzeugt „Enge“, Spannung / VER-Spannung und hindert die Lebens-Energie / Liebe am Fließen und Wirken.

    Vor allem aber – was kaum jemand weiß – auch die UNBEWUSSTE, VERDRÄNGTE, UNTERSCHWELLIGE Angst „frißt“ Lebens-Energie – und das macht früher oder später KRANK.
    „krank“ ist ein sehr altes Wort und bedeutet so viel wie „MANGEL AN LEBENS-ENERGIE“.

    Wer also WAHRHAFT leben will; glücklich und gesund leben will, muß (die) Angst besiegen – und damit das UR-Vertrauen zum Leben / Sein – wieder – herstellen.

    Wie das geht, habe ich im Text „Wahre Heilung“ auf http://www.Seelen-Oeffner.de beschrieben.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer

  3. Dezember 4, 2014 um 6:28 pm

    Diese „Angst“ der Deutschen ist nicht ganz unberechtigt, denn wenn man die „Gutmensch“-Brille mal zur Seite legt, dann sieht es ja wohl eher so aus:

    http://journalistenwatch.com/cms/2014/10/21/ihr-kinderlein-kommet-zuwanderungswahnsinn-made-in-germany/

    Und bei der Bertelsmann-Studie handelt es sich vermutlich um reine Propaganda.

    http://www.wir-zeitung.com/?p=121180

    Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen diese Menschen, mir persönlich sind die schlicht egal, und ich will jetzt auch nicht alle über einen Kamm scheren, aber ich lebe nun mal in Berlin und sehe massenweise, welche Art „Flüchtlinge“ hier so rumläuft und bei den meisten frage ich mich schon, welche „Vorteile“ die Deutschland bringen sollen…

    Man muss einfach mal die Realität sehen und kapieren, dass diese Unterwanderung Deutschlands und die Vermischung von Kulturen, die einfach nicht kompatibel sind, geplant und gewollt sind. Warum, darüber lässt sich spekulieren…

    P.S.

    Vielleicht sollte ich meine Mitgliedschaft beim Bertelsmann-Club doch endlich mal kündigen…

    • Dezember 4, 2014 um 6:41 pm

      völlig falsch verstanden @Luna,

      DAS sind aufgeklärte Weltbürger !! (siehe mein gestriges Zitat)

      „Und diese Zeitgenossen wollen aber gar keine Deutschen mehr, sondern nur noch aufgeklärte Weltbürger da, wo mal Deutschland war.“

      „Warum, darüber lässt sich spekulieren…“

      nö, ganz klar.

      Als Maßstab dessen, nehmen sich ja dieselbigen.

      Aufgeklärte Weltbürger unter aufgeklärten Weltbürgern.

      • Dezember 4, 2014 um 7:19 pm

        P.S.
        Vielleicht sollte ich meine Mitgliedschaft beim Bertelsmann-Club doch endlich mal kündigen…

        zack zack

        https://www.aboalarm.de/kuendigungsschreiben/mitgliedschaft/bertelsmann-club-kuendigen

      • Dezember 4, 2014 um 7:26 pm

        @ Böser Bub

        Ach so, Du meinst, die (68er bzw. Politiker) sehen sich als „aufgeklärte Weltbürger“ und haben entschieden, dass alle Deutschen jetzt keine Deutschen mehr sind, sondern ebenfalls „aufgeklärte Weltbürger“?

        Und die Ausländer sind dementsprechend auch keine Ausländer mehr, sondern auch „aufgeklärte Weltbürger“? (Das werden die aber anders sehen…)

        Hm, das gibt dem Ganzen noch eine etwas andere Perspektive…

        P.S.

        Danke für das Formular… 🙂

        • Dezember 4, 2014 um 7:35 pm

          Ein paar der „aufgeklärten Weltbürger“.

          http://michael-mannheimer.net/2014/12/03/eine-gruenenpolitikerin-zeigt-gefuehle-aber-nicht-mit-deutschen/

          Ist diese Frau nicht liebenswert?

          • Dezember 4, 2014 um 7:55 pm

            😉

            „Urlaub zu Hause“

            In der Türkei hat sie doch auch ihre Freunde

            Das Bild kommt mir bekannt vor

          • Dezember 4, 2014 um 8:04 pm

            Erlauben Sie mir, diesen Bild-gewaltigen 3teiligen Epos, die offizielle Pressemitteilung mit-zu.liefern (Auszüge)

            lesen Sie aufmerksam 😉

            „An den Stränden Kenias kennt man sie als Sugarmamas: Europäische Frauen, denen junge schwarze Beachboys Liebesdienste bieten, um so ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Teresa, 50-jährige Wienerin und Mutter einer pubertierenden Tochter, reist als Sextouristin in das Urlaubsparadies, um die Liebe zu finden. Sie wechselt von einem Beachboy zum nächsten, von einer Enttäuschung zur anderen. Die Liebe am Strand von Kenia ist ein Geschäft.

            UM DIE LIEBE ZU FINDEN !!!

            „PARADIES: Liebe“ erzählt bildmächtig, bewegend und immer wieder komödiantisch von Sextourismus, von älteren Frauen und jungen Männern, vom Marktwert der Sexualität, von der Macht der Hautfarbe, von Europa und Afrika…

            ACHTUNG, dieser Satz !!!

            …und von Ausgebeuteten, denen nichts übrig bleibt als andere Ausgebeutete auszubeuten.“

            …von Ausgebeuteten denen nichts übrig bleibt als andere Ausgebeutete auszubeuten

            WAS FÜR EIN SATZ

            http://paradies-trilogie.at/paradies-liebe/

          • Dezember 5, 2014 um 8:14 am

            Danke für das Thema, das eine weitere Seite des Beherrschens Anderer in unserer Pyramiden-Gesellschaft zeigt.

        • Dezember 5, 2014 um 12:14 am

          @Luna,

          über die perfide Art der Handlung(en) hatte ich schon geschrieben. Sie führen das weiter, worin die sog. „Hitler-Ära“ nur ein Zwischenakt war.
          auch über das entsprechende Bewusstsein dessen oder von mir aus auch das Unbewusstsein darüber, wem sie da dienen, ist völlig irrelevant. Entscheidend ist, das dies nicht allzu kompliziert durchschaubar ist, sondern vielmehr wird die Undurchschaubarkeit dessen, Mittel zum Zweck.

          • Dezember 5, 2014 um 12:28 am

            „Koketterie ist falsche Grazie […]. Sie ist für die Seele, was die Schminke für das Gesicht, eine Lüge; beide ziehen nur ein blödes Auge an. Koketterie ist ein Polyp des Herzens; zerschnitten, scheinbar vernichtet tausendmal, wächst er wieder an, bis er es zerstört. Koketterie ist ein kleiner Selbstmord. Das Gift der Heuchelei wirkt rückwärts; seine unausweichliche Folge ist Selbstvernichtung. In kleineren Dosen – wirkt es wie Opium; es regt auf, erhitzt, entflammt, begeistert zum Kampfe gegen alles Feindliche, aber – ihm folgen Erschlaffung, Leere des Gemüthes, Ekel (vor sich selbst).“
            (Damen Conversations Lexikon, Band 6.)

            Und das widerrum erzeugt Hass, Hass aus sich selbst heraus, welcher sich seinen Weg bahnt und über Leichen geht.

    • Dezember 5, 2014 um 8:19 am

      Mir war auch nicht ganz wohl, als ich sah, dass der Beitrag von Bertelsmann kommt.

      Wo liegt da die Wahrheit? Vermutlich in der Mitte. Nur welche Bilder sehen in den Medien: Doch eher den Fremdenhass, als jene Beispiele der gelebt guten Nachbarschaft zwischen den Menschen unterschiedlicher Herkunft, so wie ich das in unserem 6-Tausend-Seelen-Dorf wahrnehme.

      • Dezember 5, 2014 um 1:05 pm

        @ Martin und alle

        „Wo liegt da die Wahrheit? Vermutlich in der Mitte“:

        Ist das immer / meistens so, daß die Wahrheit „in der Mitte“ liegt?

        In WELCHER „Mitte“??

        In der „Mitte“ zwischen zwei gegensätzlichen Positionen, die in der „normalen“ Gesellschaft / Welt vertreten werden?
        Oder in der MITTE des Menschen? In seiner Seele, in seinem göttlichen Kern, seinem „Höheren Bewußtsein“?

        Gestern erst ging mir wieder durch den Kopf, daß die meisten Psychiater das „Normalsein“ von Menschen gleichsetzen mit geistig-seelischem GESUND-Sein. Was ein folgenschwerer, tragischer, Irrtum ist.

        „Normale“ Menschen werden – massenhaft! – krank. Jeder Arzt und das gesamte „Gesundheitssystem“ wissen das.

        In meinen Aktivitäten im Bereich „Psychiatrie“ seit 1994 konnte ich praktische Belege dafür sammeln, daß Psychiater Menschen als „krank“ diagnostizieren, die in Wahrheit GESÜNDER sind als sie selbst. Weil diese Möglichkeit in den Köpfen / Bewußtseinen der Psychiater nicht vorhanden ist, daß es Menschen gibt / geben könnte, die weder „normal“ noch „mangelhaft normal“ sind, sondern OBERHALB der vermeintlichen / angeblichen „Normalität“.

        Nur deshalb kommen diese Psychiater zu dem Ergebnis, daß die Personen, mit denen sie es zu tun haben „MANGELHAFT normal“ seien. Weil sie das wahrhaft zutreffende Kriterium NICHT KENNEN; sie haben kein Bewußtsein von / für WAHRES Gesundsein; also für ein Gesundsein oberhalb ihres eigenen mentalen Gesundheitszustandes.

        Wer aus Sicht dieser Psychiater ANDERE Dinge wahrnehmen kann als der „normale Mensch“, weist „Positiv-Symptome“ auf. Wer hingegen das eine oder andere nicht kann, was „normale Menschen“ können, weist „Negativ-Symptome“ auf.
        „Visionen“ haben wäre ein „Positiv-Symptom“. Ursachen / Zusammenhänge erkennen, die „normale Menschen“ nicht erkennen können, wäre ein „Positiv-Symptom“. „Stimmen hören“ – selbst wenn es die hilfreichen Stimmen verstorbener Angehöriger oder von Engeln oder Gott oder Jesus wären, sind „Positiv-Symptome“.

        „Negativ-Symptom“ ist z.B., wenn jemand den Streß, den „normale Menschen“ aushalten können, nicht aushalten kann. Der „normale Mensch“ kann den Streß aber nur – zeitlich begrenzt – aushalten, weil der vom FÜHLEN / WAHRNEHMEN der krankmachenden Wirkung abgetrennt ist und nicht merkt, daß und in welchem Maße der Streß ihm schadet. Solche Menschen „wundern sich“, wenn sie nach jahre- oder jahrzehntelanger Überforderung in dieser Hinsicht krank werden.

        WAHRHAFT gesunde Menschen nehmen die schädliche Wirkung wahr und entziehen sich ihr – vernünftigerweise. Kein wahrhaft gesunder Mensch würde unter den Bedingungen arbeiten / leben, die für die große Mehrheit der zivilisierten Menschen „normal“ sind.

        Zum „Normal-Sein“ (in) der zivilisierten Gesellschaft gehört, abgetrennt zu sein vom WAHREN Sein, vom WAHREN Selbst, von der – göttlichen – Seele, von der Kraft der Liebe, der Kraft des Friedens, der Kraft der Freude und der Heilung – UND von der göttlichen WEISHEIT. Diese Abtrennung führt zur (Selbst-)Versklavung und Selbst-Ausbeutung – oft bis zum (vorzeitigen) Tod.

        Und all dies sind Aspekte der von mir so genannten „Kollektiven Zivilisations-Neurose“ (KZN) – die zu den Germanen kam durch die Römer, die schon von ihr befallen und beeinträchtigt waren – ähnlich wie alle Vorgänger-„Hochkulturen“, die lt. Oswald Spengler alle untergegangen sind. Nach meiner Einschätzung alle an dieser Krankheit. Und das droht auch der gegenwärtigen „Hochkultur“, der globalen zivilisierten Gesellschaft. WENN nicht der Weg der grundlegenden Heilung beschritten wird.

        Herzlichen Gruß!

        Wolfgang H.

      • Dezember 5, 2014 um 4:00 pm

        @ Martin

        „“Nur welche Bilder sehen in den Medien: Doch eher den Fremdenhass, als jene Beispiele der gelebt guten Nachbarschaft zwischen den Menschen unterschiedlicher Herkunft, so wie ich das in unserem 6-Tausend-Seelen-Dorf wahrnehme.““

        Was man in den Medien gezeigt bekommt, weiß ich nicht, das was ich persönlich wahrnehme, ist weder Fremdenhass, noch gute Nachbarschaft (sicherlich gibt es Ausnahmen).

        Man lebt einfach nebeneinander her (Parallelgesellschaft), wie Buschkowsky (Bürgermeister von Neukölln) in nachfolgendem Interview sagt: Man versucht, sich nicht ins Gehege zu kommen.

        Ich habe selbst mal in Neukölln gewohnt und würde bestätigen, was er sagt.

        http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/heinz-buschkowsky/-/id=1895042/did=14432200/nid=1895042/nnleye/index.html

  4. Dezember 4, 2014 um 8:40 pm

    Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt …Zitatende

    Bekanntermaßen? @Martin,

    Was nicht alles „bekannt“ ist, ist nicht immer korrekt.

    Ich schrieb es schon weiter unten.

    auch hier ist die Ableitung unkorrekt.

    Glaube, Hoffnung, Liebe

    Die Liebe stirbt zuletzt.

    Falls Sie die Herkunft ihrer Fassung interessiert, lesen Sie hier

    http://de.wikipedia.org/wiki/Glaube_Liebe_Hoffnung

  5. Dezember 4, 2014 um 11:16 pm

    Auf meiner Heimfahrt heute noch gefunden:


    Die Gefahr der Hass-Propaganda

    Hass-Propaganda ist eines der gefährlichsten Werkzeuge der Menschen für die Menschen. Deshalb sollten wir umso aufmerksamer sein, um nicht Helfer, Täter oder Opfer davon zu werden.

    Wie entsteht Hass?

    Hass kann durch viele Faktoren entstehen. Ein paar mögliche Faktoren sind: Vorurteile, Feindbilder, die von einer Ideologie erschaffen wurden, aufgrund von Gewalt/Ungerechtigkeiten, Neid, Ehrgeiz usw.

    Hass gibt es wohl seit Menschen existieren. Es ist eine grundlegende Emotion von Menschen.

    Nur gewisse Anführer können diese Emotion ausnutzen, für ihre Zwecke.

    Hass-Propaganda

    Ein nützliches Werkzeug der Anführer ist Hass-Propaganda. Egal ob politische Parteien oder Vertreter von Ideologien/Dogmen, sie können dieses Werkzeug alle benutzen und Erfolg haben. Propaganda ist kurz gefasst, der Versuch eine bestimmte Ansicht zu verbreiten und die öffentliche Meinung der Gesellschaft damit zu beeinflussen/verändern.

    Quelle

    • Dezember 5, 2014 um 12:16 pm

      Lieber Martin;

      „Wie entsteht Hass?“:

      Ich zähle „Hass“ zu den „negativen Gefühlen“ und die haben nach meinem Verständnis alle ihre Wurzeln in der „Abwesenheit“ der KRAFT / MACHT der Liebe.

      Diese Kraft der Liebe ist die „universelle Energie“, die „Lebens- / Seins-Energie“, die „Schöpfer-Kraft“, „Geist-Kraft“ (GE-IST) und macht Leben erst möglich und lebbar.
      Andere / weitere Aspekte / Facetten / Eigenschaften / Fähigkeiten dieser Kraft – außer Liebe – sind FRIEDEN (Gelassenheit), (Lebens-)FREUDE, HEILKRAFT.

      Wenn / falls / wo diese Kraft nicht – ausreichend – fließen und ihre „Arbeit“ tun kann (aufgrund innerer Widerstände, Anspannung / Verspannung, ANGST, usw., treten negative Gefühle und Wirkungen (!) auf / ein: Ablehnung (statt Annahme / Liebe), Mißgunst, Aggressionsbereitschaft (statt Frieden), Ärger / Mißmut (statt Lebensfreude), Krankheit (statt Lebens-Energie, Heilkraft), Destruktion statt Konstruktion.

      Das „Muster“, das ich hier – unfachmännisch – versuche, deutlich zu machen, kann jeder Mensch im Grunde selbst nach“zeichnen“ und erweitern.

      „Hass“ äußert sich zum Teil in „Hetze“ (Hetzen), wofür die deutsche Sprache auch das Wort „Hatz“ kennt. Man „hetzt die Hunde“ auf jemanden oder sie hetzen das Wild.

      Woher kommt „Hatz“?

      Vermutung: atzen, geatzt: Atzung nennt man das Futter für die Greifvögel. Atzen nennt man den Fütterungsvorgang.

      Und das naheliegende Wort „ätzen“ bedeutet ja auch so viel wie „fressen“.
      Auch „Äsen“ ist „fressen“. Und „Aas“ ist „Fraß“.

      „Hass“ klingt für mein Ohr auch wie das „Zischen“ von – angriffsbereiten – Schlangen.

  6. Dezember 5, 2014 um 8:40 am

    Ich war gerade auf Petras Seite nach sprachanalytischen Hinweisen zum Begriff „Hass“ zu suchen und wurde fündig:

    „Ha“ steht an sich für fest Festes, eben Halt-gebendes und auch zu Kosendens.
    Wir aber „Ha“ gefolgt von „ss“ wie „z“, wirkt es das Herz („a“ zu Herzchakra) zerstörend:

  7. Titelfrei
    Dezember 5, 2014 um 1:35 pm

    Meister Bartonitz,
    weshalb sind Leute, die sich nicht mehr in diesem Blog einbringen wollen weiterhin als Autoren geführt. Autoren haben aus eigener Erfahrung Zugriff auf den internen Bereich von WordPress und können auf dieser Schiene Kommentare manipulieren oder komplett zensieren. Wenn Du hier weitermachen willst, dann solltest Du Deine Plattform säubern.
    Gruß (ab heute wieder), Bernhard
    PS. Was Du nicht wusstest machte Dich auch nicht heiß. Kein Vorwurf, aber Du hattest unwissender Weise Stellung bezogen. Menschen mögen Bla-Bla-Bla, deshalb die vielen Lobpreisungen in den Nebel.

    • Dezember 5, 2014 um 2:37 pm

      Lieber Bernhard,
      Autoren können nur ihre eigenen Artikel pflegen. Und das steht ihnen auch weiterhin zu.
      Nur wenige Redakteure können auch andere Artikel beeinflussen, was sie bisher auch verantwortlich getan haben
      Wolfgang hat auch weiterhin mein absolutes Vertrauen. Und wenn er hier etwas zu korrigieren möchte, so wird er das sicher mit Augemaß tun.
      Hier ist jeder Willkommen, der sich um Erkenntnisse in Gemeinschaft bemühen möchte. Also auch Du, und war es bisher anonym. Dennoch freut es mich, dass Du uns weiter begleitet hast.
      Gruß
      Martin

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