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Streifzüge durch den Ring – Kapitel 6 – Begriffe…

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus  Tolkiens Roman "Herr der Ringe" (Foto: Wikpiedia)

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus Tolkiens Roman „Herr der Ringe“ (Foto: Wikpiedia)

Erst wenn der Ring sich schließt, erst wenn das Gold der Erde zurückgegeben und von den Töchtern des Rheins bewacht, seinen unheilvollen Einfluss auf die Menschen verliert; erst wenn materialistischer Wahn endet, kann geistige Entwicklung sich wieder frei entfalten und die Menschheit zu ungeahnten Höhen emportragen.

Dieser Artikel wurde schon einmal im Januar gepostet und ist ein Auszug aus Streifzüge durch den Ring (zum Intro inkl. Verzeichnis), von Andreas Raitzig. Da ihn viele neue Leser noch nicht wahrgenommen haben, aber auch ein erneutes Lesen im Kontext der danach veröffentlichten Artikel ein Aha verursacht, hole ich ihn auch nochmals nach vorn.

Kapitel 6. Begriffe…

Die grundsätzliche Schwierigkeit mit den Begriffen und ihrem Umgang liegt darin, dass sie nur in unserem Bewust-Sein existieren. Die unbelebte Natur kennt überhaupt keine Begriffe. Sie entwickelt sich allein nach den ihr innewohnenden Prinzipien. Es sollte doch einem logisch denkenden Menschen klar sein, dass dann, wenn ein und das selbe „Ding“ in den verschiedensten Sprachen der Welt unterschiedlich artikuliert, inhaltlich das Gleiche meint, eine Basis haben muss, die nicht in der Sprache, sondern in Prinzipien liegt. Der unbelebten Natur ist es egal, ob wir den Stoff Stoff oder Trallala nennen. Doch um Natur zu erkennen und uns darüber auszutauschen, sind Begriffe nötig. Jede Sprache, jede Begriffsbildung ist Teil des Erkenntnisprozesses und ein grundlegendes Merkmal jeder Lebendigkeit.

Nun reduziert materialistische Engstirnigkeit Sprache grundsätzlich auf Laute. Man ist gerade noch bereit den Vögeln, oder anderen Tieren, welche Laute von sich geben, eine Sprache zuzubilligen. Doch dass Sprache, ein Begriff, auch mittels Licht transportiert wird, wie es Bakterien, Pflanzen oder Zellen praktizieren, geht zu weit. Denn dies hieße ja, auch dort einen Erkenntnisprozess und somit Vernunft, zuzubilligen. Gott hat das dämliche Tier zum Schlachten und Fressen bestimmt; Vernunft stört da nur, weil sie die Verantwortlichkeit der höheren Vernunft einfordert. Und das ist selten profitabel.

Seit es schriftliche Überlieferungen gibt, hat sich die Menschheit mit dem Thema Vernunft in der Natur beschäftigt. Und dies sowohl in der belebten wie in der unbelebten Natur. Natürlich immer auf der Grundlage des jeweiligen Erkenntnisstandes, was auch zu Kuriositäten (Vernunft in Steinen, Wolken, usw.) führte. Doch eine derartige Verachtung der Natur, wie wir sie heute erleben, und somit der Vernunft, welche in aller Lebendigkeit vorhanden ist, gab es noch nie in der menschlichen Entwicklung. Eine derartige Pervertierung, eine gnadenlose Reduktion auf Ausnutzung alles Lebendigen bis hin zum Menschen selbst, wie sie vom herrschenden Materialismus heutzutage praktiziert wird, zeugt nicht von einer  Höherentwicklung menschlicher Kultur sondern von einem tiefen Absturz. Bis zum Aufschlag kann es nicht mehr weit sein.

Doch zurück zu den Begriffen. Je mehr Erkenntnis ein Volk, eine Population, sammelte, desto komplizierter und reichhaltiger wurde der Wortschatz seiner Sprache. Sie entwickelt sich ständig weiter. Welche geistige Entwicklung ein Volk bereits vollzogen hat, erkennt man an seiner Sprache. Oder anders herum: Ein Volk, welches seine bereits erreichte Sprachkultur gering schätzt, verliert mit der Zeit auch seine übrige Kultur. Goethe, Schiller, Lessing schrieben deutsch. Ballermänner, die „gesamte Unkulturszene“ und Glaubenschaftler kommunizieren deunglisch.

Nun ist jeder Begriff immer eine Bündelung, eine Zusammenfassung verschiedenster Eigenheiten in einem Wort. Eine Dinglichkeit, eine Eigenschaft oder ein Ablauf wird mit EINEM WORT benannt. Dort, wo sich ein bestimmter Begriff noch nicht gebildet hat, nimmt man weiterhin Zuflucht zu, manchmal blumigen, Umschreibungen. Diese erscheinen uns bei sog. Naturvölkern hochspirituell und weise, haben aber wie gesehen, eine andere Ursache. Nehmen wir ein Beispiel. Angenommen, ein Volk würde sich plötzlich mit Rabauken konfrontiert sehen welche die Lüge zum zweckbestimmten Instrument der Tagespolitik machen würde. Wenn List und Tücke die entscheidenden Mittel für die Ausplünderung des Wirts-Volkes wären, dann würde sich irgendwann der Begriff Rabau-list-tück bilden. In einem Wort wäre dann alles Wesentliche zusammengefasst was ansonsten in einer langen, kunstvollen Umschreibung dargestellt werden müsste.

Objektiv und subjektiv,

Jede dieser kunstvollen Umschreibungen erzeugt nun in unserer Vorstellung ein Bild. So erzeugt auch jeder Begriff ein Bild, nur eben sehr viel schneller. Doch wird in einer individuellen Vorstellung auch immer ein individuelles Bild, eine ganz subjektive Widerspiegelung im Bewust-Sein entstehen. Beim Begriff Auto (lat. Automobil=Selbstbeweger) weiß jeder, was gemeint ist. Ob nun 3 oder 4 Räder ist nicht so wichtig, aber Räder muss es haben. Ebenso einen Motor. Fabrikat, Farbe, Ausstattung oder Baujahr spielen beim Begriff Auto anfangs keine Rolle. Die Präzisierungen erfolgen, wenn nötig, später. Und doch sieht jeder Mensch, auch bei der genauesten Präzisierung, immer etwas anderes, ganz –subjektiv- , vor seinem geistigen Auge. Man kann dieser Schwierigkeit aus dem Wege gehen, wenn man ein Bild betrachtet oder „mal eben schauen geht“. Dann hat man das Objekt vor sich, ist also –objektiv-. Beim Atom oder der Photosynthese geht das nicht mehr. Wenn wir uns also in der Naturwissenschaft verständlich machen wollen, wäre es sinnvoll, jedem Begriff einen EINDEUTIGEN Inhalt, eine feste Definition, zu geben. Diese kann objektiver oder subjektiver Natur sein, was in seiner Definition deutlich wird.

absolut und relativ,

Jetzt schwelgen also zwei Autoliebhaber über ihre Lieblinge. …He, mein Apparati ist viel schneller als Deiner – ätsch. Der macht 200 und Deiner nur 150. Das sind 50 muntere Dingelchen mehr mein Freund…!  Na und, kontert der Andere, dafür ist meiner viel schöner…   Waaas?, das denkst aber nur Du!  Diese plattgedrückte Flunder soll schön sein…? usw. usf.  Hier kommen wir der Relativität und der Absolutheit auf die Spur. Die Geschwindigkeit jedes einzelnen Fahrzeuges wird immer absolut zu einem, angenommen, ruhenden Beobachter gemessen. Die Messung erzeugt einen –absoluten Betrag-. Der Beobachter kann dabei fest auf der Erde stehen oder, in sich ruhend, ein anderes Auto bewegen. Dass die Erde sich um die Sonne bewegt und die Fahrzeuge eigentlich sehr viel schneller durch den Raum huschen, ist ein relatives Gedankenspiel und erzeugt auch nur einen –relativen Betrag-. Natürlich hat Einstein recht, wenn er sagt, alles im Kosmos lässt sich relativ zueinander betrachten, bedenken und berechnen. Aber das geschieht nur in unserem Bewust-Sein. Daraus eine unbedingte Nur-Relativität des Kosmos zu konstruieren, ist falsch.

bezogen auf…

Wat den een sin Uhl, is den andern sin Nachtigall; sagt der Volksmund. Versuchen Sie einmal, jemandem den Begriff -schön- zu erklären. Sie werden immer etwas zum Vergleich heranziehen, um sich verständlich zu machen. Sie relativieren. Sie erzeugen eine relative Bewertung: Schön wie ein…, schön wie eine…. Wobei das Bezugssystem die wesentliche Bedeutung erhält, denn dieses erzeugt erst das Bild in uns und somit auch die Emotion. Unter Technikern kann ein Auto oder eine Dampfwalze -schön- sein und zum Vergleich herangezogen werden. Doch werden die Techniker sich hüten, ihrer Partnerin Komplimente in dieser Richtung zu machen. So kann aus einem schönen Abend ganz schnell ein hässlicher werden. „Schön wie ein Sonnenaufgang“ weckt bei manchem Langschläfer negative Emotionen. Der Vergleich „schön wie eine Rose“ kann voll daneben liegen, wenn der Gesprächspartner die Stacheldinger nicht mag. Wir sehen, das Bezugssystem, zu welchem Relativität hergestellt wird, muss sinnvoll verknüpfbar sein. Denken Sie einfach an Äpfel und Birnen in Betrachtung zum Pflaumenbaum. Der Bezug wäre hier Obst oder Biologie; aber niemals das Ohmsche Gesetz. Viele der vermeintlichen Paradoxa in der Physik wären keine, wenn die Wissenschaftler bereit wären, andere Bezugssysteme, außerhalb des Dogmas, zuzulassen.

Na oberklasse, werden die Relativisten rufen. Also ist doch alles relativ!  Nix ist absolut, alles erklärt sich nur dann, wenn man ein Bezugssystem festlegt und den Rest genau darauf bezieht. Und jedes Bezugssystem ist selbst auch immer hübsch relativ. Prost Onkel Albert!

Haben Sie den Pferdefuß erkannt? Probieren wir es anders: Wenn Sie, ganz persönlich, nur für sICH SELBST, an das Wort -schön- denken, brauchen Sie dann Vergleiche? Sie denken dann weder an schnucklige Hundewelpen noch an die Niagarafälle. Sie wissen in sICH ganz genau, was -schön- ist. Dieser Begriff ist FÜR SIE absolut. Und wehe, es wagt jemand daran herumzumäkeln. Auch wenn sich Ihre Betrachtungsweise mit den Jahren ändert; –schön– wird für Sie immer nur das sein, was FÜR SIE -schön- ist. Die geschwungenen Linien einer Orchidee oder die gehämmerte Zweckmäßigkeit einer Hauptplatine, oder Beides.

…das ICH

Als die Menschen des Mittelalters die Himmelsmechanik noch nicht wieder durchschauten (denn alles Wissen älterer Kulturen war vernichtet worden), waren sie fest davon überzeugt, die Sonne bewege sich um eine ruhende Erde. Erst als es Einigen gelang, sICH gedanklich, also in der Vorstellung, in den Raum zu begeben, um die Dinge mal von draußen zu betrachten, kamen Zweifel an der geozentrischen Sichtweise auf. Doch wie ging das mit der Vorstellung vor sich? Sagen wir etwas flapsig: Das SELBST, also Leib und Aura, blieben hübsch im Kämmerlein zurück und das ICH ging auf die Reise zu den Sternen. Der GEIST verarbeitete die -geschauten- Bilder logisch und legte die Information in der SEELE ab.

Früher waren Fernrohr und Astrolabium sinnvolle Hilfsmittel um ERFAHRUNG zu sammeln. Denn zur Faktensammlung benötigt der Mensch die sinnliche Wahrnehmung; genau dafür wird der Leib vom ALL-EINEN bereitgestellt. Doch ERKENNTNIS, die sinnvoll-logische Verarbeitung der gefundenen Fakten, ist die Sache des Geistes. Um Sie nun vollends zu verwirren werde ich noch hinzufügen, dass die sinnvoll-logische Verarbeitung der gefundenen Fakten auch zu falscher Erkenntnis führen kann. Nämlich dann, wenn noch wesentliche Fakten fehlen oder die vorhandenen falsch gedeutet werden. Vollendete Erkenntnis, die es nie geben wird, wurde seit jeher Weisheit genannt. Wir sind immer nur auf dem Weg dorthin…

Fassen wir zusammen. Entscheidend für jede wissenschaftliche Betrachtung über Relativität und Absolutheit ist das Bezugssystem, in welchem sich gerade das Bewusst-Sein befindet! Und zwar vom ICH IM ZENTRUM ausgehend, betrachtet. Das ICH kann sich z.B. auf den Sirius oder auch in ein Protein begeben. Je besser es „ausgebildet“ ist, umso genauer wird der Geist arbeiten, umso genauer wird Erkenntnis erlangt. Sicherlich starker Tobak, denn das heißt im Klartext: der Nullpunkt, die Basis jeder Betrachtung, ist aus philosophischer Sicht, immer das absolute ICH. Alles andere bewegt(!) sich relativ zu diesem absoluten ICH, egal ob es nun objektiv oder subjektiv wahrgenommen wird. Aber! – alles andere besteht(!) für´ sICH eben auch absolut. Die Zuckerdose genauso wie die Zahnschmerzen. Diese ganz besonders…

materiell und ideell

Das schnellste, was fliegt – ist der Gedanke; wussten schon unsere Vorfahren. Er entsteht im –ideellen Bewusst-Sein-. Materialisten, welche Geist und Seele nur für esoterische Erfindungen halten, müssen daher zum -materiellen Bewusstsein-, der zusammengepappten Denk-Materie, Zuflucht nehmen. Weil aber noch nie ein menschlicher Leib auf der Sonne oder im Zentrum der Milchstraße war, muss bei ihnen alles relativ sein. Hätte Einstein ein wenig nachgedacht, hätte er bemerkt, dass er in jenen Tagen, als er den gesunden Menschenverstand in der Physik zu Grabe trug, nicht nur relativ anwesend, sondern auch absolut existent war. Sein ungenügend ausgebildetes ICH hatte ihn zu einer falschen Schlussfolgerung geführt.

Materialismus und Idealismus treten immer gemeinsam auf – ob man es nun sieht oder nicht. Sie bedingen einander. So hat der –ideell- erscheinende Katholizismus seit seiner Erfindung höchstes Augenmerk auf die Erweiterung seiner materiellen Basis gelegt (die Katholische Kirche ist größter Grundbesitzer auf Erden). Zugleich hat der ach so -materiell- erscheinende Kommunismus mit aller Macht die Verbreitung seiner ideologischen Basis (Revolutionsexport) betrieben. Beide sind eine, ins Extrem gesteigerte, und für die menschliche Entwicklung hemmende Form der Weltanschauung. Es ging und geht diesen Extremen immer um die Beherrschung des individuellen ICH und seine Dienstbarmachung für die selbstsüchtigen Zwecke der jeweils „Etablierten“. Und diese können „gut miteinander“, egal welcher Überbau gerade zur Rechtfertigung ihrer Verbrechen dient. Hauptsache gemeinsam gegen die Dödel.

ICH kann, ICH will, ICH weiß, ICH tue = ICH bin

An dieser Stelle soll auf eine Besonderheit des ICH eingegangen werden. Obwohl es wie ein ideelles Produkt unserer Vorstellung anmutet, ist es doch eine Eigenwesentlichkeit. Und wie jede Eigenwesentlichkeit hat es eine materielle und eine ideelle Seite. Das heißt aber auch, jede der Seiten tritt im Verhalten der Menschen mitunter als triebhaft überbetont oder willentlich überbetont in Erscheinung. Ein materiell orientiertes, triebhaft betontes Verhalten zeigt sich beim sinnlosen Sammeln eines „Messie“, oder dem triebhaften Anhäufen von gelbem Metall und bunt bedrucktem Schein. Wir bezeichnen ein solches Verhalten auch als materielle ICH-Zentrik (materieller Egoismus). Sein Gegenpart zeigt sich im Verhalten jener Menschen, welche alles Materielle für schädlich halten (meist religiöse Eiferer in Sekten) und sich nur noch in einer Traumwelt aufhalten. Ohne Rücksicht auf Freunde und Familie wird alles Hab und Gut weggegeben. Sie sind fest davon überzeugt, dass ihr Verhalten richtig ist. Hermann Hesse hat sie sehr treffend „Nur-noch-Geist“ genannt. Auch Nietzsche wetterte gegen „die Verächter des Leibes“. Ihr Verhalten kann man als materielle ICH-Exzentrik bezeichnen. Der Bereich der Vernunft liegt in der Mitte. Hier wäre z.B. das Verhalten einer klugen Mutter gemeint. Sie legt sinnvoll, in überschaubarem Maße Vorräte für Notzeiten an, denkt aber immer auch an andere, in Not geratene Menschen.

Sie nimmt und gibt materiell, in einem sinnvollen Bereich.

Das ideell orientierte, triebhaft betonte Verhalten zeigt sich wohl am deutlichsten in einem von „wissenschaftlichen Ehrgeiz zerfressenen“ Menschen. Man kann es mit dem Begriff geistige ICH-Zentrik (ideeller Egoismus) beschreiben. Nur er allein kann etwas, bewacht eifersüchtig die Früchte seiner geistigen Arbeit und hat eigentlich gleich 3 Nobelpreise auf einmal verdient. Seine Feinde haben nichts zu lachen, denn meist greift er zu unverhältnismäßigen Mitteln, um sie zu bekämpfen. Um Feind zu werden, reicht oft schon eine unbedarfte Frage. Sein Gegenpart übt sich in geistiger ICH-Exzentrik. Ohne ein Basis-Wissen, ohne sich weiterzubilden weiß er schon vorher alles ganz genau. Er überhäuft jeden, auch den, der es nicht will, mit seinen Erkenntnissen. Dies geschieht häufig in einer nicht verstandenen, pseudowissenschaftlichen Sprache. Es ist ihm völlig egal, wenn man ihn nicht ernst nimmt. Diese Menschen sind manchmal schwer zu ertragen. Im Bereich der Vernunft bewegt sich der gütige und geduldige Lehrer. Sein Bestreben liegt in der Weitergabe von Wissen, ohne dass er dafür angehimmelt werden muss. Gleichzeitig versucht er, sein Wissen zu erweitern.

Er nimmt und gibt ideell, in einem sinnvollen Bereich.

Zwischen diesen 4 Extremen gibt es etliche Variationen. Zeichnet man ein Kreuz in einen Kreis, erhält man vier Viertel. Eine der Linien, welche das Kreuz bilden, steht für die materielle Gerichtetheit, dessen Extreme sich am Rand des Kreises befinden. Die andere Linie steht für die ideelle Gerichtetheit. Jede Individualität lässt sich nun durch Kombination seiner materiellen und ideellen Gerichtetheit innerhalb des Kreises in einem Punkt darstellen. Je näher der Punkt der Mitte des Kreises kommt, um so vernünftiger ist ein Mensch.

Besonders tragisch ist jene Kombination, in welcher bei einem Menschen so gut wie keine materiellen Ambitionen vorliegen, aber als Ergebnis eines extremen geistigen Egoismus um ihn herum ständig Feinde und Diebe lauern. Er ist gütig und freigiebig bis zum letzten Hemd. Nie wird er Jemanden verhungern lassen. Aber zugleich ist er überzeugt, dass Alle ihm sein, nur ihm allein gehörendes geistiges Eigentum stehlen wollen. Diese Menschen beteuern oft, wie gern sie doch der Menschheit alles Wissen geben wollen; verlangen aber dafür unterschwellig den Gottstatus und noch ein bisschen mehr. Wenn die –Wissenschaft vom Mensch-Sein- dereinst aus ihrem Schattendasein tritt, wird man dem ICH den ihm gebührenden Stellenwert geben. Dann wird man diesen Menschen, welche meist höchst begnadete Geistesgrößen sind, helfen können, ihre Blockaden zu überwinden.

Doch zurück zu den Begriffen. Die Schwierigkeit, mit der wir uns bisher herumschlagen mussten, liegt darin begründet, dass die Begriffe sich nicht auf eine absolute Grundlage stellen ließen. Es gab keine Basis, keine logisch herleitbare Herkunft. Immer haftete einem Begriff, einem Wort, eine gewisse Willkürlichkeit an. Wir benutzen täglich die Begriffe halt so, wie man sie gerade braucht. Wir sprechen vom ALL, vom RAUM, vom KOSMOS, vom UNIVERSUM, um nur ein Beispiel zu nennen. Erst im Laufe des weiteren Gespräches sind wir in der Lage zu erkennen, was eigentlich gemeint ist. Meint man das ALL-EINE, ist es sehr viel mehr als nur das Universum. Sprechen wir vom RAUM, ist die innere, 3-dimensionale, Komponente einer Materie-Ebene gemeint. Und KOSMOS (griech. Ordnung) meint sicherlich die sinnvolle An-Ordnung der Himmelskörper und Galaxien im Raum. Doch auch wenn ein Begriff eindeutig festgelegt erscheint, bleiben weiter Fragen offen. Ist eine An-Ordnung nur das Gegenteil von Un-Ordnung (Chaos) oder steckt auch in der Un-Ordnung ein Sinn, also eine höhere Ordnung? Mein Lehrer meinte einst mit einem scharfen Seitenblick in meine Richtung: Niemand ist unnütz. Er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen. Recht hatte er.

Die punktgenaue Definition eines Begriffes spielt im täglichen Leben nur eine untergeordnete Rolle. Wir machen uns schon irgendwie verständlich. Wenn nötig, mit Händen und Füßen. Doch in der Wissenschaft darf das nicht zulässig sein. Hier sollte absolut das gemeint sein, was gesagt wird. Doch wo ist denn nun das ABSOLUTE zu finden, auf dem sich alles aufbauen lässt?

Wir haben die Frage bereits beantwortet. Im unzerstörbaren –ICH-, welches in 0-dimensionaler  temporärer -BEWUSTHEIT- mit dem –SELBST- und dem –SEIN- eine Einheit bildet und als  sICH SELBST BEWUST SEIN erscheint.

Wird am 20.02.2014 mit dem Kapitel 7. keine Halbheiten bitte… fortgesetzt

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  1. Februar 14, 2014 um 11:13 am

    “Je mehr Erkenntnis ein Volk, eine Population, sammelte, desto komplizierter und reichhaltiger wurde der Wortschatz seiner Sprache. “

    Je näher ein Volk mit dem GANZEN in Beziehung steht, desto komplexer erscheint diese Sprache jenen, für die es immer komplizierter wird eine derartige Sprache im Nachhinein zu lernen, bedingt dadurch, weil ihnen diese Beziehungen zum GANZEN verloren gegangen sind:

    http://www.gold-dna.de/updatesept.html#up284

    Gruß Guido

    • Mantyrehos
      Februar 14, 2014 um 9:01 pm

      Ein guter Beitrag auf dieser Netz-Seite.

      Das GANZE ist ein abstrakter Begriff welcher erst bei einer Bezugnahme auf ETWAS konkret fassbar wird. Das ganze Volk, die ganze Welt, das ganz Kleine, usw. In dem von Ihnen angeführten Beispiel kann ich nur vermuten, dass die als GANZES entweder die Bindung an die kosmische (göttliche) Ordnung, oder die Bindung an ein Volk meinen. Denn beide Beispiele können als Grundlage zur Begriffsbildung in einer Population herangezogen werden.

      Dort, wo ein Volk in Jahrtausenden ein starkes morphogenetisches Feld aufbaute, sind sehr viel mehr „blumige“ Umscheibungen zu festen Begriffen geworden als anderswo. Ich stimme Rupert Sheldrake zu, welcher durch viele Experimente bewiesen hat, dass Sprache ein fester Bestandteil dieses Feldes ist. Aber Sprache entwickelt sich ständig weiter wenn ein GANZES Volk sie lebendig hält. Eine tote Sprache, wie etwa Latein, hat in tausenden Jahren nur minimalste Veränderungen erfahren.

      Bei Theodor Illion fand ich folgende spassige Passage: Im Hochland Tibets gibt es die wörtlich übersetzte Redewendung: „Er hat einen langen Hintern“, was eigentlich meint: „Er kann lange still im Sitzen verharren“. Versuchen Sie einmal diesen Fakt in der deutschen Sprache in einem Wort auszudrücken. Den Sitzenbleiber in der Schule lasse ich nicht zu… (Schmunzel).

      • federleichtes
        Februar 14, 2014 um 9:11 pm

        Beamter.

        Auch wenn ich damit nicht generalisiere, ist es volksverständlich.

        Gruß an Sie.

        Wolfgang

        Am Rande
        bin ich auch kein Freund von Alles und Eins. Die Individualisierung geschah sicher mit trifftigem Grund, erfüllt also einen Zweck. Und, so „Gott“ will, bleibt sie uns erhalten. Wüsste nicht, was dagegen spricht.

        • Februar 15, 2014 um 2:03 pm

          “ … bin ich auch kein Freund von Alles und Eins.“

          Nicht ? Also ist nicht ALLES EINS ? Dann könnte doch auch Einzelnes ganz unabhängig von allem Anderen für sich betrachtet werden und sich Einzelnes für sich entwickeln, ganz ohne Einfluss von und ohne Beziehung zu allem Anderen ? In der Realität mag es so möglich erscheinen, in der WIrklichkeit sieht das offensichtlich anders aus … wofür ja die Quantentheorie geschaffen wurde, um diesen Zusammenhang bewusst werden zu lassen 😉 .

          Gruß Guido

      • Februar 15, 2014 um 12:15 am

        Ja, diese “verdammte“ Sprache. Immer kommt etwas abhanden und man muss tiefer in die Trickkiste greifen, damit der Trick der Verständigung auch weiterhin gelingen kann.

        Das GANZE. Ist eigentlich ganz einfach. Das GANZE ist der Kosmos als Ganzes, inklusive aller Möglichkeiten, die noch nicht realisiert wurden, aber sein können, wenn denn eine Notwendigkeit dazu besteht. Somit ist das GANZE der KOSMOS, Realität und Wirklichkeit, und somit nicht nur der Kosmos, sprich, nur Kosmos als Realität. Wenn es schon kein passendes Wort für etwas gibt, muss man halt Möglichkeiten nutzen, die sich anbieten …

        Gruß Guido

  2. federleichtes
    Februar 15, 2014 um 4:17 pm

    @ Guido
    „Nicht ? Also ist nicht ALLES EINS ?“

    Leben teilt; Leben impliziert die Eigenschaft Intelligenz – zu unterscheiden; Leben artikuliert sich in Verschiedenheiten; Leben bietet unterschiedliche Optionen an.
    Dass die Dynamik EINER Quelle entspringen könnte, dass es für die Dynamik EINEN Plan gibt, dass es EIN Ziel geben könnte, all das steht auf einem Zettel mit der Überschrift Mutmassungen und Wahrscheinlichkeiten.

    Das Leben, das ich führe, läuft vom Jetzt zum Hier. Gestern die über Achtzigjährige, zu der ich, nachdem sie sich über Frauen beschwerte, die nur über Krankheiten sprechen, sagte, sie solle einfach alleine gehen. Das gefiel ihr auch nicht so recht, und ich legte nach:
    „Gehen sie solange alleine, bis sie einen von vielen freundlichen Menschen treffen“.

    Warum ist nicht mehr All-es-Eins?
    Weil es notwendig war, DAS Komplexe zu verifizieren? Es aufzulösen, um an den Kern zu kommen, seine Ursache zu finden?
    Findet man sie, indem man das sich offensichtlich weiter Zerstreuende negiert und Einheit beschwört?
    Ich nicht. Ich stelle mich dem Lebendigen und verweigere das Starr-Feindselige. Natürlich nicht völlig: Klar, der Kern interessiert mich – brennend. Ist es wichtig, den Raum, in dem diese Flamme brennt, Kosmos zu nennen und ihn zu vergöttern? Für mich nicht. Sitze hier in einer schäbigen Bude, in der Vogelfutter den wahren Glanz bringt. Kosmos? Glaubst Du, ein einziger Vogel kennt diesen unbegreiflichen Begriff?

    Susanne braucht ungeschälte Sonnenblumenkerne – ich fahr dann mal, um meine handfesten Möglichkeiten zu nutzen.

    Noch mal danke!

    Wolfgang

    Ich meine, warum schreiben wir hier bei „Ring-Philosophie“?
    Ich, weil ich fühle, dass Andreas Raitzig etwas verstanden hat – egal, wie er das formuliert!
    Zur Sprache hätte ich nur kurz gesagt;
    Es gibt zwanzig Worte für Arschloch und das Wort Geist soll zehn Begriffe beschreiben. Alles klar?

    4. Juni 2013 – der „kleine“ Kosmos von nebenan.

    Hier is noch’n Kosmos – komme vor Langeweile gar nicht zum Arbeiten.
    Kinder der Nilgänse

    • Februar 15, 2014 um 4:41 pm

      Klar, in der Realität ist nicht mehr ALLES EINS, sonst hätten wir uns hier ja nie getroffen und ausgetauscht, um der Sache auf den Grund zu gehen. So ist in Wirklichkeit immer ALLES EINS, nur durch real(isiert)e Beziehungsabrüche und -losigkeiten im Rahmen der Problematisierung wird es immer weniger so wahrgenommen, damit erst wieder ein Bewusstsein dahingehend geschaffen werden kann, dass DOCH ALLES EINS ist, was einen Erkenntnisweg entstehen lässt und Erfahrungen gemacht werden können, woraus das Leben als Ganzes etwas wesentliches lernt.

      Ob Vögel vom Kosmos wissen ? Im Zusammenspiel mit allen anderen Lebensformen, deren Wesen Vögel direkt wahrnehmen, was ganz natürlich für die natürliche Ordnung ist, auf jeden Fall, sonst würde ja auch keine Blume blühen und keine Biene emsig bleiben. Nur müssen Vögel nicht darüber nachdenken, denn gäbe es außer uns Menschen auch in der natürlichen Ordnung Lebewesen, die derart denken, wie wir Menschen, wären sie nicht Wesen der natürlichen Ordnung. Denken ermöglicht ja gerade das Umgehen des Direkten und Unmittelbaren … und damit den direkten, unmittelbaren Weg zur aktiven Ordnung der Kohärenz mit ALLEM 😉

      Braucht es die Benennung des Kosmos ? Die benötigt jene Spezies, jenes verkörperte Bewusstsein, welches die natürlicher Ordnung derart herausfordert und auf den Putz haut, um sich der Rahmenbedingen bewusst zu werden, in dem sie wütet … wie sonst soll wieder zusammenfinden, was EINS ist ?

      Gruß Guido

  3. Februar 15, 2014 um 4:52 pm

    In der irrealen Realität gibt`s nur Unterschiede durch die Vielfalt des Hologramms.
    In der Absoluten Realität nur Einheit.

  4. federleichtes
    Februar 15, 2014 um 4:58 pm

    Sage mal so:
    Tiere haben kein bewusstes Bewusstsein über den Kosmos und auch nicht über die Welt, in der sie Leben.

    Ich versuche, Dich besser zu verstehen.
    Meinst Du mit EINS vielleicht Einigkeit?
    Etwas, das in der Harmonie schwingt?
    Oder ein Gefühl, das die EINE Ordnung ausstrahlt (und das wir empfangen können – unter bestimmten Bedingungen)?

    Gestern fuhr ich wieder im Regen. Unangenehme Begleiterscheinung, dass der Abgasmief nicht flott abziehen konnte und meine Nase belästigte. Auf der Fahrt ins Einkaufszentrum Ruhrpark ist vielen Menschen alles scheißegal. Raubst du als Radfahrer ihnen zwei Sekunden, hassen sie dich. Das ist Kosmos-kulturaktuell.

    Jetzt warte ich, bis es regnet – hab‘ mich dran gewöhnt.

    Gruß
    Wolfgang

    • Februar 15, 2014 um 5:11 pm

      Jede Lebensform ist ja eine vereinzelte Verkörperung des Gesamtbewusstseins. DAS Bewusstsein ist EINS. Was daraus hervorgeht, um der Wirklichkeit Gestalt zu verleihen, sind all die einzelnen Lebensformen und jede Spezies als Ganzes ist Teil dieses Bewusstseins. All diese Bewusstseinsproportionen schaffen gemeinsam die Dynamik des Lebens und damit die Realität, Kosmos inklusive. Da der Kosmos biozentrischer Natur ist, hat auch jede Spezies ihren Teil zum Bild des Kosmos beigetragen und ist sich dessen bewusst. Wie eine Spezies eine andere Spezies wahrnimmt, können wir nicht wissen. Zumal jede Spezies wiederum die Verkörperung anderer Spezies in sich trägt und in sich aufnimmt. Das Gesamtbewusstsein erlebt sich somit fortwährend anders, seine Möglichkeiten inkusive. Und warum Mensch anderes im Sinn hat, als die ANDEREN, das haben wir ja bisher ausführlich zusammengetragen. Aus Sicht des Gesamtbewusstseins wurde die Verkörperung Mensch notwendig, doch haben die ANDEREN unser Treiben, energetisch, wie informativ, immer im gemeinsamen Blick … und damit auch im Rahmen des GANZEN.

      Gruß Guido … kein Regen in Sicht …

      • federleichtes
        Februar 15, 2014 um 5:42 pm

        Ja, Spezies. Da ragt der Mensch wirklich heraus durch seine Eindeutigkeit. Wartet er darauf, dass Nachbar sein Haus verlässt und lässt dann den Hund vor seine Tür scheißen – klar, im Bewusstsein, auf einem einzigartigen, wunderschönen Planeten durch das unendliche All zu rasen: ist ja alles Eins und Einerlei.

        Dem Biozentrischen steht das Traumatologische an der Seite, durchdringt es, um es zu zerstören. DAS macht Mensch so besonders. Er kann seine Existenzgrundlage für ein angenehmes Vegetieren Existieren opfern; und er tut es. Sein Ein-Balken im Auge zersplittert sich in Rudel, Horden, Scharen, Heere, Armeen von Feinden. Friede erst ihrer Asche.

        Wie wenig Kosmos und Mensch für das Eigentliche relevant sind, beschreibe ich in der mir eigenen einfachen Art. Wenn ich mein Gesicht abtrockne, sind Handtuch und Wasser nicht relevant, auch meine Dynamik nicht – eine Absicht zeigt und zeitigt sich. Die verlangt: Wir wollen trocken!

        Na gut, hier riecht’s nach Regen direkt auch nicht mehr – da nehme ich vorsichtshalber Kunstregen mit. Und weil der Sturm etwas nachließ, gleiche ich das mit Schnellfahren aus. Was ist ein Leben ohne Regen und Gegenwind, ohne Steigungen und Autofahrer, die in orgiastisches Frohlocken kommen, wenn sie auf 20 Zentimeter an einem Radfahrer vorbei rasen.

        Bis später.
        Wolfgang

    • Februar 16, 2014 um 10:35 am

      Guten Morgen zusammen!

      Lieber Wolfgang,

      mit Einheit meinte ich die Absolute Einheit, in dem alles Eins ist und in sich ruht- jenen erhabenen unbeschreiblichen Zustand des All-Seins, der eigentlich und ABSOLUT keine Teilung, Trennung zulässt.

      Alle Formen der Trennung und Vielfalt bezeugen das Vorhandensein der/einer irrealen, holographischen Realität, einer sozusagen Blase surrealen Realität , entstanden aus SUBJEKTIVISMUS, aus dem Ankleben des reinen, absoluten Bewusstseins an , den eigenen Erschaffungen , welche das Bewusstsein selbst „näht“ oder „bastelt“. Hier ist Platz für Vielfalt , im Raum-Zeit, DAS EINE ERSCHEINT GLEICHZEITIG ALS VIELES UND MEHR ODER WENIGER UNTERSCHIEDLICH.Die Form ist hier vorrangig, das sog.Ego ist der unsichtbare Lenker aller unterschiedlichen Erfahrungen anhand unterschiedlichen Wahrnehmungen DESSELBEN BEWUSSTSEINS -das ALS DAS UNENDLICH VIELE ERSCHEINT – INNERHALB dieser Blase der irrealen Realität/-en.

      Dass Tiere kein bewusstes Bewusstsein über den Kosmos ist eine Annahme , jedoch keine bewiesene Tatsache. Dass sie kein bewusstes Bewusstsein haben über die Welt, in der sie leben , ist eine Überzeugung, die allerdings falsch ist- das Gegenteil haben viele Studien bewiesen , welche Jahrzehnte lang von unterschiedlichen Teams unterschiedlichen Universitäten weltweit gemacht wurden.Nur die Wahrnehmung von der Welt -samt ihr Lebensrhythmus in Zeit und Raum- erfolgt manchmal unterschiedlich. Tiere haben natürlich keine Kenntnis über die Gesamtheit der Welt und all die Geschehnisse ihrer, jedoch ihr Umfeld -und implizite die Welt – wird bewusst wahrgenommen.

      Tiere sind sicherlich bewusste Wesen,die jedoch nicht über ein logisches Denken verfügen . Dass sie jedoch lernfähig , neugierig und verspielt sind ,ist eine Tatsache, die Intelligenz bezeugt- die sicherlich von Art zu Art und auch Individuen bedingt abhängig ist – nicht zuletzt direkt von den gegebenen Lebensumständen abhängig.

      Leben ist Bewusstsein-Pulsieren und HIER auch Vielfalt, die Reichtum an Lebenserfahrungen zulässt bzw. kreiert. Jedes Wesen ist DAS EINE ,als EIN ASPEKT VON SICH IN EINEM OZEAN VON ASPEKTEN . Und das ist der lernreiche Grund und eben der Grund des Bewusstseins als Vielfalt.

      • federleichtes
        Februar 16, 2014 um 1:49 pm

        Ich habe Schwierigkeiten mit Ihnen, weil, so vermute ich, die Zentren unserer Lebendigkeit ziemlich weit auseinander liegen.
        Während ich Ihr Eins-Sein akzeptieren kann, wollen sie die für mich geltende Annahme, Tiere und Pflanzen (Natur) hätten kein bewusstes Bewusstsein, absprechen. Studien belegen da rein gar nichts, im Zweifel nur, von welchen (falschen?) Annahmen man ausging oder warum man was beweisen wollte.

        Meine Annahme griff ich jedenfalls nicht aus der Luft, in der das Postulat des Eins-Seins schwebt. Dort schwebte ich auch mal, und schwebte wieder zurück in eine Welt der Verschiedenheiten, mit der Frage, ob man das Gefühl des Eins-Seins verallgemeinern könne. Dass es dabei um die Auflösung feindseliger Informationen geht, wusste ich vor 25 Jahren noch nicht.

        Feindseligkeit ist ein wesentliches Merkmal des Lebens. Und auf der reaktiven Informationsebene unterscheiden sich Pflanze und Tier und Tier und Mensch. Von Pflanze zu Tier (nur) graduell, von Tier zu Mensch jedoch wesentlich. Das Tier kann auf Feindseligkeit reagieren, während der Mensch Feindseligkeit nicht nur reaktiv erleben und verursachen kann, sondern auch aktiv zum Träger feindseligen Geistes werden kann; in den verschiedensten Maskierungen.

        Insofern ergibt sich für Tier und Mensch – für mich zwingend – eine unterschiedliche Bewusstsseinslage. Sie ist auch erkennbar in der Naturordnung und in der Gesellschaftsordnung Mensch. Während sich in der einen Ordnung die zentrale Bestrebung Existenzerhaltung präsentiert, wird in der anderen Ordnung die Zerstörung von Existenz thematisiert. Während Tiere über ein existenzfähiges Bewusstsein verfügen, sucht der Mensch danach.

        Da ich mir nicht sicher bin, auf welchem Fundament ihr Geist steht, möchte ich Sie durch ein Floskelduzen nicht zu einer Annäherung ermuntern, die ich – derzeit – nicht wünsche.

        Gruß
        Wolfgang

        • Februar 16, 2014 um 2:01 pm

          “Insofern ergibt sich für Tier und Mensch – für mich zwingend – eine unterschiedliche Bewusstsseinslage. Sie ist auch erkennbar in der Naturordnung und in der Gesellschaftsordnung Mensch. Während sich in der einen Ordnung die zentrale Bestrebung Existenzerhaltung präsentiert, wird in der anderen Ordnung die Zerstörung von Existenz thematisiert. Während Tiere über ein existenzfähiges Bewusstsein verfügen, sucht der Mensch danach.“

          Unterschiedliche Bewusstseinslage … im gemeinschaftlichen Ziel auf verschiedenen Pfaden. Existenzerhaltung präsentieren und Zerstörung von Existenzen thematisieren. BINGO. Die EINEN und die ANDEREN in kürzestmöglicher Kurzform. Die ANDEREN befinden im existenzfähigen Bewusstsein, die EINEN suchen danach. Wer auf der Suche ist, läuft vor etwas davon. Die ANDEREN, genau wie uns EINEN, sollte man immer als ein Ganzes betrachten. Gleiches gilt für die einzelnen Spezies und die verschiedenen Arten/Rassen innerhalb einer Spezies, denn ihre Verteilung auf der Bühne des Lebens lebt von der Dynamik, welche die Problematisierung eines PROBLEMS, und der daraus hervorgehenden Probleme präsentiert und thematisiert … mit unterschiedlichen Motivationen.

          DANKE.
          Gruß Guido

  5. Februar 16, 2014 um 2:18 pm

    Lieber Wolfgang,

    ich sehe an dieser Stelle überhaupt keine Notwendigkeit für eine zumindest sprachliche Annäherung , da Sie es so sehen zu wünschen bestehen.

    Sie können , dürfen und eventuell auch sollten Ihre eigene und erwünschte Perspektive vom Leben haben. Möchte Ihr Universum ja nicht zwanghaft erweitern oder irgendwie erschüttern, was Sie offensichtlich und selbstverständlich nicht mögen.

    Was Sie für Schwierigkeiten zu haben scheinen im Bezug auf Verständnis liegt eventuell in der individuellen engen Betrachtungsweise , die auf Vorurteile beruhen. Sie wollen anscheinend auch mich als Person in eine vor-präparierte Schublade ihrer Matrizen aller Menschentypen und/oder Persönlichkeitsmodelle reinstecken. Das wird kaum möglich, schätze ich.

    Persönlichkeiten sind die Wachskerzen, die anhand ihrer eigenen Hitze sich verformen und auch schmelzen. Auch die best duftenden von ihnen schmelzen .

    Gruß,m.

  6. Februar 16, 2014 um 2:37 pm

    Vorurteile sind die Bürde, die weiter behalten den Schwimmenden im Meer des Lebens ertrinken lassen, die Loslösung ihrer aber Überleben und Freiheit schenkt.

  7. federleichtes
    Februar 16, 2014 um 2:43 pm

    Die Natur ist kein geschlossenes System – der Mensch kam.
    Der Natur immanent ist eine Ordnung. Sie wurde durch den Eintritt des Menschen erweitert um den Anspruch, auf aktive oder bösartige Feindseligkeit zu reagieren.
    Was unsere Bewusstseinsentwicklung betrifft, dient die Natur einerseits als Projektionsfläche der Feindseligkeit. Sie ist (relativ) wehrlos, zeigt die folgen von Wehrlosigkeit, aber auch, dass kleine Eingriffe in ein funktionierendes System große Folgen, die nicht sofort offensichtlich sind, haben können.
    Andererseits ist die Natur eine Ordnungsmacht – die dem Freund ist, der das Wesen des Miteinanders pflegen kann. Damit regt sie an, Gefühl-für (Bedürfnisse, Notwendigkeiten, die Grenzen des Möglichen) zu entwickeln. Und sie leistet für die körperliche Ebene Nahrung, als Vorschuss im Vertrauen auf die eine Ordnung, die sie bietet und in die andere, in die sie eingebettet ist.

    Natur und Mensch sind also nicht nur symbiotisch verbunden. Wenn es einen gemeinsamen, nur verschieden dargestellten Anspruch gibt: Sich von der Feindseligkeit zu befreien, aus sich selbst heraus autonom sein zu KÖNNEN. Denke ich an Waldgeister, Elfen und Feen, sehe ich bereits in eine von Feindseligkeit befreite Form des gemeinsamen Existierens.

    Ja, mein Lieber, wir haben noch nicht ganz fertig.

    Der war gerade zu Besuch.

    Euch einen freudigen Sonntag.
    Wolfgang

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