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Anonym-Hierarchisch-Bürokratische-System-Zivilisation (AHBSZ)

Martin Sigl

Martin Sigl

Martin Sigl postete gerade auf Facebook einen Text, der Wolfgangs Thema der Kollektiven ZivilisationsNeurose (KZN) noch etwas anders fasst und klar macht, dass aufgrund unseres Raub- und Knechtungssystems die Süchte als Flucht weiter zunehmen werden.

Herrschaft und kein Ende

Die allermeisten Menschen leben in einer Welt, die ihnen vor allem widerfährt. Es ist eine Welt, in der ihre Gestaltungskräfte nicht mehr den Erdboden in einer Weise erreichen, wie sie früher schon deshalb üblich war, weil das ursprüngliche Leben gar nicht anders funktionieren konnte. Der Mensch stand mit beiden Beinen auf dem Boden. Diese Veränderung in der Erlebensweise der Welt führt dazu, dass ihre Empfindungen nicht mehr zu dem passen, was ihnen alltäglich widerfährt.

Dieses Auseinanderklaffen von Befindlichkeit und Sein könnte man sogar in der Formulierung ausdrücken: Viele, die erfolgreich sind, sind heimlich krank und viele die so zusagen „privat“ aber eben nicht „öffentlich“ krank sind, sind erfolgreich. Erfolg ist also nicht mehr nur damit gleichzusetzen, dass es den Erfolgreichen gut geht.

Dass dieses bei Menschen, die nicht erfolgreich sind, nicht anders ist, wird eher akzeptiert. Aber im Wesentlichen nehmen sich die beiden „Populationen“ – oder „Stichproben“ nichts.

Entsprechend dominieren zunehmend die chronifizierten psychosomatischen Krankheiten, die vorwiegend durch Psychopharmaka so weit gedämpft werden, dass die Menschen trotzdem oftmals bis ins hohe Alter damit lebensfähig sind. Hinzukommen dann mit der höheren Lebenserwartung kranker Menschen noch Alzheimer und andere Demenzformen wie Parkinson und Dystonie, eine „neurologische“ Bewegungsstörung, die immer im Kontext von depressiven „Verstimmungen“ in Erscheinung treten. Ausdruck davon sind typische Zivilisations-“Krankheiten“ wie zu hoher Alkoholkonsum, deutlich erhöhte Blutfette (Cholesterin), Rauchen, Zuckerkrankheit (Diabetes), Bluthochdruck, Fettleibigkeit (Adipositas) und Bewegungsmangel.

Depression ist sicherlich die „Volksseuche“ Nummer Eins, gefolgt von allen möglichen Ersatzstrategien, die über Depressionen hinweghelfen wie übermäßigen Alkoholkonsum1. In der Rangreihe der Häufigkeiten schlägt dann das pharmaorientierte Krankheitssystem voll zu: Die Medikamentenabhängigkeit2 Bedenkt man zudem noch die so genannten „Verhaltenssüchte“, so wird deutlich, dass diese Zivilisation ein Suchtwunderland darstellt, wie man es absichtsvoll nicht hätte besser konstruieren können.

Nun ist in einer arbeitsamen Zivilisation, die mit ihrem 8-Stundentag und 40-Wochenstunden- Aktionismus die Existenz des blauen Planeten riskiert, die Krankheit der einzige akzeptierte Weg in dieser Totalität des Konformismus, der dem vereinzelten Individuum überhaupt die Chance eines wenigsten zeitweisen „Ausstiegs“ ermöglicht, der blaue Montag war einmal der Bote dieser Leidenschaft.

In analoger Weise vereinnahmt das Anonym-Hierarchisch-Bürokratische-System-Zivilisation (AHBSZ) alle Lebensäußerungen der »Äußeren Natur des Menschen«, sowie die von dieser unterschiedene und zu unterscheidende »Inneren Natur des Menschen«.

Es ist also offensichtlich die Zivilisation, welche diese Zivilisationskrankheiten nicht nur hervorbringt, sondern auch vorantreibt. Nun verbinden die Menschen – gelernter Weise – mit Zivilisation immer auch die Vorstellung von einer Hochkultur. Dass hier ein Widerspruch klafft, der einer Aufklärung harrt, wird nicht thematisiert.

So manche mögen das noch nachvollziehen. Wesentliches ist damit verbunden, was nicht als verbunden erkannt wird – es ist der psycho-energetische Vampirismus, der den Menschen ihre Energien raubt und die Depression, also das Niederdrücken der Massen weitaus wirkungsvoller vorantreibt und letztlich die Ursache ist für das sich Niederdrücklassen der Massen. Es ist der Raub der sozialen Energie durch Absaugen der Kräfte der Individuen für die Belange des Systems und durch die Vereinzelung, welche ja den Austausch von sozialer Energie unmöglich macht und zudem das Ganze als die Inkarnation des Menschlichen schlechthin im Individuum hypostasiert, so dass die Opfer sich noch dazu ganz besonders toll finden. Es ist die Perfektionierung des Sich-Selbst-Verfügbar-Machens des Menschen für das System. So stecken sie vollständig im Labyrinth oder in der Matrix, ohne die Chance zu haben, irgendetwas davon wahrzunehmen.

Dieses Auseinanderklaffen von Befindlichkeiten und Sein wurzelt darin, dass die Menschen nicht mehr richtig empfinden. Empfindungen sind es aber, welche ganz grundlegend den Menschen als ganzheitliches Wesen richtig in der Welt sein lassen.
Der Angriff auf den cartesiansichen Irrtum, den die Emotionsforschung geleistet hat, führt zur Aufklärung dieses Dilemmas.
Es ist wie der Versuch einem Labyrinth zu entkommen. Neuerdings läßt sich als Äquivalent für die Metapher des Labyrinths auch jene der Matrix verwenden.

Nun ist die Depression = das Niederdrücken = die am verbreitetste Umgangsform von Menschen mit Menschen und sie dient dem „Besten“, was der Mensch dem Menschen als „Bestes“ angedeihen lassen kann und ohne die vielfältigen Methoden von Übergriffen, welche dieses Niederdrücken strategisch „umsetzen“ – das nicht erkannte Planungsszenario ist perfekter wie jede industrielle oder militärische Planung. Denn die Herrschenden drücken ja die Menschen nicht nieder – der Inhalt allen herrschaftlichen Tuns -, weil sie das wollen, sondern weil sie das müssen, denn sie sehen es angesichts eines für universell angesehenen BÖSEN im Menschen, für zwingend geboten und deshalb mühen sie sich ab und arbeiten sich schier zu Tode, um dieses BÖSE zu kontrollieren. Dass sie hinter diesem Schleier ihre eigene psychopathische Machtbesessenheit ausleben merkt ja k(aum) einer.
Anders als alle anderen Denker sehe ich keinen Fortschritt, weder in der behaupteten guten Richtung noch einen in der weit verbreiteten Vorstellung eines Niedergangs, der irgendwo in einer Apokalypse enden müsse. Ich sehe ein inzwischen stagnierendes AHBSZ, das von Anfang (vor rund 5000 Jahren) an nicht anders war als heute, es hat nur seine vielfältigen Kleider gewechselt und hat sich allerdings immer weiter auf dem Globus verbreitet, es ist so zusagen ein Schneeballsystem mit exponentiell expandierender Selbstläuferdynamik gewesen und wird seine natürlichen Grenzen finden und müde werden wie ein Marathon-Läufer.
Das Objekt dieses AHBSZ ist die Natur und der Vorgang, um den es sich dreht, ist der in der Bibel gegebene Auftrag, sich die Natur Untertan zu machen, also sie zu unterdrücken. Die Methodik ist die des missbräuchlichen Übergriffs, verborgen hinter einem Schleier von „Heiligen“ Schriften, Massenmanipulationsideologien, die in ihrer Wirkung alles nach ihnen Kommende immer noch (!) in den Schatten stellen.
Da es zwei völlig verschiedenen Naturen gibt, die zu bedenken sind, nämlich die »Äußere Natur des Menschen«, sowie die von dieser unterschiedene und zu unterscheidende »Innere Natur des Menschen« so bieten sich diesem AHBSZ zwei Welten der Expansion, jener des Kolonialismus nach Außen und jener der Kontaminierung nach Innen.
Doch nichts an alledem ist seit rund 5000 Jahren neu. Das AHBSZ wurde damals beginnend implementiert und seit dem hat sich nichts geändert außer seine Erscheinungsformen und seine Ausbreitung.
Die Frage der Freiheit in diesem AHBSZ ist an die Verfügung über Vermögen – im doppelten Sinne des Wortes – gebunden. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Doch die Beraubung der Massen als Voraussetzung dafür, ihnen die Freiheit nehmen zu können, ist nichts neues, damit ging es los.

Dieses und noch viel mehr dann in meinem kommenden Buch mit dem Titel:

„Herrschaft und kein Ende – Die Psychodynamik von Herrschaft und Gewalt oder die Abschaffung der Mütterlichkeit – Das Ende der Illusion von einer »Heilen Welt« oder über das Gemeine Wesen und das Gemeinwesen. Oder: Heißt die Frage etwa: Wer zerstört die Welt? Also: Der Krieg der Werte!“

Ich befinde mich in der Phase der Fleißarbeit. Im Kopf ist es klar, ich muss es nur noch zu Papier bringen, werde zunehmend POSTEN und dann hoffentlich im Februar/März die ersten gedruckten Exemplare anbieten können.

DIE FUSSNOTEN:

„9,6 Liter reiner Alkohol pro Einwohner in Deutschland: Danach liegt der Alkoholverbrauch pro Einwohner in Deutschland bei 9,6 Litern reinem Alkohol – eine Zahl, die für viele sicherlich zunächst abstrakt klingt. Wenn man sich jedoch vor Augen hält, dass beispielsweise in einer Literflasche Wodka (40 Vol.-%) 400 ml reiner Alkohol enthalten ist, bekommt man schon eher eine Ahnung von der Menge Alkohol, die zusammen kommen muss, um auf die fast zehn Liter Reinalkohol zu kommen. Bei diesen 9,6 Litern handelt es sich zudem um einen Durchschnittswert, bei dem auch der Konsum von Menschen berücksichtigt wird, die wenig oder gar keinen Alkohol trinken. Das bedeutet, dass andere wiederum deutlich mehr Alkohol zu sich nehmen – sonst würde der genannte Durchschnittswert nicht erreicht. In den letzten Jahren ist der Alkoholverbrauch übrigens in kleinen Schritten zurück gegangen, im Jahr 2000 lag der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch noch bei 10,5 Litern reinem Alkohol.
Auf anschauliche Weise beschreibt die DHS den durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch beim Alkohol: 325 Flaschen Bier, 27 Flaschen Wein, 5,5 Flaschen Schaumwein und 7 Flaschen Schnaps konsumiert der bzw. die Deutsche im Schnitt. Das entspricht einer „Badewanne randvoll gefüllt mit alkoholischen Getränken“, wie die DHS in einer Pressemeldung schreibt.“ (Quelle)

„Laut dem Drogen- und Suchtbericht 2008 sind in Deutschland schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen medikamentenabhängig, andere Studiensprechen von 1,9 Millionen Menschen.“ (Quelle). Die Tablette wird des Deutschen liebstes Kind – in anderen Ländern ist es sicherlich nicht viel anders. Wie bei allen Süchten liegt gerade hier die Dunkelziffer erheblich höher. Doch das wird ja totgeschwiegen.

  1. Dezember 1, 2014 um 7:22 am

    @ Guido, Wolfgang Federleichtes und Martin

    Guido: Du lieferst eine beeindruckende Darstellung zu der Dynamik von Polaritäten, die erklärt, wie neue Eigenschaften entstehen und ins Leben/in die Natur integriert resp. harmonisiert werden. Deine Lösung sieht so aus, dass wir das, was wir als „Unnatürlich“ empfinden (Technik, Staat, Wirtschaft etc.) und das bis jetzt keine Cradle-to-cradle, sondern Cradle-to-grave ist als Teil des Natürlichen erkennen und in gemäßigter Form mit dem Natürlichen verschmelzen oder ins Natürliche integrieren. Nach dem Zenit, geht es wieder runter ins Tal, sagst Du, wo das Auenland auf uns wartet, während beim Abstieg die technische Entwicklung fortan Rücksicht auf die ANDEREN nimmt und entsprechend auf ein erträgliches Maß um- oder zurückgebaut wird.

    Was Du beschreibst, stimmt für ein gesundes System, das zu einer HARMONISIERUNG in der Lage ist. Ich wünschte, Du hättest Recht. Für mich sieht es eher so aus, dass wir in einem durch und durch kranken System leben, das mit dem Untergang der Natur und nicht mit einer HARMONISIERUNG des Natürlichen und Technischen endet.

    Wolfgang Federleichtes: Du beobachtest die Natur und sagst, es gibt irgendwo noch ein Problem, das wir nicht gelöst haben. Ein Trauma. Einen Systemfehler. Irgendwas in der Natur ist anders als bei uns Menschen. Es gibt da irgendwo einen feindseligen Geist. Ich fürchte, Du hast Recht.

    Martin: Stell Dir mal vor, Du bist der Baum des Lebens. Wenn ich Dich frage, was die Früchte dieses Baumes sind, würdest Du dann nicht antworten: Meine Kinder?

    Ich nehme euch drei jetzt mit in die Bibel, in die Sündenfallgeschichte. Wolfgang Federleichtes sagt: Es gibt keinen Sündenfall. Es gibt keine Schuld. Es gibt keine Verantwortung. Das sind Produkte des feindseligen Geistes. Oh doch. Es gibt einen Sündenfall.

    Schauen wir, was sich in der Mitte des Paradieses befindet: dort findet sich der Baum der Erkenntnis (des Guten und des Schlechten), der gleichzeitig auch der Baum des Lebens ist. In der Mitte des Paradieses befindet sich aber noch etwas anderes, besser gesagt, jemand anderes: nämlich Adam und Eva. Mit dem Baum der Erkenntnis und des Lebens sind Adam und Eva gemeint. Der Baum des Lebens symbolisiert Fruchtbarkeit und Sexualität. Deshalb heißt es im Fortgang „Adam erkannte Eva“, als er mit ihr ein Kind zeugte.

    Kinder sind die Früchte am Baum des Lebens, der Adam und Eva heißt. Eva symbolisiert den Aspekt des Lebens, Adam den Aspekt der Erkenntnis. Frage an euch: Darf man seine eigenen Kinder fressen? Adam und Eva tun es. Sie sind Kinderfresser. Sie ernähren sich von ihren Kindern. Das kann auf emotionaler, auf geistiger und/oder auf materieller Ebene passieren. Oh doch. Es gibt einen Sündenfall. Kinderfresserei ist kein Versehen. Kinderfresserei ist Schuld. Man trägt dafür Verantwortung.

    Sich von den eigenen Kindern zu ernähren, gibt es in der Natur nicht. Weder im Tier- noch im Pflanzenreich. Tiereltern ziehen ihre Kinder groß und die Kinder haben deswegen keinerlei Verpflichtung den Alten gegenüber. Tierkinder lernen von den Eltern durch Beobachtung, nicht durch Erziehung. Tierkinder haben die Möglichkeit, ein Verhalten der Eltern zu übernehmen oder nicht. Tierkinder leben ihr eigenes Leben in ihrer eigenen Zeit. Menschenkinder nicht. Menschenkinder werden durch Erziehung zu einem bestimmten Verhalten gezwungen, sodass Dankbarkeit den Eltern gegenüber und Sorge für diese als „Normalität“ erscheint. Menschenkinder werden an die Vergangenheit gekettet und nicht in die Zukunft entlassen.

    Dieser „Sündenfall“ ereignete sich in den allermeisten Naturvölkern. In den Initiationsriten wird durch brutale Foltermethoden der Eigenwille der Kinder gebrochen, damit sie fortan für die Gemeinschaft, sprich für die Alten da sind. Bei den von Wolfang Heuer hochgejubelten Aborigines gab es Zeiten, da ist die Hälfte des männlichen Nachwuches bei der Initiation umgekommen. Wer überlebt hat, zeugte Kinder und brachte, inzwischen alt geworden, ebenfalls die Hälfte davon um. Gelernt ist halt gelernt.
    Es leben die Naturvölker. Back to the roots: Nicht wahr, Wolfgang Heuer? (Ironie pur !)

    In vielen Urvölkern wie auch im alten Mesopotamien gab es den Ritus, Kinder einem Gott zu opfern. Sie wurden geschlachtet oder ins Feuer geworfen oder man ließ Baumstämme auf sie heruntersausen. In diesem Umfeld wuchsen die überlebenden Kinder auf.

    Und ihr rätselt noch darüber, worin die Traumatisierung denn bestehen könnte?

    Nicht die Technik, nicht die Zivilisation ist der Sündenfall. Sondern dass unsere Technik und unsere Zivilisation auf Kinderfresserei beruhen. Auch heute noch. Wir sind in unseren Methoden nur perfider geworden. Mit der Industrialisierung hat sich die Kinderfresserei von den Eltern zunehmend auf ein anonymes System verlagert. In materieller Hinsicht treten die Eltern heute nicht mehr als Kinderfresser auf, aber jeder hält es für normal, dass Kinder den Alten die Renten zahlen und die Alten versorgen. Allein diese Erwartungshaltung ist Kinderfresserei. Wir haben das, was eigentlich die Zukunft der Kinder und ihre Freiheit wäre, auf uns selber zurückgerichtet und sind die Nutznießer davon. Dass viele Eltern ihre Kinder auch emotional auffressen und die Kinder für die emotionalen Defizite der Alten herhalten müssen, ist auch nichts Neues. Und durch das Erziehungssystem machen wir Kinder in geistiger Hinsicht zu Klonen von uns selbst. Wir überlassen es nicht den Kindern zu WERDEN, WAS SIE SIND, stattdessen FORMEN wir sie. Sich durch Erziehung in geistiger Hinsicht in seinen Kindern abzubilden, ist eine Form von Kinderfresserei.

    Die Bibel zeigt, was geschieht. Die Nachkommen, die mehr schlecht als recht überleben, sind traumatisiert, feindselig, ängstlich und kennen nur Mühsal und Mangel. Kinder, die die Erfahrung gemacht resp. beobachtet haben, dass Liebe darin besteht, aufgefressen zu werden, haben die Furcht und das Töten inkarniert. Für solche Kinder sind Eltern zu unberechenbaren Göttern geworden.
    Aus Sicht der Kinder sieht das Ganze nämlich so aus: Gott opfert seinen eingeborenen Sohn, um die Menschen (Gemeinschaft) zu retten. Aus Sicht der Kinder sind kinderfressende Eltern übermächtige, furchterregende, absolute Gestalten.

    Was passiert, wenn man seine eigenen Kinder frisst? Antwort: Das Leben geht nicht weiter. Wie denn auch? Stattdessen geht das Leben dem Untergang entgegen. Es ist ein System des Cradle-to-Grave, für das es KEINE HARMONISIERUNG mit der Natur gibt.

    Nach der Apokalypse, der ein Drittel der Menschheit zum Opfer fällt, ist das Leben keine natürliche Angelegenheit mehr.
    Es gibt keine Rückkehr ins Paradies. Es gibt kein „gemeinsam ins Tal“.

    Stattdessen gibt es eine Stadt und das wichtigste in dieser Stadt sind die Mauern. In dieser Stadt gibt es das Lamm Gottes als Leuchte. Wenn die Stadt für den Aspekt „Form“ (Materie) steht und das Licht für den Aspekt „Leere“ (Geist), so gibt es zwischen Form und Geist keinen lebendigen Austausch mehr, was das Kennzeichen alles Lebendigen ist. Form wandelt sich nicht mehr in Leere und Leere wandelt sich nicht mehr in Form. Yin wird nicht mehr zu Yang und Yang nicht mehr Yin. Yin und Yang sind nicht mehr „lebendig“. Stattdessen ist die Stadt mit ihren Mauerwerken das Gefäß für den Geist, der nur noch Licht ist.

    Die Polarität Tag und Nacht ist in dieser künstlichen Welt aufgelöst. Das erinnert mich an ein Buch, das sich mit dem Verschwinden der Dunkelheit beschäftigt: Vom Weltraum aus gesehen werden die Lichtflecke der großen Städte immer mehr und immer größer. Sie wachsen wie ein Krebsgeschwür.

    In dieser künstlichen Welt bar jeder Natur gibt es nicht mehr den einen Lebensbaum, der alles Leben miteinander verbindet, sondern mehrere Lebensbäume. Aus dem einen Lebensbaum am Anfang sind in der Fragmentierung der Psyche mehrere geworden.
    Das Bewusstsein ist gespalten. Dieses gespaltene Bewusstsein/Leben wird durch das Lamm ernährt. In der technischen Umsetzung ist das Lamm das künstliche Licht und die Ströme kristallklaren Wassers sind das Stromnetz.
    Die fragmentierten Lebensbäume bringen nicht mehr einmal im Jahr, sondern zwölfmal im Jahr Früchte hervor, was die ganze Beschleunigungsdynamik symbolisiert.

    Die Stadt mit den Mauern, das Lamm als Leuchte, die Fragmentierung des Lebens, die Bewusstseinsspaltung, das Verschwinden der Natur, das Immer-mehr-und-immer-schneller: das alles ist ein Bild für die Seele von Kindern, die durch die Geschichte tausender Generationen hindurch von ihren Eltern gefressen wurden und immer noch werden.

    Wie es sich in dieser Stadt lebt, zeigt der obige Artikel.

    Marian

    • Dezember 1, 2014 um 4:06 pm

      Liebe Marian,

      deine ausführliche Verbindung mit dem Sündenfall

      Es gibt einen Sündenfall. Kinderfresserei

      ist sehr anregend, darüber nachzudenken und nachzuempfinden.

      Ich hatte bisher keine Idee dazu, daß mit dem Sündenfall dies gemeint sein könnte, da ich meine Eltern nicht als solche erlebte, daß sie ihr Drama (Mutters Mutter oder Vaters Vater) weitergaben. Allerdings habe ich auch immer das Bild der Fortpflanzung im Sündenfall gesehen, nur anders.

      Auch der Ansatz, daß selbstregulierende Elemente beeinträchtigt werden, fühlt sich stimmig an, so wie das

      Verschwinden der Dunkelheit

      Liebe Grüße Petra

  2. EM
    Dezember 1, 2014 um 10:12 am

    Zum Thema „Kinderfresser“

    Auszüge aus „Ein kurzer historischer Abriss über Gewalt gegen Kinder“, Autoren: Gabriele Buchner, Brigitte Cizek

    Bereits vor Jahrhunderten waren Bestrafung, Züchtigung, Drohung mit Liebesentzug, Demütigung, Spott und Verachtung geläufige Praktiken im Umgang mit Kindern. (…) So erschienen diese Praktiken erstens am geeignetsten zur Vermittlung von Werten und Normen und zweitens galten sie als gottgefällig oder böse Geister vertreibend.
    Allerdings blieb es nicht nur bei diesen „gewöhnlichen Formen“ der Kindesmisshandlung, sondern die Praxis reichte weiter bis zur sexuellen Gewalt, Verstümmelung, Aussetzung und Tötung (Radbill 1978). Kinder waren sämtlichen Formen der Gewalt und Unterdrückung ausgesetzt (DeMause 1980). (…) Zum Beispiel verweisen bereits Heldenerzählungen (…) der Sumerer vor etwa 5000 Jahren auf Kindesmisshandlung und Kindsmord. Die Tötung speziell von Neugeborenen war zumeist die einzige Lösung, um die Kinderzahl begrenzt zu halten. (…) Größtenteils erfolgten die Kindstötungen in Form von Aussetzen, Ertränken, Erdrosseln, Ersticken, Lebendig-Begraben, Verbrennen und Totschlagen, dies besonders in der römischen und hellenistischen Zeit (Radbill 1968).

    Soviel dazu.
    DAS ist ein Teil unserer „Erb.sünde“, unser Erbe, das wir seit Jahrhunderten als Information in uns tragen.

    Wurde durch das Formulieren eines biblischen Sündenfalls, gefolgt von den vier urgeschichtlichen Verfehlungsgeschichten nicht vielmehr versucht, das äußerst gewalttätige Verhalten der Menschen ua. gegen die eigenen Kinder zu begründen, einen Auslöser für die „Ursünde“, für die Kinderfresserei zu generieren?

    „Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten.“ (Röm 5,12)

    Durch einen einzigen Menschen? Wirklich? Wie wahrscheinlich ist das denn?
    Es gibt diesen Sündenfall, jedoch weder ausgelöst durch eine Schlange noch durch zwei erste Menschen. Der biblische Sündenfall stellt sich mir ua. als eine „nette“ begründende Umschreibung von Kinderfresserei und anderen menschlichen Verfehlungen dar. Das Christentum brachte eine Eindämmung bezüglich der Anzahl von Kindstötungen, Gewalt gegen Kinder blieb. Sexuelle Gewalt gegen Kinder war (und ist) ua. im Christentum verbreitet. Die Traumatisierung als vererbte und durch die Strippenzieher gezielt verstärkte Sünde schreitet fort, ja.

    Gruß
    Eva

  3. Dezember 1, 2014 um 10:51 pm

    Ich finde die Interpretationen hier ziemlich abenteuerlich, genau genommen kann ich sie nicht mal im Ansatz nachvollziehen, m.E. beschreibt der „Sündenfall“ schlicht die Entstehung der Dualität und den damit einhergehenden Kreislauf von Geburt und Tod.

    Eigentlich steht das ja auch genauso in der Bibel:

    „aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Eßt nicht davon, rührt’s auch nicht an, daß ihr nicht sterbt. Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben; sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon eßt, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist“

    (1.Mose 3, 3-5)

    „Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären“

    (1.Mose 3, 16)

    Vor dem Sündenfall gab es also weder gut/böse, noch Geburt/Tod.

    • Dezember 1, 2014 um 11:27 pm

      @EM @luna

      Meiner Ansicht nach ist weder das eine noch das andere zutreffend.

      Gewalt wird ja nicht nur an Kindern ausgeübt, sondern immer gerne an allen, die schwächer sind und sich nicht wehren können. Das trifft ja auch auf Frauen zu und Unterworfene etc.

      Dann wäre Gewalt an sich das Erbe. Aber da nicht jeder dazu neigt, kann es auch nicht fest in den Genen verankert sein.

      Auch der paradiesische „Sündenfall“ kann nicht zur Erklärung vom Beginn der Dualität herhalten.

      „…sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon eßt, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist”“

      …werdet sein wie Gott …. sagt ja schon, dass die Dualität vorher bestanden hat.
      Nun ja, dieser Gott war wohl nicht der ultimative Gott.
      Elohim heißt ja auch Götter (MZ), also auch Fortpflanzung. Wenn die Übersetzungen aus dem Sumerischen denn stimmen, wurden Menschen zunächst durch Klonen erzeugt. War wohl etwas mühsam. Konnte Gott also Recht sein, die neuen Erkenntnisse.

      Aber dieses Klonen und dann Fortpflanzen galt wahrscheinlich nur für den sumerischen und afrikanischen Raum. Woher kamen die anderen?

      • Dezember 2, 2014 um 12:08 am

        @ eva

        „“Auch der paradiesische “Sündenfall” kann nicht zur Erklärung vom Beginn der Dualität herhalten.““

        Wieso nicht, wenn man davon ausgeht, dass es sich bei der Schlange um Luzifer handelt und Luzifer der Erschaffer dieser dualistischen Welt ist, dann ist das ziemlich naheliegend.

        „“ …werdet sein wie Gott …. sagt ja schon, dass die Dualität vorher bestanden hat.““

        Nein, dieses „werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist“ ist ja die Verführung der Schlange.

        „“Nun ja, dieser Gott war wohl nicht der ultimative Gott.““

        Und dieser Gott war möglicherweise ebenfalls Luzifer, würde doch passen, erst mal was verbieten und dann in anderer Gestalt zum Verbotenen verführen.

        • Dezember 2, 2014 um 12:45 am

          @luna

          Nun ja, es ist sicher alles eine Auslegungssache, wenn nicht sogar eine Glaubenssache.

          Dass dieser Fall (falls er überhaupt so statt gefunden hat) entweder ein abgekartetes Spiel oder ein Racheakt war, kann ich mir gut vorstellen.

          Nur, ich habe Luzifer nie als den „Bösen“ gesehen. Er war für mich immer der Lichtbringer, der verteufelt wurde, um die Menschen das Licht nicht sehen zu lassen.

          Man muss wirklich Vieles, was die Authenzität der biblischen Berichte betrifft, kritisch hinterfragen. Woher kommen diese Berichte? Wer hat sie geschrieben? Mit welchem Hintergrund?

          Vieles soll ja bei der babylonischen Gefangenschaft geschrieben worden sein. Dann hatten sie aber Zugriff auf die alten sumerischen Bibliotheken. Wurden nicht auch da schon (wie beim NT) Texte passend zum Volk gemacht?

          Wann wurde aus „EL“ Gott? Es bedeutete zunächst nur Herr. Wer waren diese „Herren“ wirklich? Es muss sie gegeben haben. Von nichts kommt nichts. Allein durch Phantasie ist das nicht zu erklären.

          • Dezember 2, 2014 um 1:23 am

            @ eva

            „“Nur, ich habe Luzifer nie als den “Bösen” gesehen. Er war für mich immer der Lichtbringer, der verteufelt wurde, um die Menschen das Licht nicht sehen zu lassen.““

            Wenn aber das Licht das ist, wodurch die Illusion entstanden ist, dann ist das ja auch nicht unbedingt was „Gutes“.

            „“Man muss wirklich Vieles, was die Authenzität der biblischen Berichte betrifft, kritisch hinterfragen.““

            Sicher muss man das.

            Ich habe mit der Bibel generell auch nix am Hut, ich kenne insgesamt wohl nicht mehr als ca. 20 Bibelstellen, aber das eine oder andere könnte vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit enthalten, natürlich muss man das alles symbolisch betrachten.

        • Dezember 10, 2014 um 1:12 am

          @luna

          „‚Auch der paradiesische ‚Sündenfall‘ kann nicht zur Erklärung vom Beginn der Dualität herhalten.'“

          Wieso nicht, wenn man davon ausgeht, dass es sich bei der Schlange um Luzifer handelt und Luzifer der Erschaffer dieser dualistischen Welt ist, dann ist das ziemlich naheliegend.

          Mein „Konzept“ (welches ich, wie anderswo erwähnt, wie ALLE Konzepte nicht „ernst“ nehme), sieht grundsätzlich ähnlich aus … ich hatte kürzlich erwähnt, dass ich ausgiebig mit verschiedenen Formen von „Dunkelmeditation“ experimentiert habe – ich wiederhole mal die für hier wichtige Passage:

          … das läuft im wesentlichen immer auf sensorische Deprivation hinaus – d.h. alle von außen kommenden Sinnesreize sind idealerweise nicht da, so dass das Nach-innen-spüren, das Wahrnehmen des eigenen Innern nicht davon abgelenkt, überlagert bzw. synchronisiert wird …

          … Oder es geht in eine tiefe friedliche Stille, so wie ich es bei mir erlebt habe, in eine zeitlose Geborgenheit, am ehesten vielleicht vergleichbar mit dem Zustand im Mutterschoß. Nur unvollkommen anzudeuten, da einfach nur leerer Raum „an sich“, ohne darin befindliche „Objekte“ (z.B. verschwand für mich auch die Wahrnehmung meines Körpers als abgrenzbares Wahrnehmungsobjekt), grenzenlos, da keinerlei abgrenzbare Strukturen, alldurchdringend und gleichzeitig „voll“ mit Allem …

          Mein Fazit: Das ununterscheidbare „Ur-Dunkel“/“Formlosigkeit“/“UR-Yin“/“Feld aller Möglichkeiten“ ist für mich erfahrbar der „paradiesische Urzustand“ zeitloser Geborgenheit … und dann kam Luzifer (wörtlich: „Lichtbringer“), brachte das Licht, welches Unterschiede zum ersten Mal sichtbar macht und so unserem Wahrnehmungs- und Erkenntnisapparat überhaupt erst ermöglicht, zu funktionieren – anschließend sind dann auch unterschiedliche Differenzierungen von Licht bzw. Dunkel wahrnehmbar … d.h. die Polaritäten werden geboren, „erkennen“ sich wechselseitig und „spielen“ miteinander (übrigens, auch die Bibel verwendet „erkennen“ häufig synonym für „lieben“, ganz handfest körperlich gemeint – zumindest in der deutschen Übersetzung).

          Auf der „Lebensplattform Mensch“ geschieht das dann z.B. durch den Vorgang der Zeugung, und auf einer nächstkomplexeren Ebene durch die Geburt, sehr vereinfacht gesagt.

          Aber es beginnt in meiner Sicht schon sehr viel früher, nämlich von Anbeginn der Evolution an … beginnend bei der Schaffung der Lichtphotonen in der Genesis (ha, ich erinnere mal wieder an meinen Versuch einer „Tantrischen Genesis“ 😉 ), später dann z.B. im Übergangsbereich zwischen chemischer und biologischer Evolution durch die Entstehung von sog. „Hyperzyklen“, noch später dann durch die Entstehung der immer ausgefeilter werdenden Mustererkennungen mit stetig feiner und umfangreicher werdenden sensorischen Differenzierungen … wobei als grundlegendes Prinzip wechselseitige Kooperation zum „Nutzen“ (je nach Kontext unterschiedlich gegeben) aller jeweils Beteiligten erkennbar ist.

          Noch kurz zu „Teufel/devil/diablo“ usw.:

          Das kommt von altgriechisch „diabolos“ = der „Durcheinanderwerfer“, also diejenige (personifizierte) Kraft, die Ordnung zerstört und dadurch Unordnung schafft. Als polar gegensätzliche Kraft hierzu der „Schöpfer“, also diejenige (personifizierte) Kraft, die Ordnung schafft.

          Das ist, anders ausgedrückt, auch das zusammenspielende Gegensatzpaar (Polarität) „vergehen/werden“, oder nochmal anders gesagt etwa in der Physik „Entropie/Information“ … und BEIDES ist im Zusammenspiel notwendige Voraussetzung, dass sich eine dynamische Balance (metastabile Zustände) weit jenseits eines thermodynamischen Gleichgewichts überhaupt entwickeln kann.

          Ich vermute jetzt einfach mal etwas wild, aber durchaus begründet, dass (Entropie plus Information) eine Erhaltungssgröße ist, gewissermaßen als Ausdruck des Grundprinzips, dass sich das Universum in einem dynamischen, vernetzten, ausbalancierten energetischen Gleichgewicht befindet – vibrierende, schwingende, summende, brummende, klingende Vielfalt als Gesamtkonzert … „Die Welt ist Klang“. Die menschlichen Sinne filtern einen kleinen Teil heraus, wobei ich das aufgrund des als fraktal und holographisch beschreibbaren Aufbaus des Universums (soweit erkennbar) nicht als grundsätzliches Hindernis sehe … ein Teil enthält auch immer das Ganze.

          So etwa.

          • Dezember 10, 2014 um 2:40 am

            Ihr selbst seit zerstörend, indem ihr selbst euren eigenen Verstand missbraucht und ihn gegen euch einsetzt. Der Verstand an sich sagt euch doch, einfach und klar verständlich das was wahr ist. Nur wollt ihr es nicht hören und ertrinkt in eurem eigenen Sprachgewirr. Ihr redet euch im wahrsten sinne um den Verstand.

          • tulacelinastonebridge
            Dezember 10, 2014 um 12:26 pm

            BB, das sagt gerade wer???? 😯 Du bist ein Meister darin, Dinge zu zerstreuen und somit zu zerstören, der Unwichtigkeit preis zu geben.

            Machen das auch nicht die Höflinge bei Hof????

          • Dezember 10, 2014 um 2:55 pm

            Ich sehe das auch ein bisschen so, dass hier einige dazu neigen, alles zu zerreden, anstatt mal irgendwas auf den Punkt zu bringen.

            Um den Kommentar von Manfred als Beispiel zu nehmen:

            „“Mein Fazit: Das ununterscheidbare “Ur-Dunkel”/”Formlosigkeit”/”UR-Yin”/”Feld aller Möglichkeiten” ist für mich erfahrbar der “paradiesische Urzustand” zeitloser Geborgenheit … und dann kam Luzifer (wörtlich: “Lichtbringer”), brachte das Licht, welches Unterschiede zum ersten Mal sichtbar macht und so unserem Wahrnehmungs- und Erkenntnisapparat überhaupt erst ermöglicht, zu funktionieren – anschließend sind dann auch unterschiedliche Differenzierungen von Licht bzw. Dunkel wahrnehmbar … d.h. die Polaritäten werden geboren, “erkennen” sich wechselseitig und “spielen” miteinander““

            Das hätte m.E. vollkommen ausgereicht und auch das könnte man mindestens noch um die Hälfte kürzen, dann wäre es wesentlich klarer und aussagekräftiger.

            Noch kurz hierzu:

            „“Noch kurz zu “Teufel/devil/diablo” usw.:
            Das kommt von altgriechisch “diabolos” = der “Durcheinanderwerfer”, also diejenige (personifizierte) Kraft, die Ordnung zerstört und dadurch Unordnung schafft. Als polar gegensätzliche Kraft hierzu der “Schöpfer”, also diejenige (personifizierte) Kraft, die Ordnung schafft.““

            Ich halte „Teufel“ und „Schöpfer“ ein und dieselbe „Person“ bzw. für zwei Seiten derselben Medaille.

          • Dezember 10, 2014 um 4:45 pm

            Was Höflinge bei Hof machen, ist mir nicht bekannt, vielleicht teilen Sie ja Ihre Bettlektüre mit, der Bildung wegen. @Tula

          • Dezember 10, 2014 um 9:00 pm

            Tststs ……

            Klingt ja alles sehr hübsch, aber bei euren Kommentaren drängt sich mir immer ein geozentrisches Weltbild auf. Ich dachte, darüber wären wir lange hinaus!

          • Dezember 10, 2014 um 9:15 pm

            @ eva

            „“aber bei euren Kommentaren drängt sich mir immer ein geozentrisches Weltbild auf.““

            Wo siehst Du einen Bezug zum geozentrischen Weltbild?

          • Dezember 10, 2014 um 9:46 pm

            @luna

            „Wo siehst Du einen Bezug zum geozentrischen Weltbild?“

            Nun ja. Wie soll z. B. die Dualität mit Luzifer angefangen haben?! Und warum soll der olle Luzifer scih ausgerechnet die Erde ausgesucht haben? Die Erde ist solch ein P…. kleines Teil am äußeren Rande unserer Galaxie. Das bedeutet auch, dass sie mit ihrer Entwicklung hinten an ist.
            Verglichen mit dem Universum ist die Erde überhaupt nicht erwähnenswert.

            Manfred geht auch von der alt-hergebrachten Evolution aus: Die Ursuppe, chemische, biologische Reaktionen und dann wohl Mutationen, um das Darwinsche Weltbild zu bedienen.

            Als wäre die Erde der Planet, nach dem sich alles richten muss. (Wenn es hier nicht geht, geht es auch woanders nicht.)

            Möglicherweise verstehe ich dich ja falsch und du hast andere Gedanken noch im Hinterkopf versteckt. 😉

  4. Dezember 2, 2014 um 1:56 am

    In einer bildhaften Sprache, in die auch Ereignisse oder Landschaftsbeschreibungen der Außenwelt einfließen können, erzählen uns mythische Geschichten etwas über unsere Seele, über unsere Innenwelt. Die Bibel ist ein solcher Text, der über die Innenwelt erzählt. Ereignisse, die in der Außenwelt stattgefunden haben, wie die Herrschaft von bestimmten Königen oder der Bau eines Tempels sind, dabei Beiwerk.

    Die Bibel als Gesamtwerk erzählt bilderreich, wie eine Bewusstseinsspaltung in ihren verschiedenen Schritten abläuft. Der Sündenfall ist der Beginn der Bewusstseinsspaltung, im Schlussbild mit der Beschreibung der menschenleeren, toten Stadt aus einerseits dem kristallartigen Mauerwerk und andererseits dem „Licht des Lamms“ ist diese Bewusstseinsspaltung vollzogen. Dazwischen wird der Prozess der Spaltung beschrieben.

    In der Sündenfall-Geschichte wird vom Anfang und der Ursache dieser Spaltung erzählt. Die Dualität besteht nicht allein darin, dass wir gut/böse oder Leben/Tod unterscheiden können. Sie ist viel umfassender, weil sie den einheitlichen Bewusstseinsstrom in uns (unsere Seele) in zwei Teile zerrissen hat. Gut/böse oder Leben/Tod bilden da nur einen kleinen Teil davon, nämlich mentale Wahrnehmungen.

    Vor dem Sündenfall war unser Körperbewusstsein und das mentale Bewusstsein eine Einheit. Über das Körperbewusstsein waren wir mit dem Gesamtbewusstsein der Erde verbunden, über das mentale Bewusstsein mit dem Himmel. Oder in anderen Worten: Erde steht für den materiellen Aspekt und der materielle Aspekt bedeutet Bindung/Verbundenheit, d.h.Immanenz. Himmel steht für Weite/Leere, also Raum d.h. Transzendenz. Der Lebensstrom ist die Einheit aus diesen beiden Aspekten. Und genau das wurde in uns zerrissen.

    Der Lebensstrom geht durch die Lebewesen hindurch von den Eltern zu den Nachkommen. Nur so ist Neues möglich. Solange der Lebensstrom ungeteilt in dieser Richtung fließt, ist er ewig. Diesem Lebensstrom entspringen für kurze oder längere Zeit die Lebewesen, bevor sie wieder in den Strom zurückfallen. Solange man mit dem gesamten Lebenstrom identifiziert ist, hat man das Gefühl, dass man ewig lebt. Es ist nicht damit gemeint, dass das einzelne Lebewesen in immer derselben Form ewig lebt. Wird der Lebensstrom geteilt und fließt in verschiedene Richtungen, wird er allmählich immer schwächer und versiegt irgendwann. Bis jetzt gleichen wir das so entstehende Defizit durch immer mehr technische Hilfsmittel aus.
    Wenn Eltern sich von ihren Kindern ernähren, sie als ihren Besitz ansehen, sie formen und nach ihrem Willen erziehen, lenken sie einen Teil dieses Lebensstroms auf sich zurück und teilen ihn dadurch.

    Daher wissen wir jetzt, was gut und böse ist: gut ist ein ungeteilter Lebensstrom, böse ein geteilter. Leben ist ein ungeteilter Bewusstseinsstrom, Tod ein geteilter. Gut ist, was uns leben lässt, böse ist, was uns sterben lässt.

    Wir Menschen identifizieren uns zunehmend nur noch mit dem mentalen Bewusstsein, dem Aspekt des Lichts, das wir in unserem inneren Erleben als feinsstofflich empfinden. Wir verlieren allmählich den Bezug zu unserem Körperbewusstsein, denn in diesem Körperbewusstsein ist all der Schmerz gespeichert, denn wir im Laufe unserer Geschichte unseren Nachkommen einerseits zugefügt haben und der uns andererseits zugefügt wurde. Viele Menschen spalten das Körperbewusstsein ganz ab und verlieren den Zugang dazu. Materie und Licht in ihrer Trennung erleben wir im mentalen Bewusstsein beides als unbelebt. In ihrer Einheit sind sie jedoch Leben, und in der Einheit ist der ganze Kosmos belebt. In der Einheit gibt es nichts außer Leben.

    Genau diese Geschichte wird in der Bibel erzählt. Das Schlussbild mit der kristallinen Stadt und der ewigen Beleuchtung wird in unseren Mega-Cities gruselige Realität. Es ist kein Platz, in dem Kinder noch aufwachsen können und das Leben weitergehen kann.

    • Dezember 2, 2014 um 2:31 am

      PS: Wenn ich „wir“ sage, meine ich damit die Gesellschaft. Nicht einzelne Personen.

    • EM
      Dezember 2, 2014 um 3:18 pm

      Lieber Marian

      ist wirklich das, was uns sterben lässt böse? Ist es nicht womöglich das, was uns im Leben leiden lässt (obwohl auch Leid manchmal Positives nach sich zieht), uns hilflos, wehrlos macht, in die Passivität zwingt?

      Ich weiß es ehrlich nicht. Ich sehe Gut und Böse auf einer Art Skala von Herzensgut bis Abgrundtiefböse, mit vielen Zwischenstufen dazwischen.

      Ich habe vor genau 20 Jahren den Anfang des Sterbeprozesses (Herz-Kreislauf-Stillstand) erlebt. Seither glaube ich zu wissen, dass Seele unsterblich ist, ohne den Sterbeprozess bis zum Ende erlebt zu haben.

      Wäre es das Böse, was mich in diesen besonderen, ja einzigartigen, physislosen Zustand des reinen Denkens versetzt hat, ich wäre ihm zu Dank verpflichtet. Ist es das Gute, das mich doch am Leben ließ, habe ich diesem gleichermaßen zu danken. Dilemma.

      Herzlichen Gruß
      Eva

    • Dezember 2, 2014 um 5:12 pm

      „“Das Schlussbild mit der kristallinen Stadt und der ewigen Beleuchtung wird in unseren Mega-Cities gruselige Realität. Es ist kein Platz, in dem Kinder noch aufwachsen können und das Leben weitergehen kann.““

      Keine Ahnung, was immer alle gegen Großstädte haben, aber das mit den Kindern trifft zumindest auf Berlin nicht zu. Es gibt überall Parks, in manchen Stadtteilen ca. alle 100m einen Spielplatz (hab‘ gegoogelt, es sind insgesamt 1850 öffentliche Spielplätze) und jede Menge sonstige Freizeitangebote für Kinder, vom „Pregnancy Hill“ (Prenzlauer Berg) will ich gar nicht erst anfangen, da darf man ohne Kind ja schon fast nicht mehr rein…

    • tulacelinastonebridge
      Dezember 5, 2014 um 9:43 am

      Ich finde „Sündenfall“ ein absolut deplatziertes Wort. können wir es nicht durch, z.b. „mit dem Eintritt in die 3.D Erdenwelt“ ersetzen?

      • Dezember 5, 2014 um 10:02 am

        Interessante Idee. Hast Du Anhaltspunkte, dass genau das der Fall war.

        Es gibt ja auch noch die Theorie, dass die frühen Menschen von Außerirdischen in dieser 3D-Welt gentechnisch manipuliert wurden und von ihren Herren „betreut“ wurden, sprich arbeiten für sie und im Gegenzug Kost und Logie frei erhielten, also alles hatten, was sie brauchten.
        Und dann ist einer von Ihnen hergangen, und hat ihnen eingeschenkt, dass sie tatsächlich ihre Sklaven sind. Quasi so, wie die Erkenntnis, dass wir inzwischen Sklaven unseres Geldsystems geworden sind, das dazu dienst, dass die Herren des Geldes von der Arbeit anderer leben können.

        • tulacelinastonebridge
          Dezember 5, 2014 um 10:15 am

          Zur ersten Frage…..Martin fühl dich mal rein, stell dir vor du bist ein Wesen außerhalb 3D, dann geh in die 3D Erdenwelt rein oder schwebe rein.
          Dann weißt du es.
          Ja es war so, auf die erste Inkarnation ….. Adam und Eva, folgte der Tod und die Reinkarnation begann…..Kain und Abel.

          Adam und Eva, Kain und Abel ist jeden einzelnen Menschen sein Werdegang.

          Zum zweiten Teil…..ja es war so, nur musst du diesen Gruselgeschichteneffekt von deiner Aussagen löschen, a la Hollywood muss weg.
          Und wenn du statt deiner Steven King Version, eine Jerome K. Jerome Version draus machst, dann stimmts wieder. So ungefähr jedenfalls. 😉

          • Dezember 5, 2014 um 11:43 am

            Muss ich mal verdauen …

          • Dezember 5, 2014 um 4:15 pm

            Petra gibt auch noch einen Hinweis darauf, dass hier auf der Erde die Wesen kommen, um zu materialisieren …

          • tulacelinastonebridge
            Dezember 5, 2014 um 5:59 pm

            mmhhh wie meinst du das jetzt Martin, gibt es außer materialisieren noch eine Möglichkeit hier zu leben??????

          • Dezember 5, 2014 um 6:05 pm

            Nun, für den Großteil der Menschen in Deutschland dürfte die Idee, dass eine vorhandene Seele in einer anderen Dimension sich in diese Welt inkarniert = materiaslisisert, völlig abwegig sein. Bisher war ich da auch sehr skeptisch und beginne mich, dieser Möglichkeit zu öffnen.

          • tulacelinastonebridge
            Dezember 5, 2014 um 6:14 pm

            Martin, jede Geburt ist eine Materialisation, ob Mann oder Maus.

            Alle anderen Materialisationen, sind äußerst selten und nicht der Rede wert.

            Es wird vielleicht erst wichtig, wenn man die Wahrnehmung ausdehnt.

            Aber leider leider ist die Bewußtseinsentwicklung hier auf den Planeten nicht wirklich ansteckend.

          • Dezember 5, 2014 um 6:55 pm

            Jo, ich würde mich gerne anstecken lassen 🙂
            Jedenfalls habe ich keine Erinnerungen an meine Materialsierungen …

          • tulacelinastonebridge
            Dezember 5, 2014 um 10:35 pm

            🙂 die nächste Entmaterialisierung kommt bestimmt schneller als man denkt. Der Tod!

            Und die neue Materialisierung wird bestimmt nicht lang auf sich warten lassen. Die Geburt!

            Zwei gute Gelegenheiten mehr über dieses „Mysterium“ zu erfahren.

        • tulacelinastonebridge
    • tulacelinastonebridge
      Dezember 5, 2014 um 10:03 am

      Ja und Bibel, dokumentiert ja wunderbar unsere Gesellschalt.
      Es gibt die Politikkaste, Religionskaste, Geldkaste und die Menschen selbst haben sowieso in ihrer eigenen Welt gelebt.
      Da hat sich bis heute nichts geändert.

  5. Dezember 2, 2014 um 4:32 am

    Hat dies auf Walter Friedmann rebloggt und kommentierte:
    Herrschaft und kein Ende

  6. Dezember 5, 2014 um 2:51 am

    Ich habe den Text des Beitrages gelesen. Martin Sigl ist einer der wenigen, die tiefer schauen und ähnliches erkennen wie ich – und nicht verdrängen, wie ansonsten die große Mehrheit.

    Vor einigen Tagen fand ich im net einen Film mit einer jungen Frau, die sehr authentisch-glaubwürdig über ihre Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle spricht – was mich sehr berührt hat:

    Dieses Beispiel zeigt mir, daß es noch immer oder schon wieder – auch junge – Menschen gibt, die das Falsche / Kranke / Irre usw. an der zivilisierten Gesellschaft wahrnehmen/ fühlen und auch in Worte fassen und darlegen können.

    In der Bibel heißt es:

    „Es ist dir / euch gesagt, was gut ist.“

    Dazu brauchen wir aber eigentlich keine Bibel oder andere (Heilige) Schriften, sondern einzig und allein unser UNGESTÖRTES / UNBEEINTRÄCHTIGTES Gewissen; unsere Seele. DORT ist uns „gesagt, was gut ist“.

    Deshalb haben insbesondere – noch untraumatisierte, unverstellte – KINDER und seltener dann auch erwachsene Menschen ein Gespür dafür, was richtig / gut ist. Nur ist es unter dem Eindruck der – kranken, irren – (Mehrheits-)“Normalität“ der zivilisierten Gesellschaft so schwer / schwierig, dem Gewissen, der Seele, zu folgen.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

    • Dezember 5, 2014 um 7:57 am

      Vielen Dank für das Video mit dieser hörenswerten AN.sprache!

      Sie spricht so Vieles an, was wir hier beleuchtet haben und noch viel Mehr.

      Eine schönen Tag wünsche ich allen.
      Martin

      • Dezember 5, 2014 um 12:50 pm

        @Martin,

        yo dann packen Sie mal Ihren Werkzeugkoffer und reparieren Sie die Welt. 😉

        • Dezember 5, 2014 um 4:13 pm

          🙂 Wenn wir unsere Welt selbst erdenken, könnte es doch was werden 😉

          Wie sagt meine Liebste immer wieder, um mich wieder auf den Boden zu bringen:

          Martin, was willst Du da draußen die Welt retten?
          Sieh lieber zu, dass unser kleines Reich hier lebenwert ist.

          Man hört häufiger, der Mann sei praktisch veranlagt. In diesem Fall scheint mir dann die Frau doch die Nase vorn zu haben …

          • Dezember 5, 2014 um 9:27 pm

            Martin, was willst Du da draußen die Welt retten?
            Sieh lieber zu, dass unser kleines Reich hier lebenwert ist.

            Man hört häufiger, der Mann sei praktisch veranlagt. In diesem Fall scheint mir dann die Frau doch die Nase vorn zu haben …zitatende

            @Martin,

            Sie sehen selbst, wie wichtig Kofferpacken ist 😉

          • Dezember 5, 2014 um 9:28 pm

            wohin?

    • Dezember 5, 2014 um 12:47 pm

      Vor einigen Tagen fand ich im net einen Film mit einer jungen Frau, die sehr authentisch-glaubwürdig über ihre Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle spricht – was mich sehr berührt hat:Zitatende

      „sehr authentisch“, „glaubwürdig“, Über „ihre Wahr-nehmungen“ „Gedanken“ „Gefühle“ spricht

      @heureka,

      den Film link verwechselt oder wo haben sie solch einen Vor-trag gefunden?

      „was mich sehr berührt hat“

      Was hat Sie berührt? oder anders gefragt was hat Ihnen gefallen? Weil NICHT gefallen sollte es Ihnen bestimmt nicht. Deshalb ja.

    • Dezember 5, 2014 um 7:43 pm

      Ich habe mir das Video angesehen und kann nur sagen: Halleluja!

      Die üblichen Verschwörungstheoretiker/Esoteriker/Weltverbesserer-Phrasen, das würde ich schon fast als „Best of“ bezeichnen und das dann auch noch sinnlos aneinandergereiht, Hauptsache, es klingt gut.

      Ob das wirklich auf ihren Mist gewachsen ist, ist m.E. zweifelhaft, denn ich habe stellenweise den Eindruck, sie weiß nicht so richtig, wovon sie spricht (kein Wunder, ich verstehe es nämlich auch nicht, weil es keinen Sinn ergibt) und hat sich inhaltlich auch gar nicht groß mit dem Text beschäftigt, sondern ihn nur mehr oder weniger auswendig gelernt (sonst hätte sie möglicherweise gemerkt, dass er keinen Sinn ergibt).

      So wie sie den zum Teil herunterleiert, sich dabei ständig verhaspelt und Wörter falsch betont, kommt das für mich jedenfalls nicht glaubhaft rüber (und dass sie noch nicht einmal wusste, dass David Icke Engländer und kein Amerikaner ist, hat auch nicht gerade geholfen).

      Und dann noch dieser Fauxpas:

      „Somit braucht es Disziplin, Aufdecker, Aussprechen von Wahrheit, vor allem liebe Mitmenschen: Aktion, Boykottierung, ohne Gewalt, mit LIEBE.“

      Und dann der nächste Satz:

      „Ich habe einen unglaublich großen Hass auf diese WM“

      Mehr Widerspruch geht ja schon fast gar nicht.

      P.S.

      Berührt hat mich das Ganze auch. Allerdings peinlich.

      • Dezember 5, 2014 um 7:57 pm

        Nur, weil sie authentisch bleibt, und sich verspricht, eben weil sie nicht wie ein geschliffener Politprofi ist, heißt das noch lange nicht, dass sie Unrecht hat.

        Und wer Verschwörungen anspricht, läuft immer Gefahr, in die passende Ecke gestellt zu werden. In Summe hat sie mir daher auch gut gefallen.

        Das wiederum ist mir nicht peinlich 😉

        • Dezember 5, 2014 um 8:05 pm

          @Martin,

          wie kann jemand „authentisch“ sein, der nicht einmal weis, von was er/sie/es da spricht? Allenfalls „authentisch“ in diesem Sinn, „nicht zu wissen, was ich da eigentlich treibe“, na nun hat DAS nun rein garnichts mit Authentizität zu tun. Es wäre allenfalls eine authentische Darstellung und eine Darstellung kann nie Authentisch sein 😉

          • Dezember 5, 2014 um 8:18 pm

            Authentisch ist für mich ein Mensch, der sich so gibt wie er sich fühlt, und keine Rollen spielt, also keine Erwartungshaltungserfüllung praktiziert, wie die meisten dressierten Menschen in unserer zivilisierten Welt …

          • Dezember 5, 2014 um 8:48 pm

            @Martin,

            ob Sie nun authentische Menschen erwarten oder aus ihrer Erwartung heraus Menschen die eine Rolle spielen als deren Gegenpart erkennen wollen, spielt keine Rolle. Es ist alles dasselbe.

          • Dezember 5, 2014 um 8:59 pm

            Spitzfindigkeit …

          • Dezember 5, 2014 um 9:17 pm

            Spitzfindigkeit …

            Nein, Spitzfindigkeit ist eher zurückzuführen auf scharfes, grübelndes nachdenken. Dafür habe ich keine Zeit lach

        • Dezember 5, 2014 um 8:28 pm

          @ Martin

          Ich habe nicht gesagt, dass sie Unrecht hat, sondern dass der Text aus sinnlos aneinandergereihten Plattitüden besteht und m.E. nicht von ihr geschrieben wurde.

          Und dass sie stellenweise nicht weiß, wovon sie spricht, kann man deutlich an ihrem Gesicht sehen.

          Ich würde es wie Böser Bub auch bestenfalls als „authentische Darstellung“ bezeichnen.

      • Dezember 5, 2014 um 8:00 pm

        na mit dem „halleluja“ hast du nicht ganz unrecht @luna, lach

        nur offeriere dir das selbst 😉

        Halleluja ist die deutsche Transkription des hebräischen הַלְּלוּיָהּ (hallelu-Jáh), das sich aus dem Imperativ Plural preiset von hillel (hebräisch für „preisen, verherrlichen, ausrufen“) und Jah, der Kurzform des Gottesnamens JHWH, zusammensetzt. Wörtliche Übersetzung: Lobt Jah!

        • Dezember 5, 2014 um 8:26 pm

          Auch ohne Lu.pe erkenne ich das lu wie Luege – also kein Au.sruf der mir gefällt oder über die Lippen gehen mag. 😉

        • Dezember 5, 2014 um 8:47 pm

          @ Böser Bub

          Das Wort „Halleluja“ habe ich zwar nicht direkt absichtlich, aber tatsächlich so halb bewusst gewählt, hatte da noch dunkel was über die Bedeutung im Hinterkopf.

          Naja, passt ja. 😉

          • Dezember 5, 2014 um 8:51 pm

            @luna,

            beobachte die Buchstabensuppe, die ist am überkochen lach

  7. Dezember 5, 2014 um 8:12 pm

    von fingerphilosoph

    Vor dem Sündenfall war unser Körperbewusstsein und das mentale Bewusstsein eine Einheit

    Ich gehe eher davon aus, daß vor dem „App.fel vom Baum der Erkenntnis“ der Mensch ein Lulu – ein Lamm ohne Seele (li.cht) war. Wir hatten vielleicht tierisches Schwarm-Bewusstsein, wenn überhaupt und waren unfruchtbar, die Quint-Essence „Fe“ (fünf) fe.hlte). Von einer Einheit mit der göttlichen Quelle gehe ich nicht aus.
    Randbemerkung: Bor (Guido) wie born ist auch okay, doch „or“ wie Orange halte ich für ein Synonym für „Au“ Gold: b.or.n bedeutet also: birgt Gold (göttliches Bewusstsein), das gebunden „n“ ist.

    Im übrigen wurde diese erste Version „Adapa“ durch die erste Sintflut oder sonstiges ausgelöscht. Außerdem gab es nur Nachkommen der Menschen (Titanen) dadurch, daß sich die Elohim zu den Mädchen und Frauen legten. Auch die Titanen galten als sündhaft – warum? weil Menschen und Götter gemischt wurden und aneinander gebunden waren. Die Titanen wurden getötet, Enlil forderte eine Sintflut, um die Verantwortung der Götter für die Menschen (genetisch, Seelen-Anteil) zu tilgen.

    Nur Enki wollte das nicht, war er doch mehr als die anderen Götter mit uns Menschen verbunden (seine Gene – wir sind Enkel), sogar unser Erschaffer zusammen mit Nammu – die wahrscheinlich auch seine Mutter Id.una ist. Eine meiner vielen Fragen: Ist Id.una enger mit der URschöpferkraft gebunden als die sogenannten raumfahrenden Götter, die nur Aspekte der himmlischen Götter sind?

    Die zweite Erschaffung des Menschen „Adama“ von Ea/Enki gefiel selbst AN und er schaute sich den Burschen an. Ea/Enki wurde noch als Ea in den Masoreten als guter Hirte genannt (Hirtenstab des Papstes, der m.E. nicht die Weisheit Enkis haben kann).
    Den Link kann ich nicht setzen, kurz nachdem ich die Stelle auf den Seiten einer theologischen Universät fand, wurde der Zugang durch Kennwort geschützt.

    Ea/Enki ist also der Erschaffer und guter Hirte des Menschen, eher der Gott aus dem neuen Testament. Wie dem auch sei, seine Mutter? wirkte mit, griechisch Minerva (gilt älter als Zeus). Als Prometheus fügte Ea das göttliche Feuer hinzu (Seele, Fe, Or, Au, Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit der Götter) – durch die Reinkarnation.

    Warum, hat sich Ea seinem Vater widersetzt oder gefiel es nur dem Enlil-Klan nicht?
    Ein erstgeborener Sohn (primo) gilt als der, der die meisten Aspekte seines Vaters in sich trägt und seinem Vater (AN) ähnlicher (Ea) ist und a.eh.n.licher wirkt als z.B. Enlil als Zweitgeborener. Die Söhne Enlils waren im übrigen so eifersüchtige Götter oder soll man sagen Gott singular (Nannar Sin z.B.), daß er als Echnation und Moses die alten Götter verdrängen wollte. Nicht nur, daß er Marduk- und andere Tempel zerstörte, er wollte auch den Monotheismus (keinen anderen Gott neben mir), der traurigweise mehr zur Polarität durch Verbote, alte Götter zu ehren, beigetragen hat, als es Menschen zu gewähren, ihre verschiedenen Göttern zu ehren (keine Ahnung, was mit Blut-Opfern alles in den Bereich von Propaganda fällt, da auch das Räuchern zu Opferriten gehörte: z.B. Beifuß, Weihrauch, Wacholder usw. und Blumen streuen).

    Als Prometheus wurde Ea/Enki „in den Tartaros“ oder die Unterwelt von Zeus (Titel für Enlil zu jener Zeit) für diese Verknüpfung mit den Göttern verbannt und als Luzifer wurde er als Verführer der Menschen verteufelt.

    Noch mal:
    1. Warum hat Ea/Enki die Götter an die Menschen gebunden? Andersherum:
    2. Warum hat Enki die Menschen an die Götter gebunden?

    Die 2. Frage macht für mich weniger Sinn als die Erste. Vielleicht hat er auch nur SICH Selbst an die Menschen gebunden? Konnte man den Göttern nicht trauen? Ihre eigene Schöpfung nach Belieben wieder zu tilgen? Wenn aber eine unerwünschte Verbindung geschaffen wurde, welche Götter wünschten keine Verbindung („Blaublütler“) zu „ganz gewöhnlichen Me.nschen“, die mehr nach der Mutter (Idunas Mitochondrien!) kommen, als nach dem Vater „Personen“?

    Schließlich stellt sich die für mich wesentliche Frage:
    Sind wir eher geschützt durch Verbundenheit an die Ur-Schöpfung (Ur.MEer) durch die Mutter-Essence (Me.nsch) und haben nur durch die Propaganda der letzten 2 – 3 Tsd. Jahre ein Ziel vorgegeben bekommen, nämlich in den Himmel zu kommen (zum Vater)? Und das muss gar nicht unser wahres Ziel oder und schon gar nicht unsere Aufgabe sein.

    • Dezember 5, 2014 um 8:19 pm

      Ergänzung: ID – Id.entität – anagramm Di – di.vine, di.vidieren – nicht nur Wortspiel !

  8. federleichtes
    Dezember 10, 2014 um 5:02 am

    Manfred handelte sich auf einen Kommentar Folgendes von Böserbub ein:

    „Ihr selbst seit zerstörend, indem ihr selbst euren eigenen Verstand missbraucht und ihn gegen euch einsetzt. Der Verstand an sich sagt euch doch, einfach und klar verständlich das was wahr ist. Nur wollt ihr es nicht hören und ertrinkt in eurem eigenen Sprachgewirr. Ihr redet euch im wahrsten sinne um den Verstand.“

    Ich wäre Ihnen Dankbar, Herr Böserbub, wenn Sie mich ausdrücklich in das „Ihr“ mit einbeziehen. Einfach nur so. (Muss doch davon ausgehen, dass Sie im Besitz DES Verstandes sind – ein Verstand, in dessen Besitz ich um keinen Preis kommen möchte.)

    Lieber Manfred,

    nachdem Wolfgang Heuer mich – ergreifend einfühlsam – in ein „Loch“ schrieb (das ich seitdem verwirrt umher irrend vergeblich suche), bin ich sehr dankbar, nun mit Dir das Los der Verstandeslosigkeit teilen zu dürfen. Ohne Verstand im Loch-Sein. Vermutlich bin ich noch nicht am Ende meiner Karriereleiter angekommen.

    Sobald ich mein Loch gefunden habe, schreibe ich Dir (liebe Grüße an Euch von uns) mal die Geschichte, warum ich gleich unterschreibe mit

    Wolfgang Schwanzmeise

    (Bald kommen wieder ein paar Bilder – die Rechnung ist bezahlt)

    • Dezember 10, 2014 um 8:01 am

      Warum so Vorwurfsvoll lach

      Steht keine Absicht dessen dahinter.

      Man sagt doch: Die Einen trinken sich um den Verstand und ich füge hinzu, und die Anderen reden sich um den Verstand.

      Why not.

      Sehen Sie es gelassen, und lassen Sie die Löcher im Käse, sind ja Löcher mit Geschmack drumherum.

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