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Kaltgepresstes Lebenselixir

Nicht nur Alchemisten waren stets auf der Suche nach verschiedenen Elixieren, um Unerwünschtes in Erwünschtes bzw. Wertloses in Wertvolles zu transformieren. Auch das Leben im Ganzen scheint auf der Suche nach einem solchen Elixier zu sein. Doch während wir EINEN, als Menschen verkörpertes Bewusstsein, noch suchen, haben die ANDEREN, in Form aller anderen bewussten Erscheinungsformen, längst ein solches Elixier parat, es in seiner Essenz durch alle Zeiten bewahrend. Komme, was da will.
Daher trügt besagter Schein, dass das Leben im Ganzen auf der Suche ist, denn in Wirklichkeit lassen die ANDEREN uns EINEN etwas suchen, während sie selbst alle “Hände“ voll damit zu tun haben, jene Essenz weiterhin bewahren zu können. Die Essenz, die für die Lösung eines PROBLEMS notwendig, sprich, wesentlich ist.
Die Bewahrung dieser Essenz gestaltet sich dabei als wahrer Fortschritt der ANDEREN. Die Suche, auf der wir EINEN uns dagegen befinden, ist der technologische Fortschritt, der längst nicht mit der Erschaffung des KINDLE FIREs endete, aber vielleicht mit der Domestizierung eines natürlichen Feuers begann.

Ideas that enter the mind under fire
remain there securely and for ever.
Leon Trotsky

Um aber die Bewahrung der Essenz auch durch schwierigste Zeiten voller Unordnung und Herausforderungen gewährleisten zu können, bedarf es, seitens der ANDEREN, aller Möglichkeiten ihrer Verkörperungen, damit die Notwendigkeit, als Weitergabe der Flamme, welche das Ziel der Problematisierung des PROBLEMS ist, erfüllt werden kann. Daher steht diese Essenz stellvertretend für das Kohärenzgefühl, mit dem das Leben die Bewusstwerdung der Problematik und den Lösungsweg des zugrunde liegenden PROBLEMS HARMONISIEREN kann.

Wie aber kann dieses erreicht werden und wonach genau suchen wir EINEN eigentlich, welches die ANDEREN für sich nicht finden können ?

Zieht man als Metapher des bisher Erwähnten die Gewinnung von kaltgepresstem Öl heran, dann könnte vielleicht deutlich werden, was es mit dem Leben und dem Fortschritt, im polaren Wechselspiel der ANDEREN und uns EINEN, wirklich auf sich hat.

Öl wird mittels Pressung aus Kernen gewonnen. Dafür benötigt man die Kerne, die Presse und ein Gefäß, um das Öl aufzufangen. Folgende Grafik verdeutlicht das Vorhaben:

presse1Kaltpressung von Ölsaaten zur Ölgewinnung

Entsprechen der Metapher wird selbige Grafik nun anders beschriftet:

presse2Gewinnung des Lebenselixirs aus dem “Kern“ von Lebewesen

Je unmittelbarer die Pressung beginnt und je ordentlicher die Verarbeitung, mitsamt direkter Abfüllung, desto höher ist die Güte des Öls, ausgedrückt durch die Lichtspeicherfähigkeit des Elixiers, welches das Öl ist. Einzelheiten dazu finden sich hier:

… “Zum Beispiel kann ein Weizenkorn noch keimen, Vollkorn-Weizenmehl dagegen nicht. Beide enthalten dieselben Stoffe und sind daher chemisch nicht zu unterscheiden. Anders mit der Biophotonenanalyse: Mit ihr lässt sich prüfen, ob das Korn noch keimen kann. „Der Grund liegt in der Struktur, in der Ordnung der Stoffe. Die Lichtspeicherfähigkeit ist ein Maß für den Organisationsgrad“, erläutert Popp. Das ganze Korn ist so zu sagen organisierter als das gemahlene.“ …

Die Güte ergibt sich aus der Fähigkeit der Kerne die Information des Sonnenlichts zu bewahren. Übertragen auf die Metapher ist diese Lichtspeicherfähigkeit das Wesen des Lebens, die Fähigkeit zur HARMONISIERUNG der Lebensgemeinschaft … und damit das Lebenselixir. Woraus sich nun Folgendes für das Wirken des Lebens, verkörpert als die ANDEREN und als wir EINEN, sowie für die jeweiligen Ausdrucksformen von Fortschritt ergibt:

  • die Presse benötigt das Gefäß, das Gefäß die Presse, beide gemeinsam die Kerne und diese das Sonnenlicht
  • die Herausforderung ergibt sich durch den Einfluss der Umgebung auf das Elixir, d. h. die Abfüllung muss unmittelbar während der Pressung geschehen
  • das bedeutet, dass der Druck der Presse immer mit dem Sog (Vakuum) des Gefäßes HARMONIEREN muss, um die höchste Güte des Elixiers unter den jeweils gegebenen Umständen zu gewinnen
  • das PROBLEM ist gemeinsam eine Lösung zu finden, damit das Elixir, die Vereinigung aller Funken von Lebewesen, als Flamme weitergereicht werden kann
  • Kaltpressung ist der einzige Weg, damit möglichst viele Funken unversehrt in das Gefäß gelangen können, weshalb der entscheidende Punkt die HARMONISIERUNG des gesamten Prozesses ist, um bestmöglich mit Einflüssen aus der Umgebung umgehen zu können und weitere Unordnung zu vermeiden
  • je schonender die Pressung gestaltet werden kann, desto höher die Güte des Elixiers
  • wir EINEN, die Presse, (ver)suchen Wege, dem Druck, der sich entwickelnden Presse, selbst zu entgehen und stattdessen auf die Masse der Presse zu verteilen, woraus die Gestalt der Presse letztendlich hervorgeht
  • die ANDEREN, das Gefäß, bleiben ihrem Weg treu, nämlich immer ihre Gestalt dem Stand der Presse anzupassen, ohne die Notwendigkeit der Gütebewahrung des Elixiers zu vernachlässigen, sind sie es doch, die das Elixir in sich tragen, von Anfang an … mit dem ersten Anziehen des Drucks
  • daher tragen wir EINEN auch ANDERE in uns, als Essenz, als Funken der Idee gemeinsam ein Ziel zu erreichen, wie z. B. hier und hier beschrieben
  • unsere Suche erreicht ihren Höhepunkt, wenn die ANDEREN an ihre Grenze gelangen die HARMONISIERUNG weiter fortführen zu können
  • ist dieser Höhepunkt erreicht, kann es kein “besseres“ Gefäß geben, als das, welches die ANDEREN dann verkörpern, aber es kann die Güte des Elixirs intensiviert werden, indem wir EINEN, von diesem Höhepunkt an, mehr und mehr dem wahren Fortschritt folgen … und ihn mit unseren Erfahrungen des technologischen Fortschritts vereinen … Erfahrungen, gewonnen aus dem Imperativ des technologischen Fortschritts, der da lautet: Zum Wohle Einzelner, auf Kosten aller, auch der Einzelnen … irgendwann.

Ja, das anfangs erwähnte Zitat von Leon Trotsky könnte nun auch hier am Ende stehen, doch stattdessen beende ich diesen Prozess der Kaltpressung des Lebenselixiers mit einer alchemischen Transformation:


Feuer mit Wasser gelöscht,
das Feuer verschwunden,
ans Wasser nun gebunden.
Wasserdampf entsteht.
Nicht länger, voll Pein, geschunden,
doch als neues Bewusstsein
von nun an, auf ewig, verbunden.

 

Gruß Guido

GOLD-DNA
Die Goldene Phi(l)harmonie
Gemeinsam ins Tal

  1. Dezember 3, 2014 um 2:06 pm

    In eigener Sache

    Ich bin nicht sauer, auf nichts und niemanden. Und mein Ausstieg kommt überraschend. In einer Phase besonderen Wohl-Fühlens für mich nicht ungewöhnlich, weil ich Entscheidungen treffen kann, die unabhängig sind von begleitenden Umständen. Das können andere Menschen auch – und tun es. Eine meiner Schwächen ist eine Beobachtungsgabe. Sie entwickelte sich allgemein durch die Natur und besonders durch meine Vögel auf eine Weise, die sowohl Gelassenheit schafft, als auch gespannte Aufmerksamkeit erzeugt.

    Mein Leben wurde begleitet von SEHR vielen Menschen – und SEHR verschiedenen Menschen. Klaro, daraus erwächst eine Art Menschenkenntnis, dem, der sich für das Menschsein interessiert. Die „gewiesenen Erfahrungen“ gesellten sich zu einer treibenden Kraft in mir selbst. Diese Kraft hat eine Absicht. Und diese Absicht WILL, dass Menschen brüderlich wie Schwestern zusammen leben können. Und diese Absicht verlangt nach mehr und mehr und mehr Erkenntnis darüber, warum Menschen nicht schwesterlich-brüderlich zusammen leben können.

    Ich lernte lebenslang und auch hier Menschen kennen, deren Charakter zu hinterfragen mir nicht mal in den Sinn kam. Hier sind dies Menschen, die ihre Tage informativ stets verschieden schrieben, die aber exformativ in jedem Thema immer dasselbe über sich sprachen: Unzweifelhaftes. Solche also, denen man blind und zeitlos seine Liebe schenkt. Solche, die das Leben wunderbar gestalten helfen.

    Mein letztes „Danke“ galt nicht nur diesen federleichten Menschen. Da waren ja auch einige, die es mir schwer machten, sie UND mich besser zu verstehen. Einer war auch dabei, an dem ich mir die Zähne (DREI) ausbiss. Aber es gibt eine analytische Nussknacker-Regel, die ein Berliner Freund so beschrieb:
    „Mit Geld und Sex kriegst du jeden (ins Reagieren)“. Das wurde gesprochen vor 13 Jahren. Heute sagte ich zu diesem Freund: Du kriegst Jeden. Und ergänze: Wenn du sein Wohl willst.

    Ich wollte diese Nuss knacken, möglichst bevor der letzte Zahn ausgefallen war. Weil diese „Nuss“ mir am Herzen lag. Tausende Kommentare und Zigtausende Sätze las ich von ihm. Und dann schrieb er drei Sätze, und die Nuss war keine mehr. Zwischen neun und elf Sekunden dauerte das Erkennen. Charakteranalyse? Nein!

    Der „Kampf“ um einen Menschen kann lange dauern. Und man kann ihn nicht gewinnen. Gewinnen kann man die Erfahrung, DASS es geht, auch die dicksten Nüsse zu knacken. Eben auch Nüsse, deren Ängste sich nicht biografisch erklären lassen. Eben auch Nüsse, die sich vor ihrer Angst auf eine Weise in Sicherheit bringen konnten, wo sie sich unerreichbar wähnen: Smart, souverän, erfolgreich, charmant, glänzend, von wo immer man sie betrachtet – tadellos.

    Nach einem dieser gewonnenen Kämpfe kommt das Ringen. Und dann zeigt sich erst, ob ein substanzieller (hinter dem gesellschaftlichen und sozialen) „Charakter“ als Wesenseigenschaft vorhanden ist. Das Ringen darum ist nicht mein Bier. Auch nicht, darauf zu warten, auch nicht, es direkt zu begleiten. Im Gegenteil. Ich saß diesem Menschen permanent im Nacken, und gebe jetzt Ruhe, gebe die Freiheit, die meiner Erfahrung nach nötig ist. Um entweder die Nussschale wieder zusammen zu flicken. Oder sich auf das Wesen-tliche zu besinnen.

    Zur Erinnerung
    Vor nicht allzu langer Zeit trieb ich es von Mensch zu Mensch hin zu einer Eskalation. Stellte exformativ die Frage: Willst Du das weiter aushalten? Da mahnte die „Nuss“ Freundschaft an. Hm. Hatte ich in den Monaten Freundschaft gespürt? Eher das Gegenteil. Logisch? Natürlich! Und ich, wo blieb ich? Bin ich Eichhörnchen aus Profession, oder was?

    Ja, Eichhörnchen. Ich nehme meine Idee vom autonomen Menschen, der dank seines Wesens federleicht das Brüderliche schwesterlich zu leben versteht, ernst. Mehr nicht. Eine Runde wird zwar nicht runder durch den (automatischen) Beitritt weiterer Menschen. Aber mein Gefühl sagt, grundsätzlich jeder Mensch gehört als FREIES Mitglied in eine Runde, in der die Angst ihr Spiel verloren hat. Nein, das „runde“ Individuum ist kein Traum.

    Wolfgang

    schickt natürlich weiterhin Bilder.

    • tulacelinastonebridge
      Dezember 3, 2014 um 2:47 pm

      🙂 ´federleichter……ich habe gestern überlegt, ob ich´s dir schreiben soll….bitte schicke doch weiterhin Bilder.

      Du hast mir die Frage beantwortet ohne das ich sie gestellt hab. Wenn das kein Traum ist? 🙂

      Danke!

  2. Dezember 3, 2014 um 2:23 pm

    Stichwort: Phantasie

    lach Nussknacker, mit Angst vor Mäusen oder doch eher ein Mäusekönig Vasall.

  3. Dezember 3, 2014 um 7:13 pm

    Im Moment bin ich traurig über die Veränderungen, die sich hier anbahnen. Dennoch birgt jede Veränderung neue Impulse, wozu auch die Besinnung auf sich selbst gehört.

    @ Martina
    ich habe Freude daran gefunden, wie viel du von der Ursprache verstanden und neue Akzente gesetzt hast. Gerne lasse ich mich auf ein gemeinsames Entschlüsseln von Begriffen mit dir ein, wenn du da bist.

    @ Wolfgang
    deine naturnahe Ruhe werde ich vermissen – ich habe inzwischen deine Telefonnummer und werde dich, sobald ich meine Scheu überwunden habe, anrufen.

    Eine gute Zeit euch beiden und alles Liebe 🙂 Petra

  4. Dezember 6, 2014 um 10:32 pm

    ups.

    Kaum bin ich mal ’ne Woche unterwegs und nicht am Computer, passieren die dollsten Sachen 😉

    Lieber Wolfgang, kurz und knackig:

    1) Danke für all Deine Beiträge,

    2) auch wenn Du hier nicht mehr schreiben möchtest, freu ich mich auf Deine/Eure Bilder, die Du ja „natürlich weiterhin schicken“ möchtest! (Gelegentlich schau ich übrigens auf Eure Webseite … ach ja, das „Meisengedicht“ von Bergengruen ist wunderschön – auch dafür Danke.)

    3) wir sind und bleiben verbunden.

    Einen lieben Gruß Euch Beiden
    Euer Manfred

    P.S.: Ich weiss noch nicht, wie sich die derzeitigen Änderungen auf die Anzahl meiner Beiträge hier auswirken werden. Meine bisherigen hauptsächlichen Lese- und Schreibpartner sind ja alle so gut wie weg – chattison, Guido, Marian, Martina, Matthias, Wolfgang (klar, das war alphabetische Reihenfolge 😉 ). Und Martin hatte sich in letzter Zeit auch ziemlich rar gemacht. Ich hab ein paar Texte angefangen, die ich wohl schon noch fertigstellen werde – was dann kommt, weiss ich nicht. Kurze Geplänkel sind ja nicht so mein Stil … mal sehen.

    (edit: Ergänzungen)

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