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Es lebe der Staat, es lebe das Verbot? Oder …

verbiete nicht

Passend zu dem Kontrakte kritisierenden Artikel möchte ich den Kommentar von Rudolf Engemann (siehe seine Artikel zu Open Space) zu dieser Liste von Empfehlungen vorstellen mit erneut kritischem Blick auf das „Wesen“ des Staates:

****

Dies wäre doch mal eine Alternative, anstatt ständig nach irgendwelchen Verboten zu rufen und damit letztlich den Staat zu bestätigen. Respektiere die Freiheit der anderen, solange sie dir und niemandem anderen etwas zu Leide tun. Verlange genau diese Freiheit auch für dich. Rufe nicht nach der Staatsgewalt, wenn dir etwas nicht passt. Du unterstützt damit nur die Ideologen, wie die Grüne Pest oder Kollektivisten, wie die Roten. Wir Menschen sind fähig zu einer Form des Umgangs miteinander, welches auf dem Respekt der Andersartigkeit des Anderen aufbaut. Niemand muss so sein wie du und du musst nicht sein wie die anderen. Du hast ein Recht darauf, du selbst zu sein. Es ist dein Leben! Nur du allein hast das Recht zu entscheiden, was du damit anfangen willst. Lass dir von Niemandem mehr einreden, dass du einen Staat bräuchtest, um auf dich aufzupassen. Der Staat sorgt NUR für sich selbst. Niemand braucht Leute wie Merkel oder Schäuble oder Obama oder all die anderen jämmerlichen Gestalten, die sich aufspielen, als seien sie Gott und stünden über Leben und Tod. Sie sind nicht besser als du. Sie sind nicht mehr wert als du. Sie können es auch nicht besser als du. Es sind ganz normale Menschen, die leider dem Wahn verfallen sind, bestimmt zu sein, über dich zu herrschen. DAS IST EINE LÜGE! Niemand ist bestimmt, über Irgendjemanden zu herrschen. Sie werden nicht aufhören, über dich zu herrschen, solange du anerkennst, dass sie deine Herrscher sind. In dem Moment, wo du dich dazu entscheidest, frei zu sein, bist du es.

Die Regel ist so einfach:

Wenn etwas für dich nicht vertretbar ist,
dann ruf nicht nach einem Anderen,
der das dann für dich regelt.

Und obwohl diese Regel so einfach ist, dass Jeder wohl sagen wird: „Na klar…“, folgt dieser Regel Niemand, der an einen Staat glaubt. Es ist sogar so, dass unmoralische Dinge scheinbar plötzlich moralisch werden, wenn der Staat ein paar Menschen (den Vollstreckern) erlaubt, Dinge zu tun, die sie normalerweise niemals tun würden. Hast du dich schon mal gefragt, woher „der Staat“ eigentlich das Recht hat, etwas zu tun oder anderen Menschen zu erlauben, etwas zu tun, was dem Rest der Menschen verboten ist? Wieso kann der Staat sich selbst oder anderen Menschen mit einer anderen Moral ausstatten? Natürlich kann er das nicht. Es handelt sich ebenfalls „nur“ um Menschen wie du und ich. Niemand hat mehr Rechte als jemand Anderes. Wer das glaubt, ist schwer an einem Wahn erkrankt.

****

Rudolf spricht die Grünen als eine unserer Parteien an, deren Steckenpferd es geworden zu sein scheint, bei allen möglichen Unregelmäßigkeiten des menschlichen Zusammenlebens nach einem weiteren Verbot zu schreien. Dazu möchte ich nochmals auf einen älteren Artikel hinweisen, der feststellt, dass wir durch unsere Überregulierung unsere eigene soziale Verantwortung verlieren, frei nach dem Motto, Vater Staat wird sich schon kümmern:

Überregulierung: An die Stelle einer sozialmoralischen Selbststeuerung tritt die soziale Fremdsteuerung durch Vermehrung von Vorschriften und Gesetzen

Mr. Chattison hätte vermutlich wieder darauf hingewiesen, dass sich besser jeder wehrhaft macht, um eben selbst einschreiten zu können und nicht einen anderen zur Hilfe zu holen …

Ganz anders soll es Jesus formuliert haben: „… halte auch noch Deine andere Wange hin“. Wobei wir beim Staat/Mafiosi sind: gib doch besser gleich Dein Leben her?

  1. November 28, 2014 um 6:17 pm

    Dazu noch ein nachdenklich machender Vortrag von Peter Decker, der klar macht, dass die Demokratie die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft ist.

    • November 28, 2014 um 6:22 pm

      Ich wähle jedenfalls nicht mehr. Einerseits nützt es eh nichts, denn sonst wären die Wahlen eh verboten. Ich mag genau diesen Vertrag mit meinem Kreuz nicht mehr eingehen, und mag auch nicht mehr, das egal welche Dinge in meinem Namen passieren sollen, nur weil ich ein Kreuz gemacht habe.

  2. federleichtes
    November 28, 2014 um 7:22 pm

    „Mr. Chattison hätte vermutlich wieder darauf hingewiesen, dass sich besser jeder wehrhaft macht, um eben selbst einschreiten zu können und nicht einen anderen zur Hilfe zu holen …“

    Meine Regel ist sehr einfach. Ich lasse mich nicht in Konflikte ziehen, die ich nicht lösen kann. Nicht „Angriff ist die beste Verteidigung“, sondern nicht als Ziel verfügbar sein. Auch das sagte Mr. Chattison – den Angreifer ins Leere laufen lassen, so, dass sich seine Kräfte gegen ihn selber wenden. Mir ist das nicht die Kunst der Selbstverteidugung, sondern die Kunst des Friedens.

    Ich bin noch nicht mit Marian einig, ob ich ein Bürger bin oder nicht; und ob ich das System unterstütze oder nicht. Meine Euros für Steuern zahle ich übrigens gerne und selbstverständlich, weil ich Nutznießer verschiedener vom Staat organisierter Maßnahmen (Straßenbau, Instandhaltung der Kanalisation, Wasserversorgung usw.) bin. Andererseits bin ich ein Mitbürger. Diese Rolle zu gestalten hat der Staat weder das Recht noch die Möglichkeit. Und ob ich diese meine Rolle „Bürger“ nenne oder IFfdG (habe ich gerade erfunden: In Freiheit für die Gemeinschaft) ist selbst mir egal.

    Staat ist ein diffuses aus Angst gestricktes Herrsch-Muster. Dieses Muster ist so irreal wie die Ängste. Staat soll also Ängste beherrschen oder beschwichtigen. Dummerweise bildet sich aber im Staat nur die Angst ab – Im Staat subsummieren sich die Ängste der Bürger als Kollektive Angst. Und je größer die Kollektive Angst, je regider das Staatswesen. Logisch?
    Wer also keine Angst vor dem Staat hat, braucht ihn nicht. Er braucht auch keine Politik und keine Diplomatie, weil er sein Konflikte selber regelt. Er ist sich selber Ratgeber und Ratumsetzer und Empfänger der Folgen seines eigenen Rats.

    Und Tschüss.
    (wäre Mr. Chattison hier nicht erschienen, hätte ich nicht kommentiert)

    Gruß
    Wolfgang

    • November 28, 2014 um 8:59 pm

      @ Wolfgang

      Wieso fragst Du Dich dann nicht, warum – was Straßenbau, Schulen, Kanalisation etc. angeht – alles so verlottert? Ich habe so eine Meldung im Hinterkopf, dass in D so an die 1000 Brücken einsturzgefährdet sind, während anscheinend nur Gelder da sind, um maximal 87 (!) davon zu reparieren.

      Neulich ging durch die Presse, was für ein Schrotthaufen die Bundeswehr ist. Von 40 Hubschraubern gerade mal drei einsatzfähig oder so ähnlich. Und da werden jährlich Milliarden reingepumpt?

      Ich weiß nicht: mir kommt da so der Verdacht, dass die Gelder nicht dafür verwendet werden, wofür Du sie bezahlst. Dir nicht?

  3. November 28, 2014 um 8:03 pm

    Georg Kreisler hat es auch so schön auf den Punkt gebracht:

    • November 28, 2014 um 8:14 pm

      Terroristen nicht, dann doch eher in der Bedeutung Konter (Contra) -revolutionäre die einer (Pro) Revolution und somit sich selbst im Wege stehen und somit Anti-evolutionär, was sich letzenendes von selbst erledigt.

    • November 29, 2014 um 2:17 pm

      Danke Martin,
      eine wahre Fundgrube Georg Kreisler – kannte ich nicht 🙂

  4. November 28, 2014 um 8:44 pm

    Als Jesus dann aber tatsächlich auf die Wange geschlagen wurde, hat er die andere mitnichten hingehalten, sondern gefragt, warum er geschlagen wird.

    „Als er so redete, schlug einer von den Knechten, die dabeistanden, Jesus ins Gesicht uns sprach: Sollst Du dem Hohepriester so antworten?
    Jesus antwortete: Habe ich übel geredet, so beweise, dass es böse ist, habe ich aber Recht geredet, was schlägst du mich?“
    (Joh. 18, 22)

    • tulacelinastonebridge
      November 28, 2014 um 8:55 pm

      Ja finger…….. genau wie heute. Somit weiß Jesus genau, was hier abgeht! 😉 Was kommt nach Joh. 18,22 wahrscheinlich nichts……ja auch wie heute.

      • November 29, 2014 um 6:44 pm

        Da kam noch was; Kreuzweg, Kreuzigung, Tod und „Auferstehung“ (da hab ich meine Zweifel), an den drei ersten nicht.

        • tulacelinastonebridge
          Dezember 1, 2014 um 10:35 am

          Ja Maretina, das kam noch.

          Aber es kam kein Ausgleich, keine Gerechtigkeit, kein einigendes Gespräch usw…es gab kein Interesse an einer Lösung für Alle.

          Ja und es kam zu einem Abschluss.

          Egal wie oft die Bibel oder andere Schriften verfälscht wurden, aber ein solches oben beschriebenes Szenario ist doch sehr aufschlussreich.

          Gebt dem Kaiser was des Kaiser´s ist und Gott was Gottes ist.

    • November 29, 2014 um 6:37 pm

      “ Halte die andere Wange hin “ stammt aus der Bergpredigt Matth. 5,1- 7,29
      Hat was mit Vergeltung /Blutrache zu tun, Hintergrund ist der Kreislauf der Gewalt der mit Vergeltung/Rache in Gang gesetzt wird, es galt ja noch der „Codex Hammurabi“- „Auge um Auge; Zahn um Zahn“

      „Vom Vergelten
      38Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2.Mose 21,24): »Auge um Auge, Zahn um Zahn.« 39Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. 40Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. 41Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei. 42Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.“

      Meine private Interpretation des so oft aus dem Zusammenhang gerissenen Satzes, also nur den Satz betrachtend, bedeutet mir eher, auf meinem Weg zu bleiben, mich durch Rück-Schläge nicht entmutigen zu lassen.

      Grüße
      Martina

      • November 29, 2014 um 7:14 pm

        Wenn jemand auf die rechte Backe geschlagen wird, wird er mit dem Handrücken geschlagen (Rechtshändigkeit vorausgesetzt). So wurde mit Sklaven umgegangen.

        Der Schlag auf die rechte Backe bedeutet also gleichzeitig eine Demütigung und Entwürdigung.

        Wenn einer dann die linke Backe anbietet, heißt das, dass er sich nicht wie ein Sklave fühlt und nicht wie ein Sklave behandelt werden will. Er stellt damit seine Würde wieder her.

        Es bedeutet nicht, dass man sich alles gefallen lässt.

        • November 29, 2014 um 7:19 pm

          Das mit dem Rock und dem Mantel, der einen und den zwei Meilen geht übrigens in dieselbe Richtung.

          Man beschämt damit den anderen.

          • November 29, 2014 um 10:52 pm

            @fingerphilosoph

            Sehe ich auch so. Könnte dem anderen ganz schön übel aufstoßen, wenn er immer mehr bekommt, als er wollte.
            So in dem Sinne: “ Hättste nur nichts gesagt!“

  5. tulacelinastonebridge
    November 28, 2014 um 8:57 pm

  6. November 28, 2014 um 9:10 pm

    Staat ist lediglich Co (Ko) ordinator. Der Ordinator (Ordino) „Ein-leiter eines Prozesses“ oder auch „Ordner“ ist dann wer oder was? In diesem Fall, die Religionen (alles leitet sich davon ab) Religionen wiederrum leiten sich vom „Seelenkonzept“ ab.

    Und will wer was an den „Pranger“ stellen? Wieder einmal…….. kommt nicht in die Tüte.

    Hat sich aus-gep(l)oppt.

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