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Wörter können verletzen und in ihrer letzten Folge sogar töten …

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, möchte ich Euch bitten, zuerst dieses sehr kurze, inspirierende Video anzuschauen:

OK, schöner wäre, wenn diese Menschen gar nicht erst in dieser Art dort sitzen müssten, aber das ist ein anderes Thema. Worauf es mir ankommt ist, dass das Video sehr schön zeigt, wie unterschiedlich Wörter auf uns wirken können. Es geht sogar so weit, dass Wörter tötende Wirkungen entfalten können, so der Tenor eines Forschervortrags, aus dem ich den Titel dieses Blogartikels abgeleitet habe.

Ein weiteres chinesisches Sprichwort weiß

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Ich schreibe diesen Artikel aus aktuellem Anlass. Ich habe mir mit Blick auf die rechts stehende Nettikette zum Blog erlaubt, wieder einmal einige Kommentare zu entfernen, da sie einerseits nicht unbedingt zum Thema des ursprünglichen Artikels passten, aber viel mehr die Kontrahenten sich zunehmend mit wenig schönen Worten begegneten.

Nun bin ich selbst qua meiner Kindheit sehr Harmonie-bedürftig und ertrage deutlich weniger lange ein fetzendes Streitgespräch mit Beleidigungen des Anderen, oder gehe einem solchen auch viel lieber gleich aus dem Weg. Das mag man verurteilen, ist einfach so.

Resultat meiner Zensur ist, dass einer der von mir sehr geschätzten Mitgestalter dieses Blogs, Mr. Chattison, so frustriert war, dass er unsere Blog-Gemeinschaft zu ihrem Bedauern verlassen hat.

Nach meiner Rechtfertigung für mein Tun habe ich durchweg zu hören bekommen, dass doch gerade auch solche „Kabbeleien“ das Salz in der Suppe wären und der Blog gerade von der großen Meinungsbreite leben würde.

Nun habe ich über meine Arbeit mit Euch zu den vielen Themen gelernt, dass ich aus Allem weiter lernen kann. Daher würde ich gerne die Regeln der Nettikette nochmals zur Diskussion stellen, ist doch dieser Blog nicht mehr allein der meine. Zumindest empfinde ich das so.

Ich hatte in meiner Rechtfertigung darüber berichtet, dass ich von Nur-Lesern immer wieder höre, dass sie gerne hier lesen kommen, da der Blog „geerdet“ sei. Dazu gehöre auch ein Diskussionsstil, der den jeweils anderen Kontrahenten nicht niedermache.

Daher würde ich mich freuen, wenn auch die Nur-Leser ihre Meinung kund täten, gerne auch anonymisiert (E-Mail-Adressen werden nicht geprüft 😉 )

Und wer es gerne einfach hat, der mag auch nur ein Kreuzchen bei dieser Umfrage setzen:

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  1. titelfrei
    November 16, 2014 um 8:51 pm

    Interessant, 2/3 der Wählerschaft würde sich in der Umfrage zum Thema Nettikette zugunsten der Zensur entscheiden. Selbst auf einem Blog, wo mit Enthaltsamkeit beim Lesen und Schreiben entgegnet werden kann ist die Mehrzahl also der Meinung „was mir nicht gut dünkt soll eliminiert werden!“. Bravo, Applaus für die neuen Herren von morgen (oder schon heute?). Was ist denn der Unterschied zwischen Zynismus und einem klaren „Arschloch“? Darf ich so ehrlich sein? Gar keiner. Die Fassade des gewählten Ausdrucks, braucht Ihr diese Heuchelei? Wo ist der Unterschied zwischen einer DIN A4-Seite Schäubel-Schwurbel-Schwurbel zur Kurzfassung ihrerseits, namens „Du blöde Sau“? Gar keiner! Ist Schäubel-Schwurbel-Schwurbel mit der Bedeutung „Du Stück Scheiße!“ nett? In diesem Blog geht es um Meinungen, nicht um Wahrheiten (von denen hat nämlich keiner auch nur ansatzweise eine Ahnung – inklusive mir) und es kann wohl nicht sein, dass eine Mehrheit entscheiden darf, ob der Schnee grün oder blau sein soll. Und es kann auch nicht sein, dass ein gesungenes Blau gegenüber einem geschimpften Grün ein Recht auf Bestand hätte.

    • November 16, 2014 um 9:16 pm

      🙂

    • November 16, 2014 um 9:33 pm

      „“Interessant, 2/3 der Wählerschaft würde sich in der Umfrage zum Thema Nettikette zugunsten der Zensur entscheiden.““

      Hm naja, ob das bei nur 14 Stimmen jetzt repräsentativ ist, weiß ich nicht, verwundert bin ich aber nicht, geheuchelte bzw. künstlich hergestellte Harmonie ist halt (vermeintlich) gemütlicher als Klartext.

      • November 16, 2014 um 10:03 pm

        Die Frage ist ja noch immer, wo Zensur beginnt.

        Wenn wir uns anschauen, wo z.B. die Antisemitenkeule häufig schon zuschlägt …

    • federleichtes
      November 16, 2014 um 10:24 pm

      Hat Dein Saurier heute Ausgang? In der Kirche war er zwecks Tierquälerei jedenfalls nicht.

      Zensur ist nicht Zensur – meine Meinung.
      Wenn ich in einem sensiblen Thema um einen netsprechenden Umgan in der ERÖRTERUNG einer Problematik bitte, ist das Verschieben eines Arschloch-Kommentars keine Zensur; wäre eine Löschung auch nicht gewesen, Rücksichtnahme auf die Bekanntschafft der beiden. Wobei ich gehofft und auch erwartet hatte, dass Martin diese Absonderung nicht frei schaltet. Macht nix.

      Vor Jahr und Tach hatten wir hier eine verbale Auseinandersetzung heftigerer Qualität. Ein gewisser Kevin konnte es nicht lassen. Unter anderem verurteilte er die Führung des Titels Dr. – bei Martin. Damals schrieb hier noch Nick Mott, um die von Kevin dargebotene fachliche Selbst-Disqualifizierung glasklar und auch persönlich hart zu bennen. Er hätte ds Thema und auch Martin sich selbst überlassen können; aber das taten andere auch nicht. Und?

      Über persönliche Befindlichkeiten von Themengestaltern und Kommentatoren hat sich nach meiner Auffassung niemand zu echauffieren. Ist mir eine Unkultur, persönliche Ansichten mit persönlichen Angriffen platt zu machen. Da brauchte es dann mal eine verbindliche Entcheidung, ob sie statthaft sind. Sind sie es, dann müssen auch die Antworten darauf statthaft sein.

      Wir tun uns hier keinen Gefallen, jeden Schmierfink seine Schmiere ablassen zu können. Ich meine, entprechende Blogs gibt es nicht zu wenige. Entscheidender aber: Wo Schmierfinken und Hinterhaltsschützen schreiben, schreiben anständige Menschen nicht – es sei denn sie bekommen Schmerzensgeld. Ich bekomme keins.

      Was den Stil von Kommentaren betrifft, sollte er dem Thema angemessen und/oder dem Gesprächsfluss entsprechen. Erinnere mal an das Geschimpfe von Gerd, der lustigen Antwort von Mr. Chattison (die ich als entpannend einsortierte), ich lustichte noch mal hinterher, und Gerd fühlte sich verhöhnt. So ein Gemurkse. Woraus entstanden? Gerd hat hier Freiheit wie kein anderer, und nutzt sie. Bravo. Ich gehe mal davon aus, dass hier penetrierende Kommentare geduldet werden, nicht etwa um sachliche Entwicklungen zu stören.

      So, und weil ich gerade dabei bin, einen Schritt zu Herrn Reimer. In seinen Worten klingt mir etwas Faschistoides: Die Menschen, die lange Kommentare schreiben, sollen ausgesiebt werden?
      Pardon, wenn ich das Susannes Schwager erzähle, sacht der unzögerlich „Waffelbruch“.
      Mit solchem Gesocks will ich nichts zu tun haben, habe ich nichts zu tun und werde ich nichts zu tun haben. Mal ganz heuchelfrei und offen gesprochen, werde ich in den nächsten Tagen besprechen, ob und wie unsere Arbeit anders zu organisieren wäre.

      Allen einen guten Abend.
      Wolfgang

      • November 16, 2014 um 10:34 pm

        Nun, ich habe eine zeitlang gezögert, den Kommentar freizuschalten. Angesichts der noch laufenden Diskussion, wo wir denn die Grenzen setzen mögen, was noch tollerabel wäre und was nicht, habe ich dann doch freigschaltet, in der Hoffnung, dass auch dies in die Entscheidung unserern zukünftigen Arbeitsweise einfließt.

        Vielleicht mag ja noch Jemand das Thema Tolleranz aufgreifen, wo die EU sich doch schon anschickt, eine passende Polizei-Einheit einzurichten.

        Gutes Nächtle in die Runde,
        Martin

      • November 16, 2014 um 10:59 pm

        @ Wolfgang

        „“Wir tun uns hier keinen Gefallen, jeden Schmierfink seine Schmiere ablassen zu können.““

        Das ist völlig verständlich, die Problematik dabei ist für mich aber: Wer beurteilt, was „Schmiere“ ist und was nicht und nach welchen Kriterien? Das ist doch immer subjektiv und im Übrigen wird häufig die Form bewertet und nicht der Inhalt, was in letzter Konsequenz auch bedeuten könnte: Unhöfliche Wahrheit wird zensiert und höfliche Lüge bleibt stehen. Das kann es m.E. auch nicht sein.

        Aber ok, schwieriges Thema…

        • November 16, 2014 um 11:03 pm

          Das:

          „Unhöfliche Wahrheit wird zensiert und höfliche Lüge bleibt stehen. “

          trift den Kern dessen, was zu definieren wäre. Ob das machbar ist. Ich weiß von mir, dass ich immer wieder eher der höflichen Lüge aufsitze, da ich nur allzugerne einen Vorschuss an Vertrauen gebe …

          Also wäre ich eher geneigt, eine solche Form weniger zu zensieren als die andere …

        • federleichtes
          November 16, 2014 um 11:43 pm

          Wüsste nicht, dass auf dem Blog jemals die Form eines Kommentars bemängelt wurde.

          Auf der Ebene von „Wahrheit“ bewegen wir, die wir ernsthaft versuchen mehr zu verstehen, uns ohnehin nicht.

          Mir fällt gerade ein, ich bin hier mal mit einem Autoren von Wirtschaftsinitiative zusammen gerasselt. Ich entschärfte – sehr höflich, seine Anschuldigungen, und, na, dann war er weg. Ist das höflich? Ich erwarte keine Höflichkeit von meinen Gesprächspartnern, auch keinen Konsens. Für mich gibt’s kein OBJEKTIV Falsch und Richtig, denn wir befinden uns ja in einem Erkenntnisprozess – ALLE. Wer meint, er wäre da raus, bitte sehr. Entsprechende Stimmen höre ich nicht selten. Was die hier dann zu suchen haben, kann rationale Beweggründe eher nicht haben, oder.

          Unsere Realität lässt nur eine bestimmte Erkenntnis zu. Könnte man auch anders sagen:
          Unsere Erkenntnis lässt nur eine bestimmte Realität erscheinen. Und damit fertich. Wer in diesem Spiel nicht nach dessen Regeln mitspielen kann, soll’s halt lassen, oder sich von den Regelspielern ein paar harsche Worte einfangen – damit die Luft wieder rein wird.

          Dieser „Max“ fiel mir gleich schräg auf. Was hätte ich tun sollen? Ihn begrüßen mit: Was haben sie Kanaille hier zu suchen? Oder: Sind sie bekifft? Oder: Verwechseln sie diesen Blog mit einer Arschlochweide? Na? Bin ich hier der Türsteher-oder-was?
          Wer auf einer öffentlichen Bühne kein Stehvermögen hat, tscha. Und aus persönlichem Unvermögen heraus erklären, die Sache sei doch nicht so wichtig gewesen. Aber wie wichtig ist eine „Sache“, der es um Mensch geht und an der Menschen beteiligt sind? Was zählen da schon die Kevins und Reimers – NIX. Wären mir die wichtig, könnte ich auch die Toilettenfrau geben.

          Gruß
          Wolfgang

      • Titelfrei
        November 17, 2014 um 10:12 am

        Nur ein Gedanke:
        Man könnte doch als Administrator einen unpassenden Kommentar beispielsweise mit roter Schrift als solchen kenntlich machen mit dem Hinweis in der Nettikette-Regelung, dass sich der Blogbetreiber von diesem Kommentar distanzieren möchte und andere Kommentatoren darum bittet auf diesen Kommentar nicht zu antworten. Vielleicht könnte dieser Gedanke auch in eine dem Blogbetreiber besser entsprechende Handhabung überführt werden. Wie gesagt, nur ein Gedanke.

  2. federleichtes
    November 16, 2014 um 6:24 pm

    Ich habe diesen Kommentar erst mal hierhin verchoben.

    „Na Martin, jetzt sind dir scheinbar nur noch die geblieben, die die Selbstdarstellung und manches mehr mit Ihren durchaus sehr langen Kommentaren lieben, sei nicht besorgt, lieber Martin, der Kosmos wird schon richtig aussieben.“

    Kommt nach Köstlichkeiten und wird dort kommentiert.

    Gruß
    Wolfgang

    • November 16, 2014 um 8:00 pm

      Nun, das Leben ist im Fluss, ein ständiges Kommen und Gehen. Es kommt, was in Resonanz geraten ist. Es bleibt, was sich wohlfühlt. Und es geht, was gerade nicht passt. Was soll ich da werten?

      ES IST WIE ES IST …

      Und jeder Beitrag bietet für sich genügend Stoff zum Nachdenken und die Fäden zu einem Erkenntnisnetz zu verspinnen (Wolfgang hatte schon so ein schönes Bild dazu gezeigt).

  3. November 14, 2014 um 2:53 am

    Mr. Chattison,

    Sie haben Ihre Entscheidung getroffen und diese mit Recht.

    Und Buchstabensuppe ist gekörnte Brühe mit etwas Nudeleinlage und auf „gekörntes“ sei verzicht geübt.

    Verzicht ist immer ein Gewinn. In diesem Sinn, Sie können nur gewinnen @Mr. Chattison 😉

    • November 14, 2014 um 3:08 am

      und zum Ab-schluß

      „Süße Beschränkungen bringen Heil.“ (Aus dem Buch der Wandlungen)

  4. Titelfrei
    November 13, 2014 um 6:09 pm

    „Resultat meiner Zensur ist, dass einer der von mir sehr geschätzten Mitgestalter dieses Blogs, Mr. Chattison, so frustriert war, dass er unsere Blog-Gemeinschaft zu ihrem Bedauern verlassen hat.“

    Da schließe ich mich an. Auch wenn ich mit ihm einen zwischenzeitlichen Disput hatte. Für mich ist er der ungekrönte König der Metaphern. Alleine das war es wert seine Kommentare zu lesen, was nicht heißen soll, dass er inhaltlich nicht auf selbem Niveau schwimmt (naja, nicht immer😄). Dass es auch mal kracht im Gebälk ist ja kein Wunder. So sind wir halt, na und? Die erzwungene Nettigkeit namens Nettikette kettet meiner Meinung nach die Gemüter zu sehr ein. Das hält der Chattison schon aus und die Anderen sicher auch. Oder nicht? Für Jene, die’s nicht aushalten gibt’s hier einen Artikel über Depressionen, was will man mehr.
    Der Chattison ist schon ein Verlust – ich dachte mir schon, die Anzahl an Kommentaren ist erheblich zurückgegangen. Würde Wolfgang (Herbert) nicht jeden Kommentar zu einem „Gegenschlag“ nutzen, wäre hier Flaute – Leierkastenmelodien von gleichbenanntem Tunichtgut mal ausgenommen.
    Manchmal frage ich mich – ist der Blogbetreiber auch gegangen? Hmm…

    • November 14, 2014 um 10:06 am

      Der Blogbetreiber ist an anderer Stelle derzeit stärker gefordert, liest aber mit 🙂

      • Titelfrei
        November 14, 2014 um 10:51 am

        😊

  5. November 13, 2014 um 3:08 pm

    auch ich bin harmoniebedürftig und habe meine Schwierigkeiten mit Provokationen umzugehen. Dazu weiter unten.

    Einerseits ist es manchmal schwierig, das als oft als „Spiegel vorhalten“ von Provokationen zu unterscheiden. Das „Spiegel vorhalten“ oder/und „du hast ein Problem“ wirkt auf mich ab und an, daß sich jemand einen Therapeuten anmaßt, der einen Klienten sucht.

    Bisher fand ich lediglich mit meinem Erstauftritt die Antwort „Buchstabensuppe“ sinnentleerte Provokation.

    Üblicherweise füttere ich nicht den Troll, obwohl so eine Provokation in der Tat die thematisierte „Feindseligkeit“ ins Feld bringt und … zu Überlegungen, auf welches Niveau ich mich begebe, um entweder antwortend den „Stoffel“ auf die Schippe nehme oder nicht beachtend den „Troll“ seinerseits ignoriere.

    Sorge habe ich darum, leider schon lange, obwohl mir das erst seit einigen Jahren bewusst ist, daß ich, erst einmal agitiert, den „mit Dreck schmeißenden“ Gesprächspartner zur gegebenen Zeit mit ungewöhnlich scharfer Zunge in seine Einzelteile zerlegend zur Schnecke mache.

    Deshalb wähle ich in der Regel meine Worte gut, weil ich um die Verletzlichkeit und Gewalt von Worten weiß und meine „Mitgift“ dazu.

    Obwohl auch ich den Eindruck habe, daß „politisch, amerikanisch Nettes“ den freien Gedankenfluß behindert, glaube ich manchmal, der Grund dafür, daß viele nur Lesen aus der Angst kommt, von anderen mit Worten angegriffen zu werden, wenn sie sich äußern.

    Deshalb bedauere ich es manchmal, daß nur jene zu Wort kommen oder angehört werden, die eher leisere Stimmen haben oder wenig Übung für „gute“ Formulierungen haben. Auch das fällt für mich in die Sparte „vorauseilender Gehorsam“ als ich falle nicht auf, habe keine eigene Stimme. Ich wüsste oft gerne, was ihnen zu Themen einfällt.

    Einen gegenseitigen Respekt in einer Kommunikation, deren Inhalt eher Informations ausgerichtet ist, halte ich für die Grundlage, damit eine „gewaltfreie“ bewusste Gemeinschaft entstehen kann. Geduld haben (Fragen zu stellen, anstatt Diagnosen geben) und Menschen zuhören, die erst lernen sich auszudrücken.

    • federleichtes
      November 13, 2014 um 4:23 pm

      Ich musste hier zur Kenntnis nehmen, dass eine „Ideale Szene“ real anders ist, als ein Ideal. Für mich selber lebe ich ideal, was nicht bedeutet, die von mir geschaffenen Bedingungen ließen sich auf eine Gemeinschaft übertragen.

      Worte, Worte – es geht hier um Integrität. Sowohl als Übereinstimmung mit der Zielsetzung (Erkenntnis) des Blogs, als auch mit den persönlich-menschlichen Verschiedenheiten klar zu kommen. Schließlich noch die soziale Integrität, zu verstehen und zu bejahen, dass das Kratzbürstige, das Penetrante, dass das der Erkenntnis und der Gemeinschaft Widerstrebende für eine Gemeinschaft unverzichtbar ist.

      Harmoniebedürfnis ließe sich also entwicklungstechnisch interpretieren als das Bedürfnis, zu mehr Integrität zu gelangen.

      Ja, die meisten lesen hier und anderswo nur. Aber warum „nur“? Martins Blog-Politik-Kern ist Vielzahl generieren: Quantität. Sein Prinzip folgt dem Gesetz der großen Zahl.

      95 weiße Kugeln und 5 schwarze Kugeln in einem Topf.
      Wie oft muss ich in den Topf greifen,
      bis SICHER eine schwarze Kugel kommt?

      Martin möchte also „Treffer“ sicherer stellen.

      Der zweite Teil Martins Blog-Politik ist seine thematische Orientierung. Sie richtet sich primär auf das Übel der Welt. Weil er glaubt, das Durchmischen zehn schwarzer Farbtöpfe ergebe Weiß. Vom Prinzip her (stark überzogen): Schlage das kranke Kind täglich ein Mal, und wenn das nicht hilft, zehn Mal. Sekundär orientiert sich Martin thematisch am Mainstream. Was andere sagen, was andere bedeutsam finden, ist für ihn mit Kompetenz verbunden.

      Als dritten Aspekt Martins Aktionismus benenne ich die inhaltliche Gestaltung von Themen. Hier lässt Martin die eigentliche Katze aus dem Sack: Er glaubt (wie andere auch), das, was gestern gedacht wurde, hätte Relevanz für das Morgen. Erkenntnis wäre also, eine alte Katze ans Licht zu zerren.

      Damit bin ich bei Viertens. Deutlich spürbar für mich Martins Getriebenheit. Hier noch, da noch, dahin, noch mal anders rum – ach, das günstige Angebot nehmen wir auch noch mit: Die rechte Spalte des Blogs lässt für mich mangelndes Selbstbewusstsein (WIR machen das schon) erkennen. Ein Stückchen entfernt von einer Goldenen Regel: Sei dein eigener Ratgeber.

      Das alles bitte nicht als Kritik an Martins Persönlichkeit verstehen.

      Fazit 1
      Der Blog war mal nur-Martin. Dann wuchs er, wurde thematisch vielfältiger und generierte mehr Aufmerksamkeit. Erinnere mich an Zeiten, als neue Kommentatoren quasi per Handschlag begrüßt werden konnten. Vorbei, das Persönliche wich und die Klickzahlen stiegen. Na ja. Der Glaube, sie brächten mehr echtes Selbstbewusstsein ist ja auch was. Dabei reichte nach meiner Einschätzung völlig aus, wenn Martin sich besinnen könnte auf seine bereits vorhandene Absolut-Qualität: MUT. Er steht da, und stellt sich, und steht da, wenn auch manchmal etwas störrisch. Macht nix, die Welt dreht sich ja weiter.

      Fazit 2
      Vor populistischen Bestrebungen muss eine Orientierung an Qualität erfolgen. Damit meine ich nicht nur die Sortierung in Wesentliches und Unwichtiges, auch nicht Vielfalt und Kompetenz. Es geht mir um einen Roten Faden, den der Blog zu präsentieren und nachvollziehbar darzustellen hat. Dazu gehört nach meinem Verständnis auch, dass sich Kommentatoren und Thematiker so darzustellen haben, dass klar wird, welch Geistes Kind sie sind.

      Fazit 3
      Auf dem Blog stauten sich einige Probleme und drohten, zu einer Problematik zu reifen. Insofern folgen Befreiungsschläge dem Natürlichen – Streben in die Freiheit. Der Antrieb dazu ist ein Gefühl. Wir folgen dem, und das ist gut so. Auch für Mr. Chattison – der braucht keine persönlichen Einladungen!

      Gruß
      Wolfgang

      • November 13, 2014 um 5:43 pm

        Das mit der Integrität verstehe ich gut, wie du es beschreibst.

        Und das Integrieren eines z.B. „kratzbürstigen“ Gesprächspartners beginnt bei einem Selbst – IN SICH – und seinen eigenen Anspruch einer Gesprächsführung auszuloten anstatt ideologisch festzuhalten. Eine Entscheidung im JETZT so wie es ist, zu treffen und auch mal 5 gerade sein zu lassen, weil die Gegenwart (?Ups – warum ge.ge?n -aha es gibt eine Wart!) eine fließende Kraft ist.

        Auf diese Weise gilt der primäre Anspruch nicht an das Gegenüber, obwohl eine Rückmeldung in Worten mal angebracht sein kann, jemanden mal darauf hinzuweisen, falls etwas nicht passt. Das gehört dazu.

    • November 13, 2014 um 5:44 pm

      edit vorletzter Absatz 1 kontra-Sinn – falsches Wort: „nur“ – richtiger Satz:
      Deshalb bedauere ich es manchmal, daß weniger jene zu Wort kommen oder angehört werden, die eher leisere Stimmen haben oder wenig Übung für “gute” Formulierungen haben.

    • November 14, 2014 um 5:33 pm

      @ terramesa

      „“Bisher fand ich lediglich mit meinem Erstauftritt die Antwort “Buchstabensuppe” sinnentleerte Provokation.““

      So kann es gehen, wie ich oben schon angesprochen habe, können Dinge völlig unterschiedlich aufgefasst werden.

      Du hast das mit der „Buchstabensuppe“ als Provokation empfunden, ich dagegen fand das eigentlich ganz witzig und habe mich über Deine Reaktion darauf ziemlich gewundert.

  6. November 13, 2014 um 11:13 am

    Ich lese diesen Blog, weil ich anfänglich den Eindruck hatte, hier machen sich eine Reihe von Menschen ernsthaft Gedanken über das, was die Welt im Innersten zusammenhält. Ich dachte, dass ich hier einen Blog gefunden hätte, der philosopisch (im Sinne von Liebe zur Weisheit) ist, ohne philosophisch (im Sinne von althergebrachter Schulphilosophie) zu sein.

    Philosophisch (im Sinne von Liebe zur Weisheit) kann ein Mensch nicht sein, wenn ihm nicht erlaubt wird, das zu sagen, was er denkt, sondern wenn er durch einen Regelsatz (hier die Nettikette) gezwungen wird, mit seiner wahren Meinung hinter dem Berg zu halten, sie nur indirekt auszudrücken, sich zu verbiegen, so zu tun, als hätte er keine Emotionen usw.

    Mr. Chattison war für mich einer der wichtigsten Kommentatoren aus der Reihe der o.g. ernsthaften Teilnehmer. Er hat den Leuten gern mal einen Spiegel vorgehalten, er hat zu beinahe jedem Thema etwas Interessantes zu sagen, seine Kommentare sind gehaltvoll und inspirierend, er hat oft Sachen gesagt, bei denen ich denke: Das ist WAHR. Was Mr. Chattison nicht getan hat, ist: Leute grundlos anzugreifen. Es ist ein Zeichen mangelnder Wertschätzung der ganzen „Person Chattison“ gegenüber, wenn ihm vorgeschrieben wird, was er sagen darf und was nicht, wenn ihm ein nettikettischer Maulkorb umgelegt wird.

    In diesem Blog wird das, was aus Amerika zu uns rüberkommt, häufig mal kritisch gesehen. Nun, die sogenannte „Nettikette“ gehört auch dazu. Wer mal in Amerika war, der weiß, dass man sich dort nur „Nettes“ sagen darf, dass niemals Emotionen hochkochen dürfen, dass man sich immer in seinen jeweiligen Selbstbildern bestätigen muss. „You’re welcome!“ So werden die Menschen dort konditioniert. Die Kehrseite von dem ganzen Nettsein ist, dass in Amerika pro Jahr 30.000 Menschen ( !) durch Schusswaffen umkommen. Anderswo nennt man das „Bürgerkrieg“.

    Auf der anderen Seite vertritt hier Wolfgang Heuer einen kruden Mischmasch esoterischer Banalitäten, die es ihm erlauben, jeden Kommentator, der ihn nicht in seinem latent größenwahn-trächtigen Selbstbild bestätigt, als „krank“ zu bezeichnen. Einen anderen Menschen in diesem Sinne als „krank“ zu bezeichnen, bedeutet die totale Abwertung des jeweiligen Gegenüber, ein Sich-Selbst-Bestätigen auf Kosten anderer, mangelnde Wertschätzung, wie sie auf verbaler Ebene größer kaum sein kann, ohne dass hier die sogenannte „Nettikette“ zensierend eingegriffen hat. Wolfgang Heuer macht hier auf Blog-Ebene genau dasselbe, was die Richter im Falle Mollath getan haben. Wolfang Heuer ist hier der Richter, und alle die auf seine Kommentare kritisch antworten, sind die Mollaths.

    Das heißt für mich, dass über die „Nettikette“ Urteile gefällt werden, die bei näherer Betrachtung weder etwas mit dem Umgangston noch mit dem qualitativen Inhalt der Kommentare zu tun haben. Ich finde das sehr bedauerlich, denn das ist ein starker Verweis darauf, dass meine ursprüngliche Annahme, dass hier Philosophie im Sinne von „Liebe zur Weisheit“ getrieben wird, nicht richtig ist.

    • November 13, 2014 um 9:46 pm

      Philosophie im Sinne von „Liebe zur Weisheit“ wird schon betrieben, nur nicht immer, nicht durchgängig und manchmal müssen die Perlen mit der Lupe gesucht werden. Das macht aber nix. Wer sich auf einem Erkenntnisweg befindet, einzeln oder in Gemeinschaft, der bekommt das schon hin. Austausch, Kommunikation, freies Fließen von Energie und Information. Dazwischen entspannendes Gelaber.
      Mein „Stein des Anstoßes ist das Messen mit zweierlei Maß“. Einerseits ein Wolfgang Heuer, der hier wochenlang andere herabwürdigte um sich selbst zu erhöhen, es ist wohl sein Weg hier und heute, aber schalten und walten konnte wie er wollte. (Es fehlten nur die Kraftausdrücke, das wäre ehrlich und authentisch.) Ohne vom Blogbetreiber auf seine andere beleidigende und herabwürdigende Schreiberei überhaupt nur aufmerksam gemacht zu werden.
      Andererseits das Löschen eines Dialogs, der vielleicht nichts für Zartbesaitete gewesen sein mag, wo zwei sich in den Haaren hatten, die das aber auch vertragen können, Wem es nicht passt, der braucht sich ja nicht einmischen und kann weiter scrollen. Zu soviel Eigeninitiative wird ja wohl noch jeder selbst fähig sein, auch Nur-Leser.
      Ich habs nicht so mit Kraftausdrücken und ich komm nun nicht gerade von einer „Höheren Töchterschule“, mit meinen sechs Söhnen, zwei Töchtern und über zwanzig Jahren im Baugeschäft. Mir sagt der Stil der Kommunikation hier schon zu. Aber wenn es dann eben mal so ist, dass es kräftiger zur Sache geht, dann kanns ja mal einen Satz wie „Jetzt reichts, schaltet einen Gang runter“ geben.
      Nur Martin, das ist Dein Blog, Du entscheidest. Manchmal bin ich etwas traurig ob der Quantität, weil es vielleicht in der Diskussion gerade interessant wird und durch ein neues Thema die Konzentration zerfasert. Aber seis drum, ich bin ganz gerne hier unterwegs. Es gibt Blogs, da beleidigen sich die Leute dermaßen, dass der Inhalt unter geht, oder es diskutiert gar niemand, gähnende Leere.
      Mr. Chattison ist jedenfalls ein Verlust.

      Grüße

      • November 14, 2014 um 10:15 am

        Liebe Martina,

        Ja, die zweierlei Maß sind mir selbst auch schonaufgefallen.

        Dein Argument, dass jeder Leser selbst verantwortlich die für ihn weniger schmeckenden Kommentare auch schnell wegscrollen kann, sticht! Ich werde mich daher bemühen, meine Emotionen an entsprechenden Stellen auszuhalten und eher einen Hinweis geben, die Gemüter wieder abzukühlen.

        Danke, Martin

        • November 14, 2014 um 10:48 am

          Lieber Martin, Du bist schon ein Guter.;-) Hab mal wieder Dank für Deine Mühe und die Zeit, die Du in den Blog investierst. Ich denke wir haben alle was davon, in unterschiedlichen Facetten selbstverständlich.

          Liebe Grüße
          Martina

          • EM
            November 14, 2014 um 11:12 am

            @Martina

            Wenn Du erlaubst, würde ich mich Deiner Meinung hier sehr gerne anschließen.

            Gruß
            Eva

          • maretina
            November 14, 2014 um 12:28 pm

            Hi Eva, von meiner Erlaubnis bist Du aber unabhängig, oder? 😉 Trotzdem schön hier und da Übereinstimmung zu spüren.
            Grüße
            Martina

  7. Heinrich Schmitt
    November 13, 2014 um 9:58 am

    „“Woerter koennen verletzen…““ – vor Allem, wenn man jemandem die Wahrheit sagt, die er nicht ertraegt. Des Kaisers neue Kleider…. die alte Diskrepanz zwischen Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Manchmal hilft eine Notluege, um Jemanden an seine Nase zu stupsen, damit der nicht gleich losheult.

  8. Sigrid Bothe
    November 13, 2014 um 8:15 am

    Als Angesprochene kann und werde ich mich nicht an der Umfrage beteiligen, denn ich schreibe nicht, bzw. melde mich selten zu Wort. Diese Nettiquette ist doch inzwischen irgendwie überall ähnlich und auch allgemein. Sich Regeln zu geben, gehört auch zu einer Gemeinschaft- bloß das brauch ich gar nicht alles hier(ausgerechnet hier) zu erörtern. Diese „Runde“ halte ich schon für fähig, sich zu entwickeln und sich andere Regeln zu geben wenn erforderlich, was jetzt eingetreten zu sein scheint.Kluge Köpfe kommen aber auch nicht ohne verbindliche Beziehungen aus, wenn die Sachebene nicht ganz klar ist/noch nicht sein kann/gefährlich erscheint usw. und sie brauchen wohl etwas Schutz,Zustimmung und Raum für manchmal noch nicht druckreif Bedachtes. Und da hat federleichte es gut auf den Punkt gebracht. Jedenfalls ist dieser Blog ungleich wichtiger als so manche Kommunität im Netz und so nehme ich ihn auch beim Wort: Teamwork, Brainstorming, Denkfabrik oder so geschieht im kollektiven Selbst- und dann stockt und stolpert es, verwirrt sich und ordnet sich neu- oder es tritt an den Tag, dass doch wieder nur alles Selbstdarsteller am Werke waren.Also die Verantwortung aller am Blog Beteiligten ist beobachtet und kann gemeinsam getragen werden.Ich wünsche mir u n d den Bloggern, dass sie einen Weg finden, mit groben Klötzen umzugehen, ohne den groben Keil zu benutzen.
    Ich bedanke mich für den Blog und so manche Anregung und Bestätigung des Denkens.Es ist ein Reichtum und Fundus an Vorstellungen, Gedanken, Erkenntnissen jedes Einzelnen vorhanden, der eben nicht für….ausgenutzt , noch zum Schweigen gebracht werden darf.

    Noch etwas zum Vortrag:ich habe das Video nicht aufbekommen, doch ohne es gesehen zu haben gibt auch der Text wenig über Beziehungen her. Psychologen beachten m.E. zu wenig, dass zum Einen erst die Beziehungsebene klar sein muß, bevor es zum Anderen in der Sachebene klar werden kann(sonst streiten sich alle irgendwann um des Kaisers Bart und jeder will der Erste sein). oder anders- Worte bleiben Schall und Rauch, wenn man sich der Beziehungsebene klar geworden ist! Als Sklave muß mich das harte Wort des Massas töten- umgekehrt wirkt das wohl kaum.Die Blicke meines Kindes können mich zerknirschen(weil ich es liebe und geliebt werden will) doch die Blicke des Arbeitskollegen kann ich ertragen… und nachfragen und Verantwortung übernehmen.Eigentlich ist es dann ganz einfach- Schöne Worte sind oft nicht wahr und wahre Worte sind oft nicht schön.
    Man kann alles zerreden und auch zerforschen. Das chinesische Sprichwort will gelebt sein und nicht geprüft( Dank an Martin B.!)

    Danke sehr, dass ich hier sein durfte…
    FreeSiggi

  9. federleichtes
    November 13, 2014 um 5:52 am

    Mir fliegen die Klamotten ja gerne aus dem Ärmel. Ne Nacht drüber schlafen? Nö.

    Lieber Martin,

    Faszination Mensch ist Dein Blog und bleibt Dein Blog. Was Du hier veranstaltest, ist das Leben selbst, variabel, nicht so, wie man es sich erträumte. Das echte Leben verläuft anders, wie wir hier bereits mehrfach ausführten, unberechenbar.

    Eine einfache Regel lautet: Für das was geschieht, gibt es eine Ursache, und für das, was geschehen ist, gab es eine Ursache. Insofern kann es eigentlich keine Fehler geben, eben der Entsprechung wegen. „Der oder die kann nix dafür“, das sagen Susanne und ich regelmässig zu unmöglichem Verhalten, aber – wir lassen uns das Verhalten nicht gefallen, wenn es uns oder unsere Tiere und Pflanzen betrifft. Verhalten und Schuld/Verantwortung sind also zwei Paar Schuhe.

    Aus meinem Erleben auf diesem Blog. Es gab im Hintergrund unserer Arbeit stets ein Rumoren. Und auch persönliche Angriffe. Ich hatte mal gesprochen über die Notwendigkeit freier Kommunikation, und dazu gehöre zwingend, andere MENSCHEN nicht zu stoppen. Der Blog sollte so eine Art „Couch“ sein, wo sprechen (als Schreiben) als Akt der Befreiung und Freiheit nicht nur möglich, sondern auch erwünscht ist. Allerdings sprechen zu Themen, und eben nicht über andere Kommentatoren.

    Bisher war es so, dass die Stamm-Mannschaft angegriffen wurde und sich wehrte – jedenfalls einige und auch nicht immer. Dass Du Wolfgang Heuer hier duldetest, passt weder zu Deinem Harmoniebedürfnis, noch zu unserem Arbeitsstil und schon gar nicht zu unseren Arbeitsergebnissen. Bitte sehr, Dein Blog, wir wurden damit fertig. Was Gerd Zimmermann betrifft, vestehe ich weder Dich noch die Leser, die sich in sachlicher Übereinstimmung mit seinen Kommentaren befinden. Dazu kommt immer wieder sein Unmut über unsere Doofheit, dass wir Guido nicht lesen und überhaupt nix verstehen. Konkrete Fragen beantwortet er nicht. Mich findet er mal ganz toll, und dann wieder genau das Gegenteil. Ich mache mir Sorgen um ihn, und er belehrt mich. Persönlichkeit, na gut, wir haben uns damit arrangiert

    Aber, wenn hier Menschen agieren, die sich nicht mit den Menschen, die der Blog-Spur folgend entsprechende Arbeit leisten, arrangieren konnten, ist das eine Sache. Wenn aber die Kommentare scheinbar nur gelesen werden, um sich selbst als weise und die anderen als krank herabzuwürdigen, wird das weder unserer noch Deiner Blogarbeit gerecht. Es kam ja sogar der Punkt, als ich das wirre Geschreibe hier den Lesern unserer Homepage nicht mehr zumuten konnte und den Link entfernte. Das war mal ganz anders, da zeigte ich mit Freude und eine Art Stolz auf Deine Seite. Nein, ich erwarte keine Veränderung Deiner Blog-Politik. Gut wäre eine Gleichbehandlung aller Kommentatoren und Verständnis, wenn persönliche Angriffe auch persönlich beantwortet werden: Auch Mr. Chattison ist ein Mensch, der nicht nur für seine brillianten Kommentare zumindest Respekt verdient.

    Worte können nicht verletzen.

    Mit der Problematik Ursache/Verursachung schlage ich mich bereits viele Jahre – vergeblich herum. Geht es um Angst, wird gesagt, ich hätte die Angst gemacht. Pardon, wie soll ich denn Angst machen. Ich kann nur eine Angst auslösen, die potenziell bereits vorhanden war. Und so verhält es sich mit Worten. Enthalten sie Kritik, kann eineaggressiive Rea ktion folgen. Enthalten sie einen Angriff, kann ein Beleidigt-Sein folgen, weil die Worte als beleidigend AUFGENOMMEN werden.
    Kurz
    Was ich verursache, ist sekundäre Ursache. Bewegt werden kann nur eine Primär-Ursache, die als Real-Potenzial auf Reiz oder auf „Knopfdruck“ als Wirkung erscheint. Demnach sollte der Satz lauten:

    Worte können Verletzheit auslösen – in letzter Konsequenz vielleicht auch den Tod.

    Aber so wie die Verletzheit bereits vor dem Wort vorhanden war, verhält es sich mit dem Tod. Der war auch vor dem Wort da.

    Mr. Chattison war unser Freund, und wir sind ihm Freund gewesen – und geblieben. Wenn er mich gerufen hätte, wäre ich gekommen, auf Gedeih und Verderb. So stelle ich mir Freundschaft vor, jedenfalls die Freundschaft, die sich das unmöglich zu Leistende auf die Fahne schrieb. Das ganze Beiwerk ist im Ernstfall Pillepalle, relevanzlos, wenn es um das absichtslose, das unbedingte Wollen, den Willen geht.

    Hier wird gerne mal von einer „Runde“ gesprochen. Irgendwie blieb sie namenlos. Natürlich machte ich mir so meine Gedanken, wer das personell sein könnte. Klar war mir Mr. Chattison, klar war mir auch, dass Du nicht dazu gehörst. Ich sage Dir das nicht nur offen, sondern auch, warum. Runde braucht eine Eigenschaft. Ich nenne sie mal Herzintelligenz. Als die Instanz, die im richtigen Moment auf butterweich und im richtigen Moment auf stahlhart schaltet. So ist es: Das „gesunde“ Herz ist bereit, ein Feld unendlich weit zu machen, und bereit, eine unverrückbare Grenze zu ziehen.

    Macht nix, wir lieben Dich so, wie Du nun mal bist. Und wie ich Martina und ihre Spürnase kenne, wird sie irgendwann zu Dir sagen: Willkommen in der Runde. Bis dahin wird die Runde sicher auf Dich aufpassen.

    Danke für Dich und Deinen Blog.

    Wolfgang

    • EM
      November 14, 2014 um 10:14 am

      Braucht Runde tatsächlich ‚Eigenschaft‘?

      Was wäre in Bezug auf eine Runde ‚Eigenschaft‘? Wer definierte diese im Allgemeinen auf eine (ua. virtuelle) Runde bezogen, im Speziellen bezogen auf DIESE Runde, welche womöglich ihrerseits (inkl. Aufnahmekriterien?) vorab zu definieren wäre? Ist rund also nicht per se rund?

      Das Runde, der Kreis ist geschlossen. ‚Austausch‘ wäre demnach lediglich innerhalb des Inneren, getrennt vom Äußeren möglich. Austausch wäre demnach klar eingegrenzt. Er drehte sich im Kreis. Endlosschleife. Wer bestimmt zudem den Radius des Kreises, den Radius der/dieser Runde?

      Steht Austausch hierarchisch nun über oder unter der Runde, was wiederum Einfluss auf deren Radius bzw. nötige Durchlässigkeit hätte? Wie aufgeschlossen/durchlässig kann/muss eine Runde sein, um keine, sich selbst beschränkende ‚geschlossene Gesellschaft‘ zu sein? (Gruß an die Strippenzieher.)

      Also doch lieber Gemein.schaft? Auch nicht besser? 😉

      Sagt Geschriebenes in Wahrheit nicht um ein Vielfaches mehr über den Schreiber selbst, als über das/die/den Beschriebene(n) aus? Sehe ich als Leser ua. nicht etwa durch die Augen des Schreibers (auf mich)? Die Kinderbuchautorin Mira Lobe erdachte sich diesbezüglich eigens ein Wesen: Das kleine ICH BIN ICH

      Durch die Augen von Chattison habe ich – trotz/wegen? seines Wordings 😉 – immer sehr gerne gesehen, meine eigenen dennoch behalten, teils in geöffneter Form. 😉

      Wir sprachen von Klarheit. Zu Unausgesprochenem, Nebulösem, Verdrehtem kann ich nicht Stellung beziehen, es weder aus.machen noch in Folge unter.schreiben oder Abstand davon nehmen, wenn nötig.

      Auch wenn Klarheit manchmal schmerzt, ist sie mir doch lieber. Wobei das Schmerzempfinden zudem nachweislich eine äußerst individuelle Sache ist, so rund, offen oder geschlossen der (Schreiber/Leser)Kreis auch sein mag. 😉

      Nachdem hier Erwachsene schreiben (wie ich annehme), ich demnach kein unüberwindbares Machtgefälle innerhalb der Runde auszumachen glaube, sollte über Wording womöglich durchaus offen diskutiert, dieses jedoch nicht zu sehr eingeschränkt werden. So ergibt sich für den Leser die Chance, die Möglich.keit, seine Goldwaage wegzupacken und sich, seiner Überzeugung folgend ua. manchmal auch ausdrücklich im Abstandnehmen zu üben und sich damit seiner inneren Harmonie zu nähern.

      Lieben Gruß
      Eva

      • federleichtes
        November 14, 2014 um 3:22 pm

        Treffliche Fragen, wertvolle Anregungen. Danke!

        Dass auf diesem Blog etwas „rund“ läuft, ist meine ganz persönliche Wahrnehmung. Und überall, wo es rund läuft, ist für mich „Runde“. Trat Mr. Chattison auf die Bühne, rund. Nicht mal durch seinen informativen Auftritt, eher sein Wesen, also exformativ. Diese Wahrnehmung (Gefühl) stellt sich auch durch andere Kommentare ein, und ich erdreiste mich, daraus Rückschlüsse auf das Wesen der Kommentatoren zu ziehen.

        Das Runde bildet sich in meiner Wahrnehmung durch das Selbstverständliche. Woraus ich frecherweise ableite, der sich offenbarende Mensch sei in Kenntnis des „Selbst“. Und lebe in einer Art Selbst-Verständnis. Aus diesem „Selbst“ scheint eine Kraft zu strömen. Nö, ich strapaziere den Begriff Liebe mal nicht, aber diese Kraft wirkt auf mich ergreifend. Ich könnte das Gefühl als Bewunderung beschreiben – und schrieb bereits, wie diese Erregung „spricht“: Mittels wohligem wortlosen Grunzen.

        Das Runde sich als Kreis vorzustellen, na gut. Eine Kugel ist auch rund, eine Ellipse auch, und selbst in „krickeligen“ Kinderzeichnungen taucht das Runde auf. Rundsein impliziert auch nicht die Strenge von Geschlossenheit.

        Eine Eigenschaft des Runden beschreibe ich als nicht-personifizierte Gelassenheit. Das Runde selbst ist das Vertrauen, dass das Personifizierte eintritt – oder eben nicht, oder nur halbherzig, oder nur für Momente. Auch im Runden sehe ich die Liebe wirken: Kommst du, gehst du, egal was du machst, es geschieht in meiner Ordnung.
        Was ich unter Liebe verstehe, übt keine Macht aus, sondern ist Macht. Eine, die – im Gegensatz zur Geist-Macht – keine Absicht braucht, also kein Wollen benötigt, um zu sein.

        Aber meine Beschreibungen sollen bitte sehr persönlich, Meinung bleiben. Andere Menschen machten andere Erfahrungen, interpretieren anders und leben anders. Und das ist gut so. Das Runde ist ja nicht nur ein Innen – und in seinem Prinzip grenzenlos. Es braucht keine Strippenzieher. Eben nicht!

        „Worte zerstören, wo sie nicht hin gehören“.

        Mit meinem Freund sprach ich gestern über den vorletzten Absatz meines Kommentars. Dass ich einen Moment zögerte wegen der Verletzungsgefahr. Martin mahnte hier mal, und zwar direkt bei mir, Freundschaft an. Was ist Freundschaft? Und was ist Freundschaft, und nur Freundschaft möglich?
        Freundschaft in meinem Verständnis UND in meinem Erleben ist, das zerstören zu KÖNNEN, was den Schmerz fesselt, und den entfesselten Schmerz mittragen zu KÖNNEN. So beschreibe ich Freundschaft als die Kunst des Runden, aus der Zerstörung des Alten das Neue zu schöpfen.

        Dir einen guten Tag
        Wolfgang

    • November 14, 2014 um 5:15 pm

      „“Worte können nicht verletzen.““

      „“Enthalten sie Kritik, kann eineaggressiive Rea ktion folgen. Enthalten sie einen Angriff, kann ein Beleidigt-Sein folgen, weil die Worte als beleidigend AUFGENOMMEN werden.““

      Sehe ich ähnlich, es liegt immer an einem selbst, ob man sich verletzt fühlt oder nicht, im Übrigen wirken diesselben Worte auf die verschiedenen Beteiligten oft ganz unterschiedlich, was der eine schon als Streit empfindet, ist für den anderen noch eine Diskussion und was für den einen eine sachliche Kritik darstellt, kann für den anderen schon ein persönlicher Angriff sein.

      Deshalb bin ich grundsätzlich gegen Zensur, da einem dadurch quasi vorgeschrieben wird, wie man etwas aufzufassen hat bzw. ob man etwas überhaupt lesen kann/darf oder nicht.

      Und ich möchte anmerken, ich sage das als jemand, der auf einem anderen Blog sehr häufig mit persönlichen Angriffen, Unterstellungen und Diffamierungen konfrontiert war, das war zwar nicht schön, aber dadurch habe ich gelernt, unter allen Umständen ruhig und höflich zu bleiben. Ist auch was wert. 😉
      Und ich möchte weiter anmerken, dagegen sind die kleinen, ich nenne es mal „Meinungsverschiedenheiten“, die es hier zuweilen gibt, geradezu harmonisch (zumindest, was ich bisher mitbekommen habe).

      Also kurz gesagt: Ich kann diese Nettikette-Diskussion eigentlich gar nicht so recht nachvollziehen…

      • federleichtes
        November 14, 2014 um 5:53 pm

        Danke sehr! (Neeiiiiin, ich hatte nicht auf Dich gewartet)

        Mr. Chattison beschreibt sich mir mit einem Reiz-/Reaktionspunkt. Er ist für sich Autorität durch Wissen und Erfahrung, die er mitteilt als fundierte Kommentare. Fundierte Kritik daran habe ich hier noch niemals vernommen. Dagegen immer mal wieder ein eher diffuses Aufbäumen gegen und damit das Untergraben dieser Autorität Dass er auf diese Untergraben-Absicht harsch reagiert, kann ich mehr als verstehen – weil ich manchmal auch in diese Richtung überlege. Aber ich kann mit dem Hanswurstbild ganz gut umgehen – und das was die Gräber mir meinen abgegraben zu haben, können sie sich wo rein stecken. Offen gesagt gefällt mir die von jeglicher Autorität befreite Hanswurstrolle – nicht immer – ganz gut.

        Allerbestens gefällt mir Dein Wort “Meinungsverschiedenheiten”. Ist ja so: Werfe eine Tasse gegen die Wand, udn antworte dem erstaunten Blick, ihr hättet eine Meinungsverschiedenheit gehabt – die es zu erledigen galt. Ja, ganz Deiner Meinung, und in der Hoffnung, du lässt mich hier nicht wieder so lange auf ein paar Deiner stets geschätzten Worte warten, schreibe ich das unser Miteinander begleitende und fruchtbar prägende Wesen unseres Thematisierens und Kommentierens noch mal gänsebeinchenfrei:

        Meinungsverschiedenheiten

        ergeben sich aus verschiedenen MEINUNGEN.

        „Deshalb bin ich grundsätzlich gegen Zensur, da einem dadurch quasi vorgeschrieben wird, wie man etwas aufzufassen hat bzw. ob man etwas überhaupt lesen kann/darf oder nicht.“

        Klar, Meinungen zu Themen müssen nicht zensiert werden. Persönliche und damit subjektive Angriffe dagegen dienen hier als MEINUNG einem thematischen Erkenntnisgewinn eher weniger und mehr dem Erhellen von „Persönlichkeiten“.
        Kurz
        Manchmal tauschte ich gegen die erhellte „Persönlichkeit“ gerne einen Frosch.

        Dir als professionell Selbsterhellte (wat’n Wort, gell) einen guten Abend.

        Gruß
        Wolfgang

        • November 14, 2014 um 8:23 pm

          @ Wolfgang

          „“und in der Hoffnung, du lässt mich hier nicht wieder so lange auf ein paar Deiner stets geschätzten Worte warten““

          Upps, ich bin nicht unbedingt daran gewöhnt, dass meine Worte geschätzt werden, deshalb vielen Dank.

          Habe im Moment wenig Zeit und auch wenig zu sagen, es ist auch nicht wirklich inspirierend, um zwei Uhr nachts von der Arbeit zu kommen und die Küchendecke auf dem Fußboden wiederzufinden (naja, eine Überraschung war es nicht) und das ist nur die Spitze des Eisbergs, seit knapp zwei Wochen scheint alles im Chaos zu versinken, interessanterweise stört mich das noch nicht mal besonders…

          Ok, ich schweife ab, was ich eigentlich sagen will: Mir wollen im Moment einfach nicht viele „schätzenswerte“ Worte einfallen (wie man unschwer erkennen kann… 😉 )

          Ich wünsche Dir ebenfalls einen guten Abend.

          • federleichtes
            November 14, 2014 um 9:20 pm

            „Sehe ich ähnlich, es liegt immer an einem selbst, ob man sich verletzt fühlt oder nicht, …“

            So verhält es sich doch auch mit Wertschätzung, oder? Was sind schätzenswerte Worte wert, die der Schätzung wegen gesprochen werden?

            Mr. Chattison zum Beispiel mochte keine derartiges „Geklimper“. Ich reagiere darauf auch nicht, weiß aber, das der Sprecher sich selber an seinen Worten erfreuen kann – so wie ein „echter“ Schenker sich über sein Schenkenkönnen erfreut:
            „Ich verschenke mich (in der Darstellung), weil es wie ein Geschenk an mich wirkt.“ So in etwa.

            Damit

            „seit knapp zwei Wochen scheint alles im Chaos zu versinken, interessanterweise stört mich das noch nicht mal besonders…“

            erfreust Du mich besonders. Vielleicht steht Dir ein weiterer Schritt bevor, das Chaos belächeln oder anlachen zu können. Ich finde Derartiges mittlerweile höchstköstlich.

            Vor ein paar Monaten lief aus dem Türrahmen meines Badezimmers Katzenpisse (riecht so, sachte Susanne. Über mir wohnt ein Mädel, das ziemlicherichst durch den Wind ist). Ich stellte das von Feuchtigkeit betroffene Schränkchen auf das Grillrost des Backofens. Problem erledigt. Ne, die Badezimmertür ging wegen des aufgequollenen Fussbodens nicht mehr ganz auf – aha, zwei Unterlegscheiben, fertig.

            „Wer nicht im Chaos lebt, hat was falsch gemacht.“
            Herzlichen Glückwunsch.

            Stets auf Augenhöhe.
            Wolfgang

          • November 14, 2014 um 10:25 pm

            @ Wolfgang

            „“weiß aber, das der Sprecher sich selber an seinen Worten erfreuen kann – so wie ein “echter” Schenker sich über sein Schenkenkönnen erfreut““

            An meinen Worten erfreuen kann ich mich nur beim Drehbuch- bzw. Dialogschreiben, beim Kommentare schreiben nicht wirklich, mag daran liegen, dass ich Ersteres besser beherrsche.

            Und was das Schenken angeht, ich dachte beim Schenken freut man sich, dass der Beschenkte sich freut (wenn er es denn tut), auf die Idee, ich könnte mich über mein Schenkenkönnen freuen, bin ich bisher nicht gekommen.

            „“Vielleicht steht Dir ein weiterer Schritt bevor, das Chaos belächeln oder anlachen zu können.““

            Das kann ich sowieso, muss ich auch, mein Leben ist schon immer chaotisch, diesmal ist es nur ein bisschen sehr geballt, ich komme mir vor, als wäre ich in einen Tornado geraten, aber was soll’s, das meiste löst sich ja auch relativ schnell wieder auf.

            „““Wer nicht im Chaos lebt, hat was falsch gemacht.”““

            🙂

            Kann sein, kann auch nicht sein, ich hab‘ da jetzt nicht so die Vergleichsmöglichkeit, außer einer ca. eineinhalbjährigen Phase, in der sich schlicht gar nichts ereignet hat. Das war auf Dauer auch nix.

          • federleichtes
            November 14, 2014 um 10:51 pm

            Eines meiner grauenhaftesten Lebenserlebnisse. Segelschiff, unruhiges Wasser (zwischen zwei Inseln), Flaute. Null Fahrt, aber das Schiff schaukelte, als wolle es umkippen. Stunden!

            So so, also das Vertrauen in Deine Kommentarworte könnte noch wachsen. Bist Du eigentlich unabhängig von dem, was Du leistest, für einen Menschen wichtig? Die Antwort darauf ist DEINE Antwort.

            Die Kunst des Schenkens beschreibe ich als das Teilen des Unteilbaren. Dabei kann zwar ein Päckchen oder ein Sträußchen gegeben werden, aber das Eigentliche, die Freude am Schenken bleibt – ganz gleich, wie der Beschenkte reagiert – beim Schenkenden.

            Frage
            Verarbeitetest Du Dein Erlebtes in den Drehbüchern? Oder inspiriert Dich eher die Phantasiewelt? Eine Märchenwelt? Eine Tornadowelt?

            Danke und Gruß
            Wolfgang

          • November 14, 2014 um 11:47 pm

            @ Wolfgang

            „“So so, also das Vertrauen in Deine Kommentarworte könnte noch wachsen.““

            Vielleicht könnte es das, muss es aber nicht, denn im Gegensatz zu den Drehbüchern gebe ich die Kommentare ja auch dann raus, wenn ich nicht zu 100% zufrieden damit bin.

            „“aber das Eigentliche, die Freude am Schenken bleibt – ganz gleich, wie der Beschenkte reagiert – beim Schenkenden““

            Nein, das kann ich nicht so sehen, ich finde es essenziell, wie der Beschenkte reagiert, wenn der sich nicht freut, dann freue ich mich auch nicht, wie denn auch, wenn ich jemandem etwas schenke, dann doch in erster Linie, um ihm eine Freude zu machen, nicht mir.

            „“Frage
            Verarbeitetest Du Dein Erlebtes in den Drehbüchern? Oder inspiriert Dich eher die Phantasiewelt? Eine Märchenwelt? Eine Tornadowelt?““

            Außer einer kurzen Anekdote hier und da verarbeite ich grundsätzlich nichts Autobiographisches (ich lasse mich höchstens ein ganz klein wenig davon inspirieren), denn da fehlt einem meistens die Distanz und außerdem kann ich persönlich es nicht ausstehen, wenn Autoren/Regisseure mich mit ihrer Lebensgeschichte oder ihren unverarbeiteten Dramen belästigen, ich möchte unterhalten werden und das funktioniert m.E. besser über reine Fiktion.

            Und nachdem es sich um Komödien handelt inspiriert mich auch mal eine „Tornadowelt“… 😉

          • November 15, 2014 um 12:01 am

            P.S.

            Die Sache mit der Küchendecke werde ich bestimmt mal verwenden, ist zwar ein wenig abgegriffen, aber als Bild ist es einfach großartig…

          • federleichtes
            November 15, 2014 um 1:55 am

            Mir fällt gerade eine Geschichte ein. Sie hat mich fast umgebracht – fast tot gelacht.
            Trennung, Sachen aufteilen.
            Sie: Den Gummibaum nehme ich mit.
            Ich: Ach, den lass mir mal.
            Sie nimmt den Gummibaum aus der Ecke hinter dem Sofa. Zwei Blätter fallen ab.
            Ich trage den Gummibaum zum Auto – sehr windig an dem Tag, drei weitere Blätter fallen. Ein paar Kilometer fahren, aussteigen, es war immer noch windig, zwei weitere Blätter fallen ab. Ich trage den Gummibaum zwei Treppen rauf und reiche ihr, die in der Tür steht, den Gummibaum an – das letzte Blatt fällt ab.
            So kann’s gehen.

            Falls Du an weiteren komischen Originalgeschichten interessiert bist, mach ich mal das Thema „Ein Hauch des wahren Lebens“ auf.

            Gruß
            Wolfgang

          • November 15, 2014 um 2:39 am

            @ Wolfgang

            „“Falls Du an weiteren komischen Originalgeschichten interessiert bist, mach ich mal das Thema “Ein Hauch des wahren Lebens” auf.““

            Klar immer, die Geschichte ist klasse, würde ich gerne verwenden, wenn ich darf.

  1. November 13, 2014 um 1:11 am

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