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Kreativität – Phantasie – Hirngespinste

Dass Menschen kreativ sein können, beweist die Buntheit unserer Lebensgestaltungen. Denke ich allein an die stetige Perfektionierung von Abhör- und Bespitzelungsmethodiken, denke ich an die Perfektionierung von Vernichtungswaffen und deren rationalen Bemäntelung, denke ich an den destruktiven Geist des Lebens. Denke ich an konstruktive Kreativität, fallen mir viele Beispiele ein für gegenseitige Hilfe, die das Schicksalhafte des Leben erleichtern helfen; Menschen erfanden in diesem Sinne eine Vielzahl von sehr pragmatischen Lösungen, die der Selbstliebe und der Nächstenliebe Gestalt geben konnten.

Mit der Phantasie dagegen ist das so eine Sache. Kindern wird sie meist nachhaltig ausgetrieben – nutzlos in einer Welt, die scheinbar von einer Vernunft betrieben werden muss. Und manchem erscheint Phantasie gar als gefährlich – auf diesem Feld könne man auf „dumme“ Ideen kommen. Tatsächlich jedoch ist die Welt als Heimat des Menschen ein Reich, in dem die Phantasie Vielfältiges in Form, Farbe und Funktion erschuf. Wer in diesem Reichtum zu gehen lernte, weiß, wovon ich spreche. Und manch einer wird meine Auffassung teilen: Erst dieser Reichtum ermögliche unsere Existenz in einer feindseligen Welt.

Hirngespinste. Sind direkt nicht mein Thema, aber sie sind ebenso wie Kreativität und Phantasie für mich erfahrbar: Als Paranoia, als Größenwahn, als abstruses Gedankengut. Hier von geistigen Krankheiten zu sprechen, liegt mir fern. Da ich nach wie vor davon ausgehe, dass die Symptome einer Ursache nicht krank sind, wenn sie der Ursache entsprechen. Hirngespinste entstehen also durch was? Endogen, im Menschen selbst? Oder exogen, durch äußere Einwirkung? Braucht es im Menschen gar eine endogene Veranlagung, um beeinflussbar von Gespinsten, Gespenstern zu sein?

Die Phantasie also angesiedelt zwischen Pragmatismus und Irrsinn?

Grüße mit der Bitte um Eure Meinungen zum Thema sendet Euch
Wolfgang Federleicht

  1. anvo1059
    November 4, 2014 um 8:19 pm

    Ohne Phantasie hätte es die Menschheit nie so weit gebracht ! Aber es dürfte sehr schwer sein, genaue Grenzen zu ziehen zwischen Pragmatismus, Irrsinn, Paranoia und rationaler Vernunft. Phantasie kann und wird immer eine Triebkraft des Menschen sein. Aber wie Alles hat auch die Phantasie zwei Seiten. Gesund und in „Maßen“ kann sie ganz förderlich sein. Doch wenn sie paranoide, krankhafte Züge annimmt, wird sie schnell zum Alptraum !
    Warum, wie weit und ob überhaupt heute noch Phantasie „gefragt“ ist, darüber könnte man sicher endlose Dispute führen. Was mir aber scheint, ist, das die Phantasie einigen Menschen „Bauchschmerzen“ und „Sorgenfalten“ verursacht. Ob wohl deshalb versucht wird, selbige zu steuern und zu manipulieren oder die „Gesunde“ sogar zu unterdrücken ?

  2. November 4, 2014 um 8:22 pm

    Wie war das noch: „Die Normalen sind die Kranken …“

    Da darf dann schon genauer hingeschaut werden, was Ver-rückt-sein bedeutet … Klar dass Jener, der sich nicht am Standard der herrschenden Weltbilder bewegt, ist von diesem Standpunkt ausgesehen sicher davon abgerückt, also ver-rückt. Ob er damit wirklich krank ist, ist dann die andere Frage.

    Terramesia meinte, dass aufgrund ihrer Sprachforschung sie das Wort Kreativität eher negativ betrachtet. Denn alle Worte, die mit Kr beginnen, führen nichts gutes im Sinn des Begriffs. Krank, Krieg, Krach, Kriechen …, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Der Blick auf Wikipedia wiederholt viele Deiner gebrachten Worte:

    Phantasie bzw. Fantasie (griech.: φαντασία phantasía – „Erscheinung“, „Vorstellung“, „Traumgesicht“, „Gespenst“) bezeichnet eine kreative Fähigkeit des Menschen. Oft ist der Begriff mit dem Bereich des Bildhaften verknüpft (Erinnerungsbilder, Vorstellungsbilder), kann aber auch auf sprachliche und logische Leistungen (Ideen) bezogen werden. Im engeren Sinn als Vorstellungskraft bzw. Imagination ist mit Phantasie vor allem die Fähigkeit gemeint, innere Bilder und damit eine „Innenwelt“ zu erzeugen. Das Resultat dieser schöpferischen Kraft, das einzelne Vorstellungsbild, heißt auch Phantasma. Im heutigen Sprachgebrauch umfasst der Begriff „Phantasie“ in der Regel sowohl die Fähigkeit wie auch das Resultat des „Phantasierens“. Manchmal wird der Begriff auch abwertend gebraucht im Sinne einer Fiktion bzw. eines Hirngespinstes.

    Ich kann mich jedenfalls noch sehr gut an so manche Phantasterei im meiner Kindheit erinnern. Je angepasster ich in der Schule wurde, desto mehr verlor sich das.

    Interessant ist, dass in letzter Zeit das Wort Innovation zur Mode in der Wirtschaft wurde. Ob die Innovationen wohl gerade von den Unangepasstesten kamen. Da hätten wir dann ein Paradoxon mal wieder: am liebsten hat man den tumben, udn zudem unglücklichen Konsumenten. Aber um diesem prickelnde Produkte vor die Nase halten zu können, braucht es die Kreativen Phantasten. Wat denn nu, möchte man die Macher dieser Wirtschaft fragen ….

    • anvo1059
      November 4, 2014 um 8:37 pm

      Was du im letzten Absatz beschreibst, ist „gelenkte Zweckphantasie“ ! In deiner Kindheit/Jugend konntest du ihr freien Lauf lassen. Aber wie ich schon schrieb : das ist nicht immer gewünscht !

      • November 5, 2014 um 4:02 pm

        @ Martin

        „“Ich kann mich jedenfalls noch sehr gut an so manche Phantasterei im meiner Kindheit erinnern. Je angepasster ich in der Schule wurde, desto mehr verlor sich das.““

        Hm, für mich hat das Eine mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun, auch wenn ich zeitweise sogar sehr angepasst war, hat das meiner Phantasie keinen Abbruch getan…

    • federleichtes
      November 4, 2014 um 9:03 pm

      Du gehst ja gleich zur „Sache“.

      Was verrückt ist und ver-rückt?
      Da darf ich einen etwas – aus dem Handgelenk – genaueren Blick werfen auf die BEZIEHUNG von Kreativität, Phantasie und Hirngespinst.
      Die Phantasie sehe ich als Phantasiewelt in jedem Menschen, eine ganz natürliche Ebene: Der Träume, der Wünsche, auch jedes schöpferischen Antriebs, zu fragen, was wäre wenn.
      Was wird aus der Phantasie ist die für mich spannende Frage. Kanalsisiert sie sich in handfesten schöpferisch-kreativen Aktivitäten? Oder landet sie im „Geist“ des Menschen und treibt dort irrationale Blüten?
      Noch spannender für mich, was „normal“ im Sinne von vernünftig wäre. Dass das, was in der Phantasiewelt entsteht sich PRIMÄR schöpferisch ausdrückt (Malen, Töpfern, Geschichten schreiben etc.), und der Zugriff des Geistes auf die Phantasiewelt kontrolliert wird (so ein Quatsch). Vielleicht berichten hier ein paar Mutige mal von ihren Erfahrungen; meine beschrieb ich gerade.

      Bei der Formulierung des Themas orientierte ich mich nur in mir selbst. Wie sagtest Du so schön in einer etwas spannenden Situation: Ihr seid erwachsen. Sehe ich auch so, wir sind dem braven Nachplappern fremder Gespinste, auch dank Deines Blogs, ziemlich entwachsen. Erkenntnis entsteht im Innen mittels verfizierter Informationen UND ensprechender Erfahrungen. Natürlich ist auch auf der Erkenntnisreise Phantasie gefragt – die aber in den Dienst einer eigenen Logik gestellt sein sollte. Sonst sieht man statt Einblick völlig verquerdenkerisch den Ausblick auf weiße Kaninchen.

      Danke für Deinen Kommentar.
      Gruß
      Wolfgang

      • anvo1059
        November 4, 2014 um 9:09 pm

        Danke für Kompliment und Zusammenfassung ! 😉

        • federleichtes
          November 4, 2014 um 9:29 pm

          Da ich mit Martin sprach, hole ich das Kompliment für Dich gerne nach – ich las Deine Kommentare erst nach dem Schreiben.

          Wir sind dank Detlef Saurus titelfrei auf einen interessanten Pfad gelangt: Den des Geistes. Daran mangelte es bisher, und das ist – gefühlt – gut so. Wir haben es ja nicht (und niemals) mit psychischen Krankheiten zu tun. Psyche bildet nur ab, als Gedanken, als körperliche Befindlichkeit, als Verhalten. Interessant ist, wie und womit sie gefüttert wird. Natürlich auch mit Geist. Und wenn sie mit manipulierter „Phantasie“ gefüttert wird, dürfte klar sein, was heraus kommt: Keinesfalls das, was wir Authentisch nennen.

          Also gut, arbeiten wir mal ein bisschen an der massenmanipulatorischen Methodik. Aber nicht so doll, sonst kommen die bösen Onkels vom Störtrupp. Weißt Du zufällig, wie man in so eine Sexfalle (ja, ich war auf Deiner Seite) tappen kann? Ein paar Tipps wären nett, ich bin ja noch viel zu blöd.

          Danke und Gruß
          Wolfgang Federleicht

    • November 5, 2014 um 9:46 pm

      Ah hallo Martin,

      du meinst mich!

      gerade als ich das Wort „Phantasie“ gewahr wurde, fällt mir ein, daß im Wort „Fantasie“ AN das Traumgesicht ist. Das T, t ist oft schwierig zu deuten, weil mal T.rennung gemeint ist, mal etwas ma.t.eriell, fes.t machen. Aber ist nicht Grobstoffliches entfernter von dem Göttlichen als Feinstoffliches? Das Ph ist die Lebensessence, das Fruchtbare auch im übertragenen Sinn. Das bulgarische Zeichen dafür Ф ф ist wie das der Zellteilung und ich habe es als fruchtbar, fertil, li.fe erkannt. Es kann auch in Bewegung bringen wie in der Luft.
      Daher ist Fantasie für mich – ursprachlich – der von AN empf(ph).AN.gene Funke zur Auflösung „ie“ des „Ta“ – Vielleicht hilft hier am besten das Bild von Tan und Untertan, um zu verstehen, daß hier etwas irdisch gegebenes oder gesetztes mit „Fantasie“ aufgelöst wird. Fantasie oder Phantasie ist schon im eigentlichen ein Gegenmittel zu „Beschwörungen, die im Grobstofflichen Realität erzeugen“
      im Chaldäisch / Sumerischen findet man Abwehr „Enlilbanda“ und „Lugalbanda“. allgemein.
      Armaros (ausgesprochen armarosch) ist eine General-Abwehr gegen Her.sch.sch.sch.er-Geist gerichtet und dem Wort nach eine Kraft, die von der geistigen Mama versorgt wird.

      Ups alles verstanden?

      • November 5, 2014 um 10:16 pm

        Jupp, vielen Dank, dass Du es noch aufgegriffen hast!

        Interessant zur Fragen, ob wir von den Anunnalis manipuliert wurde, habe ich noch einen Kritiker gefunden, der noch eine Alternative zu unserer Herkunft darstellt.

        Aber egal, was hier dargestellt wird, ich finde Deine Sprachanalyse absolut spannend und hilfreich!

        • November 5, 2014 um 10:33 pm

          Freut mich, daß es hilfreich ist. Auch mir hilft es viel. Längst habe ich erkannt, daß Lexika, Wiki- und andere Definitionen nicht immer exakt sind und ähnlich wie die Geschichtsfälschung von Wahrem ablenken oder zu zu einfachen Schlußfolgerungen suggerieren:
          Beispiel: luminieren. heißt eher deshalb erhellen – genau wie lux (lu auslöschen der Dunkelheit) weil (lu.minieren – ähnlich minimieren das Auflösen von ie (ei-Anagramm ) / in … der „gebannten „min“ durch „n“ „mi“ (Mitte, engl. me, dtsch mir) – des geringen Lichts ist.
          Die Illuminaten sind aber deshalb keine Erhellten weil sie durch Geburt „na“ schon ihre Mitte nicht finden können, weil sie weggesperrt ist. Hier gibt übrigens „ill“ für krank, das erste wahre Bild. Und sie tun es noch weniger für andere. Darauf würde einer, der oberflächlich Definitionen liest nicht kommen.

          • November 5, 2014 um 10:35 pm

            „erhellend“ 😉

            Wo Du gerade wieder da bist, ich hatte in einem der vielen Kommentare die Hoffnung geäußert, dass Du uns den Begriff „Achtsamkeit“ noch analysieren könntest 🙂

          • November 5, 2014 um 10:40 pm

            im Artikel „Die fehlenden Me’s – Mutteressencen – bei den Herrscherdynastien“ http://genialecomunikation.blogspot.de/2013/06/die-fehlenden-mes-mutteressencen-bei.html komme ich zu ähnlichem Schluß. Wenn man bemerkt hat, daß sie immer wieder (Jolie und Clinton) die Mütter-Linien bei ihnen entscheidend sind, könnte man annehmen, diese hätten sich eins mit den „Gewaltigen“ oder deren Bestiarium (Nachkommen) gepaart, wie es in im Buch Henoch geschrieben steht.

          • November 6, 2014 um 7:57 pm

            Seufz Martin,

            gerade sah ich oben die große rote Zahl mit 21 .. beginnend mit € endend und dachte für eine Millionstel Sekunde, daß es die Anzahl der Aufrufe des Blogs wiedergibt, was für eine Verschwendung 😉

            Okay Achtsamkeit !

            fffff – aus dem Stehgreif:
            zunächst betrifft: Leben auf der Erde „k“ „ei“ manifestier“t“

            „ch“ veränder.“t“
            Achtung ! fokusiert die Aufmerksamkeit.
            Es ist das Herz „A“ und sendet (nach Heart-Meath-Institut) ein wesentlich größeres elektromagnetisches Feld als das Gehirn. Die wahrscheinlich sehr viel schwächeren technischen Meßinstrumente gegenüber einem lebenden Wesen (feinsinnig oder achtsam :-D) messen mal gerade etwa 2 mtr. Durchmesser.

            „Acht“ konzentriert die Aufmerksamkeit des Herzens sowohl als „Sender“ als auch als „Empfänger“ von „wie immer: Kommunikation“. Du kannst ja keine Antwort bekommen, wenn du nicht wahrgenommen wirst / Doppelspalt-Experiment. Die göttliche Ordnung, Natur verschwendet keine Energie! also sendet nicht dauernd „ist da noch jemand anderes?“. Böse Buben und böse Mädchen auch nicht, wenn sie gerade etwas vorhaben, das niemand wahrnehmen soll!

            Der Herzfokus wird auf das entsprechende Herz „mütterliche Energie“ „am“ der M.utter (geistig / Erdmutter) „s“chwingend ge“s“endet und erreicht von da? auch anderes irdisches / ver“k“örpertes Leben „ei“.

            Empfangen wird hier bei Erfolg „alles was ist“ „alles was aussendet“ bei Gefahr „alles was sich zu verbergen / tarnen sucht“.

            Das kann auch ein Stein sein! Alles was im Äther Spuren hinterlassen hat, vielleicht ohne Zeitgrenzen.

            Liebe Grüße Petra

          • November 6, 2014 um 8:54 pm

            Liebe Petra,
            mit dem Hintergrund der bisher gelesenen Analysen unserer Sprache kann ich das gut nachvollziehen.
            Vielen Dank, dass Du den Ball gefangen und weitergespielt hast!
            Martin

      • federleichtes
        November 5, 2014 um 10:36 pm

        „… um zu verstehen, daß hier etwas irdisch gegebenes oder gesetztes mit “Fantasie” aufgelöst wird.“

        Den Plan für die Auflösung (der Macht beschwörerischen Geistes) ordne ich mal der Intelligenz zu, die das Lebenskonzept strickte. Dass Menschen über Fantasie verfügen, sprich KONstruktiv Probleme lösen können, ist vielleicht der springende Punkt für die relative Unberechenbarkeit des Lebens.

        Zum Gegebenen und Gesetzten
        Das Gesetzte beschreibe ich als Problem und Problematik.
        Das Gegebene beschreibe ich als die Mittel zur Lösung.

        Okay, ich lege mich wieder hin.

        Danke, auch für Deinen Vier-Sterne-Kommentar zum alten Arschgeigenorchester – kurz AGONWO. Ja, sie werden in ihrer Ordnung leben müssen.

        Gruß
        Wolfgang Herbert

  3. titelfrei
    November 4, 2014 um 10:25 pm

    Siehste, Wolfgang, ferderleichter Herbert, das ist es, was ich damit gemeint habe:

    „Wie wäre es mit einem Artikel, der explizit für Phantasien reserviert ist. Könnte mir vorstellen, dass sich dort in ein paar Wochen mehr als 1000 Kommentare finden. Oder doch nicht?“

    Genau, „ODER DOCH NICHT?“! Diejenigen, die Phantasie haben meinen, es wäre gar keine Phantasie, sondern Wirklichkeit, Realität oder wie hier oftmals anzutreffen, der letzte Funke, der gefehlt hat, um des Rätsels Lösung zu entschlüsseln. Im Gegensatz zu den fehlenden Botschaften dieser Art unter der Rubrik „Phantasie-(Kreativität?)“ (mit Hirngespinsten meintest Du wohl meiner „Vorhersage“ auf die Sprünge helfen zu müssen) haben wir genau die Kommentare, die nun auf den üblichen Ebenen der vermeintlichen Intelligenz-(Weisheit?)-oder Schlaubergertums (Antonym für Hirngespinst) zu entschlüsseln versuchen, was Phantasie denn sei.

    Ich könnte anfangen, denn ich habe Phantasie. Aber ich tue es nicht. Fangt ihr an.

    Gruß,
    Detlef, Saurus, was immer ihr wollt

  4. EM
    November 4, 2014 um 11:09 pm

    Sowohl den Verstand als auch die Phantasie kann man verlieren. Keiner ist ganz und gar davor gefeit.

    Behörden verstehen sich zuweilen bestens darauf, Menschen um ihren Verstand zu bringen. 😉

    Tagträumerei der überaus phantasievollen Art wird ua. in der traditionellen (meiner Meinung nach heute teils nicht mehr zeitgemäß lehrenden) Schule in der Regel nicht sehr gerne gesehen, verbalisierte Phantasie zuweilen als Lüge angesehen, welche zwecks Aufrechterhaltung der Ordnung geahndet werden muss. Gibt es zwischen totalem Chaos und angemessen kind-gerechter, die natürlich gegebene Phantasie des Kindes respektierende Lernatmosphäre oft wirklich gar nichts?

    Warum muss der Mot(ivat)or Phantasie teilweise bereits im Kind abgewürgt werden?

    Im Traum jedoch sind sogar Hirngespinste immer erlaubt, wilde Phantasiereisen möglich, und seien sie noch so ver-rückt. Auf das Traumland der unbegrenzten Möglichkeiten hat kein (noch so maßlos nach Macht strebender) Hegemon Einfluss. Im Traum wählt sich die Phantasie ihren Weg selbst.

    Die aktive, wache Phantasie des Einzelnen kontrollieren die Strippenzieher jedenfalls auch (noch) nicht. Ein Hoch deshalb auf das, sich aktive Erträumen einer humaneren, glückenden Welt.

    Phantastisch, wie leicht sich ua. scheinbar starre Grenzen in der Phantasie verschieben lassen. Antrainierte Denkmuster durchbrechen. Alles neu.

    So manche reale und doch abstrakte Phantasie hat das Potential, sich seitens ihres Besitzers zumindest zum Teil in er-lebbare, be-greifbare Realität verwandeln zu lassen. Und tritt sie dabei gegen die, die persönliche Freiheit des Einzelnen einschränkende Gewaltphantasien des Hegemons an, um so besser. 😉

    Dazu ein Zitat von Albert Einstein:
    „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

    • federleichtes
      November 4, 2014 um 11:57 pm

      Das Kind ist auf diesem Blog besonderer Augapfel von Martin – und mit Argusaugen schaut er auf die Schule. Er wird sich über Deine Frage freuen:

      „Warum muss der Mot(ivat)or Phantasie teilweise bereits im Kind abgewürgt werden?“

      Ich hatte hier schon mal, mal, mal darüber geschrieben, was das System zu seiner Erhaltung braucht: Prostitution und Verbrechen. Und – wie erzieht man Menschen dazu, diese Rollen zu übernehmen – ne nicht nur zu übernehmen, sondern sich darum zu kloppen? Na? Man blockiert den Weg ihrer Phantasie, dass er sich nicht darstellen und festigen kann. Und schiebt Kind dann Richtung abstruser Vorstellungen von gesellschaftlichen Bedingtheiten. Kind wird also Richtung Hirngespinste manipuliert. Und entwickelt folgend Eigenschaften, die ich nicht mit kreativ beschreiben möchte. Sie werden intrigant, sie werden rücksichtslos, sie werden scheuklappig-egozentrisch. So soll’s sein, denn auf der Stampede-Standarte steht Feindseligkeit geschrieben: Das Schlechte ist ja noch nicht das Schlechteste.

      „Die aktive, wache Phantasie des Einzelnen kontrollieren die Strippenzieher jedenfalls auch (noch) nicht. Ein Hoch deshalb auf das, sich aktive Erträumen einer humaneren, glückenden Welt.“

      Eben. Das ist die andere Seite. Und über das Erträumen hinaus lässt sich auch intuitiv teilnehmen an einer verdeckten Entwicklung. Einige Menschen, selbst Glatzköpfe, frohlocken bereits. Jedenfalls, die das schon mal als gesunden Egoismus verstanden:

      „So manche reale und doch abstrakte Phantasie hat das Potential, sich seitens ihres Besitzers zumindest zum Teil in er-lebbare, be-greifbare Realität verwandeln zu lassen. Und tritt sie dabei gegen die, die persönliche Freiheit des Einzelnen einschränkende Gewaltphantasien des Hegemons an, um so besser.“

      Es gehört eher weniger Phantasie zum Kreieren eines vernünftigen Miteinanders. Allein der Acker wird steiniger und der natürliche Schutz der Plänzchen (Kinder), Bäume (Erwachsene) und Wälder (Gesellschaften) vermindert sich – zunehmend und blockiert somit eine Realisierung. Andererseits nagen ziemlich harte Zähne am Konstrukt der Verderbnis. Wir werden sehen.

      Danke Dir und Gruß
      Wolfgang

      • EM
        November 5, 2014 um 12:47 am

        @ Wolfgang

        Vielen Dank für den erhellenden Gedankenrundgang.

        Herzlichen Gruß
        Eva

  5. chattison
    November 5, 2014 um 1:56 am

    Ohne „Phantasten“ (vulgo: Visionäre) würden wir noch Beeren auf dem Baum zupfen.

    Wenn Leben Veränderung ist, dann bedarf es zum Leben also Veränderbarkeit – hier eben des Denkens.

    Die üblichen Modelle der Realität sind wie Eis – starr, unbeweglich, überwiegend lebensfeindlich.
    Ihre Beharrlichkeit verdanken sie einer unterkühlten Denktemperatur (die sie als „Rationalität“ verkaufen, die aber mit Verstand soviel zu tun hat wie ein Verstehen mit einem Verrücken, bzw. ein Standpunkt mit dem gesamten Meinungskreis), weswegen sie hitzigere Denkweisen (Leidenschaft, Begeisterung, Temperament <- Temperatur) verabscheut und stigmatisiert – aus reinem Eigenschutz und nicht zum Besseren des Ganzen.

    Phantasie ist geistiges Fluidum/Meer und echte Rationalität wie Trittsteine/Inseln, um sich nicht vollends zu verlieren und unterzugehen.
    Aber echte Rationalitäts-Trittsteine geben keinen Pfad vor oder vor, dass es überhaupt einen Pfad geben könnte.
    Das Fluidum/Meer dient der Reise, das Rationale/Insel dient dem Überleben.
    (Das Gesagte bezieht sich auf das "Modell" Mensch)

    Zum Hirngespinst, in dem sich alles verfängt und bewegungsunfähig gemacht wird, kommt es immer dann, wenn Brücken zwischen den Inseln gebaut werden und so ein Pfadnetz "spinnen", die zu Trampelpfaden werden und die Inselbewohner zunehmend das Schwimmen/Tauchen wie Segeln verlernen und letztlich sogar Angst davor entwickeln.

    Die Idee, ins Meer einzutauchen, ein Segel zu hissen und sich gar zum Meeres"rand" zu begeben, wo man bekanntlich ins Nichts stürzt (ja, die, die vordem aufgebrochen waren kehrten nie zurück – weil sie Besseres vorfanden? Der Gedanke kommt ihnen nicht, weil er bekommt ihnen nicht), ist „verrückt“, „blödsinnig“, „inakzeptabel“ – dann schon lieber schön in „Sicherheit“ bleiben.

    Phantasie ist Durchpflügen eines Meer/Mehr an Möglichkeiten – Realität ist ein Exzerpt daraus, wie ein Erinnerungsphoto, das auch nicht die Reise selbst ist.

    Man „flüchtet“ sich übrigens nicht in die Phantasie, weil man realitätsuntauglich ist, sondern man schützt sich in ihr, weil die Realität wesensuntauglich ist.

    Diesen Ermessensspiel- und Schutzraum hasst die MACHT, denn sie muss ihn fürchten.
    Zu Recht, denn jedes starre System, das Beweglichkeit ersticken muss, um selbst zu bestehen, muss Denktemperaturen fürchten, die dessen Kern (Stasis) anschmelzen – ein GAU der besonderen Art für die MACHT.

    Darum Linearisierung des Denkens und Handelns allenthalben und Verfolgung, Stigmatisierung, Ächtung, Psychiatrisierung für das „Andere“, das ja immer Alternative zum Bestehenden bedeutet!

    Die dergestalt Phantasielosen sind der größte Feind des Lebens.
    Der Mensch lebt nur, solange er er-lebt.
    Erleben, das ist das Erfahren („Ersegeln“) – ob im echten oder im virtuellen Meer ist dabei unbedeutend.
    Sobald die Schiffe verbrannt werden, fängt das Sterben des Geistes, des Lebens an.

    • chattison
      November 5, 2014 um 2:01 am

      Nachtrag:

      Selbst wenn man kleine Brötchen backen will, braucht man einen Hitzeofen.
      Wer den kalt lässt, bekommt eben nichts gebacken.

      Phantasie ist so ein alchemischer Athanor, in dem die Wirklichkeit so richtig aufgehen kann.

    • federleichtes
      November 5, 2014 um 3:16 am

      Ich schrieb gerade den Kommentar bei „Null-Problem, sah Ihre Kommentare und musste erst mal lachen.

      Dann wurde ich ernst. Zum Kuckuck* noch mal, warum haben Sie das nicht FETT gemacht:

      Man “flüchtet” sich übrigens nicht in die Phantasie, weil man realitätsuntauglich ist, sondern man schützt sich in ihr, weil die Realität wesensuntauglich ist.

      * Im Mai standen wir beide unter dem Beum, in dem ein Kuckuck saß und kuckute. Haben ihn nicht sehen können.

      Meine 65 Kilo können das bisschen Fett gut gebrauchen, kurz, ich habe mein Fett abgekriecht.

      Dürfte man daraus

      „Zu Recht, denn jedes starre System, das Beweglichkeit ersticken muss, um selbst zu bestehen, muss Denktemperaturen fürchten, die dessen Kern (Stasis) anschmelzen – ein GAU der besonderen Art für die MACHT.“

      schlussfolgern:
      Die einen wachsen in die Liebes-Dynamik, und die Anderen in die Hass-Starre?

      Phantasie ist so ein alchemischer Athanor,
      in dem die Wirklichkeit so richtig aufgehen kann.

      Auch FETT, denn: Jawoll, tut sie, als wäre sie nicht von schlechten Eltern.

      Ich bin übrigens von Eva begeistert. Kommentatoren-Kultur. Da kann sich manch Adam wat von lernen.

      Gruß und Dank
      Wolfgang

      • chattison
        November 5, 2014 um 9:30 am

        schlussfolgern:
        Die einen wachsen in die Liebes-Dynamik, und die Anderen in die Hass-Starre?

        Das wäre „zelluläres“ gegen „kristallines“ Bewusstsein und entsprechend lebendes Wachstum gegen totes.

        Hirngespinste entstehen also durch was? Endogen, im Menschen selbst? Oder exogen, durch äußere Einwirkung? Braucht es im Menschen gar eine endogene Veranlagung, um beeinflussbar von Gespinsten, Gespenstern zu sein?

        Jemand, der sein Gleichgewicht verliert, greift nach etwas, das ihm Halt gibt und klammert sich daran fest, was Starre, Versteifung hervorbringt.
        Lösen lassen kann sich das nur, wenn wieder das Gleichgewicht zurück gewonnen wurde.
        Ansonsten kommt es zu einer rapiden Vergichtung des Geistes, die ein Schwimmen unmöglich macht und so ihre Brücken (One-Way selbstverständlich, denn zum Ausweichen bei Gegenverkehr reicht die Beweglichkeit auch nicht mehr, was wiederum notwendigerweise einen Kreisverkehr erforderlich macht und entsprechend sehen geistige Exkurisonen bei den Betroffenen eben auch aus – immer schön im Kreis rum) für Trippelschrittchen braucht, um sicher vom einen Ufer zum anderen zu kommen und am besten bleibt man dann gleich auf seiner Insel^^

        Frage also: wer ist verantwortlich für diesen Gleichgewichtsverlust – endogene oder exogene Ursache?
        Beides.

        Je labiler man innerlich bereits ist, desto leichter fällt man aus dem Gleichgewicht, im übelsten Falle sogar rein durch sich selbst (Stolpern über eigene geistige oder emotionale Fallstricke).
        Aber selbst, wenn man diese zu vermeiden weiß, werden einem außerhalb eines selbst genügend durch andere gespannt, wodurch man zu Fall gebracht werden kann.

        Und selbst, wenn man aus sich heraus das Gleichgewicht wieder fände, so wird dies oft genug sabotiert, weil deine Beweglichkeit den Unbeweglichen ein Dorn im Fuße ist – Neid, Missgunst, Hass.
        …auf jemanden hassen (Ornithologie, Verhaltensforschung): sich gegen einen (vermeintlichen) Feind (z. B. Raubvogel) zusammenrotten (wiktionary)

        Wenn ein Kind phantasievoll ist, wird es von nicht wenigen Erwachsenen gehasst, weil das Kind Zuständen teilhaftig ist, die ihnen versagt bleiben.
        Vgl. etwa auch das emotionale Verhältnis Harmes-Eunuch zu Sultan^^

        Noch schlimmer geht es phantasievollen Erwachsenen, denn ein Beweglicher wird jederzeit einen Unbeweglichen umrunden, überrunden – aus Sicht des Unbeweglichen eben übervorteilen können!

        Der Vorteil des Einen ist der Neid (Missgunst, Hass) des Anderen.
        Es hassen also vor allem die Defizitären, die Ermangler, die vermeintlich Zu-kurz-Gekommenen, die Strauchler.

        Warum werden wohl Ziervögeln im Park oder Nutzvögeln im Gehege die Flügel gestutzt?!

        • Titelfrei
          November 5, 2014 um 10:45 am

          „Die einen wachsen in die Liebes-Dynamik, und die Anderen in die Hass-Starre?“

          Sie sprechen da von den Einen und den Anderen, aber ich kann Sie da nicht als von Ihnen selbst mit angesprochene Person finden. Ich möchte Ihren Text nicht als richtig oder falsch bewerten – kann ich auch gar nicht, denn ich weiß nicht, ob und was Sie hier über sich selbst erzählen wollen. Oder steckt diese von mir vermutete Botschaft über Sie gar nicht in Ihrem Text?
          War nur mal höflich nachgefragt, kein Grund in hasserfüllte Starre zu fallen.
          Ich grüße Sie

  6. Gerd Zimmermann
    November 5, 2014 um 7:21 am

    Geist?
    Endlich kommt Geist ins Spiel.
    Gedanken, welche befluegeln.

  7. Gerd Zimmermann
    November 5, 2014 um 8:44 am

    Das Universum ist in uns. Heuraka.
    Mein Gott jetzt hatt sies.

  8. Tommy Rasmussen
    November 5, 2014 um 10:10 am

    [RB 1.22.8] Und so gibt es unter den Menschen noch eine Menge zahlloser Abarten von den verschiedensten Geistern, deren Grundfantasien und Hauptneigungen in ihrer Art gegen alle notwendige, positive Ordnung so höchst lasterhaft verkehrt sind, daß du dir davon nicht die allerleiseste Idee machen kannst!
    .
    [Lg.01_015,37] … der Gedanke beglückt oder verdammt euch; dieses ist euer innerer Wert, der nur allein endgültig für jetzt und für immer ist.
    http://www.j-lorber.de/

  9. federleichtes
    November 5, 2014 um 2:48 pm

    titelfrei:

    „“Die einen wachsen in die Liebes-Dynamik, und die Anderen in die Hass-Starre?”

    Sie sprechen da von den Einen und den Anderen, aber ich kann Sie da nicht als von Ihnen selbst mit angesprochene Person finden. Ich möchte Ihren Text nicht als richtig oder falsch bewerten – kann ich auch gar nicht, denn ich weiß nicht, ob und was Sie hier über sich selbst erzählen wollen …“

    Du sprichst mich an, Detlef.

    Erstens stellte ich eine Frage.
    Und zweitens hängt die Richtigkeit der Aussage (die Vermutung in der Frage) nicht davon ab, was ich – versteckt – über mich zu erzählen hätte.
    Drittens weiß ich aus eigener Erfahrung nicht, was Hass ist.

    In dem von uns entwickelten Konzept, wie Leben funktioniert, steckt eine immanente Logik. Die, logisch, entstanden ist aus einer Logik, die im Rätselhaften des Lebens steckt.
    Unsere Grundaussage lautet (ja):
    Feindseligkeit wächst, um Bewusstsein entstehen lassen – zu können.
    Analog dazu formuliert sich:
    Feindseligkeit konnte entstehen wegen fehlenden Bewusstseins.
    Darauf begründen sich alle meine Vermutungen.
    (zufällig las ich nächtens in „Woher – wohin“ eine längere Abhandlung über den ‚Fall der Engel‘. Der einzige Schwachspunkt dieser Geschichte ist die Ursache für den Fall)

    Hass und Liebe sind Erregungen.
    In unserem Konzept ordnen wir einem Wesen eine Grund-Erregung A (Liebe) zu, und einem (Geist-)Wesen B die Grunderregbarkeit X* zu. Liebe wäre demnach eine Erregung einer natürlichen Existenz, und Hass wäre eine Erregung, die eine künstliche (nötiger Reiz von außen) Existenz schafft
    * X, da uns bislang eine Begriff fehlt für die Grunderregbarkeit des Geistes. Er sollte Gier, Neid, Stolz und Hass beschreiben. Vielleicht fällt Dir einer ein.

    Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Liebe eine existenzfreundliche, und Hass eine existenzfeindliche Erregung ist.
    Wenn wir – dank Leben – in einer Dynamik leben, in der sowohl Hass als auch Liebe exponentiell wachsen müssen, wäre das logische Ergebnis dieses Prozesses absolute Starre und absolute existenzielle Freiheit.
    Im Kehrschluss
    Erst ohne den Hass kann sich Liebe entfalten – zu dem, was sie mal war.

    Beziehe ich die getätigten Aussagen auf mich, erlebte ich sie. Als den Wandel von einer Bedrücktheit hin auf ein Feld, das Freiheit erlaubt – bei Einhaltung einiger Regeln. Beobachtungen aus meinem Umfeld bestätigten mir das prozessuale Werden. Ich hoffe, Du nimmst nicht an, dass das GEWORDENE Produkt von Hirngespinsten ist. Und wenn, wüsste ich bereits das nächste Thema.

    Gruß
    Wolfgang

  10. November 5, 2014 um 4:33 pm

    Schön, alles schön und intellektuell nach zu vollziehen, was ihr so schreibt.
    Phantastisch phantasielos. Habt Ihr schon mal was gehört von der „Blauen Blume der Phantasie“, dem Symbol der deutschen Romantik?
    Lasst uns doch zusammen zu einer Phantasiereise starten, mal sehen zu welchen paradoxen, ungeahnten Zwischenzielen wir gelangen. Das wird wohl erst holprig sein.

    „Aber mit der Zeit holen wir unsere lang verschlossenen phantasievollen Möglichkeiten vielleicht aus den eiskalten, feuchten und dunklen Steinkellern unserer Intellektualität, hauchen ihnen wieder Leben ein. Warmes, pulsierendes Leben. Das die Flügel öffnet und fliegt, hoch hinauf und tief hinunter, Schleifen fliegt und Spiralen, sich tragen lässt und manchen Sturzflug übersteht. Uns alle besucht und Gäste mitbringt….“

    Grüße
    Martina

    • November 5, 2014 um 7:36 pm

      Schließt einfach die Augen und lasst Euch mitnehmen, für einen kurzen Moment.

    • federleichtes
      November 5, 2014 um 8:04 pm

      Phantasie sehe ich eher als einen Fundus von Möglichkeiten.
      Was sich daraus entwickelte als Zweischneidig.
      Liebe entwickelte daraus mit Gefühl Köstliches, Geist entwickelte daraus mit Intelligenz einen perfekten Strick für die Liebe; jedenfalls fast perfekt.
      Um der – für die Liebe fatalen – Intelligenz dieses Geistes auf die Spur zu kommen, braucht es was? Anderes als eine Abhandlung von dessen Machenschaften?

      Gehen wir mal davon aus, der Gordische Knoten hätte aus dem Strick eine Schlinge gemacht. Ein Knoten, der Hirngespinst war und Wirklichkeit wurde. Wie ließe sich dieser Knoten anders als mit dem Schwert lösen, wenn nicht durch Auflösung des Hinrgespinstes, das ihn erschuf?

      Leider hat das Prozessuale der Hirngespinst-Auflösung sehr wenig mit Romantik zu tun. Es ist harte Arbeit. Für die Rätsellöser, als auch für die, die das Geheimnis des Knotens nicht offenbaren wollen; verständlicherweise: Heutzutage will man ja bereits geistig Verwirrte (Politiker) an den Mast hängen.
      Womit wir bei einem weiteren Hirngespinst landeten: Eigenverantwortlichkeit verschieben zu können. Also beim Zeigefinger-Syndrom. Die alte Geschichte also, brav in die Fabrik laufen und den Kapitalismus verteufeln. Alles Geschichten, die nur ein eingeschränktes Bewusstsein zu schreiben vermochte. Fragt sich, ob es an Bewusstsein über den Phantasie-Fundus mangelte.

      Erst mal.

      Gruß
      Wolfgang

      • November 5, 2014 um 8:46 pm

        „Um der – für die Liebe fatalen – Intelligenz dieses Geistes auf die Spur zu kommen, braucht es was? Anderes als eine Abhandlung von dessen Machenschaften?“

        Ich dachte an was Praktisches, so eine Art Gesellenstück in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit. Zum Erspüren der Köstlichkeiten, die Liebe schaffen kann, gewürzt mit einer Prise Humor. Neben den theoretischen Abhandlungen über die Feindseligkeit des Geistes, deren Notwendigkeit ich keinesfalls bestreite, sehe ich darin durchaus ein weiteres Werkzeug, das, gut geschärft selbstverständlich, den gordischen Knoten, den Geist schuf durchtrennen kann.
        War ja nur so eine Idee, ein Test mit mir selbst, ob ich noch genug Vorstellungskraft und Phantasie aufbringen kann, soetwas wenigstens für möglich zu halten.

        Hab mal noch einen schönen Abend.
        Martina

      • chattison
        November 5, 2014 um 11:44 pm

        “Um der – für die Liebe fatalen – Intelligenz dieses Geistes auf die Spur zu kommen, braucht es was? Anderes als eine Abhandlung von dessen Machenschaften?”

        Es braucht dazu einfach einen Tuschereibstein (Widerstandsmoment).
        In diesem kann sich der Tuschestein (verfestigter Geist) in Wasser (Blut, Schweiß, Tränen) auflösen und so vom Pinsel der 10.000 Haare (Möglichkeiten) aufgesogen werden und so durch sich das Sein erneut zu Papier (Realität) bringen lassen.
        Ein Jeder ein Bild (Idee) des Seins.
        Alle eine Galerie (Spektrum) der Wirklichkeit.

        Mit jedem Pinselstrich, jedem neuen Bild verblasst der Gordische Knoten, wird übermalt, löst sich konturenlos auf.

        • federleichtes
          November 6, 2014 um 12:16 am

          Anders ließ sich Ihr „Bild“ nicht kommentieren. Gott sei Dank!

          Gruß
          Wolfgang

  11. federleichtes
    November 7, 2014 um 3:05 pm

    Wie viel Phantasie gehört dazu, im Leben diese von Mr. Chattison beschriebenen Eigenschaften

    „In diesem kann sich der Tuschestein (verfestigter Geist) in Wasser (Blut, Schweiß, Tränen) auflösen und so vom Pinsel der 10.000 Haare (Möglichkeiten) aufgesogen werden und so durch sich das Sein erneut zu Papier (Realität) bringen lassen.“

    zu erkennen?
    Was machen wir (Pinselhaare?) anderes, als mittels Schweiß (Arbeit?) Blut (Leid?) auf einer Leinwand (Realität) zu zeigen, mit der sich das Elend eines Seins (Folge von Feindseligkeit?) beschreiben will – und muss?

    In der Phantasiewelt könnte sich entscheiden, ob das Schöne oder das Biest geboren wird. Leben will scheinbar beides ans Licht bringen. Und Menschen stehen verwurzelt in dieser Doppelabsicht. Wie wir in das Schöne kommen? Können wir das wollen? Können wir das Eine fördern und damit dem Anderen das Wasser abgraben?

    Lebensgestaltung, das Leben bestimmen, Klarheit schaffen, was an Schönem

    möglich ist?

    Gruß
    Wolfgang

  12. November 8, 2014 um 12:14 am

    „Hier von geistigen Krankheiten zu sprechen, liegt mir fern. Da ich nach wie vor davon ausgehe, dass die Symptome einer Ursache nicht krank sind, wenn sie der Ursache entsprechen.“:

    Wirfst du hier nicht Äpfel und Birnen in einen Korb?

    Sicher: Die Symptome sind GESUND!
    Gesund ist, wer noch mit Symptomen auf Schädigung(en) reagiert.
    Symptome sind WEISE – göttliche – Hinweise auf die im unbewußten Unter- / Hintergrund energiefressende Krankheit.

    Deshalb ist ja auch Irrsinn, daß Mediziner SYMPTOME bekämpfen, statt die wahre Krankheit zu erkennen und die Patienten dorthin zu führen, SELBST die Heilung zu vollziehen.

    Auch Jesus hat mehrfach betont, WAS die Kranken tatsächlich geheilt hat:

    „Dein GLAUBE hat dir geholfen.“

    -.-.-.-.-

    Folgende Aussage ist FALSCH:

    „Es gibt viele Krankheiten, aber nur EINE Gesundheit.“

    Richtig muß es lauten:

    „Es gibt viele verschiedenartige Symptome, aber nur EINE (echte, wahre) Krankheit, wie es nur EINE – wahre – Gesundheit gibt.“

    Denn „krank“ – ein sehr altes Wort – heißt (ursprachlich betrachtet: k-rank): „Mangel an Rank-Kraft / Fähigkeit“, Mangel an Lebens-Kraft / -Energie. Und dieser Mangel ist immer und überall dort, wo die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“ ihr Unwesen treibt.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

  1. November 4, 2014 um 7:11 pm

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