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Streifzüge durch den Ring – Teil 1- stellen Sie sich vor…

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus  Tolkiens Roman "Herr der Ringe" (Foto: Wikpiedia)

Mag als Symbol der Serie dienen: stehend für den Ring aus Tolkiens Roman „Herr der Ringe“ (Foto: Wikpiedia)

Auszug  aus Streifzüge durch den Ring (zum Intro inkl. Verzeichnis ), von Andreas Raitzig

Erst wenn der Ring sich schließt, erst wenn das Gold der Erde zurückgegeben und von den Töchtern des Rheins bewacht, seinen unheilvollen Einfluss auf die Menschen verliert; erst wenn materialistischer Wahn endet, kann geistige Entwicklung sich wieder frei entfalten und die Menschheit zu ungeahnten Höhen emportragen.

Kapitel 1. stellen Sie sich vor…

Menschen strömen aus einem Kino. Sie wirken verstört. Einige sind wütend und ihren Worten ist zu entnehmen, dass sie sich betrogen fühlen. Dabei haben sie einen Film über das wirkliche Leben gesehen. Der Inhalt ist schnell erzählt…

Zorro, der einsame Rächer minderbemittelter Dörfler, welche selbst nicht den Mumm haben ihren Plünderern mal ordentlich die Nase zu ondulieren, treibt schon eine ganze Weile sein Spielchen. Zum Glück ist er gut versorgt, braucht sich also nicht um sein eigenes Wohl, sondern nur um das von anderen zu kümmern. Höchst edel sowas. Eines Abends sitzt er gelangweilt in seiner Lieblingstaverne. Er denkt an seine guten Taten und hat schon ein begehrliches Auge auf die schöne Dame am Nebentisch geworfen, da öffnet sich die Tür und eine bewaffnete Horde, im Sold des Oberplünderers, stürmt herein. Natürlich hat der gute Zorro schon gegen größere Ansammlungen von Unrat gewirkt und bei weniger als 5 Gegnern steht er gar nicht erst auf. Aber diesmal haben die Jungs Flinten mitgebracht. Das ist auch für Zorro eine heikle Situation; massiver Einsatz des wissenschaftlich technischen Fortschritts im Zuge der Machterhaltung des Systems, könnte man sagen. Schon denkt er intensiv über die bald anstehende Flucht aus der Festung nach, als der Oberplünderer persönlich die Szene betritt. Gekonnt machtbewußt setzt er sich neben Zorro, legt ihm lässig den Arm um die Schulter und sagt sinngemäß: Zorro, du Riesenross, nu nimm mal dein degenerierten Grips zusammen. Wir leben im entstehenden Kapitalismus, mein Junge. Dein Edelmut, gut und schön, aber Proffitt kannste damit nich machen. Und überhaupt, wie lange willste den Quatsch eigentlich noch treiben? Haste mal an deine Rente gedacht? Hör zu, ich mach dir ein Angebot. Du bekommst 5 Prozent von meinen Bruttoeinnahmen plus Spesen. Glaub bloß nich, dass die Dorfheinis auch nur einen Finger für dich rühren, wenns dir mal dreckig geht. Die sind schon rettungslos damit überfordert, ihr eigenes Leben in den Griff zu kriegen. Zur Beruhigung deines Gewissens werde ich zukünftig etwas weniger plündern und über meine Spitzel den Dorftrotteln zuflüstern lassen, dass sie das nur dir allein zu verdanken haben. Gut was? Außerdem finanziere ich einen Film über dein Leben. So richtig mit Pathos und Heldenverehrung und so… Also du Nasenbär, was sagste dazu?

Zorro überlegt. Hmm… 5% klingt nicht übel. Wollte sowieso mal Urlaub machen und den listigen Garibaldi besuchen. Na ja, und ne Bleivergiftung sollte man auch erst nehmen. Mal sehen, vielleicht bekomme ich den alten Zausel auf 8%…

OK, sagt Zorro, 10% und nicht weniger. Und einmal im Jahr ’ne Ausschüttung. Ich würde sagen, ’n paar fette Kühe. Der Oberplünderer wiegt traurig-bedächtig den Kopf. Ihm ist anzusehen, wie schlecht doch die Welt ist. Doch innerlich weiß er, er hat gewonnen! Die Gier hat gesiegt. Jetzt geht es nur noch um die Höhe des Preises. Man einigt sich schließlich auf 7%. Aber  Zorro muss sich zusätzlich bereit erklären, zukünftig jede Aufmüpfigkeit der Dörfler seinem neuen Boss zuzutragen. Der Film endet mit einem strahlenden Zorro, der seinem Plündi, wie er ihn nun liebevoll nennt, das Haupt einer geplanten Verschwörung frei Haus liefert. Auch die Dörfler sind erleichtert, denn dieser Verschwörer hatte ja bekanntlich Vogel-Eetz und hätte beinahe das ganze Dorf angesteckt. Zorros neuer Import-Wallach, mit Breithufen und tiefer gelegtem Sattel, glänzt in der Sonne. Vorhang.

Nun, die Zuschauer haben den traurigen Alltag gesehen. Zwar in eine andere Zeit versetzt, aber kein bisschen übertrieben. Im Gegenteil, die Wirklichkeit sieht noch sehr viel trauriger aus. Warum also das Gemoser? Weshalb fühlen die Leute sich betrogen? Ist da etwa eine betrogene Erwartungshaltung, dass stets das Gute siegen wird? Wenn dem so sein sollte, na gut; aber wieso erwarten die Leute so etwas? Wo kommt diese Erwartungshaltung her? Aus dem Alltag bestimmt nicht. Die Geschichte hat gezeigt, dass der überwiegende Teil der Menschheit käuflich ist. Wenn die Summe nur hoch genug ist, wird auch die größte Schweinerei begangen. Wir „Kleinen“ betrügen im Kleinen, übervorteilen unseren Nachbarn, und wenn dem Arbeitskollegen mal ein Missgeschick unterläuft, ist es nicht ehrenrührig, im Interesse der eigenen Karriere, dem Chef einen Tip zu geben. Was also hat die Leute so verschreckt? Zorro hat doch alles richtig gemacht.

Natürlich könnte man annehmen, sie sind ins Kino gegangen, um gerade diesem schrecklichen Alltag zu entfliehen und eine innere Sehnsucht zu befriedigen. Aber hoppla, wenn dies wirklich eine innere Sehnsucht sein sollte, dann muss sie sehr, sehr alt sein. Älter noch als die sogenannte Zivilisation. Denn schon in den ältesten schriftlichen Überlieferungen der Menschheit ist von Kriegen, Mord und Totschlag die Rede. Das Buch der Bücher, welches maßgeblich die Entwicklung der letzten 1000 Jahre in Europa bestimmte, quillt über von Grausamkeiten. Und doch scheint es, als ob die tiefe Sehnsucht nach Ehrlichkeit, Harmonie und Liebe einfach nicht tot zu kriegen ist. Die Kinogänger jedenfalls sind stinksauer über Zorros Verrat. Aber wo kommt diese Sehnsucht her? Was ist da in uns, das uns zu Tränen rührt, wenn einem Menschen oder einem Volk Gerechtigkeit (nicht Rache) geschieht, wenn Liebende sich finden oder ein großes Unglück gerade noch abgewendet wird? Psychologen behaupten allen Ernstes, dies sei anerzogen. In der heutigen Welt auf keinen Fall; behaupte ich. Anerzogen ist der Egoismus und die maßlose Gier. Die Sehnsucht nach dem „Guten“ muß tiefere Ursachen haben. Fast scheint es, als ob sie ein Teil des Schöpfungsplanes selbst ist. Aber ist es nur die Sehnsucht nach dem „Guten“? Ist da nicht auch ein unwiderstehlicher Drang in uns, „ab und an das Schweinchen raus zu lassen“? Und gehört dieser Trieb nun zum Leben dazu? Oder ist er uns wesensfremd?

Nehmen wir einmal an, Zuneigung, Liebe und Selbstlosigkeit wären die Erscheinungen einer Seite einer grundlegenden Dualität des Kosmos, welche im Verhalten des Menschen seinen Ausdruck findet. Abneigung, Hass und Egoismus die andere Seite. Nehmen wir an, diese Dualität wäre vor den Menschen da gewesen und würde auch noch bestehen, wenn die kosmische Großschwingung einmal alle stofflichen Bindungen auflöst, um einen neuen Zyklus zu beginnen. Dann wäre das Verhältnis dieser Dualität, also die Frage welcher Seite man den Vorzug gibt, entscheidend für das äußere Verhalten der Menschen zueinander und somit für den grundsätzlichen Charakter der betrachteten Gemeinschaft. Doch obwohl diese Dualität wie ein geistiges, ideelles Konstrukt erscheint, lässt sie sich materiell beweisen. Aber noch wichtiger als der Beweis dieser zwei Seiten, ist die Anerkennung der Schwingung der gesamten Ordnung. Nichts im Kosmos ist statisch. Alles fließt, alles rotiert, alles schwingt. Und das gilt auch für alle Dualitäten; Liebe/Hass, Bindung/Entbindung, Entstehen/Vergehen usw. Ein Ende der Schwingung, ein Stillstand, negiert jedes Leben. Das wäre der wirkliche Tod.

Sinn-voll und Sinn-los

Es ist ein Anliegen dieser Schrift, den philosophischen aber auch den physikalischen Beweis dafür zu erbringen, dass das „Gute“ wie das „Böse“ niemals ausgerottet werden kann; seine jeweilige Dominanz sich ähnlich einem Uhrpendel schwingend bewegt, und zwar in einem sinn-vollen Bereich. Wird das Pendel über einen zusätzlich eingespeisten Impuls, länger und höher in eine Richtung getrieben, verlässt es den Bereich Kosmischer Vernunft. Der Gesamtaufwand welcher nötig ist, das Pendel weiter und weiter in die falsche, materialistische Richtung zu treiben, nimmt mit der Höhe des Pendels exponentiell zu. Im selben Maße wachsen aber auch die Gegenkräfte. Einfacher gesagt: Die Sehnsucht nach der anderen Seite des Pendelausschlags, wenn man schon zu lange auf der miesen Seite feststeckt, wird immer größer werden.

Das „Gute“ fordert seine Präsenz in der Wirk-lichkeit und wird sich unabwendbar durchsetzen!

Diese Kosmische Dualität nun ist der Grund dafür, dass in dieser Welt, wie sie sich heute darstellt, Liebe, Ehrlichkeit, Selbstlosigkeit und viele andere gute Eigenschaften, die ein Mensch haben kann, überhaupt noch vorhanden sind. Denn sie sind in einer materialistisch dominierten Gesellschaft nicht profitabel; werden daher mit aller Kraft behindert. Geiz ist geil? Na gut, Gier und Krieg dann aber auch! Das lässt sich nicht trennen. Damit gilt aber zugleich: Geld, Besitz, Macht ist das Wichtigste überhaupt und die alles entscheidende Regel in der Welt von heute lautet: Nur die Gier zählt. Alles was vorhanden ist, lässt sich zu Geld machen, wenn man es nur richtig anstellt. Wer das nicht kann oder nicht will, den frisst die Darwinsche Auslese. Moment, höre ich da Protest? Sie sind der Meinung, gute Eigenschaften der Menschen lassen sich nicht zu Geld machen? Aber sicher doch! Zum Beispiel im Filmgeschäft, wenn man den Menschen ihre tiefen Sehnsüchte für Geld verkauft und das Gute siegen lässt.

Übrigens, auch Freundschaft und Liebe lässt sich zu Geld machen. Manchmal gibt´s nur ein paar Silberlinge, aber meistens mehr. Man verliert dann zwar die Hilfe in der Not, bekommt aber dafür die Verachtung der geistigen Welt. Und das ist doch auch was.

An dieser Stelle kommen wir zu einer Antwort auf die eingangs gestellte Frage. Ja, diese Kinogänger fühlen sich betrogen. Betrogen um das Erleben eines schönen Gefühls, die Befriedigung einer tiefen Sehnsucht nach etwas, das in ihnen verkümmert ist, das sie nicht leben dürfen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Tja, und genau das wollten sie gerade für Geld kaufen. Ver-rückte Welt pur, doch zugleich auch sichere Hoffnung. Das Gute, Edle im Menschen ist nicht auszurotten. Es existiert in unserer Seele und ist wie diese unsterblich, egal wie ausgefuchst und schleichend die Methoden, den Menschen sICH SELBST zu entfremden, zukünftig noch werden sollten. Wie weit diese Entfremdung vom Mensch-Sein bereits fortgeschritten ist, zeigt sich recht gut in der Begriffsbildung. Jede Zeit hat ihre Begriffe und lässt Rückschlüsse auf die gesellschaftlichen Verhältnisse zu. Zur Zeit der Sklaverei im alten Rom, war der Sklave ein -sprechendes Werkzeug- und wurde auch so genannt. Wenn heute die Personalabteilung eines Konzerns -human ressources- heißt und zur Lösung des neuen Projektes ihr -humankapital- anhebt, wirft dies ein bezeichnendes Bild auf die gesellschaftlichen Verhältnisse. Der Volksmund hat denn auch den -manpower- verleihenden Firmen den richtigen Namen gegeben.

Allerdings hat auch bei der Sklaverei der Fortschritt Einzug gehalten. Musste zu Neros Zeiten der Sklave noch richtig gekauft, verpflegt und entsorgt werden, geht man heute viel eleganter vor. Der Sklave sorgt selbst für die Reproduktion seiner Arbeitskraft, kümmert sich allein um seine Unterkunft und wird bei einsetzender Ineffizienz ohne zusätzliche Kosten substituiert. Aber, und das ist das Schreckliche: Niemand protestiert dagegen, alle machen mit. Es scheint, als hätte die Menschheit seit 2000 Jahren nichts dazu gelernt.

Versuchen Sie ehrlich zu sICH SELBST zu sein. Sind Sie ganz sicher, dass das ewig so weiter geht? Wenn nicht, wie könnte eine Lösung aus der verfahrenen Situation, in welche die Welt geschlittert ist, aussehen? Kann denn der Einzelne überhaupt etwas ausrichten? Diese Schrift zeigt zwei Wege in die Zukunft. Einen bewusst vom Menschen gestalteten und einen anarchisch wirkenden, in welchem sich die Entwicklungsgesetze des Kosmos emotionslos durchsetzen werden. Dh., wenn die Menschheit sich als nicht vernünftig genug erweist, wenn sie meint, das Pendel ewig auf einer Seite hoch drücken zu müssen, werden innere Gesetze des ALL-EINEN wirksam. Die brachiale Gewalt der dann ablaufenden Vorgänge ist nicht zu unterschätzen, da diese dann nicht mehr steuerbar sind! Und es wäre nicht das erste Mal in der Menschheitsgeschichte, dass es richtig kracht. Doch das ALL-EINE ist in sich gerecht. Jeder erntet, was er gesät.

Darf ich Sie erinnern, womit das Kapitel begann? Mit einer Vorstellung; IHRER Vorstellung. Sie haben sich etwas vorgestellt. Geistig vor sich hingestellt, gesehen wie Zorro mit Plündi verhandelt. Ist nun diese, IHRE Vorstellung, etwas Reales oder nicht? Der Zorro in ihrer Vorstellung sieht garantiert anders aus als meiner. Sind es deshalb zwei Zorros? Ist nur das real, was wir anfassen können? Wenn ja, dann ist die Milchstraße garantiert ein Trugbild. Oder ist nur das real, was wir sehen. Dann sollten wir uns von den Atomen verabschieden, auch wenn ihre Eigenwesentlichkeit (nicht aber ihr Aufbau) bewiesen ist. Wenn Sie an der Lösung solcher Fragen interessiert sind, dann folgen Sie mir in neue Gefilde. Wenn Sie mir folgen wollen, wäre innere Offenheit angebracht. Eine Portion guter Wille wäre auch nicht schlecht. Sonst nichts. Ihre Vorstellungskraft wird stark gefordert sein, denn es gibt Erscheinungen, die mit keinem heute bekannten Messgerät nachgewiesen werden können. Stofflichkeit der mittleren Ebene (also Messgeräte aller Art), ist viel zu grob und träge, um mit jenen höchst-schwingenden Eigenwesentlichkeiten in Wechselwirkung, also Beweisbarkeit, treten zu können. Doch es gibt etwas in uns selbst, was in diesem Bereich schwingen kann. Und genau das werden wir einsetzen -unseren Geist-. Damit ist auch gesagt, dass Sie es ganz allein tun müssen. Vollziehen Sie nach, kritisch, ohne zu glauben. Erweitern oder verwerfen Sie einzelne Gedankengänge.

Es ist der einzige Weg, Erkenntnis zu erlangen.

Denn Erkenntnis ist immer individuell, niemals gesellschaftlich!

Fortsetzung Kapitel 2 – Ersatzdroge Glaubenschaft… – die ollen Philosophen stören nur

  1. Januar 10, 2014 um 12:35 pm

    Jürgen Clausen schrieb gerade auf Google+ dazu:

    Jeder wählt vor seiner Inkarnation seine Rolle oder Rollen, die er während seines Daseins in dieser Realitätsebene spielen möchte. Daher pflegen wir alle unsere Eigenschaften, die nötig sind, um die eigene Rolle spielen zu können. Und daher unterdrücken wir selbst alle Regungen, die uns grundsätzlich darüber hinaus bringen würden. Freiheit würde Freiheit von uns selbst, unserem Wirklichen Selbst, unserem Höheren Selbst, unserem göttlichen Anteil bedeuten. Niemand in dieser Realitätsebene ist frei. Theoretisch könnten wir alle frei sein, aber das will hier niemand: diese Freiheit würde das Spiel, das wir „hier“ spielen, sofort beenden und die einzigartige Erlebensmöglichkeit in dieser Realitätsebene verhindern.

    Jeder hat jedoch genügend Spielraum, um sich selbst in dieser Rolle entwickeln zu können. Wäre es nicht so, wäre das Spiel voller Emotionen der Hoffnungslosigkeit.
    Wer reich und mächtig ist, spielt nur eine andere Rolle. Seine Freiheit unterscheidet sich prinzipiell nicht von der Freiheit, die jeder hat. Geld blendet die, die es nicht haben. Wer es hat, wird es schnell verlieren, wenn er nicht darum kämpft und sich den Regeln des Geldes beugen will. Gier ist nichts anderes als die Angst zu verhungern.

    • Januar 10, 2014 um 12:45 pm

      Er wählt nicht, sie ist ihm aus dem Vorangegangen schon mitgegeben worden, Martin. Wahl ist eine bürgerliche Illusion.

    • Manfred
      Oktober 16, 2014 um 9:46 pm

      @Martin
      Ist die Komponente Leid in diesem „Spiel“ erforderlich für Entwicklung?
      Gebiert Böses nicht immer wieder Böses, und ist damit Entwicklung überhaupt möglich?

    • Uwe
      Oktober 16, 2014 um 10:14 pm

      Ist es möglich das in der Materie das Heil gar nicht gefunden werden kann, und es eher um die Erlösung aus der Materie hin zurück zum Licht geht.

      • federleichtes
        Oktober 16, 2014 um 10:39 pm

        Wäre eine dritte Annahme möglich:
        Das Materiealisierte als Zauberstab der Lösungsfindung zu verstehen?

        Wir leben als Körper in einer Körperwelt. Das Materialisierte und seine Dynamik haben eine Entsprechung in der geistigen Welt. Was uns hier zu schaffen macht, ist nicht Materie, sondern der Geist, der sie bewegt.
        Wozu sonst (also) sollte Materie dienen, wenn nicht zur Darstellung UND Lösung eines Problems?

        Mein älterer Bruder Uwe starb in den Mangeljahren nach dem Krieg.

        Alles Gute
        Wolfgang

        • Oktober 16, 2014 um 11:21 pm

          Ich las gerade bei Armin Risi zur Materie und Sünde noch das hier:

          Jesu Bedeutung für die Erde

          Erst wenn man dank der Offenbarungen des Neuen Testaments Jesu innere Identität als der erstgeborene Sohn Gottes erkennt, kann man auch Jesu einzigartige Position besser erkennen. Diese besteht darin, daß er als höchstes Wesen des Universums in die tiefste, dichteste Materie hinunterstieg und mit seiner Auferstehung und „Himmelfahrt“ die dreidimensional erstarrte Materie durchbrach, um so die Höherschwingung und Transformation der verdichteten Materie wieder einzuleiten.

          Hebräerbrief (1,3b–4): „Weil er die Menschen von ihrer Sünde befreit, hat er sich im Himmel an die rechte Seite dessen gesetzt, der die höchste Macht hat, und steht so hoch über den Engeln, so wie die Würde, die Gott ihm gegeben hat, höher ist als deren Würde. (Zürcher Bibel: … und er ist um so viel erhabener geworden über die Engel, als er ihnen voraus einen vorzüglicheren Namen ererbt hat.)“

          Die Sünde, von der Jesus die Menschheit befreit hat, ist in dieser Interpretation der Fall der Menschheit in die dritte Dimension, der durch die satanischen Mächte verursacht und gefördert wurde. Nur bei extremer Gottferne fallen gewisse Seelen in die extreme dreidimensionale Materieverdichtung, und diese Gottferne demonstriert die Menschheit heute in vieler Hinsicht. Deswegen befindet sie sich in dieser ver-rückten Welt und verrennt sich immer mehr in einem Teufelskreis.

          Jesus erfüllt auch heute eine entscheidende Rolle für die ganze Welt. Er ist der göttliche Geist der Wahrheit hinter der gesamten Transformation und hinter der Erlösung der Menschheit aus der dritten Dimension bis hin zur höchsten, ewigen Befreiung aus der Materie.

          Auch heute – und vor allem heute – empfangen Menschen in aller Welt durch den Geist der Wahrheit klärende und weiterführende Offenbarungen, die oft nicht den traditionellen Erwartungen entsprechen, denn sie sollen ja gerade über diese menschengemachten Grenzen und Vorstellungen hinausführen. Auch hinter dieser medialen Türöffnung wirkt der Geist der Wahrheit, der vom Vater durch das Medium des Sohnes offenbart wird. „Ich hätte euch noch vieles zu sagen … Was er [der Geist der Wahrheit] an euch weitergibt, hat er von mir. Alles, was der Vater hat, gehört auch mir. Darum habe ich euch gesagt: Was der Geist an euch weitergibt, hat er von mir.“ (Joh 16,12–15)

          Wie sich in den vergangenen Jahrzehnten erwiesen hat, war Jesus in seinen unterschiedlichen Aspekten die Hauptquelle hinter den entsprechenden Botschaften, die in großer Vielfalt die Botschaft der egofreien, bedingungslosen Liebe bringen. Auch hier zeigt sich Jesu besondere Rolle in der globalen „Erlösung von dem Bösen“.

  2. Januar 10, 2014 um 12:42 pm

    Ein sehr interessantes Thema, der Weg, Tao. Ich sehe manche Dinge etwas anders. Als Erstes unterscheide ich nicht in GUT und BÖSE, denn was in diesem Augenblick hilfreich sein kann ist vielleicht morgen schon hinderlich. Akkumulation gehört in diesen Prozeß genau so wie Distribution. Wer will über das Maß entscheiden, wer will Richter sein, wenn er selbst, das rechte Maß nicht kennt? Gibt uns nicht eher das trotzige Kind in uns die Anordnung, etwas für ungerecht zu halten und dies lautstark allen kund zu tun, weil wir es aus unserer Sicht so empfinden? Wir sollten bescheidener sein, wenn wir über andere urteilen. Das würde den Lauf der Dinge schon mal beruhigen.
    Interessant ist die Frage der Betrachtung und damit die Entstehung von verschiedenen Bildern von ein und demselben Objekt oder gibt es das Objekt wirklich nur einmal? Müssen wir nicht an dieser Stelle feststellen das es Grenzen gibt, in der Realität wie in der Betrachtungsweise. Dienen nicht unsere Vorstellungen öfters zum VERSTELLEN der Realität und nicht zum Erfassen selbiger. Gibt es wirklich nur eine Wahrheit? Wir sind gerade dabei, alles in einen Topf stecken zu wollen. Wir erleben gerade eine Zeit in der das Pendel zu viel Energie zu geführt wurde und über sein natürliches Maß an Ausschlag überschritten hat, weil wir diese Energie selbst mit erzeugen oder gar hervorrufen, materiell wie geistig. Beides wird nicht gut gehen, am Ende kommt die Ernüchterung.
    Wenn wir die 2000 Jahre nehmen, sie sind ein Wimpernschlag in der Zeit der Menschheit. Verhaltensmuster prägen sich über weit größere Zeiträume aus, was ein weiterer Hinweis darauf ist, das unsere geistige Energie mehrfach in verschiedenen Materialisierungen wieder hervortritt. Wir sollten nicht verzagen, wenn Veränderungen auf uns zu kommen oder wir Fehler bemerken. Wenn die Wissenschaftler richtig liegen, ist es wichtig, Erkenntnisse begreifbar zu machen, weil geistiges Wissen nur über ihre persönliche Umsetzung zu Erfahrungen führt, die den Menschen weiterentwickelt. Da wir heute die Masse der Menschen von diesem Prozeß ausschließen, entwickeln wir uns gerade in nicht unbeträchtlichen Maße zurück. Der Computer kann heute mehr als sein Be-Diener.
    Wenn ich schrieb, das wir alles in einen Topf stecken wollen, meinte ich, das wir versuchen in unserer grenzenlosen Überschätzung (Globalisierung) alle Zäune niederreißen zu wollen, die uns überhaupt, das Leben erst ermöglichen. Wenn wir mit alten Traditionen brechen, sollten wir neue definieren, die uns das Leben ermöglicht. Was uns fehlt, sind Menschen die den Mut haben voran zu gehen und sich nicht hinter den nackten KönigInnen (Politikern) verstecken. Die Gesellschaft heute ist in diesem Zustand, weil wir nichts anderes daraus machen. Was würde geschehen, wenn ein neuer Volksverführer an die Macht delegiert wird. Gäbe es ein volk, das sich dem heute entgegenstellen würde? Wie wir die Untergliederung benennen sein dahin gestellt, Familie, Clan, Volk, Nation. wichtig ist, das sie Führer haben, die den Mut haben, diese Rolle anzunehmen. Eine Illusion sollten Wir aus unserem Glauben streichen, das wir alle GLEICH sind, denn sonst würde es uns schon gar nicht mehr geben. Neben dem Glauben und dem Intellekt haben wir versteckt eine weitere Möglicht der Wahrnehmung, den Observer oder Beobachter. Ihn sollten wir auf diesem Weg mehr Beachtung schenken, weil er ohne Vorstellungen aus kommt. Viele Grüße com.Mike

  3. Januar 10, 2014 um 4:20 pm

    Streifzüge durch den Ring … wenn nur die Ringgeister nicht wären … und so, was vielversprechend begann, wieder in alte, bisherige Denkstrukturen überführt, denn das letzte Kapitel der Ringsaga bringt nur wieder übliche Verdächtige ins Spiel:

    “Ein Ring sie zu knechten,
    sie alle zu finden,
    ins Dunkel zu treiben
    und ewig zu binden.“

    Der Weg dorthin jedoch ist lesenswert 😉

    Gruß Guido

    • Mantyrehos
      Januar 11, 2014 um 6:56 pm

      Professor Tolkien wusste, als Logenmitglied und auch Eingeweihter in die Mysterien, sehr viel mehr über die ur-nordische Religion als er öffentlich sagen durfte. Das intensive Studium der englischen Geschichte, welches seine Lehrtätigkeit mit sich brachte, hat ihn schon früh an der offiziellen Version der „Historie“ zweifeln lassen. Besonders störte ihn, dass es eigentlich überhaupt keine „Mythologie“, wie er sie in so vielen anderen europäischen Kulturen fand, gab. Es fand nur eine Erklärung dafür: Irgend etwas stimmte mit der „englischen Geschichte“ nicht. Gebunden in seinen eigenen „Zwang“, also unfähig aus dem System auszubrechen, fand er nur eine Lösung aus dem Dilemma: Er erfand sich eine Mythologie – und hat, ohne überhaupt damit zu rechnen, der Menschheit ein wunderschönes Geschenk überreicht.

      Doch er hat für die Wissenden unter den Lesern viele versteckte Hinweise eingebaut. Zwei positive Figuren, Herr Odorf (frodO) den es leiblich gegeben hat und auch Samuel Weiss (Samweis) waren dabei als Ehrungen für Personen gedacht die ihn einst „weiterbrachten“. Das AR (also das Edle im Menschen) und auch das RA (die kosmische Ur-Kraft (meist als Sonne dargestellt)) welche in allen alteuropäischen Kulturen vorkommt, hat er in der Figur des ARA-gorn und des F-ARA-mir mit den stärksten Menschen seiner Mythologie verbunden. Über das allsehende Auge welches am Ende zerstört wird muss ich in diesem Kreis sicher nichts ausführen.

      Sein Verleger Unwyn hatte Tolkien mehrfach gewarnt auf der Urfassung des „Herrn der Ringe“ zu bestehen, die sehr viel deutlicher den Wahnsinn des Materialsmus herausarbeitete. Da er auch ein rechter Sturkopf sein konnte wäre es fast zum Abbruch der Beziehung gekommen.

      Die Metapher des „Bösen“ welche Tolkien verwendet liegt nicht im Ring, sondern im Missbrauch der Macht (welche einem Menschen auch ganz zufällig zufallen kann) und der Vergötterung des Goldes. Die letztendliche Zerstörung des Ringes an der auch Frodo beinahe gescheitert wäre, wenn nicht gerade jenes „Böse“ aktiv eingegriffen hätte, hat also weniger mit dem physischen Gegenstand an sich, als vielmehr mit der Schwäche die wir alle in uns tragen, zu tun. SIE gilt es zu überwinden, denn nur sie allein knechtet und bindet uns.

      Dein Hinweis auf die Ringgeister ist daher sehr wichtig. Und es war kein Zufall, dass der Wissende Tolkien ausgerechnet NEUN „erfand“.

      • Januar 11, 2014 um 9:45 pm

        Vielen Dank für die Infos, die mir wieder einmal verdeutlichen, dass eine Geschichte nicht umsonst und aus Zufall derart viele Menschen über Jahrzehnte zu faszinieren weiß, egal, ob Groß, ob Klein. Gilt auch für KRIEG DER STERNE.

        Komme vielleicht nochmal auf Deine Einblicke zurück und melde mich per Mail.

        Gruß Guido

      • Januar 11, 2014 um 10:13 pm

        Tolkiens Mythologie hatte mich wie ein Sog in sich aufgenommen. Damals hatte ich die verborgene eigentliche Geschichte allerdings noch nicht bewusst sehen können. Seit etwa 5 Jahren sehe ich bei so vielen Filmen die versteckten Botschaften viel deutlicher.

        Danke für die Infos! Martin

      • Januar 11, 2014 um 11:46 pm

        „Die Metapher des “Bösen” welche Tolkien verwendet liegt nicht im Ring, sondern im Missbrauch der Macht …“

        Über Macht hatten wir hier schon ein bisschen geschrieben.
        Wissen ist Macht. Das ist aber nur eine Vorstufe zu wirklicher Macht. Das Wissen über das Wesen von Herrschaft ist noch nicht „böse“ – es wird „böse“, wenn es anderen Existenzen schadet, ohne der eigenen Existenz zu nutzen.
        Die Entsprechung zu (vormals nur) geistiger Macht finden wir deutlichst in unserer Gesellschaft.

        Ich las die drei Bände, nur von Schlafpausen unterbrochen in einem Rutsch – und bin bis heute angeleitet.

        Danke für den sehr guten Beitrag.

        Wolfgang

      • Januar 12, 2014 um 12:21 am

        Einer geht noch:

        http://home.arcor.de/timorecktenwald/Herr_der_Ringe.htm

        Der letzte Abschnitt trifft es … mit Hinblick auf GEMEINSCHAFT:

        “Meiner Meinung nach zeigen sich hier z.B. auch Parallelen zu den Themen „Krieg und Technik“, „Fanatismus“ und „Ist ein (Irak-)Krieg gerecht?“ (zum Lesen anklicken). Apropos Irak-Krieg: Im übrigen würde auch ein Wiederaufbau des Iraks schwierig werden, weil den Irakern (Sunniten und Schiiten) eine gemeinsame mystische Erfahrung fehlt und beide Seiten entsprechend fanatisch fixiert einseitig zu ihren Positionen stehen.“

        Gruß Guido

        • Januar 12, 2014 um 11:11 am

          Ja, interessante Interpretation der Botschaft der Bücher:

          Es gibt keinen einzelnen Helden im herkömmlichen Sinne, alle Schicksale sind miteinander verknüpft und demnach beschreibt Tolkien etwas größeres Ganzes, das Inhalt eines Vertrauens ist. Tolkien war Pluralist und sein Buch ist ein multikulturelles Buch und ein Multirassen-Buch (Frodo hat Gefährten und Mitstreiter vieler verschiedener Völker Mittelerdes); diesem Pluralismus steht Sauron (als körperloses Böses) gegenüber mit dem einen Ring (ein Machtinstrument und ein Symbol für scheinbare (aber rein materialistische/ äußerlich berechnende) Problemlösung („Schatz“), aber gleichzeitig auch ein Symbol für Bindung (etwas Böses, das den Hoffnungswert (das Sehen des menschlicheren Ganzen) bzw. das Einstehen für gemeinsame Werte als unreal(istisch) bewertet (und so den Einzelnen in seinem persönlichen Wert verringert) und in Verzweifelung verkehrt, d.h. die Menschen abhängig vom Ring („Schatz-„Macht), statt von gemeinsamen Werten (durch Wahrnehmung des eigenen Seins als Teil eines größeren Ganzen (durch an sich selbst erfahrener (geschenkter) Selbstlosigkeit)) macht. Der Ring versucht alle zu knechten, indem er verführt (d.h. die Ausübung der Macht und ihr materielle Ergebnis in den Vordergrund stellt und so von den Gemeinsamkeitswert-Empfindungen wegführt).
          Aber nicht eine böse Substanz macht Sauron oder auch das Böse in Form der Ringgeister aus, sondern seine/ ihre Form. Es gibt die Leere im Herzen der Ringgeister, weswegen sie kein eigenes Leben haben und nur vom Ring abhängig/ geknechtet sind und das ist das eigentliche Böse (, ein moralisches Identitäts-Vakuum, das Fehlen eines unabhängigen, im Herzen eines jeden selbst auffindbaren (überindividuellen) Selbst-Wertes (Hoffnung ohne Garantie)/ Lebens).
          Tolkiens Generation hatte es schwer das Böse rein äußerlich zu identifizieren (was sie ja, nach obigen Ausfüngen, also auch besser nicht tun sollten) und die Menschen mußten es auch nicht: sie mußten es durchleben (z.B. Krieg) und konnten keinen, der alleine schuld („Das Böse“) war, finden. Dieses Böse wurde von den ganz normalen Menschen verursacht. Das Böse hier war sehr unpersönlich, als ob niemand diese Rolle übernehmen wollte und schließlich wurden die scheußlichsten Verbrechen des Jahrhunderts von Bürokraten ausgeführt. Leute, die das tun, sind die Ringgeister. Sie selbst wissen nicht mehr, was gut oder was böse ist, alles ist scheinbar zur (selbstablaufenden) Routine geworden. Man hatte gute (materielle) Absichten, aber irgendwie geht alles schief – ein Bild des Bösen, das höchst unerfreulich ist, denn es sagt aus: „Du könntest so sein“. Und unter bestimmten Umständen wirst Du es auch sein.

  4. Gerd Zimmermann
    Januar 10, 2014 um 4:53 pm

    Hilfe

    ich bin total Bildungsresistent

    Der Herr der Ringe, die haben doch alle Lichtschwerter

    Zurueck in die Zukunft ist doch auch ein Weg

    Der Dschungel ist abgerodet

    und am Tage keine Nachtfroeste.

    Was zum Teufel sind Ringgeister und wo kommen die her.

    Ach wenn es mir doch nur gruselte.

    Wo soll ich lesen, merci Gerd

  5. Januar 10, 2014 um 5:15 pm

    Lieber Gerd,

    immer wieder eine “Augen“weide 😉

    Lies im morphogenetischen Feld … das genügt für die Ewigkeit.

    Gruß Guido

  6. Gerd Zimmermann
    Januar 10, 2014 um 5:42 pm

    Ich neige in Demuth mein Haupt und sage leise: DANKE

  7. Februar 23, 2014 um 10:53 am

    Ich fasse das ganze in einfache Worte zusammen. Das Gute kann logischerweise nicht ohne das Böse und umgekehrt existieren. Wir haben den freien Willen bekommen um uns für das jeweils „Richtige“ zu entscheiden. Vorausgesetzt, wir wissen um das Gesetz von Ursache und Wirkung.

  8. federleichtes
    Oktober 15, 2014 um 10:18 am

    Mantyrehos zu Tolkien

    „Gebunden in seinen eigenen “Zwang”, also unfähig aus dem System auszubrechen, …“

    Das ist das Schwierigste, wenn nicht gar unmöglich – als lebendiger Teilnehmer am Leben das Leben zu verstehen.
    Ein gerichtetes Leben wäre also als final fixiert, also als neurotisch zu bezeichnen, Dass die Teilnehmer des Lebensspiels dann selber neurotisch, final (nicht nur auf den Tod) fixiert sind, ist bereits ein Erkennen, dass nicht jedem Teilnehmer zuteil wird – werden kann.
    Fixierung auf Dies ODER Das ist heilbar? Vielleicht auch nur wandelbar in eine andere Fixierung, eine, die weniger lästig und weniger auffällig ist, vielleicht auch nicht erkannt wird, weil alle Teilnehmer damit zu tun haben.

    Spannender als eine Teilfxierung ist die Vollfixierung. In dem Fall lässt der Betroffen von gar nichts mehr los, was sich an Vorstellungen in ihm einnistete. Und der so Betroffene ist nicht heilbar, wenn der Wahn sich dazu gesellt – er sich also fest in den Fängen des Neurotischen Wesens des Lebens befindet. Sein Ei bleibt viereckig, seine Kuh lila, und wenn seine Vorstellung wurde, er sei gesund, und alle anderen krank – tscha.

    Schauen wir auf die Menschen, die dem Geld hinterher jagen. Sie scheffeln die Milliarden, rechnen mit Billionen und ruhen nicht, bevor ihr Plan, die ganze Welt zu beherrschen umgesetzt ist. Das Phänomen der wahnhaften Vollneurose begenet uns also nicht gerade als Besonderheit.

    Ich muss los.

    Gruß
    Wolfgang

    • Mathias
      Oktober 15, 2014 um 12:28 pm

      “Gebunden in seinen eigenen “Zwang”, also unfähig aus dem System auszubrechen, …”

      Kein Witz – gestern Nacht hatte ich einen Traum: Ich stieg in das Innere einer großen metallnen Maschine hinunter um dort Verbesserungen vorzunehmen. Als ich mit den Verbesserungen fertig war, bemerkte ich, dass genau die Verbesserungen die ich ausgeführt hatte, nun einen Käfig um mich herum bildeten der mir den Rückweg versperrte. Ich war also gefangen. Von oben blickte ein Gesicht durch den Käfig hinunter, und er(?) nahm auch mein Dilemma wahr. Und ich erwachte in dem Moment wo die Frage im Raum stand: Von Außen aufschneiden, oder muss ich selber zurückbauen.

      Beim Aufwachen dachte ich darüber nach – und mir fiel auf, das die Aussage ähnlich ist wie die Beschreibung von Eva und Adam, die Mr. Chattison (Vielen Dank!) aufgeschrieben hatte. Wahrscheinlich war Mr. Chattisons Beschreibung auch der Auslöser, weshalb ich überhaupt diesen Traum hatte.

      Kurz: Woraus speisen sich viele „Verbesserungen“ – wenn nicht aus einem Mangel oder einer Minderwertigkeit heraus? Ich will Verbesserungen nicht per se schlecht machen – aber ein Problem entsteht doch, wenn Verbesserungen aus einem Selbstzweck geschehen. Also wenn Verbesserungen eher dazu dienen, eine Minderwertigkeit nicht wahrnehmen zu müssen.

      Genau das war die Frage die ich mir nach meinem Traum stellte: War eine (vermeintliche?) Minderwertigkeit denn nicht wirklich der Antrieb, der mich überhaupt in das innere der Maschine hineinschickte?

      Allen einen schönen Tag,
      Mathias

      • Oktober 15, 2014 um 1:53 pm

        Traumhaft 😉 Danke für´s mit-teilen.

      • federleichtes
        Oktober 15, 2014 um 8:43 pm

        Mathias

        „Kurz: Woraus speisen sich viele „Verbesserungen“ – wenn nicht aus einem Mangel oder einer Minderwertigkeit heraus?“

        Auch hier bitte ich zu unterscheiden.

        Die Politik der Steigerung wird nicht verfolgt, um Mangel zu beheben, sondern um Minderwertigkeit zu demonstrieren. Vielleicht lernen Kinder diesen Satz mal im Geschichtsunterricht.

        Als „Verbesserungen“ werden Entwicklungsergebnisse benannt. Verbessert wurden nur die Verschleierungsmethodiken einer katastrophalen Entwicklung. Klar, der Harmonie wegen, die brauchen wir ja alle.
        Mangel des Körpers gab es in einer Körperwelt niemals – im Gegenteil herrschte Überfluss. Mangel an Selbstwert durch Tätigkeit (Handwerk) herrschte auch niemals. Allerdings gibt es durch industrielle Technologisierung hier wahre Fortschritt, solche, die den fähigen Menschen herab würdigt zu Maschinensklaven – beherrscht von einem technologisierten Kalkül-Managment.: Mensch als Flexi-Nummer im Renditegetriebe. Rand-Information: Hier werden im Güternahverkehr 3 Euro pro Stunde bezahlt.

        Über einen Mangel an Verbesserung können wir uns im Bereich Betrug-Diebstahl nicht beklagen. Verbessert wurden die Methoden, verbessert wurde die Menge der in dieser Branche Beschäftigten. Als Teil unserer Gesamt-Mangelkultur tragen Diebe und Betrüger also zur Verbesserung einer minderwertigen Kultur bei. Kali-Yuga-Konform? …

        schätze ich auch politische, wirtschaftliche und völkische Aktivitäten ein. Brauchst nicht lange stochern, um den Geist zu finden, der den Abschaum vernichten will. Erst wrden Kommentare als Dreck klassifiziert, und dann die Kommentatoren als Dreck entsorgt. Jawoll, diesem Geist muss es noch viel besser gehen, an nichts soll es ihm mangeln, um sich verbessern zu wollen. Das ist der Antrieb!

        Dir einen guten Abend.
        Wolfgang

  9. Oktober 15, 2014 um 2:22 pm

    Mathias Bsp. beschreibt auch sehr schön das Traum nicht gleich Traum ist.

    Häufig sind auch äußere Reize oder Impulse die Ursache von Traumbildern. So können Sie beispielsweise Geräusche, Gerüche, Temperaturschwankungen (z.B. wenn Ihre Decke verrutscht und Ihr Bein frei liegt) oder auch die Berührung mit dem Stoff oder der Unterlage in Ihren Träumen verarbeiten. Darüber hinaus verarbeiten wir auch konkrete Geschehnisse und Eindrücke – aus der Gegenwart oder Vergangenheit. So träumen wir nach einem Film möglicherweise die Handlung nach oder träumen von leidenschaftlichem Sex, nachdem wir gerade mit unserem Partner geschlafen haben. Solche Träume haben keine tiefere Bedeutung und sollten für eine psychologische Deutung nicht herangezogen werden.

    Entscheidend ist, dass Sie Ihre Träume ganz persönlich für sich selbst auswerten und nicht einfach nur irgendwelchen Schemata, Vorgaben oder Hinweisen anderer folgen. Ihre Träume sind etwas sehr persönliches und letztlich liegt der Schlüssel zu den Bildern in Ihnen selbst.

    • Mathias
      Oktober 15, 2014 um 4:52 pm

      Genau so sehe ich das auch, besonders das was Sie mit Ihrem abschließenden Satz schreiben.

      Danke und Gruß

  1. Oktober 15, 2014 um 9:01 am

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