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Ich schäme mich also bin Ich

Wolfram Kölling

Wolfram Kölling

Ich wundere mich nicht, daß die Menschen böse sind,
aber ich wundere mich häufig, daß sie sich nicht schämen.
Jonathan Swift

Über die mit Marietta Weiser (siehe ihren Artikel hier) gegründete Facebook-Gruppe Kooperation statt Konkurrenz habe ich von den nachdenkenswerten Aspekten unseres gesellschaftlichen Konzepts der Scham immer wieder etwas von Wolfram Kölling erfahren dürfen. Er hat uns nun einen kurzen Überblicksartikel zur Verfügung gestellt, der den Zusammenhang von Scham, Trauma und Herrschaft aufzeigt. Vielen Dank dafür:

Ich schäme mich also bin Ich

Schamgefühle sind natürliche, menschlich notwendige Gefühle. Als Signalgefühle zeigen sie uns, wenn unser Selbst scheinbar oder tatsächlich angegriffen oder verletzt wird. Gleichzeitig sind  sie aber auch für unser Leben sehr hilfreich, indem sie uns dabei unterstützen, uns in unserer menschlichen Unvollkommenheit anzunehmen und zu achten. Sie sind also ein wesentlicher Teil unserer Selbstliebe.

Allerdings führen heftige Erschütterungen unseres Selbst, unseres Selbst- oder Selbstwertgefühls auch zu extremen Schamgefühlen, die sofern sie in unserer Kindheit und Jugend häufig erlebt werden, starke Schamprägungen bilden. Zu diesen Erschütterungen des Selbst kann es durch die unterschiedlichsten Verletzungen kommen wie Demütigungen, Erniedrigungen, traumatische Erfahrungen, entwürdigendes und respektloses Verhalten, Missachtung und Missbrauch oder Gewalterfahrung und dominantes und beherrschendes Machtverhalten.

Wir sehen also, dass es natürliche Scham und krankmachende Scham gibt. Angemessene Beschämungen können zur Veränderung führen und sind für das Lernen und damit für jede Entwicklung durchaus sinnvoll. Das bedeutet überhaupt keine „Erschütterungen“ in der Sozialisation, also Verwöhnung, Grenzenlosigkeit und absolute Fürsorge oder völlige Unverbindlichkeit und eine Erziehung ohne Werte führen zu vergleichbaren Schamprägungen oft in dem Sinne, dass gar keine Scham gelernt wird. Diese Menschen gelten dann oft als „schamlos“, obwohl auch sie in der Tiefe ihrer Seele in einer bestimmten Art schamempfindlich sind, meist reagieren sie auf Begrenzung oder Kritik sehr empfindlich.

Die Beschämungen sind allerdings grundsätzlich kulturabhängig und können daher von Kultur zu Kultur sehr unterschiedlich sein.

Durch die Sozialisation werden nun die Wunden der Beschämungen scheinbar verarbeitet, um den oft schrecklichen Schmerz nicht mehr wahrzunehmen. Dies geschieht durch Entwicklung unserer Lebensmuster, Charaktereigenschaften, Persönlichkeitsanteile oder der inneren Einstellungen. Wir können dies auch Masken der Scham nennen, denn sie verbergen die Wunden, die sehr schmerzhaft sind und die dazugehörige Scham. Zu diesen Masken der Scham gehören beispielsweise Suchtverhalten, Machtausübung, Arroganz und Überheblichkeit, sowie extreme Leistungsorientierung oder auch besonders starke Funktionstüchtigkeit, kontrollierendes und dominantes Verhalten. Es kann allerdings auch die starke Neigung zu Wut und Konkurrenz sowie Intellektualisierung im Sinne von Besserwisserei und Geltungssucht oder immer Rechthabenmüssen dazugehören.

Als letzte und sehr bedeutsame Maske der Scham möchte ich noch die scheinbare Schamlosigkeit hinzufügen.

Alle diese Muster, die in der Funktion der Masken der Scham auftreten, führen in unserer Gesellschaft nun dazu, dass es immer wieder zu erneuten Beschämungen kommt und grundsätzlich die Scham oft nicht wahrgenommen, geleugnet und tabuisiert wird. Das ist die Kultur der scheinbaren Schamlosigkeit.

Zu mehr Kooperation, Anerkennung und Achtung sowie zu weniger würdeverletzendem Verhalten in der Gesellschaft kann es nur kommen, wenn jeder von uns seine Masken der Scham ablegen kann und die Scham grundsätzlich wieder sein darf und von allen geachtet wird. Aus der krankmachenden Scham kann so langsam eine natürliche Scham werden, die dann als Hüterin der Würde des Menschen, besonders in den Bedürfnissen der Menschen nach Schutz, Zugehörigkeit, Integrität und Anerkennung fungiert, denn da ist sie so notwendig wie die Luft zum Atmen.

Euer Wolfram Kölling

Hier noch ein tiefergehender Vortrag von ihm: „Scham – Schamlosigkeit und ihre Folgen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Gerd Zimmermann
    Oktober 22, 2014 um 8:16 pm

    Nun Boe Bu, Gravitation ist eine dumme Angewohnheit, wenn
    ihr wisst das die Sonne kalt ist, wisst ihr das auch.
    Schaut schon mal auf eure Uhren, wie teuer sie doch waren.
    soviel zur Ewigkeit. Zeit ist Quatsch.

    Gerd

    • Oktober 22, 2014 um 8:24 pm

      Gerd Zimmermann,

      nicht jede Frucht reift zur Ernte. Sei´s drum

    • Oktober 22, 2014 um 9:17 pm

      Hätten wir nur Gravitation, könnten wir uns kaum in räumlicher Ausdehnung wahrnehmen.

  2. Gerd Zimmermann
    Oktober 22, 2014 um 9:02 pm

    Redest Du ueber Dich ???

  3. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 10:45 am

    Solange wir uns nicht fragen, wer das Universum erfunden hat und fuer wen,
    sind wir noch Lichtjahre von der Erkenntnis entfernt.

    Das Universum ist als Haus des Lebens vom GESAMTBEWUSSTSEIN erschaffen.

    Siehe: Pssst ich verrate euch ein Geheimnis……… hier im Blog zu finden.
    Scheinbar ist das mit der Sprache so eine Sache…….

    Gruss Gerd

    • tulacelinastonebridge
      Oktober 23, 2014 um 2:22 pm

      …..

      …..

    • Oktober 23, 2014 um 10:05 pm

      @ Gerd

      „Scheinbar ist das mit der Sprache so eine Sache…….“:

      Ja, was denn?

      LG
      Wolfgang

  4. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 2:35 pm

    Groesser als auf einem Hinweisschild auf der Autobahn steht ES auf der
    Startseite von Gold-DNA geschrieben.

  5. federleichtes
    Oktober 23, 2014 um 2:52 pm

    Es gibt kein „Weder – Noch“. Bravo. Wo könnten wir diesen Parameter in Bezug zur Scham anwenden? Luna sagt, sie versuche alles richtig zu machen, um sich nicht schämen zu müssen, und die „Instanz Scham“ helfe ihr dabei. Sehr gut!

    Wenn es weder Falsch noch Richtig gäbe, wozu braucht es dann die Scham? Die Scham braucht es, um Menschen auf den Parameter Richtig/Falsch zu konditionieren. Und zwar auf ein Richtig/Falsch, dass mit den Gedanken und mit dem Verhalten des Beschämten nichts zu tun hat.
    Primär-Funktion der Scham
    – das Postulat des Richtig/Falsch (und damit die Angst) wecken:
    – auf eine „richtige“ Handlungsnorm (Unterordnung) hinweisen und
    – an Sanktionen (Restimulierung von Schmerz und Demütigung) erinnern.

    Mensch befindet sich lebenslang in einem Zustand zwischen Eben und Gleich. Ganz kluge Menschen nennen diesen Zustand „Jetzt“. Das Jetzt ist die Differenz zwischen Mitternacht und Null Uhr. Das Jetzt ist kein Zustand, sondern ein Fließen. Das ist Fakt. Wir gehen also Wege, um Zustände zu verändern – der Menschenweg IST eine Zustandsveränderung. Und der Mensch muss annehmen, DER Weg sei (objektiv) richtig – sonst würde er ihn als objektiv einzigartiges Subjekt nicht gehen können.

    Wer sagt mir, ob meine Wege richtig oder falsch sind? Da ich keine Scham kenne, muss es eine andere Instanz sein. Ich orientiere mich an Ergebnissen, weil ich über einen Fundus an Erfahrungen verfüge. Diese Erfahrungen sind mit verschiedensten Erregungen verbunden. Und ich halte es für vernünftig, die Wege mit den besten Erregungen zu wählen und zu gehen – und/oder Wege zu gehen, die zu den besten Erregungen führen. (Am Rande – das Abrasieren der Schamhaare gehört nicht dazu). Optimal für mich:
    Einen hohen Erregungslevel aufrecht zu erhalten. Für diese Absicht brauche ich weder allgemeine Normen, mich also nicht schämen, und mich auch nicht rechtfertigen – denn wenn das jeder Mensch so handhaben würde, brauchte ich hier weder über ein Richtig-Falsch noch ein Weder-Noch diskutieren.

    Kurz
    Wer statt Anwendung einer natürlichen Vernunft mit der Krücke Scham herausfinden will, was richtig oder falsch oder weder-noch ist, bitte sehr. Tatsächlich kann die Vernunft entscheiden, was im Sinne der Erregung möglich ist und welche Maßnahmen dafür nötig sind. Und sie tut’s auch, sobald das Geplapper von Scham, Moral, Normal und anderen Gespinsten aus ihrem Umfeld abgestellt ist.

    Gruß an die Runde
    Wolfgang

    • Oktober 23, 2014 um 3:36 pm

      Das Weder/Noch bezieht sich auf die Nondualität (als Bewusstseinsebene), in der Dualität gibt es richtig und falsch und etwas anderes zu behaupten ist m.E. der Bequemlichkeit geschuldet, nicht an sich arbeiten zu müssen.

      Es geht mir dabei aber überhaupt nicht um Schuld/Angst/Strafe, ich möchte damit etwas anderes sagen:

      Was ich immer irrtierend finde, ist diese Einstellung: „Ich bin Gott/ein göttliches Wesen (mit allen meinen Fehlern) und deshalb ist alles, was ich tue gut und richtig (auch wenn ich den größten Mist baue).“

      Wie bitte?

      Wenn Du ein „göttliches Wesen“ sein willst, dann hast Du Dich gefälligst auch so zu benehmen, ansonsten bist nur ein fehlerbehafteter Mensch, sonst nichts.

      P.S.

      Bitte nicht an dem Wort Gott/göttlich aufhängen, ich denke, es ist klar, was ich damit meine.

      P.P.S. @ Wolfgang

      „“Ich orientiere mich an Ergebnissen, weil ich über einen Fundus an Erfahrungen verfüge.““

      Daran orientiere ich mich relativ wenig, da der gleiche Weg nicht zwangsläufig zum gleichen Ziel/ Ergebnis führen muss, das wird immer nur angenommen. Deshalb sammle ich auch keine Erfahrungen, sondern mache sie und hake sie dann wieder ab.

      „“Für diese Absicht brauche ich weder allgemeine Normen, mich also nicht schämen, und mich auch nicht rechtfertigen““

      Irgendwie scheint es nicht anzukommen, deshalb sage ich es noch mal: Es geht nicht um „allgemeine Normen“, sondern um MEINE EIGENEN Normen.

      „“Und sie tut’s auch, sobald das Geplapper von Scham, Moral, Normal und anderen Gespinsten aus ihrem Umfeld abgestellt ist.““

      Und dass ich keine Moral habe, erwähnte ich bereits.

  6. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 3:25 pm

    ES gibt keine Grenzen, ES sei denn man setzt sich welche.

    Gruss Gerd

  7. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 3:48 pm

    Ich benoetige keine staatliche Bevormundung noch staatliche Gesetze noch
    staatlich vorgeschriebene Verkehrsreglung, wenn ich mich auf Paragraph 1
    besinne: Gegenseitige RUECKSICHTNAHME.

    Ich rufe hier oeffentlich zum staatlichen Ungehorsam auf. Vor morgen Frueh
    regiert sich die Regierung allein und das staatliche Finanzamt muss seine
    Steuern von der Natur der Dinge eintreiben.

    Gruss Gerd

    • Oktober 24, 2014 um 2:13 pm

      Lieber Gerd;

      „Ich benoetige keine staatliche Bevormundung noch staatliche Gesetze noch
      staatlich vorgeschriebene Verkehrsreglung, wenn ich mich auf Paragraph 1
      besinne: Gegenseitige RUECKSICHTNAHME.“

      DU gehörst vermutlich zu der klitzekleinen Minderheit, die das meiste der staatlichen Ordnung / Regelung / Bevormundung nicht braucht – aber die große Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft ist nicht so wie du oder ich.

      Den §1 der Straßenverkehrsordnung finde ich seit dem 18. Lebensjahr – da ich den Führerschein erwarb – so überzeugend, daß ich ihn seitdem auswendig weiß und der Meinung bin, er könn(t)e im Kant’schen Sinne auch zu weiterem dienen als nur für den Straßenverkehr.

      „Jeder Teilnehmer … hat sich so zu verhalten, daß kein anderer geschädigt, gefährdet, oder mehr als den Umständen nach unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

      Das würde u.a. bedeuten, daß jede Traumatisierung / Neurotisierung verboten wäre und für den Fall der Zuwiderhandlung die / der Traumatisierte / Neurotisierte die optimale Hilfe / Unterstützung für die Heilung erhalten müßte. Ohne Heilung dürften solche Menschen nicht zum Erwachsenen-Leben zugelassen werden. Denn sie sind ja – auch im Sinne der aktuellen Gesetze – „nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte“.

      In meinen 67 Lebensjahren habe ich – trotz emsigen Suchens – keine andere Erklärung gefunden für die irren Zustände (in) der zivilisierten Gesellschaft als eben den Irr-Sinn, ein – kollektives / mehrheitliches Irre-Sein. Spezieller gesagt: „Rationales Irresein“ – im Gegensatz zum psychiatrisch diagnostizierten „irrationalen Irresein“, wie z.B. der „Psychose“. Letztere ist weniger „schlimm“, weil der Psychotiker aufgrund des Leidensdruckes nach Lösung seines Problems trachtet. Das rationale Irresein jedoch ist die gesellschaftlich mehrheitlich akzeptierte – und oft auch vehement verteidigte – „Normalität“.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang

  8. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 3:55 pm

    Luna, alles zu beurteilen und in Gut oder Boese zu trennen ist meiner
    Meinung nach keine gute Idee.

    Gruss Gerd

    • Oktober 23, 2014 um 4:04 pm

      Wieso versteht keiner, wovon ich spreche… 😦

      • chattison
        Oktober 23, 2014 um 5:12 pm

        Willkommen im Club^^

        • federleichtes
          Oktober 23, 2014 um 5:29 pm

          Ich lachte und klatschte – kommt hier nicht so oft vor.

          Im „Club“ wird sie bewundert – kann sie das vertragen?

  9. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 4:12 pm

    Urteile nicht, auf das du nicht verurteilst wirst, macht schon Sinn,
    bedenkt man, dass das GANZE EINS ist. Ich meine das
    GESAMTBEWUSSTSEIN des Universums.

    Gerd

    • Oktober 25, 2014 um 2:06 am

      @ Gerd

      „Urteile nicht, auf das du nicht verurteilst wirst, macht schon Sinn“:

      Nur ein rechter Dummkopf käme auf die Idee, nach einer Theatervorstellung den Darsteller des „Bösewichts“ zu verurteilen – wegen des „Bösen“, was er auf der Bühne tat.

      Ebenso ist es mit uns Menschen. Wir sind als Seelen „Darsteller“ in unseren Lebensrollen und sollten – als Seelen – dafür nicht verurteilt werden oder urteilen.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang

  10. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 4:23 pm

    Luna, ich verstehe Dich schon.
    Nondualitaet bedeutet ohne Form sein. Das Meer der (unbegrenzten) Moeglichkeiten.
    Sobald irendetwas in Erscheinung tritt, muss es dual sein, wegen des Gleichgewichts.
    Weder noch ist ungeformt. Sowohl als auch ist dual, da die Form beliebig geandert
    werden kann.

    Siehst Du das anders ?

    Gruss Gerd

    • Oktober 24, 2014 um 3:02 pm

      Hab‘ hier ein Interview gefunden, in dem das, was ich unter „Nondualität“ verstehe, recht gut beschrieben wird.

      Ich sehe zwar ein paar Dinge ein wenig anders, aber das könnte daran liegen, dass ich zwischen dualem und nondualem Bewusstsein hin und her switche und der Autor aus dem Interview anscheinend nicht.

      http://newsage.de/2012/11/das-ende-der-suche/

  11. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 5:07 pm

    Dieses Meer der ungeformten Formen, ist ein Meer aus purer
    Energie. FREIE ENERGIE, wonach die halbe Menscheit sucht,
    aber nicht zu finden vermag, da die Definition von FREIER ENERGIE
    nicht bekannt ist.

    Ich darf ES sagen:
    FREIE ENERGIE IST ALLE ENERGIE, WELCHE NICHT IN MATERIE GEBUNDEN IST.

    • Oktober 25, 2014 um 1:42 am

      Grüezi, Gerd!

      Würdest du sagen / zustimmen, daß eine Seele – die „freie Energie“ ist – jederzeit ihre Bindung an die Materie des menschlichen Körpers aufgeben und entschwinden kann?

      Was meinst du, hält die Seele im / am Körper? Woran hält sie sich fest?

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang

  12. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 5:33 pm

    Dieses Meer der ungeformten Formen, ist ein Meer aus purer Energie.
    Freier Energie. Welche die halbe Welt sucht. Aber die Definition von
    Freier Energie ist unbekannt.
    FREIE ENERGIE ist alle Energie, welche nicht in Materie gebunden ist.

    Befreite Energie ist jederzeit an jedem Ort der Welt erhaeltlich.
    Wie kann man sich Zugang zu Freier Energie, ala Tesla und Schauberger
    erschliessen. Sicher recht einfach, indem diese Energie der Gemeinschaft
    zur Verfuegung gestellt wird.
    Unsere Erde hat ein Potential von 500 000 Volt. Nach oben pro Meter um 100 Volt
    abnehmend. D.h. 2 Meter = 200 Volt. Ganz zu scheigen vom Wasser.
    Die Energieversorger wollen davon nichts wissen, sie sind aber vom Aussterben
    betroffen.
    Sollte jemand Interesse an Freier Energie haben, ich bin gern zur
    Zusammenarbeit bereit.

    Gruss Gerd

    • Oktober 23, 2014 um 6:18 pm

      Weißt Du warum das im Moment mit der „Freien Energie“ so schwierig ist? Ich erinnere an „Wie oben so unten“. Was sollen unfreie Menschen mit „Freier Energie“ anfangen?
      Sie würde nicht angewendet, gebraucht werden wie es ihr entspricht, nämlich die Freiheit zu befördern, die Unabhängigkeit, die Autarkie im Gespann mit Authentizität.
      Daher verweigert sie sich, ist der Zugang zu ihr ziemlich versperrt, jedenfalls im großen Maßstab, denk ich so.

      Grüße Martina

      • Oktober 24, 2014 um 11:19 pm

        @ maretina

        FREIE ENERGIE ist freie Bewußtseins-Energie / -Kraft, die Kraft des / eines freien Bewußtseins/ freier Bewußtseine: REINE LIEBE.

        Das macht dem nicht-freien Bewußtsein, welches die REINE LIEBE nicht kennt, verständlicherweise ANGST.
        Nur die Angst „versperrt den Zugang“.

        Siehe: Erich Fromm: „Die Furcht vor der Freiheit“.

        Herzlichen Gruß!

        Wolfgang

    • Titelfrei
      Oktober 23, 2014 um 6:48 pm

      Mir fällt da auch grade noch was zum Thema Scham ein:
      Links ein Baum
      und rechts ein Baum
      und dazwischen, man glaubt es kaum
      liegt ein kleiner Zwischenraum.
      Tschuldigung, da bin ich jetzt scheinbar doch ganz knapp am Thema freie Energie vorbeigeschrappt.

      • Titelfrei
        Oktober 23, 2014 um 7:04 pm

        Hätte da an die Administratoren einen köstlichen Vorschlag:
        Ein Artikel mit dem Titel „köstliches Allerlei“.
        Ungebunden an irgendwelche vorgegebenen Themen könnte dort hineingeklopft werden, was die grauen Zellen grade hergeben. Man könnte es auch verbale Anarchie nennen. Und das meine ich nicht abwertend, ich bin gedanklicher Anarchist.

        • Oktober 24, 2014 um 5:30 am

          @ Titelfrei

          „Man könnte es auch verbale Anarchie nennen. Und das meine ich nicht abwertend, ich bin gedanklicher Anarchist.“:

          Es gibt keine Anarchie in diesem Universum. In allem Sein herrscht das höchste Prinzip / Gesetz des Universums.
          Auch DEINE Gedanken und Taten / Unterlassungen folgen Gesetzmäßigkeiten.

          Ein traumatisierter Mensch z.B. lebt seine Symptomatik bzw. wird von seinen Symptomen gelebt. Er produziert unablässig die – weisen – Hinweise auf das ungelöste Problem in ihm. Und daß das so ist, ist vom Schöpfer so gewollt / geschaffen – aus LIEBE.

          Deine nicht sehr freundliche Äußerung neulich gegen mich – nach dem Ausbruch von Martina – war auch ein Symptom deiner Problematik.

          Symptome sind „Hilferufe“; sind „Anmahnungen“, das verdrängte Problem imBewußtsein anzunehmen und zu bearbeiten, damit es losgelassen werden kann. Der innere Konflikt „frißt“ Lebens-Energie!
          „Angst essen Seele auf“.

          Die Schöpfung hat – sehr weise – dafür gesorgt, daß es Symptome gibt, die wir als Betroffene SELBER sehen und darauf reagieren können UND daß es Symptome gibt, die ANDERE Menschen erkennen, damit sie Hilfe anbieten / leisten können.

          Zurück zu deinem köstlichen Vorschlag:

          In der vorgeschlagenen Form finde ich ihn nicht gut. Da würde vieles „hineingeklopft“ werden, was ohne Nutzen ist. Weil der typische zivilisierte – neurotische, abgetrennte – Mensch abgetrennt ist von der Erkenntnis des höchsten Prinzips und seine Gedanken nicht an diesem Prinzip ausrichten kann. Er weiß nicht, was wichtig ist und was nicht. Das demonstriert die „Wissenschaft“ seit geraumer – schon viel zu langer – Zeit.

          Die von der Wissenschaft praktizierte Art des Denkens ist die, die uns das Problem erschaffen hat, an dem wir zunehmend leiden. Einstein hat – wie ich meine: sehr bewußt – auf diesen Mangel hingewiesen und eine andere Arft des Denkens gefordert. Ähnlich wie einige andere wache Geister. Frederic Vester oder Frithjof Capra z.B.: Vernetztes Denken; Ganzheitliches Denken.

          Alternativ schlage ich ein „Brainstorming“ in dieser Runde vor zu dem Thema:
          Was ist zu tun, um
          – die „große Katastrophe“ zu verhindern;
          – den Untergang der jetzigen „Hochkultur“ (globale zivilisierte Gesellschaft“) zu vermeiden;
          – die Menschheit zu retten;
          – das langfristige Überleben des Menschen / der Menschheit zu ermöglichen;
          – dauerhaft-tragfähigen Weltfrieden zu schaffen;
          – die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“ grundlegend zu heilen;
          oder so…

          Herzichen Gruß!

          Wolfgang

      • federleichtes
        Oktober 23, 2014 um 7:52 pm

        Deine Idee mit der „Köstlichkeit“ liegt mir seit Wochen im Magen. Ich greif’s mal an. Nach dorthin ließen sich – das war meine Idee – auch Beiträge, in denen das Ei des Colombo (so hieß der doch, oder?) wie Gurke mit Giraffenfell, Hähnchengeschmack und Käsegeruch beschrieben wird, verschieben.

        Auf der Suche nach Beschämung landete ich gestern auf Wirtschaftsdemokratie. Dort las ich, der Beschäftigte sei Spezialist. Wie man auf die Idee kommen konnte, überlege ich noch. Hätte man behauptet, der normale Beschäftigte sei Spezialist im Schämen (Anstieg psychischer Erkrankungen) und in Schamlosigkeit (Ellbogen- und Intrigantenmodus) und im Fremdschämen (Verlogene Politk und rücksichtlose Managements) – aber Arbeitsspezialist? Für alles, was mit Arbeit zu tun hat, würde ich mich schämen, wenn ich’s könnte.

        Tscha, Freie Energie. Keine Ahnung, was das ist. Doch nicht etwa, sie zu nehmen, wenn man sie braucht?

        Ich hörte mal von „Kurs in Wundern“. Gibt’s sowas auch für Schämen?

        Ich danke Dir, erfrischend.

        Wolfgang

        • Oktober 24, 2014 um 4:54 am

          „Tscha, Freie Energie. Keine Ahnung, was das ist. Doch nicht etwa, sie zu nehmen, wenn man sie braucht?“:

          Doch, genau die / das.

          Freie Energie ist ein „freies Gut“. Kostenlos zu bekommen / haben – immer und überall.

          Freie Energie ist nicht nur kosten-FREI, sondern auch „bindungs-FREI“: Sie ist nicht an Materie gebunden wie die physikalische Energie; denn Freie Energie ist keine physikalische, sondern spirituelle – universelle, kosmische, göttliche, Energie; Seelen-Energie, Lebens-Energie, Seins-Energie, höhere Bewußtseins-Energie, Selbst-Heilungs-Kraft; wahrscheinlich identisch mit Od / Od-Kraft, Odem, Chi, Qi, Ki, Prana, Kundalini, usw.

          Es ist die Kraft, aus der wir zumTeil in unmanifestierter Form bestehen und zum Teil – in manifestierter Form – gemacht sind. Schöpfer-Kraft.

          Der wahrhaft erwachsene Mensch kann über sie bewußt / gezielt verfügen – über die „Kraft aus der Höhe“, mit der wir „angetan“ sind – wie die Bibel sagt. Diese Kraft ist GOTT (Od, God / Got usw.) und sie ist „da oben“ im Himmel / Universum UND sie ist hier „unten“ in und um jeden Menschen. Und wenn er glaubt, es gibt sie nicht, hält sie sich zurück und läßt den Menschen sein Sein SO erleben, als gäbe es die Kraft nicht.
          Wenn der Mensch aber an die Kraft glaubt, auf sie vertraut,dann ist das der „Auftrag“ an die Kraft, aktiv zu sein. Die „Wunder-Kraft“, „Zauber-Kraft“; der „Geist aus der Flasche / Lampe“.

          Der wahrhaft erwachsene Mensch ist ihr Meister.

          Herzlichen Gruß!

          Wolfgang

  13. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 6:40 pm

    Du hast recht, Martina. Sollte es aber nicht Vor(Quer)denker geben ?
    Welche es zu allen Zeiten gegeben hat. Ich habe einfach nur Visionen
    und Du die goettliche Gabe die Psyche des Menschen zu verstehen.

    Ich denke das ist gut so.

    Lieber Gruss Gerd

  14. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 7:41 pm

    Ich erinnere mich gerade an Bruce Lee: Sei Wasser mein Freund…….

    Zeit sich auf das W E S E N tliche zu konzentrieren.

    Guido, Du Meister einem den Mantel dES Wissens zu reichen. Unglaublich aber WAHR.
    Nochmals vielen herzlichen Dank.

    Gruss Gerd

  15. Gerd Zimmermann
    Oktober 23, 2014 um 8:07 pm

    Kurs im Wundern, kenne ich.

    Kurs im Schaemen waere doch eine geile Geschaeftsidee.

    Kommt sicher auf Bestsellerplatz 2 nach Secret, noch vor

    Dunkle Maechte machen die Runde.

    Deinen Humor haste jedenfalls noch.

    Gruss Gerd

  16. federleichtes
    Oktober 24, 2014 um 12:40 am

    Dachte in den letzten Minuten an die Handlanger unverschämter Bereicherung. Die sich im Sinne der Ungerechtigkeit, der Masslosigkeit prostituieren. Na ja, scheiß auf den Zorn.

    Fundstück auf „Initiative Wirtschaftsdemokratie“:

    1. Moral und Entscheidung

    In meinem Weltbild habe ich lange Entscheidungen vor allem im Spannungsfeld von Ratio (Fakten, Bewertung, Folgerung, Kopf) und Intuition (Emotion, Gefühl, Bauch) gesehen. Wobei ich die Heuristik der Intuition zugeschlagen habe.

    Mittlerweile sehe ich immer klarer, dass es noch eine dritte, oft ungeheure mächtige Einfluss-Größe gibt. Das ist die Moral, die immer wieder Entscheidungen gegen den gesunden Menschenverstand bewirkt.

    Das habe ich im eigenen Leben zu oft erlebt. Alle falschen Entscheidungen, die ich getroffen habe, sind mit moralischen Argumenten durchgesetzt worden. Und ich habe wesentlich genau unter diesen Entscheidungen gelitten.!

    Und wenn ich heute den Menschen beim Konsens finden und Entscheidung machen bewusst zuhöre, dann bemerke ich immer mehr, dass die ausgetauschten Argumente überwiegend moralischer Art sind und nicht aus der Vernunft stammen, nicht dem gesunden Menschenverstand folgen und auch nicht der Heuristik oder Intuition. Das finde ich bestürzend. Nein, die Moral dominiert die Entscheidungen.“
    (Roland M. Dürre)
    http://wirdemo.buergerstimme.com/2014/10/moral-ethik-entscheidungen-freiheit-regularisierung-und-was-ich-moechte/#comment-1369

    Scham ohne Moral?
    Wer diktiert Moralvorschriften? Die, die sich schämen müssten, für die, die sich nicht schämen brauchen? Die, die sich nicht schämen können, für die, die sich sonst nicht schämen könnten?

    Dann lautete der Satz:
    Nur wenn ich Andere moralisiere, kann ich selber skrupellos sein.

    Kriege werden doch nicht etwa geführt, um Menschen zu Verlierern zu machen? Und um den Gewinnern zu suggerieren, sie seien in diesem Spiel keine Verlierer?

    Sprechen wir also schamlos weiter über die Psychologie der Bösartigkeit. Ein Fortschritt, oder?

    Gruß
    Wolfgang

    • Oktober 24, 2014 um 2:46 am

      @ federleichtes:

      „Das ist die Moral, die immer wieder Entscheidungen gegen den gesunden Menschenverstand bewirkt.“

      Ich habe mal nachgeschaut, wie bei Wikipedia der „gesunde Menschenverstand“ erklärt wird – und bekomme meinen bisherigen Eindruck bestätigt, daß es dazu kaum eine einheitliche Sicht gibt!
      Es scheint sich damit ähnlich zu verhalten wie mit der „Normalität“ der modernen / zivilisierten Gesellschaft: Jeder Mensch hat eine ANDERE, eigene, Vorstellung davon – aber es gibt keine festen Orientierungspunkte und die „Normalität“ der zivilisierten Gesellschaft ist „nur“ eine MEHRHEITS-Normalität, die sich permanent neu bildet aus dem, was eine scheinbare / vermeintliche Mehrheit tut. In mancher Hinsicht ist das nicht einmal eine / die Mehrheit, sondern es sind WENIGE, die aber MASSGEBLICHE Personen / Persönlichkeiten sind oder zu glauben scheinen. Wie (die) Politiker zum Beispiel, die als eine sehr kleine Minderheit im Volke Gesetze und Rahmenbedingungen schaffen. Oder Wissenschaft und Industrie, die Produkte erfinden / entwickeln, die mehr oder weniger zur „Normalität“ werden – und natürlich auch das Denken und Fühlen und Handeln der Menschen verändern.

      Während sich eine Reihe von Angaben bei Wikipedia zum „gesunden Menschenverstand“ auf die materielle (grobstoffliche) / rationale Ebene beziehen, gibt es in dem nachfolgenden Zitat bezüglich Aristoteles den Hinweis auf die geist-seelische, feinstoffliche, Ebene:

      „Begriffsgeschichte
      Der Ausdruck gesunder Menschenverstand geht wie Gemeinsinn, die französischen Pendants bon sens und sens commun sowie der englische common sense auf den lateinischen Terminus sensus communis zurück. Dieser ist eine Übersetzung des von Aristoteles geprägten Begriffs koine aisthesis

      – ein innerer Sinn mit Sitz im Herzen,

      der die verschiedenen Informationen der Einzelsinne zusammenfasst und beurteilt.“

      „Herz“ verstehe ich als Synonym für „Zentrum / Mitte“ = Seele (auch: Unbewußtes).

      In der Bibel steht der in dieser Hinsicht aufschlußreiche Satz:
      „Wie der Mensch denkt in seinem HERZEN, so ist er.“

      Das möge man sich – „langsam schmelzend“ – auf der Zunge des erkennenden Bewußtseins zergehen lassen.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang

  17. federleichtes
    Oktober 25, 2014 um 1:11 am

    Eva:

    „Was für Fehler? Ich habe keine und mache keine!“

    Das könnte auch Mathias gesagt haben – knallhart, so unmissverständlich und perfekt.
    Geht’s noch besser?
    Einer zum hinter die Ohren schreiben?
    Neue Blog-Erkenntnis?

    @ Eva

    Hast Du den Vögeln zu gehört. Seeeehr verdächtig.

    Glückwunsch!

    Dazu fällt mir nur der Kiebitz ein.

    Gruß
    Wolfgang

    • Oktober 25, 2014 um 2:10 am

      „““Was für Fehler? Ich habe keine und mache keine!”“

      „“Das könnte auch Mathias gesagt haben – knallhart, so unmissverständlich und perfekt.
      Geht’s noch besser?

      Einer zum hinter die Ohren schreiben?

      Neue Blog-Erkenntnis?““

      Neue „Erkenntnis“?

      Aus meiner Sicht, mangelnde Selbstreflexion, gepaart mit Größenwahn, Bequemlichkeit und einem falschen Selbstverständnis.

      Sorry, @Eva, Du weißt, ich schätze Dich sehr, aber das kaufe ich nicht.

      • federleichtes
        Oktober 26, 2014 um 2:08 am

        Hammer-Kommentar. Vollmond – druff.

        Zieh meine Schuhe an und lauf meinen Weg,
        durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
        verarbeite den Verlust der Menschen, die gingen.
        Erlebe den Schmerz, den ich erleben musste, und ertrage die Schmerzen, die mir zugefügt wurden.
        Durchlaufe die Jahre die ich ging,
        stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin und stehe jedes Mal wieder auf, genau wie ich es tat.
        Danach kannst du über mich und mein Leben urteilen und weißt, warum ich so bin wie ich bin.

        Ich ging meinen Weg perfekt. Während ich ging, gab’s in keiner Sekunde ein Hätte, Könnte, Wäre, Wenn. Ich ging. Klar, die Leute sagten mal „Arschloch“ zu mir, sagten, ich sei unmöglich, meschugge, völlig daneben. Und? Und warum kann ich den Wunsch, mein Leben leben zu wollen nicht erfüllen? Meine Schuhe, in denen ich lief und laufe, gibt’s nur ein Mal. Und meine Schuhe haben keine Fehler, sie sind unbestechlich und unverkäuflich. Sehe ich das falsch? Aus mangelnder Selbstreflexion, Größenwahn, Bequemlichkeit und falschem Selbstverständnis? Wenn ja, wer wollte mir das kompetenter sagen, als der, der meine Schuhe trug?

        Und die Menschen, denen ich mangelnde Selbstreflexion, Größenwahn, Bequemlichkeit und falsches Selbstverständnis bescheinigen KÖNNTE, schätze ich überhaupt nicht.

        Na gut, is ja nur meine Meinung.

        Gruß
        Wolfgang

        • Oktober 26, 2014 um 2:41 am

          @ federleichtes

          Zieh meine Schuhe an und lauf meinen Weg, durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
          verarbeite den Verlust der Menschen, die gingen. Erlebe den Schmerz, …

          Danach kannst du über mich und mein Leben urteilen und weißt, warum ich so bin wie ich bin.

          Teil 1 ist „graue Theorie“ – denn zwei verschiedene Menschen erleben derlei Dinge – auch wenn sie gleich wären – verschieden.

          Teil 2 ist folglich unsinnig. Auch wenn man den gleichen Weg gegangen wäre – was zudem nicht möglich ist! – würde man den anderen Menschen dennoch nicht kennen.

          Und URTEILEN „soll“ der spirituell bewusste Mensch ohnehin nicht.

          Siehe z.B.: „Richtet nicht, auf daß IHR nicht gerichtet werdet.“

          Herzlichen Gruß!

          Wolfgang

      • Oktober 26, 2014 um 2:36 am

        „“Sorry, @Eva, Du weißt, ich schätze Dich sehr, aber das kaufe ich nicht.““

        „Man soll den Arsch nicht höher hängen als man scheißen kann.“ (Stromberg)

  18. Oktober 26, 2014 um 8:57 am

    300 Kommentare zeigen zumindest, dass das Thema „Scham“ alles andere als bedeutungslos ist.

    Bei Stephan Marks habe ich folgendes gelesen, was ich wertvoll finde, um es als lebenslange Übung umzusetzen zu lernen (gegenüber sich selbst und anderen):

    Scham ist wie Seismograph, der sensibel reagiert, wenn das menschliche Grundbedürfnis nach Anerkennung, Schutz, Zugehörigkeit oder Integrität verletzt wurde.

    Mit anderen Worten, wenn die Würde eines Menschen verletzt wurde, aktiv (durch andere) oder passiv (durch sich selbst).

    Dieser Seismograph reagiert auch, wenn man Zeuge ist, wie die Würde anderer Menschen verletzt wurde oder wenn dieser sich selbst entwürdigt („fremdschämen“).

    Die vier Themen der Scham sind wie ein Mobile, das jeder Mensch in jeder Situation neu ausbalancieren muss.

    Die Würde eines Menschen zu achten, bedeutet damit – aus Sicht der Scham-Psychologie – ihm oder ihr überflüssige, vermeidbare Scham ersparen. Das heißt, einen „Raum“ zur Verfügung zu stellen, in dem er oder sie Anerkennung, Schutz, Zugehörigkeit und Integrität erfährt.

    • titelfrei
      Oktober 26, 2014 um 10:34 am

      Worauf aber kaum irgendwo eingegangen wird ist die Tatsache, dass Scham ein Bindeglied im zwischenmenschlichen Bereich ist, um etwa Zugehörigkeit zu tragen. Wenn es sich um zwischenmenschliche Bereiche handelt ist es nicht so verkehrt dahingehend zu unterscheiden, dass diese unterschiedlicher Natur sein können. Geht es beispielsweise um partnerschaftliche Belange oder um gesellschaftliche. Es ist durchaus möglich, dass partnerschaftliche Belange mit gesellschaftlichen Belangen kollidieren. Gerade in einer Multi-Kulti-Gesellschaft ist dies sehr wahrscheinlich.
      Beispiel:
      Ein Ehepaar nutzt die Scham, um einen Schutz nach Außen aufzubauen, weil sie die Nacktheit als partnerschaftlichen Aspekt betrachten, der einen besonderen Wert darstellt und unbedingt vor fremden Augen geschützt werden soll. Nehmen wir an, Einer der Beiden befindet sich in einem Freundeskreis, der dem Trend folgen möchte mit diesen ehemals gängigeren Attributen freizügiger umzugehen. Pflegt der Freundeskreis einen toleranten Umgang mit seinen Mitgliedern – kein Problem. Fällt diese Toleranz einem „Richtig oder Falsch“-Denken zum Opfer wird sich der Mainstream-Aussenseiter in einem Bombardement wiederfinden, welches ihn als prüde oder als dem Partner hörig verhöhnen wird.
      Wer kann sich anmaßen darüber urteilen zu können, was richtig oder falsch ist? Solange Niemand den Wirkungskreis eines anderen Menschen im negativen Sinne berührt soll doch Jeder mit seinen Vorstellungen glücklich werden. Vorstellungen sind keine (Natur-)Gesetze, aber maßgebend dafür, ob man sich einlassen will oder nicht. Multi-Kulti führt dazu, dass es unter Umständen sehr schwer wird sich einlassen zu können, es sei denn man ist bereit seine individuellen oder auch partnerschaftlichen Vorstellungen dem Mainstream zu opfern. In einer Multi-Kulti-Gesellschaft wird der Mainstream zu Gunsten einer weniger kollisionsbetonten Zone (ich nenne es Gruppenzwang) dazu führen, dass die Scham keine Zukunft haben kann. Einzige Alternative – Toleranz (von allen Seiten) und ein klares Konzept, welche Belange für den jeweils Einzelnen Vorrang haben.

      Gruß Detlef

      • Oktober 26, 2014 um 3:03 pm

        @ Titelfrei

        „… um einen Schutz nach Außen aufzubauen, weil sie die Nacktheit als partnerschaftlichen Aspekt betrachten, der einen besonderen Wert darstellt und unbedingt vor fremden Augen geschützt werden soll.“:

        Was du schreibst, bezieht sich auf das Denken, Fühlen und Verhalten in der KRANKEN, (selbst-)entfremdeten, zivilisierten Gesellschaft. Im Gegensatz dazu denken und fühlen Menschen in GESUNDEN, nicht-zivilisierten, Gemeinschaften, wo die Menschen WAHRHAFT erwachsen sind, grundlegend anders. Dort sorgt nicht „Scham“ dafür, daß zwei Menschen sich den Blicken oder auch Ohren der anderen entziehen, wenn sie „(körperliche) Liebe machen“ wollen, sondern die geistig-seelische Liebe, die „höhere Vernunft“, die positiv-konstruktive Rücksichtnahme auf die anderen Menschen in der Nähe, die gerade NICHT in dieser Stimmung / Schwingung sind. Diese Rücksichtnahme hat bei gesunden Menschen NICHTS mit Angst oder irgendwelchen anderen „negativen“ Gefühlen zu tun!

        Mir ist bewußt, daß dies dem „normalen“ typischen zivilisierten und selbst-entfremdeten Menschen sehr fremd ist. Denn er lebt – solange er noch nicht HEIL, GANZ, geworden ist, noch – nicht in diesem – freien – Bewußtsein.

        Herzlichen Gruß!

        Wolfgang

  19. Oktober 26, 2014 um 3:10 pm

    @ ingod

    “Scham ist wie Seismograph, der sensibel reagiert, wenn das menschliche Grundbedürfnis nach Anerkennung, Schutz, Zugehörigkeit oder Integrität verletzt wurde….”:

    Aus meiner Sicht muß bei dieser Aussage differenziert werden, inwieweit – oder ob überhaupt – dies zutrifft auf
    1. Kinder
    2. Erwachsene

    und unter Berücksichtigung, daß die Erwachsenen der modernen (zivilisierten) Gesellschaft nicht (wahrhaft) erwachsen sind – also in mancher Hinsicht wie Kinder denken, fühlen, handeln. Aber nicht einmal wie GESUNDE, sondern traumatisierte Kinder. (-> Kollektive (Zivilisations-)Neurose).

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang

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