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Von der Umerziehung der „wahnsinnigen“ Deutschen nach dem 2. Weltkrieg

Schule ist kein Reifungsort, sondern lediglich eine De(sin)formationsorganisation,
um für die Fließbandgesellschaft auf dem Prokrustesbett der Pseudobildung
genormte Unterlegscheiben zu produzieren,
damit die Schrauben des Staates fest genug angezogen werden können!
Mr. Chattison

SchuldIm Geschichtsunterricht wurde uns dargestellt, dass wir sowohl den 1. als auch 2. Weltkrieg allein verschuldet hätten, und dass unsere Eltern und Großeltern sich an den Juden vergriffen hätten, was ich inzwischen schon relativieren konnte. Ich habe damals mit meinen Eltern und Großeltern über das letztere Thema Judenverfolgung sprechen können. Meine Großeltern berichteten, dass sie ihr Obst- und Gemüsegeschäft in der Scharnhorststraße in Dortmund 1934 schließen mussten, da die Kundschaft aufgrund der jüdischen Geschäfte nebenan ausblieben. Da sie schnell anderes fanden, haben sie sich keine großen Gedanken darum gemacht. Das war im Prinzip schon alles. Meinen Eltern waren in der Zeit noch Kinder (geboren 1930/1935). Insofern habe ich das Schuldthema für mich als nicht so relevant abgehakt. Dennoch werden wir regelmäßig daran erinnert. Insofern frage ich mich, muss das denn sein? Zumal auch alle anderen Staaten reichlich blutige Geschichten haben. Und so habe ich nach Gründen gefahndet und bin mal wieder auf das Thema Gedankensteuerung (-> Mind Control) gestoßen, die in diesem Fall Umerziehung heißt. Hier ist ein Ausschnitt eines noch längeren Artikels, der für mich Mal wieder klar macht, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird, aber lest selbst:

Umerziehung der Deutschen als Teil der Psychologischen Kriegführung (Quelle)

Als das Deutsche Reich dann im Dezember 1941 durch Bündnisverpflichtungen gegenüber Japan in den Krieg gegen die USA hineingezogen worden war, wurde von der US-Regierung sehr bald an der Universität Virginia in Charlotteville die „School for Military Government“ eingerichtet. Ihre Aufgabe sollte es sein, im Auftrage der amerikanischen „Psychological Warfare Division“ Konzepte zu erarbeiten, wie man sich gegenüber Deutschland im und nach dem Kriege verhalten soll. Von Anfang an galt es als ausgemacht, dass der Krieg nur durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands beendet werden könne und dass anschließend das Land von den Siegermächten ganz und gar zu besetzen sei.

Dabei glaubte man, die richtigen Schlüsse aus dem Ende des Ersten Weltkriegs gezogen zu haben; nach der Niederlage mussten zwar die Deutschen im Versailler Friedensvertrag die Alleinschuld am Kriege auf sich nehmen, doch konnten die Alliierten nicht verhindern, dass Deutschland sich trotz der Auspowerung durch immense Reparationszahlungen schon nach 15 Jahren erholt hatte und nach wenigen weiteren Jahren wieder ein Faktor in Europa geworden war. Das sollte sich nicht wiederholen. Der in den USA einflussreiche Psychiater Prof. Langer fasste damals zusammen: „Hitler ist nicht die Ursache des deutschen Wahnsinns, sondern umgekehrt: Da die Deutschen grundsätzlich wahnsinnig sind, haben sie Hitler geschaffen.“

Es sei nunmehr Sache des siegreichen Amerikas, die Ursache des Wahnsinns zu beseitigen (ausführlicher in Re-Edukation: Umerziehung und Lizenzpresse im Nachkriegsdeutschland. Umerziehung und Lizenzpresse im Nachkriegsdeutschland.) Die Sicht auf Deutschland hatte sich in diesen Kreisen seit dem Ersten Weltkrieg nicht verändert: Es sei in der Hand des preußischen Generalstabes, der Junkerkaste, der Konzernbosse und der Bürokraten, deren Speerspitze der Nationalsozialismus sei, behauptete man.

1943 wurde die „Research and Analysis Branch“ gegründet als Teil des amerikanischen Geheimdienstes. Sie beschäftigte 1.200 Soldaten und Zivilisten, unter ihnen zahlreiche aus Deutschland emigrierte ehemals führende linke Politiker und Wissenschaftler, darunter Herbert Marcuse, der uns in Deutschland bei der 68er Revolte wieder begegnen sollte, sowie der später in den Nürnberger Prozessen als Ankläger fungierende Robert Kempner, ein in Berlin tätig gewesener Jurist, der aus rassischen Gründen Deutschland verlassen hatte. Den starken linken Kreisen entstammten die Bestrebungen, die deutsche Wirtschaftsstruktur endgültig zu beseitigen. Die radikalste Konsequenz war der Morgenthau-Plan, nach dem Deutschland in einen Agrarstaat umgewandelt werden sollte. Er wurde im letzten Kriegsjahr tatsächlich von Roosevelt offiziell akzeptiert, nach kurzer Zeit aber unter dem Einfluss besonnener Politiker vom Präsidenten wieder zurückgezogen, bestimmte jedoch das Deutschlandbild der für die Politik im besiegten Deutschland zuständigen Offiziere und „Halbsoldaten“, das waren Psychologen, Psychiater, Politologen, Soziologen, Journalisten usw., die in Offiziersuniformen gesteckt worden waren, von den Militärs aber nicht ganz ernst genommen wurden.

Die amerikanischen Ansichten trafen sich mit einer schon im Ersten Weltkrieg virulent gewesenen britischen Gruppierung, die in dem durch Bismarck geeinten Deutschland eine Konkurrenz zum Empire sahen. Zu ihnen gehörte an führender Stelle Winston Churchill. Sir Robert Gilbert Vansittard war wohl die Symbolfigur für diese politische Richtung. Für ihn, der bis 1941 als Ständiger Staatssekretär bzw. als Diplomatischer Chefberater im britischen Außenministerium maßgebenden Einfluss hatte, war Hitler die „Offenbarung einer tief verwurzelten deutschen Krankheit“, wie er sich ausdrückte. Sie forderten – wie ihre US-amerikanischen Gesinnungsfreunde – die Beseitigung der deutschen Schwerindustrie, die Aburteilung der deutschen politischen und wirtschaftlichen Führungsschicht, die sie für alle Kriegsverbrechen verantwortlich machten, und die langjährige Besetzung des besiegten Deutschlands zum Zwecke der Umerziehung. Einen Eindruck von seinem Deutschenhass bietet seine 1941 erschienene Schrift „Black Record. German Past and Present, deutsche Übersetzung in „Der Hetzer“. Herausgegeben von Olaf Rose, Inning 2004.

Nach dem Krieg sagte der Stellvertretende US-Außenminister Archibald McLeesh, der 1939 in den USA die Institution der Psychologischen Kriegführung gegründet hatte, auf der Potsdamer Konferenz, es müsse das Ziel der Umerziehung sein, den Charakter und die Mentalität der deutschen Nation zu verändern, so dass Deutschland schließlich ein Leben ohne Überwachung gestattet werden könne. Dafür sei eine Behandlung der Deutschen notwendig, die man mit der eines Kriminellen in einer modernen Strafanstalt vergleichen könne. „Wir werden die gesamte deutsche Tradition auslöschen.“ Man müsse einen Prozess in Gang setzen, an dessen Ende die deutsche „Self Reeducation“ stehen müsse (ausführlich in Schrenck-Notzing, Charakterwäsche: Die Re-education der Deutschen und ihre bleibenden Auswirkungen, sowie in Mosberg, Reeducation).

Die kollektive Schuld der Deutschen

Im „Report of a Conference on Germany after the War“, erarbeitet im Sommer 1944 vom „Joint Committee on Post-War-Planning“ an der Columbia University, New York City, fand sich der Fahrplan für die Umerziehung der Deutschen, der dann zur offiziellen Richtlinie der US-amerikanischen Nachkriegspolitik wurde. (Er ist wiedergegeben in Mosberg, Reeducation.) Entwickelt wurde er von Wissenschaftlern aus den Gebieten der Medizin, Psychologie, Soziologie usw. Der zu den geistigen Vätern gehörende Schweizer Psychoanalytiker C. G. Jung hatte davor gewarnt, einen Unterschied zwischen „anständigen und unanständigen“ Deutschen zu machen (zitiert in Mosberg, Reeducation). Die Deutschen seien „kollektiv schuldig“. Der Grund dafür sei eine „allgemeine psychische Minderwertigkeit des deutschen Menschen“. Nach seiner Auffassung seien die Deutschen „entartet“. Die einzig wirksame Therapie sei es, dass die Deutschen dazu gebracht werden müssen, ihre Schuld anzuerkennen, ja, dass sie sich selbst öffentlich und immer wieder zu ihrer Schuld bekennen.

Einer der ersten Schritte zu diesem Ziel war das Stuttgarter Schuldbekenntnis der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD). Als sich führende Persönlichkeiten der deutschen evangelischen Kirche, die überwiegend der Bekennenden Kirche angehörten, bemühten, in den im Aufbau befindlichen Ökumenischen Rat aufgenommen zu werden, wurde ihnen die Bedingung gestellt, zunächst ein Bekenntnis zur deutschen Kollektivschuld öffentlich abzulegen. Generalsekretär des Ökumenischen Rates war der Holländer Visser’t Hooft, der im Kriege dem britischen Geheimdienst angehört hatte. Am 18./19. Oktober 1945 legten die Führer der deutschen evangelischen Kirchen vom Landesbischof Lilje über Pastor Martin Niemöller bis zu Dr. Dr. Gustav Heinemann das gewünschte Schuldbekenntnis ab, und zwar nicht nur für die evangelische Kirche, sondern für das gesamte deutsche Volk, also beispielsweise auch die Katholiken und Konfessionslosen. (Ausführlich dazu der Kieler Theologieprofessor Walter Bodenstein in „Ist nur der Besiegte schuldig? Die EKD und das Stuttgarter Schuldbekenntnis von 1945“.)

Immer wieder stößt man auf die Annahme der Umerzieher, die Kollektivschuld der Deutschen habe ihre Ursache in ihrer biologischen Veranlagung. Das müsse den Deutschen eingeprägt werden, bis sie davon selbst überzeugt seien. Die Instrumente dazu seien die Medien, in der damaligen Zeit vor allem die Presse, der Rundfunk und der Film.

Dazu mussten zunächst die in Deutschland vorhandenen Medien beseitigt werden. Sie wurden verboten. Der nächste Schritt war es, alle Männer und Frauen aus dem öffentlichen Leben zu entfernen, die den Zielen der Umerziehung hätten widersprechen können. In den Internierungslagern verschwanden in bis zu drei Jahren zwischen 314.000 und 454.000 Menschen (die Angaben in der Literatur schwanken), ohne völkerrechtliche Grundlage und ohne Anklage – von BDM-Führerinnen bis zu hohen Ministerialbeamten, von Ortsgruppenleitern der NSDAP über Schriftsteller bis zu Diplomaten. Das Personal der Rundfunkanstalten wurde entlassen, die führenden Journalisten und Verleger in Internierungslager gesperrt.

An die Stelle der deutschen Medien traten zunächst Rundfunksender der alliierten Militärregierungen. Was sie zu veröffentlichen hatten, lieferten die Besatzungsmächte über ihre Nachrichtenagenturen, in der US-Zone die Agentur DANA, später DENA, in der britischen unter der Leitung von Sefton Delmer, einem führenden Mann der PSK, die German News –Service = GNS. Nichts anderes durften die deutschsprachigen Zeitungen und Rundfunksender veröffentlichen als das, was diese Agenturen verbreiteten. Nach einiger Zeit lockerte man die Personalpolitik, indem man auch Journalisten einstellte, die keine Emigranten waren, aber im Dritten Reich aus politischen Gründen kaltgestellt waren.

Nach ein bis zwei Jahren kamen die ersten von der Besatzungsmacht ausgebildeten Redakteure zum Zuge. (Ein eindrucksvolles Bild liefert das von den deutschen Journalisten der ersten Stunde Richard Tüngel und Hans Rudolf Berndorff geschriebene Buch Auf dem Bauche sollst du kriechen… : Deutschland unter den Besatzungsmächten erschienen 1958.) Die Spitze bildete in der US-Zone ein Leon Edel, später Eugene Jolas. Der Chef der Presseoffiziere war der Intelligence Officer Alfred Rosenberg. Die Deutschen Journalisten standen unter strenger amerikanischer bzw. britischer Aufsicht. Sie hatten umzusetzen, was die Psychologische Kriegführung vorgegeben hatte. Hauptziel war, dass „die Deutschen ihre Kollektivschuld eingestanden und von ihrer Minderwertigkeit überzeugt wurden“, wie Helmuth Mosberg in seiner auch als Buch erschienenen Dissertation „Reeducation – Umerziehung und Lizenzpresse im Nachkriegsdeutschland“ schreibt. Jeder Journalist hatte ein Umerzieher zu sein.

Der deutsche Charakter wird gewaschen

Auf die Dauer konnte man die Deutschen nicht allein mit den Zeitungen und Rundfunksendungen der alliierten Militärbehörden abspeisen. So suchte man Deutsche, die geeignet erschienen, neu gegründete Zeitungen zu verlegen. Darüber hat Caspar von Schrenck-Notzing bereits 1965 in seinem grundlegenden Werk Charakterwäsche: Die Re-education der Deutschen und ihre bleibenden Auswirkungen berichtet, das in immer neuen Auflagen und kürzlich in einer Neufassung erschien.

Die neuen deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger sollten das „andere Deutschland“ verkörpern, also Menschen sein, die sich von den bisherigen Deutschen deutlich unterschieden. Bei der Auswahl ging es erst in zweiter Linie um fachliche Eignung, vor allem aber um die charakterlichen Eigenschaften. Die Siegermächte gingen davon aus, dass die meisten Deutschen einen falsch entwickelten Charakter hatten, da sie durch ihre autoritären Familien geprägt worden waren.

Wie die neue Elite in der Medienwelt geartet sein soll, das hatte eine Fachgruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von Max Horkheimer erarbeitet (auch er begegnet uns wieder bei den Vordenkern der 68er Revolte) und in einem fünfbändigen Werk „Studies in Prejudice“ vorgelegt, einem Werk, zu dessen Autoren u. a. Theodor W. Adorno (Foto links), Else Frenkel-Brunswik, Daniel J. Levinson, R. Nevitt Sanford gehörten. Sie wollten die Vorurteile, unter denen die Deutschen angeblich leiden, aufdecken und ausrotten. Wörtlich: „Ausrottung meint Umerziehung, die wissenschaftlich geplant wird.“ Damit sollten „potentiell faschistische Individuen aufgedeckt werden“. So suchte man Menschen, bei denen die in Deutschland typischen Werte, wie „äußerlich korrektes Benehmen, Fleiß, Tüchtigkeit, physische Sauberkeit, Gesundheit und unkritisches Verhalten“ nicht vorhanden waren, denn diese Eigenschaften verbergen angeblich „eine tiefe Schwäche des eigenen Ichs“. Man befragte die ins Auge gefassten Persönlichkeiten u. a. danach, wie ihr Verhältnis zu Vater und Mutter war. Bevorzugt wurden Männer, die zu ihren Eltern ein gebrochenes Verhältnis hatten, also nicht durch die autoritäre deutsche Familie geformt waren. Und sie gingen mit gutem Gewissen vor, waren doch, wie sie behaupteten, die Deutschen krank, waren Patienten, die von ihrer Paranoia geheilt werden mussten.

Die neuen Zeitungsverleger und Chefredakteure wurden entsprechenden Tests unterzogen, und wenn sich herausstellte, dass sie solche gebrochenen Charaktere hatten, dann kamen sie in die engste Wahl. Sozusagen als Belohnung erhielten sie die Lizenz für eine Zeitung oder Zeitschrift, natürlich immer noch überwacht von den Presseoffizieren. Die neuen Zeitungsverleger hüteten sich, gegen die vorgegebenen Regeln zu verstoßen, wäre ihnen doch anderenfalls die Lizenz wieder entzogen oder sie hätten ihre Stellung verloren. Die allermeisten funktionierten wie verlangt, wobei auch bald Überzeugungen im Spiel waren, schlagen sich doch die meisten Menschen gern auf die Seite der Sieger (ausführlich dazu Schrenck-Notzing in Charakterwäsche).

Daß eine große Rolle bei der Umerziehung die Prozesse gegen die deutsche Führungsschicht und gegen angebliche und wirkliche Kriegsverbrecher spielten, liegt auf der Hand. Das Verfahren vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg gegen die Reichsführung sowie die darauf folgenden der amerikanischen Militärjustiz wurden den Deutschen durch die Zeitungen der alliierten Militärregierungen vermittelt. Sie sollten der deutschen Bevölkerung in allen Einzelheiten die Kollektivschuld vor Augen führen, hatte aber gleichzeitig die Aufgabe, die alliierten Kriegsverbrechen wie etwa den Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung zu rechtfertigen oder zu verdecken.

Bei all diesen Maßnahmen wurde die Hauptforderung der Psychologischen Kriegführung befolgt: Man muß ein gegnerisches Volk von seiner Führung trennen. Das war bereits ein Ziel der Alliierten im Ersten Weltkrieg, als der Kaiser als bluttriefendes Monster dargestellt wurde. Für alle Zeitungen wie auch beim Rundfunk galt der Grundsatz, dass jeder Journalist ein Umerzieher zu sein hat. Befolgte er das nicht, lief er Gefahr, seine Stellung zu verlieren. Nicht zuletzt das erklärte die Linientreue von Verlegern und Redakteuren (ausführlich dazu Mosberg, Reeducation).

Als 1949 die Bundesrepublik Deutschland entstand, ging die Lizenzierung der Presse durch die Militärregierung zu Ende. Aber man hatte in den Jahren 1945 bis 1949 seinen Nachwuchs herangezogen, und der war durch die Schule der von den Militärregierungen überwachten Umerzieher gegangen. Auch daher erklärt es sich, daß heute die bundesdeutschen Journalisten zwar frei sind in Einzelfragen, daß sie sich aber alle einigen Grundeinstellungen verpflichtet fühlen (müssen), so der deutschen Kollektivschuld und der deutschen Alleinschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

So wie die Presse im Sinne der Umerzieher umgestaltet wurde, so erging es auch dem Rundfunk und der Filmwirtschaft. Die bis 1945 in Deutschland produzierten Filme wurden zunächst generell verboten; dann gab man ausgewählte Revue- und Unterhaltungsfilme frei. (Noch heute sind zahlreiche Filme verboten.) Die Kinos zeigten zunächst überwiegend englisch- und russischsprachige Filme mit Untertiteln, bis nach den Prinzipien der Umerzieher gedrehte deutsche Filme zur Verfügung standen. (Beispiele: Die Mörder sind unter uns, Film ohne Titel, Rotation.)

Parallel lief die Umerziehung in Schulen und Universitäten. Alle Schulbücher wurden verboten. Um Bücher verlegen zu können, benötigte man die Lizenz der Militärregierung. Es bestand erheblicher Bedarf an Neuerscheinungen, nachdem der Alliierte Kontrollrat insgesamt 34.645 Bücher verboten hatte sowie pauschal alle Bücher über den Ersten Weltkrieg und über die Olympischen Spiele 1936; das waren alles in allem drei- bis viermal so viele Bücher wie im Dritten Reich. (Siehe den Befehl Nr. 4 des Alliierten Kontrollrates vom 13. 5. 1946 „Betreffend Einziehung von Literatur und Werken nationalsozialistischen und militaristischen Charakters“ sowie „Liste der auszusondernden Literatur“ mit drei Nachträgen.) Nachdrucke im Uwe Berg Verlag, Toppenstedt 1983/1984.

Der bisher geschilderte Kurs der Umerziehung wurde strikt befolgt, bis im September 1946 US-Außenminister Byrns in einer Rede in Stuttgart erklärte, dass sich die amerikanische Politik Deutschland gegenüber verändern müsse, um in Europa kein Vakuum entstehen zu lassen. Inzwischen hatte auch die amerikanische Führungsschicht begriffen, dass das Bündnis zwischen der Sowjetunion und den Westmächten nur hielt, solange sie einen gemeinsamen Feind, nämlich Deutschland, hatten. Nun brachen die Gegensätze offen aus. Die US-Regierung befürchtete, dass durch das Vakuum, das durch die Niederwerfung Deutschlands entstanden war, die Sowjetunion in Gestalt des Kommunismus eindringen werde mit allen Folgen für die westliche Welt. Der Gegensatz zwischen Ost und West eskalierte im März und April 1947 auf der Moskauer Konferenz. Immer deutlicher wurde der Machtkampf um Deutschland. Jeder – Ost wie West – wollte so viel wie möglich vom deutschen Potential für sich gewinnen, indem es den in seinen Händen befindlichen Teil Deutschlands in seinen Machtbereich einbezog. Der „kalte Krieg“ war ausgebrochen.

Die heimlichen Paten der Bundesrepublik – Die Lage der amerikanischen Psychokrieger wurde kompliziert. Einer ihrer engsten Verbündeten, die Sowjetunion, galt plötzlich als Feind der USA. Die Aufgabe der amerikanischen PSK war es nun, sowohl Deutschland niederzuhalten, als auch Deutschland wieder eine gewisse Macht zuzubilligen, weil man diese deutsche Macht gegen die UdSSR benötigte. Der Gegenseite ging es nicht viel anders. Allerdings brauchte man nur das deutsche Potential, nicht aber einen eigenständigen Willen. Die Deutschen sollten aufgehen in einem amerikanischen Machtblock im Westen und in einem sowjetischen im Osten.

Der psychologischen Kriegführung eröffnete sich eine zweite Front: Der Kampf gegen den Kommunismus. Es bedurfte noch einiger Jahre, bis sich die Psychologische Kriegführung neu positioniert hatte. Über diese zweite Phase berichtet eindrucksvoll ein Dokumentarfilm, der im Sender „Phoenix“ schon mehrfach ausgestrahlt wurde unter dem Titel „Germany made in USA“, in dem die seinerzeit verantwortlichen Spezialisten der amerikanischen Umerziehungsinstitutionen persönlich zu Worte kommen. Sie waren, wie es im Film heißt, die „heimlichen Paten der Bundesrepublik Deutschland“, da man die deutsche Hilfe beim Kampf gegen den Kommunismus brauchte. Die linken Kräfte in der BRD sollten davon abgehalten werden, in den Kommunismus abzurutschen.

Für sie gründete der CIA den „Kongress für die Freiheit der Kultur“, dessen Zeitschrift „Der Monat“ weit verbreitet wurde. Geld spielte eine erhebliche Rolle, um auch bislang weit links operierende deutsche Intellektuelle für die Amerikaner zu gewinnen. Während die Umerzieher in der ersten Zeit nach dem Krieg damit beschäftigt waren, deutsche Strukturen zu zerstören, ging es nun darum, Institutionen wieder aufzubauen, die für die amerikanische Sache nützlich waren, wie z. B. die deutschen Gewerkschaften. Dafür zuständig gewesene Amerikaner schildern in dem Film, wie enorme amerikanische Bestechungssummen in den Aufbau des Deutschen Gewerkschaftsbundes flossen, aber auch wie wichtige linke Politiker wie Willy Brandt, Ernst Reuter und Carlo Schmid mit Geld für ihre politische Arbeit gewonnen wurden. Amerika-Häuser wurden gegründet. Die Pendants in der britischen Besatzungszone hießen „Die Brücke“, in der französischen „Maisons français“, in der sowjetischen „Haus der deutsch-sowjetischen Freundschaft“. In sie wurden Schulklassen zur Indoktrination geführt, Propagandafilme gezeigt, geeignete Literatur zur Verfügung gestellt. So wie der britische Geheimdienst die „Deutsch-englische Gesellschaft“ ins Leben rief (heute „Deutsch-Britische Gesellschaft), um über sie die deutsche öffentliche Meinung im britischen Sinne zu beeinflussen und gleichzeitig Menschen zu finden, die zur Zusammenarbeit mit den Briten bereit waren, so entwickelten in den übrigen Besatzungszonen die dort zuständigen Geheimdienste ähnliche Aktivitäten.

Bestrebungen deutscher Kreise nach Wiedervereinigung konnten dabei nur stören. Solche Bestrebungen mussten niedergehalten werden, auch wenn die jetzt etablierte Bundesregierung den deutschen Wählern gegenüber immer wieder versicherte, nichts sei ihr wichtiger als die Wiedervereinigung. Als 1952 im Bundestag die Abstimmung über den Schuman-Plan anstand, nach dem eine westeuropäische Hohe Behörde (Frankreich, Benelux, Italien sowie die Bundesrepublik Deutschland) die europäische Kohle- und Stahlpolitik koordinieren sollte, drohten manche Bundestagsabgeordnete, dem Vertragswerk die Stimme zu verweigern, weil sie fürchteten, durch die feste Anbindung der BRD an den Westen werde die angestrebte Wiedervereinigung erschwert. Der CIA aber zerstreute deren Bedenken, indem die schwankenden Abgeordneten mit einem beträchtlichen Handgeld ausgestattet wurden, woraufhin der Schuman-Plan den Bundestag passierte.

So half die USA den Deutschen, von amerikanischen Grundsätzen zu profitieren, wie in dem Film einer der CIA-Mächtigen sich ausdrückte. Gleichzeitig rotteten sie, um ein weiteres Zitat aus dem Film aufzunehmen, die preußisch-deutschen Relikte im deutschen Denken aus, so dass Deutschland nunmehr „eine Kulturnation nach USA-Vorbild“ geworden war.

Karl Steinbuch, ein zu seinen Lebzeiten weithin geachteter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nachrichtenverarbeitung und -übertragung, später bekannt geworden als gesellschaftskritischer Schriftsteller, schrieb: „Die Siegermächte haben uns ein kulturelles Herrschaftssystem aufgezwungen, das unserer Existenz, unserer Identität und unserer Tradition feindlich ist: Die Ideologie gegen die eigene Existenz.“ Elisabeth Noelle-Neumann schrieb, das Ergebnis der Umerziehung sei ein Extrem der Selbstdemütigung. „Man kann das in einem Satz zusammenfassen: Die Siegermächte haben uns den Selbsthass eingepflanzt.“ (beides zitiert in Mosberg, Reeducation).

Die Pflanze hat sich prächtig für die USA  entwickelt (?).

  1. Günther
    September 28, 2014 um 9:16 am

    Das wird nicht nur die Deutschen betreffen sondern auch die Nachbarländer ringsum und möglicherweise sogar noch mehr.

  2. Tommy Rasmussen
    September 28, 2014 um 9:21 am

    Durch dumme Fragen – denkt sich jeder normale Mensch – hat noch niemand seine Prüfungen bestanden. Es geht in der Schule letztendlich nicht darum „Etwas“ (z.B. eine Formel, oder einen Glaubenssatz) in seiner Tiefe zu verstehen, sondern darum, alles Vorgelegte „aus-wendig“ (= die Außenseite) „wieder-geben“ zu können, wenn man danach gefragt wird. Nur so erhält man sein Diplom und nicht mit dummen aufwieglerischen Fragen. Wenn Du nur das glauben willst, was Du Dir mit Deinem bisherigen Kleingeist selbst zu erklären vermochtest, wirst Du auf immer ein Kleingeist bleiben:
    .
    “Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.” (Goethe)

  3. chattison
    September 28, 2014 um 9:36 am

    Da die Umerziehungsprogrammatik der Alliierten nichts anderes ist als die Umerziehungsprogrammatik nach dem Sturz des chinesischen Kaisers oder während der „kulturellen“ Revolution unter Mao oder die Lager von Pol Pot, darf man diese mit jenen wohlweislich gleichsetzen.

    Die Tatsache, dass etliche Millionen weniger darüber bei uns gestorben sind, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir nur als Schlachtvieh betrachtet und deswegen gepäppelt und nicht sofort verwurstet wurden.

    Stichworte:
    Kettenhund der Allierten gegen den Kommunismus.
    Designierter atomarer Schlachtfeldpuffer.
    Kontinentaler Flugzeugträger.
    Verschiebebahnhof für sämtliche kriminellen Machenschaften der Alliierten (hier insbesondere eben USA und Britannien).

    Dafür braucht man nützliche Idioten und das sind wir und das sind wir, weil man uns dazu gemacht hat.
    Dafür war das Umerziehungsprogramm gedacht und so hat es funktioniert.

    Wer wegen „Care-Paketen“ und „Hitler-weg“ denkt, wir haben uns da „Befreier“ und „Freunde“ ins Land geholt, der ist nicht ganz dicht und maximal ahistorisch.

    Länder wie Frankreich, Britannien und Polen und gewisse Institutionen hatten lange vor der Machtergreifung Hitlers ein dokumentiertes Interesse an der Zerstörung Deutschlands publik gemacht.
    Da kommt keiner daran vorbei.
    Und die USA sind auf den Zug aufgesprungen, als schnell klar wurde, welche enormen Machtvorteile damit für diese verbunden sind.

    Unsere Steuergelder finanzieren die USA in weiten Teilen, was deren Verteidigungshaushalt z.B. angeht.
    Unser Gold wurde von denen verscherbelt.
    Dazu Reparationen bis in die 4.Generation (mit welchem Recht eigentlich???).

    Wir haben ein derart großes Haushaltsdefizit und Schulden, weil ein Großteil unserer Steuereinnnahmen abwandert in die Kassen anderer Staaten (und ich rede nicht von EFSF, ESM, Rettungspaketen u.ä.!)!

    Über die Verschuldung auf diese Art, geraten wir in die Garotte internationaler Banken, die wiederum ausschließlich in deren Händen (englische und amerikanische) liegen, wodurch sie sich gleich nochmal an uns bedienen und uns gefügig machen können!

    Durch die Einnrichtung der EU, die eine nationalsozialistische Grundidee war und nachweislich von führenden Nazis nach dem Krieg in Aufbau, Organisation, Struktur von diesen betreut wurde, im Auftrag genau der Alliierten, die eben diesen Nationalsozialismus erst installiert und gefördert und dann bekämpft haben, weil sie keinen National- sondern einen kontinentalen und letztlich globalen Sozialismus brauchten!

    Wobei „Sozialismus“ hier zu verstehen ist als das, was das Wort in seiner Ambivalenz tatsächlich bedeutet, kaum einer aber so realisiert:
    VERGESELLSCHAFTUNG
    Nur dass damit nicht die menschliche Gesellschaft, sondern die Kapitalgesellschaft gemeint ist!!!

    Wer angesichts von Nafta, Ceta, TTIP, TISA etc. daran zweifelt, der hat keine einzige Zeile aus diesen Verträgen gelesen.

    Diese Form des „Sozialismus“, der Vergesellschaftung vulgo Korporatokratie ist es, was das Ziel ist.

    Um das zu verschleiern, wird Desinformation in den Schulen und den Medien über Geschichtsfälschung, Informationsverweigerung und Indoktrination betrieben.
    Wie man sieht, mit maximalem Erfolg.
    All die „Aufwacher“, „Truther“ und sonstige „Infokrieger“ werden daran nichts ändern.
    Denn dazu müsste die Mehrheit bereit sein, bei den entsprechenden Informationen eine Verhaltensänderung einzuleiten – umgehend und umfassend.
    Und genau das passiert nicht, weil auch das Korrekturmoment für diese Anwandlung von den Alliierten erfolgreich implementiert wurde – die „German Angst“!

    Wohl bekommm´s….

  4. Uwe
  5. September 28, 2014 um 5:55 pm

    Vielleicht handelt es sich bei der Darstellung der Meinung und Absichten der damaligen US-Amerikaner schon um eine einseitige, „tendenziöse“, Beschreibung?

    Mag sein, daß EINIGE der damaligen Ausländer der Meinung waren, die Deutschen seien „wahnsinnig“ (wobei ich das Wort „wahnsinnig“ schon für „wahnsinnig“ falsch verwendet halte!! Gemeint ist IRRE, allenfalls also „irr-sinnig“), aber da stoßen wir auf einen Effekt der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“ / „Krankheit der Gesellschaft“ / „Entfremdung“, die die sehr große Mehrheit der zivilisierten Gesellschaft insgesamt betrifft – und nicht nur einzelne Länder.
    Zum Vergleich mit den Vorwürfen gegen über den Deutschen zur Hitler-Zeit bedenke man das Vorgehen in Amerika gegen die Ureinwohner und die Sklavenhaltung.

    In der relevanten Literatur zur „Kollektiven Neurose“ konnte ich den Hinweis finden, daß in den sechziger Jahren den USA diese Diganose gegeben worden sei und erst einige Jahre danach den Deutschen. Aber auch DAS ist nicht wirklich wichtig!
    Sicher sind die Deutschen in gewisser Weise intensiver betroffen als einige andere „Kulturen“ / Länder, aber das sollte nicht darüber hinweg täuschen, daß es sich dabei nur um einen marginalen Wert handelt. Den größten Teil des Mangels haben ALLE „Kulturen“, die im Laufe der letzten ca. 10.000 Jahre von der Kollektiven Neurose befallen wurden – durch „Zivilisation“. Sei es in der „abendländischen“ / „christlichen“ (westlichen) Welt oder im Bereich anderer „Kulturen“ / Religionen.

    Die „Schuldgefühle“ sind uns jedenfalls nicht (erst) durch die Amerikaner oder Alliierten / Siegermächte „gemacht“ worden! NIEMAND kann Schuld- oder Schamgefühle oder irgendwelche anderen Gefühle „machen“! Die sind immer schon als Potenzial in den betreffenden Personen vorhanden und lassen sich dann sehr leicht „triggern“, auslösen, aktivieren.
    Anderen Menschen Schuld- oder Schamgefühle oder Angst zu „machen“ bzw. machen zu wollen, ist selbst schon ein Symptom der Befallenheit von der Kollektiven (Zivilisations-)Neurose.

    Eltern, die ihren Kindern Schuld- / Schamgefühle / Angst usw. verursachen, sind völlig untaugliche, geistig-seelisch UNREIFE, NICHT ERWACHSENE, Eltern!
    Dieser – behebbare! – Mangel wird schon am Anfang der Bibel, ganz deutlich, bei Adam und Eva, beschrieben. Wer also über WEISHEIT verfügt und die Bibel mit entsprechendem (dritten) Auge lesen kann, weiß Bescheid – und kann für die Heilung tätig werden.

    Es bringt überhaupt nichts, irgendjemand für irgendetwas eine „Schuld“ zuzusprechen. Im Gegenteil! Es steht der Klärung und Heilung im Wege – denn der Schuldvorwurf BINDET den Vorwerfenden ebenso wie denjenigen, dem vorgeworfen wird.

    Wenn man aber an die Sinnhaftigkeit von Schuldvorwürfen glauben würde, müßte man ALLEN Beteiligten ALLER Kriege der Geschichte und den Überlebenden den Vorwurf machen, daß sie aus den schlimmen Erfahrungen NICHT GELERNT hätten.
    Daß selbst nach so einem außerordentlich perversen Krieg wie dem 1. WK noch ein weitaus folgenschwererer WK2 möglich war, muß zutiefst ZWEIFELN lassen an Verstand / Vernunft der betreffenden – „zivilisierten“ – Menschen.

    Von sehr wenigen Ausnahmen, die die Wahrheit kannten – aber ignoriert worden sind – hat die große Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft die tiefere Ursache der Kriegshandlungen und MASSAKER nicht erkannt und nach den Kriegen nicht für breitere Erkenntnis und zukünftige Vermeidung gesorgt.

    Ich habe aber erkannt, daß Schuldvorwürfe sinnlos sind und erhebe auch keine. Gegenüber niemand. Ich versuche, VERSTEHEN zu fördern und Bewußtsein zu wecken für die Phänomene, die Ursachen und die Möglichkeiten der grundlegenden Behebung. Seit 1992 bin ich bestrebt, über die tiefere Ursache aufzuklären und vor allem über den Weg der grundlegenden Heilung – den JEDER gehen kann; denn das „Werkzeug“ und den „Werkstoff“ dazu trägt jeder unverlierbar immer bei sich.

    Alles, was wir brauchen, ist DA. Wir müssen nur danach streben, es auch zu ERKENNEN – und als das Bessere, Höhere, Wesentliche, ANzuerkennen. Dieses Erkennen funktioniert NICHT mit der MATERIELLEN, grobstofflichen, Bewußtseins-Ebene, dem „Ego“ / „Niederen Selbst“, sondern nur mit dem SPIRITUELLEN, feinstofflichen, Bewußtsein, dem „Höheren / wahren Selbst“. Die inneren Widerstände, sich dieser Wahrheit zu stellen / öffnen, stammen aus der Angst des Ego bzw. der Neurose. Und diese Angst muß – konstruktiv – überwunden werden und das (Ur-)Vertrauen – zum Leben – wieder hergestellt werden, damit der Aufstieg in das „Unbekannte“ / „Fremde“ / „Neue“ vollzogen werden kann.
    Dieser wichtige Weg wird in der Bibel SYMBOLISCH dargestellt mit der Wanderung / Reise von Nazaret nach Bethlehem – vom „Gewohnten / Vertrauten“ zum „Haus DES Lebens“, wie Peter Wenzel sagt.

    Wenn die Kollektive Neurose nicht grundlegend geheilt wird, ist sie auch die Ursache für den dritten / letzten Weltkrieg. Die Entscheidung liegt allein bei UNS, bei den jetzt lebenden Menschen. Um die Wahrheit zu erkennen, müssen wir ALLE Ausreden, alle Schuldgefühle und falsche Scham sowie alle Angst überwinden. Denn nur der WAHRE, GANZE, HEILE, Mensch hat eine Zukunft. Das bestimmt das höchste Prinzip des Universums, das „Gesetz des Lebens“, auch „Die Geistigen Gesetze“ genannt. JEDER kann sie erkennen – im erkennenden Bewußtsein, dem FEINSTOFFLICHEN Bewußtsein, dem Bewußtsein des WAHREN Erwachsenen, des GANZEN / HEILEN Menschen.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

    • September 28, 2014 um 6:08 pm

      Danke für Deine Ergänzungen hier. Was das Einimpfen von Schuld angeht, so bringt es Bernd SEnf nochmals gut auf den Punkt mit Blick auf unser Schuldgeldsystem, und weist eine Alternative auf:

  6. Kraft der Pferde
    September 30, 2014 um 6:33 pm

    In der Schule wurde mir nach einiger Zeit klar, das dort nur der vorgegebene Lehrplan durchgezogen wird skeptische Schüler waren nicht gern gesehen und hatten es auch nicht leicht.

    Erst heute durch diesen Beitrag erhalte ich nach sovielen Jahren Bestätigung für das was ich zum Teil schon immer vermutet habe.

  7. Feueradler
    September 30, 2014 um 6:46 pm

    Durch Ihren Artikel habe ich auf viele Fragen eine Antwort erhalten.

  8. Heinrich Schmitt
    September 30, 2014 um 9:29 pm

    Danke, Mr.Chattison, ich sehe das auch so. Ich war auch so ein Kind „“Marke Amerikahaus““.
    Allerdings muss ich dem zugutehalten, dass es ausser den reichlich indoktrinierenden und heroisierenden Filmen im Freiburger Amerikahaus auch eine Bibliothek gab, wo ich spaeter Stammkunde wurde und, da ich mir damals keine Buecher kaufen konnte, die Gelegenheit nutzte, mich mit den grossen amerikanischen Schiftstellern bekannt zu machen, wie Mark Twain, John Steinbeck usw. Manchmal wurde allerdings auch die ganze Schulklasse dorthingefuehrt, wo wir entsetzliche Filme anschauen mussten z.B. den von den boesen boesen chinesischen Kommunisten, die eine Missionsstation bedrohten. Die Religion war ein geschicktes Werkzeug der umerziehenden Amerikaner wie ja auch spaeter im Vietnamkrieg.
    Das andere Werkzeug war der individualistisch verbreitete Heroismus („“Maenner machen Geschichte…““) Und es war ja auch bezeichnend, dass Geschichte in den Schulen bis heute nur unzureichend gelehrt wird, obwohl es sich natuerlich um die idealistische Geschichtslehre handelt, die ich kritisiere.

  9. Inti
  10. Geronimo
    Oktober 31, 2014 um 7:59 pm

    Zitate:

    “Hitler und das deutsche Volk haben den Krieg nicht gewollt. Wir haben auf die verschiedenen Beschwörungen Hitlers um Frieden nicht geantwortet. Nun müssen wir feststellen, daß er recht hatte. An Stelle einer Kooperation Deutschlands, die er uns angeboten hatte, steht die riesige imperialistische Macht der Sowjets. Ich fühle mich beschämt, jetzt sehen zu müssen, wie dieselben Ziele, die wir Hitler unterstellt haben, unter einem anderen Namen verfolgt werden.”

    Sir Hartley Shawcross, der britische Generalankläger in Nürnberg (vgl. Shawcross “Stalins Schachzüge gegen Deutschland”, Graz, 1963)

    Quelle: http://germancross.com/zitate-richtigstellungen/

  11. Februar 4, 2015 um 9:32 am

    Hat dies auf bumi bahagia – glückliche Erde rebloggt und kommentierte:

    Ich wiederhole es unentwegt. Der deutsche Mensch fühlt sich zutiefst schuldig. Wenn es ihm nicht bewusst ist, um so wirkugsvoller.
    Ein sich schuldig fühlender Mensch ist gebremst in seiner Kreativität, und er ist ein hilfloser Wurm, wenn es darum geht, für eigene Ideen, für eigene Werte, für das eigene Leben einzustehen.
    Wie war das? 100 A Raketen auf deutschem Boden? Wer bezahlt das dazugehörige Militär? Klar doch, der schuldige Deutsche. Sollte es zu einem A Krieg kommen, wäre Deutschland eines der ersten und hauptsächlichsten Ziele. Der Mensch, der sich schuldig fühlt, nimmt das als selbstverständlich hin, denn nichts lieber macht er, als sich selber zu bestrafen.
    Der Schlusssatz im Artikel von Eisabeth Noelle-Neumann bringt es auf den Punkt: Die Siegermächte haben uns den Selbsthass eingepflanzt.
    Der Artikel zeigt im Detail, wie dieser teuflische Plan erdacht und verwirklicht wurde.
    thom ram, 04.02.2014

  1. September 27, 2014 um 10:02 pm

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