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Collapse – Über den Zusammenbruch der Wirtschaft

Michael C. Ruppert hat im September 2009 seinen aufrüttelnden Dokumentarfilm „Collapse“ vorgestellt, der beim “Toronto International Film Festival 2009″ Premiere feierte und dort bereits überaus positive Kritiken erhielt. Regisseur ist Chris Smith, Buch und Darsteller Michael (kurz Mike) Ruppert, der sein Weltbild dokumentiert. Der Film wurde erstmals in Deutschland auf der 60. Berlinale im Februar 2010 gezeigt.

Michael_C_Ruppert_Collapse_From_The_Wilderness_Peak_Oil_Oelfoerdermaximum_fossile_Energien_Derivate_Zineszins_Wachstumsparadigma_Nachhaltigkeit_bumpy_plateau_Elisabeth_Kuebler_RossMichael C. Ruppert (auch Mike Ruppert; * 3. Februar 1951 in Washington, D.C.), ist ein ehemaliger LAPD Police officer (Drogenfahnder). Den Dienst quittierte er 1978 nach Schikanen und Todesdrohungen, als er den Drogenschmuggel durch die CIA aufdeckte und sich konsequent weigerte, Teil dieser kriminellen Machenschaften zu werden. Seine Erkenntnisse und Vorwürfe sollten sich erst viele Jahre später durch offizielle Regierungsunterlagen bestätigten. Ruppert arbeitete weiter als freier investigativer Journalist, whistleblower, Buchautor, Gründer und Chefredakteur von “From The Wilderness”, einer bekannten politischen Internetseite in den USA. Die Webpräsenz und der zugehörige Newsletter beschäftigten sich von 1988 bis Ende 2006 vor allem mit der journalistischen Aufdeckung von staatlichen verdeckten Operationen und der Hintergrundanalyse politischer Ereignisse.

Was 2006 geschah und warum Michael Ruppert mit seiner Webseite ‘From the Wilderness’ aufhörte, war ein Skandal und bezeichnend für das korrupte, bösartige US-amerikanische politische System und dem Geheimdienst CIA. Über Nacht war die CIA in sein Office eingedrungen und hatte alles kurz und klein geschlagen, natürlich in erster Linie alle Computer, aus denen sie sicherheitshalber auch noch die Harddisks rausgerissen hatten. Das Büro wurde förmlich wie nach einem Bombeneinschlag verwüstet.  Michael wusste, was die Uhr geschlagen hatte und rannte um sein Leben. Sein Freund Stan Goff gab ihm 1000 Dollar und Michael bestieg das nächste Flugzeug nach Venezuela.

Dies ist wohl der erste Beweis dafür, dass Michael nicht über ‘lächerliche Konspirationstheorien’ schrieb. Und der zweite ist, dass er mit Stan Goff befreundet war, der in der US-Armee diente und zuletzt an Westpoint (die Spitzen-Militärakademie der USA) ‘Strategie und Taktik’ unterrichtete, bevor er die Brocken hinschmiss, als er sich zu einem glänzenden Marxisten entwickelt hatte. Stan Goff hat schon wenige Wochen nach 9/11 die offizielle Story von Washington als kompletten Unsinn entlarvt. Eine Auffassung, der sich inzwischen tausende und aber tausende von Experten, Wissenschaftlern jeder Art bis hin zu den Spitzenkräften für Demolierung von Hochhäusern angeschlossen haben. Von wegen Konspiration!

Die einzigen, die ständig und immer Konspirationen gegen das Volk ausbrüten sind die Regierungen. Und die einfach in ihre Trickkiste greifen, um gegen jene, von denen die Wahrheit enthüllt wird, den Bann ‘Konspirationstheoretiker’ schleudern.

In Venezuela fand sich Ruppert nicht zurecht, zumal er die Sprache nicht konnte, fiel in eine tiefe Depression und wurde krank. Zog dann nach Kanada, wo er nach Jahren endlich genas. Obwohl er 2006 gesagt hatte, er werde sich nie mehr mit Politik beschäftigen, konnte er es halt doch nicht lassen. Aber was er um sich herum sah und hörte, trug nicht gerade dazu bei, Lebensfreude zu wecken. Das wissen wir alle, die wir uns mit dem gegenwärtigen Zustand der Dinge beschäftigen.

Lest, was Michael Ruppert gesagt und geschrieben hat und urteilt selbst. Es hat sich doch alles als wahr herausgestellt.

Ruppert zog sich aus dem öffentlichen Leben und von den meisten Freunde zurück, zahlte seine offenen Rechnungen, gab weg was er hatte und verließ die “saubere Welt” Kaliforniens vor er zwischenzeitlich wohnte. Er konnte und wollte nicht mehr länger “funktionieren” und publizistisch auf die Probleme dieser Welt hinweisen. Ihm war kalt, er fühlte sich krank, resigniert, depressiv, “all messed up” und “facing to death”. Seit August 2012 lebt Ruppert mit seinem Hund Rags in bescheidenen Verhältnissen in Moffat / CO, wird aber lt. einer Aussage vom 2.2.2014 in Kürze ein paar Meilen weiter nach Crestone im San Luis Valley, 4-5 Meilen vom “Great Sand Dunes National Park and Preserve” im Süden Colorados, ziehen. Dort unterhält er einen innigen Kontakt zu einer Gruppe spiritueller Menschen namens “The Singing Stone“, die für ihn Freunde und Familie sind und Inspiration und Energie geben.

Mike macht als Singer/Songwriter mit der Band “New White Trash” Musik, moderiert einmal die Woche eine 1-stündige Radioshow “Lifeboat Hour radio show” und hat weiterhin den Blick auf die irrationalen, selbstzerstörerischen Verhaltensweisen der Spezies homo sapiens und die wirklichen Bedrohungen der Menschheit gerichtet, die er dank klaren Verstandes und fundiertem Wissen analysiert und erschreckend eindeutig benennt.

Ruppert beschäftigt sich in einem aufrüttelnden und nicht ganz emotionsfreien 80-minütigen Interview mit einer Vielzahl von Themen, die ich für Euch zunächst in Schlagworten mitgeschrieben habe. Diese sollen Euch aber nur als Einstieg dienen und auf das vorbereiten, was ihr in der großartigen Doku erwarten dürft.

Thomas Jefferson: „In jeder der Generation ist eine Revolution nötig“. Wir sind faul geworden. Eine Revolution ist unserem Denken ist längst überfällig. Sie muß in Geist und Seele stattfinden.

Collapse_Michael_Mike_C_Ruppert_Steht_unsere_Welt_kurz_vor_dem_Kollaps_Peak_Oil_fossile_Energien_The_Singing_Stone_Crossing_the_Rubicon_Energieprobleme, globales Ölfördermaximum (Peak-Oil), fossile Energie, Projektsgruppe zur nationalen Energiepolitik unter Vize Dick Cheney, Saudi-Arabien besitzt 25% der bekannten Ölvorkommen, Irak und die Okkupation zur Kontrolle des Öls, dort größtes US-Botschaftsgelände der Welt ..

Arktis und die Polarkappen, verschiedene Bilanzierungsbegriffe, Energie effizienter nutze, Wachstum, Konsum der 70er und 80er, Ethanol ist ein Witz, Nettoenergiekonzept, Strom ist keine Energiequelle, Strom entsteht durch Verbrennen oder nutzen anderer Energiequellen, Elektrizität, Windparkprobleme, lächerliche Werbespots

Nährstoffe im Boden, Fruchtwechsel, Gleichgewicht, Spezies Mensch hat sich von der Erde entfremdet, Kunstdünger, Bewässerungsanlagen, Pestizide, Nahrungsmittel sind sehr kohlenwasserstoffintensiv ..

über 109 mysteriöse Todesfälle oder Selbstmorde beim US-Militär, Enthüllungen der CIA-Verstrickungen und Drogenhandel, CNN hat gelogen, ..

Raus aus den Schulden, weg von Kreditkartenbelastungen, Derivate, Hokuspokus um das heilige Geld, Geldschöpfung, Zinseszins, Wachstumsparadigma, Schneeballsystem, Darwinismus ..

Volkswirtschaften brechen zusammen, Vorhang der Verzweiflung, ein Paradigma ist das was man von etwas denkt bevor man darüber nachdenkt, Weltbevölkerungswachstum, Insolvenz des Einlagensicherungsfonds, „bumpy plateau“, Paradigmenwechsel solange Infrastruktur noch besteht, Überleben in der Übergangsphase, Situationsanalyse vor Ort, neues Denkmuster, das größte Hindernis des kritischen Denkens ist das Ernstnehmen von Massenmedien ..

Elisabeth Kübler-Ross (schweizerisch-US-amerikanische Psychiaterin), 5 Trauerphasen nach einer überwältigenden lebensverändernden Situation: das Nichtwahrhabenwollen,  Zorn (Menschen haben die Schwelle zur Zornphase gerade erst überschritten, nur destruktiver Zorn möglich), Verhandeln, Depression (das Bewußtwerden) und die Akzeptanz ..

Alle Aspekte menschlicher Existenz liegen offen auf dem Tisch. Sämtliche Parteien sind nicht mehr zeitgemäß. Sie alle sind Produkte vergangener Jahrhunderte. Die Menschheit braucht sich nicht mehr um Ideologien zu sorgen, nur noch darum wie sie überlebt. Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus sind alles Begriffe die direkt in die Tonne getreten werden können, da sie alle basierend auf der Annahme unendlicher Ressourcen entstanden. Nicht eine einzige dieser Ideologien, die nichts als tote Dinosaurier, archaische Fossilien und deshalb irrelevant für unsere Lebensform sind, berücksichtigen, daß  Wachstum, Ressourcen und Planet im Gleichgewicht sein müssen.

Nichts wächst ewig. Unendliches Wachstum gibt es nicht, der Mensch muß sich weiterentwickeln. Die Liebe zum Geld ist die Wurzel allen Übels. Das ist die fundamentale Wahrheit.

Mike Ruppert erschoss sich Sonntag Nacht, 13. April 2014, nachdem er seine “Lifeboat Hour radio show” aufgenommen hatte. Sein Tod wurde am Montag abend auf Facebook von seiner Mitarbeiterin und Autorin Carolyn Baker bekannt gegeben, die ihren Anhängern versicherte, dass Rupperts Tod kein “Schein-Selbstmord” war.

“Er war sehr gut von Mike geplant, der uns nur wenige Hinweise gab, aber genaue Anweisungen, wie wir ohne ihn weitermachen sollten,” sagte Baker, die beim letzten Programm zu Gast war und die Rupperts kommende Radio Show in Memoriam moderieren wird.


Link zur Doku mit deutscher Übersetzung – weiter

Link zur engl.-sprachigen Originalversion des Interviewsweiter

Elisabeth Kübler-Ross (schweizerisch-US-amerikanische Psychiaterin) bei Wikipedia – weiter

Beitragsbild: «Zusammenbruch» – www.pixabay.com

Dieser Beitrag wurde uns zur Verfügung gestellt von Kritisches Netzwerk

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , , ,
  1. Oktober 9, 2014 um 12:50 am

    „Unendliches Wachstum gibt es nicht, der Mensch muß sich weiterentwickeln. Die Liebe zum Geld ist die Wurzel allen Übels. Das ist die fundamentale Wahrheit.“:

    Das ist leider nicht präzise genug.

    Unendliches Wachstum gibt es auf der MATERIELLEN, grobstofflichen, Ebene nicht. Auf der geist-bewußtseins-energetischen, feinstofflichen, Ebene gibt es sehr wohl unendliches Wachstum – und das ist genau der Bereich, in den / dem sich der Mensch „weiterentwickeln“ muß. Ich schreibe „weiterentwickeln“ bewußt in Anführungszeichen, weil „der Mensch“ im Grunde genommen schon „so weit“ entwickelt IST. Er war es schon vor zigtausend Jahren!

    Nur irgendwann ist uns eine KRANKHEIT in die Quere gekommen, die nach und nach die meisten Kulturen des Planeten von diesem hohen geistig-seelisch-spirituellen Entwicklungsstadium herunter“geschossen“ hat: Die „Krankheit der Gesellschaft“, von mir seit 1992 die „Kollektive ZIVILISATIONS-Neurose“ (KZN) genannt – in Anlehnung an den Begriff „Kollektive Neurose“, der in der Soziologie gebräuchlich ist.

    Es ist auch meine Erkenntnis, daß diese Krankheit in jedem Einzelfall grundlegend heilbar ist. Und folglich gibt es für die globale zivilisierte Gesellschaft die Chance auch der KOLLEKTIVEN Heilung, der Überwindung der Kollektiven Neurose / KZN und Überwindung der „Globalen Krise“. Ohne den befürchteten ganz großen „Kollaps“.

    Die „Liebe zum Geld“ ist eine schlimme Sache, aber das ist nur eines der vielen Symptome. Die „fundamentale Wahrheit“ geht viel tiefer: Daß der typische zivilisierte – selbst-entfremdete – Mensch gar nicht wirklich lieben kann. Weder sich selbst noch seine „Nächsten“. Das kann nur der WAHRE, GANZE, HEILE, Mensch – OHNE die Kollektive Neurose / KZN.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

  2. chattison
    September 16, 2014 um 10:27 am

    Alles wichtig, alles richtig.
    Aber keine Lösung.
    Und jetzt?

    Es ist wie mit den Montagsdemos – wo bleiben die konkreten Hinweise, die To-dos?
    Die Leute brauchen das – es wurde auch mehrfach auf den Videos deutlich vernehmbar z.B. auch Ken Jebsen danach gefragt – aber auch hier: Betroffenheitspflege, Warnaugurismus, Appellserien, die sich aber gepflegt im Vagen halten.

    Was nützt den Leuten ein Popp´scher „Plan B“ oder ein Hörmann´sches Finanzsystem oder ein Prof.Dr.Dr.Berger´sches Menetekel u.ä.???

    Jahaa, werden da welche gleich einwenden, die haben doch schon gesagt, dass man sein Geld von der Bank holen soll, Konsum einschränken usw.
    Jahaa, antworte ich darauf, und was ist passiert?
    Nix.
    Da erhebt sich doch die Frage: Warum passiert denn da nix, wo es doch in weiten Teilen so einfach wäre, etwas zu tun?

    Weil die Frage unbeantwortet bleibt (Absicht?), wie man Menschen tatsächlich und effektiv „aufweckt“, mobilisiert und organisiert.
    Roß und Reiter beim Namen nennt (was ja auch sehr viele vermeiden^^), aber eben nicht nur, sondern auch gleich, wie man den Reiter vom hohen Ross holen kann (Nein, keine Petitionen, Wahlen, Parteineugründungen, Demos, Mahnwachen…)

    Da sind doch wirklich intelligente Leute am Werk, aber sie benennen oder erkennen das Kernproblem nicht? Wie kann das sein?
    Nochmal: Absicht?

    Diese Betroffenheitsveranstaltungen treffen ja nur bereits Betroffene, die aber, die es zusätzlich betroffen machen müsste, weil sie ebenfalls von der Problematik betroffen sind und man sie bräuchte, um die kritische Masse zu erreichen, wo es weh zu tun beginnt, bleiben davon offensichtlich gänzlich unbetroffen – bis es zu spät ist.

    Aber anstatt dann konsequenterweise das Konzept zu ändern, wird unermüdlich ins gleiche Horn getutet, auch wenn es verstopft ist.

    Ich meine, der „Iron-Mountain-Report“ sagt eindeutig:
    Ziel ist die Reduktion der Weltpopulation.
    Favorisierte Mittel dazu sind: Hunger, Krankheit, Krieg, Umweltzerstörung
    (Der „Iron Mountain Report“-Hoax ist die eigentliche Wahrheit).

    Falls irgend jemand ernsthaft glaubt, dass dies so ist und unbedingt geändert werden müsste, dann kann er unmöglich auf die Ideen kommen, die auf solchen Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen, Interviews, Mahnwachen etc. propagiert werden?!?

    Weil völlig unabhängig von den realen Bedingungen, Hintergründen etc. sollte unmissverständlich klar sein:
    SO FUNKTIONIERT DAS AUF GAR KEINEN FALL!

    Aber wie gesagt, die eigentliche Frage lautet:
    Wieso wird dann trotzdem so vorgegangen, hm?

    Die erste ernsthafte Gefahr für das Establishment bei uns waren die ersten „Grünen“.
    Die wurden erfolgreich unterwandert, eliminiert, instrumentalisiert – Gefahr gebannt.

    Mit der sogenannten „Friedensbewegung“, mit vermeintliich alternativen Parteigründungen (Piraten, AfD), mit der Truther-Szene etc. exakt dasselbe.

    Ruppert – und nicht nur er – hat einen ordentlichen Film (eigentlich 2) zum Thema gemacht, er hat sich exponiert, gefährdet und sein Leben ruiniert.
    Effekt?
    Null.
    Und genau darum hat er Selbstmord begangen.

    Der oft und gerne und keineswegs unumstrittene Ghandi hat eine echte Volksbewegung hinbekommen und war „erfolgreich“.
    Hat sich irgendetwas in Indien danach bis heute de facto zum Besseren verändert?
    Nein.

    Martin Luther King, Mandela u.ä. dito.

    Selbst ein Buddha, ein Jesus, ein Mohammed haben in der Gesamtsituation gesehen nichts Besseres zustande gebracht.

    Woran liegt´s also?
    An einer falschen Methodik?
    An einer falschen Zielsetzung?
    An der Unmöglichkeit, das gültige Feindseligkeits-Trauma mit didaktischen und interventionistischen Mitteln zu stoppen?

    Können Millionen Blattläuse den Baum, der lange vor ihnen gewachsen ist, verändern?
    Nein, höchstens ihn und damit ihre Existenzgrundlage zerstören.

    Wir sind alle Blattläuse auf einem historisch gewachsenen Kulturbaum und diskutieren darüber, wo wir den denn hinversetzen wollen (gerne auf die Lichtseite! Aber dummerweise scheint die Sonne immer nur auf eine Seite^^), wie wir die Äste und Zweige und Blätter anders verteilen und wie wir die parasitären Ameisen, die uns dauernd melken, los werden können, ohne aber deshalb anderen Fressfeinden zum Opfer zu fallen usw.

    Ich teile die Auffassung, die auch hier schon mehrfach zum Ausdruck kam, dass wir hier etwas „asuzubaden“ haben, das in tuto zu ändern nicht in unserer Macht steht.
    Den Asteroidenimpact vor 65 Millionen Jahren, der die Säugetiere nachfolgend zu dem werden ließ, wwas sie heute sind ist nicht rückgängig zu machen.
    Die Saat des Bösen in Form von Doktrinen und Irrlehren, die vor ca. 5500 Jahren begann aufzugehen, ist so wenig ausrottbar, wie gewisse invasive Neophyten!
    Wir alle sind Produkt, nicht Produzenten des Lebens!
    Was daraus wird, wenn der Mensch meint, es besser zu können, illustriert diese Geschichte hier ganz gut:
    http://www.wuerzburg-martin-luther.de/nachgedacht/Wenn-der-Bauer-das-Wetter-macht.htm

    Wir wissen eben nicht, wie man es besser macht, denn dazu müssten wir alles wissen!
    Da wir aber, wie an anderer Stelle bereits bemerkt, nicht wissen, was wir nicht wissen, und auch nicht wissen können, was wir nicht werden wissen können – also nur wissen können, dass wir immer zu wenig wissen werden, kann man wissen, dass man es eben nicht besser weiß!

    Dies ist ein hervorragender Grund sich zu bescheiden.
    wohlgemerkt: sich – nicht andere.

    PS:
    Es gibt erfolgreiche Lebewesen, die ihren Weg gehen, ohne das Geringste zu fordern, ohne dazu das Geringste an den Gegebenheiten zu verändern – von denen kann man das lernen.
    Einfach mal gucken gehen, die Natur ist voll davon…

    • chattison
      September 16, 2014 um 10:40 am
    • federleichtes
      September 16, 2014 um 2:11 pm

      Für mich stellt sich das Kernproblem etwas anders dar.
      Mensch strebt nach Verbesserung seiner existenziellen Bedingungen, und nicht nach einer Veränderung seines Verhaltens unter diesen Bedingungen. Dieser Trieb gehört scheinbar zum Leben. Und dieser Trieb ist in der Lage, menschliches Verhalten destruktiv zu verändern – und mit diesem destruktiven Verhalten, verändern sich auch – automatisch – die Bedingungen des Systems. Wie sich die existenziellen Bedingungen verändern, ist leicht ablesbar. Auf der materiellen Ebene vermehren sich die Reichen und werden noch reicher und die Armen vermehren sich und werden noch ärmer. Der Wert unserer Welt als Heimat sinkt unaufhörlich. Die Sicherungssysteme werden fragiler, die Bedürfnisse nach Stabilitäten vergrößern sich.

      Ein weiteres Problem.
      Der Mensch glaubt sich in der Gesellschaft machtlos. Es reicht ihm nicht, einen kleinen angemessenen Beitrag zu leisten. Entweder er leistet gar nichts mehr oder agiert destruktiv, oder er versucht gewissermaßen Übermenschliches zu leisten. Das Empfinden von Machtlosigkeit löst im Menshen also sehr unterschiedliches Verhalten aus: Unterwerfung oder Überheblichkeit. Der Mittelweg ist zwar gehbar, wird aber sanktioniert, um den Anschein zu erwecken, natürliche Gemeinschaften hätten keine Chance. Stimmt, ein normales Pferd hat in Gesesllschaft von zehn durchgeknallten und zehn lahmenden Pferden keine Chance auf sein normales Existieren. Es muss aus diesem Stall ausbrechen, oder vor die Hunde gehen.

      Ein weiteres Problem
      Menschen sind unterschiedlich sensitiv. Die einen hören die Flöhe husten, die anderen die Jerichotrompeten nicht. Und Menschen sind unterschiedlich sensibel. Die einen stehen gelassen wie Ochsen vorm Berge, die anderen holen eine Schaufel, wenn der Maulwurf die ersten Krümel auf ihren Rasen beföderte. Und Menschen sind unterschiedlich veranlagt in der Ausrichtung ihrer Aktivitäten. Die einen konzentrieren sich mehr auf sich, die anderen mehr auf das Umfeld. Was in dieser Buntheit als normal zu gelten hat, ist eine Frage, eine andere, was vernünftiger ist , und eine weitere, was vernünftiger wäre. Bedeutet, Menschen leben in einem Bwertungssystem. Sie bewerten und werden bewertet. Bedeutet, sie handeln nicht nach eigenen Werten, sondern nach fremden bzw. solchen, deren Bewertung Macht über sie auszuüben vermag.

      Ich habe das Thema gar nicht gelesen. Weil ich mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehe, es geht wieder um die Frage, wer den Käse zum Bahnhof rollte. Und das Menschen gesucht werden, denen man die Schuld daran geben kann, und Leute gebraucht werden, den Käse wieder zurück zu rollen. Damit stehen wir vor einem weiteren Problem. Es ist der Geist, der das bereits Geschehene nicht akzeptieren kann, Ein Geist, der Unfrieden schürt, weil er sich nicht arrangieren kann mit unveränderbaren Umständen, oder besser mit gesetzmässigen Gegebenheiten, die das Leben zu dem machen, was es ist: Nützlich. Damit sind wir bei einem weiteren Problem, weil der eine mehr Nutzen will, und ein anderer nicht mal den Nutzen seines Lebens für sich erkennen kann. Der eine ist also aggressiv, der andere depressiv, Na ja, irgendwann liegen sie da alle, vereinheitlicht, endlich still. Und können nicht mehr resümieren: Das hätten wir auch einfacher haben können, mit ZuFRIEDENheit.

      Danke Mr. Chattison, Gruß an die Runde.
      Wolfgang

  3. September 16, 2014 um 5:03 am

    Hat dies auf Weltpolitik rebloggt und kommentierte:
    Über den Zusammenbruch der Wirtschaft

  4. September 15, 2014 um 8:46 am

    Passend zum Thema des Kampfs um die Energien auf dieser Welt dieses aktuelle Interview mit Dr. Daniel Ganser, einem Geschichtswissenschaftler, der aufzeigt, wie der moderne Imperialismus abläuft:

  1. September 15, 2014 um 8:48 am

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