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Was sagen uns Mythen über Lilith, Adam, Eva, Maria, Horus …

In den vergangenen Wochen tauchten hier in Nebensätzen immer mal wieder alte Mythen auf, bei denen ich das Gefühl habe, dass wir ihren Sinngehalt zu einseitig sehen. Mir persönlich sind uralte Menschheitsmythen Energien die mit den Informationen die sie transportieren bis zu uns gelangten, so dass wir sie vielleicht teilweise entschlüsseln und ihre archaischen Aussagen in uns integrieren und leben können.

Auge des Horus mit Heqat-Einteilungen(Wikpedia)

Dazu fällt mir das „Auge des Horus“ ein. Interpretiert wird es ziemlich oft als das „Allsehende Auge“ an der Spitze der Pyramide, als Zeichen der Freimaurer und anderer geheimer Gruppen, die die Menschheit auslöschen, mindestens aber ausbeuten wollen. Übersehen wird dabei, dass sich die Formen des Horusauges und unserer Zirbeldrüse, dem Organ unserer Intuition, ähnlich sind. Stellt sich doch die Frage warum wir das nicht erkennen können und wollen.

Ein berühmter ägyptischer Mythos berichtet von einem Streit zwischen Horus und seinem Widersacher Seth, dem Gott der Finsternis. In einem Kampf schlug Seth dem Horus ein Auge aus und zerschmetterte es, so dass es in sechs Teile zerfiel. Thoth, der Gott der Magie und der Heilkunst, sammelte die Teile des Auges auf und fügte sie zusammen. Das geheilte Auge übergab er dann wieder dem Horus. Statt es aber selbst zu benutzen, opferte Horus sein Auge. Er setzte es seinem Vater Osiris, dem ägyptischen Totengott, als drittes Auge ein. Damit erweckte er in Osiris ein neues Bewusstsein und brachte Licht in die Dunkelheit der Unterwelt. Aus diesem Mythos entwickelte sich die Hieroglyphe des Horusauges, das ein Symbol für alle Opfergaben und Sinnbild für Licht, Ganzheit und Heilung wurde.

Sumerische Göttin – Lilith? (Foto: Wikpedia)

Meine Einlassungen heute beziehen sich auf Lilith. Im vergangenen Frühjahr habe ich mich länger und tiefgründiger mit den Informationen, die über sie zu finden sind, beschäftigt. Lilith wird immer noch verschwiegen oder dämonisiert als kinderfressendes Ungeheuer. Dem ist nicht so. Mir repräsentiert sie die weibliche Energie in all ihren Facetten. Ob Frau oder Mann, wir tragen diese Energien, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen, in uns. Daher mag es sich lohnen die Perspektive zu ändern, den Blick auf sie breiter zu fassen, für Frauen, für Männer. – Mir ist sie nah, mir ist sie fern. Ich mag was sie repräsentiert, die Bandbreite weiblicher Existenz.

Lilith die erste Frau Adams, erschaffen aus dem gleichen Material, ihm ebenbürtig und gleichwertig steht für die starke , selbstbewusste, eigenständige Frau.
Spuren finden sich noch im Sohar, einem der drei heiligen Bücher der Hebräer.-
Ein Terrakottarelief aus 2.000 vor Christus zeigt Lilith als sumerische Göttin die auf einem Löwenthron steht, Zeichen der Macht. Eulen rahmen den Löwenthron ein, Zeichen der Weisheit. Sie trägt als Göttin Flügel, was bedeutet sie ist fähig die Grenzen von Zeit und Raum zu berschreiten, eine schöne nackte Frau, so wie sie sein soll, Nacktheit steht für Reinheit, nichts verbergend, nicht furchteinflößend. Die Füße Vogelkrallen, was ein Hinweis ist, dass ihre Heimat eher der Himmel als die Erde ist. Die ganze Gestalt wehrhaft und fluchtbereit.
Im Sohar steht weiter, dass sie den Namen Gottes anrief, als Adam von ihr verlangte “unten zu liegen”, wozu sie nicht bereit war. Wie hätte sie Gott beim Namen rufen können, hätte sie nicht in starker Verbindung zu ihm gestanden. Im anderen Fall wäre ihr der Name nicht bekannt gewesen. Ein Zeichen starker spiritueller (geistiger) Verbindung, ihrer Ebenbürtigkeit.

Und weiter steht dort, dass ‘der Herr sie in die Tiefen des Meeres warf und gab ihr Macht über alle Kinder der Menschensöhne, die der Bestrafung für die Sünden ihrer Väter unterliegen.’ Klasse, oder? Gott und die Menschensöhne agieren und wer darf es ausbaden? Lilith und die Menschentöchter.
Lilith wurde ins Meer geworfen, das bedeutet sie und das was sie ausmachte wurde verdrängt. Fast erfolgreich, wie wir heute sehen können. Allerdings bedeutet es auch, dass sie sich vom Wasser ernährt, in ihm lebt. Eine fließende, reinigende, Bewusstsein transportierende Energie. Wohl darum ging sie uns nicht ganz verloren. Und es bedeutet vielleicht auch, dass eine Annährung an diese Urkraft möglich wird, sobald wir beginnen mit dem Leben zu fließen, unsere Gefühle (nicht Emotionen !!!) fließen lassen.

Von Adam heißt es, dass er nach dem Sündenfall lange (130 Jahre) enthaltsam lebte, Lilith ihn in dieser Zeit während seiner Träume besuchte und bekam was sie wollte.

Im o.a. „Sohar“ finden wir das weibliche Gegensatzpaar Lilith und Eva. Lilith steht für aufmüpfig und Verderben bringend. Eva stellt die angepasste, sich als dienliches Werkzeug sehende, sittsam beschränkte, libidoverneinende, schamhafte, unkreative, nur aus der Rippe Adams entstandene Frau dar. Von ihr wird absolute Keuschheit verlangt. Selbst Evas Rebellion, als sie vom Baum der Erkenntnis aß wird dort als Liliths Schuld gesehen, die mit der Schlange gleichgesetzt wird.

Im Christentum haben wir dann das weibliche Gegensatzpaar Eva-Maria. Lilith selbst taucht in der Lutherübersetzung der Bibel z.B. gar nicht mehr auf. Lilith ist hier nur noch die Schlange, die die christliche Ikonographie des Mittelalters durchzieht, dass ja bekanntlich von den Hexenverfolgungen geprägt war. – Obwohli, fragt man richtig nach, auch Maria nicht die betende fromme Jungfrau war, als die sie immer dargestellt wird, sondern eine „Junge Frau“ in der Blüte ihrer Kraft, die die aufmüpfigen Worte sang:

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
Er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
(aus dem Magnificat)

Sehen wir diese drei Frauengestalten als Urbilder, und das sehe ich so, zeigt es die Zerissenheit weiblicher Kräfte. Wie wir Frauen, aber auch Männer uns von Teilen unseres Seins entfernt haben, es unterdrücken, blockieren. Bis es sich Bahn bricht in Form von Aggressionen, meist gegen sich selbst als Krankheit….
In obigen Kontext wurden Männer und ihr Gott von jeder Verantwortung freigesprochen. In sie wurde in Gestalt der Lilith und im Christentum in Gestalt der Eva Urmißtrauen gesät, das den Krieg zwischen den Geschlechtern ermöglichte und am Laufen hält. Obwohl sie den weiblichen Anteil im Mann (Anima) aufzeigen, spiegeln. Und da geht es auch um Zerissenheit und Abspaltungen.

Im Gilgamesch-Epos finden sich erste Hinweise auf Lilith:

Inanna, Lilith und der Huluppu-Baum

In den ersten Tagen, in den allerersten Tagen,
in den ersten Nächten, in den allerersten Nächten,
in den ersten Jahren, in den allerersten Jahren,

in den ersten Tagen, als alles, was zum Leben nötig war, ins Sein gebracht wurde,
in den ersten Tagen, als alles, was zum Leben nötig war, angemessen ernährt wurde,
als der Himmel sich von der Erde fortbewegt hatte,
und der Name des Menschen festgelegt wurde,
als der Himmelsgott, An, die Himmel davongetragen hatte,
als der Luftgott, Enlil, die Erde davongetragen hatte,
als die Königin des Großen Unten, Ereschkigal, die Unterwelt beherrschte,

In diesen Zeiten pflanzte sich ein Baum, ein einzelner Baum,
ein Huluppu-Baum, an den Ufern des Euphrats ein.
Der Baum wurde von den Wassern des Euphrats genährt.
Der wirbelnde Südwind zog an seinen Wurzeln und zerrte an seinen Ästen,
bis die Wasser des Euphrats ihn davontrugen.

Eine Frau, die in Ehrfurcht vor den Worten des Himmelsgottes An wandelte,
die in Ehrfurcht vor den Worten des Luftgottes Enlil lebte,
riß den Baum aus dem Fluß und sprach:
„Ich werde diesen Baum nach Uruk bringen.
Ich werde diesen Baum in meinen heiligen Garten pflanzen.“

Mit eigener Hand sorgte Inanna für den Baum.
Mit ihren Füßen stampfte sie die Erde um ihn herum fest.
Sie sprach zu sich selbst:
„Wie lange wird es wohl dauern, bis ich einen leuchtenden Thron habe?
Wie lange wird es wohl dauern, bis ich ein leuchtendes Bett besitze?“

Die Jahre gingen dahin; fünf Jahre, zehn Jahre.
Der Baum wurde dick, doch seine Rinde sprang nicht auf.

Dann schlug eine Schlange, die nicht bezähmt werden konnte,
ihr Nest in den Wurzeln des Huluppu-Baumes auf.
Der Anzu-Vogel setzte seine Brut in die Zweige des Baumes.
Und die dunkle Jungfrau Lilith baute ihr Haus in seinem Stamm.

Die junge Frau, die gerne lachte, weinte.
Und wie Inanna weinte!
Doch sie alle wollten ihren Baum nicht verlassen.

Inanna rief ihren Bruder, den Sonnengott Utu herbei,
doch Utu, der tapfere Krieger Utu,
wollte seiner Schwester Inanna nicht helfen.

Beim Anbruch der Morgendämmerung, als die Vögel zu singen anfingen,
rief Inanna ihren Bruder Gilgamesch herbei und sprach zu ihm:
„Oh Gilgamesch, in den Tagen, als die Schicksale beschlossen wurden,
als Überfluß das Land durchströmte,
als der Himmelsgott die Himmel und der Luftgott die Erde davontrugen,
als Ereschkigal das Große Unten als ihren Herrschaftsbereich erhielt,
da segelte der Gott der Weisheit, Vater Enki, hinab in die Unterwelt,
und die Unterwelt stand auf gegen ihn und griff ihn an…
In diesen Zeiten wurde ein Baum, ein einzelner Baum, ein Huluppu-Baum,
an den Ufern des Euphrats eingepflanzt.
Der Südwind zog an seinen Wurzeln und zerrte an seinen Zweigen,
bis die Wasser des Euphrats ihn davontrugen.
Ich riß den Baum aus dem Fluß heraus,
ich brachte ihn in meinen heiligen Garten.
Ich hegte den Baum, derweil ich auf meinen leuchtenden Thron
und mein leuchtendes Bett wartete.

Dann schlug eine Schlange, die nicht bezähmt werden konnte,
ihr Nest in den Wurzeln des Baumes auf,
und der Anzu-Vogel setzte seine Brut in die Zweige des Baumes,
und die dunkle Jungfrau Lilith baute ihr Haus in seinem Stamm.
Ich weinte.
O wie sehr weinte ich!
Doch sie alle wollten den Baum nicht verlassen .“

Gilgamesch, der tapfere Krieger Gilgamesch,
der Held von Uruk, stand Inanna zur Seite.
Gilgamesch befestigte eine Rüstung von fünfzig Minas Gewicht
an seinem Oberkörper.
Die fünfzig Minas wogen sowenig für ihn wie fünfzig Federn.
Er schwang seine Bronze-Axt über die Schulter
und betrat Inannas heiligen Garten.

Gilgamesch erschlug die Schlange, die nicht bezähmt werden konnte.
Der Anzu-Vogel flog mit seinen Jungen in die Berge.
Und Lilith zertrümmerte ihr Haus und entfloh an wilde, unbewohnte Orte.

Dann entwurzelte Gilgamesch den Huluppu-Baum.
Aus dem Stamm des Baumes schnitzte er einen Thron und ein Bett
für seine heilige Schwester.
Doch der Thron und das Bett waren aus totem Holz,
und sie konnten nicht leuchten .”

Mehrere Metaphern finden wir auch hier.
Die Schlange, die für ungebändigte Lebenskraft, das Fließen der „Kundalini-Energie“ steht. Das bedeutet Häutung, Wandlung, Transformation.
Der Vogel steht für den Adler, unser Sinnbild von Freiheit, Überblick, daraus folgender sinnübergreifender Erkenntnis.
Und Lilith, das Ursymbol für wilde, lustvolle, eigenständige Weiblichkeit wird ausgestoßen.
Das Sinnbild für Glück, der Baum, wird zerstört.

Ianna, auch als Venus zu sehen, zerstörte ihre eigene Lebensgrundlage, begab sich in eine scheinbar sichere aber tote Umgebung. – Die Folgen kennen wir bis heute.
Zwischen der Verleugnung, Ausstoßung Liliths und dem Aufkommen patriarchaler Gesellschaftsformen stellt sich für mich durchaus ein Zusammenhang dar. Es brauchte dazu diesen neuen „Gott.“
Wobei ich nicht vergesse, dass der Niedergang des Matriarchats wohl geprägt war von der Mißhandlung an Männern, Blutopfern, Kastrationen. Die andere Seite der Lilith.
Es folgten Groll und Hass über die Jahrtausende. Nur ging und geht es damit niemandem gut.

Grüße in die Runde
Martina

  1. Gerd Zimmermann
    August 26, 2014 um 7:58 pm

    Ich vermisse den Schlussstein auf der grossen Pyramide.Auch die Werkzeuge zum Pyramidenbau. Zufall? Das Auge auf der Dollarnote? Eher nicht. Ganz oben in der Pyramide
    kann alsd sehendes Auge nur Gott sitzen, kein Windelbeckakernder Ami. Keine Queen, die vielleicht schon inkonstinennt ist. Kein Weltverschworer der Angst vor sich selbst hat und sich in die Hosen pisst, wenn jemand zurueckschiesst. Und ein USA Praesitent der Staatstrauer verordnet fuer einen Toten, der der Praesident unzaeklige Kinder und Frauen ermordet,
    dieses Arschlorch seinem ermodetem Bruder keines Blickes wuerdigt?
    Wichser mit einer Tennishand
    ,

  2. Gerd Zimmermann
    August 26, 2014 um 8:13 pm

    Dieser Praesidet soll mit seiner Nr. 1 nach Basel fliegen, ich geb ihm soviele auf die Fresse
    wie er unschuldige Menschen getoetet hat.
    Ich habe keine Angst. Ich bin unsterblich.

  3. Gerd Zimmermann
    August 26, 2014 um 8:23 pm

    Wenn ich naechste Woche noch schreibe, ist sein Geheimdienst ein Scheissdreck wert.

  4. Gerd Zimmermann
    August 26, 2014 um 8:35 pm

    Woher habe ich so eine grosse Schnauze?
    Ich werde sie in eine andere Energieform transformieren.
    Z.B. in Kuschelkaetzchen.

  5. Gerd Zimmermann
    August 26, 2014 um 8:52 pm

    Area 51 laesst die Amis gruessen, alles kommt im Leben zurueck.

  6. Gerd Zimmermann
    August 26, 2014 um 9:13 pm

    Lieber Wolfgang, zwischen den Zeilen lesen, was nicht gelesen werden kann……..
    Guido ist Meister darin.

    LG Gerd

  7. federleichtes
    August 27, 2014 um 3:33 pm

    Liebe Martina,

    bist Du auf dem Weg zur Ur-Energie und zu einem Ur-Geist, der diese Ur-Energie auf eine bestimmte (fatale) Weise bewegte?

    Ja, lieber Gerd, Guido kann lesen. Er tut’s auch. Und deswegen weiß er wahrscheinlich, dass er noch nicht fertig hat – und bleibt im Sinne des Neuen lebendig-neugierig-beweglich. Logisch irgendwie, wenn ein „Meister“ seine Meisterschaft allein in der Anwendung seiner Meisterschaft, und nicht als etwas Absolutes fühlt. Unsere Lebendigkeit, und besonders die in der Gemeinschaft, ist eher das Absolute, jedenfalls so etwas wie das Schattenhaft-Absolute.

    Deine große „Schnauze“ ehrt Dich. Sie spricht exformativ, dass Du vor der Angst nicht weg läufst.

    Gruß
    Wolfgang

    • maretina
      August 27, 2014 um 9:32 pm

      Lieber Wolfgang,
      so absolut würde ich das zwar nicht formulieren, aber ja , ich wills wissen wo das herkommt. Welcher Geist da gerufen wurde, den wir nicht mehr los wurden.
      Erweitert jedenfalls das Bewusstsein ein wenig und lehrt, mal wieder, Alles aber auch Alles zu hinterfragen.
      Schönen Abend
      Martina

      • federleichtes
        August 27, 2014 um 10:28 pm

        Du gehörst mir auch zu den Wesens-Mutigen, deren Flamme spricht, wir hätten nichts – außer die Feindseligkeit – zu verlieren.

        Themenfremder Text gelöscht.
        Wolfgang

        Herzliche Grüßwünsche sendet Dir
        Wolfgang

        • maretina
          August 28, 2014 um 10:36 pm

          Danke Wolfgang. Manchmal tuts einfach gut. (Zu verlieren hab ich auch nichts mehr 😉 )

  8. August 28, 2014 um 9:06 am

    Die Teilung des androgynen „Urmenschen“ in Mann und Frau bedeutet auf der Bewusstseinsebene die Trennung in Transzendenz und Immanenz.

    In den Religionen der Großen Mutter ist die Natur selbst die höchste Gottheit, die man verehrte. Es ist die Verehrung des Göttlichen in der Materie, in der Natur, im Stofflichen.
    Die Rippe, aus der Eva gemacht ist, ist ein Sinnbild für diesen der Materie immanenten Bewusstseinsstrom.

    Dann entdeckte der Mensch das Göttliche jenseits der stofflichen Realität, im Himmel, in der Transzendenz. Im Monotheismus existiert der Schöpfergott außerhalb und durchdringt die Schöpfung nicht mehr. Der Mensch sucht nun den Himmel zu erreichen und die Niederungen der Erde hinter sich zu lassen.

    Da die Frau durch Geburt und Fürsorge für ihr Kind mit dem Körper und dem Stofflichen verbunden ist, steht sie für die Immanenz. Weibliche Spiritualität ist ihrem Wesen nach natur- und erdverbunden.

    Das männliche Bewusstsein kann sich hingegen vom Körperlich-Stofflichen ohne Weiteres trennen, steht deshalb für Transzendenz. Männliche Spiritualität ist ihrem Wesen nach auf den Himmel und das Licht hin ausgerichtet.

    Tatsächlich ist das Göttliche, so man denn vom Göttlichen reden will, sowohl transzendent wie immanent.

    Lilith steht nun ebenfalls wie der Rest-Adam für Transzendenz. Deshalb hat das mit den beiden nicht funktioniert. Mit Lilith wäre der immanente Aspekt des Göttlichen verlorengegangen.

    Lilith ist aber trotzdem noch präsent, denn wo in unserer Kultur haben Frauen ihre eigene, weibliche Spiritualität entwickelt? In unserer Kultur haben Frauen die männliche Spiritualität übernommen und basteln an der männlichen Spiritualität. Deshalb wird in unserer Kultur Lilith am Ende wieder auferstehen.

    • August 28, 2014 um 10:30 pm

      Lieber Marian,

      weibliche und männliche Spiritualität, männliche und weibliche Wesensmerkmale sind meiner Meinung und Wahrnehmung nach nicht an die körperliche Hülle gebunden.
      Es scheint eher so, dass männliche und weibliche Wesensanteile (Animus und Anima) in jedem von uns angelegt, vorhanden sind, wenn auch in unterschiedlich starken Anteilen.

      Lilith verkörperte und lebte Beides,Transzendenz und Immanenz. Sie ließ sich nicht beschränken, einschränken. Näherte sich Gott soweit, dass sie sich als ebenbürtig, gottgleich betrachtete. Solche Menschen, egal ob Frau oder Mann, die Grenzen nicht akzeptieren, über diese hinaus gehen sind für ein hierarchisch geordnetes System eine Gefahr, die Lunte am Pulverfass.

      Ich würde Spiritualität nicht in männliche und weibliche Spiritualität trennen wollen. Eher denke ich, wir sollten uns der unterschiedlichen Aspekte bewusst werden, sicher, aber dann beide versuchen zu vereinen, in uns. Getrennt waren sie genug, waren wir genug. Zerissen, weil bestimmte weibliche Aspekte unterdrückt wurden. Die eigenständigen, lustvollen(!!!), kreativen, allumfassenden…. Schau Dich um was es uns gebracht hat, außer dem „Krieg der Geschlechter“. Das bedeutet den weiblichen Anteil der Spiritualität wieder ans Licht zu holen, weiter zu entwickeln, zu leben. Aber nicht nur von den Frauen auch von den Männern und zwar so, dass wir irgendwann nicht mehr trennen, sondern das was sowieso zusammengehört, Himmel und Erde, Natur und Licht, als solches erkennen.
      (Das gilt mir übrigens alles auch im Umkehrschluss, für die männlichen Ur-Energien.)
      Letztlich sind wir durch die Verleugnung der Lilith alle geschädigt und beschnitten worden, in unserem Lebens- und Liebesausdruck. Wollen wir weg von unseren Dramen, die dem Mangel entspringen, müssen wie sie wieder hervorholen, finde ich jedenfalls.

      Liebe Grüße Martina.

      • August 29, 2014 um 6:34 am

        Spiritualität vom Körper zu trennen, ist meines Erachtens ein Zeichen dieser Kultur, die sich aus dem mesopotamischen Kulturkreis entwickelt hat, und das war nun mal eine männlich dominierte, in der alles Weibliche erbittert bekämpft wurde.
        Der Gott des Alten Testaments hat der Astarte den Krieg erklärt. Dieser Gott hat sich von der Schöpfung getrennt und durchdringt sie nicht, sondern steht über ihr.

        Weibliche Spiritualität hingegen sieht so aus, das Göttliche gerade auch im Körper und in der Natur zu erkennen. Wenn Du Deinen Körper nur als „Hülle“ für etwas viel Wesentlicheres, nämlich Bewusstsein, betrachtest, bist Du eben dieser „männlichen“ Konditionierung verhaftet und auf den Leim gegangen.
        Wenn Du Deinen Körper nur als „Hülle“ siehst, ist das mitnichten eine Versöhnung von Geist und Materie, ist das mitnichten Immanenz und Durchdringung und auch keine Versöhnung von männlich und weiblich, sondern genau das alte Paradigma, welches über das Christentum verbreitet wurde.

        Den Körper nur als „Hülle“ oder als „Werkzeug“ zu betrachten, heißt, dem Körper seine eigene Lebendigkeit abzusprechen. Dieser Haltung entspringt die Verachtung des Körperlichen und damit der Natur, dem Erdhaften und dem LEBEN als solchem. DAS ist lusttötend. Lust kannst Du nur im Körper empfinden uns sonst nirgendwo. Und zwar nur, wenn Du im Körper drin bist und ihn nicht als „Hülle“ oder von Deinem Wesen Getrenntes empfindest. Wenn Du Deinen Körper bloß als Objekt behandelst und tatsächlich auch so empfinden solltest, ist Deine Lust dieselbe, die Du beim Fernsehgucken empfindest, also nicht direkt, live und unmittelbar.

        Natürlich hat jeder Mensch weibliche und männliche Anteile in sich. Aber ein Mann ist nun mal als Mann und eine Frau als Frau geboren. Die körperliche Ausstattung hat durchaus was zu bedeuten, und so zu tun, als würde diese Ausstattung keine Rolle spielen, heißt, einen ganz wesentlichen Aspekt seines Menschseins zu mißachten. Von dieser Genderpolitik, die so tut, als würden die körperlichen Unterschiede absolut keine Rolle spielen, halte ich ja gar nix.

        Sorry, wenn ich das so direkt sage. Ich weiß ja auch nicht, ob es für Dich stimmt, oder ob dieser Hüllen-Quatsch nicht bloß so dahergesagt ist. Aber man kann nun mal nicht gleichzeitig von Lust und vom Körper als bloßer Hülle reden. Das verträgt sich nun gar nicht.

        Hast Du mal mit Afrikanerinnen zu tun gehabt? Da kannst Du mal sehen, was weibliche Spiritualität tatsächlich bedeutet. Und natürlich hat weibliche Spiritualität extrem viel mit Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt zu tun. Wenn Frauen diese ihre Spiritualität geringschätzen und irgendwelchen männlichen Gurus oder Päpsten nachrennen, ist ihnen echt nicht mehr zu helfen.

        Lilith ist ein mythologisches Bild, das eine Periode der Menschheitsgeschichte in verdichteter Form zusammenfasst. Sie steht für die Zeit der Großen-Mutter-Religionen, in denen Männer ihr angebliches Defizit gegenüber dem Weiblichen ausglichen, indem die älteren die jüngeren Männer in den sogenannten Initiationsriten verstümmelten, und das oft auf extrem grausame Weise. Es ist die Phase, in denen die Männer die Geister und den Totenkult erfanden, um dem Leben und der Gebärfähigkeit der Frauen etwas entgegenzusetzen. Dafür steht Lilith, und nicht für eine heile Welt.

        Nix für ungut und
        allerbeste Grüße
        Marian

        • August 29, 2014 um 10:40 am

          Lieber Marian , ich widersprech Dir da gar nicht. Du gibst eine Beschreibung des Ist-Zustandes. – Sieh das was ich oben schrieb als Vision von Partnerschaft, mit sich selbst, zwischen Mann und Frau….Der Weg dahin, nun ja Prognosen verbieten sich.

          „Dafür steht Lilith, und nicht für eine heile Welt.“ Dafür steht sie u.a., nicht ausschließlich. Das will ich gerade rücken, dass sie eben nicht nur die kindstötende männerverführende und -kastrierende „Hexe“ war, als die sie immer dargestellt wird, auch in Kommentaren auf diesem Blog. Die andere Seite der Medaillie.

          Menschen lassen sich nicht in Schubladen pressen, Männer nicht, Frauen nicht. Dafür steht Lilith auch.
          Wird es doch getan
          „Doch der Thron und das Bett waren aus totem Holz, und sie konnten nicht leuchten .”

          (Ich kann Dich was die Afrikanerinnen betrifft im Gegenzug fragen, was Du über das Leben und die Spiritualität von Frauen im Islam wirklich weißt. Bringt nicht allzu viel. Wir leben hier, wir leben jetzt und das ist unsere Aufgabe, nicht sich auf Nebenschauplätzen zu verlieren.)

          Habe einen schönen Tag
          Martina

  9. federleichtes
    August 28, 2014 um 2:29 pm

    Themenfremder Text gelöscht.
    Wolfgang

    Gestern war der Tag des Grauschnäppers.

    Die damit verbundene Geschichte ist frei von Verwirrung, verbunden mit dem Hauch des Wunderbaren. Ich fahr dann mal.

    Gruß an die Runde.
    Wolfgang

  10. Gerd Zimmermann
    August 28, 2014 um 2:44 pm

    Maennliches und weibliches kann man nicht trennen. Was waere ich ohne Frau?
    Ohne Liebe? Ohne Sex? Ohne Zuwendung?
    Ein Haeufchen Unglueck. Unfertig und hilflos. Boese? Machtgeil? Niedertraechtig? Rachsuechtig?
    Was ist schoener auf der Welt als die Vereinigung von Frau und Mann.
    Und wieviel Geld kostet das? Dieser himmlische Frieden?

    Wir sind manchmal so was von bescheuert. Sieh, das gute liegt so nah.

    Gruss Gerd

  11. Gerd Zimmermann
    August 28, 2014 um 3:22 pm

    Elementatre Frage. Macht ein Universum ohne Wahrnehmung einen Sinn?
    Bitte nicht nur eine Antwort.
    Gesamtbewusstsein? Einschliesslich Vieren?

    Gerd

  12. Gerd Zimmermann
    August 28, 2014 um 3:56 pm

    Wir bewundern die Dollarnote, wir bewundern die Freimaurer, wir bewundwern den Club
    of Rom.
    Wer bewundert das Leben? Dank App?

    Bla, bla, bla.

    Natur war einmal, Wolfgang lebt noch Natur. Sorry.

    Was soll der ganze Scheiss, wenn in der Spitze der Pyramide nicht die Queen sondern Gott sitzt? Die Queen kannst du in der Pfeife rauchen.

    Gerd

  13. Gerd Zimmermann
    August 28, 2014 um 4:18 pm

    Phi, 1,618……der goldene Schnitt, wer es mathematisch mag, ist der Abschlussstein der Pyramide, nicht die Queen und nicht Obama und schon gar nicht die 300, die finden dort
    keinen Platz, die Weltgeschicke zu lenken.
    Das Gesamtbewusstsein des Universums macht dies.

    Wirklich so schwer dies zu erkennen???????

    Gruss Gerd

  14. Gerd Zimmermann
    August 28, 2014 um 4:45 pm

    Wurde die Bibel nur so geschrieben? Gold-DNA auch?
    ich geh dann mal ins Restaurant, mindestens 2 pangalaktische
    Donnergurkler trinken.

    Gruss Gerd

  15. titelfrei
    August 28, 2014 um 6:35 pm

    „GUTE“ und „SCHLECHTE“ Frauen (und Männer)

    Solange wir nicht wissen, wie es der Mainstream schafft den Einzelnen (egal ob Mann oder Frau) zu beeinflussen und wie diese Beeinflussung der Einzelnen wiederum den Mainstream erzeugt, solange brauchen wir uns keine Illusionen über vermeintliche Wahrheiten oder Unwahrheiten machen. Das ist selbst dann so, wenn wir uns des Einflusses durch Religion, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien etc. mit ihren unterschiedlichen Proportionen je Epoche bewusst sind. Immerhin scheint eine große Rolle zu spielen, dass wir uns inmitten eines Bewertungssystems befinden, das kaum Spielraum für Toleranz außerhalb eines Konzepts von „RICHTIG kontra FALSCH“, „GUT kontra SCHLECHT“ oder gar „IN kontra OUT“ zulässt (wessen Willkür auch immer diese Bewertung entsprungen sein mag). Vielmehr sind wir gezwungen(?) uns frei oder gut zu fühlen, wenn wir uns an ein „RICHTIG“, „GUT“ oder „IN“ angepasst haben, schließlich geben uns hierin die Papageien und Lemminge des Mainstreams unentwegt recht und somit auch wieder sich selbst. Sie bzw. wir sind es, die uns freiwillig zwingen „IN“ (Uni)-Form zu sein! Nicht die sogenannte Wahrheit oder das vermeintliche Wissen entscheidet, was der Mainstream denkt, vielmehr denkt der Mainstream das, was Jene wollen, dass er es denkt, die die Bedien-Elemente zur Meinungsbildung kennen und auch zu betätigen wissen, egal welche Interessen Jene freilich verfolgen.
    Nicht die Vielfalt ist es, die in Augenhöhe lebt und leben lässt (auch wenn wir uns das gerne an die Brust heften würden). Ein soziales und hierarchisches Gefälle, das sich durch die gesamte Gesellschaft zieht, bewertet und sortiert nach den Launen gemachter Trends und lässt ein „WIR“-Gefühl nur dann zu, wenn sich der Einzelne entgegen aller Vielfalt auf einer gemeinsamen Abstufung innerhalb dieses Gefälles einem Gruppenzwang unterwirft, dessen er sich zumeist nicht bewusst ist und schon gar nicht bewusst sein will.
    So simpel das Spiel auch sein mag, die Spielfiguren wissen nicht was gespielt wird, doch meint der Papagei, er hätte seinen Text verstanden.

  16. chattison
    August 28, 2014 um 11:52 pm

    Mr. Chattison fing hier an, Begriffe richtiger, nicht mehr aus einer Enge heraus, zu definieren. Vielleicht macht er das auch mal mit Schicksal und befreit diesen Begriff von seiner Unerbittlichkeit. Und löst gleich den Anschein des Gegensätzlichen von Freiheit und Schicksal auf.

    Schicksal – Fatum – Kismet/Goldene Buch Allahs – Nornen – Moiren – Parzen – Karma – Linearität – Determinismus – Los – …

    Zufall – Kontingenz – Koinzidenz – Unberechenbarkeit – Serendipität – Unkontrollierbarkeit – Unvorhersagbarkeit – Indeterminismus – Kausallücken – Nonlinearität – Los – …

    Wo genau liegt denn da nun die „Freiheit“?

    Dazu muss man sich wohl erst mal überlegen, was das denn sein soll und sein kann, die Freiheit.

    Es gab mal bei uns die kulturelle Idee, dass ein Mensch nur frei genannt werden kann, der ungebunden, unverpflichtet, selbstbestimmt ist.

    Klar war auch schon damals, dass es viele Dinge gibt, die uns bedingen und die nicht unserer Wahlfreiheit unterliegen: Geburtsort, Geburtszeit, Eltern, Geschwister, Freunde, Feinde, Kulturform, Klima, Krieg/Frieden, Jahreslauf etc.

    Heute käme noch das erkannte genetische Erbe, die schulische Konditionierung, der Arbeitszwang (Geldabhängigkeit), die staatliche Vereinnahmung (Gesetze, Steuern u.ä.) etc. dazu.

    In der eingangs gelisteten Aufzählung taucht ein Begriff doppelt auf, der gleichzeitig zwei maximal entgegengesetzte Bedeutungen hat – das „Los„.

    Einmal ist es zwingendes Schicksal und einmal glücklicher Zufall.
    Ein Widerspruch?
    Scheint so.
    Für mich ist es ein eindeutig zweideutiges Indiz für die grundlegende Ambivalenz von allem.

    Der Geist kann im „Hahn“ die Armatur wie das Tier erkennen.
    Damit nicht genug – ein Messer kann man zum Heilen oder zum Töten verwenden.
    Und das Los kann man als schicksalhaft oder als zufällig einstufen.

    Ich kann mir in weiten Teilen keineswegs aussuchen was mir widerfährt, aber ich kann mir aussuchen, wie ich es einstufe.
    Und in dem Augenblick, wo ich es einstufen kann, bestimme ich der Widerfahrung Wertigkeit und damit ihre kausale Auswirkung, die auf mich zurück fällt!

    Diese Freiheit der Deutung habe ich aber nur, wenn ich sie mir nehme.
    Niemand schenkt sie mir, wenige haben ein Interesse daran, dass sie sich bilden kann.
    „Normal“ ist es so, dass mir die Ein-Deutung beigebracht wird – über Norm, Regel, Routine, Gesetz, Moral, Dressur usf.
    Umdeutungen werden geahndet, verfolgt, unterdrückt, bestraft.
    Wer es aber trotzdem entdeckt und tut, der ist nicht mehr erpressbar, weil selbst in einer Erpressung, einer Angstkampagne, einer Zwangsunterdrückung die Ambivalenz selbst, die auch in diesen Akten steckt, durch keine Gewalt der Welt vernichtet werden kann.

    Es ist das Potential des Jagdspießes, der zum Töten der Sau gedacht ist, die aber den Spieß umdrehen kann, indem sie wartet, bis der tödliche Stoß kommt, dann ausweicht, der Stoß in Leere geht, die Wucht desselben den Jäger aus dem Sattel hebelt und er in seinen eigenen Spieß stürzen kann oder sich das Genick dabei bricht.
    Deswegen fürchtet die „Gewalt“ die Ambivalenz bzw. den ambivalenten Geist, den sie niemals endgültig verhindern kann, denn dieser vermag die Gewalt zu seinen Gunsten umzudeuten, wo er sie doch nicht verhindern kann und somit den Jäger zur Beute seiner eigenen Begierde werden zu lassen!

    Ich bin frei, wenn ich mir die Deutungshoheit nicht nehmen lasse oder sie mir wieder verschaffe.
    Im anderen Fall ist es mein unentrinnbares Schicksal das Opfer fremder Deutungsketten zu sein und damit, meiner Selbstbestimmung beraubt, der Sklave von willkürlichen (fremder Wille kürt, wählt für mich mein Dasein, meine Zukunft aus!) „Herren“ zu sein.

    Zum besseren Verständnis:
    Die „Herren“ sind keineswegs vorrangig, sondern eher selten andere Menschen!
    Die „Herren“ sind die determinierenden Glaubensmuster, die Eigenanbindung an Ideen/ Vorstellungen, die Selbstverpflichtung für Ideale, die Fesselung an fixe Ziele.
    Die habe ICH gewählt, denn zum Glauben kann mich keiner zwingen, höchstens verführen.

    Aber nicht umsonst war einer der höchsten römischen Götter Janus.
    Der auch der Gott der Schwellen war.
    Es bleibt jedem überlassen, ob er sich am Gestern oder am Morgen orientiert – beides führt zu unterschiedlichen Schicksalen, denn diese Sichtweisen sind unvereinbar, man muss sich entscheiden.
    Janus ist die Ambivalenz als göttliches Prinzip und, wenn man so will, als göttliches Geschenk an den Menschen.

    Einer der höchsten alten germanischen Götter ist auch eine Art Janus (Doppeltes Gesicht = „Zweites Gesicht“ = Sicht der zwei Aspekte):
    Tuisto => Zwist, Zwiespalt, Zweifel (Zweifel als Quelle der Ambivalenzfähigkeit!)
    auch Ziu,Tiuwari, Tyr oder Teiwaz.
    Die Germanen galten als sehr freiheitsliebend und waren ob ihrer Unabhängigkeitsbestrebung geachtet wie gefürchtet, weil sie diese sich auch um keinen Preis nehmen lassen wollten.
    Könige wurden hier mal erwählt und auch wieder abgewählt.
    Vielleicht ein Grund, warum die Deutschen seit jeher als potentielle Gefährdung (für Macht, Gewaltherrschaft) stigmatisiert waren.^^

    Wie sehr dies im Gehirn als Potential verankert ist kommt selbst dort zum Ausdruck, wo an es nun gar nicht vermuten würde – bei der geistigen Repräsentation von Zahlen.
    Man lasse einfach jemanden seine interne Visualisierung der Zahlen bis 1 Million schematisch in der Anordnung aufzeichnen und wird überrascht sein, wie unterschiedlich die Muster sind, die sich dabei ergeben!
    Es gibt zwar Zahlen-Lernschemata, die genormt sind und an alle Kinder gleich vermittelt werden, dennoch entscheidet sich das Gehirn häufig für eine ganz andere „Ordnung“ als sie exemplarisch angetragen wurde.
    Die Sichtweise der Dinge intern liegt also schon mal leicht außerhalb der Norm, nur wird dies den wenigsten bewusst.

    Ich behaupte, dies gilt nicht nur für Zahlenreihen/-blöcke etc., sondern für sehr viel mehr Aspekte – siehe auch Witzverständnis oder Improvisation, Integration, Inspiration – diese werden erst durch Ambivalenzdenken denkbar wie praktizierbar.
    Eigenschaften, die das Überleben auch dort ermöglichen, wo die Eindeutigkeit eindeutig tödlich wäre.

    Achja:
    Was dem einen der Gott der Finsternis ist dem anderen der Gott des Lichts – und in beiden Fällen ist es derselbe Gott.
    Du hast die Wahl…

    • federleichtes
      August 29, 2014 um 1:24 am

      Danke sehr. Ziemlich komplex, muss ich morgen noch mal lesen.

      Wenn das Grundwesen des Lebens als Emotionalität angelegt wurde, befindet Mensch sich in einer Reiz-Reaktions-Struktur – er wird von außen durch das Andere ins Reagieren gebracht, und er bringt das Andere im Außen in die Reaktion. Allein dieses Prinzip der Erregung von Aufmerksamkeit ließe sich als schicksalhaft beschreiben. Definieren wir Freiheit als die Macht der Selbstbestimmung, und muss die Macht zur Verteidigung der Freiheit angewendet werden, wechselt die Valenz von inaktivem Machtbesitz/Frieden zu aktiver Machtausübung/Krieg.

      Was Lilith erlebte bzw. was der Lilth-Mythos beschreibt, ist die Verhinderung einer Machtergreifung, einer Überwältigung-Beherrschung oder das Ausweichen vor einer drohenden Hilflosigkeit. Aber das hat Konsequenzen, Lilith flüchtet. (Wovor eigentlich? Vor Piefke Adam, der sich gerade mal mit einer willenlosen Eva verbinden kann?)

      Nun mal kurz zum Prinzip des Energieraubs. Können wir hieer unterscheiden zwischen Energie, die durch Aufmerksamkeit mobilisert wird und so lange fließt, wie es für eine Verteidigung nötig ist – und einer Grund-Existenz-Energie, die immer und unstörbar fließt?
      Wenn, kommen wir an den Kern einer Problematik, wie ich ihn beschreibe. Wenn Lilith ein Wesen mit (nur) fließender Energie war, konnte sie nicht in der Lage sein, sich zu wehren, sondern MUSSTE flüchten vor einem Geist Adam, der an ihre Ur-Energie wollte. Ob Eva nun ein schwächeres Wesen als Lilith war, oder ob Adam sich eine machtvollere List ersann, um sich Eva zu unterwerfen, scheint mir keine so wichtige Frage. Meine Frage lautet: War Eva der Prototyp des unterwerf- und ausbeutbaren Wesens?
      Wenn, dann beginnt die Geschichte der Feindseligkeit und damit die sehr spezielle Geschichte der Menschheit dort. Einerseits das permanente Konfrontiertsein mit Gewalt (Raub, Ausbeutung und Tod), und andererseits die Entwicklung einer neuen Fähigkeit: Die der Verteidung, nämlich mittels Aufmerksamkeit (Eiigenschaft des Bewusstseins) Feindseligkeit/Beherrschung/Ausbeutung abzuwenden.

      Das mal in aller Kürze. Der Kommentar wird in 24 Stunden gelöscht. Ich trete hier nicht im Kasperletheater auf.

      Herzliche Grüße an die Runde.
      Wolfgang

      • chattison
        August 29, 2014 um 8:39 am

        Können wir hieer unterscheiden zwischen Energie, die durch Aufmerksamkeit mobilisiert wird und so lange fließt, wie es für eine Verteidigung nötig ist – und einer Grund-Existenz-Energie, die immer und unstörbar fließt?

        Ich denke, dass die Unterscheidung nicht zutreffend ist.
        Das wäre ungefähr so, als würde ich zwischen einem Willen in mir zur Faulheit und einem Willlen zur Tätigkeit unterscheiden.
        Aus ureigenster Anschauung kann ich da nur sagen:
        Es ist ein-und-derselbe Willen, der sich unterschiedlich kapriziert.

        Mit der Energiefrage sehe ich das ähnlich:
        Der Begriff Aufmerksamkeitsenergie erzeugt in mir das Bild von Achtsamkeitsenergie als Form und in Form einer Lemniskate etwa.
        Die Energie von Eva wäre demnach keine andere, sondern nur eine andere Verwendungs-FORM derselben Energie.
        Lilith, die Lemniskate (liegende Acht), ist ein verschlossener Kreis nach außen!
        Eva, die „simple“ Kreisform, öffnet sich dadurch bedingungslos und lässt alles rein wie raus, wie´s grade kommt oder eben geht^^
        Eva ist beliebig brauchbar und damit mißbrauchbar, wo Lilith sich speziell macht und damit nicht beliebig verfügbar.

        Wenn ich Wasserenergie zu Eis kondensiere und daraus eine Skulptur schnitze, ist, egal was diese letztlich darstellt – eine Lilith oder Eva, die Grundenergie ihrer Existenz identisch!

        Es ist, wie weiter oben mit dem Janusbeispiel, dieselbe Frau!
        Sie wird durch den patriarchalen Mythos nur gespalten, vereinzelt, in ihrer Aspekthaftigkeit segmentiert.

        Das ist die Ausgeburt eines Denkens, das eben nur Schwarz und Weiß zu erkennen vermag und eine Mischform weder sieht, noch erträgt – und das ist die Form des Bewusstseins, die vor etwa 10.000-5500 Jahren sich entwickelte, was man noch sehr gut an den griechischen Texten erkennen kann, wo es eine nachvollziehbare Ausläuferbewegung dieser Entwicklung vom Es-Denken zum Ich-Denken gab!
        Siehe dazu auch die Bewusstseinsentwicklung von Kleinkindern, die erst etwa im Alter um die 3 Jahre von sich als Ich zu reden beginnen und davor von sich in der dritten Person!

        In der Neurophysiologie wird diskutiert, ob es in der Tat eine Art „hirnevolutionären“ Sprung gab – weniger anatomisch/physiologisch als organisatorisch.
        Das Ich-Denken spaltet.
        Vor dieser Phase gab es offensichtlich keine „Lilith“ oder eine „Eva“ – davor gab es nur eine, eben die Muttergottheit.

        Das Ich-Denken nur zu Verteufeln wäre aber genau so falsch, wie das Körperbewusstsein oder die Körperlichkeit zu verteufeln (siehe etwa Kirche)!
        Der Zeithorizont, das Zeitbewusstsein, das erst mit dem Ich-Bewusstsein so richtig in Fahrt kommt, ist aber Bestandteil der Reflektionsfähigkeit, des Widerspiegelns und Erkennens.
        Siehe auch Spiegeltest bei Tieren, wo Affen, Elephanten, diverse Vögel, Delphine usw. sich eindeutig wieder erkennen können.
        Das rudimentäre Ich-Bewusstsein trat also nicht erst mit dem Menschen auf den Plan, es wurde durch ihn vermutlich nur vollendet.

        Das ist die Ursache für unendliches Leid gewesen und es erhebt sich natürlich die Frage – wozu?
        Was ist einen solchen Preis wert?

        Der Ich-Bewusstsein-gesteuerte Mensch sieht sich als Individuum natürlich extrem negativ betroffen.
        Ich hege aber die Vermutung, dass das „Individuum“ als Phänomen (durch es nachvollziehbar) überschätzt wird und wie bei einer Skulptur, die der Bildhauer herausmeißelt, zwangsläufig Späne fallen müssen, die auch nicht gefragt werden, ob´s ihnen passt zum Kehricht zu werden. :/

        Der „Bildhauer“ wäre dann so etwas wie gold-dna´s HARMONIE, die, um „rund“ zu werden, wohl einen Schliff vertragen kann, der zu Abrieb führt.
        Hier ist also „Bildhauer“ und „Skulptur“ EINS.

        Bevor es wieder zu komplex wird – hier ein brake^^

  17. chattison
    August 29, 2014 um 8:42 am

    2.Versuch mal wieder

    Können wir hier unterscheiden zwischen Energie, die durch Aufmerksamkeit mobilisiert wird und so lange fließt, wie es für eine Verteidigung nötig ist – und einer Grund-Existenz-Energie, die immer und unstörbar fließt?

    Ich denke, dass die Unterscheidung nicht zutreffend ist.
    Das wäre ungefähr so, als würde ich zwischen einem Willen in mir zur Faulheit und einem Willlen zur Tätigkeit unterscheiden.
    Aus ureigenster Anschauung kann ich da nur sagen:
    Es ist ein-und-derselbe Willen, der sich unterschiedlich kapriziert.

    Mit der Energiefrage sehe ich das ähnlich:
    Der Begriff Aufmerksamkeitsenergie erzeugt in mir das Bild von Achtsamkeitsenergie als Form und in Form einer Lemniskate etwa.
    Die Energie von Eva wäre demnach keine andere, sondern nur eine andere Verwendungs-FORM derselben Energie.
    Lilith, die Lemniskate (liegende Acht), ist ein verschlossener Kreis nach außen!
    Eva, die „simple“ Kreisform, öffnet sich dadurch bedingungslos und lässt alles rein wie raus, wie´s grade kommt oder eben geht^^
    Eva ist beliebig brauchbar und damit mißbrauchbar, wo Lilith sich speziell macht und damit nicht beliebig verfügbar.

    Wenn ich Wasserenergie zu Eis kondensiere und daraus eine Skulptur schnitze, ist, egal was diese letztlich darstellt – eine Lilith oder Eva, die Grundenergie ihrer Existenz identisch!

    Es ist, wie weiter oben mit dem Janusbeispiel, dieselbe Frau!
    Sie wird durch den patriarchalen Mythos nur gespalten, vereinzelt, in ihrer Aspekthaftigkeit segmentiert.

    Das ist die Ausgeburt eines Denkens, das eben nur Schwarz und Weiß zu erkennen vermag und eine Mischform weder sieht, noch erträgt – und das ist die Form des Bewusstseins, die vor etwa 10.000-5500 Jahren sich entwickelte, was man noch sehr gut an den griechischen Texten erkennen kann, wo es eine nachvollziehbare Ausläuferbewegung dieser Entwicklung vom Es-Denken zum Ich-Denken gab!
    Siehe dazu auch die Bewusstseinsentwicklung von Kleinkindern, die erst etwa im Alter um die 3 Jahre von sich als Ich zu reden beginnen und davor von sich in der dritten Person!

    In der Neurophysiologie wird diskutiert, ob es in der Tat eine Art „hirnevolutionären“ Sprung gab – weniger anatomisch/physiologisch als organisatorisch.
    Das Ich-Denken spaltet.
    Vor dieser Phase gab es offensichtlich keine „Lilith“ oder eine „Eva“ – davor gab es nur eine, eben die Muttergottheit.

    Das Ich-Denken nur zu Verteufeln wäre aber genau so falsch, wie das Körperbewusstsein oder die Körperlichkeit zu verteufeln (siehe etwa Kirche)!
    Der Zeithorizont, das Zeitbewusstsein, das erst mit dem Ich-Bewusstsein so richtig in Fahrt kommt, ist aber Bestandteil der Reflektionsfähigkeit, des Widerspiegelns und Erkennens.
    Siehe auch Spiegeltest bei Tieren, wo Affen, Elephanten, diverse Vögel, Delphine usw. sich eindeutig wieder erkennen können.
    Das rudimentäre Ich-Bewusstsein trat also nicht erst mit dem Menschen auf den Plan, es wurde durch ihn vermutlich nur vollendet.

    Das ist die Ursache für unendliches Leid gewesen und es erhebt sich natürlich die Frage – wozu?
    Was ist einen solchen Preis wert?

    Der Ich-Bewusstsein-gesteuerte Mensch sieht sich als Individuum natürlich extrem negativ betroffen.
    Ich hege aber die Vermutung, dass das „Individuum“ als Phänomen (durch es nachvollziehbar) überschätzt wird und wie bei einer Skulptur, die der Bildhauer herausmeißelt, zwangsläufig Späne fallen müssen, die auch nicht gefragt werden, ob´s ihnen passt zum Kehricht zu werden. :/

    Der „Bildhauer“ wäre dann so etwas wie gold-dna´s HARMONIE, die, um „rund“ zu werden, wohl einen Schliff vertragen kann, der zu Abrieb führt.
    Hier ist also „Bildhauer“ und „Skulptur“ EINS.

    Bevor es wieder zu komplex wird – hier ein brake^^

    • federleichtes
      August 29, 2014 um 1:09 pm

      Es bleibt für mich komplex. Vielleicht ist der „Punkt“, auf den ich schauen möchte, nicht so harmlos, wie es die Worte „Einfach“ und „Offensichtlich“ beschreiben. Darauf deutet auch die auftauchende absolut respektlose „Schnatterei“ hin, wenn’s konkreter wird mit dem Anliegen, Ausbeutungsmuster zu enttarnen – um sie unschädlich machen zu können. Wer davor wohl Angst haben muss.

      Bislang gibt es hier keine KONKRETE Aussage über das Wesen von Realität und Wirklichkeit. Ich gehe nach wie vor davon aus, Leben sei eine Abhandlung, ein Echo, eine Replik, die Darstellung einer bereits geschehenen Entwicklung. Daher (also) die Informiertheit des Menschen, daher die Idee (Intuition) vom Schicksalhaften Werden. Für mich ist die Annahme, Mensch sei nur Effekt zwischen dem Absoluten „Licht und Dunkelheit“ plausibel, weil das Absolute auf der Menschenebene nicht konfrontierbar sein kann. Das heißt, wir können über das Absolute spekulieren, aber nicht wirklich, sondern nur in einer relativen Weise (so, wie das absolute erscheint) darüber befinden. Das betrifft sowhol den Systemisch.Informativen als auch den energetischen Aspekt.

      Um den energetische Aspekt des Lebens besser verständlich zu machen, unterschieden wir Gefühl und Emotion. Lilith präsentiert uns beide energetischen Zustände. Vielleicht erzählt uns ihre Geschichte gar das Entstehen der Emotionalität – verursacht durch den feindseligen Unterwerfungsversuch des Piefkes. Ein Wesen, das, in seiner Mitte ruhend, sich aus natürlicher Liebe dem Anderen hingibt. Folgend diese Hingabe ausgenutzt wird, um einen Angriff zu starten auf natürliche Energie-Ressourcen. In der (bedingungslosen) Hingabe erkennen wir die Schwachstelle eines energetischen Wesens-Systems Zwar konnte Piefke keine Liebesenergie erbeuten, aber – Emotionen. Die hier zu definieren wäre als reine Energie, die mit Feindseligkeit informiert, also de(sin)formiert wurde.
      (Lilith konnte noch flüchten, Eva bereits nicht mehr – weil Geist-Piefke das Verfahren entdeckt hatte, wie man an die Heilige (unantastbare) Energie kommt. Was die Heiligsprechung der Maria mit einem Ausbeutungsprinzip zu tun hat, kann sich jeder selber überlegen)

      Kurz noch mal. Es ist etwas völlig Anderes, wenn ich meine Aufmerksamkeit (frei) auf Etwas richte, ob etwas Anderes seine Aufmerksamkeit auf mich richtet, oder etwas Anderes mich mit einer Gewalt konfrontiert, die meine Aufmerksamkeit erzwingt. Vielleicht ließe sich der „Komplex Aufmerksamkeit“ mit „Lilith-Phänomen“ beschreiben.

      Am Rande möchte ich das Lust-Prinzip erwähnen. Es gilt als auf einer niederen Existenz-Ebene angesiedelt. Und Geist möchte das Prinzip gerne in den dunklen Niederungen belassen. War wohl nix. Guido steuert ja „zufällig“ von einer ganz anderen Seite auf das Mysterium zu – von Anderen, die das Thema eher beiläufig – scheinend – fokussieren, mal ganz abgesehen. Tscha, so ist dat, wenn konzertierte Aktion nicht von Geist gesteuert werden – und auch nicht von Geist gesteuert werden können. Dann packt man hin und wieder Geschenke aus, die gar nicht eingewickelt waren.

      Gruß und Danke
      Wolfgang

      • chattison
        August 29, 2014 um 2:00 pm

        Vielleicht sollte man dann besser von der „Dinglichkeit“ (die Energieebene von Materie, Sein, wesendes Sein als Emanation der Wirklichkeit) und der „Wirklichkeit“ (die Energieebene die Dinglichkeit bedingend, beeinflussend, gestaltend, bewegend, als „Ausfluss“ ihrer selbst gebährend) sprechen, damit´s konkreter werden kann, denn die Begriffe realität und Wirklchkeit sind laut Duden identisch (ob zu Recht oder nicht sei dahin gestellt und damit wurscht)?

        Sonst reden wir noch bis zur Singularitäts-Doppelhochzeit aneinander vorbei^^

        Leben als „Spur“ bereits Gewesenen (wesend gewesen sein, gewest habenden)?
        So im Schleppwasser der Wirklichkeit?

        Nebenbei: Die Energie von Lilith etc. kann kein Mann ausbeuten, da diese Energie ja in der Hingabefähigkeit als Geschenk geborgen liegt und, – so wenig man Geschenke erbeuten kann, denn dann sind sie keine mehr -, Pflanzen beuten ja auch kein Sonnenlicht aus, würde die Sonne es nämlich für sich behalten, gäbe es für keine Pflanze und auch nicht alle zusammen die Möglichkeit, sich das Licht zu holen!

        Und der Piefke hat keine Emotionen erbeutet, er war nur zu blöd, sie in Gefühl zu transformieren.
        Wir sind ja leider Gottes(hups?) auch zu blöd, von der Sonnenenergie direkt uns zu nähren, weil wir den dazu nötigen Transformationsprozess nicht tätigen können!

        Wenn Strom in irgendeine Apparatur fließt, ist es dem Strom auch wurscht, ob das eine Herz-Lungen-Maschine im OP ist oder eine Foltermaschine.
        Dem Fluss ist es auch egal, wer aus ihm trinkt.
        Wenn sich einer daran verschluckt und erstickt – wer hat Schuld? Der Fluss? Wohl kaum.

        „Lilith“ und „Eva“ sind Etiketten von Männern, die sich entweder am Lilith-Aspekt verschluckt haben oder sich am Eva-Aspekt berauschen (hier kein Alkohol, sondern an das Wildschwein denken!^^) konnten.

        Siehe Tesla: Energie muss einem nur Angst machen, wenn man sie nicht verstanden hat!!!
        Und die Gewalt ist das maximale Eingeständnis des Unvermögens seinen Unverstand diesbezüglich anders zu kaschieren.

        Der Unverstand tritt als Quelle der Gewalt immer dann auf, wenn Angst und Monopolarität ihre Omnipotenzphantasien durch Gewalt beschwören müssen, um sie für sich selbst glaubhaft zu halten.

        Nimm den Leuten die Angst und zeig ihnen, wie man mit Bipolarität umgeht ohne ins Schleudern zu kommen und das Thema ist endlich durch…

        • August 29, 2014 um 2:19 pm

          Realität und Wirklichkeit sind so ungleich wie Emotionen und Gefühle. Wirklichkeit als Ozean aller möglichen Wellen und Realität als daraus hervorgehende Teilchen des Notwendigen, bedingt durch das Gesamtbewusstsein als ausführende Verkörperung des Mehrspaltexperiments namens Leben 🙂

          Gruß Guido

          • federleichtes
            August 29, 2014 um 3:18 pm

            Die Wirklichkeit ist nicht relativ – und die Realität ist nicht wirklich. Wir „tüteln“ mit den Begrifflichkeiten ja bereits etwas länger herum. Nicht aus Freude am Kaperletheater, sondern um alte, nicht mehr zeitgemässe Denkmuster verändern zu können. Der Antrieb dazu stammt vermutlich aus der nicht veränderlichen Wirklichkeit – die Ergebnisse sind zwar immer nur relativ richtig, bereichern aber sicher den Bereich Wirklichkeit, der notwendig schöpferisch tätig ist.

            So in etwa?

            Angst ist die energetische Folge von Feindseligkeit. Fasse ich mein gerade beendetes Gespräch diesbezüglich zusammen:

            Sei ein Freund DER Feindseligkeit, dann wird die Feindseligkeit zu deinem Freund.

            Wäre das wirklich so einfach umzusetzen, gäbe es nicht (immer noch) den von einer unwirklich scheinenden Wirklichkeit gesteuerten Fluss – genannt Realität.

            So in etwa?

            Gruß
            Wolfgang

          • August 29, 2014 um 3:37 pm

            “…von einer unwirklich scheinenden Wirklichkeit gesteuerten Fluss – genannt Realität.“

            Wort mit fünf Buchstaben. Klingt so ähnlich wie das Ding, in welches wir entledigen, was wir für die Realität nicht länger benötigen …

            Gruß Guido

        • chattison
          August 29, 2014 um 2:47 pm

          Nachtrag:

          „Feindseligkeit“ ist wie der Zen-Meister, der den Stock sausen lässt, aber keinen Ton darüber verliert, warum der Stock saust und Schmerzen zufügt.

          Vorher: Mensch war unbewusst mehr oder weniger eins mit sich und Umwelt.
          Jetzt: mensch ist uneins mit sich und seiner Umwelt.
          Nachher: Mensch ist bewusst eins mit sich und seiner Umwelt

          Wie das?
          Die „Feindseligkeit“ lässt den Stock so lange sausen, bis der Adept heraus findet worauf es ankommt.
          Erst wird er lienar-logisch, dann nonlienar-unlogisch vorgehen und immer wieder saust der Stock.
          Aber der Stock ist nicht „feindselig“, er kommt dem begriffsstutzigen Schüler nur so vor!
          In Wirklichkeit ist er unumgänglich notwendig, um die Not des Schülers so lange zu steigern, bis dieser „über sich hinaus wächst“, also einen echten wesenbezogenen Paradigmenwechsel vollzieht, der ihm nun ermöglicht zu erkennen, was gefordert war, wie er dem entsprechen kann und der Meister verbeugt sich und steckt den Stock ins Futteral.

          Ich mag dieses Beispiel gar nicht zitieren, weil es so überstrapaziert wurde, aber die Metamorphose des Schmetterlings versinnbildlicht es in der Tat anschaulich.
          Die Raupe muss man allerdings nicht zum Schmetterling prügeln – das scheint unser spezielles Privileg zu sein^^

          • federleichtes
            August 29, 2014 um 4:21 pm

            Lässt sich die „Vorher-Jetzt-Nachher“-Systematik auch auf das rein Wesenhafte übertragen?

            Auf Lilith bezogen:

            Ein Ur-Wesen ohne Bewusstsein über ihre Wesens-Natur
            Ihr Jetzt, die Begegnung mit Piefke, entsetzlich, Entsetzen-Absetzen (Flucht – so geiht dat nich)
            Nachher Bewusstsein über Piefkes Wesen (lass stecken, alter), jo, nu geiht dat.

            Am Rande
            Durch unseren DIALOG über das Ego-Ich und das Wesen-Ich verschärfte sich mein Denken in körperlicher und wesenhafter Existenz(-formen)

            Die Zen-Stock-Feindseligkeit ist mir ein gutes Beispiel, für die Notwendigkeit des wahrnehmbaren Schmerzes (Körperlichkeit) und eine unabdingbare Konfrontation mit einem Geist, der feindselig agiert, aber verstanden sein will.
            Erinnere mich gerade an eine Vision, Jesus auf der einen (lichten) Seite, der „Teufel“ auf der anderen (dunklen) Seite des Kreuzes.

            Ja, Unser Privileg ist, geprügelt zu werden, und dem Leben trotzdem dankbar sein zu können – auf eine Weise, die mit Masochismus vollnullgarnix zu tun hat. Ja, wir können transformieren, ohne oder gerade ohne unterwürfig auf die Ansprüche, die uns begegnen, emotional reagieren zu müssen. Ja, Paradigmenwechsel, der möglich macht, Schicksal als Befreiung fühlen zu können. Ein Schicksal, für das man als gefühlte Befreiung dann wirklich dankbar sein kann.

            Danke und Gruß
            Wolfgang

  18. chattison
    August 29, 2014 um 8:43 am

    Moinmoin, Martin^^

    Bitte Kommentar überprüfen, bei mir schaltet sich mal wieder nix frei trotz ohne Link?…

  19. Gerd Zimmermann
    August 29, 2014 um 5:08 pm

    Ob Doppelspalt oder Quadrospalt ist vielleicht egal, wichtiger
    ist wohl die Bank, die einem die Anschubfinanzierung ermoeglicht.
    U
    nd dann fleissig bei der galaktischen Bank heimzahlen.

    Ich moechte zwischen den Zeilen lesen koennen.

    Oder ich seh den Wald vor Baeumen nicht.
    Ja, wenn die Schatzkarte auf dem Schatz liegt,
    Kann ich den Schatz nicht sehen.
    Noch anders, das beste Versteck ist die Oeffentlichkeit.
    Martina schmunzelt. Martina, irgendwie muessen wir unsere
    Gedankenwellen uebereiander legen, die Grundwelle scheint laengst
    zu warten.

    Lieber Gruss Gerd

  20. Gerd Zimmermann
    August 29, 2014 um 5:23 pm

    Noch etwas fuer Zwischenzeilerleser, ein Tal ist nicht unten zu Ende
    sondern O B E N.

    Gruss Gerd.

  21. Gerd Zimmermann
    August 29, 2014 um 5:32 pm

    Sorry, das war jetzt mal Quergedacht.

  22. Gerd Zimmermann
    August 29, 2014 um 7:45 pm

    Boeser Bub, dieses Forum ist kein Streichelzoo,
    solltest Du dich in der Adresse geirtt haben.

    Nichts fuer ungut.

    Gruesse Gerd.

  23. Gerd Zimmermann
    August 29, 2014 um 9:08 pm

    Wolfgang, Du verrenkst Dir dein Gehirn. Es ist eifach, nicht schwer, viel zu einfach.
    so einfach, dass kaum jemand darauf kommt.
    Koerper und Bewusstsein sind eins. Untrennbar. Wir Menschen wollen trennen, wo
    keine Trennung stattfinden kann. Wir identifizieren uns mit unserem Koerper, dass
    ist gut so, wir sind aber mehr als unserer Koerper, verstehst Du? Wir sind weitaus mehr.

    Schau Dir deinen Koerper an und lerne ihn lieben. Dein Koerper macht, was Du
    gedenkst. Das ist nicht schwer zu verstehen. Dein Koerper ist sozusagen ausfuehrendes
    Organ, dein Bewusstsein der Komandostand. Was soll ein Schiff ohne Komandostand?

    Und was soll ein Komandostand ohne Schiff?
    Beide sind untrennbar.

    Das macht nicht weh in einer Ehe zu leben.

    Was soll eine Frau ohne Mann? Verbitterte Junfer.
    Was soll ein Mann ohne Frau? Dreimal am Tag die Waende hoch gehen?

    Ich denke alles gehoert irgendwie zusammen.

    Lieber Gruss Gerd

  24. federleichtes
    August 30, 2014 um 2:36 pm

    So.
    Ich hoffe, die Autorin dieses wunderbaren Themas lernt gerade, dass man aus einer Ente nichts anderes machen kann, solange die Ente nicht etws Anderes sein kann als eine Ente. Und das sein Wohnzimmer etwas anderes ist als ein Ententeich. Wenn sie das lernt, lernen wir gemeinsam etwas von einem geistigen Phänomen, das Enten in seiner harmlosen Variante präsentieren.

    Während Lilth sich den direkten Stockschlägen des Meisters entzog in die Hilflosigkeit eines Wartezimmers, in dem sie sich mit Gutdünken-Willkür-Etiketten bekleben lassen musste, stehen wir vor dem Problem, über die therapeutische Zweckmässigkeit von Stockschlägen nachzudenken. Natürlich lässt sich Geist prügeln, so lange, bis er das lusitg findet und selber prügelt. Immerhin kann die eigene Schande im Kreise Verelendeter leichter erträglich, vielleicht sogar ganz vergessen werden.

    Im Lichte der künstlichen Heiligsprechung einer „Mutter“ einen dunklen und langen Schatten auf die Frau als natürliches Wesen zu werfen, war ein besonders perfider Schachzug des Geistes. Was mainstreammässig über indigene Völker und matriacharlische Phantastereien darüber thematisiert wird, ist ebenfalls nur schattenhaft. Realität ist die Existenz eines mächtigen und über das Weibliche (Frauen und Kinder und die Natur) herrschenden Verelendungs-Geistes. Der seine Macht erst entfalten konnte durch die Flucht von Lilith. Da lässt sich fragen, ob das Elendsleid unserer Welt als Lilith-Syndrom beschreibbar ist.

    Es gibt Menschen, die begreifen einfach nicht die Macht dieses Geistes. Ich erlebe solche. Wir duskutierten mal über das Problem und kamen zu der Auffassung, sie begreifen es nicht mal, wenn man ihnen einen Baseballschläger zwischen die Zähne zieht. Kurz: Die körperliche und mentale Gewalt, die Menschen in diesem Geiste praktzieren, ist zur Lösung dieser Gewalt untauglich. Sie löst weitere Gewalt aus, und natürlich denke ich dabei an das Prinzip der Feindseligkeits-Dynamik: Wat mut, dat mut.

    Liliths Flucht war als nicht gerade das Gelbe vom Ei. Sie hätte Piefke – bildlich gesprochen – die Eier abschneiden sollen. Diese Erkenntnis hing allerdings nicht am Apfelbaum. Lediglich die Erkenntnis: Wer sich unterwirft, wird mit Scham, Schuld und Schande behaftet. Amen! Da weiß man doch wenigstens, wo die wahren Glocken hängen. An der Selbstbestimmtheit? Schuldigung – aber wo ist die? Im Schnatterteich versenkt?

    Gruß
    Wolfgang

    • August 30, 2014 um 7:45 pm

      Nun ich denke wir löcken die Feindseligkeit hervor aus ihrem Kabäuschen, ans Licht, auf dass wir sie möglichst von allen Seiten betrachten können, das tun wir. Dann verliert sie ihren Schrecken, die Feindseligkeit und wir hoffentlich unsere Angst vor ihr.

      Ich hatte heute ein Gespräch über den Stellenwert von körperlicher und / oder mentaler und /oder seelischer Gewalt in unserer Gesellschaft. Der Geist der Feindseligkeit findet doch immer noch ein weiteres Spielfeld. Macht sich dick, macht sich breit, hat seinen Raum erobert bevor wir überhaupt realisieren, dass sich die Regeln mal wieder zu unseren Ungunsten geändert haben.

      Lilith flüchtete, aus existentieller Angst. Und sie verlor im stattgefundenem Machtkampf fast alles, ihre starke spirituelle Verbindung, ihr Wissen, ihre Weisheit, die Freude an der Schönheit des Lebens.
      Und die Menschentöchter, um im Bilde des Artikels zu bleiben, verloren einen Teil von sich. So amputiert gebaren sie tausende Generationen von Töchtern und Söhnen, zogen sie auf. Was sahen diese Kinder, was gaben diese Töchter ihren Töchtern und Söhnen mit, als Bild von sich selbst, das sich dann festsetzte und verselbständigte? Irgendwann kam der Punkt an dem alles schon immer so gewesen war…
      Aber Lilith überlebte, wenn auch verdrängt und nicht wahrgenommen. Langsam taucht sie wieder auf……und wundert sich über Entengeschnatter. Weil Enten ihrer Meinung nach entweder in den Teich oder aber in die Backröhre (tschuldigung 😉 ) gehören.

      Patriarchat im Übrigen bedeutet nicht Männerherrschaft, sondern „Herrschaft der Väter“.In meinen Augen ein sehr großer Unterschied. (Patri von Padre- Vater; archiat – Herrschaft, frühere Bedeutung – Anfang) / (Arche Noah – Herrschaft des Noah, einer der zehn Urväter des AT.)
      Also die „Väter“, die Patriarchen herrschen. Über Söhne z.B., über Frauen und Töchter sowieso, über Sklaven, Besitzlose (da keine Patriarchen), Tiere…., die Erde (freigegeben zur Ausbeutung).

      Grüße
      Martina

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  1. August 26, 2014 um 7:31 pm

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