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Wieso begleitet uns der Palästina-Konflikt schon seit Jahrzehnten?

„Wir wollen ja den Frieden. Gibt es denn da keine Möglichkeit, uns zu ändern, ehe es zu spät ist? Könnten wir es nicht vielleicht lernen, auf Gewalt zu verzichten? Könnten wir nicht versuchen, eine ganz neue Art Mensch zu werden? Wie aber sollte das geschehen, und wo sollte man anfangen? Ich glaube, wir müssen von Grund auf beginnen. Bei den Kindern.“
Astrid Lindgren

Fries über dem Eingang des ehemaligen Gästehauses der Regierung der DDR in Berlin-Niederschönhausen (Foto: Wikipedia)

Öffentlich wird dieser Konflikt gerne als ethnisch-religiöse Auseinandersetzung dargestellt und durch das In-den-Vordergrund-rücken dieser sehr wohl vorhandenen Unterschiede am Laufen gehalten. Dabei übersehen dann gerne mal beide Seiten die sehr wohl auch vorhandenen Gemeinsamkeiten und verbauen sich so die Möglichkeit für beide Seiten gangbare Kompromisse und den dafür notwendigen Kooperationen und Lösungen zu finden.

Vertrauen

Alle Menschen streben danach, ihre grundsätzlichsten Lebensbedürfnisse (Essen, Trinken, Wohnen, Wärme, Gesundheit, Frieden, Zukunftsperspektiven….) für sich und ihre Nachkommen abgedeckt zu wissen. Wir sind stets auf der Suche nach den Glücksgefühlen, dem Glücklichsein, welches wir von unseren ersten Erfahrungen im Mutterleib her kennen. Diese Erfahrungen waren Verbundenheit, persönliches Wachstum und die Sicherheit alle Lebensbedürfnisse abgedeckt zu bekommen,bzw.  abdecken zu können. Das können wir nur dann wieder erleben und erfahren, wenn wir all das auch allen Anderen zugestehen und nicht auf Kosten Anderer, der Natur oder gar unserer eigenen Nachkommen (Schuldenpolitik sowie die div. politischen/religiösen Schuldkonzepte und Zuweisungen) leben.

Beherrschung

Materieller Besitz und Wachstum ist nett, gehört aber nicht zu den Grundbedürfnissen sondern ist eher der Lockruf auf den Irrweg in die Unmenschlichkeit. Wir Menschen haben Krieg noch nie gebraucht, um Lösungen zu finden, sondern sind seit jeher von Hab- und Machtsüchtigen, alles beherrschen-wollenden Interessensgruppen in diesen hineingedrängt, von den Medien hineingeschrieben oder von der Politk hineingeredet geworden. Wäre es vielleicht nicht mal an der Zeit, Denjenigen, welche die Lösungen im Kampf und Zerstörung suchen, daran zu erinnern, dass es nie möglich sein wird, Alle und Alles zu beherrschen? Dass das gar nicht Notwendig ist?

Selbstbeherrschung

Ist das höhere Ziel von Macht nicht die Macht über uns selbst? Ist der Einzige, den wir zu beherrschen lernen sollten nicht Derjenige in uns, welcher uns in diese Macht und Herrschsucht über Andere, sowie die Habgier treibt? Ist die Grundvoraussetzung für ein gerechtes und friedliches System und dessen Rahmenbedingung nicht, die Selbstbeherrschung der Führungspersönlichkeiten?

Profite

Dass es Interessensgruppen und Mächte im Hintergrund gibt, welche es sich zum Ziel gemacht haben, alle Aspekte, welche wir unserem inneren Schweinehund zuordnen würden, in Perfektion zu leben, scheint Tatsache zu sein. „Sie“ scheinen es sich zum Ziel gemacht zu haben, die Energie des Hasses/Krieges zu nutzen, um vorher, währenddessen und beim anschließenden Wiederaufbau materielle Gewinne zu generieren. Genau diese Gruppen sind und waren immer die einzigen, welche sich bei einem Krieg, egal wie er militärisch ausgeht, einen Gewinn ausrechnen oder erhoffen. Die Ausführenden, welche dafür bluten müssen, waren, werden und sind stets von diesen Gruppen manipuliert und angetrieben worden. Zu finden sind diese Interessensgruppierungen in unserer Zeit im sogenannten militärisch-industriellen Komplex sowie den Hauptnutznießern unserer globalen Finanzsysteme, welche immer beide kämpfenden Seiten unterstützen und so ihre Gewinne sichern.

Promition

Im Palästinakonflikt wird eine Seite massiv mit militärischen und finanziellen Mitteln ausgestattet. Ebenso, werden offene und verdeckte (geheimdienstliche) Strategien und Methoden ausprobiert. In diesem Licht betrachtet ist dieser Konflikt nichts anderes, als eine lang andauernde und beinahe jederzeit abrufbare Promotionsveranstaltung eben dieser Kräfte und Mächte im Hintergrund. Da es sich dabei nicht etwa um einen Film oder ein Videospiel handelt sondern echtes Leid verursacht und echtes Leben zerstört, sind alle Diejenigen, welche diese Promo aufrecht erhalten und einen echten dauerhaften Frieden verhindern, indem sie für eine Seite Stellung beziehen und der anderen alle Rechte verweigern, auch echte Menschenrechtsverbrecher und gehören mitsamt ihren hörigen Mittätern aus den Medien und der Politik ans Licht gezerrt, angeklagt und gestoppt.

Versagen von Politk und Medien

Leider scheinen die von uns gewählten Instanzen und Personen nicht in der Lage oder Willens zu sein, ihrem Auftrag im menschlichen Sinne nachzukommen, sondern unterstützen durch ihren Lobbyismus oder ihr Schweigen diese und auch andere Ungerechtigkeiten an anderen Orten, zu Lasten Unschuldiger oder der Natur. Für Friede, Freiheit und Gerechtigkeit einzustehen und bestmöglich zu sorgen, ist der Urauftrag und tiefere Sinn von Politik und Medien. Wird dieser Auftrag zum Wohle der eigenen Habgier und Machtsucht sowie kurzfristiger Profite der Nutznießer im Hintergrund nicht wahrgenommen, haben wir Menschen und Bürger nicht nur das Recht sondern die Pflicht, für diese grundlegenden Werte einzustehen und auf die Straße zu gehen.

Unsere Politik scheint ohnmächtig gegenüber den Mächten und Lobbys im Hintergrund zu sein. Sie halten lediglich einen verschiedenfarbigen Vorhang hoch, um zu verhindern, dass wir erkennen können, wer uns wirklich regiert. Es wird immer klarer, dass unsere Politiker zwar die Mittel und Titel ihrer Ämter nutzen, jedoch immer weniger mit der dazu gehörenden Macht umgehen können bzw. diese gar nicht haben. Deshalb erlaubt unser politisches System ihnen auch, sich aus der Verantwortung zu ziehen, diese ihren Vorgängern zuzuschieben oder an die nächsten weiter zu geben.

Wahrheitssuche

Es besteht ein wesenticher Unterschied zwischen sich informieren zu lassen oder sich zu informieren. Lassen wir uns nur durch unsere Leitmedien informieren, wissen und denken wir das, was wir sollen. Informieren wir uns selber und quer, dann wissen wir das, was wir wissen müssten. Niemand von uns wird jemals die einzige Wahrheit kennen, da diese viele Gesichter hat, doch es ist unsere Pflicht, nach ihr zu suchen. Niemand wird jemals die Lösungen für alle Zeiten haben, da wir in einem ewigen Wandel leben. Doch es ist unsere Pflicht, die längst vorhandenen Lösungen und technischen Möglichkeiten, welche im Dornröschenschlaf gehalten werden, vervortreten zu lassen.

Viele Lösungsansätze und technischen Möglichkeiten sind längst da, doch die Zielsetzung dient noch mehr dem kurzfristigen Profit, anstatt einem nachhaltigen Nutzen. Wir leben in einer spannenden Zeit und haben auf Grund des gefallenen Infomonopols (Internet) die Chance zu entscheiden, ob wir darauf warten, bis unsere Enkel wieder in Schützengräben liegen oder ob wir vorher für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für Mensch und Natur auf die Straßen gehen.

Auf Bitten der Mutter,
im Auftrag des Vaters,
zum Wohle der Kinder!
Mit der Macht der Liebe
an der Seite des Lebens!
Wir sind hier und wir sind viele.

Vom Autor der zweitmeistgelesenen Artikels des Blogs Eine weltweite Epidemie verbreitet sich mit rasender Schnelligkeit!

  1. August 8, 2014 um 1:05 am

    „Wäre es vielleicht nicht mal an der Zeit, Denjenigen, welche die Lösungen im Kampf und Zerstörung suchen, daran zu erinnern, dass es nie möglich sein wird, Alle und Alles zu beherrschen? Dass das gar nicht Notwendig ist?“:

    Das klingt für mein Ohr – bitte um Verzeihung! – etwas weltfremd.
    Als wenn es nicht immer wieder Menschen / Initiativen gegeben hätte, die genau das zum Ziel hatten. Aber hat es gefruchtet?

    Man muß sich darüber klar werden, womit man es zu tun hat!

    Nämlich mit einem – von Gott geschaffenen – Mechanismus, der das FREIHEITS-RECHT jedes Menschen (Mens-chen = Geistlein, Seele, Bewußtsein) zu wahren hat!

    Die Psychologie (Psychoanalyse) nennt es die „typisch neurotische Abwehr- / Vermeidungshaltung“ bzw. die „Angst-Abwehr“. Wenn dieser Mechanismus aktiviert ist, kommt man an den Wesenskern eines Menschen mit den Methoden der materiellen Ebene nicht heran.
    Der Mensch muß STILL werden, damit ihm geholfen werden kann.
    So steht es auch in der Bibel. Ist also ein universelles Gesetz.
    Das STILL WERDEN kann auf ZWEI grundverschiedenen Wegen erfolgen:
    1. Bei Menschen in gesunden Kulturen: freiwillig – im Prozeß der Initiation / Ascension.
    2. Bei Menschen in neurotischer Gesellschaft:
    a) unfreiwillig / freiwillig unter steigendem Leidensdruck
    b) unfreiwillig in / nach völligem Zusammenbruch (Psychose / Suizidversuch / klinischer Tod).

    Wenn der – (noch) vom Ego (und Angst) dominierte Mensch STILL wird, meint das nicht, daß er nur schweigt, sondern ALL SEIN WOLLEN / NICHT-WOLLEN kommt zum Erliegen – und DANN besteht die Möglichkeit, die feine, leise, „Stimme“ der göttlichen Ebene zu vernehmen.
    „Und wenn du denkst, es geht nicht(s) mehr, dann scheint von fern ein Lichtlein her.“
    ICH habe das „Lichtlein“ gesehen am 17.12.1987 / die feine, leise Stimme gehört. Weil ich mit der Suizidabsicht im Kopf STILL geworden war. Von da an ging mein Leben im 41. Lebensjahr unter neuen Vorzeichen weiter.

    Ich sehe eine gute Möglichkeit für den Wandel in der Kommunikation über die WAHRE Ursache der „Globalen Krise“ / „Weltproblematik“ UND den Weg der grundlegenden HEILUNG.

    Ein gesundes Volk wird einen geistig gestörten „Führungs-Bewerber“ „zum Teufel“ jagen.

    „Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

  2. August 8, 2014 um 8:18 am

    Ich stand heute morgen auf und fand einen Hinweis darauf, was Astrid Lindegren in ihrem Zitat meint, wie die Selbstentfremdung erfolgt, gerade bei unseren Herrschern zu finden:

    Wilhelm II – der letzte deutsche Kaiser – vertraute dem Fürsten Eulenburg einst folgendes an: „Der Kaiser erinnert sich mit Bitterkeit an die bei ihm angewandten Erziehungsmethoden, vor allem an die mangelnde Liebe der Mutter und die verfehlten Experimente seines Erziehers. »Er wollte aus mir sein Ideal eines Fürsten machen (…) So kommt es, dass ich absolut nichts empfinde, wo andere leiden (…) Es fehlt mir etwas, das andere haben. Alle Lyrik in mir ist tot.«“ (Gruen, 2002a, S. 44) Auch viele damalige Beobachter – darunter auch die eigene Mutter, Schwester und der Vater – nannten als hervorstechendes Merkmal von Wilhelms Charakter seine „eisige Herzenskälte“ und „Gefühllosigkeit“. (vgl. Röhl, 2001, S. 400) Kornbichler (2007) bezeichnet Wilhelm II als seelisch schwer gestörten Menschen, der zudem an einem starken Minderwertigkeitskomplex litt. „Beim Prinzen Wilhelm fand das statt, was die Psychoanalytiker als Identifikation mit dem Aggressor bezeichnen. Zunächst Opfer der zwangsmoralischen Disziplinierung und soldatischen Indoktrinierung seitens seiner Erzieher, identifizierte er sich nach und nach mit dieser aggressiven Lebensform; so wurde aus dem Opfer im Laufe der Jahre ein Täter.“

    Fundstelle auf einer Seite, die den Ursachen für Krieg nachgeht: Kindheit von Kaiser Wilhelm II.

    Psychopathen werden gemacht, so meine Ahnung, als ich schrieb: 1 Million Psychopathen in Deutschland – angeboren oder anerzogen?

  3. August 8, 2014 um 9:53 am

    @ Martin

    In Deinem Artikel „1 Million Psychopathen …“ erwähnst Du, dass Kinder die Gewalt, die von den Eltern/Erziehern kommt, als Liebe deuten. Das heißt, Kinder deuten Herrschaft und Macht als Liebe.

    Meiner Ansicht nach gilt auch: Kinder deuten auch die Bedürftigkeit und Ohnmacht, die Eltern/Erzieher ausstrahlen, als Liebe. Wenn eine Frau ein Kind will, weil sie sich ohne Kind unvollkommen und minderwertig fühlt, bekommt sie das Kind nicht um seines selbst willen, sondern um ihretwillen. Sie bekommt das Kind, um sich selbst vollständig zu fühlen oder die Anerkennung von anderen zu bekommen. Diese Bedürftigkeit der Mutter interpretiert ein in eine solche Konstellation geborenes Kind ebenfalls als Liebe. Dass Frauen über die Jahrtausende nur als Mütter einen Wert hatten, ist daher eine gesellschaftliche Last, die man nicht schnell mal in einer oder zwei Generationen abbauen kann.

    Die Verhältnisse können auch umgekehrt sein: Dass die Mutter die Mächtige und der Vater der Bedürftige ist.

    Wichtig scheint mir zu sein, dass das Kind in seinen Gefühlen konditioniert wird. Die Ebene, auf der es das Erlebte gedanklich reflektieren kann, ist ja noch nicht ausgebildet.
    Erwachsen geworden, verbinden Kinder mit Liebe also etwas völlig Unterschiedliches: für die einen ist Liebe ein Machtgefühl, für die anderen ist Liebe mit Bedürftigkeit identisch.

    Was ist eigentlich Liebe, wenn sie weder durch Machtgefühle noch Bedürftigkeit verhunzt ist? Ich finde, die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten.

    Spontan hätte ich gesagt: Liebe ist Wohlgefühl und Wohlwollen, in dem Sinne, dass ein liebender Mensch das Wohl will, nicht nur für sich, sondern für alle. Aber der Mensch, der Liebe mit einem Machtgefühl verwechselt, hat ja auch ein Wohlgefühl und glaubt, dass er anderen Gutes tut, wenn er andere ver-gewalt-igt, sei es nun auf körperlicher, geistiger oder seelischer Ebene. Ich habe mal einen Bericht übers Mittelalter gelesen, da wurde behauptet, dass die Folterknechte häufig glaubten, durch ihr Tun die Seelen der Gefolterten zu retten und damit etwas Gutes zu tun.

    Ein auf Bedürftigkeit konditionierter Mensch fühlt sich ja auch nur in seiner Bedürftigkeit wohl. Es gibt auch Menschen, die nicht erwachsen werden durften, weil die Eltern aufgrund ihrer Bedürftigkeit die Kinder nicht loslassen konnten. In einer Welt, in der die soziale Kälte zunimmt, sind Kinder oft der Zufluchtsort für Erwachsene, weil sie von Kindern die Liebe bekommen, die sie sonst nirgends bekommen.

    Ein Vorschlag: Liebe ist das angemessene Verhältnis von Nähe und Distanz. Dieses Verhältnis herauszufinden, bleibt den Liebenden selber überlassen. Das gilt sowohl im Verhältnis von Erwachsenen zueinander, aber auch da, wo Kinder in Abhängigkeit von Erwachsenen stehen. Da das Kind in dieser Konstellation das schwächere Glied ist, sollte der erwachsene Mensch sich auf das Kind so gut er kann einstellen: wenn das Kind Nähe sucht, sollte es diese Nähe bekommen, wenn das Kind für sich allein spielen, seine eigenen Erfahrungen machen oder etwas selber machen will, sollte es sich auch selber ausprobieren dürfen. Außerdem würde die Aufgabe des Erwachsenen darin bestehen, das Umfeld zu schaffen, wo dem Kind nichts Gravierendes passieren und wo es sich entfalten kann.

    Trotzdem kann ich den guten Wilhelm II nicht entschuldigen. Selbst wenn er eine schwere, lieblose und gewalttätige Kindheit hatte, kommt es doch darauf an, was er selber aus diesem Erbe macht. Schließlich hatte er offensichtlich genug Grips, um seine Kindheit zu reflektieren. Es dabei zu belassen und sich in seiner Gefühllosigkeit häuslich einzurichten, das war seine persönliche Entscheidung. Für das Erbe hat er keine Verantwortung, wohl aber dafür, was er daraus macht.

    Beste Grüße
    Marian

    • August 8, 2014 um 9:28 pm

      „Ein Vorschlag: Liebe ist das angemessene Verhältnis von Nähe und Distanz.“

      Die meisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft sind durch Neurose / Entfremdung auch und vor allem entfremdet von dem Wissen über die verschiedenen „Dimensionen“ / Qualitäten von Liebe und kennen demzufolge nur die „niedere“ Dimension von Liebe – die „Liebe“ des „Niederen Selbst“ / „Ego“, das GEFÜHL „Liebe“, das „Haben-wollen“, das „Mögen“.
      Die höhere Dimension von Liebe kennen sie nicht:
      Die KRAFT der Liebe des höheren Bewußtseins, des „Höheren / wahren Selbst“; die Liebe, die nicht – mehr – „haben“ / „besitzen“ muß, sondern auch loslassen kann, Freiheit gewähren. Die höchste Form dieser Liebe ist gemeint mit dem Jesus-Gebot „Liebe deine Feinde.“
      Da ist die (diese) Liebe die beste Verkörperung des höchsten Prinzip des Seins / Lebens / Universums.

      Das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz ist einer der vielen Aspekte des BEWUSSTSEINS LIEBE, in dem der wahre Erwachsene lebt. Er erkennt, was gebraucht wird, und ist fähig und willens, zur Befriedigung des jeweiligen „Bedürfnisses“ zu verhelfen bzw. beizutragen.

      Noch einmal zur Erinnerung: Liebe ist primär KRAFT; Liebe ist ein Aspekt der universellen Energie neben weiteren Aspekten wie Freude, Frieden, Heilkraft.

      Herzlichen Gruß:

      Wolfgang H.

  4. August 8, 2014 um 11:52 am

    @ Wolfgang Federleichter

    Lieber Wolfgang,

    nachdem ich den Kommentar an Martin geschrieben habe, kam mir auf einmal der Gedanke, dass eine Gesellschaft sich immer nur aus einzelnen Menschen zusammensetzt. Vielleicht sollte man den „Bruch der Selbst-Einheit“ gar nicht primär als gesellschaftliches Phänomen untersuchen, sondern zuerst mal von den einzelnen Menschen ausgehen.

    Der „fremdverursachte Spalt, durch den Energie abgezapft wird“, könnten natürlich auch Erwachsene (Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrer) sein, die, weil sie Liebe entweder als Machtgefühl oder Bedürftigkeitsgefühl erleben, die Selbst-Einheit des Neugeborenen/Kleinkindes zerbrechen. Wenn die Eltern sogar schon vom Ungeborenen den Ausgleich irgendwelcher Defizite erwarten, wird die Selbst-Einheit des werdenden Lebens vielleicht sogar schon im Mutterleib zerbrochen.

    Man könnte drüber nachdenken, inwieweit die Gesellschaft insgesamt Macht- und Bedürftigkeitsgefühle zum Normalfall und sogar zur Norm erhebt, sodass Kinder, die weder Macht noch Bedürftigkeit zu spüren bekommen haben, als schwer erziehbar, asozial, verrückt, krank oder was auch immer abqualifiziert und aus der „normalen“ Gesellschaft ausgeschlossen werden oder dass sie an der Gesellschaft scheitern und Aussteiger werden. Aussteiger sind ja überdurchschnittlich häufig ziemlich coole Typen, und gar nicht sooo selten. Wenn man mal abseits der Reisebüro-Routen unterwegs ist, trifft man eigentlich recht oft welche.

    Meinst Du das mit dem „fremdverursachten Spalt“?

    Beste Grüße
    Marian

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