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Von den Bäumen kann man lernen. Die Natur ist so viel weiser als der Mensch.

sichtbares Wurzelwerk (Foto: Christiane Ginschel - pixeliio)

sichtbares Wurzelwerk (Foto: Christiane Ginschel – pixeliio)

Die Stille und Ruhe gönnen dem inneren Sein eine tiefe Macht und freieres Walten, und es ist immer besser, wenn das Innere nach außen, als wenn umgekehrt das Äußere nach innen strömt.
Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand
Freiherr von Humboldt

Der Fingerphilosoph hat gerade in einem Kommentar mit einer These hinterlassen, die ich gerne hier zur weiteren Diskussion stellen möchte.

Man kann nicht ein SELBST haben und gleichzeitig SELBST-LOS sein

Ein SELBST ist per Definition ein Für-sich-Zurückbehalten. Wer ein SELBST hat oder ist, bringt sich nicht voll und ganz ein und reagiert nicht mehr mit allem, was er IST, sondern nur mit einem Teil von sich. Das SELBST ist das große Hindernis. Ob man das nun SELBST, EGO, ICH oder SEELE nennt, ist völlig wurscht. Es sind bloß verschiedene Wörter für dasselbe Phänomen. Man kann nicht ein SELBST haben und gleichzeitig SELBST-LOS sein, wie die Erleuchteten behaupten. Bewusstsein kann man außerdem nicht HABEN. Bewusstsein ist, wie der Name schon sagt, ein SEINSZUSTAND. Damit entzieht er sich der Beschreibung, ja sogar der Erkenntnis.

Das Bewusstsein ist ein Geheimnis, und alles, was wir Menschen so treiben, besteht darin, über das Geheimnis nachzudenken. Dieses “Nachdenken über” nennen wir dann Bewusstsein. Da das Bewusstsein ein Geheimnis ist, weiß ich nicht, ob es zerstörbar ist oder nicht. Ich finde das auch nicht wichtig.

Vom Wesen der Bäume

Bäume reagieren mit ihrem ganzen SEIN auf die Umwelt. Bäume behalten nichts für sich zurück. Sie sind ein authentisches Abbild des Bewusstseins. Deshalb kann man von Bäumen viel lernen. Beispielsweise, dass sie eine Doppelnatur haben.

Vom lichten Teil

Der eine Teil über dem Erdboden reckt und streckt sich der Sonne entgegen, geht ganz auf im Sonnenlicht. Es ist dem Baum dabei völlig egal, ob er anderen Bäumen das Sonnenlicht wegnimmt oder nicht. Er nimmt nicht die geringste Rücksicht auf andere Pflanzen. Wo die Sonne ist, dort wächst er hin, unvermittelt, mit seinem ganzen SEIN.
Wenn da, wo er hinwachsen will, schon ein anderer Baum steht, gibt es ein Gerangel, einen Wettlauf ums Sonnenlicht. In diesem Wettlauf wächst der Baum über sich selbst hinaus. Er wird so hoch, dass es nach den Gesetzen der Physik unmöglich ist, dass der Wasser- und Nährstofftransport noch funktioniert. Der Baum ist damit ein Wunder. Und gleichzeitig das rücksichtsloseste Lebewesen, das man sich nur vorstellen kann.

Vom dunklen Teil

Der andere Teil unter dem Erdboden: hier kann man den einzelnen Baum gar nicht mehr als Einzelnes identifizieren. Seine Wurzeln verflechten sich mit den Wurzeln anderer Bäume zu einem undurchdringlichen Geflecht, in dem überdies noch Pilze, Bakterien und Milliarden anderer Lebewesen wuseln, die alle was damit zu tun haben, damit der Baum die Nährstoffe bekommt, die er braucht, um sein Leben überhalb des Erdbodens zu leben. Im Dunkel der Erde ist der Baum mit allem anderen eins. Hier ist die Einheit, die der neuplatonisch verbildete Mensch in der Energie und im Licht vermutet, ganz anschaulich repräsentiert. Wo Einheit ist, ist nicht Licht, sondern Dunkel.
Freundschaft und gegenseitige Hilfe findet nicht im Licht, sie findet im Dunkel statt. Wo neues Leben sich entwickelt, ist nicht Licht, sondern Dunkel. Wo Liebe ist, ist nicht Licht, sondern Dunkel.

Bäume helfen sich also im Geheimen, damit sie im Sichtbaren miteinander ums Sonnenlicht rangeln können. Und so wachsen sie über sich selbst hinaus. Von Bäumen kann man viel lernen.

Vom Übersichhinauswachsenkönnen

Wir Menschen machen es umgekehrt. Wir tun so, als würden wir im Sichtbaren kooperieren, um uns im Geheimen zu bekämpfen. Die Religionen wollen deshalb das Dunkel abschaffen, die Staaten das Geheime, und manche wollen das Unbewusste bewusst machen. Allen ist gemeinsam, dass sie hier die Feindseligkeit vermuten.
Stattdessen verhindern all diese in ihrem sichtbaren Organisations-, Gemeinschafts- und Kooperationswahn, dass der Mensch noch über sich selbst hinauswachsen kann.

Von den Bäumen kann man lernen. Die Natur ist so viel weiser als der Mensch.

Fingerphilosoph

  1. August 9, 2014 um 5:50 am

    „Aber eben diese existenzielle Abhängigkeit ist für mich die beeindruckendste Manifestation von Liebe. Nichts kann für sich selbst existieren.“

    „Liebe kann nur aus einem autarken Feld heraus entstehen. Jedwede Bedürftigkeit schließt Liebe aus.“

    Es ist gut möglich, dass BEIDE Aussagen von mir stammen, obwohl sie sich offensichtlich widersprechen. Irgendwann vor längerer Zeit bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sich SEIN nicht logisch und widerspruchsfrei beschreiben lässt.
    Im Wechsel von der nach außen gerichteten, analytischen Wahrnehmung zur nach innen gerichteten, einheitlichen Herzwahrnehmung liegt ein Paradoxon verborgen.

    Die erste Aussage mit der existenziellen Abhängigkeit kommt aus meinem unterscheidenden, analytischen Geist, der erkannt hat, dass wir auf der materiellen, grobstofflichen 🙂 Ebene alle voneinander abhängen. Weil wir was essen müssen, wenn wir leben wollen. Weil wir atmen. Weil wir ausscheiden. Weil wir Sonnenlicht brauchen. Und die Pflanzen, die daraus Sauerstoff machen. Und die Bodenwürmer, ohne die kein Weizen wachsen würde, aus dem mal das Brot wird, auf das ich Butter streiche. Weil meine Verdauung das Brot umwandelt und ich es nachher selber BIN. Mein analytischer Geist ist davon beeindruckt. Für meinen analytischen Geist sind all diese erstaunlichen Zusammenhänge Liebe. Weil alle zugleich geben und nehmen, kommt das Gefühl von Bedürftigkeit dabei aber gar nicht auf. Auch nicht das Gefühl von Dankbarkeit. Eher so ein ein Wowh! Ich muss schon sagen: ich bin total gern grobstofflich 🙂
    Voll cool, das Grobstoffliche !!!

    Die zweite Aussage, dass jedwede Bedürftigkeit Liebe ausschließt, kommt aus der inneren Wahrnehmung. Mit der inneren Wahrnehmung bewege ich mich nicht im Bereich der nach außen gerichteten Wahrnehmung von Dingen, sondern ich bewege mich im Bereich der Gefühle. Wo im Bereich der Gefühle Bedürftigkeit respektive Macht zu spüren ist, ist keine Liebe. Bedürftigkeit des Anderen zu mir fühlt sich wie Sog an, Macht des Anderen zu mir wie Druck. Liebe hingegen fühlt sich völlig „still“ an, das schafft einen großen, weiten Raum, verbunden mit einer ebenfalls stillen Freude und dem Bewusstsein von Freiheit. Gegen Sog und Druck bin ich allergisch, aber ich bin total gern in dieser Stille.
    Voll cool, diese Stille !!!

    Am Schnittpunkt dieser beiden Seinsweisen treffen sich Hirn und Herz. Mein Herz und und mein Hirn haben sich dahingehend geeinigt, dass beides Liebe ist. Inzwischen findet mein Herz das Grobstoffliche auch total cool, bloß mein Hirn hat mit der Stille noch etwas Schwierigkeiten. In den endlosen Monologen, die da oben in der Hirnschachtel ablaufen, erzählt sich mein Hirn nun, dass Stille voll cool ist, und wird dabei manchmal ganz schön laut. Mein Hirn ist nämlich ein Kumpel von dem Rabbi, der so stolz auf seine Demut ist, und von den drei Zenschülern, von denen der erste sagt: „Der Meister sagt, wir sollen schweigen“ und der zweite „Ich schweige jetzt“ und der dritte „Der einzige, der hier nichts sagt, bin ich.“ 🙂

    Beste Grüße
    Marian

  2. August 9, 2014 um 6:52 am

    „Das Feindselige lauert als Daten in den Körperzellen“

    Was im Körper gespeichert ist, sind die Erfahrungen, die der Mensch im Laufe seines Lebens macht. Der Körper registriert jede Form von Gewalt, die auf ihn ausgeübt wurde, auch psychische Gewalt. Dieses Registrieren ist aber keineswegs feindselig, sondern sachlich. Der Körper bewertet nicht, er registriert bloß. Und er ist grundehrlich. Der Körper kann nicht lügen.

    An anderer Stelle hast Du mal gesagt, dass Körper verlangsamter Geist ist. Das ist auch meine Erfahrung. Wenn man eine Frage oder ein Problem zu lösen hat, ist es sinnvoll, die Frage in den Körper sinken zu lassen und erst mal zu warten, was dann passiert.

    Ich fröne manchmal dem Gedanken, dass unser Verdauungssystem zusammen mit den darum herum angeordneten Nervenzellen, tatsächlich ein zweites „Hirn“ bilden und dass Nahrung gleichzeitig Information ist. Manchmal, wenn ich esoterisch drauf bin, denke ich, dass durch das Wasser alle Informationen schlagartig an jedem Ort der Welt gleichzeitig zur Verfügung stehen. Über das Bauchhirn sind wir mit unserer Umwelt direkt verbunden.
    Das Hirn im Kopf bekommt durch die Wahrnehmungsorgane bloß gefilterte und fragmentierte Informationen.

    Ich denke schon, dass der Mensch eine Wahl hat, wie er mit den im Körper gespeicherten Erfahrungen umgeht. Auf die Gewalterfahrungen kann er feindselig reagieren und die Gewalt nach außen oder als Depression nach innen richten, er kann die Erfahrungen aber auch durchdringen und versuchen, die Zusammenhänge zu verstehen, aus der heraus die Gewalterfahrung entstanden ist.

    Dem Verständnis sind aber, denke ich, Grenzen gesetzt. Manche Menschen haben zu viel Gewalt erfahren und ein Bewusstmachen der Körpererfahrungen ist nicht in allen Fällen möglich.

    In diesem Zusammenhang sieht man Hirntod-Definitionen und Organtransplantationen dann ein bisschen anders.

    • August 9, 2014 um 6:44 pm

      „Dem Verständnis sind aber, denke ich, Grenzen gesetzt.“:

      Dem rational-verstandesmäßigen, intellektiuellen, Verstehen (körperlich-materielle Ebene) auf jeden Fall!
      Man kann das gut an der Begrenztheit des wissenschaftlichen Weltbildes / Denkens erkennen. Dem fehlt der Zugang, das Begriffsvermögen, für die höhere Ebene / Dimension und KANN / WILL sich damit meist auch nicht befassen. Der typische „wissenschaftliche Mensch“ ist eben meist der „typische (Kollektiv-)Neurotiker“ mit der ebenso typischen Lern- / Erkenntnis-Störung („Dysgnosie“, Heinz von Förster) und „Abwehr- / Vermeidungshaltung“.
      Da zeigt sich die „Krankheit der Gesellschaft“, die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“, die letztlich auch kollektiv zum Tode führt – wenn sie nicht vorher grundlegend geheilt wird.

      Die höhere Ebene des Menschen kann zwar nicht alles erklären, aber sie hat den unschätzbaren Vorteil, „mit dem Herzen verstehen“ zu können und das auch regelhaft zu tun. Wer in dieser Bewußtseins- / Seins-Ebene lebt und sich mit ihr identifiziert,
      – verfügt über (die) göttliche Weisheit und weiß, welche Dinge wichtig zu wissen sind und, welche nicht;
      – kann sein Leben wahrhaft gestalten;
      – kann das, was er nicht gestalten kann / will, im inneren Frieden annehmen.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

  3. August 9, 2014 um 11:27 am

    „Die ganzen Heilsversprechen – von der Bibel bis zur Quantengöttlichkeit, von Ayurveda über Zen und Psychotherapie – entfernen den Menschen von sich selbst und erzeugen gerade deshalb die Missstände, die sie mit ihrer Heilmethode zu beheben versprechen“

    Prima ! Danke ! Ich füge als Beispiel noch ein bisschen Mahatma Gandhi-Bashing hinzu.
    Als „große Seele“ hat Gandhi die absolute Gewaltlosigkeit zu seiner Hauptwaffe erhoben. Diese sah so aus, dass er seiner Frau Kasturbai, die nach einer OP Blutungen hatte, eine strenge und völlig salzlose Diät empfahl. Als Kasturbai doch lieber einen Arzt wollte und zudem behauptete, ohne Salz und Hülsenfrüchte könnte der Mensch nicht leben, bewies Gandhi es, indem er selber ein Jahr lang seine Diät einhielt. Allerdings hatte Gandhi vorher keine OP gehabt.
    Als zwei seiner Mitarbeiter gewalttätig wurden, bestrafte Gandhi sie dadurch, dass er sich selber zum Fasten verurteilte. So setzte Gandhi seine Umgebung völlig „gewaltfrei“ unter Druck, indem er in seinem moralischen Krieg Gewalt gegen seinen eigenen Körper ausübte.

    Die von ihm auf diese Weise durchgekämpfte Befreiung Indiens brachte den Indern nichts als Elend und blutige Gewalt. Als die Engländer abzogen, zerfiel die von ihnen zusammengebundene Einheit aus hinduistischer und muslimischer Bevölkerung. Die Teilung in einen hinduistischen und muslimischen Staat führte dazu, dass zeitweise 26 Millionen auf der Flucht waren und über eine Million Menschen ihr Leben verloren. Heute sind Pakistan und Indien Atommächte, die sich gegenseitig mit Abschreckung in Schach halten.

    Ähnliches sehen wir heute im Irak und in Libyen: dass Bürgerkrieg ausbricht, wenn die Abschaffung einer Diktatur nicht von der Bevölkerung selber ausgeht.

  4. federleichtes
    August 9, 2014 um 1:16 pm

    Lieber Martin,

    die erste Seite dieses Themas ist für mich – egal, wie ich es probiere – nicht mehr zugänglich: alles andere funktioniert wie gewohnt.
    Ist das ein Problem meines Rechners, oder kannst Du reparieren, was ein Blog-Problem ist?

    Gruß
    Wolfgang

    Geht wieder, danke!

  5. federleichtes
    August 10, 2014 um 2:29 am

    Am Rande
    fand ich eben einen Kommentar von Mr. Chattison*. Na so was. Falls meine Bitte an ernsthafte Gesprächsteilnehmer, ihre Beiträge künftig immer ans Ende des Themas zu schreiben, vermessen, unangemessen oder nicht ausgewogen sein sollte, bitte ich mir dies altersbedingt nachzusehen. Ebenfalls am Rande möchte ich erwähnen dürfen, dass die Beschäftigung mit der derzeitigen Kommentarflut nur erträglich ist durch anderweitige Beschäftigungen.
    * Ihr Kommentar traf in die unmittelbare Nähe des Kernproblems.

    Wie angekündigt einige Bilder – kein Baum dabei, auch das bitte ich nachsichtig zu bewerten.

    Wahrscheinlich ein Kind der Silbermöwe, zwischen den Popos (in der Ankündigung dieses Fotos hatte ich mich leider verschrieben) zweier Kanadagänse.

    Graureiher und Maulwurf, eine Sekunde später schluckte er bereits.

    Die ersten Gemeinen Heidelibellen sind geschlüpft, und obwohl kein Wetter (zu windig) für Makroaufnahmen war – Susanne machte es möglich.

    Rendevous der Hauhechels – die Dame ist etwas dunkler, nicht erst, seit sie eine Begattung in Betracht zog.

    Mr. Chattison:

    „zur Diskussion gestellt: …“

    Danke für diesen Hinweis. Der scheinbar hin und wieder nötig ist. Überlege gerade, ob ich meine künftigen Kommentare mit selbigen Worten beginne. Auch wenn die, die das gar nicht anders verstehen, diese Bitte nicht brauchen, und die, die diese Bitte brauchen, ihr nicht nachkommen.

    „Der Mensch hat nun also offensichtlich als erstes Sub-System diesen Rekursivitäts”vertrag” mit dem Meta-System einseitig gekündigt.“

    Das isses, vom Prinzip her. Wenn A über B und B über C Energie nach D schicken, und diese Energie nicht wieder bei A (und folgend B und C) ankommt, lag offensichtlich die Verletzung (!) einer Gesetzmäßigkeit zu Grunde. Woraus folgt:

    „Über die “Erfindung” und Entwicklung von Technik schien es möglich, dies dafür zu nutzen, um selbst das Meta-system zu werden, …“

    Sehen wir darin die Spaltung? Als technisch-systemisch (ein System ist doch Technik, oder?) vollzogene Abtrennung von der Natürlichkeit? Und ich möchte kurz verweisen auf die Idee, Geist hätte eine Energiequelle angebohrt.

    „Erst die Technik erzeugt den Bruch, wo vorher der Mensch sich nahtlos fügen musste und daher “eins” war mit seiner Umwelt.“

    Betrachten wir das materiell-körperliche Existieren als Schattenwelt einer (vorherigen) Geistwelt. sehen wir die Wesen A, B, C und D in einem natürlichen, reibungslosen, konfliktfreien Miteinander, bis D auf die Idee kommt, sich mit der allgemeinen Energie selbständig zu machen. So in etwa? Ichmeine, diese „Technik“ ist in unserem Gesellschaftssystem praktikabel – dem Chef eine Erfindung stehlen, dem Chef Kunden und Mitarbeiter abwerben.

    „Die Technik ist die direkte Konsequenz der gesteigerten Komplexität des Gehirns und dieses die Folge einer Milliarden Jahre währenden Rekursivität und damit Fraktalisierung des irdischen Seins, die früher oder später eo ipso eben dieses Phänomen “Mensch” und danach das Phänomen “Komplexer Geist” schaffen musste.“

    Ich würde zwar den Geist nicht zwingend (nur) im Gehirn ansiedeln, aber, falls Sie das nicht tun, sage ich es schon mal:
    Das Phänomen Mensch entstand folgerichtig entsprechend einer VORHER geschaffenen KOMPLEXEN Informationslage – mit energetischen Folgen. Wie lange der Offenbarungsprozess dieser Informationslage bislang dauerte, scheint mir weniger relevant als die Betrachtung des Wesens der Offenbarung: Feindseligkeit, Bösartigkeit, Vernichtung von Existenz.
    Denn genau der Entwicklung sehen wir entgegen – der Absicht, (vorerst nur) ein paar Milliarden Menschen umzubringen, und die Absicht, diesen Planeten von jedwedem Leben zu befreien.
    Wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fluss vergiftet ist, …“, wir kennen den alten Indianerspruch.

    „Der Bruch findet also exakt dort statt, wo mit Feuer und Speer die ersten Techniken entstanden, die den Menschen Gewalt über seine Umwelt verliehen und aus denen sich alle weiteren ableiten lassen.“

    So, damit sollte klar sein: Gegen die Eigentümer von existenzieller Energie wurde eine Technik benutzt, und diese Technik aggressiv verwendet, um sich in den Besitz dieser Energie zu bringen.

    „Von dem Augenblick an, wo der Mensch sich mehr und mehr damit beschäftigte/beschäftigen musste die Techniken zu erlernen, zu beherrschen, anzuwenden und die Folgen seiner Technisierung zu bewältigen bzw. er diese im Gefühl der zunehmenden Macht zu steigern beabsichtigte, entfernte er sich nicht nur von der externen Natur, sondern eben auch von seiner internen Natur, entfremdete sich also sich selbst.“

    Denken Sie, man könnte das Wesen D (aus meinem Beispiel) in diesem Sinne beschreiben?

    Schließlich:

    „Dort wo auch in der Natur Exponenten vorkommen, sind diese aber ausnahmslos in ein Rekursivitätsgebilde eingebunden, so dass sich jede Wirkung aus dem Exponenten direkt wieder auf diesen zurück auswirkt und dadurch die Exponentialität entweder verringert wird oder limitiert bleibt oder sogar rückgängig gemacht werden kann.“

    Meine Behauptung steht im Raum dieses durch und durch ehrenwerten Blogs, der Mensch sei traumatisiert (feindselig infiziert) – und die Natur nicht. Eine weitere Behauptung von mir steht im Raum, dass die Natur eingebettet sei in ein vollkommenes Bewusstsein – und der Mensch nur über ein sehr eingeschränktes Bewusstsein verfüge.
    Dazu kommt etwas Fatales:
    Dass Mensch das natürliche Körperbewusstsein (der Natur entsprechend) verloren hat durch permant brutales und subtiles feindseliges Einwirken von Kräften, die, die, äh, etwa die Feindseligkeit des Bösartigen auf die Spitze zu treiben gedenken?

    Morgen werde ich mich intensiver mit der Frage, ob Lichtgestalten einen Schatten haben, beschäftigen.

    Gruß an die Runde und Danke, Mr. Chattison.

    Wolfgang

  6. August 10, 2014 um 7:06 am

    Lieber Wolfgang Federleichtes,

    vielen Dank für die wunderschönen Fotos. Ja, das ist das Kind einer Silbermöwe: sie hat noch ein bisschen Babygefieder an der Seite und dunkle Augen. Für mich immer wieder faszinierend, wie die Möwe im Erwachsenwerden ihr Aussehen total verändert. Die erwachsene Möwe hat nicht nur ein völlig anderes Gefieder, gelbe Raubvogelaugen, sie ist auch ein gutes Stück kleiner als ihr Kind. Das Pärchen, das uns gerade „adoptiert“ hat, kommt uns seit mindestens vier Jahren besuchen. Sie heißen Familie Schlitzfuß, weil beide eingerissene Schwimmhäute haben. Unsere erste Möwe hieß Yann Heinrich.

    Zur Diskussion gestellt:

    Wir hatten diesen Sommer Besuch von einem Energie-Spezialisten. Wir haben mit ihm über den Unterschied von Werkzeug wie Speer und Hammer und der Dampfmaschine diskutiert mit dem Ergebnis: Bis zur Erfindung der Dampfmaschine stand dem Menschen bloß seine eigene Energie zur Verfügung plus die von Feuer, Tieren, Windmühlen und Wasserrädern. Bei der Herstellung von Werkzeugen und Ackerbau benutzt der Mensch zwar Fremdenergie, die pi mal Daumen eins zu eins umgesetzt wird.
    Mit der Erfindung der Dampfmaschine setzt der Mensch jedoch Fremdenergie ein, um noch mehr Fremdenergie zu erzeugen. Der Energiefaktor ist nicht mehr eins zu eins, sondern ein Vielfaches davon.

    Da Wolfgang Federleichter auf den alten Indianer und seine Sprüche verweist, folgende Frage: wäre eine Lebensweise wie die der Indianer nicht doch vielleicht mit dem Meta-System verträglich? Indianer und Naturvölker benutzen ja auch Werkzeuge, aber der Einfluss auf die Natur bleibt begrenzt und scheint natur-kompatibel. Wenn wir tatsächlich bis zum Feuer zurückgehen, dann hat der Mensch keinen Platz in der Natur, und die einzige Lösung besteht darin, dass der Mensch sich entweder selbst abschafft, abgeschafft wird oder das Meta-System so verändert wie einst das Cyano-Bakterium, das quasi die ganze Spielfläche abräumte. Bisschen deprimierend, diese Analyse.

    Artenvielfalt heißt, dass sich neue Wesen mit neuen Fähigkeiten entwickeln, die sich entweder bewähren oder eben nicht. Die Arten, die sich bewähren und es miteinander aushalten, bilden zusammen das Meta-System. Wenn man die Entwicklung des Hirns als neue Fähigkeit INNERHALB der Natur als Meta-System interpretiert, dann schafft sich eine neue Fähigkeit auch ein Betätigungsfeld, ohne dass das Meta-System kollabiert. Das erste Lebewesen, das an Land kroch, hat sich ja auch von seinem angestammten Medium entfremdet. Entfremdung kann also auch bedeuten, eine neue Fähigkeit zu entwickeln.

    Ich denke, dass Ursache (Gehirn) und Wirkung (Werkzeug) auch vertauscht werden können: im Grunde ist es ja bloß die Großhirnrinde, die uns von Tieren unterscheidet. Und die kann sich auch erst in dieser Form durch den Gebrauch von Werkzeugen herausgebildet haben.

    „Das Phänomen Mensch entstand entsprechend einer VORHER geschaffenen komplexen Informationslage …“

    … aber da war der Mensch nicht viel anders als heute der Schimpanse oder der Orang-Utan, der auch Waldmensch genannt wird. Der Schimpanse benutzt ja durchaus auch schon Werkzeuge: Steine zum Nüsse knacken, Hölzchen zum Stochern. Mit dem zunehmenden Gebrauch von Werkzeugen hat der Mensch ja permanent auch die Informationslage verändert.

    Ich sehe die Natur als offenes Meta-System, bei dem es wesentlich auf die Entscheidungen ankommt, die die Lebewesen treffen. Ich denke auch, dass jedes Lebewesen Entscheidungsmöglichkeiten und damit eine Wahl hat. Die einen haben mehr die anderen weniger Entscheidungsmöglichkeiten. Insgesamt ist jedoch eine Tendenz festzustellen, dass die Wahlmöglichkeiten zunehmen: ein Säugetier hat mehr Wahlmöglichkeiten als ein Reptil: es kann sich unabhängig von der Umgebungstemperatur bewegen und hat damit die Wahl, ob es rennt oder nicht. Ein Säugetier hat die Wahl, ob es sich um seinen Nachwuchs kümmert oder nicht. Aus der Summe der getroffenen Entscheidungen ergibt sich das, was sich bewährt, und das wird dann zum Verhaltensmuster der jeweiligen Art.

    Die Frage ist also, ob der zivilisierte Mensch sich zwangsläufig so entwickeln musste, wie er sich bis heute entwickelt hat, oder ob er eine andere Wahl gehabt hätte. Ich würde sagen, der Mensch hat eine andere Wahl gehabt. Das beweisen die noch vorhandenen Naturvölker und die Aborigines, die offensichtlich einen anderen Weg eingeschlagen haben.

    Die andere Frage ist, ob der zivilisierte Mensch die Rückkehr zur einfachen Lebensweise der Indianer und damit zu einer Energie der Umwandlungsstufe eins zu eins zurückkehren WILL. Meiner Beobachtung nach WILL der Mensch das nicht. Er möchte sein Luxusleben mit seinen 260 Energiesklaven weiterführen, bloß soll es künftig für ihn ohne die bekannten Nachteile wie Naturzerstörung, Ressourcenabbau etc. sein. Der durchschnittliche Mensch WILL ALLES: ein bequemes Leben, eine Rundumversorgung, die Friede-Freude-Eierkuchen-und-wir-haben-uns-alle-lieb-Atmosphäre, eine gesunde, aber ungefährliche Natur, die ihm hauptsächlich als Kulisse dient, spannende Abenteuer, bei denen ihm jedoch nichts passieren kann, grenzenlose Mobilität, womöglich bis in den Weltraum hinaus und wenn’s geht, auch noch die Unsterblichkeit ohne alle körperlichen Beeinträchtigungen.

    Ich glaube nicht, dass der Wille und die Entscheidungen von Lebewesen von irgendwelchen bereits VORHER vorgegebenen Energie- oder Informationsmustern determiniert ist, wie das hier grad so im Raum steht. Es gibt nicht die absolute, aber es gibt Freiheit.

    Grüße in die Runde
    Marian

    • August 10, 2014 um 12:03 pm

      „Die Frage ist also, ob der zivilisierte Mensch sich zwangsläufig so entwickeln musste, wie er sich bis heute entwickelt hat, oder ob er eine andere Wahl gehabt hätte. Ich würde sagen, der Mensch hat eine andere Wahl gehabt. Das beweisen die noch vorhandenen Naturvölker und die Aborigines, die offensichtlich einen anderen Weg eingeschlagen haben.“:

      DIE „Frage“ ist NICHT, ob der zivilisierte Mensch (von lat. „mens“ = Geist; Mens-chen sind also Geistchen, Geistlein) eine andere Wahl gehabt HÄTTE.
      Die Frage ist vielmehr,
      – wie es JETZT damit aussieht;
      – was JETZT an „Information(en)“ (Wahrheit) und feinstofflicher Energie (Liebe, Friede, Heilkraft) verfügbar ist und wirksam gemacht werden kann.

      Energie und Information seien die beiden Elemente, aus denen das Universum besteht, habe ich aufgenommen. Diese Elemente / Faktoren braucht es für die gesunde Entwicklung von Kindern / Menschen ebenso wie für HEILUNG im Falle von „Störung“ / „Krankheit“.
      Auch im Falle der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“, der „Krankheit der Gesellschaft“, der „Dysgnosie“ (Heinz von Förster), der „Emotionalen Pest“ / „Biopathie“ (Wilhelm Reich), usw.

      Wer von den Diskutanten in dieser Runde hat sich aufgemacht, seine eigene Befallenheit / Beeinträchtigung durch DIE Krankheit zu überprüfen und ggf. zu HEILEN?

      Die wesentlichen Schritte der GRUNDLEGENDEN HEILUNG, die auf völlig natürlichem, gottgewollten und evolutionsentwickeltem Wege zu erlangen ist, stehen im Text „Wahre Heilung“ auf http://www.Seelen-Oeffner.de.
      (Dies ist KEINE „Werbung“ – denn ich betreibe kein Gewerbe).

      „Es gibt nichts gutes – außer man tut es.“ Erich Kästner.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

    • August 10, 2014 um 1:06 pm

      “Mit der Erfindung der Dampfmaschine setzt der Mensch jedoch Fremdenergie ein, um noch mehr Fremdenergie zu erzeugen. Der Energiefaktor ist nicht mehr eins zu eins, sondern ein Vielfaches davon.“

      Ausführlicher kann das unter https://faszinationmensch.com/2014/03/19/schwarze-pflanzen-als-zeichen-des-fortschritts/ nachgelesen werden, vor allem in Teil 2 wird manches offensichtlich, was für uns moderne Menschen immer verborgener erscheint.

      “Artenvielfalt heißt, dass sich neue Wesen mit neuen Fähigkeiten entwickeln, die sich entweder bewähren oder eben nicht. Die Arten, die sich bewähren und es miteinander aushalten, bilden zusammen das Meta-System.“

      Artenvielfalt kann auch als Fragmentierungsnotwendigkeit angesehen werden:

      http://www.gold-dna.de/gemeinsaminstal/seite3sw2.html#0023

      “Die Frage ist also, ob der zivilisierte Mensch sich zwangsläufig so entwickeln musste, wie er sich bis heute entwickelt hat, oder ob er eine andere Wahl gehabt hätte. “

      Das Leben als Ganzes, Menschen inklusive, entwickelt sich wie es sich entwickeln muss, um dergestalt zum Ausdruck zu bringen, was auf anderem Wege in gegebenem Kontext nicht möglich wäre. Auch die Diversität der menschlichen ENtfremdungsausprägungen gehört dazu und ermöglicht erst die Realisierung der Dynamik, die letztendlich zum Lösungsweg des wesentlichen PROBLEMS führen wird.
      Dabei geht es keineswegs um eine Rückkehr, sondern um das Vereinen, was noch Unvereinbar scheint … Reinventing the Sacred. Es geht gar um das Wiedervereinen, was bereits vereint war, bevor es sich trennte und aufmachte das Gefühl für Kohärenz weiter zu intensivieren.

      Gruß Guido

  7. August 10, 2014 um 2:00 pm

    Lieber Wolfgang:

    „da die Lösung für eine die Welt und die Menschheit betreffende Problematik noch nicht gefunden wurde. Gäbe es ein vollständiges Bewusstsein über die Problematik, gäbe es die Problematik nicht mehr. „:

    Diese Lösung WAR immer da und IST noch immer da. Offenbar ist sie nur noch nicht in DEINEM Bewußtsein angekommen. In MEINEM Bewußtsein ist sie vorhanden.

    Wo liegt das Problem?

    -.-.-.-

    „… dass die “Idee der TEILUNG” der Menschen in Kranke und Gesunde … bereits vom Ansatz her feindselig ist.:

    Zu erkennen, daß ein Mensch nicht in seiner Mitte („k-rank“) ist, Mangel an Lebens-Kraft (N-OD = Not) leidet, ist kein „Teilen“ im Sinne von Ver-Ur-Teilen, sondern zunächst mal nur von Wahrnehmungs- / Erkenntnis-Fähigkeit.
    Sodann kommt es darauf an, wie der Erkennende mit der Information umgeht, wie er sie deutet / wertet. Zwei unterschiedliche Möglichkeiten:
    1. Der Mensch könnte Hilfe / Heilung (Information / Liebe) brauchen;
    2. Der ist „unbequem“; ich wende mich ab – oder
    Der ist in einer Not- / Zwangslage; ich versuche, ihn auszubeuten.

    1. ist „feindselig“. 1. aber nicht.

    Was genau macht den Unterschied?

    Schönen Sonntagnachmittag allen!

    Wolfgang H.

    • federleichtes
      August 11, 2014 um 11:08 pm

      Lieber Wolfgang,

      das Problem ist ganz einfach (kein Problem mehr) mit einer Lösung. Wenn Du sie hast, warum löst sich das Problem dann nicht auf – konkret, warum löst DU es nicht auf?

      Vielleicht reicht ja bereits ein einziger vollkommen gesunder Mensch mit einem VOLLEN Bewusstsein) über DAS Problem, um diese im Kern total verrückte Welt zumindest auf den Pfad nachhaltiger Gesundung zu führen. Anzeichen für eine Wende sehe ich bislang nicht – im Gegenteil.

      Wenn ein Mensch Hilfe oder Heilung braucht, sprechen wir tatsächlich von Milliarden von Menschen in dieser Bedürfnislage. Und, wie soll der umfassendere Heilungsprozess organisiert werden in einer feindseligen Welt, die bewiesen hat, dass sie ALLE derartigen Versuche nicht nur zu stoppen, sondern in ihr Gegenteil, eine schädigende Wirkung zu verwandeln vermag?

      Der Unterschied ist der:
      Für mich sind die Menschen nicht wirklich krank, sondern erfüllen mit ihrer „Krankheit“ jeder auf seine Weise eine Aufgabe. Wenn diese „Krankheit zum Wesen des Lebens gehört, müssen alle Menschen, die leben, „krank“ sein – und ihre „Krankheiten müssen verstanden werden als Finger, die im konzertierten Ringelreihen auf DAS Problem zeigen.

      Kurz:
      Wer Heilung als Liebe oder Information braucht, soll sich bitte sehr an das Leben direkt wenden – und nicht an (ebenfalls) Kranke.

      Das Leben selbst bietet einige Wege zur Heilung an, ganz ohne die Einmischung fremdeinwirkender Absichten – seien sie auch noch so gut gemeint. Wohin das führte, siehste ja selber. Von den Bäumen kann man lernen? Und – wer tut’s? Wer’s getan hat, braucht weder Arzt noch Apotheker noch mich etwas fragen.

      Herzlich zurück
      Wolfgang J.

      • August 12, 2014 um 12:09 am

        Lieber Wolfgang!

        „das Problem ist ganz einfach (kein Problem mehr) mit einer Lösung. Wenn Du sie hast, warum löst sich das Problem dann nicht auf – konkret, warum löst DU es nicht auf?“:

        Das Problem ist für DEN kein Problem mehr, der sich mit der Lösung verbunden hat.

        Damit, daß die Lösung in MEINEM Bewußtsein ist, ist sie noch nicht in den Bewußtseinen der anderen – außer sie nehmen sie wahr und integrieren sie.

        Ich habe meine Aufklärungsaktion 1992 gestartet – in der Absicht, der zivilisierten Gesellschaft bei der Lösung ihres Problems („Globale Krise“ usw.) zu helfen.

        -.-.-.-.-

        „Vielleicht reicht ja bereits ein einziger vollkommen gesunder Mensch mit einem VOLLEN Bewusstsein) über DAS Problem, um diese im Kern total verrückte Welt zumindest auf den Pfad nachhaltiger Gesundung zu führen“:

        Ja, vielleicht. Und diesem „vielleicht“ wollte und will ich eine Chance geben.

        -.-.-.-

        “ wie soll der umfassendere Heilungsprozess organisiert werden in einer feindseligen Welt, die bewiesen hat, dass sie ALLE derartigen Versuche nicht nur zu stoppen, sondern in ihr Gegenteil, eine schädigende Wirkung zu verwandeln vermag?“:

        BISHER war das wohl so. Aber die Zukunft kann ganz anders aussehen. Nach einschlägigen Erfahrungen / Konzepten, nach Chaostheorie, Murphy’s Gesetz, Radikal-Konstruktivismus und anderen muß man mit allem rechnen – selbst damit, daß das Schlimmste nicht passiert.

        Ich habe in meinen 67 Lebensjahren oft erlebt, wie schnell sich die Welt auf neue Situationen einstellen kann; wie kreativ Menschen in der Not sein können und wie mitmenschlich / sozial, wenn es erkennbar wirklich wichtig / dringend ist.
        Der „gute Kern“ ist in ALLEN stets vorhanden. Die Neurose hat ihn nicht zerstört. Er kann jederzeit zum Leben (wieder-)erweckt werden. Siehe: Schneewittchen.

        .-.-.-.-.-

        „Für mich sind die Menschen nicht wirklich krank …“:

        Bitte, erklär mir, was du unter „krank“ verstehst, unter WIRKLICH krank und NICHT wirklich krank.
        Aus meiner Sicht erfüllt „Krankheit“ keinen „Zweck“; die SYMPTOME tun es.

        .-.-.-.-

        „Das Leben selbst bietet einige Wege zur Heilung an“:

        Genau besehen, gibt es nur (den) einen Weg der Heilung: Das GANZwerden, HEILwerden, des Menschen; den Aufstieg zu seinem wahren Erwachsenen-Bewußtsein, die Verbindung / Vereinigung mit der universellen Energie und Identifikation mit ihr und dem höchsten Prinzip.

        Herzlichen Gruß!

        Wolfgang H.aus H. an der E. in D….

        ;-))

        • federleichtes
          August 12, 2014 um 2:48 am

          Deine Hoffnung teile ich. Mehr als das sogar: Ich vertraue dem Leben VOLL, das zu erreichen, was die dem Leben immanente Absicht zu vollziehen gedenkt. Daher meine Aussage: Wir haben alle Zeit, die das Leben (für eine Lösung) braucht.

          Bewusstsein erzeugt nach meiner Erfahrung Relevanz. Nicht wirkendes Bewusstsein ist also keins. Oder bewerte ich meine Erfahrungen falsch? Egal, jedenfalls konnte ich auf diesem Blog dank einer gemeinsamen Arbeit (im gedanklichen Freiraum) zu einem umfassenderen Verständnis von Schöpfung, System und dem Wesen systemischer Offenbarung kommen. Ob das Verständnis richtig oder falsch ist, ist eigentlich wurscht – es ist noch nicht umfassend genug. Der Grund, warum wir hier noch arbeiten und warum es mir wichtig ist, den Gedankenfreiraum zu bewahren. Der Übrigens auch zur Heilung notwendig ist – Entblockierung, Entängstigung, Entwirrung. Menschen als minderwertig in die Schublade KZN zu packen bewirkt das Gegenteil. Logisch?

          Wir hatten heute wieder ein sehr interessantes Gespräch mit unseren russischen Freunden. Er ist Rationalist und Materialist, sein Sohn und ich sind naturbezogen und auf der Gefühlschiene. Am Ende des Gesprächs gab es einen Konsens:
          Wie wohltuend es ist, unter Freunden zu sein, die sich auch mit noch so verschiedenen Standpunkten Freund bleiben und sich wertschätzen. Ein Feld, auf dem Heilung geschehen KANN.

          Als Du Deine Aufklärungsaktion startetest, hatte ich meine bereits abgeschlossen und seitdem auch keine neuen Bemühungen unternommen. Für mich ist das sinnlos, weil aussichtslos. Was wir hier auf dem Blog unternehmen, läuft auf einer völlig anderen Schiene – eine Art Brunch, eine Tafel, die täglich neu gedeckt wird – und jeder kann sich nehmen, was ihm gefällt. Punkt. Aufklären wollen ist mir überheblich, aufklären müssen neurotisch. Ne, wenn sich ein Mensch offen erklären kann und MIT SICH ringt um eine Verständigung im Sinne seines eigenen Besser-Verstehens, ergibt sich von ganz alleine eine Enttraumatisierung.

          Krank.
          In der Fachterminologie ist Deine KZN eine Krankheit. Wenn ich wüsste, was Seele ist, würde ich sie als seelische Krankheit bezeichnen. Krank ist, was nicht gesund ist oder was nicht ordnungsgemäß funktioniert. Mit dieser Definition beginnt ein Dilemma. Eine Kinderkrankheit wäre demnach gar keine Krankheit, weil in der Regel kein Kind ohne eine bestimmte Anfälligkeit geboren wird. Haddu Masern gehabt? Jo. Ein psychische Krankheit wäre eine Krankheit, die von der Psyche verursacht wird. Aber wenn in der Psyche (tatsächlich) nur Daten verarbeitet werden, wäre die Psyche nur Anzeiger für geistige Dysfunktionen, verursacht jedoch niemals ohne eine äußere und eine unbewusste Beteiligung.

          Dysfunktion ist aber nicht gleich Dysfunktion. In meiner Kindheit wurde ich durch mein „soziales“ Umfeld mit Dingen (Geist) konfrontiert, die mich krank machten. Aber war ICH wirklich krank? Wie ist das bei einer Impfung, wenn die Krankheitssymptome, wenn auch abgeschwächt, erscheinen – eine Krankheit? Wie ist das mit der Macht des Zeitgeistes, unter dessen EINfluss Menschen im AUSdruck wahnsinnig, depressiv oder schizophren werden – zeigen sie uns nicht Symptome, deren Ursache nicht in ihnen selbst ist?

          Wenn mit Leben und folgend dem Menschsein die Aufgabe verbunden ist, Symptome EINES Geistes zu zeitigen – und sie müssen dies leisten – sind Menschen in der Erfüllung dieser Aufgabe nicht als krank zu bezeichnen. Dich bezeichnet ja auch niemand als krank, nur weil Du eine bestimmte Lebensaufgabe ableistest. Aber ich bleibe mal bei mir und den acht Jahren im Ruhrgebiet. Hier wurde eindeutig mit mir Entneurotisierung betrieben – immer noch! Bedeutet, ich lasse mich immer weniger fixieren auf Ideen, die nicht WIRKLICH mir entsprechen. Was mir entspricht, kann ich fühlen, was mir nicht entspricht, drückt sich als Empfindung oder/und Emotion aus.

          Ein Baum kann heilen. Aber er hat keine Absicht zu heilen. Wer von ihm geheilt werden will, muss zu ihm kommen und – ihn verstehen, ihn lieben, also in sein Bewusstseinfeld eintreten können. Lässt der „Kranke“ mit diesem Akt (der Zuwendung) die Liebe des Baumes in sich wirken? Oder werden durch die Liebe zum Baum (oder zur Natur) nur Selbstheilungskräfte mobilisiert?

          Meine Meinung
          Leben ist mit einem Geist infiziert, der absolut egozentrisch und folglich absolut sozial-bösartig ist. Menschliches Verhalten ist Symptom. Menschliches Miteinander ermöglich Analyse. Analyse ermöglicht ein Gesamtverstehen DES fragmentierten Problems. Das Verstehen wandelt sich durch Anwendung in Bewusstsein ÜBER das Problem.
          Auf dieses Werden haben Menschen direkt keinen Zugriff.

          Marian fragte hier trefflich nach dem Ausschalter für ein Mem. Und? Wer mag wohl kein Interesse an einem Ergebnis haben? Nur die Maden im Speck? Oder gar die, die die Mem-Einschaltfunktion kontrollieren – und damit auch die Maden im Speck?

          Ja, von Bäumen und Menschen, die Bäume lieben, könnte man etwas lernen.

          Herzlich
          Wolfgang J., aus Poppenbüttel an der Alster. War eine schöne Zeit.

          • August 13, 2014 um 4:15 am

            Lieber Wolfgang:

            „Aufklären wollen ist mir überheblich, aufklären müssen neurotisch.“:

            „Müssen“ kann auch „notwendig“ / essentiell bedeuten – und muß nicht „zwanghaft“ (krankhaft), aus (evtl. latenter) Angst motiviert sein.

            Selbst Tiere kommen nicht ohne „Aufklärung“ aus – also nicht ohne „Informationen“ darüber, wie man als z.B. Elefant sein Leben auf die Reihe kriegt. Oder als Otter. Ich habe vor einigen Monaten viele solcher – alten – TV-Filme auf VHS gesehen. Wundervoll! Berührend!

            Die „Informationen“ werden durch Vormachen,Vorleben, gegeben – soweit man erkennen kann. Aber wir wissen natürlich nicht, wieviel Kommunikation über das kollektive „Bewußtsein“ / „Unterbewußtsein“ läuft.

            Menschen in wahrhaft gesunden Gemeinschaften werden üblicherweise ihren Kindern auch durch verbale Kommunikation Aufklärung gewähren. Insbesondere in dem Bereich, wo es um die Aktivitäten IM Bewußtsein geht. Um das Verstehen der seelischen Phänomene; um den wichtigen Punkt der Fähigkeit des Ur-Vertrauens – oder der Angst-Überwindung; der Begegnung mit dem höheren Selbst / Bewußtsein; um die Kennenlern-Phase; um die Vereinigung und Identifikation sowie um die Grundreinigung des (Unter-)Bewußtseins und die anschließende Reinhaltung. Diese Weisheiten finden wir in alten Schriften / (evtl. mündlich überlieferten) Geschichten – die z.T. älter sind als die Bibel.

            Also überprüfe vielleicht noch einmal deine Einstellung zum „Aufklären“. Ich hätte mir Jahrzehnte des Leidens erspart, wenn ich jemand gehabt hätte, der mich über die Wahrheit des Lebens / Seins aufgeklärt hätte. Da geht es um ein „Rad“, das nicht jeder junge Mensch „selbst erfinden“ muß. Das hatte die Menschheit schon vor dem Ausbruch der Kollektiven (Zivilisations-)Neurose vor ca.20.000 bis 60.000 Jahren „erfunden“.

            -.-.-.-.-

            „Ich vertraue dem Leben VOLL, das zu erreichen, was die dem Leben immanente Absicht zu vollziehen gedenkt. Daher meine Aussage: Wir haben alle Zeit, die das Leben (für eine Lösung) braucht.“:

            Wer oder was ist denn „das Leben“?

            „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“:

            Ist bekannt, nicht wahr?
            Und was bedeutet das?

            Könnte man auch anders schreiben / verstehen – z.B. SO:

            „ICH BIN: DER Weg, DIE Wahrheit und DAS Leben“.

            Wer – oder WAS – sagt das überhaupt?
            Jesus?
            Oder CHRISTUS?
            Macht das einen Unterschied?
            JA! Einen sehr großen sogar!

            Die Konsequenz daraus ist: WIR alle sind ein Teil DES Lebens – dem du VOLL vertraust. Also sind wir Teil des Prozesses, die „immanente Absicht zu vollziehen“.

            UND: Wir haben NICHT „alle Zeit“ für die Lösung des Problems!
            Wer sich mit der Krankheit – und vor allem ihrer Wachstumsrate und Todesrate – befaßt, muß erkennen, daß wir, die Menschen der zivilisierten Gesellschaft uns im sehr weit fortgeschrittenen Stadium der Krankheit befinden. Das sehen nur die allermeisten nicht. Denn man kann nur sehen / erkennen, was im Bewußtsein vorhanden ist. Der Mensch muß zuerst eine Information bezüglich des Phänomens in sein Bewußtsein wirklich hineinnehmen, um es dann erkennen zu können.

            Deshalb konnten schon vor 20 Jahren etwa aufgeschlossene Menschen sagen, daß wir uns nicht nur auf einer „schiefen Ebene“ nach unten bewegen, sondern eigentlich schon im „freien Fall“ sind. Die Symptome, die das ganz offensichtlich anzeigen, werden nur nicht als solche registriert, weil die meisten Menschen sie als zur „Normalität“ gehörig einordnen – UND, weil das „künstliche System“, die zivilisierte Ordnung, die Politik, Wissenschaft, Medien usw. die Symptome ignorieren, falsch deuten, leugnen, verharmlosen – verdrängen.
            Ich sehe insbesonders diesen Teil unserer Lebenswirklichkeit mit sehr wachem Auge – seit 25 Jahren. Und schon 25 Jahre davor wurde ich sensibilisiert für das Thema „Umweltverschmutzung“ – nachdem ich schon als Kind und Jugendlicher vor der damals unbeantworteten Frage stand, wie es möglich sei, daß Menschen so etwas tun (können), wie das, was 1933-45 geschehen war.

            Es genügt nicht, dem „Leben“ zu vertrauen wie einer Institution, die getrennt von mir ist, sondern das „Leben“ ist ein Teil von mir und ich bin ein Teil von diesem „Leben“, von dieser universellen Kraft, aus der ALLES besteht, was ist. Diese Lebens-Kraft ist meine wahre Identität, mein wahres SEIN. Und ich verstehe mich als ein integrales Teil des universellen „Teams“, das an der Aufgabe / Herausforderung arbeitet, die KZN zu überwinden / HEILEN. Genau genommen kann man ja keine Krankheit heilen, man muß den MENSCHEN heilen.

            -.-.-.-.-

            „Menschen als minderwertig in die Schublade KZN zu packen bewirkt das Gegenteil. Logisch?“:

            Warum schreibst du das – so?
            Meinst du MICH damit?
            Ich verurteile die Befallenen nicht als „minderwertig“.
            Ich sehe das Problem und kommuniziere und biete an, was gebraucht wird.
            Das ist genau das, was auch Jesus getan hat.
            Zum Beispiel am Bethesda-Teich. Dort sieht er den „Lahmen“ liegen und fragt ihn:
            „Willst du heil / geheilt werden?“
            Auf das „Jammern und Klagen“ des Lahmen geht Jesus nicht ein und sagt dann:
            „Hebe dein Lager auf und GEHE / WANDLE.“

            Wenn Kinderverstand diese Geschichte liest, hat Jesus den Lahmen geheilt.
            Wenn ein wahrhaft Erwachsener, ein ganzer, heiler, Mensch, diese Geschichte liest, kommt etwas ganz anderes zutage.
            Weißt du, was das ist?

            Ähnlich ist es bei der Heilung des „Taubstummen“.
            Dem WEISEN ist klar, daß es um die Heilung eines SPIRITUELL „taubstummen“ Menschen geht. Um einen, der SPIRITUELL nicht „hören“ (verstehen) kann und deshalb auch nicht entsprechend – spirituell kompetent – REDEN.

            Und so haben alle Bibel-Ge-Schichten (zwei) Schichten: Eine für den Kinderverstand und eine für den wahren Erwachsenen, den WEISEN.

            Diese SCHICHTEN haben übrigens alle – vor allem ALTEN – Geschichten wie Sagen, Legenden, Märchen und weitere.

            -.-.-.-.-

            „In der Fachterminologie ist Deine KZN eine Krankheit. Wenn ich wüsste, was Seele ist, würde ich sie als seelische Krankheit bezeichnen. Krank ist, was nicht gesund ist oder was nicht ordnungsgemäß funktioniert. Mit dieser Definition beginnt ein Dilemma“:

            Warum ergehst du dich in Mutmaßungen?
            Es wäre viel bessere Kommunikation, wenn du mich FRAGEN würdest, was ich mit verwendeten Begriffen meine.

            KRANK ist ein altes Wort. Und man kann es UR-SPRACHLICH deuten: K-RANK. Das heißt: Keine Rank-Kraft / Lebens-Kraft. Man kennt das Wort „rank“ aus dem idiom „rank und schlank (wie eine Tanne)“. Wobei der Teil „ank“ an das ägyptische „Ankh“ erinnert, das „Henkelkreuz“, das Symbol für (ewiges) Leben und Lebenskraft.
            Analog heißt „crank“ im Englischen soviel wie „abgeknickt“.

            „Krankheit“ ist also bei genauerer Betrachtung „Mangel an Lebens-Energie / -Kraft“. Nur die Wissenschaft und Schulmedizin wissen das nicht – bzw. wollen das auch nicht wissen. Und der Mangel an Lebens-Energie hat seine Ursache in der Entfremdung / „Sünde“ / Abtrennung / Neurose; in dem – mehrheitsnormalen – Vertrauensverlust in der Kindheit / Jugend, in den dadurch eintretenden Störungen
            – Frage- / Kommunikations-Störung;
            – Störung des ganzheitlichen (seelischen!) Lernens;
            – Scham- / Schuldgefühle (meist / primär gegenüber den Eltern) (warum?);
            – ANGST-Störung

            woraus sich wiederum andere / weitere speziellere Störungen entwickeln (können), je nach individueller Konstitution, nach den gesellschaftlichen und Familienverhältnissen sowie der sattsam bekannten Faktoren (Stress, life events, usw.).

            Aufgrund dieser – in der zivilis. Ges. mehrheitsnormalen – Behinderung kann der geistig-seelische (spirituelle) Aspekt der Pubertät nicht vollzogen werden und der junge Mensch bleibt UNREIF und UNWEISE (dumm). Zwar können die meisten noch rationales Wissen aufnehmen und einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, aber als wahre / ganze Menschen sind sie weitgehend inkompetent. Sie versagen typischerweise in menschlichen Beziehungen und vor allem bei Problemen sowie leider auch in der Kindererziehung.
            „Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden.“
            So ist es. Die jungen Menschen verlangen – bewußt / unbewußt – nach FÜHRUNG, aber die „Erwachsenen“ können sie nicht geben. Jedenfalls keine richtige, wahre, Führung.

            Was ist „Seele“:
            Das, was du in Wahrheit / Wirklichkeit BIST. Universelle, feinstoffliche, nicht materiegebundene, Energie. Ein „Same“ / „Kind“ / „Ableger“ des universellen „Bewußtseins“, der All-Seele.
            Jeder Mensch IST eine Seele und HAT einen Körper.
            Auch Gott IST Seele und HAT Körper: Unsere Körper – unter anderem.
            „Gott hat keine anderen Hände (Beine, Augen, usw.) als DEINE.“

            Gott ist die universelle GEIST-Kraft, die reine Liebe ist und
            DU bist in Wahrheit auch diese Kraft. Du brauchst es nur zu ERKENNEN und das Potenzial zu aktivieren, indem du dich damit IDENTIFIZIERST.
            Du hast das Potenzial, die Liebe zu sein, die Freude, der Friede, die Heilkraft – was du willst.

            Das vom göttlichen Vater vorgesehene „Amt“ des Menschen ist eigentlich, „Stellvertreter Gottes auf Erden“ zu sein. Um hier „Botschafter der Liebe“, „Vertreter / Anwalt des höchsten Prinzips“ usw. zu sein.
            Als „Amtsperson“ sind wir „Würdenträger“.
            Die Würde des Menschen besteht in seiner Göttlichkeit.
            Entsprechend sollten wir miteinander umgehen.

            Herzlichen Gruß!

            Wolfgang H. – aus Stellingen
            (früher Winterhude, Othmarschen, Barmbek, Uhlenhorst, Eilbek, Eimsbüttel, Veddel, Lurup, Eidelstedt – ich hoffe ich habe nichts ausgelassen^^)

  8. August 10, 2014 um 2:25 pm

    „… auf der Finde nach einer besseren Welt“ heißt es im Untertitel des blogs.

    Kommt darauf an, wie man das Wort „Welt“ deutet.
    Der Duden bietet auch „Diesseits“ an – und das übersetze ich mit „materielle Welt“.
    Es gibt aber auch das „Jenseits“ und das wäre dann die „geistige Welt“, das „Himmelreich“, das „Reich Gottes“.

    Der Mensch gehört zu BEIDEN Welten:
    Als Körper – einschließlich des körper-orientierten, materie-gebundenen, Bewußtseins („Niederes Selbst“ / „Ego“) zum „Diesseits“
    und
    als Seele / Geist (mens) zum „Jenseits“ – zu Lebzeiten und auch danach.

    Die Welt ist weder (nur) gut noch (nur) schlecht. Sie ist gut UND schlecht – je nachdem, wie das Ego sie deutet / bewertet.
    Das „Höhere / wahre Selbst“ wertet NICHT sondern akzeptiert die Welt, wie sie ist und setzt sich für das höchste Prinzip, die – alles akzeptierende – Liebe, ein.

    Der Mensch kann die Welt nur dadurch „verbessern“, daß er selbst sich im Bewußtsein verbessert UND sein Denken / Handeln. Einschließlich seiner unbewußten Ausstrahlung.

    Eine Raupe, die sich nach dem schmetterlingshaften Fliegen sehnt – und nur immer jammert, daß sie es nicht könne und wie „feindselig“ das vom Schicksal / Leben o.ä. sei und die versucht, sich Flügel aus Pappe zu basteln und einen Antrieb dazu – ist KRANK. Sie leidet Mangel. Hauptsächlich an Information. Man müßte ihr sagen, daß sie STILL werden muß, damit das „Schmetterlingspotenzial“ in ihr sein „Programm“ starten und durchführen kann.

    Ich erinnere an meine Geschichte „Wahnsinnige Schmetterlinge“.

    Herzlichen Gruß:

    Wolfgang H.

  9. August 11, 2014 um 8:08 am

    Hm, täusche ich mich oder war da noch ein anderer Kommentar, der auf einmal verschwunden ist? War der so federleicht, dass er davongeflogen ist? 🙂

    Lieber Wolfgang Federleichter,

    wenn Du von einem planvollen Vorgehen oder einem Plan sprichst, stelle ich mir bspw. die Konstruktionszeichnung eines Schiffes mit den verschiedenen, aufeinander bezogenen Teilen wie Bug, Heck, Mast, Steuer vor oder als zweite Möglichkeit eine Folge von logischen Operationen: wenn A, dann B oder C. Wenn nach A dann C dann D. Wenn A dann B dann gehe über Los und kassiere 2000 Euro.

    Wenn man einen Plan macht, braucht man Papier und Bleistift. Und wenn nicht Papier und Bleistift, dann doch zumindest eine Vorstellung im Kopf. Die Vorstellung im Kopf MUSS ein materielles Substrat haben, denn für diese Art zu denken, ist aktivierbares Erinnerungsvermögen notwendig. Erinnerung muss irgendwo abgelegt und zugänglich sein, in unserem Hirn ist sie das in Form von Nervenverschaltungen. Diese Art zu denken setzt ein Verständnis von Zeit voraus, denn A und B kann, wenn als Ursache und Wirkung aufeinander bezogen, nicht gleichzeitig, sondern muss hintereinander sein.

    Dieser Geist, der Pläne macht, kann also nicht der Geist sein, der aus dem Nichts schöpft. Ein Kopf, der Pläne macht, ist als Kopf bereits da. Der Kopf war vor den Plänen da.

    Dieser Geist, der Pläne macht, kann also nicht mit dem Leben identisch sein, das alle Phänomene erst hervorbringt.

    Meiner Ansicht nach ist dieser Geist, der Pläne macht, erst zusammen mit der Werkzeugherstellung entstanden. Wenn man die Geschichte der Werkzeugherstellung vom Stöckchen über den Faustkeil und das Rad bis zur Dampfmaschine verfolgt, lernt man, wie sich dieser Geist von einfachen Anfängen zu immer komplexeren Strukturen entwickelt hat. Was wir heute als Technik haben, ist das anschauliche Abbild dieses Geistes, der Pläne macht. Im Laufe seiner Entwicklung hat dieser Geist auch seine Vorstellung von Zeit geändert und aus der Zeit die lineare Folge einzelner Momente gemacht. Das geschah mit der Erfindung der mechanischen Uhr, die heute unser Zeitverständnis bestimmt.

    Der Geist, der Leben ist, funktioniert nicht nach diesen Prinzipien. Das kann man daran festmachen, dass die Natur eben auch nicht nach diesen Prinzipien funktionieren. Sonst wäre das, was wir heute als Technik haben, nicht von Naturgegebenem zu unterscheiden.

    Der Geist, der Pläne macht, will den Geist des Lebens entthronen und sich an dessen Stelle setzen. Deshalb ist er krampfhaft bemüht, sein Abbild (die Technik) dem Naturgegebenen anzugleichen. Manchmal ist er damit schon ganz schön erfolgreich. Kaum jemand macht sich bewusst, dass hinter den Niagara-Fällen Betonwände aufragen. Kaum jemand macht sich bewusst, dass erstaunlich viele Seen im ach so natürlichen Kanada künstlich angelegt sind. Der Geist, der Pläne macht, will und MUSS alles kontrollieren. Der Beweis seiner Existenz sind seine Pläne. Er muss diese Pläne Realität werden lassen, um sich selbst seine Existenz zu beweisen.

    Der Geist, der Pläne macht, WILL selber der Geist des Lebens sein und deshalb den Geist des Lebens vernichten. Ein wesentliches Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, sind Religionen und Ideologien, denn Religionen und Ideologien sind nichts anderes als die Pläne dieses Geistes, die sich auf den Menschen beziehen. Religionen und Ideologien nehmen den Menschen nicht als das Naturwesen, das er ist, sie ERSCHAFFEN ihn neu.
    Es ist dieser Geist, der voller Hass und Gier und zutiefst feindselig ist.

    Meiner Erfahrung und Erkenntnis nach ist der Geist des Lebens, der die Natur und auch den Menschen in seiner Eigenschaft als Naturwesen hervorgebracht hat, mit dem Geist der Liebe bzw. der Liebe identisch. Meiner Erfahrung und Erkenntnis nach ist alles Lebendige freier Fluss von Energie, um mal euer Bild zu gebrauchen. Leben IST freier Fluss von Energie.

    Der Geist, der Pläne macht, könnte meiner Ansicht nach durchaus eine neue Fähigkeit im Fluss dieser freien Energie sein, wenn er sich als das erkennen würde, was er ist, nämlich eine Fähigkeit, die nicht aus sich selbst heraus existieren kann. Stattdessen hat er sich gegen das Leben gewandt und bringt die Lebensenergie zum Stocken. Ja, und da er keine eigene Energie hat, zapft er die Energie des Lebens an. Das Leben bringt eine Fülle von Lebewesen und Fähigkeiten hervor. Inwieweit diese in dem, was bereits ist, bestehen können, ist nirgendwo festgelegt.

    Der Geist, der Pläne macht, ist jedoch nicht mit dem EGO identisch. Er ist sowohl das EGO wie das SELBST. Weder das Ego noch das Selbst schwimmen im Fluss der Veränderungen, im Fluss des Lebens mit. Im Kopfkino als Ausfluss des pläneschmiedenden Geistes imaginiert sich das Ego als Herrscher über die Welt und das Selbst als Herrscher über das Ego. Das Ego träumt sich dabei in den reichen Villenbesitzer mit zig Autos und Angestellten hinein, das Selbst in die Bescheidenheit, die auf all das heroisch verzichtet und aufgrund seiner Reife über solchen banalen Wünschen steht, während es gleichzeitig davon träumt, dass es ALLES IST. Filme laufen sowohl im Ego wie im Selbst.

    • August 11, 2014 um 2:03 pm

      Lieber Fingerphilosoph!

      „Der Geist, der Pläne macht, ist jedoch nicht mit dem EGO identisch. Er ist sowohl das EGO wie das SELBST. Weder das Ego noch das Selbst schwimmen im Fluss der Veränderungen, im Fluss des Lebens mit. Im Kopfkino als Ausfluss des pläneschmiedenden Geistes imaginiert sich das Ego als Herrscher über die Welt und das Selbst als Herrscher über das Ego. Das Ego träumt sich dabei in den reichen Villenbesitzer mit zig Autos und Angestellten hinein, das Selbst in die Bescheidenheit, die auf all das heroisch verzichtet und aufgrund seiner Reife über solchen banalen Wünschen steht, während es gleichzeitig davon träumt, dass es ALLES IST. Filme laufen sowohl im Ego wie im Selbst.“:

      Es gibt die Bezeichnung „Niederes Selbst“ oder „Pseudo-Selbst“ für das „Ego“. Evtl. gibt es da eine Verwechslung (mit dem „Höheren / wahren Selbst“).

      Das WAHRE SELBST ist die reine, göttliche, bedingungslose, Liebe und diese Liebe liebt auch das „Ego“ bedingungslos, so daß das Ego nicht mehr nach „Ersatz“ für Liebe, die es so „dringend“ braucht, suchen muß. Das Ego, daß sich bedingungslos geliebt weiß, hat sich aufs „Altenteil“ zurückgezogen und liegt zufrieden auf dem Sofa. Keine Träume mehr von Millionärsvilla, zig Autos und Angestellten und/oder ähnlichem Tand.
      Im höheren / wahren Selbst laufen solche „Filme“ nicht.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

  10. federleichtes
    August 11, 2014 um 2:35 pm

    Ich lösche hier keine Beiträge mehr. Thematische Irritierungen und Verwässerungen, immer gerne genommen, und um persönliche Angriffe brauche ich mich auch nicht mehr kümmern – auf diesem Feld verselbständigte sich scheinbar „Etwas“. Was ich am Rande beobachte: Hier schwingt etwas Neues – mit. Einerseits etwas Aggressiveres, andererseits mehr exformative Klarheit. Na, wenn das mal nicht Wirkung und Ursache sind.

    Was Klärung und Klarheit betrifft, sprechen wir von Erkenntnis. Was Leben betrifft, sprechen wir von Wegen und Erfahrungen, die erst Erkenntnisse ermöglichen. Im psychologischen Sinne gehen wir neue Wege, die alte Wege sind, weil sie vom Unbewussten, einem bereits existenten Datenfundus mit informativer Option, MITgestaltet werden: Aus Altem wird etwas Neues, weil der Blick der fortgeschrittenen Zeit etwas Anderes zu erkennen ermöglicht. Kurz: Leben ermöglicht Erfahrungen, weil Erkenntnisse nötig sind.

    Lieber Marian,

    ich meine, Menschen verstehen sich nicht über Worte, sondern über ihre Erfahrungen. Die eine Ebene geschaffen haben, die mehr oder weniger gleich schwingt. Schwingung kann Ausdruck von mehr oder weniger Angst sein, und Schwingung kann ein klarer, freier Geist sein. Gestern Nacht roch ich das salzige Meer UND auch Pferdestall – und ich war Zuhause.

    „Wenn man einen Plan macht, braucht man Papier und Bleistift.“

    Plan ist nicht Plan.
    Meine Reise mit dem Fahrrad von Hamburg nach Moskau plante ich nicht. Am Start war eine Idee und eine Absicht und ein Wille. ICH nannte das Ziel Moskau, dahinter steckte die Idee des Friedens. Die brauchte keinen künstlichen Plan, weil, das konnte ich erfahren, der Plan zusammen mit der Idee für Frieden automatisch entsteht. Der Glaube an das möglich zu Leistende und das Vertrauen in die Macht der Notwendigkeit weckten in mir natürliche Qualitäten. Am Anfang einer Entwicklung steht , so schein mir, also ein Ziel – und das Programmatische folgt dann entsprechend einer, vielleicht grundsätzlichen Befähigung. Jedenfalls erleben wir das in dieser Weise auch auf unseren Touren durch die Natur – da ist nix geplant. Es gibt nur ein Prinzip: So wenig Einschränkung unserer Freiheit wie möglich; alles Folgende ergibt sich,

    „Der Beweis seiner Existenz sind seine Pläne. Er muss diese Pläne Realität werden lassen, um sich selbst seine Existenz zu beweisen.“

    Du sagst es. Das Grundmotiv eines (EINES!) strebenden Geistes ist Existenz. Strebt er nicht, ist er nicht-existent. Andere Option: Erschafft er nichts Wahrnehmbares, ist er nicht existent. Weitere Option: Erschafft er nur Statisches, muss er ständig neu erschaffen. Der Gedankensprung hin zum Erschaffen des Lebendigen vollzieht sich folgerichtig.
    Jedenfalls erleben wir ja den manisch getriebenen Geist als Darsteller dieses Existenz-Phänomens. Immer wieder, immer wieder machen-machen, ohne Sinn und Verstand, im Wesentlichen also des Machens wegen. Die Suche nach Erkenntnis als Existenzerhaltungsprogramm?

    „Ja, und da er keine eigene Energie hat, zapft er die Energie des Lebens an. Das Leben bringt eine Fülle von Lebewesen und Fähigkeiten hervor. Inwieweit diese in dem, was bereits ist, bestehen können, ist nirgendwo festgelegt.“

    Am Anfang war der Schleimpilz. Vielleicht entstand er zufällig. Kreative Geister waren vielleicht begeistert von den Möglichkeiten, die in der Konstruktion des Schleimpilzes steckten – und erschufen einen roten und grünen Schleimpilz, schließlich eine Qualle, einen Salamander und ein Nilpferd. Egal, jedenfalls stecken im Wesen des Schöpferischen einige FUNDAMENTALE Ideen, die vermutlich nicht durch einen Urknall erzeugt wurden.

    „Der Geist, der Pläne macht, ist jedoch nicht mit dem EGO identisch“

    Aus Sicht existenzieller Grundbedürftigkeit schon. Wenn Geist als Wesen existent sein will, muss er handeln, und wenn viele Geister um Existenzberechtigung ringen, erlauben sich ganz andere Blickperspektiven auf Vielfalt, Konkurrenz und Kooperation, Kreativität und Flexibilität in Bezug auf das Mögliche und das Nötige.

    Ich bin zeitlich wieder knapp, weiter zu entdecken, ob das Mögliche nötig und das Nötige möglich ist – im Innen wie im Außen.

    Herzlich
    Wolfgang

  11. chattison
    August 12, 2014 um 11:32 am

    Ausschalter für das Mem.

    Das Mem selbst lässt sich wohl nicht abschalten – sowenig wie eine Erinnerung.

    Was man aber verhindern lernen kann, ist, dass das Mem bei einem selbst etwas einschaltet und sich so zur Steuereinheit erhebt.
    Meme kann man also blockieren.

    Das normale Bewusstsein des Menschen lässt sich ja leicht einfangen und fixieren.
    Beispiel Zaubertrick: Durch Ablenkungsmanöver und vom Zuschauer nicht durchschaute Technik entsteht dieser Banneffekt, der dem Zauberer es ermöglicht, vor den Augen des Betrachters das scheinbar Unmögliche zu vollziehen, weswegen auch nach dem Trick das Bewusstsein noch gefesselt bleibt, weil es darüber nachsinnt und spekuliert.

    Das Mem bietet vordergründig Inhalte, die das Bewusstsein beschäftigen, damit es hinter den Neurokulissen seine eigentlichen manipuierenden Machenschaften ungestört vollziehen kann.

    Was tun?
    Nur wenn der Zauberer enttant, demaskiert, durchschaut ist, verliert er seine „Magie“, seinen Bewusstseinsmagnetismus.
    Versteht man also die Vorgehensweise und daraus resultierende Wirkweise des Mem bei gleichzeitig erkannter Bedeutungslosigkkeit desselben für einen selbst, winkt man zukünftig nur noch gelangweilt ab, wenn das Mem daher kommt und marktschreierisch ruft:
    „Seht her! Noch nie Gesehenes! Noch nie Dagewesenes! Lassen Sie sich verzaubern von schier überirdischer Magie!!!“

    Meme sind nämlich bemerkenswert unkreativ – sie bieten immmer nur dasselbe an, bestenfalls mal in neuem Gewand.
    Aber wenn man bei einem Verkleidungskünstler weiß, worauf man zu achten hat, wird man von ihm nicht mehr zu täuschen sein.

    Demnächst mehr in diesem Theater…^^

    • federleichtes
      August 12, 2014 um 12:48 pm

      Ich dachte gerade an Gandhi.
      Und vorher an Macht als Prinzip der Sicherheit –
      und dann an Macht als Prinzip des Erfolgs –
      oder Erfolg als Folge des Machtprinzips –
      und dann an Übermacht, um zu Lasten Anderer noch mehr Erfolg, sprich noch mehr Macht zu erhalten.

      Dann dachte ich an das Prinzip des Lebens: Macht ist ein Erfolgsmodell. Macht entsteht unter bestimmten Bedingungen automatisch. Und es entstand sogar ein Modell, wie eine Ich-Macht sich aufaddieren kann zu einer Übermacht – durch eine Machtüberlassung anderer Ichs:
      Kann ein „Magier“ von zehn Nicht-Magiern nur 10% deren Aufmerksamkeit (an sich) binden. verdoppelt sich nicht nur dessen systemeigene Eigenmacht, sondern es entstand durch die (seine) reale Übermacht die Kontrolle über die zehn Neunzigprozentigen Ichs.

      Der Übel-Trick bei der Geschichte ist ein Verfahren, das die zehn Entmächtigten an die Übermacht bindet – indem suggeriert und demonstriert wird, dass der Neunzigprozentige durch die Bindung an die Übermacht mehr Macht zurück erhält, als er der Übermacht überlassen hat. Gefolgschaft ist also ein Erfolgsmodell, das in der Hoffnung auf Machtgewinn betrieben wird.

      In der Realität bestens zu beobachten. Kleinere Unternehmen schließen sich Konzernen an, kleinere Lieferanten erhoffen sich Absatzsicherheit durch einen organisierten Vertrieb oder durch die Belieferung großer Unternehmungen, Menschen verdingen sich bei einem fiktiven Staat mit einer sehr realen Macht, Menschen kriechen als Manager unter den Machtschirm von Konzernen, um glauben zu können, durch Unterstützung des Machtraubs nicht selber entmächtigt zu werden.

      Ghandi war kein Pazifist. Er hatte Macht, und er nutzte sie – nur methodisch anders – zum Kampf gegen eine Übermacht. Folgerichtig geschah, was geschehen musste und in diesem System nur geschehen kann: Entmächtigung der Machtfeinde und damit eine weitere Stärkung der Übermacht. Die in der Folge noch mehr fremde Macht übernehmen kann*. Schauen wir mal auf die Weltbevölkerung, wird klar, wie sich ihr exponentielles Wachstum auf das Wachstum der Übermacht auswirkte – ein Prozess, der sich nach meiner Einschätzung damit erledigt, dass es eine Macht gibt – und sonst nix.
      * Das Prinzip eines Schwarzen Lochs?

      Was passiert, wenn ein Maximum an Übermacht entstanden ist – und nichts mehr da ist, über das Macht auszuüben wäre? Kann ein Machtsystem, das davon lebt(e), weitere Macht zu generieren, lebendig, aktiv, dynamisch, existent bleiben ohne Aussicht auf weiteres Energiefutter?

      Was lernen wir von Bäumen?
      Im Erfolgsmodell Baum steckt eine Wachstumsbremse und eine Existenzbremse. Sie kehren also so oder so zurück in den Kreislauf relativer Ich-Bedeutungslosigkeit. Und die kleineren Bäume, die sich im Schutz mächtiger Bäume ansiedelten, werden erfahren, dass sie mit ihren Blättern mehr dem großen Baum als sich selber dienen – und vor sich hin kümmern müssen. Die Idee, einer Übermacht Eigenmacht zu überlassen, ist auch in der Natur demonstriert, aber so, als hätte ein Bewusstsein die Kontrolle über das (fatale) Übermacht-Prinzip übernommen.

      Ich hoffe, Mr. Chattison, Sie können mit meinen Gedanken etwas anfangen.

      Gruß
      Wolfgang

  12. August 12, 2014 um 1:00 pm

    Lieber Wolfgang Federleichter,

    ich fasse mal zusammen, wie ich das von Dir Gesagte verstehe: Leben ist mit einem Geist infiziert, der absolut egozentrisch und folglich absolut-bösartig ist. Diesen Geist kann man als Krankheit bezeichnen. Es ist die Lebensaufgabe des Menschen, den Symptomen dieser Krankheit einen Ausdruck zu verleihen. Das heißt, die Symptome sichtbar zu machen. Das Sichtbarmachen der Symptome ist keine Krankheit, deshalb kann man die Menschen nicht als krank bezeichnen.
    Wenn die Symptome sichtbar sind, können sie im menschlichen Miteinander analysiert werden. Einmal analysiert, kann das Leben eventuell darauf reagieren.
    Wenn das Leben Masern hätte, dann wären wir Menschen die roten Pusteln/das Fieber, und der bösartige Geist wäre die Masern.
    Habe ich Dich so richtig verstanden?

    Wenn ja, dann möchte ich darauf mit zwei Gedanken antworten:

    1. Was heißt es, etwas (ob das nun eine Krankheit, ein Geist, etwas Fremdes, etwas Bekanntes, egal was ist) als „absolut bösartig“ bezeichnen? Mir fällt dazu etwas ein, was ich mal in einer von Eugen Drewermanns Märcheninterpretationen gelesen habe: Was in vielen (nicht in allen) Märchen zunächst als das Absolut Böse erscheint, wie zum Beispiel der dreiköpfige Hund, der jeden zerreißt, der ihm zu nahe kommt, ist das, was in Wahrheit den Schatz bewacht. In der Jung’schen Psychologie ist es der verdrängte Schatten, das Nicht-Zugelassene, das ins Unbewusste absinkt, und – weil es nicht erkannt wird – bösartig wird.
      Das Verdrängte schneidet den Menschen von der Lebensenergie ab, manchmal ist das Verdrängte sogar die Lebensenergie selber.

    In der Jung’schen Psychologie und Drewermanns Märcheninterpretationen geht es darum, das, was als Absolut Böses erscheint, einfach mal zuzulassen und es anzuschauen. Wenn Du etwas (einen Geist) als Absolut Böses einstufst, bist Du dann bereit, Dich dem angeblich Bösen auf freundschaftliche Weise zu nähern? Bist Du bereit, Dich mit dem angeblich Bösen zu versöhnen?

    Du kannst jetzt natürlich antworten, wie soll sich ein Symptom mit der Krankheit versöhnen?
    Wenn Du Dich und Dein Leben tatsächlich als Symptom einer Krankheit empfindest, dann weiß ich nicht, wie man von diesem Punkt aus weiter machen kann. Man kann sich in das Schicksal fügen, zum Symptom bestimmt zu sein. Und geduldig ausharren.
    Du kannst natürlich antworten, es ist die Aufgabe des Lebens, sich mit diesem bösen Geist zu versöhnen, nicht meine, denn das alles findet auf einer Meta-Ebene statt.

    Ich frage Dich dann dagegen, wo soll diese Versöhnung stattfinden, wenn nicht in den Lebewesen selber? Ich glaube nicht daran, dass es Leben einerseits und diesen bösen Geist andererseits unabhängig von verkörperten Lebewesen gibt. Glaubst Du daran, dass Leben einerseits und dieser böse Geist nicht-verkörpert irgendwo existieren? Und wenn ja, wo?

    1. Man kann nicht nur von den Bäumen (obwohl es wundervolle Lehrmeister sind) lernen, sondern auch von den Tieren. Was ich an den Tieren beobachte, ist: dass jedes Tier höchst interessiert an seinem Leben und an der Aufrechterhaltung seines Lebens ist. Tiere sind unablässig damit beschäftigt, sich um ihr eigenes Leben zu kümmern. Das Leben von anderen Tieren, selbst von Tieren der eigenen Art, interessiert Tiere nur am Rande. Sie mischen sich höchst selten in das Leben von anderen Tieren ein. Höchstens dann, wenn sie diese anderen Tiere fressen. Tiere kreisen unablässig um sich selbst und ihr eigenes Leben. Sie nehmen anderen Tieren das Futter weg. Herdentiere wie Schimpansen und Wölfe bilden Hierarchien aus. Irgendjemand hat mir erzählt, dass Pferde das auch tun. Ob es stimmt, weiß ich nicht. Was ich indessen feststelle ist: wenn ich einem Pferd auf der Wiese nebenan eine Karotte gebe, reagiert ein anderes Pferd manchmal ziemlich heftig und jagt das erste Pferd weg. Da denke ich eigentlich schon, dass dieses zweite Pferd der Chef ist und zuerst gefüttert werden will.

    Gerade dadurch, dass Tiere in erster Linie auf sich selbst bezogen sind, entsteht auf der Meta-Ebene ein wunderbar funktionierendes Öko-System. Und da frage ich mich dann manchmal schon, was ist daran so schlimm, wenn man sich vorrangig um sein eigenes Leben kümmert? Und die anderen ihr Leben leben lässt.

    Wenn ein Mensch so wie ein Tier handelt und sich vorrangig um seine eigenen Belange kümmert, wird er als egozentrisch eingestuft, auch dann, wenn er andere NICHT ausbeutet.
    Mit welcher Begründung und mit welchem Recht eigentlich? Warum soll man sich zuerst um andere kümmern müssen, damit man selber nachher zu wenig hat und abhängig von anderen wird? Man könnte doch auch von den Tieren lernen.

    Das würde heißen, dass jeder erwachsene Mensch ein Interesse daran haben müsste, selbständig zu sein. Meine Erfahrung ist die, dass erstaunlich wenig Menschen ein Interesse daran haben, selbständig zu sein. Hier an der Küste habe ich andere Menschen getroffen, solche die ein Interesse an ihrer Selbständigkeit haben, und mir persönlich tut das gut.

    Seit zweitausend Jahren Christentum werden wir darauf gedrillt, dass die Gemeinschaft alles ist und der einzelne Mensch nichts. Ständig wird uns eingeimpft, dass unser einziger Wert darin besteht, anderen zu dienen. Wer für sich selbst nichts will und alles für andere gibt, ist das Vorbild. Wer selbst etwas für sich will, ist Egoist oder in seinem niedrigen Selbst. Ich habe das ausprobiert in meinem Leben. Ich war in einem medizinischen Beruf tätig, um anderen zu dienen, und in einer Umweltorganisation, um die Umwelt zu retten. Und eines Tages habe ich alles, was ich hatte, verkauft und verschenkt. Am Schluss ist mir nicht viel mehr geblieben als ein Koffer voller Klamotten. Das Ganze, weil ich an diese Ideale geglaubt habe, die gern auch hier gepredigt werden.

    Heute sage ich: ich kann auch von Tieren lernen. Es ist das bessere Modell, wenn sich jeder Mensch zuerst um sich selber kümmert und für sein eigenes Leben sorgt, ohne dabei andere auszunutzen und sich um das zu kümmern, was andere tun. Wenn dabei Überschuss anfällt und er diesen Überschuss abgibt, ist das okay. Wenn er diesen Überschuss für sich behält, ist das gerade so okay. Heute sage ich, jeder erwachsene Mensch hat erstmal das Recht und die Pflicht, sich um sich selbst zu kümmern. Inwieweit dann daraus Gemeinschaften entstehen, ist ein offener Prozess, dem man gelassen entgegen sehen kann, weil man nicht darauf angewiesen ist, DASS Gemeinschaften entstehen.

    Der egozentrische Geist, der hier gerne so verurteilt wird, ist nichts als die Lust, am Leben zu sein und sich um seine eigene Existenz zu kümmern. Seit zweitausend Jahre wird diese Lust am Leben als böse, als triebhaft, als niedrig verurteilt. Meiner Ansicht nach ist diese Lust, am Leben zu sein, von den Religionen verdrängt und in den Schatten getrieben worden, wo sie nun unerkannt ihr Unwesen treibt.

    Meiner Ansicht nach kommt das Feindselige in der Welt aus einer Verdrehung: Dass wir zuerst Gemeinschaften bilden (müssen), bevor wir für uns selber sorgen (können). Dadurch entsteht ein ungeheurer Zwang und eine ungeheure Kontrolle. Weil es in diesen Gemeinschaften dann NIE für alle reicht. Die Freimaurer und die Reichsäcke sind das kleinere Problem.

    • August 12, 2014 um 2:00 pm

      Dazu fällt mir ein: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Da steht nicht, dass wir unseren Nächsten mehr lieben müssen als uns. Da steht aber wir sollen uns selbst lieben. Müssen wir wohl lernen, üben…..

      „Dass wir zuerst Gemeinschaften bilden (müssen), bevor wir für uns selber sorgen (können). Dadurch entsteht ein ungeheurer Zwang und eine ungeheure Kontrolle.“
      Es werden Bedingungen gestellt, und genau diese Bedingungen stehen dem freien Lebens-,Energie- und Liebesfluss im Wege.

      Danke Marian
      Grüße
      Martina

      • August 12, 2014 um 6:11 pm

        Liebe Maretina;

        “Dass wir zuerst Gemeinschaften bilden (müssen), bevor wir für uns selber sorgen (können). Dadurch entsteht ein ungeheurer Zwang und eine ungeheure Kontrolle.”:

        Danke, daß du diese Aussage aufgegriffen hast. Das gab mir Gelegenheit, noch einmal darüber nachzudenken und etwas zu erkennen.

        „Dass wir zuerst Gemeinschaften bilden (müssen)“:

        Was für „Gemeinschaften“ denn? Was meinst du damit?
        Familien?
        Sippen, Stämme, Dörfer, Völker, Städte,usw.?

        Ein neugeborenes Menschenkind (Säugetier) kann freilich nicht für sich selber sorgen.
        Bei einigen Schildkröten ist das anders: Die schlüpfen aus dem Ei, rennen über den Strand und springen ins Wasser – und sorgen für sich selbst.

        Ein wahrhaft erwachsener Mensch allerdings soll für sich selber sorgen können.

        Den „ungeheuren Zwang“, die „ungeheure Kontrolle“, in Gemeinschaften von wahrhaft gesunden – nicht neurotischen – Menschen würde ich bestreiten. Wer das so sieht, spricht aus seinem neurotischen Erleben bzw. gestörten Weltbild.

        Herzlichen Gruß!

        Wolfgang H.

    • August 12, 2014 um 5:56 pm

      Lieber Fingerphilosoph!

      Ich stimme zu: aus der gesamten Natur / Schöpfung kann man lernen – denn sie repräsntiert / verkörpert das universelle Prinzip – mit EINER wichtigen Ausnahme: Anders als alle Tiere hat der – wahrhaft erwachsene – Mensch die Fähigkeit des „Dritten Weges“.

      Damit ist gemeint: Tiere haben nur ZWEI Wege, wie sie bei Gefahr / Bedrohung reagieren können: Flüchten oder Kämpfen.

      Der „Dritte Weg“ ist der Weg der LIEBE, des FRIEDENS, der göttlichen GEIST-Kraft.
      Der „Dritte Weg“ ist oft in Filmen zu sehen. Früher, als Jugendlicher bzw. bis zu meiner Wandlung, habe ich die Motivation, die dahinter steckt, nicht verstanden – aber ich fand das Verhalten immerhin so gut / beeindruckend, daß es mir in Erinnerung blieb.

      Das Verhalten in einem „Western“ zum Beispiel, auf eine herannahende Faust NICHT mit Flucht oder Gegenschlag zu reagieren, sondern mit dem Abfangen / Festhalten der Faust.

      SOLCHES Verhalten können wir NICHT von Pflanzen oder Tieren lernen, sondern nur von wahrhaft erwachsenen, weisen, Menschen. Menschen die im Bewußtsein der göttlichen Liebe leben und sich mit dem höchsten Prinzip identifizieren.

      Der verstorbene Peter Wenzel, früher Leiter von UNITY und Seminarhaus Lichtquell, Todtmoos, erzählte in einem seiner Vorträge eine selbst erlebte Geschichte, wo er in Berlin spät abends unterwegs war und plötzlich – weil er auf den Grenzstreifen geraten war – einem DDR-Soldaten gegenüberstand, der schon seine MP in Anschlag gebracht hatte und möglicherweise geschossen hätte – aber Peter Wenzel „hörte sich sagen“ (wie er es nannte): „Du kannst nicht schießen; du bist mein Bruder“.
      Der Grenzer ließ die Waffe sinken – und die Situation war de-eskaliert.

      Etwas höher stilisiert klingt die Geschichte von Scheich Omar, die René Egli in seinem Buch „Das LOLA-PRINZIP“ erzählt. Dem Scheich, der im Zelt in der Natur lebte, näherte sich ein gedungener Mörder. Als er dem Scheich auf Reichweite nahe war, fiel dem Mörder das Messer aus der Hand und er gab zu, daß er immer weniger Antrieb hatte, seine Tat zu vollenden, je näher er dem Scheich gekommen war.
      Der Mörder fragte, welche Kraft da am Wirken sei – und der Scheich antwortete:
      „Mein Einssein mit Gott“.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

  13. federleichtes
    August 12, 2014 um 2:54 pm

    @ Marian

    Dein letzter Kommentar war wieder eine für die „Seele“.
    Am Rande darf ich Deinen Fleiß bemerkenswert empfinden.

    Ich dagegen bin mit über 50 Homepageseiten in Verzug!

    Was Deinen Kommentar, in dem das Wörtchen „Boot“ vorkam, betrifft:
    Du schreibst, was nicht künstliches Wissen sein kann – was man erlebt, erfahren haben muss. Insofern erübrigt sich, sehr wohltuend, meine analytische Aufmerksamkeit.

    Dass Deine Fragen nicht allgemein geschätzt werden, irritiert mich ebensowenig wie die Geringschätzung von Offenheit und Wahrhaftigkeit. Unser russischer Freund fragt mich auch sehr direkt und sehr persönlich, so, als würdet ihr euch kennen; oder so, als wären wir Äste an einem Baum.

    Deine Beschreibung, wie ich mir das Motiv für die Lebensverursachung, die zielgerichtete Absicht und programmatische Systematik des Lebens vorstelle, ist richtig. Masern würde ich etwas konkreter beschreiben – als (nur) das Abbild einer Krankheitsursache.
    Und kurz zur Fragmentierung DER Ursache, DES Problems oder DER Problematik:
    Wenn DIE Kinderkrankheiten gemeinsam als EINE Krankheit auftreten würden, hätte kein Kind eine Existenzchance. (Fredric Vester beschrieb mir in der Nacht übrigens die grundsätzlich tödliche Wirkung der Stress-Systematik! Die gesamte Entwicklung des Menschen ist ja und sehr speziell inhaltlich fragmentiert und zeitlich gestreckt). Wollen wir also eine komplexe Krankheitsursache auflösen, kann dies nur pro rata und behutsam voran gehen – und gemeinsam, indem sich EINE Arbeit geteilt wird und deren schrittweises Werden als selbstverständlich akzeptiert wird – ebenso wie Misserfolge und Rückschritte.

    Das Wesen des ABSOLUT Bösartigen beschrieb ich gerade als bedingungslose Macht-Zuwachs-Systematik.

    „In der Jung’schen Psychologie ist es der verdrängte Schatten, das Nicht-Zugelassene, das ins Unbewusste absinkt, und – weil es nicht erkannt wird – bösartig wird.“

    Das sehe ich bislang anders.
    Das Bösartige, weil absolut zerstörerisch, IST ins Unbewusste verbannt. Mensch hat keine Chance, es zuzulassen, es sei denn, er kann es – als fragmentierten Teil – mit seinem Bewusstsein beherrschen. Folglich wäre das

    „Das Verdrängte schneidet den Menschen von der Lebensenergie ab, manchmal ist das Verdrängte sogar die Lebensenergie selber.“

    auch falsch. Ich unterscheide zwischen energetischen und informativen Implikationen. Und zwischen künstlicher Existenz durch Lebensenergie und natürlicher Existenzenergie des Wesens. Dann erklärt sich der Verdrängungs-Mechanismus besser, als Schutz-Systematik gegen die Macht absoluter Bösartigkeit. Dann erklärt sich auch das Leben als Hilfs-Energie, und das Leben erklärt sich als geregelt und gerichtet auf die vollständige Kontrolle der Bösartigkeit – was zur Folge hat, dass Mensch wieder (ohne Angst und Verwirrtheit) natürlich (mit seiner ihm eigenen Wesensenergie) existieren kann.

    „In der Jung’schen Psychologie und Drewermanns Märcheninterpretationen geht es darum, das, was als Absolut Böses erscheint, einfach mal zuzulassen und es anzuschauen. Wenn Du etwas (einen Geist) als Absolut Böses einstufst, bist Du dann bereit, Dich dem angeblich Bösen auf freundschaftliche Weise zu nähern? Bist Du bereit, Dich mit dem angeblich Bösen zu versöhnen?“

    DEM Bösen kann sich kein einziger Mensch nähern. Allerdings erwarte ich Zweierlei: Dass eine Runde so weit als möglich sich nähern kann, und dass die DEFINITIVE Konfrontation mit dieser Absolutheit nicht Sache des Menschen sein wird.
    Nein, mit dem Bösen kann man nicht Freund sein, es IST der absolute Feind jeder dynamischen Existenz. Versöhnen kann man sich mit dem Leben, das uns das Böse fragmentarisch in die Suppe spuckt. Das habe ich gemacht, die innere Versöhnung vollzogen – mit den Ahnen, mit meinen biografisch-feinseligen Erlebnissen.

    „Wenn Du Dich und Dein Leben tatsächlich als Symptom einer Krankheit empfindest, dann weiß ich nicht, wie man von diesem Punkt aus weiter machen kann. Man kann sich in das Schicksal fügen, zum Symptom bestimmt zu sein. Und geduldig ausharren.“

    Nix mit Ausharren. Leben ist ja mehr und viel mehr als Symptomatik – wie Du selber erfahren konntest. Leben ermöglicht Erfahrungen ja auf fraktalistische Weise, wie das Schälen einer Zwiebel erfolgt. Deswegen schrieb ich keine weiteren Bücher, weil bei mir die Schälgeschwindigkeit zunahm, auch durch die Absicht, weitere Bücher zu schreiben. Lustich. Leben also aktiv, als einerseits weiterer Problematisierung und andererseits weiterer Analysen zwecks Lösung.

    „Du kannst natürlich antworten, es ist die Aufgabe des Lebens, sich mit diesem bösen Geist zu versöhnen, nicht meine, denn das alles findet auf einer Meta-Ebene statt.“
    .
    Ich glaube nicht, dass wir von der Meta-Ebene getrennt sind – und das ist kein blinder Glaube. Wenn es ein Bewusstsein über das Leben gibt (für mich zweifelsfrei, um den Weg von A nach B zu gewährleisten), weiß dieses Bewusstsein, was nötig und möglich ist. Diesem ES kann ich dienen, die Umsetzung einer Absicht befördern, aber ob eine Versöhnung möglich ist oder eine Zerstörung des Bösartigen oder nur seine Deaktivierung angestrebt ist, sind Fragen, die sich mir nicht direkt stellen. Mein Gefühl sagt, es läuft auf die Deaktivierung des Systemischen und eine Rückführung der erbeuteten Energie hinaus.

    „Ich glaube nicht daran, dass es Leben einerseits und diesen bösen Geist andererseits unabhängig von verkörperten Lebewesen gibt.“

    Im direkten Einflussbereich der Macht absoluter Bösartigkeit ist nach meiner Einschätzung Existenz unmöglich.
    Deswegen wurde der informativ-systemische Wesensteil abgetrennt und fragmentiert, und der energetische Faktor neutralisiert. Bedeutet, das Informativ-Systemische muss sich, und zwar nicht wie selbstverständlich, „seine“ Energie erkämpfen, und zwar als Absicht in der Auseinandersetzung mit einer Gegenabsicht – deren Macht wächst mit dem Wachsen von Bewusstsein über das Wesen der Bösartigkeit.

    Kompliziert?

    Für die Abteilung der Tiere schreibe ich Dir am Abend.

    Herzliche Grüße sendet und eine frische Brise um die Nase wünscht Dir
    Wolfgang

    • August 13, 2014 um 2:08 am

      “Wenn DIE Kinderkrankheiten gemeinsam als EINE Krankheit auftreten würden, hätte kein Kind eine Existenzchance. (Fredric Vester beschrieb mir in der Nacht übrigens die grundsätzlich tödliche Wirkung der Stress-Systematik! Die gesamte Entwicklung des Menschen ist ja und sehr speziell inhaltlich fragmentiert und zeitlich gestreckt). Wollen wir also eine komplexe Krankheitsursache auflösen, kann dies nur pro rata und behutsam voran gehen – und gemeinsam, indem sich EINE Arbeit geteilt wird und deren schrittweises Werden als selbstverständlich akzeptiert wird – ebenso wie Misserfolge und Rückschritte.“

      Ja, es rappelt ja ganz ordentlich hier aktuell im Karton der Faszination Mensch.
      Gäbe es ein ANDERES Bewusstsein dahingehend, was es bedeutet krankheitsbedingt an die Grenze der eigenen Verkörperung zu gehen, anstatt sich mehr und mehr auf die externen Möglichkeiten des technologischen Fortschritts zu verlassen, sähe es mit dem Lösungsweg bezüglich des PROBLEMS ANDERS aus … wäre da nicht das Selbst-Bewusstsein dahingehend, was passieren kann, wenn der Körper nicht erbringen kann, was für das Leben als Ganzes wesentlich ist …
      Nun, die ANDEREN wissen davon nichts und können deshalb an ihre Grenzen gehen. Absicht ?

      Gruß Guido

  14. federleichtes
    August 12, 2014 um 6:09 pm

    So, dank meiner knappe bemessenen Zeit für Illumiertes, dauerte es ein Weilchen, um eine Frage zu stellen.

    Lieber Wolfgang H. in H. a.d. E,

    gehe ich recht in der Annahme, Du gehst aus von einem FERTIGEN Bewusstsein = Lösung für ein Problem, dessen Auswüchse Du als KZN beschreibst. Lösung erfährt, wer sich in dieses Bewusstsein dank persönlicher Leistung/Befähigung einzuklinken vermag.

    Korrekt?

    Wenn das stimmt, was macht dann Mensch in diesem Spiel zwischen Hölle und Himmel? Eine Art Sadomasoaffentheater in Durwahn und Mollschwachsinn?
    Und,bitte sehr, warum muss die Menschheit zwischen 10 und 60 Tausend Jahre auf Dich warten, um dem ein Ende bereiten zu wollen und zu können?

    Wat war dat fürn Murks nach der Sintflut, ein Start der Arche Noah ohne Dich? Noah, Günstling Deines Gottes, Ziehvater für ein teuflisches Geschlecht,.für das Leben nicht mal ’ne halbe Peanut wert ist?

    Der „Herr“, der die Menschen zu Anbeginn verfluchte und damit diese „Welt“ erschuf, ist nicht mein Herr. DAS ist jedenfalls die Wurzel für meine bescheidene Gesundung und Gesunderhaltung – dem Faschistoiden, dem Kriegerischen, Schuld und Beschuldigung „Ade“ zu sagen.

    Ja, von Bäumen und Tieren und Menschen kann man lernen. Vor etwa einem Monat sagte ich zu einem Freund:
    Was soll ich mit Freunden, von denen ich nichts lernen kann? Und ich sagte, der ist mein Freund, weil …, und der ist mein Freund, weil … Ich glaube, er hatte mit dieser meiner Klarheit ein Problem. Macht nix. Auch er wird verstehen, dass Freundschaften nichts wert sind ohne Bedeutung, und bedeutungslose Freundschaften beliebig zu schließen sind.

    So, das mal dazu.

    Herzlich
    Wolfgang J. in B., II. Stock im Armenviertel, Nordseite, Freund der Bedeutung, darum seit 25 Jahren autolos und Fahrradfahrer.

    • August 15, 2014 um 3:40 pm

      „gehe ich recht in der Annahme, Du gehst aus von einem FERTIGEN Bewusstsein = Lösung für ein Problem, dessen Auswüchse Du als KZN beschreibst. Lösung erfährt, wer sich in dieses Bewusstsein dank persönlicher Leistung/Befähigung einzuklinken vermag.

      Korrekt?“:

      Kann ich nicht beantworten. Ich verstehe nicht, was du meinst.

      Ich schrieb dir ja schon mal, Deine Ausdrucksweise ist manchmal schwer zu verstehen.

      Und wenn du nicht einmal auf Nachfragen von mir eingehst, kann keine (gute) Kommunikation stattfinden.

      -.-.-.-.-

      „Und,bitte sehr, warum muss die Menschheit zwischen 10 und 60 Tausend Jahre auf Dich warten, um dem ein Ende bereiten zu wollen und zu können?

      Wat war dat fürn Murks nach der Sintflut, ein Start der Arche Noah ohne Dich?“:

      Was willst du damit sagen?

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

  15. federleichtes
    August 12, 2014 um 9:15 pm

    “Dass wir zuerst Gemeinschaften bilden (müssen), bevor wir für uns selber sorgen (können). Dadurch entsteht ein ungeheurer Zwang und eine ungeheure Kontrolle.”

    Dafür sage ich ein besonderes „Danke“ – weil VOLLTREFFER.

    Nicht nur, weil ich nebenher an diesem Thema arbeite und gestern Nacht konkreter werden konnte. Aber ich will mal nicht zu viel verraten.
    Wahrscheinlich wundert sich manch einer, mit welcher Respektlosigkeit ich hier über „Gott“ herziehe. Damit das mal klarer wird:
    Verkehrte Welt ist anzunehmen, es gäbe einen Geist, der seinen Kindern Schuld und Schande ins Poesiealbum schreibt und damit das Recht hätte, die ohnehin Gestraften vor ein Gericht zu zitieren.
    ANDERS RUM WIRD EHER EIN SCHUH DRAUS.

    Kein Baum, kein Bäumchen, kein Sträuchlein fällt freiwillentlich auf die Knie. Bevor diese Geschöpfe den Sturm anbeten, fallen sie lieber um. DAS KANN MENSCH LERNEN, bewusster mit seinem Leben umzugehen und sich dankbarer dem Leben zuzuwenden.

    Allen einen guten Abend.

    Wolfgang

    • August 12, 2014 um 11:37 pm

      Der Lösungsweg ist vielschichtig, gar als komplex anzusehen, betrachtet man ihn aus Sicht menschlicher Gesellschaften. Diese Gesellschaften meinen es braucht Arbeitgeber, die Anderen Arbeit geben, während die ANDEREN alles geben, um die Arbeit im Sinne der HARMONIE ungefragt und ungezwungen zu leisten. In Gesellschaften muss man sich den Lebensunterhalt verdienen, während es der Verdienst der ANDEREN ist, dass sie die HARMONIE zu bewahren vermögen. Somit braucht eine HARMONISIERENDE Gemeinschaft weder Arbeitgeber noch das Verdienen eines Lebensunterhaltes, da Gemeinschaft der Sinn des Lebens ist, Gesellschaften aber den Sinn in einer Arbeit suchen, in der das Gefühl für Kohärenz nicht zu finden ist. Was Gesellschaften übersehen, ist, dass es gar keine Arbeitslosen gibt. Je mehr in Gesellschaften für die Gesellschaft geworben wird, indem auf niedrige Arbeitslosenzahlen gepocht wird, desto weniger leisten diese Gesellschaften für das Leben als Ganzes … und damit für die Bewusstwerdung des Wesentlichen allen Lebens.

      Solange man Arbeitgeber befriedigen muss, um seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, kann der Rattenschwanz an Problemen nur länger werden … und die Ratte immer fetter.

      Gruß Guido

  16. August 13, 2014 um 6:23 am

    @ Wolfgang Heuer

    Ich habe in einem christlichen Krankenhaus gearbeitet, in dem viel die Rede war vom „Wahren Selbst“, vom „Höheren Bewusstsein“, vom „Christus“, von „der inneren Berufung“, dem „göttlichen Kern in uns“, der „bedingungslosen Liebe“, vornehmlich dann, wenn es darum ging, dass die, die an vorderster Front standen, noch mehr Überstunden machen, noch mehr Nachtwachen schieben, an freien Wochenenden noch mehr einspringen und in der ohnehin nicht mehr vorhandenen Freizeit noch mehr freiwillige Eigeninitiative zu verordnetem Gutmenschentum zeigen sollten. Und, Wolfgang Heuer: es war nie genug.
    Wenn wir übernächtigt auf dem Zahnfleisch daherkamen, dann war das nicht die Schuld der Pfarrer und der Oberen, es war unsere eigene Schuld. Denn wären wir in unserem Wahren Selbst und würden bedingungslos lieben, dann würden uns von Gott ungeheure Energien zuströmen, nicht wahr?

    Eines Tages, am Bett einer Patientin, die in ihrem Siff lag und wieder einmal nicht gewaschen worden war, weil wir doppelt so viele Pflegefälle, wie zu schaffen war, auf Station liegen hatten, legte sich in meinem Hirn ein Schalter um. Ich sah: Wir waren Zombies geworden, die Menschen unmenschlich behandelten, weil wir selbst unmenschlich behandelt wurden. Als ich daraufhin gegen das System „Krankenhaus“ rebellierte, bekam ich die ganze Unbarmherzigkeit derer, die sich in ihrem „Höheren Selbst“ wähnten, zu spüren.

    Ich habe mich umgesehen. Unmenschlichkeit ist immer dort zu finden, wo Menschen sich anderen Menschen gegenüber als was Besseres empfinden, sei es, weil sie mit dem Wahren Selbst der Selbstvergottung, mit den Wissenschaften dem Licht der Vernunft oder in den Bankentempeln dem Gott Mammon huldigen.

    Ja, Wolfgang Heuer: Du hast Recht mit deiner kollektiven Zivilisationsneurose. Für mich ist sie jedoch genau das, was Du hier permanent als Heilung vorschlägst.

    Wenn Du in Deinem „Wahren Selbst“ nicht ausschließlich von Licht und Liebe lebst, sondern deine Nahrungsmittel wie ich im Laden kaufst und dafür Geld auf den Tisch legst, hast Du mir nichts zu sagen.

    Fingerphilosoph

    • August 13, 2014 um 7:04 am

      Lieber Fingerphilosoph!

      Ich habe den Eindruck, du bist noch vereinnahmt von den – falsch verstandenen – Informationen. Ich weiß sehr wohl, daß in der entfremdeten Gesellschaft die Begrifflichkeiten verwendet, aber nicht ihre wahre Bedeutung erkannt wird.

      „Denn wären wir in unserem Wahren Selbst und würden bedingungslos lieben, dann würden uns von Gott ungeheure Energien zuströmen, nicht wahr?

      Es kommt darauf an, welche Energie du meinst: Grob- oder feinstoffliche?

      Oder geht es gar nicht um die MENGE?
      Sondern um die QUALITÄT? Um die Schwingung / Frequenz?

      Das wahre Selbst hilft nicht, ungesunde Arbeitsbedingungen zu kompensieren, sondern hilft dir, das Ungesunde zu erkennen und besser – lebens-energetisch – für dich zu sorgen.

      -.-.-.-.-

      „Ja, Wolfgang Heuer: Du hast Recht mit deiner kollektiven Zivilisationsneurose. Für mich ist sie jedoch genau das, was Du hier permanent als Heilung vorschlägst.“

      Ich kann nicht glauben, daß du das ernst meinst. Wenn doch, hast du ein sehr großes Problem.

      -.-.-.-.-

      „Wenn Du in Deinem “Wahren Selbst” nicht ausschließlich von Licht und Liebe lebst, sondern deine Nahrungsmittel wie ich im Laden kaufst und dafür Geld auf den Tisch legst, hast Du mir nichts zu sagen.“:

      Ich vermute, du hast nur einen Grund gesucht, mir so etwas „böses“ schreiben.
      Okay. Dann war es wohl dein Bedürfnis.

      Ich weiß sehr wohl, daß ich ausschließlich von Luft und Liebe leben KÖNNTE, aber NOCH habe ich mich nicht dazu entschieden, es auch wirklich zu TUN.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

  17. gabrielealt
  18. Gerd Zimmermann
    August 13, 2014 um 4:40 pm

    Mir gefaellt das auch, was hier im Moment abgeht.
    Im Boxclub wuerde man sagen, eins richtig auf die Fresse geben.

    Faszination Mensch ist kein Boxclub. Hier hat sich Wissen angesammelt, dass dem des Vatikans oder dem Club of Rom uebersteigt.

    Weit, sehr weit sogar. Wir reden miteinander mit einer Redekultur. Machmal stelle ich mir so Gemeinschaft statt Gesellschaft vor. Gesellschaft ist Unterhaltung ( dies hier ist keine Untenhaltung ) Es ist Aussdruch von Vielfalt, Akzeptenz, Toleranz und darf ich das sagen, Liebe zum Leben.

    Gruss Gerd

  19. Gerd Zimmermann
    August 13, 2014 um 4:59 pm

    Was ist Liebe. Ich DENKE LIEBE IST EIN GEFUEHL.Materiell, wohl eher nicht.
    Was ist Eifersucht. Die Angst Liebe zu verlieren. Etwas nicht materielles zu verlieren.

    Ist die Sucht nach materiellen Guetern (durch Geld bewegt ) nicht eine Ersatzbefriedigung?

    Gruss Gerd

    • August 13, 2014 um 9:31 pm

      „Was ist Liebe. Ich DENKE LIEBE IST EIN GEFUEHL“:

      Lieber Gerd!

      In der weit überwiegend (selbst-)entfremdeten zivilisierten Gesellschaft werden Begriffe / Worte, die in Bereich des Spirituellen gehören, irrtümlich für den Bereich des Irdischen benutzt. Und das ist auch dem Wort „Liebe“ widerfahren. Deswegen haben so viele Menschen auch Probleme mit den Jesus-Geboten – vor allem mit „Liebe deine Feinde“.

      PRIMÄR ist Liebe einer der Aspekte der „universellen Energie“, des göttlichen Geistes, der Gott(es)-Kraft. Deswegen spricht man auch von der „Kraft der Liebe“ – wie man auch von der Kraft des Friedens spricht oder von der Heilkraft / Selbst-Heilungskraft. Auch dies sind Aspekte der universellen Energie.

      Auf dieser Ebene ist Liebe BEWUSSTSEIN und begründet eine (Grund-)HALTUNG, die auch bei wechselnden Gefühlen aufrechterhalten werden kann. Das Wort, das mir als nächstes dazu einfällt, ist das englische FAIRNESS.

      Die Liebe auf dieser Ebene ist NICHT geprägt durch das „Haben(-wollen)“, sondern durch das Geben – und zwar ohne Forderung oder Erwartung einer Gegenleistung. Die WAHRE Liebe gibt sich um ihrer selbst willen.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

    • August 16, 2014 um 9:11 pm

      Lieber Gerd:

      „Was ist Liebe. Ich DENKE LIEBE IST EIN GEFUEHL. Materiell, wohl eher nicht.
      Was ist Eifersucht. Die Angst Liebe zu verlieren. Etwas nicht materielles zu verlieren.“:

      Nach meinem Verständnis gibt es zwei Ebenen / Dimensionen / Qualitäten von „Liebe“:

      1. Das GEFÜHL Liebe und
      2. Das BEWUSSTSEIN Liebe / die KRAFT der Liebe.

      Das Gefühl Liebe kennt (auch) jeder, der im materie-orientierten Bewußtsein, dem „Niederen / Selbst“ / „Ego“ lebt. Diese Liebe möchte HABEN – und hat Probleme mit dem Loslassen / Verlieren und GEBEN.

      Die KRAFT der Liebe, die nur im höheren Bewußtsein verfügbar ist, hat diese Probleme NICHT. Wer im höheren Bewußtsein lebt (dort seinen „Hauptwohnsitz“, seine Heimat, seinen „Herrscherthron“ hat, kann freimütig GEBEN, LOSLASSEN und verzichten ohne Probleme.

      -.-.-.-.-

      „Ist die Sucht nach materiellen Guetern (durch Geld bewegt ) nicht eine Ersatzbefriedigung?“:

      „Sucht sucht.“
      Jede Sucht ist Suche nach Ersatz – für Liebe. Wer mit dem „Niederen Selbst“ / „Ego“ identifiziert ist (bewußt oder unbewußt), lebt nicht im Bewußtsein der Liebe und verfügt nicht über die Kraft der Liebe, sondern wird zum Sklaven des Ego (bzw. der Neurose) und dessen Suche / Sucht nach Ersatzbefriedigungen (oder Drogen, um sich aus der Realität „weg zu machen“).

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

  20. August 14, 2014 um 12:55 pm

    Keine Welt ohne Spirit. Der Spirit ist Geist = GE-IST = das, was ist, das SEIN, die Seins- bzw. Bewußt-seins-Energie und „Vorstellungs-Kraft“. Das, was „materiell“ IST, ist „vorgestellt“, imaginiert, „gedacht“, vom Bewußtsein „eingebildet“.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

  21. Oktober 14, 2014 um 6:14 am

    Bisschen off topic:

    http://web.de/magazine/gesundheit/ebola/apokalypse-keim-menschheit-toeten-30138042

    Was in dem Beitrag – natürlich! – leider NICHT gesagt wird, ist die Möglichkeit für jeden Menschen, sein (Grund-)Gesundheits-„Niveau“ anzuheben und damit die Chance, auch einen „Apokalypse-Keim“ zu überleben.
    Auch in Pest-Gebieten haben Menschen überlebt.

    Mein Erklärungsansatz ist, daß die „Immunisierung“ durch die „körper“-eigene Lebens-Energie erfolgt, durch Bewußtseins-Energie bzw. durch das Vertrauen auf die Kraft („… aus der Höhe“ / „… des Universums“ (wie He-Man sagte).
    Das VERTRAUEN, der GLAUBE, an die KRAFT (oder auch nur an die MÖGLICHKEIT des Schutzes / der Heilung) „aktiviert“ die Kraft, „beauftragt“ die Kraft, DAS zu tun, dessen sie für fähig gehalten wird. Ärzte / Wissenschaftler kennen dieses Phänomen unter dem Begriff „Placebo“. Und das funktioniert auch ohne daß man irgendein (Schein-)Medikament einnehmen müßte. Auch DAS ist aus Berichten von Spontan-Remissionen / -Heilungen bekannt.

    Bestätigt wird der Effekt durch mehrere biblische Heilungsgeschichten, in denen es heißt: „Dein Glaube hat dir geholfen.“

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang H.

  22. Gerd Zimmermann
    Oktober 14, 2014 um 8:46 am

    Maya – Illusion

    Apokalypse – Enthuellung

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