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Wo ist unser geraubtes Geld: Zeitbombe Steuerpflicht – Offshore Steueroasen

Würden die Menschen das Geldsystem verstehen,
hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.
Henry Ford

ARTE brachte einen Beitrag, der weiter Licht in unser räuberisches Geldsystem bringt und wo ein mehrfaches unserer Schulden liegt:

Zeitbombe Steuerpflicht  – Offshore Steueroasen

Gerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, erarbeiten die Banken neue Strategien, um ihren reichen Kunden die Steuerhinterziehung zu ermöglichen. Die Entlarvung von Steuerflüchtlingen wie Amazon und Total macht begreiflich, wie die tiefen Löcher in Europas Staatskassen entstehen konnten.

Man stelle sich vor, ein jeder könnte selbst entscheiden, ob er Steuern zahlen und trotzdem die von der Allgemeinheit finanzierten, sozialstaatlichen Dienstleistungen (Gesundheit, Bildung, Sicherheit, öffentlicher Nahverkehr usw.) in Anspruch nehmen will. Das ist keine Utopie – es ist heute Realität.

Internationale Konzerne können Milliardengewinne erwirtschaften, ohne einen einzigen Euro Steuern zahlen zu müssen. Wohlhabende Steuerzahler wiederum bringen den Großteil ihrer Reichtümer mit Hilfe des Schweizer Bankgeheimnisses oder durch in Jersey ansässige Firmen vor dem Fiskus in Sicherheit.

Ganze Staaten drohen inzwischen aufgrund der immer umfangreicher werdenden Steuerflucht zusammenzubrechen. Schätzungsweise 20 bis 30 Billionen Dollar werden jedes Jahr in Steuerparadiesen versteckt. Dies entspricht etwa einem Drittel der weltweiten Schulden.

Der französische Finanzexperte, Journalist und Autor Xavier Harel bietet einen faszinierenden, lehrreichen Einblick in den Wirtschaftszweig Steuerflucht. Er reist dafür auf die Kaimaninseln, ins amerikanische Delaware, nach Jersey, in die Schweiz und nach Großbritannien.

Mit einer Prise Humor enthüllt Harel die meisterhaft erdachten Steuersparmodelle von Colgate, Amazon und Total und stellt auch die großen Beratungsfirmen wie KPMG, Ernst & Young sowie PricewaterhouseCoopers für ihre Mithilfe bei der Plünderung der Gesellschaft an den Pranger.

Zuletzt zeigt er den unglaublichen Zynismus von Banken wie der UBS oder BNP Parisbas auf. Gerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, helfen sie ihren gut betuchten Kunden weiterhin dabei, ihre Reichtümer am Fiskus vorbeizuschleusen. Doch die Steuerflucht hat ihren Preis. In Griechenland zeigt Xavier Harel, wie ein europäisches Land pleiteging, weil es nicht in der Lage war, Steuern einzutreiben. Und alle Länder sind vom Bankrott bedroht, wenn es nicht gelingt, den ungeheuerlichen Privilegien der Konzerne und reichen Steuersündern Einhalt zu gebieten.

Man stelle sich vor, ein jeder könnte selbst entscheiden, ob er Steuern zahlen und trotzdem die von der Allgemeinheit finanzierten, sozialstaatlichen Dienstleistungen (Gesundheit, Bildung, Sicherheit, öffentlicher Nahverkehr usw.) in Anspruch nehmen will. Das ist keine Utopie – es ist heute Realität.

Internationale Konzerne können Milliardengewinne erwirtschaften, ohne einen einzigen Euro Steuern zahlen zu müssen. Wohlhabende Steuerzahler wiederum bringen den Großteil ihrer Reichtümer mit Hilfe des Schweizer Bankgeheimnisses oder durch in Jersey ansässige Firmen vor dem Fiskus in Sicherheit.

Ganze Staaten drohen inzwischen aufgrund der immer umfangreicher werdenden Steuerflucht zusammenzubrechen. Schätzungsweise 20 bis 30 Billionen Dollar werden jedes Jahr in Steuerparadiesen versteckt. Dies entspricht etwa einem Drittel der weltweiten Schulden.

Der französische Finanzexperte, Journalist und Autor Xavier Harel bietet einen faszinierenden, lehrreichen Einblick in den Wirtschaftszweig Steuerflucht. Er reist dafür auf die Kaimaninseln, ins amerikanische Delaware, nach Jersey, in die Schweiz und nach Großbritannien.

Mit einer Prise Humor enthüllt Harel die meisterhaft erdachten Steuersparmodelle von Colgate, Amazon und Total und stellt auch die großen Beratungsfirmen wie KPMG, Ernst & Young sowie PricewaterhouseCoopers für ihre Mithilfe bei der Plünderung der Gesellschaft an den Pranger.

Zuletzt zeigt er den unglaublichen Zynismus von Banken wie der UBS oder BNP Parisbas auf. Gerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, helfen sie ihren gut betuchten Kunden weiterhin dabei, ihre Reichtümer am Fiskus vorbeizuschleusen. Doch die Steuerflucht hat ihren Preis. In Griechenland zeigt Xavier Harel, wie ein europäisches Land pleiteging, weil es nicht in der Lage war, Steuern einzutreiben. Und alle Länder sind vom Bankrott bedroht, wenn es nicht gelingt, den ungeheuerlichen Privilegien der Konzerne und reichen Steuersündern Einhalt zu gebieten.

Der Reiche hat das Gesetz in seinem Portemonnaie.
Rousseau

  1. August 2, 2014 um 10:39 am

    Eine Rezension des Films kommt zum Fazit:

    Noch nie haben die multinationalen Konzerne so hohe Profite erzielt, noch nie waren die Reichen so reich – und noch nie haben sie so wenig Steuern gezahlt. Ziegler verweist darauf, dass die Steuerparadiese blühen und Gedeihen und zitiert Rousseau: „Der Reiche hat das Gesetz in seinem Portemonnaie“. Der Film endet mit den Worten: „Steuern sind der Preis, den wir für eine zivilisierte Gesellschaft bezahlen müssen“.

    • August 2, 2014 um 10:41 am

      passend zum Schlusssatz haben wir inzwischen festgestellt:

      Steuern sind Diebstahl – wo ist die Partei der Nicht-Steuern?

      Darin das Fazit: Steuern sind das von den neuen, globalen Leibeigenen der Geldeliten entrichteten Gelder zur eigenen Unterdrückung und Manipulation.

      Da könnte man zum Schluss kommen, dass wir froh sein könnte, dass immer weniger Geld zur Unterdrückung vorhanden ist. Nur leider wird dann dort gespart, wo noch was eher Nicht-unterdrückendes gefördert wurde. Aufgrund dieses steigenden Ungleichgewichts spüren die Peitsche immer stärker?

  2. chattison
    August 2, 2014 um 10:53 am

    „Wo ist unser geraubtes Geld?“

    Man kann nichts rauben, was nicht existiert und auch niemandem wirklich gehört.^^
    Hier wird beklagt, dass eine Umverteilung von virtuellen Schuldanprüchen in der aktuellen Form „ungerecht“ sei, wobei nicht in Frage gestellt wird, ob nicht vielleicht das gesamte Steuersystem an sich ungerecht ist und ein System, das zu seinem Eigenerhalt – hier der „Staat“ – ein ungerechtes Lastenverteilungssystem benötigt, einfach nicht erhaltenswert ist?!

    Vielleicht wäre es zur Abwechsung echt schlauer, würden sich diese Lamentierer überlegen, welche Formen der sozialen Bedürftigkeiten tatsächlich zuwendungsberechtigt sind und ob es nicht geschicktere, gerechtere Formen des sozialen Ausgleichs gibt als immer wieder nur das verfluchte Geldsystem???

    Und Infrastrukturen seien nur durch finanzielle Aufwendungen zu erstellen halte ich für ein maximal haltloses Gerücht!

    Die oft und gerne bemühte, – damit aber in der gebetsmühlenartigen Wiederholung nicht glaubhaftere und richtigere -, Begründung, der Staat sei in der gegenwärtigen Form alternativlos und wie sonst sollte wohl eine Gesellschaft funktionieren…blablala ist lediglich Ausdruck einer evident invariablen Geisteshaltung, die erst mal ihren eigenen Zustand als den einzig wahren zu rechtfertigen sich bemühen müsste, bevor sie sich in „Alternativlosigkeiten“ und völliger Kritiklosigkeit ergeht!

    Allein der Begriff „Steuersünder“ sagt ja schon alles:
    Deren Gott ist ein Geldschein und „Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft.“
    Wer also sich erdreistet wie der Gott der Bankenhäuser sein zu wollen, der wird wegen Blasphemie in den Knast gesteckt!
    Nicht unter zwei Jahre, das steht gleichauf mit „Vergewaltigung“.
    Interessanterweise ist „Gotteslästerung“ bei uns sonst grundsätzlich völlig straffrei.

    Wenn das nicht mal verräterisch ist…^^

    Nicht die Steuersünder, Steuerflüchtlinge sind das Problem – sondern das Steuerprinzip selbst.
    Bezeichnenderweise kommt der Quatsch ja erst auf, als durch kriegerische Handlungen Befestigungsanlagen und stehende Heere benötigt wurden und die ach so hochgelobte Infrastruktur war so gut wie nie eine selbstlose Geschichte, sondern in sehr vielen Fällen lediglich das notwendige Fundament für eine Kriegstüchtigkeit! – ob da wohl ein Zusammenhang besteht….?

  3. August 2, 2014 um 11:06 am

    Vor Kurzem fand eine interessante Diskussion darüber statt, in der es sich um den Staatsbankrott, Geldsystem und Schulden dreht:

    Alternativen zum Wirtschaftssystem
    Es wurden Alternativen zum derzeitigen Wirtschaftssystem mit folgenden Themen diskutiert: faires Geldsystem, qualitative Nahrungsmittel und ein effektives Gesundheitssystem, Umweltbewusstsein und nachhaltige Energieversorgung sowie regionale Eigenverantwortung und weitere Themen die sich denen sich unsere Massenmedien leider nicht annehmen.
    Neben Andreas Popp, waren auch noch Prof. Dr. Michael Vogt, Rico Albrecht, Bernhard Möstl, Joe Kreissl als Vortragende geladen.
    Auch Universitätsprofessor Dr. Franz Hörmann berichtete über die Absurdität des herrschenden Geldsystems und präsentierte einfachste Lösungen, die mit gesundem Menschenverstand umsetzbar wären.

  4. chattison
    August 2, 2014 um 11:37 am

    Noch ein Aspekt, den arte unterschlagen hat:
    egal, was Konzerne außer Landes schaffen – das sind Peanuts gegen das, was ganz legal außer Landes geschaffen wird – z.B. der Transfer eines ganz erklecklichen Anteils unserer Steuergelder durch unsere „Regierung“ nach den USA.
    Gell, da guckst?^^
    Man munkelt von 20-50% je nach Quellenlage…
    Dito übrigens Russland!

    Oder hat sich hier wirklich noch nie jemand ernsthaft gefragt, wie es sein kann, dass wir in den letzten Jahren von Steuereinnahmenrekord zu Steuereinnahmenrekord gelangt sind und trotzdem immer weiter immer mehr Schulden machen müssen?!
    Wie geht das?
    Und wie geht das dann, dass wir in Billionenhöhe für andere Staaten bürgen können?
    Und wie geht das, dass wir in Billionenhöhe Banken retten können obwohl wir selbst in Billionenhöhe verschuldet sind?
    Und wie geht das, dass die drittreichste Nation der Welt(!) sich wegen 5€ Hartz IV-Erhöhung anpisst, aber gleichzeitig mal eben 2 Billionen im Banken-Orkus versenkt!?
    http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=73 Position 3…
    Und wie geht das, dass Steuerprivilegien von den Stärksten im 7-stelligen Eurobereich in Anspruch genommen werden können, aber kleinste Verfehlungen den Noname-Steuerzahler bereits im 2-stelligen Eurobereich in den Knast befördern können?
    Und wie geht das, dass mit Steuergeldern finanzierte Infrastruktur an Private verscherbelt wird und der dies bereits finanziert habende Steuerzahler diese nun doppelt bis dreifach erneut bezahlen muss?!

    Und wie geht das, dass das Gros der davon Betroffenen sich nicht entblödet sich auch noch genau DAFÜR ins Zeug zu legen, dafür zu strampeln und dieses Schwachmatensystem sogar zu verteidigen?!?

    Zu den drei reichsten Nationen zu gehören macht also auch arm oder wie?
    Wie reich müsste man denn dann steuertechnisch sein, um sorgenfrei wirtchaften zu können und die wahrhaft notwendigen Infrastrukturen angemessen zu finanzieren?
    DIE Rechnung hätte ich mal gerne!

    • August 2, 2014 um 12:16 pm

      Hast Du hierzu

      egal, was Konzerne außer Landes schaffen – das sind Peanuts gegen das, was ganz legal außer Landes geschaffen wird – z.B. der Transfer eines ganz erklecklichen Anteils unserer Steuergelder durch unsere “Regierung” nach den USA.
      Gell, da guckst?^^
      Man munkelt von 20-50% je nach Quellenlage…
      Dito übrigens Russland!

      noch Quellen. Dieser Aspekt wäre noch einen Artikel wert 🙂

      • chattison
        August 2, 2014 um 1:53 pm

        Ich werde niemanden kompromittieren.

        Aber Du kannst den indirekten Weg gehen:

        Begib Dich einfach mal auf die Suche nach deutschen Steuergeldern, die nicht(!) in der BRiD oder für diese verwendet wurden (was ja laut Gesetz eigentlich vorgeschrieben ist!).

        Sieh Dir die Verwendungszwecke an.

        Erkunde, wer dies veranlasst hat, wer die letzte Begründungs- u. Entscheidungshoheit dafür hatte.

        Finde heraus, wie unglaublich viele deutsche Steuergelder eindeutig zweckentfremdet und der Verfügungsgewalt der deutschen Steuerzahler entzogen jeweils wem zugute kommen und wer jeweils wiederum dahinter steckt.

        Es ist diese Wahrheit, wie Guido bereits anmerkte, in weiten Teilen völlig offen, nur gut verbrämt.
        Jeder kannn es sehen, wenn er es sehen will – aber das sind die wenigsten.

        Wer hält es für legal, dass die Steuergelder von zukünftigen Generationen für ganz andere Länder vorgesehen sind?
        dafür gibt es keinerlei echte Gesetzesgrundlage.

        Wer hält es für normal, dass wir unsere Besatzer vor Ort komplett selbst finanzieren?

        Wer hält es für legal, dass wir in der NATO, im IWF, u.ä. mit die größten Beitragszahler sind?
        Welcher Nutzen ist für den deutschen Steuerzahler damit gegeben?
        Der Nutzen für deutsche Konzerne, die bereits steuerrechtlich und steuersubventionsmässig vom Staat maximal gepampert werden, interessiert mich nicht, da deren Steuerentzugsmodelle den deutschen Steuerzahler ja noch mal prellen!

        Z.B.:
        Treuhand – hier sind satte 1.4 Billionen DM Volksvermögen der ehemaligen DDR verschwunden!
        Trotzdem sind nachfolgend zwischen 1,3 und 1,6 Billionen Euro (also 2,5 – 3,1 Billionen Ex-DM) von den deutschen Bürgern nachgeschossen worden.
        Allein DAS Geld von mindestens 4 Billionen DM – wo isses denn hin?
        Tschullijung, davon wurden ja Tanken, Autobahnen und die Restaurierung einiger Innnenstädte bezahlt – ja, ne, alles klar.

        Und die Liste solcher Klöpse ist beeindruckend lang, habe nur keine Lust hier alles reinzukloppen, kann jeder mal selbst gucken.

        Da mach´ sich ein jeder, den´s interessiert, einfach mal auf und staune, welche gigantischen Summen da aus dem Land in fremde Taschen ohne jegliche Gegenleistung wandern…es sind etliche Billionen.

  5. August 2, 2014 um 11:49 am

    Wenn die, denen das System schadet, darauf warten, dass die, denen das System nutzt, irgendetwas verändern, ist es nicht sonderlich überraschend, dass das System bleibt, wie es ist.

  1. August 2, 2014 um 10:16 am
  2. August 4, 2014 um 6:28 pm

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