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Steuern sind Diebstahl – wo ist die Partei der Nicht-Steuern?

Steuern sind Diebstahl – auch in einer Demokratie

Murray N.Rothbard um 1955 (Foto: Wikipedia)

… Es stimmt, daß Staatsapologeten behaupten, die Besteuerung sei „in Wirklichkeit“ freiwillig. Eine einfache und doch lehrreiche Widerlegung dieser Behauptung besteht darin, sich zu überlegen, was geschehen würde, wenn die Regierung die Besteuerung abschaffen und sich auf die bloße Bitte um freiwillige Beiträge beschränken würde. Glaubt irgend jemand wirklich daran, daß dem Staat irgendein Einkommen zufließen würde, das seinem jetzigen, riesigen Einkommen vergleichbar wäre?Wahrscheinlich würden sich selbst diejenigen Theoretiker, die behaupten, daß Strafen niemals abschrecken, gegen eine solche Behauptung sträuben. Der große Ökonom Joseph Schumpeter hatte recht, als er bissig schrieb, daß „jene Theorie, welche Steuern in Analogie zu Vereinsbeiträgen oder etwa zum Kauf der Dienste eines Arztes konstruiert, lediglich zeigt, wie weit sich dieser Teil der Gesellschaftswissenschaften von wissenschaftlichen Denkweisen entfernt hat.“ … (Fundstelle)

Murray N. Rothbard (Wikipedia)

Fingerphilosoph hat gerade einen Kommentar zu einem anderen Artikel geschrieben und eine These zur Diskussion gestellt, weshalb ich ihn als neuen Artikel hier einstelle:

Der verantwortungslose Bürger

Es gibt keine Partei, die in ihrem Wahlprogramm hat, es den Bürgern zu überlassen, wie viel der Bürger wofür bezahlt. Ob und wie viel man Steuern zahlt oder nicht, steht nicht zur Wahl.

Der Geldfluss und damit die Finanzierung des Staates ist damit vollständig aus der Verantwortung des Bürgers herausgelöst. Steuererleichterungen sind Wahlversprechen, die hinterher nicht gehalten werden oder die bloß der Vernebelung dienen.

Der Bürger hat keinen Einfluss darauf, wann und wie neue Steuern erhoben werden. In Deutschland gibt es anscheinend 103 verschiedene Steuern, sodass der Bürger den Überblick verloren hat, was er eigentlich an Steuern alles zahlt.
Es ist vielen gar nicht so klar, dass der MWSt.-Steuersatz auf Lohn- und Einkommenssteuer noch dazu addiert werden muss etc. pp.

Echte Demokratie (siehe auch)

Eine echte Demokratie würde darin bestehen, dass die Bürger entscheiden, wie viel von ihrem Einkommen sie für gemeinsame Aufgaben abgeben und wofür das Geld verwendet wird. Die Umsetzung von Gedanken in Handlungen, von bloßer Vorstellung zur Realität läuft derzeit ja total über den Geldfluss. Das, wohin die Gelder fließen, wird in Zukunft Realität. Dort wird Zukunft gestaltet. Darauf haben wir als Bürger null Einfluss.

Wenn diese Partei die Wahl dann gewonnen hat, könnte sie ja dazu übergehen, den Prozess, dass immer mehr menschliche Aktivitäten in Geldwert umgewandelt werden, Schritt für Schritt wieder rückgängig zu machen und so aus der “Sucht” aussteigen.
Damit würde man die Problemkreise “Arbeit” und “Wachstum” an der Wurzel packen. Zumindest könnte man es auf diese Weise ja mal versuchen. Warum tun wir das nicht?

Staatsanleihen als Raubsystem

Wenn der Staat über Staatsanleihen mit festgeschriebenem Zinssatz Kredite aufnimmt, ist er nichts anderes als eine Vermögens-Umverteilungsmaschine. Es sind ja anscheinend die Banken, die selber die meisten Staatsanleihen halten. Das alles läuft ja alles wunderbar hintenherum, während der Bürger offiziell mit Informationsmüll abgelenkt wird. Der Fall Zypern hat ja gezeigt, wie hemmungslos dieser Raubzug inzwischen ist. Das ganze Steuersystem, das wir haben, erfüllt den Tatbestand des Diebstahls. Anders kann man das nicht sagen. Da hat Murray Rothbard Recht.

Das Gemeine dabei ist, dass der Dieb nicht sichtbar ist. Man kann selten mit dem Finger auf jemand zeigen und rufen: “Haltet den Dieb”. Die Banken, die großen Konzerne und die Politik sind so miteinander verflochten, dass da niemand mehr durchblickt. Das räuberische System hat sich verselbständigt.

Partei der Nicht-Steuern gründen?

Umso mehr wundert es mich eigentlich schon, dass die Bürger keine Partei gründen, um die Macht über den Geldfluss zurückzuerhalten. Es wäre doch relativ einfach. Es wäre legal.
Über die heutigen technischen Möglichkeiten könnte man schnell viele Menschen erreichen.
Sogar eine Null-Partei wie die Piraten, die überhaupt kein Wahlprogramm hatte, hatte schnell ein paar Prozente zusammen.

Wenn die Bürger einig wären, könnten sie den Mechanismus der Vermögensumverteilung durchbrechen und die Szene gründlich aufmischen. Ein Versuch zumindest wäre es wert.

BGE als Almosen-System

Stattdessen wird jedoch bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) vom Staat gefordert, womit man dem Staat dann die vollständige Macht über sich einräumt und sich vollkommen von ihm abhängig macht. Statt Freiheit fordert man Almosen. Ich glaub’s ja nicht.

Das ist noch der größte Treppenwitz in dieser Geschichte mit dem Titel “wie mache ich mich als Mensch zum Vieh”.

Wenn ich das lese, denke ich manchmal schon, dass es weder Opfer noch Täter gibt, sondern dass die Bürger im Großen und Ganzen, von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, genau das System haben, das sie im Grunde wollen und verdient haben.

Was wir verdienen

Ich kann mir nicht helfen: Das System, so wie es ist, spiegelt uns doch nur zurück, wer wir im Grunde sind, zumindest aufs Große Ganze gesehen.

Dies mal so als Provokation in die Debatte geworfen.

  1. Juli 29, 2014 um 8:11 am

    Ich möchte kurz noch eine Passage aus Wikipedia bringen, der die Philosophie des Ökonomen Murray darstellt:

    Als Verkörperung des Paternalismus gilt Rothbard der Staat. Der Staat sei nicht nur ein Vormund der Bürger, sondern ein unverhohlener Aggressor, indem er ständig und in großem Maßstab die natürlichen Rechte der Bürger verletze. Als Beispiele nennt Rothbard u. a. die militärische Zwangsrekrutierung, die Besteuerung und die Schulpflicht. Die Schulpflicht erzeuge systematisch Uniformität, untergrabe damit die individuelle Vielfalt und verletze ebenso systematisch das (natürliche) Elternrecht. Außerdem bürde sie dem Staat ein Entscheidungsproblem auf, das dieser grundsätzlich nicht lösen könne: Soll die Erziehung z. B. eher progressiv oder eher konservativ sein? Falls die Eltern in dieser Frage nicht einig seien, werde stets eine beträchtliche Minderheit, vielleicht sogar eine Mehrheit in ihren Interessen erheblich verletzt. Die Steuererhebung sei Raub, bestenfalls Zwang zur Bezahlung nicht bestellter Dienste. Die Wehrpflicht sei im Wesentlichen Sklaverei. Wenn die Repräsentanten des Staates der Auffassung seien, dass der Staat verteidigt werden müsse, dann sollten sie sich, wie jeder Bürger in seinen Geschäften auch, an den Markt wenden und dort durch entsprechende Offerten Personen anwerben.

    Jeder Staat, auch ein demokratischer Verfassungsstaat, verletze die natürlichen, individuellen Rechte, da jeder Staat letztlich eine monopolistische Erzwingungs- und Gewalteinrichtung sei. Die üblichen demokratischen Verfahren und die üblichen Verfassungen seien staatliche Einrichtungen, die stets im Interesse der jeweiligen Machthaber funktionieren. Ein wirksamer Schutz des Einzelnen könne nur durch eine radikale Entstaatlichung herbeigeführt und gewährleistet werden. Diese Entstaatlichung solle auch Verkehrswege, Schulen, Hochschulen, Polizei, Rechtswesen und Streitkräfte betreffen.

  2. Juli 29, 2014 um 8:13 am

    Interessant sind auch die Gedanken darüber, dass der Staat nichts anderes ist als eine gigantische Menschenfarm zum Nutzen Weniger:

    Die Matrix Staat als Menschenfarm?

  3. Juli 29, 2014 um 8:33 am

    Es gibt eine Reihe von Menschen, die die Rechtssituation der BRD grundsätzlich in Frage stellen und daraus folgern, dass es keine wirklich gesetzlich grundierte Steuerpflicht gibt. Siehe z.B. diesen Artikel von Alexander Berg:

    BRD – die Ära gelebter Täuscher und Getäuschter geht zu Ende

    • Manfred Voss
      Juli 29, 2014 um 1:55 pm

      Ergänzung mit einer Reihe juristischer Details:

      Staatshaftung aufgehoben!
      13.07.2014

      Das Staatshaftungsgesetz ist vom „Bundesverfassungsgericht“ 1982 für nichtig erklärt worden. Alle „Beamte“ der „BRD“ haften seitdem privat und persönlich vollumfänglich mit ihrer eigenen Freiheit und ihrem eigenen Vermögen – allerdings nur bei persönlich unterschriebenen Verwaltungs-Akten! Das ist das – niedere – Motiv für die heutige – rechtswidrige – Verweigerung der Unterschriften unter allen Verwaltungs-Akten! Doch der Vermerk „Dieses Schreiben ist maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig“ ist rechtsunwirksam; das betr. Schreiben ist gerade deswegen ungültig, nämlich nichtig!

      • Juli 29, 2014 um 6:12 pm

        Bleibt die Frage, wie es kommen kann, dass dennoch alle weiter machen als wäre nicht gewesen, das Nicht-mehr-unterzeichnen mal ausgenommen?

        • Juli 30, 2014 um 8:14 pm

          „Bleibt die Frage, wie es kommen kann, dass dennoch alle weiter machen als wäre nicht gewesen, das Nicht-mehr-unterzeichnen mal ausgenommen?“
          Weil alle nicht wissen wie sie weiter machen sollen. Für die allermeisten bricht das eigene Selbstverständnis zusammen, wenn sie sich ihrer Machtposition, ob groß oder klein, beraubt sehen.
          Es wurden 2007 und 2009(?) zwei „Bundesrechtsbereinigungsgesetze “ verabschiedet, die in letzter Konsequenz bedeuten, dass kein Gesetz mehr gilt. Ich mag mir die Auswirkungen nicht vorstellen,wenn das allen bewusst wäre.
          Die Gesetzestexte selbst hab ich jetzt nicht gefunden, aber das hier, auch mit ein paar Verweisen:

          „Besatzungsrecht gilt – die Geschichte der Überleitungsverträge spricht ihre eigene Sprache: Mit dem zweiten Gesetz zur Bereinigung von Bundesrecht v. 23.11.2007 haben sich die Besatzungsmächte mit Art. 4 § 3 zu Ihren Rechten und Pflichten bekannt. Dies war notwendig, weil die Besatzungsmächte einschneidende Gesetzesänderungen durchgeführt haben. Diese Gesetzesänderungen wurden quasi vom Europ. Gerichtshof für Menschenrechte erzwungen. Dieser internationale Gerichtshof hat festgestellt, daß die BRD kein effektiver Rechtstaat mehr ist (Az.: EGMR 75529/01 v. 08.06.2006). Dafür sind die Besatzungsmächte zumindest mitverantwortlich. Um sich dieser Verantwortung für den Unrechtstaat zu entziehen, wurde die Verwaltungsbefugnis der BRD mittels 1. und 2. Bundesbereinigungsgesetz als gesetzliche Aufgabe der BRD entzogen. Damit hat man dem gesamten BRD-Justizwesen (Art. 92 -104 Grundgesetz der freiwilligen Gerichtsbarkeit ohne Geltungsbereich) die gesetzliche Befugnis und den staatlichen Auftrag Recht zu sprechen entzogen. Ausdrücklich davon ausgenommen ist das Kontrollratsgesetz Nr. 35 (Schiedsverfahren bei Arbeitsstreitigkeiten), BMJBBG Art. 4 § 1 (2).
          1982 wurde das Staatshaftungsgesetz gelöscht und mit Aufhebung v. Art. 34 Grundgesetz der freiwilligen Gerichtsbarkeit ohne Geltungsbereich durch das 2. BMJBBG v. 23.11.2007 mit Art. 4 § 1 (1) auch die Staatshaftung und damit die “öffentlich-rechtlichen” Regelungen.“ (http://www.saarbreaker.com/2009/04/autorisierte-verffentlichung-bj-fischer-zur-neuen-spielart-von-selbstjustiz/)

          Grüße
          Martina

  4. Juli 29, 2014 um 10:29 am

    Mit dem STAAT ist schon lange kein STAAT mehr zu machen

    • Juli 29, 2014 um 6:12 pm

      Noja, das kommt ja doch sehr auf die Perspektive an 😉

      • Juli 29, 2014 um 7:17 pm

        und welche PERSPEKTIVE sollte das sein MARTIN??

        • Juli 29, 2014 um 7:22 pm

          1%-er schaut anders als die 99%er

          • Juli 30, 2014 um 11:41 am

            so ist es….nur 1%ist zu wenig

  5. Juli 29, 2014 um 2:26 pm

    Unser vermutlicher und nicht Leid-werdender, tapfer mitringender Troll, der immer dann zu Wort kommt, wenn wir am bestehenden System mächtig herumkritteln, hat diesen Kommentar noch gegeben:

    Was den meisten Bürgern unseres Landes nicht klar zu sein scheint, ist, dass der Gegensatz Wir vs. Staat bzw. Gesellschaft vs. Staat lediglich begrifflich konstruiert ist. Der „Staat“ ist so, weil wir als Gesellschaft, als Aggregat unser aller Interessen, ihn so gemacht haben. Es sollte doch einleuchten, dass die meisten Unternehmer gegen den Mindestlohn, die Autofahrer gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen, Arbeitslose gegen ALGII und die meisten Leser dieses Blogs gegen… ich belasse es mal dabei… sind. Dem Staat die Steuern zu nehmen, heißt, die Gesellschaft — also auch sich selbst — der Anarchie preiszugeben. Ich verwende den Begriff Anarchie in diesem Zusammenhang tatsächlich als Beschreibung eines gesellschaftlichen Ordnungsprinzips, also als Abwesenheit von Herrschaft. Wie scheiße das ist, kann man wunderbar bei Hobbes, Locke oder gar bei Nozick nachlesen. Vielleicht solltet ihr die Argumente eures oft zitierten „Apologeten“ Stowasser mal mit diesen Autoren vergleichen. Die Gleichsetzung von Steuererhebung und Diebstahl ist nur dann nachvollziehbar, wenn man ersteres als falsch oder unmoralisch betrachtet. Die meisten eurer Mitbürger finden Steuererhebung jedoch sinnvoll und moralisch gerechtfertig… auch wenn sich über Verwendung und Höhe der Steuern trefflich streiten lässt.

    • Juli 29, 2014 um 2:35 pm

      Dem möchte ich entgegnen:

      Frage: Wer hat den demokratischen Staat aktueller Machart konzipiert?
      Vermutung: die neuen Geldeliten und Fabrikanten, die den alten Großgrundbesitzer die Leibeigenen entwenden wollten, um sie in ihre Fabriken zu bekommen, und sie daher in ein großes Freilaufgehege entließen, wo sie sich nun zumindest ihren Herren halbwegs frei wählen dürfen.
      Die angebliche Beteiligung der Bürger an der Politik ist eine Farce und nicht gegeben, zumindest nicht über die Kommune hinaus. Ein Kreuz in vier Jahren, und dann darf Politiker machen, was ihm die Geldeliten sagen. Spielt er nicht mit, wird er Massenmedienwirksam abgesägt.
      Es wird also den Bürgern von der Wiege an klar gemacht, dass es für sie gut sei, wenn die legale Mafia, namentlich (fremdgesteuerte) Regierung sich um sie sorgt. Dieser Schachzug ist einfach genial, wie ich finde:
      Wir zahlen Steuern, damit die Herrschenden ihre Ideologie in die Hirne der Kinder bringt. Gleichschaltung eben.
      Wir zahlen Steuern, damit wir ihre Kriege führen können, an denen sie verdienen.
      Wir zahlen Gebühren, damit sie ihre Nachrichten, also Informationen, nach denen wir uns richten sollen, ebenfalls in unser Hirn bringen.
      Wir zahlen Steuern, damit Großprojekte gefördert werden, an denen sie ebenfalls profitieren.
      Wir zahlen Steuern, damit wir die riesigen Kreditschulden begleichen können, sprich die Taschen dieser Herrschenden weiter gefüllt werden.
      Wir zahlen Steuern, damit ihnen ein Gewaltapparat zur Verfügung steht, uns jederzeit niederzuringen, sollten wir uns gegen die vielen unterdrückerischen Maßnahmen oder das Steuerzahlerei selbst mit Gewalt auflehnen …

      Bedeutet Anarchie, dass Jeder machen kann, was er will?
      Antwort: Nein, denn hier wird im Konsent versucht, die beste Lösung für alle und nicht die für eine Minderheit zu finden. Man schauen, was die Spanier gemacht haben.

      Und wir müssen uns nur im Kleinen anschauen, wie es geht und daraus ableiten, wie man das ins Großenganze übertragen könnte, denn im Grunde ist schon Jeder im Kleinen ein Anarchist.

      Und nochmals der Hinweis auf das Erkenntnis-gewinnende Buch Planet des Ungehorsams in dem die Konfrontation dieser beiden Denklager dargestellt wird: Die der legalen Mafia namens Staat und die der wirklich freien, sich selbstorganisierenden Menschen im Frieden miteinander.

  6. Juli 29, 2014 um 3:10 pm

    Lieber Martin,

    hast Du Lust, dass wir spaßeshalber ein bisschen herumspintisieren, wie so eine Partei aussehen könnte? Ich mach mal einen Anfang:

    Nicht-Steuer-Partei hat NS im Kürzel, das finde ich wegen der damit verbundenen Assoziationen schon mal nicht gut. Ich würde die Partei also lieber BIP oder so was nennen. Die Bürger-Interessen-Partei. Was dabei herauskommt, ist ja schließlich auch eine Art „Bruttoinlandsprodukt“. Egal, bloß nix mit „NS“ vorne dran. Um uns von den anderen Parteien grundsätzlich abzuheben, würde ich lieber ein Schiff, ein Steuerrad oder dgl. als nach rot, grün, orange noch eine Farbe nehmen. Und einen Slogan habe ich auch schon:
    „Ab jetzt steuert der Bürger“ 🙂

    Ganz klar würde ich herausstellen, dass wir keine „Regierungspartei“ sind, sondern uns als Dienstleister verstehen, die die vom Bürger zur Verfügung gestellten Steuern nach bestem Wissen und Gewissen in die vom Bürger gewünschten Gemeinschafts-Projekte umsetzen. Ganz klar würde ich auch sagen, dass wir keinen Cent mehr ausgeben, als wir einnehmen, mit allen Konsequenzen, die – je nachdem, wieviel Geld eingenommen wird – unter Umständen auch hart sein können, bspw. dass viele Leute in der Verwaltung arbeitslos werden, dass die Renten nicht bezahlt werden können, dass es bei der Energieversorgung zu Engpässen kommen kann etc. Auch dass wir handlungsunfähig sind, wenn wir gewählt werden und der Bürger beschließt, gar keine Steuern zu zahlen. Wir geben hier die Verantwortung voll an den Bürger zurück.

    Deutlich gesagt werden muss, dass der Bürger natürlich viel mehr Geld zur Verfügung hat als jetzt. Auf sein derzeitiges Gehalt kommen Lohn- bzw. Einkommenssteuer dazu, plus evtl. Arbeitgeberanteil plus MWSt. plus Tabaksteuer plus 101 andere Steuern. Der Bürger verfügt dann selbständig über diese weitaus höhere Summe (sicherlich das Doppelte von dem, was er jetzt zur Verfügung hat)

    Dann würde ich vorschlagen, dass eine spezielle Bürgerbank gegründet wird, die von anderen Banken völlig unabhängig ist. Vielleicht könnte man sogar die Bundesvermögensverwaltung in eine solche Bürgerbank umwandeln. Die Bürgerbank gibt Überweisungsformulare heraus, auf denen der Bürger die von ihm selber festgelegte Steuersumme einträgt plus Bereiche, wofür die Steuern verwendet werden sollen (Bildung, Gesundheit, Renten, Infrastruktur, Transportwesen, Energie, Kultur, Verteidigung, Rechtswesen (Gerichte und Polizei), Sonstiges). Die entsprechenden Bereiche würde man vorher in einer Umfrage ermitteln. Falls der Bürger beschließt, für die jetzt bestehenden Staatsschulden weiterhin Zinsen zu bezahlen, würden wir den Bereich in unser Liste aufnehmen. Wenn der Bürger beschließt, dass diese Schulden nicht die seinen sind, dann würden wir eben Staatsbankrott anmelden. Schließlich wurde der Bürger ja nicht gefragt, als in seinem Namen die Schulden gemacht wurden.

    Plus als drittes ein Feld für die prozentuale Verteilung auf die Bereiche.

    Beispiel: Der Bürger ist bereit 1000,- Euro an Steuern zu zahlen. Er kann nun festlegen, dass er 100% dieses Betrages für bspw. Gesundheit ausgeben will. Er kann aber auch splitten und festlegen, 50% für Gesundheit, 20% für Verteidigung, 10% für Energie, 20% für Renten).

    Für jedes Ressort gibt es Fachgremien, ähnlich wie Ministerien, die mit den Geldern die entsprechenden Aufgaben angehen und die entsprechenden Projekte umsetzen. Die Größe des Gremiums richtet sich nach dem jeweiligen Etat. Der Bürger hat die Möglichkeit, die Arbeit dieser Gremien permanent zu bewerten. Fällt die Beurteilung positiv aus, setzt das Gremium seine Arbeit fort, fällt die Beurteilung negativ aus, muss es seine Strategie ändern oder es wird abgelöst.

    So, das ist es, was mir auf Anhieb zu solch einer Partei einfällt. Jetzt gebe ich den Ball mal weiter an den Nächsten. Du bist dran, Martin, falls Du mitspielen willst.

    Beste Grüße
    Marian

  7. Juli 29, 2014 um 3:28 pm

    Gute Idee! Werde mich übermorgen Abend mal dran setzen. Eine Partei, die schon aktuell in diese Richtung geht, ist die ddp. Ich hatte mit dem Vorsitzenden vor einiger Zeit mal ein Interview gemacht:

    Im Wandel des Parteiensystems – ein Interview mit Thorsten Sandvoß

    Sie sind inzwischen auch schon mal unterwandert worden und das viel Kraft gekostet. Daher wird aktuell überlegt, ob eine Partei wirklich zielführend ist, zumal die Bürger Partei-Politik-müde geworden sind. Eher überlegt man per Verein oder Stiftung etc. weiter zu machen.

    Viele Grüße
    Martin

  8. chattison
    Juli 29, 2014 um 3:31 pm

    • federleichtes
      Juli 29, 2014 um 3:51 pm

      Es scheint besser, den Duft der Anderen, die gebraten werden, zu konsumieren, als den der eigenen Notdurft zu konfrontieren.

  9. federleichtes
    Juli 29, 2014 um 3:45 pm

    Das schrieb ich Anfang Januar 2012:

    „Zwei Monate Schreiben und Lesen in Martins Blog ermutigen mich zu der Fragestellung:
    Wie stark ist der Wille der Menschen in unserem Land, eine grundsätzliche gesellschaftliche Veränderung herbei zu führen?

    Im Kern geht es darum:
    Eine bundesweite Gemeinschaft zu begründen, die sich als eine „Politische Kraft der Vernunft“ versteht. Unter Vernunft verstehe ich:
    Der weiteren Verblödung der Bürger entgegen zu wirken, Ängste und Verwirrungen aufzulösen.
    Das Gemeinwohl neu zu definieren.
    Den Menschen grundsätzlich als mündig zu erklären, bedeutet, dass Mensch nicht beherrscht werden muss.
    Also:
    Eine Vereinigung mündiger Bürger tritt mit der Absicht, das Wohl des Menschen zu wollen, zur nächsten Bundestagswahl an.

    Meine ersten Gedanken dazu sind formuliert. Sie sind zu verstehen als unser Beitrag für die anstehende Diskussion.
    Arbeitstitel:
    Ohne MachtAnspruch

    Das Beste wollen

    Kurzprogramm-Entwurf:
    – Deutschland gehört den
    Bürgern, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Leistungsvermögen
    – Das Land und die Einkommen daraus gehören Allen*.
    – über die Nutzung des Landes bestimmt die Gemeinschaft
    – Bildung, Schwerpunkt: Mensch sein dürfen und können
    – Arbeit, so wenig wie möglich – so viel, als nötig
    – * Grundeinkommen
    – Grundversorgung (Wohnraum, Heizung, Strom)
    (Nahrung, Kleidung)
    – Gesundheit kommt von Innen – ohne Nebenwirkungen
    – Demokratie direkt, in jeder Region, in jedem Dorf
    – Das Ende der „GmbH“ – wir wollen einen Friedensvertrag und
    – ein Grundgesetz.
    – Rigorose Streichung bei den Behörden, Instituten – den Sumpf austrocknen.
    – Rigorose Steuervereinfachung, Abgaben möglichst nur direkt bei den Unternehmen
    – ehrenamtliche Gerichtsbarkeit ausweiten.
    – Gesellschaftsform: Genossenschaften
    – keine Zins-Geschäfte
    – (wegen mir brauchte es auch keine Schachern an der Börse geben)
    – Keine NATO, keine Beteiligung an Kriegen, keine Waffenproduktion.
    EU ?
    Und ???
    Damit meine Initiative nicht missverstanden wird.
    Das ist keine Revolution – das ist Evolution, der natürliche Lauf der Dinge: Das Schlechte weicht dem Besseren.

    Es gibt sehr viele Menschen in unserem Land, die nicht nur fähig sind, sondern auch voller Wohlwollen. Fühlen sie sich angesprochen?

    Abstimmung in kürze:

    Ich wähle nicht

    Ich wähle Politik

    Ich wähle OMA“

    Die Antwort war faktisch eindeutig:
    Es ist besser, im Sumpf globaler Feindseligkeit zu strampeln, als der Bewässerung des Sumpfes (durch einen elitär-faschistoiden Geist) Einhalt zu gebieten. Punkt.
    Wir wählten (deswegen) den Rückwärtsgang – weil es im Hinterland (der Erfahrungen) trocken ist.

    Susanne und Wolfgang

  10. Juli 29, 2014 um 6:21 pm

    Spontan fällt mir ein; dass Entscheidugen von denen getroffen werden müssen, die auch die Auswirkungen der Entscheidungen zu kosten bekommen. In erster Linie bedeutet es vorzugsweise auf regionaler Ebene mit Hilfe von Volksentscheiden, meinetwegen auf dem Marktplatz (–> Schweiz), weitreichende Entscheidungen zu treffen.

    Abschaffung von Subventionen jedweder Art.

    Nachbemerkung: Für Renten zahlen die Menschen ein Arbeits-Leben lang Beiträge. Dass die zweckentfremdet verwendet werden, steht auf einem anderen Blatt. – Du meinst sicher die Pensionsansprüche der Beamten, die über Steuergelder abgedeckt werden.

    Grüße

    • federleichtes
      Juli 29, 2014 um 6:55 pm

      Hm, ich dachte gerade in eine ähnliche Richtung.

      Unser gesamtes Rechts-System steht und fällt mit dem postulierten Freien Willen.
      Darum stellte ich, nur mal so geträumt, mit Blickrichtung politische Kaste, die Frage, ob sie einen Freien Willen haben, ob sie ihre Entscheidungen bewusst treffen, und ob sie überhaupt in der Lage sind, die Verantwortung für die Folgen ihrer Entscheidungen übernehmen zu KÖNNEN.

      Nun wissen wir, das im politischen Lager balkengebogengelogen wird, und das Verantwortung verschoben und durch „Aussitzen“ verwässert wird. Sehr interessant auch die FREIWILLIG übernommene Täterrolle mit der Strafbefreiungsklausel – während die sich wehrenden Opfer natürlich, natürlich nicht nur nicht mit unter den fiktiven, ach so fiktiven Rettungsschirm dürfen, sondern zu Lasten der anderen Opfer versorgt werden. Grandios, dieses absurde Theater. Und die Zuschauer brauchen nur läppische Steuern zahlen für ein kosmisch sicher einmaliges Schauspiel.

      Grüße zurück.

      Wolfgang

      • maretina
        Juli 30, 2014 um 8:41 pm

        Politische Kaste: Verantwortung wird weder verschoben noch übernommen. Was auch gar nicht geht, bei fehlendem Freien Willen und Mangel an Überblick. Was im Übermaß vorhanden scheint ist die Gier, nach Macht z.B.; wie das Wort Re-Gier-ung ja schon sagt. ( Täglich gebrauchte Worte auf ihre ursprüngliche Bedeutung zurück zu führen kann so erhellend sein.)

        Demokratie ist auch so ein Beispiel. Wir haben Demokratie. Demos bedeutet in der griechischen Antike ursprünglich Staatsvolk. Wer gehörte zum Staatsvolk? Freie; Bürger, Besitzende, die sich beteiligen konnten an den Aufgaben des Gemeinwesens auf Grund ihres Besitzes (Finanzen). Daraus auch Rechte ableiteten, die den Anderen nicht zustanden.
        Die Anderen: Sklaven; Frauen, Besitzlose.
        Unterschied zu heute: Nur noch Rechte auf Grund von sehr großem (Geld)-Besitz. Nur die Pflichten, Kriegsdienst z:B.; erfüllen die Anderen.

        Ja auch an Euch Grüße.

        Martina

  11. Juli 29, 2014 um 8:24 pm

    Noch eine Ergänzung zur Bürgerbank: Alle buchhalterischen Transaktionen müssen öffentlich einsehbar sein. Wenn es also einem Bürger einmal schrecklich langweilig ist, sollte er Posten um Posten abchecken können, von den Bleistiften fürs Fachgremium bis zu den Kosten für den Bau einer Schule. So bekommt der Bürger eine reale Vorstellung davon, was die Sachen eigentlich kosten. Die Gehälter, die die BIP sich selber bezahlt, würden natürlich auch auftauchen sowie jede Bonuszahlung oder sonstige Diätmaßnahme.

    Statt dem Bürger würden wir mit unserer Partei den Staat und seine Transaktionen gläsern machen, und das kann man am besten, indem man den Geldfluss offenlegt.

    @ maretina:

    Das erste BRAINSTORMING der BIP ist angesagt: wie sieht die Lösung für die Beamten aus?
    Fakten:
    1. Beamte haben keine Rentenversicherungsbeiträge bezahlt.
    2. Der Staat hat ihnen jedoch die Zusicherung auf Pension gegeben.
    3. Inwieweit die Beamten aufgrund der Pensionszusage weniger Gehalt erhalten haben, wäre zu klären.
    4. Beamte haben in der Vergangenheit womöglich eine Arbeit geleistet, die nicht dem Wohlbefinden der Bürger gedient hat.
    5. Andere Fakten, die mir gerade nicht einfallen. 🙂

    Man könnte die Beamten in die normale Rentenversicherung überstellen. Sie würden dann soviel Rente erhalten wie ein rentenpflichtiger Angestellter in einem entsprechenden Posten.
    Der Rentenversicherung fehlt dann natürlich erheblich Geld. Die Frage, die die BIP klären muss: Woher das Geld für die Rente der Beamten nehmen und nicht stehlen?
    Der Staat könnte ja, bevor das Steuersystem auf freiwillige Zahlungen umgestellt wird, noch schnell einen Kredit aufnehmen, den die Bürger dann nicht zurückzahlen 🙂
    Okay, war bloß ein Witz.

    Das heißt: Die BIP muss in ihrem Parteiprogramm erstmal die Altlasten wie Pensionsansprüche klären, bevor sie mit der Bürgerbank und den freiwilligen Steuern startet.
    Was für nennenswerte Altlasten gibt es denn sonst noch?
    Wo kriegt man die Gelder für die Beseitigung der Altlasten her?
    Oder überlassen wir die Beamten auch gleich dem Wohlwollen der Gemeinschaft und fragen die Bürger, wieviel Steuern sie für die Beamtenrenten zahlen wollen?
    Wenn die BIP wirklich bloß Dienstleister für den Bürgerwillen sein will, müssten wir konsequenterweise solche Fragen dem Volk zur Abstimmung vorlegen. Wir könnten höchstens Vorschläge ausarbeiten, die uns einigermaßen fair erscheinen

    @ maretina und federleichtes:
    Ihr verweist beide auf mehr regionale und direkte Politik. Auf der horizontalen Ebene gibt es die Bereiche (Gesundheit, Verteidigung, Bildung), auf der vertikalen Ebene Kommunen, Landkreise, Länder, Bund, EU. Horizontale und vertikale Ebene müsste man irgendwie koordiniert kriegen und dann müsste man wiederum den Bürger fragen, wo in diesem Koordinatenkreuz er seine Steuern sehen will: Sollen die Steuern, die er bspw. für Bildung zahlen will, kommunal, regional, auf Landes- oder Bundesebene verwendet werden?

    Vielleicht könnte man nach der Tagesschau jeweils eine Viertelstunde Sendezeit anhängen, mit Infos über die staatlichen Aktivitäten. Wer sich genauer informieren will, dem sollten ausführliche Infos im Internet zur Verfügung stehen.

    Ich denke mal, dass der Bürger sowieso mehr Steuern für die regionale Politik zahlen wird. Normalerweise interessiert nicht die Schule in irgendeinem Bundesland, sondern die Schule für die eigenen Kinder. Wenn der Bürger mit dem Geldfluss die Politik steuert, wird wahrscheinlich automatisch eine Regionalisierung eintreten. Und regional könnten die Bürger wie in der Schweiz über einzelne Projekte selber abstimmen.

    Ich denke, die Hauptaufgabe der Partei besteht nicht darin, Lösungen für Probleme zu suchen, sondern Strukturen zu schaffen, damit der Bürger die Probleme selber lösen kann.

    • maretina
      Juli 30, 2014 um 9:15 pm

      @Marian; So meinte ich das auch, danke. (Rente / Pension)

      Ich finde den Begriff Partei in den diskutierten Zusammenhängen irgendwie fehl am Platz.
      Partei kommt von partiell, also nur ein Teil. Es werden nur die Interessen eines Teils der Bevölkerung wahrgenommen, vertreten, umgesetzt. Was so ja auch stimmt, nach dem was wir sehen und erleben. Der Begriff zeigt uns wieder klar und deutlich woran wir sind.

      Wenn die Menschen in der Endkonsequenz entscheiden können und wollen, was mit ihren freiwillig gegebenen Geldern geschieht, bedeutet das auch, geografische und wirtschaftliche Einheiten zu schaffen, die Mensch überschauen kann.

      So ein Moloch wie Berlin oder Frankfurt ….bietet das der normalen menschlichen Wahrnehmung nicht.

      Spannendes Thema.

      Grüße in die Runde
      Martina

      • Titelgewinn
        Juli 31, 2014 um 6:19 pm

        Teile und herrsche. Je mehr Menschen am Wirrwarr der Meinungen beteiligt sind, umso schwieriger ist es zu kommunizieren und eine Allen gerecht werdende Übereinkunft zu erzielen. Dagegen wird es für Wenige immer leichter die uneinige Masse zu dirigieren. Je weniger Menschen am Diktat beteiligt sind und je mehr Menschen es zu dirigieren gilt, umso schwieriger ist es das Diktat zu sprengen. Das überschätzte Kommunikationsmittel Internet hat als Werkzeug die Gedanken der Massen in Einigkeit zu bringen kläglich versagt, es ist vielmehr wie ein Röntgenapparat, der Jedem suggeriert ein Arzt zu sein und der Jeden für Jeden zum Patienten macht.

        • Titelfrei
          Juli 31, 2014 um 6:24 pm

          Leider hat die Schreibkorrektur meines Handys aus titelfrei einen Titelgewinn gemacht. Na ja, egal

  12. Thomas
    Juli 29, 2014 um 9:02 pm

    Ich habe da mal ein paar Fragen: Was ist der Unterschied zw. Grundgesetz und Verfassung? Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio (Richter des Bundesverfassungsgerichts a. D.), schreibt auf Seite VII – 1. Das Grundgesetz ist die Verfassung der Deutschen.

    federleichtes schreibt, Das Ende der “GmbH” – wir wollen einen Friedensvertrag und
    – ein Grundgesetz.

    bitte um Aufklärung was, Sie mit GmbH meinen ;-)….und ein Grundgesetz haben wir doch schon.

    • Juli 29, 2014 um 9:31 pm

      Ich antworte mal vorab schon:

      Definition Grundgesetz:

      Ein Grundgesetz ist ein besatzungsrechtliches Mittel zur Schaffung von Ruhe und Ordnung in einem durch Kriegshandlung besetzten Gebiet. Gegeben von der Siegermacht(oder den Siegermächten), für das auf Zeit eingesetzte Verwaltungsorgan(BRD).

      (Creifeld´s Rechtswörterbuch 17. Auflage Verlag C.H.Beck München 2002)

      Aus dem Grundgesetz für die BRD:

      Artikel 120

      (1) Der Bund trägt die Aufwendungen für Besatzungskosten und die sonstigen inneren und äußeren Kriegsfolgelasten nach näherer Bestimmung von Bundesgesetzen. Soweit diese Kriegsfolgelasten bis zum 1. Oktober 1969 durch Bundesgesetze geregelt worden sind, tragen Bund und Länder im Verhältnis zueinander die Aufwendungen nach Maßgabe dieser Bundesgesetze. Soweit Aufwendungen für Kriegsfolgelasten, die in Bundesgesetzen weder geregelt worden sind noch geregelt werden, bis zum 1. Oktober 1965 von den Ländern, Gemeinden (Gemeindeverbänden) oder sonstigen Aufgabenträgern, die Aufgaben von Ländern oder Gemeinden erfüllen, erbracht worden sind, ist der Bund zur Übernahme von Aufwendungen dieser Art auch nach diesem Zeitpunkt nicht verpflichtet. Der Bund trägt die Zuschüsse zu den Lasten der Sozialversicherung mit Einschluß der Arbeitslosenversicherung und der Arbeitslosenhilfe. Die durch diesen Absatz geregelte Verteilung der Kriegsfolgelasten auf Bund und Länder läßt die gesetzliche Regelung von Entschädigungsansprüchen für Kriegsfolgen unberührt

      Artikel 125

      Recht, das Gegenstände der konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes betrifft, wird innerhalb seines Geltungsbereiches Bundesrecht,

      1. soweit es innerhalb einer oder mehrerer Besatzungszonen einheitlich gilt,
      2. soweit es sich um Recht handelt, durch das nach dem 8. Mai 1945 früheres Reichsrecht abgeändert worden ist

      Artikel 133

      Der Bund tritt in die Rechte und Pflichten der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes ein.

      Artikel 146

      Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

      • Juli 29, 2014 um 9:32 pm

        Demnach vermute ich, dass Wolfgang meint, dass wir uns eine Verfassung geben sollten. Dazu müsste das aber auch unser Besatzer erst einmal wollen …

  13. Thomas
    Juli 29, 2014 um 10:10 pm

    Hallo, danke für die Antwort. Bedeutet das im Klartext, dass das Grundgesetz durch eine Verfassung ersetzt werden müsste und Deutschland erst dann ein souveräner Staat wäre? Könnte es sein, dass die BRD eine Firma ist? Mir geht momentan einiges durch den Kopf.

    • Juli 29, 2014 um 10:21 pm

      Es deutet derzeit alles darauf hin, dass fast jeder Staat des Westens als Firma konstruiert ist.
      Hier in Deutschland wir inzwischen sehr viel nach Handelsrecht entschieden.
      OPPT ist auch ein schönes Stichwort dazu.

      Und ja, wir hätten das Recht auf eine eigene Verfassung. Nur, wer kann das einklagen? Unsere Politiker haben den Arsch nicht in der Hose, oder sie wissen genau, dass sie danach nichts mehr zu kamellen haben, weil wir das dann ganz anders miteinander gestalten wollen 😉

  14. Thomas
    Juli 29, 2014 um 10:33 pm

    Wenn ich so ein OPPT-Dokument verschicke, dann komme ich garantiert in die Irrenanstalt 😉

  15. Thomas
    Juli 29, 2014 um 10:46 pm

    Auf der Seite http://www.dnb.com in die Suchmaske rechts oben BRD/Germany eingeben. Mir raucht der Kopf.

    • Juli 29, 2014 um 10:51 pm

      Ja, da kann man wirklich ins Grübeln kommen.
      Der Strohmann der Amerikaner ist auch interessant …

  16. Juli 30, 2014 um 7:38 am

    Das ist ein schönes Beispiel dafür, was ich mit meinen Steuergelder nicht finanziert wissen will:

    Die Übergabe der “Tanin” war erst der Anfang. Bereits 2015 und 2017 sollen zwei weitere U-Boote an die israelische Marine übergeben werden. Skandalös: Die Bundesregierung um Angela Merkel (CDU) übernimmt für die drei U-Boote ein Drittel der veranschlagten Baukosten in Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Folglich finanziert der deutsche Steuerzahler mit rund 400 Millionen Euro (€ 400.000.000) das Kriegsgerät der israelischen Marine.

    Fundstelle: Erstes von drei U-Booten heimlich an Israel übergeben

    • chattison
      Juli 31, 2014 um 2:14 pm

      http://www.welt-in-zahlen.de/laenderinformation.phtml?country=87

      Man sollte sich vielleicht mal fragen, wer oder was Israel konkret finanziert.
      Es selbst durch sich selbst ganz bestimmt nicht – siehe Link oben.
      Die sind mit 100% ihres BIP verschuldet, führen ausnahmslos mehr ein als aus, haben 55 Milliarden Staats-Einnahmen und 65 Milliarden Staatsausgaben?

      Und geben von ihren Einnahmen 9.5 Milliarden für ihr Militär aus?
      Wie soll das gehen???

      http://www.friedenskooperative.de/ff/ff09/3-35.htm

      Keine noch so große historische „Schuld“ rechtfertigt in der vierten Generation eine atomare Aufrüstung durch uns, wo doch die Samson-Doktrin Israels eindeutig auch gegen Europa und damit gegen uns selbst gerichtet ist!!!

      https://en.wikipedia.org/wiki/Samson_Option

      • Juli 31, 2014 um 2:44 pm

        Also ist Israel ein Werkzeug. Nur von wem? Soweit ich weiß, war Rothschild auch hier stark in der Initialisierung Israels dabei …

        • chattison
          Juli 31, 2014 um 6:49 pm

          Das Amschel Meyer / Rothschild-Imperium ist ein finanzielles und darauf ausgerichtet, über Finanzen die Politik zu bestimmen um darüber die Finanzen wiederum zu fördern – so eine Art Dagobert Duck-Syndrom: keine echte Ideologie (die ist nur Vehikel), sondern eine schlichte Potenzidolatrie.

          Die Briten haben sich vor den Karren spannen lassen (Balfour-Erklärung an Rothschild 1917).
          Die britische Regierung war zu jeder Zeit ein Faustpfand der City of London.

          h ttps://www.woz.ch/1211/finanzplatz-city-of-london/die-macht-der-quadratmeile

          Aber was heißt das?
          Dazu muss man sich die Geschichte dieses Ortes genauer ansehen:
          Die Angelsachsen kamen ab dem 5.Jahrhundert aus dem heutigen Friesland, Schleswig-Holstein und Niedersachsen in der Hauptsache.
          Die Briten sind also direkte Nachfahren der Germanen –
          also quasi deutsch, nur nicht so echt deutsch^^

          Die Londoner City, also das Gebiet, das heute mit der „square mile“, der City of London (The Crown!) gemeint ist, war das letzte südenglische Widerstandsnest gegen Wilhelm den Eroberer 1066.
          Der soll wohl vom Widerstandsgeist des anglosächsischen Adels vor Ort derart beeindruckt gewesen sein, dass er ihnen die Souveränität vor Ort zugestand, obschon er sie dann auch gleich mit dem bau des Londoner Tower und anderer Befestigungsbauten in Schach hielt^^
          Seitdem ist diese Zone außerhalb jeglicher britischer Gerichtsbarkeit und politischer Verfügbarkeit, selbst der Queen gegenüber, die ja bekanntich nicht identisch ist mit der „Krone“, denn das ist nur die City of London.

          The Anglosaxon Mission
          Die „Anglosächsische Mission“ beinhaltet im Kern die Dominanz der Kaukasischen (Elite)Rasse über den Rest.
          St.Georg als Schutzpatron Englands, der City of London und Georgiens (Martin erinnert sich, da war doch mal was? Georgien => Ägypten => Römisches Reich – Britannien…) ssymbolisiert die Niederringung, Vernichtung des „Drachen“ (eigentlich „Lind/Wurm“ – von daher auch die Redensart „Zertreten wie einen Wurm“ – hat nix mit Regenwürmern zu tun^^).
          Der Lindwurm ist das Chtohnische, die Erdmutter/-göttin, die dem himmlischen, sonnigen Kult unterliegt. Auch verstanden als Sieg des Christentums über das Heidentum).
          Da das „lichte“ Prinzip durch die Sonne repräsentiert wird und der Lichtgott Luzifer ist, ist klar, wo´s lang geht.
          „The Crown“ ist nicht die britische Roaylität- es ist die Crown Corporation. Dort befindet sich seit den Tagen der Tempelritter, von diesen überlassen, der „Inner Temple“ und der „Middle Temple“, beides Stätten der Ausbildung von Rechtsgelehrten. Diese Zonen sind außerhalb jeglicher Verbindlichkeit irgendwem oder -was gegenüber, sie sind seit jeher(!) frei von Steuern gegenüber der königlichen Regierung und(!) der Kirche!

          h ttps://en.wikipedia.org/wiki/Extra-parochial_area

          Und doch – und DAS IST DAS ENTSCHEIDENDE – stellen sie das Recht, nach dem sich alle anderen zu richten haben.
          THE LAW rules, not the money!
          Das was heute alles regiert ist keine Krone, kein Schwert, kein Gold, keine Religion – es ist das Handelsrecht der Briten.

          h ttp://rense.com/general63/tcs.htm

          Von den Tempelrittern leiten sich nachfolgend etliche Geheimlogen-Derivate ab, bis hin zu den Freimaurern heutigen Gepräges.
          Die für die Gründung von Israel entscheidenden Figuren waren um 1900 Lord Balfour, Sir Cecil Rhodes und Lord Milner – alle drei extrem wichtige Figuren in diesem Kreis.

          Die Gründung Israels ist von diesen Leuten mitgetragen worden, weil

          Zitat über Rhodes:

          Von der Verwirklichung dieses Planes war er sein Leben lang besessen. 1888 erläuterte er in einem Brief an Nathan Rothschild, den er ins Vertrauen gezogen und zum Treuhänder seines Vermögens gemacht hatte, wie die geplante Gesellschaft zu organisieren sei: „Nehmen Sie die Satzung der Jesuiten und ersetzen Sie ´römisch-katholische Religiondurch ´Englisches Empire.“ Der Orden sollte als „eine Kirche zur Ausdehnung des Britischen Empire“ funktionieren, um die Menschen zu unterweisen, dafür so zu arbeiten, „wie die Jesuiten für die römische Kirche arbeiteten.“

          h ttp://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/07/25/okkulte-einflusse-im-englischen-imperialismus-vor-dem-1-weltkrieg/

          Israel sollte nur ein britischer Kettenhund am Suez sein, um die Araber in Schach zu halten, da die rein militärische Macht des British Empire dafür nicht mehr ausreichte, aber der Suez bis heute eine maximale wirtschaftliche Bedeutung für die Briten besitzt – also genauer: für die City.

          Israel ist ein Faustpfand der „Krone“, um den gesamten Nahen/Mittleren Osten in Schach zu halten.
          Das umfasst die Türkei, Iran, Irak, Syrien, Libanon, Saudi-Arabien, Emirate, Jemen, Ägypten.
          Vordergrünig finanziert als Rothschild Israel mit, aber in Wahrheit ist es die City bzw. deren „Missionare“.

          • Juli 31, 2014 um 8:50 pm

            Ja, das klingt schlüssig. Ich habe den Kommentar mal wieder als Artikel aufbereitet. Mal schauen, was wir hier noch ans Tageslicht befördert bekommen:
            Ist Israel ein Werkzeug?

            Viele Grüße
            Martin

        • chattison
          Juli 31, 2014 um 8:18 pm

          Und Gott gab Mose die 10 Gebote.
          Und Gott war das Gesetz und das Gesetz war göttliches Gebot.
          Und wer Gesetze erläßt und dafür sorgen kann, dass sie eingehalten werden, der ist wie Gott…

          Das britische Handelsrecht = Seerecht dominiert die Welt. Daran hat sich also nnichts geändert.

          Geld braucht man, um Militär zu finanzieren, um seinen Gesetze Geltung zu verschaffen – so schaut´s aus, Herrschaften^^

          Und das oberste Gebot/Gesetz Lu(nge)zi(e)fers lautet:
          „Tue was Du willst sei das ganze Gesetz.“ (und mache Dich selbst zu einem Gott dadurch)
          Aber das geht nur, wenn alle nach Deiner Pfeife tanzen…

  17. Gerd Zimmermann
    Juli 31, 2014 um 11:19 am

    Diebstahl ist Eigentum . 42 und 3, 6 und 9.
    Das Leben ist so und das Universum, und Guido.
    Keinen Plan. Kein Problem .
    Bitte nicht denken.

    42 ist 6 mal 7

    oder das Leben, das Universum und der ganze Rest.

    Was bleibt ?

    GESAMTBEWUSSTSEIN

    Der Heilige Schoepfer, der in jedem Herz wohnt, in jedem Moment.

    Es ist so einfach, dass ES keiner erkennt.

    Erkenne dich selbst,,gesucht wird irgenndwo niemals an der Quelle.

    Sorry, sorry, sorry, suche so wirst du finden

  18. Gerd Zimmermann
    Juli 31, 2014 um 12:37 pm

    Seid Ihr von allen guten Geistern verlassen.

    Sorry.

    Gerd

  19. Titelfrei
    Juli 31, 2014 um 5:37 pm

    Hätte ich auch bei fast jedem anderen Thema schreiben können.
    Die Frage ist für mich die, ob etwas geändert werden kann. Man müsste dieses oder jenes so oder so machen genügt nicht, wenn das, was geändert werden soll, nur ein Detail oder Auswuchs eines komplexeren Konstrukts ist, welches unbeeinflusst bleibt. Es macht nicht viel Sinn in der Wüste dem Sand von Links nach rechts oder umgekehrt zu schaufeln. Die Wüste bleibt hiervon unbeeinflusst. Macht es Sinn sich Gedanke n darüber zu machen, ob es sinnvoll ist den Sand in der Wüste hin und her zu schaufeln? Und wenn, dann wäre doch die Frage nach der Größe der Schaufeln gut angebracht. Ohne einen besseren Weg aufzeigen zu können…

    • Juli 31, 2014 um 7:20 pm

      Den Geldfluss zu kontrollieren, ist mehr als nur ein Detail, von dem das komplexere
      Konstrukt unbeeinflusst bleibt.
      Wer den Geldfluss kontrolliert, KANN etwas verändern.

      Eine Partei, die die anderen Parteien entmachtet und die Macht (in Form der Verfügungsgewalt über den Geldfluss ) in die Hände des Bürgers legt, würde das Spielchen, das gerade läuft, ganz schön durcheinanderbringen. Davon bin ich überzeugt.

      Wovon ich nicht überzeugt bin, ist, dass der Bürger dies WILL. Es sind bloß Einzelne, die das wollen, aber nicht so viele, dass sich so eine Partei bildet oder nennenswerten Erfolg hat.

      Stuttgart 21 war ein Aha-Erlebnis. An den Protesten gemessen, musste man denken, dass sich kaum ein Bürger im Land für das Projekt aussprechen würde. Kretschmann hat das Richtige gemacht und die Bürger abstimmen lassen. Jetzt ist die Verantwortung für das Projekt beim Volk. Keiner kann sich mehr beschweren.

      Stuttgart 21 hat auch gezeigt, dass die Politik doch eher ein Spiegel der Volksmeinung ist. Und eben nicht die Verschwörung, die so mancher hineingeheimnissen möchte.

      Ich glaube nicht, dass die Bürger eine Veränderung WOLLEN, denn sonst würde es längst so eine Partei geben. Ich glaube, dass es machbar wäre, wenn der Wille dazu da wäre.
      Es scheitert am Willen, nicht an der Machbarkeil.

      Viele Leute gefallen sich offensichtlich in der Rolle des armen Opfers, das sowieso nichts machen kann, sondern bösen Kräfte hilflos ausgeliefert ist. Na denn!

  20. titelfrei
    Juli 31, 2014 um 10:41 pm

    Ich hätte hier mal eine Frage, die gar nicht hier her gehört. Da sie aber wo anders auch nicht hingehört, denke ich ist sie hier eigentlich ganz richtig.
    Was Detailanalyse betrifft bin ich eine ziemliche Dumpfbacke, bei vielen Dingen kann ich mangels entsprechendem Wissens einfach nicht mitreden. Ich bin mehr so der Typ, der sich mit zugrunde liegenden Prinzipien beschäftigt. Kennt Jemand hier so ein Blog, da sich nicht um die Zacken am Zahnrad der Kopf zerbrochen wird, sondern das Uhrwerk und seine grundlegende Funktionsweise im Visier steht?

    • Juli 31, 2014 um 10:46 pm

      Naja, hier ist die Arbeit von Guido Vobig, der dieses Uhrwerk in seinen besonderen Worten beschreibt. Ist allerdings sehr viel Stoff 😉
      gold-dna: http://www.vobig.de/

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