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Ist die Weltgeschichte radikal verfälscht worden? – Teil 5 – Die Anfänge des Weltimperiums

Im ersten Teil einer Artikelserie zur Unterstützung der These, dass unsere Geschichte verfälscht wurde, erfuhren wir über den Nikotin- und Kokain-Konsum in Afrika und Asien weit vor Christi Geburt. Im zweiten Teil warfen wir einen Blick auf große Steinkugeln und Schädeldeformationen, die überall auf der Welt zu finden sind. Im dritten Teil durften wir erkennen, dass es viel mehr Pyramiden auf der Welt gibt, als uns in der Schule gezeigt werden und wie ähnlich sie sind. Der vierte Teil ergänzte weiter Fakten rund um das Thema Mumien. Nun geht „Zachar“ an die Anfänge:

Ist die Weltgeschichte radikal verfälscht worden? Teil 5. – Die Anfänge des Weltimperiums.

Ich habe bereits einige Objekte aufgelistet, die mindestens auf einen interkontinentalen kulturellen Austausch hindeuten oder aber auf ihre weltweite Verbreitung durch eine Kultur. Nun werdet Ihr sehen, dass Ihr tatsächlich Zeugnisse eines Imperiums seid, das praktisch den gesamten Globus umfasste, so unglaublich es klingen mag. Als Beweise werden sowohl alte, meist vergessene schriftliche Überlieferungen als auch modernste Forschungsergebnisse dienen.

Nach und nach werdet Ihr die Antworten auf die folgenden Fragen bekommen:
Warum wurden viele große Stätten von ihren Erbauern verlassen?
Warum finden sich weltweit ganze Bevölkerungsgruppen, die sich als die israelitischen Stämme betrachten?
Wer hat tatsächlich Amerika entdeckt, nach den Ureinwohnern, versteht sich?
Beschreibt die Bibel reale historische Ereignisse?
Warum kennen so viele Völker die Sintflut-Legende, hat sie einen historischen und geologischen Hintergrund?
Warum kennen viele Kulturen eine Jesus-ähnliche Figur, z.B. Horus im „antiken“ Ägypten.
Wer waren Noah, Jesus, Mohammed, Buddha, Odin, Zarathustra, Karl der Große, Cäsar oder König Artus, haben sie wirklich so existiert?
Wer hat die hinduistischen Veda verfasst?

U.v.m.

Prolog

Damit die Informationen, die nun kommen, leichter einzuordnen sind, muss ich erst mal etwas loswerden. Vor allen in den letzten Jahrzehnten wurden viele phantastisch klingenden Theorien auf die Menschheit losgelassen. Riesige Außerirdische, hochentwickelte untergegangene Zivilisationen, alte Bauten, unbekannte Energiequellen usw. Es ist auch eine klare Tendenz zu beobachten, die Menschheitsgeschichte zu verlängern, sie zu mystifizieren. Abgekürzt gesagt, die Grundlage für eine unkritische Aufnahme solcher Theorien wurde schon in unserer Kindheit durch das Fernsehen geschaffen, in erster Linie durch US-amerikanische Trickfilme, Serien und Hollywood-Filme. In unruhigen Zeiten ersetzen solche Vorstellungen an höhere, mächtige Wesen oder über uns wachende, hochentwickelte Ahnen die Religion und nehmen vielen Menschen die Angst. Leider wird genau dieses menschliche Bedürfnis für gezielte Ablenkung von historischen und politischen Realitäten missbraucht. Sie funktioniert umso erfolgreicher, wenn uns solche Theorien als Enthüllungen und Entlarvungen aufgetischt werden. Tatsächlich handelt es sich größtenteils um die modernere Form der Religion oder – besser gesagt – des Aberglaubens. In alles, was man nicht versteht, interpretiert man das hinein, was einem mal in den Kopf gesetzt wurde. Früher waren es religiöse Dinge – Gott, Teufel, Geister und ähnliches, heute ist es Science Fiction. Ein aufmerksamer Mensch muss gemerkt haben, dass die Bilder der „Raumschiffe“ und der „Außerirdischen“ immer stylischer und moderner werden.

Zugegeben, auch die Theorie, die ich vor Kurzem entdeckte, könnte auf den ersten Blick als Pseudowissenschaft abgetan werden. Und meine Haltung ihr gegenüber war anfangs sehr skeptisch. Allerdings geht sie konträr zu all dieser Science Fiction, die uns als Enthüllungen verkauft wird und erklärt nüchtern, was auch heute in der Welt geschieht. Die Esoterik-Freunde werden aber nicht völlig enttäuscht werden. Die wahre, rekonstruierte menschliche Geschichte hat tatsächlich etwas Metaphysisches, sogar Züge von einem Kampf Gut gegen Böse im Sinne der Weltreligionen. Nur dass alles viel irdischer und handfester ist.

Damit die folgenden Informationen leichter einzuordnen sind, greife ich vor und behaupte, dass nicht nur die Geschichte verfälscht wurde, sondern auch die Chronologie. All die „antiken Zivilisationen“ entstanden in etwa zur gleichen Periode und standen als Provinzen eines globalen Reichs in Kontakt zueinander. Die Menschheit erlebte eine sehr rasante Entwicklung im Tempo der letzten 200-300 Jahre und es ist gar nicht so lange her, dass wir alle „Wilde“ waren. Erst nach dem Zerfall des besagten Weltimperiums begannen sich die ehemaligen Provinzen eine enorm verlängerte Geschichte zu fabrizieren. Schwer zu glauben? Die Beweise werden folgen.

Das Volk der Skythen

Wir kommen nun zu einem Volk, über das, wenn man genau hinschaut, sehr viele große Geheimnisse der Menschheitsgeschichte gelöst werden können. An diesem Volk zerbricht unsere Geschichtsschreibung gnadenlos, was der Grund für dessen vergleichbar geringe Beachtung in der Wissenschaft ist.

Es geht um ein Volk, das man im Altertum vor allem unter dem Namen Skythen kannte. Von den Historikern werden sie als halbbarbarische, schriftlose Nomaden beschrieben, ein Reitervolk, das große Teile Eurasiens, vor allem Russlands, Ukraine, Kaukasus, Kasachstan bewohnte, Reiche wie Indien oder Ägypten eroberte, sich aber nach 400 v.Chr. oder später praktisch in Luft auflöste, ohne auch nur ein schriftliches Zeugnis zu hinterlassen. So jedenfalls die offizielle Version der Historiker.

Tatsächlich sehen die frühen Gelehrten aber auch immer mehr moderne Forscher weitaus mehr in ihnen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die meisten traditionellen Historiker sehr allergisch auf Fakten und Argumente reagieren, die ihre etablierten Sichten in Frage stellen. Ich will euch nun zeigen, was sie ignorieren, als Pseudowissenschaft oder nationalistisches Wunschdenken abtun. Nationalistisch, weil viele Völker sich als Nachkommen der Skythen halten, ihnen eine sehr ruhmreiche Vergangenheit zuschreiben und damit nicht unbedingt ganz falsch liegen, denn praktisch alle von uns können die Skythen gewissermaßen zu unseren Urahnen zählen.

1. Erfindungen der Skythen

Zunächst einmal gehe ich auf Erfindungen, die ihnen zugeschrieben werden, ein. Sie alleine widersprechen der offiziellen Geschichte massiv.

a) Metallschmelzen und -härten!

Nach griechischen Überlieferungen wurde das wichtigste Werkzeug des frühen Metalschmelzens, der Blasebalg, von den Skythen erfunden. Der griechische Historiker Hesiod z.B. nennt den Skythen Delas den Entdecker des Kupfers und schreibt ihm auch die Erfindung der Bronze zu. Aeschylus nennt Eisenwaffen skythisch und nennt den Kaukasus die „Mutter des Eisens“. Auch Hellanikos von Lesbos bestätigt die Entdeckung von Eisen durch die Skythen. Der skythische Stamm Chalybes soll als erster Stahl erfunden haben. Wenn es für euch nach Exkalibur klingt, ist es kein Zufall, woher König Artus war, dazu komme ich aber noch. Der skythische König Indus soll das Silber entdeckt haben und auch das Bearbeiten von Gold wurde offenbar von den Skythen eingeführt. Jedenfalls sind sie für ihre Goldarbeiten berühmt, wie eine umfangreiche Bildersammlung zeigt.

Hier ist eine Abhandlung (in Englisch), die sich mit dem Thema Erfindung der Metallschmelzens in der griechischen Geschichtsschreibung beschäftigt: Saneunos the Scythian (PDF)

Wie kann das sein? Unsere Geschichtsschreibung erzählt uns, dass die Menschen viele Jahrtausende brauchten, um von Kupfer auf Bronze umzusteigen und nach Bronze erst viel später das Eisen entdeckten… Nach unserer Geschichtsauffassung müssten die Griechen es lange davor aus Mesopotamien gekannt haben. Die Griechen selbst aber komprimieren diese vielen Jahrtausende auf wenige Jahrhunderte und behaupten, sie lernten das alles von den Skythen… Wer hat nun Recht?

Natürlich darf man sich nicht ausschließlich auf (alte) historische Schriften verlassen. Aber dieses Bild wird durch eine Fülle anderer Fakten vervollständigt. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass unsere historischen Vorstellungen fundamental auf griechischen Zeugnissen basieren.

b) Schiffsbau und Seefahrt

Es wird noch bunter. Aus irgendwelchem Grund schrieben die Griechen auch die Erfindungen des Ankers und des Langbootes also des Schiffs den Skythen zu. Die Griechen, die vom Meer umgeben waren und unweit von anderen „antiken Zivilisationen“ lebten, lernten also auch die Seefahrt von den Skythen?

c) Töpferscheibe 

Die Erfindung der Töpferscheibe soll laut Griechen ebenfalls auf die Skythen, konkret Anacharis, zurückgehen. Wo bleiben da die alten Ägypter oder die Mesopotamier?

c) Reit- und Reisekultur inkl. Rad

Zu all dem kommt noch die Erfindung des Pferdereitens, des Sattels, des Steigbügels, des Reflexbogens, des Schießens im Ritt und vieler anderen Waffen, des Streitwagens, des Wohnwagens, ähnlich wie man sie aus den Western kennt, des Speichenrads, möglicherweise sogar des Rades selbst (Wikipedia: The Horse, the Wheel and Language).

Man kann sich nun vorstellen, dass die ersten Menschen, die auf dem Rücken des Pferdes und möglicherweise auf Schiffen große Distanzen überwanden, eine Bewusstseinsveränderung erlebten und viel Wissen sammelten. Zwangsläufig, so ist nun mal die Natur des Menschen, musste die haushohe, waffentechnologische Überlegenheit zu großen und praktisch widerstandslosen Eroberungszügen führen. Und auch dazu, dass das Wissen, verschiedene Technologien, der interkulturellen Austausch sich rasant ausbreiteten.

Wir werden später sehen, dass die Skythen nicht nur in der Eroberung ihre Mission sahen, sondern auch in der Aufklärung, sogar Erleuchtung anderer Menschen und dabei sehr positiv in die Mythen vieler Völker eingingen.

d) Geld

Natürlich musste diese Vernetzung zu einem weitflächigen Handel führen. Jetzt ratet mal, wer das Geld erfunden hat. Ja, laut Griechen jedenfalls waren es wieder die Skythen, so der Historiker Hygunos. Das wusste man noch im 18. Jahrhundert, wie dieser Text hier zeigt. Übrigens wird hier die Gründung der japanischen und der chinesischen Nationen ebenfalls auf die Skythen zurück geführt. So viel zur 5.000 Jahre alten chinesischen Geschichte.

SCYTHIANS COINS money The European Magazine and London Review

Ihr seht schon, offenbar spielten die Skythen in den Augen früherer Historiker eine ungemein große Rolle für die Entwicklung der Menschheit.

2. Skythen älter als Ägypter

Was schrieben die Griechen noch über die Skythen? Unter anderem, dass sie das älteste Volk sind.

Justinius II und Trogus schreiben, dass die Skythen das älteste Volk sind, älter als die Ägypter. Herodot schreibt über den Streit zwischen den Ägyptern und den Skythen, wer älter ist und entscheidet zu Gunsten von Ägypten. Damit hat er vermutlich recht. Offenbar haben die Ägypter zumindest die erste Schrift und die Staatlichkeit erfunden. Doch vergesst die Vorstellung, dass die Menschen, die gerade erst der Steinzeit entkamen, sofort angefangen haben, die aus technischer Sicht für lange Zeit komplexesten und gewaltigsten Gebäude zu errichten. Die Pyramiden und andere Großbauten kamen erst später.

3. Ursprung aller Religionen

Sollten die Griechen recht gehabt haben, und waren die Skythen wirklich so alt und hatten so schnell eine solche militärische und technologische Überlegenheit erreicht, sollten sie tatsächlich große Teile der Welt erobert und kulturell beeinflusst haben, müssten sich auch ihre religiösen Vorstellungen verbreitet haben. Und das haben sie. Im Nächsten Beitrag werde ich zeigen, dass alle Weltreligionen ihre Ursprünge bei Skythen haben.

Hier schon etwas zum Nachdenken. Noch bis zum 17.-18., teils sogar bis ins 19. Jahrhundert hinein führte man die Skythen und die ihnen verwandten Völker direkt auf den biblischen Noah und seine Nachkommen (Japheth, Magog) zurück. Zum Beispiel hier: john robinson tartarians muscovites „fathers of nations“ scythians magog

Diese Geschichte kennen viele Völker auf dem Globus. Heute geht man davon aus, dass es ein prähistorischer Mythos aus den Zeiten der Anfängen der Menschheit ist. Aber es gibt auch eine andere Version (Wikipedia):

Sintflutsagen in anderen Kulturkreisen

Viele halten die Geschichte von der großen Sintflut für einen Mythos, allerdings hat er auch einen realen geologischen Hintergrund. Es ist bekannt, dass die Skythen sich um das Schwarze Meer herum ansiedelten. Es ist auch bekannt, dass nach der biblischen Überlieferung Noah, auf den die Skythen zurückgeführt werden, unweit vom Schwarzen Meer, am Berg Ararat strandete. Nun werden diese Fakten mit einem weiteren ergänzt. Es gab tatsächlich eine große Flut exakt dort, wo heute das Schwarze Meer liegt (Wikipedia):

Wassereinbruch in das Schwarze Meer

In dieser Dokumentation wird belegt, dass diese Flut vor gar nicht so langer Zeit, also vor maximal 2000 Jahren stattfand, was wieder unsere Geschichte komprimiert:

Um euch neugierig auf die weitere Folge zu machen: es ist nur der Anfang, es wird noch viel spannender! Hier noch etwas. Heute denkt der ganze Planet, dass die biblischen, vor allem die evangelischen Ereignisse im heutigen Israel und darum herum stattfanden. Doch war das wirklich so? In den frühen Bibeln gab es eine Passage, die besagt, dass Jesus vor den Augen der Galater gekreuzigt wurde: „O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? Welchen Christus Jesus vor die Augen gemalet war, und jetzt unter euch gekreuziget ist! “ (Quelle)

Später wurde diese Passage umgeändert und geschrieben, dass die Galater das Bildnis vom gekreuzigten Christus als Bild vor Augen hatten und trotzdem aus irgendeinem Grund dafür angeklagt wurden: „O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet, welchen Christus Jesus vor die Augen gemalt war, als wäre er unter euch gekreuzigt? “ (Quelle)

Warum diese Sinn-verfremdende Änderung? Ganz einfach, die Galater lebten nie im heutigen Israel, dafür aber in der heutigen Türke, am Schwarzen Meer, auch am Bosporus.

Am Bosporus gibt es folgende interessante Orte:

a) Die Burg YOROS, was wie Jerusalem (oder in manchen Sprachen früher Jorosalem) klingt. Prägt euch die Bilder von Yoros Castle (Wikipedia) ein .

b) Daneben gibt es Yusa Tepesi / Yoshua’s Hill, also den Jesus-Berg. So sieht der Ausblick von diesem Berg auf das Schwarze Meer aus:

c) Auf diesem Berg gibt es ein islamisches Heiligtum, das symbolische Grab Jesu, ein umzäunter Bereich, in dem zwei große runde Steine, beide mit quadratischen Öffnungen in der Mitte, einer mit eine Lanze dahinter:

Interessanterweise zeigt der Zaun die Schwertlilie, ein klassisches christliches Symbol. Könnte das der tatsächliche Ort der Kreuzigung Jesu sein? Schauen wir doch mal, wie einige mittelalterlicher Darstellungen dieses Ereignis zeigten.

Gebirgige Landschaft, Schloss oder Schlösser im Hintergrund, grüne Landschaft, ein „Fluss“, der häufig im Meer mündet. Sieht irgendwie nicht aus wie das heutige Israel, nicht wahr?

Liste aller Artikel:

erster Teil : was wir über den Nikotin- und Kokain-Konsum in Afrika und Asien lernen können

zweiter Teil : über große Steinkugeln und Schädeldeformationen

dritter Teil : viele Pyramiden mit vielen auffälligen Ähnlichkeiten dieser Welt

vierter Teil : was wir sonst noch von den Mumien lernen können

fünfter Teil: Die Anfänge des vormaligen Weltimperiums

sechster Teil : Die Skythen als Väter der Nationen

P.S.: Filmprojekt benötigt Förderung

Es ist ein Filmprojekt zu diesem Themenkomplex gestartet worden. Eine Fülle von Material ist schon gesammelt, interessante Autoren und Historiker sind schon mit ins Boot geholt worden. Ob der Film jemals im TV ausgestrahlt wird, ist eher zu bezweifeln, aber interessiertes Publikum erreicht man heute auch gut über das Internet. Von der Qualität her soll es dennoch ein TV-tauglicher Film werden. Damit der Film ein Erfolg wird, braucht es noch finanzielle Unterstützung. Wer also etwas spenden will, mag den Autor des Artikels unter zachart[at]aol.com kontaktieren.

  1. Shivinz
    August 29, 2014 um 6:01 pm

    Hier eine kleine Zusammenfassung aus den Werken Jakob Lorbers zu den Skythen:

    • die Skythen stammen wie die Heiden von Lot ab
    • die Skythen waren ein räuberisches primitives Reitervolk, das sogar die Toten misshandelte, weil sie sich umbringen ließen:
      „Ich habe mir erst vor nicht gar langer Zeit von einem aus Skythien zurückgekommenen Gesandten, der ausging, diesen Menschen den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu verkündigen, erzählen lassen, daß diese wilden, stets herumziehenden Völker einen Menschen, wenn er gestorben ist, darum strafen, weil er gestorben ist! Sie zögen ihn etwa ganz aus, bänden ihn dann nackt an einen Pfahl und geißelten ihn einen ganzen Tag hindurch; auch dann werde diese Handlung an dem Toten verübt, so er von einem andern sei getötet worden. Denn es trage bloß er die Schuld, indem er sich habe überwältigen und am Ende gar töten lassen! Der Totschläger hingegen werde belobt, daß er über den andern gesiegt und erhalten habe sein Leben!“

    • die Skyther waren eine der wichtigsten Vöker, die für ihre Eigenschaften genannt waren, wie die Griechen, die Heiden, die Juden… und zwar negativ:
      „Ein Kranker bedarf wohl des Arztes und der rechten Arznei; aber ihn darum strafen, weil er das Unglück hatte, krank geworden zu sein, das, lieber Freund, gehörte ins tiefste Skythien!“
      „Denn man wird mit dem Juden anders, mit dem Griechen und Römer anders und mit dem Perser, Indier, Ägypter und gar mit dem Skythen sehr anders reden müssen, weil ein jeder von ganz anderen Vorbegriffen beseelt ist.“

    • Genannt ist der Skythenkönig Ouran, der von Jesus belehrt wurde

    (wenn man sich ihre Eigenheiten anschaut, wundert es nicht, dass sie keine Schriften hinterließen und ist die obige Zuordnung der Erfindungen zumindest teilweise fraglich. Könnte eher sein, dass sie durch Eroberungen geraubt waren.)

    „„Freund, du hast zu wenig Milch, Käse und Butter daheim; aber auf deinen Alpen gibt es einen großen Vorrat. Laß vorerst durch diesen Knaben allen deinen Vorrat von der Alpe holen; es ist besser, du hast den Vorrat hier als oben auf den Bergen, die heute in der Nacht von einer Horde wilder Skythen bestreift werden, ob da ein Raub zu machen wäre.“

    • sie hatten sogar zur Zeit Jesu noch ein großes Reich, manche ihrer Länder wurden aber schon von Rom eingenommen. „auch viele ganz tierisch wild gewordene Skythen, die der Erde mitternächtliche Länder bewohnen;“ (ev. in Entsprechung gemeint).
  2. Teilweise beschriebener Konflikt der Römer mit den Skythen: „Zudem bist du auch wenigstens dem Anscheine nach so alt wie der höchst ehrwürdige Greis Cyrenius, nahmst seinen Namen an und hattest dir ein Gefolge und einen Hofstaat geschaffen gleich dem des Cyrenius, saßest auf einem stattlichen Pferde, und als dich der Überbringer als den Oberstatthalter begrüßte und dir in einer Entfernung von einer halben Tagereise vor Tyrus als dem vermeinten Statthalter die von ihm gezeichneten Befehlsrollen übergab und nebst diesen dann auch die Gelder und die Schätze, die deine maskierten römischen Soldaten in den Empfang nahmen, so gabst du ihm Befehle, sich so schnell als möglich nach dem Pontus zurückzuziehen, indem du definitiv vernommen habest, daß dort wegen der Steuererpressungen Unruhen ausgebrochen seien und die Bewohner des Hinterpontus sich mit mächtigen Skythenhorden gegen die Herrschaft Roms verbündet hätten. Da sei Gefahr im Verzuge; darum sei er als der (falsche) Oberstatthalter im gemessenen Auftrage Roms ihm als dem tapfersten Obersten vom Pontus und Kleinasien so weit entgegengezogen, um ihm in diesem dringenden Falle den schleunigsten Rückweg in etwas abzukürzen!“

  3. sie sind spirituell also der Mitternacht/tiefste Finsternis zugeordnet, ähnlich jenen Mächtigen heute, die räuberisch und skrupellos gottlos agieren. „…denn von irgend einer Nachsicht ist bei Ihm gar keine Rede!“

  4. „Dagegen aber würde ein echter Nordskythe in Nouabia, so er im hohen Sommer dahin käme, in wenigen Tagen verschmachten und somit auch ehest sterben.“ (das ist auch eine Entsprechung, dass die Finstersten die Wahrheit nicht vertragen)

    • Vielleicht die schönsten Gestalten der Erde, aber noch ungenügende Sprache die mehr an ein Grunzen erinnert und ungebildet.
  5. dass die Skythen eher plötzlich spurlos weg waren, lag auch daran, dass sie ja ein herumziehendes Volk waren und im Norden Eishütten hatten (erinnert an die Inuit). „Herr, das sind für uns wohl noch stark Skythendörfer, die nahe so gut wie nirgends bestehen, und von denen man sich darum auch keinen Begriff machen kann!“
    „Im tieferen Norden dieser Erde, wo es sehr kalt ist, bauen sich die Skythen im Winter Wohnhütten aus Eis. Was aber ist mit diesen Hütten, wenn dort der zwar kürzer dauernde, aber äußerst heiße Sommer kommt? Binnen weniger Tage sind alle diese Wohnhütten zerronnen! Und geradeso wird es in jener Zeit den großen Prachthütten der falschen Propheten ergehen: Ehe sie sich ordentlich umgesehen haben, werden ihre herrlichen Wohnstätten auch schon dahin sein! – Versteht ihr solches wohl nun gut?“

  6. Skythen kultivieren? „Dazu werden dir Mathaels Gefährten gute Dienste leisten, und dein Wunsch wird noch vielfach in die Erfüllung gehen; aber alle Skythen wirst du wohl schwerlich je unter dein Zepter bringen, denn ihr Reich hat eine übergroße Ausdehnung. Aber die um den Pontus (Schwarzes Meer) wohnenden kannst du für dich haben und sie bilden nach deinem Gutdünken.“

  7. Skythen sollen also ziemliche „Barbaren“ gewesen sein, wie weit das nun mit den auch als ungehobelte Barbarbaren bezeichneten Völkern Mittel- und Nordeuropas zusammenhängt, geht daraus nicht hervor. Eigentlich waren das ja eher Germanen oder Heiden. Oder vermischt?

    mehr:
    http://jakob-lorber.cc/index.php?s=Skyt&l=de&b=

  • Arcturus
    August 29, 2014 um 10:15 am

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

  • Juli 27, 2014 um 8:29 am

    Ich lese grad „Keine Posaunen vor Jericho“ von Israel Finkelstein und N.A. Silberman, die das Alte Testament mit den archäologischen Funden abgleichen.

    Die beiden kommen zu dem Schluss, dass das AT um etwa 700 v. Chr. verfasst wurde, und zwar als Propagandaschrift, um die kriegerischen Expansionsbestrebungen von König Josia nicht nur als göttliche Mission, sondern auch pseudo-historisch zu untermauern. Zu diesem Zweck wurde die Geschichte Israels entsprechend umgeschrieben und auf Josia hin fokussiert. Die beiden entlarven den größten Teil der „historischen Fakten“ in der Bibel als unwahr, maßlos übertrieben, zeitlich unpassend eingeordnet und manchmal sogar als gerade das Gegenteil von dem, was die archäologischen Funde ihnen sagen.

    Aber auch die archäologischen Funde sind nicht so objektiv, wie die Archäologen vorgeben. Genau genommen, sind es stumme Zeugen aus der Vergangenheit, und wenn sie zum Reden gebracht werden, sind es die Stimmen der Archäologen, die wir hören, nicht die der alten Steine.

    Finkelstein und Silberman berichten auch, wie archäologische Befunde noch bis vor 30 Jahren dazu herhalten mussten, das Alte Testament als „historisch wahr“ zu beweisen.

    Wenn in der Neuen Weltordnung, die auf uns zukommt, die Evangelikalen eine Rolle spielen sollten, werden vermutlich neue Funde auftauchen, die wiederum Finkelstein und Silberman als „unwahr“ entlarven und die Vorgänger-Generation von Archäologen als „wahr“ retablieren.

    • Juli 27, 2014 um 2:12 pm

      Man darf bei Ge-Schichten, deren wichtigere / wesentliche Aussage in der symbolischen (metaphysisch, esoterisch zu deutenden) Schicht steckt, nicht erwarten, daß sie mit „wissenschaftlich“ (archäologisch o.a.) ermittelbaren Fakten übereinstimmen – obwohl es manchmal solche Fakten tatsächlich gibt. Es gibt z.B. solche Fakten zu dem Märchen von „Hänsel und Gretel“. Ich habe das entsprechende – wissenschaftliche – Buch gelesen.

      Offenbar gab und gibt es immer Menschen, die irgendwelche realen Begebenheiten zum Anlaß nahmen / nehmen, SYMBOL-trächtige Geschichten daraus zu „stricken“. Das war und ist ein Teil GESUNDER menschlicher Kultur / Lebensart.

      Daß die meisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft die Symbol-Ebene / -Schicht (die Ebene des göttlichen Bewußtseins, des höheren Selbst) in Ge-Schichten – Sagen, Legenden, Märchen, usw. – nicht (mehr) erkennen und noch weniger deuten können, ist eines der vielen Symptome der KZN / „Krankheit der Gesellschaft“, der „Abtrennung“ vom wahren Mensch-Bewußtsein, vom göttlichen Bewußtsein im Menschen und vom göttlichen Bewußtsein im Universum.

      Die wahre – göttliche – Weisheit offenbart sich „symbolisch“ und kann nur von der entsprechenden Bewußtseins-Ebene erkannt und (nach dem Lernen der Grundsätze) gedeutet und verstanden werden. Dem rationalen Denken unter der Herrschaft des „Ego“ / „Nied. Selbst“ bleibt diese Quelle verschlossen.
      „Nur die Harten kommen in den Garten“.

      Herzlichen Gruß!

  • Juli 27, 2014 um 5:34 am

    Wenn die Geschichte gefälscht sein sollte, würde mich das überhaupt nicht wundern, denn im Wissen von der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“ (KZN), der „Krankheit der Gesellschaft“, dem „Wahnsinn der Normalität“ usw. halte ich auch die Verfälschung geschichtlicher Fakten / Abläufe für durchaus möglich.
    Denn die zivilisierte Gesellschaft lebt seit Ausbruch der KZN in einer schweren multiplen psychischen Störung, in der sich ALLE bekannten / erdenklichen Symptome manifestieren, ALLE möglichen oder auch scheinbar unmöglichen Denk- und Handlungsweisen manifestiert haben und noch immer manifestieren: Aggression und Depression, Angst und Zwang, Manie und „Schizophrenie“ sowie auch alle psychosomatischen Störungen.

    Ich bin in meinen 67 Lebensjahren weit herumgekommen und habe den „Wahnsinn der Normalität“ an vielen Stellen selbst kennengelernt.

    Schon in der Schule und im Kindergarten, in der Berufsausbildung und beim Militär, in meinen verschiedenen beruflichen Tätigkeiten und freiwilligen Engagements.

    Die große Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft ist damit befaßt, sich selbst und den anderen soweit irgend möglich, etwas vorzumachen. Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit, Offenheit, Aufgeschlossenheit usw. findet man kaum – und m.E. immer weniger. Die KZN intensiviert sich im exponentiellen Maßstab.-

    Angesichts der erheblichen Beeinträchtigung durch die KZN ist auch verständlich, daß die heutigen befallenen Menschen die früheren Verhältnisse bzw. die in anderen Kulturen und deren Bewußtseins-Entwicklungs-Stand sowie Motivation und Fähigkeiten nicht verstehen / nachvollziehen können.

    Ich kann mir z.B. vorstellen, daß die Goten in Richtung Rom gezogen sind, um der KRANKHEIT Rom(s) entgegenzuwirken, die für die Völker des Nordens deutlich erkennbar gewesen sein muß.
    Ebenso könnte ich mir vorstellen, daß die Germanen / Wikinger die Vorstellung von „Ragnarök“ (Welt-Untergang) erst entwickelt haben, als sie DIE Krankheit an den Römern oder Vorgänger-Kultur erkannten.

    Die nordamerikanischen Ureinwohner haben es den weißen Einwanderern auch verschiedentlich gesagt / geschrieben: „Ihr seid anders“. Und gelegentlich wurde den Weißen auch offen gesagt, daß man sie für verrückt hält. So wiederfuhr es z.B. C.G. Jung bei den Pueblos.

    Wir, die „Zivilisierten“, sind irre. Geistig-seelisch ver-irrt und verwirrt.
    Die Deutschen – erst durch die Römer entfremdet – verstehen z.B. ihre eigene Sprache nicht mehr; wissen nicht mehr, was die Worte bedeuten.
    Dabei ist deutsch = DE-UTISCH / THEODISCH = Gottes-Sprache = Ur-Sprache.
    Die deutsche Sprache zeichnet sich aus durch intensive Verwendung von Ur-Lauten.
    Obwohl der m.E. wichtigste Urlaut in der deutschen Sprache schon fast untergegangen ist, während er in der englischen Sprache noch eine eigene Existenz hat: „awe“. Dieser Laut erscheint auch im Begriff „God“ (Gott). Es ist der „Laut des großen Wunder(n)s / Staunens“, der Urlaut der „Überraschung“, der Ergriffenheit, des Überwältigstseins.

    Im Dänischen wurde dieser Laut früher durch ein Doppel-A ausgedrückt – wie bei den Städtenamen Aarhus, Aalborg. Die moderne Schreibweise ist ein „a“ mit einem kleinen „o“ darüber.
    Die Germanen nannten die „Gottes-Kraft“ / „Lebens-Kraft“ entsprechend: „Od“.
    Luther wußte das (noch) und übersetzte den „Lebens-Hauch“, den Gott dem Adam einblies, mit ‚“Od-em“.
    Und aus gutem Grund hatte Gott „Od-in“ seinen Namen, ebenso wie „W-OD-AN“ (Wotan).
    „W-od-a“ ist das russische Wort für „Wasser“; niederdeutsch: „Woter“; englisch: „water“.
    Siehe auch:
    BR-OD-ER = Bruder
    M-OD-ER = Mutter
    D-OD-ER = Tochter
    F-OD-ER = Vater

    Wenn man die zahlreichen Varianten der Schreibweise von Od (auch „Ud“) berücksichtigt, kommt diese Gottes-Energie in auffällig vielen Begriffen des täglichen Lebens und Fluß- / Ortsnamen vor.

    Herzlichen Gruß!

  • Juli 26, 2014 um 11:02 pm

    Das wirklich Verrückte ist offenbar, dass die “Zauberer“ Möglichkeiten erschufen und erschaffen, dass ihre Absichten immer unwahrscheinlicher werden, weil der Mainstream sich in immer mehr Nebenflüsse aufzweigt, die zwar noch recht verhalten sind, aber ausreichend genug, um neue Strömungen zu generieren. Das Problem indes aber ist, dass der Mainstream durch den “Wegfall“ der “Andersfließenden“ in seiner Dynamik an Energie gewinnt, sprich, Fahrt aufnimmt bzw. in seiner Richtung bestärkt wird …

    “Those that are able to see
    beyond the shadows and lies
    of their culture will never be
    understood let alone believed
    by the masses.“

    Plato

    Gruß Guido

    • chattison
      Juli 27, 2014 um 7:15 am

      „Geschichte“ ist das Ergebnis der Glaubensbereitschaft der Mehrheit.
      Die Glaubensbereitschaft der Mehrheit beruht auf deren Geschichtenbedürfnis.
      Das Geschichtenbedürfnis wiederum ist Ergebnis eines Erklärungsnotstandes.
      Der Erklärungsnotstand ist Folge unverstandener Defizite (Woher kommt der Schmerz, die Angst, die Not?), die von denjenigen erzeugt wurden, die nachher in Märchenonkelmanier darüber „aufklären“.
      Kinder sind auch mit einem Märchen zufrieden, wenn es vordergründig, also auf der Ebene ihrer Informationsstufe (= „Wissen“, „Logik“, u.ä.) „Sinn“ macht.
      Und die Moral von der Geschicht´?:
      Zeit dem zu entwachsen durch Erwachsenwerden…

      Aber Plato war leider nicht dumm genug, um in diesem Punkt zu irren^^

      • chattison
        Juli 27, 2014 um 7:44 am

        Die wahre Tragik besteht darin, dass der menschliche Geist keine wahren (= verifizierten) Fakten benötigt, um zufrieden gestellt („narkotisiert“) zu werden, sondern lediglich die IDEE von Fakten!

        Worte sind solche Ideengeber und Geschichten virtuelle Faktenbibliotheken.
        federleichtes hat völlig zu Recht daraauf hingewiesen, dass virtuelle Fakten gleichwohl wirksam sind und Realität schaffen, nur leider halt nicht auf der Basis der „wahren Wirklichkeit“ und somit immer mehr Verzerrung zwischen den beiden erzeugt mit entsprechenden Spannungen (Diskrepnzen), weswegen es im Gedankengebälk des Zufriedenheitsheim mittlerweile deutlich knirscht.
        Die einzige Reaktion wird aber dann sein, dass die nunmehr doch besorgten Bewohner das einsturzgefährdete Heim verlassen und einfach in ein neues viruelles Habitat umziehen.

        Nur ein echter Riss zwischen diesen beiden Welten könnte sie aus dem Wolkenkuckucksheim auf den Boden der Tatsachen fallen lassen…

  • chattison
    Juli 26, 2014 um 9:56 pm

    Etymologisch leitet sich der Begriff des „Zauberers“ vom „Kalendermacher“ ab.
    Kalendermacher waren die ersten Hohepriester.
    Wer die Zeit zu bestimmen vermag, bestimmt den Ereignis-Raum.
    Anfangs bestimmte die Zeitbestimmung Aussaat und Ernte u.ä. und damit wurden die ersten Gesetze manifestiert, nach den das Leben der Menschen durch die Hohepriester geregelt wurde.
    Später wurde dieses Prinzip sublimiert und Macht wurde definiert durch Definitionshoheit per se.
    Wer also Zeiträume definiert, sie beschreibt und inhaltlich füllt und dadurch seine eigene Deutungshoheit verabsolutiert, der herrscht als König über Zeit und Raum auch über die Menschen.

    Geschichte muss immer Fälschung sein, da sie immer und ausnahmslos der Deutung durch ein Subjekt, sei dieses aus der Vergangenheit, sei es aus der Gegenwart, unterliegt.
    „Geschichte“ ist eine Sammlung von Geschichten.
    Schon unter Ramses wurde nachweislich Geschichte massiv verfälscht zum Zwecke der eigenen Geschichte.

    Warum?
    Weil eine Geschichte ein kausal-plausibles Bindeglied zur Begründung des Jetzt liefern soll.
    Geschichte ist also der Logik der Macht geschuldet.
    Und da die Wahrheit den Machtanspruch immer gefährden würde, muss sie zwangsläufig vertuscht werden und unter einem Meer von Lügen versanden.

    Die ersten, die vor langer Zeit die „Zukunft“ anhand der astronomischen Muster zu deuten wussten, kamen auch mit Sicherheit auf die Idee, dass dies auch rückwirkend möglich sein musste.
    Die Muster zu deuten war nur ihnen gegeben und der Rest musste es einfach glauben.
    Untermauert wurde diese Deutungshoheit ursprünglich mit den Erfolgen der Aussaat- und Erntezyklen und nachfolgend immer mehr auch auf andere Muster übertragen, die aber keine echten Muster, sondern eben Mythen waren.
    Mythen wurden so zur Wahrheit und Geschichte.

    Das ist das wahre Erbe des Klerus seit Urzeiten und sein bestgehütetes Geheimnis.
    Denn später wurden die Hoheprester nicht nur Deuter vorhandener Muster, sondern eben selbst Schöpfer solcher, wodurch sie in der Tat Geschichte machten!
    Die ursprünglich „göttlichen“ Muster, vorgegeben und nur unveränderlich zur Deutung frei gegeben, machten die Hohepriester nur zu einem Stellvertreter Gottes quasi.
    Sie sind die Zauberer, die die Historie aus ihrem Hut zauber/te/n.

    Von dem Zeitpunkt an, wo diese selber Muster schufen und die Geschichte beherrschten, waren sie prinzipiell gottgleich, denn sie adaptierten das ursprünglich nur einem Gott vorbehaltene Recht der Mustergenesis(!) und deren Gültigkeit aller Prozesse zwischen Himmel und auf Erden.

    Es ist also nicht wichtig, ob es „nur“ 3 Jahrhunderte im Frühmittelalter sind, die möglicherweise hinzugedichtet wurden oder ob es 2000 Jahre waren oder sogar alles falsch wäre – wichtig ist zu erkennen, dass dies ein ultimativer Machtfaktor ist, der nach wie vor absolute Gültigkeit besitzt und angewendet wird.

    Den Rest kann man sich dann unschwer zusammen reimen…

    • Juli 26, 2014 um 10:40 pm

      Was würde geschehen, wenn die “Zauberer“ der Geschichtsschreibung kein Sprachrohr mehr hätten und jeder selbst mit eigenen Fähigkeiten sein unmittelbares Umfeld mit zur Verfügung stehenden Informationen gestalten würde … vorausgesetzt man hätte noch derartige Fähigkeiten ?! Sieht man sich die Welt und die Verbreitung der Medien und die Bereitschaft der Masse, sie zu nutzen, an, dann bleibt im Grunde nur Eins zu sagen: Was geschieht geschieht, weil es möglich ist, und was möglich ist ist notwendig, um geschehen zu lassen, was bewusst werden muss …

      Es ist unwahrscheinlich, dass niemand mehr Zeitungen kauft oder Schlagzeilen im Netz verfolgt, zumindest auf absehbare Zeit. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass mediale “Zaubertricks“ oder anders geartete entwurzelte/traumatisierte Informationen, ein Symptom sind und kein Heilmittel … genauso wie der technologische Fortschritt selbst …

      Gruß Guido

      • chattison
        Juli 27, 2014 um 7:05 am

        d´accord^^

  • Juli 26, 2014 um 6:21 pm

    Wer sich nur mit Fragen und Reden unterhält, hält sich selbst unten.

    Wenn der Adler bei den Hähnen groß wächst, Regenwürmer und Körner fressend, verlernt er das Fliegen und kräht später wie die Hähne . Wenn der Kondor im Käfig geboren wird, glaubt er auch, dass der Käfig die Freiheit ist, obwohl er später die Flügel weit ausbreitet.

    Du musst nichts aufgeben. Außer deine Konzepte. Dies ist dein Käfig. Was du bisher Freiheit nanntest.

    Der Herr wohnt in dir.
    Oder meinst du etwa, sein Knecht zu sein ?

    Der Herr des Wissens und der Liebe braucht keine Knechte. Er ist die Einheit selbst.

    In dir liegt das ganze Wissen verborgen. Du bist dessen Tür, dessen Fenster, dessen Mund.
    Wann willst du dich bereit machen, um es zu öffnen???

    Die Rose ist dornig, doch ihr Duft erfrischt den ganzen Raum.

    Wir sind das Absolute, was im Relativen badet.
    Es ist absolut notwendig, nicht darin zu ertrinken.

    Lass die Vergangenheit bergab laufen.
    Lass den Bergfluss der Zukunft zu dir kommen.
    Du stehst jetzt vor ihm. Trinke daraus,bade darin und geh deinen Weg.

    Glauben ist nicht Wissen, Tappen nicht Greifen.

    Wer nie fragt, erfährt es nie.
    Wer nur fragt, erfährt auch nie.
    Wer erfährt , fragt sich nie mehr .

    Die Philosophen ernähren sich aus Bewegungen des Geistes, die Yogis aus klarem Geist.

    Die Geschichte wird geschrieben von Eroberern und gelernt von Eroberten.

    • maretina
      Juli 26, 2014 um 9:35 pm

      Soeben nahm ich mir die Freiheit, was ich bisher in diesem Blog noch nie getan habe, Deine Kommentare, bestehend aus Zitaten, zusammen zu kopieren. Das dient der besseren Übersicht und vestopft nicht gleich die gesamte Kommentarleiste. Ich bitte Dich zukünftig auch die Perspektive der anderen Leser im Bewusstsein zu haben.
      Grüße
      Martina

  • Juli 26, 2014 um 2:27 pm

    Aha, auch der Sturm auf die Bastille ist eine Geschichtserfindung, denn sie fand nach Augenzeugenberichten nie statt …

    Genauso wie Marie-Antoinette nicht wirklich Jene war, die sagte: »Dann sollen sie Kuchen essen.«

  • Juli 26, 2014 um 1:27 pm

    Oha, sollte unsere Geschichte um ca 2.000 Jahre durch die kirchliche Geschichtsschreibung gefälscht worden sein?

    Wenn man die chronologischen Verzerrungen erkennt und die Geschichten neu ordnet, erkennt man, dass die geschilderten Ereignisse wohl im großen und ganzen real sein müssen, allerdings nicht in dem dargestellten Zeitrahmen. Im zweifelhaften historisch-kulturellen Kontext stellt sich vor allem eine Frage, die Ralf Davidson formulierte, mit Vehemenz: Warum nahmen die Germanen und europäischen Völker überhaupt die Religion eines orientalischen Volkes an? Schließlich hatten sie eigene Kulte und theistische Überzeugungen, die ihrem jeweiligen Volkscharakter mehr entsprachen. Was ereignete sich tatsächlich in der Übergangsphase von Antike zu frühem Mittelalter, der Zeit der Völkerwanderung?

    Die vorrangige Frage aber lautet: Welches Interesse hatte die allmächtige Kirche, die Geschichte und den Kalender des christlichen Abendlands zu fälschen? Wenn Geschichtsfälschung geschieht, wird immer eine andere unbequeme Geschichte, also Wahrheit, damit verdrängt. Was musste durch die Kalenderfälschung verheimlicht werden?

    Der Artikel schließt mit:

    Als um 1500 im Zuge europaweiter Judenpogrome eine Distanzierung zur jüdischen Kultur und Religion stattfand, führte dies wohl zu einer Emanzipation vom Alten Testament. Hier folgend die Thesen: Man löste die Zeit Jesu aus dem Alten Testament heraus und fasste dessen Heilsgeschichte in den Rahmen des Neuen Testaments. Der christliche Kalender wurde binnen kurzer Zeit geschaffen, indem man, wie in Kürnbach erkennbar, einfach 2000 Jahre aus dem Ars Mundi-Kalender strich.

    Auch die Zeitspanne des Fälschungszeitraums kann man genau beziffern. Wenn das Alte Testament mit dem Ende der Regierungszeit des Perserkönigs Darius II. 405 v. Chr. schließt, bedeutet das nach dem jüdischen Ars Mundi-Kalender ein Ende im Jahr 3356 A. M, oder um 2000 Jahre verkürzt 1356 A. D. Bis dahin muss die Zeit des Alten Testaments ursprünglich gereicht haben.

    Während die reale Geschichte nach dem Ende des Alten Testaments und der Einführung des neutestamentlichen Kalenders sich in den knapp 140 Jahren zwischen 1356 und ~1500 A. D. ereignete, mussten die Geschichtsfälscher den heute gültigen Zeitraum von 405 v. Chr. bis 1500 n. Chr., also ~1900 Jahre Phantomzeit, durch reine Erfindungen auffüllen. Petavius und Scaliger, denen wir die heute gültige Chronologie verdanken, und andere Gelehrte aus deren Umkreis dürften dann in der Zeit vor 1600 diesem neuen Christlichen Kalender die heute bekannten Phantomjahrhundete und -epochen (im Fälschungszeitraum zwischen dem Ende des Alten Testaments um 400 v. Chr. und 1500 A. D.) gegeben haben.

    Damit ist das Rätsel der Geschichts- und Kalenderfälschung weitestgehend gelöst! Eine Rekonstruktion der tatsächlichen Ereignisse rückt in greifbare Nähe.

    Fundstelle: Kalenderfälschung – warum? Zeugnisse für einen noch nicht-christlichen Kalender vor dem 16. Jahrhundert

    Auf den Artikel bin ich über diesen ebenfalls sehr interessanten Artikel gestoßen:
    Die Fälschung der antiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen Geschichte

  • Juli 26, 2014 um 12:57 pm

    Ich habe gerade ein wenig nach Geschichtsfälschung gegoogelt und finde hier einen Hinweis auf einen Gelehrten des Mittelalters, der ebenfalls feststellt, wie Geschichte verbogen wurde, dem Auftraggeber oder Zuhörer zu gefallen:

    Denn da lesen wir, in ihren Schriften, wie Medo auf dem Wasser gespeist und der Athon gesegelt habe, und was sonst das verlogene Griechenland in den Historien sich untersteht. […] so erzählen auch viele Historien-Schreiber viele Dinge, aber sie beweisen nicht alles, oder beweisen oftmals solche Sachen, die ganz nicht zu approbieren; […] wenn sie den Herculem, Achillem, Hectorem, Theseum, Epaminondam, Lysandrum, Themistoclem, Xerxem, Cyrum, Darium, Alexandrum, Pyrrhum, Hannibalem, Scipionem, Pompejum und Caesarem mit trefflichem Lobe abmalen, so beschreiben sie nichts anderes als die grössten Strassen-Räuber und berühmtesten Diebe in der Welt, und lass es sein, dass sie auch gute Regenten anfänglich gewesen seien, so sind sie doch die schlimmsten und ärgsten hernach worden.

    Fundstelle: Erfundene Antike

    1. Juli 26, 2014 um 12:16 pm

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