Startseite > Energetikum > Das vermeintlich “Perfekte” ist in Wirklichkeit höchst unperfekt

Das vermeintlich “Perfekte” ist in Wirklichkeit höchst unperfekt

Die Blume des Lebens, eine perfekte Geometrie, die an vielen alten Orten der Welt zu finden ist (Foto: Wikepedia)

Es gibt so etwas wie die “Flucht in die Vergeistigung”.
Tagträumen für Fortgeschrittene sozusagen.

Meist dort anzutreffen, wo Körperlichkeit generell als Ballast empfunden wird, so von wegen Einschränkungen durch z.B.
– Energiehaushalt führen (Essen organisieren, Essen selbst, Bewegung organisieren,
– Denken – immerhin 1/3 des Energieumsatzes…naja…theoretisch^^) Leben mit unabänderlichen “Defiziten” (Altern; Krank werden; noch defizitärere Zeitgenossen als man selbst; Reduziert sein auf sich u.ä.) oder etwa
– physikalische Grenzen (Man kann nicht an 2 Orten zugleich sein; erreicht nur Stundenkilometer-Geschwindigkeiten – eben nix Licht; sieht sich permanent mit undurchlässiger Materie konfrontiert – ouch!; usw.).

Dabei könnte man das auch ganz anders sehen, z.B. so:

Diese Form der Reduzierung/Beschränkung ist geradezu unerlässliche Bedingung, um sich wahrhaft zu weiten und zu entwickeln.
Ich meine, wer staunt nicht angesichts von Menschen, die ihre Beschränkungen offensichtlich in einem Maße überwunden haben, wie es vielen, ursprünglich durchaus Unbeschränkteren, als unglaublich und für sie unerreichbar erscheint?!

Denkstu an Behinderte, (geistige, körperliche) Akrobaten, Aborigines, Obdachlose, todkranke Kinder etc.

Im Mangel erst entsteht die Möglichkeit des Strebens und damit der Entwicklung und wer wollte leugnen, dass diese – lat. evolutio genannte – Entwicklung das zentrale Thema des Lebens sei?

Das vermeintlich “Perfekte” ist in Wirklichkeit höchst unperfekt, denn es dient nicht dem Leben, es ruht quasi “selbstgefällig” vor sich hin – was gäbe es auch noch zu erreichen angesichts der Vollendung?

Wenn immer wieder gerne zitiert wird “Der Weg ist das Ziel”, dann bedeutet das für das Leben eben genau das – weitermarschieren in der Entwicklung selbst und nicht auf ein Entwicklungsziel hin!

Der beste Teil am Geschenk ist das Auspacken, eben das Auswickeln, Entwickeln.
Die Neugier auf das Überraschende.
Biste erst mal Licht, steht nicht nur die zeit still, sondern auch Du, wenn auch in Lichtgeschwindigkeit befindlich.
Über das Paradoxon lohnt es sich mal ein paar Minuten des Nachdenkens zu verlieren, denn man könnte mehr gewinnen als man verloren hat.

Das ist das tückische auch an allen religiösen Ritualen:
Sie versprechen durch Wiederholung eine Art fraktalen Fortschritts.
Verschweigen dabei aber, dass auch ein Fraktal immer nur selbstähnlich sein kann und sich infolge dessen so gar nicht entwickelt!
In der Öde der Selbstähnlichkeit gibt es eben keine Oasen der Überraschung.

Und trotzdem gibt es Milliarden “Wanderer”, die sich begierig auf diese Fata Morgana stürzen.
Aber erstens gibt es keinen Fortschritt durch Rituale, es ist Treten auf der Stelle und zweitens gäbe es auch nichts zu erreichen, denn auch das Ende des Regenbogens mit dem Topf voll Gold scheint irgendwie unerreichbar – warum bloß?^^

Im Mangel erst entsteht die Möglichkeit des Strebens einerseits und des Befreiens in Form von Loslassen andererseits (seelischen, geistigen Ballast abwerfen, der einen zuallererst daran hindert frei beweglich zu sein!) und damit der Entwicklung

Die “Blume des Lebens” ist zwar perfekte Geometrie, aber kein perfektes Leben, bzw. falls es perfekt, vollendet wäre, wäre es ja gar kein Leben mehr, denn die Vollendung des eigenen Lebens endet immer mit dem Tod!

Vollendung sollte man also nicht als statischen Endzustand begreifen, – welchen Sinn sollte der wohl auch haben, was wäre daran erstrebenswert?! -, sondern als Prozess, der nie endet solange es ein Universum gibt, in dem dieser Prozess beheimatet sein kann.

Die Vollendung ist demnach also der Wandel selbst, der stete Wandel, der in seiner Vollendung paradoxerweise nie endet und doch in der Veränderung als solcher selbst quasi “statisch verharrt”.

Das ist auch der Grund, warum es keine absolute Symmetrie, außer bei toten Kristallen, gibt.
Asymmetrie ist unverzichtbare Grundlage des Lebens, seiner Dynamik, die es sonst nicht gäbe.

Du kannst Dich in einer Höhle voller Diamanten befinden – worauf wird sich Dein Auge aber begierigst stürzen in diser glitzernden Werte-Wüstenei? – auf die geringste Bewegung, jeden Schatten von Leben.

Jede Religion, die das Leben verneint oder im Wert herab setzt und an seiner statt irgendwelche perfekte Luftschlösser in Ausssicht stellt (Paradiese – für das Statische, ja), gehört eigentlich verboten, weil sie lebensfeindlich und damit menschenfeindlich ist!

Diese permanente Ablenkung vom eigenen direkten Leben selbst hin auf eine perfekte Phantasterei ist perfide bis auf den Grund, da sie einen des eigenen Erlebens beraubt und einem dafür als kläglichen Ersatz eine halluzinierte Möhre vor die Nase hält.
Solchermaßen hypnotisiert willfahren diese Armen dann im Dienste der Hohepriester an deren eigenen Pseudogöttlichkeitskult.

Der Raub des eigenen Erlebens (durch die eigene, nicht fremdgesteuerte Entwicklung seines Lebens) ist das größte Verbrechen nach dem Mord (der ultimativen Beraubung).

Wenn man den Menschen zum Sklaven einer Halluzination macht, zum Zweck-Zombie, dann könnte man ihn natürlich auch genauso “gut” gleich töten.

Aber Zweck-Zombies sind natürlich für Narretei-Nutznießerei nützlich, indem sie den Propheten dieser ein maximal entdefizitiertes Dasein (Leben nenne ich das dann mal folgerichtig nicht!) ermöglichen!

Eine “Gesellschaft” (Sklavenwirtschaft träfe es weit besser!), die davon maßgeblich geprägt ist, lebt also insgesamt schon lange nicht mehr, erkennbar auch an der offensichtlichen Stagnation in allen Bereichen!

Und jede weitere Maßnahme, die darauf abzielt, Entwicklung, also Leben zu unterbinden, ist demnach “des Teufels”.
Daran soolltet ihr sie also zukünftig erkennen können und euch fragen, ob ihr eure Seele an diesen Schwachsinn verkaufen wollt für – rein gar nichts.

Anmerkung Martin: Mr. Chattison hat diesen Kommentar am Artikel Materie ist aus unserer Platonische-Höhlen-Sicht nichts anderes als der Schatten von Energie hinterlassen und soll hier als Beginn eines weiteren Diskussion-Strang dienen.

  1. Juli 31, 2014 um 6:54 pm

    @ Federleichtes

    Wenn es so sein sollte, dass ich etwas Zentrales weiß, dann ist es das Wissen, das ich mit Sokrates, Cusanus und vermutlich auch mit Federleichtes teile, nämlich dass ich nichts weiß, zumindest nichts, was das Leben, das Bewusstsein und den ganzen Rest angeht. Ich weiß nicht, woher ich komme, und ich weiß auch nicht, wohin ich gehe. Was ich indessen weiß, ist, dass die Dringlichkeit, auf solche und ähnliche Fragen Antworten zu suchen oder zu finden, seit einiger Zeit auf und davon ist.

    Es ist aber nicht nur simples Nicht-Wissen, sondern ich bin mir bewusst, dass ich nichts weiß. Es ist ein bewusstes Nicht-Wissen. Cool, gell? 🙂

    Das Leben, das Bewusstsein – das ist nun etwas, was ich echt nicht mehr verstehen muss. Hat es einen Anfang, ein Ende? Ist es ein kontinuierlicher Strom? Ist Leben und Bewusstsein gar dasselbe? Wurstegal.

    Wobei man von der Wurst ja sagen kann, dass sie zwei Enden hat. Und da ist es wiederum schon interessant, in welches Ende man reinbeißt und ob man den Zipfel selber isst oder den Möwen überlässt.

    Das SELBST ist analytischer Geist, ja. Die Anfänge liegen weit zurück. Der erste Schritt, der später zur Methodik und Systematik wurde, war die Frage nach gut und schlecht. Gut und schlecht als Werturteil braucht einen, der das Urteil fällt.

    Gut und schlecht gibt es nicht als Absolutes, sondern nur in Bezug auf ein SELBST, das, indem es die Dinge als „gut (für mich)“ und „schlecht(für mich) bewertet, gerade eben herausbildet. Das SELBST entsteht, indem es permanent fragt: ist das gut für mich oder schlecht für mich und die Ergebnisse zuerst zu einer Geschichte und dann zu einer Systematik zusammenwebt.

    Da das SELBST sich aufgrund der Verwechslung mit dem Bewusstsein für ALLES hält, setzt es gut und böse als absolute Werte. Das ist die Geschichte, die das Alte Testament erzählt. Hinter JHWH, dem alten Kriegsgott, verbirgt sich das Selbst, das sich absolut gesetzt hat. Gut ist, was JHWH wohl gefällt. Böse ist, was JHWH missfällt. Besonders gut gefällt es JHWH, wenn er alle anderen Gottheiten und sonstige Hindernisse aus dem Weg räumen und sich als Alleinherrscher aufspielen kann.

    Was war zuerst da? Das SELBST oder die ERKENNTNIS DES GUTEN UND BÖSEN?
    Antwort: Da das EINE ohne das ANDERE nicht sein kann, bedingen sie sich gegenseitig. Einerseits entstehen die beiden zeitgleich, als die beiden Kehrseiten derselben Medaille.
    Andererseits ist es ein Prozess, denn das SELBST wächst, je mehr es die Dinge der Welt in gut und böse einteilt. Gut ist natürlich, was dem SELBST auf seinem Weg zur Alleinherrschaft nützt, böse ist, was dem SELBST schadet.

    Es ist eine ziemlich einfache Rekursion, die bestimmt leicht zu programmieren ist. Ich denke, dass es den Anhängern der Künstlichen Intelligenz gelingt, irgendwann jede Menge SELBSTE zu produzieren. Ich bin gespannt, was das SELBST sich dann einfällen lässt, um sich von einem künstlichen SELBST zu distanzieren. Wahrscheinlich flüchtet es sich in abstrakte, reine Sphärenklänge, die sich der Digitalisierung entziehen 🙂
    Entsprechende Tendenzen gibt es ja schon reichlich.

    „… den Geist der Methodik als den Geist der Systematik und dann als den Geist zu verstehen, der mittels der von ihm erfundenen Systematik bösartig wurde“.

    Das kann man so sagen, wenn man es kompliziert machen will 🙂
    Wenn ich SELBST sage, brauche ich Geist und Systematik nicht voneinander zu trennen.

    Der Trick besteht darin, die analytische Methode nicht länger auf die Dinge der Außenwelt, sondern auf sich SELBST anzuwenden. Wenn statt der Umwelt zur Abwechslung mal das SELBST das Opfer der Methode wird, löst der analytische Geist sich von selbst auf oder tritt zumindest in die zweite Reihe zurück.

    Wenn das nicht geschieht, wird das SELBST irgendwann zum Opfer seiner eigenen Systematik. Die Systematik wird das SELBST dann irgendwann vernichten. Leider hat das SELBST nicht gelernt, zwischen sich und dem Bewusstsein zu unterscheiden.

    Woanders wurde über Selbstmord diskutiert. Schon das Wort „Selbstmord“ weist darauf hin, dass das SELBST sich mit dem Bewusstsein gleichsetzt und den Unterschied nicht kennt. Denn beim Selbstmord wird ja nicht nur das SELBST in Form des analytischen Geistes
    ermordet, sondern gleich der ganze Mensch. Beim Selbstmord hat sich das SELBST über das Bewusstsein (Leben) gesetzt. Es misst sich SELBST mehr Bedeutung bei als dem Leben und leitet von daher das Recht ab, sich selber auslöschen zu dürfen.

    Also wird auch die von den Individuen losgelöste Systematik diesen Unterschied nicht kennen. Auch wenn kein einzelnes Individuum an Selbstmord denkt, ist über diese Systematik inzwischen dennoch ein kollektiver Selbstmord möglich, bspw. in Form eines Atomkriegs oder dass wir auf Dauer die Plastikteilchen in unserem Blut nicht vertragen oder was auch immer.

    Ich denke schon, dass wir in dieser globalisierten Welt alle im Theater des KOLLEKTIVEN SELBST sitzen. Da muss man mit allem rechnen. Auch dass man selber einen Stein auf den Kopf kriegt, wenn das kollektive Selbst-Theater zusammenbricht.

    Deshalb lebt man am besten JETZT und nicht erst später 🙂

    • federleichtes
      August 1, 2014 um 12:52 am

      Ja, Zeit auf und davon. Nachdem wir nun Konkretestes über das Zentrum der Ehre und Würde in London hörten, addieren wir gleich mal den Wert aller Menschenschicksale, allen voran den von Philosophen und Naturfreunden, auf Null.

      Was hältst Du von folgender Idee:
      Alle Menschen sind traumatisiert.
      Alle Menschen agieren entsprechend auf zwei Ebenen, der bewussten und der unbewussten.
      Folgerichtig sind alle Menschen schizophren.
      Was ihnen erlaubt, nichts zu wissen – und das mit ganzer Kraft umsetzen können.

      Ich beobachtete heute eine Stunde Libellen. Da war’s Jetzt – keine Zeit, reine Faszination.

      Was hältst Du von der nächsten Idee:
      Tiere leben in einem Bewusstsein über rhythmische Integrität?

      Ob Menschen wohl in dieses Bewusstsein eintauchen können?
      Konkret:
      Was fühlst Du, wenn Du eine Möwe beobachtest?

      Gruß
      Wolfgang

      • August 1, 2014 um 1:24 am

        @ federleichtes:

        „Alle Menschen sind traumatisiert.“:

        Nicht „alle“. In der zivilisierten Gesellschaft aber die allermeisten („Erwachsenen“).
        Und das ist das atypische / kranke.
        Bei Naturvölkern, die noch nicht von der Zivilisation traumatisiert sind, haben die Erwachsenen ihre Traumata – so sie überhaupt welche hatten – überwunden, erlöst, losgelassen, geheilt.

        „Folgerichtig sind alle Menschen schizophren.“:

        Nein. Nicht alle. Aber die von der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“ Befallenen / Beeinträchtigten könnte man ebenso auch „schizophren“ nennen – oder „latent angstgestört“ oder „normal depressiv“ oder, oder, oder.

        Der finnische Psychiater Martti Siirala schrieb in den 50er Jahren das vielbeachtete Buch „Die Schizophrenie des Einzelnen und der Allgemeinheit“.

        Noch interessanter vielleicht – aber weniger bekannt – Julian Jaynes: Der Ursprung des Bewußtseins durch den Zusammenbruch der bikameralen Psyche“. Rowohlt Verlag, Reinbek; 560 Seiten.

        Das „bikamerale Denken“ ist das Denken des wahrhaft gesunden Menschen, der ZWEI Bewußtseins-Ebenen „hat“: Das nach außen gerichtete Bewußtsein (in der Weihnachtsgeschichte der Bibel der „Joseph“) und das nach INNEN gerichtete Bewußtsein (analog die „Maria“, eigtl. „Miriam“). Die beiden sind einander „versprochen“, sollen also ein PAAR werden, sich intensiv miteinander verbinden – sollen EINS werden.

        Die selbe „Rollenverteilung“ gilt für Adam und Lilith, Adam und Eva, und alle biblischen verschiedengeschlechtlichen Paare. Immer ist damit EIN / DER Mensch gemeint – mit seinem männlichen und weiblichen Bewußtseins-Aspekt.

        Durch die Kollektive (Zivilisations-)Neurose bzw. das ursächliche – evtl. kollektive – Trauma ist die Gleichberechtigung der Partnerschaft dieser beiden Aspekte ins Ungleichgewicxht geraten. Das will auch die Geschichte von Adam und Lilith sagen. Deshalb „VERSCHWAND“ Lilith (der gleichberechtigte weibliche Aspekt). Und es kam zur „Erschaffung“ von EVA – als „Ersatz“. Aber sie konnte Lilith nicht wirklich ersetzen. Es fehlte ihr an „Substanz“. Deshalb war sie verführbar – und deshalb war auch Adam dann verführbar.

        Usw. usw.

        Herzlichen Gruß!

        • August 1, 2014 um 9:20 am

          Gott spricht das Verbot an den EINEN Menschen aus.
          Eva war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht erschaffen.
          Es wird nirgendwo erwähnt, dass Gott das Verbot wiederholte, als er aus einem Menschen zwei gemacht hatte. Da Mann und Frau keine Klone des EINEN Menschen sind, ist nicht davon auszugehen, dass JEDER DER BEIDEN das GESAMTE WISSEN hatte.

          Es gibt also zwei Möglichkeiten:
          a) „Das Weib“ wusste direkt von Gott von dem Verbot.
          b) „Das Weib“ wusste von Adam von Gottes Verbot.

          „Das Weib“ hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal einen Namen. Den Namen „Eva“ bekam sie erst nach dem Sündenfall, und zwar nicht von Gott, sondern von Adam.

          Zu keinem einzigen Zeitpunkt in der Bibel wurde die Frau als vollwertiges, menschliches Wesen behandelt.
          Nicht mal nicht bei ihrer Erschaffung. Gott führte sie dem Manne zu, wie er zuvor die Tiere dem Manne zugeführt hatte. Der Mann nannte die Frau dann „Männin“, das deutet nicht auf Gleichberechtigung hin, sondern darauf, dass die Frau NIE als eigenständiges Wesen gesehen wurde.

          Dann schiebt man einem Wesen, das gar nicht als eigenständiges Wesen gesehen wurde, die Schuld zu.
          Und das bis heute, wie man Deinem Kommentar unschwer entnehmen kann.

          Das Augenmerk sollte bei dieser Geschichte nicht auf der „Verführbarkeit“ von Eva liegen, sondern auf dem perfiden, von Feindseligkeit nur so triefenden Plan, der hier offen zutage tritt.

          Mir sind Frauen vollkommen rätselhaft. Wie können sie über die Jahrhunderte hinweg einer solchen Religion anhängen? Mit Geduld und Duldung als angeblich typisch weibliche Eigenschaften hat das doch nichts mehr zu tun. Es muss Masochismus sein.

          • August 1, 2014 um 12:02 pm

            ich bekam gerade diesen Text in Facebook dazu:

            Das total Verrückte ist, ihr seid immer noch auf dem Level, „Gott“ als irgendeine außenstehende „Person“ anzunehmen, als EINE Existenz unter Vielen.
            Denn „exire“ (Latein) bedeutet, „aus etwas HERAUS KOMMEN.“
            Wo kommt „Gott“ heraus?
            Aus Deiner abstrusen Vorstellung?
            Oder AUS SICH SELBST heraus.. das bedeutet aber, auf DICH bezogen, AUS DIR PERSÖNLICH! Denn OHNE DICH gibt es FÜR DICH auch keinen Gott-BEGRIFF!
            Es ist DEIN Gott!
            Und DEIN Gott ERSCHUF Dich, aus dem Mutterleib heraus, als Individuum, als Mensch unter anderen Menschen.
            Diese Menschen haben also ALLESAMT die gleiche Erfahrung gemacht, geboren zu werden aus dem Mutterleib heraus, sie entwickelten sich als VERSCHIEDENE EXISTENZEN.
            Und dann stellst Du fest, da muss es etwas geben, was den Menschen kreiert (erschafft), was allen gemeinsam eine individuelle Rolle und ein „Lebensziel“ vorspiegelt, das ist dann in der deutschen
            Sprache der GOTTBEGRIFF. In English: the concept of God.
            Dieses Konzept kann nur deswegen UNENDLICH SEIN, weil DAS SELBE PRINZIP bei jedem gleich wirkt, also ist das Prinzip, oder Konzept auch ZEITLOS.
            Und nun, wenn es ZEITLOS ist, dann braucht „Gott“ auch keinen Raum, dann sagt ein Physiker, das ist die ENERGIE AN SICH: KONZENTRIERT AUF EIN UND DAS SELBE, also, wenn man „Punkt“ da hinzu fügt, ist man schon beim BEGINN des Raums. Denn ein Punkt ist der Beginn einer Linie… usw. das ist das SCHEINBILD DER RAUMZEIT: Denn DAS LICHT hat eine bestimmte, recht langsame Geschwindigkeit, nämlich es EVAkuiert 299 792 458 m/s in den Raum, damit man etwas sehen kann.. denn DIE AUGEN sind LICHTSÜCHTIG.

            Das bedeutet aber auch, dass die ganze unsägliche Geschichte über Adam = „ADAMAS“ (Latein) = ICH STRAHLE AUS MIR SELBST HERAUS, eine großartige SCHEIN-EXISTENZ (Ein DIAMANT) sind, und das bedeutet, in Hinsicht auf die Schöpfung des Schöpfers, der das GANZ ALLEINE AUS SICH HERAUS UND FREIWILLIG GEMACHT HAT: Er schuf den Menschen NACH SEINEM BILDE. Ergo: ICH BIN GOTT-BEGRIFF. .. — Jesus sagt, „Gott ist MEIN VATER.“.. —
            Erst ist das auf den PUNKT gekommen, (DER MENSCH wurde erschaffen), um eine Linie zu schöpfen, das ist die Zeit.. und die „Historie“.
            Das ist gleichzeitig die „Geburt aus der Rippe“ der „Existenz“ Adam = Adamas = Ich-strahle-aus-mir-selbst-heraus, und WERDE GEBOREN, den GOTT-BEGRIFF habe ich bereits bei mir, denn der ist „EWIG“.

            Und es gibt nur EINEN EINZIGEN MENSCHEN, der diese biblische Schöpfungsgeschichte richtig begriffen hat, und den haben sie GEKREUZIGT, aber er ist AUFERSTANDEN VON DEN TOTEN VORSTELLUNGEN VON GOTT MIT BART BIS HIN ZU SEINEM IRRLAUF ZU DEN VEREINEN NATIONEN!
            Daher kommt es, dass die sich gegenseitig versklaven, sich als HERR über Sklaven aufspielen, MASSE ansammeln und „WERTE“ nennen, sich gegenseitig DEZIMIEREN, damit sie wieder EINS WERDEN, wenn Sie MIR folgen:
            Ich will nämlich EINE einzige, miteinander in Verbindung stehende, gesunde Schöpfung in EINER
            Neuen Organischen Welt (NOW). Ich bin der MENSCHENSOHN, denn meine Mutter war ganz sicher ein Mensch, mein Vater hat mich gezeugt aus einer Vorstellung, DEN KRIEG AUF DER WELT ZU BEENDEN.

          • August 1, 2014 um 9:56 pm

            @ martin bartonitz:

            „Das total Verrückte ist, ihr seid immer noch auf dem Level, “Gott” als irgendeine außenstehende “Person” anzunehmen, als EINE Existenz unter Vielen.“:

            Diese Annahme ist der – häufige, evtl. typische – Kinder-Glaube, entsprechend der begrenzten Vorstellungskraft des kind-typischen MATERIELLEN (grobstofflichen) Bewußtseins, des „Niederen Selbst “ / „Ego“. Dieses Bewußtseins-Level / -Feld besteht aus materie-gebundener, physikalischer, Energie, und ist entsprechend materie-ORIENTIERT. Etwas anderes als „MATERIELL“ kann diese Bewußtseins-Ebene nicht erfassen, nicht erkennen, sich nicht vorstellen.

            Solange sich der Mensch – das ICH – sich mit der materiellen Ebene bzw. deren Vorstellungen identifiziert, bleibt der Mensch gebunden an die Begrenzung dieser Bewußtseins-Ebene und dessen Vorstellungen.

            -.-.-.-.-

            „Und es gibt nur EINEN EINZIGEN MENSCHEN, der diese biblische Schöpfungsgeschichte richtig begriffen hat, und den haben sie GEKREUZIGT“:

            Wir können NICHTS sicher wissen – also können wir auch nicht wissen, ob Jesus wirklich gelebt hat. Ich glaube die WICHTIGERE – als die historische – Funktion von Jesus Christus zu erkennen: Die SYMBOLISCHE (metaphysische) Funktion – die JEDEN Menschen meint.

            Und mit der zitierten Aussage würden auch alle anderen beleidigt, die die Schöpfungsgeschichte richtig verstanden hatten / haben.
            ICH jedenfalls verstehe sie als symbolische Hinweise auf das Entstehen der „Sünde“, der „Abtrennung“, der „Entfremdung“ bzw. „Kollektiven Neurose“.
            Adam und Lilith hat es nie gegeben und Adam und Eva hat es nie gegeben; ebensowenig wie Kain und Abel oder Josef und Maria.

            „Jesus“ ist Symbolfigur wie Siegfried aus dem Nibelungenlied Symbolfigur ist – und etwas grundlegend wichtiges darstellt, was für JEDEN Menschen ESSENTIELL wichtig ist.
            Siegfried – in der Geschichte, da er gegen den Drachen „Lindwurm“ antritt – ist Symbol für den Vorgang der ANGST-Überwindung, ohne die der Mensch nicht wahrhaft erwachsen werden kann. Solange der Mensch von Angst dominiert wird – und sei es auch unbewußt, von „latenter Angst“ – harmoniert seine Schwingung überhaupt nicht mit der Grundschwingung des höheren / göttlichen Selbst, der reinen, bedingungslosen, Liebe.

            Angst und Liebe (bedingungsloses Vertrauen) sind „Erzfeinde“. Die Liebe ist GOTT / CHRISTUS – aber die Angst ist der „Anti-Christ“.

            .-.-.-.-.-

            „Gott“ ist nicht nur (rationaler) „Begriff“, sondern war ursprünglich vor allem NAME – und das bedeutete etwas! „Gott“ schrieben wir früher „GOT“; die Engländer schreiben „GOD“ – und das bedeutete so viel wie „Gute / große Kraft, Wunderkraft, Lebens-Kraft“.
            Denn das „O“ darin ist der Ur-Laut des Wunder(n)s / Staunens. Im Englischen gibt es noch heute das Wort „awe“ dafür.

            „Od-em“ ist der „Lebens-Hauch“, den Gott dem Adam einblies, nachdem er ihn aus Lehm geformt hatte.

            Und unser Wort „T-OD“ meint das „Entschwinden“ der Lebens-Kraft.

            Ich denke, unsere noch nicht romanisierten Vorfahren in Germanien und überhaupt hier im Norden waren spirituell deutlich bewußter als die große Mehrheit hier heute ist – NACH der „Zivilisierung“ und falschen Christianisierung.
            Wir wurden durch Rom geistig-seelisch (spirituell) „kastriert“.
            Aber gottlob läßt sich die geistig-seelische „Kastration“ rückgängig machen!

            Herzlichen Gruß!

  2. federleichtes
    August 1, 2014 um 2:54 am

    @ Heureka

    Wir gehen von unterschiedlichen Grundannahmen aus.
    Ich nehme an, dass die Psyche des Menschen (s)ein System ist, um aus Feindseligkeit Bewusstsein über Feindseligkeit zu entwickeln.
    Ich setze im Menschen die Existenz einer Ebene voraus, die das Unbewusste genannt wird – bei der es sich um die traumatische Ebene handelt, auf der feindselige Daten schlummern müssen, bis sie per (entstandenem) Bewusstsein aufgelöst werden können.
    Das ist das Wesen von Leben, und alle Menschen, die leben, befinden sich in diesem Zyklus.

    Du glaubst, Du bist in diesem Sinne dem Leben entwachsen. Bitte sehr. Du glaubst, Du hättest das absolute Bewusstsein, ich glaube, das gibt es noch nicht, solange DAS Leben seinen Job nicht beendete. Marian glaubt, man müsse nur im Jetzt leben. Martin glaubt auch was, und Gerd ist sogar sehr fest im Glauben, dass die, die im Sinne einer Bewusstseinserweiterung arbeiten, Arschlöcher sind. Prima, diese Buntheit.

    Ich bekam im Dezmeber 1996 ein Kleid geschenkt, und wenn ich das noch hätte, würde ich es anziehen und ein Freudentänzchen aufführen. Gleichwie, wenn ich noch mal leben dürfte, würde ich wieder die Rolle als Arschloch wählen – darin steckt wenigstens, auch wenn man es nur mit „Scheiße“ zu tun hat, der Hauch einer sinnvollen Lebensleistung.

    Zu Julian Jaynes ein Kommentar:
    Insgesamt kann man dem Buch vier Hypothesen entnehmen.
    -Bewusstsein basiert auf Sprache
    -das „mentale“ Modell der bikameralen Psyche
    -das „neuronale“ Modell der bikameralen Psyche
    -Der Zeitpunkt, wann das Bewusstsein entstanden ist
    http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=6567

    Danke für Deine Mühewaltung.

    Wolfgang

  3. August 1, 2014 um 8:09 am

    Julian Jaynes und die bikamerale Psyche: Ich finde das Buch sehr spannend, in der Analyse des Bewusstseins teilweise sehr gut, weswegen ich auch hier einen Absatz entnommen habe, nämlich die Darstellung von Bewusstsein und Meta-Bewusstsein, in den Schlussfolgerungen falsch. Aber gerade die falschen Schlussfolgerungen bringen zum Nachdenken, wobei ich hier noch nicht fertig habe.

    Ich denke folgendes: Wir heute sind durch die Geschichte, besonders seit der Entwicklung des wissenschaftlichen Denkens sehr daran gewöhnt, Außen- und Innenwelt, Subjektives und Objektives als zwei verschiedene Welten zu sehen. Wir entwickeln uns dahin zu sagen, dass das, was ich subjektiv fühle, und das, was ich objektiv sehe, zwei verschiedene Baustellen sind. Es gibt in unserer Geschichte das Subjektive betreffend folgende Entwicklung:
    a) die wissenschaftliche, die Jahrhunderte lang behauptet hat, das Subjektive sei irrelevant für die Beschreibung der Welt
    b) die religiöse, die uns zunehmend Vorschriften macht, was wir subjektiv zu fühlen haben. Seit Paulus hat sich die Religion des Subjektiven bemächtigt.

    In früheren Zeiten der Menschheitsgeschichte waren Außen- und Innenwelt aber nicht zwei verschiedene Welten, sondern eine einzige. Faktoren dessen, was wir heute Außenwelt nennen, und Faktoren dessen, was wir heute Innenwelt nennen, wurden munter durcheinandergeworfen, und das, weil das Unterscheidungsvermögen, das heute für uns selbstverständlich ist, damals nicht vorhanden war. Wenn das Unterscheidungsvermögen nicht ausgebildet ist, nimmt der Mensch die Welt magisch wahr. Alles fügt sich nach seinen Wünschen. Mensch hat Hunger, auf einmal sieht er die Banane. Sein Hunger hat die Banane da hingezaubert. Mensch hat Lust auf Fleisch, zack, läuft ihm ein Kaninchen über den Weg. Seine Lust hat das Kaninchen zum Vorbeilaufen gebracht. Das ist das magische Weltbild. Dann kommt hier zu einem Bruch. Der Mensch lernt, dass die Welt doch nicht so ganz nach seinen Wünschen funktioniert. Er kommt auf die Idee, dass es höhere Wesen gibt. Einige davon erfüllen seine Wünsche, andere nicht. Also muss man diese Wesen manipulieren, bitten, beschwören, Opfer bringen. Die Entwicklung geht von unten nach oben. Zuerst sind die „höheren“ Wesen stärkere Tiere aus der Erfahrungswelt. Je mächtiger die Wesen werden, desto mehr entfernen sie sich von der realen Erfahrungswelt. Zuerst gibt es viele höhere Wesen, es kommt in der Vorstellung zur Hierarchiebildung, bis es nur noch ein höheres Wesen gibt, das über alle anderen herrscht. JHWH will so einer sein.
    Das ist das mythische Weltbild.

    Auf ganz ähnliche Weise bildet der Mensch die Dinge der Außenwelt in eine Begriffswelt ab. Er erfindet Bezeichnungen für Dinge, dann Wörter, die diese Dinge zu Gruppen zusammenfassen. Je mehr sich die Wortgruppen und die Beziehungen zwischen Wörtern entwickeln, desto umfassender, aber auch abstrakter werden sie. Ähnlich wie Gott.
    Auf diese Weise bildet sich das Verhältnis des Menschen zur Umwelt in der Sprache ab.
    Mit der Sprache werden die Gehirne strukturiert. Mit unserer Sprache bilden wir unser Verhältnis zur Welt in die Gehirne der Kinder ab.

    In meiner Weltsicht sind Pflanzen die am meisten bewussten Wesen, weil sie die Erfahrungen der Außenwelt direkt abbilden. Man kann einem Baum ansehen, was er erlebt hat. Auf Wind reagiert der Baum mit verstärkter Wurzelbildung, auf eine Verletzung mit Überwallung, auf Sonnenlicht mit Wachstum. Tiere sind schon ein bisschen weniger bewusst, weil sie vor bestimmten Erfahrungen davonlaufen können. Und der Mensch ist noch weniger bewusst, weil er nicht nur davonlaufen kann (also die Methoden der Tiere zur Verfügung hat), sondern zusätzlich noch in die virtuelle Welt der Begriffe abdüsen kann. Ja, mehr noch, der Mensch kann sich dank seiner sprachlich-mathematischen Entwicklung und der Dauner-Position (Daumen steht den Fingern gegenüber) mit einer völlig virtuellen Welt umgeben und so der Wirklichkeit am meisten von allen Lebewesen entfliehen. Der Mensch steuert darauf zu, sein Leben, abgetrennt von der Wirklichkeit in einem Sessel zu verbringen und nur noch in Cyberwelten zu leben. Das ist dann das unbewussteste Lebewesen von allen.

  4. August 1, 2014 um 10:15 am

    „Tiere leben in einem Bewusstsein über rhythmische Integrität“

    Rhythmische Integrität ist ein sehr abstrakter Begriff. Je abstrakter Begriffe werden, desto bildloser werden sie, und je bildloser sie werden, desto weniger kann ich damit was anfangen. Mein Hirn braucht anschauliches Material zum Denken, sonst wacht es nicht auf 🙂

    Der Unterschied in meiner Wahrnehmung liegt im Grad der Fokussierung. Je mehr ich eine Möwe direkt beobachte, getrieben vom Wunsch herauszufinden, was eine Möwe ihrem Wesen nach ist, desto mehr wird sie zum „Ding“, oder noch treffender: zur „Gattung Möwe“, sowie Grzimek sie beschreibt. Das ist unpersönlich.

    Je weniger ich fokussiere, desto mehr entwickelt jede Möwe ein Eigenleben und wird zum Individuum. Auf einmal bekomme ich dann das Gefühl, dass die Möwe mich wahrnimmt, ebenso wie ich sie. Ich beobachte die Möwe dann nicht mehr, sondern teile ein Erlebnis mit ihr, bspw. dass ich ihr ein Stück Wurst hinhalte und die Möwe manchmal ihre Angst überwindet und herkommt, manchmal nicht. Es kommt auch eine Möwe der zweiten Generation, die sich gleich von vorneherein viel zutraulicher gab als unsere alteingesessenen Hausmöwen. Die junge muss dann die beiden Alten austricksen, denn sie wird von den Alten weggescheucht.

    Der Unterschied in der Wahrnehmung besteht vielleicht darin, dass man einen gegebenen Moment bzw. den Zeitraum des Zusammentreffens als gemeinsames Erlebnis erfährt.
    Wenn ich bspw. im Garten arbeite, kommt häufig ein Rotkehlchen, das in 20 cm Entfernung in der aufgegrabenen Erde pickt. Das ist auch ein gemeinsames Erlebnis, obwohl ich meine Zweifel habe, ob das Rotkehlchen mich wirklich wahrnimmt, also ob es einen „Begriff“ von mir hat. Von einem „Wurm“ hat ein Rotkehlchen einen Begriff, wenn vermutlich auch einen non-verbalen, denn es weiß genau, wonach es picken muss.

    Manchmal, wenn ich ganz strange drauf bin, kommt es vor, dass die Grenzen zwischen der Außen- und der Innenwelt zerfliessen. Dann kommt es mir vor, als würde ich in den Tieren von außen sehen, was ich selber von innen bin. Als wären Tiere und Pflanzen meine Seele. Als wären Natur und Seele dasselbe. Das geht übers Gefühl. Wenn ich in dem Modus bin, passieren auch manchmal seltsame Sachen. Solche, die einem die Welt auf einmal wunderbar erscheinen lassen. Solche Erlebnisse hallen dann nach, und selbst, wenn ich wieder normal bin, denke ich dann trotzdem, dass das Artensterben gleichbedeutend mit der Verarmung unserer Seele ist.

    Ich glaube nicht, dass die Seele was Feinstofflich-Immaterielles ist. Ich halte diese Vorstellung für eine Flucht vor dem, was IST.

    • federleichtes
      August 1, 2014 um 2:28 pm

      Am Rande
      Drei Kommentare, bei jedem klingelte es vier Mal, auf beiden Seiten – 24 gewinnt? Dazu Fraganssi und ein Querschlägfer aus Facebook. Wat jetzt? Der Herr wird’s schon richten?

      Deine Beschreibung der Bewusstseinsphären trifft meine und ergänzt sie durch die Beschreibung der Pflanzen/der Flora.
      Rhythmische Integrität sollte meinen, dass Tiere und Pflanzen nicht Ordnung schaffen, sondern Ordnung sind. Ordnung ist nach meiner Beobachtung Erscheinen und Vergehen im Bewusstsein unzerstörbarer Existenz. Die unzerstörbar ist, weil in dieser Ordnung Existenz nur mittels (absoluter) Integrität möglich ist. Wer sich also als Wesen dieser Integrität fügt, IST – unabhängig davon, ob es erschienen ist oder nicht. Folglich nehme ich an, dass Geist und Bewusstsein der Natur unzerstörbar sind.

      Kann man diesen Geist und sein Bewusstsein wahrnehmen? Unsere Erfahrung sagt Ja. Durch Fokussieren von Individualitäten (Primel, Pferd) UND durch los lassen. Dies geschieht automatisch, allein wegen der Vielfalt der Erscheinungen und ihrer relativ sehr kurzen Erscheinungsdauer, beispielsweise von Schmetterlingen.
      Als sich uns das Tor in diese Welt in den Weg stellte, stand auf dem Schild „Blutrote Heidelibelle“. Wenn wir zu unserem Teich gingen, steckten wir die Hand aus, und dann saßen sie da, und wir waren glücklich. Bis sie dann nicht mehr kamen, und wir wussten, wir müssen nun auf ihre Kinder warten. Aber die ersten beiden, die wir Heidi und Heino nannten, blieben in uns, als wären sie nie gegangen..

      Fokussierung ist ein interessanter Begriff. Üblicherweise geschieht dies rezeptiv, also direkt. Unsere Erfahrung ist, wenn genügend Informationen zu Bewusstsein wurden, kann auch das Bewusstsein (indirekt) fokussieren; eine besondere Form der Wahrnehmung. Sie beginnt für uns, wenn wir in ein „Feld“ eintauchen und in dessen Rhythmus schwingen – können, weil wir das Feld und seine Erscheinungen im Jahreslauf kennen. Unsere Bilder halten die Erinnerung an diese Felder lebendig. Sie wurden zu einem Teil von uns.

      Über dieses „Teil“ und seine Bedeutung im Prozess der Enttraumatisierung schrieb ich hier bereits.Je nach dem, wie tief man in dieses Naturbewusstseinsfeld eintaucht, vermindert sich die Feindseligkeit im Unterbewusstsein eines Menschen. Sein Körperfeld gleicht sich dem Körperfeld von Tieren an, und entsprechend entsteht natürlich Nähe – besonders bei Rotkehlchen.

      So, Dir mal herzlichen Dank für die Ermöglichung weiter führender Schritte.

      Wolfgang

  5. gabrielealt
    August 1, 2014 um 11:24 am
  6. August 3, 2014 um 8:43 am

    Ein SELBST ist per Definition ein Für-sich-Zurückbehalten. Wer ein SELBST hat oder ist, bringt sich nicht voll und ganz ein und reagiert nicht mehr mit allem, was er IST, sondern nur mit einem Teil von sich. Das SELBST ist das große Hindernis. Ob man das nun SELBST, EGO, ICH oder SEELE nennt, ist völlig wurscht. Es sind bloß verschiedene Wörter für dasselbe Phänomen. Man kann nicht ein SELBST haben und gleichzeitig SELBST-LOS sein, wie die Erleuchteten behaupten. Bewusstsein kann man außerdem nicht HABEN. Bewusstsein ist, wie der Name schon sagt, ein SEINSZUSTAND. Damit entzieht er sich der Beschreibung, ja sogar der Erkenntnis.

    Das Bewusstsein ist ein Geheimnis, und alles, was wir Menschen so treiben, besteht darin, über das Geheimnis nachzudenken. Dieses “Nachdenken über” nennen wir dann Bewusstsein. Da das Bewusstsein ein Geheimnis ist, weiß ich nicht, ob es zerstörbar ist oder nicht. Ich finde das auch nicht wichtig.

    Bäume reagieren mit ihrem ganzen SEIN auf die Umwelt. Bäume behalten nichts für sich zurück. Sie sind ein authentisches Abbild des Bewusstseins. Deshalb kann man von Bäumen viel lernen. Beispielsweise, dass sie eine Doppelnatur haben.

    Der eine Teil über dem Erdboden reckt und streckt sich der Sonne entgegen, geht ganz auf im Sonnenlicht. Es ist dem Baum dabei völlig egal, ob er anderen Bäumen das Sonnenlicht wegnimmt oder nicht. Er nimmt nicht die geringste Rücksicht auf andere Pflanzen. Wo die Sonne ist, dort wächst er hin, unvermittelt, mit seinem ganzen SEIN.
    Wenn da, wo er hinwachsen will, schon ein anderer Baum steht, gibt es ein Gerangel, einen Wettlauf ums Sonnenlicht. In diesem Wettlauf wächst der Baum über sich selbst hinaus. Er wird so hoch, dass es nach den Gesetzen der Physik unmöglich ist, dass der Wasser- und Nährstofftransport noch funktioniert. Der Baum ist damit ein Wunder. Und gleichzeitig das rücksichtsloseste Lebewesen, das man sich nur vorstellen kann.

    Der andere Teil unter dem Erdboden: hier kann man den einzelnen Baum gar nicht mehr als Einzelnes identifizieren. Seine Wurzeln verflechten sich mit den Wurzeln anderer Bäume zu einem undurchdringlichen Geflecht, in dem überdies noch Pilze, Bakterien und Milliarden anderer Lebewesen wuseln, die alle was damit zu tun haben, damit der Baum die Nährstoffe bekommt, die er braucht, um sein Leben oberhalb des Erdbodens zu leben. Im Dunkel der Erde ist der Baum mit allem anderen eins. Hier ist die Einheit, die der neuplatonisch verbildete Mensch in der Energie und im Licht vermutet, ganz anschaulich repräsentiert. Wo Einheit ist, ist nicht Licht, sondern Dunkel.
    Freundschaft und gegenseitige Hilfe findet nicht im Licht, sie findet im Dunkel statt. Wo neues Leben sich entwickelt, ist nicht Licht, sondern Dunkel. Wo Liebe ist, ist nicht Licht, sondern Dunkel.

    Bäume helfen sich also im Geheimen, damit sie im Sichtbaren miteinander ums Sonnenlicht rangeln können. Und so wachsen sie über sich selbst hinaus. Von Bäumen kann man viel lernen.

    Wir Menschen machen es umgekehrt. Wir tun so, als würden wir im Sichtbaren kooperieren, um uns im Geheimen zu bekämpfen. Die Religionen wollen deshalb das Dunkel abschaffen, die Staaten das Geheime, und manche wollen das Unbewusste bewusst machen. Allen ist gemeinsam, dass sie hier die Feindseligkeit vermuten.
    Stattdessen verhindern all diese in ihrem sichtbaren Organisations-, Gemeinschafts- und Kooperationswahn, dass der Mensch noch über sich selbst hinauswachsen kann.

    Von den Bäumen kann man lernen. Die Natur ist so viel weiser als der Mensch.

    • August 3, 2014 um 2:32 pm

      „Von den Bäumen kann man lernen. Die Natur ist so viel weiser als der Mensch.“:

      Bitte:
      Nicht „der Mensch“.
      Es ist der „typische – ungeheilte – zivilisierte Mensch“; der von der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“ beeinträchtigte Mensch.
      Der „Unzivilisierte“ ist üblicherweise sehr weise und schöpfungs- / naturharmonisch.

      Vielen Dank.

      Herzlichen Gruß!

  7. August 3, 2014 um 10:34 am

    „Ordnung ist nach meiner Beobachtung Erscheinen und Vergehen im Bewusstsein unzerstörbarer Existenz.“

    Erscheint Dir die Welt in diesem Moment der Zeitlosigkeit als wunderbare Choreographie? Meinst Du das, wenn Du von Ordnung sprichst? Eine Art „lebendes Seinsbild“, wo alles genau da ist, wo es hingehört, wo es sein MUSS?

    Wie ist es, wenn in diesem Moment ein Flugzeug über den Himmel zieht? Ist es dann nicht auch Teil der Choreographie?

    Du sprichst vom Geist oder Bewusstsein der Natur. Was heißt das?
    a) Die Natur als Ganzes HAT ein Bewusstsein. D.h. Alle Tiere, Pflanzen und Menschen bringen gemeinsam das Bewusstsein hervor.
    b) Das Bewusstsein bringt die Natur, d.h. alle Tiere, Pflanzen und Menschen hervor. Das heißt, Bewusstsein IST, auch wenn es keinerlei Verkörperungen in Form von Tieren, Pflanzen und sonstigen Lebewesen gibt. Ich glaube mich zu erinnern, dass Du Existenz schon mal so definiert hast: als SEINSFORM, die auch ohne Verkörperungen möglich ist.
    c) Bewusstsein und Natur bedingen sich gegenseitig, d.h. wo keine verkörperten Lebewesen, ist kein Bewusstsein.
    d) Bewusstsein und Natur sind identisch, das heißt: wo keine verkörperten Lebewesen sind, ist bei dieser Möglichkeit ebenfalls kein Bewusstsein.

    Ich kann diese Frage nach dem Verhältnis von Bewusstsein und Natur nicht beantworten.
    Mein zeitgebundenes Bewusstsein tendiert zu a), mein zeitloses Bewusstsein zu b).
    Mensch neigt im Allgemeinen dazu, das zeitlose Bewusstsein für das Wahrere, Authentischere zu halten.

    Andererseits ist es so, dass ich in diesem zeitlosen Bewusstsein reine Wahrnehmung bin. Es stimmt schon, was man im Zen sagt: in diesen Momenten gibt es keinen Wahrnehmenden und kein Wahrgenommenes als Getrenntes. Was es in meiner persönlichen Erfahrung aber durchaus gibt, ist WAHRNEHMUNG oder besser: GEWAHRSEIN. Die Frage, die ich mir stelle: Wäre ohne Verkörpertes Gewahrsein überhaupt möglich?
    Und wenn ja, was ist der Unterschied zu einem ordinären Black-Out oder zu einem Tiefschlaf in Narkose? Ist es ein White-Out im Gegensatz zu einem Black-Out?
    Und wenn es ein White-Out und ein gewaltiges Energie- oder Liebeserlebnis ist, warum hat sich dann an der Welt nichts verändert, wenn sie wieder erscheint?

    Das sind Fragen, die ich nicht beantworten kann.

    Wo findet diese Vereinheitlichung von Wahrgenommenem und Wahrnehmendem statt? Nur in meinem individuellen Bewusstsein? Oder in einem postulierten All-Bewusstsein?
    Meinem Dafürhalten nach nur in meinem individuellen Bewusstsein. Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass es irgendeine Instanz (Selbst, Seele oder dgl. gibt), mit der ich irgendwas an dieser Choreographie ändern kann. Falls es MICH in diesen Momenten gibt, bin ich vollkommen PASSIV. Das heißt, passiv nicht in meinen Aktivitäten, ich kann durchaus weiterhin Erbsen pulen oder spazierengehen, sondern passiv in der Einflussnahme. Ist es das, was Du mit Integrität meinst?

    • federleichtes
      August 3, 2014 um 1:27 pm

      Danke, dass Du unseren Faden weiter spinnst – mir fehlte gestern die Kraft.

      „… wo es hingehört, wo es sein MUSS?

      JA!

      Wie ist es, wenn in diesem Moment ein Flugzeug über den Himmel zieht? Ist es dann nicht auch Teil der Choreographie?

      NEIN, weil es gar nicht auttaucht in meiner / unserer Wahrnehmung.

      „d) Bewusstsein und Natur sind identisch, das heißt: wo keine verkörperten Lebewesen sind, ist bei dieser Möglichkeit ebenfalls kein Bewusstsein.

      Ich kann diese Frage nach dem Verhältnis von Bewusstsein und Natur nicht beantworten.“

      Ich auch nicht, aber meine Erlebnisse kann ich beschreiben.

      Wenn wir ein Feld (Flora-Fauna) betreten, treten wir ein in das Bewusstsein. Ganz gleich, WELCHE Bäume, Blumen und Tiere wir dort wahrnehmen. Es ist ein Feld, dessen Existenzerhaltungs-Dynamik sich in Harmonie befindet. Dort wird nicht gezweifelt, dort wird nicht gehadert, nicht geflucht und nicht gehasst. Es ist so, als würde dort eine Stimme für eine Ordnung sorgen, beziehungseise bei der Gestaltung von Feld und Form diese Ordnung IN Feld UND Form bereits angelegt haben.

      „Die Frage, die ich mir stelle: Wäre ohne Verkörpertes Gewahrsein überhaupt möglich?“

      Ich meine nein. Und das Nein begründe ich nicht mit der realen Anwesenheit von Verkörperungen, und nicht, um deren Existenz als notwendig erklären zu können. Auf der körperlichen Ebene wird ein Gewahrsein erst möglich, und dieses Gewahrsein ist in der Regel ein GewahrWERDEN – ein Werden, für das es Zeit (verlangsamter Geist = Körper) braucht. Wenn das Gewahrwerden zu Gewahrsein wurde, ist es in meinem Verständnis Bewusstsein – über das FLIESSEN des interaktiven Reflektierens und Projizierens. Das Ego-Ich löst sich auf, Gewahrsein wird zu einem ALLGEMEINEN Pulsieren. Hier wird eine energetische Vereinigung vollzogen, die die Verschiedenheiten (spezielle Informationen, klein, grün) in den Hintergrund drängen, sie unbedeutend(er) machen.

      „Und wenn ja, was ist der Unterschied zu einem ordinären Black-Out oder zu einem Tiefschlaf in Narkose? Ist es ein White-Out im Gegensatz zu einem Black-Out?“

      Gut beschrieben. Sollte ich das rational beschreiben, würde ich von einer existenten Ordnung sprechen, in die Mensch eintauchen kann – in der es keine WIRKLICH relevanten Probleme gibt, weil diese Ordnung die Problemlösung IST.

      „Und wenn es ein White-Out und ein gewaltiges Energie- oder Liebeserlebnis ist, warum hat sich dann an der Welt nichts verändert, wenn sie wieder erscheint?“

      Ich kann als Mensch mit Rolle(n) nicht ständig im White-Out fließen. Weil ich ambivalent bin, weil ich lebe und emotional bin und meine Emotionalität mir weitere Wege gebietet, die im White-Out weder zu finden noch zu gehen sind. White-Out könnte ich als Putztuch beschreiben, mit dem ich das Objektiv meiner Kamera reinige, oder als Gummistiefel, um sumpfiges Gelände durchqueren zu können, oder als Kappe, um meine „Birne“ nicht verschmoren zu lassen. White-Out bietet mir einen Blick auf das Mögliche, erlaubt mir ein anderes Verständnis von „Normal“.

      White-Outs können zum Selbst* als Verständnis führen – und zum Selbstverständnis werden. „Ich fahr dann mal“, das ist mein Selbstverständnis. Und wenn ich das Fahren richtig interpretiere als Akte, die der Ent-Traumatisierung dienen, verändert sich durch mein Fahren zwar nicht die reale Welt da draußen, aber meine „Augen“, die diese Welt betrachten. Kurz: Die unperfekte Realität wird weniger unperfekt, und die perfekte Wirklichkeit (der Ordnung) mehr real.
      * wurde hier noch nicht definiert!

      „Meinem Dafürhalten nach nur in meinem individuellen Bewusstsein. Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass es irgendeine Instanz (Selbst, Seele oder dgl. gibt), mit der ich irgendwas an dieser Choreographie ändern kann. Falls es MICH in diesen Momenten gibt, bin ich vollkommen PASSIV. Das heißt, passiv nicht in meinen Aktivitäten, ich kann durchaus weiterhin Erbsen pulen oder spazierengehen, sondern passiv in der Einflussnahme. Ist es das, was Du mit Integrität meinst?“

      Ja.
      Wenn das Ego-Wollen, das aus Angst oder Verwirrung entsteht, nicht mehr in das Werden führt, sondern das Ur-Vertrauen. Das Erleben, dieser Wechsel von der Bekümmertheit in die Gewissheit, lässt sich nicht mit Begriffen beschreiben, mit Seele und Selbst schon gar nicht. Mensch WEISS dann – einfach -, dass er richtig ist. Wenn objektiv Mühe waltet, sie aber subjektiv nicht spürbar ist. Erinnere mich gerade an einen heftigen Berg auf Kreta, steil, die Sonne brannte, mein Fuss war verletzt, das Wasser alle. Ich fuhr diese real langen Kilometer, und fuhr sie doch nicht.

      Gerade kam das Kind meiner Rotkehlchen. Es tauchte ein in ein Feld, in das auch seine Eltern eingetaucht waren, von dem sie Essen für sich, für den Brütenden und später für das Kind holten. Eine Etage höher sitzt das Dompfaffkind, und die Meisenkinder, tscha – gerade kamen zwei.

      Meine Vermutung, dass Du etwas weißt, was Du nicht weißt, ist nicht vom Tisch!

      Herzlich
      Wolfgang

    • August 3, 2014 um 2:25 pm

      @ fingerphilosoph:

      Wenn ALLES (im Universum) „Bewußtsein“ (Seins-Energie, GEIST-Kraft) ist, dann kann es sich doch beim einerseits göttlichen Bewußtsein und andererseits menschlichen Bewußtsein nur um zwei Seiten derselben „Medaille“ handeln. Die – deutliche! – Unterschiedlichkeit der beiden Seins- / Bewußtseinsebenen (u nd -qualitäten) muß einen „Hintergrund“, einen „Sinn“, haben.
      Dieser Sinn ist dem Menschen prinzipiell auch bekannt – und war es schon zu den Zeiten, als die Bibeltexte entstanden:
      1.
      Das „Niedere Selbst“ / „Ego“, das „grobstoffliche“, irdische, materielle, Bewußtsein ist das nach AUSSEN, auf das materielle Sein, die GROBSTOFFLICHE Wahrnehmung gerichtete Bewußtsein.
      2.
      Das „höhere / wahre Selbst“, das „feinstoffliche“, göttliche, geist-seelische, Bewußtsein ist das nach INNEN, auf den göttlichen Geist, die Seele, die feinstoffliche Wahrnehmung, gerichtete Bewußtsein.

      Insofern ist doch der Mensch „perfekt“ ausgestattet. Nur, daß der typische zivilisierte Mensch die Integration der höheren Ebene „vergessen“ / „verlernt“ hat – und zwar (wie ich vermute) durch ein kollektives Trauma, das die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“ ausgelöst hat, die sich aufgrund der typischen (angst-bedingten) Aggressions- / Gewaltbereitschaft („Feindseligkeit“?) im Laufe von Jahrtausenden auf heute fast alle Völker ausgebreitet hat.

      Herzlichen Gruß!

    • August 3, 2014 um 3:22 pm

      @ fingerphilosoph:

      Zu den Punkten a) bis d):

      Wie wäre es mit folgender Erklärung:

      1.
      Das „Universum“ besteht primär aus Energie.
      Diese Energie ist nicht – immer, überall – gleich“förmig“, gleichschwingend;
      ist nicht „homogen“, sondern eher sehr viel“gestaltig“.
      Lt. Eckart Tolle erscheint diese Energie einerseits „unmanifestiert“, andererseits „manifestiert“

      2.
      Das primär energetische Universum besteht im Grunde aus sehr vielen kleinsten
      „Energie-Einheiten“, „Kraftfeldern“. Ich nenne die üblicherweise „Quarks“. Über die wird gesagt, daß sie sowohl als Energie / Schwingung erscheinen können als auch als „Materie“(-Partikel). Und zwar je nach dem, ob ein Bewußtsein auf sie gerichtet ist oder nicht.

      Das heißt: Quarks SIND einerseits selbst Bewußtsein und sie sind geneigt, sich aufgrund von – „anderem“ – Bewußtsein irgendwie – „vorstellungs- / erwartungsgemäß“ zu „verhalten“.

      3.
      Wenn eine Anzahl von Quarks ein „Lebewesen“ manifestiert / „darstellt“, tun die Quarks das also aufgrund einer „Vorstellung“ / „Erwartung“ eines Bewußtseins, welches einen „Plan“, eine „Idee“, von dem betreffenden Lebewesen hat.
      Ds würde zu der Anahme leiten, daß es auf der „Schöpfer“-Ebene mindestens ZWEI Funktion-Eben gibt:
      a) die „designerisch“-entwickelnde Ebene („Gott“?)
      und
      b) die „handwerklich“-ausführende Ebene. (die „Himmlischen Heerscharen“?).

      4.
      Gott verkörpert sich also nicht „selbst“ in jedem einzelnen Baum oder Strauch, Fisch oder Menschen, sondern er ist der „Designer“ des „Prinzips EICHE“, des „Prinzips ERDBEERE“, des „Prinzips HERING“ und des „Prinzips MENSCH“.

      Wie der einzelne Mensch in der materiellen Welt erscheint, dafür sind verschiedene – materielle – Faktoren mitbestimmend; z.B. geografische. Vor allem aber das eigene Bewußtsein des Menschen.
      Zunächst – als Kind – wird er geprägt durch seine Eltern und weiteres Umfeld; als (wahrhaft!) Erwachsener erkennt er sich als Schöpfer seiner selbst (als Bewußtsein) und Schöpfer seines Lebens (seiner Beziehungen, Gesundheit, Einstellung zum Leben, seines Glücklichseins, usw.)

      Der WAHRHAFT erwachsene Mensch ist also Manifestation einerseits der universell-göttlichen Vorstellung „Mensch“ und andererseits Manifestation seiner eigenen Vorstellung und Schöperkraft, die er IST – so er sich mit ihr identifiziert und als sie wirken, erschaffen, kann.
      Wenn er sich NICHT mit ihr identifiziert, NICHT an die Kraft und Macht glaubt, die ihm potenziell zur Verfügung steht, geschieht ihm ENTSPRECHEND.
      Er KANN sich dann nicht selbst – als Bewußtsein – BEWUSST erschaffen / verwirklichen, sondern bleibt passiv / reaktiv und erschafft UNBEWUSST sein Leben durch das, was er glaubt / erwartet / für möglich hält / BEFÜRCHTET.

      Siehe: „Dir geschehe nach deinem Glauben.“

      Herzlichen Gruß!

      • August 3, 2014 um 6:01 pm

        Die WAHRHAFT erwachsene Erdbeere ist also Manifestation einerseits der universell-göttlichen Vorstellung „Erdbeere“ und andererseits Manifestation ihrer eigenen Vorstellung und Schöpferkraft? 🙂

        Darf ich das dann so verstehen, dass die schimmligen Erdbeeren ihrem niedrigen Selbst verhaftet sind, sich mit ihrem grobstofflichen Blick auf die Außenwelt vor dem Pflücker fürchten und dass diese Angst, die unbewusst ist, der Grund für den Schimmel ist? Wäre die Erdbeere hingegen in ihrem höheren Selbst, würde sie bewusst Schimmel ansetzen, weil sie dann ja über Schöpferkraft verfügt.

        Ach nein. In ihrem höheren Selbst wäre die Erdbeere ja reine Liebe und würde dank ihrer eigenen Schöpferkraft doppelt so groß und doppelt so süß.
        Es sei denn, die Erdbeere weiß, dass der Pflücker Diabetes hat. Dann würde sie dem Pflücker zuliebe schimmeln. 🙂

  8. Uwe
    Mai 19, 2015 um 4:22 pm

    Die „Blume des Lebens“ dürfte ihren Ursprung im Keltischen… haben, die Urform des Symbols kann anders ausgesehen haben. In der Struktur kann man Isa und Gebo erkennen.

    Isa steht für Eis(Wasser) dadurch kann das Symbol auf Eismoleküle,kristalline Strukturen,Atome… hinweisen. Auf der anderen Seite kann das Symbol für die Erkenntnis des eigenen Bewusstseins…(Bewusstsein und Eis(Wasser) können miteinander in Verbindung sein) stehen, was erklären kann warum das Symbol häufig in der Nähe von Häusern des Glaubens(Magie…) zu finden ist.

    Da Gebo anders dargestellt ist kann dieses Symbol auch die Erkenntnis des eigenen Bewusstseins… verhindern, nehmen…

Comment pages
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: