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Die Liga der außergewöhnlichen Blog-Helden: WARUM?

Ich habe diese Idee schon von Kindesbeinen an bewundert. Dass eine Person, die Helden und Spezialisten auf ihrem Gebiet versammelt, um ihre Kräfte und ihr Wissen zu vereinen.

Wie zum Beispiel im Film “Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen”.

Captain Nemo als Profi-Kenner der sieben Weltmeere oder Dorian Grey, ein Meister der Verführung, waren Teil des unschlagbaren Teams. Sie alle besaßen die verschiedensten Besonderheiten und kämpften für nur eine Mission. Für EIN Ziel.

Und mit diesem Gedanken entstand auch meine Idee für den Blog-Bang. Ich möchte Spezialisten wie dich, Menschen mit Leidenschaft und Vision zusammenbringen. Für diese eine Mission.

Ein Ziel, das DU und ich teilen:

Leser zu unterstützen. Ihnen zu helfen. Türen zu öffnen. Und in den verschiedensten Lebenslagen für sie da zu sein.

So schreibt der Blogger Markus Cenerak über seine Idee eines Blog-Bang. Wenn jeder Blogger über seine Motivation, das WARUM seines Blogs schreibt, und alle die WARUMS gesammelt und die damit vernetzt werden, so sollten die Erkenntnisse sich noch vitaler im Netz verbreiten lassen. Um Nutzen Aller.

Und da ich diese Idee unterstützen mag, lade ich alle ein, hier oder in ihren Blogs ihr eigenes WARUM aufzuschreiben.

Hier ist mein WARUM:

Mit Beginn der Finanzkrise 2008 setzte bei mir der Wunsch ein verstehen zu wollen, Raum unsere ausgewiesenen Super-Experten nicht mehr in der Lage sind, unser Finanzsystem in den Griff zu bekommen. Die Depression meiner Ältesten forderte ein weiteres Verstehen, warum so viele Menschen in der Arbeitet überfordert sind. Die sich verstärkenden Kriege nach 9/11 brachten mich dazu wissen zu wollen,  warum Demokratie immer mit Bomben gebracht werden müssen. Die Zunahme von Gesetzen zur Förderung von Konzernprofiten anstelle der Förderung des Wohles der Bürger ließ mich fragen, wem denn das Konzept des Staates wirklich dient.

Und so machte ich mich auf den Weg des Erkenntnisgewinns. Und mir schien ein Blog ein gutes Mittel, meine neuen Gedanken und Erkenntnisse in das Rund zu werfen. Und ich muss sagen, dass ich mit den vielen Rückmeldungen, über 20.000 Kommentaren zu fast 1.000 Artikeln, mehr gelernt habe, als in den 50 Jahren zuvor. Meine Mit-Blogger, denen ich sehr dankbar bin, dass sie mich so unermüdlich begleiten, bestätigten auch für sich, in diesem Gedankennetzwerk reichlich Erkenntnistrigger erhalten zu haben.

Nun sind die Kommentare nur die Spitze des Eisbergs. Es haben ich inzwischen Viele per Mail, oder unter 4 Augen gemeldet und sich für unsere Arbeit hier auf dem Blog bedankt. Sie würden regelmäßig mitlesen und den einen oder andern Gedanken an anderen Orten zur Diskussion stellen.

So freut es mich also doppelt, was sich hier bewegt. Ich selbst komme so Schritte für Schritt in Richtung zuträglicherem Lebensgefühl weiter, auch wenn es noch schneller gehen könnte, wie Mancher meint, und gleichzeitig kann ich das gute Gefühl teilen, so verdoppelt sich meine Motivation des Bloggens.

 

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  1. federleichtes
    Juli 8, 2014 um 11:33 pm

    Da ich in keiner „Liga“ spiele und auch nicht gedenke, es in diesem Leben zu tun, schätze ich den Blog, auch Deinen nicht, als Liga ein; schon gar nicht als eine Begegnungsstätte von „Helden“. Bitte sehr, wer hier und/oder auf anderen Bühnen die Heldenrolle spielen muss – hätten uns als Menschheit die so genannten „Helden“ zu einem anderen Verlauf der Geschichte verhelfen können, wären wir nicht, wo wir sind: Ziemlich weit oben in einer Aggressions-, in einer Feindseligkeitsspirale.

    Warum ich hier bei Dir schreibe, hat sehr einfache Gründe.
    Während „Occupy ins Horn trötete und Wandlungswunder verhieß, sah ich die Verheißungen geschrieben mit Zaubertinte – denn gleichzeitig erlebten wir SEHR deutlich, was dieser Gesellschaft, diesem Staat, dieser Wirtschaft und diesem verheuchelten Gottesglaubens-Szenario Leben wirklich bedeutet: NIX.

    Warum ich hier einer Gemeinschaft „treu“ blieb, hat einerseits sehr pragmatische Gründe. Wenn wir hier über Psyche und Trauma sprechen, ist das im Prinzip wie bei einer Operation oder einer Geburt: Man schneidet keinen Menschen auf und rennt dann weg. Und wenn man ein „Kind“ zur Welt bringen will, hält man durch. Und wenn man mit Informationen Menschen bewegt hat, verpisst man sich eben nicht.
    Schließlich, wenn man Schwierigkeiten auf einer eher ungefährlichen Miteinander-Ebene nicht lösen kann, was kann dann das ganze Gerede mehr wert sein, als der Pickel am Dings des Propheten.

    Warum ich hier begeistert mitdenke und mitschreibe, hat auch mehrere Gründe. Einer ist, das wir gemeinsam das weiter entwickeln konnten, woran ich bereits viele Jahre alleine arbeitete. Ein anderer ist die Bestätigung eines Phänomens, dass sich (sowohl) Gegensätze anziehen (als auch) und Gleich und Gleich sich gesellt. Ein weiterer Grund ist, dass mein Leben als sozialer Mensch begann, ich zum Einzelgänger mutierte, und hier zurück in die Sozialität kehren konnte.

    Es gibt noch andere Gründe, davon einer, der von allen am Schwersten „wiegt“.

    Ob wir selber Schachspieler, oder ob wir nur Figuren auf einem Schachbrett sind – oder beides, ist mir wurscht. Bin ich ursächlich, kommen Folgen, Also bedarf es meiner Intelligenz, nur das zu verursachen, dessen Folgen ich auch regeln kann, Was Deinen Blog betrifft, klappte das einigermaßen – aber auch nur, weil viele „Geister“ Verantwortung übernahmen. Das ist für mich das Wesen von Büderlich- oder Schwesterlichkeit. Damit komme ich zum letzten meiner Gründe, hier bei Dir aktiv zu sein: Ich kann meine Ideale leben und sie bei anderen miterleben.

    Ich glaube, es gibt keine funktionierenden Gemeinschaften. Es gibt nur starke Individuen mit einem (weit) entwickelten Sinn für Gemeinschaft. Die Mitglieder dieser Pseudo-Gemeinschaften brauchen keine Verträge schließen, sich keine Versprechen geben und nicht Gehorsam verlangen und leisten. Wenn sie offen sind, wenn sie sich selber treu bleiben, wahrhaftig sprechen, wie sie wahrhaftig leben – und nur nehmen, was sie brauchen, und geben, was teilbar ist: Die Ergebnisse der gemeinsam geleisteten Arbeit.

    Gruß in die Runde.

    Wolfgang

  2. Juli 9, 2014 um 12:16 am

    WARUM tu ich, was ich tu?

    Weil ich BIN, was ich BIN.
    Weil „Wind“ weht und „Feuer“ brennt, weil „Wasser“ naß macht und Licht die Dunkelheit vertreibt.

    Warum tut GOTT, was Er / Es tut?

    Weil Er IST, was / wie er IST.

    „ICH BIN“, sagte Gott seinen Namen dem Moses.
    Und Jesus, der Christus, sagte: „Ich muß sein in dem, was meines Vaters ist.“

    Mehr Begründung sollte kein – wahrer, ganzer, heiler – Mensch brauchen.

    Herzlichen Gruß!

  3. chattison
    Juli 9, 2014 um 10:07 am

    Ich glaube, es gibt keine funktionierenden Gemeinschaften. Es gibt nur starke Individuen mit einem (weit) entwickelten Sinn für Gemeinschaft. Die Mitglieder dieser Pseudo-Gemeinschaften brauchen keine Verträge schließen, sich keine Versprechen geben und nicht Gehorsam verlangen und leisten.

    Das ist auch der Grund, warum wir uns nicht mit Ameisen, Bienen oder anderen Gesellschaftsgleich-Nissen dieser Art abspeisen lassen sollten!

    Eine Ameise ist kein Individuum im menschlich vergleichbaren Sinne, auch keine Biene, kein Hering oder sonstige Schwarmphänomene.

    Er ist eher ein Tentakel des Omnipus (analog zu Oktopus, wo jeder Tentakel ein eigenes gehirn besitzt und auch nach dem Abtrennen „funktioniert“ + lat.: omnis = alle/s).

    Jeder Mentakel (Mensch-Tentakel + lat.:mens,mentis = Sinn, Geist, Charakter, Seele…) funktioniert für sich, aber besser indem er dem Omnipus zuarbeitet und sich dabei nicht mit anderen Mentakeln verheddert oder gar in den Clinch begibt.
    Welche Seite eines Oktopus ist die „bessere“?
    Wo gibt es überhaupt Seiten bei einem Omnipus???

    Und hat der Oktous vielleicht gerade deswegen 8 Tentakel, weil er damit vollkommen rundherum orientierungs- u. handlungsfähig ist?

    Wenn jeder Mentakel sich dieser, seiner Funktion bewusst wäre, würde er gar nicht anders können, als dem Omnipus zuzuarbeiten, sich also kooperativ, koordinierend verhalten können!

    Wer also sich als Mentakel begreift, IST kooperativ und damit gemeinschaftsfähig bis gemeinschaftserzeugend ohne sich deshalb gemein mit allen anderen Mentakeln zu machen oder dass er dies auch nur vermeinen zu müssen glaubt.

    Alle bisherigen Versuche, „Gemeinschaft“ zu erzwingen – sei es durch Indoktrination oder sei es durch „subtile“ Moralität oder durch Verzweckgemeinschaftung oder durch militärische Nivellierung etc.etc. sind grandios gescheitert.

    Warum wohl?
    Weil man dem Mentakel sein eigenes Gehirn (Tentakel sind nicht umsonst „eigenständig“ – es ist unmöglich, die Komplexität der Bewegungen/Aufgaben zentral zu steuern und es erhöht die Wahrscheinlichkeit von Entdeckungen abseits zentral vorgegebener Muster und die Wahrscheinlichkeit von Emergenz, also dem Entdecken von Neuem) und seine eigene Bestimmung (Maximierung der Ressourcen, Potentiale und Optionen zur Erfassung des umgebenden Ganzen und Entwicklung des eigenen Ganzen) aus- u. abgetrieben hat.

    Gemeinschaft wird meist so verstanden und praktiziert, dass eine borgähnliche Assimilierung betrieben wird.
    Dadurch müssen(!) aber zwangsläufig Defizite erzeugt werden, die wiederum ein Ausgleichsbestreben in Gang setzen, das allermeistens der Gemeinschaftlichkeit zuwider läuft!
    Das wird wiederum „gemeinschaftlich“ unterdrückt und erzeugt so neue negative Gegenreaktionsenergien!

    Und schon kracht´s in der „Gemeinschaft“

    Also volle Zustimmung zum obigen Zitat^^

    • Juli 9, 2014 um 12:40 pm

      Tiere / SCHWARM-Tiere haben ein gemeinschaftliches (Über-)“Bewußtsein“ („Bewußtsein“ ist ein unpassendes Wort, da es ihnen – wahrscheinlich – nicht „bewußt“ ist, sondern „unbewußt“. Das Wort „Sein“ wäre passender – wenn man sich klar ist, was das ist).

      Wahrhaft GESUNDE, GANZE, HEILE, nicht entfremdete / nicht abgetrennte, Menschen haben dieses gemeinschaftliche „unbewußte (Über-)Bewußtsein“ AUCH. Und überlassen sich dieser WEISEN Führung, geben sich ihr im vollen Vertrauen hin.

      Jesus Christus sagt dazu:
      „Wenn zwei oder drei von euch in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen.“

      „In meinem Namen“ heißt: im HÖHEREN Bewußtsein, dem „Höheren / wahren Selbst“, dem „Christus)-Bewußtsein“, dem FEINstofflichen Bewußtsein, dem wahren Erwachsenen-Bewußtsein, usw.
      Auch Kinder können – schon – daran teilhaben, wenn sie entspannt – ohne Angst / Anspannung – sind.

      Die „Krankheit der (zivilisierten) Gesellschaft“, die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ besteht im Wesentlichen aus der „Abtrennung“ von dieser – höheren – Bewußtseins-Ebene bzw. in der Angst / Anspannung, die für den typischen zivilisierten Menschen „normal“ ist. MEHRHEITS-normal. Weil die große Mehrheit so ist, fällt es nicht als Mangel auf.

      Die große Mehrheit der zivilisierten Gesellschaft ist nicht wirklich glücklich, nicht im inneren Frieden, nicht in innerer Gewißheit, ist ungewiß über den „Sinn des Lebens“ und mehr oder weniger KRANK, hat Probleme in Beziehungen und mit Erziehung –
      und kann nicht erkennen, WARUM.
      Weil die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“ AUCH eine „Erkenntnis-Störung“ ist. Wer nicht im Bewußtsein der Wahrheit / Wirklichkeit lebt, kann die Wahrheit / Wirklichkeit nicht erkennen.

      Grundlegende Heilung ist IMMER möglich.

      Herzlichen Gruß!

  4. Juli 9, 2014 um 11:04 am

    @ Chattison

    Vielen Dank mal wieder für dieses bildhafte Wortspiel und für den Hinweis auf wesentliche Unterscheidungen von uns EINEN und den ANDEREN, die ja nicht von ungefähr kommen, sondern, aus Sicht EINES Bewusstseins, welches, verschieden verkörpert, gemeinsame Erfahrungen macht, Sinn macht … ohne auf Helden bauen zu müssen und ohne Klassenerhalt einer bestimmten Liga …

    http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive/heftarchiv/index2.php?object_id=32916468

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Juli 9, 2014 um 3:58 pm

      Held ist ein Archetyp. Ich glaube, Ligavereinsmeierchen auch. Ein gerne gegangener Weg, um sich statt als Pantoffellusche als Held zu fühlen.

      Ich hatte ein Problem, das ich nicht kannte. Es äußerte sich heftig (-er als normal), als wir 21.45 Uhr an der Kasse standen, ich etwas frustriert, weil ich keinen Tabak gefunden hatte. Kassiererin bemerkte den Frust und fragte, was ich suche – allerdings in missbilligendem Ton. Ich: Was ist DAS für ein Ton. Der Herr vor uns, wohlsituierter Großtrommelträger, meldete sich: Der Ton war normal, greifen sie die Frau nicht an. Hinter mir auch eine sich einmischende Stimme. Zwei scharfe Sätze, und der Großtrommelträger trollte sich – hin zu seinem Mercedes, ich war der Böse. Susanne sagte, das hätte ich doch gar nicht nötig, ich wäre doch und könnte doch. Ne, ich mag keine Missbilligung meiner Wahrnehmungen und kein Heldentum. Und die Kassiererin konnte lernen, dass die Zeit für Missbillung ab 22 Uhr beginnt.

      Für mich sind Helden, die unauffäligg-selbstverständlich ihre Arbeit machen. Hier regnet es seit zwei Tagen ununterbrochen, meine Vögel sind pudelnass – sie sind Helden, die bei jedem Wetter mit einer vom Über-Bewusstsein komponierten Melodie ihr perfektes Werk besingen.

      Als Tentakel-Bewusstsein braucht man sich keine Missbilligung gefallen lassen. Das ist die eine Seite. Die andere Seite dieses Bewusstseins erscheint als Bescheidenheit, wenn man spürt, ohne die anderen Tentakel nicht-zu-sein, und als Dankbarkeit, den anderen Tentakeln zur Seite stehen zu können.
      Ehre sei Gott in der Höhe? Ich kann’s nicht mehr hören. Das Gepredige auf der einen und das Gewinsel auf der anderen Seite. Über-Bewusstsein? Sorry, ich traf bisher keinen einzigen Menschen mit einer AHNUNG davon. Spiritualität, sorry, meine Schublade, wo „Gefaseltes“ drauf steht, quillt über. Inspiration dagegen eine ganz andere, eine fließend-variable Nummer, die bingomässig an geistig-informativen Verhärtungen rührt und per Energie Freiräume zu schaffen vermag: Neuland.

      Wer glaubt, der Kopf des Thunfisches, pardon, Tintenfisches sei das Bewusstsein, das als Pflanze auf diesem Neuland wächst, irrt. Und alle A-B-CTentakel, die meinen, sie seien dieses Bewusstsein, irren auch. Bewusstsein existiert für mich auf der Ebene der Exformation, als organisierte Daten – Daten, die entstanden in einem Prozess des Informierens und Verstehens. Blog als Feld, auf dem Gleiches Gegensätze überwindet, halte ich nicht für außergwöhnlich; gab’s schon immer, wird’s immer geben. Außergewöhnlich ist auch nicht das Bestreben, Außergewöhnliches dann zu postulieren, wenn’s einem an eigener Ehre mangelt. Dieses alte Muster als Bärendienst zu verstehen – Glückauf!

      @ Mr. Chattison

      Als ich Ihre beiden Kommentare zu Staatsschuldenkapitalismus las, dachte ich, Sie mit Ihrer Geduld könnten auch – wenn das nötig wäre – dem störrischten Esel das Rückwärtsgaloppieren beibringen.

      Danke in die Runde

      Wolfgang

  5. chattison
    Juli 9, 2014 um 11:52 am

    Zitat aus dem verlinkten Artikel:

    Die Entscheidungsfindung aber kann erforscht werden. Daher hat Kuba gemeinsam mit Kollegen versucht zu klären, ob Oktopusse bei der Auswahl von Teilen für den Bau eines Unterschlupfs eine bewusste Entscheidung treffen können. Sie boten den Tieren verschieden geformte Bauteile an. „Wir wollten wissen, ob sie erkennen, welche Teile besser passen.“ Doch die sechs Kopffüßer hätten in dem Test sehr schlecht abgeschnitten. Eine bewusste Entscheidungsfindung sei nicht erkennbar gewesen.

    Kuba weist darauf hin, dass die bisherigen Erkenntnisse fast ausschließlich aus Beobachtungen stammen und nicht aus Experimenten. „Es ist nicht klar, ob bei den beobachteten Handlungen alles geplant war oder nicht.“ Oktopusse würden gerne etwas mitnehmen – einfach so. „Bei uns trägt jeder zweite Krake einen Stein mit sich herum“, erzählt Kuba.

    Allein dieser kleine Abschnitt vermag zu verdeutlichen, woran der gnze Mist krankt:
    „Wir wollten wissen, ob sie erkennen, welche Teile besser passen.“ Doch die sechs Kopffüßer hätten in dem Test sehr schlecht abgeschnitten.
    Anstatt den Oktopoden menschlich gedachte Zuordnungsaufgaben nach menschlichen Prämissen vorzulegen, wäre es gescheiter, die Herren Wissenschaftler würden sich mal zusammen in ein Oktopus-Simulator setzen und einfach mal ausprobieren, wie es sich zu acht in einem Körper so lebt und wie dann Entscheidungen vorgenommen werden, wofür man sich dann eigentlich interessierte und wie das alles zusammen die Prämissen veränderte, so dass Nicht-Oktopoden-Simulanten staunend vor den Ergebnissen stünden und die Oktopoden-Simulanten vermutlich wahlweise für hochgradig schwachsinnig oder völlig verrückt erachteten!^^

    Oktopusse würden gerne etwas mitnehmen – einfach so. „Bei uns trägt jeder zweite Krake einen Stein mit sich herum“

    Tja, bei uns Bipoden schleppen 95% auch so einen nutzlosen Stein nur als Schmuck oder aus Langeweile mit sich rum – der Stein nennt sich Smartphone…

    Was heißt das denn jetzt für die Intelligenz des Bipoden?^^

  6. chattison
    Juli 9, 2014 um 12:05 pm

    Dazu passt ja auch dieses Vorhaben:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/human-brain-project-hirnforscher-drohen-mit-boykott-a-979830.html

    Das Gehirn mit einem Computer simulieren zu wollen, weil man von der Annahme ausgeht, dass ein Computer Gehrinabläufe simulieren kann, weil man, obwohl man das ja eingestandenermaßen noch gar nicht weiß, davon ausgeht, dass das Gehirn „irgendwie“ wie ein Computer funktioniert, das ist zweifellos äußerst unintelligent.

    Nach dem gleichen Paradigma könnte man davon ausgehen, dass ein Blumenkohl intelligent sein muss, weil er aussieht wie ein Gehirn^^

    http://www.gruselfabrik.de/2010/09/halloween-rezeptidee-das-blutige-horror-hirn-fur-feinschmecker/

    • sustentaculum
      Juli 9, 2014 um 9:37 pm

      Haha, das Human Brain Project ist so dermaßen lachhaft, dass es mich schon zerreißt, wenn es nur jemand als ernsthaft wissenschaftliche Referenz heran zieht.
      Als Informatiker und Medizinstudent bin ich mit beiden Welten so einigermaßen vertraut und sich anmaßen zu wollen die synaptischen Verbindungen eines einzelnen Hirns auch nur annähernd simulieren zu können ist ungefähr so realistisch wie einen Elefanten mit reiner Muskelkraft im Armdrücken zu besiegen.
      Es sind dermaßen viele Annahmen nötig, die sich mit der Realität der Welt NICHT zum Decken bringen ließen, dass es eigentlich jedem klar sein sollte, dass so etwas nicht funktionieren kann.

      Wir wissen de fakto bis heute nicht, wie lernen eigentlich wirklich funktioniert… klar gibt es Dinge wie long/short term potentiation und ja, wir können na klar auch durch Konditionierung Lernen „erzeugen“ (Stichwort Pawlowscher Hund). Aber es ist doch z.B. so, dass Lernen am effektivsten mit Begeisterung funktioniert… und wie funktioniert Begeisterung? Auch hier können wir wieder nur die Effekte messen… erhöhte Katecholaminspiegel im Blut, die Basalganglien werden mehr Dopamin ausschütten und der Mandelkern ist gehemmt… aber warum? Woher kommt das alles? Und schon stehen wir vor einer Wand. Aus einem EEG etwas sinnvolles herauszulesen ist ungefähr so wahrscheinlich wie mit bloßem Auge eine Stecknadel auf einem Fußballplatz zu finden. Und selbst moderne bildgebende Verfahren wie fMRT sind immernoch vieeel zu makroskopisch was die Betrachtung angeht. Wollen wir es wirklich en Detail wissen, müssen wir Elektronenrastermikroskope heranziehen… doch da haben wir wieder nur den kleinsten Ausschnitt… zudem brauchen sie losgelöste Zellen… also in vivo keine Untersuchbarkeit.

      Gut… wenn wir also lernen nicht in simulierten Hirn umsetzen können, müssten wir es ausklammern. Wir würden also ein statisches Konstrukt von Neuronen und Synapsen bauen, daß rein auf den Gesetzen von Logik (Ortsprinzip, etc.) basiert… mal ganz davon abgesehen, dass dieses System innerhalb kürzester Zeit extrem von einem echten Hirn abweichen würde, da die Prozesse des lernens wohl deutlichen Einfluß auf die grundsätzliche Funktion des Hirns haben ist es uns nichtmal möglich eine Standaufnahme eines gesamten Hirns überhaupt zu erstellen! Auch hier wieder die technische Barriere. Alles, was in vivo noch irgendwie untersucht werden kann ist so weit draußen, dass es für ein Computermodell nicht taugt. Alles, was für ein Modell ansatzweise taugen würde hat nicht den Systemfokus sondern beleuchtet nur den kleinen Ausschnitt.

      Hier zu einem Ergebnis zu kommen, dass sich auch nur in irgendeiner Weise als nahe an der Realität bezeichnen könnte ist einfach nur lachhaft. Genauso wie die Summe von einer Milliarde Fördergeldern…

      Ich frage mich bei derartigen Projekten in der Tat, wie geistig beschränkt die beteiligten Wissenschaftler sein müssen, dass sie derartige Arbeit für sich überhaupt akzeptieren können. Grundlagenforschung – klar, warum nicht. Das hier? Lächerlicher Größenwahn ohne jegliche Aussicht auf Erfolg. Verschwendete Zeit…

      • Juli 9, 2014 um 11:04 pm

        „Niemand ist völlig wertlos. Er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.“

        Ich schreibe dies im Bewußtsein, daß das göttliche „Spiel“, an dem wir alle teilnehmen, dem Erfahrung-machen und ganzheitlichen Lernen, dem Bewußtseins-Wachstum, dienen. Gleichzeitig ist das hier die Kinderstube / Sandkiste / Schule usw. von Götterkindern.

        Zu den Erfahrungen, die Gott / das Universum durch und mit uns Menschen macht, gehört auch die schlimme Krankheit, an der dieser Planet seit über 12.000 Jahren teilnimmt, von der die „zlivilisierte Gesellschaft“ befallen und schwer beeinträchtigt ist.
        Das „wissenschaftliche Prinzip“ ist nur eines der vielen Symptome dieser Entfremdung von der Ganzheitlichkeit des Menschen. Der typische zivilisierte „Erwachsene“ ist NICHT wahrhaft erwachsen; ist kein GANZER, HEILER, WAHRER, Mensch, kein „Voll-Mensch, sondern nur „Halb-Mensch“.

        Ich will damit mit Bezug zum Kommentar von sustentaculum sagen:

        Zeit und Ressourcen sind niemals „verplempert“. Sie dienen der Erfahrung.
        Selbst wenn die Menschheit an der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“ aussterben sollte:
        Dann wird das universelle / göttliche (Bewußt-)Sein diese wichtige Erfahrung gemacht haben und ein Stück weiter sein in seiner Erkenntnis.

        Alles ist gut.

        Herzlichen Gruß!

        • sustentaculum
          Juli 9, 2014 um 11:38 pm

          Ja, mit dieser Einstellung kann ich mitgehen. Wenn diese Anstrengung der Welt oder auch nur dem Einzelnen am Ende ein Stück Erkenntnis über sich selbst und/oder das Leben als solches brachten ist es das wohl wert…
          Einzig, wenn man sich bewusst ist, wie viel mehr diese (zumindest nach gesellschaftlichen Maßstäben) an und für sich hellen Köpfe tun könnten, um aus den Irrwegen unserer Zivilisation herauszukommen und uns als Ganzes mal endlich WIRKLICH ein Stückchen voran zu bringen, so wirkt es wie absolute Verschwendung. Aber ja… man kann es nicht forcieren. Jeder muss wohl selbst seinen Weg der Erleuchtung finden… und wenn es noch so lange dauert…

          • Juli 10, 2014 um 1:20 am

            „… und wenn es noch so lange dauert…“:

            Ja, so sehe ich das auch. Ich habe lernen müssen / dürfen, das ursprünglich mir beigebrachte ziel- / ergebnisorientierte Denken und Handeln auszutauschen gegen ein mehr prozeß-orientiertes.
            1992 gründete ich (m)eine Initiative zur Aufklärung über die tiefere Ursache der „Globalen Krise“ – die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose – und über die aus meiner Sicht real bestehende Möglichkeit der grundlegenden Heilung.
            Siehe z.B. EYSENCK: „Neurose ist heilbar!“

            Daß die große Mehrheit nicht wahrheitsgemäß informiert ist, liegt an der Natur dieser Krankheit, die sowohl eine Angst-Störung ist als auch eine Erkenntnis-Störung. Daher gehört das Ignorieren, Verharmlosen, Leugnen, Verdrängen usw. zum Krankheitsbild.

            Die Psychologie weiß aber (auch), daß – steigender – Leidensdruck die Bereitschaft fördert, sich neuen Informationen – wieder – zu öffnen. Und darin liegt die Chance insbesondere JETZT mehr Menschen mit entsprechenden Informationen erreichen zu können.

            Seit Jahren nehmen verschiedene Störungs- / Krankheitsbilder – „dramatisch“ – zu. Ich verfolge das mit wachem Auge seit über 20 Jahren aus nächster Nähe im Teilbereich „Psychiatrie“, als aktives Mitglied der Selbsthilfebewegung. Die verschiedenen Symptome sind aus meiner Sicht eindeutige Hinweise auf die im „Untergrund“ (des „Unbewußten“ der Mehrheit der zivilisierten Gesellschaft) EXPONENTIELL wachsende Krankheit.

            Aber die wissenschaftliche Fachwelt ebenso wie die Politik, Kirchen und etliche sonstige Institutionen ergehen sich in der typisch neurotischen „Abwehr- / Vermeidungshaltung“.

            Herzlichen Gruß!

  7. Manfred Voss
    Juli 9, 2014 um 9:18 pm

    Meine Kurzversion (hab ich gelegentlich bereits zitiert):

    Ich singe, weil ich ein Lied hab …
    (Konstantin Wecker)

    … „meine“ Hofamsel zeigt mir täglich, wie es geht:

    Und natürlich lausche ich auch, was für Lieder andere „Vögel“ singen … 😉

    Lieben Gruß
    Manfred

  8. sustentaculum
    Juli 9, 2014 um 9:53 pm

    Also erstmal finde ich das grundsätzlich ne gute Idee, sowas zu schreiben. Daher Daumen hoch für diese Aktion! Ob wir Helden sind, darüber lässt sich streiten. Ich glaube, dass jeder Mensch unglaublich liebenswert ist… und das, ganz ohne dafür irgendetwas besonderes tun zu müssen. Unsere Gesellschaft ist nur verdammt gut darin, uns dieses Bewusstsein in jungen Jahren auszureden und durch ein „Du bist nicht gut solange du nicht … hast/bist“ zu ersetzen.

    Vor diesem Hintergrund sehe ich es für mich als Leichtes an Menschen offen, mit Liebe und Respekt zu begegnen, die sich mit einem Mindset wie dem in Martins Blog herrschenden äußern.
    Die viel größere Herausforderung empfinde ich, den Menschen, die genau diesem Bild nicht entsprechen (und davon gibt es halt wirklich verdammt viele auf der Welt) eine vergleichbare Wärme entgegen zu bringen. Sie haben es ebenso verdient wie jeder andere auch. Dass sie nicht da stehen, wo wir heute stehen, ihren geistigen Horizont aktiv zu erweitern gesuchen – all das ist vielfach wenn nicht gar immer nicht ihre eigene Schuld.

    Wir alle leben nur ein einziges Leben. Wenn uns nicht gefällt, wie die Welt heute aussieht – dass große Teile der Menschen in materieller und geistiger Armut um ihr Überleben kämpfen müssen, dass selbst die, die eigentlich wie Könige im absoluten Überfluss leben von Abhängigkeit und Depression gepeinigt sind, dann sollten wir uns überlegen, ob wir empathisch sind und sie alle als das erkennen, was sie sind: unsere Brüder und Schwestern. Und wenn wir diese Liebe für unsere Mitmenschen und gleichzeitig für ALLES, was dieser Planet ist entdecken, bleibt uns eigentlich keine andere Möglichkeit mehr als unser Leben exakt danach auszurichten die Welt durch unser Leben so viel wir können zu heilen. Unser Leben ist alles was wir haben… also nutzen wir den Hebel, der uns gegeben wurde.

    Mahatma Gandhi hat es mal ziemlich gut auf den Punkt gebracht indem er sagte: „Be the change you want to see in the world“.

    Nach dieser Erkenntnis habe ich mein Leben geändert – nach dieser Erkenntnis ändere ich es auch weiterhin. Ich wachse dabei im Geiste und auch physisch. Und das, was ich dabei an Wahrheiten in meinem beschränkten Sichtfeld erblicke, befindet sich in meinem Blog. Es ist ein Abbild meiner Selbst und wenn irgendwer darin ein wenig Erleuchtung, Wärme oder Menschlichkeit gefunden hat, so war er den Aufwand es zu schreiben wert.

    • federleichtes
      Juli 10, 2014 um 12:36 am

      Dein Kommentar gefällt mir. Dazu

      „… sehe ich es für mich als Leichtes an Menschen offen, mit Liebe und Respekt zu begegnen, die sich mit einem Mindset wie dem in Martins Blog herrschenden äußern.
      Die viel größere Herausforderung empfinde ich, den Menschen, die genau diesem Bild nicht entsprechen (und davon gibt es halt wirklich verdammt viele auf der Welt) eine vergleichbare Wärme entgegen zu bringen.“

      möchte ich ein paar Worte sagen.
      Menschen sind, das darf ich nach den – mit sehr vielen „menschlichen“ Begegnungen angereicherten Erfahrungen – Jahren sagen, SEHR verschieden. Für mich formulierte sich eine Regel:
      So viel Nähe zu Menschen wie möglich, so viel Distanz wie nötig.
      Eine weitere Regel kam dazu:
      Ich möchte effizient leben, bedeutet, ich verschwende meine Zeit nicht mit feindseligen Menschen, sondern wende mich (nur) denen zu, deren Konflikte mich nicht beherrschen können. Kurz: Weil ich Nächstenliebe pflegen möchte, müssen meine Nächsten die sein, die Liebe auch empfangen können und sie zu schätzen wissen.

      Ein weiterer Punkt:

      „Und wenn wir diese Liebe für unsere Mitmenschen und gleichzeitig für ALLES, was dieser Planet ist entdecken, bleibt uns eigentlich keine andere Möglichkeit mehr als unser Leben exakt danach auszurichten die Welt durch unser Leben so viel wir können zu heilen.“

      Jeder noch so unbedeutend scheinende Mensch, der sich vom die Welt gestaltenden Wahngeist abwendet, geht Schritte für seine eigene Heil-Werdung. Mit diesen Schritten ist ein Mensch eigentlich total ausgelastet. Konzentriert er sich auf SEINE Heilung, wird er bald merken, dass sich mit jedem Schritt die Welt um ihn herum bereits veränderte – heiler wurde, ohne dass es dazu (s)einer weiteren Absicht bedurft hätte.

      Was hältst Du von der Idee:
      Leben leistet für diese Welt einen Exorzismus.

      Einen herzlichen Gruß an Dich.
      Wolfgang

      • Juli 10, 2014 um 1:36 am

        Wer SO liebt, wie es einem wahren Erwachsenen geziemt, der liebt mit der göttlich-reinen-bedingungslosen Liebe ALLES: Sein ganzes Leben mit allem was dazugehört und das ganze Universum.
        Unbequeme / belastende Situationen / Menschen muß ich nicht MÖGEN, aber ich schließe sie nicht aus meinem bedingungslos liebenden Bewußtsein aus, sondern bin geneigt, sie so sein zu lassen, wie sie sind – weil ich annehmen kann, daß die beteiligten Menschen das gerade so brauchen.Um damit Erfahrungen zu sammeln.
        Allerdings gebe ich hin und wieder zu erkennen, wenn / wo mich etwas stört.

        Schließlich habe ich selbst auch ca. 40 Jahre lang „dumme“ Dinge getan – bis ich 1987 in die schwere Krise geriet und die Chance bekam, mich zu erkennen und zu wandeln.

        Ich erwarte / beanspruche nicht, daß meine Mitmenschen meine Liebe – „angemessen“ – „empfangen“ müssen oder wertschätzen oder sich bedanken oder sonst was. Ich versuche, es so zu tun, wie das Universum: Das gibt „ohne Ansehen der Person“. Immer und überall und jedem.
        DAS ist nach meinem Verständnis wahre Selbst-Verwirklichung. Weil ich die KRAFT bin, agiere ich als die Kraft.
        Wie eine Blume in der Landschaft, der es auch „egal“ ist, wer sie sieht, riecht, bewundert usw. Die Blume ist IMMER wahrhaft sie selbst.

        Herzlichen Gruß!

        • sustentaculum
          Juli 10, 2014 um 4:36 pm

          Vielen Dank für eure Kommentare. Es ist schön zu sehen, dass es mehr Menschen gibt, die ähnliche Erkenntnisse erreicht haben…

          Was mich persönlich angeht, so behaupte ich nicht den Anspruch zu haben, von möglichst allen anderen Menschen geliebt zu werden… so etwas zu erwarten wäre naiv. Gleichwohl glaube ich, dass ein jeder das Bedürfnis hat, geliebt zu werden. Und wenn ein Mensch soweit ist, dies zu zeigen, werde ich ihm helfen es zu stillen. Seine Lebenszeit allein auf feindselige Menschen zu verschwenden wäre wohl auch nicht sonderlich zielführend… wir sind alle keine Jesus und werden uns nicht selbstlos opfern für alles Schlechte in der Welt.

          Leben leistet für diese Welt einen Exorzismus… ja, das kann man so sehen. Durch unser Leben machen wir nicht nur uns sondern unsere Umgebung heil. Ich bin dennoch der Meinung, dass es wichtig ist sein Leben aktiv in die Hand zu nehmen um die Welt in Ordnung zu bringen. Denn gehen wir davon aus, dass wir weder isolierte Wesen noch das Ganze sondern sowohl als auch verkörpern, so wäre es töricht zu glauben, wir hätten überhaupt die Fähigkeit uns ausschließlich auf uns selbst zu konzentrieren. Und wenn wir dies doch täten, so wäre es zumindest notwendig sich über den Sachverhalt der vollständigen Einheit von Selbst und Umwelt/Gesellschaft/Universum im Klaren zu sein.

          An dieser Stelle bin ich der Meinung, dass Karma wohl eines der Prinzipien ist, dem wir am ehesten folgen sollten. Denn auch wenn wir nicht erwarten können, dass unsere Gegenüber in seinem aktuellen Zustand die guten Intentionen unseres Handelns erkennen kann und sich entsprechend uns gegenüber verhält, so ist doch alles miteinander verbunden – alles ist eins. Und die Wirkung unseres Handelns wird auf uns zurück kommen. Weil es überhaupt keine Alternative dazu gibt. Es muss so passieren.

          • Juli 10, 2014 um 5:18 pm

            „Was mich persönlich angeht, so behaupte ich nicht den Anspruch zu haben, von möglichst allen anderen Menschen geliebt zu werden“:

            DARUM geht es auch überhaupt nicht!
            Der wahre, wahrhaft erwachsene, Mensch hat ÜBERHAUPT KEINE Ansprüche oder Erwartungen an andere irdische Wesen – denn er ist in der Hauptsache ja überirdisches Wesen: Seele, Geist, Engel, usw.
            Er ist in der Hauptsache ein „Ableger“ / „Kind“ / „Teil“ Gottes und damit IST er die KRAFT, die u.a. die reine Liebe ist. Deshalb „braucht“ er keine Liebe von „außen“.

            ***

            „Und wenn ein Mensch soweit ist, dies zu zeigen, werde ich ihm helfen es zu stillen.“:

            Erst, wenn er es „zeigt“?

            Wie äußert sich das?

            Die reine, göttliche, Liebe gibt sich nicht erst dann, wenn andere ihr Bedürfnis „zeigen“, sondern IMMER – eben bedingungslos / unbedingt.

            ***

            „… so etwas zu erwarten wäre naiv.“ / „… so wäre es töricht zu glauben, …“:

            Warum schreibst du so etwas überhaupt?
            Ist das evtl. etwas „Zwanghaftes“?

            ***

            „wir sind alle keine Jesus“:

            Genau das Gegenteil ist nach meinen Erkenntnissen der Fall!

            „Je sus“ heißt ICH BIN – und das ist der Name Gottes, unseres gemeinsamen Vaters. Und folglich ist sein Name auch unser aller (Familien-)Name.

            Wenn mich jemand nach meinem Namen fragt, sollte ich also vollständigerweise antworten: „ICH BIN Wolfgang Heuer“.

            „ICH BIN“ ist die Identitätsbezeichnung des – universellen – SEINS; dessen, was IST. Und dazu gehören auch wir Menschen. ALLE.
            Einigen ist es bewußt, vielen – in der zivilisierten Gesellschaft – NICHT. Nicht MEHR bzw. noch nicht wieder. Aufgrund der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“. („Abtrennung“ / „Sünde“).

            JEDER ist also in jedem Falle JESUS und soll durch den Aufstieg zum höheren Bewußtsein, dem wahren Erwachsenen-Bewußtsein auch zum CHRISTUS werden.
            DAS ist m.E. die „Nachfolge Christi“. Das völlig natürliche wahre Erwachsensein und sich der göttlichen Identität und der Aufgabe, die sich damit verbindet, bewußt sein:
            Stellvertreter Gottes auf Erden zu sein. Weil unsere Kind das – lebensnotwendig – brauchen.

            ***

            Um die Welt wieder „in Ordnung zu bringen“ müssen wir primär / hauptsächlich UNS SELBST in – die wahre – Ordnung bringen. In die göttliche Ordnung. Dazu müssen wir sie ERKENNEN und (dann) AN-ERKENNEN und selbst nach besten Kräften LEBEN.
            Wenn wir (die) Liebe in die Welt bringen wollen, können wir das nur, indem wir uns im Geist (im höheren Bewußtsein, ALS höheres Bewußtsein) in diese Kraft verwandeln.
            Und die Verwandlungs- / Identifikations- / Transformations“formel“ lautet genau so wie der Name Gottes: „ICH BIN …“ (anstelle der drei Punkte ist das Gewünschte einzusetzen und dann die Formel „anzuwenden“).

            Für die meisten wird der Prozeß damit beginnen, die ANGST (der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“) zu überwinden und die „bittere“ Wahrheit der Krankheit zu erkennen. Die Bitternis wird aber gelindert und erträglich durch den Glauben an die göttliche Liebe, durch das Vertrauen darauf.

            Die Schritte der grundlegenden Heilung stehen im Text „Wahre Heilung“ auf http://www.Seelen-Oeffner.de.

            Herzlichen Gruß!

        • sustentaculum
          Juli 10, 2014 um 6:52 pm

          Wie es sich zeigt, dass ein Mensch Liebe braucht? Auf alle möglichen Arten und Weisen. Entweder er ist damit offen heraus und es ist klar. Es gibt aber auch genug Menschen, die ihre eigene Unsicherheit nicht überwinden können und sich hinter Masken verbergen… diese Menschen haben ebenfalls die selben Bedürfnisse, können sie aber nicht so gut artikulieren. Also werde ich auch diesen Menschen mit Verständnis und Liebe begegnen. Einen Menschen, der mir persönlich feindselig gegenüber steht – der mich angreift und zu verletzen gesucht – den werde ich versuchen zu verstehen und mich in Nachsicht üben. Dass ich ihm auch dann in jedem Fall die Liebe geben kann, die er verdient hätte, damit er von heute auf morgen heil wird wage ich allerdings zu bezweifeln. Denn so gut und richtig das wäre – so unrealistisch ist es… wir sind immernoch in einem physischen Körper auf einer Welt, die Ansprüche an uns stellt… so zumindest meine Wenigkeit… keine Ahnung ob es bei anderen Leuten anders aussieht 😉

          Warum ich über Naivität und törichten Aberglauben schrieb? Weil es auch eine Antwort auf federleichtes Antwort war und seine Lebensweisheiten, die eben jene Teile beinhalteten, in denen ich meine Position genauer zu umreißen suchte.

          Auch bzgl. der Ansicht, dass wir Jesus sind, bin ich wieder der Meinung: ja, es sollte so sein und ja, ich versuche mein Bestes in dieser Welt einem solchen Beispiel nachzueifern. Doch wie zuvor schon erwähnt: wir sind alle an eine physische Welt gebunden… zumindest im hier und jetzt. Und ich kann von mir nicht behaupten frei von Zwängen dieser Welt zu sein, also werde ich nicht ohne Rücksicht auf Verluste und ohne jeden Kompromiss diesen Weg gehen. Das wäre womöglich radikal und ggf. auch richtiger als der Weg, den ich gehe… aber – nach irdischen Maßstäben – weitaus gefährlicher für das Fortbestehen meiner Person.

          • Juli 11, 2014 um 8:10 pm

            „Auch bzgl. der Ansicht, dass wir Jesus sind, bin ich wieder der Meinung: ja, es sollte so sein und ja, ich versuche mein Bestes in dieser Welt einem solchen Beispiel nachzueifern.“:

            Was war / ist denn das WESENTLICHE an seinem „Beispiel“?

            Ich meine, daß er sich als göttliches Bewußtsein erkannt und entsprechend verhalten hat.

            DARIN besteht das WESENTLICHE der „Nachfolge Christi“: Daß JEDER Mensch zum „Christus“ werde, indem er – optimal am Beginn der Pubertät – in der Initiation sich dem „Unbewußten“, dem „höheren / wahren Selbst“, zuwendet und es kennenlernt und sich schließlich mit ihm vereinigt und identifiziert. Das ist die „Ascension“, der „Aufstieg“.

            Ohne diesen wesentlichen Schritt in der geistig-seelischen Entwicklung

            – ist der Mensch nicht wahrhaft Mensch; ist er nicht HEIL, nicht GANZ;
            – ist er nicht wahrhaft erwachsen und (er-)kennt die Wahrheit / Wirklichkeit nicht;
            – weiß er nicht, was er ist, was er kann, was er soll;
            – hat er die Lebens-Energie nicht aktiviert;
            – hat er sein (Unter-)Bewußtsein nicht grundgereinigt;
            – kann er sein (Unter-)Bewußtsein nichtweiterhin rein halten;
            – ist er nicht wahrhaft – unbedingt / bedi9ngungslos – glücklich;
            – hat er keine Grundlage für fregelhaft stabile Gesundheit;
            – kann er keine dauerhaften tragfähigen / konstruktiven Beziehungen führen;
            – kann er keine Kinder erfolgreich erziehen.

            Herzlichen Gruß!

      • Juli 11, 2014 um 9:17 pm

        „Leben leistet für diese Welt einen Exorzismus.“:

        Das „Prinzip Leben“ ist gebunden an die – feinstoffliche – KRAFT („aus der Höhe“), die von vielen Menschen „Kraft des Lebens“ oder „Kraft zu(m) Leben“ oder „Lebens-Energie“ (Od / Ot, Chi / Ki / Qi, Prana, Kundalini, Mana, evtl. Orgon) genannt wird.
        Wo man diese Kraft ignoriert, leugnet, bremst, verneint, usw., unterstützt sie entsprechend die Lebensprozesse weniger bis gar nicht – und Krankheit bzw. Tod (T-OD = das Verschwinden der Lebens-Kraft!) treten ein.

        Deshalb – wegen der Verneinung der göttlichen Lebens-Kraft mußte KAIN (KEIN ganzer Mensch) nach dem Brudermord in das Land NOD ziehen. N-OD: Die Verneinung der Lebens-Kraft.

        KAIN ist der typische (Kollektiv-)Neurotiker, der entfremdete Mensch, der in der „Abtrennung“ („Sünde“) vom göttlichen Bewußtsein und der entsprechenden KRAFT lebt.

        Die zivilisierte Gesellschaft ist bereits seit langer Zeit „Gegenstand“ des permanenten universellen „exorzismus“ – der „Hinausbeschwörung“ aus dem Leben.

        Grundlegende Heilung ist in jedem Einzelfall und auf die völlig natürliche Weise möglich.

        Die Schritte dazu stehen im Text „Wahre Heilung“ auf http://www.Seelen-Oeffner.de.

  9. federleichtes
    Juli 11, 2014 um 2:28 am

    „Auch bzgl. der Ansicht, dass wir Jesus sind, bin ich wieder der Meinung: ja, es sollte so sein und ja, ich versuche mein Bestes in dieser Welt einem solchen Beispiel nachzueifern. Doch wie zuvor schon erwähnt: wir sind alle an eine physische Welt gebunden… zumindest im hier und jetzt. Und ich kann von mir nicht behaupten frei von Zwängen dieser Welt zu sein, also werde ich nicht ohne Rücksicht auf Verluste und ohne jeden Kompromiss diesen Weg gehen. Das wäre womöglich radikal und ggf. auch richtiger als der Weg, den ich gehe… aber – nach irdischen Maßstäben – weitaus gefährlicher für das Fortbestehen meiner Person.“

    Klar im Kopf, weich im Wort, realistisch-existenzbewusst: Respekt.

    Wer hat mir zu sagen, was sein sollte? Wer es weiß? Mr. Chattison machte gerade (wieder mal) treffliche Aussagen über das, was wir uns gegenseitig als Wissen verkaufen. Marian spricht vom Wesen des Stoffwechsels. Welchen Stoff wollen wir denn mal wechseln? Aus dem der Wahn gewebt ist – gegen einen mit Realitätsgehalt?

    Susanne stand bei den Schmetterlingen, ich fuhr Hundert Meter weiter zu den Rohrsängern. Aha, die nächste Familie mit kleinen Kindern befand sich ein paar Schritte weiter, na auch gut. Ich wartete, ich beobachtete, ich fotografierte – wo bleibt Susanne? Ich sah sie in einem Knäuel Buntes stehen. Machte ein paar Fotos von der Szene, die ich nicht einschätzen konnte, und ging näher heran. Das Knäuel entpuppte sich als ein junger Mann, etwa 30, sehr schlank, wirkte auf den ersten Blick eher traurig.
    Sie müssen nett sein, sagte ich, sonst hätte Susanne nicht mit ihnen gesprochen. Er war nett, sogar sehr nett, kannte sich mit Insekten und Vögeln bestens aus – und traurig? Ja, das Leben hatte ihn fast voll erwischt, dicht bei der Zwölf hat’s eingeschlagen. Er ging nach einem sehr interessanten Gespräch weiter, und als Susanne kam, sagte sie, der sammelt Flaschen. Ich rannte ihm spontan hinterher und drückte ihm den Inhalt meines Geldbeutels in die Hand: „Vergiß es“.

    Jesus? So ein Quatsch. Und für den Menschen, für den er kein Quatsch ist, ist er Giftstachel an dem Ort, den wir Seele nennen. Niemand, NIEMAND hat das Recht, den Menschen eine Messlatte aufzubürden, die nicht für diese Welt taugt. Unser Weg führt, mit allerlei Pein und Übel gepflastert, von der ersten voll geschissenen Windel zur letzten voll geschissenen Windel. Und von den Schraubstöcken des Systems gepiesakt sollen wir Wunder vollbringen?
    War noch was? Ach ja: Macht’s euch selber, ihr heuchlerischen Prediger.

    Susanne trug mir gestern auf (geschieht eher selten), einen Satz aufzuschreiben:

    „Das Paradies ist unbequem“.

    Gruß in die Runde
    Wolfgang

    • Juli 11, 2014 um 2:56 am

      Ich kann das Aufbegehren, den Sarkasmus, die Resignation, verstehen.

      Ich war auch schon mal resigniert. 1987. Mit 40. Und hatte schon meine Selbsttötung beschlossen. Weil mir das Leben unerträglich erschien – akut verstärkt durch den plötzlichen Suizid meines jüngsten Bruders.

      Aber ein „Wunder“, ein Impuls aus dem „Jenseits“, machte eine Wende möglich.

      Ich erkannte, daß ich etwas sehr wichtiges über das Leben bis dahin nicht gewußt hatte.
      Und ich erkannte auch, daß die meisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft in einer sehr ähnlichen Lage waren / sind, wie ich vor dieser Erkenntnis.

      Ich erkannte die „Krankheit der Gesellschaft“, die „Kollektive Zivilisations-Neurose“, wie ich sie nenne, und kläre seit 1992 darüber auf. Vor allem wegen der Möglichkeit der GRUNDLEGENDEN Heilung.

      „Jesus? So ein Quatsch.“:

      Für mich nicht.
      Man sollte die Angebote anderer Menschen in der Kommunikation nicht so leichtfertig / bösartig abtun. Sondern versuchen – besser – zu verstehen.

      „Quatsch“ ist eine „Killer-Phrase“. So etwas kennzeichnet den Anwender als inkompetent, unreif, unweise.

      Also erkenne vielleicht, daß du – wie die große Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft – noch gar nicht in der Bewußtseins-Ebene angekommen bist, in der nach Gottes Willen und evolutionärer Entwicklung der Mensch sein Erwachsenen-Leben verbringen soll.

      Ich gestehe: Auch ich habe meine geistig-seelische Pubertät erst kurz vor Erreichen des Rentenalters abgeschlossen!

      Herzlichen Gruß!

      • federleichtes
        Juli 11, 2014 um 3:43 am

        Wo ich angekommen bin, geht niemanden etwas an. Und ich verbitte mir, darüber spekulativ – wie denn sonst – zu befinden.

        Das Gebahren ist eher bösartig/feindselig, als sich gegen böswillige Indoktrinationen – und der „Begriff Jesus“ ist eine – zu wehren.

        Gruß
        Wolfgang

        • chattison
          Juli 11, 2014 um 8:32 am

          Zum Glück sind weder ich noch meine Meinung repräsentativ und werden auch nicht zur Repräsentativität stilisiert – da hätte ich sonst echt Stress, nein danke^^

          Wenn ich das Buch eines Autors lese – kenne ich den dann, kann ich ernsthaft annehmen diese Person ohne jeglichen sinnlichen Kontext verstanden zu haben und würde es Sinn machen, mir dessen romanhafte Aussagen zur Lebensleitlinie zu erküren?

          Wenn ich ein Buch von jemandem lese, der über jemanden spricht, den ich nicht kenne, und der dessen Leben, Wirken, Worte auszugsweise und subjektiv interpretiert niedergeschrieben hat – soll ich dann ernsthaft mit diese laienhaft-lyrischen Ergüsse zum persönlichen Mantra dengeln und mit Tschinellen gebetsmühlenartig die „Erleuchtung“ (was immer das sein soll) herbeihüpfen?

          Noch nicht mal der Gott der Bibel erschuf Leben durch Worte, sondern durch Atem, also Gewestheit.
          „Überlieferte“ Worte sind nichts anderes als der Geruch der Verwesung von Gelebtheit.

          Wie kann also eine Anthologie von Verwesungsworten ein aktuelles Leben bestimmen, bzw. – sollte es das wirklich geben dürfen?

          Der lebendige Rohrsänger ist im Zweifelsfall beredteres Zeugnis der Wahrheit des Lebens (sofern es tatsächlich eine gibt) als es die muffige, gegerbte Haut toter Tiere je hergeben könnte!

          Sollte ich je den Impetus zum Kniefall vor einer höheren Wahrheit als meiner Existenz verspüren, dann gehe ich lieber vor dem Rohrsänger in die Knie als vor totem Holz.

          Suum cuique – aber gehe mit dem Deinen nicht den anderen auf die Nerven – mein Credo^^

      • Juli 11, 2014 um 9:41 am

        Ich gestehe: Auch ich habe meine geistig-seelische Pubertät erst kurz vor Erreichen des Rentenalters abgeschlossen!

        Hmmm, Mr. Chattison stellte gerade nachovollziehbar fest, dass wir nie wirklich wissen können, was die Wirklichkeit ist. Da wir u.a. nicht wissen, was wir nicht wissen. Insofern muss ich sagen, dass wir auch nicht wissen können, ob wir schon am Ende irgendeiner Entwicklungsphase angekommen sind …

        • sustentaculum
          Juli 11, 2014 um 12:39 pm

          Ein paar Anmerkungen noch meinerseits zu Wolfgang und heureka47: wir schrieben hier über Erleuchtung, Erkenntnis, Wahrheit und so weiter… so mancher Mensch kommt wohl irgendwann an einen Punkt, den er damit assoziiert. Manche früher, manche später. Um mal von der spirituellen Ebene weg zu kommen und ein völlig weltliches Ereignis aufzugreifen: Um die Attentate des 11. Septembers herum habe ich dann gemerkt, wie einige Menschen in meiner Umgebung langsam aufzuwachen begannen. Plötzlich hatten sie einen greifbaren Grund, warum sie der Massenindoktrination der großen Medienorgane nicht mehr trauen sollten. Erstaunlicher Weise kam sogut wie keiner von ihnen viel weiter als sich im Internet neuen Götzenbildern anzuhängen. Die wildesten Verschwörungstheorien wurden plötzlich geglaubt und irgendwelche selbsternannten Heilbringer wurden als der neue Erlöser der Welt verehrt. Ich behaupte, dass ich keinen einzigen Menschen kenne, der aus diesem Ereignis so weit aufgeweckt wurde, dass er für sich erkannt hat, was ich für mich stand heute erkenne: dass jeder von uns selbst damit beginnen muss, das Beste aus dieser Welt in seiner Lebenszeit zu machen. Klar können wir auf einen Messias warten – nur wage ich zu bezweifeln, dass er kommen wird um uns alle zu retten… wir können also warten bis wir alt und grau sind oder wir krempeln die Ärmel hoch und packen es an.

          Die Frage, die sich daraus stellt ist für mich: macht mich diese Erkenntnis zu einem besseren Menschen? Ich glaube nicht! Ich bin immernoch der Selbe. Sollte ich deswegen auf andere Menschen herab blicken, die derartige Dinge für sich nicht als wahr erkennen? Nein, sollte ich nicht! Ich sollte die Vielfalt der weltlichen Wege zum Ziel des Lebens anerkennen und darauf vertrauen, dass es schlussendlich schon funktionieren wird. Finde ich jemanden, der ganz offensichtlich den Strohhalm braucht, so werde ich ihm eine helfende Hand reichen. Aber ihn mit meiner Version der Wahrheit nerven – mich auf ein Podest des „Wissenden“ zu stellen? Warum sollten wir das tun? Ja, wir dürfen uns freuen, dass wir „Erkenntnis“ und „Reife“ erlangen. Aber deshalb zu glauben anderen unsere Version als Die Wahrheit™ verkaufen, sich im missionarischen Irrglauben erneut zu indoktrinieren, das halte ich für eine fragwürdige Praxis.

          Daher glaube ich, dass Martin vollkommen recht hat, wenn er sagt: Wir haben keine Ahnung, wo unser Weg enden wird oder wie weit wir es bis heute auf der Strecke geschafft haben.
          Die Tatsache, dass der Begriff der Wahrheit de fakto alles andere als einfach zu umreißen ist (wäre es anders, müsste Planwirtschaft wohl DAS Modell für die Welt gewesen sein…) sollten wir versuchen zu erkennen. Alles andere endet wohl im Fundamentalismus und erzeugt erst die Konflikte, die bis heute unsere Welt mit Krieg und Hass überzogen haben.

          Und abseits dessen, was wir als für uns wahr erkannt haben spricht aus meiner Sicht absolut nichts dagegen sowohl die geistigen als auch die weltlichen Dinge zu genießen, die uns und anderen Wesen gut tun und unser Leben mit Glück und Zufriedenheit erfüllen. Denn das Leben ist wunderschön wenn wir es zulassen.

        • Juli 11, 2014 um 7:14 pm

          “ ,,, dass wir auch nicht wissen können, ob wir schon am Ende irgendeiner Entwicklungsphase angekommen sind …“:

          Das ist m.E. auch nicht das selbe / gleiche. „Irgendeine Entwicklung“ ist unendlich viel offener als das, was ich mit „geistig-seelischer Pubertät“ meine. Geistige Reife, geistige ZEUGUNGSFÄHIGKEIT. Und mit „GEist“ meine ich NICHT (nur) den Verstand, das rationale Denken, sondern die KRAFT des Seins, das GE-IST.

          (Nur) wer die geistig-seelische Pubertät – erfolgreich – abgeschlossen hat, ist befähigt, SPIRITUELLEN Nachwuchs zu zeugen. Das heißt, Menschen zum wahren Sein, zum wahren Erwachsensein, zu führen.

          ***

          Im Sinne guter, echter, Kommunikation: Bitte nicht gleich abwehren, sondern danach trachten, (besser) zu verstehen; evtl. etwas völlig NEUES ins Bewußtsein einzulassen. Das muß deshalb erst einmal „be-griffen“, ertastet, erfaßt, usw. werden.

          Herzlichen Gruß!

  10. federleichtes
    Juli 11, 2014 um 2:08 pm

    @ Mr. Chattison

    „Noch nicht mal der Gott der Bibel erschuf Leben durch Worte, sondern durch Atem, also Gewestheit.
    “Überlieferte” Worte sind nichts anderes als der Geruch der Verwesung von Gelebtheit.“

    Ich war nach dem Lesen des Heureka-Kommentars gestern Nacht ziemlich erregt. Der einzige Blitz des Gewitters entlud sich zeitgleich mit einem heftigen Knall direkt über meiner Behausung, als sich in mir meine Antwort formulierte. Da hatte ich auf meinen Block geschrieben:

    Zivilisations-Neurose –
    der Jesus der Kirche, der am Kreuz, der suggeriert, der Mensch müsse erlöst werden und Läuterung gehe mit Leid einher. Der Glaube daran könnte ja eine neurotische Fixierung auslösen – sowohl bei den Predigern als auch bei den Bepredigten.
    Alos frage ich mal ganz naiv:
    „Wovon muss Mensch erlöst werden? Vom Anti-Christen der Kirche: Von Jesus?

    Verwirrender geht’s ja wohl kaum noch: Sich die Symbol-Figur für Liebe auf die Fahne kleben und das Gegenteil leisten: Angst verbreiten.

    „Sollte ich je den Impetus zum Kniefall vor einer höheren Wahrheit als meiner Existenz verspüren, dann gehe ich lieber vor dem Rohrsänger in die Knie als vor totem Holz.“

    Sie werden lachen – ich war nur zu müde, um Herrn Heuer noch ein Bild vom gestern beobachteten Rohrsänger mit den Worten „Da ist etwas, an das ich mich konkret halten kann“ zu schicken.

    Jetzt fahren wir zum Vogelfutterkaufen.

    Danke und Gruß
    Wolfgang

    • Juli 11, 2014 um 9:51 pm

      „Der Glaube daran könnte ja eine neurotische Fixierung auslösen – sowohl bei den Predigern als auch bei den Bepredigten.“:

      Die Kollektive Zivilisations-Neurose (KZN) besteht nicht nur im „christlichen“ Abendland – wie das Buch „Der Untergang des Abendlandes“ von O. Spengler glauben machen könnte.

      Sigmund Freud schrieb in seinem Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ über die von ihm „Menschheitsneurose“ genannte Störung, (die) „Religion“ sei der hauptverantwortliche Faktor.
      NOCH ist NICHT die gesamte Menschheit von der KZN befallen. Aber die große Mehrheit…

      Von der KZN befallen und beeinträchtigt sind Anhänger anderer (Massen-)Religionen ähnlich wie religiös NICHT orientierte Menschen! Für das ENTSTEHEN der KZN im Individuum ist Religion nicht nötig – das machen andere, tieferliegende, ältere, Faktoren!

      Horkheimer / Adorno schrieben in „Dialektik der Aufklärung“, daß bei der Abspaltung der „Wissenschaft“ von der Kirche die Wissenschaft den „Fehler“ der Kirche unwissentlich mit übernommen habe. Eine sehr weise Erkenntnis!

      Der Faktor, dem ALLE Menschen der ZIVILISIERTEN Gesellschaft seit jeher ausgesetzt waren / sind, ist die (SELBST-)ENTFREMDUNG; die Entfremdung vom WAHREN SELBST, der Seele, dem – göttlichen – Wesenskern. Verursacht ursprünglich vermutlich durch ein kollektives TRAUMA, das ausnahmsweise nicht geheilt wurde, sondern dann von Generation zu Generation weitergegeben, wobei sich diese Störung / Krankheit (Mangel an Lebens-Energie) weiter ausgebreitet hat.

      Die KZN wurde Grundlage der „Normalität“ der zivilisierten Gesellschaft. So ist das seit weit mehr als 12.000 Jahren – so alt sind die ältesten Städtekulturen bzw. Tempelbauten. Ich vermute, daß das auslösende kollektive Trauma vor ca. 20.000 oder 40.000 oder auch 60.000 Jahren über die Menschen gekommen ist – möglicherweise durch die große Überflutung mit Meerwasser infolge Erdrotations-Störung(en) vor ca. 60.000 Jahren. Das würde auch eine Verbindung logisch erscheinen lassen zur „Sintflut“-Legende.

      Mir ist natürlich bekannt, daß es auch „ecclesiogene“ Neurosen = „Kirchenneurosen“ gibt. Aber die „Kirche“ ist keine erste Ursache, sondern eine FOLGE der ersten Ursache.

      Herzlichen Gruß!

  11. federleichtes
    Juli 11, 2014 um 8:09 pm

    Ein Wesenszug von „menschlichem“ Geist ist OFFENSICHTLICH, Ideen (Geist) umzusetzen, deren Folgen er nicht beherrschen kann. Erinnere mich an eine Phase auf Kreta, als ich eine Heidenangst (wat’n Wort – eins zum Nachdenken?) hatte, bestimmte Erkenntnisse könnten in die falschen Hände geraten (die wichtigste Erkenntnis versteckte ich so gut, dass ich sie nie wieder fand – aus meinem Kopf war sie auch raus)

    Zum Wesen des LEBENS gehört also, Geist-Ideen in den Werdensprozess einzuspeisen. Und zwar zeitgerecht. Denke ich an Albert Einstein, denke ich auch, wie er zu seiner epochalen Erfindung kam. Eine Inspiration? IN-Spiration, die von außen kam als Einspeisung, einfach, weil eine wissenschaftliche Wende dran war? Zeitgleich mit Einstein traten andere „Geister“ (z.B. Steiner und Freud) auf die Bühne, auch Crowley, der Magier (sagt man Steiner auch nach).

    Was ich sagen möchte
    Mit dem „Außergewöhnlichen“ darf man auch gerne sehr vorsichtig umgehen. Wenn es von einer Gesellschaft relativ schnell ergriffen werden kann, ist es – nach meiner Einschätzung – keineswegs außergewöhnlich; weil es genau in den Kontext einer laufenden, geplanten, bestimmten Entwicklung passt. Denke ich an die „guten“ Geister (z.B. Fromm, Laing, Grof), die der Menschheit große Dienste erwiesen und – mit ihrem rechten Weg scheiterten, sehe ich auf dieser Ebene eher das Außergewöhnliche walten. Und schätze bestimmte Werte, die durch Erfahrungen entstehen konnten, nicht als erfolgslos ein, wenn sie (nur) als Wegweiser zu dienen hatten.

    Welchen Wegweisern wir unbewusst, im Vertrauen oder intuitiv folgen, wer weiß das schon. Und welche Wegweiser wir für das Werdende basteln, wer weiß das schon. Ich vertraue darauf, dass weitere Wegweiser bewusst werden, dass weitere IN-spirationen kommen, und dass in einer von Verbrechertum geprägten Welt das Wesen der Recht-schaffen-heit unzerstörbar ist.

    In diesem Sinne ein Danke in die ligafreie Runde.
    Wolfgang

    • Juli 12, 2014 um 9:04 am

      „Ich vertraue darauf, dass weitere Wegweiser bewusst werden,
      dass weitere IN-spirationen kommen, und
      dass in einer von Verbrechertum geprägten Welt
      das Wesen der Recht-schaffen-heit unzerstörbar ist.“

      In-spiration(en), Eingebungen, des universellen Geistes (spiritus), DER Kraft, hat es IMMER gegeben. Der Mensch war IMMER eine besondere „Zelle“ im „Körper“ Gottes. Möglicherweise der Art, daß Gott sich seiner selbst nur im Menschen bewußt wird.

      Das – wahre – Wesen des Menschen ist m.E. das Wesen Gottes, des universellen (Bewußt-)Seins und des höchsten Prinzips / Gesetzes.
      „Tue Recht und scheue niemand“ heißt für mich, dem höchsten Prinzip / Gesetz zu folgen und es durch mein Leben zu vertreten.

      Diese Recht-schaffen-heit ist im typischen zivilisierten Menschen
      – ich schätze bei ca.99,99 % der Bevölkerungen der weltweiten zivilisierten Gesellschaft –
      schwer gestört.
      Die Soziologie kennt das Phänomen unter dem Begriff (die) „Kollektive Neurose“; die Mehrheit derer, die davon wissen, erkennen aber nicht die wahre Schwere / Tiefe / Tragweite der Störung – aus Gründen der eigenen Befallenheit / Beeinträchtigung.

      Ich scheine einer der Wenigen zu sein, die – motiviert durch schwere Krisenerfahrung(en) / Leidensdruck / Angst – den Weg der grundlegenden Heilung beschritten haben. Dabei konte ich auch das wahre Ausmaß der „Kollektiven Neurose“ erkennen, von der ich erst 1991, im 44. Lebensjahr, überhaupt erfahren habe. Denn ich bin und war kein Soziologie oder anderer Fachmensch, der davon im Studium hätte erfahren können / müssen.

      1992 begann ich im Rahmen einer speziell benannten Initiative – AKTION MENSCH UMWELT ZUKUNFT (AMUZ) – über die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ (KZN), wie ich diese Störung / Krankheit nannte, aufzuklären. Denn ich sah in ihr die tiefere Ursache der „Globalen Krise“ / „Weltproblematik“, wie das im Umfeld des Club of Rome z.B. genannt wurde.

      Ich korrespondierte weltweit mit unzähligen Institutionen und Personen in infragekommenden Bereichen und mußte feststellen, daß die „Kollektive Neurose“ so gut wie überall unbekannt war oder verdrängt / ausgeblendet wurde.
      Meine Petition 1994 an den Deutschen Bundestag wurde mit unzutreffenden Darstellungen einer wissenschaftlichen Beurteilung abschlägigbeschieden. Es hieß darin, die wissenschaftlichen Fachgesellschaften würden sich mit dem Problem befassen – aber es war und ist – immer mehr, deutlicher – zu erkennen, daß sie es nicht in der gebotenen Tiefe / Intensität tun. Die wirklich wichtigen Zusammenhänge / Auswirkungen usw. werden dort NICHT erkannt. Folglich bekommt die Politik keine zutreffenden wissenschaftlichen Expertisen als Grundlage ihres Planens / Handelns.

      Die in Wahrheit gegebenen „Wegweiser“ werden aufgrund der KZN nicht bewußt, werden ausgeblendet, unterdrückt, verschwiegen, ignoriert, usw.
      Die kranke zivilisierte Gesellschaft „strotzt“ nur so von aussagekräftigen Symptomen, aber die werden aufgrund der Erkenntnis-Sörung / -Behinderung nicht als DAS erkannt, was sie sind. Zu Recht nennt Heinz von Förster diese Krankheit „Dysgnosie“; Wilhelm Reich die „emotionale Pest“ / „Biopathie“; Hermann Oberth die „Kakokratie“. Es gibt etliche weitere Begriffe und noch mehr Autoren, die sich des unbequemen Themas angenommen haben.

      Rainer Taèni schrieb um 1970 darüber in seinem Buch „Latente Angst. Das Tabu der Abwehrgesellschaft“. Dieter Duhm zu ähnlicher Zeit „Angst im Kapitalismus“. Er räumt aber im Text ein, daß es nicht nur ein Problem im Kapitalismus sei.

      Unter dem Wissen von der KZN und ihrer Wirkweise ist klar, das „Inspirationen“ aus dem höheren / universellen (Bewußt-)Sein nicht beim typischen zivilisierten Menschen ankommen, der auf dieser höheren Bewußtseins-Ebene nicht lebt, nicht zu hause ist – sondern ABWESEND. Statt von den unzähligen gebotenen Inspirationen Gebrauch zu machen und für das eigene geistig-seelische Wachstum zu profitieren, wird der typische zivilisierte Mensch von den Informationen der irdisch-materiellen Ebene überflutet und überfordert – weil er in seiner pathologischen Unweishei (Unreife, Dummheit) nicht einmal „sortieren“ kann, welche (Art von) Informationen wichtig sind. Weil er auch gar nicht weiß,
      – was er IST;
      – was er KANN (welche Potenziale er hat);
      und /oder
      – was er (hier) SOLL ( was seine Aufgabe ist).

      Das Wesen der Recht-schaffen-heit, der wahren Weisheit, das göttliche Prinzip / Gesetz, ist zweifellos unzerstörbar. Das muß aber nicht bedeuten, daß die Menschheit unzerstörbar ist. Eine Population, die sich im Bewußtsein / Sein vom höchsten Prinzip (Wahrheit, Leben (Lebens-Energie), Liebe (reine, bedingungslose, Liebe) entfernt / entfremdet, wird das Leben verlieren. Sehr vielen geschieht das – und es werden exponentiell wachsend immer mehr – schon in ihrem individuellen Leben. Letztlich können es kollektiv auch ALLE sein.

      Deshalb setze ich mich für Aufklärung über die Krankheit, ihre Schwere und die Möglichkeit der grundlegenden Heilung ein. „Heilung“ nicht durch schulmedizinische Intervention, denn das ist keine wirkliche / wahre Heilung, sondern nur Manipulieren an den Symptomen.
      WAHRE Heilung besteht im GANZ- / HEIL-werden des Menschen – wie im Prozeß der Initiation / Ascension, durch Aufstieg zur höheren Bwußtseins- / Seins-Ebene; zum waren Erwachsenen-Bewußtsein.

      Der Mensch ist nur WAHRHAFT Mensch, wenn er seine wahre Identität erkennt und anerkennt und lebt.

      Herzlichen Gruß!

      • Juli 12, 2014 um 11:45 am

        Rechtsschaffenheit. Was ist Recht? Recht ist nur ein weiteres menschliches Konzept. Ich meine, es gibt nur ein Recht von Obertanen, nach denen die Untertanen sich zu richten haben. Nach-richten gehören im Wesentliche auch dazu: „richte Dich nach denen hier gegebenen Botschaften, dann wird es schon gut werden“.
        Zwischen zwei Menschen wird ein Geflecht von Spielregeln ausgehandelt. Wenn das fair passiert, sollten sich die Vor- und Nachteile auf Dauer nahe eines Gleichgewichts bewegen.
        In unserer Welt gibt es über 80.000 Gesetze und Regularien, die genauso erschaffen wurden. Ich habe kein einziges selbst verhandelt, bin also maximal fremdbestimmt dadurch.
        Ich kann nicht sagen: „Nein, ich will nicht, dass meine Kinder in der Schule lernen, sondern sie sich mit dem beschäftigen, was gerade im Interesse steht, und das dort, wo es gerade passt.“
        Ich kann nicht sagen: „Nein, ich will den Teil der Steuern, der für Kriege genutz wird, nicht zahlen sondern für andere Dinge einsetzen.“
        Ich kann nicht sagen: „Nein, ich will keine GEZ-Gebühr entrichten, weil ich entweder den Service nicht nutze, oder meine, dass zu viel Propaganda zum Nutzen der Herrschenden ausgestrahlt wird.“
        Unter diesem Aspekt stehe ich dem Konzept des Rechts inzwischen sehr kritisch gegenüber. Wir müssen nur auf die Menschenrechte schauen. Sie sind inzwischen Mittel zum Start neuer Kriege. Ein paar Lügen auf den Tisch und los geht es, die Menschen von ihren angeblichen Unterdrücken mit Bomben zu befreien.

        Viele Grüße
        Martin

        • federleichtes
          Juli 12, 2014 um 1:33 pm

          Recht – schaffen!
          Durch Präsenz – im Hier und Jetzt. Da wo Du BIST, kann DEIN Recht sein.

          Rechtschaffenheit heißt NICHT, das geschaffene „Recht“ zu befolgen. Es ist ja in der Praxis (für anständige Menschen) so, dass das Gegenteil der Fall ist.

          Jetzt aber.

  12. federleichtes
    Juli 11, 2014 um 11:37 pm

    @ Mr. Chattison

    „Noch nicht mal der Gott der Bibel erschuf Leben durch Worte, sondern durch Atem, also Gewestheit.
    “Überlieferte” Worte sind nichts anderes als der Geruch der Verwesung von Gelebtheit.“

    Ja, Geschichte(n) als Graben im Kompost – bis der Spaten angewachsen ist und austreibt.
    Die Bibel ist mir ein tri-polares Werk. Wichtig für den, der Exformation erspüren kann, wichtig für den, der im Mythologischen das Systemische erkennt, wichtig für den, der Symbolisches interpretierend – neuzeitlich – (um-)denken kann. Aber man kann die Bibel auch lesen, um seine Höllenangst zu beruhigen, um sich zu entschuldigen, oder einfach um zu fühlen, ein gutes Werk für sich getan zu haben. Dieser „Schinken lässt sich allerdings auch benutzen, um Menschen zu verwirren, ihnen Angst zu machen und (somit) ihre Natürlichkeit zu unterdrücken. Das Muster (Unterdruck – Unterwürfigkeit und Überdruck – Aggression) ist nicht durch die Bibel entstanden, aber sie pflegt es in alter Tradition. Ebenso ist die traumatische Ebene nicht durch den Jesus-Mythos entstanden, aber eben mit diesem Mythos begann zufällig das Kali Yuga.

    Das von der Kirche gezeichnete Heldenbild des Jesus erwies sich als (vermutlich) erfolgreichste Massen-Versuchung in der Geschichte der Menschheit. Im Namen einer göttlichen Liebe begann eine geistige Barberei, organisierte Aggressionen und die gesteigerte Bereitschaft zu Unterwerfung. Insbesondere die aktive Unterwerfung der Frau, des Weiblichen, Synonym der Fruchtbarkeit, Pflege und Fürsorge – und der Liebe. Hätte man bei der extremen Abartigkeit nicht mal aufmerken können? Ne, bis heute nicht, woraus folgt: Der Geist der Bibel lebt. Nicht nur still vor sich hin, sondern wirkt subtil-aktiv im Wesen von Herrschaft, von Knechtschaft – von Faschismus, Rassimus und Wahnismus. Vorgestern gab’s hier Kartoffelpuffer mit Pflaumenmus; das Menü wirkte auch, allerdings nicht feindselig.

    Gruß
    Wolfgang

  13. Juli 12, 2014 um 9:08 am

    @Wolfgang

    Stell Dir mal vor, Dein bester Kumpel ruft Dich mitten in der Nacht an und erzählt Dir was Wirres. Er bittet Dich dringend, dass Du kommst. Du verstehst vielleicht nicht alles, was er sagt, aber Du hörst ganz deutlich die Angst in seiner Stimme. Wie reagierst Du da? Ich denke, jeder auch nur halbwegs normal fühlende Mensch würde eine Flasche Wein einpacken, zu dem Kumpel hinfahren und gucken, was los ist. Oder?

    Das war die Situation in Gethsemane. Doch wie haben die Apostel reagiert? Die haben sich aufs Ohr gelegt und weiter gepennt. Jesus hat DREIMAL angerufen, nicht nur einmal. Keine Reaktion.
    Was müssen das doch für hartherzige, stumpfsinnige, grausame Typen gewesen sein. Die haben zwar von Jesus das Wort „Nächstenliebe“ gehört, aber die haben NULL Ahnung, was es bedeutet. Jesus hat eine Menge für die Apostel getan, aber als Jesus einmal die Apostel brauchte, haben sie versagt. Die Typen haben Jesus im Stich gelassen.

    Dann ist die Geschichte schief gegangen und Jesus war tot. Was löst das wohl in den Aposteln aus? Meiner Ansicht nach ein schlechtes Gewissen. Ist das nicht die nächst liegende Erklärung?

    Aber weil die Typen nun mal hartherzig sind, geht es in der Folge vor allem darum, das schlechte Gewissen wieder loszuwerden, ohne sich damit auseinanderzusetzen. Wie macht man das?

    1.Man sucht andere, die Schuld sind. Als erstes wird die Schuld Judas in die Schuhe geschoben. Das ist der Sündenbock aus der Reihe der Apostel selber. Aber das genügt noch nicht, um das Schuldgefühl loszuwerden. Pontius Pilatus bietet sich an. Der wird ebenfalls namentlich genannt, aber wenn Du die Episode liest, dann erfährst Du mit Erstaunen, dass dieser Pilatus, obwohl in der echten Historie ein sakrisch grausamer Kerl, plötzlich allerlei Klimmzüge macht, um Jesus das Leben zu retten. Aber Jesus geht auf die Angebote nicht ein. Stattdessen handelt Jesus so, dass Pontius Pilatus am Schluss gar nicht viel anderes übrig bleibt, als der Kreuzigung zuzustimmen. Komisch, oder? Warum provoziert Jesus seinen Tod? Weil er eine Mission hat? Oder weil er so maßlos enttäuscht ist, weil es ihm nicht gelungen ist, auch nur einen einzigen Freund zu finden? Als weiterer Schuldiger bietet sich das Volk in den Straßen an. Das müssen ja dieselben sein, die vorher die vermehrten Fische und die vermehrten Brote mit Jesus gemampft haben. Dasselbe Motiv also: Freunde, die Jesus im Stich lassen. Nochmal komisch, oder?

    2. Man redet sich ein, dass alles so sein musste und Jesus sterben musste, weil das Schicksal (wahlweise Gott) es so wollte. Oder weil Jesus eine Mission hatte. Oder weil Jesus gar kein normaler Mensch, sondern übermenschlich war. Ist Dir noch nicht aufgefallen, dass Leute, die ein schlechtes Gewissen haben, die Tendenz haben, eine Person zu übersteigern, sei es im Guten („oh, was für ein Engel war XY doch“) oder im Bösen („XY war ein wahrer Teufel“).

    3. Man lässt den toten Freund wieder auferstehen. Zuerst redet man nur davon als Möglichkeit, aber zum Schluss glaubt man selber daran. Man muss sogar mit aller Gewalt daran glauben, weil man mit dem Gedanken, den Tod des Freundes verursacht zu haben, nicht leben kann.
    Wenn man die vier verschiedenen Geschichten, die in den Evangelien erzählt werden, sorgfältig liest, bleibt eigentlich kein anderer Schluss als: Jesus kann nicht leiblich auferstanden sein. Was da auferstanden ist, muss ein Geist oder eine Einbildung der Apostel sein. Ist das nicht irgendwie sogar ein normales psychologisches Phänomen?

    4. Aber der so wiederauferstandene Freund hat ja keine Realität. Also muss er irgendwie beseitigt werden. Das geht ganz sang- und klanglos, indem man ihn mal kurz in den Himmel schickt. Schnell noch 500 imaginäre Zeugen dazu erfunden – der und der hat’s auch gesehen – und puh, die Sache ist erledigt und ausgestanden.

    5. Nach diesem zweiten und endgültigen Tod stellt man den Toten nun auf einen Sockel, rühmt, verehrt und übersteigert und baut vor allem ein riesiges Grabmal. Das Tadj Mahal ist das Grabmal einer unglücklichen Ehe. Das Christentum ist das Grabmal einer missglückten Freundschaft.

    Irgendwann habe ich angefangen, die Geschichte so zu lesen: als die Geschichte eines schlechten Gewissens, das bis heute noch nicht beruhigt werden konnte. Und als warnendes Beispiel: nämlich, welche Verheerung es für die eigene Psyche bedeutet, wenn man einen Freund im Stich lässt. Mit all den Folgen, die Du oben in Deinem Kommentar beschreibst. So geht es, wenn man sich mit seinem eigenen Versagen nicht auseinandersetzt: man verroht.

    Armer Jesus ! Das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, ist, wenn er nicht EINEN EINZIGEN FREUND findet, sondern VÖLLIG ALLEIN auf dieser Welt bleibt.
    So lese ich seine Botschaft.

    • Juli 12, 2014 um 10:07 am

      „Armer Jesus ! Das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, ist, wenn er nicht EINEN EINZIGEN FREUND findet, sondern VÖLLIG ALLEIN auf dieser Welt bleibt.
      So lese ich seine Botschaft.“:

      Wenn es eine „Botschaft“ ist, ist es möglicherweise auch keine real geschehene Sache.

      Ich jedenfalls sehe die Jesus-Geschichten – wie eigentlich alle Bibel-Geschichten – als symbolhafte Geschichten, die etwas darstellen wollen, was sonst nicht darstellbar ist, weil es im BEWUSSTSEIN / UNBEWUSSTEN geschieht.

      Wie sonst wollte man z.B. Gefühle / ein Gefühl oder einen dortigen Zustand / Vorgang „sichtbar“ / erfahrbar machen? Indem man eine Situation beschreibt – evtl. eine Geschichte erfindet – die das entsprechende Gefühl beim Menschen auslöst / „triggert“.

      Es geht m.E. nicht darum, daß – der evtl. reale – Jesus keinen einzigen Freund gehabt hätte, sondern es geht darum, daß das BEWUSSTSEIN, das Jesus darstellt, in der Vorstellung „lebt“, keinen einzigen Freund zu haben bzw. sterben zu WOLLEN.

      Ich erkenne in DEINER Deutung der Geschichte die innere Einstellung wieder, die Menschen erleben / beschreiben, die VERZWEIFELT, OHNE HOFFNUNG sind und am liebsten tot wären – oder auch Suizid begehen oder es versuchen. Ich war selbst auch in einer solchen Situation – 1987.

      Vielen Dank für deine Schilderung!

      Herzlichen Gruß!

      • Juli 12, 2014 um 11:42 am

        Ich sehe auch das, was wir als Realgeschichte bezeichnen als symbolhafte Geschichten, die etwas darstellen wollen, was sonst nicht darstellbar ist, weil es im Unbewussten verankert ist und dort abläuft.

        Das, was wir als Realgeschichte bezeichnen, ist ebenfalls ein Versuch, Unbewusstes sichtbar zu machen.

        Der Unterschied zwischen Bibelgeschichten und Realgeschichte besteht meines Erachtens darin, dass zu der Zeit, als die Bibelgeschichten schriftlich fixiert wurden, das Innen und Außen, also die subjektive und objektive Sicht auf die Welt, noch mehr miteinander vermischt waren als bei heutigen Erzählern.

        Dass subjektive und objektive Weltsicht heute als zweierlei, teilweise Widersprüchliches und Unvereinbares erscheinen, diese Spaltung ist unter anderem auch der jahrhundertelangen Auseinandersetzung mit der Bibel zu verdanken.

        Glaubst Du, dass Jesus selbstmordgefährdet war? Das ist eine interessante These, über die man mal nachdenken könnte.
        Oder denkst Du jetzt vielleicht, dass ich selbstmordgefährdet bin?
        Oder projizierst Du Deine eigenen früheren Selbstmordgedanken auf Jesus oder auf mich?

        Oder denkst Du, dass wir als Menschheit – besonders als christliche Menschheit – insgesamt selbstmordgefährdet sind?

        • Juli 12, 2014 um 11:59 am

          Puh:

          Oder denkst Du, dass wir als Menschheit – besonders als christliche Menschheit – insgesamt selbstmordgefährdet sind?

          Wenn ich mir so manchen Trend anschaue, scheint mir was wahrens dran zu sein. Der Transhumanismus ist da das I-Tüpfelchen …

        • sustentaculum
          Juli 12, 2014 um 6:39 pm

          Hmm… interessante Frage… ich denke, es ist offensichtlich, dass Menschen mit christlicher Prägung sich angesichts der weltlichen Realität in menschliche Grenzbereiche bewegen… so zumindest wenn sie klar denken können und die christlichen Werte mehr als nur heiße Luft für sie sind… ich persönlich kenne viele Christen, die an der Kluft zwischen ihren Idealen und der sie umgebenden Gesellschaft leiden… mit allen positiven wie auch negativen Implikationen.

          Die Frage, der ich mich dann allerdings aktiv stellen möchte ist: wie können wir dafür sorgen, dass – wenn wir schon innerlich zerrissen sind – wir das beste daraus machen? Ich persönlich muss sagen, dass ich mir meiner moralisch-/ethischen Wurzeln bewusst bin. Ich bin dankbar und stolz darauf, was meine Eltern aus mir gemacht haben. Ich bin jedoch nicht bereit an einem Kampf gegen Windmühlen zugrunde zu gehen.

          Deshalb scheint mir die einzige Möglichkeit, sich auf Dauer NICHT den Kopf an der Realität zu zerbrechen (im wahrsten Sinne des Wortes) diese zu sein:
          1. Du bist am Ende am wichtigsten. Egal, was du tust – wenn es dir schadet ist es nicht der richtige Weg (übrigens auch im Einklang mit dem Thema Selbstliebe, diese These)
          2. Hinterfrage ALLES. Das gilt für uns selbstverständlich für die uns fremden (unchristlichen) Werte. Es muss aber vor allem auch für UNSERE Werte gelten. Nichts darf in Stein gemeißelt sein.
          3. Kenne deine Wurzeln. Wird ein Kriegsschauplatz zu viel, dann ziehe dich dahin zurück, wo du du selbst sein darfst.

          Zu exakt diesem Thema möchte ich einen Artikel empfehlen, an dem ich die vergangenen Tage nebenher schrieb. Vielleicht findet sich ja der ein oder andere darin wieder: http://sustentaculumvitae.wordpress.com/2014/07/12/wir-alle-sind-ein-teil-der-sunde/

          Feedback ausdrücklich erwünscht 🙂

          • Juli 12, 2014 um 10:32 pm

            “ ich persönlich kenne viele Christen, die an der Kluft zwischen ihren Idealen und der sie umgebenden Gesellschaft leiden“:

            Dann sind es wahrscheinlich keine WAHREN Christen.
            Der WAHRE Christ, der die „Nachfolge Christi“ vollzogen hat und zur höheren Bewußtseins-Ebene aufgestiegen ist, kann die Welt, so wie sie gerade ist, in bedingungsloser Liebe bzw. innerem Frieden annehmen und setzt sich DORT, wo es ihm angebracht erscheint, für Verbesserung(en) ein.

            Aber die Kirche lehrt leider nicht die Schritte, die für die „Nachfolge Christi“, für das wahre – geistig-seelisch-spirituelle – Erwachsenwerden nötig sind!

            Einige dieser Schritte / Voraussetzungen habe ich schon in der Bibel identifizieren können. Aber die Kirche kann die „Sprache Gottes“, in der die Bibelgeschichten geschrieben sind, nicht richtig DEUTEN. Darin besteht ein wesentlicher Teil des Mangels.

            Die ursprünglichen Schriften / Texte waren NICHT primär als eine neue Religion gedacht, sondern als eine Handreichung zur Unterstützung der wahren, grundlegenden, Heilung – insbesondere DER generellen / allgemeinen Krankheit der ziviisierten Gesellschaft, die zu Moses‘ Zeiten primär in Ägypten verortet wurde und zu Jesus‘ Zeiten in Rom.

            Schon Moses hat über DIE Krankheit sehr anschaulich geschrieben: Im „Tanz um das Goldene KALB“. Wobei das KALB Symbolfigur ist. Das nicht erwachsene, noch nicht geschlechtsreife, nicht fortpflanzungsfähige, Tier steht symbolisch für den wichtigsten Aspekt der Krankheit: Die pathologische geistig-seelisch-spirituelle Unreife und Unweisheit.

            Diese Krankheit wurde weder zu Moses‘ Zeiten noch zu Jesus‘ Zeiten kollektiv geheilt. Nur in seltenen Einzelfällen. Ansonsten hat sie sich ständig weiter ausgebreitet. Rom brachte sie auch nach Germanien. Und die europäischen Kolonisten brachten sie ab 1492 nach Übersee.

            Sigmund Freud schrieb in seinem Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ über diese Krankheit unter dem Begriff „Menschheitsneurose“ und hielt (die) Religion für hauptverantwortlich. Ich finde den Begriff „Menschheitsneurose“ nicht angemessen, denn die Träger der Krankheit sind nicht ALLE Menschen, sondern nur die, die man zur „zivilisierten Gesellschaft zählen kann. Obwohl das inzwischen die große Mehrheit der Weltbevölkerung ist.

            Herzlichen Gruß!

          • Juli 15, 2014 um 1:29 am

            Deine Erkenntnis muß weiter gehen.

            Herzlichen Gruß!

        • sustentaculum
          Juli 12, 2014 um 11:45 pm

          „Dann sind es wahrscheinlich keine WAHREN Christen.“

          Es ist müßig darüber zu debattieren. Wortklauberei. Zudem darf ich – mit verlaub – dazu anhalten Menschen, von denen Sie absolut garnichts wissen nicht pauschal nur aufgrund ihrer Überzeugungen und Lebensweisheiten zu be- bzw. verurteilen. Derartiges Gebären ist exakt die Selbstverständlichkeit, mit der sich für meine Geschmack viel zu viele Geistige aus der Realität der Welt heraus- und in den Turm der spirituellen Überlegenheit zurückziehen, von dem sie herab dem unreifen Volk kluge Ratschläge erteilen. Ich bin mir bewusst, dass das nicht ihre Intention war. Dennoch der Hinweis, dass Sie wohl bei manchem ihrer Mitmenschen so herüberkommen…

        • Juli 13, 2014 um 3:39 am

          „Oder denkst Du, dass wir als Menschheit – besonders als christliche Menschheit – insgesamt selbstmordgefährdet sind?“:

          Das kann ich klar mit „ja“ beantworten.
          Und bin nicht der einzige, der das sieht / denkt.

          Die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ (KZN) ist – sofern ungeheilt – eine tödliche Krankheit; eine Krankheit, die zum Tode führt. Weil ein wesentlicher Aspekt der KZN der größer werdende Mangel an „Lebens-Energie“ ist.

          Die von der KZN befallene zivilisierte Gesellschaft befindet sich in einem komplexen Krankheitsgeschehen, in dem u.a. ein GENOZID-„Programm“ ebenso auszumachen ist wie ein SUIZID-„Programm“. Das entspricht genau den beiden Möglichkeiten, die jedes – psychisch gestörte / traumatisierte / neurotisierte – Individuum hat: Fremd- oder Auto-Aggression bzw. Fremd- oder Selbstgefährdung.

          Der Suizid der zivilisierten Gesellschaft wird sehr wahrscheinlich nicht so ablaufen, daß 7 Mrd. Personen wie auf Kommando von den Kirchtürmen der Welt springen; aber es wird so sein – wenn nicht noch der Weg der Heilung gewählt / beschritten wird – daß wir uns aufgrund der mangelnden Reife, der mangelnden Verantwortung / Liebe / Achtsamkeit / Weisheit / usw. selbst massenhaft ums Leben bringen werden und – wie zahllose „Endzeit“-Stories / -Filme nahelegen, wird auch viel getötet werden. Vielleicht im Zuge von „Kriegen“, vielleicht auch anders.
          Und am Rande läuft immer noch das „Genozid-Programm“ der „Kain-Typen“ gegen die „Abel-Typen“ – seit weit mehr als 12.000 Jahren. Seit Beginn der KZN.

          Die Geschichte von Kain und Abel ist sehr wahrscheinlich genausowenig eine historische Geschichte wie viele – die meisten – anderen Bibelgeschichten. Kain und Abel sind Symbol-Figuren, die den „Grund-Konflikt“ darstellen zwischen den beiden grundverschiedenen Lebens-Konzepten / -Auffassungen des Abel einerseits und des Kain andererseits.

          Das sind die Lebenskonzepte der wahrhaft erwachsenen / gesunden Menschen einerseits und der NICHT wahrhaft erwachsenen, der neurotisch gestörten, Menschen, andererseits.

          Herzlichen Gruß!

  14. Juli 12, 2014 um 3:58 pm

    Die Wirbel des unverstandenen Verstandes tragen Viele weg.
    Von Frage zu Frage, bis jede Antwort vom fraglichen Nebel unsichtbar wird.

  15. federleichtes
    Juli 15, 2014 um 8:53 am

    @ Heureka

    „Die “Kollektive Zivilisations-Neurose” (KZN) ist – sofern ungeheilt – eine tödliche Krankheit; eine Krankheit, die zum Tode führt. Weil ein wesentlicher Aspekt der KZN der größer werdende Mangel an “Lebens-Energie” ist.“

    Eine nicht un-wesentliche Fixierung besteht in der auf Helden und das Heldentum.
    Hitler wurde ein „Held“, weil es ihm gelang, andere „Helden“ um sich zu versammeln, die in der Lage waren, aus „normalen“ Menschen Helden zu machen. Das folgende Elend wirkt bis heute nach.
    Ein wahrer Held könnte als sein, die Eigenschaften eines Helden zu besitzen und der Versuchung zu widerstehen, sie absichtsvoll (um Massen zu begeistern) als Rolle zu spielen. Eine Rolle, die, das behaupte ich, Menschen, Familien, Gemeinschaften, Geselschafte, Völker und die Menschheit als Ganzes in die Verlendung führten. Der Held ist in seinem gelebten Geist also faschistoid. Ein Verführer, der das Schwache unangemessen mobilisiert, und das Ncht-Mobilisierbare vernichtet.

    Du gehst davon aus, dass die „Krankheit“, mit der die Menschheit infiziert ist, heilbar ist. Du glaubst, dass es Geheilte gibt, die verpflichtet sind, Andere zu heilen.

    Ich glaube, dass die vom Leben Geheilten tot sind.
    Leben selbst ist die Infektion: Keine Infektion, kein Leben im Sinne der sehr speziellen Existenzform Mensch.

    Mensch, der heilen will, ist bereits (nach Deinem Verständnis) mit KZN infiziert. Weil er seine Energie auf etwas richtet, was nicht seiner Verantwortung entspricht – weil er dieses sehr spezielle Leben nicht geschaffen hat.

    Der nicht-geheilte Mensch – also nach meinem Verständnis alle Menschen, kann nicht bedingungslos existieren. Er muss sich schützen, er muss gemeinschaftlich die Gemeinschaft schützen, und er muss entscheiden, ob er seine Familie beschützt oder die Starken einer Gemeinschaft stärkt Der richtigen Gemeinschaft dient, die ihre Stärke nicht in faschistoidem Sinne missbraucht.

    Menschen, die helfen-heilen können, leisten dies, ohne es wollen zu müssen; sie SIND heilsam, von ihrem Wesen her. Sie verplempern ihre Energie nicht, sondern lassen jene automatisch daran teilhaben, die sich in (oder auf) ihrem Feld befinden. Auf einem Feld, auf dem Helden nichts zu suchen und nichts zu finden haben. Wir hatten hier bereits ein paar Worte über das Wesen von Pulsierender Energie gesprochen – Energie, die kraft ihrer Existenz wirkt. Und nach unserem Verständnis schafft Leben das Bewusstsein über die Art energetischer Existenz: Um sie (damit) beschützen zu können.

    Wer sich als „Geheilter“ über andere Menschen erhebt, beweist damit seinen eigenen Heilungsbedarf. Zu dieserart Menschen möchte ich sagen:
    Willkommen in einer Runde, die das Wesen von Heilung lebt, Menschen, die mit ihren Stärken den Schwächen Anderer zur Seite stehen, und die die Stärken der Anderen nutzen, ohne sich von ihnen beherrschen zu lassen.

    Natürlich steckt im Leben die Idee des „Selbstmordes“ (ein ziemlich desolater Begriff). Leben ist vom Wesen her eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Ein Dienst, der beendet ist mit seiner Leistung. Es lebe der Tod?

    Wir gehen jetzt zu den Anderen. Ihre Ordnung braucht mehr bewusste Unterstützung, als Menschen, die in Systemen der Feindseligkeit aktiv sind.

    Gruß
    Wolfgang.

    • Juli 15, 2014 um 5:47 pm

      BINGO ist out … EUREKA ist angesagt 😉

      “Ich glaube, dass die vom Leben Geheilten tot sind.
      Leben selbst ist die Infektion: Keine Infektion, kein Leben im Sinne der sehr speziellen Existenzform Mensch.“

      Aus diesen zwei Sätzen, lieber Wolfgang, sprudelt eine ganze Bilderwelt hervor … und auch der Einfluss der ANDEREN, im Rahmen von Infektionen, findet hier seinen Ursprung …

      Dass diese zwei Sätze keinen Blumentopf zu gewinnen vermögen und im “Buch der gesichtslosen Gesichter“ nicht eifrig herumgereicht werden, als sei es die aktuell angesagteste Verschwörungstheorie, zeigt mal wieder wie offensichtlich DAS Geheimnis des Wesens des Lebens wirklich ist …

      Gruß Guido

  16. federleichtes
    Juli 15, 2014 um 11:05 pm

    Es gibt Sätze, lieber Guido, die keinen Blumentopf gewinnen wollen. Und es gibt Sätze, die bereits EXISTENT, aber nicht veröffentlicht sind; weil einige Menschen glauben.

    Ich glaube auch, dass dieses Bild von der Rohrweihe

    (von Susanne) Dir gleich im Original zufliegt. Für mich ein Treffer erster Qualität mit Chance auf „federleichtes Bild des Jahres“.

    Herzliche Grüße senden Euch
    Susanne und Wolfgang

  1. Juli 8, 2014 um 10:02 pm
  2. Januar 27, 2015 um 4:13 pm

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