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Ist die Weltgeschichte radikal verfälscht worden? – Teil 4 – Was sagen uns die Mumien?

Im ersten Teil einer Artikelserie zur Unterstützung der These, dass unsere Geschichte verfälscht wurde, erfuhren wir über den Nikotin- und Kokain-Konsum in Afrika und Asien weit vor Christi Geburt. Im zweiten Teil warfen wir einen Blick auf große Steinkugeln und Schädeldeformationen, die überall auf der Welt zu finden sind. Im dritten Teil durften wir erkennen, dass es viel mehr Pyramiden auf der Welt gibt, als uns in der Schule gezeigt werden und wie ähnlich sie sind. Und weiter geht´s:

Ist die Weltgeschichte radikal verfälscht worden?  – Teil 4 –

Was sagen uns die Mumien?

Nun sind wir an einem Punkt angelangt, an dem die Theorie (die auf Ergebnissen einiger Wissenschaftler fußt), die ich den Lesern vorschlage, noch ein Stück spannender, aber auch angreifbar wird. Ich möchte einige materielle Beweise dafür liefern, dass europäisch aussehende Menschen lange vor den europäischen Kolonisatoren praktisch überall auf der Welt waren, an Orten, an welchen es sie aus der heutigen historischen Sicht nicht geben durfte. Klare Beweise dafür gibt es massenhaft.

Umso seltsamer erscheint die Tatsache, dass die Mainstream-Wissenschaft sie einfach vom Tisch fegt und als rassistisch zu verunglimpfen versucht. Dabei sind die Rückschlüsse aus diesem Wissen das Gegenteil von Rassismus und beweisen, dass Menschen unterschiedlichster Herkunft unter entsprechenden Bedingungen zusammen Großartiges erschaffen können. Noch interessanter: Ich werde in späteren Folgen aufzeigen, dass europäische Völker, selbst die Griechen, diese geheimnisvollen „Weißen“ auf eine ähnliche Weise verehrt haben, wie die so genannten indigenen Völker. Außerdem waren diese „Weißen“ selbst multiethnisch und religiös tolerant. Ihr Vorsprung zu anderen Völkern war – aus der heutigen Sicht zumindest – nicht groß, aber in dieser Periode entscheidend.

Neben den materiellen Beweisen in Form von europiden Mumien, gibt es zahlreiche Legenden im vorkolonialen Afrika oder im pre-kolumbischen Amerika, die von „weißen Göttern“ erzählen, die zu den einheimischen Menschen kamen, ihnen Wunder zeigten (also unbekannte Technologien wie Metallschmelzen), sie ihre Gesetze und andere Dinge lehrten, dann weiter zogen, versprachen, aber eines Tages zurückzukommen.

Als die europäischen Kolonisten in diese Regionen vordrangen, war diese Erinnerung noch frisch und die einheimischen Völker hielten die Kolonisatoren für diese zurückkehrenden einstigen Besucher… Doch sie wurden schnell enttäuscht, denn wie Götter verhielten sich diese Weißen nicht. Später erinnerten sich die Gäste mit Wehmut und Verehrung an diese verschwundenen Gäste.

Solche Legenden werden durch zahlreiche materiellen Funde bestätigt, die ebenfalls extrem stiefmütterlich von den so genannten Historikern behandelt werden, also entweder schlicht ignoriert oder mit wenig plausiblen Erklärungen als unwichtig abgetan.

Lasst uns nun schauen, wo wir außerhalb Europas neben den einheimischen auch weiße (anthropologisch: kaukasoiden oder kaukasischen) Mumien finden. Ich ignoriere dabei bewusst die Datierungen dieser Funde, da sie allesamt in eine Periode gehören, was ich später beweisen werde. Wie gesagt, wer den Inhalt der einzelnen Links lesen möchte, kann es tun, aber zwingend nötig ist es nicht.

China

In einer Begräbnisstätte im Tarim-Becken fand man zahlreiche europide Mumien von hochgewachsenen Menschen, häufig tätowiert.

Sie wurden im Westen prompt als keltischen Ursprungs erklärt. Tatsächlich erinnern sie nicht nur vom Kleidungsstil an die Skythen (über die Skythen in der nächsten Folge ausführlicher), sondern teilen mit ihnen dieselbe Genetik, die Haplogruppe R1a. „Haplogruppe“ wird ein genetischer Marker (Y-Chromosom) zugeordnet, der praktisch unverändert an männliche Nachkommen vererbt wird. Der deutsche Skythen-Experte Herrmann Parzinger hat in diesen tocharischen Mumien die Skythen erkannt.

Interessanterweise befindet sich der Fundort nicht sehr weit von den chinesischen Pyramiden in Xinjang.

Mumie im Museum in Guanajuato, Mexico

Mexiko

Allgemein bekannst ist , dass es da ebenfalls Pyramiden gibt, die der Azteken und der Maya. Was die meisten aber nicht wissen, dort gibt es neben „indianisch“ aussehenden auch weiße Mumien, beispielsweise kann man sie sich in einem Museum in Guanajuato anschauen.

Peru

Auch da findet man Pyramiden und europide Mumien. Interessant ist, was Pedro Pizarro, der Bruder vom Vernichter des Inka-Reichs behauptete: „Die Herrscherklasse im Königreich Peru war hellhäutig mit hellem Haar in Weizen-ähnicher Farbe. Die meisten der Großherren sahen wie weiße Spanier [wohl Nachfahren der Goten, ebenfalls zu Skythen dazugerechnet] aus. In diesem Land traf ich eine Frau mit ihrem Kind, beide so hellhäutig, dass sie kaum von hellen weißen Menschen zu unterscheiden waren. Die Einheimischen nennen sie ‚Kinder der Götter’“.

Etwas weiter nördlich kennt man die Stätten der Chachapoyas, der so genannten Wolkenmenschen. Sie haben gleichwohl ihre Toten mumifiziert. Angeblich sind sie vor der Ankunft der Spanier in die Berge geflüchtet und dort von den Einheimischen komplett vernichtet worden. In der Nähe ihrer Stätten fand man verbrannte Skelette. Ich greife wieder vor und sage, es ist kein Zufall, dass ihr Schicksal an das der französischen Katharer erinnert. All das hat mit dem Kollaps des Weltimperiums zu tun, von dem hier die Rede ist.

Hier ist eine deutsche Dokumentation über sie:

Italien
In vielen europäischen Ländern kann man Mumien finden. So auch in Italien, beispielsweise auf Palermo und bis vor gar nicht langer Zeit. Auch hier im Süden haben nicht wenige von ihnen helle Haare und Haut.

Deutschland
Ja, auch wir haben Mumien, z.B. diese geheimnisvolle Mumie eines Ritters, die ja zur Herrscherklasse zählten, gefunden in Brandenburg.

Russland

Diese Mumie ist wieder skythisch und tätowiert. Oder: Archeological Sensation: Ancient Mummy Found in Mongolia

Man beachte die Tendenz der Archäologen, die Mumifizierung in allen oberen Fällen als „natürlich“, praktisch zufällig zu klassifizieren, was mit Verlaub wenig nachvollziehbar ist.

Die Tradition der Mumifizierung kannte man auch im christlichen Russland. Siehe auch hier.

Mongolei

Hier wird der Fund klar als skythisch identifiziert.

Japan

Dort wurden bisher keine weißen, dafür aber asiatisch aussehende Mumien gefunden, von denen wir hier nichts erfahren haben.Was man aber weiß, wenn man es wissen will, ist Folgendes: die Samurai, die japanische Ritterklasse, bestanden aus europiden Menschen oder Mischlingen. Das fand der Anthropologe C. Loring Brace heraus, der die Überreste der Samurai untersuchte.

Der Meinung des Anthropologen nach sind die heute in Japan diskriminierten Ainu / Aniu, ein Volk von europid-asiatischen gemischten Menschen, die Nachfahren der Samurai. So sehen sie aus:

in Japan diskriminierte Ainu / Aniu

Siehe auch: http://www.oldphotosjapan.com/en/category/ainu/

Der letzte große Samurai Japans,  Saigo Takamori (Foto: Wikipedia)

Und so sah der berühmte letzte Samurai aus, Saigo Takamori, der letzte große seiner Gattung, bevor sie mit Hilfe der Europäer vernichtet wurde.

Ägypten

Diese alte Kultur ist bekannt für ihre mumifizierten Pharaonen. Aber kaum jemand weiß, dass viele von ihnen nicht nur afrikanisch, sondern auch klassisch europäisch aussahen. Wir ignorieren die Mumie von Tutenchamun, weil sein Grab offensichtlich eine Fälschung ist.

Erinnert ihr euch an die ägyptischen Mumien, die Spuren von Coca und Tabak haben, die zur Zeit ihrer Existenz angeblich gar nicht bis nach Eurasien oder Afrika kommen konnten?

Bibel

Jetzt wird es ganz interessant. Wer wusste, dass die Israeliten ihre Toten mumifizierten? Offenbar schrieb man den Israeliten diese Tradition im Mittelalter zu, denn viele Ikonen zeigen beispielsweise den heiligen Lazarus als Mumie, als er von Jesus wieder zum Leben erweckt wird (auch hier).

Jesus als Mumie dargestellt

Aber auch Jesus selbst wird bei seiner Bestattung als Mumie dargestellt (auch hier).

Und wenn wir schon dabei sind, wusstet ihr, dass die Israeliten Pyramiden bauten? Ein apokryphisches (aus dem biblischen Kanon entferntes) Buch namens „Makkabäer“ schreibt darüber (unter 28)

Das entspricht nicht so wirklich unserer Vorstellung vom biblischen Volk, nicht wahr? Ist es möglich, dass die Menschen früher etwas ganz anderes unter den „Israeliten“ verstanden als wir heute? Können es dieselben Menschen sein, die die Pyramiden, Mumien oder Überreste mit verformten Schädeln oder riesige Kanonenkugeln weltweit verteilt haben, über die ich bereits schrieb? Ist es möglich, dass die biblischen Bücher Ereignisse von globaler Bedeutung beschrieben, zum Beispiel die Besiedlung Amerikas vor Kolumbus?

Liste aller Artikel:

erster Teil : was wir über den Nikotin- und Kokain-Konsum in Afrika und Asien lernen können

zweiter Teil : über große Steinkugeln und Schädeldeformationen

dritter Teil : viele Pyramiden mit vielen auffälligen Ähnlichkeiten dieser Welt

vierter Teil : was wir sonst noch von den Mumien lernen können

fünfter Teil: Die Anfänge des vormaligen Weltimperiums

P.S.: Filmprojekt benötigt Förderung

Es ist ein Filmprojekt zu diesem Themenkomplex gestartet worden. Eine Fülle von Material ist schon gesammelt, interessante Autoren und Historiker sind schon mit ins Boot geholt worden. Ob der Film jemals im TV ausgestrahlt wird, ist eher zu bezweifeln, aber interessiertes Publikum erreicht man heute auch gut über das Internet. Von der Qualität her soll es dennoch ein TV-tauglicher Film werden. Damit der Film ein Erfolg wird, braucht es noch finanzielle Unterstützung. Wer also etwas spenden will, mag den Autor des Artikels unter zachart[at]aol.com kontaktieren.

  1. Juli 3, 2014 um 11:05 pm

    Oder mal anders ausgedrückt: Was als Manipulation, als Fälschung angesehen wird, ist im Grunde nichts anderes, als die fortwährende Anpassung aktuellen Bewusstseins an eine Realität, die anders entwickeltes Bewusstsein als damalige aktuelle Realität ansah. Was wir als Fälschung empfinden ist nichts weiter als der Verlust des Kontextes, und damit der Verlust von Beziehungen zu Informationen, die der Exformation näher waren, als es aktuell der Fall ist. Die vermeintliche Fälschung ist das aktuelle Unvermögen des Zugriffs auf jene Exformation. Um aber den Lauf der Dinge möglichst ordentlich und für uns sinnig in der Gegenwart zu realisieren, ist es erst einmal einfacher Verschwörung oder Manipulation zu rufen … bis im weiteren Verlauf das Thema erneut aufgegriffen wird und mit anderen Möglichkeiten neu bzw. anders betrachtet werden kann. Die Vergangenheit ist ein Werk des gegenwärtigen Augenblicks …

    Gruß Guido

  2. Juli 4, 2014 um 1:40 pm

    Kann nicht etwas umso einfacher gefälscht werden, je beständiger es ist ? Kann, so gesehen, Geschichte überhaupt gefälscht werden … oder ist Geschichte nicht vielmehr etwas, das, von Menschen aus der Gegenwart heraus geschaffen, am wenigsten fälschbar ist, weil sie sich jeden Augenblick neu erfindet bzw. von uns neu erfunden werden muss ?

    Gruß Guido

    • Juli 4, 2014 um 2:29 pm

      Don Marcelino de Sautuola entdeckte 1879 auf seinem Grundbesitz in Nordspanien die Höhlenmalereien des Mammut- und des Rentierzeitalters. Seither ist Altamira ein Bestandteil unserer Realität. Tausendfach in Büchern, Zeitschriften, Filmen und Erzählungen weitertransportiert und im kollektiven Bewusstsein als „Tatsache“ verfestigt.

      Wenn nun jemand nach 1879 unsere „Vergangenheit“ neu erfindet und eine neue Geschichte über unsere „Vergangenheit“ erzählt, kann er nicht umhin, die Höhlenmalereien in seine Erzählung zu integrieren. Was einmal in der Realität ist, ist ein gültiges Element des kollektiven Erzählguts.

      In Völkern, die nur eine mündliche Erzähltradition kennen, wandelt sich Geschichte (als erzählte Vergangenheit) fortwährend, oder besser: die erzählte Vergangenheit wandelt sich, sobald in der Gegenwart eine Änderung auftritt und passt sich dieser Veränderung an. Dieses Phänomen ist bei Naturvölkern wissenschaftlich untersucht und belegt.
      Schade, dass ich die Quelle nicht mehr weiß, das könntest Du für Deine These als Beweis nehmen.

      Wenn wir nur eine mündliche Erzähltradition hätten, könnte unsere Vergangenheit in jedem Augenblick neu erfunden werden. Oder vielleicht nicht in jedem Augenblick, aber in jeder Generation, bzw. die erzählte Vergangenheit würde an jede Änderung in der Gegenwart entsprechend angepasst werden.

      Durch die schriftliche Fixierung kommt es hier aber zu einer Stockung bzw. zu einem Problem, denn nun hat die erzählte Vergangenheit ihrerseits eine Vergangenheit bekommen, nämlich die Geschichte ihrer schriftlichen oder kulturellen Fixierung. Seit dem Moment, als wir angefangen haben, Geschichte schriftlich festzuhalten, ist sie natürlich fälschbar.

    • federleichtes
      Juli 4, 2014 um 2:40 pm

      Das ‚Phänomen der Offenbarung‘ scheint mir jenseits des Bewusstsein-Horizonts abzulaufen.
      Was ist daran so schwer verständlich ist, dass nach einem A ein B erscheint und dann erst ein C – und vor dem Z 2ie Zenit erst das Y.
      Nicht unverständlich scheint mir auch ein Werden, in dem sich nur das offenbart, was für ein Verstehen bzw. für eine Entwicklung zuträglich ist – jedenfalls, wenn der Offenbarungsprozess von einer Wohl wollenden Intelligenz gestaltet ist.

      Ich gehe wieder zu den Pferden.

      Gruß
      Wolfgang

  3. Juli 7, 2014 um 4:01 am

    Warum „Städte in den Wolken“ wie Machu Pikchu oder die anderer Völker?
    Um sich zu schützen?
    Wovor?
    Oder um den „Göttern“ / „Geistern“ / „Ahnen“ nah zu sein?

    Zum Schutz vor Überflutungen – ähnlich der „Sintflut“?
    Oder zum Schutz gegen die Menschen, die von der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“ befallen waren? (Siehe z.B. den Film „Apokalypto“; da wird unter dem Aspekt / Begriff „Angst“ auf die Krankheit aufmerksam gemacht).

    • federleichtes
      Juli 7, 2014 um 1:43 pm

      Fragen wir uns, ob Menschen nicht immer Angst hatten. Und fragen wir uns, ob sie nicht immer „geweckt“ wurde durch Ursachen, die in der Vergangenheit lagen.
      Und fragen wir uns, ob sich diese Ur-Angst in die Zukunft projizieren muss.
      Dann wäre das Jetzt, das zeitlich-faktisch gar nicht greifbar ist, die stets gegenwärtige Ur-Ursache für die Angst.

      Verallgemeinern wir den Begriff Krankheit und nennen das Phänomen Störung, würde folgen:
      Es gab eine Störung, die Angst verursachte.
      Verallgemeinern wir das Phänomen Angst und nennen es Blockade eines natürlichen Fließens, lautete die Aussage:
      Leben zeigt die Gestörtheit einer energetischen Natürlichkeit.
      Angst wäre dann als Hinweis zu verstehen, sich vor den (unbekannten) Ursachen der Störung zu schützen.

      Leben also als Dreigespann (?)
      Verdeckte Ursache einer Störung (unbewusster Geist)
      Offenbarung der Folgen der Störung (Körper)
      Analyse und Heilung der Störung (Psyche)

      Gruß
      Wolfgang

      • Juli 7, 2014 um 2:15 pm

        Wurde heute am Mittagstisch von meiner Halbstieftochter, die Erziehungswissenschaften studiert, darüber aufgeklärt, dass Menschen, die stark religiös sind, als stark glauben, weniger ängstlich seien. Wobei ein starkes Glauben an ein Wirtschaftssystem, sprich Dogma, entsprechend wäre. Es wäre jedenfalls genügend Studien erfolgt, die diese Theori so bestätigen würden.

        Auf die Entgegnung, dass doch unsere Religionen gerade dazu angelegt seien, Angst zu haben, kam die Entgegnung, dass die Interpreation der Religionen im Mittalter so gewesen sei, die Menschen aber diese Angstmacherei heute erkannt haben, und den Teil ausklammern würden.

        Hmmm

        • chattison
          Juli 7, 2014 um 3:31 pm

          Die reine Aussage reicht so nicht.
          Da bräuchte man verifiziertes Material dazu.
          Diese Aussagen würde ich so glatt verneinen.

          Die Religion hat sich nie aus dem Mittelalter heraus bewegt – warum sollte da also etwas als anders erkannt worden sein und wie sollte sich dies ausgedrückt haben?
          Ich sehe überall Angst und die (institutionalisierte) Religion nimmt diese den Menschen nicht, sie kaschiert sie nur.

          Echte Angstfreiheit ist Kontrollzwangfreiheit.
          Solange also ein System, egal ob religiös, wirtschaftlich, politisch, „sozial“ etc. Regeln, Normen und Gesetze aufstellt, die letztlich nur durch Zwang (egal wie subtil der daher kommt) ihre „Gültigkeit“ gewinnen, herrscht dieses System wahlweise durch Angst oder aus der Angst heraus – beides uninteressant.

          Erziehungswissenschaft und etliche andere, ähnlich „fundierte“ „Wissenschaften“ müssen sich leider den Vorwurf gefallen lassen, dass hier nur mit black-box-patterns spekuliert wird.

          Eine echte Wissenschaft zeitigt Algorithmen, die erfolgreich praktikabel sind und dies nicht nur ausnahmsweise sondern generell.
          Was haben eigentlich die Erziehungswissenschaftler die letzten hundert Jahre so gemacht…die bisherigen „Ergebnisse“ können mich jedenfalls nicht überzeugen.
          Ich mein ja nur so von wegen des Eindrucks, dass da bis heute irgendwie etwas ganz grundlegend falsch läuft^^

          Genau genommen hat also die Stieftochter selbst nichts anderes gemacht als einen Glaubenssatz zu proklamieren und findet so darin ihre Sicherheit gegen die Angst zukünftig in ihrem Berufsbild etwas falsch zu machen, da ja die erwähnten Glaubenssätze (ebenso wie in der Kirche u.ä.) rein durch mantramäßige Wiederholung Wahrhaftigkeit und damit Gewissheit (wohl eher so eine Art unbestimmtes Gewissheitsgefühl) zu erlangen scheinen…

          Hmmmm….

          • Juli 7, 2014 um 3:42 pm

            Nun, dass da immer noch Angst ist, scheint ja außer Frage. Die These lautet, wer tief gläubig sei ( an welches Dogma auch immer), würde weniger Angst spüren …

            Intuitiv will ich meinen, dass es eher umgekehrt ist: wer viel Angst hat, wird inbrünstiger glauben müssen, um besser durchs Leben zu kommen …

        • chattison
          Juli 7, 2014 um 4:49 pm

          Letztens bei vox in der Auswanderersendung sind zwei tiefgläubige Christen mit ihrer kleine Tochter nach Brasilien ausgewandert und haben sich in Zwiesprache mit Gott ihr OK und GO für dieses Vorhaben geholt (haben sie selbst so erzählt).
          Sie fühlten sich darob sehr sicher und machten sich frohgemut und ziemlich naiv auf den Weg (keine Verträge für Wohnung; kein Vorabbesuch, obwohl sie noch nie da waren; keinerlei Sprachkenntnisse etc.).
          Prompt lief schief was so schief gehen kann.
          Am Anfang vetrauten sie auf Gott, dass er ihnen nichts Schlechtes wollen könne usw.
          Nach ca. 3 Monat mit 3 Umzügen und immer weniger Geld haderten sie mit Gott und das Gottvertrauen war dahin.
          Die Nerven liegen blank, große Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit hat sich breit gemacht.
          Jetzt geht die Mutter mit dem Kind nach D zurück und er muss noch mindestens 1 Jahr seinen Vertrag abarbeiten.

          Die gefühlte Angstfreiheit ist also lediglich ein Hoffnungsprodukt und kein echtes Vertrauensprodukt gewesen.
          Aber auch solange das Placebo Hoffnung wirkte, gab es keine echte Angstfreiheit, denn sie mussten sich von Beginn an bei den ersten kleineren Schwierigkeiten („Die Temperaturen!“) bereits ständig ihr Anti-Angstmantra aufsagen.

          Vulgo: Pfeifen im Walde, Beten, Autosuggestion ist auch kein Zeichen von Angstfreiheit…

          PS: Es gibt sie natürlich wirklich, die echten Angstfreien, die so tief in ihrem persönlichen Glauben verwurzelt sind, dass sie faktisch angsfrei durchs Leben marschieren.
          Das sind aber die berühmten Ausnahmen.
          Das Gros fällt unter die obige Kategorie…

      • Juli 7, 2014 um 4:21 pm

        „Es kann nur EINEN geben“ heißt es beim „Highlander“.

        Und es kann im LEBEN nur EIN Prinzip herrschen. Und das ist das LEBEN, die Lebens-KRAFT, das SEIN, die Kraft der Liebe, des Friedens, der Heilung, usw.

        Wo dieses Prinzip nicht zur Herrschaft zugelassen / erwählt wird, sondern ignoriert, verneint, geleugnet, usw., dort kann auch kein – wahres – SEIN, kein Leben, keine Liebe, kein Frieden, keine Heilung, usw. sein. Dort ist ANGST. Und wenn auch noch die ANGST, das warnende Symptom, verdrängt, geleugnet, ignoriert wird, ist der Betreffende „von allen guten Geistern verlassen“.

        Herzlichen Gruß!

  4. Juli 7, 2014 um 4:27 pm

    @Martin Bartonitz:

    „wer viel Angst hat, wird inbrünstiger glauben müssen“:

    Das klingt für mein Verständnis unlogisch.

    Denn – wahrhaft – glauben bedeutet, an die göttliche KRAFT (Liebe, Frieden, Heilung, usw.) glauben. Und „die Liebe treibt die Furcht aus“ sagt Jesus.

    Wahrer GLAUBE ist – bedingungslos – VERTRAUEN. Deshalb gilt Abraham als der Urvater der Christen. Denn in der Geschichte von Abraham wird der bedingungslose Glaube symbolisch dargestellt.

    Herzlichen Gruß!

  5. Zubbel
    Dezember 8, 2014 um 11:24 pm

    Falls heureka47 sich mal wieder hierher verirren sollte, ich sehe das etw. anders:

    Glaube vs. Wissen – Wenn ich weiß, was ich weiß, dann muß ich nicht glauben (an „Wissen“ anderer) oder fürchten, weil ich Vertrauen in mein Wissen setzen kann. Glaube ist stets ungewiß, darin würde ich kein Vertrauen setzen können (Stichwort: Gottesbeweis?!).

    & nein, Abraham ist NICHT der Urvater der Christen, sondern der Juden, AT, ausgewandert aus Ur, wie jede/r weiß! Es sollte sich herumgesprochen haben, daß im NT reichl. spätere Einschübe existieren, auch & besonders hinsichtl. der künstl. Bezüge zum AT. Das wurde auch bzgl. der „Genealogie“ hin zu bibl. Urvätern erkannt. Abgesehen davon ist Gott sein Vater, wie Jesus immer wieder betont, nicht?

    Für Christen zählt einzig & allein Christi Liebesgebot & sonst nichts! (zumindest sollte es das, so sie tatsächl. Christen sind).

    • Dezember 24, 2014 um 9:35 am

      @ Zubbel

      „Für Christen zählt einzig & allein Christi Liebesgebot & sonst nichts! (zumindest sollte es das, so sie tatsächl. Christen sind).

      Was sind denn „tatsächliche“ Christen?
      Menschen, die sich an der „Organisation Kirche“, am Dogma der römischen Kirche orientieren?
      Dort herrscht dieselbe „Lüge“, die mit dem Sündenfall in die „Welt“, die „zivilisierte Gesellschaft“ gekommen ist – die „Abtrennung“ / „Sünde“, die „Neurose“.

      Die aller-, allermeisten Menschen der – entfremdeten – zivilisierten Gesellschaft – incl. der religiös eingestellten – verstehen gar nicht wirklich, was Jesus Christus zu vermitteln trachtet(e).

      Folglich verstehen sie auch nicht, was Weihnachten in Wahrheit bedeutet.

      Frohes Fest!

  1. Juli 3, 2014 um 8:49 am
  2. Juli 31, 2014 um 8:01 am
  3. August 11, 2014 um 4:01 pm
  4. August 12, 2014 um 10:00 am

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