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lebt der typische zivilisierte – kollektivneurotische – Mensch in einer “Schein-Welt”?

Und wieder möchte ich einen Kommenter, dieses Mal von Wolfgang M. (heureka47) zum Artikel “Arbeit” ist per definitionem Sklavenwerk hinterlassen, als eigenständigen Artikel zur weiteren Diskussion stellen:

—–

Angst„Kollektive Neurose“

Auch Menschen “ohne Religion” erleben die realen Probleme (in) der zivilisierten Gesellschaft – wie z.B. seit den 60er Jahren dargestellt in der Literatur zur “Globalen Krise”, im Umfeld des “Club of Rome”, in der “Welt-Problematik”, dem “Netz der (99) Welt-Probleme”, etc.

Horkheimer / Adorno schreiben in “Dialektik der Aufklärung”, daß die “Aufklärung” der “Wissenschaft” den FEHLER der “Kirche” / “Religion” unwissentlich / unbewußt übernommen habe!

Nach meinen Erkenntnissen – der ich seit 1992 an diesem “Fehler” arbeite – handelt es sich dabei um eine “psychische / psychosomatische Störung”, von der die “zivilisierten” Menschen befallen / beeinträchtigt sind – und zwar zunehmend und sich ausbreitend seit mehr als 12.000 Jahren. In der Soziologie ist das Phänomen als (die) “Kollektive Neurose” bekannt; Diejenigen aber, die davon wissen, erkennen allermeist die wahre Tiefe / Tragweite und die Zusammenhänge mit anderen Phänomenen in der Gesellschaft nicht – aus Gründen eigener Befallenheit und Beeinträchtigung.

Das “Tiefer-graben” würde zur Erkenntnis der “Kollektiven Neurose” und ihrer wahren Beschaffenheit und Auswirkung führen – ebenso wie zu der Erkenntnis ihrer Ursache und folglich auch zur Erkenntnis des gangbaren Weges der grundlegenden Heilung in jedem Einzelfall.
“Neurose ist heilbar!” schreibt u.a. auch EYSENCK.
Der Einzelne muß sich “nur” als befallen bzw. heilungsbedürftig erkennen und den Weg der grundlegenden Heilung GEHEN.
DIESE Heilung ist ganz anders als das, was die wissenschaftliche Medizin leisten kann. Letztere versteht sich als “Dienstleister” und tut etwas für die “Patienten” / “Kunden”.
Die WAHRE, grundlegende, Heilung jedoch, die ich meine, muß der jeweilige Mensch SELBST bewirken.

Schon 1992 war mir klar, daß die wahre Heilung (von) der “Kollektiven ZIVILISATIONS-Neurose”, wie ich sie seit damals nenne, in

“Selbst-Entwicklung”

bestehen müsse. In der Entwicklung seiner selbst – vom “Niederen Selbst” / “Ego” zum “Höheren / wahren Selbst” – und, daß man das s e l b s t tun müsse. Im Bewußtsein.
Einen Wechsel der Bewußtseins-Ebene. Eine Verwandlung / Transformation. Eine grundlegende Veränderung der “Grund-Schwingung” und inneren Haltung und Orientierung.

*

Worin besteht denn das “Problem der Religion”?

In der “Christlichen Lehre”?
In dem, was die “Kirche” lehrt oder dem, was Jesus Christus eigentlich gemeint hat?
Da gibt es nämlich gravierende Unterschiede.
Die ursprüngliche Absicht der biblischen Geschichten ist m.E. weniger eine “natürliche” Religions-Vermittlung (wie sie in wahrhaft gesunden Völkern / Gesellschaften stattfinden sollte), sondern ein HEILUNGS-Ansatz zur Erlösung von der “Kollektiven Neurose” – von der die befallenen Menschen VERSKLAVT sind.

WAHRHAFT erwachsene und damit WAHRHAFT gesunde Menschen können die Wahrheit erkennen, die “wirkliche (“höhere”) Wirklichkeit”. Der typische zivilisierte – kollektivneurotische – Mensch lebt NICHT in der Wahrheit, NICHT in seiner wahren Wirklichkeit, sondern in einer “Schein-Welt”. Er lebt nur in der EINEN von ZWEI Seins-Ebenen, nämlich nur in der “materiellen”, in der “Auswirkungs-Ebene”, während ihm die “Ursachen-Ebene”, die geistig-seelische / spirituelle völlig verborgen ist.
Wer nicht im “höheren” Bewußtsein lebt, kann die entsprechende “höhere” Realitäts-Ebene auch nicht wahrnehmen und kann darin auch nicht kreativ tätig werden; ist kein “Mit-Schöpfer” – was der erwachsene Mensch aber seiner evolutionären Entwicklung nach, von seinem Potenzial her (und nach Gottes Willen), sein soll.

Nur als wahrhaft erwachsene Menschen sind wir GANZE, WAHRE, Menschen und “Krone der Schöpfung” sowie “Stellvertreter Gottes auf Erden” – was wir vor allem als ELTERN unbedingt sein müssen, weil wir sonst nicht in der Lage sind, unsere Kinder angemessen zu erziehen und sie zum wahren Erwachsenwerden anzuleiten – zum Prozeß der Initiation / Ascension.

Ich gehöre zu keiner “Kirche” / “Religion” / “Konfession” oder ähnlich. Ich bin FREI. Gott und ich, wir haben uns außerhalb davon gefunden und verbunden.

Und ich glaube, den Weg, den ich gegangen bin, kann JEDER Mensch gehen – mit Gottes Hilfe; mit Hilfe der KRAFT, die wir in Wahrheit als “Kinder Gottes” sind.
Wir müssen das nur erkennen / anerkennen und VERTRAUEN.

“Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…” heißt: (wieder) vertrauen können bzw.: Angst überwinden.
Die Kollektive Neurose ist zum wesentlichen Teil eine Angst-Störung. Meist “LATENTE Angst”, wie Rainer Taéni schreibt.

Genug davon für diesmal.

“Die Wahrheit wird euch FREI machen.”

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  1. Juni 9, 2014 um 3:50 pm

    Lieber Martin, vielen Dank für diesen Kommentar!

    Da es sich um ein sehr emotionales und sicher vielfach die Lager spaltendes Thema ist, hier mein Vorschlag um die Diskussion in den Dialog zu überführen.
    Gerne auch in den Konstruktiven Dialog und in eine vielleicht Beispielhafte Umsetzung.

    Zum Beispiel in einen Geno-Talk zum Thema?
    Oder und ein Teilprojekt im Projekt HUMAN EDEN?

    Was meinst Du dazu?

    Ich denke, dass man so dem Ganzen mehr die praktische Note vermitteln kann!

    Herzliche Grüße aus der Heimat von Friedrich Wilhelm Raiffeisen
    auf dem Weg zur ökologischen Nachhaltigkeit

    Hans-Jürgen

  2. chattison
    Juni 9, 2014 um 4:14 pm

    „Neurosen“ sind für mich nichts anderes als Iterationsschleifen, Ein „Ewig-die-gleich-Platte-Leiern“, Kreistrampelpfade des Gemüts.

    Die Empfehlung zur Befreiung ist so einfach, wie die Durchführung schwierig ist:
    Innehalten – Kreislauf erkennen – einen Schritt zur Seite gehen.
    Fertig.

    Warum fertig?
    Weil im Beiseitetreten ersichtlich wird, dass es
    erstens möglich ist, den Trampelpfad zu verlassen
    zweitens gar nicht so unbedingt gefährlich sein muss,
    drittens sich neue Eindrücke, Erlebnisse, Erkennntnisse eröffnen, die schon immer da, verfügbar, sichtbar waren und nur durch den gesenkten Blick auf den Trampelpfad „verborgen“ blieben und so jede Veränderung des status quo zunichte machten.

    Allein dieser Vorgang eröffnet zumindest die Möglichkeit, dass der Teufelskreislauf (sic!) durchbrochen wird aus intrinsischen Motiven, die darum auch nicht mehr, – einmal entfesselt wie der Geist, der aus der Flasche entwichen ist, – dorthin zurück streben oder dahin zurück gezwungen werden können.

    Psychische Krankheitsbilder, die sich defintiv nicht auf biochemische Störungen zurück führen lassen, finden zuallererst ihren Ursprung genau darin – in der Selbst- oder Fremdbeschränktheit, die nicht als Verortungs- oder Befindlichkeitssicherheit empfunden wird.

    Der Artikel fängt gut an, endet leider aber mit dem nicht wirkich hilfreichen Verweis an eine „Gotteserfahrung“, die nur zu offensichtlich leider nicht beliebig verfügbar gemacht werden kann.
    Die Hoffnung darauf allein nützt Betroffenen nichts, weil das nichts verändert, sondern sogar noch das Verbleiben im status quo fördern kann.
    Da wären konkretere Hinweise nötig gewesen – so bleibt am Ende wieder, wie so oft, nur spiritueller Habitus, garniert mit dem Zuckerguss beliebter Esoterik-Phrasen.

  3. Gerd Zimmermann
    Juni 9, 2014 um 4:41 pm

    Chattison , dein Beitrag gefaellt mir, merci.
    Sieht man doch wie die Betrachtungswinkel zwischen 12.000 interpretierten
    Jahren und dem heitigenen Gesamtbewusstsein auseinandergehen.
    Praktisch bewegen wir uns Aeonen durch das All, um dort anzukommen,
    wo wir gestartet sind, bei Kreisen oder Zyklen ist das nun mal so.
    Guido nennt das die Reise mit anderem Vorzeichen fortsetzen.
    Ein kleines Problem bleibt, ES ist waehrend der Reise keine Zeit vergangen.
    Ignorieren wir das erst einmal

    Hier auf 24 Seiten erklaert Walter Haege, was LEBEN ist.

    Darf ich Guido noch mal wiederholen: Das Leben, das Universum und der
    ganze Rest.

    Und was noch eher selten ist, wie es funktioniert.
    Wenn ich Hans-Peter Duerr denk: …….wie ein Radiosender in Resonanz
    bringen……

    Wie sagte Guido, Ihr braucht Euch eigentlich nur noch mit Morphogenese
    und kristallienen Struckturen beschaeftigen, alle anderen Zuege haben den
    Sackbahnhof verlassen.
    Nachtigall hoer ich da schon wieder etwas?

    http://www.radionik.info/haege/feld

    Viele Gruesse Gerd

  4. Gerd Zimmermann
    Juni 9, 2014 um 4:50 pm

    Ich finde jetzt den Artikel nich auf der angegebenen Seite:

    Walter Haege; Die Theorie vom morphogenetischen Feld

  5. Gerd Zimmermann
    Juni 9, 2014 um 6:38 pm

    “ Wenn man WEISS, dass die Koerperzelle als Photonenspeicher wie von
    Popp nachgewiesen wurde und dass Lichtspeicherfaehigkeit von Zellen
    ein Gradmesser fuer die Gesundheit des Lebewesens ist, dann haben wir
    erstens den Absender: Photonenststrahlung inklusive InFORMation des
    morphogenetischen Feldes und zweitens den Empfaenger: die Koerperzelle.“

    Zitat Walter Haege

    Sonne und Wasser, hihihi. Wie auf Gold DNA beschrieben. So ein Zufall schon
    wieder.

    Hart ist der Zahn der Bieberratte, doch haerter ist die Morgenla….
    Ueberliefert

    An des Universums Mitte, liegt des Teufels Titte.
    Gold DNA

    Gut schaun wir mal, wer Weltmeister wird. Wetten, ES steht schon fest,
    in den Sternen geschrieben, aehm, ich meine im morphogenetischen Feld.

    Schoene Grusse, Gerd

  6. Gerd Zimmermann
    Juni 9, 2014 um 7:55 pm

    Haege ebenda:
    Die verschiedenen Arten der Lebewesen sind lediglich verschiedene Aspekte des
    GESAMTBEWUSSTSEINS: Wir sind dann tatsaechlich alle EINS und die Trennung
    ist ein menschlicher Irrtum; wir alle, sei ES Stein, ein Froeschlein oder Mensch sind
    Teile des EINEN.

    Guido meinte mal, ihr versteht mich nicht, wenn ich GESAMTBEWUSSTSEIN sage.
    Auch versteht kaum einer 5 elektromagnetische Sinne im mechanisch postulierten
    Universum. Spiralfoermige Galaxien, erinnert mich an den Geheimen Code oder
    Fibonacci. Die Spiralen muessen sein, damit Gott mit der Brechstange das sich
    ausdehnende Universum besser justieren kann. Vielleicht hatte Gott aber doch eine
    bessere Idee. Damit spart ER (ES ) ein Haufen Reisekosten. Die galaktischen Banken
    sind duenn gesaeht und geizig. Vielleicht hatte Gott eine universelle Idee, wie im kleinen
    so im grossen und benutzte im gesamten Universum den gleichen Baustoff.
    Koennte man ja mal in einer Webepause drueber nachdenken, finde ich. Die Wissen-
    Schaft wird uns keine Loesung bieten. Diese Leute besuchen Kongresse und schlafen
    Nachts erschoepft. Ein Gehirn ist fuer die Wissenschaft ein Buch mit sieben Siegeln.

    Gut so, dafuer grinsen ein paar ANDERE und diesmal nicht die EINEN. Multispektral
    und was ES nicht alles gibt, Oszillograph, zweidimensional, ohne zu merken, dass sie
    nicht alleine sind, Halbgoetter in weis ( An der Stelle habe ich gekupfert )

    Ja, alles ist EINS, gut so. Mensch wuerde nie erkennen, wenn sich der Herr im Hause,
    genannt Universum nicht irgendwann um seine Schaefchen kuemmern wuerde.
    Ich habe das Gefuehl, dass reinigende Gewitter steht vor der Tuer, genannt
    Bewusstwerdung.

    Den Schirm wuerde ich mitnehmen, bedenkt man, dass Bewusstsein und Wasser
    Hand in gehen. Ein Trost bleibt, die Welt wird nicht untergehen.

    Euer Querdenker, Gerd.

  7. Juni 10, 2014 um 7:11 am

    Max Höfer verweist in seiner Kapitalismuskritik darauf, dass es mit den 68ern – der Hippie-Blumenkinder-Sex-Drugs-Rock’n-Roll-Generation – schon einmal eine starke antikapitalistische Bewegung gegeben hat. Er zeigt weiter auf, wie diese Bewegung vom kapitalistischen System aufgesogen wurde und den Typus des „smarten Managers“ hervorgebracht hat. Der „smarte Manager“ ist einer, der Kooperation und Spaß befürwortet und lebt, jedoch unter dem Gesichtspunkt der weiteren Produktionssteigerung und Durchökonomisierung des Lebens. Das heißt, dank des „smarten Managers“ werden dem Kapitalismus weitere Bereiche des menschlichen Lebens einverleibt und der Mensch sich selber weiter entfremdet.

    Im 15. Jh. trat die Wissenschaft als Gegenspieler zu einem zur Doktrin erstarrten Religions-und Glaubenssystem an. Gleichzeitig hat diese Wissenschaft jedoch den im Christentum und griechischen Denken bereits vorgeprägten und verwirklichten Subjekt-Objekt-Bruch übernommen und in der Folge zum Exzess getrieben, also die bereits angelegte Entfremdung des Menschen weiter vorangetrieben. Aus der klassischen Physik, die den Laplace’schen Dämon zum Endziel hatte, hat sich eine neue Physik entwickelt, die über das Mittel der statistischen Methode uns weiter von der konkreten Wirklichkeit trennt.

    Jesus war ein Revolutionär, der das jüdische Religionssystem aus seiner Erstarrung herausholen, den Menschen zu sich selbst zurückführen und von unsinnig gewordenen äußeren Zwängen befreien wollte. Stattdessen wurde er zum Zentrum einer Lehre, die den Menschen nicht nur von außen über ein rigides Regel- und Gesetzeswerk kontrolliert, sondern auch von innen her über seine Gefühle. Von nun an wurde dem Menschen nicht nur vorgeschrieben, wie er den Tag zu verbringen, mit seinen Mitmenschen umzugehen sondern auch, was er dabei zu fühlen hat, Liebe nämlich. Das es so gekommen ist, geht vor allem auf die Kappe von Paulus.

    Das heißt, dass den Versuchen „das System zu durchbrechen“, die Gefahr innewohnt, dass eben gerade durch diese Versuche „das System“ gestärkt daraus hervorgeht.

    Auch im obigen Artikel wird wieder vom „höheren“ Bewusstsein gesprochen, schon allein das Wort „höher“ verweist darauf, dass auch hier wieder etwas optimiert werden muss, dieses Mal nicht im materiellen, sondern im geistig-spirituellen Bereich. Auch der spirituell-ökologischen Protestbewegung gegen den Kapitalismus wohnt die Gefahr inne, dass sie das System nicht auflöst, sondern dem System nur neue Energiebereiche zuführt.

    Die traditionellen Meditationstechniken kennen hauptsächlich zwei Wege: den der Bewusstseinsentleerung und den der Bewusstseinsvereinheitlichung. Eigentlich sind es nur Varianten desselben Verfahrens mit dem Ziel, unseren Geist zur Ruhe zu bringen. Den Geist zur Ruhe zu bringen, ist nichts anderes als „Innehalten“. Das Innehalten ist schon der Ausstieg, der dazu führt, den Kreislauf zu erkennen.

    Es genügt jedoch nicht, nur den Kreislauf zu erkennen. Es geht darum zu erkennen oder vielleicht besser: zu erfahren, was diesen Kreislauf in Gang gesetzt hat – und da sind wir wieder beim Thema des Traumas, über das hier auch schon diskutiert wurde. Es genügt nicht, die Angstneurose zu diagnostizieren, sondern herauszufinden, wodurch sie ausgelöst wurde.

    Um das herauszufinden, müssen wir in der Menschheitsgeschichte ziemlich weit zurückgehen: bis in die Zeit hinein, als der Homo sapiens anfing, die anderen Hominidenarten, die es auch noch gab, umzubringen, und als er auf den Gedanken kam, Opfer zu bringen, um sein Schicksal und die Natur zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

    Alle Menschen, auch die Naturvölker, stammen vom Typus homo sapiens ab. Mit allen Menschen, auch mit den Naturvölkern, teilen wir denselben Schatz an Mythen. Fast alle Völker kennen als Mythos bspw. die Schlange und die Sintflut. Irgendwo zwischen Schlange(nkult) und Sintflut sitzt der Auslöser für das Trauma, das zur kollektiven Angstneurose geführt hat.

    • federleichtes
      Juni 10, 2014 um 12:32 pm

      „Das heißt, dank des “smarten Managers” werden dem Kapitalismus weitere Bereiche des menschlichen Lebens einverleibt und der Mensch sich selber weiter entfremdet.“

      Darüber hatte ich die Tage mit Susanne diskutiert.

      „Das heißt, dass den Versuchen “das System zu durchbrechen”, die Gefahr innewohnt, dass eben gerade durch diese Versuche “das System” gestärkt daraus hervorgeht.“

      Darüber diskutiere ich mit mir seit vielen Jahren. Die Botschaft, der ich folgte lautete:
      Es muss ein Wissen entstehen, dessen Anwendung zur Zerstörung des Systems führen muss. Damals verstand ich die schöpferische Technik noch nicht im Ansatz, aber die hier diskutierte Neue Logik versucht das Leben ja zu erklären als:
      Steigerung der Feindseligkeit, bis ihr System kollabiert; und dies unter den „Augen“ eines Bewusstseins, das den Geist der Feindseligkeit verstehen lernt.

      Das traumatisierende Ereignis des Menschen zeitlich bestimmen zu wollen, halte ich für wenig hilfreich. Dazu sollte man doch (vorher) das Wesen der Zeit verstanden haben, und wenn man es verstanden hat, ist der Zeitfaktor irrelevant. Das Trauma ist funktional und Teil des menschlichen Systems, und Mensch ist mit einer Grund-Feindseligkeit infiziert. An diesem Punkt brach ich mein Suchen in der Geschichte ab.

      Ein Problem in der Durchdringung des Körperlich-Lebendigen sehe ich darin, dass Mensch mit seinen KÖRPERLICHEN Sinnen wahr-nimmt, und (damit) nicht wahrnehmen kann, was das Körperliche bedingt(e).
      Folglich interpretiert Mensch nur sehr eingeschränkt. Er liest die Mythologie als von körperlichen Gestalten Erlebtes. Das Wesentliche an der Lilith-Geschichte war für mich, dass sie etwas Bedeutsames über die Zeit von Adam und Eva aussagt: Lilth war ein nicht-körperlicher Dämon.

      Wenn Du etwas Neues denken möchtest, stelle Dir vor, dass mit der Traumatisierung die Verkörperung einher ging. Zu dieser Vorstellung passt unsere Annahme, die feindseligen Informationen seien auf der körperlichen (Zell-) Ebene gespeichert. Und Psyche sei das Werkzeug, Feindseligkeit als Verhalten abzubilden. Dazu passt auch unser Wissen über den schöpferischen Geist, der sehr schnell ist, und der Geist unseres Denkens, der stark verlangsamt ist (wurde).

      Dem Menschen mangelt es an Vorstellungsvermögen. Es erweitert sich, je weniger Angst die Betrachtung färbt. Es wird umfassender, wenn Mensch sich erkennt als Teil einer Runde.

      Danke
      Wolfgang

      • Juni 10, 2014 um 1:04 pm

        Dazu fällt mir ein:

        Muster sind Ergebnis von Welleninterferenzen.
        Welleninterferenzen sind Ergebnis von Impulsdifferenzen.
        Impulsdifferenzen sind Ergebnis von Grenzflächenereignissen.

        Man könnte aus dieser Überlegung heraus postulieren, dass das, was wir hier als „Realität“ wahrnehmen also Ergebnis der Interaktion von zwei verschiedenen Seins-Gründen sein muss, da ein homogenes Medium nicht aus sich selbst heraus instabil werden kann. – Das Meer hat ja auch keine Wellen, Strömungen aus sich selbst heraus.

        Die Existenz (das wörtliche Heraus-/Hervortreten aus einem indifferenten Hintergrund) wäre demnach immer als Ausdruck einer Interaktion zwischen dem einen indifferenten Seinsgrund und etwas „Anderem“ zu begreifen, quasi als indirekter Hin-/Beweis, dass da „mehr sein muss“ als das Offensichtliche.

        Die „Wellenexistenz“ zweier oberflächlich betrachtet „verschiedener“ Menschen (dito zwei Wellen im selben und aus demselben Teich) wäre demnach Ausdruck einer energetischen Interaktion zwischen dem Teich und – tja, was?

        Das Gute/Böse, die „Feindseligkeit“ wäre demnach eher als Indikator für etwas „Anderes“ zu verstehen, das den herkömmlich begriffenene Seinsgrund übersteigt, so wie Gravitation, Wetter, Klima, das Meer in seiner Phänomenalität auch übersteigen und sich dort ausprägen.
        Der Fisch tief im Wasser weiß auch nichts von Erdrotation, Klima, Wetter – trotzdem ist seine Welt direkt davon beeinflusst. Der Fisch müsste also allein von daher schlussfolgern, dass es da „Mehr als Meer“ geben muss, allein, weil es im Meer Unterschiede gibt, die sich aus diesem alleine nicht vollständig erklären lassen.

        Das Trauma der „Obszönität des Seins“ fände darin quasi seine Berechtigung in Form eines „Ausgleichs“ zwischen den obwaltenden Kräften..

        @federleichtes: sry, falls ich damit das Thema verfehlt haben sollte^^

      • Juni 10, 2014 um 11:24 pm

        “Wenn Du etwas Neues denken möchtest, stelle Dir vor, dass mit der Traumatisierung die Verkörperung einher ging.“

        In diesem einen Satz steckt die Geschichte der verkörperten Menschheit … und Sesshaftigkeit bekommt plötzlich eine ganz andere Bedeutung hinsichtlich der Möglichkeiten die Vergangenheit zu interpretieren.

        “Er liest die Mythologie als von körperlichen Gestalten Erlebtes.“

        Klar, weil er mit dem Bewusstsein der Gegenwart versucht aus dem Vergangenen schlau zu werden. Daher ist die Vergangeneit nichts anderes als eine Interpretation mit den Möglichkeiten der Gegenwart. Oder anders ausgedrückt: Solange wir meinen der Vergangenheit zu bedürfen, um für die Zukunft gerüstet zu sein, kann die Problematisierung weiter fortschreiten und das Trauma weiter wirken … Heilung bedeutet mit der Vergangeneit Frieden zu schließen und sich des Augenblicks bewusst zu werden. Die Zukunft steht in den Sternen … wie wahr … doch wie fehlinterpretiert aus Sicht der Gegenwart.

        Gruß Guido

        • federleichtes
          Juni 11, 2014 um 3:19 am

          Ja, fehl interpretiert. Davon lebt die ganze Sch…..

          Du hast niemals so deutlich ausgesprochen, wie (falsch) Zeit interpretiert wird. Kurz: Menschengeist kann nicht Schöpfergeist interpretieren. Egal.

          Eine entscheidende Wende für die Menschen brachte Darwin. Der so tat, als könne er das Leben als Gestaltungsdynamik erklären. Und natürlich begeisterte Ohren fand, die das glaubten. Und damit die gestalterische Geistesmacht des Wunderbaren reduzierte auf Null. Psychologisch gesehen ein Volltreffer, das Flaggschiff des Schöpfers versenkt:
          Was mechanistisch-logisch entstand, kann viel bedenkenloser versaut, geklaut, missbraucht werden.

          Wer hat sich das bloß ausgedacht, sage ich oft zu Susanne. Und vermute, in Gestaltung und Ordnung war auch Liebe am Werk. Geformte Liebesenergie? Und dann kam ein Geist, der diese Energie nicht verwandelte im Sinne einer Ordnung, sondern sie als Selbstzweck (danke, Mr. Chattison) verwendete und mehr und mehr Macht ansammelte?

          Klar, Spinnerei. Auch der Gedanke, dass eine von der Feindseligkeit bereinigte Schöpfung anhand der existierenden Baupläne in etwa sechs bis sieben Real-Tagen entstehen könnte. Leere in der Fülle, Mann, Mann – wenn ich Dich nicht hätte.

          Gruß
          Wolfgang

  8. Gerd Zimmermann
    Juni 10, 2014 um 1:30 pm

    Wie waehre mit einem Klassiker ?

    Paracelsus:
    “ Die Faehigkeit zu sehen kommt nicht vom Auge, die Faehigkeit zu hoeren nicht vom Ohr
    und die Faehigkeit zu fuehlen nicht von den Nerven, sondern ES ist der Geist des Menschen,
    der durch das Auge sieht, mit dem Ohr hoert und vermittel der Nerven fuehlt.
    Weisheit, Verstand und denken sind nicht ins Gehirn eingeschlossen, sondern gehoeren
    zu dem unsichtbaren, allgegenwaertigen Geist, der durch das Herz fuehlt und mit dem
    Gehirn denkt.“

    Bei mir heisst das, ein Auge sieht nicht und ein Gehirn denkt nicht. Das macht das
    Gesamtbewusstsein fuer uns. Ist doch bequem, nie wieder denken.

    Weil keiner erkennen will, das unsere elektromagnetischen Sinne direkt mit dem
    elektromagnetischen Gesamtbewusstsein auf energetischer Ebene verbunden sind.

    Morphogenetisches Feld genannt, wo nichts hin und her flitzt.

    Nennt man das Trauma ? Nicht geboren zu sein ? Weil, was nicht geboren ist, kann
    nicht sterben. Wo sollte man Bewusstsein begraben ? Die energetische Grundlage
    ALLEN SEINS .
    In ein morphogenes Feld kann man sich nicht einklinken, da ist man immer drin.
    Auch wenn man pipi geht. Aus dem Grund ist das Gesamtbewusstsein auch bei uns,
    wenn wir kaka gehen. Cool was, aber kein Problem ES sei denn es ist ein Trauma.

    Wer schon mal eine halbe Seite von Gold DNA gelesen hat, der hat von verkoerperten
    menschlichen Bewusstsein gelesen. Was koennte das bloss sein, auf der Buehne des
    Lebens ? Ganz sicher kein Trauma sondern das Potential aller Moeglichkeiten.

    Wer Ohren hat der hoehre, sagte der Nazerehner. Komisch den verstand ich. Ich habe
    sehr oft auf die Hermetischen Gesetze hingewiesen. Nein, nein und nochmal nein.
    Fuer soetwas ist hier keine Zeit, ich meine fuer wahres Wissen.
    Was ist schon Wissen gegen nichtwissen ? Alles Wissen ist bekannt. ALLES. SO WAHR
    MIR GOTT HELFE.

    Ich habe wenig Interesse weiter zu schreiben, weil ALLES gesagt ist.
    1 und 1 ist gleich 4. Warum ist die Goldene Phi(l)harmonie abgeschlossen ?

    Schoene Zeit, Gerd

  9. Gerd Zimmermann
    Juni 10, 2014 um 1:44 pm

    Chattison, Du hast etwas…….

    Die Fische wissen nicht was Wasser ist, also beschliessen sie eine Deligation
    Zu einem alten und weisen Fisch zu schicken.
    Dort angekommen fragen die Fische, kannst du uns sagen was Wasser ist ?
    Der weise Fisch ueberlegt einen Moment und antwortet, aus dem Wasser seid
    ihr gekommen, im Wasser lebt ihr und zu Wasser werdet ihr werden.
    Unbekannt

    Sage das bitte nicht weiter, sonst versteht noch jemand warum Bewusstsein und
    Wasser Hand in Hand gehen, ganz ohne Trauma.

    LG Gerd

  10. federleichtes
    Juni 10, 2014 um 2:08 pm

    @ Mr. Chattison

    „…falls ich damit das Thema verfehlt haben sollte^^“

    Nein.
    Mensch, der sich in diese Bereiche vor wagte, muss sich fragen lassen, ob er an zwei Büchern interessiert ist. Autor Gerhard Häberli, Buchtitel „Die Berührung“ und „Die Einheit von Kosmos, Atom, und Geist“.

    Ich stellte mir die Frage, was einen harmonsichen, in sich ruhenden Seinsgrund aus sich hervor treten ließ. also: WAS-A erzeugte die Welle, und WAS-B machte die Welle instabil. Wir könnten uns damit begnügen, die Ursache (für A und B) als das Andere zu beschreiben. Aber wenn das Andere sich informativ-reaktiv (traumatisiert) im Leben befindet und von diesem abgebildet wird, ist mir logisch, dass Leben nach einer Beschreibung des Anderen verlangt. Dass eine Welle (Angst) nicht die Ursache/Verursachung für sich beschreiben kann, erscheint mir logisch, so logisch wie der Schritt, aus der Einen Welle (Ur-Mensch aus Lehm) Zwei Wellen (mit Odem) zu machen, die gegenläufig sind und sich (als Minder- und Mehrwert) projizieren und reflektieren müssen.

    Aus eher indifferenten Interaktionen (Lilith und Adam sollen unversöhnlich auseinander gegangen sein) entwickelten sich speziellere und durchdringendere Aktionen. Sie brachten Eindeutigkeiten hervor – und den Zweifel daran, wenn sie fragmentiert blieben.

    Im tiefen Wasser braucht’s weniger gute Schwimmer, als gute Taucher. Der kleine Unterschied ist eine Charakterfrage. Und die Frage nach dem Charakter stellt die Angst. Und die Angst bringt das hervor, was für Existenz unabdingbar ist: Bewusstsein. Da stelle ich mir laienhaft vor, dass das Bewusstsein eines Urgrundes ziemlich nervös war, als es FREMD bewegt werden konnte. Ob diese „Nervosität“ vergleichbar ist mit dem, was wir kleinen Funken-Fische als Angst empfinden?
    Fragmentierte Feindseligkeit, informativ als Traumatisch-Unbewusstes, energetisch als die geteilte Ur-Angst?

    Fussfessel ist wichtig, sonst „Pferd“ wech, wenn Sattel feddich.

    Herzliche Grüße an Ihnen.

    Wolfgang

    • Juni 10, 2014 um 2:54 pm

      Das erinnert mich wiederum an das Bild:

      Ein Fraktal als Ausdruck einer Formel, die zu sich zurück kehren möchte – Inversion – und dabei eine Iteration in Gang setzte, die das Gegenteil bewirkt – Exversion.
      Und wir sind am äußersten Rande des „Apfelmännchens“ nur die allerkleinste Kopie, Widerspiegelung dieses Vorganges.

      Vielleicht ist es die „Aufgabe“ der Peripherie, das Zentrum durch Kompensation wieder zur Ruhe finden zu lassen, ganz so wie die Arme des Seiltänzers rudernd diesen evtl. in die Balance zurückzuführen vermögen?^^

      Der Verlust des Geichgewichts der Kräfte beim Seiltänzer beruht ja auch auf geringsten Schwankungen, die sich selbst verstärkend zu einem echten Problem für das Ganze, den „Seiltänzer“, aufschaukeln…

      • federleichtes
        Juni 10, 2014 um 3:12 pm

        „… die sich selbst verstärkend zu einem echten Problem für das Ganze, …“

        Das isses! ECHT!!!

        Universum entstand nicht, weil eine (ungeheur-lich) verdichtete Energie entstanden war.
        Sondern weil es Geist gelungen war, eine METHODIK zu ersinnen, diesen Punkt, der konträr zur Natürlichen Energie (-balance) stand, entstehen zu lassen.

        Natürlich und Widernatürlich, prozessual vereint = Leben?

        Ich will das Pferdeapfel-Männchen sein.
        (Vor ein paar Tagen stand ich neben dem Pferdeapfellager eines Reitstalls – unglaublich, ich vergaß, die Spatzen zu fotografieren)

        So, ich jetzt Post, Guido scharrt schon mit den Hufen.

        Wolfgang

  11. Juni 10, 2014 um 4:15 pm

    „dass mit der Traumatisierung die Verkörperung einherging … die feindseligen Informationen auf der körperlichen Zell-Ebene gespeichert sind …“

    Wenn man Trauma so denkt, übernimmt man dann nicht das alte christliche Modell, dass der Körper etwas grundsätzlich Minderwertiges (da feindselig) ist? Dass man das Körperlich-Materielle überwinden muss, um das Wahre zu erkennen?

    Wenn der Seinsgrund interagiert, ist er nicht mehr indifferent. Insofern hinkt das Bild mit dem Meer und mit der Welle. Was interagiert, sind Wellen (Energien) miteinander. Eine etwas andere Betrachtungsweise ist, dass zu einem Wellenberg zwingend ein Wellental gehört, und Berg und Tal die beiden Seiten derselben Medaille sind.

    Diesen Unterschied stelle ich mir eher so vor wie „Ring“ (= Form) und „Gold“ (=Material). „Gold“ ohne eine Form gibt es nicht, ebensowenig wie es einen „Ring“ ohne materielle Repräsentation gibt. Ring und Gold sind ko-existent, das eine ist nicht ohne das andere. Gold kann natürlich auch andere Formen als die Ringform annehmen, Becher, Löffel oder auch bloß Körnchen (Atome, Quarks). Atome und Quarks können wiederum in der „Form“ von Vibrationen (Resonanzen, Energien) sichtbar werden.

    Der Ring kann andererseits aus einem anderen Material sein: Kupfer, Plastik, was auch immer. Kupfer und Plastik haben aber auch die Form von Atomen und Quarks oder Vibrationen. Irgendwann kommt man so zur berühmten „Leere“.

    Und dann heißt es im Zen erstaunlicherweise: Form IST Leere und Leere IST Form.

    Die Frage, was nun das Ursprüngliche ist, aus dem das Andere hervorgeht – kann diese Frage überhaupt beantwortet werden?

    Platon war der Ansicht, dass die Formen das Ursprünglich-Ewige sind und das Material bzw. der Seinsgrund das Veränderliche. Wir hingegen glauben, dass es einen ewigen Seinsgrund gibt, aus dem alle Formen hervorgehen und die Formen das Vergängliche sind und rätseln drüber, wie die Formen bzw. die Bewegtheit oder Energie aus etwas Unbewegtem hervorgehen kann.

    Oder ist vielleicht die Frage falsch gestellt?

  12. Juni 10, 2014 um 5:39 pm

    Wenn Formen sich bei näherer Betrachtung in die Leere hinein auflösen und die Leere sich wiederum permanent in Formen ergießt, was hat das mit „Geist“ und „Bewusstsein“ zu tun? Das Ganze könnte doch auch ein völlig „geistloser“ ewiger, mechanischer Prozess sein, oder? Plus- und Minuspole, die rein mechanisch mit Anziehung und/oder Abstoßung aufeinander reagieren.

    Für mich ist das Geist-Materie-Dilemma eine Frage der Blickrichtung. Wer zuerst nach außen blickt wie die Wissenschaft und selbst das Innenleben von außen angeht (wie in der Hirnforschung), wird sich schwer tun, irgendwo Geist zu entdecken. Die Wissenschaft wird vielleicht mal intelligente Roboter entwickeln, die genauso aussehen und genauso handeln wie Menschen und von außen betrachtet sich in nichts unterscheiden. Gestern habe ich irgendwo gelesen, dass Testpersonen nicht mehr unterscheiden können, ob sie sich mit einem „echten“ Menschen oder einer Maschine unterhalten. Schachspielen kann die Maschine sowieso schon besser. Hat diese Maschine dann Geist oder Bewusstsein? Die Wissenschaft wird sagen: aber sicher. Ich würde sagen: nö.

    Wenn ich nach innen schaue und tiefer nach innen schaue, die Welt um mich herum durch diesen inneren Blick wahrnehme, dann nehme ich nichts als Bewusstsein und Geist wahr. Dann ist alles, innen wie außen, zeitloses Bewusstsein, zeitloser Geist.

    Leider liegt da drinnen ziemlich viel Müll herum. Nicht nur von mir persönlich, sondern in Tausenden von Jahren übers menschliche Kollektiv angehäufter. Diesen Müll muss man erst mal beiseite räumen.

    Das Leib-Seele-Problem. Mit dem wissenschaftlichen Blick nach außen ist alles Leib, Materie, Energie. Vielleicht finden die Wissenschaftler auch noch etwas Subtileres als Energie: Strings, Higgs-Felder, Abstraktionen von Strings und Higgs-Feldern. Bis sie dann sagen: Alles bloß eine Fata Morgana.

    In der nicht-wissenschaftlichen Schau durch das Innen hindurch nach Außen ist das entmüllte Selbst eine Art Prisma und die Außenwelt nichts als Seele und Bewusstsein.

    In dieser Erfahrung ist Verkörperung weder feindselig noch traumatisch.

    Alles bloß eine Frage des Blicks und der Perspektive 🙂

    PS: Man sagen zu dem Müll auch Ego.

    • federleichtes
      Juni 10, 2014 um 9:32 pm

      „Wenn Formen sich bei näherer Betrachtung in die Leere hinein auflösen und die Leere sich wiederum permanent in Formen ergießt, was hat das mit “Geist” und “Bewusstsein” zu tun?“

      Das ist wohl eine philosophische Betrachtung. Eine psychologische Betrachtung sollte sein, dass sich Informationen mit Energie verbindet – formend. Und da ist Information Geist, der einerseits formt und im Formen oder durch den PROZESS des Formens seine (eigene) Leere füllt. Tut er dies wissentlich in der Weise, eine Blume groß oder klein, rot, blau oder gelb, duftend oder stachelig oder duftend und stachilig zu machen, spreche ich von schöpferischem Detail-Bewusstsein. Und von Ordnungs-Bewusstsein, wenn Blume so konzipiert werden KANN, dass sie sich in eine ganzheitliche Ordnung fügt – also für ihr Wachstum keine Salzsäre braucht, die nirgends verfügbar ist.

      Für mich ist die Beziehung von Geist und Materie kein Dilemma. Sonst könnte mein Körper nicht funktionieren, wie er kann UND wie ich will –
      ER MISCHT SICH NICHT IN MEINE UND ICH MICH NICHT IN SEINE ANGELEGENHEITEN EIN – wir sind also nicht auf allen Ebenen symbiotisch vereint. Kurz: Das Pferd muss nicht meditieren, aber Radfahren.

      Einige Hochintelligenzler meinten, Bewusstsein entstünde im Gehirn durch die Gerhirntätigkeit. Klar, der Körper mit seinen hochkomplexen Strukturen entstand ohne Bewusstsein über sein Funktionieren. Nur bleibt die Frage unbeantwortet, warum Mensch
      trotz seiner körperlichen Mega-Funktionalität sich als nicht mal mit der Vernunft eines Schleimpilzes ausgestattet erweist. Ein sehr hohes Bewusstsein erschafft den Menschen und vergisst nicht nur die Vernunft, sondern bastelt dafür den Geist für Mord, Betrug und Missbrauch in die Verhaltenssteuerung ein. Sorry, da kann man doch nicht einfach fragen, wie dämlich das war – bei DIESEM Bewusstsein.

      Was Du Müll nennst, ist der Stoff, aus dem Albträume entstehen. Ist aber auch der Stoff, aus dem das Federleichte wächst. Die Steine auf dem Acker sind nicht der Acker. Und den Menschen sehe ich als Steine UND Acker. Ausgestattet mit der, wenn auch verborgenen, Intelligenz, Steine und Acker unterscheiden zu können, und das Eine vom Anderen trennen zu lernen.
      Dass wir den „Müll“ unserer Vorfahren gleich Hundescheiße an den Hacken kleben haben, ist das weitaus geringere Übel – viel bedeutungsvoller ein Geist, der SEINEN Acker bereinigt wissen WILL. Nennen wir diesen Geist Lucifer? Und den Geist, der den Acker versaute, Satan? Gleichwie, das zu lösende Problem ist weder ein geistiges, noch ein physikalisches, noch ein philosophisches, noch ein religiöses, noch ein psychologisches. Es ist ein PRAGMATISCH zu lösendes Problem. Deswegen leben wir, Du, Susanne, Martin und Martina, Manfred, Mathias, Mick und Monika; und natürlich der ganze Rest. Und Guido und Gerd als zusätzliche Königbonus-Morgenlandgabe.
      Kurz:
      Es ist wahrscheinlicher, dass nicht ein Mensch, sondern ein Pferd das Problem löst, weil es nicht zur Schule gehen musste und keine Universität verließ in dem Glauben, etwas zu wissen.

      Was die Wissenschaftler suchten und fanden und suchen und finden werden, interessiert mich nicht mehr. Weil sich der Eindruck in mir verstärkte, es könne sich bei diesem Typus Mensch um Neurotiker handeln, die kollektiv das Wachsen der Kollektiv-Neurose befördern, genauer gesagt den Spagat ermöglichen zwischen Hoffnung und Wahn – hoffnungsvollen Wahn paarungsfähig mit wahnhafter Hoffnung zu machen.
      (das könnte eventuell ein Spaß gewesen sein – jedenfalls tausche ich, ernst, zehn Wissenschaftler nicht gegen einen Pferdeapfel)

      Dir einen guten Abend.

      Wolfgang

      • Juni 11, 2014 um 12:55 am

        Aus dem Müll wächst gar nichts. Der Müll ist bloß eine Blockade. Ansonsten stimme ich Gerd zu – dass sich die Leere mit dem mystischen Blick als Fülle erweist und dasselbe ist.

        Satan oder Gott – übersteigerte Projektionen und damit bloß Teil der Blockade. Der Weihnachtsmann lässt grüßen.

        Klar befördern Wissenschaftler die Kollektiv-Neurose, die haben ja einen verdrehten Blick auf die Wirklichkeit.

        • federleichtes
          Juni 11, 2014 um 2:57 am

          Blockade ist funktionell, Müll ist Sache – im Falle Psycho-Müll reaktive, Verhalten steuernde Information.

          Reaktive Information definierten wir hier (ich weiß nicht mehr, ob einvernehmlich) als energetisch geladene Information, im Gegensatz zu einem Datum (mehrere Datümmer gleich Daten), das informierte und danach im Bewusstseinsspeicher verschwindet. Energetische Ladung bleibt bei einer Information, wenn sie nicht integriert werden konnte. Wir nennen den Speicherplatz dieserart Informationen Unbewusstsein, die Informationsebene, die vom Trauma kontrolliert wird.

          Zur Kontrolle energetischer Informationen wird Energie aufgewendet, und zwar mehr Energie, als informativ gebunden wurde. Lösen sich Traumata auf, wird Energie frei. Für Wachstum? Je weniger energetisierte Informationen Verhalten kondtionieren, je mehr Optionen entstehen für ein selbstbestimmtes Handeln. Wächst dadurch die Freiheit des Menschen?

          Sollte all das, was Traumata auflöst, bei einem Menschen nicht geschehen, wird sein „Müll“ ihn ein Leben lang begleiten und für Sorgen sorgen, für Ängste sorgen, für Konflikte in zwischenmenschlichen Beziehungen sorgen. Kurz: Für das Gegenteil von Glück. Aus Müll, das ist meine abschließende Schlußfolgerung, wächst immer etwas – weil Leben dem Menschen stets und gerne den „Müll“ frei Haus liefert.

          Ja, ich stimme Gerd auch zu. Der mystische Blick auf Müll entmüllt die Leere und schafft den nötigen Raum für den als Weihnachtsmann verkleideten Gehörnten – wenn er sich umziehen muss für seinen Auftritt als Osterhase. auf dem Boden seiner Ostereierkiepe steht:
          „Ein System besteht aus determinierenden Informationen“.

          Ich bin hier – kurz vor der 3,6,9 – raus, wegen der entstandenen thematischen Komplexität.

          Vielen Dank allen Beteiligten, das Vergnügen war auf meiner Seite.

          Gruß
          Wolfgang

  13. Gerd Zimmermann
    Juni 11, 2014 um 12:28 am

    Fingerphilosoph, die Leere ist die Fuelle.
    Das ist nicht kompliziert.
    Trennen wir Geist und Materie, was eigentlich nicht moeglich ist, da Materie die
    Manifestation von Geist ist, beides bedingt einander, wuerde Geist ohne Materie
    aufhoeren zu existieren. Das ist aber nicht moeglich. Bewusstsein ohne Bewusst-
    werdung ist ist absolut unmoeglich.

    Wenn wir Angst vor der Identitaet ohne Materie haben, moege das ein Trauma sein.
    Aber ohne Materie ist mit aller Materie. Im Geiste sein, bedeutet alles zu wissen.
    Materie kann jede Form annehmen. Materie ist auf ewig wandelbar,
    Wir haben noch nicht erkannt, wohin die Reise geht. Nach Hause.

    Gruss Gerd

  14. Gerd Zimmermann
    Juni 11, 2014 um 3:24 pm

    @ gemeinsaminstal

    Danke Guido.
    Sinngemaess: Nicht der Mensch ist da draussen unterwegs, dass Drausen ist im Innern
    des Menschen unterwegs. Oder anders: „Nicht das Leben ist im Universum zu Gast sondern das Universum beim Leben.“
    Noch anders; Das Leben, das Universum und der ganze Rest auf dem Weg in das Tal.
    Ein Kreis bildet sich in einer Sinusbewegung ab, wer ES so haben will, warum Thal, oder
    war ES Thor.
    Ist nicht eine Sinusbewegung eine Schwingung ? Komisch kosmisch, damit koennte man
    ja die gesamte Welt erklaeren, jeder (Eigen-)Schwingung kann man eine bestimmte Form
    der Materie zuordnen und weil jeder Mensch eine (Eigen-) Schwingung besitzt, gibt ES nie
    zwei gleiche Menschen auf Erden. Genial einfach das Komplizierte. Schwingung, sprich
    Frequenz und Amplitute macht den Unterschied zwischen Gold und Pferdapfel. Wer Schwingung kann, kann aus Pferdeaepfeln Gold machen. Aus Stroh Gold spinnen, die
    Veraenderung der Schwingung macht ES moeglich, doch kein Maerchen.
    Gut so.

    Ich danke Dir, danke.

    Lieber Gruss Gerd

  15. Gerd Zimmermann
    Juni 11, 2014 um 3:28 pm

    Danke Fingerphilosoph,

    man muss viel studieren um wenig zu wissen.

    Lieber Gruss Gerd

  16. sustentaculum
    Juni 14, 2014 um 12:04 pm

    Wow… dieser Kommentar ist mir grade so dermaßen nahe, dass ich es kaum fassen kann… soviel zum Thema kollektives Bewusstsein…

    Aber auch hier muss man realisieren, dass es unendlich viele Menschen zu geben scheint, die in diesem Bereich zwar an der Oberfläche erwachsen oder erhaben wirken es aber in Wirklichkeit nicht sind. Das liegt im Zweifelsfall wohl an ihren geistigen Fähigkeiten (Menschen, die glauben und die positiven Effekte der Befolgung der „guten“ Regeln empfinden sie aber nicht ansatzweise zu erklären im Stande sind)… diese Menschen sind auch leicht durch ihren kurzen Funken der Erleuchtung wieder in eine andere/falsche Bahn zu lenken von jemandem, der es nicht gut mit ihnen meint. So finden Sekten und Scharlatane ihre Opfer…
    Gehen wir vom religiösen Glauben einen Schritt weg und die Allgemeingültigkeit des Sachverhalts wird deutlich: ich kenne Menschen, die nach 9/11 gemerkt haben, dass etwas gewaltig falsch ist in unserer Welt… die womöglich moralische Werte in ihrer Erziehung (ob nun religiös oder nicht) vermittelt bekommen haben und sich deswegen damit auseinander setzen… sie begannen für einen Moment tiefer zu graben… doch einige/viele davon sind sofort auf die nächste Nebelgranate hereingefallen… glaubten blind an Verschwörungen von irgendwelchen Phantasten, die so weit hergeholt waren, dass man nur den Kopf schütteln konnte… glaubten an einen neuen Messias, dem sie zujubelten, der unseren Planeten retten sollte.

    Das ist so traurig, wie nichts anderes. Denn die einzige Erkenntnis die man daraus ziehen sollte und müsste ist: er wird nicht kommen, der Messias, der uns alle rettet. Oder mit Erich Kästners Worten: „Es gibt nichts Gutes außer man tut es“… oder von mir aus auch mit Gandhis: „be the change you want to see in the world“…
    Also Arsch in Bewegung setzen und selbst retten. Es wird kein anderer für dich tun… Beispiel sein… anstecken mit der Erleuchtung…

    Aus eigener schmerzlicher Erfahrung muss ich aber zugeben, dass es ein Kampf gegen Windmühlen ist. Ich komme mir (als ADSler) mit grademal 30 Jahren vor wie ein zynischer alter Mann vor, der im Begriff ist den Glauben zu verlieren… ich suche aktuell aktiv den Kontakt zur Mitte der Gesellschaft. Zu Menschen, die offensichtlich nach echter Liebe lechtzen – es leid sind benutzt zu werden – zu benutzen… und immer mehr zu fressen und doch nie satt zu werden… und was sich da an Abgründen auftut geht unter keine Kuhhaut. Da sind Menschen dabei, die nach außen erhaben und wissend wirken… die zudem auchnoch moralisch wirken… und wenn man sich etwas mehr in die Tiefe mit ihnen befasst wird einem klar: sie sind all das nicht… nichtmal im Ansatz. Sie blenden die Welt – spielen allen etwas vor. Nicht nur Fremden um eigene Unsicherheit zu kaschieren… auch im Privaten… ihren Freunden und selbst ihrer Familie und ihrem Partner… zu echten Werten kommen diese Menschen nie. Und es tut weh zu sehen, wie sie ihr Leben lang ihr Schauspiel zu perfektionieren gesuchen und doch nur auf der Stelle treten was ihre tatsächliche Entwicklung angeht…

    Vor diesem Hintergrund kann ich sogar Missionartum verstehen und nicht völlig schlecht heißen… wenn ein Menschenfreund aus Liebe seine Mitmenschen mit einer Idee anstecken will, dann kann er sich entweder die Wenigen raussuchen, die verstehen und sich selbst zur Erleuchtung verhelfen (das wären dann womöglich so etwas wie die Jünger Christi… die als Multiplikator dienen)… oder aber er verpasst den restlichen – der breiten Masse – eine Verhaltenstherapie… gibt ihnen einen Leitfaden an die Hand wie sie besser leben können…. ohne dass sie es je begreifen, warum das jetzt überhaupt solche Effekte hat…

  1. Juni 9, 2014 um 2:13 pm

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