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“Arbeit” ist per definitionem Sklavenwerk

“Arbeit” ist Ausdruck einer sozial völlig verkommenen Gesellschaft,
die diesen Namen eben gerade dadurch nicht mehr verdient!

Der folgende Text von Nick Mott verschwand „irgendwie“ mal von diesem Blog, ich fand ihn an anderer Stelle wieder:

Antreiben

Antreiben

Kein Tier “arbeitet” – auch nicht die viel zitierten Ameisen und Bienen.

Der Mensch ist überhaupt das einzige Wesen, das diesen Begriff verwendet und ihm eine überhöhte und noch dazu verfälschte Bedeutung zumisst.

Ich existiere ganz bestimmt nicht, um zu “arbeiten” – das ist der typische Ausbeutermythos.

Die Existenz – also das wörtlich genommene “Heraus-, Hervortreten aus dem Unbedingten” – geschieht.
“Arbeitet” da irgendwas im Hintergrund, wie im Theater hinter den Kulissen? – Bestimmt nicht.
Da “wirkt” höchstens etwas.
“Wirken” ist aber eher passiv auslösend, absichtslos bestimmend oder emergent sich ereignend.

Arbeit als Notwendigkeit verstanden, wie im Titel dieses Artikels Ethos Arbeit als Zwiespalt von Notwendigkeit und Anspruch ja bereits angedeutet, mag hinhauen, da es darum geht, “Not abzuwenden”.
Der Mensch ist aber das einzige Wesen auf diesem Planeten, das Not leidet (vor allem durch sich selbst) trotz höchster beispielloser Geschäftigkeit – spätestens hier wird am Ergebnis gemessen klar, wie unsinnig und ineffizient das durch Menschen propagierte “Arbeitsprinzip” ist.

Anspruch(sdenken) als Ursache des Arbeitsmythos´.

Nur, wenn ich mehr will als ich brauche, dann artet das in Arbeit aus.
Oder, wenn ANDERE mehr zu brauchen vermeinen und es sich einfach nehmen, so dass mir etwas fehlt und ich infolge davon einen deutlichen Mehraufwand betreiben muss, um ein vorher simples Bedürfnis zu befriedigen.

Die Beobachtungstatsache, dass in Tunesien z.B. (selbst erlebt) links der Robinson-Club (was für eine geschmacklose Namensgebung!) im höchsten Luxus schwelgt und die örtlichen Brunnen vereinnahmt, damit die Gäste stundenlang duschen und neben dem Meer ein Süßwasserbecken zum Schwimmen haben – und rechts davon einheimische(!) Kinder, die 20km hin und wieder 20 km zurück den ganzen Tag nur am Laufen sind, damit die Familie das lebensnotwendige Wasser zur Verfügung hat, spricht Bände!

Oder der Victoriasee, wo VOR den Kapitalisten die Seeanwohner sich bequem und völlig ausreichend selbst versorgen konnten und NACH der Ankunft des kapitalistischen Barsches der See nicht nur ökologisch im Arsch war, sondern die vormals für sich selbst agierende Bevölkerung nun in der Industrieabhängigkeit der westlichen Kapitalisten vor sich hin verrottet unter wahrhaft höllischen Lebensbedingungen (guckstuauchhia: Darwin’s Nightmare  – der Film ist eine Offenbarung und gleichzeitig eine maximale Entlarvung der verfluchten Arbeitsdiktatur!)

Wer da noch was schön reden will oder “logisch begründend argumentieren”, den fordere ich hiermit ganz offen heraus, sich zu stellen.
Ich bin maximal auf Krawall gebürstet und hungere nach einfältig-selbstgefälligen Schwadroneuren fürs Punching.
Wer einer derart asozialen Hypothese (“Arbeit”) das Wort redet, outet sich nach meinem Verständnis wahlweise als dem intellektuellen Prekariat zugehörig oder als sozialer Autist.

Kurz:

“Arbeit” ist Ausdruck einer sozial völlig verkommenen Gesellschaft, die diesen Namen eben gerade dadurch nicht mehr verdient!

PS:
Wer etwas gerne tut oder sich dazu berufen fühlt oder es für seine Entwicklung oder die von anderen wichtig hält, der “arbeitet” nicht, der “wirkt”!
“Arbeit” impliziert nämlich ein “Sich-verkaufen-Müssen” gegen Geld.
“Geld” impliziert die Schöpfungsabhängigkeit des Sich-verkaufen-Müssenden von denjenigen, die es entweder haben oder eben erzeugen.
“Abhängigkeit” ist das Gegenteil von “Freiheit” und zudem ein medizinischer Krankheitsstatus.
Wer also der “Arbeit” das Wort redet, befürwortet eine kranke Gesellschaft!
Die Statistik spricht hier Klartext: Macht Arbeit krank?

Bei den alten Römern und Griechen gehörten die ‘Arbeiter’, also diejenigen, die einer Tätigkeit nachgingen, zu den untersten sozialen Schichten. ‘Arbeitslosigkeit’ war ein prestigeträchtiger Zustand …  (Quelle)

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. Heinrich Schmitt
    Juni 25, 2014 um 4:48 pm

    Nochmal zu den erwaehnten Ur-Sprache: Bei meinen frueheren Reisen in die nordafrikanischen Berbergebiete und durch die Kabylei ist mir aufgefallen, dass sich die dort gesprochenen arabischen Dialekte sehr stark an Lautmalereien der Natur anlehnen (z.B. wenn die Rede von einer Schlange ist, sieht man sie foermlich vorbeihuschen).
    Bei den Bergvoelkern auf den Philippinen und den australpazifischen Voelkern , die nicht so stark von den ehemaligen Kolonialsprachen beeinflusst sind ,ist es aehnlich. Hier ueberwiegen Zwillingswoerter, die vielleicht den Pulsschlag der Natur versinnbildlichen,an die man seine Taetigkeiten anpasst: den wiederkehrenden Wellenschlag, die Gezeiten, die Tag-und-Nacht-Gleiche usw.
    Euren wirklich fundierten Beitraegen kann ich nur zustimmen ! Gruesse an die Runde !

    • Juni 25, 2014 um 5:38 pm

      Herzlichen Dank für diese Bestätigungen aus dem wahren Leben!

      Auch im deutschen Sprachraum gibt es einerseits – noch – viele Wörter, die ihren Ursprung in Lautmalerei oder Gefühl erkennen lassen; andererseits kommt es auf die einzelne Person an, ob sie nur aus „Kopf“ – und „emotionslos“ und „ohne Betonung“ – spricht, oder ob sie – künstlich – affektiert spricht, oder NATÜRLICH und einer dem Inhalt entsprechenden Färbung – die ja auch hilft, (besser) zu verstehen…

      Ich fiel schon als junges Schulkind u.a. dadurch auf, daß ich „gut, mit Betonung“ lesen konnte.

      Herzlichen Gruß!

  2. Juni 9, 2014 um 7:38 am

    Ich lese gerade: „Max A. Höfer: Vielleicht will der Kapitalismus gar nicht, dass wir glücklich sind“

    Höfer stellt den Zusammenhang zwischen der protestantischen Arbeitsethik und dem Kapitalismus her, verweist darauf, dass das kapitalistische System und die moderne Arbeitsgesellschaft eine dicke Wurzel in der Religion des Christentums haben.

    Hier ein kurzes Interview mit Höfer zum Kennenlernen:
    Herr Höfer, wann haben Sie gemerkt, dass der Kapitalismus keinen Spaß mehr macht?

    Ich selber bin überzeugt davon: um das Problem „Kapitalismus“ zu lösen, müssen wir noch eine Schicht tiefer graben und das Problem der Religion lösen.

    • Juni 9, 2014 um 1:37 pm

      „… tiefer graben und das Problem der Religion lösen.“:

      Aber auch Menschen „ohne Religion“ erleben die realen Probleme (in) der zivilisierten Gesellschaft – wie z.B. seit den 60er Jahren dargestellt in der Literatur zur „Globalen Krise“, im Umfeld des „Club of Rome“, in der „Welt-Problematik“, dem „Netz der (99) Welt-Probleme“, etc.

      Horkheimer / Adorno schreiben in „Dialektik der Aufklärung“, daß die „Aufklärung“ der „Wissenschaft“ den FEHLER der „Kirche“ / „Religion“ unwissentlich / unbewußt übernommen habe!

      Nach meinen Erkenntnissen – der ich seit 1992 an diesem „Fehler“ arbeite – handelt es sich dabei um eine „psychische / psychosomatische Störung“, von der die „zivilisierten“ Menschen befallen / beeinträchtigt sind – und zwar zunehmend und sich ausbreitend seit mehr als 12.000 Jahren. In der Soziologie ist das Phänomen als (die) „Kollektive Neurose“ bekannt; diejenigen aber, die davon wissen erkennen allermeist die wahre Tiefe / Tragweite und die Zusammenhänge mit anderen Phänomenen in der Gesellschaft nicht – aus Gründen eigener Befallenheit und Beeinträchtigung.

      Das „Tiefer graben“ würde zur Erkenntnis der „Kollektiven Neurose“ und ihrer wahren Beschaffenheit und Auswirkung führen – ebenso wie zu der Erkenntnis ihrer Ursache und folglich auch zur Erkenntnis des gangbaren Weges der grundlegenden Heilung in jedem Einzelfall.
      „Neurose ist heilbar!“ schreibt u.a. auch EYSENCK.
      Der Einzelne muß sich „nur“ als befallen bzw. heilungsbedürftig erkennen und den Weg der grundlegenden Heilung GEHEN.
      DIESE Heilung ist ganz anders als das, was die wissenschaftliche Medizin leisten kann. Letztere versteht sich als „Dienstleister“ und tut etwas für die „Patienten“ / „Kunden“.
      Die WAHRE, grundlegende, Heilung jedoch, die ich meine, muß der jeweilige Mensch SELBST bewirken.

      Schon 1992 war mir klar, daß die wahre Heilung (von) der „Kollektiven ZIVILISATIONS-Neurose“ wie ich sie seit damals nenne in

      „Selbst-Entwicklung“

      bestehen müsse. In der Entwicklung seiner selbst – vom „Niederen Selbst“ / „Ego“ zum „Höheren / wahren Selbst“ – und, daß man das s e l b s t tun müsse. Im Bewußtsein.
      Einen Wechsel der Bewußtseins-Ebene. Eine Verwandlung / Transformation. Eine grundlegende Veränderung der „Grund-Schwingung“ und inneren Haltung und Orientierung.

      *

      Worin besteht denn das „Problem der Religion“?
      In der „Christlichen Lehre“?
      In dem, was die „Kirche“ lehrt oder dem, was Jesus Christus eigentlich gemeint hat?
      Da gibt es nämlich gravierende Unterschiede.
      Die ursprüngliche Absicht der biblischen Geschichten ist m.E. weniger eine „natürliche“ Religions-Vermittlung (wie sie in wahrhaft gesunden Völkern / Gesellschaften stattfinden sollte), sondern ein HEILUNGS-Ansatz zur Erlösung von der „Kollektiven Neurose“ – von der die befallenen Menschen VERSKLAVT sind.

      WAHRHAFT erwachsene und damit WAHRHAFT gesunde Menschen können die Wahrheit erkennen, die „wirkliche („höhere“) Wirklichkeit“. Der typische zivilisierte – kollektivneurotische – Mensch lebt NICHT in der Wahrheit, NICHT in seiner wahren Wirklichkeit, sondern in einer „Schein-Welt“. Er lebt nur in der EINEN von ZWEI Seins-Ebenen, nämlich nur in der „materiellen“, in der „Auswirkungs-Ebene“, während ihm die „Ursachen-Ebene“, die geistig-seelische / spirituelle völlig verborgen ist.
      Wer nicht im „höheren“ Bewußtsein lebt, kann die entsprechende „höhere“ Realitäts-Ebene auch nicht wahrnehmen und kann darin auch nicht kreativ tätig werden; ist kein „Mit-Schöpfer“ – was der erwachsene Mensch aber seiner evolutionären Entwicklung nach, von seinem Potenzial her (und nach Gottes Willen), sein soll.

      Nur als wahrhaft erwachsene Menschen sind wir GANZE, WAHRE, Menschen und „Krone der Schöpfung“ sowie „Stellvertreter Gottes auf Erden“ – was wir vor allem als ELTERN unbedingt sein müssen, weil wir sonst nicht in der Lage sind, unsere Kinder angemessen zu erziehen und sie zum wahren Erwachsenwerden anzuleiten – zum Prozeß der Initiation / Ascension.

      Ich gehöre zu keiner „Kirche“ / „Religion“ / „Konfession“ oder ähnlich. Ich bin FREI. Gott und ich, wir haben uns außerhalb davon gefunden und verbunden.

      Und ich glaube, den Weg, den ich gegangen bin, kann JEDER Mensch gehen – mit Gottes Hilfe; mit Hilfe der KRAFT, die wir in Wahrheit als „Kinder Gottes“ sind.
      Wir müssen das nur erkennen / anerkennen und VERTRAUEN.

      „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…“ heißt: (wieder) vertrauen können bzw.: Angst überwinden.
      Die Kollektive Neurose ist zum wesentlichen Teil eine Angst-Störung. Meist „LATENTE Angst“, wie Rainer Taéni schreibt.

      Genug davon für diesmal.

      „Die Wahrheit wird euch FREI machen.“

      Schönen Pfingst-Montag noch!

      • Juni 9, 2014 um 4:54 pm

        Es gibt Übereinstimmungen zwischen Ihren und meinen Thesen. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass wir mindestens 12.000 Jahre zurückgehen müssen, um den Ursprung der kollektiven Neurose, meiner Auffassung nach eine Bewusstseinsspaltung, zu identifizieren.
        12.000 Jahre, da ist Göbekli Tepe das Stichwort.

        Eher sogar noch weiter zurück, bis zu dem Zeitpunkt, als der Mensch anfing, Opfer zu bringen, in der Absicht, die Natur zu manipulieren (ca. 40.000 J?). Es war derselbe Zeitraum, als der Mensch anfing, die eigene Spezies zu morden.

        Das AT beschreibt meiner Ansicht nach in der Tat Heilungsansätze zur Erlösung von einer kollektiven Neurose.
        Was das NT angeht, führen meine Arbeiten allerdings in eine andere Richtung. Ich sehe im NT einen Rückfall in die Neurose, weswegen die Bibel auch mit einer Apokalypse und nicht mit einer Erlösung/Heilung endet.

        Was Sie sagen, interessiert mich.
        Haben Sie eine Website oder können Sie mir sonst
        etwas zu diesem Thema empfehlen?

        • Juni 9, 2014 um 10:38 pm

          @ fingerphilosoph:

          Mit den 12.000 Jahren meine ich in der Tat den „Nabelberg“ und die älteste – bekannte – Tempelanlage der Welt, und damit älter noch als die vor etlichen Jahren entdeckten ältesten Städtekulturen am Indus, die mit ca. 10.000 Jahren Alter angegeben werden.

          Ich orientiere mich u.a. an diesen ältesten „städtischen“ Kulturen oder Tempelbauten / Pyramiden / Turmbau zu Babel usw., weil sich darin die „Entfremdung“ der Menschen sehr deutlich zeigt.

          Der Zeitpunkt des BEGINNS der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“ liegt m.E. VOR diesen städtischen Kulturen, eventuell sogar sehr WEIT davor.
          Meine Vermutungen, wann bzw. durch welche Ereignisse die Kollektive Neurose ausgebrochen sein könnte, bewegen sich hauptsächlich im Zeitraum zwischen 15.000 und ca.60.000 Jahren.

          15.000 / 17.000 Jahre ist die Zeit der letzten großen Eiszeit.
          Vor ca. 40.000 Jahren gab es deutliche Erdmagnetfeld-Veränderungen.
          Vor ca.60.000 Jahren ereigneten sich weltweit große Überflutungen mit Meerwasser infolge Erdrotations-Störung(en).

          Die letzte Variante finde ich besonders interessant und „verdächtig“, weil sie den „Sintflut“-Mythos stützen würde, der in verschiedenen Kulturen zu finden ist.

          Von diesen Verdachtsmomenten, Vermutungen usw. werden Sie auf meiner HP kaum etwas finden. Aber reinschauen können Sie natürlich trotzdem: http://www.Seelen-Oeffner.de.
          Ansonsten können Sie googeln nach „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“. Was Sie finden, wird überwiegend von mir sein, da ich diesen Begriff geprägt

          MICH interessiert natürlich auch Ihre Sicht zu AT und NT im Zusammenhang mit der Neurose. Haben Sie was geschrieben dazu?

    • federleichtes
      Juni 9, 2014 um 3:09 pm

      Bei dem Kommentar

      “ Geld macht eben doch glücklich
      Konkret: Wenn man mal längere Zeit gehartzt hat und plötzlich so viel
      hat, daß es locker für Jahrzehnte reicht *und* wenn man sich nach der
      abklingenden Hochphase immer mal wieder an den Zustand der Armut
      erinnert, _dann_ macht Geld wirklich glücklich.

      So einfach ist das :-)“

      bin ich dann ausgestiegen. Und dachte:
      Sozialschmarotzer nehmen es von denen, die das existenzfeindliche Arbeits-System, das individuelle und kollektive Bedürftigkeit (erst) schafft, am Laufen halten.
      (Wobei das Arbeitssystem erst als Folge eines elitären Schmarotzertums entstand.)

      Fragen wir uns, wozu Menschen, die im fruchtbaren Niltal lebten, Pyramiden brauchten. Gab’s da noch eine direkte Verbindung vom Enddarm ins Gehirn? Oder kam in Vorzeiten einfach nur ein feindseliger Geist, der den Menschen ihre Natürlichkeit raubte und sie mit Herrschaftswahn und Sklavendemut infizierte? Natürlich war es Geist, der die Macht hatte, ein natürliches System entscheidend zu verändern. Indem er das Eine (Geeinte) trennte und den Unterschied einführte. Ein Einfall (Überfall), der scheinbar bis heute wirkt.

      Eine Absicht ist dimensionslos, wie ein fiktiver Punk. Real entsteht dieser Punkt erst durch eine Gegenabsicht. Und wenn sich diese beiden Absichten entfalten und sich (damit) Raum und Zeit als Feld erschaffen, beginnt auf der einen Seite das Mögliche mit dem Nötigen zu interagieren. Entsteht aus einem Mikro-Kosmos (die Welt der Ideen) ein (realer) Makro-Kosmos, wird klar, dass die beiden Absichten nicht zwei Hälften einer Erdnuß gewesen sein können.

      Der Geist, den wir Kapitalismus nennen, bringt hervor, was wir als fanatischen Faschismus bezeichnen. Ein Geist, der getrieben wird von der Idee der absoluten Allein-Herschaft. Wer ihm verfällt in der Hoffnung auf ein paar nette Tage zu Lasten Anderer, geht nicht voran in eine Zukunft, sondern zurück zu einem Punkt, als nichts mehr ging. Wer das Gehen dieses Weges als seinen Freien Willen beschreibt, identifiziert sich – wer gegen diesen scheinbar unwiderstehlichen Strom schwimmt auch. Die Einen wollen das Nötige, die Anderen das Mögliche. Oder die Einen wollen das Mögliche, und die anderen das Nötige?

      Die Idee der „Maximierung zerstörisch wirkender Produktivität“ ist feindselig. Einige Glückliche haben das begriffen, einige müssen noch ein bisschen Hamsterradeln, einige warten auf das Brechen des Astes, in der lustvollen Hoffnung, sie fallen dann ins Nichts.

      Danke für Deine Anregung zu weiteren Gedanken.

      Gruß in die Runde.
      Wolfgang

    • Juni 9, 2014 um 7:25 pm

      Der Artikel gefäält mir sehr gut, besonders sein Schluss

      „Erschöpftes Selbst“

      Wie wichtig ist Selbstbestimmung, also die freie Entfaltung von im Menschen angelegten Bedürfnissen und Fähigkeiten, also ein Leben befreit von der kapitalistischen Renditelogik für das Glück des Menschen?

      Max Höfer: Freiheit ist eine zentrale Voraussetzung für Glück. Der Vorwurf, den ich dem Steigerungskapitalismus mache ist ja nicht nur, dass er das Glück verhindert, sondern dass er auch die Freiheit zerstört durch die Dauerüberforderung bei der ständigen ökonomischen und moralischen Optimierung.

      Viele sind mit dem ständigen Zwang zur Selbstinszenierung einfach überfordert: Sie müssen ihren Körper tunen, Amphetamine einwerfen, ihren Lebenslauf schönen. Mit dem Druck, sich ständig neu erfinden und positionieren zu müssen, werden die Menschen immer weniger fertig.

      Das Individuum ist unglücklich, weil es unter seinem „erschöpften Selbst“ leidet, wie das der Soziologe Alain Ehrenberg nennt. Inmitten eines unvergleichlichen Wohlstands haben wir ein ganzes System von Tretmühlen errichtet, die uns unzufrieden machen und vom guten Leben in einer Balance fernhalten. Der erste Schritt, das zu ändern, ist die Einsicht, dass die puritanischen Wurzeln dieser Überbietungsgesellschaft lebendiger sind denn je, und dass wir sie abschneiden müssen, wenn wir ein zufriedenes Leben finden wollen.

      • Juni 10, 2014 um 1:10 am

        „Freiheit ist eine zentrale Voraussetzung für Glück.“:

        Die Art von Freiheit, die der Mensch für sein wahres – bedingungsloses – Glücklichsein braucht, ist nicht primär äußere Freiheit bzw. Freiheit, die ihm „von außen“ gewährt / gegeben wird, sondern seine INNERE Freiheit. Und die muß er sich selbst erschaffen – so, wie er sich als wahrer Erwachsener / Mensch als Bewußtsein VÖLLIG selbst erschaffen muß.

        Innere Freiheit ist Freiheit vor allem von ANGST.
        Wahrhaft erwachsen kann man nur werden, wenn bedingungsloses Vertrauen im Menschen ist – siehe die Symbolik der biblischen Geschichte von / über Abraham und die ‚“Prüfung“, daß er seinen Sohn opfern soll.

        Bekannt ist auch die Verbindung von „Freiheit und Verantwortung“. Der Mensch kann nur wahrhaft frei werden / sein, wenn er bereit ist, die volle Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen.

        Herzlichen Gruß!

  3. Juni 8, 2014 um 4:31 pm

    Unbedingt mal reinhören, wie ein junger Mensch mit ersten Arbeitserfahrungen unsere Arbeitswelt anschaut:
    10 Gründe, warum Arbeit scheiße ist

  4. Juni 6, 2014 um 12:45 am

    Eine alte Beschreibung meines Sternbildes „Zwillinge“ besagt:
    „(Er) arbeitet nicht – er hat zu tun.“

    Das fand ich schon gut, als ich über mein jetziges Wissen nicht verfügte. Zum Beispiel über die Nähe der Sprache der Germanen zur (göttlichen) UR-SPRACHE.

    Demnach sind Worte, die aus dem germanischen stammen und heute, hochdeutsch, mit AR beginnen, etwas AR-GES – wie also AR-BEIT oder AR-MUT:

    In einigen Gegenden wie z.B. Sachsen / Thüringen wird „Arbeit“ eher „OR-beit“ gesprochen. Und dieses „OR“ ist wieder sehr nahe an dem neudeutschen „ORR“ als Ausdruck der Enttäuschung / des Bedauerns, das wir auch als „OCH“ / „OOCH“ oder „ACH“ kennen.

    Arbeit im Englischen heißt „work“. Auch da haben wir das „OR“ drin, Obwohl auch die Nähe zum deutschen „Werk“/ „Wirken“ auffällt.

    Wie unsere Vorfahren vor 2000 oder mehr Jahren gefühlt, gedacht, gesprochen haben, läßt sich noch heute – wenn man die Systematik der Ursprache kennt – aus den nordischen Sprachen erkennen. BESSER vielleicht, als aus wissenschaftlichen Darstellungen. Denn die typischen Wissenschaftler haben keine „Ader“ für die Ebene des Göttlichen…

    Herzlichen Gruß!

    • Juni 8, 2014 um 4:33 pm

      Danke für die interessanten Hinweise. Wo kann man sich denn über die Ur-Sprache schlau machen?

      • Juni 8, 2014 um 7:26 pm

        @Martin Bartonitz:

        „Ursprache“:
        Eine einzelne konkrete Quelle kann ich nicht benennen. Außer

        http://ursprache.npage.de/theodisch-was-ist-das.html

        Ich empfehle, nach „Ursprache“ zu googeln.

        Ich stieß, glaube ich, im Zuge meiner Arbeit an „Symbolik“ auf die auch in Sprache enthaltene Symbolik. Die in Märchen, Sagen, Legenden, Bibelgeschichten usw. enthaltenen Namen von Personen und Tieren, Gegenständen und Gegenden sagen meist etwas über deren Eigenschaften bzw. sind Hinweise auf Aspekte von Bewußtsein.

        Wichtigstes Wort der Ursprache – zumindest im germanischen Bereich – scheint mir der Begriff „Od“ / „Ot“ / „Ut“ zu sein, der die „Gotteskraft“ / „Lebens-Kraft“ bezeichnet.
        Der prägende Ur-Laut ist das – offene – „O“, der Laut des großen Staunens / (Be-)Wunderns.

        Daran orientieren sich wichtige Gottesnamen wie „Od-in“ und „W-ot-an“.
        Wasser heißt niederdeutsch „W-ot-er“ (engl.: water; russisch: W-od-a).
        Flußname (mehrfach!): Od-er

        Weitere:

        Bl-ut (engl.: blood)
        B-od-en
        Br-od-er (Bruder)
        Br-ot
        D-od-er (Tochter), engl.: daughter; isländ.: dottir
        Fl-ut (engl.: flood)
        F-ut-ter (engl.: food); siehe auch: F-ud-er
        gut (dän./schwedisch: god; engl.: good)
        G-ot(t) (engl.: God, schwedisch: Gud)
        H-ut
        Klein-od
        K-ot
        L-ot
        M-od-er (Mutter)
        N-ot
        Od-e, Od-em
        r-ot
        T-od
        W-ut

        Eine entsprechende Logik hat – natürlich! – auch, daß z.B. alle deutschen „Fragewörter“ mit dem Buchstaben/ Laut „W“ beginnen.
        Und, daß andere Kategorien von Wörtern mit anderen, jeweils typischen,Buchstaben / Lauten beginnen. Wie z.B. Leben, Lieben, Laben, Loben. (Warum?)

        Oder Verneinungen: Nein, nicht, nie, nirgends, nimmer.

        Und was steckt hier dahinter?: Kaum, klein, krumm, kahl.

        Sprache ist also keine rein rationale / intellektuelle Schöpfung, sondern bediente sich anfangs der Laut-Äußerungen der eher irrationalen / Gefühls-Ebene.

        Herzlichen Gruß!

        • Juni 9, 2014 um 1:10 am

          Klasse! Nochmals Danke. Denn in dem Link kommt der Landmann vor, und den hatte ich hier auch schon mal, und selbst schon wieder vergessen, und da staunte ich damals nicht schlecht. Allerdings wurde der Artikel bisher wenig gelesen. Schade eigentlich:
          Sciencefiction? Sind wir Menschen doch von Göttern anderer Planeten beeinflusst?

          Klasse Sonntagsgedanken übrigens 🙂

        • Juni 9, 2014 um 6:49 am

          „Der prägende Urlaut ist das offene „O“

          Wie das „Om“ !! Es gibt eine sehr schöne CD mit dem „Om mani padme hum“. Sie heißt „Tibetan Incantations“. Kennt ihr die? Tut echt gut, die ab und an einfach bloß mal zu hören und sich in die Klänge hineinfallen zu lassen.

  5. Gerd Zimmermann
    Juni 5, 2014 um 11:09 am

    Nur der Mensch auf der irdischen Ebene kann erkennen, Wolfgang. Erkennen und den Nebel
    durchschauen, wie Guido sagt. Wenn ich Guido nicht haette, ich wuerde immer noch auf dem
    Scheiterhaufen verbrannt. Warum koennt ihr nicht erkennen, dass ES weitaus meer gibt?

    Neue Sonne, neue Erde, bla, bla, bla. Alles nur bla, bla, bla ? Kosmischer Lernprozess ?
    Weit entfernt vom kosmischen Lernprozess. ALLES IST EINS. ALLES IST ICH klingt doch
    viel besser. Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schaedel ein .
    Oder loesche deinen Beitrag. Geil. Ein Beitrag zur Artenvielfalt nenne ich das. Nestreinhalt.
    Wieso sind die ANDEREN etwas ANDERES wenn ALLES EINS ist? Brauchste mir nicht
    erklaeren, ich weiss um die Dualitaet der Welt. Sich verschliessen gegenueber allem Anderen
    obwohl das ANDERE ich SELBST bin, nicht erkennend, dass ES aus der gleichen Quelle
    kommt. ES gibt nur den EINEN. GESAMTBEWUSSTSEIN. Da kannst du toben wie du willst.
    Du bist untrennbar das EINE GESAMTBEWUSSTSEIN. UNSTERBLICH.
    Von wegen kosmischer Lernprozess hier , Nabelschau, Nabelschau staerkt das SELBST-
    BEWUSSTSEIN nicht das kosmische GESAMTBEWUSSTSEIN. Ich bin der Regen, ich bin der
    Fels, ich bin der Baum, ich bin das Tier, ich bin jeder MENSCH , ich bin der Kosmos.

    Wir wollen Tore sehen, nicht das GANZE, Guido, ich brauche 10 Tonnen weisse Farbe,
    um die Buehne des interpretierten Lebens zu steichen.

    Gerd

  6. Gerd Zimmermann
    Juni 5, 2014 um 10:27 am

    Lieber Wolfgang, Deinen Beitrag finde ich gut, wenn Du jetzt noch das Gesamtbewusstsein
    als Gesamtschiedsrichter benennst waere ALLES im Lot.

    Gruss Gerd

    • federleichtes
      Juni 5, 2014 um 3:48 pm

      Das Gesamt-Bewusstsein in der Rolle eines Schiedsrichters? Was gäb’s denn da zu scheiden und zu richten? In Opfer und Täter? Wo doch alles Eins ist? Braucht das Meer einen ein Befinden darüber, ob seine Wellen zu hoch oder zu flach sind? Wofür braucht der eine Himmel einen Unterscheider?

      Ne, weißte, wenn das Gesamt-Bewusstsein als Ursache eine Arbeit auf den Weg bringt, und Schiesrichter braucht, bitte sehr. Aber was hat das mit mir und meiner Arbeit zu tun? Die keinesfalls darin besteht, auch nur die kleinste Kleinigkeit ins Lot zu bringen. Ich schaukel gerne, und ich kann schaukeln, auch im Nebel.

      Du beharrst – ziemlich penetrant – auf dem Einen. Wenn das, was sich als Leben in uns und geschwürartig auf der Welt ausbreitet, aus dem Einen, aus dem Urgrund stammt, wäre ich überrascht. Bis ich das glauben kann, gehe ich weiter davon aus, dass es auch das Andere gibt.

      Du solltest sehen, wieviel Fett der Amselvater hier weg schleppt, als hätte er zweölf Kinde rzu versorgen, Und Du solltes das Rotkehlchen beobachten, wunderbar, es bewegt beim Singen automatisch den Schwanz. Bei Susanne erschien gestern das erste Buntspechtkind, und um meine Blaumeisenkinder zu zählen, reichen die Finger nicht aus; darum zähle ich nicht, sondern sorge ein bisschen für ihr Wohlergehen. Schiedsrichter? Brauchen wir hier nicht. Das Notwendige erscheint, und das Mögliche geschieht; einfach so.

      Sehr nett von Dir, dass Du meinen Kommentar gelesen hast. Dass Du ihn gut findest, zeigt mir, dass Du ihn nicht verstanden hast. (sollte ein Scherz werden)

      Gruß
      Wolfgang

  7. Juni 4, 2014 um 8:13 am

    Mal ein paar Gedanken aus der Tunnelwelle 😉 :

    Im Interesse anderer Vorstellungen tätig zu sein zieht Ausbeutungspotenzial nach sich und Hachhaltigkeit bleibt auf der Strecke.
    Tätig zu werden unter Aufsicht geht in die gleiche Richtung.
    Nachhaltigkeit kann nur durch das Erschaffen aus eigenem körperlichen Vermögen (!) gewährleistet werden, wenn der Erschaffungsprozess ohne Aufsicht und eigenbestimmt ablaufen kann, siehe “Cradle-to-Cradle“.
    Ausserhalb des eigenen körperlichen Vermögens, z. B. mittels Maschinen, aktiv zu werden eröffnet “Cradle-to-Grave“ Entfaltungsraum, siehe die bisherige Entwicklung des Straßenverkehrs.

    “Cradle-to-Cradle“ : sich wohlinformiert, nach eigenen Möglichkeiten, in das Ganze/Systemische einbringen.

    “Cradle-to-Grave“ : in Abhängigkeit von Daten für andere (Systeme) tätig zu sein.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Juni 4, 2014 um 1:21 pm

      Mal ein paar Gedanken aus der Bilderwelt.

      Arbeit ist Leistung. Sehen wir die Bewahrung der Harmonie als eine Leistung, ist dafür ein sytemisches Wirken notwendig. Sehen wir das Zusammenfügen fragmentierter Erkenntnisse, ist dafür eine herzintellektuelle Leistung nötig. Sehen wir das Streben in eine Richtung (oder als Folge-n eine Absicht) zu mehr Bewusstsein, ist dafür Leistung nötig.

      Im Zusammenhang mit diesem wunderbaren Fussball (opfern sich so viele Menschen, um meine augen blaufrei zu halten, wau, ich bin im Strudel der Dankbarkeit) kam mir der Begriff des Funktionärs näher. Er hat eine systemische Funktion, und der Geist des Sytems gestaltet ihn, so wie er den Geist entsprechend seiner Fähigkeiten in die (weitere) Offenbarung treibt. Dass nicht nur ein Geist“ in dem Gesamt-System tätig ist, sollte wohl ebenso klar sein, wie die Unklarheit der Menschen, für welchen Geist sie wie und wann tätig sein müssen – ohne darüber wirklich entscheiden zu können, weil es notwendig ist.

      Ich bin kein Vertreter eines rein mechanistischen Weltbildes. Aber, für mich muss Mechanik ein beteiligtes Element sein – im Sinne von Funktionalität. Diese empfinde ich (zwar) nicht als starr-determiniert, also ohne einen konsequenten Unerbittlichkeits-Faktor, gleichwohl erzeugt das Systemisch-Funktionelle Notwendigkeiten: Die sich in Rollen darstellt, die Leben kreiert. Funktional ist es dem Leben nur im Sinne von Effizienz nicht wurscht, wer Jäger oder Gejagter, wer Täter oder Opfer ist. Klar, wenn es um die Jagd geht, entscheidet die Qualifizierung: Das bessere Opfer nimmt die Opferrolle, und der bessere Täter macht (dann) das Wesen der Jagd deutlich.

      Im Grunde ist das „Prinzip Arbeit“ also sehr einfach. Daten werden energetisiert, damit dynamisiert und zeigen sich bildhaft-wahrnehmbar. Um zu informieren über ein wirkliches Problem (Status/Statik) und eine Problematik (Systematik). Um das Problem aufzulösen und die Prolematik beherrschen zu lernen. Dieses Entwicklung nennen wir Bewusstsein. Wenn Leben das WILL, erscheint es mir etwas absurd, einige Teilnehmer als Ausbeuter und andere als Ausgebeutete zu klassifizieren – wenn Leben die Jagd auf das „Wesen der Ausbeutung“ (Übermacht – Ohnmacht) betreibt. Und zu diesem Zweck entsprechende Rollen kreieren MUSS.

      Im Verein der Sadisten und Masochisten löste sich das Problem der Klassifizierung (und damit einer Emotionalisierung) weitgehend auf. In diesem Miteinander verschwimmen die Gegensätze von Opfer und Täter, weil sie primär auf der Ebene der Lust, also auf der körperlichen Ebene agieren, also mittels Empfindungen arbeiten. Ob die, die auf’s Spielfeld rennen und sich in die Beine treten lassen, in der Liga der Masochisten spielen, ist mir eher egal. Wer das reizend findet, bitte sehr, mein Spiel ist es nicht.

      Herzliche Grüße sendet Euch

      Wolfgang

  8. Juni 1, 2014 um 3:15 pm

    Arbeit? Arbeiter? Arbeiten?
    Arbeiten nur Arbeiter?
    Was tun denn dann alle andern?
    Sie handeln…während sie leiblich lustwandeln…
    und wie im Traum, wie in einer Trance,
    bezirzt, bezaubert, verwundert
    herumtaumeln, herumwandern?
    Ich hatte einen Beruf.
    War ich dazu berufen?
    War ich dazu auserlesen?
    Als Lehrer und Lehrbeauftragter
    bot ich eine Dienstleistung.
    War ich deshalb ein Bediensteter…
    Ein Diener? Ein Angestellter?
    Ein Beordeter? Ein Knecht?
    Ich verrichtete ein Werk…
    Ich erfüllte meine Aufgaben…
    und zwar nie unbefriedigend oder schlecht…
    War ich deshalb nur ein Werkzeug?
    Gehandhabt, manipuliert von anderen?
    Ich meine ich habe gewirkt…
    Gutes geboten…und Gutes erzielt…
    Ich habe Gutes getan…Gutes geleistet…
    bewerkstelligt…erzeugt…bewirkt…
    Man hat mich dabei sogar bemerkt
    und anerkannt…wie man mir
    immer wieder bestätigte.
    War dies alles unentgeltlich?
    War ich nur ein Mittel zum Zweck?
    Zwar bewußt betitelt,
    aber konstant überwacht, beschaut, bekritelt,
    versklavt, gebunden, angekettet…wie bestraft…
    und behandelt wie Dreck?
    Wurde ich dafür notwendigerweise
    gebührend belohnt?
    Wurde ich dafür bezahlt…
    Oder nur so vertraglich als besoldet entlohnt?
    War es nur ein Tausch von Gaben?
    Mein Wirken für benötigte Dinge
    zum Leben…zum Wohlhaben…zum Laben?
    Was tun wir denn alle tagein, tagaus…
    fast ohne Rast…ohne Ruh…ohne Paus…
    Von früh morgens…bis spät am abends…
    Nur als so ‘ne Art von Tätigkeit…
    nur eine Beschäftigung…?
    Ist das dann nur ein kunterbuntes Hobby,
    ein Spiel, ein Spaß, ein Sport
    ein Tun und Treiben…
    so zur persönlichen Erfüllung
    nur zur Unterhaltung…
    zum Zeitvertreib?

    Gerhard A. Fürst
    1.6.2014

    • Juni 1, 2014 um 6:48 pm

      Gute Frage, lieber Gerd,

      ich habe mich immer bemüht, meine Arbeit mit möglichst viel Freude zu tun, und dabei anderen ebenfalls Freude zu bereiten. Ich habe bis vor wenigen Jahren nicht bemerkt, wie unser Geld- und Eigenteumssystematik wirkt, und mir daher keine Gedenkan gemacht. Nach dem Schlucken der roten Matrixpille schaue ich die Welt mit anderen Augen an. Und wie Wolfgang schon mehrfach den Finger in die Wunde legte, wirke ich noch immer in dieser Systematik fleißg mit. Allerdings versuche ich hier soweit Einfluss bleibt, anders zu wirken. Indem ich auf den Unsinn des Konkurrierens hinweise und auf die Vorteil der Kooperation innerhalb einer offenen Gesellschaft auf Augenhöhe hinweise. Würde ich mich ganz entziehen, hätte ich vermtlich weniger Einfluss?

      Es ist eine ziemliche Gratwanderung, oder auch Eiertanz. Mal schauen, wo mich/uns das hinführt.

      Viele Grüße
      Martin

      • Juni 1, 2014 um 7:17 pm

        Wer weiß: vielleicht stehst grad Du an der Stelle, an der Du im System wirkst, wo irgendwann mal DER entscheidende Hebel umgelegt wird, um das ganze System zu verändern. Dann wär’s ja schade, wenn Du nicht mehr da wärst, weil Du vorher ausgestiegen bist.

        Vielleicht steht auch Wolfgang an dieser Stelle, und legt den Hebel um, ohne dass er es beabsichtigt. Zuzutrauen wär’s ihm schon. Oder Maretina in ihrem Job. Und selbst Angela Merkel könnte für einen Paradigmenwechsel verantwortlich zeichnen, obwohl das nun schon fast die Grenzen des Vorstellungsvermögens sprengt 🙂

        • Juni 1, 2014 um 7:28 pm

          Danke. Ja, wer vermag schon vorherzusagen, welcher Schmetterlingsschlag etwas Entscheidendes zum Kippen bringt 🙂

  9. federleichtes
    Juni 1, 2014 um 2:08 pm

    Ich kann mich aus dieser Zeit an fast nichts mehr erinnern. Nick Mott? Hm. Und schaute mal in meine Faszination-Mensch-Abteilung. Hier ein Dokument vom 27. August 2012.

    Ethos Arbeit als Zwiespalt von Notwendigkeit und Anspruch

    Die Arbeitshypothese dieses Themas lautet:
    Wir existieren nicht, weil wir arbeiten, sondern arbeiten, weil wir existieren.


    (Text neben dem Foto:
    Wir erleben in der Natur ein reibungsloses Miteinander von Vernunft und Freiheit.

    Vorbemerkungen
    Bereits die Erzeugung des körperlichen Menschen geschieht nur durch ein Zusammenwirken zweier verschiedener Faktoren, die, aus welchen Gründen auch immer, auf zwei verschieden konfigurierte Menschtypen verteilt wurde.

    Leben entsteht nicht, es erscheint und gestaltet Menschen nur unter der Bedingung A plus B oder W plus M. Das nötige schöpferische Zusammenwirken nenne ich Abhängigkeit.


    (Text neben dem Foto:
    Existenz kennt eine Form von natürlicher Hingabe verbunden mit der Fähigkeit, bereit zu sein.

    Nun fragt sich, ob Abhängigkeit eine natürliche Eigenschaft des Lebens ist bzw. bleibt: Ist Existenz mit Bedingungen verbunden?

    Existenz, wie wir sie kennen, braucht Raum und Zeit (Raumzeit), eine physikalische Dimension, um die erste Bedingung für die Lebens-Erscheinung zu erfüllen: Entwicklung. Diese Bedingungen sind vorgegeben.


    (Text neben dem Foto:
    Schmetterlinge fliegen ihre Wege ohne Ballast und wählen dafür die Option des geringsten Widerstands.

    Existenz braucht weiterhin einige Faktoren, um sich zu erhalten. Verhungerte Kinder und gemeuchelte Tiere wissen das. Einerseits braucht es das Betriebsmittel Energie, andererseits Informationen für die Entwicklung. Grundsätzliche Entwicklungsinformationen sind mitgeliefert, andere, um sich in der Raumzeit orientieren zu können, müssen beschafft werden – durch die rezeptiven Sinne, die auch installiert sind.

    Grundsätzlich möchte ich sagen:
    Es gibt zwei Arten von Willen, Existenz erscheinen zu lassen.
    Den Willen, Existenz zu ermöglichen, und
    den Willen, Existenz zu erhalten.
    Menschen sind mit letzterem Willen ausgestattet – worden. Sie haben einen „Freien Willen“ – NUR in dem Sinne, ihn benutzen und ihn gestalten zu MÜSSEN.
    (Und es könnte, bei Bedarf, dargestellt werden, das Leben-erschaffen nicht nur bedeutet, von Sexualität gesteuert Kinderexistenzen zu schaffen, sondern auch, der Entwicklung Dynamik zu geben.)


    (Text neben dem Foto:
    Manche Anblicke vermitteln uns den Eindruck, dass Besitz für Existenz keine wirkliche Bedeutung hat.

    Der Kern des Themas ist einfach.
    Es gibt offensichtlich einen Schöpfungswillen. Er schafft Existenz – unter Bedingungen. Existent (wird) IST (und bleibt), was diese Bedingungen erfüllt/e. Die zentrale Bedingung des Lebens, die der Mensch zu erfüllen hat, ist, Existenz zu erhalten. Er erfüllt sie durch das, was wir Arbeit nennen.

    Nun sind wir bei einer interessanten Frage angelangt:
    Wenn Existenz nur durch „Arbeit“ in Erscheinung treten konnte, HABEN wir, indem wir existent sind, diese Arbeit (bereits) geleistet. Im Folgenden geht es also (nur) noch darum, die Existenz zu erhalten und (jetzt wird es etwas spannender), die Existenz in ein Wirkgefüge einzubringen. Gestaltet wird dieses Einbringen mit den Fragen;
    Was lasse ich auf mich wirken, und
    Wie wirke ich.

    Wir können, so glaube ich, zwei Arten von Arbeit unterscheiden.
    Die Leistung, Existenz zu erhalten, und
    die Leistung, Existenz zu gestalten.
    Beides tun Menschen, automatisch oder bewusst und dies mehr oder weniger im Rahmen allgemeiner und persönlicher Optionen und Bedingungen.


    (Text neben dem Foto:
    Das Glück dieser Erde … Pferde genießen es, wenn sie sich nicht vor einen fremden Karren spannen lassen.

    Die Kurzformel für Leben könnte lauten:
    Wer existiert, arbeitet.

    Schlussbemerkung
    Detailfragen der Existenz zu erörtern macht einen besonderen Sinn, wenn man damit auf den Kern des Lebens zielt. Das Verarbeiten der Informationen, die erscheinen, wenn man getroffen hat, ist zwar harte Arbeit, aber es kann Menschen zu gewissen Informations-Autonomie führen und eine Sicht auf ihre Existenz erlauben, die von neurotischen Fixierungen befreit und ein von Glück erfülltes Sein erlaubt.

    In diesem Sinne


    (Text neben dem Foto:
    Nähe zum Licht, Entfaltung einer natürlichen Vernunft und Vertrauen in den Prozess des Werdens und Vergehens.

    Wolfgang

  10. Juni 1, 2014 um 1:46 pm

    Arbeit mit Blick auf die WM in Braslien, konkret Addidas:

  11. Manfred Voss
    Juni 1, 2014 um 11:52 am

    Ich erinnere mich gut an diesen Artikel … und der war „verschwunden“? Hatte ich gar nicht bemerkt – sehr merkwürdig.

    Da zitiere ich doch gleich nochmal einen alten Limerick von mir:

    Industrieroboter

    ein angestellter, der teuer,
    tat schuften, ganz ohne feier –
    sein täglicher sport
    war der meuchelmord
    am menschsein, das ihm nicht geheuer …

    (ca. 1980)

    Übrigens, soweit ich weiß, hieß „Arbeit“ im Mittelhochdeutschen „arebeit“, dessen sprachliche Wurzel genauso zu finden ist in „robot“ … 😉

  12. Juni 1, 2014 um 11:38 am

    Wenn wir uns anschauen, dass bisher der überwiegende Teil der Dinge, die wir tun, um uns und anderen das Leben angenehmer zu gestalten, unentgeldlich erfolgt, dann kann man verstehen, dass die Verwertungsmaschinerie des Kapitalismus auch noch an diesen Topf ran will. Verhandelt wird dabei schon wieder geheim. Was soll man von unserern Herrschern inzwischen auch anderes erwarten?

    Auf dem kritischen Netzwerk setzt sich ein Artikel damit auseinander:

    TiSA: Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen u. die Agenda der Konzerne, von Scott Sinclair und Hadrian Mertins-Kirkwood

    Wer öffentliche Dienste als Handelsgüter ansieht, hat eine fundamental falsche Vorstellung von dem, was öffentliche Dienste leisten. Das Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA), das zurzeit unter Ausschluss der Öffentlichkeit und außerhalb des WTO-Rahmens verhandelt wird, ist ein gezielter Versuch, den Profit der reichsten Unternehmen und Länder der Welt über die Interessen der Menschen zu stellen, die am stärksten auf öffentliche Dienstleistungen angewiesen sind.

    Öffentliche Dienste sollen existenzwichtige soziale und wirtschaftliche Aufgaben übernehmen, zum Beispiel in der Gesundheitsversorgung und im Bildungsbereich. Sie sollen bezahlbar und universell verfügbar sein und nach Bedarf angeboten werden. Öffentliche Dienste gibt es, weil der Markt diese Anforderungen nicht erfüllen kann.

  13. Juni 1, 2014 um 10:59 am

    Im Prinzip sollte es uns nicht verwundern, dass „Arbeit“ auch nach der Befreiung der Leibeigenen aus den Fängen der damals herrschenden Feudalherren noch immer die Basis der dann neuen Herrschenden blieb. Die damalige Kettung an das Grundstück mit seinem Besitzer ist ersetzt worden durch die Kettung an Geld und seinen Schöpfer, so dass aus der Sklavenarbeit die Lohnarbeit wurde.

    In diesem Verständnis ist also nicht verwunderlich, wenn auf den derzeit sich ausweitenden Montagsmahnwachen auch die Geldschöpfung durch die private FED im Fokus steht.

    Diese kleine Geschichte gibt eine Idee davon, wie von Wenigen geschöpftes Geld kettet: Wie das Konzept von Geld und Demokratie in die Welt kam …

  1. Juni 1, 2014 um 10:06 am

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