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Selbstbefreiung und dann ziviler Ungehorsam

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Hallo Ihr Lieben,

Auch wenn ich mit meinem GUTENACHRICHTENNEWSLETTER fast ausschließlich positive Nachrichten sammle und mitteile, verlier ich den anstehenden Wandel und das existente Grauen nicht aus den Augen.
Die gesammelten Informationen hier sollen beweisen, was alles möglich wäre, wenn wir nicht der Knute des kriminell gewordenen Kapitalismus unterworfen wären. Wer genau da seine Fäden wie spinnt, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass die individuelle Freiheit immer extremer eingeengt und das individuelle Ausleben von Charakter und Neigungen zugunsten einer schubladisierten Variante des Einheitsmenschen unterhöhlt wird. Durch die Macht und Magie des Entertainments werden die (dreisterweise nicht mehr) klammheimlichen Versuche, die Menschheit in eine globale Wirtschafts- und Bankendiktatur zu zerren, vernebelt und verwirrt.

Aber obwohl die Mehrheit der Menschen nicht mal ansatzweise ahnt, was hier auf ERDEN tatsächlich geschieht, gibt es immer mehr Menschen, die verstehen, wo dieses System hinführt. Und was die extreme Selbstüberschätzung mancher Machtmenschen auslösen kann. Wer sich mit Atlantis beschäftigt hat, weiß, dass die Menschheit schon einmal an diesem Punkte stand. Und was brachte die damalige Selbstüberschätzung und Machtgier? Wir hatten uns in die Steinzeit zurückkatapultiert!

Heute sind es nicht mehr die Kristalltechnologien, wir haben dafür Nano- und Atomtechniken, mit denen wir die Erde zerstören können. Nebst all den unzähligen Giften, Müllbergen, Verseuchungen und Zerstörungen der Natur durch mangelndes Mitgefühl, Geldgier und Uneinsichtigkeiten. Es gibt eben Menschen, die aus welchen Gründen auch immer andere unterdrücken müssen, um sich selbst hochzustellen. Denen Macht und Reichtümer wichtiger sind als Nachhaltigkeit und ein friedvolles Miteinander. Und denen es scheinbar völlig egal ist, ob Mensch und Erde durch das kurzfristige Denken zerstört werden.

Dass dies wahrhaft geschieht, ist Fakt. Dazu muss man nicht einmal eine Verschwörungstheorie heranziehen. Da reicht es schon in den Himmel zu schauen, der heute wieder in einer gesamtflächigen Weißheit das eigentlich strahlende Blau eliminiert. Und uns nicht nur diese wundervolle Farbe nimmt, sondern auch extrem wichtige Lichtkräfte, die wir durch die Sonne aufnehmen könnten. Es ist ein Graus.

Die Welt geht zugrunde und die Menschen echauffieren sich über bärtige Frauen, Fußball und GNTM oder sind damit beschäftigt Status, Finanzamt und GEZ zu befriedigen.

Das Interessante an der momentanen Situation ist, dass viele der Dinge, die wir hier leben und als unveränderlich abnicken, nicht einmal wahr, geschweige denn legal sind. Unser Weltbild wurde erfunden und uns einfach als Wahrheit vorgesetzt. Informationen wurden immer wieder wiederholt und wiederholt und sind so zu einer Wahrheit geworden, die wir nicht zu hinterfragen wagen. Und die durch das Mitmachen, Annehmen und Akzeptieren aller Individuen zu einer kollektiven Realität wurde.

Wahrheit ist nämlich durchaus relativ und generell eher individueller Natur. Sie entwickelt sich nämlich durch Wiederholung! Wir nehmen das (als) wahr, was wir immer wieder sehen und erleben.
Und je öfter eine Situation in unser Leben tritt, desto stabiler wird die entsprechende Wahr-Nehmung. Was wiederum dazu führt, dass unsere individuelle Wahrnehmung unsere individuelle Wahrheit erschafft, die zunächst nur für uns persönlich gilt. Aber wenn genügend Menschen dasselbe fühlen und denken, wird aus den individuellen Wahrheits-Vorstellungen eine kollektive Wahrheit, die dann für alle Mitglieder einer Gesellschaft als unumstößlich gilt.

Dabei ist es ein bloßes Wiederholen irgendwelcher Informationen, das eine Sache zu einer Wahrheit werden lässt.
Das beginnt mit der Programmierung unseres Verstandes durch wiederholte Erlebnisse in der Kindheit und der eigenständigen Wiederholung des Erlernten in der Jugend. Wodurch sich unsere persönliche Wahrheit bildet. Derentsprechend unsere Wahr-Nehmung jene Situationen und Menschen aussucht, die den erlernten Erfahrungen entsprechen. Weswegen wir immer dieselben Erfahrungen machen. Die dann wieder unsere individuelle Wahrheit bestimmt. Ein Kreislauf.

Dieses System der Wahrheitsbildung nutzen auch die Machtelite und die Medien.
Wenn wir aktuell beobachten, wie die Medien in Bezug auf die Ukraine immer wieder dreisteste Lügen wiederholen, können wir schon sehen, wohin das führen wird: Die Mehrheit der Menschen (nämlich jene, die nicht reflektieren und einfach hinnehmen, was ihnen vorgesetzt wird) übernehmen diese Informationen in ihre individuelles Weltbild.

Und erleben dies als Wahrheit. Unumstößlich! Und nur, weil irgendeine ERLOGENE (!!!) Information immer und immer wieder wiederholt wurde. Ebenso wird mit der Montags-Mahnwachenbewegung verfahren. Die Wiederholung bestimmt, was wahr ist.
So funktioniert Manipulation.

Und heute können wir hervorragend beobachten, wie dies funktioniert.
So werden auch all jene Erfindungen und Entwicklungen, die ich in den letzten Jahren auf meiner HP gesammelt habe, ignoriert und informativ aus dem Äther geblasen. Diese Entwicklungen existieren für die Mehrheit der Menschen gar nicht, was dazu führt, dass diese Erneuerungen keine Chance haben, auf den „Markt“ zu kommen. Und wenn sie dennoch so bekannt werden, dass das System sie nicht mehr ignorieren kann, werden sie zunächst lächerlich gemacht oder es beginnt ein verleumderischer Feldzug gegen die Erfindung. Untermauert durch bezahlte „Wissenschaftler“ wird der Schafherde unterjubelt, dass die Erneuerung krankhaft, schädlich oder der Erfinder „Rechts“-orientiert wäre.

So wie zurzeit ein medienweiter Verruf von MMS stattfindet. Ungeachtet der Tatsache, dass Jim Humble mit seiner Entdeckung über 70000 Menschen von jetzt auf gleich von Malaria geheilt hatte. Oder all die ökologisch tragbaren Erfindungen von Benzin, Diesel oder Strom produzierenden Novitäten … statt dessen sehen wir, wie uns das Fracking schmackhaft gemacht wird, weil der Russe uns ja kein Gas mehr geben kann (weil wir das nicht haben wollen, denn wir sind ja gute Demokraten und Gutmenschen und wollen nur GUTE Energien! Also von USA oder Israel z. B.) Es ist zum Haare raufen (gut, dass ich keine mehr habe) …

ABER!

Es gibt mittlerweile viele aufgewachte Menschen, die verstehen, dass hier etwas gewaltig schief läuft. Sie kommen aus den unterschiedlichsten politischen oder gesellschaftlichen Ecken. Was leider zu Beginn der Freiheitsbewegung zu teils wirren Abgrenzungsmaßnahmen führte. Doch scheint die anfängliche Spaltung zu bröckeln, denn tatsächlich wollen wir doch alle nur in Frieden und Liebe leben und unserer Individualität Raum geben können.
Um aus den vielen kleinen Gruppierungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten (was auch gut so ist), einen große Gruppe zu schaffen, wäre es sinnvoll, sich auf die Gemeinsamkeiten zu konzentrieren, statt die Unterschiede hochzuhalten.

Die hier entstehende Bewegung sollte auch NICHT definiert oder von irgendwelchen Menschen angeführt werden, es soll sich hier etwas völlig Neues entwickeln dürfen. Etwas, das über alle bisherigen Versuche, sich zusammenzuschließen hinausgeht. Etwas, das sich auf die gemeinsame Vision konzentriert – eingedenk all der unzähligen selbstverantwortlichen Individuen, aus denen diese Bewegung entstanden ist.
Denn obwohl jeder seine eigene Geschichte, Ideale und Lebensweise hat (die manchmal den anderen, die dieselbe Vision in sich tragen, entgegengesetzt ist): Es ist genug Platz für uns alle. Sodass jeder seine eigene Realität erleben kann und in Toleranz jeden anderen seine Realität leben lassen kann.
So sollten wir ab JETZT betrachten, was uns eint:
Der Wunsch nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit.
Nach Liebe, dem Ausleben–Dürfen unserer Individualität und der Entwicklung einer grundlegenden Selbstverantwortung!

Was nun tun?

Lasst uns im eigenen Leben beginnen den Wandel zu leben, den wir gerne erleben wollen. Dieser Weg ist meines Erachtens der einzig funktionierende. Denn eine Gesellschaft ist die Summe ihrer Individuen. Und je nachdem wie diese Individuen leben, definiert sich auch deren Gesellschaft. Um eine neue Form von Zivilisation zu errichten, die auf Liebe und Frieden, Mitgefühl und Toleranz basiert, müssen wir das in unserem eigenen Leben verwirklicht haben! Doch der Weg dahin ist zugegebenermaßen nicht leicht. Und kann ziemlich weh tun!
Denn der Weg zu Freiheit und authentischem Leben bringt gnadenlose Veränderung.
Finanziell, emotional und gemeinschaftlich.
Kann sein, dass wir zuerst alles verlieren müssen, was wir hatten, um aus der Asche des alten Lebens erneut mit leuchtendem Federkleid emporzuschweben.
Denn vor der Erneuerung muss das Alte verabschiedet sein.
Das gilt im eigenen Gefühlsleben mit eventuell Energie raubenden Freunden und Verwandten, den finanziellen Vorstellungen und vor allem im beruflichen Umfeld.

Die notwendige Veränderung dieser Welt geschieht erst, wenn wir bereit sind, das Neue mit aufzubauen, und die Angst vor dem Verlust der aktuellen Wohlfühlzone aufgegeben haben.
Denn das haben „sie“ geschafft: Es geht uns noch zu gut, um einen Umsturz zu wagen. Und solange wir etwas zu verlieren haben, haben wir Angst. Und solange wir Angst haben, sitzen sie in unserem Nacken und schaffen es, unser Leben zu bestimmen.
Mehr als wir annähernd ahnen!

Jetzt, wo erkenntlich wird, wie viele Menschen anders denken und auch zu Handeln bereit sind, können wir uns verbinden, unterstützen und gegenseitig helfen und stärken.
Um die Schritte anzugehen, die notwendig sind.
Zum Beispiel durch einen Steuerboykott (nicht um Geld zu sparen, sondern um das kriegstreiberische System nicht zu unterstützen – die Motivation ist immer das wichtige. Weil sie bestimmt welche Resonanz das Tun hervorrufen wird!) – das Ignorieren von GEZ und anderen Unterdrückungsmaßnahmen – das Aussteigen aus Berufen und Jobs, die nicht sinnvoll sind und die dem Untergang dieses Planeten zuarbeiten – undundund

Wie wäre es beispielsweise, wenn die Mehrheit der Deutschen morgen aufs Amt gingen, um sich bedingungsloses Grundeinkommen (manche nennen es auch Hartz4 – aber auch das ist eine Frage der Motivation UND Einstellung) zu beantragen? Wenn alle aufhören würden, das System zu füttern, um sich stattdessen die Zeit zu nehmen, das zu tun, was wirklich wichtig ist?
Überhaupt: Es ist unser RECHT, uns die Zeit zu nehmen, die wir für unser Seelenheil benötigen! Oder für unsere Kinder. Oder für unsere Probleme, für unsere Freiheit …
Wie wir das Leben erfahren, ist auch immer eine Frage der Einstellung. Man kann jede noch so extreme Erfahrung durch eine entsprechende Einstellung aus anderer Sicht betrachten. Was auch die merkwürdigsten Situationen vereinfacht.
Und wenn wir zusammenhalten, können diese freiheitlich begründeten Handlungen zu einem Wandel führen, der tatsächlich etwas bewirkt.

Handeln wir also:

Zunächst geht es um die Befreiung auf individueller Ebene. Nehmen wir uns die Freiheit, unsere Talente und Visionen zu leben. Auch wenn der Schritt dahin durch dunkle Zonen unserer eigenen Ängsten führen wird. Und wir vielleicht noch nicht von unseren Fähigkeiten leben können. Aber nach solch einer Dunkelheit wird es licht und hell werden. Und heller als wir es uns je erträumen hätten können. Das Vertrauen in unsere seelische Führung wird uns durch die Intuition immer zeigen, welcher Weg zu gehen ist und beweisen, dass für uns IMMER gesorgt ist. Wir werden nicht verhungern oder untergehen, im Vertrauen öffnen sich viele Tore.
Die wir natürlich sehen sollten und den Mut haben, diese zu durchschreiten!
Aber: „Die Macht ist mit uns!“

Diesen Weg zu gehen erfordert Geduld und den Mut, immer wieder aufzustehen, wenn wir gestürzt sind. Beispiele, dass dieser Weg funktioniert, gibt es zuhauf.
Das Klären des eigenen Lebens führt zur Befreiung unserer größten Blockaden: jene, welche sich um unsere Herzen ranken. Und wenn wir unsere Herzen von alten Verletzungen und Gewohnheiten befreit haben, beginnt eine Liebesfähigkeit zu erblühen, die unser Leben grundlegend verändern wird. Zudem wird dies zu Resonanzen führen, in denen es keine Kämpfe oder Streitereien mehr geben wird.

Dann können wir übergehen sichtbare Schritte zu unternehmen. Zum Beispiel: ziviler Ungehorsam. Denn es ist wichtig, den Gedanken und Sprüchen Taten folgen zu lassen. Wenn es viele wagen würden, nicht mehr dem Raubrittertum, das sich Staat nennt, Folge zu leisten, würde das Ungehorsam-Sein eine Größe erreichen, die nicht mehr bestrafbar sein wird. Und selbst wenn unser freiheitlich motiviertes Handeln bestraft werden würde: Ich will nicht derjenige sein, der die Anfänge einer weiteren Diktatur tatenlos vorbeiziehen ließ. Es gibt Gegenden in dieser Welt, in denen die Menschen wirklich mutig sein müssen und ihr Leben für ihre Freiheit einsetzen müssen. Wollen wir warten, bis es hier auch soweit kommt?
Wir sind noch in einer Situation, in der wir durch bewusstes Handeln eine Weiche stellen können. Auf dass der Zug des Wandels in die richtige Richtung fahren kann. In eine sonnenbeschienene Zukunft, die auf Freiheit und Liebe basiert.
Schon einmal hat ein Mann gezeigt, dass es möglich ist, kampflos eine Veränderung zu bewirken: Gandhi.
Nur durch ein klares Statement und den Mut die Konsequenzen zu tragen. Und durch die Stärke, nach einem Tiefschlag wieder aufzustehen, um weiter zu machen.

Die Zeit, in der wir leben, ist erstaunlich.
Und wer an Inkarnation glaubt, weiß, dass wir uns nicht zufällig hier befinden. Es hat seinen Grund, dass wir unsere Talente erhalten haben, dass wir unsere Verletzungen erleiden mussten, dass wir aber auch die Klarheit erhielten, die Strukturen der Dunkelheit zu durchschauen; die Weitsicht um die Vision des Paradieses wahrzunehmen, das wir aufzubauen angetreten sind; zu ahnen, was wirklich wichtig ist und die Inspiration unserer Seele zu fühlen, die uns in die individuelle und daraus entstehend in die gesellschaftlich-kollektive Freiheit führt.
Alles hat seinen Sinn. Auch wenn wir es noch nicht erkennen können.
Wichtig ist nur, zu fühlen, wer wir wirklich sind, was wir wirklich leben wollen und diesen Impulsen zu folgen. JETZT!

Im Licht der Veränderung, Mario Walz

u.a. Autor, u.a. des Buchs Schöpfungsgeschichte 3.0, hier das Kapitel über die 13 Hierarchien

  1. Mai 24, 2014 um 11:14 am

    „Die Wiederholung bestimmt, was wahr ist.“ – Das ist mir zum ersten Mal bei 9/11 aufgefallen. Die immer gleichen Bilder der zusammenstürzenden Türme wurden im Fernsehen endlos wiederholt. Das war damals eine gezielte Konditionierung von Millionen von Menschen. Erst durch die Wiederholung der Bilder wurden „der Terror“ und damit der „Krieg gegen den Terror“ zu Fakten. In der Berichterstattung zur Ukraine ist es dasselbe.

    Dieses Verfahren hat schon eine lange Tradition. Die angeblichen „Wahrheiten“, die Religionen mal verkündet haben, sind auf demselben Weg entstanden.

    Ich denke, dass wir bzw. unsere Vorfahren dieses Staatsmonstrum, das sich als Umverteilungsmaschine vom Vermögen von Vielen zu dem Vermögen von Wenigen erwiesen hat, selbst erschaffen haben. Konzerne und Staaten sind Superorganismen, die ein Eigenleben entwickelt haben, weil Generationen von Menschen Verantwortung abgegeben haben. Die Kehrseite von Verantwortung ist Macht. Ein Verantwortungsdefizit auf der Seite der Bürger führt zu einem Machtüberschuss auf der Seite des Staates.

    Du hast Recht, wenn Du sagst, dass der Staat nichts machen könnte, wenn ein Großteil der Bürger seine Steuern nicht mehr bezahlen würde. Wenn ein einzelner Bürger das macht, landet er im Gefängnis.

    Wie löst sich ein Superorganismus auf?

    Entweder bildet sich ein Gegengewicht bspw. in Form einer Partei, die die Auflösung des Staates und Steuerbefreiung im Programm hat. Diese Partei könnte meinetwegen eine Volksbefragung durchführen und die Bürger selbst bestimmen lassen, wieviel Geld sie für gemeinsame Aufgaben (Bildung, Infrastruktur, Gesundheit) ausgeben wollen. Wenn diese Partei dann bei Wahlen die Mehrheit gewinnt und ihr Versprechen wahr macht, hätten wir entschieden weniger Staat. Am Schluss könnte die Partei sich selber ja auch wieder auflösen. Der Weg wäre also, das System mit den Mitteln des Systems bekämpfen. Bei den Grünen hat man gesehen, welche Gefahr hier besteht: dass das System die Kämpfer korrumpiert.

    Oder die Mehrzahl der Bürger handelt auf eigene Verantwortung. Hier ist das Problem aber, dass der Einzelne einem übermächtigen System gegenübersteht. Bleibt der Einzelne allein, bspw. wenn er entscheidet, seine Steuern nicht zu bezahlen, landet er im Gefängnis. Nur wenn eine sehr große Anzahl gleichzeitig die Steuerzahlung verweigern würde, würde es funktionieren. Das gleichzeitige Agieren einer großen Menge Einzelner muss doch aber irgendwie koordiniert werden. Dazu braucht es doch aber wieder Persönlichkeiten, die aus der Menge heraustreten und die Führung übernehmen. Damit es es aber schon wieder keine Gemeinschaftsbewegung, sondern eine Bewegung, die von irgendjemand angeführt wird.

    Was das Aussteigen aus Jobs betrifft, das ist eine Möglichkeit, die jeder ergreifen kann. Aussteigen aus Jobs heißt nicht unbedingt, sich auf die faule Haut zu legen, sondern die Arbeit dem Geldsystem zu entziehen. Bis jetzt läuft es ja so, dass immer mehr normale menschliche Aktivitäten zu bezahlten Berufen werden. Das ist die Falle, in die wir alle reinlaufen.

    Neulich habe ich ein Buch gelesen, das die gesellschaftlichen Probleme durch die Einführung des neuen Berufs der Familienmanagerin (vormals unbezahlte Hausfrau) lösen will. Für den Superorganismus Staat bedeutet das: juhu, er bekommt noch mehr Steuern!

    Das Gegenstück dazu ist, dass jeder ganz konkret versuchen kann, möglichst viel von seiner „Arbeit“ von einem bezahlten in einen unbezahlten Bereich zu verlagern. Wenn wir einander kostenlos helfen, können wir auch keine Steuern zahlen. So ein Pech aber auch :-).

    • Mai 24, 2014 um 11:25 am

      Eine Partei, die dafür steht, mit den aktuellen Mitteln dass Parteiensystem abzuschaffen und den Staat zu reduzieren ist die ddp. Das scheint mir noch ein langer Weg zu sein.
      Charles Eisenstein zeigt übrigens gut auf, dass Kapitalismus aber auch alles zu einer Ressource macht, die via Geld verhandelbar wird. Da passt die Familienmanagerin absolut ins Bild 😦
      Ja, zersetzen durch immer weniger nicht Mitmachen, Schenken, statt Verkaufen scheint mir ein probates Mittel zu sein.

      VG Martin

      • Mai 24, 2014 um 12:29 pm

        Ich musste erst mal gucken, wer oder was die ddp ist. Nun ja, ich bin kein Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens.

        Außer beim Waldschutz war ich nämlich auch mal im medizinischen Bereich tätig. Dabei habe ich folgende erstaunliche und ziemlich bittere Erfahrung gemacht: je mehr kostenlose Leistungen den Menschen zur Verfügung gestellt werden, desto kränker werden sie. Und zwar ist es definitiv nicht so, dass die Menschen immer schon krank waren und nur als gesund galten, weil sie sich die Medizin nicht leisten konnten, sondern tatsächlich so: kostenlose Leistungen MACHEN die Leute kränker.

        Wenn es nichts kostet, machen die Menschen gern noch diese und jene Untersuchung mit, nehmen dieses und jenes Präparat ein, nehmen diese und jene Kur in Anspruch. In meiner ganzen medizinischen Berufserfahrung habe ich einen einzigen (!!) Fall erlebt, wo ein Patient aus einem Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft heraus seine Genesung in die eigene Hand genommen hat. Den allermeisten Menschen fehlt dieses Verantwortungsgefühl für das Ganze.

        Ich finde das bedingungslose Grundeinkommen eine ebensolche Maßlosigkeit wie umgekehrt Sklaverei.
        Austausch besteht nicht darin, dass einer nur gibt. Auch nicht darin, dass einer nur nimmt. Es ist ein wechselseitiges Verhältnis zu beider Gunsten.

        Geben und Nehmen sollte pi mal Daumen im Gleichgewicht sein. Dass es Mitglieder der Gemeinschaft gibt, die tatsächlich
        nicht für sich sorgen können und mitgetragen werden, heißt nicht, dass dieses Mitgetragenwerden auf alle Mitglieder einer Gemeinschaft übertragen werden kann. Um einen anderen auch nur teilweise tragen zu können, muss einer schon selber stehen und für sich selber sorgen können.

        Nein, was ich meinte, war, dass das wechselseitige Geben und Nehmen weitmöglichst aus dem Geldkreislauf herausgenommen wird.

        • Mai 24, 2014 um 2:35 pm

          Nun ja, ich bin kein Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens.

          Mir fiel diese Tage wie Schuppen von den Augen: Wir haben schon längst das Bedingungslose Grundeinkommen! Jedenfalls geben wir sie allen, die mehr als 500.000 € verzinst auf dem Konto liegen haben und so leistungslos zu den Systemgewinnern gehören.“

          Ja, dass Überfluss faul machen kann, weil man sich nicht mehr bewegen muss, ist die eine Seite. Auf der anderen Seiten versorgt uns die Natur auch, ohne dass wir etwas dazu tun müssten, außer sie über die Maße zu strapazieren.

          Matthias Jung hatte einen schönen Artikel darüber geschrieben, dass wir besser einen vertrauensvollen Vorschuss geben sollten, als immer erst den Beweis zu fordern.

          Ich sehe, dass Völker, in denen die Menschen auf Augenhöhe leben, es nicht dazu kommt, dass die Einen auf Kosten der Anderen leben und so Alle ihren Teil besteuern.

          Viele Grüße
          Martin

  2. Mai 24, 2014 um 3:32 pm

    Ja, das stimmt. Zinsen sind ein bedingungsloses Grundeinkommen. Witzig, das mal so rum zu sehen :-).

    Es stimmt aber nicht, dass die Natur keine Bedingungen stellt. Das tut sie sehr wohl. Die Tiere müssen kalte Zeiten aushalten, wandern, jagen, ihre Reviere verteidigen, Nester und Höhlen bauen. Die Natur ist kein Schlaraffenland.

    Der vertrauensvolle Vorschuss funktioniert nur direkt in persönlichen Beziehungen. In einem anonymen System – wozu das bedingungslose Grundeinkommen gehört – kannst Du das kicken.

    Ich bin dafür, die Menschen zu nehmen, wie sie sind, nicht, wie sie sein sollten.

  3. Mai 25, 2014 um 7:36 am

    Ich habe gestern noch mal übers bedingungslose Grundeinkommen nachgedacht. Was mir daran nicht gefällt, ist folgendes: es wird suggeriert, dass die Menschen damit mehr Freiheit bekommen, tatsächlich ist es aber eine neue Art von Zwangsabhängigkeit:

    Man nimmt den Menschen die Möglichkeit und das damit verbundene Risiko, für sich selbst zu sorgen. Man nimmt den Menschen die Möglichkeit, mit Schwierigkeiten fertig zu werden und sich zu bewähren. Man nimmt den Menschen eine wesentliche Möglichkeit, sich selber kennenzulernen und zu erkennen. Genau das gibt dem Leben aber die Würze.

    Der von Dir angegebene Artikel setzt den Staat anstelle von Gott. Das heißt, wir Menschen erschaffen uns mit dem Staat einen künstlichen Gott. Bislang wurde Staat eher nach dem Vorbild des tyrannischen Vatergotts geformt, jetzt soll dieser durch einen fürsorglichen Muttergott ersetzt oder ergänzt werden.

    Freiheit geht anders. Freiheit und Sicherheit sind Gegenspieler. Freiheit gewinnt ein Mensch nur, wenn er dafür seine Sicherheit aufs Spiel setzt. Das bedingungslose Grundeinkommen hat was von: wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

    Ich möchte mein Leben gern selber leben. Ohne Netz und doppelten Boden. Ein Staatsgebilde, das mir jeden Stein aus dem Weg räumt, mich in Watte packt und mich künstlich im Kleinkindstadium halten will, wäre für mich kein Platz, wo ich leben möchte.

    • Mai 25, 2014 um 8:50 am

      Das Bild „Kleinkindstadium“ und Behütung hat etwas.

      Wenn der Mensch als in seine Selbstverantwortung, in seni Erwachsensein tritt, dann sollte er auch die Chance dazu bekommen. Nur, dass heute über all Eintritt verboten steht. Er kann sich also nirgends einfügen, ohne sich zu verschulden.

      Ich erinnere mich an eine Information über Lybien, bevor es zerbombt wurde. Hier bekam ein Mensch, der Farmer werden wollte, von der Gemeinschaft ein Stück Land und die Grundausrüstung gestellt. Er musste sich nicht verschulden. Wollte er nicht mehr, fiel das Stück und die Grundausrüstung zurück an die Gemeinschaft.

      Die Überfürsorglichkeit des Staates gefällt mir zunehmend auch nicht. Lieber wäre mir ein gut funktionierende Kommune, in der die Mitglieder gemeinsam entscheiden, wie miteinander umgegangen wird, und welche Projekte gemeinsam angepackt werden.

    • federleichtes
      Mai 25, 2014 um 10:52 am

      „… wäre für mich kein Platz, wo ich leben möchte.“

      Ich lebe auf einer in Staaten zerteilten Welt. Ich lebe in einer von Geist zerteilten Welt, ich lebe in einer von verschiedenen Kulturen geprägten Welt. Und ich kam als bedürftiges Wesen in diese Welt und wurde beherrscht von verschiedenen mir unbekannten Mächten, deren Absichten und Methoden mir Freiheit suggerierten und das Gegenteil lieferten. Staat (Politik), Kultur (gesellschaftliche Normen) und die Dogmen des Glaubens versuchten gleichermaßen, sowohl meinen Willen zu brechen als auch meine Bedürftigkeit für einen Zweck auszunutzen. Im Grunde dauerte es vierzig Jahre, um zumindest den Ansatz zu erkennen, dass ich nicht Reiter, sondern Pferd war.

      Das Dreigespann des Geistes erzeugt methodisch-konzertiert die psychologischen Phänomene des Unterdrucks und des Überdrucks, der Ohnmacht und der Übermacht, gelebt – eher unverdächtig – als Herrschaft und Knechtschaft, deutlicher in ihrem Zweck werdend durch die emotionalen Dispositionen, die sich als Sadismus und Masochismus äußern. Aber im Grunde des Menschen ist diese polare Disposition bereits angelegt und wird durch den Geist des Dreigespanns nur bedient, also ausgelöst, was an Feindseligkeit bereits unbewusst vorhanden ist.

      Lieber Marian,

      in dieser Welt MUSS ich leben, in dieser Welt müssen ALLE Menschen leben. In der systemische, kollektive und individuelle Feindseligkeit – zufällig auch ein Dreigespann – auf verschiedenen Ebenen eine komplexe Feindseligkeit thematisieren. Freiheit beginnt erst, indem man sich der Wahl, ob man Täter oder Opfer oder Täter und Opfer bleibt, nicht mehr stellt. Indem man, sehr pragmatisch, die Emotionalisierung verunmöglicht durch Enttraumatisierung – und somit die Ursachen für sadistische und/oder masochistische RE-aktionen unwirksam macht. Das will Leben erreichen, und das kann Leben leisten: Feindseligkeit meistern.

      Kurz
      Wer sich von Staat, Gesellschaft oder Glauben unterwerfen lässt und ihren (oder DEM) Zwecken dient, hat noch etwas Feindseliges zu deaktivieren, ist also bedürftig. Wer die Feindseligkeit nicht mehr reflektiert (und projiziert), kann die Früchte des Lebens genießen.

      Was hier salopp „Selbstbefreiung“ genannt wird – na ja, hört sich nicht so an, als wäre dieser Begriff entstanden aus dem Bewusstsein einer ziemlich langen und leidvollen Menschheitsgeschichte, die mit Strömen von Blut und Tränen um die Befreiung von der Feindseligkeit gerungen hat. Menschen werden (hoffentlich) klarer verstehen lernen, dass sie in stetiger Konkurrenz zur Feindseligkeit stehen, und sie nur kooperativ in dem Sinne überwinden können, indem sie sich gegenseitig helfen, verborgene Schwäche zu wandeln in die Macht des Unberührbaren. (Zufällig kommt mir da der Urgrund in den Sinn.)

      Euch einen schönen Sonntag.

      Wolfgang

  4. Mai 26, 2014 um 10:32 am

    Sehr gute Darstellung der Ausgangslage!
    Die Lösungsmöglichkeiten zeigen auch gut auf, wie schwer es fällt, sich gedanklich auf diese ein zu lassen. Schon bei der Vorstellung, seinen Job auf zu geben, bringt viele in das Gefühl des Versorgungsmangels. Bei zivilem Ungehorsam ist gleich die Angst der Pfändung seines Ersparten da. Solche Wege lassen sich kaum in Worte fassen, daher glaube ich auch nicht, dass es eine Massenbewegung wird. Ein Grundeinkommen wird hier auch nicht einen Transformationsprozess in Gang setzen, wenn er zu einer Subvention wird. Viel eher wird das Geld als Addon mitgenommen.
    Wenn das Grundeinkommen aber als Katalysator wirken würde und den gesellschaftlichen Transformationsprozess begleitet, könnte dieser wirksam werden. Ein paar Gedanken dazu habe ich mir in diesem Beitrag gemacht:
    http://www.schnappfischkapitalismus.de/2014/02/bedarfseinkommen-zur-persoenlichen-entfaltung/

  1. Mai 23, 2014 um 12:06 am

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