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Lasst sie uns als Spähradikale brandmarken!

Seit ihrer Gründung 2007 hat sich die re:publica von einem Treffen deutscher Bloggerinnen und Blogger zu einem der weltweit wichtigsten Festivals der digitalen Gesellschaft entwickelt, zu dessen achter Ausgabe 2014 mehr als 5.000 Gäste erwartet werden. (Quelle)

into the wild

Logo der re:publica 2014

INTO THE WILD

Unter diesem Motto war die re:publica-Gemeinde letzte Woche zusammengekommen. Und auch Sascha Lobo, der die viel gelesene Kolumne S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine schreibt, war wieder mit dabei. Ich habe mir seine Rede zur Lage der Nation  gerade auf meiner Heimreise von Berlin angehört habe. Sein Them war „natürlich“ der Zustand unseres Internets, das er derzeit als kaputt bezeichnet und uns daher aufruft:

Lasst sie uns als Spähradikale brandmarken!

Zu Anfang seiner Rede machte er seiner Enttäuschung Raum, dass die Netzgemeinde sich nicht wundern muss, wenn ihr dasselbe aus den Fingern genommen wird. Seine Standpauke: Sie hätte versagt! Die Netzneutralität (siehe) wäre ihr nichts Wert, denn es gab kaum Spenden dafür, ganz im Gegensatz zur Rettung eines besonderen Vogels in Bayern, für den die Eltern der Gemeindemitglieder gleich Millionen gab, so sein Vergleich.

Anschließend ging er nochmals detailliert den Ablauf rund um die Wahrheitsfindung als auch Vertuschungen der Spähangriffe der #NSA als acuh von #TEMPORA (siehe auch) durch und machte damit deutlich, dass es am Ende um einen Kampf der Herrscher gegen eine freie, offene Gesellschaft geht, für die die Netzgemeinde einstehen würde.

Da er eben einen Kampf sieht, ruft er auf, mit einem neuen Netzoptimismus entsprechende Schläge gegen diese Netzkonzerne zu führen und sich dabei unsere Wirtschaft zum Verbündeten zu machen.

Am Ende nennt er vier Kampfmethoden, aber seht und hört selbst:


.
Ich hatte auf dem Blog der Initiative Wirtschaftsdemokratie einen Artikel eines der technischen Macher des Internets ins Deutsche übersetzt und gepostet: Take Back the Internet – Holen wir uns das Internet zurück

Kategorien:Gesellschaft, Politik
  1. Mai 16, 2014 um 4:29 am

    Lieber Martin:
    Wir sind dem Kreditkartensytem verfallen und haben uns dadurch versklaven lassen. Es ist wie eine Drogensucht. Wir sind all der modernen Kommunikationstechnik total verfallen… man kann uns bei all unseren Bewegungen „begleiten“… = verfolgen… ueberwachen… ueberschatten. Wir sind dem Internetsystem verfallen und haben uns auch dadurch versklaven lassen… und auch das ist eine Drogensucht. Wer will nicht mehr ohne all dies auskommen? Wer rennt icht gleich und kauft sich das allerneueste der neuen Spilezeuge! Wir haben das Zeug akzeptiert und uns einreden lassen dass es nicht mehr anders geht. Man soll sich fuegen. Man soll sich anpassen. Man soll mitmachen… oder man bleibt im Staub und Gestank des abfahrenden Busses stehen…. Das System der Mammon Maechtigen, das System der Politik, das System der Technbologie und der Wirtschaft, der Forschung, der Medien….der Medizin…alle haben uns eingefangen, eingekerkert, und angekettet…und behauptet sogar man sei absolut unfaehig und nutzlos wenn man sich nicht all dem technologischen Wunder & Zauber fuegt…. Wir sind also wie der Zauberlehrling…der die Geister die er rief…nicht mehr loswerden kann…. und das Resultat…alles wird ueberflutet alles…und wir ersaufen! Und die grossen Firmen reiben sich die Haende…ein profitabler Zirkus!
    Ich habe mir diesen Vortrag…diese Anklagung nicht nur der Ueberwacher…und der gesamten Vernetzung der Widersacher…diese Anprangerung der Regierungen die all diese Methoden aus eigennuetzigem Interesse verwerten und anwenden…ich habe mir all das genau angehoert…und werde dies sicherlich noch mehrmals tun. Meine erste Reaktion
    ist… Schmeisse den ganzen Kram hin… Nehme einen grossen Schaegel und zerschlage, zertruemmere all diese technologischen Spielsachen und kehre zurueck in die Zeit des Briefeschreibens… Das soll all die Ueberwacher total aus ihren Ueberwachungshaeuschen treiben…wenn sie tag-taeglich zur Post muessten um sich zu zahllos hundertausenden oder multi-millionenvon Tonnen von Briefen abzuholen…um all diese einzeln zu oeffnen und zu lesen…oder um sie einzeln zu kopieren und die Texte zu speichern… Ich bin der Meinung die wuerden dies sofort wieder aufgeben. Spielen wir also mit neuen Regeln. Keiner schickit mehr Texte oder E-mails… Ich wuerde sogar vorschlagen dass mann sich erst mal einnigt…auf der ganzen Welt…and einem Tag in der Woche wird das Internet stillgelegt…weil es ganz einfach keiner benuetzt…. Da sollen all die Ueberwacher vor ihren Bildschirmen sitzen und erst mal 24 Stunden lang nichts „Ueberwachbares“ sehen…und lesen…
    Dann koennte man sich vielleicht das an jedem zweiten Tag probieren… und dann mal eine ganze Woche OHNE ALLES… Na wie waere das!? Man koennte sich so langsam wieder dem Briefschreiben widmen und sich wieder an gute Worte und gutes Schreiben gewoehnen. Die Postbetriebe wuerden wieder belebt. Es gaebe wieder wirklich Arbeit fuer Postboten… etc…etc…etc… Und es waere eine friedliche und kreative Alternative zu dem gegenwaertigen System. Sicherlich wird dieser Beitrag gelesen, analysiert, studiert…und besprochen….geprueft…beschnueffelt… und man wird sich fragen: „Na…und was hat denn dieser radikale Typ mit diesem radikalen Vorschlag hier verbrochen!“ Na…die NSA & gleichgesinnten Typen solln mal denken und sich Gedanken machen! Dies nur so als Beitrag zum Thema von Heute! Eine friedliche …freundliche…Alternative!
    Gruss, Gerhard (Passionata Poeta de Paz!)… Ein Gruss and Sascha Lobo!!
    G1st@aol.com

    • Mai 16, 2014 um 10:58 pm

      Liebe Gerd,

      ich denke, dass das Internet sowohl Fluch als auch Segen ist. Sie saugen zwar derzeit viele Daten rein, aber es gibt gar nicht so viele Menschen, diese Daten logisch auszuwerten. OK, es wird aufgrund der Algorithmen ein paar arme Schwein treffen, die aufgrund von automatisierten Fehlinterpretationen um die Ecke gebracht werden. Dennoch glaube ich, dass unterm Strich das Internet eher helfen wird, für eine weitere Aufklärungswelle zu sorgen, und damit das Bewusstsein der Menschen anzuheben.

      Es gab ja auch zwischen den ersten Zellen, die begannen, sich zu immer größeren Körpern zusammenzufinden. So ähnlich sehe ich das Internet als Förderung eines Gesamtbewusstseins, so dass am Ende genau wie mit den Zellen in unseren Körpern eine Kooperation anstatt Konkurrenzkampf eintritt. Es geht eine Stufe höher in der Struktur der Holons.

      Viele Grüße
      Martin

  2. spähradikal
    Mai 16, 2014 um 4:01 pm
  3. chattison
    Mai 29, 2014 um 2:57 pm

    @ Martin Bartonitz

    Es herrscht leider eine völlig verfehlte Annahme bezüglich der Datenauswertung und ihrer Möglichkeiten vor, was zu den Fehlschlüssen führt, die hier und anderswo bezüglich der „Freiheit“ des Internets oder auch nur der Nutzbarkeit zu diesem Behufe kolportiert werden.

    Wenn z.B. die NSA sagt, dass sie jegliche Kommunikation komplett abhört und speichert, so bedeutet das konkret Folgendes:

    Jegliche Kommunikation durchläuft Filter im Netz und diese können nicht umgangen werden, es sei denn man wäre Kryptologe und verfügte über abhörsichere eigene Leitungen.

    In diese Filtern bleibt hängen, was relevant erscheint und DAS wrd gespeichert, also nur ein Promile von Promille von Promille des tatsächlichen Datenvolumens.

    Diese gespeicherten Daten werden wiederum separat mit aufwendigeren Filtern durchforstet und erneut „Relevantes“ ausgefiltert, der Rest wird gelöscht.

    Dazu werden gestaffelte „Markierungen“ vergeben bei denjenigen Emittenten von Daten, die irgendwann irgendwie aufgefallen sind, aber letztlich erst mal aktuell bedeutungslos gewesen sind.

    Die Markierungen bleiben aber bestehen und werden im Zusammenhang mit der Erhebung von Meta-Daten aktiv, wenn gewisse Parameter dazu erfüllt werden.
    Dann rückt der Emittent wieder in den Fokus der Ermittlungen und kann gezielt ausgespäht werde, um seinen Relevanzgrad zu veri-/falsifizieren.

    Da ist bis zu diesem Zeitpunkt kein einzelner „Ermittler“ involviert, sowenig wie bei den High-frequency-trading-programs Broker involviert sind!

    Das Datenaufkommen ist also aufgrund dieser Vorfilterung mehr als überschaubar.

    Und wenn man nun das Datenaufkommen der NSA mit dem von Google vergleicht, fällt sofort auf, dass Google ja viel mehr Daten verarbeiten, analysieren und speichern muss als die dämliche NSA.

    Wenn man dann noch 2+2 zusammen zählt und sich die Struktur Google´s bezüglich der zunehmenden Vernetzung wirklich aller Lebensbereiche ansieht, dann ist die NSA ein Kindergarten und Snowden nur ein Ablenkungsmanöver auf Grundschulniveau,, um genau DAVON abzulenken!!!

    Die böse NSA, aber das gute Google – dass ich nicht lache.

    Wer sich weiter ansieht wem Datenleitungen, Distributions-Server, Satelliten und Energiezentren (+ Leitungen + Verteiler) gehören, wer Betriebssystem entwickelt und beherrscht, wer Programme codiert und verkauft, wer vermeintliche Gegenbewegungen finanziert und kontrolliert, wer TOR und sonstige vermeintliche Allternativsystem auf den Markt wirft und den Rest aufkauft und vom Markt zieht, wer welche technischen Mittel hat, um auch nicht eigene Ressourcen zu infitrieren und zu manipulieren usw., der kann unmöglich der Meinung sein, dass das Internet ein Aufbruchsort für „Freiheit“ (von was auch immer) sein kann!

    Das mag kaum einer hören, – dafür sind die Apologeten der „riesigen Internet-Chance“ zu emsig und selbstverliebt und ist die bequeme Bitrevoluzzerattitüde wohlfeil genug -, ist aber schlicht nicht zu widerlegen.

    Natürlich gibt es immer geheime Ecken und Schleichpfade für diejenigen, die sich irgendwie entziehen wollen – aber das reicht nicht für eine kulturelle „Weltrevolution“.

    Und Otto Normalverbraucher wird schlicht desinformiert über seinen eigenen Computer, da es bereits aktive Systeme gibt, die die Informationen bei ihm in Echtzeit auf seinem „eigenen“ Computer bei Bedarf aktiv verändern und filtern.
    Fratzenbucher macht´s ja selbst öffentlich und durchaus plumpstens vor wie´s funktioniert (ist natürlichh nur ein Derivat) – stört aber kaum eine Sau.

    Sascha Lobo, dem ich jetzt persönlich nichts ans Zeug flicken möchte, dient eider genau jenen Kräften, die zu entkräften er vorgeblich antritt.
    Er schürt die Hoffnung auf ein Entkommen in der digitalen Welt, auf eine machbare Veränderung des status quo dank Internet-Aufklärung (was immer das auch sein soll) und lässt die Menschen weiter am PC hocken, während gleichzeitig andere faktische Machtverhältnisse schaffen, die auf diesem Wege unmöglich ausgehebelt werden können.

    Sry, für die Miesmacherei, aber den Mythen aus allgemeinem Unverstand gegenüber den tatsächlichen Verhältnissen der kritisierten Kreise muss widersprochen werden.

    • Mai 29, 2014 um 7:51 pm

      Deine Argumenation ist mir nachvollziehbar. Und Du meinst, das Internet arbeitet via Google und Facebook im Sinne des Mind Controls und filtert Daten so, dass wir Aufklärung zu betreiben meinen, aber eben nur die von den Machern gewollten Informationen sehen? Und was ist dann mit den vielen Blogs wie diesem hier? Sind diese genauso manipuliert?

      • Mai 30, 2014 um 12:03 pm

        Ich darf daran erinnern, dass meine sämtlichen Kommentare und Texte hier gelöscht wurden, ohne dass ich im Entferntesten daran beteiligt gewesen war!
        Ich weiß definitiv, dass weder Du noch ein anderer Admin daran beteiligt gewesen waren,

        Um da zu erwartenden Einwänden vorzubeugen:
        das galt nicht nur für diesen Blog, nicht nur für facebook, sondern auch für meinen eigenen Computer – zeitgleich, innerhalb derselben 10 Minuten.
        Jetzt bist Du dran.

        Wer den Google-Algorithmus verstanden hat, der darf ganz sicher sein, dass Du diesbezüglich nicht nur die Wahrheit andeutest, sondern dass das noch nicht mal die halbe Wahrheit ist^^

        Google hält sich extrem bedeckt, was seine Algorithmen angeht, obwohl eine Veröffentlichung aus mehreren Gründen keinerlei Gefahr für dessen Monopolstellung diesbezüglich darstellen würde.

        Wer sich da schlauer machen möchte, muss einfach mal nur google+ sich genauer ansehen und wie das so arbeitet.
        Das vermittelt eine erste Ahnung davon, wie Daten konglomeriert und zu (Pseudo)Informationen gepatcht werden, die wiederum Ausgangslage für die weiteren Schritte des Users sind, der so aus vermeintlich eigengeistiger Entscheidung durch das, ach so freie, Web bewegt, aber immer nur das zu sehen bekommt, was ihm sein von Google aufgestempelter, unsichtbarer Zutrittscode erlaubt.

        Wenn Du, wie ich, einfach mal drei verschiedene Computer an drei verschiedenen Standorten identisch bedienst (= zwar unterschiedliche Texte, Zeiten, Adressen, aber in verschiedenster Verquickung gewisse Stichworte oder Gruppierungsschnittmengen von Begriffen, die sich wiederholen), wirst Du bei allen dreien dieselbe Trichterfunktion der Datenführung durch Google beobachten können.

        Dein Blog wird nicht manipuliert.
        Dieser Blog erreicht nicht die Kritikalitätsgrenze für bestimmte Aktivierungen von Algorithmen, die sich latent einmischen können.

        Die Kritikalitätsschwelle errechnet sich aus einer bestimmten Menge von Links, Kontakten, Speicherungen, Querverbindungen, Kommentatoren etc. die in Bezug gesetzt werden zu vergleichbaren anderen Gruppierungen und wenn die Vernetzungsreichweite und -dichte groß genug wird, dass daraus ein selbstorganisiert-exponentielles Wirkstadium erwartbar wird, das Emergenzen befürchten lässt (die man, nebenbei bemerkt, ganz gut berechnen kann – also nicht die Emergenzen selbst natürlich, sondern die Entstehungsbedingungen dazu! – Im Falle eines Blogs etwa, wenn die Varietäten der sich verknüpfenden Blogs/Links etc. ausweiten, anstatt lediglich in einem Assimilations-Pool lauter Gleichgepolter zu enden, wo es nur sich selbst reduplizierende und eindimensional verstärkende Tendenzen gibt), dann werden sogenannte Triple-D´s eingeschaltet (dam-damper-dazzle-Aktionen)

        Mehr würde hier zu weit führen, aber man kann anhand dieser leisen Andeutungen bereits erahnen, wie´s läuft und was möglich ist.

        • Mai 30, 2014 um 3:25 pm

          Danke für die weiteren Einblicke in Deine Erfahrungen. Und ja, so lässt sich erahnen, wie leicht es wäre, auch hier das Mind Control in eine bestimmte Richtung zu verstärken und andere Richtungen zu schwächen.

        • Mai 30, 2014 um 10:55 pm

          Datenschutz, im Rahmen von Datenspeicherung, ist das Beharren auf Gesellschaftsfähigkeit.
          Das Bewahren des Informationsflusses dagegen ist das Wesen einer Gemeinschaft.
          Phony smartness lässt grüßen: https://faszinationmensch.com/2013/12/11/phony-smartness-der-fluch-einer-fluchtigen-zeit/

          Copy&Paste, wie es seitens der Viren in den Genomen geschieht, hat eine ANDERE Intention als Copy&Paste mittels eines Computers.

          Gruß Guido

    • Mai 30, 2014 um 12:40 am

      Wie groß muss ein BINGO ausfallen, damit bewusst werden kann, was Chattison hier zum Besten gibt ?

      Gruß Guido

      • federleichtes
        Mai 30, 2014 um 3:12 pm

        Ich hab‘ den Kommentar eben erst gelesen – das Thema interessiert mich Null-nicht. Aber es interessiert mich gerade, warum mich das nicht interessiert.

        Das verschwundene Thema lautete „Arbeit“. Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir dort einen Meta.Sprung gemacht – und waren dabei, weiter zu schrauben. Dann war das Spielzeug weg, aber war’s tatsächlich weg? Damals dachte ich kurz, es muss gefährlich gewesen sein, was wir fanden UND wohin wir gehen würden – und akzeptierte diesen Schnitt. Der mir in den Jahren immer wieder begegnete, ein „Stopper“.

        Was bewirkt dieser Stopper? Er gibt sich zu erkennen, er verrät die Bedeutung einer informativen Entwicklung, und er verrät die Art seiner Aufmerksamkeit, die sich auf Daten richtet. Woraus folgt, dass sich seine Aufmerksamkeit nur auf Daten richten kann. Das ist doch sehr beruhigend.

        Was in einem menschlichen Daten- und Infiormationssystem abläuft, kann der Stopper nicht verifizieren. Das arbeitet eben nicht mit der systemischen Logik eines Computers. Was Mr. Chattison, Du oder ich weiß, steht nicht in unseren Computern geschrieben und nicht auf diesem Blog. Unsere Daten und Informationen sind, wenn überhaupt, im Morphogenetischen Feld gespeichert. Und auf die Wissensebenen und -segmente dieses Feldes kann nur der Informant greifen, der dank seiner VON IHM entwickelten Informationen Zugang hat – automatisch. Es funktioniert wie Schloss und Schlüssel.

        Ein weiterer Aspekt, warum ich KEINE Aufmerksamkeit richte auf den Schutz meiner Daten. Es gibt im Menschen zwei Wahrnehmungs“organe“ (oder besser Abteilungen). die eine Abteilung sammelt Informationen, die andere Exformationen. Und dann gibt es eine Instanz, die A-Information und B-Exformation vereint. Dieses entstandene C ist nicht abgreifbar, nicht mal für den C-Inhaber, der zwar Verwalter, aber nicht logischer oder selbstverständlicher Besitzer wird.

        Die Verfügbarkeit komplexer Informationen regelt nicht der Mensch, jedenfalls nicht direkt. Er kann an seinem Selbst arbeiten und die Bedingungen schaffen, aber weder absichtlich noch logisch. In der Angelegenheit ist er auch nicht autonom, sondern auf Hilfe anderer angewiesen – es braucht gewissermaßen Fügungen, die zu arangieren nicht in des Menschen Macht stehen.

        Darum geht mir das Thema Sicherheit, total am Dingsbums vorbei. Ich erlebe es wie im richtigen Leben, wo man als Mensch versucht, sich gegen ein Verbrechen zu wehren, während derweil zwanzig andere Verbrechen geplant und zehn andere verübt werden –
        also während man versucht, eines meiner kleinen Geheimnisse auszuspähen, entwickeln sich hier im Rahmen einer – nicht planbaren – thematischen Vielfalt weitere Informationen, die man gar nicht ausspähen kann, weil sie mir selber noch nicht klar sind.

        Was man ausspähen kann, sind ALTE Informationen und DETAIL-Informationen. Das Bewusstsein, was daraus entstanden ist, NICHT. Außerdem weiß ich von einer Intelligenz-Funktion, die brisante Informationen codieren oder zurückhalten kann und bewusst Verwirrung stiften kann – was die Einen können, können die anderen auch.

        Spähprogramme, neugierige Menschen, herzlich willkommen – wir werden sehen, ob wir wollen oder nicht.

        Gruß
        Wolfgang

  1. Juni 19, 2014 um 7:43 pm

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