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Über den Un-Sinn, die Sinn-Frage zu stellen …

Letztlich steht es Menschen grundsätzlich nicht zu,
weder die Sinnfrage zu stellen, noch sie zu beantworten.
Wolfgang Jensen, ferderleicht

Die Sinnfrage zu stellen macht schon aus sich selbst heraus keinen Sinn, da um den Sinn einer Angelegenheit ermitteln zu können, alle relevanten Momente erkennbar, begreifbar und verwertbar sein müssten, was defintiv für jeden Menschen zu jeder Zeit unmöglich war, ist und sein wird.

Erwin Schrödinger (Foto: Wikipedia)

Siehe dazu gerne mal wieder Schrödinger:

  • man kann nicht alle Anfangsbedingungen wissen und vor allen Dingen nicht genau genug.
  • man kann nicht wissen, ob die Beobachtung des Sujets dieses verändert oder nicht bzw. inwieweit dies der Fall wäre, ließe sich ebenfalls nicht abschätzen.
  • es gibt Bereiche in einem System, die durch das System selbst weder erklärt noch widerlegt noch bewiesen werden können.

Wer die maximale Begrenztheit menschlichen Erfassungsvermögens negiert, ist dazu also auch nicht diskussionsfähig.

Sinn ist Absicht, Zielbezogenheit.

Man kann ja noch nicht mal von einem einzigen Menschen sagen, welchen “Sinn” seine Existenz da habe – wie wenig wohl erst in Bezug auf ein ganzes Universum???
Selbst falls die Existenz eines Menschen einen ganz bestimmten Sinn haben sollte – rein hypothetisch gemutmaßt – ist dieser Sinn aus den oben angeführten Gründen nicht ermittelbar – nicht für den betroffenen Menschen selbst und erst recht nicht für andere.

Das, was im Allgemeinen als “Sinn des Lebens (für das Individuum wie das Ganze)“ verkauft wird, ist ja nichts anderes als die Verhaftung (doppelter Wortsinn) des Geistes an/durch eine Logik (Option I), die ja nur solange funktioniert, wie man bereit ist die dualistische und damit wertende Sicht der Dinge als die einzig richtige zu akzeptieren.

Nach der Logik muss es einen Sinn geben, denn die Logik fordert aufgrund ihrer Struktur die Voraussetzung eines Sinnnes, denn sonst wäre der Versuch, logische Aussagen zu tätigen bereits selber sinnlos.
Denn die Logik fordert aufgrund ihres Ausschlussverfahrens eine “richtige” Antwort und die Prämisse von “Richtigkeit” erfordert wiederum eine “Sinnhaftigkeit”.
Was Sinn macht ist nämlich richtig, bzw. das Richtige macht Sinn – gemäß Logik.

Die Logik als ultimative Referenz der Welterklärung findet aber genau durch sich selbst bereits dort ihre frühen Grenzen, wo man ihr Ausschlussverfahren nach ihren eigenen Regeln einer Prüfung unterzieht und überrascht feststellen muss, dass genau diese Logik ihr Ausschlussverfahren selbst as absurdum führt – was durch Schrödinger et.al. (Gödel, Heisenberg…) bereits belegt wurde.

Man kann auch einfacher im Sinne eines federleichtes argumentieren:

  • Macht es Sinn Spaß zu haben, wo man die Zeit doch auch für den “Sinn des Lebens” (wer immer den denn auch definiert) einsetzen könnte?
  • Macht es Sinn sich an Schönheit zu erfreuen, ohne Profit oder Verbesserung des Ganzen oder seiner Teile?
  • Macht es Sinn Sinnloses zu tun, wenn das jeglicher Logik zum Hohn meistens geschieht und vermutlich der beste “Beweis” dafür ist, dass die Logik des Sinns komplett unlogisch ist – denn wenn das Leben einen Sinn hätte, was für einen Sinn hätte es dann zuzulassen, dass dieser Sinn durch Un-Sinn negiert, sabotiert wird (ungefähr so, als würde man das schnellste Auto der Welt bauen, um die ultimative Geschwindigkeit zu erreichen, aber nur einen 1. Gang miteinbauen?)
  • Macht es Sinn einen Atemzug zu tun, nur um noch einen zu tun, wenn das Ganze eh immer und ausnahmslos atemlos im Grab endet?

Da kann man nur sagen: JA.

Euer Chattison

PS: Mit ´ner Vollmeise ist man bereits frei von jeglicher Angst^^

Dieser Beitrag war Teil eines Kommentars zum Artikel Was nützt Reinkarnation, wenn sie den Menschen keine besseren werden lässt?

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: ,
  1. Gerd Zimmermann
    Mai 9, 2014 um 7:06 pm

    Mensch gewordenes Bewusstsein als Bild von Bewusstsein,
    vom Universum und dem ganzen Rest.

    Guido nennt das verkoerpertes Bewusstsein. Das hat noch niemand von Euch gelesen.
    Auch hat noch nie einer von Euch, Martina du bist nicht in dem Rennen, wahrgenommen.

    Wo bleibt die Sinnfindung. Der Sinn des kosmischen Lernprozesses.
    Der Sinn ist zu Leben. Und nicht Geld. Und, und, und und noch mehr Materie.
    Kann das wirklich nicht einer von Euch verstehen, dass die Welt im Geiste (Bewusstsein) ist.
    Ohne Wahrnehmung kein Universum, auch kein Vogel,(das ist kein persoehnlicher Angriff).

    Der Kosmos ist untrennbar EINS. Das haben wir schon vor langer Zeit geschrieben. Aber
    Schrift und Wort ist Bildersprache. Schon jemand gehoert das Wort Bildersprache. Noch einmal zum Mitmeiseln. Bewusstsein interprediert energetische Ablaeufe in bildhafter Form.

    Das war immer so und das ist immer so. Materie ist eine Interpretation. Bingo? Ganz sicher
    nicht, dafuer gibt es ja die Veden.

    Gerd.

  2. federleichtes
    Mai 7, 2014 um 10:50 pm


    Foto: Susanne

    Wir kassierten die Politik;
    wir kassierten die Geldwirtschaft:
    wir kassierten das Eigentum;
    wir kassierten den Glauben;
    und jetzt die Wissenschaft.

    Was dachtet Ihr, was notwendig ist, um eine bessere Welt möglich zu machen?

    Was meint Ihr, warum ein Mr. Chattison hier schreibt?

    Dachtet Ihr, Guido hat nicht alle Tassen im Schrank?

    Hofftet Ihr, eine Mutter von acht Kindern wäre im geistigen Blindflug?

    Glaubt Ihr nicht an die Macht von Liebe und Frendschaft?

    Wie mir scheint, können hier einige nicht bis fünf zählen. Kann ich verstehen. Die blöden Muster, denen man vertrauen muss, den die Großeltern folgten und denen die Kinder auch schon vertrauen. Unbewusstsein, Feindseligkeit, Traumata, alles Kokoloris – Hirngespinste. War ganz nett, hier zu lesen, gell. Zwar’n büschen skurill, büschen abgefahren die Mädels und Jungs hier, aber ganz unterhaltsam. Macht nix. Die „Bande“ braucht keinen Beifall, keine Klickzahlen, kein Wohlwollen ergattern.

    Meine Arbeit hier ist fertig. Für den Menschen, der verstanden hat, ist die Welt besser geworden, sehr viel besser, weil er nicht mehr bestimmt denken muss, sondern so handeln kann, dass er glücklich ist:
    Die hinter den Sternen versteckte Option des Freien Willens wurde greifbar.
    .
    Ich beantworte noch an mich persönlich gerichtete Fragen.

    Man hört sich.

    Gruß
    Wolfgang

  3. federleichtes
    Mai 7, 2014 um 1:59 pm

    Über den Sinn, den Unsinn in frage zu stellen?

    Wissenschaft gaukelt uns vor, mittels ihrer Methodik ließen sich Effekte berechnen. Das ist natürlich Unsinn. Was die Frage stellt, ob wissenschaftler, die an sich (und ihren methodischen Geist) glauben, etwa Geistes-Krüppel sind.

    Macht der Unsinn wissenschaftlicher Methodik Sinn?
    Sagen wir „Nein“, könne wir die gesamte Entwicklung bis hin in das von Wissenschaft extrem geprägte Zeitalter in die Tonne kloppen – und den Weg dorthin gleich mit. Wollen wir „Ja“ sagen können, müssten wir wohl das Wesentlich der Wissenschaft, den nicht berechenbaren Effekt in den Fokus rücken. Mr. Chattison begann das bereits bravourös, scheint sein Parcour zu sein.

    Einschub
    Wir haben hier in den Monaten eine Menge Grundlagen geschaffen, die besseres Verstehen ermöglichen. Nur Wenige haben sie verstanden. Folglich werden nur Wenige das Folgende verstehen. Macht nix.

    Reduzieren wir die eigentliche Bedeutung von Wissenschaft, das Problem des nicht-berechenbaren Effekts zu fokussieren?
    Oder darauf, dass ein nicht-berechenbarer Effekt selber das Problem ist?
    Wenn, dann könnte gar Leben die Antwort darauf sein?

    Gruß
    Wolfgang

  4. Mai 7, 2014 um 8:10 am

    Die Frage nach dem Sinn des (eigenen) Lebens sehe ich aus einer anderen Warte. Es erscheint so, dass wir aus Sicht der Logik weder einen vollständig und geschlossenen Sinn für unser Leben (voraus-)sehen, noch den für alle Menschen. Ich habe vor einem guten Jahr dennoch den Versuch unternommen, ein solchen Sinn der Menschen auf zu stellen und diesen auch mit den Mitteln der Mathematik zu belegen. Im Kern folge ich der Argumentation, dass die Natur (als die Schöpferkraft schlecht hin) über unser Bewusstsein und den Drang, die Dinge zu beGREIFEN, indirekt auf ihre eigene Existenz schließen kann.

    Über das Wesen unserer Zeit: Eine philosophische Reise in die Vergangenheit und Zukunft zugleich

    • federleichtes
      Mai 7, 2014 um 12:28 pm

      Könnte mir die Idee, Schöpfer wolle sich in der Schöpfung reflektierend erfahren, bekannt vorkommen?

      Lieber Roland,

      wir erkennen unsere Welt nicht mathematisch. Die es versuchen, sind dem Glaubens-Angebot aufgesessen, Geist habe die Welt erschaffen.

      Unsere Welt ‚da draußen‘ ist existent. Weil sie lebendig ist – und sie kann lebendig sein und bleiben, weil entsprechende Bedingungen existieren. Jedoch: Unter anderen Bedingungen könnte auch Totes existent sein – und bleiben.

      Das Wesentliche an einer dynamisch-lebendigen Welt ist ihre Energieform. Die in der Lage ist, zu dynamisieren. (Wir sprachen hier bereits im Ansatz über das Wesen pulsierender Energie.) WAS in die dynamische Existenz gebracht wird, ist sekundär. Erst auf dem Feld, auf dem Gestaltung möglich ist, kann sich Geist mit seinen Ideen austoben.

      Schauen wir mal etwas genauer auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Während das Wesen der Natur kooperativ-konstruktiv angelegt ist, ist das Wesen des Menschen feindselig-destruktiv angelegt. Um das feindselige Verhalten der Natur genau zu erklären, brauchte es ein paar mehr Absätze – grundsätzlich stimuliert sie die im Menschen angelegte Feindseligkeit UND zwingt ihn, sich GRUNDSÄTZLICH vor Feindseligkeit zu schützen.
      Fragen wir uns, ob die Feindseligkeit der Natur (nur) eine künstliche geschaffenen Schnittstelle zur menschlichen Veranlagung ist.

      Kurz
      Wer glücklich werden oder glücklich bleiben möchte, wird es können wollen, und erfahren, dass es im Sinne des Glücks durchaus sinnvoll ist, sich vor destruktiven Absichten zu schützen.

      Am Rande
      Schöpferkraft ist ein zur Beschreibung der Schöpfung ungenügender Begriff.

      Gruß
      Wolfgang

  5. Heinrich Schmitt
    Mai 6, 2014 um 11:53 pm

    Auch ich sehe das so. Wenn man staendig nach dem Sinn des Lebens sucht, wird man verrueckt. —Ich hatte vor Jahren oefter einen Nachbarsjungen zu Besuch, dessen Leidenschaft es war, sich mit Computer-Ballerspielen zu beschaeftigen. Mit 16 ging er zurueck in seine Heimat, den Kosovo, um, wie er meinte, ein „“Kaempfer““ zu werden. Er kam zurueck – mit nur noch einem Bein. „So“ habe er sich „den Krieg nicht vorgestellt“, meinte er, als ich ihm wieder begegnete.

    • Mai 7, 2014 um 8:13 am

      Ähnliches hörte ich von einer Altonaer Studentenschaft, die Feuer und Flamme waren, für die Ehre des Vaterlandes 1870 mit in den Krieg zogen, und hier ungedeckt gegen den Feind anliefen. Es kam keiner zurück. So hatten sie sich das wohl auch nicht vorgestellt.

      Was ich heute wahrnehme ist, dass heute die Sinnkopplung in der Arbeit gesucht wird, um diese erträglicher zu gestalten und mehr Leistung aus sich herauszuholen. Am Ende steht hier die Selbstausbeutung, und wieder: für wen, wenn die Hälfte der Leistung via Zinsmechanismen in die Tasche der Wenigen fließt?

  6. Mai 6, 2014 um 8:07 pm

    Na…und…?
    Was ist den der Sinn dieser Sache?
    Wer hat ihn ersonnen?
    Was wurde erzeugt?
    Was wurde dabei gewonnen?
    Ist all dies nur Gewerkle, Gemurkse, Gemache?
    War es ein Los gezogen im Lotto?
    War es ein guter Tip im Totto?
    War’s eine Niete? War’s eine Gewinn?
    Oder wurde er nur zufällig gefunden?
    Was ist der Sinn von Sinn?
    Ist es sinnvoller sinnlos zu sein?
    Oder ist Sinnlosigkeit
    ein absoluter, permanenter Verlust,
    eine Not, eine Misere,
    eine Plage, eine Pein?
    Ist man ohne Sinn verlassen?
    Wie kann man die Dinge
    ohne Sinn erwägen, begreifen, erfassen?
    Soll man ohne Sinn handeln…
    und von Sinnvollem ablassen?
    Hat man jewilig nur einen Sinn…
    so gelegentlich… wenn überhaupt…
    oder gibt es diese sogar
    in der Pluralform…
    genannt: Sinne?
    Aha…ich sinniere…
    ich denke…ich suche…
    den Sinn der Sache…
    den Sinn des Lebens…
    Hoffentlich sind meine Mühen
    nicht total vergebens…
    Ist der Sinn ein Ziel?
    Gesucht? Gefunden?
    Hat der Sinn auch einen Zweck…
    und wie erfüllt er diesen?
    Oder ist der Sinn nur ein notwendiges Mittel…?
    Wie wird er verwendet, verwertet?
    Oder ist all dies zu überwältigend…
    Ohne Gültigkeit…ohne Wert…,
    i.e. ohne Sinn…,
    nichts als nutzlose Zeitverschwendung?
    Wurde der Sinn unterworfen,
    bewältigt, bezwungen?
    Hat man sich der Sache entledigt?
    Ist mir das Suchen nach Sinn
    nicht gelungen?
    Na…und… was nun?
    Was tun?
    Was ist oder war
    der wirkliche, der eigenliche
    der wesentliche Sinn der Sache?
    Nur so eine Wortspielerei…
    und total sinnloses…
    poetisches Palaver,
    Getue & Gemache
    von einem Poetenbanause?

    Ah…endlich ein Ende!
    Schluß! Aus…!
    Eine sinnvolle Pause…
    Bei einer gefüllten Tasse
    von gutem Kaffee!
    Wenn diese ist leer…
    dann gibt es noch mehr…
    Ah…ein Gewinn…
    und somit hat dieser Zweck
    auch einen sehr guten
    und sehr sinnvollen Sinn!

    Gerhard A. Fürst
    6.5.2014

    • federleichtes
      Mai 6, 2014 um 9:00 pm

      „Bei einer gefüllten Tasse
      von gutem Kaffee!

      Ah…ein Gewinn…“

      Siehste, lieber Gerhard, is doch ganich schwer.
      Sinnfindung = Sinngebung? Und mit löslichem Kaffee oder ganzer Bohne löste sich gleich das Mögliche im Nötigen auf. Sinngebung ist möglich, ganz individuell – ob sie nötig ist und gar kollektiv-kulturelle Bevormundung braucht, fragt sich der Mensch, der dem Leben möglichst viel Freude und Glück abzugewinnen in der Lage ist, eher nicht – wegen Zeitmangels.

      „Oder ist der Sinn nur ein notwendiges Mittel…?“

      Wie so Vieles. Was nötig ist, um das Wahnhafte, zum Beispiel das Essen der verhungernden Kinder zu vertanken, möglich zu machen. In keiner Schule wird das Unsägliche gebüffelt, und doch gelangt der Wahn in des Menschen Sinn. Wahnsinn, gell – der Wahn macht Sinn.

      Freut mich, dass es Dir und Deiner „Feder“ gut geht.

      Herzliche Grüße sendet Dir
      Wolfgang

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