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Petitionsentwurf: Separation der Bundesländer für eine Rückkehr zur Demokratie

Wir haben auf diesem Blog u.a. reichlich angeschaut, welche Auswirkungen eine krebshafte, profitorientierte, aus dem Hintergrund von einer wahnhaften Mafia (siehe u.a.) gesteuerte Wirtschaft auf Mensch, Tier und Umwelt hat, und ganz besonders über ihr Lobbywesen auf unsere gewählten Repräsentanten (siehe u.a. Brüssel). Die Frage ist, was zu tun ist, um wieder in eine Ökonomie zu kommen, die das Wohl der Gemeinschaft – Umwelt und Tiere inklusive – und nicht diese Mafia und die ihr Dienenden fördert. Reicht es, das erkannt zu haben, und diesem System weitestgehend aus dem Weg zu gehen? Oder wäre die folgende Petition ein guter Ansatz, die am Ende zu einer direkteren Demokratie getragen durch die Subsidiarität in den Kommunen führt, wie sie sogar im Grundgesetz nachzulesen ist. Wäre die Loslösung der Länder aus dem Bund ein Schritt, sich aus den Verträgen mit z.B. der diktatorischen EU zu befreien und so einen Neufanfang beginnen zu können?

Auf der Seite MMNEWS fand ich den folgenden Text (Quelle):

Aufgrund der hohen Durchsatzgeschwindigkeit und dem Mangel an Respekt der deutschen Politik vor dem Grundgesetz, verliert der Rechtsstaat zusehends seine Grundwerte. Anstatt aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und mehr Kontrolle an den Ort des Geschehens zu lenken, wird ein immer größerer – alles kontrollierender – Moloch geschaffen. Dieser Petitionsentwurf soll nicht nur ein Zeichen setzen, er soll die Politik zu mehr direkter Demokratie bewegen.
Damit würde ein Anfang geschaffen, um den Machtverlust in Richtung Brüssel und zum Nachteil der Bürger zu bremsen. Anmerkungen und Kommentare sind absolut erwünscht.

Separation der Länder aus dem Bund für einen friedlichen Neuanfang per Volksentscheid!

Der Bundestag möge beschließen, dass den Bürgerinnen und Bürgern der Bundesländer per Volksabstimmung die Möglichkeit gegeben wird, durch Separation ihre Unabhängigkeit von der Bundesrepublik Deutschland zu erlangen.

Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ (Bertolt Brecht)

Auch wenn die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die EU-Vertreter bereits mehrfach das Recht beugen, muss ein Widerstand dennoch den demokratischen Charakter wahren und nicht Falsches mit Falschem vergelten.

Die Petition hat das Ziel, eine Volksabstimmung (je Bundesland) über die Abspaltung der Länder vom Bund zu erreichen, und damit die Unabhängigkeit von der Bundesrepublik Deutschland und der EU für einen friedlichen Neuanfang zu ermöglichen.

Laut der Expertise des Staatsrechtlers Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider ergibt sich die Möglichkeit zur Separation aus dem Grundgesetzt wie folgt:

„Die Bündnistreue, die aus dem bündischen Prinzip folgt, im Grundgesetz durch die Verpflichtung, den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu wahren, verstärkt, hat die Grenze in der existentiellen Verantwortung. Das gilt auch, wenn die existentiellen Verfassungsprinzipien eines Landes in Gefahr oder verletzt sind, insbesondere der demokratische Grundgedanke der Verfassung (arg. aus Art. 75 Abs. 2 S. 2 BV). Der Staat verändert sich existentiell, wenn seine Verfassungsprinzipien aufgegeben werden. Eine Lage, die ein Land in eine Tyrannis zu führen droht, rechtfertigt und verpflichtet die Verfassungsprinzipien mit allen Mitteln zu verteidigen. Das Grundgesetz enthält dafür das Widerstandsrecht des Art. 20 Abs. 4. Ein Mittel der Verteidigung der Verfassung ist aber auch die Separation eines Landes von dem Bund, der eine solche Gefahr bringt. Eine solche Separation schützt das Volk in seiner physischen oder politischen Existenz, in seiner Freiheit. Das Gleiche gilt, wenn der Bund einen völkerrechts- und verfassungswidrigen Krieg, einen Angriffskrieg, betreibt, aber auch, wenn der Bund die unverrückbaren Verfassungsprinzipien verlässt, wenn er die Freiheit und die aus der Freiheit folgenden Prinzipien aufkündigt. Dadurch verlässt der Bund die Bundesvoraussetzung, so dass die Pflicht zur Bündnistreue oder Bundestreue entfällt.“

Begründung der Legitimation einer Separation der Bundesländer aus dem Bund:

1. Durch die aktive und passive Beteiligung der Bundesrepublik an Drohnenangriffen, welche in Deutschland aus der US-Militärbasis in Ramstein durchgeführt werden, verletzt die Bundesrepublik Deutschland gegen das GG Art. 26 Abs.1: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“

Ein Nato-Truppenstatut kann hier nicht über dem Völkerrecht und dem Grundgesetz stehen (GG Art. 25). Dadurch, dass das US-Militär sich in Deutschland weiterhin den quasi-Status einer Besatzungsmacht gibt, ist die Bundesrepublik in der aktuellen Vertragskonstellation handlungsunfähig. Nur eine neue, demokratische Verfassung kann diesen Zustand wirksam ändern.

Siehe dazu auch den auf ARD erschienenen Panoramabeitrag “Deutschland: Schaltzentrale im weltweiten Drohnenkrieg” vom 3.4.14 und die am Folgetag veröffentlichten Beiträge in der Süddeutschen Zeitung:

Auszüge aus dem Panoramabeitrag:

Bislang ging man davon aus, dass lediglich Drohnenangriffe in Afrika von Deutschland aus gesteuert werden. Die Recherche stützt sich auf amerikanische Dokumente und die Aussagen des ehemaligen Drohnen-Piloten Brandon Bryant:

Ohne Deutschland wäre der gesamte Drohnen-Krieg des US-Militärs nicht möglich”

so Bryant. Er war bis April 2011 auf einer Basis in New Mexico stationiert und steuerte von hier aus Drohnen. Während Bryants Dienstzeit war seine Einheit an der Tötung von 1.626 Menschen beteiligt.
Die Bundesregierung erklärte auf Anfrage, die US Regierung habe ihr versichert,

dass von amerikanischen Stützpunkten in Deutschland Einsätze bewaffneter ferngesteuerter Luftfahrzeuge weder geflogen noch befehligt werden.”

2. Die Legalisierung von Genmais „1507“ gegen die Interessen der Bevölkerung, obwohl nachweislich keine Kosteneinsparungen oder Produktionszuwächse entstehen, aber ein erhebliches Risiko durch den gentechnisch veränderten Mais für alle anderen Sorten entsteht. Es ist offensichtlich, dass die Abstimmung nicht den Volkswillen entspricht, sondern den Interessen der Agrar-Lobby, welches auch offen so von der SPD Politikerin Frau Drobinski-Weiss bestätigt wurde.

3. Das momentan in Geheimverhandlung befindliche Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP), welches mit einem erwarteten Wirtschaftswachstum von 0,49% weit hinter den Erwartungen zurück liegt. Gleichwohl aber die Sorge offenbart, dass damit die hohen EU (und vor allem Deutschen) Verbraucherstandards eliminiert werden und die EU unkalkulierbaren Haftungsrisiken klagender US-Industrien ausgesetzt wird. Durch die Geheimhaltung der Inhalte und der Einbindung von Industrie-Interessevertretern ist nicht zu erwarten, dass dieses Freihandelsabkommen dem Volke dient.

4. Der politische Umgang mit der Ukraine-Krise, bei welchem eine nicht legitimierte Übergangsregierung, welche rechtsradikale Züge aufweist, von der Bundesregierung (aktiv) unterstützt wird und alle rechtsstaatlichen Grundsätze zur Seite geschoben werden, spiegelt nicht den Volkswillen wieder. Durch die unnötige Provokation Russlands und den Sanktionen bringt uns die Bundesregierung als Deutsches Volk in eine Lage, in der kriegerische Handlungen nicht mehr ausgeschlossen werden können. Ihr Auftrag ist es aber gerade, solche Zustände vom Deutschen Volke ab zu wenden. Dazu leistet der erste Mann im Staat – unser Bundespräsident – laut GG Art. 56 bei seinem Amtsantritt vor den versammelten Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates folgenden Eid (Hervorhebungen durch den Autor):

Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkeswidmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. [So wahr mir Gott helfe.]

5. Der Wirtschaftskurs der Bundesrepublik und die stetig steigende Staatsverschuldung drohen den bisher erzielten Wohlstand zu gefährden. Durch die Legitimierung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) durch das Verfassungsgericht im März ist die verbotene verdeckte Staatsfinanzierung nun legalisiert, bei dem Deutschland in unbegrenzter Höhe für die EU-Schulden haftet.

Zusammenfassung:

Die dargelegten fünf Punkte sind die zentralen Aspekte, die zum Handeln aufrufen. Zu einem demokratisch legitimierten Handeln von dem Volke aus, für das Volk – den Souverän des Staates – gibt es derzeit als einzige Möglichkeit die des Volksentscheids im Ausnahmezustand. In dieser Notlage haben die Länder die Verantwortung alleine und können kraft ihrer existentiellen Staatseigenschaft auch die Rechtshoheit, d.h. das letzte Wort in Sachen ihrer Existenz, beanspruchen.
Die Notwendigkeit zu diesem Schritt zeigt die aktuelle politische Diskussion klar auf: nicht mehr der Volkswille steht im Mittelpunkt des Handelns, sondern Interessen, welche das Gemeinwohl untergraben. Es zu schützen, ist aber die Hoheitsaufgabe der Bundesrepublik Deutschland und ihrer (gewählten) Organe. Da diese durch die Regierungsvertreter – an fünf Punkten exemplarisch dargestellt – nicht mehr wahrgenommen werden (können), ist es an der Zeit, dass der Souverän dieses Recht einfordert. Dies ist nur möglich, in dem sich ein Land von dem Bund löst. Das Ziel dieser Petition, ist es, eine Mehrheit in der Bevölkerung für diesen Schritt zu gewinnen. Mit der Zeichnung dieser Petition unterstützen Sie dieses Vorhaben!
Danke für Ihre Stimme, im April 2014.

Wenn wir zu schlechten Methoden greifen, um das Schlechte zu besiegen,
dann sind oder werden wir selbst schlecht und verewigen das Schlechte.
Unrecht mit unrechten Mitteln zu bekämpfen, gibt dem, was Unrecht ist, Stärke.
(Jiddu Krishnamurti)

Quelle

  1. Mai 9, 2014 um 9:42 am

    Eine Petition zur Generalsezession: Ich finde die Idee gut. Es geht ja nicht darum, bei den Mächtigen zu bitten und zu betteln, sondern erstmal darum, dem Unbehagen mit den bestehenden Regierungsstrukturen einen konkreten Ausdruck zu verleihen.

    Eine solche Petition wäre ein Anfang. Würden nur 500 Leute zeichnen, gut – dann kann sich Otto-Normalverbraucher künftig nicht mehr über die bestehenden Machtverhältnisse beklagen, sondern dann ist er Teil davon, wenn auch auf den unteren Hierarchieebenen. Würden 77 Millionen zeichnen, gut – dann würde sich wohl rasend schnell eine Partei bilden, die die Auflösung der Bundesrepublik als ersten Punkt im Wahlprogramm hat.
    Wenn sich 77 oder auch nur 50 Millionen für die Auflösung der Bundesrepublik stark machen, wer würde eine solche Bewegung aufhalten können?

    Es wäre mal ein neuer Ansatz: dem derzeit bestehenden Wachstumswahn einen Schrumpfungsprozess entgegenzustellen. Why not? Ein Versuch ist es allemal wert.
    Schließlich scheinen kleinere Einheiten wie die Schweiz oder Norwegen in Sachen Demokratie besser da zu stehen als kolossale Klötze wie die EU.

    Wenn man es dabei belässt, dem „bestehenden System die Energien zu entziehen“, passiert gar nichts, weil diese Formulierung so abstrakt ist, dass sie alles und nichts bedeutet. Das ist doch bloß eine Worthülse. Was soll das denn konkret heißen? Seine Steuern nicht bezahlen? Seine Kreditkarten zerschnippeln? Die bestehenden Strukturen (Straßen, Bahnen, Supermärkte, Banken) nicht zu benutzen? Im Wohnmobil von einem Land zum anderen zu reisen, ohne festen Wohnsitz? Oder wie entzieht ihr sonst dem System die Energie?

    Zu jedem Ausbeuter auf der einen Seite gibt es den/die Ausgebeuteten auf der anderen Seite. Es sind zwei Seiten derselben Medaille. Wenn die Ausgebeuteten die Ausbeuter gewaltsam (mit Krieg oder auch verbal) bekämpfen, werden sie in der Folge selber zu Ausbeutern. Wenn die Ausgebeuteten den Status des Ausgebeutetseins jedoch beenden, verschwindet der Ausbeuter von selbst. Einen Status zu beenden, erfordert jedoch konkrete Schritte, und zwar muss man genau an dem Punkt losgehen, wo man steht und das tun, was konkret möglich ist.

    Den Kapitalismus insgesamt zu beenden, ist für mich an dem Punkt, an dem ich stehe, unmöglich. Eine Petition jedoch könnte ich unterschreiben.

    • Mai 9, 2014 um 10:02 am

      Danke für Deinen Beitrag.

      Auch wenn wir wissen, dass erst 12 von über 3.000 Petition den Weg bis zur Anhörung gefunden haben, so haben viele dieser Petitionen eines bewirkt:

      Es haben sich die Menschen damit beschäftigt und die Meme sind verbreitet worden.

      Dass der Kapitalismus nicht von einem Tag auf den anderen umgestellt werden kann, ist wohl eher so.
      Allderdings: Viele Bürger der DDR hatten noch Stunden vor dem Mauerfall nicht damit gerechnet …

      • August 23, 2014 um 11:14 am

        IST DER MAUERFALL NICHT AUCH EINE ART INZINIERUNG die durch Gorbatschow möglich wurde? Was ist denn dann passiert? Die Errungenschaften der DDR wurden ersetzt durch westliche PRODUKTE und Firmen und RUSSLAND hat seine Atomsprengköpfe hinter den Ural zurückgezogen, und die NATO ist nachgerückt. Ist dadurch der Friede sichtbar vergrößert worden, oder hat der Westen, sprich AMERIKA sich nicht an die Vereinbarungen gehalten?

  2. Mai 4, 2014 um 7:39 pm

    Auch das von Michael Ende empfohlene Buch „Geld und Magie“ ist eine gute Quelle zum Verständnis von Goethes Faust II

    • Mai 4, 2014 um 7:13 pm

      Ja, das Fazit darin passt:

      „Bekanntlich zweifeln aber die ökonomischen Fachleute an dem Gedanken eines in die Natur integrierten Geldes. Und für sie ist auch fraglich, ob denn ein Dichter überhaupt kompetent ist für die Beurteilung ökonomischer Zusammenhänge. Darauf hat Michael Ende in seinem Märchenroman „Momo“ selbst eine Gegenfrage gestellt: „Was macht es für einen Unterschied, ob das alles in einem gelehrten Buch steht oder nicht? Wer sagt euch denn, dass die Geschichten in den gelehrten Büchern nicht auch bloß erfunden sind, nur weiß es vielleicht keiner mehr?““

  3. chattison
    Mai 4, 2014 um 1:56 pm

    „Menschen geben immer den Umständen die Schuld an ihrer Situation. Ich glaube nicht an Umstände. Die Menschen, die es in dieser Welt zu etwas bringen, sind die, die aufstehen und nach den richtigen Umständen suchen. Und, falls sie sie nicht finden, selbst herstellen.
    (Georg Bernhard Shaw)“

    Weder ist es hilfreich zu postulieren aufzustehen, um nach den „richtigen“ Umständen zu suchen, noch gar die Idee, man sollte sie selbst herstellen.

    „Shaw war ein Anhänger der Eugenik und befürwortete staatliche und erzieherische Maßnahmen bei der Reproduktion, um die Erbanlagen zu verbessern.“ (wikipedia)

    DEN Shaw möchte man also als Referenz heran ziehen???

    1.) Die „richtigen“ Umstände suchen:
    Was, wenn es die gar nicht gibt oder selbst bei Vorhandensein für die Betroffenen unerreichbar bleiben?
    Was ist wann „richtig“ für wen und woran erkennt der Einzelne das?
    Bei Shaw sind es übergeordnete Autoritäten, wahrscheinlich die „Intellektuellen“, für die er seine Vorworte schrieb, Vorworte für die Stücke, die aus seiner Sicht für die Dummen gedacht sind (wikipedia)

    2.) Wenn Menschen die Umstände herstellen wollen, die sie für richtig halten (wobei diese Frage der „Richtigkeit“ sowieso immer offen bleiben muss!), generiert man genau diejenige Situation, wie sie sich jetzt darstellt und die kritisiert wurde.
    Die selbsternannte „Elite“ initiiert eine Zwangsbeglückung der Menschheit, indem sie sie hinrichten will, zu derem eigenen Wohle. Aha. Wie sinnig und intellektuell.

    Macht eigentlich überhaupt einer dieser Apologeten des Gestaltungswahns auf beiden Seiten auch nur die klitzekleinsten und naheliegendsten Überlegungen, bevor er seinen Schnabel aufreißt und „Aufstehen“ kräht?!

    Stichwort Margrit Kennedy:
    „Faires, gerechteres Geldsystem“?
    Geld ist per se niemals (auch nicht unter Aspekten von gesell´s Theorien) fair und gerecht.
    Die einzige Währung die wirklich fair und gerecht ist, weil sie bedingungslos für alle gleich ist, unersetzlich, nicht beliebig reproduzierbar, schöpfbar oder manipulierbar ist –
    ZEIT!
    Zeit gegen Zeit verrechnen ist das einzige, was Sinn macht.
    Lebenszeit ist unzweifelhaft unersetzlich kostbar und gleichermassen bedeutend für JEDEN!
    „Geld“, egal in welchem Format und unter welchen Schaffungs- u. Verwaltungsprämissen ist immer ein Kunstprodukt, das letztlich willkürlichen Rahmendefinitionen entspringt (man denke nur an Kaurimuscheln, Glasperlen und Kameldung als Währung)
    ZEIT ist frei von jeglicher Korruption und Korrumpierbarkeit.

    Wenn schon ein Währungssystem, dann muss es auf Zeit basieren.
    Sonst wird alles beim Alten bleiben.

    Merke:
    Solange im hiesigen System ein Währungs“reformer“ seine Theorien überlebt, taugen sie nicht, das System zu verändern (Gruß in diesem Sinne an muzungumike^^)

  4. federleichtes
    Mai 4, 2014 um 1:50 pm

    @Martin

    „Dennoch sehe ich den Reflex, Verbundenheit zum Schutz des Lebens aufzubauen, als nicht wirklich abwegig an.“

    Du wirst in meinen Kommentaren keinen einzigen Satz finden, in dem ich behaupte, „Option I“ sei sinnlos. Aber Du wirst immer wieder meine Hinweise lesen können, es ginge nicht darum, Option I zu verbessern, sondern sie besser zu verstehen. Sie zu verstehen und zu integrieren ist nicht mehr als mein Ziel. Dieses ‚Verstehen zu WOLLEN‘ sehe und erlebe ich als eine fundamentale Absicht, die in Option I schlummert(e).

    Was lehrte uns das Leben, wenn nicht, dass künstliche, mit Gewalt formierte Gemeinschaften zu gemeinen Gesellschaften verkommen.

    Gruß
    Wolfgang

    • Mai 4, 2014 um 1:53 pm

      „Was lehrte uns das Leben, wenn nicht, dass künstliche, mit Gewalt formierte Gemeinschaften zu gemeinen Gesellschaften verkommen.“

      Das ist definitiv bedenkenswert!

  5. Mai 4, 2014 um 12:37 pm

    @ Se Kim (fb), diesen Gedanken schließe ich mich grundsätzlich an und gehe noch einen Schritt darüber hinaus. Viele denken, das ihre Ansicht zu demokratischen Verhältnissen die Richtigere, die Bessere ist. Wir unterstellen heutigen Politikern so manches, bis hin zum Vorsatz. Ist das korrekt? Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Unsere Eindimensionalität ist das Grundproblem, dabei ist Leben etwas aktives und nicht im Supermarkt käuflich zu erwerbendes. Wo gestalten wir denn etwas, am Biertisch, hier bei fb? Wenn wir die Augen aufmachen, werden wir feststellen, das es schon eine Menge Leute gibt, die sich dessen wieder oder immer noch bewußt sind. Dies ist der einzige Weg, Bittschriften helfen uns nicht weiter, genauso wenig wie Wahlen. Sie wären verboten, wenn sie an den Grundfesten der Massengesellschaft der Unterlasser rütteln würden. viele Grüße com. Mike

  6. Mai 4, 2014 um 12:21 pm

    Und dann habe ich gleich noch etwas bekommen:

    DIE FÜNF FREIHEITEN Virginia Satir

    Die Freiheit zu sehen und zu hören was jetzt ist, anstatt was sein sollte, was war oder was sein wird

    Die Freiheit zu fühlen was ich fühle, anstatt zu fühlen, was man fühlen sollte

    Die Freiheit zu sagen was ich fühle und denke, anstatt was ich fühlen und denken sollte

    Die Freiheit danach zu fragen was ich gerne möchte, anstatt auf Erlaubnis zu warten

    Die Freiheit auf eigene Faust Risiken einzugehen, anstatt immer auf Nummer Sicher

    Hm, wie schon erähnt, lese ich gerade in dem Buch Ökonomie der Verbundenheit: Wie das Geld die Welt an den Abgrund führte – und sie dennoch jetzt retten kann. Mit einem Vorwort von Margrit Kennedy, und darin geht es um die Individualisierung versus das Verbundensein. Es gibt noch Gemeinschaften, da wird vom Vater formuliert „Unsere Familie ist krank“, wenn er zum Arzt mit seinem kranken Sohn erscheint.

    Ist die absolute Freiheit des Egos wirklich so erstrebenswert? Was, wenn es eine von den Machern unseres Systems ausgerufen Ideologie ist, um unsere Verbundenheit zu untergraben?

  7. Mai 4, 2014 um 12:15 pm

    Kam gerade auf Facebook „um die Ecke“:

    Menschen geben immer den Umständen die Schuld an ihrer Situation. Ich glaube nicht an Umstände. Die Menschen, die es in dieser Welt zu etwas bringen, sind die, die aufstehen und nach den richtigen Umständen suchen. Und, falls sie sie nicht finden, selbst herstellen.
    (Georg Bernhard Shaw)

    Was mag er wohl gemeint haben, was das Etwas ist, das diese Menschen erbracht hat? Er-folg, sprich im System dem gefolgt sind, was als Erwartungshaltung von den „Machern“ in den Raum gestellt wurde?

  8. Mai 4, 2014 um 11:07 am

    Ich versuche mal eine Zusammenfassungen der bisherigen Diskussion:

    Es gibt jene, die sagen, dass man dem aktuellen System keinerlei Energie mehr zuführen sollte, also möglichst wenig von den Strukturen benutzen sollte, sondern eigene Strukturen aufbauen sollte. Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal über die vielen Kulturell-Kreativen geschrieben, die großen Teile schon so handeln. Ihnen wird aber vorgeworfen, dass sie zu wenig täten, so dass das System sich weiter ausdehnen kann, siehe Rolands letzten Einwurf zu den Entwicklungen zu TTIP. Für diese Ansicht spricht auch die Erkenntnis der Filmmacher, dass diese Kreativen nicht voneinander wissen. Ich sehe allerdings, dass sie sich beginnen über das Internet zu verbinden.

    Dann gibt es Jene, die aufgrund ihrer Analyse zu einem möglichen Lösungvorschlag gelangt sind und diese versuchen, auf Basis der vorhandenen strukturellen Mittel des Systems auf den Weg zu bringen. Dazu gehört die hier vorgestellte Petition. Die Gegner dieses Vorgehens sind der Meinung, dass es Wahlen und Petitionen nur gäbe, um den Menschen den Anschein zu geben, dass sie etwas bewirken können, aber diese Mittel nur da sind, weil sie es eben nicht tun, sondern nur Energie raubt, die besser anders verwendet werden könnte.

    Und dann gibt es den großen Teil der Menschen, die meinen, dass es der Menschheit noch nie so gut gegangen ist wie jetzt. Für die vorhandenen Probleme wird es unseren Wissenschaftlern immer gelingen, via Forschritt die Probleme zu lösen. Hieran wird kritisiert, dass wir zwar fortschreiten, aber in eine Richtung der Trennung statt der Verbindung, und die neuen Lösungen nur eine Verschlimmbesserung der Situation ist.

    Gibt es einen richtigen oder falschen Weg? Und wer sagt, was diese wären, und ob auch ganzheitlich gedacht wird, und wir nicht vom Regen in die Traufe kommen? Manche sagen, dass jede Änderung besser wäre, als das IST.

    Woran können wir ermessen, ob das, was wir uns theoretisch vorstellen, in Wirklichkeit auch so funktioniert? Ist dann nicht der Weg der Kulterell-Kreativen der richtige? Es machen sich möglichst viele Menschen mit möglichst unterschiedlichen Ansätzen auf den Weg und praktizieren, also handeln, und sprechen über ihre Erfahrungen. In dieser Diversität der Systeme (die die Natur genauso nutzt) lässt sich der für eine Gemeinschaft zuträglichere Weg in der Differenzierung gut erkennen, und das am besten angepasste System sollte sich so am leichtesten verbreiten.

    Ist es daher nicht egal, wer wie handeln möchte und wir das einfach unverurteilt tun lassen, wenn es der einen Regel gehorcht: „Schade niemand Anderen.“ Viele Wege führen nach Rom, und so mag Jeder den wählen, der ihm intuitiv als der geeignete erscheint.

    Los-lassen war hier mal ein Thema …

    • Mai 4, 2014 um 11:29 am

      Hier gibt es ein Beispiel der Vernetzung von Ideen, wie anders, eben Gemeinschaftsfördernd gehandelt werden kann:

      Zukunftsvisionen

      • Mai 4, 2014 um 1:41 pm

        Nachtag zum Vortrag?
        Bereits Themawechsel &-Gedankenwandel?
        Durch den existenten Zeitunterschied von mindestens 6 Stunden hinke ich also gewissermaßen hintennach. Ich sitze bei meiner ersten Tasse Morgenkaffee…hier ist es so ungefaher 6Uhr30 morgens, und ich versuche zu sehen, zu erkennen und zu verstehen was noch geboten wurde. Vielleicht sind diese meine Worte nichts mehr als “viel Lärm um nichts?” Na ja, man macht sich halt Gedanken über die Dinge wie sie sind, und man reagiert. Die Geister die ich rief…werd ich sie wieder los? Es geht um Vorsicht und um Nachsicht…es geht um Einsicht und Umsicht…aber nicht nicht ohne Sicht! Was sagt man wenn man sieht daß etwas nicht richtig oder recht ist? Was sind unsre Ausichten? Hier also ist mein Nachtrag:
        Ich kam… ich sah…und ich sagte (oder wimmerte…winzelte…weinte…heulte…jammerte…und klagte?)
        Was ich meinte sagen zu müssen…und ich teilte meine Meinung…
        Ich vermittelte nicht was mich erfreute oder beglückte…
        Sondern was mir auf dem Herzen lag und was mir Sorgen machte…
        Was micht bewegte, erzürnte, und bedrückte…
        Natürlich ist es relativ leicht für einen alten und ehemaligen “Schulmeister” etwas schulmeisterlich zu reden… zu ratschen… zu klatschen und zu belehren…
        Aber es geht doch darum in allem Ernst und in aller Güte Gedankengut auszutauschen,
        Um Lösungsmöglichkeiten zu erwägen und zu vermehren…
        Es geht nicht darum um Dinge zu übertreiben und um sie aufzubauschen…
        Um die Medien nur so nebenbei (sich wirklich informierend?) …Bier trinkend …zu studieren, zu besichtigen, und zu belauschen…
        Jeder hat so seine eigenen Gedanken im Versuch andere zu überzeugen und zu bekehren…
        Man muss meine Meinung nicht unbedingt teilen…
        Und mit mir hier Gedanken wälzend verweilen…
        Man kann mich einfach ignorieren… so nach dem Motto: lesen & löschen… vertuschen & vergessen…
        Man kann weiterhin untätig das Zeitgeschehen aus der Ferne betrachten… als distanzierte Zeitzeugen…
        Die sich nur fügen, bücken, die sich ducken, die nicht mucken…und sich (mehr oder weniger willig) beugen…
        Und dann auf eigenen Wegen…eigene Interessen vertretend, eigene Ziele anstrebend…dahin eilen…
        Ein Silenzium ist für mich und meine Sinne aber viel zu still und stumm…
        Und die Menschen der Macht…die Großen Bonzen da oben sind ja ohnehin der Meinung
        Wir “Kleinen” hier unten…sind entweder zu uninteressiert… zu unwissend… zu unachtsam…
        Oder sogar viel zu faul, viel zu feige…zu unfähig…und viel zu dumm…
        Deshalb machen sie ganz bewußt und mit profitabler Lust…was sie wollen… nicht was sie wirklich tun sollen!
        So lassen sie uns in unserer Misere… in ihren Handlungen ohne Ruhm (?), ohne Ehre (?)…
        Mit unserm nur gelegentlichen Grämen, Grübeln, und Grollen!~?
        Ich bin kein Radikaler…Ich bin kein Revolutionär…
        Ich stehe weder “Rechts” noch “Links”…
        Ich bin ein Mann der “Goldenen” Mitte…
        Aber auch ihr fehlt der notwendige Glanz…
        Ich will nichts Halbes…Ich will was mir zusteht ganz… nach garantiertem Recht!
        Ich bin ein Mann der Vernunft… Ich bin aber auch nicht zufrieden
        Mit den Dingen so wie sie sind… Wie einst in Bonn…nun auch n Berlin…
        Und auch in Washington…wie auch in Moskau…in der Ukraine…auf der Krim…
        Wie in Peking, wie in Teheran, wie überall…auf der Welt… ohne Resonanz…ohne Widerhall?
        “Tue nicht andern an…was man dir tut…
        So etwas frei ausgedrückt heißt der biblische Spruch…
        Das besagt aber auch… Handle mit Vorsicht…und sei auf Deiner Hut…!

        Das ist alles! Ende …Schluss!
        Ich wünsche allen hier nur das Gute vom Guten…das Beste vom Besten.
        Ich wünsche einen sonnigen und geruhsamen Sonntag!
        So…ich bin hier weg…mit meinen heißen Worten…und mein Kaffee ist kalt!
        Es ist nun kurz nach 7Uhr30 morgens im bereits sonnigen Michigan… 
        Gruß, Gerhard A. Fürst
        G1st@aol.com

    • Mathias
      Mai 4, 2014 um 12:04 pm

      Man könnte Deine Zusammenfassung auch aus dem Blickwinkel von Wolfgangs „Formel“ mal betrachten:

      A – Problematisierung
      B – Bewusstwerdung
      C – Lösung

      Es erscheint logisch das Meinungen weit auseinander liegen, weil sie letztlich einen individuellen Standpunkt, irgendwo im fließenden Bereich von A bis C, ausdrücken.

      Meine Meinung, die ich bereits in einem anderen Kommentar darzulegen versuchte: Ein grundsätzliches Prinzip, unserer bisherigen Welt, gründet auf der Zerstörung der Integrität des Individuums, welches versucht, die Integrität im Außen wiederherzustellen. Die logische Folge sind die Erscheinungen von Demonstrationen, Parteien, Wahlen, Petitionen, Streiks, Kriegen, Revolutionen etc.

      Diese Art Versuche, die innere Integrität, durch Kampf bzw. Zusammenlegung von Interessen wiedergewinnen zu wollen – kann eben nur temporären Erfolg (Erfolg im Sinne von Erfolgen / Hervorgehen) verzeichnen. Warum? Weil es ein Ansatz ist das Außen zu sortieren, in ein gemeinsames Interessenlager – dem meist auch eine Projektionsfläche gegenübersteht.

      Um es anders auszudrücken, die zerstörte Integrität des Einzelnen, ist der einzelne Baustein auf dem das Bauwerk unserer kollektiven Zivilisation, hervorgeht. Und Heilung kann diesbezüglich niemals im Außen erfolgen, sondern nur durch die Wiederherstellung der Integrität im Einzelnen.

      Gruß,
      Mathias

      • federleichtes
        Mai 4, 2014 um 1:06 pm

        Während ich die Zusammenfassung Martins noch sacken ließ, und mich fragte, ob ich überhaupt noch antworten sollte, trafst Du für mich die Entscheidung. Du hast gefühlt, dass in jedem Thema der Kern DES Themas steckt.

        Der Kern der Problematik steckt im System der Option I. Es ist die Polarisierung, die statt findet zwischen A und B. Menschen stecken drin in diesem Prozess, ganz gleich, ob sie mehr A oder mehr B sind oder ob sie mehr A werden oder mehr B werden. Auf keinen Fall findet für Menschen, die sich in diesen Prozess einbinden LASSEN, kein Wachstum der Integrität statt. Im Gegenteil, ihre Zerrissenheit wird befördert.

        Wer Integrität als individuelle (Selbsterkenntnis) und gesellschaftliche (Solidarität) Baustelle erkannte, wird sich weder Richtung A noch Richtung B orientieren – und auch ein bewusstes AB verweigern. Das könnte die Lehre aus der Geschichte sein: Fremdes verweigern und nur durch Erfahrungen Bekanntes zu bejahen – und im Zweifel zu warten bzw. Klärung zu betreiben.

        Martin schreibt:
        „… wir das einfach unverurteilt tun lassen, wenn es der einen Regel gehorcht: ‚Schade niemand Anderen‘.”

        Wer das Spiel zwischen A und B verstanden hat, wird diese Regel nicht aufstellen, weil sie absurd ist. Man kann doch nur glauben, dem Einen dienen und dem Anderen damit keinen Schaden zuzufügen, nur glauben, dass man zwei Herren dienen kann. Das damit für beide „Herren“ Schaden entsteht, ist nicht alles: Den größten Schaden fügt man ja seiner Integrität zu.

        Lieber Mathias,

        das „System Option I“ ist kriegerisch, IST! Seine Absicht ist, Macht zu vergrößern – und zwar um jeden Preis. Dass das System „Kampf zwiwchen A und B“ nicht autonom ist, kann dieses System (Geist) nicht verstehen. Es kann nicht wahrnehmen, dass außerhalb seiner etwas wächst, das es nicht kontrollieren kann. So wie Wasser nicht wissen kann, dass es etwas Trockenes gibt. Das Prinzip der Bewässerung ist ja ein ganz anderes Prinzip als das der Austrocknung, so wie das Prinzip Krebs (unkontrolierter Geist, als Wucherung) etwas ganz anderes ist, als das Prinzip Gesundheit. So wie Krankheit und Gesundung ein Prinzip darstellt, und Gesund-Sein (Integrität als Harmonie zwischen Energie-Information und Absicht) eine ganz andere Ebene von Existenz beschreibt.

        Den Drang sich zu organiseren bezeichne ich als neurotisch, eine Fixierung, die aus den in Option I implementierten Notwendigkeiten erwächst. Je näher ein Mensch die Fakten von Option II erkennen kann, je sicher spürt er ja (s)eine Eingebundenheit, die bereits VORHANDEN ist. Und wird nicht mehr blind glauben, er sei von der Quelle getrennt und müsse krampfheit eine Verbindung erschaffen.

        Für mich zeigt sich in der Liebe zum Leben ein Ur-Schöpfergeist. Wenn dieser Ur-Schöpfergeist meint, ich soll meine letzten Jahre in der Psychiatrie verbringen – bitte sehr. Erst mal fahren wir jedenfalls wieder los, irgendwo hin, jjedenfalls weder nah A noch nach B noch einem Punkt zwiwchen A und B.

        Dir einen freien Sonnentag wünscht

        Dein
        Wolfgang

        • Mai 4, 2014 um 1:19 pm

          „Den Drang sich zu organiseren bezeichne ich als neurotisch, eine Fixierung, die aus den in Option I implementierten Notwendigkeiten erwächst. “

          wenn es diesen Drang aus der Konkurrenz im Leben heraus nicht gäbe, hätten sich die Zellen je zusammen geschlossen, und größere Lebewesen wie uns Menschen entstehen lassen?
          OK, die Frage kann nur mit Blick auf auf Darwins Theorie der Schöpfung so gestellt werden. Dennoch sehe ich den Reflex, Verbundenheit zum Schutz des Lebens aufzubauen, als nicht wirklich abwegig an.

          Gute Regeneration Euch Beiden in der Natur!
          Martin

  9. Mai 4, 2014 um 9:43 am

    Ein Denkanstoß, dass es vielleicht Zeit ist zum aktiven Handeln sei hier gegeben:
    http://www.schnappfischkapitalismus.de/2014/05/ttip-es-geht-voran/

    Selbstverständlich greift auch hier wieder die Argumentation. Wir warten einfach ab, bis der Leidensdruck groß genug wird und schauen dann, was passiert. Ich habe mich bereits für einen anderen Weg entschieden und werde nicht länger zusehen.

  10. federleichtes
    Mai 4, 2014 um 3:05 am

    @ Zitat Rudolf Engemann

    „Die Politiker haben solange Macht über die Menschen, wie die Menschen anerkennen, dass die Politiker Macht über sie haben.“

    Halte ich für Unfug – weil nicht real.
    Entweder kriechen Menschen in den Arsch des Staates, weil sie sich dort den Machenschaften ihrer selbst entzogen glauben. Oder sie versuchen der Macht des Staates zu entfliehen, indem sie z.B. Schwarzarbeit leisten, Versicherungen oder das Finanzamt betrügen, indem sie also versuchen, aus einem schlechten Geschäft ein weniger schlechtes Geschäft zu gestalten. Reste des schlechten Geschäfts werden z.B. weggesoffen oder über z.B. eine Bedeutungsverschiebung (Fussball ist viel geiler als der Staat Scheiße ist) mehr oder weniger ent-realisiert, oder z.B. über das Bildungsfernsehen die Vision „Scheiße schmeckt besser als Schokolade“ vermittelt.

    Die Macht (Energie, Information und Absicht), die unser System antreibt und in den Erfolg führt, hat nichts mit Glauben zu tun. Ich sehe da eine FAKTISCHE Verbindung, innerhalb der einerseits Macht abfließt und andererseits Macht sich ansammelt. Die Gesellschaft ist ein System, und das System funktioniert, ganz gleich, was ein Mensch glaubt.

    Wie ich bereits mehrfach ausführte, agiert die Macht wie eine Krake. Und ob der Mensch durch Kirche und/oder Wirtschaft und/oder Politik und/oder Geld entmächtigt wird, ist relativ wurscht. Interessanter die Beobachtung, dass Kirche eher an Macht über die Macht* verliert, während derzeit die Wirtschaft Macht über die Macht* gewinnt. In der Konsequenz ist auch das wurscht.
    * Macht über das Individuum und die Gesellschaft.

    Kapitalismus, Kommunismus, Sozialismus – wer sich argumentativ auf dieser idiot, pardon ideologischen Ebene tummelt, bitte sehr; man gönnt sich ja sonst nix. Wer meint, mit dem Erbe der Väter und Großväter die Welt in eine bessere wandeln zu können, bitte sehr. Dass die ewig Gestrigen auch Besserwisser hervorbringen, bitte sehr. Was geschehen muss, geschah schon immer, und daran wird sich auch nichts ändern. Die „Mühlen mahlen langsam, aber trefflich fein. Wer’s gerne schneller oder gröber wünscht, kann ja eine Petition auf den Weg zum ‚Aufsichtsamt für Nullbockaufnichts‘ bringen. Viel Glück beim Warten auf Wunder, wünschen wir, und uns weiteren Erfolg auf den Wegen der Entraumatisierung – Logik II haben noch nicht fertig!

    Gruß
    Susanne und Wolfgang

    Am Rande eines SEHR schön-ereignisreichen Tages wurde ich von einem Mann bedroht, genötigt und beleidigt. Nicht so wichtig, interessant aber – ich musste zurück weichen, weil er mir zu nahe kam, und während ich zurück wich, sagte er: „Kommen sie mir nicht zu nahe“.

  11. chattison
    Mai 4, 2014 um 12:28 am

    Eine Petition.
    An von mir nicht petitierte Politiker?
    Wieviel Delegation an Eigenverantwortung will man denn noch fordern?
    Der perfideste Trick der „Elite“ ist doch, Hoffnungsträger aufzubauen bis zum Sanktnimmerleinstag.
    Seht euch die Filme an, die Mythen und Legenden seit altersher – ein deus ex machina jagt imaginär den nächsten:

    Der Messias, auf den sie seit 2000 Jahren warten und in der Zwischenzeit – äh – nichts tun. (Grüße an die Volksfront von Judäa und die Jüdische Befreiungsfront).

    Superman, in einem parallelen Hoffnungsuniversum (mit Batman, Spiderman, Darkwing Duck & Co.)

    All die Frodos, die Katnesses, Spartakusse, Budiccas, Perseuse und sonstige „Lichtgestalten“ in Film und Fernsehen.

    Päpste, Könige oder sonstige „Großen“ als Chimären der Veränderung.

    alle diese dei ex machinae haben eines gemeinsam: sie können für keinen einzigen anderen essen, trinken oder atmen.
    Niemand kann das stellvertretend für dich tun, dafür bist einzig und allein nur DU verantwortlich.
    Und mit Freiheit, Gerechtigkeit und anderem Wortgeklingel verhält es sich genauso.

    Petitionen, Wahlen, Aufrufe – alles Nachrufe – auf die Eigenverantwortung.

    Erst wenn das letzte Kreuz gemacht und das letzte like geklickt wurde, werdet ihr merken, dass man sein Leben nicht in die Hände anderer legen darf, sondern es selbst in die Hand nehmen muss, will man nicht eines nicht allzu fernen Tages in einem leeren Kreißsaal aufwachen, wo einem die Reinemachefrau den Illusionstropf abhängt und schonend erklärt, daß man sich nun von all diesen Hoffnungsscheinschwangerschaften verabschieden muss, weil der OP-Tisch für eine Not-Op am offenen Herzen der präfinalen Märkte benötigt wird.
    Und damit wird man dann in die eigene Bedeutungslosigkeit hinaus komplimentiert.

    Petitionen etc. sind nicht so ergiebig wie Korn aus Gebetsmühlen…

  12. Mai 3, 2014 um 7:31 pm

    Es gibt da etwas, das kann ich nicht verstehen. Vielleicht eine Deutsche Mentalität – ich weiß es nicht. Hätte ich bei der Idee der Schule-des-Werdens vor 5 Monaten, die Martin hier letzte Woche vorgestellt hat, aufgehört, dann hätte ich niemals diesen Kommentar verfasst. Wieso nicht?
    Weil ich dann gestern nicht hätte erleben können, was mit Menschen passiert, wenn etwas real wird: http://www.schnappfischkapitalismus.de/2014/05/ein-blumengruss-geht-durch-die-stadt/

    Meine Vermutung ist, dass das einzige Gefängnis, dass es gibt, dass uns in Ketten legt – wie das schöne Bild zeigt, unser Denken ist. Unser Denken legt uns in Ketten. Nur durch Handeln können wir uns aber befreien. Dazu sind aber die wenigsten in der Lage, denn sie wissen gar nicht mehr vor lauter Denken, welche Handlungsoptionen sie haben. Kognitive Dissonanz trifft es vielleicht ganz gut. Oder auch ein Fehlen der notwendigen Phantasie und Kreativität, aber dann sind wir wieder beim Thema Freiheit, denn Kreativität braucht zwingend die geistige Freiheit…

    • maretina
      Mai 4, 2014 um 12:08 am

      Unser Denken ist emotionsgesteuert. Bedeutet, die Emotionen sind da und wirken, bevor das Denken anfängt zu denken. Und wird dann selbstverständlich von den Emotionen gesteuert, da in herausgehobenem Maß von Angst.

      Ich halte nichts von Petitionen.
      Ich halte sehr viel von Chattisons Vorschlag sich zu entziehen, unsichtbar zu sein / werden. Würden das Viele tun, der Teppich unter den Füßen der Mächtigen könnte weggezogen werden. Und das hat durchaus nichts, aber auch gar nichts mit irgendwelchen Utopien oder spinnerten Esogemeinschaften zu tun. Dieses System, das wir hier haben, lässt sich nicht bekämpfen, aber es lässt sich (energetisch) aushungern. Nicht mehr teilnehmen.GROßER Punkt.

      Schönen Abend
      Martina

      • Mai 4, 2014 um 12:28 am

        Grund akzeptiert!
        Mein Vorschlag war keine Petition…kein Bittschreiben…kein Bitten und Betteln…kein Mit-leeren-Haenden-dastehen…sondern eine bewusste Befragung der „Omnipotenten“…der „Allmaechtigen“ …der Unnahbaren…der vermeintlich Unantastbaren… Man muss ihnen auf den Zahn fuehlen… Das ist kein Jammern…das ist kein Klagen…das ist kein Kleinbeigeben… das ist kein Buecken, Beugen, und auf die Knie-Niedergehen…das ist kein „Nie sollt Ihr uns befragen!“ Nein, das ist ein Rechtsanspruch! Man kann, soll und musss diese Typen belangen… Man kann sie wieder einfangen und zurueckrufen… In diesem Fall haben die Buerger das Recht und den Anspruch genau informiert zu werden…nicht hintergangen…nicht betrogen…nicht belogen zu werden… Die Buerger haben das Recht zu wissen wofuer sie die Rechnung zu zahlen haben!
        Nicht mehr und nicht weniger! Das ist rechtlich begruendet und belegt!

        Gruss, Gerhard
        G1st@aol.com

      • Mai 4, 2014 um 12:53 am

        Unsichtbar, nicht im Sinne, dass mich nichts mehr interessiert, was um mich herum geschieht, sondern dahingehend, nicht mehr angreifbar zu sein für all die geistigen Ausgeburten reaktiver Unordnung. Warum meinen Gesellschaften Medien zu benötigen, die sie über das Geschehen in der Welt auf dem Laufenden halten ? Weil eine Gemeinschaft keiner derartigen Medien bedarf. Medien handeln mit und von entwurzelten Daten, im Versuch in den Köpfen von Menschen, die nicht vor Ort des Geschehens waren, Meinungsbilder einzupflanzen. Dass die “Pflanze“, die entwurzelt wurde, an anderer Stelle nicht wieder derart verwurzelt weiterwachsen kann, liegt auf der Hand, bedenkt man, wie weit das Wurzelwerk von Pflanzen, und den “Pflanzen“, reicht …

        In diesem Zusammenhang ist es immer wieder interessant zu beobachten, wie ELtern ihre Kinder animieren mehr Bücher zu lesen und sich mehr über das Geschehen in der Welt zu “informieren“ … obwohl beides zu ganz anderen Konsequenzen führen muss, dahingehend, dass die Dekohärenz weiter zunimmt, weil durch den Mangel des Direkt-vor-Ort-seins das Kohärenzgefühl, für das GANZE, im Laufe der Zeit immer mehr verloren geht … und man nur noch durch Felder entwurzelter Monokulturen streift …

        Gruß Guido

  13. Mai 3, 2014 um 3:12 pm

    Hier ist mein konkreter Vorschlag:

    Man wende sich nicht indirekt mit „Bittschriften“ an die Regierung, sondern mit direkten und persoenlichen Fragen gerichtet an alle die in der Regierung taetig sind, ganz egal in welcher Funktion: im Bundestag, im Bundesrat, in den Ministerien, in den Verwaltungen, in Kanzleramt, im Amt des Praesidenten, in diplomatischen Kreisen, etc…
    Man frage:
    1. Wen vertreten Sie und wie koennen Sie dies wahrheistgetreu belegen und beweisen?
    2. Wessen speziellen Interessen nehmen Sie wahr, und wer profitiert direkt oder indirekt von Ihren Handlungen und Entscheidungen?
    3. In welcher Art und Weise arbeiten Sie in vollkommener Einvernehmung und Aufrechterhaltung mit den Anweisungen und Richtlinien in der Verfassung?
    4. Haben Sei folgenden Eid geschworen?
    „Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. [So wahr mir Gott helfe.]“
    Wenn ja, haben Sie diesen Eid getreulich und pflichtgemaess gehalten?
    Wenn nicht, sind Sie bereit, den Eid in aller Oeffenlichkeit zu leisten und den Beweis schriftlich und mit Foto- oder Videodokumentation festzulegen?
    5. Haben Sie jemals nur eigene Interessen vertreten?
    6. Haben sie jemals Gelder in unrechtmaessiger Weise angenommen? Wenn ja, von wem, und aus welchen Gruenden, und zu wlechen Zwecken?
    7. Waren alle ihre bisherigen oeffentlichen Erklaerungen wirklich aufrichtig, ehrlich, und wahrhaftig…und wie koennen sie hierfuer den Beweis liefern?

    In dieser Art und Weise soll man die Regierung in Berlin befragen….und dann auch in der gleichen Art und Weise in jedem Bundesland.
    Wer sich hier verweigert…hat moeglicherweise eine gewisses Mass oder eine Menge von sprichwoertlichem „Dreck am Stecken.“

    Dies zunaechst einmal als Vorschlag einer Direktaktion.
    In wiefern existiert und funktioniert die Demokratie noch…
    oder gibt es nur noch eine Plutokratie die jegliche Art der Befragung verweigert???
    Vielleicht sind auch die Wahlen nur noch ein Zirkus der Unehrlichkeit???
    Man ueberlege! Man denke! Man handle!
    Man handle mit und fuer die Interessen der Buerger in Deutschland!

    Gruss, Gerhard
    G1st@aol.com

    • Mai 3, 2014 um 7:20 pm

      Lieber gafuerst,

      an welche Abgeordnete haben Sie bereits eine solche Mail verfasst? Wie ist die Rücklaufquote?
      Oder habe ich hier was nicht richtig verstanden und der Vorschlag ist so zu lesen: „gehe Du mal voran, ich liefere im Hintergrund die Ideen?“

      • Mai 3, 2014 um 8:14 pm

        Mein Vorschlag ist eine vollkommen spontane Reaktion meinerseits…
        Der Vorschlag wurde heute konzipiert und unterbreitet…
        man ueberlege…man denke…man handle…
        so wie man es fuer notwendig oder sinnvioll haelt.
        Es lebe die freie Entscheidung!
        Ich schreibe viel… auch schicke ich meine Briefe oder E-mail von Michigan aus
        nicht nur nach Washington, sondern auch in die Heimat…u.a. nach Berlin…
        Antworten kommen nur aeusserst selten…bis nie…und sind immer meistens sehr generell!
        Nur gelegentlich wird ein Interesse bezeugt… Sicherlich werde ich dort sehr mistrauisch beaeugt!?

        Mehr zu gegebener Zeit…!?
        Ich bin kein Revolutionaer. Ich bin absolut gegen die Gewalt! Ich bin praktizierender Pazifist!
        Ich bin fuer die Vernunft. Ich bin fuer den Frieden. Ich stehe aber fuer Ehrlichkeit und Offenheit.
        Halunken, Gauner, Schieber, Treiber, Diebe und Betrueger gibt es ueberall. Unfug und und Untaten werden ueberall verursacht. Wer aber nichts tut und nichts sagt… wer also wie ich nicht mault und meckert… der erklaert sich mit dem System.., so korrupt und inkorrekt es ueberall geworden ist… vollkommen einverstanden und zufrieden.

        Es lebe die oeffentliche Debatte und die Hoffnung auf die Wiederbelebung der Demokratie!
        Ich harre und warte auf Ehrlichkeit in der Politik! Sicherlich haelt man mich fuer einen sehr einfaeltigen Narren… fuer einen simplen Simplizisimus! So… das waer’s…aus..,Schluss…
        wenigstens fuer heute…

        Gruss, Gerhard A. Fuerst
        G1st@aol.com

  14. Mai 3, 2014 um 12:11 pm

    Rudolf Engemann legt nochmals gekonnt nach:

    Ein hervorragendes Beispiel und Lehrstück darüber, wie lächerlich unsere derzeitige Regierungsform ist. In diesem Film wird zwar von einer Monarchie gesprochen, aber die Demokratie ist sowieso nichts anderes als eine verschleierte Monarchie mit der Illusion, dass der Wähler seinen Herrscher wählen könnte. Dieser Film zeigt wie lächerlich es ist, wenn ein Herrscher daher kommt (wunderschön auf seinem imaginären Pferd…) und meint, durch eine „wässrige Schlampe“ oder durch „Wahl“ zu deinem Herrscher aufgestiegen zu sein. Jeder der Politiker leidet an dieser Wahnvorstellung, besser zu sein als du und nach seiner angeblichen Legitimation durch Wahl über dich herrschen zu können. Leider ist dieser Wahn so ansteckend, dass auch die Exekutive diesen Blödsinn glaubt und meint, dass der Politiker dazu in der Lage wäre, initiierende Gewalt gegen andere zu legitimieren. Was natürlich auch völliger Blödsinn ist. Niemand kann das tun! – Aber nichtsdestotrotz glauben die Menschen an diesen Schwachsinn und genau das ist es, was diesen Mist am Leben hält. DEIN GLAUBE DARAN EINEN HERRSCHER ZU BRAUCHEN. Dies ist der größte (und gefährlichste) Aberglaube, den es gibt!

  15. Mai 3, 2014 um 12:07 pm

    Und ein weiterer Komentar von Se Kim:

    Die Petition ist das Element, was uns das Gefühl einer Demokratie gibt, wenn die Wahlen ganz abgeschafft sind. Die Loslösung der Länder aus dem Bund ist zwar ein guter Schritt – der aber zur Abschaffung der Länder führt, worauf das Feld für eine Weltregierung geräumt ist.

    Was wir stattdessen brauchen, ist ein anderes Denken. Wir haben keine Chance, wenn wir eine dermassen verkommene Moral pflegen. Das ist der eigentliche Grund, da die Moral des Einzelnen umgekehrt proportional zur Freiheit ist. Aber heute wird sogar die Moral verachtet. Der Grossteil denkt: Freheit? Ist das, was ich mir nehme, das hat nichts mit Moral zu tun.

    Ich glaube nicht mehr an eine Lösung für alle. Man muss einfach schauen, wie man dann an der Masse vorbeikommt, die eben amoralisch ist – und bis dahin versuchen, einzelne aufzuwecken. Aber diese Arbeit wird ein Tropfen auf einen heissen Stein sein.

    • Mai 3, 2014 um 12:34 pm

      Das übliche: Vereinzeln, suche Du Dein kleines egoistisches Glück und lass die anderen die Erde mit Krieg, Hunger, Elend, Not überziehen.

  16. Mai 3, 2014 um 11:58 am

    Ich bekam noch folgende Kommentierung auf Facebook von Rudolf Engemann, die nicht ganz von der Hand zu weisen ist:

    Leider wird keine Petition irgendetwas ändern… Sobald eine Petition die Macht der Politiker bedroht, wird sie entweder solange abgehalten, bis das Interesse daran erlahmt, sie so verkompliziert, das niemand mehr versteht, worum es überhaupt geht oder sie wird verboten. Wenn sie durchgeführt wird, dreht es sich immer nur darum, die Fesseln ein klein wenig zu lockern… Fesseln bleiben aber immer Fesseln…

    Im Gesamtbewusstsein der Menschen hat sich dann etwas verändert, wenn sie aufhören, ihre Sklavenhalter um ein wenig Erleichterung ihres Daseins anzubetteln. Die Politiker haben solange Macht über die Menschen, wie die Menschen anerkennen, dass die Politiker Macht über sie haben. Anders gesagt, der Glaube der Menschen daran, eine Regierung zu benötigen, ist der größte Aberglaube, dem die Menschen bislang verfallen sind. Jede Aktion, eine Wahl, eine Petition… alles was direkt auf diesen Aberglauben Bezug nimmt, festigt letztlich die Position der Machthaber. Das was Politiker befürchten ist nicht, bei einer Wahl zu verlieren (dann wird es weiterhin andere Politiker geben), sondern dass die Menschen aufhören zu glauben, dass sie diese Parasiten, die nur auf Kosten der Menschen leben, notwendig wären. In dem Moment bricht ihre Macht zusammen.

    • Mai 3, 2014 um 12:01 pm

      Das unterschreibe ich zu 100 %!

      • Mai 3, 2014 um 7:16 pm

        Ich lese hier nur wie es nicht geht, aber nicht wie ein Weg hinaus führt.
        Auch der Verweise auf den Punkt, bei dem der Leidensdruck zu groß wird und sich die Menschen erheben, vermag keine Lösung aufzuzeigen, wohin wir steuern, sondern lässt bewusst offen was dann kommt.
        Verfallen wir dann in eine Anarchie oder kommen dann die Geldeliten nur noch stärker an die Macht als zuvor?

      • August 23, 2014 um 11:04 am

        Solveigh Calderin das UNTERSCHREIBE ich auch zu 100%

  17. Mai 3, 2014 um 11:23 am

    1. Separation beendet den Kapitalismus nicht.
    2. Petitionen sind nichts anderes als „Bittschriften“, soll ich die Herrschenden BITTEN, doch bitte ihre Macht abzugeben?
    3. Durch Petitionen wird darum NICHTS geändert.
    4. Das ist ein illusorischer Traum!

    • Mai 3, 2014 um 11:31 am

      Es ging mir mehr darum, ob dieser Separationsschritt ein erster Schritt sein könnte, um aus der Umklammerung der Mafia zu gelangen. So wie es aussieht, ist unser Bundespolitikzirkus so stark mit dieser Mafia auf die unterschiedlichste Weise verbandelt ist, dass sich auf dieser Ebene nichts ändern wird. Folgt aber gleiche die Frage, ob es auf Landesebene leichter wäre. Meine Vermutung ist, dass wir in dieser Hierarchie bis nach unten müssen.
      Und dann steht hier die Frage nach der Ökonomie, die wir gestalten wollen. Wollen wir weiter das Leben auf Kosten anderer?

      • federleichtes
        Mai 3, 2014 um 11:48 am

        Solveigh erscheint zwar penetrant, aber – sie liegt penetrant richtig.

        Separieren bedeutet ja nicht isolieren.
        Das gesellschaftliche System ist weltweit auf Korruption ausgerichtet. Und da Mensch anpassungsfähig ist, versucht er natürlich, mit einem „schlanken Fuß“ durch die GRUNDSÄTZLICHE Misere zu steuern. Wenn das System ungerecht ist, warum sollte er, wie Mr. Chattison vielleicht sagen würde, unnötige Friktionen erzeugen. Die vermeidet er, wenn er sich parasitär verhält, wenn das Parasitäre die Regel ist. Logisch?
        Ich erzähle vielleicht die Tage mal von einer Familie, die sich anständig verhalten hat – und zerstört wurde; sicher kein Einzefall.

        Die Flüchtlinge aus den Elendsgebieten sprechen eine deutliche Sprache: Schaffe ein partielles Paradies, und es ist absehbar, dass es zur Hölle wird. Solange sich die Welt-Intelligenz im Arsch des Großverbrecherums suhlt und Bewunderung ob ihres würdelosen VERhaltens erfährt – keine Chance.

        Meine Recherchen über die Petitionsplattformen ergaben nur ein Gutes: Ich beteilige mich NIE wieder. Logisch?

        Dann mal los.

        Wolfgang

      • Mai 3, 2014 um 11:54 am

        Es gibt in dieser Situation der permanenten Krise des Kapitalismus/Imperialismus (die wir bereits das dritte Mal in nur einhundert Jahren erleben, wobei die lange „Atempause“ seit 1945 den über 40 Jahren der Existenz des sozialistischen Lagers zu verdanken ist) nur zwei Lösungsmöglichkeiten:

        1. Von oben: Faschismus und Krieg – in diese Richtung werden wir gerade geschoben bzw. wir sind bereits da angekommen.

        2. Von unten: Sozialismus und Frieden – das steht uns noch bevor, ist aber die EINZIGE Alternative, um das Verbrechen Kapitalismus ein für allemal und grundsätzlcihzu beenden und damit die Kriegsgefahr ein für allemal zu bannen!

        Dazu ist die nationale Befreiung unserer Heimat (die BRD ist eine Kolonie der USA!):

        ebenso notwendig wie die Zerschlagung der herrschenden pyramidialen Machtstrukturen in Wirtschaft und Gesellschaft, die dieses Verbrechen Kapitalismus überhaupt erst ermöglichen und am Leben erhalten.

        P.S.
        Damit hinterher nicht wieder irgendwelche Lügner versuchen, die deutschen Herrschenden von ihrer Schuld reinzuwaschen: Die ukrainischen Faschisten sind DEUTSCHE Faschisten!

        https://www.facebook.com/notes/solveigh-calderin/ukrainische-faschisten-sind-deutsche-faschisten/10152188828978702

        • Mai 3, 2014 um 12:04 pm

          Wie willst Du etwas zerschlagen? Mit den gleichen Mittelnl, so dass am Ende eine andere Clique, wir wir das in dem von Dir genannten Sozialismus (der übrigens wohl von den gleichen Mafiosos gefödert war) wieder über uns bestimmt.
          Ist zersetzen nicht der richtigere Weg? Ähnlich wie Chattison vorschlug, sich aus dem System zu lösen und andere Strukturen fördern. So wie wir das Bild der Raupe mit dem Schmetterling schon hatten …

        • Mai 3, 2014 um 12:32 pm

          Was da vorgeschlagen ist, das System „von innen her reformieren bis wir den Sozialismus haben“ predigen die Sozialdemokraten seit einhundert Jahren – und? Seit dem erleben wir den dritten Weltkrieg – in eben diesen 100 Jahren!

          Strukturen neben den kapitalistischen zu schaffen, haben die sozialistischen Utopisten bereits im 19. Jahrhundert versucht und sind – als sie zu wirkungsmächtig wurden – von den Kapitalisten ringsrum einfach gefressen worden! Wer das heute noch predigt, hat sich entweder mit der Geschichte des Kapitalismus und Sozialismus nicht beschäftigt und kommt naiv daher oder er führt die Menschen in die Irre, um sie abzulenken und nur ja nicht die Grundfesten dieses Systems zu beschädigen!

          Was den Sozialismus betrifft, so lies bitte meinen Kommentar noch einmal, das steht: die Zerschlagung der herrschenden pyramidialen Machtstrukturen in Wirtschaft und Gesellschaft, die eben gerade NICHT zerschlagen wurden und genau DARUM zur Perversion des Sozialismus führte!

          Die Zerschlagung der bestehenden Machtstrukturen bewerkstelligt das sterbende System im Moment gerade selbst! Siehe Ukraine!
          Und: In genau DEM Moment, wenn der Leidensdruck der Menschen zu groß wird, werden sie sich gegen ihre Peiniger erheben wie das gerade in der Ukraine geschieht!

          Es waren im Sozialismus (der noch immer im AUFBAU begriffen war!) übrigens nicht diegleichen Eliten wie im Kapitalismus, wenn auch die Opportunisten durch das nicht abgeschaffte pyramidiale Machtsystem befördert wurden! Das wird den Menschen lediglich von den Propagandisten des Kapitals so eingeredet, damit es nur ja keine Alternative zu ihren Verbrechen gibt! Die beliebteste ihrer Taktiken: Beschuldige die anderen mit Deinen eigenen Verbrechen!
          Wären es dieselben Eliten gewesen, hätte sich der imperialistische Westen nicht soviel Mühe gegeben, das sozialistische System zu eliminieren und von innen her – durch Verräter – zu zerstören! DAS war der „Kalte Krieg“, der wirtschaftlich, propagandistisch, zersetzend, subversiv mit allen infamen Mitteln geführt wurde! Eine der schlimmsten Waffen war und ist die propagandistische! Die Lüge, die Verdrehung, der Betrug! Alles schlechte und schlimme, alles widerwärtige, verbrecherische, räuberische, mörderische, kriegstreiberische geht vom KAPITALISMUS aus. Solange der nicht grundsätzlich beseitigt ist, wird und kann es keinen Frieden auf Erden geben, denn Kapitalismus ist PERMANENTER KRIEG!

          • Mai 3, 2014 um 1:06 pm

            Und was ist Dein Vorschlag zur Beseitigung?

          • August 23, 2014 um 11:01 am

            „Solange der nicht grundsätzlich beseitigt ist, wird und kann es keinen Frieden auf Erden geben, denn Kapitalismus ist PERMANENTER KRIEG!“

            damit stimme ich zu 100 % überein.

            @ Solveigh Calderin
            wenn wir nicht wie die Natur es uns zeigt Schenkende werden bekriegen wir uns, weil wir es kriegen wollen oder nicht kriegen wollen…

        • Mai 3, 2014 um 1:29 pm

          Das habe ich doch deutlich gesagt! Oder habe ich mich missverständlich ausgedrückt?

  1. Mai 3, 2014 um 11:25 am

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