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Die Schule des Werdens

Natur_tiere7Seit dem ich den Blog SCHNAPPFISCHKAPITALISMUS.DE begonnen habe, beschäftigt mich zunehmend auch ein anderes Thema. Es geht um die Bildung unserer Kinder und damit um die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Nachdem ich einige Erfahrungen mit freien Schulen und deren Konzeption gemacht hatte, habe ich die Weihnachtsfeiertage genutzt, mir ein paar Eckpunkte einer freien Schule zu überlegen. Diese Eckpunkte habe ich Ankerpunkte genannt. Herausgekommen sind sieben solcher, an welchen ich die Schule-des-Werdens festgemacht habe.

In diesem Beitrag stelle ich diese Ankerpunkte erstmals einem größeren Kreis vor. Es geht hier zuerst einmal nicht um ein pädagogisches Konzept, das fügt sich im Anschluss ein. Ziel ist, eine Haltung zu umschreiben, welche den Umgang, die Werte, das WERDEN skizziert, mit denen die Kinder in Berührung kommen. Das konkrete WIE – anhand des pädagogischen Konzepts – folgt dieser Haltung.

Seien Sie liebe Leserschaft ermutigt, die Idee weiter zu tragen, so dass diese Schule einmal Wirklichkeit wird!

Ankerpunkte der Schule-des-Werdens

„Das Aussortieren des Unwesentlichen ist der Kern aller Lebensweisheit.“
(Laotse)

Das Leben und Werden in den Städten wird zunehmend von individualistischen Tendenzen geprägt. Durch den fortschreitenden Konsum verschwindet schleichend eine Infrastruktur des Handwerks. Gleichwohl wächst die Bevölkerung in den Städten kontinuierlich an, ohne den daraus entstehenden sozialen Spannungen gewachsen zu sein. Dies führt zu einer zunehmenden Überschuldung der Städte weit über die Milliardengrenze hinaus.
Gleichwohl wächst unser Abhängigkeitsgrad durch die fortschreitende Globalisierung. Eine langfristige Lebensplanung ist so kaum noch möglich. Andere Konzepte sind gefragt.

Unser zukünftiges Leben in der Gesellschaft ist vergleichbar mit einer Reise auf hoher See. Unsere bisherigen Orientierungsmöglichkeiten sind (hier) nicht mehr wirksam und wir müssen uns neuen (unbekannten) Gewalten stellen. Die Schule-des-Werdens bietet einen sicheren Hafen, um den Umgang mit dem unbekannten „Element“ lernen zu können, und sich den zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu fühlen.

Die nachfolgend skizzierten Gedanken zu einer Schule-des-Werdens setzt wirkungsvolle Maßnahmen diesem Städtetrend entgegen und eröffnet damit eine Zukunftsperspektive unserer Gesellschaft getreu dem Motto „den Wandel aktiv gestalten“:

  1. Achtsamkeit als Grundhaltung der Begegnung:
    Achtsamkeit ist mehr als Beobachten. Beobachten ist jedoch die Quelle der Achtsamkeit. Beobachten mit allen Sinnen und akzeptieren des Beobachteten (und damit dem Anderen). Erweitern seiner Wahrnehmung durch offene Begegnung. Nutzung seiner Erfahrungen durch Verständnis der Wirkungskreisläufe und damit Voraussetzung für nachhaltiges Handeln.

    „Du kannst vor dem davonlaufen, was hinter dir her ist,
    aber was in dir ist, das holt dich ein.“
    (Afrikanisches Sprichwort)

    Achtsamkeit hört daher nicht bei den sozialen Aspekten des Miteinanders auf, sondern bindet alles Leben, alles Sein mit ein. Bei der Nutzung von (begrenzten) Ressourcen ist der Ansatz der Achtsamkeit daher genau so tragend und mit der Frage verbunden, wie ich die Ressourcen einsetzen kann und dessen „Abfälle“ wieder Nutzungskreisläufen zuführen kann, ganz im Sinne von cradle2cradle.

  2. Wirkungsfelder zwischen Ordnung und Unordnung:
    Das Leben hält beides vor, Ordnung wie auch Unordnung. Dieses Spannungsfeld ist Teil der Pädagogik einer Schule-des-Werdens.

    „Man muss die Welt nicht unbedingt verstehen.
    Wichtiger ist, ihr gewachsen zu sein.“
    (Oswald Spengler)

    Am Anfang der Woche werden gemeinsame Aktivitäten geplant. In täglich stattfindenden Besprechungen können diese Planungen wiederum verworfen oder detailliert werden. Die Kinder können so (indirekt) lernen, was Verlässlichkeit ist und wie mit (kurzfristigen) Änderungen umgegangen wird.

  3. Handwerk sichtbar machen:
    Ein wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Schule-des-Werdens ist die Angliederung von kleinen handwerklichen Berufen in räumlicher Nähe. Es wird angestrebt, dass z.B. ein Fahrrad-Reparatur-Geschäft, eine Schreinerei etc. in unmittelbarer Nähe angesiedelt ist (Campus-Gedanke), bei dem die Kinder eine direkte Möglichkeit haben, das Handwerk zu er-leben.

    „Leben ist, was wir daraus machen.“
    (Henry Miller)

    Dieser Teil des Konzepts findet seine Tiefe in der Sekundarstufe. Die Grundlagen dafür werden aber bereits früh gelegt, so kann z.B. ein Bauwagen bereits in der Grundschule den Umgang mit den Werkzeugen vermitteln.
    Ein weiteres Ziel dieser Kooperation mit dem Handwerk ist es, kleineren Betrieben eine Möglichkeit zu geben, in einem Biotop-des-Handwerks Nischen zu finden, um z.B. wieder Reparaturen zu ermöglichen, um so der zunehmenden Obsoleszenz entgegenzuwirken. Schule rückt so in den Mittelpunkt des städtischen Lebens.

  4. Natur erleben und soziales Engagement fördern:
    Aufbauend auf dem Handwerk hat der Umgang mit Boden eine besondere Bedeutung, da aus dem Boden neues Leben erwächst. Freiflächen in unmittelbarer Umgebung sollen – in Kooperation mit der Stadt – zu Anbauflächen für Obst und Gemüse werden. Diese Initiative soll Teil der essbaren Stadt dem Beispiel von Andernach folgen.

    „Die wahre Lebenskunst besteht darin,
    im alltäglichen das Wunderbare zu sehen.“
    (Pearl S. Buck)

    Darüber hinaus wird die Schule-des-Werdens auch in der Bevölkerung wahr genommen, da diese öffentlichen „Anbauflächen“ zur Pflege und Ernte jedem aus der Bevölkerung bereit steht. Kontakte mit Bürgern und Bürgerinnen sind so nur eine Frage der Zeit, da die Begegnungsfläche den passenden Raum bietet!

  5. Verantwortung übernehmen, eigenes Handeln reflektieren:
    Die Kinder werden bereits früh ermutigt, spielerisch Verantwortung zu übernehmen und ihr eigenes Handeln zu reflektieren um aus Fehlern lernen zu können und nicht mit vorgefertigten Lösungen „jonglieren“ zu müssen.

    „Erfolg ist nicht endgültig.
    Misserfolg ist nicht fatal;
    was zählt ist der Mut weiterzumachen.“
    (Winston Churchill)

    Die zuvor genannten Ankerpunkte bieten hier bereits vielfältige Möglichkeiten. Der Umfang des Handelns wächst dabei stetig und soll in der Sekundarstufe so weit gehen, dass von der Planung über die Realisierung und den Verkauf alle Stationen einfließen. So könnten z.B. in der Werkstatt gemeinsam Produkte geplant und erstellt werden, welche auf dem Wochenmarkt verkauft werden. Das Marketing, die Organisation der Herstellung und des Verkaufs, sowie die Reinvestierung des Erlöses ist ebenso Teil der Aktivität, wie die Einbindung der Gemeinschaft (Kinder, Begleiter, Eltern und Bürger/innen).

  6. Einbindung der Gesellschaft:
    Die Schule-des-Werdens soll kein isolierter Ort sein, der keinen Zugang zur Außenwelt hat. Der geschützte Raum der Schule-des-Werdens wird durch Integration von Kindern anderer Nationen genau so erweitert, wie durch Inklusion. Die angebundenen Handwerksbetriebe können darüber hinaus Resozialisierungsprogramme anbieten und so einen weiteren Aspekt des gesellschaftlichen Zusammenwachsens tragen.

    „Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.“
    (Joseph von Eichendorff)

    Durch die Einbindung der Eltern in das pädagogische Konzept in Form regelmäßiger Elternabende im Monatsturnus und im Rahmen von weiteren Aktionen wird das Wachsen der Kinder erlebbar und innerhalb der Familienstruktur fortgeführt. Neben konkreter Materialvorstellung können die Eltern so schrittweise die pädagogische Haltung erfahren und diese – im Sinne eines Multiplikatoreffekts – auch selbst anwenden.
    Durch die Aktionen (essbare Stadt, Verkauf der Eigenerzeugnisse, Angliederung der Handwerksbetriebe) ist eine direkte Begegnung mit den Menschen der Stadt möglich. Dieser Austausch ist ein wesentlicher Bestandteil des pädagogischen Konzepts.

  7. Lebendige Prozesse des Wachsens:
    Die Ankerpunkte stellen Leuchttürme zur Orientierung dar. Die inhaltliche Ausgestaltung muss sich stets an die Gegebenheiten – und damit am jetzt und hier – orientieren.

    „Das Gestern ist Geschichte,
    das Morgen ist ein Rätsel,
    aber das Heute ist ein Geschenk.“
    (Alice Morse Earle)

    Gleichwohl, darf und muss Bildung auch in die Zukunft wirken. Damit dies geschehen kann, sind lebendige Prozesse notwendig, welche die Wechselwirkungen der Gesellschaft und Zeit berücksichtigt. Daher ist das pädagogische Konzept eine Momentaufnahme und die konkreten Aktivitäten nur Handlungsempfehlungen, welche stets mit offenen Sinnen erweitert, modifiziert oder ersetzt werden.

Freiheit erwächst aus der Mitte der Gesellschaft. Die Schule-des-Werdens ist die Keimzelle in Mitten dieser Gesellschaft. Da das Leben viele noch unbekannte Fragen aufwirft, zu der es heute noch keine Antworten gibt, ist die Schule-des-Werdens offen für Neues. Ein Prozess mit klaren Verantwortlichkeiten und Beschlüssen bildet die Grundlage, damit das grundlegende pädagogische Konzept erhalten bleibt, jedoch offen für neue Antworten auf aktuelle Fragestellungen ist. Eine dieser (absehbaren) Erweiterung wird das Thema Geld/Finanzierung sein. Zu den bereits skizzierten Handwerksbetrieben kann in absehbarer Zeit ein „Geldhaus“ hinzukommen, welche nachhaltige Projekte aktiv unterstützt bzw. finanziert. Auch ein Hofladen, der die Waren anbietet, ist in naher Zukunft vorstellbar und Teil der Konzepterweiterung im Sinne der nachhaltigen Kreisläufe.

Der Fokus liegt dabei auf einer gesellschaftlichen Partnerschaft, die Kräfte wieder bündelt, statt zu polarisieren. Dann ist das Leben in der Stadt auch weiterhin ein Zukunftsmodell.

Eine Stiftung, welche die zentrale Infrastruktur bereitstellt, und das pädagogische Konzept bildet dabei die Grundlage, damit diese Schule-des-Werdens auch in weiteren Städten ihr Potenzial entfalten kann!

„Es gibt nur zwei Fehler,
die man auf dem Weg zur Wahrheit machen kann:
nicht den ganzen Weg gehen und nicht beginnen.
(Buddha)

Ihr Roland ForbergerErstveröffentlichung auf SCHNAPPFISCHKAPITALISMUS

Fortsetzung:Umsetzungsgedanken der Schule des Werdens

Kategorien:Bildung, Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Mai 9, 2014 um 6:50 pm

    Hinter der Idee des lernenden Netzwerks von Schule im Aufbruch steht das Vertrauen auf die Weisheit der Vielen: Es gibt bereits viele Schulen, an denen Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen, Schulleitungen, Eltern, Schülerinnen und Schüler neue Lernkultur leben, an denen Potenzialentfaltung längst Wirklichkeit ist: Sie gestalten Rahmenbedingungen, in denen jedes Kind wertgeschätzt wird, individuell lernen kann, seine Interessen und Begabungen erkennen und seine Fähigkeiten entwickeln kann. An diesen Schulen lernen die Schülerinnen und Schüler, Wissen zu erwerben, zu handeln und zusammenzuleben.

    Fundstelle: Schule im Aufbruch

    • Mai 9, 2014 um 6:58 pm

      „Sehr erfreulich ist, dass die „Schule des Werdens“ tatsächlich im Werden ist. Nachdem das theoretische Grundgerüst steht, befindet sich ein Aspekt bereits in der praktischen Umsetzung: Karlsruher Schüler können schon bald öffentliche Grünflächen bewirtschaften. Ziel ist es, dass sich auch interessierte Bürger dafür entscheiden mitzumachen. So kommen die Schüler nicht nur raus aus der Schule (und lernen einen neuen Lernort kennen), sondern auch in persönlichen Kontakt mit engagierten Bürgern.“

      Quelle: Schule im Aufbruch, Regionalgruppe Karlsruhe
      http://blog.schule-im-aufbruch.de/phpbb3/viewtopic.php?f=3&t=155

  2. Heinrich Schmitt
    April 28, 2014 um 1:02 pm

    Herzensbildung hat nichts mit angehaeuftem Wissen zu tun !

  3. April 27, 2014 um 6:56 pm

    Gerd,

    Wissen ist Erfahren der eigenen Natur.
    Wenn du weißt, was du bist, weißt du alles, da du alles bist!

    Roland,

    Sprache ist nur eine Form des Wissens- dessen Kern jedoch liegt im Schweigen.

    MAN KANN NICHT LERNEN; WAS NUR ERFAHRBAR IST.

    Wissen kommt nirgendwoher, sondern ist selbst eine Facette des Seins .
    WISSEN+LIEBE= SEIN

    ERFAHRE, WAS DU BIST, DAMIT DU ´S WEIßT.

    Erfahre, was wahr ist – und das Unwahre verblasst von selbst.

    Wenn ihr das Denken unterbrecht, unterbrecht ihr Zeit und Raum – und somit die Illusion.DAS IST WISSEN.

  4. Gerd Zimmermann
    April 27, 2014 um 12:04 pm

    Muktananda

    Du schreibst viel wahres, aber kannst Du mir sagen was Wissen ist und wo ES
    herkommt ? Einen 33. Meistertitel zu besitzen hat nichts mit Wissen zu tun.

    Gruss Gerd

    • April 27, 2014 um 1:30 pm

      Hallo Gerd,

      vielleicht kann ich einen kleinen Beitrag zur Klärung leisten, da ich schon seit längerem auf der Suche nach diesem „Wissen“ bin.
      Ich bin mittlerweile an dem Punkt angekommen, meine Fragen zurück zu stellen. Vielmehr ist es die (innere) Haltung, die eine Antwort auf die Fragen liefert. Das war auch der Impuls für den ersten Ankerpunkt der Achtsamkeit, der die Basis für alle weiteren bildet.
      Nach allem was ich bisher erfahren konnte, ist Sprache nur sehr begrenzt fähig das auszudrücken, was die innere Haltung weiß. Diese Art von Wissen stößt an seine verbalen Grenzen, wenn Geist und Herz nicht eins sind.

  5. April 27, 2014 um 10:41 am

    SCHAUT EINFACH EURE HAND:

    5 Finger , EINE Hand.

    So einfach ist Verständnis der Illusion .

  6. April 27, 2014 um 10:32 am

    Roland,

    all diese vorübergehende Zustande betreffen nur entweder den Verstand oder das Gefühl(Gedankenkörper oder Emotionalkörper), also weiter NUR DIE SCHALE,
    NICHT ABER DEN KERN.

    Ihr schwebt weiter auf der Wolke der Illusion.

    Ihr solltet UNTERSCHEIDEN lernen, damit ihr danach nicht mehr unterscheidet.

    IM PARADOXON WOHNT DAS WIRKLICHE.

    • April 27, 2014 um 10:43 am

      Zitat aus Goethes Faust:
      Faust offenbart Wagner sein inneres Zerrissensein zwischen körperlichen und geistigen Bedürfnissen, zwischen irdischen und himmlischen Ambitionen:
      „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen: die eine hält in derber Liebeslust sich an die Welt mit klammernden Organen; die andre hebt gewaltsam sich vom Dust zu den Gefilden hoher Ahnen.“

      Es scheint also eine Verwirrung zu geben, hinsichtlich der Vielzahl der Spaltungen…

  7. April 27, 2014 um 10:30 am

    Das Schwert hat eine eigentliche Bedeutung heute leider verloren. Daher hier noch kurz der Hinweis, dass das Schwert das Symbol für Recht ist. Die Justicia trägt auch heute noch dieses Symbol. Bei den Rittern der Tafelrunde gibts dann auch noch passende Geschichten dazu

    • April 27, 2014 um 10:39 am

      Die Tafelrunde entstand durchs Kämpfen, da es noch die Auswirkung der Ignoranz war.

      Alles, was A und B kennt, ist Illusion.
      Und dazu gehört auch Auseinandersetzung/Kampf zwischen A und B oder den scheinbar dazu resultierenden Folgeelemente dieser .

      ALLES SPALTUNG IST DIE FOLGE DES VERSTANDESBENUTZUNG.

      Darum ist es notwendig, das Denken kurz auszuschalten: um den Vorhang der Trennung/Illusion zur Seite zu schieben!

  8. April 27, 2014 um 10:29 am

    Martin,

    das, was ihr als ICH-BIN nennt, ist das Bewusstsein, das hier NUR IN UND AUS SICH

    S C H E I N T

    Mehrere zu sein.

  9. April 27, 2014 um 8:13 am

    Lieber muktananda13,

    wir kennen uns ja bereits aus meinem Blog, von daher sind mir Deine Worte nicht fremd. Auch ich sehe es so, dass in jedem ein Buddha leuchtet. Jeder ist Lehrer, Schüler, Meister, Lehrling und Gott zugleich.
    Achtsamkeit ist der Weg zu sich – und damit die Basis, zu anderen zu finden. Den Weg zu finden, braucht jedoch eine Gemeinschaft – eine Sangha. Die Schule-des-Werdens soll diese Umgebung bereitstellen, damit sich jeder frei von Normen und Regeln – ohne die „Gleichmacherei“ – selbst erkennen kann und damit mit Buddha – wenn man so will – in Berührung kommt.

    Zur Achtsamkeit habe ich noch einen detaillierteren Einblick verfasst:
    http://www.schnappfischkapitalismus.de/2014/04/achtsamkeit-der-schluesseldienst/

    • April 27, 2014 um 9:47 am

      Wenn der Geist noch als Schüler sich Lehrer GLAUBT, so entsteht Egozentrismus und Wirrnis.

      Wenn jedoch der Geist als Schüler zum Lehrer reift, so spricht direkt der reine Geist , ausschauend als Mensch.

      Es bedarf keiner gepredigter oder gezwungener Gemeinschaft- sondern nur die individuelle Praxis. Niemand kann für jemanden meditieren, auch nicht ihn aus dem Karma-Rad befreien.

      • April 27, 2014 um 9:59 am

        Die Verwerfungen und Ablenkungen in unserer Gesellschaft (Zivilisation?!) machen es sehr schwer, alleine zu sich selbst zu finden. Daher halte ich es als Katalysator durchaus für legitim, sich einer Gemeinschaft anzuschließen. Zwang solle dabei nie das Mittel sein.
        Meditation ist dabei nur ein Element, für sich alleine ist Meditation ein stumpfes Schwert. Erst in der Gemeinschaft wird der Mensch zu dem, was er ist. Erst in der Gemeinschaft kann er sich selbst erkennen.

        • April 27, 2014 um 10:16 am

          Nicht umsonst ist das eine ICH-BIN hergegangen und hat sich gesplittet in viele WESEN, um sich durch Differenzierung in der Gemeinschaft reflektieren zu können? Siehe:
          Schöpfungsgeschichte 3.0 – die 13 Dimensionen des Seins

        • April 27, 2014 um 10:26 am

          1) Legitim ja, zwanghaft notwendig nicht.
          Alles kann, nichts muss.

          Bewusstsein KANN Form/-en annehmen, muss es aber nicht.

          Wenn die Menschheit auf das MUSS verzichtet, wird sie rapide evoluiren.

          2) Nein, Meditation ist weder ein Schwert, noch ein Schild, da sie nicht kämpft.

          MEDITATION ist der Zustand der Wirklichkeit und kann kaum absolut in der Gemeinschaft erreicht werden.Darum ist Zurückgezogenheit ein SOLL.

          3) Der Mensch ist nur einer von den unendlichen Formen des Bewusstseins, die angenommen werden KANN. Mensch -sein ist nur eine vorübergehende Form, nicht der Kern.

          SELBSTERKENNTNIS ÜBERSTEIGT VIELFALT. DAS ist Selbsterkenntnis, das Gegenteil von dem Wirrnis, Illusion, maya.

        • April 27, 2014 um 10:27 am

          Das ist das eigentlich „Schlimme“. In dieser Aufsplittung kommt es unweigerlich zu Verwerfungen. Statt seine Kräfte zu bündeln, verhungert ein Teil des ICHs. Depressionen sind eine dieser Folgen, dessen Ursprung die fehlende Unterscheidung seiner Gefühle. Kann man Wut und Traurigkeit nicht differenzieren, so ist Depression in diesem Emotionsmix eine Folge. Flucht hilft dann nur temporär. Erst wenn die Ursache gefunden ist und Wut, Wut sein kann sowie Traurigkeit wieder Traurigkeit sein kann, kann Hoffnung entstehen.

  10. Heinrich Schmitt
    April 26, 2014 um 9:44 pm

    Ein indonesisches Sprichwort sagt: „Fuege dein Licht der Summe des Lichtes hinzu !“ (Sine timo timota !)
    Das kommt Albert Schweitzer schon sehr nahe.
    Bei uns auf den Philippinen sind viele der Grundschulen grottenschlecht. Sie fordern ausschliesslich Disziplin, ueben tagtaeglich Paradieren im Schulhof; die Pausen sind oft laenger als der Unterricht. Nach der 3. Klasse koennen nur Wenige schreiben und lesen und rechnen schon garnicht. Die Angepassten sind die Braven und Guten ,wer aus der Rolle faellt, wird hinauskomplimentiert (Es gibt ja keine Schulpflicht). Nun haben sich z.B. in unserem Viertel einige dieser Aussenseiter zusammengetan und eine eigene Schule gegruendet, sie unterrichten sich gegegenseitig (wie in der italienischen Scuola di Barbiana)
    sie haben die Unterstuetzung Einiger, die noch in die staatliche Schule gehen, Brueder , Schwestern, die die Informationen beibringen und einiger Erwachsener. Jeder lehrt Jeden.Sie brauchen kein Schulgebaeude, denn sie treffen sich mal hier mal da zuhause und auf der Strasse. Bei mir haben sie im Wohnzimmer Plakate aufgehaengt mit den englischen Verb-Charts (Present-Past-Perfect) und fuer die Kleinen die Kursivbuchstaben. Und sie fragen sich gegenseitig im Rechnen ab (wobei nur der Controler den Kalkulator benutzt.)
    Die Initiative ging einzig und allein von ihnen selbst aus. Aber Ich unterstuetze das so gut ich kann, habe eine Wandtafel gekauft und Kreide und habe mit ihnen jetzt sogar eine Schach-Ag gegruendet. Und ich selbst lerne von ihnen, z.B. die Kultivierung von Nutz- und Heilpflanzen in meinem Garten.

    • April 27, 2014 um 10:20 pm

      Lieber Heinrich,
      vielen Dank für den Einblick in Eure Schulsystematik. Einen aufschlussreichen Blick in die unterschiedlichen Gehorsamsschulen gibt auch der Film ALPHABET. Hier einer, der den Film zusammengefasst hat:

      Viele Grüße
      Martin

  11. April 26, 2014 um 7:29 pm

    „Ich glaube, daß wir alle etwas in uns tragen, das sich entzündet beim Anblick oder durch Kenntnis eines anderen, und daß wir alle ein Licht für die anderen sind.“

    © Albert Schweitzer (1875 – 1965), deutsch-französischer Arzt, Theologe, Musiker und Kulturphilosoph, 1952 Friedensnobelpreis

  12. maretina
    April 26, 2014 um 5:09 pm

    Gut und schön; einverstanden.

    Für Wolfgang; Waldorfschule stellt das herrschende System, Hierarchie und Autorität, nicht in Frage. Da liegt aus meiner Sicht der Knackpunkt.

    Das Konzept hier oben erinnert zum überwiegenden Teil an Waldorfschule, was keine Wertung darstellt, aber bei meinem Nachwuchs habe ich das fast so erlebt.

    Schule treibt den Kindern aus, was sie eigentlich mitbringen, was in ihnen angelegt ist und sich leicht weiterentwickeln ließe. Im Grunde käme es darauf an, ihnen Wachstum zu ermöglichen, als Begleiter und auch als „schützende Hand.“ , nicht als Autorität per se.

    Für Muktananda: Ich kann Ihren Einlassungen folgen, mit dem Verstand und auch auf Gefühlsebene. Ich fühle und weiß jedoch, dass ein Schritt auf den nächsten folgt und also mit abgehobenen Reden respektive Schreiben, sich niemand bemüßigt fühlen wird auch nur in der angedeuteten Richtung Möglichkeiten wahrzunehmen. Wichtig scheint mir bei Allem die Verbindung zu den Mitgeschöpfen, den Mitmenschen, der Erde nicht zu verlieren und eine Sprache zu sprechen, die verstanden wird, nicht nur im kleinen Kreis. Wird allgemein mit Erdung bezeichnet.

    Liebe Grüße in die Runde
    Martina

    P.S. Übrigens sehr schön, dass hier Kommentare auch mal zusammengefasst werden. Das dient der Übersichtlichkeit.

    • April 26, 2014 um 6:30 pm

      Wenn alles eines ist, so kann man weder etwas gewinnen, noch etwas verlieren.

      Die Sprache des verbreiteten, verspielten Verstandes ist immer langwellig und selber lang.
      Was der Verstand nicht versteht, verkompliziert er .

      Wer sich erkennt, der kennt und ist auch Kenntnis.
      Alle andere haben davon Kenntnis.
      Wer weiß, ist selbst Erkenntnis.

      Was du noch Erdung nennst, ist Kurzschluss.
      Lesen ist schön, doch gewährt keine Freiheit, sondern macht frei von Freiheit.

      Kultur ist ausgezeichnet, wenn sie nicht zu Ur-Kult wird und so zu Glaube.

      • maretina
        April 26, 2014 um 7:32 pm

        Wir sind JETZT HIER weil wir eine Aufgabe zu erfüllen haben, die Erde und die auf ihr Lebenden durch diese Zeiten zu bringen, GEMEINSAM die Schwingung zu erhöhen. Wer denkt das träfe auf ihn nicht zu erhebt sich über alle Anderen. Nebenbei bemerkt finde ich; Selbsterhebung ist der Anfang des Faschismus.-
        Wer ohne Erdung ist dem kann es leicht geschehen, dass er davonfliegt und zerrissen wird. ( Ein Seelenanteil hier , einer da, da haste was zu tun beim Einsammeln.)

        Der Glaube, dass ihr in Verhaltensmustern von Lethargie und Unbewusstsein verharren könnt und dann etwas haben könnt, oder dass euch etwas gegeben wird, das euch transformiert, ohne irgendeine Anstrengung von eurer Seite, ist reine Dummheit. Das wird nicht geschehen. Nun können da fremde Intelligenzen sein, die landen, denn sicherlich gibt es sie, aber diese Menschen, die damit rechnen, das andere ihnen den Aufstieg und die Evolution bringen, ohne dass sie etwas tun müssen, werden sehr enttäuscht werden.

        Aufstieg ist ein Prozess von Selbstgewahrsein und Meisterschaft auf allen Ebenen und er erfordert, alle diese Ebenen des Daseins an zu heben. So sehen wir das und das ist es, was wir Jahrtausende lang getan haben.
        (Quelle: <a href="http://tomkenyon.com/wer-sind-die-hathoren)

        Wer sind die Hathoren)

        Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen
        Martina

        • April 26, 2014 um 8:20 pm

          Danke für den Link zu den Harthoren 🙂 Martin

        • April 26, 2014 um 8:54 pm

          Liebe Martetina,

          Ich bin das, was auch einen Buddha ausmacht.
          Ich bin das Licht, das aus und in sich ewig leuchtet und zu Universen wird.
          Ich bin in allen Wesen und sie alle in mir , doch die Meister sind es, die in mir leuchten und ich in ihnen .
          Die Absolute Freiheit habe ich erlangt, die Absolute Kenntnis, die Kosmische Sicht errungen, auch über das karma , die Zyklen samt ihren Funktionen mit dem Urgrund , der ursachlosen Ursache, die stets dem Verstande und allen Sinnen und ihren Wahrnehmungen unsichtbar , verborgen bleibt.Längst habe ich die letzte Inkarnation beendet, das eiserne Wiedergeburtenrad zerbrochen.

          Bin geerdet mehr, als man es mir zumuten ließe:
          im Kreise einer sehr liebenden Familie ,mit all den bürgerlichen Pflichten und Rechten, die einem solchen weltlichen Leben eigen sind , mit Freunden und Verwandschaft,mit all den Genüssen und Erscheinungen, die hier vorkommen .
          Ihr seht zwar meinen Körper, doch das Licht ist es – wie in auch aber auch- was ihn bewohnt.
          Ja, nur die Schalen sind verschieden, doch der wohnende Kern stets derselbe. Wenn dieser sich darunter selbst entdeckt, bricht und zerfällt die Schale von selbst.

          Maretina,

          NIEMAND KANN NICHT MAL EINE MÜCKE ERHÖHEN, GESCHWEIGE EINEN ODER MEHRERE MENSCHEN, BEVOR ER SICH NICHT AUF DEN GIPFEL DER EXISTENZEN ERHOBEN HAT.

        • maretina
          April 26, 2014 um 9:20 pm

          Lieber M., mir stellt sich die Frage, warum Sie in Ihren vorherigen Kommentaren so anders schreiben ?
          Ich bedanke mich jedenfalls für den Austausch mit Ihnen.

  13. federleichtes
    April 26, 2014 um 2:08 pm

    Würde die Waldorf-Pädagogik das ‚System Leben‘ verändern, wäre sie verboten.

    Menschen leben, um zu lernen.
    Ich halte dies für eine um das Wesentliche verkürzte Aussage.
    Das Wesentliche ist mir, dass Leben eine ganze Palette von Verhaltensfehlern erzwingt und dazu eine Menge informativ-geistigen Unfug hervor bringt. Dass der normale Mensch in diesem Wust aus Unzulänglichkeiten und Verwirrungen stehen muss, erlaubt, den Begriff „Normal“ klar zu definieren. Und verbleibt der „Normale“ gedanklich im Karussell der Wahnspiralen an diesem Punkt der Betrachtung des Lebens, bedankt sich die Wahnseite des Lebens: Alles richtig gemacht.

    Menschen, die meinen nicht im Wahn zu stehen, indem sie dem Leben eine schöpferische Qualität absprechen und die Vollkommenheit des ‚Lebens als Sein’ predigen, erhalten auch lobende Worte: Alles richtig gemacht.
    Dass hier unterschiedliche Stimmen sprechen, bezweifle ich.

    Im pädagogischen Bereich erlebe ich auch Wahnhaftes. Lehrer wirken dort in der vollen Überzeugung, sie wären nur Lehrer, und die Kinder nur Lernende. Betrachte ich das natürliche Miteinander als gemeinsames ‚Wirken in Gegenseitigkeit‘, ließen sich zwei Ebenen unterscheiden. Auf der einen findet zwecks Linderung einer Bedürftigkeit ein symbiotisches Miteinander statt. Auf der anderen Ebene sind die Menschen bedürfnislos vereint – und einfach (und) glücklich.
    Wenn Leben also Menschen Unfug und Chaos produzieren lässt, und wir das Prinzip der Gegenseitig (Lehren und Lernen) anwenden, scheint mir klar, dass Leben uns einerseits als Lernende in die Pflicht nimmt, aber andererseits selber auf der Ebene des Lernenden agiert.

    Was lernen wir LETZTENDLICH. Dass wir als Menschen das Leben etwas lehren können? Dass wir, indem wir diesen Tribut zu zahlen bereit sind, auf die Ebene des bedürfnislosen Seins gelangen können?
    Und was lernt das Leben von Menschen? Wie eine Brücke von A nach B zu bauen ist?

    Gruß
    Wolfgang

  14. Ben
    April 26, 2014 um 9:51 am

    Ein wunderbarer Artikel – danke dafür! =)

  15. Gerhard A. Fuerst
    April 26, 2014 um 2:27 am

    Ich hoffe all das Nachfolgende hat Sinn und Gehalt…
    und hat auch im Dargebotenen eine annehmbare gute Gestalt!
    Nicht alles ist gedanklich nagelneu… aber beim Wiederholen fuer gute Zwecke…
    bin auch ich weder schuechtern noch scheu!… 🙂 Und die Meinungen anderer???
    Gruss, Gerhard

    Erinnerungen & Erlebtes
    Ich bin Jahrgang 1936. Ich habe die erlebten Jahre des 2. Welkriegs noch sehr gut in Erinnerung. Es war eine tragische Zeit der Not und des Hungers. Um zu überleben und unserer Familie zu helfen, machte auch ich kleiner Knirps mich auf den Weg in die umliegenden Dörfer zum Hamstern…und buchstäblich zum Betteln… Ich erinnere mich auch an die Nachkriegszeit…and die Care-Pakete aus USA…an die Zeit der Schulspeisen…an die Chancen nach USA als Austauschschüler zu kommen. Ich verbrachte ein Jahr (1952-1953) in Kalifornien, lebte auf einer Farm, ging auf die Santa Cruz High School…und lernte Land und Leute so weit als möglich aus eigener Sicht und Perspektive kennen. Die Menschen sind immer besser als die öffentlichen Institutionen! Wir können dankbar sein daß der damalige „Morgentauplan“ nicht in Kraft trat…und man anstelle den Marschallplan etablierte und einführte. Wer nicht mehr weiß was der „Morgentauplan“ als Absicht hatte, der soll den Begriff mal „Googl’n.“ Der Plan war…wer das noch nicht aufgefunden hat… ganz Deutschland in einen einzigen, endlosen Kartoffelacker zu verwandeln…
    Man ist… was man ist… geformt, gefestigt, gehärtet durch das einst Erlebte. Die Meinungen eines Menschen, die Ansichten, die Philosopiie, die Ideologie, was man liebt, ehrt und wertet, was man sich noch erhofft, was man noch wünscht und will, wovon man noch träumt, welches Sehnen und Suchen noch nich befriedigt ist, welcher Hunger und Durst des Lernens noch nicht erfüllt oder gestillt ist… das alles wurde bestimmt durch die Vergangenheit, die noch in einem vollkommen lebendig existiert….und auch oft noch haust, wütet, wühlt, waltet und rumort. Je älter man wird, je mehr kommt die Vergangenheit zurück ins die Gedächtnis und in das Bewußtsein…und bestimmt somit die Gegenwart!
    Gerhard A. Fürst…G1st@aol.com

    Lektionen des Lebens.

    Erst das Alter gewährt uns
    Weißheit destilliert aus Erfahrung,
    Gesasmmelt durch vielfältiger Fehler
    Reichhaltig an fruchtbarer Nahrung.

    Jeder weiß dies erst später,
    Denn nicht in der Jugend,
    War es so einfach und leicht
    Zu meistern die Tugend.

    Man gewinnt an Kenntniss
    Schritt um Schritt mit der Zeit,
    Aber das Wissen erwirbt nur
    Wer zum Lernen ist bereit.

    Es geht nicht nur bergauf,
    Oft rutscht man rasch wieder runter.
    Nur mit redlicher Müh’
    Bleibt man dabei mutig und munter.

    Nicht alles ist problemlos,
    Besonders für junge Leut,
    Auf ihrer langen Wanderung
    Von Gestern nach Heut.

    Sie erhoffen und erstreben
    Einen erfolgreichen Morgen,
    Und ersehnen sich ein Leben
    Ohn’all Kummer & Sorgen.

    Aber trotz aller Bestrebung
    Und mühsamem Suchen,
    Kann man nicht immer
    Sofortige Erfolge verbuchen.

    Wer äußerst hastig handelt,
    Oder mit allzu heftiger Manier,
    Endet erschöpft & geschunden
    Wie ein selbstgejagtes Tier.

    Wer gierig nach Befriedigung
    Liegt wartend auf der Lauer,
    Findet selten Erfüllung seiner Lust,
    Selbst nach langer Dürre & Dauer.

    Nicht sofort und von selbst,
    Nicht auf das erste Mal,
    Erfüllt sich jeder Wunsch,
    Oder erschließt sich das Ideal.

    Nicht jeglicher Saft,
    Gepresst aus reifen Reben,
    Wird zu süßem Wein,
    Und erleichtert das Leben.
    Nicht jegliches Vergnügen,
    Nicht jeder ersonnene Genuß,
    Führt zu persönlichem Glück,
    Und vertreibt allen Verdruß.

    Bemängelt wird zwar oft,
    Gefordert wird sehr viel,
    Aber wer gewillt ist zu lernen,
    Kommt mit Sicherheit ans Ziel.

    Nur mit Geduld, Hingabe,
    Energie, Fleiß und Kraft,
    Wird aus Träumen Wirklichkeit
    Erfolgreich geschafft.

    In hochtürmenden Wolken,
    Luftschlösser lassen sich leicht erbau’n,
    Aber nur als Bilder der Phantasie
    Sollte man solche Strukturen beschau’n.

    Suche nicht am Firmament
    In Hoffnung auf irdisches Glück,
    Sondern erbau’s Dir ganz bewußt
    Auf Erden, Stück um Stück.

    Man sagt zwar: Vom Himmel
    Fiel noch nie ein Meister.
    Solche werden es aber doch,
    Die bemüht sind zu bannen gute Geister.

    Sei also bereit zu tun
    Was wird fordernd gefragt,
    Somit bleibt auch Dir
    Der erhoffte Erfolg nicht versagt.

    Aber erst später im Alter,
    Wenn weit entfernt liegt die Jugend,
    Weiß man gewiß zu meistern
    Die Taten der Tugend.

    Wissen & Weißheit
    Reifen in uns aus Erfahrung,
    Gekräftigt und gestärkt durch
    Uns’rer Fehler sehr ergiebigen Nahrung.

    Gerhard Albert Fürst
    12. Oktober 2001

    Das Wirklich Wahre Ich?
    Wer in den Spiegel schaut,
    erkennt er sich,
    sieht er wen er sucht?
    Bereits durch Zeiten gezeichnet,
    etwas betagt, zwar noch wohlbedacht
    aber nicht mehr so wohl betucht?
    Sieht man wen man hier
    vermeintlich ganz genau
    und sogar selbstkritisch betrachtet?
    Sieht man sich wie man wirklich ist,
    oder läßt man so manches
    doch ein bißchen großzügig…
    und “versehentlich” unbeachtet?
    Die Wahrheit läßt sich hier
    sehr wohl erkennen,
    aber man will sie nicht immer unbedingt
    ganz genau beim Namen nennen.
    So maches nur ein Schein?
    Läßt man hier deshalb
    etwas bequem
    die wahre Wirklichkeit
    als unwirksam sein?
    Ist was oder wen man sieht
    nur Oberflächlichkeit,
    das rein äußere Ebenbild?
    Sieht man mit eigenen Augen
    nur was man so gerne
    in der Vorstellung sehen will?
    Wie aber sieht es aus,
    schaut man tief in sich hinein.
    Wie sieht es in Geist,
    Herz und Seele aus?
    Wer ist denn hier wirklich zuhaus?
    Wo ist das wahre Ich?
    Wo versteckt oder verhüllt es sich?
    Wo hält es sich verborgen?
    Wer bin ich denn in Wirklichkeit?
    Wird es sich nach intensivem Suchen
    endlich einmal zeigen?
    Bin ich im wahrsten Sinn der Worte
    wer ich meine zu sein?
    Ist mein wahres Ich
    wirklich mein eigen?
    Ist alles nur ein Rätselraten,
    ein Mysterium, ein sinnloses Forschen,
    vielleicht sogar eine Täuschung,
    Vermeintlichkeit, eine Illusion
    oder auch ein Trug?
    Wird man nach solch
    intensiver Inquisition
    auch wirklich klug?
    Die Frage bleibt offen.
    Vielleicht findet man in sich
    irgend wann einmal
    doch ein noch besseres Ich.
    Man kann auf jeden Fall
    zuversichtlich suchen
    und weiterhin hoffen!

    Gerhard A. Fürst
    1.3.2013

  16. April 25, 2014 um 11:05 pm

    Ja, sehr gut, und:

    * Gruppenarbeit und gemeinsame Projekte, gemeinsames Lernen
    * Respekt und gegenseitige Akzeptanz

    Lg
    Patrick

  17. April 25, 2014 um 11:04 pm
    • April 25, 2014 um 11:14 pm

      Danke Martin fürs In-die-Welt-Tragen!

      Nächste Woche, am 2. Mai, wird der erste Ankerpunkt (#4 Natur erleben und soziales Engagement fördern) für drei Pilotschulen Realität werden. Damit ist der erste Schritt von der Theorie in die Praxis vollzogen!

      • April 25, 2014 um 11:27 pm

        das zu hören, stimmt froh. Auf das es Beispiel macht. Sorgen wir dafür, dass es bekannt wird …

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