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von den unterschiedlichen Absichten der Foren-Trolle

Wolfgang wies mich auf einen Artikel hin, der sich mit dem Phänomen von Kommentaren beschäftigt, die Diskussion um ein Artikelthema zu zer/stören, befassts, wie wir es hier auf dem Blog auch immer wieder Mal erleben. Das Fazit der Autorin lautet:

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde, das Wesentliche am Umgang mit Trollen oder besser: den Bemühungen darum, die Diskussionskultur im Internet zu retten, ist nicht die Suche nach den Motiven von Trollen. Sondern für Blogbetreiberinnen und Forumsmoderatoren ist es aus meiner Sicht viel wichtiger, die Wirkungsweise von diskussionszerstörenden Mechanismen zu verstehen. Also zu wissen und sich klar zu machen, dass man bestimmte Diskussionsstile nicht zulassen sollte, weil sie einfach faktisch schädliche Auswirkungen haben (was auch wiederum nicht universal geregelt sein kann, es kommt eben auch immer auf das jeweilige Publikum an, das man anziehen oder abstoßen will).

Und dann wird man vielleicht leichter schädliche Kommentare löschen, also sozusagen aus guten Gründen und guten Gewissens – auch wenn man merkt, dass der Troll gar keine bösen Absichten hat. Aber auch ein ohne böse Absicht angerichteter Schaden ist halt eben ein Schaden.

Fundstelle: Trolle und ihre Absichten

Ich möchte das einfach Mal unkommentiert so stehen lassen, denn den Rest mag sich Jeder selbst vorstellen können.

Aus Liebe zur Freiheit

Gestern habe ich drüben in meinem Gottblog christliche Fundamentalisten mit Trollen verglichen, weil auch sie eine sinnvolle Diskussion unmöglich machen.

In der Kommentardiskussion wurde als Einwand gegen diesen Vergleich vorgebracht, dass religiöse Fundamentalisten meist keine böse Absicht haben, sondern ehrlich überzeugt sind, „im Namen des Herrn“ unterwegs zu sein. Die böse Absicht jedoch sei das wesentliche Charakteristikum von Trollen. Trollen ginge es nicht um die Sache, sondern sie würden Diskussion absichtlich stören bzw. hätten unlautere Motive wie Spaß am Stören, Suche nach Aufmerksamkeit, den Wunsch, Schaden anzurichten.

Mit dieser Definition von Trolltum bin ich nicht einverstanden. Natürlich will ich nicht bestreiten, dass es sicher auch Trolle gibt, die einfach Spaß daran haben, andere zu ärgern. Aber ich glaube, wenn wir das Phänomen in erster Linie unter diesem Gesichtspunkt betrachten, geht das am Kern der Sache vorbei. Denn für den Effekt, den ein Troll für den Diskussionsverlauf hat, ist es ganz egal, in welcher…

Ursprünglichen Post anzeigen 632 weitere Wörter

Kategorien:Erkenntnis, Gesellschaft Schlagwörter:
  1. April 14, 2014 um 2:21 pm

    Ich bekam gerade von einem, der sich selbst Forentroll bezeichnete, folgenden Kommentar:

    Das Problem mit den “Trollen” in deinem Forum ist, dass sie euren Grundkonsens über die Beschaffenheit der Welt stören. Dazu scheint bereits zu gehören, auf beleidigende (insb. antisemitische oder homophobe) Kommentare hinzuweisen.

    Es wäre schön, wenn rechts oben ein Hinweis stehen würde, dass Kommentare nur willkommen sind, wenn man die Mehrheit seiner Mitmenschen für dumm hält oder sie gleich völlig verachtet. Dies sozusagen als Baselineüberzeugung auf der man dann auch über Vogelgesang im Frühling ideologiebefreit und trefflich diskutieren kann. So könnte man sich auch die Zeit sparen auf Beiträge zu antworten.

    Menschen, die demokratische Werte herausfordern oder sich gar gegen sie stellen, müssen mit Gegenreaktionen rechnen. Auch im Internet. Auch in deinem Blog. Nur weil Du sie als Trolle verbannen/löschen kannst, werden Menschen, die deine Ansichten nicht mögen, einfach verschwinden.

    „Lieber“ Forentroll,

    wir geben Beiträge nicht frei, wenn sie unsere Nettikette verletzen:

    wir kommunizieren gewaltfrei, also wohlwollend, damit sich ein kreativer Dialog entwickeln kann.

    Anfeidungen und Dipharmierungen von Autoren und Kommentatoren sind nicht gewaltfrei und bleiben draußen.
    Und zu einem kreativen Dialog reicht es nicht aus zu sagen, dass wir etwas falsch ist. Wenn dazu keine ausführlichen Argumente, am besten mit weiterführenden Links kommen, also keinen Mehrwert bieten, werden auch diese Kommentare weiterhin draußen bleiben müssen.

    • April 14, 2014 um 5:28 pm

      Lieber Forentroll,

      Du schreibst:

      Du veranschaulichst mit deiner Antwort genau dass, was der Forentroll an deinem Blog kritisiert. Die Nettikette gilt nicht für jene, die eure Baselineüberzeugung teilen. Daran Kritik zu üben ist hier verboten bzw. wird als „Anfeindung und Diffamierung“ betrachtet.

      Beispiele für euren „wohlwollenden“ und „kreativen“ Dialog gefällig?

      Hier,
      hier,
      hier,
      hier,
      hier,
      oder hier.

      Nehmt eure Regeln selbst ernster, dann nehmen euch andere auch irgendwann ernst. Der Troll von heute wird dann vielleicht zum Gesprächsparter von morgen.

      Ich habe mir die Kommentare angeschaut und sehe in diesen Dialogförderung mit Engagement, OK, bei dem einen oder anderen hätte vielleicht ein Rüffel dabei sein dürfen.

      Ich sehe aber auch in der Art und Weise, wie akribisch Du hier unsere Artikel durchleuchtest, dass Du sicher ein Auftragsarbeiter bist. Wärst Du es nicht und wärst an einem Dialog interessiert, dann hättest Du Dir neben dieser Mühe auch eine ernsthaft beitragende gemacht.

      • Anna
        April 15, 2014 um 2:01 pm

        Ist es für dich so abwegig, dass es Menschen gibt, die aus purem gesellschaftlichem Engagement Dreckwerfern den Spiegel vorhalten? Die einen gehen gegen Nazis auf die Straße, andere engagieren sich gegen Umweltverschmutzung und wieder andere schreiben im Netz gegen Schwachsinn, Propaganda und Hetze an.

        Meinen Kommentar kannste löschen. Das musste ich aber mal loswerden.

        • April 15, 2014 um 2:20 pm

          Das Spiegelvorhalten aus gesellschaftlichem Engagement ist auch vielen Schreibern und Kommentierern hier im Blog ein Anliegen. Und wir sind auch in der Lage, selbst in einen vorgehaltenen Spiegel zu schauen, wenn es dabei allerdings nicht unter die Gürgellinie geht. Wir sehen aber keinen Spiegel, wenn eine Troll meint, dass wir Schwachsinn schreiben, ohne dabei Argumente zu bringen.

  2. Gerd Zimmermann
    April 14, 2014 um 2:30 pm

    Hallo zusammen

    Ich finde Trolle suess, erledigt doch jeder eine bestimmte Aufgabe. Ich moechte
    nicht im geschuetzten Bereich aufwachsen. Andere Meinungen zu akzeptieren
    ohne sie zertruemmern zu muessen um die eigene Meinung auf das Siegertreppchen
    Zu stellen ist Streitkultur. Was ist eine Suppe ohne Salz?

    Wenn der Teufel heute Abend vorbeikaeme, ich wuerde ihn zum Abendessen einladen.
    Ist der arme Kerl doch auch ein Wesen Gottes. Jede Kreatur und sei es der nervigste Troll,
    entspringt dem GESAMTBEWUSSTSEIN UND IST TEIL DES GANZEN.

    Habe ich das nicht schoen gesagt, lieber Troll.

    Gruss Gerd

  3. April 14, 2014 um 2:36 pm

    Wer oder was sind wir?

    Sind wir Menschen oder Trolle?
    Sind wir Tiere?
    Sind wir Fanatiker?
    Verhalten wir uns wie Tolle?
    Haben wir eigene Gedanken?
    Sind wir Sklaven?
    Liegen wir in Kerkern in Ketten?
    Sind wir wie Schafe, gelenkt, geleitet,
    gehütet, überwacht, geschoren, gezähmt
    eingezäunt, eingepfercht, eingeschränkt,
    von Hunden getrieben, in Herden gehalten,?
    Sind wir beängstigt, eingeschüchtert…?
    Sind wir bedroht, schockiert und ernüchtert…?
    Wurden wir gezwungen?
    Was hat man uns forciert eingetrichtert?
    Regiert uns der Verstand?
    Haben wir die Freiheit zu denken?
    Stehen wir unter Druck und Zwang?
    Werden wir manipuliert?
    Sind wir wie Roboter programmiert?
    Wir sind was und wen wir befolgen.
    Wir sind was wir tun und sagen.
    Ist es ehrbar…oder gibt es Grund zu klagen?
    Natürlich kann sich jeder eine Meinung bilden
    Und darf sie unbegrenzt äußern…
    Allerdings, die Art und Weise des Inhalts besagt…
    wie man dadurch erscheint…?
    Was man beabsichtigt und bezweckt…?
    Ob es akzeptabel ist…
    Ob es anzieht oder anbstößt…
    oder ob es sogar total abschreckt…?
    Jeder weiß was und wer man ist…
    Und jeder kann sich danach halten…
    Für mich aber gilt die Regel:
    Die Freiheit ist zwar nicht absolut
    und nicht total unbegrenzt,
    aber das freie Denken, die freie Entscheidung,
    die freie Meinungsäußerung,
    das freie Handeln und die Vernunft
    sollen , so weit als nur möglich,
    uneingeschränkt walten!

    Gerhard A. Fürst
    14.4.2014

  4. Gerd Zimmermann
    April 14, 2014 um 2:59 pm

    Aha, so ist das. Jeder hat seine Lieblingskneipe, die er sich selbst
    aussucht, stimmt. Wense hier alle Gras rauchen wuerden zur
    BEWUSSTSEINSERWEITERUNG, wuerde ich gehen.

    Martin, was habe ich fuer ein kindliches Gemuet. Bei Trollen entstand
    bei mir das Bild des kuscheligen kleinen Wesen, dass man nur kraulen
    will. Entweder bin ich ein Kind geblieben oder mir ist noch nichts schlimmes
    passiert. Beides. Ich kann mir auch unter Trauma nichts vorstellen.
    Ich hoffe da nichts verpasst zu haben.

    Ich glaube an das Gute im Menschen. Warum muss ein Moerder
    boese sein, kenne ich doch nicht sei Seelenleben.

    Urteilt nicht, damit ihr nicht verurteilt werdet.Urteilsfrei aus der Mitte
    zu beobachten, muss man lernen und der Mensch muss dazu in
    seiner Mitte ruhen, sich selbst liebend, nicht narzistisch.

    Das ist ein riesengrosses Problem, die Selbstliebe. Nur wenn ich mich
    selbst Liebe, bin ich bindungsfaehig. Wie will ich etwas lieben, wenn ich
    nicht weiss was Liebe ist. ( Mit Liebe ist nicht der Gehirnfasching einer
    neu eingegangenen Beziehung gemeint )

  5. federleichtes
    April 14, 2014 um 3:12 pm

    Lieber Martin

    Du schreibst mir, man müsse nicht alles kommentieren und könne Menschen gelassen mitwirken – lassen. Bravo, natürlich, wir setzen auf Toleranz und Vielfalt.

    Ich erinnere mich an meine Kinderzeit, drei Kinder in einer kleinen Sandkiste, sie spielen friedlich vor sich hin. Dann kommt der Vierte. Nach kurzer Zeit weinen drei Kinder und der Vierte sitzt zufrieden alleine in der Sandkiste. Dazu gibt es eine ausführlichere, noch weniger erbauliche Variante, bei der drei Kinder sich zanken, bestraft werden, während der Vierte bereits unterwegs zur nächsten „Sandkiste“ ist.

    Eigentlich wollte ich einen Beitrag zum Thema
    „Teile der Bildersprache: Das kollektive Unbewusste und die Archetypen“
    schreiben. Vielleicht schaust Du Dir den Verlauf des Themas mal in Ruhe an. Vielleicht wird Dir dann klarer, warum ich einige Zeit hier thematisch „zerstreut“ unterwegs war. Andere Kommentatoren, die an Themen interessiert und kompetent sind, machen das nicht – sie schreiben hier einfach nicht mehr.

    Der „Vierte“ ist ein weiterer Archetyp. Auch bekannt als „Unsichtbare Dritte Partei“.
    Er beschreibt die fehlende Verantwortung/Fähigkeit einer Gemeinschaft, für ihre Integrität sorgen zu können.
    Beispiel, wir fahren in Deinem Auto, und alle sagen, Martin allein ist für dessen Sicherheit verantwortlich – obwohl einer gesehen hat, dass ein Rad lose ist, und ein anderer da ist, der das in Ordnung bringen könnte.

    Die „Politik geistiger Unterwanderung“ ist so erfolgreich, weil das Problem noch nicht gelöst wurde, das uns seine Symptome (Roter Faden durch die Geschichte der Menschheit) beschreiben

    Ich persönlich habe mit diesem Geist direkt kein Problem; indirekt schon. Dass meine Fixierung auf dieses EINE Problem neurotisch ist, glaube ich eher nicht. Eben weil ich glaube, dass Leben das Problem klären MUSS und unsere Aufmerksamkeit immer wieder darauf richtet.

    Wer fragte noch mal nach Bewusstsein? Jedenfalls wird der ‚Geist des Vierten‘ alles unternehmen, um ein Bewusstsein über sein Wesen zu verhindern; auch diese Techniken sollten uns bekannt sein. Ihm gegenüber steht die Absicht, aus Teil-Kompetenzen EINE Gemeinschafts-Kompetenz zu bilden. Auch diese Absicht ist ein Archetyp, mal ein angenehmer, gell.

    Gruß
    Wolfgang

    • April 14, 2014 um 3:19 pm

      Es geht wohl um Gradwandern. Wann muss ein Thema geschützt werden? Vor wem? Und für wen? Helfen Anmerkungen, die nicht 100% zum Thema passen, oder lenken sie nur ab? Vergraulen sie andere? Lässt sich da was regulieren? Wann zum Schaden, wann zum Nutzen?

      • federleichtes
        April 14, 2014 um 4:22 pm

        Du meinst mit Gratwanderung den Einsatz von Kontrolle?

        Meinst Du die künstliche Kontrolle von etwas Natürlich-Fließendem?
        Oder gar die natürliche Kontrolle von etwas Künstlich-Blockierendem?

        Viele Menschen, das beschreibt Gerd in seiner Aufzählung menschlicher Be- bzw. Empfindlichkeiten gerade sehr gut, hat genau damit Probleme. Richtig zu entscheiden, wann er sich schützen muss und wann er sich schadet, wenn er sich „schützt“.

        Was Deine Themen betrifft, relativieren sich mir (für mich) Schaden und Nutzen. Was für den Einen Schaden, ist für den Anderen Nutzen, und am nächsten Tag geht’s gerade anders rum – aus Schaden wurde Nutzen und aus Nutzen entstand Schaden.
        Hättest Du immer darauf geachtet, welche Kommentare sich nur zu 50% am Thema orientieren, wäre Faszination Mensch nicht zu „unserem“ Blog geworden.

        Ich schildere Dir einen „Fall“. Ein Nachbar von Susanne, etwa Vierzig, offensichtlich „geistig“ behindert. Ich mag ihn, ich spreche mit ihm, immer wieder, obwohl er nicht in der Lage ist, dass, was ich spreche, zu reflektieren. Ich sage, schönes Wetter, er sagt Salatgurke. Sage ich blauer Himmel heute, sagt er grüne Salatgurke. Aha, über die Farben geht’s vielleicht.
        (Vor ein paar Tagen zeigte ich ihm auf dem Display der Kamera einen Vogel, den ich gerade fotografiert hatte – da war’s passiert: Helle Begeisterung, zwei sehr unterschiedliche Menschen, ein Thema „Herz und Seele“)

        Wenn Menschen Bewusstsein über die Dritte Partei haben könnten, hätten sie auch Kontrolle über diese Kraft.

        Gerhard schreibt:
        „Für mich aber gilt die Regel:
        Die Freiheit…das freie Denken…
        die freie Entscheidung,
        das freie Handeln
        und die Vernunft
        sollen unbegrenzt walten!“

        Und gestern Nacht lese ich Fromms Meinung, woran Freud scheiterte: An seinem Postulat der Vernunft.

        Für mich gilt Anderes:
        Solange die Dritte Kraft tätig ist, kann es weder freie Entscheidungen noch freies Handeln geben. Und solange die Erkenntnisse aus der Traumaforschung nicht praktikabel, pragmatisch nutzbar sind, bleibt das Gespenst des Bösen, das Ungeheurliche auch präsent.

        Die ganze Schönrederei lenkt die Einen vom Thema ab – und weist gleichzeitig die Anderen darauf hin. Leid-er ist es nur so, dass diese Schönredner und Verwässerer nicht verstehen wollen, wenn ihr Job erledigt ist – sie machen weiter, und weiter, und weiter und treiben es immer t(r)oller. Auch das ist ein Archetyp, der des Wahns, der, nicht auhören zu können. Du reichst ihnen die Hand, sie nehmen den Arm, du reichst ihnen den Arm, sie nehmen den Rumpf – und sie nehmen Alles, wenn Du sie lässt.

        Die Psychologie der Archetypen ist nicht so leicht zu verstehen.
        Hasselmann/Schmolke lieferten eine gute Arbeitsgrundlage, mehr aber nicht. Dass einige „Geister“ sehr aufmerksam, andere nervös werden, wenn an einer funda-mentalen Problematik gearbeitet wird, versteht sich von selber.

        Gruß
        Wolfgang

        • April 15, 2014 um 9:54 pm

          Du meinst mit Gratwanderung den Einsatz von Kontrolle?

          Meinst Du die künstliche Kontrolle von etwas Natürlich-Fließendem?
          Oder gar die natürliche Kontrolle von etwas Künstlich-Blockierendem?

          Mit Gratwanderung meinte ich, dass mit zu viel Kontrolle Begrenzung des Denkens erfolgt und wir den vorgehaltenen Spiegel verdunkeln. Zu wenig Kontrolle kann wie im Artikel beschrieben dazu führen, dass vom eigentlichen Thema zu weit abgelenkt wird. Aber auch das kann fruchtbar sein. Daher lasse ich gerne auch erst einmal laufen und schaue, was passiert.

          Es ist ein wenig wie manch eine japanische Kampftechnik, die nicht von vornherein abblockt sondern erst kommen lässt, und am Ende „sanft“ beseite lenkt.

          Wie Du selbst festgestellt hast, ohne genügend Freiraum im Gedankenraum hätten wir viele Puzzlestücke vermutlich nie gesehn.

          Viele Grüße an den genervten Bildverarbeiter, der uns am Ende doch immer wieder mit tollen Einblicken in unsere fließenden Naturkräfte belohnt,
          Martin

  6. Gerd Zimmermann
    April 14, 2014 um 3:29 pm

    Viele, viel zu viele Menschen sind einsam, vereinsamt, auf den Hund gekommen,
    verbittert, enttaeuscht, traumatisiert, psychosomatisch, verlassen, durch Liebes-
    entzug, hasserfuellt, rachsuechtig, notgeil, geldgeil, geltungsbeduerftig, ruecksichtslos,
    hemmungslos, blind vor Wut, angsterfuellt.

    Nun was bauen wir uns aus diesen Zustaenden, wenn wir zur Selbstliebe nicht faehig sind?

    EIN RIESSIGES PAL- FELD. Ein Problem Anderer Leute Feld. Weil, Schuld sind immer
    die ANDEREN.

    Diejenigen, die in der Lage sind, dieses Feld fuer sich aufzuloesen, wechseln automatisch
    schon mal die Seiten. Irgendwie koennte man das auch aufraeumen oder Ordnung
    schaffen nennen. Auf jedenfall ( nicht der Fall )Gelassenheit

  7. Gerd Zimmermann
    April 14, 2014 um 6:10 pm

    Der Oedipuskomplex, von vorn herein festzulegen das du einen Komplex
    hast, Jung wusste schon warum er sich trennte. Sterben soll der Patient
    nicht, aber um Gottes Willen gesund sein auch nicht.

    Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz, hier Block genannt. Ich Traemer
    dachte das ist ein menschliches Grundbeduerfnis.

    Nun dann sage ich mal allen Mitwirkenden ein Dankeschoen fuer die
    angenehme Atmosphaere. Es macht Spass mit Euch herumzugeistern.

    Irgendwie habe ich mich aus der Realitaet weitestgehend verabschiedet
    und dem natuerlichen zugewandt. Natuerlich muss ich esses und trinken
    ( obwohl das ein Trugschluss ist, Thor kam auch schon mal ohne Sauer-
    stoff aus ) ohne ein Oeko-Freak zu sein. Aber dem Konsumterror kann ich
    mich schon entwinden. Werbung studieren und dann zuschlagen. Wer gewinnt?
    Immer der kleine Mann. Trifft ein armer Mann einen reichen Mann und spricht,
    du waerst nicht reich, wenn ich nicht arm waer.

    Toll, toller, am trollsten. Was man nicht alles lernen muss im Buddelkasten des
    Lebens.

    Siehste, deshalb haben die frueher ein Schild rausgehangen, NUR FUER WEISE

    Haetten doch die ANDEREN ein Scild rausgehalten , NUR FUER FARBIGE

    Ueberlegt mal wie einsam unsere Kinder sind. Videospiel statt Waldspaziergang.

    Lieber Gott mach schnell, um wenigstens einige zu retten. Nehme uns das Geld
    weg. Bitte, bitte.

    LG Gerd

    • April 14, 2014 um 6:20 pm

      Hi Gerd,

      Wolfgang hat mit dem Bild der Kinder im Sandkasten ganz gut dargestellt, was passiert, wenn man einfach geschehen lässt. Es gibt ein Maß des Erträglichen. Wenn die Einwohner Amerikas gewusst hätten, mit welcher Intention die Besucher kamen, hätte sie sie nicht besser auch draußen gelassen?
      LG Martin

  8. Gerd Zimmermann
    April 14, 2014 um 7:33 pm

    Hallo Martin

    ich ueberlege auch, der Buddelkasten ist wirklich ein gutes Instrument um diese
    Sache zu eroerten. Spielen drei Kinder friedlich. Bei drei ist meist einer zuviel. Weil
    zwei sind im Gleichgewicht. Kommt das Alpha vierte Kind. Warum signalisieren nicht
    drei bis hierher und dann STOP.Woher bezieht das vierte Kind, die psychische
    Energie zu dominieren ohne kaempfen zu muessen. Urinstinkte? T(r)olle Hunde
    bellen und beissen, wenn sie ordentlich eins auf die Nase bekommen, das macht
    sehr weh kommen sie nicht wieder, zumindest nicht als Alpha. WARUM das so
    ist kann wahrscheinlich nur mit der Dualitaet beantwortet werden.

    LG Gerd

  9. chattison
    April 15, 2014 um 5:58 pm

    Ein Foren-Troll outet sich immer dadurch, dass er
    a) sich darauf beschränkt andere zu desavouieren, zu diskreditieren
    b) dabei Alternativangebote vermissen lässt und
    c) keinerlei quellensichere Belege für seine Antithese liefern mag.

    Ich finde ein Forentroll ist ein ausgesprochen „nützlicher Idiot“:
    Er dient in seinem Auftauchen als Beleg dafür, dass es in die Richtung einer Wahrheit geht, die besser unausgesprochen bliebe (nach Auffassung des Trolls bzw. seiner Auftraggeber).
    Trolle sind wie die Wespen, die ausschwärmen, sobald jemand ihrem verborgenen Nest zu nahe tritt.

    Er spiegelt die Auffassung, „Argumentation“ und Desinformationsnotwendigkeit der „Gegenseite“ schön wieder und erlaubt dadurch Rückschlüsse auf deren Verwundbarkeit und mit zunehmendem Aufwand/Präsenz etc.auch bezüglich der Belegdefizite in der jeweilig strittigen Angelegenheit, was wiederum eine indirekte Bestätigung einer grundlegenden Richtigkeit des Bestrittenen quasi „beurkundet“.

    Der gemeine Forentroll (die häufigste Variante) ist lediglich ein Veunsicherer für Dritte.
    Der gehobene Forentroll (eher selten) ist ein geübter Desinformant, zu dessen Erledigung eine umfangreichere Gegenrecherche u.ä. gehört.
    Der professionelle Forentroll ist meist vom Fach (äußerst rar) und ermüdet bei aufgenommenem Diskurs durch endlose Beleg-Antibeleg-Schleifen und durch künstliche Steigerung der Komplexität, infolge derer die meisten in die Zusammenhanglosigkeit und Widersprüchlichkeit eigener Aussagen getrieben werden (von daher: „don´t feed the troll“).

    Vielleicht sollte mal ab und an daran erinnert werden, dass virtuelle Diskussionen aus der Anonymität grundsätzlich keinerlei Beweiskraft haben und der Sinn eher darin besteht ein Stimmungsbild zum Thema zu gewinnen und aus den Aussagen Einzelner hie und da Impulse zur Eigenrecherche aufgreifen zu können – oder eben auch nicht.

    Man kann niemanden überzeugen – man kann ihn lediglich dazu auffordern, sich selbst zu überzeugen.

    Und spätestens an diesem Punkt wird jeder Troll sich offenbaren müssen, da er sich, um seiner Rolle gerecht zu werden, solchen Impulsen explizit verweigern muss und dies auch entsprechend in seiner Form des keinen Widerspruch gelten lassenden Auftretens und der Fokussierung auf die beleglose Diskreditierung anderer dokumentiert.

    • April 15, 2014 um 6:12 pm

      Sehr treffend zusammengefasst, vor allem hinsichtlich des Symptomgehalts von Trollen und ähnlichen Spielarten.

      Sehr interessant in diesem Zusammenhang sind auch die IP-Adressen und Namen von derartigen Spielfiguren 🙂 … vor allem, wenn man sie mal über längere Zeiträume miteinander vergleicht …

      Gruß Guido

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