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Wie das Konzept von Geld und Demokratie in die Welt kam …

Lohnarbeit ist die Fortsetzung der Sklaverei mit anderen Mitteln
Gerald Dunkl (*1959), österreichischer Psychologe und Aphoristiker

… jedenfalls könnte es sich so ähnlich abgespielt haben, wenn wir uns die letzten Krisenjahre anschauen, und es diese Geschichte wiederspiegelt:

Vom Hohepriester Kratie

Langsam gingen die Sklaven hintereinander her; jeder von ihnen trug einen geschliffenen Stein. Vier solcher Reihen, jede anderthalb Kilometer lang – von den Steinpolierern bis zu der Stelle, wo die Festungsstadt gebaut wurde – wurden von Wächtern streng behütet. Auf zehn Sklaven kam ein Wächter. Auf der Seite der Sklaven saß auf einem dreißig Meter hohen, aus geschliffenen Steinen errichteten Hügel der Hohepriester Kratie. Vier Monate lang hatte er schweigend das Geschehen beobachtet. Niemand störte ihn, niemand wagte auch nur, seine Gedanken durch einen Blick zu unterbrechen. Für die Sklaven und die Wächter war der künstliche Hügel ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Landschaft. Und dem Menschen, der da oben mal reglos auf seinem Thron saß und mal auf der Gipfelplattform des Hügels umherging, schenkte schon niemand mehr Beachtung.

Bau der Pyramide – Darstellung auf dem Grab des Djehoutihetep (Foto wikicommons)

Kratie hatte die Aufgabe übernommen, den Staat umzugestalten, um die Macht der Priester über die Menschen dieser Erde auf Jahrtausende hinaus zu festigen und sie alle, einschließlich der so genannten Herrscher, zu Sklaven der Priester zu machen.

***

Einmal stieg Kratie nach unten und ließ seinen Doppelgänger auf dem Thron Platz nehmen. Der Hohepriester selbst wechselte seine Kleidung und nahm seine Perücke ab. Dem Oberwächter befahl er, ihn wie einen gewöhnlichen Sklaven in Ketten legen zu lassen und ihn in die Sklaven einzureihen, hinter einem jungen, kräftigen Burschen namens Nard. Kratie hatte den Sklaven ins Gesicht geschaut, und ihm war aufgefallen, dass Nard einen forschenden, wertenden Blick hatte, nicht einen ruhelosen oder abgestumpften Blick wie die meisten anderen. Nards Gesicht machte mal einen nachdenklichen, konzentrierten Eindruck, dann wieder sah er erregt aus. „Das bedeutet, er denkt über einen Plan nach“, hatte der Hohepriester überlegt und wollte sich nun davon überzeugen, inwieweit er mit seiner Beobachtung Recht hatte.

Zwei Tage lang ging Kratie Steine schleppend hinter Nard her, saß während des Essens neben ihm und schlief neben ihm auf der Pritsche. In der dritten Nacht dann, als gerade das Kommando zum Schlafen gegeben worden war, drehte er sich zu dem jungen Sklaven um und flüsterte verbittert vor sich hin: ‘Soll es denn das ganze Leben so weitergehen?’ Der Priester sah, dass der junge Sklave aufzuckte und ihm sogleich sein Gesicht zuwandte. Die Augen des Sklaven glänzten, ja funkelten im trüben Fackellicht der großen Baracke.

‘Es wird nicht mehr lange dauern. Ich habe einen Plan. Und du, Alter, kannst mitmachen, wenn du magst’, flüsterte ihm der junge Sklave zu. ‘Was für einen Plan?’, fragte der Priester scheinbar gleichgültig und mit einem Seufzer.

‘Du und ich, wir beide werden schon bald frei sein. Überleg mal, auf zehn Sklaven kommt jeweils ein Wächter. Ebenso gibt es einen Wächter für fünfzehn Sklavinnen, die kochen und nähen. Wenn wir uns zu einem abgemachten Zeitpunkt alle gemeinsam auf die Wächter stürzen, können wir sie überwältigen. Sie sind zwar bewaffnet, aber wir haben unsere eisernen Ketten. Wir können sie wie eine Waffe einsetzen und uns damit ihrer Schwertstreiche erwehren. Wir werden alle Wächter entwaffnen, sie fesseln und ihnen die Waffen abnehmen.

‘Ach’, seufzte Kratie teilnahmslos, ‘ich glaube, dein Plan ist nicht sehr gut durchdacht. Mag sein, dass wir die Wächter überwältigen können, aber der Herrscher wird schon bald neue Wächter schicken, vielleicht sogar eine ganze Armee, und die werden den Sklavenaufstand blutig niederschlagen.

‘Daran habe ich auch gedacht, Alter. Wir müssen einen Zeitpunkt wählen, wenn die Armee nicht da ist. Und bis dahin ist es nicht mehr lang. Wie wir sehen, bereitet sich die Armee auf einen langen Marsch vor. Sie haben Proviant für drei Monate Marschzeit herbeigebracht. In etwa drei Monaten werden sie zur geplanten Stelle kommen und eine Schlacht schlagen. In der Schlacht werden sie viele Männer verlieren, aber sie werden siegen und viele neue Sklaven mitbringen. Schon jetzt werden Baracken für ihre Unterbringung gebaut. Wir sollten die Wächter entwaffnen, sobald die Armee unseres Herrschers mit der anderen Armee in den Kampf verwickelt ist. Die Boten werden einen Monat brauchen, um die Kunde vom Aufstand und den Befehl zur sofortigenR Rückkehr zu überbringen. Die geschwächte Armee wird mindestens noch einmal drei Monate bis hierher unterwegs sein. Wir werden also vier Monate Zeit haben , uns für die Begegnung mit ihnen zu rüsten. Zahlenmäßig werden wir den Soldaten nicht unterlegen sein, denn die neuen Sklaven werden sich auf unsere Seite schlagen, wenn sie sehen, was geschehen ist. Nein, nein, Alter, ich habe schon alles gut durchdacht.

‘In Ordnung, junger Mann, angenommen, dein Plan funktioniert und es gelingt dir, die Wächter zu entwaffnen und die Armee zu bezwingen’, sagte der Alte schon etwas munterer, ‘aber was werden die Sklaven dann machen, und was soll mit dem Herrscherhaus, mit den Wächtern und den Soldaten geschehen?’ ‘Mit dieser Frage habe ich mich noch nicht so sehr beschäftigt, aber bis jetzt habe ich folgende Idee: Wer heute ein Sklave ist, soll dann kein Sklave mehr sein – und umgekehrt’, überlegte Nard laut, wenngleich er davon nicht völlig überzeugt zu sein schien.

‘Und was soll mit den Priestern geschehen? Sag, sollen sie nach deinem Plan Sklaven sein oder nicht?’ ‘Die Priester? An die habe ich gar nicht gedacht! Aber ich nehme mal an, sie sollen ruhig bleiben, was sie sind. Sowohl die Herrschenden als auch die Sklaven gehorchen ihnen. Es ist nicht immer leicht, sie zu verstehen, aber ich halte sie für unschädlich. Sollen sie ruhig weiter von den Göttern erzählen! Was aber unser Leben betrifft, so haben wir ihren Rat nicht nötig.

‘Haben wir ihren Rat nicht nötig … soso, na gut’, antwortete der Hohepriester, gähnte laut und drehte sich auf die Seite. In dieser Nacht konnte Kratie jedoch nicht schlafen. Er dachte nach. ‘Das Einfachste wäre natürlich’, so überlegte er, ‘den Herrscher über das Gespräch zu unterrichten und den Jungen Sklaven festzunehmen. Das wird das Problem aber nicht lösen. Die Sklaven werden immer den Wunsch nach Freiheit haben. Es wird neue Anführer geben, die neue Pläne entwickeln, und somit wird die Hauptgefahr für den Staat immer im Staate selbst wohnen.

Kratie war mit der Aufgabe betraut worden, einen Plan zur Knechtung der ganzen Welt zu erdenken. Und er erkannte: Mit physischer Gewalt allein war das Ziel nicht zu erreichen. jeder Mensch und jedes Volk musste psychologisch beeinflusst werden. Der Mensch musste in seinem Bewusstsein umgepolt werden, sodass er dachte: Die Sklaverei ist der höchste Segen. Es musste ein Programm her, um das Wissen aller Völker und ihre Orientierung in Raum und Zeit gründlich zu verwirren – vor allem aber ihre Wahrnehmung der Realität. Kraties Verstand arbeitete immer schneller. Allmählich schwand ihm die Wahrnehmung seines Körpers und damit auch der Ketten an seinen Händen und Füßen. Und auf einmal hatte er einen Geistesblitz. Das Programm, nach dem er suchte, manifestierte sich vor seinen Augen – noch etwas verschwommen, aber doch deutlich spürbar in seiner atemberaubenden Größe. Kratie sah sich als Alleinherrscher der ganzen Welt.

Der Priester lag auf seiner Pritsche, gefesselt an eiserne Ketten, doch in Gedanken war er ganz woanders: ‘Morgen früh, wenn alle zur Arbeit geführt werden, werde ich dem Leiter des Wachtrupps das verabredete Zeichen geben, und er wird mich aus dem Sklavenzug wegführen und mir die Ketten abnehmen lassen. Dann werde ich mein Programm ausarbeiten, ein paar Worte sprechen … und der Wandel der Welt wird seinen Lauf nehmen. Unglaublich! Nur ein paar Worte, und die ganze Welt wird sich meinem Plan unterwerfen. Tatsächlich Gott gab dem Menschen die Kraft des Geistes, und im ganzen Universum gibt es keine Kraft, die ihr gleichkommt. Durch diese Kraft werden Worte geschaffen, die wiederum das Rad der Geschichte verändern können.

Eine sehr günstige Gelegenheit, die sich mir da bietet: Die Sklaven planen einen Aufstand – durchaus kein unrealistischer Plan. Ich würde sogar sagen, dieser Plan könnte ihnen recht gute Zwischenergebnisse bescheren. Aber nur ein paar Worte von mir, und ich werde nicht nur die Sklaven selbst, sondern auch ihre Nachkommen und sogar die Herrscher der Sklaven auf Jahrtausende hinaus in die Knie zwingen.

Am nächsten Morgen nahm der Leiter der Wache Kratie auf dessen Zeichen hin die Ketten ab. Und bereits am folgenden Tag waren die anderen fünf Hohepriester und der Pharao auf die Beobachtungsplattform Kraties eingeladen. Vor dieser Versammlung begann Kratie seine Rede:

‘Was ihr jetzt von mir hören werdet, soll von niemandem aufgezeichnet oder weitererzählt werden. Um uns gibt es keine Wände, und niemand außer euch wird unser Gespräch mithören. Ich habe einen Plan erdacht, um alle Menschen auf Erden zu Sklaven des Pharaos zu machen. Dieses Ziel ist nicht einmal mit sehr großen Armeen und ausgiebigen Kriegen zu erreichen. Ich jedoch werde dies mit nur wenigen Worten erreichen. Lasst nur zwei Tage verstreichen, und ihr werdet euch mit eigenen Augen überzeugen können, wie die Welt sich zu verändern beginnt. Seht dort unten die Sklaven: In langen Reihen schleppen sie Steine. Sie werden von vielen Soldaten bewacht. Wir haben immer gedacht: je mehr Sklaven, desto besser für den Staat. Doch je mehr Sklaven es gibt, desto mehr muss man sich vor einem Aufruhr fürchten. Was tun wir? Wir verstärken die Bewachung. Wir sind gezwungen, sie gut zu ernähren, sonst können sie die schwere körperliche Arbeit nicht leisten. Dennoch sind sie faul und neigen zur Rebellion. Seht, wie langsam sie sich bewegen, doch diese unfähigen Wachen peitschen nicht einmal die gesunden, starken Sklaven. – Aber sie werden sich viel schneller bewegen. Und Wächter werden wir gar nicht mehr brauchen. Wir werden sie ebenfalls zu Sklaven machen. Glaubt mir, das ist zu schaffen. Noch heute vor Sonnenuntergang sollen die Herolde eine Verordnung des Pharaos verlesen, in der es heißt:

Mit Anbruch des morgigen Tages soll allen Sklaven volle Freiheit gewährt werden. Für jeden Stein, den ein freier Bürger in die Stadt liefert, soll er eine Münze bekommen. Die Münzen kann er tauschen gegen Nahrung, Kleidung, eine Behausung, einen Palast in der Stadt oder sogar eine eigene Stadt. Von nun an sei ihr alle freie Bürger!

Nachdem die Hohepriester sich die Worte Kraties durch den Kopf hatten gehen lassen, meinte der Älteste von ihnen: ‘Du bist ein Dämon, Kratie. Die von dir beabsichtigte Dämonie wird viele Völker beherrschen.’ ‘Wenn ich ein Dämon bin, dann sollen in Zukunft die Menschen meine Idee Demokratie nennen.

* * *

Die Verordnung wurde bei Sonnenuntergang den Sklaven vorgelesen. Diese waren so erstaunt, dass sie aus lauter Vorfreude auf ihr neues, glückliches Leben nicht einschlafen konnten. Am Morgen des nächsten Tages stiegen die Hohepriester und der Pharao erneut auf die Plattform des künstlich angelegten Hügels. Das Bild, das sich ihren Blicken bot, verblüffte sie vollends.

Tausende von Menschen, die ehemaligen Sklaven, schleppten unermüdlich und voll Tatendrang die gleichen Steine wie zuvor. Sie schwitzten, und einige trugen sogar zwei Steine. Andere, die nur einen Stein trugen, liefen so schnell, dass sie dabei Staub aufwirbelten. Auch einige Wachsoldaten schleppten jetzt Steine. Die Menschen, die sich nun für frei hielten, da man ihnen ja die Ketten abgenommen hatte, waren bestrebt, möglichst viele der heiß begehrten Münzen zu verdienen, um sich eine glückliche Zukunft aufbauen zu können.

Kratie verbrachte noch einige Monate auf seinem Thron und sah mit Befriedigung dem regen Treiben am Fuße seines Hügels zu. Die Veränderungen waren umwerfend. Ein Teil der Sklaven hatte sich zu kleinen Gruppen zusammengeschlossen. Sie hatten Karren gebaut, auf die sie die Steine aufluden und die sie unter großer Anstrengung vorwärts stießen.

‘Sieh an, wie erfinderisch sie sind!’, dachte Kratie zufrieden. ‘jetzt gibt es schon erste Dienstleistungen: Wasserträger und Essensverkäufer. Einige Sklaven wollen keine Zeit für den Weg zur Baracke verschwenden, um dort etwas zu essen, und so zahlen sie andere dafür, ihnen Erfrischungen und  Nahrung zu bringen. Und siehe da, Ärzte gibt es auch! Sie behandeln Steinträger, die Hilfe benötigen, während der Arbeit und werden dafür mit Münzen bezahlt. Auch haben sie jemanden dazu eingesetzt, den Verkehr zu regeln. Bald werden sie sicher auch Vorgesetzte und einen Richter wählen. Sollen sie nur! Sie halten sich für frei, aber im Grunde hat sich nichts geändert. Sie schleppen weiter Steine … wie früher.‘

So laufen sie nun schon seit Jahrtausenden durch den Staub und schleppen im Schweiße ihres Angesichts die schweren Steine. Und die heutigen Nachkommen dieser Sklaven machen es ihnen munter nach …“

…………………..

Aus: „Anastasia-NEUE Zivilisation“ von Wladimir Megre, Verlag Die Silberschnur GmbH,www.silberschnur.de

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  1. chattison
    April 5, 2014 um 10:07 am

    Das Geheimnis der Herrschaft lautet Abhängigkeit (durch Angst und/oder Zwang).

    Nimm den Menschen ihre angeborene Fähigkeit zur Selbstbestimmtheit und Du hast einen Sklaven.
    Schüre ihre Ängste und drohe zusätzlich mit mehr oder weniger gut verhohlenem Zwang und Du hast folgsame Küken, die immer schnell unter die Staatsfittiche schlüpfen.
    Dass die vermeintliche Glucke nur ein gut getarnter Legebatteriebesitzer ist – tja, darauf zu kommen haben die Legehennen keine Zeit, denn sie müssen sich ihren halben Quadratmeter im Käfig erkämpfen, dazu aufeinander einhacken und auch am Futtertrog rangeln, das erschöpft und man hat schon beobachtet, dass Legehennen, die zuwenig oder keine Eier legen, vor den Augen der anderen geköpft wurden.
    Das motiviert zum Leistungsstress.

    Autarkie der Menschen ist die einzige Antwort, die die Herrscher fürchten müssen – sonst nichts.
    Man kann es nicht oft genug betonen:
    „Freiheit“ bedeutet ausschließlich die Freiheit von Angst und Zwang in einem selbst!
    Das hat überhaupt nichts mit politischen oder wirtschaftlichen oder sozialen Systemen zu tun – das ist eines jeden ureigenste Wesensaufgabe – eben dieses nicht aufzugeben und für Talmi (Geld, Streicheleinheiten mit der Paragraphenknute, „gesellschaftliche Anerkennung“ oder „Rente“ etc.) zu verschleudern.

    Die Selbstbestimmung heisst, die eigene Stimme für das eigene Selbst zu erheben und nicht, sie an verludert-eitle Schwätzer zu vergeben, indem man diese wählt und damit seine Stimme für sich abgibt für diese, auf dass sie für uns und unsere Selbste wiederum die Stimme erheben – wie blöd ist das eigentlich???

    Jeder kann nur für sich selbst sprechen.
    Diesen Mythos vom vorgeblichen Vertreter vieler Selbste teile ich nicht, denn keiner kann für mehr als sich die Stimme erheben, einsetzen.

    Die eigene Stimme dient der Stimmigkeit, bzw. deren Ermöglichung im Wechselwirken mit anderen.
    Das bedeutet aber, dass der Fisch ein Fisch, der Vogel ein Vogel und der Hase ein Hase bleibt und nicht diese in einem „Demokratisierungsprozess“ alle zu einem FiVoHa verwurstet werden, damit allen „Recht getan“ sei.
    Recht getan heißt für mich: Fisch, Vogel und Hase bleiben was sie sind, sein müssen, aber sie finden einen Weg, dies aufeinander so abzustimmen (sic!), dass jeder zu seinem Wesensrecht kommen kann, ohne zum FiVoHa mutieren zu müssen.

    Demokratie und Sozialisierung sehen das Beschreiten eigener Wege nicht nur nicht vor, es ist strafbar zu sein, der man wesensgemäß sein sollte.
    Anstatt also jedem beizubringen, wie er mit der Vielfalt umzugehen hat, damit keiner Schaden daran nehme, werden alle in eine Richtung, zum Gleichschritt und zum selben Erbauungslied gezwungen – natürlich nur „zum eigenen Besten“ und „zum Wohle der Gemeinschaft“.

    Man kann sich schon fragen, wie es die Natur über all die Myriaden Jahre geschafft hat, soviele verschiedene Wesen nicht nur hervor, sondern auch unter einen Hut zu bringen, ohne dass es Dauerkongresse, Hinterzimmerdiplomatie und permanente Wahlschlachten gibt.
    Der Mythos, dass die „Zivilisation“ uns von der „Härte“ der Natur befreit habe, ist genau das.
    Entweder läuft dieselbe Unerbittlichkeit wie in der Natur auch in der „Zivilisation“ ab, vielleicht etwas moderner gekleidet und technischer kaschiert oder die Natur ist das bessere Modell, denn dort funktionieren Symbiose, Synergie, Sympathie (im Sinne von Mitempfinden zur Abstimmung aufeinander) beweisbar besser als in der „Zivilisation“.

    Das, was sich dort als „sozial/e Dienste“ maskiert, ist lediglich das Placebopflaster für die Wunde der Autotomie (der Selbstbeschneidung).
    Autarke Menschen benötigen diese staatlich subventionierten Tranquilizer-Systeme nämlich nicht.
    Autarke Menschen wissen nämlich, dass Symbiose, Synergie, Sympathie die Säulen ihrer Autarkie sind!
    Und von daher wird es einem unter solchen Mitmenschen an nichts mangeln.

    Nicht umsonst reden alle Politiker vom „Stimmenfang“ – hallo?
    Klingelt´s?
    Deshalb hassen, verachten und verfolgen die „Stimmenfänger“ die Autarkie, denn solange noch einer die Stimme für sich selbst erheben kann, könnte er Resonanz bei anderen auslösen, so wie ein Buckelwal alle anderen in Hörweite zur Antwort aufruft und diese dem entsprechen und so zueinander finden können.

    Die Demokratie ist nichts anderes als ein völkischer Schallschlucker, so dass die Menschen einander nicht mehr hören können/sollen.
    So schauts aus.

    PS:
    Für die Ausbildung von Mit-Menschen (Sym-biose, Syn-ergie, Sym-pathie) schlage ich die Namensfindung „Synanthropie“ vor.

    • federleichtes
      April 5, 2014 um 1:18 pm

      Und nu, Mr. Chattison?

      Synathropie ist ein wunderbarer Begriff. Ich schildere mal meine aktuelle Wahrnehmung darüber – so eine Art Lernstandserhebung.

      Autarkie. Ein Mensch hatte beschlossen, nicht mehr im sklavischen Arschgeigenkonzert mitzuspielen und sich – folgerichtig – von den schrägen Tönen des Arschgeigenorchesters entfernt. Seine Ausgliederung hatte er, da lautlos vollzogen, weniger bemerkt als die Arschgeigen. Die sagten, der Arsch hält sich wohl für etwas Besseres, für einen Menschen erster Wahl und uns für Menschen zweiter Wahl. Über seinen Irrtum braucht er eine Belehrung, ist ja wohl klar: Wir sind die Masse, und der Dirigent hat, pardon, die Macht der Masse IST das Recht.

      Ob ich will, oder nicht:
      Es gibt eine Klassengesellschaft, Weil es einen Arschgeigenorchesterdirigenten gibt. Er bekam den Namen „Terror“. Und Menschen, die Terror (jede Form von Unterwerfung/Herrschaft) zu spüren bekamen, sind dank belebter Terror-Muster potenziell immer in der Lage, selber zu terrorisieren – den Ausweg aus ihrer Ohnmacht zu beschreiten.

      Nein, sie üben nicht Terror aus gegen das, was sie terrorisiert – sie reichen ihn an das Schwächere nach „unten“ durch. Und schwächer erscheint ihnen auch das Autarke, logisch, weil es nicht in die Sicherheit der Gemeinschaft der Arschgeigen eingebunden ist. Somit entstand (automatisch) ein Schlachtfeld, auf dem sich die Macht des Autarken den Angriffen des „Alleine-nicht-Überlebensfähigen“ ausgesetzt sieht.

      Gestern Abend erlebte ich auf dem Opablog sehr direkt Meinungs-Terror – nicht etwa überraschend, weil ich natürlich wusste, was von einem überzeugten (unbelehrbar = wahnhaft?) Kommunisten zu erwarten habe. Der vielleicht das Terrorisieren in einer politischen Kaderschule erlernte und sich mit Gehirnwäsche bestens auskennt, jedenfalls insoweit es ihn nicht selber betrifft. Kommunisten sind die besseren Faschisten? Egal, auf seinem Blog bleibt KenFM ein Held, und meine beiden letzten kritischen Beiträge (zur Aufwiegelei) verschwanden.

      Fragen wir uns: Ist der Geist des Faschismus ein Ausgeburt der „Hölle“ – und die Demokratie eine seiner Bemäntelungen?
      Synathropie sollte uns dann lehren können, das Gleiche in Verschiedenheiten zu erkennen und zu würdigen und zu nutzen?
      Und das im System einer Dämonkratie?

      Na gut, machen wir also einfach weiter.

      Gruß
      Wolfgang

      • Charlie
        März 22, 2016 um 7:19 am

        Was ist denn synathropie ? Meinst du synanthropie?

  2. April 5, 2014 um 12:10 pm

    Gerade noch auf Facebook von Se Kim dazu erhalten :

    Einst im alten Ägypten. Einige Männer sassen ums Lagerfeuer. Einer sagte plötzlich:

    ‚Wir werden die Welt beherrschen!‘

    ‚Ho ho, wie willst du das erreichen? So eine grosse Armee gibt es gar nicht.‘

    ‚Wir machen, dass sie die Verantwortung abgeben!‘

    ‚Wer wird denn die Verantwortung abgeben? Jeder passt für sich selber auf… ich glaube nicht, dass sich jemand dazu zwingen lässt… ‚

    ‚Wir machen, dass sie die Verantwortung *freiwillig* abgeben! Dann geht alles von selbst!‘

    ‚Das geht nicht. Du kannst niemand anders beherrschen, schon gar nicht die ganze Welt!‘

    ‚Es werden alle ihre Verantwortung abgeben, freiwillig, warum? Weil wir sie in eine Hierarchie versetzen!‘

    ‚Hierarchie? Blödsinn! Es gibt gar keine Hierarchie. Jeder ist gleich viel wert.‘

    ‚Klar, das ist so. Aber sie werden eine Hierarchie wollen!‘

    ‚Jetzt hör aber auf. Sie wollen die Hierarchie? Das heisst, sie ordnen sich jemandem unter, damit sie über jemand anderem stehen?‘

    ‚Ja. Wir vernebeln ihre Sinne, und dann verlocken wir sie dazu: Mit Chefpöstchen, 8-Zylinder-Autos, gesellschaftlichem Status. Denn dazu braucht es was? Hierarchie!

    Sobald sie das Gefühl haben, sie brauchen das, und sich in die Hierarchie einfügen, beherrschen wir sie. Denn jemand muss ja an der Spitze stehen, nicht? Die ganze Welt fügt sich in die Hierarchie, und wir stehen an der Spitze.

    Wenn alle ihre Eigenverantwortung abgegeben haben, dann dürfen sie unseren Gesetzen gehorchen, Steuern zahlen, zu Wahlen gehen… und uns gehorchen. Natürlich braucht das etwas Zeit. Aber wenn wir über Generationen zusammenarbeiten…

    Du wirst sehen, es klappt!‘

    Und so kam es dann.

  3. chattison
    April 5, 2014 um 3:54 pm

    Autarkie bedeutet unter gar keinen Umständen Wehrlosigkeit.
    Es ist auch keineswegs ausgeschlossen, so man denn möchte, dass man dem Arschgeigenorchesterdirigent sein Stöckchen nicht ganz woanders reinschiebt.

    Natürlich gibt es eine Klassengesellschaft – na und?
    Die wird solange bestehen bleiben, wie es Wartelisten für die Mitgliedschaft in diesem Club der Profiteure gibt.

    Aber niemand kann gezwungen werden, sich auf diese Liste setzen zu lassen.
    Niemand kann zum Konsum gezwungen werden und niemand muss bei jedem Scheiß mitmachen.

    Autarkie geht sofort – allerdings hat sie ihren Preis, das ist richtig.
    Und DEN wollen die meisten eben nicht bezahlen. Na und?
    Kann das mich daran hindern autark zu werden? Nein.

    Und was die Angriffe der „Alleine-nicht-Überlebensfähigen“ angeht, da hätte ich eine Antwort:
    Voltereta


    (sry, ist zwar aus dem unsäglichen Stierkampf, aber als Bildantwort genau das Richtige, wenn es darum geht, den Grundgedanken zu visualisieren)

  4. chattison
    April 5, 2014 um 4:57 pm

    Auch eine Dämo(n)kratie kann nicht verhindern, dass Synanthropie gelehrt und gepflegt wird.
    Sicherlich darf hier keiner erwarten, dass dies großflächig umsetzbar ist oder öffentlich gefördert würde.
    Bei statistisch mindestens 2-5% Psychopathen wird die Dämo(n)kratie auch niemals (naja, zumindest zu unseren Lebzeiten) aus dieser Welt verschwinden.
    Sowenig wie Verbrechen aller Art oder „schlechtes“ Wetter.

    Aber soll das jetzt heißen, dass man sich dieser Dämo(n)kratie, ohne auch nur den Versuch der Gegenwehr, in voraus eilendem Gehorsam ergibt???

    Gegenwehr meint hier übrigens nicht Bekämpfung, sondern Selbstbehauptung – das ist für mich ein deutlicher Unterschied.
    Denn ich kann mein Selbst behaupten (also mit meinem Kopf dafür gerade stehen) ohne diesen zu verlieren (im doppelten Sinne).

    Das muss man allerdings gezeigt bekommen, wenn man nicht von Hause aus so drauf ist.
    Man braucht Beispiele, Anleitungen, Beistand.

    Warum fängt man da nicht mal bei seinen Kindern einfach an?

    Die Herrschenden ändert niemand und schafft auch niemand einfach so ab.
    Aber die aktuell Herrschenden sterben. Alle. Ausnahmslos.
    Und wer kommt nach?
    Die Kinder von heute.
    Und mit jeder Generation kann sich das „Virus“ der Synanthropie exponentiell verbreiten.
    Und absehbar wird es für die Dämo(n)kraten keine Mehrheit mehr geben können.

    Zumindest halte ich das für eine plausiblere Vision als Ken Jebsen´s/Alex Jones´s et.al. Aufklärung, Aufrufe, truthermovements and so on.

    Und für sich selbst kann jeder, der möchte, tatsächlich schon jetzt was dergestalt tun.
    Denn für Symbiose, Synergie und Sympathie braucht es nur 2.
    Sollte sich ernsthaft kein zweiter Mensch finden lassen, der dies mit einem teilen möchte/kann?

    • federleichtes
      April 6, 2014 um 3:24 am

      Bedeutet gerade, den letzten Rest Verstand zusammenkratzen.

      „Aber soll das jetzt heißen, dass man sich dieser Dämo(n)kratie, ohne auch nur den Versuch der Gegenwehr, in voraus eilendem Gehorsam ergibt???“

      Antwort:

      „Auch eine Dämo(n)kratie kann nicht verhindern, dass Synanthropie gelehrt und gepflegt wird.“

      In dieser Angelegenheit:

      „Das muss man allerdings gezeigt bekommen, wenn man nicht von Hause aus so drauf ist.
      Man braucht Beispiele, Anleitungen, Beistand.

      Warum fängt man da nicht mal bei seinen Kindern einfach an?“

      Kann nicht nur Jemand bei seinen Kindern das tun, was er selber kann (beherrscht)?
      Synanthropie muss man als Eltern(-teil) eben auch erst lernen, oder?

      Ihr vorheriger Kommentar:
      „Autarkie geht sofort – allerdings hat sie ihren Preis, das ist richtig.
      Und DEN wollen die meisten eben nicht bezahlen.“

      Wenn das Autarkie-Leben, man vom Wollen abhinge. Sind da nicht eher alte und uralte Muster am Wirken, die man nicht mal so eben mit Links durchbrechen kann? Natürlich träumen viele davon:

      „Autarkie bedeutet unter gar keinen Umständen Wehrlosigkeit.
      Es ist auch keineswegs ausgeschlossen, so man denn möchte, dass man dem Arschgeigenorchesterdirigent sein Stöckchen nicht ganz woanders reinschiebt.

      Sehe ich auch so, und das:

      „Gegenwehr meint hier übrigens nicht Bekämpfung, sondern Selbstbehauptung – das ist für mich ein deutlicher Unterschied.“

      natürlich auch. Wie man das vereinbaren kann? Das „Stöckchen“ ist schon, wo es hin gehört, wenn man nicht in die Fallen tappt. Wenn die eigene Energie nicht zum Fallensteller fließt, sondern beim Fallenvermeider bleibt. Aber ich glaube (sicher), Sie wissen über die energetische Seite der Autarkie mehr als ich.

      Jetzt aber ab in die „Falle“.

      Herzlich grüßt Sie
      Opa Wolfgang

  5. April 5, 2014 um 5:19 pm

    Aus einer Kette wurden Verkettungen und aus den Möglichkeiten von Energie wurde u. a. das Geld mit anschließender Digitalisierung, um zu maximieren, was notwendig ist. Im Grunde kann man die dargestellte Geschichte des Geldes aus der Vergangenheit in die Gegenwart übertragen und aus Münzen werden Bits und Bytes, mit Verkettungen, die immer mehr Speicherplatz benötigen, um das Energiedefizit für später zu speichern … für “bessere“ Zeiten, damit ordentlich aufgeräumt werden kann und aus Defiziten wahrer Fortschritt werden kann …

    Gruß Guido

  6. Gerd Zimmermann
    April 5, 2014 um 6:51 pm

    Jungs, Ihr seid Klasse. Ohne Maedels laeuft auch nichts bei den Jungs.
    Ist hell und dunkel kontrovers? Egal.

    Spass beiseite Herbert kommt.

    Nein Energie. Aber die kommt nicht. Sie will immer fliessen.
    Ja, alles fliesst, nur der Wasserhahn tropft. Wer ES besser
    weis das Auslaufventil. Haehne gibt es nur bei der Feuerwehr.
    Gemeint ist nicht der Feuerhahn.

    Zurueck zur Energie. Ist im Forum jemand der ernsthaft “ freie
    Energie“ bewegen moechte, ala Viktor S., Karl S. Und Nicola T.
    Nicola bewegte auch hartes Licht, sprich Gammastrahlung.
    Das ist nicht mein Ziel atomare Energie zu bewgegen, es ist
    das Todesprinzip der Natur.(siehe Lao R.)
    Ich kann nicht von Fossilien oder atomaren Energielieferanten
    getoetet werden. Deshalb ist fuer mich die Zeit gekommen,
    die Energiewende der geschundenen Erde im Sinne der
    Gemeinschaft zu erkennen. Strom vom Norden in den Sueden
    zu transportiern nach Ohm ist Quatsch, Zeit auch. ES funktioniert
    ANDERS.
    ES ist Zeit, SPIRIT und Wissenschaft wieder zu vereinen. Cern/Geneve
    ist Schnee von gestern, obwohl dort viele Gott suchen. Wissenschaftler.
    Meine ich. Ich habe nie verstanden, warum Deutschland. Naje, die
    Prinzen wissen ES. Die Schweiz ist neutral.

    Uebrigens, virtuelles Geld gibt ES ohne Strom auch in der Schweiz
    nicht.Irgend ein Geheimnis birgt der ELEKTROMAGNETISMUS in
    SICH. RAETSELHAFT. 5 elektromagnetische SINNE. Kaum jemand
    kann erklaeren warum. Weil nur wenige wissen, was BEWUSSTSEIN ist.

    Mein Chef kuendet mir, wenn ich jetzt nicht aufhoere aus dem Leben,
    dem Universum und dem ganzen Rest zu plaudern.

    Liebe Gruesse in die Runde, Gerd

    Martina grinst.

  7. April 5, 2014 um 9:53 pm

    Ich werf mal die Begriffe Gleichwertigkeit und An-archie, in die Runde.
    Kam mir so beim Lesen.

    • federleichtes
      April 5, 2014 um 11:15 pm

      Anarchie ist gut. Passt auch gut zu den Kommentaren von Mr. Chattison

      Zum Thema Anarchie fand ich unter diesem Link

      http://www.anarchie.de/main-5852.html

      Folgendes:
      „Das politische System der BRD und des weltweiten Kapitalismus befindet sich in der Krise oder sollen wir sagen im Niedergang.“
      Der Text stammt aus 2001.

      Und dann das:
      „Die allumfassende und andauernde Ausbeutung, Unterdrückung, Verdummung und Deformation bis in die innersten Bereiche der Persönlichkeit ist nicht nur von „oben“ aufgezwungen. Den Menschen fehlt das Vertrauen in sich selbst, ihre Angelegenheiten ohne Führung der „Eliten“ aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft zu regeln.“

      Ich staune!

      Eine DURCHGÄNGIGE politische oder/und staatliche GEWALT über ein Volk sollte nach meinem Verständnis das Wesen der Demokratie nicht verkörpern können.
      Weil Demokratie als Verfahren, wählen zu können, was zur Wahl antritt, stets demselben Modus folgt: Vor der Wahl und nach der Wahl.
      Vor der Wahl riechen alle wie Edelleute, nach der Wahl stinken sie, die Pseudo-Verlierer etwas weniger als die Pseudo-Gewinner. Pseudo deswegen, weil Alle, die aktiv an diesem Spiel teilnehmen, Gewinner sind. Nur der Rest des Volkes, der weder über die Eliten aus Wirtschaft, Finanzen und Kirche dem Staat dienlich ist, ist sicherer Verlierer – wenn auch nicht gleich, so doch absehbar.

      Wenn ich einige Nachrichten richtig interpretiere, herrscht ein gewisse Anarchie bereits im Staatswesen – in gewissen Staatsfunktionen sowie dem Staat als solchen, der nicht mehr völlig Herr über seine Entscheidungen ist (z.B. Ackermann), ja, systemisch gesehen nicht sein kann (z.B. EU).

      Mit Deiner Gleichwertigkeit kann ich nur wenig anfangen. Selbst vor dem Gesetz ist nicht jeder Mensch gleich, und selbst in der „alten“ DDR gab es das Bestreben, noch viel gleicher zu sein und Andere, weil ungleich, in den Knast zu verfrachten.

      Ganz gleich, ob demkratische, diktatorische oder anarchistische Herrschaft: Dem Wesen der Herrschaft immanent ist die Ungerechtigkeit. Die auch, aber nach meiner Einschätzung nur untergeordnet, sich durch Geld ausdrückt.

      Um Mr. Chattison das Wort zu reden:
      Kindergarten, Vorschule, Schule und Universität, kurz die Bildung und Ausbildung von jungen Menschen gehört nicht in die Interessenssphäre beliebiger politischer Absichten eines Staates, also nicht in die Mühlen von Herrschafts-Interessen – und schon gar nicht in die Hände von Ausbildern, denen das Wohl junger Menschen nicht am Herzen liegt.

      „Geld und Demokratie“ – unsere Themen werden besser und besser.

      Gruß in die Runde
      Wolfgang

      • April 5, 2014 um 11:50 pm

        Den Menschen fehlt das Vertrauen in sich selbst, hervorgegangen aus dem Verlust des Vertrauens in die Gemeinschaft des Lebens. Geld als Ersatz(befriedigung), womit dem Kaputtalismus Tor und Tür geöffnet wurde, als Ausdrucksmöglichkeit dessen, was verloren gegangen ist. Kein Wunder, dass wir zunehmend an einem Energiedefizit leiden, obwohl genau die Energie zur Verfügung steht, die notwendig ist.

        Gruß Guido

        • federleichtes
          April 6, 2014 um 3:05 pm

          Ich fand gerade eine sehr schöne vertrauensbildende Information, um weiterhin dem Konzept „Geld und Demokratie“ folgen zu können:

          „Acht Millionen Müll-Teile landen täglich in den Weltmeeren, schätzt der WWF: Kanister, PET-Flaschen, Zahnbürsten, Einmalrasierer – drei Viertel davon sind Plastik. Das braucht im Wasser Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte, bis es zersetzt ist.“
          http://pravdatvcom.wordpress.com/2014/04/06/verschmutzung-der-ozeane-gefahrliches-plastikmeer/

          „Kaputtalismus“. (Für das Wort hast Du von mir eine Verbeugung geerntet, Schlingel!)

          Sehe ich nicht primär als das, WAS verloren ging, sondern als Demonstration, WIE es verloren ging.

          Demokratie und Geld zu folgen fällt doch doch mittlerweile (als Mittler die Wahrnehmung, wohin Geld und Politik führen) eindeutig in den Wahn-Bereich.

          Natürlich steht genügend vom Wahn gebundene Energie zur Verfügung; Zenit is ja noch nich. Schätze mal, die Saugkraft, die von diesem Punkt ausgeht, ist plusminus Null größer als die Kraft, die von einem anderen Punkt ausgeht. Hm, was wäre dann aber die treibende Kraft des Lebens?

          Gruß
          Wolfgang

          • April 6, 2014 um 3:18 pm

            Folge den Kapitalströmen des Geldes und du weißt, wo das Wesen des Lebens NICHT zu finden ist. Schau dir an wohin Milliarden in die Forschung fließen und du weißt, wo Kohärenz mit dem GANZEN NICHT zu finden ist. Werfe einen Blick auf die Konten von Menschen wo Millionen, Milliaeden gar, angehäuft werden und du weißt, wo Entfremdung vom Wesen(tlichen) des Lebens ein scheinbares Vermögen bildet, welches jedoch von Armut zeugt.

            Zur treibenden Kraft später mehr.

            Gruß Guido

      • April 5, 2014 um 11:54 pm

        In der Anarchie sollte nicht geherrscht werden können. Das ist ja gerade die Idee dabei 🙂

        • April 6, 2014 um 12:03 am

          Wer ein bisschen Zeit hat mag anbei mal zum Thema Anarchie schmökern:

          http://design.antigov.org/txt/Anarchist-Theory.htm

          “Some writers have so confounded society with government, as to leave little or no distinction between them; whereas they are not only different, but have different origins … Society is in
          every state a blessing, but Government, even in its best state, is but a necessary evil; in its worst state, an intolerable one.“

          Thomas Paine,
          Common Sense

          Gegen Ende des verlinkten Textes taucht noch dieses auf:

          “On one level, most modern anarchists agree fully that education and persuasion are the most effective way to move society towards their ultimate destination. There is the conviction that „ideas matter“; that the state exists because most people honestly and firmly believe that the state is just, necessary, and beneficial, despite a few drawbacks. Winston Churchill famously remarked that, „It has been said that democracy is the worst form of government, except all the others that have been tried.“ The anarchist’s goal is to disprove Churchill’s claim: to show that contrary to popular belief, Western democracy is not only bad but inferior to a very different but realistic alternative.“

          Gruß Guido

          • April 6, 2014 um 12:34 am

            Zur Anarchie kann ich das Buch von Horst Stowasser empfehlen. Leihe ich gerne aus.

        • federleichtes
          April 6, 2014 um 1:13 am

          „… und Deformation bis in die innersten Bereiche der Persönlichkeit …“

          DAS IST FAKT.
          Das ist mein täglich Umfeld. Deins scheinbar nicht, sonst würdest Du nicht bezweifeln, dass sofort nach Beendigung einer offiziellen Herrschaft eine neue Herrschaft, eben dieser Menschen, beginnen würde. Mal ganz abgesehen von denen, die wir als „rechtsradikal“ bezeichnen.

          Deutschland, Heimat, Vaterland – das alles und viel mehr raubte man vielen Menschen. Und wenn wir hoffen müssen, dass die Menschen in ihrem Hass nicht die Reste Deutschlands zu verbrennen versuchen, hoffen wir doch gleich mit, dass die, die Deutschland UND die Deutschen hassen, friedlich in ihre Heimat zurückkehren.

          Kurz:
          Die deutsche „Dämlichkeit“ ist unter den herrschenden Umständen nicht die schlechteste Lösung.

          Gruß
          Wolfgang

          Kleines Geschenk zum Muttertag

          Am Rande vom Opablog:
          “Der point of no return wurde bereits vor geraumer Zeit überschritten und die Eigendynamik dieser Gesamtmalaise ist nicht mehr aufzuhalten.”
          (ein mir völlig unbekannter Kommentator)

          Aufzuhalten ist noch was.
          Kranich 05 thematisiert die Montagsdemonstrationen in der alten DDR. Ob diese Demonstrationen WIRKLICH Auslöser für die ‘feindliche Übernahme mit freundlichen Gesichtern war’, sei mal dahin gestellt. Sicher ist für mich:Das Volk war damit zum Sündenbock geworden.

          Nun möchte ich keinesfalls unterstellen, die DDR-Montagsdemonstrationen seien politisch ermöglicht-gewollt gewesen, um dem Volk bei der folgenden Ausplünderung relativ stillschweigende Zustimmung abverlangen zu können.

          Aber wie sieht es derzeit in dem nun Gesamt-Deutschland aus? Kommt der Crash, ist er unabwendbar und braucht man (nur) wieder ein schuldiges Volk, das still hält bei seiner eigentlich notwendigen, dann aber selbst verschuldeten Ausplünderung – und duldet/fördert deswegen das revolutionäre Geschrei?

          Na gut, mir egal. Mein Eigentum passt auf’s Fahrrad.

      • April 6, 2014 um 9:48 pm

        Hach Wolfgang,

        Gleichwertigkeit meint nicht gleiches Recht, was es nicht gibt und nicht geben kann, da das Gleiche eben nur für die Einen aber nicht für die Anderen passt.
        Aber trotzdem haben die Anderen den gleichen Wert wie die Einen. – Anders , warum ist die Lebensstunde, die ein Manager verkauft, in Geld gefragt mehr Wert als die eines Straßenkehrers? Noch anders gefragt, definiert sich der Wert eines Menschen durch und über Geld /Statussymbole? – Ich sehe Menschen in ihren vielfältigen Lebenssituationen, ob den Straßenkehrer oder die Hausfrau, von gleichem Wert, einmalig im Gesamtgefüge, unverzichtbar für den weiteren Gang der Entwicklung.

        Grüße in die Runde
        Martina

  8. April 6, 2014 um 12:55 am

    Wenn es von diesen Umdenkern und -handlern mehr werden, wird es noch was …

  9. federleichtes
    April 6, 2014 um 1:41 am

    Es soll Staaten geben, in denen über das Geld Terror ausgeübt wird. Es soll Staaten geben, die selber Brutal-Terror inszenieren, um mit ihrem Re-Terror Völker terrorisieren zu können (ich meine, es war auf’mMond, ne, hinter dem Mond). Denke ich an Terror, denke ich an den Faschismus – komisch. Noch komischer, dass mir das Thema Faschismus mittlerweile direkt am Dingsda vorbei geht. Dieser so einfach gestrickte Geist interessiert eben nicht, und so darf ich dankbar sein für Kommentare, die das Traumatische wenigstens als ‚kinderleicht‘ einschätzen. Ein Dreifach Bravo den Nicht-Totalverweigerern.

    Mr. Chattison brachte die Lage frei von Illusionen auf den Punkt. Frei interpretiert:
    Es gibt den Wahnsinn, es gibt Mehr-Wahnsinnige und Weniger-Wahnsinnige, und solche, die selbst den kleinen Wahnsinn drei Meilen gegen den Wind riechen – und ihm weder hinterher noch vor ihm weg laufen. Ob das nun Demokraten sind? Oder Leute mit Kapitaleinkünften? Keine Ahnung.

    In diesem Sinne
    Wolfgang

  10. April 6, 2014 um 3:32 pm

    Geld ist das Chemotherapeutikum, mit welchem das eigentliche Krebsgeschwür in der Realität bekämpft werden soll. Doch ist dieses Geschwür nichts anderes als die zunehmende Dekohärenz, welche die Gemeinschaft des Lebens, bedingt durch geistreiche Einfälle menschlicherseits, befällt. So hoffen wir auf Heilung durch Geld und nehmen die Nebenwirkungen billigend in Kauf. Köhärenz schaffen, sprich, Heilung, ist aber mit Geld nicht möglich ohne weitere Dekohärenz anderswo hervorzubringen, doch setzen wir mehr und mehr Hoffnung auf das Chemotherapeutikum … weil eigenverantwortliche Konsequenzen gescheut werden bzw. Verantwortung für eigenes Tun in Vergessenheit gerät.

    Gruß Guido

    • maretina
      April 6, 2014 um 10:04 pm

      Durch die Zufuhr von Energie, besser Entzug von Energie aus der Umgebung wuchert das Krebsgeschwür immer weiter, wächst. Im Grunde genommen muss ein Krebsgeschwür von der Energiezufuhr der Umgebung getrennt werden. Eine andere Möglichkeit ist die energetische Stärkung der noch gesunden Umgebung des Krebses, bis zu dem Punkt an dem die Umgebung des Krebs-Geschwürs energetisch stärker ist und nun seinerseits den Krebs aushungern kann. –
      Geld transportiert Energie, wenn es auch eine künstlich erzeugte ist, als Informationsträger, vom Schwachen hin zu denen die sowieso mehr als genug haben. Und der Krebs wächst und wächst und wächst…

      Grüße
      Martina

      • April 6, 2014 um 10:27 pm

        Ja, diese Zusammenhänge werden durch die Arbeiten von Popp sehr deutlich, bezogen auf das Licht in unseren Zellen … Stichwort Biophotonen. Wie diese sich im Fall von Krebs verhalten spricht eine deutliche Sprache.

        Geld transportiert keine Informationen, sondern beziehungslose Daten, andernfalls wäre das Geld nicht dazu imstande, wozu es real imstande ist. Geld ist ein Energiespeicher, ein Akku, der jederzeit und überall zum Einsatz kommen kann … um Energie abzugeben, die völlig entwurzelt von ihrem Ursprung ist … und so keinerlei Bewusstsein dahingehend erschafft, wie es zur Ladung des Akkus kam und unter welchen Umständen es möglich war … daher der Informationsverlust.

        Gruß Guido

        • April 6, 2014 um 10:49 pm

          „Ich sage einfach, solange eine Verständigung im Organismus möglich ist, wird es auch keinen Krebs geben, d.h. Krebs ist immer eine Störung dieser Verständigung zwischen den Zellen, in denen eben das Wachstum genau bestimmt wird. Und die elementare Verständigungsbasis von Lichtwellen ist von der Physik her betrachtet, die Kohärenz, also die Fähigkeit, Informationen mit elektromagnetischen Wellen zu übertragen“.

          „Krebs ist also eine Kohärenzstörung, die in der Kommunikation über Licht stattfindet. Und diese Kohärenzstörung kann auch meßtechnisch nachgewiesen werden. Wir haben das getan in den letzten Jahren. Es hat sich immer wieder gezeigt im Experiment, daß Tumorzellen eben so reagieren, daß diese Kohärenz, die wir messen können, über eine bestimmte Schwelle hinweg gestört wird“.

          „Die Kohärenz geht verloren, die Zelle kann nicht mehr mit der anderen kommunizieren und sobald dieser Kontakt abgeschnitten ist, sobald durch die Hinzunahme einer weiteren Zelle die Kommunikation nicht verbessert wird, entsteht ein Tumor“.

          Quelle: http://www.broeckers.com/Popp.htm

          Gruß Guido

          • April 6, 2014 um 10:59 pm

            passt, das Bild wird immer klarer 🙂

          • April 7, 2014 um 12:33 am

            So werden aus Gemeinschaften des Lebens aufgrund von Kohärenzverlust zivilisierte Gesellschaften, weil der Informationsfluss durch Datenströme ersetzt wird, und die direkte Kommunikation … Hörensagen … durch entwurzelte Kommunikation ersetzt wird … mittels immer mehr technologischer Hilfsmittel. Das Wesen des Lebens verkörpert sich zunehmend als Tumor, der seine Beziehung, seine Bindung, zum Ganzen verliert.

            Gruß Guido

    • chattison
      April 7, 2014 um 11:12 am

      Geld = Dekohärenz finde ich sehr gut.
      Geld als bezugsloser Wert (eigentlich kann, darf es das gar nicht geben, da Werte sich immer durch relative Bezüglichkeit darstellen) entkoppelt daher sozusagen die Kohärenz dieser Bezüglichkeit, je mehr es stellvertretend für echte Bezugswerte eingesetzt wird.

      Der natürliche Bezugswert besteht darin, in Form von (Beziehungs)Struktur wahlweise Energie zu binden, zu transformieren oder zu kanalisieren.

      Im Falle einer mangelhaften Struktur wird Energie quasi „fehlgeleitet, fehlverwertet“ und wirkt sich damit nachvollziehbar leicht destruktiv aus.

      Man spricht ja in diesem Zusammenhang nicht umsonst von „entfesselten Märkten“ (diese sind mittlerweile ja auch völlig destrukturiert in dem Sinne, dass sich Geld völlig losgelöst von jeglichem Realitätsbezug nur um sich selbst dreht – nur noch 2% der flottierenden Beträge sind in der realen Wirtschaft mit Bezug auf real existierende Werte verankert) oder davon, dass Geld „treulos“ sei (es wird vorrangig eingesetzt, um sich selbst zu vermehren, ~ Krebs, und nicht, um außer seiner selbst Werte zu erzeugen, zu erhalten oder zu vermehren) und sich beliebig an denjenigen „verkauft“, der den meisten Profit verspricht, unabhängig von den Werte-, Bezugsschäden, die das anderweitig anrichtet und die bei korrektem Geldgebrauch sofort gegengerechnet werden müssten!

      Die angesprochene Dekohärenz zeigt sich ja auch in der zunehmenden Entsolidarisierung, Interessen-Vereinzelung und mangelhaften Kommunikation innerhalb der Gesellschaft.

      Sie zeigt sich in der Unsitte, z.B. in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Politik etc., nur noch in monokularer Betrachtungsweise zu „analysieren“ und zu interpretieren bzw. Probleme nicht kontextual, sondern nur noch losgelöst vom Ganzen zu bewerten und damit natürlich eine Werteverzerrung auszulösen und daraus resultierend eine Werteverschiebung, die bis zur Auflösung derselben reicht, weil aufgrund der Bezugslosigkeit (und damit der willkürlichen Bewertung von Einzelphänomenen) eben von echten Werten nicht gesprochen werden kann, diese also zunehmend virtualisiert und damit „echt wertlos“ werden (siehe Finanzspekulationswirtschaft).

      Danke für diesen Gedanken, Guido^^

      • federleichtes
        April 7, 2014 um 3:32 pm

        Vielleicht erhellt sich Guidos klare Sicht durch ein kleines Beispiel.

        Meine Rente drückt in Euro aus, was ich FÜR, im Sinne des Systems leistete: Kalt-nüchtern addierte Produktivität. Sowohl von den Unternehmen, für die ich mal tätig war, als auch vom Staat, der mit kalt-nüchtern Faktoren bestimmt über meinen Altersruhewert. Diese Euro-Zahl hat direkt NICHTS mit meinem Leben zu tun. Indirekt spiegelt die niedrige Zahl, wie wenig ich dem System (der Ausbeutung, Manipulation, Entwürdigung etc.) dienlich war.

        Geld verstehe ich wie einen Zuhälter. Manch glanzlose Prostituierte kommt ja ohne einen „Loddel“ gar nicht klar.

        Die Armseligkeit des Reichtums. Wer im Prostituieren einen Wert sieht, bitte sehr. Der Reichtum in der Armseligkeit entstand nicht aus der Prostitution und prostituiert sich nicht. Das Kapital dieses Reichtums verzinst sich, indem sein Wert zu seiner Quelle zurückfließt: In die Gemeinschaft.

        Jedenfalls scheint es mir weniger schwer, sich gegen die Armut zu wehren, als sich gegen den Reichtum zu wehren. Das mag sich ändern.

        Gruß
        Wolfgang

        PS.
        Ich schreib‘ gleich mal.

        • chattison
          April 7, 2014 um 4:03 pm

          Ja, die Rente veranschschaulicht dies, genau so wie die Entlohnung sozialer Tätigkeiten (Kindererziehung, Altenpflege, Rettungsdienste etc.) den Wert für den Profitgeier widerspiegelt, aber nicht den Wert für die Gesellschaft.

          Irgendein Schwachmat hat mal ausgerechnet, welchen wirtschaftlichen Wert die Bienen“arbeit“ angeblich für uns habe (http://de.globometer.com/biodiversitaet-bienen.php) – ich denke es wäre einfacher gewesen, diese Leistung kurzerhand als „unbezahlbar“ einzustufen und dementspechend wertzuschätzen anstatt anders herum.

          Ich selbst musste mir mal anhören, wie jemand auf eine Frage nach einem Gefallen antwortete:
          „Einen Gefallen für XY? Wer ist XY denn? Kann ich das essen, kann ich das ficken, bringt mir das Geld?“ (wörtliches Zitat).
          Dieser Jemand war dieser Herr hier:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Achim_Moeller
          Und er ist kein ausgesucht scheußliches Exemplar seiner Gattung, sondern nur das durchschnittlich repräsentative Arschgesicht einer Gattung, die sich unter der Firnis bemühter Kultiviertheit bacchantischem Hedonismus auf Kosten anderer hingibt.
          Man beachte seine Ausbildung, Parteizugehörigkeit und sein Dienstleistungs-Angebot.

          Fragen nach „Werten“ pflegte er zu beantworten mit:
          „Es geht nicht um Werte, es geht nur ums Geld.“
          Womit er gleichzeitig die Beweisführung dafür abschloss, dass „Geld“ und „Werte“ unvereinbar sind.

          Da kann auch das pseudosoziale Mäzenatentum gewisser Milliardärskreise nicht hinwegtäuschen.
          Eine Bill-Gates-Stiftung, ein Guggenheim-Museum oder eine Rockefeller-Universität gibt es auch nur, weil sich sogar damit Geld sparen lässt – an Steuern nämlich.
          Diese vorenthaltenen Steuerbeträge fehlen dann wieder bei den öffentlichen Ausgaben im sozialen Bereich, womit sich der asoziale Kreis des Geldes schließt.

          Glück auf…

          • April 8, 2014 um 1:10 am

            “Irgendein Schwachmat hat mal ausgerechnet, welchen wirtschaftlichen Wert die Bienen”arbeit” angeblich für uns habe (http://de.globometer.com/biodiversitaet-bienen.php) – ich denke es wäre einfacher gewesen, diese Leistung kurzerhand als “unbezahlbar” einzustufen und dementspechend wertzuschätzen anstatt anders herum.“

            https://faszinationmensch.com/2013/03/10/summ-summ-summ-bienchen-summ-herum/

            Unbezahlbar auch Ihr Kommentar … denn etwas mit einem Wert zu be- bzw. zu vermessen lässt Daten entstehen und Informationen sich in Luft auflösen. Nun, wie gut, dass das Geld dann wieder einspringen kann, als Billigimitat des Wesentlichen.

            Gruß Guido

      • April 7, 2014 um 4:19 pm

        Geld ist entwurzelte Energie, die, der (künstlichen) Ordnung wegen, in Form gebracht wird, im Versuch, das Entfesselungspotenzial der entwurzelten Energie unter Kontrolle zu bringen, was natürlich nicht gelingen kann, aber als gelungen verkauft wird.

        “Sie zeigt sich in der Unsitte, z.B. in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Politik etc., nur noch in monokularer Betrachtungsweise zu “analysieren” und zu interpretieren bzw. Probleme nicht kontextual, sondern nur noch losgelöst vom Ganzen zu bewerten und damit natürlich eine Werteverzerrung auszulösen und daraus resultierend eine Werteverschiebung, die bis zur Auflösung derselben reicht, weil aufgrund der Bezugslosigkeit (und damit der willkürlichen Bewertung von Einzelphänomenen) eben von echten Werten nicht gesprochen werden kann, diese also zunehmend virtualisiert und damit “echt wertlos” werden (siehe Finanzspekulationswirtschaft).“

        Ich danke auch für DIESEN Gedanken. Herrlich.

        Gruß Guido

      • April 8, 2014 um 1:33 am

        Zum letzten Teil Ihres Kommentars passt ein Zitat aus Teil zwei meiner Schwarzmalerei:

        “technologischer Fortschritt, in Form der Industrialisierung jedweder Art, zerstört die materiellen Bedingungen nachhaltiger Erkenntnisse und die Erkenntnisse selbst, wodurch der weitverbreitete Eindruck entsteht, dass der Fortschritt im Grunde gar nichts zerstört hat, weil ja scheinbar nichts vorhanden war, was zerstört werden hätte können … Leugnung der Kohärenz, der Verbundenheit allen Lebens miteinander“

        Gruß Guido

  11. federleichtes
    April 6, 2014 um 3:42 pm

    @ Guido
    „Folge den Kapitalströmen des Geldes und du weißt, wo das Wesen des Lebens NICHT zu finden ist.“

    Das Problem sehe ich darin, zu erkennen, das Geld und der andere Mist nicht DAS Wesen des Lebens ist, wohl aber eine Ausdrucksform DES Lebens.

    Hier ist ein weiterer Link, um zu zeigen, was „Link“ ist.
    http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/03/11/steuerung-ablenkung-avaaz-occupy-wwf-greenpeace-anonymous-cdu-spd-linke-mitte-rechte-etc/

    Warten wir also, bis das Merr voller Müll ist, und dann kommt Jesus und läuft von Australien nach Neufundland. Mann, ist das spannend. Und Alle helfen mit!.

    Gruß
    Wolfgang

  12. federleichtes
    April 7, 2014 um 4:54 pm

    Sind wir hier gerade auf dem ‚Trip der Herrlichkeit‘?

    @ Chattison (Möller zitierend)
    „“Einen Gefallen für XY? Wer ist XY denn? Kann ich das essen, kann ich das ficken, bringt mir das Geld?”“

    Als der Fall Mollath noch heißer kochte, gab’s ein spezielles Wörterbuch, Begriffe wurden mit Sicht auf diesen Fall anders, angemessen, definiert.

    Das Möller-Zitat wäre mir eine treffende Beschreibung für Parasitentum.

    Vielleicht greift Martin mal die Idee auf, Begriffe in der Bandbreite „Verherrlichung – Herrlich“ als Thema zu gestalten. Natürlich nur, um die „Ergussfreudigkeit“ einiger Kommentatoren zu prüfen.
    Mit Ergussfreudigkeit könnten wir ja den Anfang wagen und mit ein paar Halbsätzen gleich das Thema Sexuaität, von geziemlich bis erschöpfend, behandeln.
    Na, Martin?

    Gruß in die Runde
    Wolfgang

    Zum Geld noch mal das
    http://qpress.de/2014/04/06/rubel-attackiert-dollar-russlands-planspiele-fuer-eine-wirtschaft-ohne-dollar/

    Die Kommentare sind ganz interessant, besonders die letzten.

    • April 7, 2014 um 7:13 pm

      „Mit Ergussfreudigkeit könnten wir ja den Anfang wagen und mit ein paar Halbsätzen gleich das Thema Sexuaität, von geziemlich bis erschöpfend, behandeln.“
      Dazu passt: „“Folge den Kapitalströmen des Geldes und du weißt, wo das Wesen des Lebens (Ergänzung von mir: und der Liebe) NICHT zu finden ist.” Sex findet sich da schon.

      Ihr schreibt hier richtig gut Alle miteinander. Danke dafür.
      Ich komme z.Zt. kaum mit lesen hinterher, liegt wohl auch daran, dass ich dem Leben in der Natur und dem was IM Menschen lebendiges Sein behindern kann nachspüre.

      Schönen Abend wünsche ich Euch
      Martina

      • federleichtes
        April 7, 2014 um 7:26 pm

        „… NICHT zu finden ist.” Sex findet sich da schon.“

        Ich bereite gerade ein Thema vor:

        „Das Sexualleben der Hohlbirne“
        Oder wie man das Fassungslose mit Fassung ertragen kann.

        Kommt bestimmt bei FB und WirtschaftsDemokratie gut an.

        Freut mich, dass Du klüger bist als ich. Mathias scheint mir auch klüger, eher in Deine Richtung strebend. Ja, ja, ihr jungen Leute.

        Herzlich grüßt Dich
        Wolfgang

  13. federleichtes
    April 7, 2014 um 11:52 pm

    Um klarere Bekenntnise pro Ken Jebsen zu ermöglichen, hier mal dieser Text im Angebot:

    „Seit einigen Monaten schallt eine schrille Stimme über die Plätze der Republik, und ihre Verkündungen sind an Demagogie mit das übelste, was mir bis dato untergekommen ist. Praktisch läuft das so ab: Ein kleiner Geist mit großem Maul – Ken Jebsen nennt sich der Mann – schreit von einer Holzkiste herab seinen Jüngern eine meist grundfalsche, immer hetzerische These zu, die er noch für die allein selig machende Wahrheit hält, gibt den Zuhörern eine kurze Möglichkeit, Zustimmung zu äußern, und geht dann zur nächsten Tirade über.“

    Der Rest steht hier:
    http://leftwinged.wordpress.com/2014/04/07/dann-doch-lieber-das-eine-prozent/

    Ich hatte mir gestattet, dort einen Kommentar zu hinterlassen:

    „Jebsen & Co gelingt es nicht, eine Gesellschaft zu spalten, aber es gelingt ihnen, die Spaltung deutlicher werden zu lassen. Insofern doppelt “Danke”: Ohne Illusionen lebt sich’s besser.“

    Gruß
    Wolfgang

  14. chattison
    April 8, 2014 um 11:55 am

    Ken Jebsen.
    Da ich selbst lange Jahre in Rhetorik ausgebildet habe, kann ich mir ein Urteil darüber erlauben, wie er mit seinem Publikum umgeht, selbst auftritt.

    Die (zumindest vorgebliche, beurteilen kann ich das nicht) Grundintention ist nicht zu kritisieren:
    Wachrütteln, Hinschauen lassen, zur Selbstinformierung aufrufen, Misstände anprangern, Zweifelhaftes als solches darstellen u.ä.

    Er hat gut von den altrömischen Demagogen vom Rostrum gelernt.
    (Der Demagoge war übrigens nicht immer das, womit er heute assoziiert wird: Der antike Demagoge war ein angesehener Redner und Führer des Volkes bei politischen Entscheidungen und sogar ein Ehrentitel!^^)

    Über stilistische und rhetorische Eigenheiten von KJ kann man streiten, es aber auch sein lassen.

    Die Frage, die sich ein KJ sicher gestellt hat, wie jeder Rhetoriker:
    Wie erreiche ich das Interesse v on potentiellen Zuhörern und wie motiviere ich sie im Sinne meiner Absicht?

    Ich würde mal sagen:
    Bei dem Publikum, das man heutzutage vorrangig antrifft, bleibt einem keine große andere Wahl, als es genau so zu machen wie Ken Jebsen, so man denn dies für das Mittel der Wahl, die Rhetorik, hält.

    Wie von federleichtes bereits festgestellt:
    Er polarisiert. Und das ist schon mal eine Art Qualitätsmerkmal, denn damit wird eine zunehmende Reflektion der Angelegenheit erreicht, denn „pflichtbewusste“ Kommentatoren sehen sich dadurch angehalten, Argumente für oder wider zu errecherchieren und kommen zwangsläufig dadurch mit dem Sujet mehr und tiefer in Kontakt, was wiederum eine erweiterte Meinungs(um)bildung zur Folge haben kann^^

    Problematisch ist für ihn, dass er zur Eigenverifikation Personen instrumentalisiert, die selbst wiederum meistens nicht den nötigen „Leumund“ für die „etablierte Öffentlichkeit“(nicht mein Gedanke) besitzen, um dem Ganzen unzweifelhaft Gewicht zu verleihen.
    (Hörstel, Wimmer, Scholl-Latour – ja, auch Ganser & Co. stehen irgendwie im „Abseits“ der MSM und wie soll der normale Zeitknecht da sich ein eigenes Bild von machen und Urteile dazu bilden? Selbst die selbsternannten Bildungsbürger, die regelmäßig durch die Szene schwadronieren, müssen sich den Vorwurf der mäßig erfolgreichen Recherche und Exegetenlogik gefallen lassen – es ist also äußerst schwierig, da die korrekte Balance zu finden)
    Aber das sind taktische Petitessen.

    Der in dem Link zu einem Blogkommentar angeprangerte „Antisemitismus“ ist natürlich völlig daneben.
    Er wurde ja mit diesem Argument vom RBB gekündigt, weil er die Israelpolitik öffentlich kritisierte.
    Was man von solchen Vorwürfen zu halten hat, sollte hier unausgesprochen klar sein.

    Ihm vorzuwerfen, er würde nur Behauptungen aufstellen ist eine billige, weil durchschaubare Nummer.
    Eine häufig, auch von ihm bereits thematisierte, vorgebrachte Klage ist z.B. – seine Texte seien „zu lang“^^
    Tja, dann würde ein vollständiges Quellenreferendum sicherlich solche Kritik verstummen lassen, haha!

    Ich sag´s mal kurz so:
    Mir ist ein Panikbrüller, der mich (auch möglicherweise unnötig) aufscheucht und dazu bringt, mich mal wieder neu zu orientieren, lieber, als die professionellen Totschweiger, die mich stumm und vorsätzlich ins (möglicherweise gar nicht so virtuelle) offene Messer laufen lassen.

    • federleichtes
      April 8, 2014 um 3:40 pm

      Der von Ihnen postulierte „Point of no Return“ hindert uns ja nicht daran, sehr aufmerksam zu bleiben. Aus meiner Sicht polarisieren Jebsen & Co., aber eben nicht nur – sie wollen MITTELS Polarisierung mobilisieren. Ich folge deren teils subtilen, teils brachialen Suggestitionen nicht, die ein BESTIMMTES Handeln als unausweichlich, alternativlos bestimmen wollen.

      Nochmals meine Sicht
      Die Grundlagen für einen politischen, wirtschaftlichen und „Glaubens“wandel lassen sich auf einem Marktplatz nicht verkünden und nicht erschaffen; sie wachsen natürlich. Auch mittels der „Instrumente“, die auf einem Marktplatz auf Bananenkisten stehen. Hätte ich die Wahl zwischen Ken Jebsen und der Bananenkiste – klar, mir ist die Bananenkiste symphatischer. Andere rennen auf den Marktplatz und rufen „Bravo“, obwohl sie die Bananenkiste nicht mal wahrnehmen können. Bitte sehr, ist ja für Jeden was dabei.

      Wie bewerte ich die „Panikbrüller“?
      Mir ist bedeutsam, was z.B. Dieter Hildebrandt, Georg Schramm und Volker Pispers mit ihrer Art der „Aufklärung“ bewirkten. Wurde das sichtbar? Boten sie wirklich mehr als gute Unterhaltung? Und blieb ihnen mehr als die Einsicht, ihr eigenes leben regeln zu müssen – insbesondere ihren relativen, was ihren revolutionären* Geist betraf, Misserfolg zu verstehen?

      Egal, ich trete hier nicht gegen Menschen wie Ken Jebsen auf, die auf ihre Weise die Einen so und die Anderen eben anders erreichen. Die meisten unserer Kulturmenschen, das glaube ich, sind für Beides nicht erreichbar, weil sie zu dumpf oder/und zu ängstlich sind.
      Was das ‚gar nicht so Virtuelle Messer‘ betrifft, frage ich mal:
      Ob nicht JEDE Art Propaganda dieses in Glanzpapier vor sich her oder hinter dem Rücken versteckt den Massen offeriert?

      Politische Spiele, ich fasse mich zusammen, sind mir Ausdruck einer SCHWEREN Geisteskrankheit.

      * Zufällig las ich in der Nacht noch ein paar Seiten im Buch „Siegmund Freuds Sendung“ von Erich Fromm. Zufällig erklärte er mir auf diesen Seiten den Unterschied zwischen „Rebell“ und Revolutionär“. Und denke an meinen Lehrer: Intelligenz ist, unterscheiden zu können.
      Re-Bellende Hunde beißen nicht.

      Danke, Mr. Chattison.
      Wolfgang

  15. April 12, 2014 um 8:39 pm

    Was unterscheidet Geld vom Sonnenschein ? Lebewesen, Pflanzen voran, nehmen Sonnenlicht direkt auf und können es nicht auf die lange Bank schieben. Ein Photon kommt und würde wieder gehen, wenn die Pflanze nicht in der Lage wäre es direkt zu fangen und in Zucker umzuwandeln, sprich, aufs eigene Konto zu legen. Es besteht somit immer eine direkte Beziehung zwischen Licht, Pflanze und Ordnungsvermögen, welches der Zucker ist. Die Pflanze wandelt so viel Licht in Zucker wie möglich und wie notwendig … für die Pflanze.
    Ganz anders das Geld. Geld an sich ist ja nicht das Problem, sondern der Umgang mit dem Geld schafft eine Reihe von Problemen, weil Geld immer mehr Feedbacks und Beziehungen verschwinden lässt. Was für das Verhältnis von Pflanze und Sonne ganz natürlich ist, wird beim Geld zunehmend künstlich. Daher kann auch keine Digitalwährung je das eigentliche Problem lösen, sondern verstärkt es noch.

    Geld ermöglicht mir Tätigkeiten in Anspruch zu nehmen, die ich nicht tätigen kann, z. B. aus Zeitmangel oder weil mir die Fähigkeit fehlt. Also gebe ich jemandem Geld, um zu tätigen, was ich selbst nicht tätigen kann. In der Summe aller Tätigkeiten der Menschen könnte daraus in der Tat ein Netzwerk gegenseitiger Erfüllung hervorgehen, ganz im Sinne der natürlichen Vorgabe. Doch das Problem des Geldes ist mehr und mehr, dass immer mehr möglich wird, was immer weniger notwendig ist, damit eine Ausgewogenheit überhaupt beibehalten werden kann. Dekohärenz.
    Sicher kann das auch eine Pflanze, indem sie ihren Zucker einem anden Lebewesen zwecks Nahrung zur Verfügung stellt, allerdings geschieht dieses auf “Kosten“ der Pflanze, die jedoch niemandem in Rechnung gestellt werden kann, weil der Sinn dieser Weitergabe des Zuckers in der Bewahrung des Lebens als Ganzes liegt und nicht zur eigenen Vermögensbildung dient.

    Keine Pflanze kann somit in Anspruch nehmen, was sie selbst nicht imstande ist zu leisten, und wenn sie etwas leistet, wofür sie doch die Hilfe anderer Lebewesen benötigt, z. B. zur Samenverbreitung, dann geschieht dieses im Rahmen von Ausgewogenheit, sprich, soweit möglich, wie notwendig. Ungleichgewichte in der Verteilung von angesammeltem Vermögen werden daher wieder ausgeglichen, aufgrund von Feedbacks und Beziehungen, die über lange Zeit gewachsen sind. Beim Geld geht all das verloren, wobei es immer eher zu immer ausgeprägteren Ungleichgewichten kommt, ohne dass sie wieder ausgeglichen werden, zum Wohle des Ganzen auf lange Sicht. Zumal wir Menschen ja zunehmend daran arbeiten, dass das Ungleichgewicht weiter bestehen kann bzw. noch verstärkt wird. So werden Lösungen gefordert, nur richten die sich an die falsche Stelle und vermögen so keineswegs das eigentliche Problem des Geldes zu lösen …

    Hinzukommt, dass wir Menschen meinen die Sonne scheinen lassen zu können, obwohl Nacht ist oder aber der Himmel voller Wolken hängt. Unser Geldsystem verspricht Sonnenschein mittels Krediten und nährt sich mittels Zins am Sonnenlicht, obwohl die Sonne nicht scheint …

    Gruß Guido

    • federleichtes
      April 12, 2014 um 10:59 pm

      „Daher kann auch keine Digitalwährung je das eigentliche Problem lösen, sondern verstärkt es noch.“

      „sondern verstärkt es noch.“ ist auch ein Archetyp. Drückt sich auch im Zinseszins aus. Auch im Krebs. Daneben steht übrigens der „Archetyp Wahn“- das Unverbesserliche. (Unterlasse das, das runiniert dich – egal; das ruiniert uns – egal; das runiert Alles – egal.)

      „… , wobei es immer eher zu immer ausgeprägteren Ungleichgewichten kommt, ohne dass sie wieder ausgeglichen werden, zum Wohle des Ganzen auf lange Sicht.“

      Du meinst damit sicher nicht, es gäbe eine Schöpfungsleistungsgleichung „Unwohl = Wohl“. Du meinst, aus dem Unwohl (Chaos) entsteht ein Bewusstsein über die Ursachen des Chaos? Das automatisch für ein Gleichgewicht verschieden(st)er Existenz-Ansprüche sorgen würde? Du meinst, wir lebten, um eine entstandene Chaos-Ordnung strukturell erkennen und auflösen zu können? Du meinst, Alles, auch das Geld, hätte Sinn?

      Wir waren heute auf Bienen, war naheliegend, war demokratisch und widersprach dem herrschenden Geldsystem eher auf unbedeutende Weise – und machte daher Sinn.

      Dieser Mini-Käfer

      allerdings, Man, Mann, Mannn, mogelte sich einfach ins Bild (dabei wollte ich eigentlich ein demokratisches Geldkrokodil fotografieren). Sonne war auch nicht zu sehen, eben nur ihre Produkte. Bitte? Ich meine, den Zusammenhang muss man sich doch mal vorstellen dürfen – ohne Sonne wäre hier NIXKOMMANULLNIX. Außer vielleicht ein Herr Knacktugewanda nebst ein paar tiefgefrorenen Predigergewändern.

      So, Scherz beiseite. Ich mache mich gleich ans Einmachen der Karmamelade.

      Herzliche Grüße an euch von
      Wolfgang

      • April 12, 2014 um 11:59 pm

        Mann, Mann, Mann … Danke für die Bilder … Löwenzahn, nicht wahr … pflückten wir gestern und heute im großen Stil und ließen noch reichlich für die ANDEREN … nun stehen die Blüten, samt Gänseblümchen, als Sirup in Flaschen gefüllt im Kühlschrank …
        Deine Bilder passen auch noch hierzu … gerade hochgeladen, sag ich doch, Mann, Mann, Mann:

        http://www.gold-dna.de/updateapril14.html#nw21

        Geld hat einen Sinn ? Na sicher doch. Nur hat es einen gänzlich anderen Sinn als jenen, den jeder Bankangestellte im Sinn hat, wenn vom Thema Geld gesprochen wird, ganz vertraulich, unter vier Augen …

        Vielen Dank und liebe Grüße
        Die Löwenzahnpflücker

        • federleichtes
          April 13, 2014 um 2:29 pm

          Erzählen kann ich ja viel, wenn der Tag lang ist. Tatsächlich stand ich gestern inmitten der wunderbaren Löwenzähne und dachte an Dich, natürlich albern:
          Wo Du wohnst, findet man im Umkreis von einigen Kilometern keinen einzigen.

          Ich hadere immer noch mit meinem Holunderblütensirup. Sollte mal das Unterwegs-Trinkwasser breichern, bewährte sich aber nicht. Und nu steht er hier. 2006 kochte ich Bärlauchblätter ein, Pesto vom Feinsten. Das bewährte sich innerhalb weniger Tage – und ich überlege, ob ich mal wieder einen Korb voll Blätter pflücke. Wenn die noch da sind. Vor ein paar Tagen sprach mich ein japanisch anmutendes Ehepaar (er sah aus, als wäre er Gastprofessor an der Uni) an, ob ich eine Bärlauchstelle wüsste – als wäre mir das Wissen darum auf die Stirn geschrieben.

          Sinn ist eine Ebene, auf der sich das „Grasen“ lohnt. Kein Halm, der für „Sinnlos“ steht, sollte stehen bleiben.

          Ich versuche gerade, den traumatischen Komplex auseinander zu brechen, damit die Problematik pragmatisch greifbarer wird. Scheint mir interessanter, als die Tapeten in Wolkenkuckucksheim zu beschreiben.

          Am Rande
          Die Texte von Wolfgang Heuer gefallen mir, aber nicht so, dass ich sie glatt „schlucken“ könnte. Mir fehlt allerdings die Zeit, um mich (auch noch) darauf einzulassen – im Frühling.

          Dem sind nämlich Geld und Demokratie sowas von wurscht.

          Herzliche Grüße an Euch von

          Susanne und Wolfgang

          • April 14, 2014 um 1:10 am

            “Ich versuche gerade, den traumatischen Komplex auseinander zu brechen, damit die Problematik pragmatisch greifbarer wird. Scheint mir interessanter, als die Tapeten in Wolkenkuckucksheim zu beschreiben.“

            Wohl wahr. So ergeht es mir aktuell mit dem roten Faden der Energie, der sich als brennende Lunte durch die Menschheitsgeschichte schlängelt. Dass diese Lunte mit dem Trauma in Verbindung steht, steht außer Frage, denn hätte es das Trauma nicht gegeben, wäre der technologische Fortschritt der Menschen nicht notwendig geworden … inklusive, des Geldes, der Daten, der Schrift, und all der fossilen (?) Energieträger …

            Gruß Guido

  16. federleichtes
    April 14, 2014 um 2:07 am

    @ Guido
    „Wohl wahr. So ergeht es mir aktuell mit dem roten Faden der Energie, der sich als brennende Lunte durch die Menschheitsgeschichte schlängelt.“

    Weißt Du, ich finde – ganz ehrlich – Heilige wunderbar. Aber können die nicht ihr Ding machen und uns arbeiten lassen?
    Ich meine, die Welt im Elend, am Rande eine Weltenbrandes, und dessen völlig ungeachtet läuft die Welt weiter – die Einen saufen und fressen und schnattern sich die Ohren zu, und die Anderen kotzen die Welt voll mit ihren „Weisheiten“. Die Einen kann ich wenigstens verstehen.

    Es gibt so viel Neues zu entdecken, sowohl in der Natur als auch in der Welt des Geistes. Und die in diesen beiden „Reichen“ erfolgreich-glücklich tätig sind, einem SEHR LOGISCHEN Faden folgen, sollen sich vollpsalmodiieren lassen?

    Mit der Energie bin ich auch noch nicht fertig! Mit Fromm-Freud auch nicht, da wird’s gerade spannend! Und bald erscheinen die ersten Vogelkinder. Oder sollte ich doch aufs Psalmodieren umsatteln?

    Ein kleiner Schlenker auf’s Thema.
    Las vorhin bei Qpress
    http://qpress.de/2014/04/10/dollar-endzeit-signale-40-zentralbanken-wetten-auf-neue-weltwaehrung/

    Besonders die Kommentare von „Solist“ beschreiben (mir deutlichst), was Sache ist. Und die Sache, mit Verlaub, ist mir scheißegal.

    Gruß
    Wolfgang

  17. Gerd Zimmermann
    April 14, 2014 um 2:07 am

    Brennende Lunte? Mensch ruf die Feuerwehr.
    Fossile ? Energietraeger aus der Zeit der Dinos.
    Das Oel war gut versteckt, man haette es ruhen lassen sollen.
    Nein, da waren diese gierigen Aether- Dollarzeichen in den Augen.
    Man hat ein Vogonenschiff gesichtet. Es bleibt noch Zeit
    fuer genau 3 Bier, komm schnell.

    LG Gerd

  18. federleichtes
    April 14, 2014 um 3:36 am

    Ich arbeite mindestens bis vier Uhr, halbe Stunde lesen und schlafen wie Stein. Revolution sollen sie machen – oder es versuchen. Ich bin sicher, DIE Revolution findet nicht in den Köpfen der Elite-Menschen statt. Und falls ich daneben liege, auch gut. Dann warst Du wenigstens im Universum unterwegs und wir täglich zum Probeliegen auf dem Friedhof. Seit Mathias mich an’s Kali Yuga erinnerte, bin ich wieder sehr fatalistisch-optimistisch; auch für die Heiligen (die nach meiner Auffassung keine viel bessere Rolle spielen durften als das parasitäre Gelichter – für die Elend und Sorgen der Menschen ein Scheißendreck bedeutet. Macht nix.

    Hab‘ eben mal ein paar Blumenseiten für die Homepage gemacht.
    http://federleicht-leben.de/02-blumen-und-pflanzen/01-gartenblumen/start-gartenblumen/index.html

    Morgen geht’s weiter.

    Gruß
    Wolfgang

  19. Gerd Zimmermann
    April 14, 2014 um 3:58 am

    Weisst Du, Wolfgang, der Friehof ist nur virtuell, also nicht von Dauer.
    Unsere Koerper, physikalische Huellen, unterliegen einen zyklus,
    bitte macht nicht den Fehler zu glauben wir sind der Koerper. Das ist
    nicht richtig. WIR sind der GEIST, der den Koerper benutzt um fuer
    Susanne Blumen pfluegen zu koennen und Susanne backt den Kuchen.

    Der Geist des Menschen ist ewig. Vergiss bitte nicht wir hatten nur einen
    Filmriss. Das Potential Deines Geistes ist unendlich. Bald wirst Du dich
    erinnern.

    Schlaf gut

  20. April 14, 2014 um 8:53 pm

    Wirtschaft und Bevölkerungswachstum:

    http://www.theguardian.com/sustainable-business/blog/concern-overpopulation-red-herring-consumption-problem-sustainability

    Expansion um jeden Preis hat ihren ganz eigenen Preis … und je mehr Menschen es bedarf, desto tiefer liegt das eigentliche Problem, schließlich ist die Weltbevölkerung Ausdruck der Problematisierung eines PROBLEMS.

    Gruß Guido

  21. matthas
    April 5, 2015 um 10:26 pm

    holybiophotonvor 5 Tagen

    Habe alle „Reichsbürger“ für Spinner gehalten, bis dann … ein Schock. Ich arbeite auch ehrenamtlich im Gemeinderat und habe nach einer offiziellen Anfrage (mehr aus „ Spaß“ und als erwartetes Gegenargument für meine weitere Demontage von den Spinnern) bei der für uns zuständigen Stadt erfahren dürfen, dass bereits 1990 (nach der „Wiedervereinigung“ mit Mitteldeutschland) alle Kommunen, Gemeinden und Städte über 40.000 Einwohner offiziell darüber informiert wurden, dass man sich nun als Verwaltungsorgan selbst privatrechtlich organisieren und absichern muss, da sich die Rechtsstellung und Gerichtsbarkeit im Zuge der „Wiedervereinigung“ in der BRD existentiell und grundlegend im Status quo geändert hat. Ab dann lief das lange Zeit unverständliche „Privatisierungsprogramm“ auch in Deutschland auf Hochtouren. Amtswesen, Post, Bahn, Energieversorger usw. etc. pp. wurden sukzessive still und ohne großes Tam-Tam, fast heimlich „umgestellt“ auf Firmenrecht, Handelsrecht frei von jeglichem Staatswesen. Den wahren Grund hat man selbstverständlich gezielt unterschlagen. Der Grund war und ist schlicht und ergreifend, dass mit der „Wiedervereinigung“ von Teilen Deutschlands (quasi alle Gliedstaaten des 1. Deutschen Reiches, Länder wie Preußen, Bayern usw. – nebst allen Provinzen und Gemeinden – bis auf Berlin) per sofort wieder ihre volle Souveränität erlangt hatten, frei von jeglichem Besatzungsstatut waren! Ein Kulturschock für mich! Wie gesagt – bis auf Berlin! Das heißt, dass alle Länder in den Rechtsstand von vor 1918 und in den Grenzen und Gebieten von vor 1937 gestellt wurden. Mangels Information und Organisation der ursprünglichen Gemeinden sind wir nur noch lange nicht alle handlungsfähig. In 2013 war die Gemeinde Neuhaus die erste Gemeinde (Körperschaft), welche es nach Vorbereitungen in 2011 angegangen ist. Es folgten zunächst 2 weitere Gemeinden – und bis dato arbeiten bereits 550 Gemeinden (Zahl leider noch unbestätigt) an der Wiederherstellung ihrer Selbstverwaltung, kündigen alle Verträge mit der BRiD-Verwaltung. Wir haben am 14.04.2015 die nächste Gemeinderatssitzung zur substitutionellen Vorbereitung nach Legitimitätsprinzip als unabhängige Gemeindeverwaltung, als von Stadt, Provinz und Land oder Staat unabhängige selbstverwaltete Körperschaft. Warum wohl, können seit vielen Jahren sogar Polen und Russen (z.B. aus Königsberg) mit Nachweis ihrer Abstammung in Deutschland aus vor 1914 bei uns Harz 4 beantragen – und bekommen das Geld auch anstandslos? Einige sind gar so gut informiert, dass sie sich neuerdings sogar auf das alte gültige Recht berufen und bekommen die gültigen Sozialhilfesätze von über 1.100,00 Euro für den ersten Bedürftigen im Monat! Wenn das hier die Runde macht, dann gute Nacht! Doch recherchiere bitte selbst! Der BRiD NGO Verwaltung als Sub-Treuhänder der UN schwimmen täglich mehr Felle weg. Man flüchtet sich hektisch und kopflos in das EU-Firmen-Konstrukt um uns die wahren Möglichkeiten mehr und mehr zu verbauen. Ich denke es wird ein „sehr heißer Sommer“ in Deutschland werden. Ja, auch und vor allem der Friedensvertrag mit noch 53 Ländern aus dem Weltkrieg hängt vor allem an Deutschland, und bekommen wir den endlich zustande, dann kann die ganze Scheiße der Nato und ihren Erfüllungsgehilfen beendet werden, das Spiel wäre aus, oder zumindest in der Art nicht fortzuführen. Denn 70 Jahre Waffenstillstand hat nichts mit Frieden zutun! Und nein, wir werden auch dann weiter unseren Arsch bewegen müssen und uns an Regeln und Gesetze halten müssen, unsere Brötchen wie gehabt erarbeiten müssen. Nur dann in friedlicher Kooperation auf Augenhöhe mit realer Entlohnung – und nicht mehr als Sache, als Personal, Stimmvieh und Kapitalsklave und ansonsten nutzlose überzählige Esser ohne Anspruch auf Menschenrechte und Menschenwürde im Hamsterrad laufen müssen. Bitte sagt das möglichst vielen Menschen, vielen Dank. Gruß Noris

    https://www.youtube.com/watch?v=UeniO41W_Bo (Gemeindeaktivierung)

  22. April 6, 2015 um 10:56 am

    Ob Island der erste Dominostein sein wird, der fällt und das gesamte Kartenhaus des Fiat Money Systems, privat geschöpften Geldes zum Zusammenfallen bringen wird?

    Geldschöpfung: Island will Banken entmachten

    Islands Ministerpräsident sagte, dass alle isländischen Finanzkrisen seit 1875 durch einen Kreditboom von Banken ausgelöst worden seien. Deshalb wird aktuell debattiert, Geschäftsbanken die Möglichkeit der Geldschöpfung weitgehend zu entziehen. Banken sollten ihrer Funktion nachkommen, Sparguthaben und Kredite zu verwalten.

  23. Luther
    März 20, 2016 um 3:32 pm

    Hat dies auf pinocchioblog rebloggt.

  1. April 5, 2014 um 8:51 am
  2. Mai 21, 2014 um 8:36 am

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