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G8 oder G9 als Schule fürs Leben ? Oder G0 … denn das Leben selbst ist Schule genug !

The further a society drifts from truth,
the more it will hate those who speak it.
George Orwell

Dass das Leben selbst die einzig wahre Schule ist, der es bedarf, um sein Leben wahrhaft zu leben, anstatt seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen, kam hier im Blog bereits mehrfach zur Sprache, z. B. im Rahmen von Schulkritik oder in der Betrachtung indigener Gemeinschaften. Und apropos Gemeinschaften, der Unterschied zu Gesellschaften ist wesentlich und zeigt sich unter anderem auch im Unterschied zwischen 52 Wolkenbildern und 57 Fernsehkanälen

… In the Lakotha language, the language of the central plains of North America, there are 52 different kinds of clouds that we have names for. With that knowledge and wisdom, by recognizing the often subtle differences between types of clouds and their characteristics, we can accurately predict the weather up to two days and nights in advance. …

Russell Means & Bayard Johnson – If you’ve forgotten the names of the clouds, you’ve lost your way – Seite 5

Lernt man in der Institution Schule, die einen auf das Leben vorbereiten soll, das Wesen des Lebens, welches Gemeinschaft ist, im Rahmen gesellschaftlicher Erwartungen ? Lernt man in der Institution Schule, wo Lernpläne, geschmiedet im Voraus, Lerninhalte vermitteln, zu denen man keinerlei persönliche Bindung, keinerlei gemeinsame Beziehung hat ? Gleichschaltung in Klassengemeinschaften, in denen die vermeintliche Gemeinschaft blauen Tomaten gleicht, die nach Banane schmecken ? Klassenkampf, statt Lebensgemeinschaft. Konkurrenz, statt Kooperation.

Russell Means und Bayard Johnson beschreiben in If you’ve forgotten the names of the clouds, you’ve lost your way ein Lehrstück in Sachen Gemeinschaft, aus dem Leben indigener Indianer, bevor die Eroberer die Geschichtsbücher mit Lügen füllten. Liest man dieses eindringliche Buch über das wahre Wesen des Lebens als Ganzes, dann fragt man sich mit jedem weiteren Kapitel, warum dieses ungeschminkte Buch nicht Thema in westlichen Schulen ist, vereint es doch Politik, Geschichte, Soziologie, Biologie, Englisch, und weitere Lehrfächer, zu einer Lebendigkeit, die man im heutigen Schulsystem derart vergeblich sucht. Vor allem aber vermittelt es schulisches Neuland, unseren Schulen einen Spiegel vorhaltend, dessen Spiegelbild zeigt, was unseren Gesellschaften abhanden gekommen ist und warum sie zu dem werden mussten, was sie heute sind. Die Frage, ob G8 oder G9, verliert so gänzlich an Bedeutung, wenn man dem wahren Wesen des Lebens auf die Spur kommen kann, indem man von “Insidern“ einer uns unbekannten Gemeinschaft an die Hand genommen wird und bisher weiße Leinwände in einem ganz anderen Licht erscheinen, nämlich im kohärenten Licht des Hörensagens, dem man in Gesellschaften mehr und mehr misstraut.

Stellvertretend für all die Einblicke, die Russell Means und Bayard Johnson gewähren, möchte ich im Folgenden zwei Kapitel zitieren, die offensichtlich werden lassen woher wir kamen … und wo wir inzwischen gelandet sind … entfremdet vom Wesen des Lebens und immerzu auf der Suche. Doch was wir auf diesem Wege finden (werden) ist nicht das, was wir zu finden hoff(t)en. Ein Spiegelbild lügt nicht. Nur Ängste lassen die Realität anders erscheinen … und der moderne Mainstream ist ein breiter Strom kanalisierter Ängste:

… Homosexuals and the transgendered were held in high esteem in our society. They became teachers because of their different world view, and our children can benefit from this – we want them to be exposed to, and to learn from, all different world views.
People who were handicapped were teachers as well. They weren’t seen as outsiders, outcasts, or as different from anyone else in essence, in spirit. We understood that we could learn a great deal from those whose unique circumstances caused them to adapt in individual ways. Cripples strengthened the fabric of our society.
[ … ]
Heyokas were rare when we were free. But we knew about them, and if there were none in our particular village, we were told about them. The basic premise of a Heyoka is as a teacher, teaching us how not to live by doing everything backwards in the physical sense. Walking backwards, talking backwards – so he’s always talking about bad things, but it means the opposite. So he is a teacher. And the further you get away from the Great Mystery’s teachings, the more Heyokas are needed.
In Pine Ridge back in the 1960s, there was only one Heyoka in the entire nation. That is because most of the old people who kept our culture alive were still living. But as they died off, more Heyokas materialized. Now practically every Holy Man is Heyoka. This means the people aren’t listening to the teaching. the whole nation is becoming Heyoka. With so many people becoming addicted to one drug or another, and sending their kids to school where they learn the anti-knowledge of the Patriarch, the whole nation is unwittingly turning Heyoka – they don’t even realize it. …

Russell Means & Bayard Johnson – If you’ve forgotten the names of the clouds, you’ve lost your way – Seite 84-85

 

… The entire system and world view of the patriarch is Heyoka. Patriarchy is based on a pyramid structure. The Patriarch is uncomfortable everywhere it goes. He is afraid because he lives his life teetering at the top of the pyramid, and others are constantly trying to push him off his perch. Within his family, his wife and children must be enslaved in order to support his position of prominence and dominance. His children are brought up in his own image, to be fearful patriarchs tottering at the peak of their own unstable pyramid.
If he wants to maintain this position among his family, the Patriarch must be subjugated to the next level of authority, and so on up to royalty. Feudal structure, where nobody is free and the man at the top is afraid of everything, is the natural product of patriarchy. Everybody within the patriarchal system is a slave, because every person below the ultimate ruler is a slave to the power of all the patriarchs above them. And even the man at the very pinnacle of the pyramid is a slave – a slave to his own terror, of being toppled from power.
In our Matriarchal system, everyone is free and nobody is afraid of anything. We know who we are and where we belong. This can never be taken away from us. This is why the patriarchs have struggled so long and hard to destroy us and our cultures the world over. We are a terrible threat to this illusion of power because we are immune to it. He can commit complete genocide and wipe out our entire indigenous cultures again and again, but he has never succeeded in enslaving us. Our freedom from fear makes the Patriarch more fearful than ever.

Russell Means & Bayard Johnson – If you’ve forgotten the names of the clouds, you’ve lost your way – Seite 86-87

In den Schulen und ihren Büchern wird die Geschichte der nordamerikanischen Ureinwohner anders erzählt, niedergeschrieben von jenen, die in Spiegeln etwas anderers als die Wahrheit sahen … ihr eigenes Spiegelbild inbegriffen, ohne Bezug zum Leben als Ganzes und ohne Bezug zu den vorüberziehenden Wolken, jede im Grunde so einzigartig wie jedes einzelne Lebewesen selbst. Gerade davon lebt die Gemeinschaft des Lebens und lehrt es jedem, der sich dieser Gemeinschaft bewusst wird und Teil dieser Gemeinschaft werden will. Eine Geimeinschaft lebt vom Willen zur Kooperation und von der Auslebung der eigenen Individualität zum Wohle Aller. Ohne Lehrplan, ohne Wände in den Weiten des Lebens, ohne Zeitdruck und Erwartungsdruck, ohne sich den Lebensunterhalt erst verdienen zu müssen, schließlich ist das Leben selbst bereits das Vermögen, welches für alle reicht, die der Unterhaltung des Lebens von ganzem Herzen folgen … ein jedes Wesen in seiner ganz individuellen Ausdrucksform, befreit vom Einfluss jenes Fensters, welches für immer mehr Menschen gesellschaftsfähig wird, ohne zu erkennen, dass das Fenster, welches immer größere Ausmaße annimmt, in Wahrheit das Spiegelbild der Gesellschaft zeigt … und ohne zu erkennen, dass das Wesen von Gemeinschaft nicht auf dem Programm steht:

I bought a bourgeois house in the Hollywood hills
with a truckload of hundred thousand dollar bills
man came by to hook up my cable TV
we settled in for the night my baby and me
we switched round and round till half past dawn
there was fifty-seven channels and nothing on
fifty-seven channels and nothing on fifty-seven channels and nothing on

Bruce Springsteen – 57 channels

Quelle

So mögen Viele zwar die Vorzüge einer Gesellschaft für sich genießen und in den Vordergrund ihres täglichen Treibens stellen, jedoch nicht bereit sein, sich die Folgen von Gesellschaften bewusst zu machen, Folgen, die in einer Gemeinschaft nicht zugegen sind, weil sie aufgrund der direkten Beziehungen untereinander und im Miteinander von Umwelt und Mensch unmöglich sind. Doch warum, mitunter auch schmerzhaft und lehrreich, die Konsequenzen der Vergesellschaftung tragen, wenn man Anderen in der Gesellschaft die Schuld für all diese Konsequenzen in die Schuhe schieben kann, während die Schuldzuweisenden selbst geneigt sind sich auf leisen Sohlen aus der Verantwortung zu stehlen.

Spieglein, Spieglein in der Hand, wie konnte die Gemeinschaft der Menschen nur dorthin gelangen, wo sie heute steht ? Oder anders gefragt: Hey Siri, what’s app, äh, up with humankind ?

Siri schweigt, doch Russell Means und Bayard Johnson zeigen woher der Wind weht und wohin die Wolken ziehen, während der gesellige Mainstream seinesgleichen um sich scharrt und sie alle stur immerzu in ein und dieselbe Richtung starren … wie die Satellitenschüsseln auf den Dächern unserer Häuser …

 

Gruß Guido
http://www.gold-dna.de
http://www.gold-dna.de/phi.html

  1. April 1, 2014 um 10:15 am

    Und das “liebe“ Geld spielt in den Gesellschaften auch eine immer gewichtigere Rolle, nicht nur bezogen auf das sogenannte Bildungssystem. Dabei brauchen Gemeinschaften weder Geld noch ein abgrenzendes System, weil ihr Vermögen das Systemische ist:

    http://akademieintegra.wordpress.com/2014/03/31/stell-dir-vor-das-geld-konne-lebendig-werden/

    Schule als Institution einer Gesellschaft hat keinen wahren Lehrauftrag, sondern ist vielmehr ein Entleerungsprozess.

    Gruß Guido

  2. federleichtes
    April 1, 2014 um 1:40 pm

    Ja, das Leben selbst ist Schule. Und seine Schüler bauten Schulen – und Schulen bauten Schüler. Was dabei heraus kam, können wir bereits ziemlich deutlich erkennen, was dabei noch heraus kommen wird?

    Wer das Leben kritisiert, versteht es nicht. Ich habe sehr aufmerksam den Lauf des Themas Faschismus verfolgt, und vermutlich TRAF ich den Kern: Die im tiefsten Dunkel des Unbewussten versteckten WESENseigenschaften eines Geistes. Informationen, die Mensch – im Vorrübergehen – eben nicht bewusst erreichen kann. Beschreiben wir den Kern als reakitiv, als den Wahn auslösend, wird die Scheu verständlich.

    Unverständlich könnte sein, dass Mensch die BEZIEHUNG DES WAHNS ZU IHM erkennen können sollte – weil der Wahn im Außen waltet, er ihn wahr-nehmen kann; aber er MUSS den Wahn leben. Er lebt den Wahn nicht, er wird vom Wahn gelebt, und zwar auf eine Weise, die ihm auf der Erfahrungsebene vertraut sein muss. Ob wir die Wahn-Konditionierung archaisch-kollektiv nennen, ist eher unerheblich.

    Bildung befördert das Bild-Werden. Und logisch erscheint mir, dass ein reaktiver Wahngeist sich ausbilden muss, wenn das Feld für diese Ausbildung stimmt, wenn die Bedingungen diese bestimmte Ausbildung befördern. Und so könn(t)en wir Leben als die SOG-Kraft verstehen, die Wahn ins Bildhafte überträgt, ihn erkennbar, um ihn greifbar zu machen. Was dabei – schlussendlich – heraus kommen wird, ist eine Frage wert:

    Das Wahrhafte des Wahnhaften?

    Zur Ausbildung des Wahn-Geistes gibt es ein Herzens-Bildungs-Äquivalent. Und wir dürfen annehmen, dass ein bereits existenter Wahn-Geist seit Anbeginn der Zeiten ringt mit einem Herzens-Wesen. Leben als integrative Kraft, im Sinne eines bereits fertigen Bildes von einem Herzgeist? Das Ideal, das das unbestimmt Fließende beschützend reguliert, und das unerbittlich egozentrisch Starre sozial verträglich macht?
    Leben hat uns bewiesen, dass es für Pflanzen und Tiere eine Ordnung schaffen kann. Wäre Leben am Ende seiner Kunst, gäbe es keine Entwicklung im Sinne eines Fortschritts – der Ausbildung des Wahns und der Ausbildung des Herzens. Den Fortschritt in diesem Sinne interpretieren können ist eine Kunst – Lebenskunst: Den Frieden leben.

    Danke für Dein Thema.

    Wolfgang

    Andentanne

  3. April 1, 2014 um 4:46 pm

    Die Schule(n) des Lebens

    G8…G 9…G-hin…G-her
    G-rauf…G-runter…G-kreuz…G-quer
    G-weniger…G-mehr
    Was wird gelehrt? Was wird gelernt?
    Wer wird belehrt?
    Wird das Wissen verringert?
    Wird es vermehrt?
    Was ist Wissen?
    Was ist wirklich wissenswert?
    Was ist Kenntnis?
    Wer leitet? Wer lehrt?
    Wer zeigt den Weg?
    Was wird gesucht?
    Was ist begehrt?
    Was ist Notwendigkeit?
    Was ist der Sinn und Zweck
    von all dem ewigen Tauziehen?
    Was ist nur Politik?
    Was ist nur Ideologie?
    Wer gibt die Anweisungen?
    Wer ist der eigentliche “Herr” der “Sache?”
    Was ist nur Wurschtelei…Manipulation…
    viel lauter Lärm …Getue und Gemache?
    Einmal so…dann wieder anders?
    G-her…G-weiter…G-weg!
    Man nennt es Reform…
    dann wird die Reform reformiert…
    Dann wird es wieder anders…
    Was wird entschieden?
    Wann ist man mit dem Resultat zufrieden?
    Wird hier sehr sinnvoll praktiziert…
    oder nur so wahllos, qualvoll experimentiert?
    Einmal so…dann wieder anders?
    Wird es besser?
    Wohin führt der Weg?
    Was sind die Lehrpläne?
    Wer wird bearbeitet, getrieben, gehobelt?
    Bei wem fliegen Späne?
    Ist alles nur Druck und Zwang?
    Wer muß sich beugen, bücken,
    anpassen, fügen…
    Wer muß sich plagen und schinden?
    Was ist für Erfolg erforderlich?
    Was wird wohl an eigenem Beitrag genügen?
    Baut man feste, haltbare Brücken,
    oder sind es nur schwankende Steg’?
    Geht man zielstrebig in die Zukunft?
    Wer weiß wohin?
    Lernt man was man benötigt,
    was man auch wirklich wissen muß,
    Dinge von bleibendem Wert?
    Wie kann man es beurteilen, bewerten?
    Wie und wo kann man es anwenden?
    Geht es voran…oder rückwärts,
    Wird man in einer Sackgasse enden?
    Wird man nur manipuliert,
    drangsaliert und geschlaucht?
    Wird man trainiert wei ein Tier?
    Wird man nur geplagt und verbraucht?
    Die Schule ist Vorbereitung
    für das Leben!?
    Was muß man hierfür beitragen und hergeben?
    Kann man Leben lernen?
    Das Leben selbst ist eine Schule.
    Es vermittelt Wissen und Kenntnisse.
    Man nennt dies gesammelte Erfahrung.
    Man lernt auch viel
    von eigenen Fehlern und Fehltritten.
    Das Leben ist ein strikter und strenger Lehrmeister.
    Nur wer von den Lektionen lernt…
    bannt für sich mit der Zeit
    auch die besten Geister.
    Man lernt aber nicht nur für sich allein…
    Nur in der menschlichen Gemeinschaft
    lernt und empfindet man
    den wirklichen und wahren Wert von Menschsein
    Wir sind alle Schüler
    und bleiben dies unser Leben lang!
    Wir werden gefordert
    und gelegentlich
    durch reines Glück etwas gefördert.
    Das Lernen nimmt kein Ende.
    Man wird stets geprüft, getestet.
    Wer guten Willens ist
    der kommt gut voran.
    Nicht alles ist mühelos…
    Nicht alles ist problemlos…
    Es geht nicht ganz ohne
    so manche Misere und ohne Wahn…
    Menschen verändern sich.
    Die Bedingungen und Forderungen
    fürs Leben bleiben nicht gleich.
    Man muß sich schnell und geschickt anpassen!
    Nur wer gewillt ist zu lernen
    kann seinen Fortschritt festigen,
    kann sich die Zukunft sichern
    und auf festes Fundment etablieren.
    Wer es nicht kann…oder nicht will…
    der bleibt zurück, verbittert,
    vereinsamt und verlassen.
    Wer aber einen Willen hat
    der wird aber einen Ausweg finden!
    Das heißt also: G-voran…G-weiter…
    G-nicht nach hinten!

    Gerhard A. Fürst
    1.4.2014

    • April 1, 2014 um 4:54 pm

      Eben … G Null ! Oder deutlicher G0 oder noch deutlicher GO ! Bleib nicht stehen !

      Danke mal wieder für fürstliche Zeilen.

      Gruß ins Land der wahren Indianer 😉
      Guido

  4. Gerd Zimmermann
    April 1, 2014 um 7:24 pm

    Ich bleibe mir treu und sage, die Antwort ist 42. Nicht 32. ES, ER, SIE , ES.
    Ich bin so dankbar. Alles ist Liebe.

    Das grosse Verstaendniss um das Universum, das Leben und den ganzen
    Rest ist unglaublich unerschoepflich.

    Habe ich da Schoepfung gesagt. Manchmal braucht ES einen Bonus.

    Wolfgang ich habe Dich und Susanne lieb, wobei ich mich und meine
    Liebste auch lieb habe.

    Der Kreis, ja, wo faengt er an, wo hoert er auf ? 3,6 und 9 ist Materie
    ich weiss es geht auch ohne. Aber nicht ohne Gott, Bruder.

    LG Gerd

  5. Heinrich Schmitt
    April 1, 2014 um 8:25 pm

    Ein Thema so Recht nach meinem Geschmack. Muss mich aber erst mal einlesen. Bin gerade aus dem gefaehrlichsten Gebiet in Mindanao heil zurueckgekehrt und total ueberrascht ueber die grossartige Gastfreundschaft der indigenen Voelker dort !

  6. April 1, 2014 um 8:45 pm

    Bin gerade mal dem von Dir, Guido, empfohlenen Link zu dem Artikel über das lebendig-werdende Geld gegangen und lese:

    In den Begriffen des Cusanus ausgedrückt: “Gott ist der Münzherr”, aber die Anerkennung des Wertes der Münze erfolgt durch den Münzwechsler, also den Menschen. Diese Anerkennung ist nicht gottgeben, sondern erfolgt durch das menschliche Urteil. Der Mensch ist also ein wertsetzendes Wesen und Wert existiert nur im Raum menschlicher Fähigkeits- und Urteilsbildung. Den objektiven Wert einer Sache gibt es nicht.

    Und

    Dieses Modell – die Menschen in Beziehung, die Vermittlungsinstanz verlebendigt, das gemeinsame Schauen, Denken und Erkennen des Vernünftigen – ist das Gegenteil der Idee, die Welt zu modellieren und dann zu versuchen, die menschlichen Verhaltensweisen diesem Modell anzupassen. Oder, schlimmer noch, sollte die wirklichkeitsgemäße Modellierung scheitern, das Modell kurzerhand die Wirklichkeit bestimmen zu lassen. So wie heute. Ökonomie ist, was als solche von Ökonomen, die sich als Naturwissenschaftler dünken und meinen, Gesetzmäßigkeiten erkannt zu haben, zu selbiger deklariert wurde.

    und

    … ein anderes Tun vorgeschlagen: Gemeinsame Urteilsgestaltung, gemeinsam Denken und Erkennen als Voraussetzung dafür, dass sich niemand über den Tisch gezogen fühlt. Man könnte es auch commoning nennen.

    Ja, das ganzheitliche Denken, miteinander Ringen und Handeln, das gemeinsame Regeln und nicht das Regeln-lassen wird uns leben lassen. Ansonsten werden wir gelebt … das wird für Mancheinen noch ein langer Weg. Nur wie viel Zeit bleibt uns noch, bei all den Kreigstreibern, die wieder zu beobachten sind …

    • April 1, 2014 um 9:09 pm

      “Commoning“ ist gut … klingt irgendwie nach “Coming out“ … sprich, was vom Wesen her bereits vorhanden ist, wird durch den Körper bewusst(er) gemacht, und das umso ausdrucksstärker, je notwendiger das “Commoning“ bzw. “Coming out“.

      “Nur wie viel Zeit bleibt uns noch, bei all den Kriegstreibern, die wieder zu beobachten sind …“

      Bisher hatte die Verkettung der Probleme alle Zeit der Welt ( 13,7 Mrd. Lichtjahre ) und die Ängste und Erwartungen, die systematisch verkettet werden, sind nur Mittel zum Zweck, mittels Schwarzmalerei von Energie … das funktioniert sehr gut, schließlich versteht kaum einer die Diskussionen um unsere Schulformen als Problematisierung, sondern vielmehr als Quelle von Problemen …

      Gruß Guido

  7. April 1, 2014 um 9:01 pm

    Wie schwierig es für uns modernen Menschen ist, uns die Verkettung von Problemen als Problematisierung EINES PROBLEMS bewusst zu machen, zeigt sich bezüglich des Themas auch in folgendem Text:

    http://www.stern.de/familie/kinder/scheiss-auf-g8-oder-g9-so-macht-schule-spass-2099519.html

    Lernziele einer Gesellschaft verfehlen das Ziel des Lebens, auch wenn das Gesellschaftsspiel Spaß macht, jedoch kein Gemeinschaftssinn mit dem Leben als Ganzes daraus hervorgeht.

    Gruß Guido

  8. Helga
    April 2, 2014 um 9:47 am

    Ich habe in

    Brüssel will mit Steuergeldern EU-Staatsfunk aufbauen

    Brüssel will an der „Darstellung der EU und ihrer Werte“ in der Öffentlichkeit arbeiten. Geplant ist das mit einem „unabhängigen europäischen Rundfunk“. Finanziert wird der Super-Staatsfunk von den europäischen Steuerzahlern.

    diesen schönen brauchbaren Beitrag verlinkt und Zitat kopiert. Passte so… 🙂

    • April 2, 2014 um 4:39 pm

      Danke!
      Und interessant: noch mehr Indoktrination, die wir Pflicht-gemäß zu zahlen haben 😦

  9. April 2, 2014 um 10:47 am

    Löst man Probleme, indem die Verkettung der Problematisierung eines PROBLEMS in der digitalisierten Welt fortgesetzt wird ?

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/31/spiele-entwickler-verkauft-virtuelles-grundstueck-fuer-eine-million-dollar/

    Entstehen so nicht weitere Gesellschaften, die dort die Suche fortsetzen, wo das Wesen von Gemeinschaften nicht sein kann, weil der digitalisierte Raum die Folge von Gesellschaften ist, die bereits schon jenseits von Gemeinschaften sind ? Wird aus dem Fortschreiten so nicht schon eher eine Flucht ? Eine Flucht vor den Spiegelbildern, die zu einem Spiegellabyrinth werden, weil die Beziehungen der Suchenden zum Leben als Ganzes mehr und mehr verarmen ?

    Kann ein virtuelles Klassenzimmer somit eine Lösung für die Bildung des modernen Menschen sein ?

    Gruß Guido

    • federleichtes
      April 2, 2014 um 12:04 pm

      „Eine Flucht vor den Spiegelbildern, die zu einem Spiegellabyrinth werden, weil die Beziehungen der Suchenden zum Leben als Ganzes mehr und mehr verarmen?“

      Manchmal spüre ich „Etwas“ in Deinen Gedanken. wenn es um DAS Leben geht.

      Hatten wir Leben definiert als:
      Daten, die sich über das Lebendig-Werden in schaubaren Handlungen spiegeln. (?)

      Erinnere mich gerade an die Zeit auf Kreta, als ich den „Wert“ analytisch ergriff. Und meinte, der Wert sei dem Leben immanent, man müsse also Leben nicht bewerten. Trotzdem gibt es eine Facette des Lebens, die bewertet. Woraus ein Paradox entsteht:
      Leben kann nicht bewertet werden, und es muss (aus seiner Selbstveranlagung heraus) bewertet werden.
      Die Lösung des Paradoxes ist relativ einfach: Leben problematisiert „Wert“. Konkreter: Leben will Bewusstsein über den Wert von Absichten (die in der Lage sind, Informationen mit Energie zu verbinden – und somit schöpfend tätig sein können)

      Flucht und Konkretisierung stehen sich nicht als mehr oder weniger nützlich gegenüber, sondern wirken miteinander- Im Sinne DER Problematisierung ist also ein Selbstmörder nur anderer Ausdruck des Helden in der Schlacht (am Kalten Buffett) – so wie Faschismus und Altruismus die beiden Seiten EINER Geist-Medaille spiegeln.

      Natürlich ist es nicht einfach, zu verstehen, dass im (jn DEM) Leben zwei gegenläufige Absichten walten: Leben zu bewahren und Leben zu zerstören.
      Ich war in diesem Jahr oft auf unserem Friedhof. Und lernte im Angesicht des „Todes“ einiges über das Leben. Ganze Reihen von kleinen, schäbigen „Ehren“-Grabmälern sah ich gestern wieder ein Stückchen bewusster, für Männer, die gegen Ende des 1. Weltkrieges – ihr Leben AUSGEHAUCHT hatten. Ihr Körper, der wahrscheinlich nicht mal unter den Grabsteinen lag, kehrte längst vollständig in den biologischen Kreislauf zurück. Und wo blieb IHR Leben? Wo anders als im Speicher des Informierten, DES Lebens. Und wo blieb das, was auf eine sehr spezielle Weise lebendig gemacht worden war?

      Ich hatte hier ein Phase, in der ich den Unterschied zwischen Lebendig-Sein und Existent-Sein zu betonen versuchte. Vielleicht sollte ich – als nun ausgezeichneter Arschgeigen-Kommentator – diese Idee mal wieder aufgreifen und fortführen.

      Gruß
      Wolfgang

      Die Kleiber brüten

  10. April 2, 2014 um 12:21 pm

    Existent-Sein versus Lebendig-Sein … existent ist, was sich keine Mühe machen muss Lebendigkeit zum Ausdruck zu bringen. Existent ist, was dem Lebendigen den Eindruck von Ordnung vermittelt. Existenz begleitet das Leben zum Höhepunkt des existenziell Möglichen und zum erlebbar Notwendigen. Existent zu sein bedeutet vom Leben einen Platz zugewiesen zu bekommen. Zu Leben bedeutet auf das Existierende hinzuweisen.

    Institutionen und Existenzen gehen Hand in Hand. Intuition und Leben sind dagegen die Beziehung, die durch Handreichungen fühlbar wird.

    “existemi“ bedeutet „auslegen, aufstellen, herausstehen“, also „räumlich vorhanden sein“ … laut WIKI.
    Schullaufbahn zur Sicherung von Existenz, um räumlich vorhanden zu sein … vom Wesen des Lebens indes keine Spur, weil dieses Wesen weder mit 8, noch mit 9 Schritten erreicht werden kann …

    Gruß Guido

    • federleichtes
      April 2, 2014 um 12:42 pm

      Das ging ja flott!

      Was lernen wir hier, in der „Schule des Lebens“?

      Gestern war ich beflügelt-leichfertig-federleicht:

      „Und falls Sie glauben, ich wunderte mich über das Erscheinen faschistischen Geistes in einer kommunistisch bestens geschulten Person, erkläre ich Ihnen mit wenigen Worten, warum das folgerichtig ist.“

      Die erste Anfrage nach einer Erklärung kam auch flott. Und ich hatte mich zu erklären:

      „Auf der “Wiege des Faschismus” steht Macht geschrieben.
      Nur die Ohn(e)macht strebt dorthin.
      Und ob sie sich mit dem kommunistischen oder kapitalistischen Etikett bekleben muss, ist der Ohmacht schei.egal.
      Sie werden mit diesem vereinfachten Modell einige Phänomene des Menschseins erklären, insbesondere die Eigenschaften (z.B. die Fahne in den “Wind” hängen) von Politkern. Darüber zu diskutieren ist sicher spannend.“

      Leben ist dynamisch, es ist informierte Bewegung. Die Macht des Lebendigen ist nicht das Lebendige selbst, sondern das Informative + Absicht (sich zu offenbaren).

      Geist dagegen ist existent, unabhängig von einer (dirigistischen) Bewegung. Erinnere mich an einen Spruch:
      „Der bewusste Geist beobachtet und versteht“.
      Was machst Du anderes als das auf Deiner Augenweide?

      Womit relativ klar sein dürfte, dass ein Modell, Leben zu beschreiben, ohne die Beschreibung von Existenz nur falsch sein kann.

      Danke und Gruß
      Wolfgang

      Es gibt im Leben SEHR viele Missverständlichkeiten. Sogar Schönheit gehört dazu.

  11. April 2, 2014 um 1:22 pm

    🙂

    Spontan kommen mir noch folgende Zeilen in den Sinn:

    Leben kommt, aufgrund seines Wesens, mit einem Minimum an Energie aus. Am Existenzminimum dagegen körperlich zu leben raubt Energie, und das umso ausgeprägter, je mehr körperliche Existenz mit den Wesen des Lebens gleichgesetzt wird.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      April 2, 2014 um 1:57 pm

      Fragen wir mal so:

      Leben ist energetisch gesehen Zweierlei. Einerseits ein ‚Bezahlen von Schuld-en‘, und andererseits ein ‚Eintreiben von Schulden?
      Ersteres erfolgt durch das Erschaffen von (fehlendem) Bewusstsein, Letzteres durch Rückführung geraubeter Energie zu ihren Eigentümern.
      Hier vereinen sich also in (einer) Lebensabsicht
      – die nötige Aufarbeitung der Vergangenheit und
      – die mögliche Gestaltung einer Zukunft.

      Eins gibt’s noch.

      Gruß
      Wolfgang

  12. April 2, 2014 um 3:29 pm

    Ich versuche mal ein paar farbenfrohe Stilblüten als Dankeschön:

    Geist ist das Systematisieren des Systemischen, woraus Geist seine Energie bezieht (Aufspalten von Beziehungen, Kernspaltung)

    Die systematische Problematisierung des PROBLEMS ist die geistreiche Idee des Gesamtbewusstseins.

    Die systematische Problematisierung existiert mehr und mehr als Verkettung von Trennungsängsten und Erwartungen, woraus sich zwangsläufig im Laufe der Zeit erwartete Trennungsängste und angstvolle Erwartungen aneinanderreihen.

    Der realisierte Weg der Existenz zurück zum Wesen des Lebens ist somit schmerzhaft, sprich, einschneidend, doch offenbart er sich in Wirklichkeit als Bewusstwerdung wahren Fortschritts.

    Das Leben vereint somit, als informierte Bewegung, sprich, Dynamik, das Bedürfnis Ketten zu sprengen UND die Gemeinschaft aller (Mit-)Glieder zu bewahren.

    Das Leben ist die Kettenreaktion der Bewusstwerdung …

    Ja, ich weiß, davon steht nichts auf irgendwelchen Lehrplänen …

    Gruß Guido

    • April 2, 2014 um 7:52 pm

      D.h der Geist erschafft Reiche (und Reichtum) durch die kausale Er-Schaffung von Problem-Kette(n). – Es trifft ein was wir erwarten.- Illusionen zu durchschauen und abzuschaffen mag zwar schmerzhaft sein. Mehr Schmerz bereitet es jedoch die Illusionen aufrecht zu erhalten. – Das Leben in seiner Dynamik entfaltet sich auf mehreren Ebenen, letztlich in der Ewigkeit, was bedeutet raum- und zeitlos.
      Lehrpläne, welch monströses Wort übrigens, dienen der Aufrechterhaltung der Illusion, der Maya (Verwirrung).
      Ich hatte das Bedürfnis, was Du so schön schriebst in meine Worte zu fassen.

      Allerdings würde ich mich gerne auch mal aus einer anderen Perspektive heraus dem was wir unter Bewusstsein verstehen könn(t)en annähren.

      Liebe Grüße in die Runde
      Martina

    • federleichtes
      April 2, 2014 um 8:10 pm

      Komme gerade von der Ruhr – und bin platt.
      Hättste nich wenichsens ’nen halben Satz schreiben können, der mich inspiriert hätte, Mann!

      Na gut, ich bin natürlich begeistert. Du bist ein Mensch mit einer umumumfassenden Bildung, und ich bin sicher, sicher, sicher, dass Du nichts schreiben würdest, was in irgeneiner Weise Deinen Bildern widerspricht. (was Anderes schreibe ich natürlich auch nicht, es muss stimmig sein)
      Gut, dann ist eben heute ein Feiertag.

      Herzlichen Dank an Dich und Alle.

      Wolfgang

      • April 2, 2014 um 11:23 pm

        Bedeutet “begeistert“ zu sein eigentlich dem eigenen Wesen untreu zu werden und ist “geistreich sein“ nicht Ausdruck der Verlockung mittels Schokolade in der ausgestreckten Hand, während die Hand hinter dem Rücken das Messer hält ? Ist Geisteswissenschaft nicht ein weißer Schimmel, der durch die Gänge von Lehranstalten (galopp)irrt ? Ist Geist nicht Folge einer folgenreichen Trennung und ist Geist nicht zwingend notwendig, um bewusst werden zu lassen, was möglich ist, wenn Selbstbewusstsein sich auf den Weg macht, um zu suchen, was das Leben als Ganzes nur gemeinsam finden kann ? Kann Geist … oh … Schulschluss … schade … ich G dann mal !

        Gruß Guido

        • federleichtes
          April 3, 2014 um 1:14 am

          Begeistert-Sein ist mir Zweierlei. Es fließen Informationen, Kausalketten erscheinen, und das Gefühl-Für wächst – also wie es sein soll(te): Energie und Information im Gleichklang, wie: Das Leben umarmen.

          Geistreich ist etwas, das ich für mich niemals in Anspruch nehme. Wenn ich mal „komisch“ werde, wenn mir besondere Formulierungen entschlüpfen – ne, geistreich wirklich nicht. Und geistreich in gesellschaftlichem Sinne sein, hieße ja, zu plappern, was Andere bereits vorher plapperten; auch nicht mein Ding.

          „Ist Geisteswissenschaft nicht ein weißer Schimmel, der durch die Gänge von Lehranstalten reitet?“

          Geisteswissenschaften erlebte ich als Trojanische Pferde – man muss höllisch aufpassen, in allen Disziplinen und bei ALLEN Autoren. Ich machte mir immer wieder klar, dass bisher Keiner das Leben erklären konnte. Andererseits stellt Geisteswissenschaft stets die Frage: Was weißt du, was weißt du wirklich. Dass sie im Wesentlichen in die Irre führt ist ja logisch, wenn man das Prinzip des Werdens mehr und besser verstehen konnte.

          Das

          „Ist Geist nicht Folge einer folgenreichen Trennung und ist Geist nicht zwingend notwendig, um bewusst werden zu lassen, was möglich ist, wenn Selbstbewusstsein sich auf den Weg macht, …“

          ist ein schwieriger Satz!
          Der Geist des Faschismus ist für mich Folge einer Trennung.
          Und aus den Folgen der Trennung, spekuliere ich mal, entstanden dann Unwesen, die ihr Unwesen (gegen die Wesen gerichtet) trieben.
          Selbst-Bewusstsein definiere ich sicher anders als landläufig – eben nicht als ICH-Bewusstsein, das (nur) in der Gesellschaft sich zu behaupten versteht. Als ich den Status hatte, ging’s mit der eigentlichen Reise zum „Selbst“ erst los – und das ICH trat in den Hintergrund und nur wieder in den Vordergrund, wenn es gebraucht wurde.

          „… um zu suchen, was das Leben als Ganzes nur gemeinsam finden kann?“

          Das ist wohl der Knackpunkt einer menschlichen Entwicklung. Als ich spürte, dass ich NUR auf einer Pyramide von bereits geleisteten Leben stehe, würde ich demütig – während andere ob einer besonderen Leistung vielleicht größenwahnsinnig werden. Es geht nur gemeinsam, jawoll. Kein wirklicher Erfolg für Einen, sondern einen Erfolg für Alle.

          Erinnerte mich vorhin an den Moment, als während unseres Zusammenwirkens eine Stimme in mir „Wau, ihr habt’s geschafft“ sagte, und eine andere „Stop, Guido kann genau so verrückt sein wie du“. War übrigens ein sehr entspannender Moment.

          Wir sind hier bunt sortiert, und das ist gut so.

          Gruß
          Wolfgang

          Heute war der Tag der Bachstelze. Bilder kommen morgen.

  13. Heinrich Schmitt
    April 3, 2014 um 1:10 am

    Ich habe mal gelesen, dass die deutschen Dichter und Denker unter „“Wirklichkeit““ etwas voellig Anderes verstehen, als die frankophonen Voelker, die den Begriff realite‘ eher als Wirksamkeit begreifen, also als Folge des Handelns. Die deutsche Wirklichkeit verklaert den Geist, der irgendwo in oder ueber uns oder „“ueber den Wassern““ schwebt.“
    Die Deutschen perfektionieren oft zu gerne die Flucht vor ihren eigenen Spiegelbildern und genau: sie verarmen dabei. Aber „“Ein Spiegel kann alles widerspiegeln – nur nicht sich selbst !““ (Subcommandante Marcos, Mexiko.) Geisterbeschwoerung a la Don Quichotte.
    Hans Arp hat mal geschrieben „“Heute ist der Sinn des Lebens, Geschwaetzwettbewerbe zu veranstalten, gigantische Krachmaschinen, Heulmaschinen, Geschwaetzverstaerkungsmaschinen Tag und Nacht in Betrieb zu erhalten !““
    In den Spiegel zu schauen ist etwa dasselbe, wie ein Kind zu beobachten, das seine Nase an der Schaufensterscheibe eines Schokoladenladens plattdrueckt ohne jemals die Chance zu haben, ins Innere des Ladens zu gelangen!
    (Jetzt muesste eigentlich ein Bild von meinem Kakaobaum folgen, aber ich weiss nicht, wie ichs hier platzieren kann.)

    • federleichtes
      April 3, 2014 um 3:30 pm

      Realität als Gewirktes der Wirklichkeit zu verstehen – so schlecht auch nicht. Mal sehen, was Guido sagt.

      Bild, schickste mir einfach – dann wird hier Realität, was bei Dir bereits wirkt.

      Ja, der Deutsche Geist. Oder sagen wir mal, Geist, den der „Deutsche“ ausbilden KANN. Diese Ausbildung geschah wohl durch die Zeiten hindurch, und seine Verklärung gleich mit mehrfacher Bedeutung. Gott sei dank gab es immer Menschen, die ihre Büx nicht mit der Kneifzange anzogen, und ihren Reichtum definierten, weil sie acht Büxen und zwölf Kneifzangen ihr Eigentum nennen konnten.

      Danke für dieses (Geschwaetzverstaerkungsmaschinen) wunderbare Wort.

      Schicke gleich mal eine kleine Galerie, bekam den Namen „Verbundenheit“. Du weißt ja, was das bedeutet.

      Herzlich Grüße senden Dir und Euch,
      Susanne und Wolfgang

    • April 3, 2014 um 10:08 pm

      Lieber Heinrich,

      vielen Dank für die Wirksamkeit und die Besonderheit von Spiegeln.

      ”Ein Spiegel kann alles widerspiegeln – nur nicht sich selbst !”

      Es sei denn der Spiegel selbst ist eine Gemeinschaft, in einer Gesellschaft dagegen kann jeder einzelne Spiegel das widerspiegeln was von ihm erwartet wird, ohne sein eigenes Wesen offenbaren zu müssen. Somit ist eine Gemeinschaft immer Spiegel und Spiegelbild zugleich und jedes Mitglied das Spiegelbild der Gemeinschaft, aber auch der Spiegel der Gemeinschaft.

      In a community every member re-member-s every other member …

      Kann man sich in einer Gemeinschaft vor den Anderen der Gemeinschaft fürchten, wenn jeder in den selben Spiegel blickt und jedes Spiegelbild jedem vertraut ist ?

      Geschwaetzverstaerkungsmaschine hat wirklich was … könnte direkt aus der Werkstatt von Dr. Schnuggles kommen …

      Viele Grüße in die “Ferne“
      Guido

    • April 3, 2014 um 11:15 pm

      Hallo Heinrich, entweder das Bild oder einen Link des Bildes per Email schicken. Ich baue es ein. VG Martin

  14. April 17, 2014 um 12:34 am

    Anbei wird deutlich, wohin Bildungssysteme führen, die systematisch das Systemische auf den Kopf zu stellen versuchen:

    http://akademieintegra.wordpress.com/2014/04/15/wie-ist-die-welt-entstanden/

    Die Frage, ob G8 oder G9, ist da wahrlich ein Furz inmitten eines Herbststurmes …

    Gruß Guido

  1. April 1, 2014 um 10:18 am

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