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“Freiheit” ist für viele echtes Gift …

Chattison hat zum Artikel Meine Hypothese: Faschistoider Geist sitzt im Kern des Lebens einen Kommentar verfasst, der einen eigenen Artikel Wert ist, als:

**********

Ich greife mal das Stichwort “Muster” auf: “Aggression” = lat. aggredi = “ich gehe auf etwas zu”.

Das Muster der Aggression wäre demnach ursprünglich das eines Kontaktbestrebens.

Ein Kontakt wiederum ist immer eine Schnittstelle, über die Transformation durch Austausch läuft.
Im Austausch kommt es zu Vermischungen, Verwirbelungen, Integration, Desintegration, um bestehende Muster zu erhalten oder neue Muster zu erzeugen. (siehe Gene, siehe Luft-Wasser-Erde-Grenzflächen, siehe Kommunikation etc.).

Damit ist das Prinzip der Aggression ein unverzichtbarer Bestandteil der Erzeugung, des Erhalts und der Erweiterung des Lebens selbst.

Was ist nun mit der „faschistoiden“ Aggression?

Ein ursprünglich positives Moment kehrt sich hier in sein Gegenteil um.
Eine Abtrennung (quasi die Verweigerung oder zumindest Einschränkung der Kommunikation, des Wandels, der Integration etc.) ist für das Entstehen, den Erhalt und die Erweiterung des Lebens ebenfalls wichtig (z.B. Membrane, zur Entstehung/Erhalt von Potentialgefällen, Grenzflächen als Friktions- und damit auch Fraktalgenerator selbst).

Es liegt also eine “entartete” Aggression vor, dergestalt, dass die prinzipiell sinnvolle Balance zwischen Abgrenzung und Austausch gestört ist.
Sie wird unverhältnismäßig zu Gunsten der Abgrenzung verschoben (sozusagen statt Osmose/Semipereabilität nur noch Extremklausur – lässt sich ja auch schön an diversen Staatengebilden und Regierungsmustern beobachten).

Wie kann es zur “entarteten” Aggression kommen?

Man kann dem Problem auf die Spur kommen, wenn man sich fragt, ab wann meidet ein System, ein Muster den Austausch und blockiert diesen über maximale Abgrenzung/Einschränkung?

Eine Zelle lässt das zu sich durch, was für ihr Bestehen unerlässlich ist.
Es kommt auch etwas durch, dass sie nicht verhindern kann (z.B. Strahlung).
Manche Dinge dürfen auch nicht zu ihr durchdringen, weil sie daran zugrunde ginge.
Jetzt:
Was ist die eigentliche Ursache des möglichen Zugrundegehens der Zelle, wenn die Abgrenzung versagt?
Es ist die Unfähigkeit der Zelle, etwa beliebige Stoffe musterkompatibel zu machen, sie wie ein patch einzuflechten in ihre Struktur, sie dadurch wahlweise zu neutralisieren oder eben positiv für sich zu verwerten.

Für uns ist Sauerstoff unabdingbar, für andere Lebensformen hochgiftig, tödlich.
Worin liegt der Unterschied?
Was macht es für den einen zur Lebensessenz, für den anderen zum Gift?
Prinzipiell sind in Physik und Chemie alle Stoffe legierbar.
Aber mit dem abnehmenden Grade der Kompatibilität nimmt der Energieaufwand (wegen der zunehmend komplexer werdenden Transformationprozessen) dafür zu.
Sobald also ein Muster mit einem anderen konfrontiert wird, geht es also darum, ob das eine das andere integrieren, verwerten oder zumindest für sich neutralisieren kann oder nicht.
Ist der Energieaufwand zur Transformation aufgrund hoher Komplexitätsbarrieren zu hoch, dann muss sich das Muster/System abschotten.
Ist die Abschottung aber nicht vollkommen möglich, “sickert” also da etwas nach und nach durch, droht es eine kritische Menge zu erreichen, muss das Muster/System dies wahlweise fliehen oder eben versuchen das andere zu zerstören.

“kompatibel” kommt von “Mitleid haben”.

Aus der mangelnden Kompatibilität, der “Unverträglichkeit”, entsteht also folgerichtig Mitleidlosigkeit und Feindseligkeit = “Faschismus”.

Was kann man dagegen tun?
Ich kann der Pflanze nicht das Kohlendioxid wegnehmen,nur weil es mich selbst stört, denn dann schädige ich mich letztlich selbst mehr, als durch das Vermeiden von CO² gewonnen wäre.
Ich darf auch den “inkompatiblen” Systemen/Mustern/Gehirnen ihre Abschottungsmöglichkeiten nicht rauben, sonst geschieht das Gleiche.

“Freiheit” ist für viele echtes Gift.

Der Fehler auf Seiten derer, die ihrerseits Zwangsbeglückung betreiben durch Formulierung von und Forderungen nach “political correctness”, gewissen ethischen/moralischen Standards, Leistungskriterien etc. ruft genau jenen faschistoiden Geist auf die Bühne, den sie damit zu vermeiden trachten!

Es gibt keine allgemein gültig guten Gesetze, Regeln, Mustervorgaben.

Es ist völlig egal, welches Muster man da nähme – es würde in der Verabsolutierung zweifelsfrei und immer andere dadurch in Bedrängnis, Not (= Unterdrückung der mustergültigen Selbst-Referenzierbarkeit!!!) bringen!
Und diese würden sich wehren mit dem, wozu sie halt dann fähig sind.
Und wenn die Integrationsleistung mehr Energie kostet als die Gewaltleistung, um sich zu schützen, dann kommt eben das heraus.
Kann man unschwer studieren, wenn man mit Schlägern diskutieren möchte und dabei die mentale Integrationsleistbarkeit derer und den Willen dazu überschätzt^^.

Nochmals wie an anderer Stelle bereits beschrieben:

Angst (Enge) erzeugt Zwang (Zuwider-Enge)!

Die sogenannte Brown´sche Molekularbewegung macht es vor:
Die Moleküle “tanzen” umeinander herum, um jedem anderen Molekül zumindest das “Gefühl” von Bewegungsfreiheit zu geben und das Gesamtgebilde nicht an sich selbst ersticken zu lassen, indem ein jedes Molekül auf seinem Standpunkt beharrte.

Kurz: Man muss verstehen und akzeptieren können, dass es Menschen gibt, die nicht die eigene Kompatibilitätsbefähigung haben (das suchen die sich auch in den wenigsten Fällen selbst raus) und darf diese nicht in “Angst” versetzen durch zwingende Forderungen nach Leistungen, die sie einfach nicht erbringen können.

Wenn ich von dem friedlichsten Pferd etwas verlange, das es in Not bringt, weil es dem nicht gewachsen ist (körperlich, mental, seelisch), dann kommt der faschistoide Huf geflogen und stempelt mir das Kainsmal auf die Stirn.

Wie sagte angeblich doch der langhaarige Phrasenleger:

Liebet euren Nächsten, wie euch selbst.

Er meinte sicherlich keine romantische oder gefühlsbeladene “Liebe”, sondern eher ein:

Liebe ist Leibe lasse.

also die körperlich-seelische Integrität des anderen zu bewahren.

Und bevor das nicht mehr gelernt wird, wird der faschistoide Geist immer wieder aus der unerleuchteten Lampe, die nicht vom wärmenden Funken des Verständnisses getroffen wurde, bei entsprechenden Reibereien entweichen.

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Gerd Zimmermann
    März 26, 2014 um 9:06 pm

    Wertvoll.

  2. März 26, 2014 um 10:37 pm

    Aber mit dem abnehmenden Grade der Kompatibilität nimmt der Energieaufwand (wegen der zunehmend komplexer werdenden Transformationprozessen) dafür zu.
    Sobald also ein Muster mit einem anderen konfrontiert wird, geht es also darum, ob das eine das andere integrieren, verwerten oder zumindest für sich neutralisieren kann oder nicht.
    Ist der Energieaufwand zur Transformation aufgrund hoher Komplexitätsbarrieren zu hoch, dann muss sich das Muster/System abschotten.

    Welche “Freiheit“ mag da für die klassische Wissenschaft auf dem Spiel stehen ? Ich denke da spontan an CERN.

    Eine Zelle lässt das zu sich durch, was für ihr Bestehen unerlässlich ist.
    Es kommt auch etwas durch, dass sie nicht verhindern kann (z.B. Strahlung).
    Manche Dinge dürfen auch nicht zu ihr durchdringen, weil sie daran zugrunde ginge.
    Jetzt:
    Was ist die eigentliche Ursache des möglichen Zugrundegehens der Zelle, wenn die Abgrenzung versagt?
    Es ist die Unfähigkeit der Zelle, etwa beliebige Stoffe musterkompatibel zu machen, sie wie ein patch einzuflechten in ihre Struktur, sie dadurch wahlweise zu neutralisieren oder eben positiv für sich zu verwerten.

    Mmh … Transhumanismus als Ausdruck von Abhängigkeit, als maximal möglicher Schein von “Freiheit“ ?

    http://www.gold-dna.de/updatejan14.html#up527

    Dass wir immer mehr abhängig werden von Energieträgern mit immer höherer Energiedichte kommt wohl auch nicht von ungefähr, einer Form von “Freiheit“ gleichend, die immer anfälliger, sprich, fragiler wird ?

    Es liegt also eine “entartete” Aggression vor, dergestalt, dass die prinzipiell sinnvolle Balance zwischen Abgrenzung und Austausch gestört ist.
    Sie wird unverhältnismäßig zu Gunsten der Abgrenzung verschoben (sozusagen statt Osmose/Semipereabilität nur noch Extremklausur – lässt sich ja auch schön an diversen Staatengebilden und Regierungsmustern beobachten).

    Verschiebung der HARMONIE zugunsten der reaktiven Unordnung.

    Gruß Guido

  3. März 26, 2014 um 11:08 pm

    Überträgt man Ihre Ausführungen nun auf das GANZE und damit auf ein Gesamtbewusstsein, welches sich auf die Reise machte, um neue Mittel und Wege zu sich selbst zu finden, dann ist die Ausgewogenheit von Unordnung und Ordnung als HARMONIE, verkörpert durch die EINEN und die ANDEREN, die wahre Schönheit … KOSMOS … und der Weg zur maximal möglichen un-schönen Realität die Notwendigkeit, um befreien zu können, was be- und gefangen sich nach Freiheit verzehrt, sprich, jenen HUNGER spürt von dem hier und da schon mal die Rede war.

    Weicht die Komplexität ist das Ausdruck des Vereinens von zuvor unvereinbar Scheinendem, wodurch jene Energie freigesetzt wird, welche zuvor benötigt wurde, um die Komplexität zu unterhalten …

    Gruß Guido

  4. März 27, 2014 um 2:40 am

    Aggression … gibt es einen Unterschied zwischen dem Aufeinanderzugehen, wie es Menschen praktizieren und wie es in der Natur sich zuträgt ? Was in der Natur von uns als aggressiv gedeutet wird, dürfte die Begegnung der unmittelbaren Anwendung der Möglichkeiten derer sein, die aufeinander treffen. Hier geht es um das eigene Vermögen bewusst an Grenzen zu gelangen, der Grenzerfahrungen wegen, der Erzeugung, des Erhalts und der Erweiterung des Lebens wegen. Aggressive Menschen dagegen haben nur den Schutz des eigenen Lebens im Sinn und bezeugen durch ihr Verhalten eher das Unvermögen, bewusst an ihre eigene Grenze gelangen zu wollen, um grenzerfahrungen zu machen, die dem Leben als Ganzes zugute kommen können. Dass der Schutz des eigenen Lebens dabei mit “fortschrittlichen Dingen“ einhergeht, bestärkt das Unvermögen und läuft dem Vermögen des Lebens zuwider. Somit lebt der Mensch seine Aggressionen nicht als eigene Grenzerfahrung der Begegnung aus, sondern vielmehr im Vertrauen auf die Grenzen, die seine “fortschrittlichen“ Werkzeuge ( z. B. Waffen, Gesetze, … ) ihm zur Verfügung stellen. Daher zeigen sich auch hier die ANDEREN von einer ganz anderen Seite, als es für uns EINEN allgemein der Fall ist. Unser Unvermögen versuchen wir durch Fortschritt zu vertuschen, ohne uns selbst dabei wirklich kennenlernen zu können.

    Gruß Guido

    • chattison
      März 27, 2014 um 11:32 am

      d´accord: quod erat demonstrandum – genau so ist es.

      • federleichtes
        März 27, 2014 um 1:23 pm

        Meine mir sehr schlüssige Ausführung zur Kernfrage der Energie, die ich gestern Nachmittag schrieb, verschwand – per Knopfdruck. Ein paar Ansätze, hier thematisch weiter zu kommen, scheiterten. Als ich Guidos ersten beiden Kommentare gelesen hatte, regte sich nichts bei mir, als ich den letzten gelesen hatte, regte sich was in einer ganz anderen Ecke.

        Ich musste denken, dass wir in einem Wissens-Zeitalter leben, und sehr viele Menschen nicht mal wissen, dass sie
        – falsch,
        – ungenügend oder
        – nicht informiert werden.

        Das ist eigentlich das Muster, mit dem jedenfalls mein Gehirn am besten vertraut ist. Und sich daran gewöhnte (Muster), Folgendes zu leisten:
        Falsches aussortieren und das Richtige suchen;
        Halb-Informationen ergänzen und in ein verständlich-plausibles Ganzes einbinden;
        fehlende Informationen suchen oder schaffen.

        Klar kennt Gehirn auch Bingo, wenn es um überschaubare Komplexität geht.

        Und dann liest Gehirn plötzlich etwas sehr Komplex-Stimmiges. Und das Gehirn sagt: Wolfgang, wir waschen jetzt ab und gehen dann raus und fahren mal zu Susanne. Und abends bearbeitest du brav an Bildern und machst ein paar Seiten für die Homepage.

        Heute ist es mir bereits ein Vergnügen, erkannt haben zu dürfen, dass es mir noch an einigen informativen Verknüpfungen fehlt.

        Aber meine Geschichte, wie sollte es anders sein, erzählt auch von einer anderen Seite, die tröstlich und befremdlich zugleich ist. Mein Auftritt auf dem Opablog scheiterte. Tröstlich, weil ich bereits beim Schreiben der letzten beiden Kommentare, die nicht frei geschaltet wurden, wusste, dass ich scheitern würde und warum ich scheitern musste. Befremdlich, weil ich erkennen musste, dass faschistoider Geist so stark im Sein des Menschen wurzelt, dass der Weg, ihn zu überwinden, wirklich sehr, sehr schmal sein muss.

        Das Problem scheint mir Folgendes:
        Menschen sind in der Regel mit ihrem Leben unzufrieden. Weil sie einen Sack voller Informationen mit sich herum schleppen, die sie als Scheitern erlebten. Und da sie mit diesem Scheitern nicht leben können, blenden sie es aus – und schaffen sich eine glänzende Fassade, die eine überlebensfähige Qualität hat. Geht jemand, braucht nicht mal absichtsvoll sein, an die Demontage der Fassade, fliegen ihm die Fetzen um die Ohren – und zwar nicht die Fetzen der Fassade, sondern das reaktive Potenzial, was hinter der Fassade schmort und üble Gerüche verbreitet, für deren Übertünchung auch kein Kölnisch Wasser Extrakt taugt.

        Was sich in den knapp 30 Jahren in meinem „Kopf“ an kunstvollen Gespinsten entwickelte, erkannte ich intuitiv als solche. Und forschte STETS unter der Primär-Prämisse eines Entweder-Oder:
        Entweder sie können sich beweisen, oder sie fliegen raus. Konkret: Das, was ich „wusste“, wurde – bis Heute – niemals Teil meiner Identität. Noch kürzer: Ich bin nicht, was ich weiß.
        (Und ob Descartes sich nun im Gabe umdreht, ist mir wurscht.)

        Für mich ist klar:
        Es gibt das Undenkbare.
        Es gilt heraus zu finden, warum es undenkbar ist.
        Es gibt nichts Undenkbares.

        Nein, es geht nicht primär darum, Fragen des Lebens, der Menschen zu beantworten – es geht darum, sie zu befähigen, Antworten verstehen UND sie ertragen zu können. Das könnte ich besser/anders auch so formulieren:
        Sie tragfähig machen, um Antworten verstehen zu können.

        Für Ihren Kommentar, der sogleich zum Thema erhoben wurde, lieber Mr. Chattison, war ich nicht genügend tragfähig. Ich arbeite daran.

        Gruß in die Runde
        Wolfgang

        • chattison
          März 27, 2014 um 9:26 pm

          „Nein, es geht nicht primär darum, Fragen des Lebens, der Menschen zu beantworten – es geht darum, sie zu befähigen, Antworten verstehen UND sie ertragen zu können. Das könnte ich besser/anders auch so formulieren:
          Sie tragfähig machen, um Antworten verstehen zu können.“

          d´accord: quod erat demonstrandum (nicht zu beweisen, sondern zu bezeugen war) – genau so ist es!^^

  5. federleichtes
    März 27, 2014 um 3:17 pm

    Gerade las ich diese Frage:

    “Sind Faschisten etwa Diener der Evolution?”

    Und ich dachte:

    Die Freiheit der Menschen besteht darin, Fragen zu stellen.
    Der Fluch der Menschen besteht darin, Antworten zu glauben.

    Gruß
    Wolfgang

  6. Gerd Zimmermann
    März 27, 2014 um 3:58 pm

    Ich habe immer gedacht, alles ist EINS. Das jeder heute immer
    Noch denkt nach mir die Sintflut ein Armutszeugnis menschlichen
    Unvermoegens das GANZE zu erkennen. Das wir des Kommunismus,
    das Du verteufelst, lieber Wolfgang, wird Dich einholen. Die Gemeinschaft.

    2. Kommentar:
    Wer sich selbst lieben kann und seine Liebste, wird
    vom Universum geliebt.

    3. Kommentar:
    Ich schreibe Keinen Kinderbonus.

    4. Kommentar
    Ihr seid boesse gegen mich wegen der Energie , weil ich weiss, was Ihr wisst. Dass der Fundus universal ist, naja egal

    5. Kommentar
    Meine Befindlichkeit ist Liebe zu Susanne, nicht sexuell, menschlich.

    6. Kommentar
    Wenn der Babelfisch und die Hueyraumumgehungssstrasse
    fertig ist, warum ist mein Kinderbonus vom 4. Zustand so weit weg.

    Scheisse, der luftlèere Raum ohne Thor.

    7. Kommentar
    Wie soll ich Euch immer lieb sagen , dass ich nicht immer lieb habe.
    Wasser verstehe ich gut. Kommunismus ist nicht Wasser.

    • federleichtes
      März 27, 2014 um 4:24 pm

      Susanne sagte, gestern, sie wolle mal „sehen“, wie lange Deine „Wandlung“ andauert.

      „Das wir des Kommunismus,
      das Du verteufelst, lieber Wolfgang, wird Dich einholen.“

      Deine Unterschrift

      „Die Gemeinschaft.“

      beschreibt Deine Befindlichkeit noch etwas präziser.

      Gruß
      Wolfgang

    • Mathias
      März 27, 2014 um 4:28 pm

      Armutszeugnis menschlichen Unvermögens???

      Wie wäre es mit, Mensch leistet das was ihm im Moment möglich ist? Hatten wir nicht darüber ausführlich hier schon gesprochen? Klar: Trauma, Konditionierungen, faschistoider Geist mit dem sich trefflich über andere erheben lässt.

      Nein, lieber Gerd, an diesem Punkt kann ich nicht mit Dir mitgehen. Ich habe sehr viele Menschen in meinem Leben getroffen, jeder irgendwie an (s)einem Platz im Leben, wo ich nie und nimmer von deren Unvermögen sprechen würde.

      Gruß,
      Mathias

  7. März 27, 2014 um 5:56 pm

    mir sind gerade diese Zeilen noch wieder begegnet:

    „Prof. Pompey erkennt in seiner oben schon erwähnten Schrift den Beginn des Werteverfalls wie folgt: “Die Frankfurter Schule bewirkte praktisch ein Absinken der sozial-altruistischen Werteakzeptanz und damit den gegenwärtigen Werteverfall. Das Handlungsprinzip der Selbstverwirklichung in Verbindung mit dem Prinzip der „political correctness“, das nur an Gesetzen und Vorschriften und nicht an Idealen Maß nimmt, wurde handlungsbestimmend.” Daher also der Hang zum Ruf nach neuen Regularien, weil wieder kreative Köpfe Schlupflöcher in den Gesetzen gefunden haben und ihr resultierendes Handeln nicht zusätzlich gegen ethische Kriterien abglichen?“

    Geschrieben im Artikel: Überregulierung: an die Stelle einer sozialmoralischen Selbststeuerung tritt die soziale Fremdsteerung durch Vermehrung von Vorschritften und Gesetzen

    • federleichtes
      März 27, 2014 um 9:38 pm

      Ich beschäftigte mich gestern etwas intensiver mit dem Bankenwesen
      Nach dem Lehmann-Crash 2008 sollte reguliert werden – politische Kompetenz war sich einig, ALLE waren sich einig – geschehen ist nichts bis wenig. Worin aber war man sich einig?

      Seit die Enteignung von Volk und Völkern nicht mehr so leicht geht, per Krieg, wie macht man’s dann? Gibt’s gar eine noch viel bessere Lösung?

      Ich las von einem politischen Willen, das Bankwesen in genau der jetzt herrschenden Systematik zu erwünschen und entsprechend seine Entwicklung zu befördern. Wozu soll diese Systematik gut sein, wenn der nächste Crash damit vorprogrammiert ist?

      Wem nützt ein Crash. Dem Willen, das Volk/die Völker (erneut) zu enteignen?

      Ich glaube nicht, Politiker seien dämlich!

      Gruß
      Wolfgang
      trinkt Wasser und gönnt Anderen den Wein.

      Anmerkung
      Falls das Finanzchaos ins gesellschaftliche Chaos (Plünderungen, Gewalt gegen Minderheiten, Gewalt gegen „Sündenböcke“) führte (geschürt wird der Hass ja unablässig), wären die Drahtzieher doppelt fein raus. Ich glaube, einige der fies grinsenden Fratzen müssen sehr gut geschminkt sein.

      Am Rande
      schrieb ich heute an die Bundesumweltministerin, weil ich keine Lust mehr hatte, Strichmännchen auf’s Klopaier zu malen.

    • chattison
      März 27, 2014 um 10:04 pm

      Man könnte auch verkürzt sagen:

      Der Werteverfall tritt immer dann ein, wenn man selbst nicht bereit ist für das Repräsentieren der eigenen Werte Risiken einzugehen bzw. sich der eigenen Werte nicht oder zunehmend geringer bewusst ist und an die Stelle der eigenen Werte (des Eigenwerts) reglementierte „Werte“ anderer treten, für die man sich stellvertretend die erstrebte gesellschaftliche Anerkennung erbiedern und den vorgehaltenen Wertespiegel als alter Ego illusionieren kann.

      • federleichtes
        März 27, 2014 um 10:58 pm

        Sie erinnern mich an Zeiten, als ein gewisser Kevin“ hier Karriere zu machen versuchte. Und etwas wehmütig erinnere ich mich an Zeiten, als man hier noch ungestraft „Arschgeige“ statt „Alter-Ego“ zu den Fascho-Kuschlern sagen konnte. Na gut, wir brauchen das Chaos, wir brauchen Werte, und jeder tut nicht mehr und weniger, als er vermag, was also der einen oder der anderen oder beiden Seiten dient. Wie gut also, dass es keine wertlose charakterformende Ambivalenz gibt. Wir müssen also das Arschgeigen-Orchester immer besser verstehen und folgend, es sei denn, sie kommen uns zu nahe, ignorieren lernen?
        Na gut, ich arbeite mal an einer Strichmännchen-Therapie.

        Am Rande
        Herr Kurch vom Opablog hat sich besonnen und meine Beiträge freigeschaltet.

        Und ganz am Rande
        dachte ich gestern, was wohl auf dem Opablog los wäre, wenn unser geschätzter und unvergessener Nock Mitt, lange ist’s her, dort schreiben würde. Mann, Mann, Mann.

        Gruß in die Runde
        Wolfgang

        Dieses possierliche Vögelchen soll sich gerne in der Nähe von Pferden aufhalten.

        Diesen erwischte ich in einem Knick – tscha, sowas gibt’s auch noch, vereinzelt. Und dachte im Angesicht des Spatzen – unerklärlicherweise – an die Unterhaltung zweier Damen. Die Eine sagte: Besser einen Tauben auf dem Dach, als einen Lahmen im Bett.

  8. März 30, 2014 um 11:15 am

    Das universale Geschehen hat für mich zwei Tendenzen: eine Tendenz, die in Richtung Vereinheitlichung/Einheit geht, und die Gegenströmung, die in Richtung Ausdifferenzierung/Vielfalt geht. Die Versöhnung dieser beiden gegensätzlichen Fließrichtungen manifestiert sich als Leben, oder noch weiter gefasst, als Sein überhaupt. SEIN bzw. LEBEN ist also schon immer eine Versöhnung oder anders gesagt, Liebe. Nur Liebe schafft diesen Spagat. Alles, was nicht bereits Versöhnung/Liebe ist, kommt erst gar nicht soweit zu SEIN. Liebe ist gleichbedeutend mit dem dynamischen Gleichgewicht zweier gegensätzlicher Strömungen, die auf zahllosen Ebenen ineinander übergehen.

    Ein Mensch erträgt diese Gegensätzlichkeit und kann mit ihr umgehen, wenn er selber in diesem Geist der Versöhnung steht. Im Geist der Versöhnung erfährt ein Mensch sein Gegenüber als eine Art Tanzpartner, mit dem er um ein dynamisches Gleichgewicht ringt. Es ist immer ein Ringen, aber in diesem Fall ein freundschaftliches. Es ist gleichermaßen ein Sich-Öffnen und Sich-Verschließen, je nachdem, was das Gleichgewicht möglich macht.
    So unterhält man mit manchen Menschen sehr vertraute, mit anderen lockere Beziehungen, wobei beides jeweils seinen Platz hat.
    In diesem Geist der Versöhnung kann der Mensch die Unterschiedlichkeit des Anderen nicht nur akzeptieren, sondern sich daran freuen, denn je unterschiedlicher der Andere ist, desto spannender und vielgestaltiger ist auch das Ringen bzw. der Reigen. Auf einer höheren Ebene bildet der Tanz dann wohl wieder eine Einheit. Eine Ehe ist bspw. eine Einheit, obwohl die Ehepartner nicht identisch miteinander sind und Gleichheit auf der Ebene der Ehepartner die Ehe zerstören würde.

    Unser mental-rationales Bewusstsein ist aufgrund der Begriffswelt, die es bildet, eine Ausdifferenzierung aus einem umfassenderen (noch begriffslosen) Einheitsbewusstsein, wie wir es als Kinder erleben. Vom Kind zum Erwachsenen befinden wir uns auf dem Weg aus dem Einheitsbewusstsein in die Differenzierung hinein. Leider erzählen uns die Religionen das Gegenteil und behaupten, wir befinden uns auf dem Weg aus „teuflischer“ Zersplitterung in die Einheit hinein. Das hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass der Mensch sich seiner selbst nicht wirklich bewusst wird und sich nicht als Individuum erkennt. Heute ändert sich da zum Glück etwas und mehr und mehr Menschen erkennen ihre Einzigartigkeit.

    Der faschistoide Geist ist meines Erachtens unfähig, mit Unterschieden umzugehen. Er fasst Liebe nicht als Versöhnung des Gegensätzlichen auf, sondern als Verstärkung des Gleichen, als Identität. Der faschistoide Geist setzt Einheitlichkeit auch da, wo das Leben eigentlich Vielfalt vorsieht und begreift nicht, dass es im Leben ebenso um Ausdifferenzierung geht wie um Vereinheitlichung. Der faschistoide Geist kennt keine Individualität, nur Uniformität (im wahrsten Sinne des Wortes). Der faschistoide Geist ist meiner Ansicht nach also im Individualisierungsprozess steckengeblieben. Es ist einerseits das kindliche Einheitsbewusstsein (das Ich und Welt nicht unterscheiden kann) verknüpft mit der Begriffswelt des Erwachsenen (wobei die Begriffe eben trennend wirken) und diese Verknüpfung führt dazu, dass das Andere (die Vielfalt), das durch die Begriffe erkannt und erst geschaffen wird, entweder assimiliert oder vernichtet werden muss.

    Je mehr wir als Erwachsene die Welt also begrifflich fassen, desto wichtiger ist es, außer dem Ich auch das Du zu erkennen. Der faschistoide Geist erkennt das Du nicht, sondern verharrt im Ich, das er wie das Kind immer noch absolut setzt.

    Auch als Erwachsene können wir Einheitlichkeit erfahren, aber in den Einheitserfahrungen sind Begriffe nichtig.

    • Mathias
      März 30, 2014 um 9:12 pm

      Dankeschön für Ihren Kommentar.

      Und besonders für Ihre folgende Formulierung:
      > Der faschistoide Geist ist meines Erachtens unfähig, mit Unterschieden umzugehen. Er fasst Liebe nicht als Versöhnung des Gegensätzlichen auf, sondern als Verstärkung des Gleichen, als Identität. <

      Gruß Mathias

  9. federleichtes
    März 30, 2014 um 12:02 pm

    Ihr Kommentar war mir wohltuend, danke!

    Mag Liebe also die Kraft sein, die wir im Prozess von Individualisierung und gleichzeitger Kollektivierung als Harmonie – über uns schwebend – in uns spüren können?

    „Der faschistoide Geist ist meines Erachtens unfähig, mit Unterschieden umzugehen.“

    Sie erinnern mich an die noch offene Thematisierung „Fachismus im Kommunismus.
    Geht die Tage auf die Reise. Derweil stelle ich etwas lapidar fest:
    Das Bewusstsein über individuelles Leben in der Gemeinschaft ist noch nicht massentauglich. Na ja, wir befinden uns ja in guten „Händen“.

    Gruß
    Wolfgang

  10. März 31, 2014 um 6:05 pm

    Ich möchte mal wieder ein abschreckendes Beispiel eines Trolls, die doch immer wieder mal versuchen, etwas zu bringen, allerdings sich nicht einzubringen sondern nur zu disharmonieren, bringen:

    federleichtes :
    „Sie erinnern mich an Zeiten, als ein gewisser Kevin” hier Karriere zu machen versuchte.“

    Ja, damals. *Seufz* Damals gab es noch Leser die den Arsch in der Hose hatten die Antisemiten (Solveigh), Antidemokraten (Martin), arroganten Besserwisser (Wolle) und Pseudologiker (Nick Mott) beim Namen zu nennen und auf die Finger zu klopfen. Was hier an Hetze und Propaganda verbreitet wurde sollte eigentlich viel mehr Widerspruch provozieren!

    Damals wurde hier in der Tat nicht zensiert und das Kind noch beim Namen genanannt. Auch wenn es eine Arschgeige war… darauf konntest du ja schon immer am Besten spielen, “federleichtes”.

    Damals war alles besser. Aber das ist es in der Rückschau immer…

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Gemeinschaft entstehen kann, wenn solches Gift versprüht wird, ohne auch nur ein einziges Argument auszutauschen.

    • federleichtes
      April 1, 2014 um 3:38 am

      Offen gesagt war das „Seufz“ eher nicht ernst gemeint.
      Ne, früher war’s nicht besser, anders eben.
      Was bleibt – wir gingen UNSEREN Weg, unbeirrt, aber nicht unbelehrbar. Und, was ich für sehr wichtig erachte, einige Freunde, die unseren Reichtum auf ein solideres Fundament stellen konnten, kamen neu zu uns.

      Denke ich an die ersten beiden Jahre in der Natur, und schaue ich auf meine aktuellen Wege, gibt es einen großen Unterschied: Die Aufgeregtheit ist einer Gelassenheit gewichen – das Wahrgenommene geht viel weniger mit mir um, und ich kann jetzt eine, wie soll ich sagen, eigene ursprüngliche Freude erleben. Früher war’s besser? Nein, es war nur anders – gewichtet.

      Bin ich Dir wirklich ein Arschgeigen-Kommentator? Dann könnte ich ja mal wieder stolz auf mich sein. Übrigens stärkt Gift die Abwehrkräfte – jedenfalls meine.

      Danke und Gruß
      Wolfgang

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