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War Jesus ein Kommunist? Oder: Die Psychologie des Faschismus

In den Diskussionen um Faschismus, Kapitalismus und Kommunismus begegnet mir ein Verständnis-Problem. Ob es ein Bewusstseins-Problem ist, möchte ich gerne mit Euch besprechen.

Es gibt, zumindest in Geschichten beschrieben, einen Menschen, der nicht faschistisch handelte, weil er einem anderen Geist folgte. Er demonstrierte, ohne zu demonstrieren, er schwafelte nicht über den Faschismus, war keiner von denen, die sich hinter den Masken des Faschismus versteckten. Er trat als Kämpfer auf die Bühne, nicht gegen den Faschismus, sondern demonstrativ für einen anderen Geist.

Die „Kirche“ machte aus seinen Geschichten ein Lehrstück faschistoiden Geistes, indem sie behauptete: Nur wer ihm folgt, kommt in das Himmelreich. Den Schwachen bestrafen, den Starken belohnen, das ist faschistoider Geist. Seine Macht den Starken entziehen und sie den Armen verfügbar machen, wäre eine „kommunistische“ Idee. Leider haben die Menschen, die dem Kommunismus frönten nicht verstanden, zu welch bösem Spiel der Kommunismus sich ohne diese Idee entwickeln würde.

Indem man gegen die Schwäche des Einzelnen die Stärke einer Gemeinschaft stellt und die Stärke der Gemeinschaft nutzt, um sich repressiv das Einzelne einzuverleiben, entsteht kein starker Gemeinschaftsgeist. In diesem Muster, das Fragmentiert-Vereinzelte künstlich (subtil und brachial gewaltsam) zu vereinen, zeigt sich ein gemeiner Geist, der sehr egozentrisch auf seine eigene Macht bedacht ist. Und dieser Geist erhält und erhält sich seine Macht, weil ihm das „Pervertieren des Gemeinschaftsgeistes“ gelingen konnte.

In der Natur des Menschen sitzt ein absolut ego-zentrierter Macht-Geist. Er regiert, und überall in Gemeinschaften, wo regiert wird, zeigt sich das Wesen dieses Geistes. Es zeigt sich in Willkür, in der Definition von Recht und Unrecht, in der Schaffung von Abhängigkeiten, der Abhängigkeit von seinem Wohlwollen, im verlangten Gehorsam.
In der Natur des Menschen sitzt ein weiterer Geist, der Anderes zeitigt: Vertrauen und den Willen, zu lieben.

Euer
Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft
  1. März 24, 2014 um 3:08 pm

    Wer die Liebe des Mitmenschen praktiziert…
    Wer nur das Gute will, sucht und erstrebt…und taeglich beweist
    Wer sich gegen die Anwendung von Brutalitaet und Gewalt straeubt…
    Wer den Frieden will und sich darum bemueht….und wer dem Egoismus und der Selbstsucht wehrt…wer dem Boesen widerstrebt…
    Wer die Gemeinsamkeit sucht…und stets selbstlos helfend ist…
    der ist kein Kommunist…im „klassischen“ Sinn

    Ich finde diesen Beitrag etwas verblueffend!
    Ziel, Zweck? Bedeutung? Habe ich den Text falsch verstanden?
    …falsch interpretiert?
    Gruss, Gerhard

    • federleichtes
      März 24, 2014 um 3:16 pm

      HÄTTE mich gewundert, wenn gerade Du, lieber Gerhard, den Text falsch verstehst.

      „… der ist kein Kommunist…im “klassischen” Sinn.“

      Deine Gänsebeinchen sprachen zu mir von Deinem Verstehen.

      Der Geist des Faschismus ist zu hinterfragen, wie er auf uns Menschen wirkt, und zwar so, dass wir sein Wirken nicht mal bemerken.

      Die Bedeutung des Faschistoiden im Alltag.

      Wenn wir das erfassen könnten, jedenfalls Schritt by step, können wir nur gewinnen.

      Dir eine guten Tag – und Danke!
      Wolfgang

  2. Gerd Zimmermann
    März 24, 2014 um 4:06 pm

    Man, oh man.

    Das Gestz der Liebe
    Texte aus dem Evangelium des vollkommenen Lebens
    Das geistige Erbe der Menwchheit
    Hoerbuch 2 CD
    ISBN 978-3-9385540-28-2

    Ich jedenfalls nehme das geistige Erbe an.

    Was fuer ein Drama das Trauma.

    Gruss Gerd

  3. März 24, 2014 um 5:57 pm

    ich hatte heute schon passendes Zitat kommentiert:

    Der Staat ist die große Fiktion, nach der sich Jedermann bemüht, auf Kosten Jedermanns zu leben
    Frédéric Bastiat

    Und am Ende ist Jeder Sklave von Irgendjemandem …

  4. März 24, 2014 um 6:05 pm

    Der Staat ist der Schein einer Gemeinschaft, deren zunehmende Vergesellschaftung dazu führt, dass der Mob kollektiv an Potenzial gewinnt … auf Kosten dessen, was das eigentliche Wesen einer Gemeinschaft ausmacht.

    Gruß Guido

  5. März 24, 2014 um 7:16 pm

    Ich seh das Potential im Einzelnen veranlagt.
    Was nutzt es nach dem Staat zu schauen, oder weiter weg in die Ukraine, oder sich selbst als Gutmensch fühlend, siebzig Jahre zurück mit der Frage; wie konnten sie bloß?
    Das Potential an Selbsterhebung, Machtgeilheit, Rechtfertigungszwang ist doch in Jedem von uns angelegt. Genau wie das Potential von Liebe, Wahrheit, Schönheit, Güte.

    Jesus wurde in der Wüste versucht von diesem inneren Potential und sagte nein, entschied sich bewusst für den Weg der Liebe und Wahrheit. Soweit die Bibel. – Was Kirche dann daraus machte, zum Zwecke der Machtausübung, Drangsalierung, Bereicherung und welchem Geist sie damit in Wahrheit diente, steht auf einem anderen Blatt. –
    Wir werden auch jeden Tag versucht, indem wir bspw. vom Mob reden, ohne die Menschen, die wir damit meinen überhaupt zu kennen. Und uns damit über sie erheben. Es sind die tausend unbewussten Kleinigkeiten, die dem Geist des Faschismus den Boden bereiten, sich einschleifen, zu Mustern werden. Erst in Gedanken, dann in Taten. Dem lässt sich nur begegnen mit Achtsamkeit bei jedem Schritt, oder jedem zweiten 😉 .

    Der Geist des Faschismus kann sich übermächtig entfalten, wenn viele Menschen unter Bedingungen existieren, die es ihne geraten scheinen lassen, einen Teil der zu vergebenden Macht für sich zu beanspruchen, um sich gleichzeitig hinter den Mauern eben dieser Macht zu verstecken. (Das ist natürlich nur ein Aspekt.)

    Gerd, danke für die Erinnerung an das Evangelium.

    Liebe Grüße Euch allen
    Martina

    • federleichtes
      März 24, 2014 um 8:27 pm

      Und ich hatte schon überlegt, ob ich mit meinem Thema die Kommentare verfehlte.

      „Dem lässt sich nur begegnen mit Achtsamkeit bei jedem Schritt, oder jedem zweiten.“

      Sollte Achtsamkeit (unteren anderen Eigenschaften) eine Folge von Bewusstsein sein, können wir dann achtsam sein, ohne das Wesen dessen zu verstehen, was wesens-immanent-manisch (also wahnhaft im Sinne der Bedeutung) danach trachtet, uns an SEINEM Strick an UNSEREM Nasenring durch die Arena des Faschismus (und damit ins Verderben) zu schleifen?

      Andere Menschen als „Mob“ zu klassifizieren ist elitär und führt genau dorthin, wo faschistoider Geist von Effizienz spricht: Wenn sich die „Untermenschen“ gegenseitig quälen.

      Frage mal:
      Wenn Jesus von sich gesagt hätte, er sei Gottes Sohn, wäre er dann ein Kommunist?
      Und wenn er gesagt hätte, er sei ein Menschensohn, kommunistisch?

      Danke, Martina.

      Wolfgang

      • maretina
        März 24, 2014 um 8:45 pm

        Wahnhaft? Wirklich? Ist es nicht eisiges Kalkül, bewusst gesteuert? Hin zum Nasenring? (Wahn sehe ich nicht so effizient wirken.)

        Die -ismen weglassen, nicht klassifizieren, einfach! nur von und vor allem mit Menschen reden, feiern, singen, arbeiten, lieben, trauern wäre ja vllt. eine Möglichkeit besagten -ismen zu entkommen. Die sich mir übrigens sehr ähnlich darstellen.

        • federleichtes
          März 24, 2014 um 9:32 pm

          Das Wahnhafte definiere ich als:
          Das nicht Ablassen können von … (z.B. von einer Absicht, von einer Sucht, von einer Manie, vom Systematisierten – NEVER change a running system)
          Das darin endet und enden muss, was Du sehr gut beschreibst: Mit ‚eisigem Kalkül‘.

          Als Beispiel die „großen“ Kriege, als in Millionen und Zig-Millionen Opfern kalkuliert und der faschistische Plan gegen jede Vernunft umgesetzt wurde.
          Als Beispiel ‚Produktion um jeden Preis‘, ganz gleich, ob der Planet zerstört wird; Waffen bauen, lass‘ die Völker verrecken.
          .
          Das ist personell eine Elite-Klasse, die Spitzenklasse, die diesen vielfarbig schillernden Ball (des Faschismus) zu spielen versteht.
          Klar, ich hab‘ keine Zeit über so’n Scheiß nachzudenken, muss morgen früh zur Arbeit. Oder wat? Von nix kommt nix. Der Faschismus braucht Freunde, viele Freunde – nur merken dürfen sie nichts, weil sie ja sonst nicht die „Guten“ bleiben können.

          Insofern erlaube ich mir zu formulieren:
          Faschismus ist eine Ausprägung des Wahns – oder nur ein anderes Wort für Wahn. So wie Chaos?

          Sag‘ ich doch, hier kommt noch Fleisch an’s nackte Gebein.
          Noch mal Danke!

          Wolfgang

      • März 24, 2014 um 10:52 pm

        Ja, den hatte ich vor Jahren auch gelesen und hatte mich ein paar Bewusstseinsschritte weitergebracht: Jesus Menschensohn.

        Der Menschensohn klingt mehr nach Augenhöhe. Der Vater ist in unserer heutigen Kultur doch eher eine Respektsperson. Also doch eher zweiteres …

  6. Gerd Zimmermann
    März 24, 2014 um 7:30 pm

    @und am Ende ist jeder Sklave….

    Nein ist er nicht, weil der ALLEINE NICHT SKLAVE SEINER SELBT
    SEIN KANN.

    Man dauert das lange die ALLEINHEIT zu sehen. ALLES IST EINS.

    Ich kann das absolut nicht verstehen, wir schreiben ueber Materie,
    Energie( seit Jahren), Information und Zeit und jetzt ueber wo hat
    Jesus geschlafen? Was soll das von Herbert Groeynemeier fehlt
    noch, der hat wenigsten Ahnung. Westernhagen auch, schreib mir mal
    ne Karte wenn du da dreueben bist, oder allein,allein, oder wir sind
    alle Sternenstaub…….

    Jesus waer ja richtig gut, wenn man seine Sprache versteht, anscheinend
    nicht.

    Gruss Gerd

    • federleichtes
      März 24, 2014 um 8:34 pm

      „Nein ist er nicht, weil der ALLEINE NICHT SKLAVE SEINER SELBT SEIN KANN.“

      Und ich meinte, Du wärst der Beweis dafür.

      „Ich kann das absolut nicht verstehen, …“

      Das kann ich verstehen – was dann kommt ist mir bereits thematisch grenzwertig. Wenn Dir die Art und Weise unseres Arbeitens nicht gefällt, benutze den Ausgang.

      Die nächste, die Blog-Gemeinschaft herabsetzende Bemerkung von Dir landet, wo sie hingehört, im Papierkorb.

      Gruß
      Wolfgang

  7. Gerd Zimmermann
    März 24, 2014 um 9:55 pm

    Stimmt, ich interessier mich zu sehr fuer das Gesamtbewusstsein,
    die Morphogenese und das Einzellbewusstsein. Freie Energie, die
    Gold DNA, das Gedaechtnis des Wassers, die Biokommunikation,
    das Universum, das Leben und den ganzen Rest.

    Gruss und by Gerd

  8. Linda
    März 24, 2014 um 10:23 pm

    Ist doch egal.
    LG

  9. März 26, 2014 um 5:20 am

    Hat dies auf Walter Friedmann rebloggt und kommentierte:
    Die Psychologie des Faschismus

  10. federleichtes
    April 2, 2014 um 1:56 am

    Kann ein liebesfähiger Mensche Kommunist sein?
    Oder wie kommen wir hier der Antwort auf meine Eingangsfrage näher?
    Fragte hie rnicht mals „Jemand“ nach Methoden, an traumatischer Auflösung arbeiten zu können?
    Was antwortet dieser Blog? Er solle sich „Gänsehaut“ machen? Er solle Anekdoten lesen? Er solle die Schule reformieren? Er solle nicht sensitiv mit sensibel verwechseln und weiter seine Medikamente einnehmen?

    Na gut.
    Eben schrieb ich einen Beitrag
    (als Antwort auf diesen Kommentar)
    http://opablog.net/2014/03/24/faschismus-denken-noch-einmal-9-weitere-thesen/#comment-16628
    auf dem Opablog:

    „Derzeit ist die ‚Utopie des Normalen‘ gesellschaftlich genauso irrelevant, wie die Realität des global-faschistischen Systems nicht bewusst realisierbar ist. Es wird ja auf politischer Ebene nicht mehr nur gelogen, dass sich die Balken biegen, sondern auch noch vorgetäuscht, sie wären gerader als gerade. Der Wahnsinn ist jedenfalls in den westlichen Gesellschaften weitgehend tolerabel, und in der Dritten und Vierten Welt sogar akzeptabel – weil die Menschen sich dem dort waltenden Wahn chancenlos ausgesetzt sehen.

    Was Sie „Spirit der Vernunft“ nennen, ist mir zu ungenau, genauer gesagt, der ‚Kategorische Imperativ‘ erscheint mir als jenseits der Utopie, als Missachtung jeglicher Realität. Da reiht sich für mich Kant in die Klerikergilde ein, die die Menschen mit ihrem Irrglauben seelisch verstümmelten. Glauben Sie ernsthaft, der Mensch sei grundsätzlich mehr vernunftbegabt, „als pervers“ veranlagt?

    Erklären Sie mir bitte die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl. Und falls Ihnen das lästig ist, stellen Sie sich bitte eine Stunde beobachtend an die Straße, fahren mal eine Stunde mit dem Fahrrad und schreiben eine Stunde lang Probleme auf – die Sie haben, die die Gesellschaft hat, die Europa hat und die die Welt hat.

    Falls Sie eine weitere Stunde investieren könnten für die Probleme, die Menschen der Natur machen, und für die Probleme, die entstehen werden, wenn Natur vom Wahn die Schnauze voll hat, wäre das sehr hilfreich für die weitere Begriffsfindung für das, woraus der Faschismus entstand: Faschistoider Geist. Und der wütet unter den Völkern nicht erst seit Caligula.

    Ich besuchte eben die Seite von „Silberfink“. Und wurde wütend, als ich die Bilder der hingebungsvollen Straßenmusikanten sah, fröhliche Menschen sah, die einfach nur leben wollen in dem Verständnis, einem geschenkten Tag zu danken. Und? Meinen Sie, das seien vernunftbegabte Menschen? Ich meine, das sind Menschen, die ihre Angst besiegten, die ihre Wertlosigkeit nicht mehr akzeptierten, die dem politischen Wahngeist ebenso wie dem bürgerlichen Wahn-Selbstverständnis die Rote Karte zeigen konnten.

    Steuerpflicht, Schulpflicht, Meldepflicht, Versicherungspflicht, Arbeitspflicht, Mitwirkungspflicht, Zins- und Mietzahlungspflicht, Anschnallpflicht. In einem (Pseudo-)Staat, dessen Nase ziemlich tief im ‚Arsch des Faschismus‘ steckt; natürlich, wo denn sonst. Und falls Sie glauben, ich wunderte mich über das Erscheinen faschistischen Geistes in einer kommunistisch bestens geschulten Person, erkläre ich Ihnen mit wenigen Worten, warum das folgerichtig ist.“

    Ich hab‘ hier noch lange nicht fertig; einige von Euch verstehen das.

    Gruß in die Runde
    Wolfgang

  11. April 2, 2014 um 7:57 pm

    aha, die Stimmen, die sich auch im Mainstream nun den hier behandelten faschistoiden Ober-Geistern nähern, werden lauter:

    Der stille Putsch: Wie eine geheime Elite sich unser Land und Europa unter den Nagel reißt

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