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Schwarze Pflanzen als Zeichen des Fortschritts

Teil 1 … Schwarze Pflanzen als Zeichen des Fortschritts
Teil 2 … Schwarzes Gold als Zeichen der Verbundenheit
Teil 3 … Finstere Gedanken aus Mittelerde
Teil 4 … Schwarzmalerei, denn Geist ist böse und Energie hat Schuld daran

Man könnte meinen ich sehe Schwarz für die Zukunft, liest man, wie ich bisher den technologischen Fortschritt der Menschheit behandelte. Dabei dürften es viele Menschen genau anders herum sehen, die Meinung vertretend, dass es eben des technologischen Fortschritts bedarf, um uns Menschen eine bessere Zukunft zu bescheren, und, dass er es bereits ermöglicht hat viel Leid von der Bühne des Lebens zu verbannen. Doch folgt man dem Fortschritt mal auf Schritt und Tritt und kratzt ein bisschen kräftiger an seiner robusten Obfläche, kommt, ehe man sich versieht, jene Fragilität zum Vorschein, die es geistreich versteht, sich allzu neugieriger Blicke geschickt zu entziehen bzw. sich als etwas darzustellen, was sie unverhüllt gar nicht ist. So leben wir inzwischen in einer Zeit, in der man grundlegende Probleme immer besser und länger verbergen kann, indem immer weniger unmittelbare Beziehungen zwischen Mehreren, die unter dem gleichen Problem zu leiden haben, vorhanden sind. Was wie eine technologische Errungenschaft aussieht, ist jedoch nur Schein, denn durch den Sieg, der errungen scheint, ist der Verlust von vielem Anderen umso weniger offensichtlich, je mehr sich auf den einen Sieg konzentriert wird. Dieser wesentliche Verlust indes ist der künstliche Nährboden für neue Probleme ganz anderer Art …

Ginge es einzig nach uns Menschen und könnten wir wahnhaftig, äh, wahrhaftig unseren Willen für Innovationen frei ausleben, wäre es allerdings an der Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, Schwarz zu sehen, äh, wahnsinnig zu werden, schließlich stünde dann vorwiegend Egozentrik, statt Biozentrik, auf dem Programm … und unzählige weitere Probleme hätten ihre Geburtsstunde. Massengräber, statt einem Meer aus Wiegen:

Chlorophyll

The molecule that absorbs sunlight for photosynthesis. Plants and photosynthetic bacteria survive by converting water and carbon dioxide into sugar, and energy is needed to catalyze the reaction. Chlorophyll captures energetic photons. Nevertheless, chlorophyll is not ideal. The two versions of the molecule absorb light most efficiently at the red and blue ends of the visible spectrum. The reflected wavelengths in between make leaves appear green, and mark a missed opportunity. Any sensible engineer would color plants and cyanobacteria black in order to absorb all the sunlight. Natural selection is less fastidious, and chlorophyll is a good enough molecule to feed the whole planet, engineers included.

Quelle: Nautil.us

So mag Chlorophyll aus Sicht des Menschen zwar nicht ideal erscheinen, obwohl es aus Sicht des Lebens als Ganzes ideal ist, während eine schwarze Pflanzenwelt zwar aus unserer technologischen Sicht besser wäre, aber für das Leben als Ganzes eine einzige Katastrophe darstellen würde. Warum wir Menschen allerdings mehr und mehr versuchen die Nacht zum Tage zu machen, und obendrein sogar auf die Idee kommen die Dächer der Welt weiß zu streichen, um Unheil abzuwenden, sei dahingestellt. Doch kratzen wir mal etwas intensiver an jener besagten Oberfläche, auf der sich ein freier Wille in Gestalt des Menschen selbstverliebt zu spiegeln scheint, ein Wille jedoch, der in Wirklichkeit fest verwurzelt ist in und abhängig ist von einem Geschenk der ganz besonderen Art. Gehen wir also einen Schritt weiter …

… und schauen, wo der wesentliche Unterschied zwischen dem natürlich allgegenwärtigen Cradle-to-Cradle und dem künstlich immer allgegenwärtiger werdenden Cradle-to-Grave liegt. Der finnische Autor und Philosoph Tere Vadén hat diesbezüglich einen hervorragenden Artikel mit dem Titel One step further geschrieben, aus dem ich im Rahmen meines schwarzen Dreiteilers mehrfach zitieren werde, bringt er doch zum Ausdruck, was nur allzu gerne von uns Menschen übersehen wird, obwohl es im Laufe der Entwicklung des technologischen Fortschritts immer weniger zu übersehen ist.
Vadén nimmt in seinem Text Stellung zur Ansicht von NextNature, dass Alles letztendlich natürlich ist, was von uns Menschen nicht (mehr) kontrollierbar sei … selbst wenn es von uns Menschen geschaffene Prozesse bzw. Produkte sind. One step further finden Sie hier … und man sollte sich diesen Text wirklich einmal aufmerksam zu Gemüte führen …

Dass die Geschichte des menschlichen Fortschritts von Grabmälern begleitet wird ist offensichtlich. Vadén schreibt:

It is a simple empirical fact that there has never existed a modern industrial society that has been ecologically sustainable. All known examples of industrial societies have relied on non-sustainable use of (mostly non-renewable) natural resources (timber, coal, natural gas, oil, minerals).

Das zeigt sich umso mehr, je moderner die Zeiten werden und je mehr moderne Menschen zugegen sind, wird technologischer Fortschritt doch zunehmend zum Kunstgriff seitens der Menschen sich der natürlichen Ordnung zu entziehen, indem unsere Technologien werden, was Cradle-to-Cradle von Natur aus nicht ist. Da mag es verführerisch sein die Verantwortung für unser Treiben abzugeben und so als Natürlich anzusehen, was jenseits menschlicher Kontrolle geschieht, auch wenn es zuvor kontrolliert werden konnte … oder zumindest vom Konsens so wahrgenommen wurde … man denke nur an Tschernobyl und Fukushima. Offensichtlich verhält es sich mit der Einordnung von was kontrollierbar ist und was außer Kontrolle geraten ist wie mit der eingangs erwähnten Schwarz- bzw. Weißmalerei.

All culture is not technology, but technology can be seen ubiquitously as the culprit of destruction and doom only through defining technology through its negative side.

Kann somit auch als technologischer Fortschritt angesehen werden, was indigene Völker im Einklang mit natürlichen Kreisläufen, und somit unter Achtung von Wiegen, zur Wahrung ihrer Kultur imstande waren zu leisten ? Begann technologischer Fortschritt so gesehen nicht bereits mit der Beherrschung des Feuers und der Hervorbringung menschlicher Sprache ? Ist dieser Fortschritt nicht die Bildwerdung der Entfremdung von uns EINEN von den ANDEREN, die Wandlung von Wiegen zu Gräbern ?
Cradle-to-Cradle bedeutet, dass jedes Problem zugleich Teil der Lösung ist, während Cradle-to-Grave impliziert, dass jedes Problem weitere, neue Probleme mit sich bringt, weil Beziehungen auf der Strecke bleiben, die jedoch für Wiegen notwendig sind. Versucht der Mensch nun mittels technologischem Fortschritt, im Rahmen seiner Kultur, Cradle-to-Cradle näherzukommen, dann bleibt es jedoch immer einzig bei der Quadratur jener Kreisläufe, die für Cradle-to-Cradle wesentlich sind. Zudem wird aus einem informativen Feedback ein folgenreiches Verlustgeschäft, auf Kosten der Wiegen, was als Sieg für die Grabschaufler angesehen wird … doch dazu mehr im vierten Teil dieses Schwarzmal(ex)kurses.

Natürliche Kreisläufe und Feedbacks sind die Basis für Antifragilität, die Cradle-to-Cradle mit in jede Wiege gelegt wird, während unser Versuch, es den Wiegen gleichzutun, immer nur robust erscheint, aber nie wahrhaftig die Kurve bekommt, so unter der Oberfläche die eigentliche Fragilität unseres Fortschritts zu verbergen verstehend. Ein Unterfangen, welches seinerseits die Basis für Cradle-to-Grave darstellt.
Antifragilität bedarf es, um die HARMONIE eines GANZEN bewahren zu können, durch alle interpretierten Zeiten hindurch, erst recht, wenn eine Spezies der Fragilität verfallen ist und obendrein immer mehr Gefallen an ihr findet. Allerdings bedarf es auch der Fragilität, und des damit einhergehenden verführerischen Scheins von Robustheit, damit, bedingt durch den technologischen Fortschritt einer Spezies, alle Spezies den wahren Fortschritt voranbringen können, dessen es wiederum bedarf, um den technologischen Fortschritt unnötig werden zu lassen, nachdem dieser sich maximal austoben durfte, ist dieser doch stets nur interpretatorisches Mittel zum Zweck der Problematisierung des eigentlichen PROBLEMS des verkörperten Lebens als Ganzes … während der wahre Fortschritt der informierte Lösungsweg dieses besagten PROBLEMS ist. Wahrer Fortschritt, mit dem Ziel der Kohärenz, kennt dabei kein Zurück. Technologischer Fortschritt dagegen ist gepflastert mit Rückschritten, Rücktritten, und Rückschlägen, großen, wie kleinen. One step further beschreibt warum.

Die Idee der Verkörperung von Bewusstsein in Form von Ameisen brachte eine Vorahnung des Ameisenbären mit sich … ganz im Sinne von Cradle-to-Cradle. Aus Sicht technologischen Fortschritts sieht es dagegen anders aus, denn, wie es Vadén ausdrückt, der Mensch, welcher das Schiff erfand, erfand auch die Möglichkeiten des Schiffunglücks. Je größer unsererseits die Sicherheitsvorkehrungen ausfallen, um die Kontrolle über unsere Technologien und all ihrer Möglichkeiten zu bewahren, desto robuster erscheint diese Technologie, desto eher wird sie als Errungenschaft gutgeheißen und in den Alltag aufgenommen, desto ausgeprägter jedoch ist ihr Potenzial zur Realisierung von Fragilität, wenn die Kontrolle nicht mehr gewährleistet werden kann.
Was in der Natur dem Ameisenbären entspricht, überträgt der Mensch nunmehr auf Computersysteme. Oder anders ausgedrückt: Die natürliche Diversität von Wiegen, die wieder zu Wiegen werden, versucht der Mensch auf ein System zu übertragen, um autonom ablaufen zu lassen, was von Natur aus allerdings dynamisch in unmittelbarer Verbindung mit etwas steht, worauf das künstliche System keinen Zugriff hat. Dieses System, man mag es als Black Box bezeichnen, hat keine Beziehung zur HARMONIE, weil das Gespür für selbige nicht Teil einer Black Box sein kann. Oder allgemeiner formuliert: Egal, in welcher Umhüllung technologischer Fortschritt daherkommt, sei es Hitze (Lagerfeuer), ein Wort (Sprache), oder eine Kiste (Computer), technologischer Fortschritt bringt immer die Schaufel (Trennung) mit, mit der er, zum einen, sein eigenes Grab schaufelt, und, zum anderen, nach dem sucht, was er zum weiteren Fortbestehen immer dringender nötig hat. Und damit gehen wir einen weiteren Schritt weiter … ganz im Sinne von Tere Vadén … und zwar im nächsten Teil diesen schwarzen Vierteilers … in Kürze …

Gruß Guido
http://www.gold-dna.de
http://www.gold-dna.de/phi.html

  1. Gerd Zimmermann
    März 25, 2014 um 9:25 am

    Danke. Ich kann das Bild der Realitaet und der Wirklichkeit
    als ganzes erfassen ohne mir Gedanken machen zu muessen.
    Es ist mir sozu sagen in Fleisch und Blut uebergegangen.
    Ein tiefes Gefuehl der Dankbarkeit ist geblieben. Einmal
    Ruppert und zurueck.Ich schau ES mir aus zwei Perspektiven
    an, neutral und sehe das GANZE und denke: OH WUNDER,
    OH WUNDER. Wie ist DAS moeglich? Ich bin auch froh, dass
    sich das Blatt bald wendet und Frieden einzug findet. Das
    Ego ist so gross geworden, die Schmerzgrenze erreicht. Die
    Technologie exessiv vorrangetrieben um den Menschen
    UNTENzuhalten. Area 51 muss ich nicht besuchen, meine
    Vorstellungskraft reicht aus. Frueher hatte ich mir einen
    Ziehvater gewuenscht, spaeter fand ich gleich vier im
    Tetraeter.Die Suche hat aber auch Spass gemacht und ist
    spannend. Klein Fragmente der Erinnerung waren noch da.
    Habe ich dank einer goettlichen Fuegung viel gelernt im
    kosmischen Lernprozess, ist mein Wissensdurst noch
    lange nicht gestillt, zumal ich mich auf die Gemeinschaft
    freue. Ein Leben ohne Angst und Schrecken. Ja, die Herz
    aus Gold, wie das mal wieder passt. Danke Guido.

    Zum Block, eigentlich kann ich Euch nicht verlassen, ES
    gibt keine Rettungskapseln (ich habe sie zweimal gezaehlt )
    und das Universum hat keinen Notausgang, soll heissen,
    dass WIR ALL-EINEN brav zusammenbleiben muessen.

    Die Wege des HERRN sind unergruendlich.

    Liebe Gruesse in die Runde

    Gerd

  2. Gerd Zimmermann
    März 25, 2014 um 3:54 pm

    Ich bin begeistert von der Idee, am Lehrstuhl Dinge bekanntzugeben,
    um Horizonte zu erweitern, ich habe da so ein Gefuehl.
    Ich glaube ich bin reif fuer den Reifungsprozess. Uneigennuetzig handeln
    zu koennen. Feur die Gemeinschaft.

    Einmal stand ich vor einem Resautaurant: na gut lassen wir das. Der
    totale Durchblicksstrudel bringt jeden um.

    Warum das alles, um einmal danke zu sagen, fuer das Leben, das Universum
    und den ganzen Rest. Ich liebe das Leben.

    Gruss Gerd

    • federleichtes
      März 25, 2014 um 4:00 pm

      „ich habe da so ein Gefuehl.
      Ich glaube ich bin reif fuer den Reifungsprozess. Uneigennuetzig handeln
      zu koennen. Feur die Gemeinschaft.“

      Herzlichen Glückwunsch – um etwas Anderes ging’s hier auchnicht.

      DRAN BLEIBEN!!

  3. März 25, 2014 um 10:03 pm

    Man kann das Sonnenlicht nutzen, um anhand von 50 verschiedenen Wolkenwesen Informationen über das Wetter der nächsten zwei Tage zu erhalten – und so dem wahren Fortschritt auf Schritt und tritt unmittelbar folgen … oder aber man kann sich die Energiedichte von Kohle, Erdöl und Uran zunutze machen, um immer mehr verschiedene Ausdrucksformen zu thematisieren, die allesamt die Angst vor dem Tod möglichst weit im Voraus verfolgen – und so Wolken hervorbringen, die mit dem wahren Fortschritt nichts gemein haben.

    Gruß Guido

  4. März 26, 2014 um 12:13 am

    Schon mal ein kleiner Blick auf Teil 2 und 3 … dargelegt von Tere Vadén in einem anderen seiner Texte zum Thema Fortschritt und Öl:

    http://www.ctheory.net/articles.aspx?id=658

    “ … specialization, and becoming tool and technology dependent, explicitly require a continuous feed of excess energy. It is possible that an important part of the specialization and technologization of the modern world is dependent on and caused by the magnificent, uniquely high EROEI of large oil wells. If this is the case, then the claim that modern prosperity is mainly the effect of improved technology and specialization, has to be revised.“

    Es ist schon ver-rückt … da meint der Mainstream, wir leben in Zeiten in denen wir viele Probleme im Griff hätten, doch bemerkt er nicht das Ausmaß an Fragilität, welches damit einhergeht. Eine Fassade kann nur so robust erscheinen, wie es gelingt, diesen Schein immer schneller zu bewahren, wodurch der Tag der wahren Erkenntnis, nämlich, dass alles Schein war, immer näher rückt.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      März 26, 2014 um 1:48 am

      Deine englisch verfassten Texte helfen denen, die ohnehin schon klüger als Andere sind. Schade eigentlich! Na gut, dann bleibe ich eben dumm.

      Meine erste Idee, als ich Deinen Text las, war „Faschismus“. Dessen Kern ich heute so formulieren würde: Mit allen Mitteln immer mächtiger werden.
      Als ich eben an zu schreiben fing, kam die Assoziation „Turmbau zu Babel“.
      Und jetzt denke ich an die Naturordnung, in der Monströsitäten nicht gestattet sind.
      Gerade sehe ich das Himalaya-Gebirge vor mir, und denke an das Prinzip Erosion.
      Jetzt denke ich an den Tod.

      Vorhin auf dem Friedhof kam ich an einem außergwöhnlichen Grab vorbei. Frisch, eine alte Frau stand an der Seite. Auf dem Grab zwei Bilder, Kinderhand, mit Ölstiften gemalt, wie ich auch mal malte. Ich sprach die Frau an: Ein Kind? Ja. Ich sagte Scheiße. Und ich sagte, wir hätten wenigstens unser Leben leben können. Und sie sagte, wir würden da auch mal landen. Ich sagte: Gott sei dank.

      Vielleicht könnten wir uns darauf verständigen, dass das Universum einen Anfang hatte und endlich sein muss. Vielleicht können wir verstehen, dass der Größenwahn in gewisser Weise (auch) eine kosmologische Erscheinung ist. Vielleicht können nicht nur wir beide verstehen, dass die Schöpfung primär auf das Entstehen einer Ordnung ohne Größenwahn gerichtet ist, und den Größenwahn nur sekundär, als Mittel zum Zweck der Bewusst-Werdung, erscheinen lässt, indem er sich – wie geplant – offenbaren lassen muss.

      Das Eigentliche, das Bewusstsein, aber muss gelebt und sich bewährend gelebt werden.
      So, wie es die Natur, die nicht vom Wahn infiziert ist, mit ihrem Bewusstsein bereits, irgendwie ja demonstrativ, tut. Und stelle Dir vor, auch dieses Bewusstsein wäre geschaffen worden, um real-vorhanden Geschöpftes zu vereinen.

      Ich sage das für die, die glauben, sie könnten auf alle Ewigkeit den Wahn leben, den sie derzeit in einer Scheinwelt nicht anders leben zu können meinen.

      Lese gerade das Buch „Eine kurzen Naturgeschichte des letzten Jahrtausends“. Der Autor sagt, wir müssen lernen, in größeren Entwicklungszeiträumen zu denken. Ich meine, wir können auch lernen, nicht mehr zu denken, was unsere sehr spezielle Zeit von uns verlangt. Was wohl geschieht, wenn (nur noch) ein Bewusstsein denken lässt?

      Entspannte Tage wünsche ich Dir.

      Wolfgang

      • März 26, 2014 um 1:57 am

        “Deine englisch verfassten Texte helfen denen, die ohnehin schon klüger als Andere sind. Schade eigentlich! Na gut, dann bleibe ich eben dumm.“

        Englische Texte nicht zu benötigen UND trotzdem fühlen, was wirklich geschieht, hat wahrlich nichts mit dumm zu tun … zumal dumm und klug ja auch nur zwei dieser Schubladen jenes Schranks sind, über den wir hier schon mehrmals sprachen.

        Ja, in immer größeren Zeiträumen denken … aber nur, um endlich Frieden mit der Vergangenheit schließen zu können und das Hier und Jetzt mehr und mehr zu würdigen …

        Danke für Deine Zeilen … eine Freude mal wieder.

        Gruß Guido

  5. März 26, 2014 um 1:50 am

    Danke Wolfgang für Deine Bilder an anderer Stelle, von Pflanzen, ganz ohne schwarze Blätter. Danke auch für das folgende Zitat, ebenfalls an anderer Stelle:

    “Aus VORHANDENEN Daten MÜSSEN Informationen werden. Um das sicher zu stellen, geschieht Offenbarung musterhaft-bildhaft und musterhaft-zyklisch und musterhaft-vernünftig.“

    Ich greife das mal hier auf, um zum einen, einen Fluss wiederherzustellen, zum anderen, um einem stets bestehenden weiter zu folgen.

    Zu Informationen, im Sinne BEFREITER ENERGIE, können Daten erst wieder werden, wenn ihr realisiertes Gefängnis aus allen Nähten zu platzen droht. Um dorthin zu gelangen nutzen wir Daten, um das Gefängnis zu erschaffen ( Realität ) und mit dunklen Gesellen zu füllen ( Verlust von Beziehungen ). Allgemeinhin nennen wir das (technologischen) Fortschritt, ermöglicht durch Rohstoffe (aktive Unordnung), die ein Geschenk sind und von uns im Nu verpulvert werden. Diese Rohstoffe werden mehr und mehr als Datenpool genutzt, weil sie irgendwo aus der Erde geholt werden, um anderswo für Zwecke eingesetzt werden, die mit dem Ursprung des Rohstoffs nichts mehr gemein haben. Die Zerstörung irgendwo wird so zum Aufbau anderswo. Indigene Völker nutz(t)en Holz direkt vor Ort und in einem Maß, welches die Nachhaltigkeit nicht gefährdet(e) … bis sie vom Fortschritt infiziert wurden bzw. verführt wurden. Diese Nachhaltigkeit ist informativer Natur. Seitdem jedoch haben wir die Beziehungslosigkeit nahezu “perfektioniert“ und unser gesamter Fortschritt, unsere Zivilisation, ist auf einem einmaligen Geschenk aufgebaut, welches nicht erneuert werden kann … genauso einzigartig ist unser Fortschritt, als einzigartig wahrgenommen große Versprechen machend, jedoch wahrhaftig einzigartig sein, sprich, einzig auf einem Geschenk aufbauend bzw. dadurch erst ermöglicht werdend. Ohne Geschenk kein Fortschritt und ohne Fortschritt keine Bewusstwerdung und ohne Bewusstwerdung keine befreite Energie, denn der Energieträger der Zukunft ist die reaktive Unordnung, die wir mit Hilfe der aktiven Unordnung bis zum Zenit anzusammeln vermögen. Das Potenzial, welches in dieser Energie steckt, lässt sich erahnen, wenn man bedenkt, welches Potenzial in der aktiven Unordnung, allem voran dem Öl, steckt(e) UND wenn man bedenkt, was mittels Trennungen entfacht werden konnte und was mittels Vereinigungen jenseits des Zenits möglich sein wird, denn Kohärenz wird durch das Auflösen von reaktiver Unordnung mehr und mehr zum Kinderspiel werden …

    Gruß Guido

  6. März 26, 2014 um 2:22 am

    Warum ‚Cradle-to-Cradle‘ von Menschenhand immer nur die Quadratur von Kreisläufen sein kann, zeigt sich hier sehr anschaulich:

    http://design.antigov.org/txt/Lasse_Nordlund.htm

    Leider wieder nur in Englisch … aber Wolfgang, auch in diesem Fall spürst Du eh schon wo der Hammer hängt.

    Welch Aufwand wurde betrieben um die Glühbirnen schlecht und dann obsolet werden zu lassen, nur um LEDs in den Himmel emporzuloben … oder andere Energiesparlampen. Energie KANN NICHT EINGESPART werden !!!!!

    Gruß Guido

    • federleichtes
      März 26, 2014 um 3:54 am

      Ich hab’s mal gelesen, besonders die Satzzeichen.

      Was lernen wir aus der Geschichte des Lasse Nordlund?

      Dass die Welt schlecht ist, weil sie schlecht gedacht wird?
      Was würde aus der Welt werden, wenn sie nur richtig gedacht würde?
      Nur sehr wenige Menschen wissen das.
      Und nur sehr wenige Menschen wissen, dass so viele Menschen die Welt schlecht denken, ohne es zu wissen. So viele Menschen sind unzufrieden, ohne Frieden, im Krieg mit sich und der Welt. So viele Menschen sind ohne Kenntnis, was Frieden ist. Und sie wissen auch nicht, dass der Krieg in ihnen selbst ist, weil er im Verborgenen tobt. Was sie als Leben kennen lernen, ist der Kompromiss zwischen sehr wenig Frieden und sehr wenig Krieg – Low Level Energy, ein schmaler Grat mit wenigen und flachen Optionen. Sie sparen, weil sie nicht wissen können, wie reich sie wären, wenn sie nicht sparten.

      Heute kam ich an einem Grab mit zwei schlichten, kleinen Holzkreuzen vorbei. Und sagte:
      Ihr Beiden seid nicht arm gestorben.
      Zufällig steht auf dem Grab von Helga, der verstorbenen Frau meines Freundes Wolfgang, auch ein schlichtes, kleines Holzkreuz. Helga war sehr anspruchslos, und Wolfgang erzählte mir, dass er sich (erst) nach ihrem Tod fragte, wie sie all die viele Arbeit habe schaffen können. Nein, künstliche Energie kann nicht wirklich gespart werden, und natürliche Energie kann mittels Bewusstsein sehr sorgsam, vernünftig verwendet werden. Vielleicht ist diese Vernunft sogar der natürlichen Energie implizit.

      Na ja, ich hab‘ mit Energie kein Problem, sind ja überall Steckdosen.

      Du erscheinst mir ziemlich lebhaft: Umgestellt auf einen anderen Energie-Lieferanten?

      Herzliche Grüße sendet Euch
      Wolfgang (ich glaub‘, Susanne auch)

      Die Schwäne sind auch nicht mehr das, was wir von früher kennen; müssen eben auch sparen.

      Die ganze Galerie „Frühlingsallerlei“ findest Du hier:
      http://federleicht-leben.de/07-galerien/galerien-susanne/38-fruehlingsallerlei/index.html

  7. Gerd Zimmermann
    März 26, 2014 um 3:18 am

    Ihr Lieben, endlich ein Niveau wo ich zweimal lesen muss. Danke.
    Wolfgang, mit dem Tod ist das so eine Sache fuer sich. Auch ein Kind
    kann gehen ohne zu gehen. Es kann nicht gehen.
    Meine liebe Oma Anna ist gegangen und trotzdem fuehle ich sie, alle
    anderen die gegangen sind auch. Fuer mich ist mein Vater nicht
    gegangen, weil das SEIN ein GANZES ist. Der Kreislauf des Lebens.
    Wir halten fest an materiellen Dingen, falsch, das LOLA PRINZIP bringt
    Besserung. Was ist schon Gold, Geld und Ruhm wenn Du ein ganzes
    Universum haben kannst. Oder zwei oder drei oder vier.
    Lieber Wolfgang, keiner geht im Kreislauf des Lebens verloren, wir sind
    alle Kinder Gottes. Wir sind Licht. Dein physikalischer Koerper wird gehen
    meiner auch, na und, unsere Seele kann nicht gehen, wohin soll eine
    Seele gehen, die kann nicht gehen, die ist im Geist, zu Hause.

    Lieber Guido, ich schau den Wolken nach, vorbei die Zeit, wo sich darin
    Raumschiffe versteckten, heute ist ES fuer mich Energie.
    Lass mich wie Viktor, was fuer ein schoener Bart, mit Luft arbeiten, es
    ist eine Intuition.

    Ich liebe das Leben.

    Liebe Gruesse in die Runde

    Gerd

  8. März 26, 2014 um 4:07 am

    Ja, Wolken, Licht und Schattenspiel. Sonnenlicht liefert dem Wesen gefühlte Energie, unsere Energielieferanten, die uns den Fortschritt ermöglich(t)en dagegen betreiben einzig die Emotionalisierung der Realität. Sind Solarzellen die Lösung vieler Probleme. I wo. Oder Windräder ? Mitnichten. Wie auch, stehen sie doch in einsamen Gegenden im Kollektiv herum, um die Energie des Windes anderswohin zu leiten, in einen Pool von Energie, aus dem (trans)national geschöpft werden kann, während das Wesen(tliche) sich mehr und mehr erschöpft. Warum Pflanzen von Natur aus niemals Exportweltmeister in Sachen Energie werden können liegt auf der Hand, oder ? Warum sie ihrem Wesen von Natur aus treu bleiben auch, oder ? Warum geben sich die ANDEREN nur mit Sonnenlicht zufrieden und graben nicht nach Kohle und Öl ?

    Grüße an Euch
    Guido

  9. Gerd Zimmermann
    März 26, 2014 um 4:16 am

    Ich bin drin, herzlichen Dank.

    Gerd

  10. Gerd Zimmermann
    März 26, 2014 um 4:23 am

    Es ist so schoen ein Gefuehl fuer das GANZE zu haben, ich schaeme mich fast
    dafuer.Ich habe mein Ego aufgegeben um reich zu sein.

    LG Gerd

  11. März 26, 2014 um 5:36 am

    “Oil is the shadow of the Sun, its unconscious manifestation. It is ancient sunlight and, it follows, that all nutrition, photosynthesis and the majority of energy originate in space. While all previous civilisations relied on the white sun, the black fossil sun dominates our thoroughly modern western existence.“

    Antti Salminen

    Quelle: http://www.hpb.fi/objects-on-oil-2/?lang=en

    Gruß Guido

  12. Gerd Zimmermann
    März 26, 2014 um 11:18 am

    Gib mir ein A. Ich habe nur noch das GANZE im Blick, geil gell.
    Und Dank.

    Gruss Gerd

  13. März 26, 2014 um 5:05 pm

    Geist ist böse und Energie hat Schuld daran:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article126202338/Unter-dem-Kosovo-liegt-ein-gefaehrlicher-Schatz.html?wtmc=google.editorspick?wtmc%3Dgoogle.editorspick&google_editors_picks=true

    Was war zuerst mag man fragen: die Energievorkommen in der Erde oder die Umgrenzung einer Nation. Sieht man ALLES aus Sicht von Bewusstsein ( Biozentrismus ), dann könnte man glatt zum Schluss kommen, ähnlich der Dinosaurierknochen, dass sich Energievorkommen erst manifestierten, nachdem Grenzen von Nationen festgelegt worden waren …

    Wahrhaft ein böser Geist, der da am Werke ist, wobei Energie ja nur möglich macht, was nötig ist …

    Ziemlich irre, oder ?!

    Gruß Guido

  14. März 26, 2014 um 11:26 pm

    Man achte auf die Quelle … Club of Rome … und die Position des Autors:

    http://www.clubofrome.org/?p=4866

    Zeigt sich hier Bewusstwerdung der Problematik oder treibt hier ein Geist mit besonderen Fähigkeiten sein noch nicht offensichtlich werdendes Unwesen:

    Should a call not go out to create an independent global commission on the future of oil for humanity. A commission could look, in a professional and detached manner, at the real costs and the real benefits of oil extraction. By placing reasonable and understandable numbers on the table, including the value of ecosystem destruction and the range of values for the damage caused by greenhouse gases, an informed debate could ensue. And what is the economic relationship between emissions and adaptation in order to price and tax carbon correctly?

    Unabhängige Datenerhebungen als Lösung eines wesentlichen Problems ?

    Gruß Guido

  15. März 27, 2014 um 5:32 pm

    Technologischer Fortschritt trennt und nimmt gefangen … Dekohärenz … Unvermögen.
    Wahrer Fortschritt vereint und befreit … Kohärenz … Vermögen.

    Technologischer Fortschritt hat wenige Gewinner auf Kosten Vieler zur Folge und bedarf immer mehr Energie.
    Wahrer Fortschritt erbringt mit möglichst wenig Energie Gewinn für Alle ohne jemandem etwas in Rechnung zu stellen.

    Technologischer Fortschritt ist das eigentliche Feedback, welches erst aktiviert wird, wenn besagter Fortschritt so weit fortgeschritten ist, dass das Maximum der Nutzung aktiver Unordnung erreicht ist und besagter Fortschritt nicht wie gewohnt weiter fortschreiten kann. Durch die Zerstörung bzw. Unterdrückung bzw. Nichtachtung von Feedbacks der natürlichen Ordnung, wie Tere Vadén es in seinem Text beschreibt, kommt das eigentliche Feedback letztendlich zum Tragen.

    Gruß Guido

  16. April 1, 2014 um 12:25 am

    Bekam gerade eine Mail von einer Filmgesellschaft, die die GOLDENE PHI(L)HARMONIE mit einem Millionenetat verfilmen will, ähnlich in der Aufmachung wie THRIVE. Soll 2016 in die Kinos kommen und auf DVD erscheinen. Musste erst mal schlucken … habe aber dann zurückgeschrieben, dass ich kein Interesse hätte daran mitzuwirken … hätte “Wichtigeres“ zu tun … Mann, Mann, Mann, was geht denn da ab … der Tag fängt ja gut an !

    Gruß Guido

    • federleichtes
      April 1, 2014 um 3:00 am

      Ooooch, schade, da hättest Du mir sicher eine Statistenrolle verschaffen können. Mannoh, IMMER habe ich das Pech.

      Aber tröste Dich, als ich den Brief an die Umweltministerin geschrieben hatte und die möglichen Folgen bedachte, braucht ich auch nicht überlegend denken. Überlegenheit ist schließlich keine Frage des Denkens; Käuflichkeit schon. Ja, dieser olle Lappen, angeblich des Menschens Zierde. Dabei hat der nicht mal was mit der mechanischen Steuerung des Herzens zu tun.

      Herzliches Beileid!
      Gruß
      Wolfgang

      Susanne:
      Ohne Wenn und aber Biene aktuell

  17. Mai 1, 2014 um 3:52 pm

    Wann kommt der erste Billiardär ? Der Fortschritt macht es möglich, auf Kosten der breiten Masse:

    http://www.batr.org/negotium/043014.html

    “Once innovated technology of a Henry Ford raised the living standards and was a benefit for society. Today’s objective is to remove or eliminate the middle class as the gap in meaningful employment widens. Added leisure time has no significance if spent on playing games on an IPAD, while living off welfare government programs.“

    Jede Menge “Freizeit“ ? Wenn ja, wofür ? Oder sieht die Realität in Wirklichkeit ganz anders aus ?

    Gruß Guido

  18. Mai 1, 2014 um 11:29 pm

    http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-2614780/How-FARMERS-fitter-athletes-Human-strength-speed-peaked-7-300-years-ago-declining-rapidly.html#ixzz30GaMOQQR

    Schafft der Mensch sich fortschrittlich selbst ab … oder zeigt die Fragilität der Menschheit ihr wahres Gesicht, verborgen hinter dem Schein von Robustheit ? Technologischer Imperativ: Zum Wohle einiger, auf Kosten aller.

    Gruß Guido

  19. Mai 13, 2014 um 9:04 am

    Ein schönes Beispiel für unsere fortschrittliche Vorliebe schwarzer Pflanzen zeigt sich auch bei der Mobilmachung der Elektroautos … Tesla, als Visionär mit einem ausgeprägten Sinn für das GANZE, dreht sich wahrscheinlich im Grabe herum, in Anbetracht dessen, was in seinem Namen realisiert werden soll:

    http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-02/tesla-fabrik-akku-batterien-aktien

    http://www.321gold.com/editorials/handwerger/handwerger051214.html

    Auch hier zeigt sich einmal mehr, was ich in den bisherigen drei Teilen der Schwarzmalerei, bezüglich der entwurzelten Energie, geschrieben habe. E-Autos sind Unsinn, wenn kein Bewusstsein dahingehend vorliegt, dass der Ruf nach E-Autos nur entsteht, weil uns unsere Infrastruktur über den Kopf wächst … und damit die Verkettung von Problemen, die allesamt noch auf eine Lösung warten …

    Gruß Guido

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