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Meine Hypothese: Faschistoider Geist sitzt im Kern des Lebens

Ich möchte gemeinsam mit Euch versuchen aufzuklären, ob der Geist der Selbst-Überhöhung in seinen Ausdrucksformen

  • Unterwerfung
  • Unterdrückung und
  • Ausbeutung

noch etwas Anderes bedeutet als die – bisher – unter dem ‚Begriff Faschismus’ erfassten gesellschaftlichen Phänomene. Zum Beispiel die Herrschaft über das Kind und die Diskriminierung der Frau.

Mein Verdacht ist, der Geist, der Faschismus verursacht, könne zumindest ein (blut)Roter Faden sein, auf dem die Menschen durch ihre Geschichte laufen – müssen.

Anlass für mein Aufgreifen dieses Themas, ist ein Dialog, der zwischen „Dian“ und mir auf dem Opablog ablief. Ich beginne hier in der Themeneröffnung mit dem Punkt 1, den Klaus-Peter Kurch in seinem Thema „Faschismus denken – 9 weitere Thesen“

http://opablog.net/2014/03/15/faschismus-denken-9-weitere-thesen/

formulierte, und den ich kommentierte:

1. Faschismus ist das ultimative Instrument des Imperialismus. Imperialismus ist Getriebener. Er versteht sich (sein inneres “Geheimnis”) als gottgleich, allmächtig. Seine dementsprechenden Ziele kann er im entscheidenden Moment nur mit terroristischen Mitteln erreichen. Die personifizierte Wirklichkeit der imperialistischen Allmacht ist der Faschist.

Ich bitte Sie, lieber Herr Kurch, den ursächlichen Geist für Faschismus und Imperialismus (also für Diskriminierung und Ausplünderung?) in Betracht zu ziehen.
Menschen sind in zweierlei Weise unterschiedlich veranlagt. Die Einen sind mehr begabt (mit Gaben, Fähigkeiten gesegnet), die anderen weniger. So entstehen faktisch Über(legene)menschen und faktisch Unter(legene)menschen.

Faktisch entsteht auch ein Miteinander der Über- und Unterlegenen. (Ich vermute, in der Gruppe der Überlegenen bildet sich das Elitär-Egozentrische stärker aus, während die Unterlegenen das Wesen der Solidarität entwickeln müssen, um Überleben zu können.)

Faktisch entstehen auch zwei völlig verschiedene Reflexionen auf die verschiedene Veranlagung. Während die Überlegenheit A versucht, das Unterlegene zu zerstören, auszubeuten und zu entwürdigen, versucht die Überlegenheit B das Schwächere zu stärken.

Während der Geist A also ein konfrontativ-herrschender ist, ist Geist B ein integrativ wirkender brüderlich-sozialer.

Kommentarende

„Dian“ stieg etwas später ein, und so wird es auch hier sein.

Viel Freude in der Diskussion wünscht Euch Euer
Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft
  1. Heinrich Schmitt
    März 24, 2014 um 9:12 pm

    Ja, lieber Wolfgang, kannst alles verwenden. Dennoch bin ich mir ueber Vieles nicht so ganz klar. Mein bisheriges persoenliches Leben ist auch von vielen Niederlagen gepraegt, gewesen und als Beamter musste man sich stets anpassen, auch wenn sich die Faust in der Tasche geballt hat.
    Ich lese zur Zeit von Rene‘ Girard: Ausstossung und Verfolgung: Eine historische Theorie des Sündenbocks

    weiss aber nicht, ob das Buch noch vorraetig ist.
    Wuensche Euch eine segensreiche Woche dem Fruehling entgegen, den ich vermisse, denn bei uns ist ja immer Sommer !

    • federleichtes
      März 24, 2014 um 10:18 pm

      Ja, lieber Heinrich,

      „Mein bisheriges persoenliches Leben ist auch von vielen Niederlagen gepraegt, … “

      aber Du kannst heute in den Spiegel schauen und brauchst keine Grimassen schneiden, um Dich „hübsch“ zu finden.

      Am Ende wird zusammen gezählt, mein Freund. Du bist lebendig, lebendig gelandet im WIR, und aus diesem Wir heraus hilfst Du wie selbstverständlich den Armen, den Bedürftigen.
      Sag mir bitte, was ein Mensch mehr erreichen kann.

      Wir waren gestern unterwegs, es regnete, war kalt und windig. Susanne machte dieses Foto,

      ich glaube, nur für Dich.
      Blumen machen keine „Faust“, Blumen kämpfen nicht für den Wahn – sie sind das Natürliche des Lebens, sie helfen den Menschen, einfach so.

      Hier sind zwei Links auf Susannes Blicke in den Frühling.

      http://federleicht-leben.de/07-galerien/galerien-susanne/36-glueck-im-fruehling/index.html

      http://federleicht-leben.de/07-galerien/galerien-susanne/37-kleines-glueck-am-wegesrand/index.html

      Seid herzlich gegrüßt von uns.

      Susanne und Wolfgang

  2. federleichtes
    März 24, 2014 um 11:40 pm

    Danke, lieber Martin – ich komm‘ hier ja fast zu nix – was die Galerien betrifft.

    Wird besser, wenn ich mit „der Faschismus des Kommunismus“ fertig hab‘.

    Herzlich
    Wolfgang

  3. März 25, 2014 um 7:35 am

    Gerade diesen Denkimpuls zum Thema gefunden:

    Frage: Aus Sicht des Gehirns sind Demütigung und Isolation also das Gleiche wie körperlicher Schmerz und Aggression ist − häufig − sein Reaktionsmuster?

    Antwort: Richtig. Die Aggression ist ein biologisch verankertes Verhaltensprogramm, das – bei näherer Betrachtung − im Dienste guter zwischenmenschlicher Beziehungen steht. Ohne Bindungen zu leben, einsam oder ausgegrenzt zu sein, war für den Menschen seit jeher lebensgefährlich. Daher reagiert das menschliche Gehirn in einer solchen Situation mit dem Notfallprogramm der Aggression. Sie soll dem Umfeld signalisieren, dass man als Betroffener so nicht leben kann. Kinder und Jugendliche, die keine tragenden Bindungen zu Bezugspersonen haben, erleiden ein signifikant erhöhtes Risiko für aggressive Verhaltensauffälligkeiten.

    Aggression wird nicht immer dort gezeigt, wo sie eigentlich hingehört. Unterschiedliche Gründe können dazu führen, dass Wut nicht an denjenigen Menschen adressiert wird, dem sie eigentlich gilt. Wir nennen das „Verschiebung“. Verschobene Aggression wirkt auf Mitmenschen unverständlich und verliert ihre Funktion als soziales Regulativ.

    Fundstelle: „Auf Ungerechtigkeit reagiert unser Gehirn mit Ekel“, von Hirnforscher Joachim Bauer

    Somit schüren wir mit dem Hartz IV System ein Heer von Aggressiven, die sich ungerecht behandelt fühlen?

    Und unseren regierenden Psychopathen fehlte die Kindheitsbindung?

    • federleichtes
      März 25, 2014 um 12:28 pm

      Typisch Hirnforscher – sie „denken“ sehr komplex. Und: Indem man einige Funktionen des Hirns versteht, versteht man im Grund noch nix.

      Dispenzas Buchtitel lautet: SCHÖPFER der Wirklichkeit. Er begann, den Freien Willen zu postulieren, erklärte dann ausführlich, warum es keinen Freien Willen geben kann, und kommt jetzt dazu, den Freien Willen zu beschreiben als Option, mittels der etwas entstehen kann, was nicht ganz so determiniert ist, wie das, was „normale (musterhaft angelegt) ist.

      Bindung ist ein guter Begriff. Menschen sind an das Leben gebundene Dynamiken. Und wenn Leben informierte Energie ist – und daran sollte auch aus Sicht der Neurologen keinerlei Zweifel bestehen – könnten wir, die wir uns hier Diskutanten nennen, diskutieren oder es lassen: Es wäre egal. Aber WIR haben uns für das Diskutieren entschieden, weil Leben AUCH will, dass Lösungen gefunden werden.
      LEBEN WILL DAS, NICHT WIR.

      Wa Leben hervor bringt, ist gebunden an Informationen und an ein Programm, das diese Informationen in einer gewissen Weise inszeniert. Eine Weise ist, mittels der körperlichen Ebene wieder und wieder das Gestern um Erfahrungen des Heute zu erweitern. Eine andere Weise ist, die Erweiterung, die im ersten Schritt nur aus Daten besteht, zu Informationen werden zu lassen. Im nächsten Schritt entsteht dann Wissen, und dann erst erfährt Leben (durch Menschen), was Daten im Zusammenhang mit Existenz WIRKLICH bedeuten: Bewusstsein ist entstanden.

      Problematisch am Leben ist seine Dynamik. Ich nannte eine Weise, wie Leben agiert, mal „Tick-Tack“. Und beschrieb diesen Prozess als Entraumatisierung A, Bewusstwerdung B, Entraumatisierung C – etc. Schauen wir auf ein Menschenleben, sehen wir diesen Zyklus als Weg vom „unschuldigen“ Kind zur Weisheit des Alters. Schauen wir in die Geschichte, entdecken wir diesen Zyklus ebenfalls in Krieg und Frieden, auch in der Entwicklung einer dynamischen Feindseligkeit. Was aus der Keule, mit der Bruder oder Nachbar erschlagen wurde, erleben wir heute auf körperlicher, psychischer und geistiger Ebene global als fast ungeschminkten Frontalangriff.

      Aggression ist also nicht nur biologisch verankert. Im Gegenteil, könnte ich sagen, dass das Primäre Merkmal von Aggression ein Geist ist, der Gewalt absichtlich für seine Zwecke benutzt. Und eben nicht, wie es früher mal gewesen sein wird, Mann gegen Mann oder Clan gegen Clan, sondern bereits in einem UmFELD, in dem der Geist der Feindseligkeit (global) regieren kann – und es tut! Wir können dann nur noch auf die Ergebnisse schauen, die folgerichtig sind: Feindseligkeit sprießt wie „Unkraut“ aus dem Boden.

      Biologische Muster initiieren ein relativ normales Verhalten – normal in dem Sinne, dass sie Existenz für das Individuelle und Existenz als Gemeinschaft erhalten. Fressen und gefressen werden schadet in diesem Sinne nicht der Existenz (als solcher), sondern beschreibt uns ein System gegenseitiger Unterstützung im Sinne DER Existenz.
      Menschen erleben dank ihrer speziellen Informiertheit genau das Gegenteil: Einen Geist (Information + Absicht), der das WESEN VON EXISTENZ vernichten will. Das ist etwas völlig Anderes, als etwas Existierendes zu vernichten.

      Leben können wir also als eine Herausforderung dieses Geistes verstehen. Und wie intelligent Leben diese Herausforderung inszeniert, erleben wir – dank unserer biologisch angelegten Muster – hautnah als Empfing, dank unserer Psyche emotional als Angst, und dank unseres Geistes mental als Indoktination/Unterdrückung/Einengung.

      Ich sage es einfach:
      Die eine Seite des Lebens ist TOTAL determiniert. Aus VORHANDENEN Daten MÜSSEN Informationen werden. Um das sicher zu stellen, geschieht Offenbarung musterhaft-bildhaft und musterhaft-zyklisch und musterhaft-vernünftig.
      Was auf der anderen Seite geschieht, ist zwar von dieser Determiniertheit nicht trennbar, steht aber unter einem ganz anderen Stern. Was Du. lieber Martin, intuitiv als Trieb in die Kooperation erlebst, ist etwas sehr Reales:
      Leben dient uns (als Wesen) und wir (als Menschen) dienen dem Leben.

      Ich erkläre eine meiner fundamentalen Erfahrungen: Mensch braucht keine Autorität – im Menschen IST Autorität, einerseits ein allgemeine Autorität, und andererseits SEINE potenziell angelegte Autorität.

      Das mal als erster Versuch, etwas mehr Klarheit über die Verbindung des Faschistischen und des Jesuanischen zu schaffen.

      Gruß in die Runde.
      Wolfgang

  4. März 25, 2014 um 9:34 am

    Jürgen Clausen sagte gerade:

    Insgesamt glaube ich, dass alles genau so von uns gewollt ist wie wir es gestalten: stressig, ruhig, liebevoll, aggressiv, respektvoll, immer voller Spannungen. Wenn man den Sinn des Ganzen nicht erkennt, kann man dem Menschsein womöglich nicht viel abgewinnen und versucht dauernd, alles zu verbessern. Aber das ist gar nicht nötig, da das, was man „außen“ erlebt, dem Innenleben perfekt entspricht. Außen = Innen, da es in Wirklichkeit keinerlei Trennung gibt: alles ist Bewusstsein. Es gibt kein Außen, wir alle teilen lediglich unser Bewusssein miteinander, sogar mit Tieren und Pflanzen. Innerhalb dessen bewegen wir uns. Den Sinn sehe ich in dieser Bewegung, die Freude und Schmerz, Stille und laute Hektik, Erfolg und Versagen, Liebe, Hass und Trennung beinhaltet. Diese Erfahrungen alle zu machen ist m.E. der Sinn. Ein Nichts zu sein wäre sinnlos und würde keine Anstrengung und kein Leid, kein einziges Risiko rechtfertigen. Bedeutungslosigkeit würde uns keine Kraft geben, unser Leben durchzuhalten. Bedeutungslosigkeit würde uns nicht die Kraft geben, unsere Kinder groß zu ziehen und unsere Eltern zu pflegen, sobald sie alt sind.

    In einem Kommentar auf Google+ zu dem Artikel: Sieben Einsichten einer Philosophie der Ruhe und Gelassenheit, Die großen Gründe für unsere Unruhe und Sorge in der Welt

    Wenn alles nur Bewusstsein ist und es nicht wirklich ein Außen gibt, wo ist dann der faschistoide Kern zu verorten?

    • März 25, 2014 um 12:55 pm

      Im Bewusstsein, in uns als Möglichkeit unter anderen Möglichkeiten. Weil das so schwer zu akzeptieren und zu verkraften ist, versuchen wir zu flüchten, die Augen zu verschließen, uns diesem oder jenem, dem Kosmos, der Historie, den schönen Künsten… zu widmen. Mit dem Ergebnis, dass genau dieser verleugnete faschistoide Geist Raum greifen kann, in uns. Und Anderes überlagert, verdrängt.
      Liebe Grüße
      Martina

      (Lieber Guido, pardon, wir sind alle nicht frei von solchen Gedanken, bot sich nur als Beispiel perfekt an.)

      • federleichtes
        März 25, 2014 um 1:45 pm

        Einerseits erfreulich, wenn im Minutentakt Statements präsentiert werden, andererseit jedenfalls mir nicht möglich, im Minutentakt auf Statements einzugehen, die mir wie Fremdkörper im HIER laufendem Dialog erscheinen. Kurz: Die beiden Beiträge von Martin wirkten auf mich wie ein Überfall.

        Wenn Jürgen Clausen behauptet:
        „Es gibt kein Außen, wir alle teilen lediglich unser Bewusssein miteinander, sogar mit Tieren und Pflanzen.“

        Ist das nicht genau die Flucht aus der Realität, wie deren Verweigerung durch die Fixierung auf das NUR Schöne? Oder die Flucht ins Rein-Systemische, oder das Auswichen ins Abstrakte einer entmenschlichten Mathematik?

        Welche Ausführungen zu der Behauptung kann ich von mir verlangen? Reicht der Hinweis auf unsere Galerien aus? Der Hinweis auf mein sehr reales Ich und das es sehr real Umgebende? Braucht es einen weiteren Hinweis auf unsere Sinnesorgane, mittels derer wir mit einem Außen verbunden sein müssen?

        Ich gehe jetzt raus, egal, was Andere darüber denken!

        Guido liefert hier ein Bild von sich ab, das mir vertraut ist. Sehr wahrscheinlich wird’s in Kürze „Klick“ machen. Ich hatte hier einen Satz geschrieben, der das herausforderte. Klar, ich bin ein Schlingel!

        Euch Allen wünsche ich einen guten Tag, im Innen wie im Außen, auch Herrn Clausen.

        Wolfgang

  5. chattison
    März 26, 2014 um 10:31 am

    Ich greife mal das Stichwort „Muster“ auf.

    „Aggression“ = lat. aggredi = „ich gehe auf etwas zu“.
    Das Muster der Aggression wäre demnach ursprünglich das eines Kontaktbestrebens.
    Ein Kontakt wiederum ist immer eine Schnittstelle, über die Transformation durch Austausch läuft.
    Im Austausch kommt es zu Vermischungen, Verwirbelungen, Integration, Desintegration, um bestehende Muster zu erhalten oder neue Muster zu erzeugen. (siehe Gene, siehe Luft-Wasser-Erde-Grenzflächen, siehe Kommunikation etc.).

    Damit ist das Prinzip der Aggression ein unverzichtbarer Bestandteil der Erzeugung, des Erhalts und der Erweiterung des Lebens selbst.

    Anmerkung von Martin: das ist ein eigener Artikel Wert, also weiter hier:
    Was ist nun mit der faschistoiden Aggression?

    • federleichtes
      März 26, 2014 um 2:11 pm

      Woher kommt der faschistoide Geist, ich meine, wie entstand er?

      „Das Muster der Aggression wäre demnach ursprünglich das eines Kontaktbestrebens.“

      Zur Erhellung greife ich derb in die Genesis: Schöpfer greift derb in das Eine, und macht daraus ein Zweites.
      Was das Ganze mal war, könnte mir beschreiben, was aus dem Ganzen nach der Trennung wurde.
      Wenn ich das Weibliche als (primär) energetisch und das Männliche als (primär) informativ beschreibe, wird das klarer: Informierte Energie – oder auch energetisierte Information. Das zu Teilende bestand also SICHER aus Energie und Information (bzw. Daten mit informativer Qualität)

      Warum musste Schöpfer die energetisch-informative Einheit trennen?
      Weil erst durch Verschiedenheit (z.B. Farben) schöpferisches Spielmaterial entsteht?
      Aber warum wollte Schöpfer überhaupt spielen? Und, das ist ja meine Frage: Warum entstand genau dieses-unser Spiel, das eines dominierenden faschistoiden Zerstörungs-Geistes?

      Eva und Adam, so herrlich unschuldig. Getrennt und doch noch, was die Spielmöglichkeiten betrifft, eine Einheit: Sie konnten nicht schöpferisch (spielerisch) tätig werden, weil sie sich ihrer Verschiedenheit nicht bewusst waren und nichts damit anfangen konnten.

      Dann kam ein Apfelbaum ins Bild, dann kam ein Verbot, dann kam die Schlange – und schon wird die Geschichte lebendiger. Addieren wir Apfel und Schlange zu einer Einheit, formuliert sich daraus für unsere ja immer noch relativ einfältigen Protagonisten ein GEbot: Energie und Information schöpferisch/spielerisch zu benutzen.

      Was dieses Spiel so gar nicht spielerisch lustig machte, war das Wesen des Apfels: Erkenntnis zu erlangen. Nicht also, nun könnt ihr machen, was ihr wollt, sondern, ihr müsst machen, was offensichtlich (vorher!) nötig war.

      Worüber Erkenntnis?
      Schauen wir in unsere Welt und ihren Roten Faden, dem Kampf um Herrschaft, folgt die Entwicklung implizit IMMER dem Ur-Auftrag, explizit einen faschistoiden Ur-Geist zu erkennen. Der offensichtlich in der Lage war (und heute demonstrativ immer noch ist), sich Energie zu unterwerfen, ihre Verwendung zu beherrschen und damit Unheil anuzurichten. Worüber sonst sollte man – damals wie heute – Erkenntnis gewinnen müssen. (Jetzt würde ich gerne Guido in die Augen schauen)

      Hallo, lieber Mr. Chattison,

      danke für Ihre aus dem Ur-Grund geschöpften Hinweise. Ich hoffe, ich kann deren Vielfalt würdigen und noch ausführlicher für mich und uns nutzbringend-bildhaft formulieren.

      Am Rande
      hörte ich gestern auf dem Friedhof die Geschichte einer Frau, die viele Jahre von ihrem Mann auf das Heftigste gequält worden war. Sie beendete seine Beerdigung erst, als die letzte Schaufel Erde auf dem Sarg lag: Jetzt bin ich sicher, dass er weg ist.
      Wir sollten uns sicher sein, dass der faschistoide Geist eine Zeiterscheinung ist. Die Erkenntnis, er würde DEFINITIV verschwinden (oder durch Leben UND durch unser Leben zum Verschwinden gebracht werden), könnte der erste Schritt hin zu einer Gelassenheit gegenüber diesem Geist werden, und folgend zu dem zweiten Schritt führen, diesem Geist BEWUSST in uns keinen Raum zu lassen.

      Gruß in die Runde von

      Wolfgang

  6. März 26, 2014 um 4:49 pm

    “Schauen wir in unsere Welt und ihren Roten Faden, dem Kampf um Herrschaft, folgt die Entwicklung implizit IMMER dem Ur-Auftrag, explizit einen faschistoiden Ur-Geist zu erkennen. Der offensichtlich in der Lage war (und heute demonstrativ immer noch ist), sich Energie zu unterwerfen, ihre Verwendung zu beherrschen und damit Unheil anuzurichten. Worüber sonst sollte man – damals wie heute – Erkenntnis gewinnen müssen.“

    Wozu werden Kriege im Namen der Energiesicherung geführt ? Um Stärke zu beweisen ? Oder um die zunehmende Schwächung möglichst lange zu verbergen … denn um nichts anderes geht es beim technologischen Fortschritt, sprich, Kostümierung von Fragilität als Robustheit ?!

    @ chattison

    Ihr Beitrag ist mal wieder eine (Augen)Weide, auf der sich Wildpferde wohlfühlen …

    Gruß Guido

    • federleichtes
      März 26, 2014 um 5:26 pm

      „Um Stärke zu beweisen ? Oder um die zunehmende Schwächung möglichst lange zu verbergen“.

      Heißt das Zauberwort – Kompensation?

      Eine vom Wesen her nur künstliche Macht mit den erdacht-künstlichen Methoden eines von seiner Ur-Veranlagung her Nicht-existentem Geistes als Real-Existenz zu erhalten bzw. den Anschein von natürlicher Existenz aufrecht zu erhalten?
      Schwieriger Satz!

      Geist ist grundsätzlich nicht-existent. Er wird existent im Moment (s)einer schöpferischen Betätigung: er manifestiert sich in seiner Schöpfung; und der bleibt existent durch die Verbindung zu seiner Schöpfung.

      Wenn aber ein Geist real existent wurde, und diesen Zustand erreichte nicht aus (allein) sich selbst heraus (weil ihm die – natürliche – Energie fehlte), sondern nur durch den Raub fremder Energie, kann er sich seine Existenz (und damit seine Macht) nur erhalten, indem er glaubhaft zu machen versteht, dass seine demonstrierte Stärke in Eigen-Macht, und nicht in Eigen-Schwäche wurzelt.

      Das Grundprinzip dieses Geistes nennen wir faschistoid. Weil es methodisch vorgeht, das Natürlich-Verbundene aufzubrechen, um es im Sinne seiner Existenz-Erhaltung energetisch aussaugen zu können.

      Faschistoider Geist kann nur existieren durch Expansion.
      Schade eigetnlich, dass ich das nicht beweisen kann.

      Und warum erscheint Fascho-Geist als Nimmersatt? Weil er zur Verteidung seiner Excistenz mehr Energie verbauchen muss, als er zu rauben in der Lage ist.
      Immer weniger in der Lage ist und sein wird, weil ein Bewusstsein wächst, das den Raub immer mehr verunmöglicht?

      Mein Haus, mein Boot, mein Auto, mein Kapital. Bravo, jetzt kann sogar Gerds weißes Kaninchen mit auf der Liste stehen.

      Ja, Chattison – wenn das Traum(a)hafte zur Wirklichkeit wird. Galoppi, galoppi, er reitet schneller als ein Pferd.

      Gruß
      Wolfgang

      • März 26, 2014 um 5:39 pm

        “Wenn aber ein Geist real existent wurde, und diesen Zustand erreichte nicht aus (allein) sich selbst heraus (weil ihm die – natürliche – Energie fehlte), sondern nur durch den Raub fremder Energie, kann er sich seine Existenz (und damit seine Macht) nur erhalten, indem er glaubhaft zu machen versteht, dass seine demonstrierte Stärke in Eigen-Macht, und nicht in Eigen-Schwäche wurzelt.

        Das Grundprinzip dieses Geistes nennen wir faschistoid. Weil es methodisch vorgeht, das Natürlich-Verbundene aufzubrechen, um es im Sinne seiner Existenz-Erhaltung energetisch aussaugen zu können.“

        Der GESAMTE technologische Fortschritt der Menschheit basiert auf diesen Zusammenhängen, denn ohne Kohle, Öl und Uran gäbe es keinerlei expansiven Fortschritt. Wir schreiten fort, weil ein einmaliges Geschenk uns dieses ermöglicht … ist dieses Geschenk ein Trojanisches Pferd der ANDEREN, des nicht als Mensch verkörperten Bewusstseins !? NEIN … denn die Absicht der ANDEREN zielt nicht auf eigenen Vorteil ab …

        Gruß Guido

  7. Gerd Zimmermann
    März 26, 2014 um 6:27 pm

    Materie ist grundsaetzlich nicht existent, wie seit ueber 100 Jahren bekannt.

  8. Gerd Zimmermann
    März 26, 2014 um 6:34 pm

    Chattison, der Langhaarige, mein Bruder, wusste was die Welt im innersten
    zusammenhaelt. LIEBE.

  9. federleichtes
    März 29, 2014 um 12:48 pm

    Opablog:

    „Modellhaftes Betrachten ist sicher unverzichtbar. Verzichtbar ist sicher eine nüchterne ergebnisorientierte Betrachtung; damit macht man sich keine Freunde – unter reinen Ideologen. Ich wage den Blick in das, was ich Realität nenne.

    Und beginne mit einer unbestreitbaren DYNAMIK.
    Der Geld (Macht- und Bildungs-)Verteilung von Unten nach Oben.
    Was Sie, lieber Herr Lippke, als Mittelschicht betiteln, ist mir funktionell Schaltstelle für Geld-, sprich Macht-Transfer. Bedeutet mir: Erst durch die (korrupte?) Transfer-Machinerie ist dem Geist der Ungerechtigkeit auch Wirksamkeit beschieden.

    Streitbar ist meine Behauptung, Gesellschaften lebten unter Herrschaft. Stimmte das, können sich folgend – bereits im Ansatz – weder Gesellschaft noch Individuum frei oder nur bedingt frei entfalten. Zumal Ungerechtigkeit systemisch bedingt (z.B. Eigentum) ist und über die Rechtmäßigkeit der Ungerechtigkeit (eine merkwürdig anmutende) Übereinstimmung besteht, genauer gesagt, herrscht.

    Natürlich wäre es zu einfach, unser gesellschaftliches System als faschistoid zu bezeichnen, und total verfehlt, den netten, gutbürgerlichen Nachbar von nebenan, der seinen Garten stets pikobello in Ordnung hält, als Faschisten zu bezeichnen. Die Schlägerbanden des Mussolini sind ja gestorben, und neue Banden noch nicht deutlich kenntlich. Aber, ich glaube, der mussolinsche Geist ist sehr lebendig, wenn auch anders kostümiert, ursächlich-subtiler und globalisierter.

    Ob die Machtmehrung einerseits und – analog -die Machtminderung andererseits unabänderliches menschliches Schicksal ist? Allein mit dieser Absicht machte Leben primär für Sadisten Sinn. Und Sekundär-Sinn käme der Mittelschicht zu, weil sie den Sadismus erst auf’s herrschaftliche Pferd zu setzen vermag. Dass INNERHALB dieses insgesamt sinnvollen Systems nun auch das Opferwesen des Sinns nicht entbehren kann, scheint mit schlüssig.“

    Wolfgang

  10. federleichtes
    März 29, 2014 um 12:52 pm

    Opablog, Lutz Lippke:

    “Der Versuch dieser systemischen Ungerechtigkeit durch Enteignung entgegen zu treten, führt zum vorläufigen Bruch mit dem System, um aber zugleich systemisch neue Ungerechtigkeit zu schaffen. Methodisch äquivalent.”

    Wolfgang:
    „Meine Betrachtung zu diesem nicht unheiklen Thema beginnt am Anfang, als die Erde noch nicht mit dem “Recht des Eigetnums” infiziert und mittels Stachdrahtzäunen parzelliert einem eher unseligen Schicksal entgegen zu treiben begann.
    Und wenn ich mir den Grundgesetz-Satz, ‘Eigentum verpflichtet’, auf der Zunge zergehen lasse, vergeht mir das Lachen. Falls Herr Kranich eine weitere These zu hören wünscht:
    Die Idee des Eigentums ist ur-faschistisch. Punkt.

    Mit welchen systemischen Methoden man eine Grund-Ungerechtigkeit in den Stand einer Ur-Gerechtigkeit zurückführen kann, wird uns, vielleicht schon bald, musterhaft das Herrschaftsystem von Finanzen, Wirtschaft, Kirche und Politik vorführen. Jüngeren Zeitgenossen fehlt die Erfahrung des Lastenausgleichs, und insgesamt fehlt den meisten der Zeitgenossen der Überblick, wer was in Deutschland sein Eigentum nennen darf, und wieviel von seiner Arbeitslebensleistung von parasitär tätigen Ungeheuern verzehrt wird.

    Bislang wandelten Revolutionen lediglich die Art faschistoiden Saugens. Milchsauger forderten Blut ein, und bekamen es, völkisches Blut in Strömen. Und dann kam die große Wende für’s Kuhvolk, weil der Melker mit den kalten nun warme Hände hatte?

    Radikal bin ich nur beim Fasten: Einlauf, zack, Scheiße raus. Und wohin damit?

    Vielleicht wird sich ein völkisches Vorstellungsbild entwickeln können, dass freie Faschisten die freie Wahl haben werden, auf welchem Acker sie Vernünftiges leisten dürfen: Bäume, Büsche, Gemüse pflanzen, und das in Ordnung bringen, was ihrem rücksichtslos-destruktiven Ur-Trieb, natürlich unbewusst, entsprungen war?
    Dagegen lehne ich die Idee, den Beruf des Politkers auszurotten, indem man sie von Almosen abhängig macht, entschieden ab. Oder doch nicht?

    Es gibt viele Lösungen. Die einfachste wäre, mal als Anfang, der freiwillige Verzicht auf Eigentum; die schlechteste wäre, unbeherrscht die Herrschaft des Wahns abstreifen zu wollen. Was mir – nicht erst seit heute – fehlt, ist ein ‘dynamisch-lebendiges Modell für die Zukunft’: EINE Idee, die sicher eint, die sicher alte Denkmuster überwindet und das vormals Undenkbare möglich macht. Sollte die Macht dieser Idee nur durch Menschen-Willen entstehen können, sehe ich eher schwarz. Aber, grundsätzlich gilt das Leben als nicht berechenbar – Alles kann jetzt und gleich geschehen.“

    Der Drang nach Erkenntnissen, die Menschenleben auch verändern, scheint hier gebrochen. Bitte sehr, wer damit ein Problem hat, löst es – auf einem anderen Blog.

    Wolfgang

  11. federleichtes
    März 29, 2014 um 12:54 pm

    Und schließlich ein Text, den ich in der Nacht nicht an Martin Bartonitz, sondern an Klaus-Peter Kurch sendete:

    „Meine Vorstellungsbilder von einer „Neuen Welt“, kommen nicht aus dem Nichts. Sie begannen sich zu entwickeln, als ich folgenden Satz hörte:
    „Wer nicht arbeitet, braucht auch nicht essen“.
    Diese Feststellung ist nicht nur herzlos Sie formulierte sich aus einer Macht-Intelligenz heraus, und sie wäre faschistisch (diese Intelligenz), wenn sie aussagen wollte, dass der Arbeitslose kein Recht auf Leben hat. Sie entbehrt eines Minimums an allgemeiner Intelligenz, der Intelligenz, die (nur) zu unterscheiden hat; in diesem Fall Arbeit.

    Arbeit IST zu unterscheiden und sie WIRD unterschieden. Fragen wir uns, ob sie da, wo sie unterschieden werden muss, unterschieden wird – und ob sie richtig unterschieden wird, wo sie unterschieden wurde. Einerseits ist das eine Frage, in notwendig-konstruktive und destruktive Arbeit zu unterscheiden. Andererseits fragt die Gerechtigkeit nach, wie Arbeit bewertet wird.

    Konkret
    Was sagt unser Gefühl
    zur Arbeit eines Bundestagsabgeordneten?
    Was zur Arbeit eines Hedgefond-Managers? Und
    was zur Arbeit einer Altenpflegerin?

    Aktuell
    Braucht ein Volk Politiker, die zu unserem russischen Nachbarvolk kriegstreiberisch agiert?
    Braucht ein Volk Manager, die die Volkswirtschaft des Volkes ausplündern?
    Braucht ein Volk Produktionssteigerungen, wenn es über 40% der Nahrungsmittel vernichtet?
    Braucht ein Volk Atomkraftwerke, Rüstungsbetriebe und Giftfabriken, um Fron-Vollbeschäftigung zu haben?
    Braucht Volk den Titel Exportweltmeister, um friedlich existieren zu können?

    All diese Fragen lassen sich völlig emotionslos, ohne Häme, ohne Rache und dem Wunsch nach Verurteilung, beantworten. Ein Volk muss nur einen Willen bekunden. Will es Frieden oder Krieg? Will es Gerechtigkeit, Wohlstand für Alle oder Armut für Viele? Will es sich verblöden und belügen lassen? Will es unter eigener Vernunft oder unter fremder Willkür leben?

    Das Ungeheuerliche durchzieht Land und Leute wie ein geistiges Krebsgeschwür, Chemotherapie frei Umwelt inklusive. Eine Volksgemeinschaft braucht nur warten, auf Wunder von Anderen warten. Was aus der eigenen Unfähigkeit zur Veränderung heraus kommt, ist aktuell verheerend; das Ungeheuer wartet nicht, sondern intensiviert seine Arbeit der Zerstörung. Das ist Fakt.
    „Fuck the EU?“
    Wir sind nicht die EU, wir sind Menschen, und können uns darauf besinnen, den Wahn der Zerstörung nicht zu wollen – indem wir ihm nicht folgen.“

    Gruß
    Wolfgang

    • März 29, 2014 um 5:21 pm

      Aufwühlende Texte von Dir, gerne jede Zeil unterschrieben.

      Dennoch ist der größte Teil dieser Menschen nicht in der Lage, ihren Frohndienst, die Arbeit als Sklavendienst zu sehen.

      „Wenn wir die billige Ware nicht kaufen, dann haben die Menschen in diesen Ländern doch keine Arbeit und verhungern.“ hörte ich heute wieder am Mittagstisch.

      Dass diese Sicht viel zu kurz gesprungen sei, wollte nicht akzeptiert werden. Die indoktrinierten Weltbilder sitzen so tief …

      • federleichtes
        März 30, 2014 um 1:48 am

        Ich war aufgewühlt, als ich das schrieb. Und nicht aufgewühlt, weil ICH in einer Zwickmühle sitze.
        Was die Leute begreifen, ist mir offen gesagt wurscht – es geht hier nicht um Leute. Heute saß ein kleiner Marienkäfer auf meiner Hand, und ich glaube, der hat mehr mit dem Werden gemein, als alle „Leute“, die sich wie „Zombies“ verhalten, zusammen.

        Was Du am Mittagstisch hörtest, ist ja bereits gehobener logischer Standard.

        Ne, lass mal stecken, die Ordnung ist schon in Ordnung, besonders die der Marienkäfer, nicht die Spur nervös, die kleinen Freunde.

        Euch einen schönen Sonntag

        Susanne und Wolfgang

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