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Wie weit sind Tiere Gefühle betreffend wirklich vom Menschen entfernt?

Es hat mich wieder einmal etwas tief brührt und ich möchte Euch den verursachenden Text inklusive Video nicht vorenthalten (Quelle):

Jane Goodall ist eine britische Primatenforscherin und gilt als die führende Schimpansenexpertin der Welt. … Sie gründete das Jane Goodall Institute, eine Organisation, die sich für internationalen Tier- und Klimaschutz einsetzt. Damit will sie den Tieren helfen, die sie so sehr liebt.

In der Republik Kongo haben Mitarbeiter des Jane Goodall Instituts Tchimpounga Chimpanzee Rehabilitation Center eine Schimpansin gefunden, die im Sterben lag. Sie nannten sie “Wounda”, was soviel bedeutet wie “fast tot”. In diesem Video wirst du sehen, warum. Vielleicht musst du dir vorher ein paar Taschentücher bereitlegen. Es ist unglaublich:

Tiere haben Gefühle, genau wie wir. Das Video zeigt, dass die Schimpansin fühlt – ob es Dankbarkeit oder Freude oder beides war, werden wir nie wissen. Ich bin nur glücklich, dass dieses süße Mädchen vor einem schrecklichen Schicksal bewahrt wurde.

Inzwischen hat Indien als viertes Land reagiert und die Delfine als nicht-menschliche Personen unter Schutz gestellt:

Indien erkennt Delfine als nicht-menschliche Personen an

… In einer Stellungnahme begründet die Regierung ihren Schritt mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die eindeutig gezeigt hätten, dass Delfine aufgrund ihrer hohen Intelligenz „als nicht-menschliche Personen angesehen werden sollten, mit entsprechenden persönlichen Rechten.“

Indien ist bereits das vierte Land auf der Welt, das die Gefangenschaft von Delfinen für rechtswidrig erklärt, zuvor hatten bereits Costa Rica, Ungarn und Chile entsprechende Gesetze erlassen. Spannend ist im Falle Indiens die Wortwahl der Begründung, die ein neues Kapitel im indischen Tierschutz aufschlagen könnte. …

Ob die Menschheit auf dem Weg ist zu erkennen, dass sie nicht die einzig Bewussten auf diesem Planeten sind, auch wenn wir derzeit wahrnehmen müssen, dass unsere scheinbar Hochzivilisierten sich mal wieder wegen Wirtschaftsinteressen die Köpfe einschlagen wollen?

Nachtrag vom 15.03.2014: Auch andere Tiere können umarmen:

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  1. März 14, 2014 um 3:12 pm

    Es bedarf der ANDEREN, damit der Mensch sich der Problematisierung eines PROBLEMS bewusst werden kann … und es bedarf der EINEN, uns Menschen, damit die ANDEREN sich bewusst werden, was es mit Bewusstwerdung auf sich hat. In der Trennung der EINEN von den ANDEREN bildet sich das Wesen des Lebens heraus … Empathie, um in Kohärenz des Bewusstseins (wieder) zueinander finden zu können, an Intensität gewinnend, was ALLEN zugute kommt. Durch uns, als Mensch verkörpertes Bewusstsein, wird sich das nicht menschliche Bewusstsein dieser Möglichkeiten bewusst … und lebt aus, was in dieser Form und Intensität vor der Trennung noch nicht möglich war:

    Das kleine Einmaleins der Liebestechniken

    Gruß Guido

  2. März 14, 2014 um 4:16 pm

    Und das kam auch gerade noch rein:

    »Wir wissen jetzt, dass Pflanzen insbesondere unter der Erde intensiv miteinander kommunzieren«, erklärt Baluska. »Sie reden miteinander und auch mit bestimmten Pilzen.« Zur Kommunikation verwenden sie in Wasser gelöste Botenstoffe, die sie mit den Wurzeln »schmecken« können.

    Fundstelle: Das intelligente Netz der Pfalnzen

  3. März 14, 2014 um 5:25 pm

    Ich habe Jane Goodall einmal bei einem Vortrag hier bei uns an der Western Michigan University erlebt. War sehr beeindruckt, und kenne ihre Forschungsarbeiten schon viele Jahre. Eine Person mit grosser Hingabe und Liebe fuer alle Kreaturen!
    Dieses Video ist wirklich grossartig…und ich bin froh dass es ein Erfolgserlebnis war!~
    Gruss, Gerhard

    • März 14, 2014 um 10:46 pm

      Vielen Dank, Gerhard für Deinen Hinweis auf Deine persönliche Begegnung, macht es doch den wichtigen Beitrag noch eindrückliche!
      Ist es immer noch so kalt bei Euch?
      LG Martin

  4. federleichtes
    März 14, 2014 um 10:10 pm

    Der Mensch ward erschaffen, um das Recht seiner Schwestern und Brüder mit Füssen zu treten: Und siehe da, es war gut.

    Zum Thema kann ich nicht viel mehr sagen. Was uns die Wissenschaft an Einsichten präsentiert, ist Bruchstückhaftes, das als Ganzes durch die Zeiten hindurch immer vorhanden war.

    Hier die paar Zeilen eines Kommentars, den ich gerade bei „Opa“ hinterließ als Antwort auf Joachim Bodes:
    „Lieber Wolfgang, das wirklich Bedeutsame gewinnt nicht (immer) von selber….
    … und momentan habe ich noch keine rechte Lust, in Jahrtausendern zu denken.“

    „Dass das Bedeutsame von alleine gewinnt, sagte ich auch nicht. Würde ich aufgefordert werden, mein GEFÜHL zu erklären, sagte ich frank und fei:
    Ich kenne sehr viele liebenswerte, sorgsame, ehrenwerte, verantwortungsvolle Menschen. Und spreche unterwegs oft zu Menschen, denen wir “Zufällig” begegnen:
    Solange wir leben, geht die Welt nicht unter.
    Wer ein tiefgründiges Lächeln schätzt, sollte das mal ausprobieren.

    Das Geschrei der Wahnsinnigen übertönt, und das ist zugegebenermaßen für einige Menschen ein Problem, die Arbeit der Vielen, die still und bescheiden ihr ganzes inneres Vermögen verfügbar machen. Sozialismus in diesem Sinne ist keine Ideologie, nicht Partei oder anders organisiert. Der natürliche Sozialismus (Einer für Alle – Alle für Einen, so in etwa) speist sich aus dem Ur-Vertrauen in die GANZE Schöpfung. Hier entsteht die Liebe zum Kleinsten und Kleinen, hier zählt eine Ameise nicht mehr oder weniger als die anderen Beteiligten im Schöpfungsprozess. Hier zählt das Wesen der Bruderschaft.

    Nein, Sie brauchen nicht die Jahrtausende aufblättern. Vielleicht wäre es Ihnen aber möglich, sich die Bedeutung von Re-Ligio(n) klarer zu machen und zu verstehen, dass der ‘Weg zurück’ kein Possenspiel glaubens-fanatischer Sadisten ist. Glauben ist etwas Anderes als Religion, so meine Erfahrung, der die Religion unabhängig von den Glaubens-Ideologien erforschte und zu einem “Glauben” kam, der mit diesen Gemeinschaften NICHTS mehr zu tun hat.

    Jeder Mensch geht einen, seinen Weg. Mein Weg endete in der Natur. Und würde ich gefragt, was das Wichtigste sei, was ich in meinem Leben lernte, könnte ich nur den “Ort” benennen, wo ich lernte. Was ich lernte, ist mit Worten nur ungenügend vermittelbar. Der Mensch, der die Natur transzendieren konnte, braucht keine Worte, und der sie nicht transzendierte, versteht die Worte nicht. Viele Menschen lasen “Mein Franz von Assisi” von Nikos Kazantzakis. Und, wie viele weinten?

    Als Richter sind Sie gewohnt, in Recht und Unrecht zu denken – und entsprechende “Denkmuster” entstanden. Das Leben aber kennt kein Recht und Unrecht. Es ermöglicht uns durch Erfahrungen mit vielfältigen Zwiespältigkeiten die Sinnfrage zu klären, und eine Entscheidung zu treffen: DAS Leben IST Sinn. Und fortan kann der Mensch, der vorbehaltlos PRO Leben Wege geht, seine Aufmerksamkeit entwickeln und lernen, sie auf das Wesentliche des sich Offenbarenden zu richten: Der Liebe Raum zu geben.“

    Tiere und Pflanzen kennen eine völlig andere Art von Emotionen – und entsprechend auch ein anderes Gefühl.
    Weiterhin mag ich sagen, dass der Schöpfergeist mit Liebe tätig war, und wenn eine Blume mit diesem Geist verbunden bleibt, stellt sich kaum eine Frage nach ihren Fähigkeiten. Sie liebt Raum und Zeit, weil sie hier erscheinen kann.

    Oder verstehe ich etwas völlig falsch?

    Gruß in die Runde.

    Wolfgang

    • März 14, 2014 um 11:52 pm

      Das gefällt:

      „Als Richter sind Sie gewohnt, in Recht und Unrecht zu denken – und entsprechende “Denkmuster” entstanden. Das Leben aber kennt kein Recht und Unrecht. Es ermöglicht uns durch Erfahrungen mit vielfältigen Zwiespältigkeiten die Sinnfrage zu klären, und eine Entscheidung zu treffen: DAS Leben IST Sinn. Und fortan kann der Mensch, der vorbehaltlos PRO Leben Wege geht, seine Aufmerksamkeit entwickeln und lernen, sie auf das Wesentliche des sich Offenbarenden zu richten: Der Liebe Raum zu geben.”

      Gutes Nächte in die Runde
      Martin

  5. Gerd Zimmermann
    März 15, 2014 um 2:33 pm

    Alle Beitraege gefallen mir auch. Spielen sie zwar noch auf der Erde
    aber ich finde sie gut.

    Gruss Gerd

  6. März 16, 2014 um 12:31 pm

    Das ursprünglichste Gefühl, das wir mit allen Lebewesen teilen, ist die Sehnsucht nach Sein. Jedes Lebewesen, vom Einzeller bis zum hochkomplexen Säugetier inklusive Mensch, will sein, sich entfalten, sich fortpflanzen, sich ausbreiten. Aus dieser Sehnsucht nach Sein heraus entwickelt sich das Gespür, was dem Weiterleben dient und was schadet. Dieses ursprüngliche Gefühl teilen wir auch mit Pflanzen.
    Emotionen wie Glück, Freude, Zuneigung, aber auch Abneigung, Neid und Wut sind der innere, subjektive Ausdruck für dieses Gespür, das nichts anderes als Instinkt ist. Jeder, der mit Tieren zu tun hat, weiß, dass Tiere nicht nur über Instinkt, sondern damit gleichermaßen über ein Spektrum an Emotionen verfügen.

    Was uns von anderen Lebewesen trennt, ist unser dualistisch funktionierender Verstand, der die Gefühle in Gedanken umwandelt, sie dadurch verstärkt oder dämpft. Wir haben allerdings eine lange Tradition, in der wir uns systematisch von unserer Gefühlswelt abgeschnitten haben. Nur so konnte im 19. Jh. das mechanistische Weltbild – das bar jeder Gefühle ist – entstehen. Wenn wieder Gefühle zugelassen werden, ist das nicht die Leistung der Wissenschaft, sondern Wissen aus einer anderen Quelle (Weisheit des Körpers), das sich peu à peu gegen die Wissenschaft durchsetzt und nur ganz allmählich integriert wird. Noch in den 60er Jahren wurden Kinder bspw. ohne Narkose operiert, weil die Wissenschaft davon ausgegangen ist, dass Kleinkinder keinen Schmerz empfinden.

    Wenn wir die Gefühle in den Tieren wieder erkennen, lassen wir sie in uns selber wieder zu. Es ist derselbe Prozess.

    • maretina
      März 16, 2014 um 2:06 pm

      Hallo, Ihrer Grundaussage stimme ich zu. Nur habe ich die Bitte zwischen Gefühlen und Emotionen eine klare Unter-Scheidung zu treffen. Das ist im ersten Moment wohl für die Meisten verwunderlich, hilft jedoch beim Erkenntnisprozesss.
      Gefühle sind in uns angelegt, im innersten Kern, oft verdeckt, die sich aus dem Herzraum heraus äußern. (Liebe , Wahrhaftigkeit, Freiheit…)
      Emotionen werden durch eine von außen in uns eindringende (feindselig) informierte Energie ausgelöst, die Informationen aus dem Unterbewussten heraustreten lässt, sich (meist) destruktiv äußern. Zu erspüren im Solarplexus. Ich erinnere an das berühmte Magendrücken. (Hass, Angst, Gier….)
      Da stellt sich für mich nicht die Frage nach den Gefühlen der Tiere, sondern die nach den Emotionen bei Tieren. Hass jedenfalls ist ihnen wohl unbekannt.
      Schönen Sonntag
      Martina

      • März 16, 2014 um 3:23 pm

        Die Unterscheidung zwischen Gefühl und Emotion treffe ich nicht in dieser Weise. Die Sehnsucht zu sein als das ursprünglichste aller Gefühle ist ungeteiltes Gefühl – das ganzheitliche, das der ganzen Schöpfung innewohnt. Das ist Liebe in ihrer umfassendsten Form.
        Emotionen sind polarisierend, d.h. das Grundgefühl hat sich in einen positiven und einen negativen Pol aufgespalten. Es gibt dem Lebewesen Informationen darüber, was dem Leben (seiner Sehnsucht) dienlich ist und dem, was ihm schadet. Es sind fürs Überleben notwendige Gefühle. Natürlich kennen auch Tiere Angst und Schrecken. Sogar der Einzeller kennt schon Angst, denn er versucht zu flüchten, wenn eine für ihn giftige Substanz in die entsprechende Nährlösung eingebracht wird. Es stimmt, dass hierfür der Kontakt mit der Außenwelt eine entscheidende Rolle spielt.

        Die Emotionen zu benennen (mit Wörtern wie Liebe, Freiheit, Hass, Angst, Gier) bedeutet, dass diese Gefühle weiter zergliedert werden: sie sind jetzt nicht nur mehr das, was man fühlt, sondern worüber man auch reden und sich Gedanken machen kann. Dieses Reden und sich-Gedanken-machen ist bei den Tieren wohl nicht vorhanden, deshalb verfliegen polarisierende Gefühle auch sofort wieder, wenn die Situation sich ändert, und das ungeteilte Grundgefühl ist wieder da.

        Hass und Gier, also typisch menschliche „Gefühle“ entstehen dadurch, dass der Geist sich dank der Sprache an polarisierenden Gefühlen festklammern kann. Hass und Gier sind verhärtete Formen der Emotion Angst. Was destruktiv ist, ist diese Verhärtung bzw. dieses Anklammern an etwas, das eigentlich schon Vergangenheit ist.

        • federleichtes
          März 16, 2014 um 9:48 pm

          Na, da bin ich ja gespannt, ob wir hier – und ich wünsche mir das – weiter mit Ihnen im Gespräch bleiben können; würde uns sicher allen gut tun.

          Wir trafen (hier in der Runde) eine erste klare Entscheidung, die Struktur des menschliche Systems betreffend.
          Sie lautet

          Wesen-Ich und
          Ego-Ich.

          Was die verschiedenen Arten der Erregung (energetische Ebene) betrifft, trafen wir die Unterscheidung in

          Körper – Empfindungen
          Psyche – Emotionen
          Wesen – Gefühl.

          Was wir uns zur Daten- bzw. Informationslage im Menschen überlegt haben, sollten wir dann der energetischen Klärung folgend besprechen.

          Danke für Ihren Einsteig, macht mir weitere Hoffnung.

          Gruß
          Wolfgang

          PS.
          Schreiben sie mir bitte mal über unsere Homepage – hier gibt’s ein Buch, was das Informativ-Energetische des Menschen aus neurologischer Sicht beleuchtet.

      • März 17, 2014 um 8:51 am

        Instinktmässig kann man lieben aber nicht hassen. Dies bleibt dem Verstand vorbehalten. Dies zu verstehen ist sehr wichtig.

  7. chattison
    März 17, 2014 um 8:59 am

    Das was den Menschen vom Tier nach meiner Meinung maßgeblich unterscheidet ist
    a) ein bewusster Zeithorizont
    b) maximales Abstraktionsvermögen (da können auch etwa Schimpansen und Papageien in ihren zweifellos respektabeln Leistungen nicht hinwegtäuschen)
    c) Fähigkeit zum Selbstbetrug
    d) Religion
    e) kein Tier raucht (leider nicht von mir, sondern von Moltke^^)
    f) Bewusstes Ausbrechen aus der Eingebundenheit und Sich-Verweigern von natürlichen, rückgekoppelten Begrenzungsschleifen seiner
    g) komplexe Empathie/spezielle Spiegelneuronen (Elephanten, Affen, Cetacea, Rabenvögel etc. auch, aber vermutlich nicht komplex)
    h) Ein Ego, das sich selbst zu erhöhen und sogar zu illusionieren vermag
    i) dies und das, hier nur das, was mir spontan direkt einfällt

    aber: alles hat seinen Preis.
    Und hier ist der Preis, dass der Mensch sein Gefühl für das Wesentliche dafür entweder verkümmern lassen musste (um sich dies dann wieder bewusst zu machen und neu zu erwerben) oder durch die Bewusstseinsschranke weitgehend als unerwünschten Immigranten und Infragesteller der egomanischen Selbstherrlichkeit ausklammert.

    Was man von den Tieren sonst noch lernen könnte – Geltenlassen.
    Noch nicht mal der Adler macht sich auf und missioniert den Steinbock.
    Kein Clownsfisch doktert an seiner Anemone herum.
    Keine Ameise strebt Weltherrschaft an.
    Und jeder Käfer brummt perfekt selbstvergessen und doch dabei ganz er selbst ohne Selbstzufriedenheit vor sich hin und keinen stört´s.

    Kurzum: Die Frage gehörte umgekehrt gestellt:
    Wie weit ist der Mensch vom Gefühl der Tiere entfernt (= von sich und seiner Umwelt entfremdet)?

    • federleichtes
      März 17, 2014 um 2:39 pm

      „Kurzum: Die Frage gehörte umgekehrt gestellt:

      Wie weit ist der Mensch vom Gefühl der Tiere entfernt (= von sich und seiner Umwelt entfremdet)?“

      Tscha, so geht das in einer Welt, die man wohl als verkehrt ‚denken‘ , aber die dazugehörende „Intelligenz“ zur Umordnung alter Gedanken nicht leisten kann.

      Meiner Behauptung, die ‚Natur als Wesen‘ sei nicht traumatisiert, wurde hier nicht widersprochen, aber sie wurde auch nicht reflektiert.
      Meine Berichterstattung über unser Erleben, dass in der Natur – beinahe folgerichtig, weil eine natürliche Ordnung – traumatisch gebunden Energie abfließen könne (und müsse!), wurde von der verirrten, pardon, verehrten Leserschaft dieses Blogs nicht geprüft – sonst hätte es be-/entgeisterte Erfolgsmeldungen gegeben.

      „Was man von den Tieren sonst noch lernen könnte – Geltenlassen.“ (fett von mir)

      Wenn diese (so einfach klingende) Regel von Frau Kessler käme, sagte ich: Sie hat etwas verstanden. Warum sie und viele Andere es nicht verstehen können, ist so einfach, wie die Regel:

      Wer traumatisiert ist und seine Feindseligkeit nur fein ummäntelte (warum eigentlich?), empfindet!( nicht fühlt) muss die Verschiedenartigkeit als solche und als Bedrohung reflektieren – RE-agieren.

      Von der Empfindung zur Emotion, von der Emotion weg vom Gefühl. Das ist Standard. Unsere Regel lautet: Erst (über) die Empfindung fühlen und (damit) ent-emotionalisieren. Hört sich einfach an, ist es auch, nur nicht wie selbstverständlich zu praktizieren – das Selbstverständliche entsteht ja erst im Praktizieren.

      Tiere sind in ihrer Grund-Veranlagung nicht feindselig. Nur vom feindseligen Menschen domestizierte Tiere können in einer ‚irrealen Weise‘ feindselig werden. Damit könnte alles Wesentliche des Mensch-Seins gesagt sein: Der Mensch kann feindselig gemacht werden, und diese Feindseligkeit ist in der Lage, sich zu vervielfältigen. Nehmen wir an, diese Feindseligkeit sei intelligent, können wir hier auch von einer ’sprechenden Schwarm-Intelligenz‘ sprechen: Heil Oblahoma, ich bin sowohl gerne Faschist – als auch der nette Nachbar von nebenan. Ich bin Alles, geil und impotent, außer ambi-valent.

      Susanne und Ich erzählen uns JEDEN Tag UNSERE auch Geschichten über die Begegnung mit Pflanzen und Tieren. Und jeden Tag kommen neue Geschichten hinzu. Ohne dieses Geschichtenerleben wäre uns beiden der Aufenthalt in dieser Menschenwelt gar nicht (er)möglich(t).

      Danke und Gruß in die Runde.

      Susanne und Wolfgang

      • März 17, 2014 um 10:47 pm

        “Wer traumatisiert ist und seine Feindseligkeit nur fein ummäntelte (warum eigentlich?), empfndet!( nicht fühlt) muss die Verschiedenartigkeit als solche und als Bedrohung reflektieren – RE-agieren.“

        Zwäng den Körper in das Korsett der Erwartungen des Mainstreams und mach nach außen hin eine gute Figur … je enger geschnürt werden muss, desto mehr bleibt das Wesen(tliche) auf der Strecke … und der rote Faden der gefühlt zum Wesen führen könnte, wird zum Strick, der dir nach und nach immer mehr die Luft zum Atmen nimmt …

        Gruß Guido

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