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Emotionalisierung auf Kosten des Gefühls

Die Unterscheidung zwischen Emotionen und Gefühlen ist nicht ganz unwesentlich für das Verständnis des GANZEN, daher anbei mal ein Versuch dem Unterschied auf die Spur zu kommen.

Emotionen finden ihren Ausdruck darin begründet, dass einem das Unvermögen bewusst wird, ein Gefühl nicht mittels Daten(sätzen) vermitteln zu können. Dabei entpuppt sich alles als Daten(satz), was der Vermittler benötigt, um anderen vermitteln zu können, was der Vermittler selbst fühlt. Sprache in Wort und Schrift zum Beispiel, Musik und Kunst ebenfalls. Im Grunde baut gar unsere gesamte Kultur jeglichen Bereichs einzig auf Daten(sätzen) auf, was besonders deutlich wird, wenn jemand versucht jemand Anderem die herzenstiefe Liebe zu vermitteln, die dieser Jemand für besagten Anderen empfindet. Unzählige große Meister der Künste haben sich in diesem Unterfangen schon versucht, nur um sich selbst in der Beschränktheit der Daten zu verfangen, im Versuch eine Brücke zwischem ihrem innigsten Gefühl und dem Verständnis Anderer zu schlagen, ohne den Verlust wesentlicher Informationen.

Ein Gefühl entsteht durch das Inverbindungtreten mit dem Informationsfluss des Morphogenetischen Feldes. Je “besser“ die Verbindung, desto intensiver das Gefühl. Da etwas fortwährend Fließendes nicht mit Daten(sätzen) vermittelt werden kann, da Dynamisches nicht statisch übertragen werden kann, kommt es zu einem Verlust an Informationen und damit zu einem Mangel an aktivem Ordnungsvermögen, und letztendlich zu Dekohärenz. Je ausgeprägter die Vereinfachung, desto vehementer die Emotion, die durch diesen Mangel hervorgerufen wird, in Form reaktiver Unordnung. Das führt zu umso mehr Reaktionen im Umfeld, je mehr verschiedene Interpretationsmöglichkeiten der emotionale Ausdruck zulässt, einem Sog ähnlich, der Energie an sich reißt, aber zugleich ein Gefühlsvakuum erzeugt, weil Informationen verlustig gehen bzw. in Daten(sätze) transmutiert werden. Die Massenmedien mit ihren Schlagzeilen sprechen diesbezüglich Bände.

Jede Beschreibung dessen, sprichwörtlich, wie bildlich gesprochen, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen, ist eine Emotionalisierung des Wesentlichen und damit eine Projektion nach Außen, was sich wahrhaftig im Innern abspielt. Die Welt im Außen ist somit der Stand der Dinge, die das Leben als Ganzes  als sein wahres Wesen zu empfinden vermag. Unsere Realität ist damit nichts anderes als die Emotionalisierung der gefühlten Wirklichkeit. Dabei tritt das wahre Wesen, und damit die Wirklichkeit, dort unverhüllt zutage, wo es keinerlei Beschreibungen, sprichwörtlich, wie bildlich, bedarf, um sich voll und ganz einem Gefühl hingeben zu können. Kohärenz zeigt sich dort, wo mehrere Lebewesen gemeinsam im Stillen aktiv sind und so durch Schweigen das wahre Wesen des Lebens zum Ausdruck bringen, befreit von Emotionen, ohne Sog, ohne Vakuum, vermögend, den Anderen das eigene Vertrauen zu schenken.

Eingangs erwähnte ich das Morphogenetische Feld, für dessen Existenz es keinerlei wissenschaftlichen Beweis gibt. Dabei ist die Notwendigkeit dieses Feldes durch die Entwicklung der Menschheit in Richtung Transhumanismus unausweichlich. Transhumanismus ist der Höhepunkt technologischen Fortschritts, sprich, der Aneinanderkettung von Erfindungen im Rahmen real(isiert)er Expansion, dem Aushängeschild moderner Zuvielisationen schlechthin.

Inventing in the name of technological progress … das instinktive Fortrennen von Gefühlen, als sich beschleunigender Fortschritt realisiert.

Diese Form(en) der Erfindungen bilden Dualismen heraus bzw. erfüllen diese mittels Problemfragmentierung, angetrieben von der Energie, die dem wesentlichen Gefühl durch Emotionen entzogen wurde. Ganz anders sieht es dagegen mit wahrem Fortschritt aus, umschrieben als Reinventing the Sacred, zum Wohle allen Lebens, und zwar ungeplant:

Reinventing the Sacred … intuitiv dem Gefühl für das GANZE folgen.

Dadurch wird die Vereinigung bereits bestehender Dualismen ermöglicht, nämlich jener Dualismen, die durch vorherige Erfindungen möglich wurden bzw. noch erfunden werden, um die Re-Aktivierung der Intuition notwendig zu machen, ist die Intuition doch der “heiße Draht“, nein, die Nabelschnur zum Morphogenetischen Feld … und keineswegs mit einer Datenleitung gleichzusetzen. Durch diese Re-Aktivierung geht etwas völlig Neues im Sinne aktiver Ordnung hervor, um Kohärenz, und damit Innigkeit und Schweigen, als immer wahrscheinlicher werdende Lösung von Problemen bewusst werden zu lassen.

Das Morphogenetische Feld ist emotionslos, aber gefühlsecht. Der Transhumanismus ist das komplette Gegenteil, nämlich völlig verarmt an Gefühlen, dafür umso “reicher“ an Emotionen. Da sich der Transhumanismus mehr und mehr realisiert, muss es auch das Morphogenetische Feld geben, sonst bräuchte es die Entwicklung des Transhumanismus nicht.

Somit sind Emotionen jedweder Art und jedweden Ausdrucks nötig, damit der Körper vermitteln kann, wie das Bewusstsein (wieder) zum wahren Wesen finden kann. Der Körper ist eine Brücke, so wie die Realität selbst eine Brücke ist. Je mehr sie ins Schwanken gerät, desto eher geht der Instinkt der Intuition aus dem Weg, desto eher kann das Kohärenzgefühl, welches jeder Lebensform, und erst recht jedem Lebewesen, innewohnt, re-aktiviert werden, ganz im Sinne von re-inventing. Reinventing drückt aus, dass das, was uns auf die Brücke geführt hat, die Grundlage dafür ist uns von selbiger wieder hinunterzuführen, um ein Ziel zu erreichen, wofür auf dem weiteren Weg immer weniger Brücken notwendig sein werden.

Ich möchte mal behaupten, dass Wilhelm Reich, wie Martins vorheriger Artikel es darlegt, von der Bedeutung des Körpers als Brücke wusste. Wovon er vielleicht noch nichts ahnte, ist, dass der wesentliche Inhalt seiner Bücher im Morphogenetischen Feld gut aufgehoben ist … sich dem Zugriff der Datenschützer entziehend …

Die Seele spricht durch den Körper, wenn sie ihr Schweigen brechen muss.

Gruß Guido

http://www.gold-dna.de
http://www.gold-dna.de/phi.html

  1. federleichtes
    März 10, 2014 um 3:02 pm

    Geht gerade ein bisschen kreuzundquer, aber gerade kam per Mail eine Anwort auf meine Begegnung am Froschteich:

    „unser „zufälliges“ Treffen heute hat mich sehr nachhaltig beeindruckt. Natürlich haben wir uns, nachdem wir die „Omi“ nach Hause gebracht hatten, alle drei unabhängig voneinander auf Ihrer herrlichen Homepage getummelt. Ihre Zustimmung vorausgesetzt, habe ich den Link innerhalb meines Freundeskreises bei fb eingestellt. Ich möchte dabei direkt betonen, dass ich mich auch dort nur unter Menschen bewege, mit denen ich auch im richtigen Leben befreundet bin.
    Ich würde mir wünschen, dass wir weiterhin voneinander hören. Leider habe ich einen neuen Rechner und meine „alten“ Bilder noch nicht am Start, so dass ich sie mal eben schicken könnte. Wenn es Ihnen wichtig wäre, würde ich mich in den nächsten Tagen darum bemühen.
    Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für eine unendlich gute Zeit “

    Und erwähnen möchte ich, dass wir die wunderbare Begegnung mit den Kiebitzen

    DANACH hatten, NACHDEM wir auch noch unbekannte Wege gefahren waren und landeten, wo wir gar nicht hin wollten. Dass wir bei den (vom aussterben bedrohten) Kiebitzen mit einem Mann, zu dem ich gesagt hatte, mit dem könne man sich unterhalten, weil er seinen Hund an der Leine führt, in ein SEHR nettes Gespräch kamen, versteht sich dann beinahe von selber.

    Gefühl und Emotion sind wie Himmel und Hölle, aber – ich sagte auch das bereits: Der Weg in den Himmel führt durch die Hölle.

    Gruß in die Runde.
    Wolfgang

  2. federleichtes
    März 11, 2014 um 1:54 pm

    Guido sagt, Ken Wilber sagte:

    „… das Denken durch Bewusstsein zu transzendieren.“

    Bewusstsein lernt das Sprechen. Nicht aus einer Selbstgefälligkeit heraus – es ist so veranlagt, sich seiner Selbst, bewusst(er) zu werden und sich mittels des Selbst-Gespräches zu verbreiten, breiter zu manifestieren.

    Ja, Bewusstsein lernt das Sprechen:

    „Das Bestmögliche ist einer ständigen Entwicklung ausgesetzt und bedarf des Austauschs von interpretatorischen Erzählungen.“

    So und so genau ist es, lieber Mathias.
    Sprechen lernen, wie geht das? Immer wieder, immer wieder und wieder sprechen. Wir können lernen, das zu wollen. Mit Freunden sprechen, mit Freunden schreiben, Gedanken austauschen, Wort finden für das Neue – Gestalten und Schöpfen. Raus aus dem Gehäuse, rauf auf die Bühne, Blockierungen auflösen, Frieden inszenieren. Wir können es, wir tun es.

    Gruß in die Runde.
    Wolfgang

  3. federleichtes
    März 11, 2014 um 2:42 pm

    Noch mal kurz zum Wesen der Emotionalisierung.

    Ken Wilber:
    „Denn Sünde ist einfach Trennung, und die Erbsünde ist einfach die ursprüngliche Trennung – die ursprüngliche Bewegung der Seele weg von der Gottheit.“

    Erstens sehr schlank formuliert, und zweitens begibt er sich mit der „Ersünde“ ins Zentrum der Emotionalisierung – ein nicht ungefährliches Pflaster. Wenn man auf den Punkt kommt, sollte man gewappnet sein?

    Die Genesis beschreibt uns eine Schöpfungs-Chronologie. Die Erschaffung des Kosmos erscheint folgerichtig-plausibel. Nicht plausibel ist, um ein B erschaffen zu können, es dem A entnehmen zu müssen. Der erste Trennungsakt erfolgte also per Schöpfung, ein Wille, der bereits vor der Menschwerdung im Sinne einer Trennung tätig wurde.

    Unabhängig davon ist die Idee der Erbsünde für die sich realisierende Feindseligkeit innerhalb einer Realits-Dynamik TOP – für die Wirklichkeit Mittel zum Zweck, de facto ein Schmarrn, Täuschung, notwendige Täuschung eben.

    Die Feindseligkeit ist informativ bedingt. Träger der Informationen ist das Leben selbst. Es wurde dem Körper des Menschen eingehaucht als ein reaktives Potenzial. Um etwas erschaffen zu können, was stärker als die Feindseligkeit ist. Und weil das, was nun wachsen wird, allein dem Wesen dienlich sein kann und soll, kommt es wieder und wieder in diese feindselige Welt, um sich nicht nur abzudaten (sein Bewusstsein auf den aktuellen Stand zu bringen), sondern insbesondere, um an der weiteren Bewusstseins-Entwicklung mitzuwirken. Hier wirkt als nicht das Gesetz der Sünde, sondern das der Verantwortung – für sich selber, für Andere und für das Ganze.

    Erbsünde ist ein alter Giftstachel. Wer ihn entfernen kann, sollte es, im Sinne seiner Gefühle, tun.

    Gruß
    Wolfgang

    • März 11, 2014 um 5:46 pm

      Wilber zitierte ich, weil mir seine Anfänge sehr zusagen, bezogen der Bildersprache, die mit meiner sehr gut harmoniert. Die neuen Werke von ihm sagen mir nicht so zu … aber das ist ein anderes Thema …

      Gruß Guido

  4. Gerd Zimmermann
    März 11, 2014 um 7:18 pm

    Alle Sinne sind ein Gefuehl, aber ich mag nicht ewig vorlesen,
    was jeder selbst nachlesen kann.

    Ausserdem plapper ich ohnehin nur dem Einen nach. Langweilig.

    Es ist elektrisch, dass Universum. Nicht mechanisch. Geil, gell.

    Ich schweb dann mal. Vollkommen schwerelos.

  5. Gerd Zimmermann
    März 11, 2014 um 8:28 pm

    Licht bewegt sich nicht. WOHIN AUCH ohne Raum.
    Der muss ja vom Bewusstsein erst einmal erdacht werden.

    Geist ist Energie. ENERGIE IST SCHWINGUNG.

    Alle Universen sind statisch. Schwingung wird vom Bewusstsein
    in die Bildersprache uebersetzt. Genial, gell.

    Das Leben und das Universum ist eine Idee. Der ganze Rest nicht.

    Kaum ein Mensch kann sich das Nichts vorstellen, geschweige denn, dass sich ausser den Gedanken noch nie etwas bewegt hat.

    Raum und Zeit sind fuer die Kinder Gottes ein Geschenk der Liebe
    Gold DNA nennt es die Buehne des Lebens.

  6. April 1, 2014 um 10:06 am

    Wenn Menschen den wesentlichen Unterschied zwischen Emotionen und Gefühlen schon nicht auf die Reihe bekommen, was kann man da von einer menscherdachten Software erwarten ?

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/mimik-gesichtsausdruck-verraet-komplexe-gefuehle-a-961833.html

    Die Zwangssterilisation des Wesens ?

    Gruß Guido

  7. Luther
    März 30, 2016 um 4:52 pm

    Hat dies auf pinocchioblog rebloggt.

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