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Das BGE kann die Feindseligkeit besiegen?

Susanne und ich diskutierten am Abend über diese Annahme, die mir zufällig gestern über den Weg lief.

Deutschland wird zur Insel der Glückseligen – und von hier aus erobert das Glück der nun ewig Glücklichen die ganze Welt.

Haltet ihr das für möglich?

Und wie stellt Ihr Euch das soziale Szenario nach der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens vor?

Wie lange wird die Wende hin zum Glücklichsein brauchen, Wochen, Monate, Jahre oder gar Generationen?

Aber grundsätzlich stellt sich für mich folgende Frage:

Wird das BGE überhaupt von den Besatzungsmächten genehmigt?

Und wenn ja, ist es wirklich langfristiger garantierbar?

Bin gespannt, was Ihr so denkt.

Herzlich Euer
Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft
  1. federleichtes
    Februar 28, 2014 um 2:20 pm

    „Westliche Geheimdienste unterwandern gezielt kritische Internetforen und Blogs. Dort manipulieren sie Diskussionen und versuchen unangenehme Themen zu zerstreuen, …“
    http://pravdatvcom.wordpress.com/2014/02/27/uberwachung-tauschung-und-rufmord-geheimdienste-manipulieren-internet-foren/

    Und ich Blödi dachte doch tatsächlich, die vom „Staat“ beförderte Bildung richte sich auf die Förderung von Bewusstsein über Ethik und Moral und sei – im Sinne einer gesellschaftlichen Befriedung – überzeugt von der existenziellen Notwendigkeit von Selbstbewusstsein und Zivilcourage.

    Dass auch auf diesem Blog, ob nun aus persönlichen oder politischen Gründen, Themen verwässert werden, ändert nichts an der entstandenen Informationslage. Die Wandlung von Daten in Informationen betreibt ja das Leben selbst. Ein Angriff auf DAS Leben kann insofern nur scheitern. Nicht Menschen brechen das Leben, sondern Leben bricht – auf, die Mauern, die vormals Informationen zu Daten werden ließen.

    Sei’s drum.
    Ich las bereits gestern den Kommentar (der heute ein Thema wurde) zu den Menschenrechten – und staunte. Am meisten darüber, mit welcher Stringenz der Prozess der Bewusstseins-Entwicklung über das ‚Geschwür Feindseligkeit‘ betrieben wird. Natürlich kann man glauben, diese Entwicklung stoppen oder stören zu können. Bitte sehr. Es sind die „Gläubigen“, die die Zurkenntnisnahme eines sehr umfassenden Wachsens von Bewusstsein verdrängen oder es gar nicht wahrnehmen oder nur falsch interpretieren können. Gell, Guido.

    Das Thema hier scheint fertig – ich geh dann mal.

    Gruß in die Runde.
    Wolfgang

  2. federleichtes
    Februar 27, 2014 um 3:42 pm

    @ chattison

    Damit Sie diesen wunderbaren Schmetterling

    und mich etwas besser kennenlernen, sage ich mal, welcher Gedanke mir manchmal kommt:
    Viele Menschen scheißen in ihr Wohnzimmer und wohnen auf dem Klo und diskutieren dort über das BGE, über Syrien, über die Ukraine und die Versklavung ANDERER.

    Gruß
    Wolfgang

    • chattison
      Februar 28, 2014 um 5:19 pm

      @federleichtes

      Da seit der Antike sich die menschliche Seele im Schmetterling symbolisiert, ist es kein Wunder, dass der Blutbär ebenso symbolisch für die menschliche Seele auf die Rote Liste gesetzt wurde.

      Danke für´s Bild.

  3. chattison
    Februar 27, 2014 um 2:42 pm

    „Welche Arbeits- und Einkommensbedingungen (Gestaltung des Feldes) müssten HERRSCHEN, damit sich die persönliche und allgemeine Feindseligkeit auch reduzieren kann?“

    Solange es einen Staat gibt, gibt es zum einen eine Verwaltung, die Geld nimmt und zuweist und zum anderen eine gesetzgebende Gruppe, die beschliesst, von woher das Geld kommen soll (selbst haben sie ja keines bzw. geben davon nichts her) und wem es unter welchen Bedingungen zukommen soll.

    Solange es „Arbeit“ gibt (= „Produktion und Dienstleistung zum Zwecke der Vermehrung vorteilhafter Bereicherung für Staat und Arbeitgeber“), gibt es „Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ (die diese Bereicherungsmöglichkeit von Arbeitgeber und Staat durch Verzicht auf Vorteilhaftigkeit und unter Inkaufnahme von deutlichen Benachteiligungen ihrerseits erst ermöglichen).
    Wobei der Arbeitgeber wiederum nach Lage der Gesetze und seinen Abgabepflichten gegenüber dem Staat „Arbeit“ zuweist und „entlohnt“.
    Der „Arbeitnehmer“ kann sich lediglich entscheiden, ob er da mitmachen möchte oder nicht.

    Das ist die Ausgangslage.
    Da es nirgendwo „Keinstaatlichkeit“ gibt, gibt es also immer jemanden, der vom Menschen profitieren will zu dessen Lasten.
    Kurz: Ungerechtigkeit ist allein schon durch die Staatlichkeit vorprogrammiert!
    Der Staat ist sozusagen der Kuckuck (wobei dieser Parasitismus wenigstens ein sowohl stark limitiertes Phänomen -2%-5%- darstellt, als auch durchaus wirkungsvoll und häufig durch die betroffenen konterkariert wird – http://www.uni-kassel.de/fb19/plantphysiology/media/files/intervies/Kuckuckskinder.pdf), der keinerlei Gegenleistung für maximale Brutpflege bietet und dabei noch den Nachwuchs der Pflegeeltern mit schmälert bis umbringt.

    „Staatlichkeit“ erwirkt zwingend immer eine Herrscherklasse (latent oder „gewählt“ ist egal – de facto ist das so).
    Herrscherklassen erwirken allein durch ihre Funktion wie ihren Status Ungleichheit, denn des einen Privilegien sind des anderen Opfer.
    In der zwangshierarchischen Struktur werden folgerichtig Abhängigkeiten und Lasten von oben nach unten durchgereicht.
    Placebozuckerl wie „Rente“, „Krankenkasse“, „Staatsschutz durch Militär, Polizei“, „Rechtsschutz“ oder „Schule“ et.al. Versprechen viel und halten wenig bis nichts.
    Das letzte Glied in der (Versklavungs)Kette, der Ruderer der StaatsGaleere, bestimmt weder Ziel, noch Kurs, noch Schlagtempo – ja nicht mal seinen Sitzplatz und -nachbarn kann er sich aussuchen!

    Kurzum: Mit dem Staat sind keine „Arbeits- u. Einkommensbedingungen“ zu generieren, die die persönliche und allgemeine Feindseligkeit wirksam mindern bis abschaffen könnten.
    Denn die Feindseligkeit – man beachte die implizite „Seligkeit“ – sucht ihr Heil, Glück durch das Feindbild, welches ja nichts anderes darstellt als die Projektion der individuellen Unzufriedenheit mit sich selbst auf etwas, das sich außerhalb von einem selbst befindet, das es stellvertretend für sich selbst zu bekämpfen, zu überwinden gilt!

    Ich persönlich kenne keinen Menschen, der mit sich im Reinen ist, der feindselig wäre.
    Wozu auch?

    Fazit:
    Die einzige Arbeit, die so gesehen Feindseligkeit abbauen hülfe, ist die Arbeit an sich selbst.
    Und das Einkommen wäre dann der Lohn für diese nicht unerhebliche Mühe in Form von Zufriedenheit mit sich.
    Und nur so lässt sich letztlich auch mit der Welt selbst Frieden schließen.

    PS:
    Menschen, die dergestalt etwas erreicht haben und sich zusammen schließen, werden es schaffen, sich gegenseitig soweit zu unterstützen, dass jeder zu seinem existentiellen Recht kommt.
    Alles andere wird scheitern, wie man ja allenthalben problemlos feststellen kann.

    Mit gar nicht karnevalesken Grüßen
    chattison

    • federleichtes
      Februar 27, 2014 um 2:58 pm

      Wir hatten hier mal eine Phase, in der Leser von Kommentaren häufiger sagten, sie würden diesen unterschreiben. Das Gefühl, unter einen Kommentar meine Unterschrift zu setzen, kam mir erstmals bei diesem-Ihrem Kommentar. Er fasst mir zusammen, was man in Hundert Büchern nicht lesen kann – vielleicht auch nicht soll.

      Im Licht wächst der Schatten – das kann man auch anders rum fühlen.

      Herzlichen Dank. Sie zeigen der Feindseligkeit deutlich ihre Grenze auf!

      Wolfgang

      Besonderer Kommentar – besonderer Schmetterling: Blutbär.

      Am Rande
      Ich schätze mal, um einen Arbeitsplatz in der Abteilung ‚Rote Listen‘ zu erhalten, braucht es Tausend Arbeitsplätze, die die Bedingungen für das Aussterben der Tiere schaffen.
      (Blutbär – auf der Roten Liste Nordrhein-Westfalens als gefährdet eingestuft.)

  4. chattison
    Februar 27, 2014 um 12:49 am

    Wie kann man ernsthaft annehmen, dass das BGE für irgendetwas die Lösung darstellen könnte?

    Das BGE müsste durch diejenigen Kreise genehmigt werden, die bereits durch das Geldsystem an sich die Kontrolle über die meisten besitzen.
    Das BGE ist auch ein Geldsystem.
    Das BGE wird von den bisherigen Geldsystembesitzern genehmigt, organisiert und kontrolliert.
    Das BGE wäre demnach nichts anderes als eine Finanzspritze für Abhängigkeitsjunkies.
    Das BGE wäre, sofern es real(!) finanzierbar wäre, die optimale Bürgerleine mit Würgehalsband, denn der Grad der faktischen Abhängigkeit ist ein zu hoher Preis für das bisschen Bequemlichkeit.
    Mehr als das ist es nämlich nicht, denn Sicherheit außerhalb der eigenen Ressourcen, Potentiale und Optionen existiert nicht.
    Das BGE ist nichts anderes als ein Möllemannfallschirm – man kann versuchen, sich darauf zu verlassen, aber solange jemand anderes die Reißleine in der Hand hält – also ich weiß nicht…;-)

    Warum das BGE dann noch nicht eingeführt wurde, wenn es den gewissen Kreisen doch eigentlich zupass kommen sollte?
    Ein BGE wäre in jedem Falle unwiderleglich eine Wachstumsbremse.
    80.000.000 x 1000 x 12 macht im Jahr 960.000.000.000 (960 Milliarden steuerfrei), denn das BGE stünde ja zweifelsfrei JEDEM Bürger zu.
    Aber selbst wenn ich nur die Hälfte nähme (was ich nicht tue), dann wären es immer noch stattliche zu erwirtschaftende 480 Milliarden p.a.
    Die müssten entweder dem Wirtschaftskreislauf entzogen werden (über Steuern, was sonst) oder jährlich neu gedruckt werden (was, wie man an den USA, Japan und neuerdings der EZB studieren kann, nicht unbedingt die erste Wahl sein sollte).

    Im ersten Fall gibt die Bundesregierung derzeit (Stand 2013) ca. 302 Milliarden aus + 480/960 Milliarden = 782/1242 Milliarden bei Einnahmen von 285 Milliarden (Stand 2013 ohne Neuverschuldung).

    Über Steuern gegenfinanzieren geht nicht nur nicht, das macht gar keinen Sinn, da sich der BGE-Effekt durch diese mehr als aufheben würde.
    Mit Neuverschuldung müsste man auf diese Weise nach wenigen Jahren kapitulieren, weil einem der jetzt schon nicht refinanzierbare Zinseffekt so ganz spontan um die Ohren flöge.

    Es gibt ja allerlei schlaue Rechner, die das BGE irgendwie doch finanzierbar rechnen können, aber da sag ich nur:
    Wenn das Geldsystem weiter „funktionieren“ soll, dann ist eine weitere Abwertung (sofern das überhaupt noch möglich ist), die durch Geld, das von niemandem erwirtschaftet/erarbeitet/erproduziert wurde, keinesfalls wünschenswert (aus der Sicht der Mächtigen), da es nichts anderes als eine jährliche Inflation von mindestens 25%-30% bedeuten würde (wenn man 5x mehr Geld ausgibt als Staat als man hat…), was z.B. Preise wiederum derart beflügeln würde, dass die 1000€ BGE beim Einkaufen gerade mal die Mehrwertsteuer decken könnten.
    Und selbst wenn alle genauso weiter arbeiten würden wie bisher, würde es nicht reichen.
    Und selbst wenn alle doppelt soviel arbeiten würden wie bisher, würde es immer noch nicht reichen – also: was soll das?!?

    Aber um den Schönrechnern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen – ich kapriziere mich nicht auf die volkswirtschaftlichen Aspekte, sondern ausschließlich auf den Abhängigkeitsaspekt (das BGE rein hypothetisch mal als realisierbar angenommen).

    Dazu zählt auch, dass defizitäre Charaktere sich nun mal oft genug bis meistens über Geld definieren und nichts mehr hassen als diesbezüglich auf Augenhöhe mit anderen zu stehen.
    Da aber so einer nicht mehr arbeiten kann/will als er er eh schon leistet, muss er die benötigte Differenz anderweitig „erwirtschaften“.
    Wie macht er das? – Richtig:………….(bitte wahlweise eine krumme bis asoziale bis kriminelle Tour einsetzen)
    Zu wessen Lasten wird das wohl gehen? – Richtig:; zu Lasten derer, für die das BGE eine Lebenserleichterung darstellen soll, weil sie eh schon am Existenzminmum entlang schrammen.

    Ich könnte noch mehr auflisten, aber als Denkanreiz bezüglich der Fragwürdigkeit desw BGE sollte es erst mal ausreichen.

    Danke für Ihre Geduld und Nachsicht, sofern Sie durch meine Ausführungen das BGE-Paradies virtuell vor der Samensetzung welken sahen.

    mfG in die Runde
    chattison

    • federleichtes
      Februar 27, 2014 um 1:58 pm

      Danke für Ihren Beitrag, für den ich weder Geduld aufwenden noch Nachsicht üben musste; die verbrauche ich für andere Beiträge. Dieser Satz

      „Wie kann man ernsthaft annehmen, dass das BGE für irgendetwas die Lösung darstellen könnte?“

      gefiel mir ehrlich gesagt am besten. Dass eine Fragestellung das Themas eindeutig beantwortet, finde ich besonders charmant.

      Falls Sie Fragen zur völkischen Ernsthaftigkeit stellen möchten, finden Sie Antworten im Russland-Feldzug. Sie zogen zu Hunterttausenden ganz ernsthaft, lachend, singend dabei, Richtung Moskau; jedenfalls anfangs.

      Falls es Bedarf für eine umfassendere BGE-Diskussion gibt, sollten wir ein neues Thema, sicher spannend, gestalten. Ich brauche diese Diskussion nicht, da es unter den geltenden globalen und systemisch-parasitären Bedingungen unmöglich ist, das Volksvermögen, das durch Substanz besteht und Arbeit entsteht, dem Volk zufließen zu lassen. Das wäre, wenn ich geschcihtlich richtig informiert bin, ein Novum in der Menschheitsgeschichte.

      Um dem Thema eine konstruktive Wendung zu erlauben, stelle ich meine Eingangsfrage etwas anders.

      Welche Arbeits- und Einkommensbedingungen (Gestaltung des Feldes) müssten HERRSCHEN, damit sich die persönliche und allgemeine Feindseligkeit auch reduzieren kann?

      Gruß
      Wolfgang

  5. Februar 27, 2014 um 12:45 am

    … “Tausch, Handel, Geld und Schuldwirtwirtschaft entstehen erst unter Herrschaftsbedingungen, also unter Zwang. Naturwüchsiger Tauschhandel ist ein Mythos. Er soll nur die Einführung von Geld als «praktisches» Tauschmittel rechtfertigen. In Wirklichkeit wurde Geld hauptsächlich als Kontrollinstrument von herrschenden Klassen (Steuern, Besoldung von Soldaten und Beamten usw.) eingeführt. Teilen ist natürlich nur möglich, wenn es stabile Gemeinschaften gibt, die das Teilen gerecht und langfristig organisieren können.
    Wir brauchen also nicht vorrangig bessere Tauschmittel, sondern funktionierende Gemeinschaften des Teilens.“ …

    Hans E.Widmer

    Ja, die Geschichte vom Kuchen und den Krümeln … https://faszinationmensch.com/2013/12/29/alles-ist-eins-aber-das-da-ist-meins/

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Februar 27, 2014 um 2:29 am

      Was Du alles ausbuddelst, ne, ne, ne. Danke, ergänzend:

      Das Pseudonym P. M. wird vom Schweizer Autor und Philologen Hans Widmer (* 1947) verwendet, der vor allem durch seine 1983 erschienene anarchistische und antikapitalistische soziale Utopie bolo’bolo bekannt geworden ist.

      Daneben war P. M. in der Hausbesetzer- und Kommune-Szene in Zürich aktiv. Bis heute ist er in der von ihm 1995 mitgegründeten Bau- und Wohngenossenschaft KraftWerk1 aktiv, die heute als modellhaft für ökosoziale Stadtkommunen gilt.
      http://de.wikipedia.org/wiki/P._M._%28Autor%29

      Isser das?

      Schaute mir gerade Vorträge von Menschen an, die die Probleme der Zeit klar benannten und auch Lösungen dafür vorstellten.

      Seeehr vernünftig. Und? Warum forderte niemand das BGE? Und warum sagte niemand von den „Richtig“-Denkern, das System treibe eine Entwicklung in beide Richtungen voran – ganz im Sinne DER Harmonie?

      Das Problem sehe ich darin, sich vom System peer Emotionalisierung persönliche Probleme machen zu lassen, JEDER (mit Gefühl) kann aus diesem System SOFORT aussteigen, auch ohne BGE. Jeder kann zumindest beginnen, mit kleinen Schritten seiner Vergewaltigung zu entkommen. Und wird sicher die Erfahrung machen, dass nichts in einem Menschenleben schlimmer als Vergewaltigung sein kann. Auf ein BGE zu warten bringt Negatives, die Verunmöglichung eines Hierundjetzt-Gefühls. Und was die Abhängigkeit betrifft einen Sprung vom Regen in die Traufe.

      Gruß in die Runde
      Wolfgang

  6. Manfred Voss
    Februar 26, 2014 um 10:57 pm

    Ein paar Gedanken von mir zum BGE, auch ambivalent 😉 :

    Solange ein BGE eingebunden ist in den Rahmen des aktuell vorhandenen Geldsystems, welches auf Zins und Zinseszins aufgebaut ist, ist es nach wie vor eine Umverteilungsmaschine, die das Geld in die Kassen irgendwelcher Kreditgeber spült … nach Schätzungen, die ich mal gelesen habe und für fundiert halte, sind in allem, was man so täglich an Geld braucht und ausgibt, etwa 40 – 50 % verdeckte Zinsen enthalten. Daraus folgt ganz grundsätzlich:

    Diejenige „kritische“ Kapitalmenge, die man benötigt, damit man genauso viel Zinsen einnimmt wie man anderswo (verdeckt) ausgibt, läßt sich unter aktuell üblichen Bedingungen leicht ausrechnen – und regelmäßig sind alle überrascht, wieviel das ist:

    Das liegt im Bereich einiger 100.000 Euro, durchaus etwa eine halbe Million (der genaue Wert hängt natürlich ab von den konkret zugrunde gelegten Zahlen) – d.h., wenn man diesen Betrag als ZUSÄTZLICHES Polster zur Verfügung hat und für sich „arbeiten“ lassen kann (was für die allermeisten tatsächlich arbeitenden Menschen bereits ein illusorisch hoher Betrag ist), dann nimmt man über Zinseszins genau soviel ein, wie man über (mehr oder weniger verdeckte) Zinseszinszahlungen im täglichen Leben ausgibt.

    Falls man weniger bzw. kein Kapital (und zwar ZUSÄTZLICH) hat und „anlegt“, ist man IMMER Verlierer, falls mehr, ist man IMMER Gewinner dieser Umverteilungsmaschine. Das ist per Konstruktion eingebaut. Einfach mal nachrechnen!

    Also: Ein BGE ohne gleichzeitigen grundsätzlichen Umbau des Geldsystems ist allenfalls eine äußerst kurzfristig funktionierende Lösung …

    Den Grundgedanken beim BGE finde ich allerdings sehr richtig, dass es nicht von vorneherein ein unumgängliches, von außen erzwungenes MUSS gibt (= Yang), Geld zur Existenzsicherung verdienen zu müssen, sondern als Grundlage von vorneherein ERST ein offener Raum voller Potentialität (=Yin) zur Verfügung steht, der eine grundsätzliche Sicherung der Existenz ohne finanzielle Vorbedingung erlaubt, ohne Angst, nichts zu essen zu haben oder unter der Brücke schlafen zu müssen *) – das würde vermutlich schon dazu beitragen, dass viele Menschen mehr Urvertrauen ins Leben durch Abbau von Existenzangst freilegen können, was gleichbedeutend mit weniger „Feindseligkeit“ wäre, und was folgerichtig umso eher erlaubt, das eigene individuelle Potential lebendig wachsen zu lassen, so wie es eben „angelegt“ ist – der individuelle Beitrag zur Gemeinschaft (= Yang) erfolgt im Ergebnis dann „ungeplant“ (aber dennoch zielgerichtet im Sinne des „Angelegtseins“) von selbst …

    Erst Yin, dann Yang – andersherum KANN es nicht funktionieren, zumindest nicht auf „lebendige“ Weise, meine ich.

    (Nebengedanke: „FORDERN und Fördern“ ist eine Aussage von Menschen, die ganz grundsätzlich nicht verstanden haben, wie „liebevolle“ lebendige Prozesse energetisch funktionieren. Stattdessen ist dies eine Vergewaltigung anstelle von frei sich äußernder Liebe …)

    Das Vertrackte und manchmal schwer Verständliche ist, dass es grundsätzlich sehr wohl richtig ist, Grenzen zu haben bzw. auch zu setzen – natürlich spielt sich alles Lebendige innerhalb der jeweiligen Grenzen seiner Notwendigkeiten ab. Und wenn Begrenzungen bewusst gestaltet werden, müssen sie weit genug und mit Herzensweisheit gewählt sein (also am ehesten aus liebevoller Intuition heraus), so dass sie sowohl Schutz bieten als auch einen genügend großen „Spiel“-Raum umfassen und dadurch überhaupt erst öffnen, was dem umfassenden und begrenzenden Kreis des Yin-Yang-Symbols entspricht. Und diese Grenzen sind auch keineswegs fixierbar, sondern sollen die jeweils aktuelle lebendige Dynamik ermöglichen und unterstützen, und müssen sich dementsprechend ständig erneut anpassen … woraus sich eine energetische Gesamtbalance ergibt, die wiederum vernetzt zurückkoppelt, in alle (fraktalen) Verästelungen eines lebendigen Yin-Yang-Spiels hinein. Dynamische Balance im einzelnen, kohärent zum Ganzen. Im „Feld der Natur“ läuft es im inneren Zusammenhang genau so, soweit ich erkannt zu haben glaube.

    (Woraus auch folgt, dass jeder „Fehler“, jedes „Nichtfunktionieren“ und jede „Krankheit“ ein Regulationsmechanismus ist, hin zu einer „besseren“ erneuten Gesamtbalance – nichts Verkehrtes daran.)

    *) freiwilliges Fasten und freiwilliges Campen im Freien, was beides sehr schön sein kann, sind damit natürlich nicht gemeint 😉

    • federleichtes
      Februar 26, 2014 um 11:59 pm

      Gestern bereits belebte sich mein „Silberblick“ durch Gedanken an Dich – und nu bisse einfach DA.

      Auf der einen Seite unseres geliebten Ölbachtals wüteten die Kettensägen – auf etwa 500 Meter Länge; NICHTS blieb stehen, weder Busch noch Baum. Susannes erste Worte waren, dass nun der Grünspecht keine Deckung mehr hat und in den Pfützen nicht mehr trinken wird. Aber egal, wir kennen das Marodieren von vielen Orten, die für uns mal heimelig und gewissermaßen heilige Orte waren.

      Also kein Problem. Auf der anderen Seite des Weges ist ein Gelände, das uns bereits sehr viel Freude bereitete, Paradies für Vögel, Schmetterlinge, und auch Libellen geben sich hier das Jahr über ihrer Zeit gemäß ein Stelldichein. Was meinst Du, warum wir nicht mal „Danke“ sagen und ein Bäumchen auf die Fläche pflanzen. Weil wir den Hintergrund des Untergrundes sehr genau kennen. In Zeiten des Wirtschaftswunders floss hierhin das Gift der Zechen und Kokereien in Strömen.

      Kurz:
      Es macht NULL-Sinn, einen gesunden Baum in einen kranken Boden zu pflanzen.

      Ähnlich sehe ich das mit Mensch und einer in ihrer Grundanlage vergifteten Gesellschaft. In die auch Gemeinschaften eingebettet sein müssen. Erinnere mich gerade an Bernhard und seine Idee eines „autonomen“ Dorfes. Das kann nach meiner Einschätzung nicht funktionieren, weil die Menschen, die sich dort versammeln würden, ganz sicher mehrheitlich der sie umgebenden (und durchdringenden) Feindseligkeit nicht gewachsen sein können. Bereits vor zehn Jahren plante ich diese Dörfer bundesweit, in einer Zeit, als mir die Feindseligkeit noch nicht bewusst war. Heute ist sie mir bewusst, gleichwohl wird es keine neue Planung geben.

      Dich schätze ich ähnlich ein wie Burkhard – als Lichtinsel. Diesen Status zu erreichen ist bereits außergewöhnlich. Und auch hier gilt mir: Never change a running System. Es ist ja eine Art Wahn, mehr und mehr und Größeres zu wollen – und sich mit seinem Streben neu-unbekannten und größeren Gefahren auszusetzen.

      BGE, „Tätsche mit de Utsicht“, sagte der Hamburger. Mir könnten sie auch meine kleine Rente wegnehmen und ich lachte dem Wahn trotzdem in seine Gesichter.

      Auch Dir einen herzlichen Dank, lieber Manfred.

      Wolfgang

  7. Gerd Zimmermann
    Februar 26, 2014 um 7:06 pm

    Ich bin zwar nicht schon wieder dran, aber der Atair Dollar laesst mich nicht in Ruhe.
    Die faininanische Popelperle laesst sich nicht mehr gegen den triganischen Pu tauschen.

    Die Boerse setzt auf fallen und wir hoffen nie zu fallen. Gut so. Dann bleibt alles beim Alten.

    Die alten Zeiten waren eh am besten. Man bekam noch was fuer sein Geld.
    Man konnte Lebensmittel kaufen und Oma strickte Socken. Bastda.

    Der Lehrer hatte noch was zu sagen und viel Erdoel war noch in der Erde und nicht in der Luft.

    Maria ria rutschi, das ganze Geld ist futschi.
    In meinem naechsten Leben muessen die Tiere auch bezahlen.

    Grosse Tiere grosses Geld, weil, die suessesten Fruechte fressen nur die grossen Tiere….
    Kleine Tiere machen auch Mist und Vieren und Bakterien werden zur Sammelklage verurteilt.

    Was ist Papiergeld gegen frisches Wasser in der Wueste. Nicht mal Klopapier.

    Angenommen ich besitze 1000 Mrd Euro. Strom weg, Geld weg?
    Ja die 1010101010001, kann ein Computer mehr, liegt ja Atombombensicher in der Schweiz.
    Und? Ohne Strom?

    Tja, ohne der alles zugrunde liegenden Energie, macht Aldi sein auch kein Spass.

    Der Film ist noch nicht zu Ende.

    Gruss Gerd

  8. Februar 26, 2014 um 5:19 pm

    Geld lässt das Grab schaufeln, welches der natürlichen Ordnung nicht möglich ist. Alleinig Geld macht den Unterschied aus zwischen Cradle-to-Grave und Cradle-to-Cradle, schließlich ist Geld die Konkretisierung eines geistreichen Plans, während der Prozess von der Wiege zur Wiege gänzlich ungeplant ist und daher auch keines Geldes bedarf.

    Verrate den Affen nicht, dass die “Arbeit“ der Insekten für den Erhalt des Ganzen “mehr wert“ ist, als es den Affen möglich ist … es könnte über Nacht zur Revolution im Dschungel kommen.

    Geld, in welcher Form auch immer, lässt den Mob im Kollektiv der Gesellschaft so lange schlummern, wie das Geld möglichst gleich verteilt ist … wäre demnach das BGE nicht eher einem Schlafmittel gleich, welches Bewusstswerdung verhindert bzw. hinauszögert ?!

    Gruß Guido

    • Februar 26, 2014 um 8:44 pm

      … wäre demnach das BGE nicht eher einem Schlafmittel gleich, welches Bewusstswerdung verhindert bzw. hinauszögert ?!

      Martina bemerkte, dass sie ambivalent sei. Dieser Aspekt spricht auch meine Ambivalenz im Thema an. Werden sich Menschen mehr um ein geistiges Vorankommen kümmern, wenn sie hungern oder wenn sie satt sind? Wer hungert und friert, wird sich sicher anstrengen, erst einmal seine Grundbedürfnisse zu befriedigen. Also wird er mehr Energie auf das Materielle richten. Jene, die ihre Grundbedürfnisse befriedigt haben, können mehr der Muße nachgehen. Werden diese Menschen sich nicht mehr dem Geistigen widmen?

      Werden Menschen, die nie Mangel erfahren haben, maximal faul sein? Werden sie nie neidisch auf das Sein Anderer sein, weil sie die Gier nach etwas nie haben spüren müssen?

      Ich muss immer an Babies denken, die dabei sind Laufen zu lernen. Ca. 4.000 Mal fallen sie hin und stehen wieder. Was ist ihre Motivation, sich dermaßen anzustrengen? Werden sie dafür von anderen belohnt? Oder ist es der Spaß an der Erfahrung, dass es immer ein bisschen besser get?

      Was bewegt die Spieler am Bildschirm? Was motiviert sie, von Level zu Level zu gelangen? Werden sie dafür bezahlt?

      Es gibt so viele ehrenamtlich Arbeitende? Was ist ihre Motivation, Anderen ihre Hilfe zu geben?

      Ich las irgendwo, dass etwa 2/3 aller getätigten „Arbeiten“ in Deutschland unendgeldlich erfolgen. Sollte der Rest dann nicht auch leicht ohne Geld auskommen?

      Kam gerade „um die Ecke“:

      Geldfrei leben – Wie eine Schenkgemeinschaft funktionieren könnte
      Tobi und Pia leben geldfrei. Auf ihrer Reise durch verschiedene europäische Länder dürfen sie erfahren, dass es nichts Materielles braucht, um glücklich zu sein. Doch was führt uns zum Glück? Ein Miteinander, bei dem Geld nicht die Macht zugesprochen wird, über „arm“ und „reich“ zu entscheiden, könnte eine Antwort sein. Aus ihren Erlebnissen heraus möchten die beiden eine Schenkgemeinschaft gründen. Aber wie funktioniert das? Und ist es für alle denkbar? Gerade sind sie wieder in Deutschland, geben (natürlich kostenfrei) Workshops und arbeiten an Projekten, damit ihr Traum von „living utopia“ wahr wird. Für forum berichten sie von ihrem geldfreien Leben.

      Einen schönen Abend zusammen
      Martin

      • federleichtes
        Februar 26, 2014 um 9:49 pm

        „Martina bemerkte, dass sie ambivalent sei. Dieser Aspekt spricht auch meine Ambivalenz im Thema an.“

        Mal ganz davon abgesehen, dass ich Martinas offenes Bekenntnis extraklasse empfand, freut es mich indirekt von Dir zu hören, dass es Dich freuen könnte, dieser ganz lustigen, aber doch eher lästigen Ambivalenz auf einen konkreteren Zahn zu fühlen. Wie bereits gesagt: Niemand kommt über den Fluss, wenn sein Springen von Eisscholle zu Eisscholle im Kreis (sich) verläuft.

        Ja, ohne unentgeltliche Tätigkeiten funktionierten weder Staat noch die – per Dirigismus – unter seiner Fuchtel stehende (?) Gesellschaftsordnung. Darüber dürfte man als im Gemeinsinn natürlich Leistender gerne mal einen Schritt weiter nachdenken.

        Am Rande
        bereite ich eine Strafanzeige wegen Betrugs vor. Man darf gespannt auf die/den Betroffene/n sein.

        Auch Dir einen guten Abend.
        Wolfgang

    • federleichtes
      Februar 26, 2014 um 9:15 pm

      „… wäre demnach das BGE nicht eher einem Schlafmittel gleich, welches Bewusstswerdung verhindert bzw. hinauszögert ?!“

      Was mich immr wieder sehr erfreut, dass Menschen nicht nur lesen, sondern Gelesenes als Frage identifizieren können, was offensichtlich nicht selbstverständlich ist. Ich identifizierte gerade am Ende Deines Satzes ein Frage- UND Ausrufungszeichen.
      Die Akzeptanz, dass wir uns in Zeiten sich verschärfender Eskalation befinden, fällt vielen Menschen offenbar sehr schwer. Natürlich, das ist ja auch ein sehr dicker Brocken, den es da zu schlucken gilt. Und was macht Mensch, wenn er sich einzelne Themen der Problematik heraus greift anderes, als wenn er partiell (und mit katastrophalen Folgen) in der Natur herum pfuscht. Aber bitte, das Musterhafte des Gehirns möchte ja auch etwas beitragen zu den Problemen, diie es verursachte.

      Nun könnten wir, da partielle Lösungen weder umfassende noch globale Probleme lösen können, plädieren für eine radikale Lösung. Hört sich auch nicht so wirklich gut an, gell. Die muss es ja nicht nur geben, sondern Menschen müssen auch da sein, die sie umsetzen – KÖNNEN.

      Dazu

      „Verrate den Affen nicht, dass die ”Arbeit” der Insekten für den Erhalt des Ganzen ”mehr wert” ist, als es den Affen möglich ist.“

      möchte ich gleich wieder Verwunderung anmelden.
      Seit Tagen geistert mir der Gedanke an die Folgen des Bienensterbens durch den Kopf. Typisch menschlich, gerade mal in der Lage, einen unmittelbaren Nutzen und dann auch einen, der einen direkt betrifft, zu erkennen. Würden die Fliegen aussterben, hätte das ja nicht minder schwere Folgen für das natürliche Ganze.

      Lass mich mal die Flasche von der anderen Seite begucken. Es gibt den Spruch:
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie längst verboten.
      Was hältst Du (?) von meinem Spruch:
      Wenn ein BGE die Feindseligkeit verschärfen würde, wäre es längst installiert.

      Zögert man mit der Einsetzung eines BGE etwa, weil die Folgen bislang nicht verifizierbar sind? Ob wohl schon entsprechende Gutachten in Auftrag gegeben wurden? Never change a running System. Das arbeitet effizient-zielgerichtet auf (s)einen Untergang hin.

      Danke Dir und Gruß
      Wolfgang

  9. Februar 26, 2014 um 3:07 pm

    Martin schrieb:

    “Ohne die Sonne gäbe es keine Energiezufuhr (, und womöglich auch keine Leben, da die Bioinformation gleich in den Photonen mitgeliefert werden?). Aber gibt nicht gerade die Sonne bedingungslos ihre Energie und ermöglicht so Leben auf der Erde, ohne dass hier Irgendjemand der Sonne etwas zurückgäbe?“

    Schönes Beispiel für die Sicht auf das GANZE. Auf den ersten Blick käme keiner der Hunger leidet und psychisch am Ende ist auf die Idee jene Rahmenbedingungen zu hinterfragen, in der sich seine Probleme abspielen. Man könnte es gar als geistreichen Geniestreich bezeichnen, wie der Rahmen immer mehr von Einzelbildern innerhalb des Rahmens losgelöst wird. Sieht man die Sonne aus Sicht des Biozentrismus und bringt somit das Bewusstsein mit ins Spiel, ergibt sich die Frage was die Sonne WIRKLICH ist. Kann das Licht der Sonne bedingungslos sein, wenn die Bedingung erfüllt sein MUSS, dass die Sonne in ihrer real(isiert)en Form nur scheinen kann, weil Bewusstsein es möglich macht, was für das verkörperte Leben notwendig ist ? Die Sonne hängt ja nicht unabhängig vom Bewusstsein derart in der Schwärze des Alls … was für die meisten Menschen allerdings unmöglicher erscheint, als die Aussicht mit einem BGE Probleme zu lösen, die geistreicher Kultur (!) sind.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Februar 27, 2014 um 2:43 pm

      Sonne und Erde stehen ja in einer Beziehung zueinander – und erst die ART dieser Beziehung (von zwei sehr verschiedenen Himmelskörpern) macht den konstruktiven, vom Sonnenbrand mal abgesehen, Nutzen. Für den Planeten Erde eher weniger, nur für seine Bewohner, und für die direkt und indirekt. Was für ein Nutzen der Sonne durch ihre Leistung zukommt, wissen wir gar nicht. Und welcher Nutzen „Menschen“ durch die Feindseligkeit zufließt, wissen die meisten eben auch nicht.

      Von geist-reicher Kultur zu sprechen ist mutig. Kulturdarstellung hängt ja eher an geistiger Armut als an kreativer Vernunft. Wer weiß, welche „Kultur“ wir hätten, wenn es das Gesetz DER Harmonie nicht gäbe. Dem auch die Dynamik der Feindseligkeit folgen muss. Oder? – verfolgt gar die Harmonie die Feindseligkeit?

      Gleichwie, Vater Erde im kosmologischen Verbund leistet bedingungslos in dem Sinne, eine Bühne zur Verfügung zu stellen, auf der das Unbedingte als Nötiges und Mögliches in Ercheinung treten kann. Zur Frage der Zurverfügungstellung dieser Bühne scheint es eine Übereinkunft gegeben zu haben – so wie zwei Fußballmannschaften beschließen würden, einen – entsprechend VORHER festgelegten Regeln – Fußballplatz anzulegen. Und erst, wenn diese beiden Mannschaften GLAUBEN, es gehe um Sieg oder Niederlage, wird auch die Feindseligkeit auf dem Platz erscheinen. Ein Schelm, wer das glaubt?

      Wir sollten mal einen Versuch starten:
      Martin überweist sein Gehalt an die Gemeinschaft, und die Gemeinschaft überweist Martin ein BGE. Vielleicht würde ihn dann aus seinem direkten Umfeld nicht nur eine Frage erreichen, ob er verrückt geworden sei.

      Schmunzelnd in die nächste Runde.

      Gruß
      Wolfgang

  10. Februar 26, 2014 um 2:07 pm

    “ Deutschland wird zur Insel der Glückseligen.“ Weil es besetztes Gebiet ist, immer noch. Ich habe nicht die gesamte Haager Landkriegsordnung studiert, da steht jedenfalls:

    Artikel 46
    Die Ehre und die Rechte der Familie, das Leben der Bürger und das Privateigentum sowie die religiösen Überzeugungen und gottesdienstlichen Handlungen sollen geachtet werden.
    Das Privateigentum darf nicht eingezogen werden.

    (unterzeichnet von Deutschland, USA, Argentinien, Österreich-Ungarn, UK…)

    Wie könnten also die Besatzungsmächte diesen § besser erfüllen als mit dem BGE? http://rk19-bielefeld-mitte.de/info/Recht/Haager_Landkriegsordnung/inhalt.htm

    Ansonsten bin ich, was das BGE betrifft, ambivalent.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Albert Einstein

    Die Erfahrung in den Zusammenhängen der Wirtschaft zeigt mir , gibt es irgendwo eine Subvention um ein vermeintliches Loch zu stopfen, tut sich an anderer Stelle eins auf. (Das BGE ist eine Subvention, wenn auch mit anderem Namen.) Es zeigt sich auch, dass die Preisgestaltung sich dem was die Leute bedingungslos in der Tasche haben , anpassen wird. So stehen wir am Ende wahrscheinlich vor ähnlichen Problemen wie jetzt.

    Andererseits denke ich dass Menschen so konditioniert sind, dass sie dem süßen Nichtstun auf Dauer wohl nicht erliegen werden. Das zeigen mir die rüstigen Rentner die sich in Projekte zum Gemeinwohl einbringen, das zeigt mir tätige Nachbarschaftshilfe, Hospizdienste, Hilfe jedweder Art. BGE bietet die Möglichkeit Lebensweise und natürliche Rhythmen wieder miteinander in Einklang zu bringen. Bietet die Möglichkeit der Entschleunigung unseres Lebens, bietet die Möglichkeit den Fokus endlich auf Handlungen zum Wohle Aller zu richten.

    Was mich stört ist, dass als Mittel zum Zweck Geld nach wie vor, auch an dieser Stelle, die große Rolle spielt. Geld das unsere Trennung von der Natur, vom Natürlichen, letztlich von uns selbst manifestiert. Geld das sich weit weg vom Wirtschaftskreislauf einen eigenen Kreislauf schuf und von dorther einwirkt in alle Bereiche unseres Lebens und zwar feindselig.

    Soweit erst mal.
    Martina

    • Februar 26, 2014 um 3:16 pm

      In der Tat. Kann man ein Feuer damit löschen, was es verursacht hat ? Lässt sich Feuer mit Benzin löschen, auch wenn der volle Kanister kostenlos zur Verfügung gestellt wird ? Ist Geld überhaupt bedingungslos … oder verkörpert Geld nicht vielmehr die Bedingung Probleme zu ermöglichen ?

      Gruß Guido

      • federleichtes
        Februar 26, 2014 um 3:37 pm

        „… oder verkörpert Geld nicht vielmehr die Bedingung Probleme zu ermöglichen ?“

        Daneben steht die Behauptung, der Glaube, fälscherweise als Religon bezeichnet, würde die Probleme (erst) erschaffen, die er vorgibt lösen zu wollen.

        Ja, Du triffst einen der dicken Nägel direkt auf den Kopf!!!

        Susanne leistete eben das Ihrige:
        „Kein Mensch kann sich mit Geld von seiner Traumatisierung (Feindseligkeit) frei kaufen“.

        Als ich in der Nacht das Thema schrieb (das erste, das ich eigenständig ohne Martins Beteiligung online stellte), dachte ich, ob wohl eher ein oder eher zwei Kommentare kämen.

        Na ja, ich muss erst mal los. Bis später.

        Gruß
        Wolfgang

        Am Rande
        Männe Kernbeißer setzte sich in meinem kleinen Vogel-Restaurant gerade auf den dritten Essplatz von links (oder den vierten von rechts?). Die Plätze befinden sich in der oberen Etage, damit sie essen könenn, ohne von Meisen und Buntspechten (mittlere Etage) und Amseln, Rotkehlchen, Heckenbraunellen und Zaunkönigen (untere Etage) nicht gestört werden. Hier funktioniert das BGE also tadellos.

  11. Februar 26, 2014 um 2:06 pm

    Wenn es jedem liebenden Menschen gelingt, in seiner Region hundert Menschen für einen spirituellen Redekreis zu organisieren, um regelmäßig Lösungen für wirtschaftliche und soziale sowie für die psychischen und seelischen Belange einer überschaubaren Gemeinschaft zu finden, wären wir einen ganz großen Schritt weiter. Das wäre ein Meilenstein – eine Basis für konkrete Visionen innerhalb der Gesellschaft.

    Liebe Grüße
    Burcado

    • federleichtes
      Februar 26, 2014 um 3:29 pm

      Ja, solche Gemeinschaften bilden zu KÖNNEN wäre sicher ein Meilenstein. Aber wie realistisch ist das Können? Mein Versuch, 2004 einen VEREIN „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu gründen, scheiterte nicht nur kläglich, sondern bescherte mir nicht unerhebliche Anstrengungen, mich vor kriminellen Bestrebungen zu schützen.

      Im Hier und Jetzt
      Susanne erzählte, sie hätte eben den oberschlauen („ich trinke seit 25 Jahren jeden Tag 25 Pils – und das ist richtig so“) X völlig betrunken auf der Straße liegend gefunden. Ihr Versuch, ihn mit Hilfe eines älteren Herrn auf die Beine zu stellen, endete damit, dass er auf seinen Hund fiel. DAS ist die Realität: Wir haben es nicht mehr mit psychischen Problemen zu tun, sondern mit ihren FEST manifestierten Folgen, dem Verhalten. Das sich für mich primär in einer massenhaften Nicht-mehr-Ansprechbarkeit äußert.

      Deine Gedanken berühren die Vorstellung von Martin, der ein „Wir“ beschwört. Neben diesen Gedanken steht allerdings – sehe ich so – Dein biografisches Werk, das eines Einzelkämpfers; erscheint mir wie ein ziemlich autonome Lichtinsel. Mir sind diese Inseln eher Meilensteine, als das künstlich Organisierte. Für mich persönlich bewährte sich das auf Absichtslosigkeit gründende Nicht-Organisierte.

      Meinst Du, ein BGE beförderte ein natürliches Zusammenwachsen vernünftig-sozialer Gemeinschaften?

      Auch Dir Dank für Deinen Einstieg.

      Gruß
      Wolfgang

    • Februar 26, 2014 um 8:43 pm

      „Aber wie realistisch ist das Können?“
      Können stellt sich beim Handeln ein, bzw. tritt hervor.

      „Wir“ und Einzelkämpfer, besser autonomer Mensch, das geht nach meinem Gefühl sehr gut zusammen. Es braucht, um gemeinschaftliche Herausforderungen im Angesicht der Feindseligkeit bewältigen zu können, ein anderes WIR als es z.B. in „Masse und Macht“ oder „Psychologie der Masse“ beschrieben wurde.
      Es braucht für dieses neue WIR autonome Menschen, sich selbst bewusst, der eigenen Macht bewusst. Die sich zusammenfinden in Respekt, Akzeptanz, Achtung vor der Andersartigkeit und auf dieser Grundlage suchen nach einem, besser vielen Wegen hin zu neuem gemeinschaftlichem Leben. In dem jeder Einzelne seine Autonomie bewahrt.
      Ich denke Organisationsstrukturen im herkömmlichen Sinne sind vllt. eher hinderlich, da sie eingrenzen.

      Grüße in die Runde
      Martina

      • federleichtes
        Februar 26, 2014 um 9:30 pm

        Meinst Du so etwas wie eine Schar von wohl getrennt kämpfenden, aber in einem Geist handelnden Partisanen?

        Schauen wir realistisch, erkennen wir da wirklich noch eine Pschologie DER Masse, oder etwa immer deutlicher eine Psychologie FÜR (bzw. gegen!) die Masse? Die Frage könnte vielleicht mal von einem Manager beantwortet werden. Der uns auch gleich die Ursachen (indirekte und direkte Wirkkräfte) für das Phänomen der weiteren Verohnmächtigung der Gesellschaft UND der Gemeinschaften zu erklären vermag.

        Danke, in meinem Sinne löst Du Bewegung in Richtung Zentrum aus.

        Gruß
        Wolfgang

        • Februar 26, 2014 um 10:22 pm

          Meinst Du so etwas wie eine Schar von wohl getrennt kämpfenden, aber in einem Geist handelnden Partisanen?

          Auch, nicht nur. Ich meine bevorzugt die sich selbst bewussten seelen-integrierten Persönlichkeiten, für die Fühlen–Wollen-Denken im Gleichklang sind. Die zusammenarbeiten, ohne an sich selbst „Verrat“ zu begehen. Nicht mit der Masse schwimmen, nicht in ihr untergehen, immer zu erkennen sind als autonomer Mensch.
          Die Licht und Schatten zur Synthese bringen können, aus der Neues sich entwickeln kann.

          Grüße
          Martina

      • Februar 26, 2014 um 10:15 pm

        Vom ‚Ich‘ zum ‚Wir‘. Ich habe mich in der Tat gefragt, was für mich der nächste Schritt ist. Das Politische, jedenfalls im traditionellen Verständnis, ist es nicht. Meine ‚Denke‘ geht von der Veränderung des Einzelnen aus, von Menschen, die etwas in sich geschafft haben zu verändern – und die bereit sind, bedingungslos lieben zu können.

        Mitten in der Gesellschaft zu sein, das ist wie eine Blume zu sein, die ist, wie sie ist.

        Wenn ich mich in meiner Region auf den Weg in das Wir begebe, geschieht das, was geschehen kann, fast von alleine, weil ich einen Wunsch in das Universum geschickt habe. Auf einmal tritt ein Mensch aus seinem Haus, eine Sekunde bevor du die Schwelle erreichst. In diesem Moment weiß ich, daß etwas Besonderes passiert, und ich brauche nur wach zu sein, um diesen Moment zu wertschätzen.

        Einen Tag darauf lernst du durch diesen Menschen andere Menschen kennen, erfährst neue Formen der Freundschaft und fühlst dich nicht mehr als Insel, sondern als ‚pares inter pares‘. Das Neue kann nur geschehen, wenn ich aus meiner sicheren Welt und Routine in die andere Welt gehe.

        Das Neue visualisieren und nach Möglichkeiten suchen, realistisch – mehr als optimistisch oder pessimistisch -, und: vertrauend. Es sind vor allem Frauen in meiner Region, ältere Frauen, die weise auf ihrem spirituellen Weg geworden sind. Pragmatisch und handelnd. Das zieht mich an und ermutigt mich.

        Das Politische ist mir zu weit weg von meinem Alltag. Klar hätte ich gerne das Gefühl einer ständigen Grundversorgung, ähnlich wie vor langer Zeit im Bauch der Mutter, doch gesellschaftliche Strukturen, die auf Angst beruhen, haben eine Funktion, die dem Gedanken des Bedingungslosen Grundeinkommens widersprechen. Und Menschen, die nicht eins mit sich selbst sind, werden nicht durch eine materiell stabile Situation ihre innere Struktur verändern. Selbst Millionäre kennen Angst.

        Ich kenne die Parameter einer möglichen Machbarkeit nicht. Irgendwann hat einmal ein Mensch gesagt, daß wir eigentlich keine Autos, Flugzeuge und Kriegsmaschinen benötigen, keine Chemie und Pharmaindustrie, kein Dies und Das. Wenn das BGE parallel zu unnützen Werten geschehen soll, dann bin ich mir sicher, werden die Macher des Unnutz kein Geld für Nichts ausgeben.

        Der anachronistische Zug wird sich nicht durch eine politische Forderung auflösen, das wäre zu leicht.

        Also der sanfte Weg des Seins. So gut es geht. Mittenmang. Wenn es Biodörfer gibt, kann es auch Dörfer mit direkter Demokratie geben. Ein Umgestaltungsprozeß braucht Zeit, vielleicht mehrere Generationen. Vielleicht brauchen wir zunächst nur Vertrauen in den Prozeß. Und ein großes Tipi für einen Redekreis, egal wie unterschiedlich wir sein mögen, welche Religion wir haben, welche Spiritualität, egal ob wir reich oder arm sind.

        Mir kam heute ein Wort in den Sinn. Ich wünsche mir eine spirituelle Zukunftswerkstatt. Ein paar Tage in der Natur, zusammen den Alltag organisieren und leben, miteinander essen und trinken, und abends im Tipi eine spirituelle Kommunikation – nur mit einer Fragestellung.

        „Was ist der nächste Schritt zum Wir?“ Das ist mein Anliegen, das vom ganzen Herzen kommt.

        • maretina
          Februar 26, 2014 um 10:34 pm

          Danke.

        • federleichtes
          Februar 26, 2014 um 10:38 pm

          Damit

          „“Was ist der nächste Schritt zum Wir?” Das ist mein Anliegen, das vom ganzen Herzen kommt.“

          sagst Du mir, vielleicht auch uns, das Wesentliche:

          Das Wir liegt im Ich, begraben, als kleines Pflänzchen oder als starker Baum.
          Wer Wir-Fühlen kann, ja, da gehen die Türen und die Herzen auf.
          Aber die Frage ist ja, ob ein BGE die Herzen von Angst/Blockade/Mistrauen auf Liebe/Fließen/Vertrauen schalten kann.

          Mir wird gerade klarer, dass es ein BGE niemals geben wird.

          An Deinem „Tipi“ würde ich bauen helfen. Jetzt gleich, ich hab‘ ’ne Kopflampe.

          „Und Menschen, die nicht eins mit sich selbst sind, werden nicht durch eine materiell stabile Situation ihre innere Struktur verändern.“

          … innere Struktur (nicht)verändern – in der alte Meme das Sagen haben. Natürlich nicht!

          „Es sind vor allem Frauen in meiner Region, ältere Frauen, die weise auf ihrem spirituellen Weg geworden sind. Pragmatisch und handelnd. Das zieht mich an und ermutigt mich“

          Kann ich mit meiner Erfahrung nur bestätigen.

          „Mitten in der Gesellschaft zu sein, das ist wie eine Blume zu sein, die ist, wie sie ist.“

          Also ganz natürlich, so gar nicht feindselig. So wie diese Goldwaldrebe?

          Danke, und auch für Dich wünsche ich einen guten Abend.

          Wolfgang

          • Februar 26, 2014 um 10:49 pm

            Danke ihr Lieben für diesen intensiven und konstruktiven Kreis; danke für den Mut, genauer hinzuschauen und danke für die Ehrlichkeit und das Herzliche.

            Alles andere kommt in der Nacht oder im Laufe der kommenden Tage. Der nächste Neumond ist am 1. März, und dann hilft das Universum, daß wir zusammen und jeder für sich klarer werden.

            Zum kommenden Vollmond werde ich mich noch einmal der Woodstock-Energie zu wenden; viele Fragen liegen noch in jener Zeit verborgen, viele gemachte Erfahrungen und auch ein gewisses Scheitern.

            Gut’s Nächtle 😉

  12. Februar 26, 2014 um 9:34 am

    Defer C. Rains auf Facebook dazu:

    Mir ist aufgefallen, daß das BGE drei Kategorien von Denkweisen besonders herauskristallisiert.

    1) Da sind zum einen die, die schon von Familie aus abgesichert sind und nie das harte Leben erfahren haben; diese sind zumeist gegen das BGE und informieren sich auch nicht intensiver über derart Möglichkeiten. Dort ist kein Verständnis für die krasse Härte vorhanden, die fehlende Absicherung durch familiären Rahmen oder anderweitige Eingebundenheit bedeutet, meist haben sie sich auch nicht mit der Natur von Gewerkschaften und Betriebsräten etc. auseinandergesetzt und wissen nichts von der Entstehungsgeschichte derselben im 19. Jahrhundert.
    2) Dann sind da die, die das BGE eigentlich zu ihrer persönlichen, psychologischen Befreiung bräuchten, weil sie eben nicht über entsprechende Absicherungen verfügen, die sich aber ebenfalls nicht informieren und deswegen einfach kategorisch a priori ablehnen, ohne weiter auszuklügeln; ein klarer Fall von politischem Desinteresse und auch Selbstverleugnung bzw. Verleugnung der Möglichkeiten der Persönlichkeit und des Individuum. Meist versuchen diese auch, andere auf ihre Level zu ziehen und sind nicht sonderlich an entwickelnder Kooperation interessiert, sondern dümpeln resigniert in ihrer eigenen Dunkelheit herum.
    3) Und dann gibt es noch diejenigen, die sich wirklich interessieren und reinhängen. Interessanterweise sind das nicht ausschließlich Hartz IV Beziehende, sondern diese kommen aus allen Schichten und Regionen. Oft sind dies Alternative und Künstler, manchmal auch, wie beim DM-Chef Götz Werner, höherrangige Unternehmer. Innerhalb dieser Gruppe gibt es aber viele verschiedene Motivationen, so daß selbst hier die Leute untereinander gespalten sind.

    Die ersten beiden Gruppierungen empfinden sich zumeist als a priori rechtmäßig, ist mir aufgefallen. Sie sind nicht sonderlich kommunikativ und scheinen eher konservativ in ihrer Wirkung. Die letzte Gruppierung ist zwar kommunikativ, bis in fast alle Parteien hinein, von denen ja fast jede eine kleine Fraktion mit BGE-Verfechtern aufweist. Aber die Vorstellungen rangieren sehr unterschiedlich.

    • federleichtes
      Februar 26, 2014 um 2:28 pm

      Die arbeitende Bevölkerung (nicht generell!) bedient sich zum Zwecke ihrer Selbstüberhöhung und zur Bedienung ihres Hasses der Ansicht (mental), sie müssten für die „Sozial-Schmarotzer“ arbeiten. Beides scheint mir nötig, und beides wird gepflegt als Teil der (informativ-konditionierten-feindseligen?) Identität.

      Auf diesem Feld, auf dem Neid und Missgunst, Stolz und herrschaftliches Gehabe wuchern, lässt man das Volk dann auch machen – möglichst sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Die allseits bekannte (Leer-)Formel ‚Teile und herrsche‘ erreicht allerdings nur das Bewusstsein weniger Menschen – die meisten wirken emotionals bewegt einfach mit,
      und befördern systemtreu, was sie andererseits bekämpfen.

      Haben wir es hier nicht mit einem Geist in sehr gegensätzlichen Ausprägungen zu tun –
      einerseits ein egozentrischer Geist des Besitz- und Eigentumdenkens, und andererseits der DARAUS FOLGENDE egoistische Geist der Ich-Erhaltung als Kampf um’s Überleben?

      Die Grund-Feindseligkeit sehe ich in einer Macht, die das Elend schafft, und es dann – mit verweigerter Urheberschaft – eben aus diesem Grunde vernichten will.
      Beispiel der Machtanspruch des Staates verbunden mit dem Wahn, Arbeit regulieren zu müssen und zu KÖNNEN. Die Fehlerquote, z.B Sozialhilfeempfänger, wird nicht als unvermeidlich gewürdigt, sondern im Gegenteil weiter entwürdigt.
      (In pädagogisch besonders bemerkenswerten Umfeldern, werden Kinder nicht nur geschlagen, sondern weiter geschlagen, WEIL sie schreien. Provoziert mancher gar die ersten Schläge, weil er an den zweiten Schlägen erst vollständige Kern-Befriedigung erlangen kann?)

      Ja, sehr spannend.

      Guß
      Wolfgang

  13. Februar 26, 2014 um 8:58 am

    Nur mal schon in Kürze, mehr heut Abend.

    Guido schreibt, dass es in der Welt grundsätzlich nichts bedinungslos gäbe. Das auch Luft und Wasser nur kommt, wenn bestimmte Bedingungen gegeben wären. Was haben wir da:

    Ohne die Sonne gäbe es keine Energiezufuhr (, und womöglich auch keine Leben, da die Bioinformation gleich in den Photonen mitgeliefert werden?). Aber gibt nicht gerade die Sonne bedingungslos ihre Energie und ermöglicht so Leben auf der Erde, ohne dass hier Irgendjemand der Sonne etwas zurückgäbe?

    Das BGE wäre sicher nur eine Übergangslösung in die Welt ohne Geld, wie Guido das auch schon als Ziel sieht (Siehe z.B. auch das hier: Die Freie Welt Charta).

    In Libyen gab es für Jene, die sich als Farmer unabhängig machen wollten, übrigens Land für umme inklusive der Grundausrüstung dazu. Nach dem Befreiungs-=Eroberungskrieg ist das nun vorbei. Dazu gab es eine freie Gesundheitsversorgung.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Feindseligkeiten zurückgehen sollten. Einerseits sind die Menschen viel weniger abhängig und damit erpressbar (siehe Hartz IV Drangsalierungen). Sie können viel leichter nein zu Arbeiten sagen, die sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Überflüssige Waren sollte so schnell der Vergangenheit angehören. Was getan werden muss, wir unter einander verhandelt werden. Das hat auch schon gut bei den Allmenden funktioniert. Und das funktioniert auch heute noch in Gemeinschaften, in denen kein Geld verwendet wird und in denen auf Augenhöhe gelebt wird (siehe unsere Artikel über die Matriarchate).

    Aufgrund unserer Automatisierungen sollte es reichen 2 Stunden am Tag mit an den Dingen zu arbeiten, die unsere Grundversorgung ausmacht. Danach kann jeder selbstbestimmt sein Wirken dort einbringen, wo Hilfe benötigt wird. Oder sich eben in Weisheit weiter fördern.

    Viele Grüße
    Martin

    • federleichtes
      Februar 26, 2014 um 1:51 pm

      „In Libyen gab es für Jene, die sich als Farmer unabhängig machen wollten, übrigens Land für umme inklusive der Grundausrüstung dazu.“

      Ein sehr schönes Argument. Was fehlte an diesen paradiesähnlichen Zuständen? Das Argusauge der Feindseligkeit?

      „Nach dem Befreiungs-=Eroberungskrieg ist das nun vorbei.“

      Fragen wir mal die Überblicker:
      Wurde Deutschland in die Weltkriege getrieben, um seine Unabhängigkeitsbestrebungen – dazu war übrigens imperialistischer (feindseliger!) Geist notwendig – zu brechen?
      Und wurde das deutsche Wirtschaftswunder initiiert, um folgend einer noch größeren Feindseligkeit das Feld zu bereiten?
      Was erleben wir zunehmend: Den Kampf der Ent-Moralisierten gegen die Demoralisierten?

      Der Sozialdemokrat Müntefering verkündete:
      „Wer nicht arbeitet, braucht auch nicht essen“.

      Ist das nicht eines der „Meme“, die in den Köpfen der Menschen sitzen?

      Und wie sieht’s denn aus mit dem Mem, dass Leistung die Menschen unterSCHEIDEN kann – und MUSS? Was ist das für ein Geist, der sich mit Händen und Füssen, gegen die (kommunistische) Gleichmacherei wehrt?

      Und was ist mit einem ‚Geist der Gesellschaft‘, der das Gemeinschaftswesen bekämpft?
      (Danke nochmals an Guido für seinen trefflichen Blick)

      Also, in Lybien (und einigen anderen Ländern, deren Ausbruchsversuche aus einem feindseligen System brachial gestoppt wurden) ging der Sozialisierungsprozess als Schuss klar nach hinten los – immer wieder.
      Und erinnern möchte ich, dass auch der lybische Versuch finanziert wurde durch Plünderung der Ressourcen des Planeten, die – ganz natürlich – ALLEN Menschen dienstbar sein sollen.

      Frage:
      Was wächst auf dem Misthaufen des Unrechts?

      Danke, dass Du hier eingestiegen bist. Und danke für Deine jahrelangen Vorbereitungen, die nun helfen, das Thema vernünftig diskutieren zu können. Du stehst also thematisch inmitten Deiner „Früchte“.

      Gruß
      Wolfgang

  14. Gerd Zimmermann
    Februar 26, 2014 um 7:42 am

    Hallo Gerhard

    Du musst mal mit der Herz aus Gold fliegen.

    Im Hyerraum gibt es das alles.

    Gruss Gerd

  15. Februar 26, 2014 um 3:08 am

    The “Land of Luck?”
    Land of the “Big Buck?”
    No-one in need?
    No-one destitute?
    No-one in trouble?
    No-one in misery?
    No-one unhappy?
    No-one slaving, skimping, and saving…?
    No-one is stuck
    in the eternal rat race
    and deep in muck?
    Everyone simply
    dreaming, scheming,
    wheeling, dealing, and craving…
    to obtain the winning ticket…
    of absolutely guaranteed
    eternal luck?

    Gewinn mit Garantie?
    Kein Lottospiel?
    Kein Wettstreit?
    Kein Existenzkampf?
    Keine Ausbeutung?
    Glück wie noch nie?
    Kein Rätselraten?
    Keine Not? Keine Pein?
    Keine Ratloskigkeit?
    Straßen gefertigt aus Gold
    anstelle von hartem Beton
    oder Gestein gemischt
    mit schwarzem Teer?
    Man muß sich nur bücken…
    um Geld en masse einzusammeln…
    um sich zu befriedigen…
    um sich zu erfreuen…
    immer wieder….ohne Ende…
    jeden Tag von Neuem…
    um sich zu erfüllen
    und zu beglücken?
    Ein Land der Schlaraffen?
    Keiner muß sich abschinden,
    Keiner muß unnötig schaffen.
    Das Leben ist reiner Genuß?
    Unbekannt ist jegliche Art
    von Ärger oder Verdruß?
    Sterntaler? Der Reichtum…
    fällt vom Himmel?
    Tischleindeckdich?
    Alles in Hülle und Fülle?
    Goldesel? Geldscheißer?

    Ein Schlager…Ein Reißer…?
    Man hat immer genug…
    Keiner wird beschissen?
    Man lebt, liebt und genieß das Leben
    in Luxus und Überfluß?
    Illusion? Unsinn? Traum? Märchen?
     Gibt es nicht!  Ende! Schluß! 

    Gerhard A. Fürst
    25.2.2014

    • federleichtes
      Februar 26, 2014 um 3:23 am

      Ich musste gerade schallend lachen – ein übertypischer Gerhard!!!, für mich, denn gelacht hatte ich bisher über Deine Zeilen nicht – mich erfreut schon.

      Herzlichen Dank!
      Und liebe Grüße an Dich und family.

      Wolfgang

  16. Februar 26, 2014 um 2:15 am

    Konsens-Wiki schreibt:

    “Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein sozialpolitisches Finanztransferkonzept, nach dem jeder Bürger – unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage – eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche – vom Staat ausgezahlte – finanzielle Zuwendung erhält, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen (Transferleistung). Es wird in Finanztransfermodellen meist als Finanzleistung diskutiert, die ohne weitere Einkommen oder bedingte Sozialhilfe existenzsichernd wäre.“

    Was soll sich ändern, indem ein künstliches Produkt per Gesetz, zur Wahrung von Sicherheiten und Erwartungen, ohne Gegenleistung verteilt wird ? Um wiederum Produkte zu erwerben, die im Preis anderen Gesetzen unterliegen ? Im Grunde wird durch das BGE alles ein wenig gleicher gemacht, ohne dass sich jedoch Wesentliches ändern würde.

    Ein BGE gibt es ja noch nicht mal in der natürlichen Ordnung, und damit auch nicht in der Natur selbst. Sicher, Wasser, Luft und Licht sind für alle Lebensformen vorhanden, doch sind diese nicht bedingungslos, schließlich erfüllt die natürliche Diversität wesentliche Aufgaben zur Erhaltung und Förderung ihrer selbst. Nur wir Menschen meinen bedingungslos von ANDEREN nehmen zu können, um uns selbst zu bereichern, auf Kosten ANDERER. Daran würde auch das BGE nichts ändern. Es ist die Funktion des Geldes selbst, welche unnötig werden muss, sprich, die Leistung einer Tätigkeit vom Ort der Notwendigkeit zu isolieren und derart zu entfremden, dass sie jederzeit später, egal wo, für andere Leistungen eingetauscht werden kann, ohne dass es noch eine Beziehung zum Ursprung der Leistung gibt.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Februar 26, 2014 um 3:17 am

      „Nur wir Menschen meinen bedingungslos von ANDEREN nehmen zu können, um uns selbst zu bereichern, auf Kosten ANDERER.“

      Das ist ja gewissermaßen gewissenlos und – feindselig?
      Ich überlegte mir, ob wohl mit dem BGE auch das Verbrechen aufhört. Keine Eifersuchtsdramen, keine Abzockerei, weder Diebstahl noch Betrug?

      Befrieden sich die Menschen, ohne arbeiten zu MÜSSEN?
      Und müssen sie nicht irgendwann doch arbeiten, wenn ihnen keiner die Läden füllt?
      Müllabfuhr, Kranken- und Altenversorgung – wer macht’s und wer organisiert es verantwortlich?
      Bildung, Schulen und Universitäten – wird es sie in der uns bekannten Gestaltung dann noch geben?
      Als Export-Idioten, pardon, Weltmeister können wir eine Menge Geld ausgeben, um Waren aus dem Ausland zu kaufen. Wird das so bleiben?
      Und was geschieht mit den Geldern, die per Urlaub oder Auswanderung ins Ausland fließen – fehlen die hier nicht im Geldkreislauf?
      Alles gefragt natürlich unter der Voraussetzung, es gibt ein Finanzierungsmodell.

      Ja, danke, lieber Guido.
      Mir war nicht klar, wie sehr sich die Emotionalisierung der Massen zurück entwickelt. Klar, Arbeit kann krank und wütend machen, Arbeit kann aber auch beruhigen und Struktur in eine Existenz bringen. Eine wichtige Frage ist mir: Kann der westliche Mensch sein ganz bestimmtes Erfolgsdenken ablegen, wenn er Geld ohne Arbeit bekommt.

      Gerade denke ich an die Schar der Staatsbediensteten. Hoho, was die wohl sagen.

      Na ja, es gibt jedenfalls eine Gegenthese:
      „Würde ein BGE die Feindseligkeit steigern?“

      Gruß
      Wolfgang

      • Februar 26, 2014 um 3:34 am

        Hängt das BGE nicht auch davon ab, ob damit eine Gesellschaft gesellschaftsfähig bleiben soll ? Braucht eine Gemeinschaft das BGE ? Braucht eine Gemeinschaft Geld an sich ? Kommt hier nicht mal wieder die Frage nach der Anzahl der Beteiligten mit ins Spiel ? Ist Geld nicht eine Folge der Vergesellschaftung und damit der Entfremdung von der Gemeinschaft ? Eröffnet Geld nicht Möglichkeiten für Gesellschaften, die einer Gemeinschaft nicht zur Verfügung stehen ? Wofür ein BGE wenn die Rollen der Gesellschaften eine Notwendigkeit ist, um bewusst werden zu lassen, was wahres Glück bedeutet ?

        Glück … ist das Bewusstwerden, dass jegliche Unordnung durch Ordnung aufgelöst werden kann, und dass dieses Bewusstsein mit anderen, im Sinne eines GANZEN, geteilt werden kann, um ein gemeinsames Vermögen auf alle zu verteilen.

        Glück, erst einmal als solches wahrgenommen, besteht, solange sein Licht in der Umarmung, der daraus hervorgeheneden Ordnung, in der Lage ist den sich ständig nähernden Schatten der Unordnung zu widerstehen.

        Das Glück wird umso bedeutender, sprich, kohärenter, je mehr dieser Schatten in die Umarmung miteinbezogen werden können, ohne dass die Kohärenz des Lichts darunter leidet. Nimmt die Kohärenz noch zu entsteht bedingungslose LIEBE … allerdings nicht ohne Grund.

        Gruß Guido

        • federleichtes
          Februar 26, 2014 um 3:43 am

          Offensichtlich hast Du bei unserem Thema Liebe nicht nur sehr gut aufgepasst.
          Gerhard bringt mich zum Lachen, Du bringst mich zum Staunen. Dabei wollte ich hier nur ein büschen sitzen.

          Danke für die feine Unterscheidung zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft.

          Gruß
          Wolfgang
          hat noch 700 Bilder vor der Brust.

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