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Das Internet … ein Auslaufmodell, wenn keine Mauern errichtet werden ?

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als EBAY noch ein Tummelplatz von Kuriositäten war, wo ohne großen Aufwand verkauft und gekauft werden konnte. Heutzutage, nur wenige Jahre später, sieht EBAY anders aus und hat seinen Charme von “damals“ komplett verloren. Kauft man heute einen Artikel, bekommt man mehrere Mails mit Verkaufsabwicklungen und Geschäftsbedingungen. Verkauft man selbst, muss man unzählige Angaben machen, die mit dem eigentlichen Produkt nichts mehr zu tun haben. Und EBAY ist diesbezüglich kein Einzelfall. Werbung und Videofenster, Pop-Ups und virtuelle Kekse, sie alle verfolgen einen durch das Netz, auf Klick und Schritt. Von all den anderen Enthüllungen der letzten Monate ganz zu schweigen, sei es Geheimdienst X oder Anwaltskanzlei Y. Ist die “gute alte“ Zeit des Internets bereits vorbei, noch ehe sie ihr ganzes Potential an guten Möglichkeiten ausspielen konnte ? Wurde das Netz seiner Kindheit beraubt und von Termin zu Termin gescheucht, auf Leistung gedrillt, um bereits in jungen Jahren den Ernst des erwachsenen Lebens aufgeprägt zu bekommen, getrennt vom inneren Wesen, die (ver)äußer(t)e Hülle als Kapital darbietend, alles kapitalisierend, was, eins, zwei, drei, auf dem Server landet ?

Nassim Taleb argumentiert in seinem außergewöhnlichem Buch über die Antifragilität, dass das Internet, aufgrund seiner fragilen Tendenzen, auf absehbare Zeit zum Auslaufmodell werden würde. Wenn man den hier verlinkten Artikel aus der Neuen Zürcher Zeitung liest, dann mag man ihm zustimmen:

Die Folge ist ein fataler Wettkampf von Staaten, Unternehmen und Privatpersonen mit ihren Überwachern. Wer kann, versteckt sich, flieht oder legt sich eine undurchdringbare Rüstung aus Verschlüsselungs-Algorithmen an. Das Internet, diese weltweite Gemeinschaft der Offenheit, zersplittert.

So macht offensichtlich die Dunkle Macht auch vor dem Netz nicht halt und verbreitet ihr Unwesen nicht nur als Dark Energy und Dark Matter in den unendlich anmutenden Weiten des Universums, oder als Dark Pool oder Schattenbank im irdischen Finanz(un)wesen, nein, auch die Noosphere ist nun auf bestem Wege zum Darknet zu werden. Bye-bye WWW. Welch kultures Glanzstück.
Stattdessen Türsteher, Mauern, Sicherheitsabfragen, Ausweiskontrollen, Back-Ups und Datenspeicherungen. Von wegen Informationszeitalter, leben wir doch inmitten des Zeitalters der Daten(dinosaurier), in dem es immer schwieriger wird, dass Alternativen sich finden können, um Neues, was notwendig wird, entstehen zu lassen, obwohl es, wenn auch nicht problemlos, bereits möglich wäre. Man mag sich den Artikel aus der Neuen Zürcher Zeitung mal wirklich aufmerksam und komplett durchlesen, um zu erkennen, dass bereits im globalen Netz geschieht, was im Kleinen, im Alltag eines jeden von uns, bereits mehr oder weniger alltäglich ist und was Zygmunt Bauman in seinen Büchern sehr treffend beschreibt, und das immer wieder Thema hier im Blog ist, nämlich die geplante Regulierung der Realität durch uns Menschen. Alles im Namen der Sicherheit und der Überwachung des Normalen, im Kampf gegen das Böse, um den Konsens mit Einheitsbrei zu mästen. Bringt Steine und Mörtel herbei und mauert höher und höher, bis hinauf in biblische Gefilde. Was sich als Babelfisch hätte entwickeln können, um die Völker der Welt zu verbinden, ist auf dem besten Wege ein weiterer Turmbau zu Babel zu werden, nur höher … und folgenreicher, jedoch keineswegs vermögend an wahrem Fortschritt, schert sich die natürliche Ordnung doch keinen Dreck um Daten, sondern nutzt vielmehr jene Informationen, die wir Menschen als Dreck ansehen.

Auch im Fall des Internets, und die Anlehnung an Steve Taylors Der Fall ist bewusst gewählt, wird wieder einmal deutlich, dass nicht alles von langer Hand und länger werdenden Schattengestalten im voraus geplant wurde, was auf leisen Sohlen Ängste und Zweifel unter den Menschen sät, denn all das, was aktuell mit dem Netz geschieht ist eine Notwendigkeit und dient der weiteren Fragmentierung von Möglichkeiten. Die Zukunft, um im Rahmen bisheriger Denkstrukturen bezüglich der Zeit zu bleiben, ist nicht technologischer Art, wie sie uns der menscherdachte Fortschritt nach wie vor verspricht. Auch ist sie nicht als natürliche Entwicklung anzusehen, so wie es die Macher von NextNature darstellen, ist für sie doch alles Natürlich, was nicht kontrollierbar ist.
Die Dezentralisierung des Internets in viele kleinere Internets mag so durchaus eine Lösung sein, um sich der Kontrolle, der drohenden WWW-Visumpflicht und sonstiger Grenzen zu entziehen, um nicht länger Opfer des Systems zu sein, sondern Unterstützer des Systemischen zu werden, doch auch hier, wie immer, steckt der Teufel im Detail … und dieses Detail ist die Rolle des technologischen Fortschritts selbst. Er ist Mittel zum Zweck, damit möglichst vielen Menschen, möglichst schnell, bewusst wird, wo die Grenze der Menschheit in ihrem Wirken liegt. Nur so kann das Bewusstsein dafür entstehen, wie weit wir uns von der natürlichen Ordnung abwenden können und somit von der Gemeinschaft des Lebens als Ganzes entfremden können, egozentrisch realisierend, was jedoch in Wirklichkeit immer biozentrisch notwendig ist.
Der Mensch macht so zwar ordentliche Fortschritte bezüglich der weiteren Problematisierung alltäglich werdender Probleme und eines wesentlichen PROBLEMS, während die natürliche Ordnung allerdings dahingehend wahre Fortschritte macht die HARMONIE des Kosmos aufrechtzuerhalten, trotz bzw. aufgrund des Fortschritts der Menschen mit all ihren Technologien.

Mesh-Nets können daher die in die Brüche gehende Beziehung zwischen uns EINEN und den ANDEREN nicht aufhalten, ist doch der Wandel der zweiten Natur in die dritte Natur, wie McKenzie Wark es in A hacker manifesto beschreibt, unaufhaltsam, da notwendig für den sich anschließenden Enttraumatisierungsprozess und der Lösung des einen PROBLEMS.

Technological progress may have become second nature to us humans,
having led us straight into the realm of our artificial third nature …
but Nature herself has never completely left us to our own devices.

Fortschritt, und das macht insbesondere das Internet sehr deutlich, dient einzig der systematischen Symptomdarstellung der systemischen Pathologie der Menschheit, indem die Freiheit im Außen, mit der der technologische Fortschritt verkörpert wird, im Innern Mauern entstehen lässt und Ängste somit Barrieren zwischen dem Wesen(tlichen) und dem Körper errichten, Ängste, die vom Wesen nicht aufgelöst werden können und der Erträglichkeit wegen fragmentiert werden müssen, aber nach Außen hin verstärkt zum Ausdruck gebracht werden. Das fragilste Glied der Kette des WWWs sind die Daten, ihre Ansammlung, und ihr Schutz, weil Fortschritt Probleme, bedingt durch die Fragmentierung, immer persönlicher erlebbar werden lässt und Daten durch ihre Unpersönlichkeit beliebig einsetzbar werden. Der Einzelne kann sich immer weniger in der Masse verstecken … und genau das bringt die Entwicklung des Internets immer mehr zum Ausdruck, inklusive der Bewusstwerdung dessen des Einzelnen.

Hat sich in der Zeit, als es das Netz noch gar nicht gab, einer Gedanken darüber gemacht, was mit den Informationen zu seiner eigenen Person alles geschehen könnte ? Damals landeten die eigenen Fingerabdrücke auf Briefpapier und Kuvert und zudem gab es noch eine kostenlose Speichelprobe dazu, um den Kleber zu aktivieren, der Briefmarke und Briefverschluss kleben ließ. Das waren einzigartige Informationen zur eigenen Person, direkt zuordbar und nicht kopierbar, eben Information und nicht nur eine Ansammlung von Daten. Nur gab es damals keine Technologie, die diese Informationen anderweitig hätte nutzbar machen können … und somit gab es auch kein Bewusstsein der Briefeschreiber dahingehend, dass mit diesen persönlichen Informationen Missbrauch betrieben werden könnte, zumal die entsprechenden Dunklen Energien, sprich, Machenschaften, diesbezüglich in entsprechendem Ausmaß noch nicht vorhanden waren. Heute ist es möglich Computersysteme und ihre Dateien mit einem digitalen Fingerabdruck zu schützen und auch mit anderen persönlichen Codierungen zu versehen, die so einzigartig sind, wie der eigene genetische Abdruck, aber was damals beim Brief keinerlei Problem darstellte, ruft heute Datenschutz und Sicherheitsexperten auf den Plan, weil der Fortschritt ein entsprechendes Bewusstsein geschaffen hat … wozu auch die Möglichkeiten des Missbrauchs gehören, entsprechendes Mauerwerk und Ängste obendrein. Und auf die Idee die eigene DNA heute digitalisiert per Mail übers Netz zu verschicken, käme wohl kaum jemand … schließlich sind Daten fragil und Informationen antifragil. So ist das in einem Datenzeitalter, das vorgibt ein Informationszeitalter zu sein.

Das eigentliche Problem ist nicht das Verhalten derer, die Einfluss auf die Internetstruktur haben und Regelwerke und Gesetze, Protokolle, Gremien und sonstige Regulierungen ins Leben rufen, nein, das Problem zeigt sich erst durch die Entwicklung des Internets und durch das Auftauchen der Systemzugehörigen. Technologischer Fortschritt, in welcher Form auch immer, ist die Symptomschau besagter Pathologie, an dem das Wesen der Menschheit leidet. Daher kann Fortschritt nicht verdammt werden, ist er doch nötig, damit bewusster werden kann, was ansonsten un(ter)bewusst für immer weitere Probleme sorgen würde. Somit ist das Internet, wie der Fortschritt unsererseits allgemein, eine Chance … allerdings nicht dafür, wofür wir glaubten es bzw. ihn zu haben, sondern dafür persönlich zu erleben, was uns Menschen wirklich abhanden gekommen in … in der GEMEINSCHAFT des Lebens als Ganzes.
Und so wie in der alternativen Medizin energetische Blockaden wieder gelöst werden, damit wieder fließen kann, was, zwecks Heilung, fließen muss, so gilt es auch all die datenlastigen Knotenpunkte, die, geschützt hinter digitalen Mauern, unser Schutzbedürfnis im Innern widerspiegeln, aufzulösen, damit aus Daten wieder Informationen werden können, ist doch keine Grenze besser bewacht und mehr auf Sicherheit bedacht, als die Grenze in den Köpfen der Menschen selbst. Nach außen hin lauthals neue Sicherheiten und Gesetze anzufordern bewirkt genau das, wovor sich gefürchtet wird … nur in immer differenzierteren Erscheinungsformen, je lauter und länger gerufen wird.

Nicht WWWWorld Wide Web, sondern MMMMeisterhafte Menschliche Maskerade. Fürwahr … das Netz scheint inzwischen auf dem Kopf zu stehen. Was sich so allerdings als unendliche Geschichte darstellt, mit immer weiteren aktuellen Kapiteln, wird nicht unendlich bleiben, aber das ist Teil einer GANZ ANDEREN GESCHICHTE … obwohl es nur EINE gibt. Diese erzählt in der ersten “Hälfte“ von immer mehr Tatenlosigkeit aber immer mehr beziehungslosen Daten. Die zweite “Hälfte“ indes wird von zunehmender Datenlosigkeit aber immer mehr beziehungsreichen Taten erzählen. Die Zeiten ändern sich, die Zeit an sich aber auch …

Gruß Guido
http://www.gold-dna.de
http://www.gold-dna.de/phi.html

  1. Februar 17, 2014 um 7:56 am

    Und so wie in der alternativen Medizin energetische Blockaden wieder gelöst werden, damit wieder fließen kann, was, zwecks Heilung, fließen muss, so gilt es auch all die datenlastigen Knotenpunkte, die, geschützt hinter digitalen Mauern, unser Schutzbedürfnis im Innern widerspiegeln, aufzulösen, damit aus Daten wieder Informationen werden können, ist doch keine Grenze besser bewacht und mehr auf Sicherheit bedacht, als die Grenze in den Köpfen der Menschen selbst. Nach außen hin lauthals neue Sicherheiten und Gesetze anzufordern bewirkt genau das, wovor sich gefürchtet wird … nur in immer differenzierteren Erscheinungsformen, je lauter und länger gerufen wird.

    Lieber Guido, vielen Dank für Deinen Artikel, der mit Sicht auf die Dunklen Energien, die da walten und für IHRE not-wendige Angst der Menschen auf dieser Welt sorgen, die Informationen in diesem Video noch klarer machen. Informationen, die einen einerseits übel werden lassen, aber andererseits mit einem versöhnenden Abschluss, weil es die immer schneller werdende Bewusstwerdung um diese Dunklen Energien anspricht, so dass am Ende ihre Machenschaften durchkreuzt werden können?

  2. Februar 17, 2014 um 8:40 am

    Ist der anbei verlinkte Text mit seiner Aussage eine Lösung für Mauern und Ängste ?

    http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article124920480/Was-waere-wenn-Facebook-mal-pleite-geht.html

    Aber wenn ein Internet-Guru den Unterschied zwischen Informationen und Daten nicht erkennt, was soll man dann von seinen “Visionen“ halten ?

    “Doch sein Argument lautet: „Information lässt sich immer in Geld verwandeln, irgendwie, früher oder später.“

    Eine Information ist immer in einen Bezugsrahmen eingebunden, wird sie dort hinausgelöst und damit ihrer Beziehungen zum Rahmen beraubt, ändert sich auch die eigentliche Information dahingehend, dass sie zu einem Datensatz wird und weitere Interpretationsmöglichkeiten zulässt, die nicht mehr zum eigentlichen Rahmen der ursprünglichen Information gehören.

    Im Grunde lässt sich eine Information auch nicht handeln und nicht verkaufen, denn der Käufer erhält dann etwas, was er gar nicht in dieser “Form“ gekauft hat, erwirkt doch bereits schon der Rahmen eine unmittelbare Veränderung von Informationen.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Februar 17, 2014 um 4:27 pm

      „… erwirkt doch bereits schon der Rahmen eine unmittelbare Veränderung von Informationen.“

      Meinst Du – der NEUE Rahmen?

      Man könnte meinen, dass aus den Informationen A durch den Handel erst Daten werden. Sicher ist, und da bist Du wieder mal auf der richtigen Spur, dass aus gleichen Daten verschiedene Informationen entstehen können.
      Da ist jemand, der deinen Blutdruck misst. Daten entstehen. Bekommt sie ein Arzt, wird er dir einen Rat geben, z.B. Sport zu treiben. Gibt der Arzt die Daten an einen feindseligen Menschen, wird dieser dir raten, keinen Sport zu treiben.

      Geist unterscheidet sich insofern, als er verschiedene Absichten hat – Daten zu verwenden.
      KANN Geist kein Bewusstsein über die Folgen seiner Absichten haben, kommt es zu Entwicklungen, die unkontrollierbar werden, wenn die Absichten eines Geistes nicht zügelbar SIND.

      Thematisch direkt neben dem Trauma!

      Gruß
      Wolfgang

      • Februar 17, 2014 um 11:58 pm

        Ich denke mal es gehört einiges dazu, um aus realen Daten wirklich Informationen werden zu lassen. Andersherum ist es ein Kinderspiel, im wahrsten Sinne des Wortes aufgrund zunehmender Entfremdung des Menschen von Sich, Seinesgleichen, und allen Andersartigen. Wenn es einzig im morphogenetischen Feld Informationen gibt muss uns das Internet zwangsläufig wie eine datenlastige Kopie dieses Feldes erscheinen, und dieser Vergleich ist keineswegs so abwegig. Lustig, dass das Netz als Heilsbringer bejubelt wird, aber das morphogenetische Feld weitestgehend belächelt wird. Schau Dir BIG DATA an … im gesamten Medizinnetzwerk und im gesamten Forschungsnetzwerk der Genomentschlüsselungen steckt im Grunde nicht eine einzige Information … bis auf eine, nämlich die, dass man, egal, wie viele Daten gesammelt werden und durch Algorithmenkasskaden gejagt werden, dem Wesen des Lebens so nicht im geringsten auf die Spur kommen kann … höchstens als indirekte Reaktivierung des Kohärenzgefühls mit dem GANZEN durch Nicht-Wissen.

        Wir suchen im Internet nach Information und finden nur Daten. Das morphogenetische Feld jedoch lässt uns Informationen finden, die man nicht suchen kann, egal, wie clever eine Suchmaschine vorgibt zu sein, weil die mit Informationen bedachte Verkörperung über ihr Wesen den Zugang zum Feld findet.

        Gruß Guido

        • federleichtes
          Februar 18, 2014 um 2:02 am

          Da hast Du mir ja ein echtes Ei ins Nest gelegt. Meinst du echt, ich könnte, sollte oder müsste gar darauf brüten?

          Wenn Deine Annahme stimmt, dass nur Wesen Kontakt zum morphogenetischen Feld herstellen können – weil nur sie die lebensrelavanten Daten auch in Information übersetzen können (?), ergäben sich einige spannende Schlussfolgerungen. Ich schweige.

          „… dem Wesen des Lebens so nicht im geringsten auf die Spur kommen kann … höchstens als indirekte Reaktivierung des Kohärenzgefühls mit dem GANZEN durch Nicht-Wissen.“

          Handelt es sich bei der Wissensfindung nicht eher um
          a) ein Falschwissen, und
          b) um eine Falle, in die – dank der Wissenschaft – der Weg gewiesen wird?

          Na ja, sie wissen, dass der Beobachtende das Beobachtete verändert und reiten weiter. Einige wollen in diesem Verhalten Elitäres erkennen. Na ja.

          Das wollte ich eigentlich nur schreiben:
          Das Internet liefert uns erst mal nur Daten. Die erste Frage lautet, OB sie uns informieren, die zweite Frage lautet, wenn sie uns informieren, WIE informieren sie uns.

          Schauen wir auf die Propaganda, wird das Wesen von Daten schon deutlicher. Deutlicher wird auch, dass in einer Welt, in der die Realität aus Lügen gebildet wird, selbst diese informieren. Und wenn wir annehmen, es gäbe nur einen Menschen, der schlussfolgert, diese Welt sei verkehrt, könnte man ihm sagen:
          Im Verkehrten steckt das Richtige, in der Lüge die Wahrheit, in der Realität die Wirklichkeit. Dass man den Unterschied nicht erkennen kann, ist kein wirkliches Problem – es ist dein Problem.

          War das schon Brüten?

          Gruß
          Wolfgang

          • Februar 18, 2014 um 8:36 am

            Realisiertes Wissen soll als Beweis dienen und, wenn möglich, “ewig“ gelten und somit Gewohnheiten verkörpern … so hätte es der Mensch gerne.
            Wahres Wissen jedoch währt ja nur einen Augenblick und ist wesentlich für diesen Augenblick … so offenbaren sich Informationen.

            So gesehen, und wenn ich Deine Worte “richtig“ verstehe, zeigt sich die Information in Datensätzen in der Re-Aktivierung dessen, was Daten durch ihre Beziehungslosigkeit zur Kohärenz DURCH diese Verarmung an Beziehungen deutlich werden lassen. Demnach wären Ängste, Mauern und Grenzen die eigentliche Information als Ausdruck beziehungsloser Daten. Dann geht es primär nicht um die Aussagen, die mittels Daten geschaffen werden können ( Rolle der Wissenschaft im bisherigen Sinn ), sondern vielmehr darum, was durch Daten nicht bewiesen werden kann. So gesehen, und davon ist in der Tat ausgesehen, entwickelt sich eine zenitgetreue Übergangswissenschaft, die bisherige Denkstrukturen ( Beziehungslosigkeit zum Gesamtbild ) mit dem GEFÜHL für Kohärenz vereint, ein Gefühl, welches nicht in Daten ausgedrückt werden kann, sondern dort zutage tritt, wo man mit Daten nicht weiterkommt.

            Ist die natürliche Ordnung DAS morphogenetische Feld ? Und ist die Natur, als Verkörperung dieser natürlichen Ordnung, nicht somit des Mensches bestmögliche Interpretation der natürlichen Ordnung ? Zeigt sich in unserer Einstellung zur Natur daher auch die Qualität unserer Verbindung zum morphogenetischen Feld ?

            Gruß Guido

    • Februar 19, 2014 um 12:32 am

      Ein weiteres Interview mit selbigem “Guru“:

      http://www.zeit.de/2014/08/jaron-lanier/komplettansicht

      Es spricht für sich, daher keine weiteren Worte, außer: Informationen sind WESEN(tlich), Daten ohne Beziehungen zum WESEN(tlichen).

      Gruß Guido

  3. federleichtes
    Februar 19, 2014 um 3:21 am

    Ich nehme diesen Satz Deines Kommentars (Am Rande: Ist eine echte Herausforderung!)

    „Wahres Wissen jedoch währt ja nur einen Augenblick und ist wesentlich für diesen Augenblick … so offenbaren sich Informationen.“

    mal als Bezug zu meiner Antwort.
    Was ist „wahres Wissen“? Und warum kann es nur einen Augenblick (wenn überhaupt) währen? Normalerweise währt Wissen solange, wie es in Beziehung steht zu anderem Wissen, als „fest“ im Gehirn verdrahtet verfügbar ist. Demnach sollte wahres Wissen also lange währen, oder?
    Tut’s aber nicht, weil wahres Wissen sofort Teil des Bewusstseins wird. Es verschmilzt, es ist nur mehr im Kontext des Bewusstseins vorhanden, nicht mehr als Teil-Information, sondern als Teil der Gesamt-Information.
    Darf Dir dazu eine Geschichte erzählen, die bereits ziemlich lange andauert und bis eben für mich ein unerklärliches Phänomen bedeutete – hatte allerdings keine Aufmerksamkeit darauf, eben weil es schon so lange immer wieder geschah.
    Es gibt wohl in Menschleben immer Momente, die sie als Erleuchtung bezeichnen. Du kennst diese Momente – es macht „Zack“, und du weißt was. Bei mir stellte sich gelegentlich auch dieses „Zack“ ein. Aber ich hätte große Mühe, Dir informativ von diesen „Zacks“ zu berichten – kurz, die Erkenntnisse verschwanden relativ schnell einfach von der Bildfläche. Anfangs irritierte mich das, bald schon nicht mehr, weil meine Arbeit weitere und nicht unerhebliche Fortschritte machte.
    Ich erzähle Dir von einem weiteren Phänomen. Mein Gedächtnis ist nicht gerade, was es sein sollte. Na gut, ich lernte in den letzten Jahren Hunderte von Pflanzen- und Tiernamen, sie sind im Gehirn gespeichert, aber das Gedächtnis dieses Gehirns steht nicht mehr im Mittelpunkt meines Systems; da entwickelten sich halt andere Schwerpunkte.

    „Demnach wären Ängste, Mauern und Grenzen die eigentliche Information als Ausdruck beziehungsloser Daten.“

    Ich sollte jetzt einfach mal „Ja“ sagen – können. Ne, ich bin unfähig!
    Einerseits drücken Ängste aus, dass Daten zu Informationen wurden und emotionale Energie generierten. Andererseits blockieren Ängste die pulsierende Energie, und was dann folgt ist der (relative) Verlust des Kohärenz-GEFÜHLS – also eine Beziehungslosigkeit zum Ganzen und eine Überbetonung des Ego-Ichs. Das hat ja die Angst im Innen und errichtet, wat ’ne Intelligenz, Mauern und Grenzen im Außen.
    Ängste (Mauern und Grenzen, Schlösser und Alarmanlagen, Schusswaffen, kugelsichere Westen und Bionahrungsmittel) sind also als Hinweis zu verstehen auf mangelnde Kohärenz – also auf ein energetisch schwaches Wesen mit wenig Bewusstsein über das Leben, also einer Quelle und dem Fluss.

    „…mit dem GEFÜHL für Kohärenz vereint, ein Gefühl, welches nicht in Daten ausgedrückt werden kann, sondern dort zutage tritt, wo man mit Daten nicht weiterkommt.“

    Erste Frage: Ist Kohärenz nicht NUR mit Gefühl zu erreichen?
    Lertztlich ist es – jedenfalls nach meiner Erfahrung – immer das „Gefühl-für“, das für mehr Übereinstimmung sorgte, also mehr Nähe schuf, also genaues Schauen erlaubte, also Verstehen erzeugte.
    Daten bewegen NICHTS. Es sei denn die Frage taucht auf, warum diese Daten nichts bewegen. Du nimmst sie im Gehirn zur Kenntnis, Speichervorgang, abheften. Du kannst die Daten wieder hervor kramen und sie wieder ablegen – nix passiert. Außer du denkst, Mannomann, bin ich gut informiert. Ja, das ist das normale menschliche Niveau: Datenträger. Damit kommt man in diesem Staatswesensystem sogar sehr weit.

    „Ist die natürliche Ordnung DAS morphogenetische Feld ? Und ist die Natur, als Verkörperung dieser natürlichen Ordnung, nicht somit des Mensches bestmögliche Interpretation der natürlichen Ordnung ? Zeigt sich in unserer Einstellung zur Natur daher auch die Qualität unserer Verbindung zum morphogenetischen Feld ?“

    Wenn Du mit „natürliche Ordnung“ die Ordnung der Natur meinst, sage ich Nein. Meinst Du die Natürliche Ordnung als den Rahmen, in dem – unabhängig von der Realität Harmonie waltet, sage ich Ja.
    Die Ordnung der Natur sehe ich nur als einen Aspekt der Natürlichen Ordnung, die uns Handfestes, konkretes Betrachtungsmaterial liefert – eben Bildvokabeln, die es zu entschlüsseln gilt. Ohne die Entschlüsselung kein Bewusstsein, und ohne Bewusstsein keine Entschlüsselung. Das ist gemein, gell. Na gut, ich beschreibe Dir mein Werden. 29 Jahre leitete mich ein Gefühl verbunden mit einer Idee für das Ganze. Das ist heute noch fast genauso: Heute leitet mich eine Idee verbunden mit dem Gefühl für das Ganze. Der kleine Unterschied besteht in der Erfahrung, WIE sich eine Vision realisierte. Und das Macht etwas Anderes ist, als Menschen sie in der Realität erfahren. Vielleicht erfährt man sie durch den Kontakt zum morphogenetischen Feld, vielleicht auch durch direktere Wegweisungen, solche, bei denen man spürt, es könne nicht mit „rechten“ Dingen zugegangen sein. Irgend sowas. Jedenfalls sagte ich zu meinem Lebensverlauf häufiger, dass keine menschliche Phantasie diesen sich hätte ausdenken können.

    Ja, Verbindung, ich glaube nicht nur daran. Sie IST. Und über diese „Leitung“ spricht die
    Gewissheit.

    Bei Deinem nächsten Kommentar bitte ich zu berücksichtigen, dass ich ein armer, alter Mann bin.

    Dir herzlichen Dank.

    Wolfgang

  4. Februar 21, 2014 um 12:19 pm
  5. März 12, 2014 um 1:39 am

    ““Das Internet ist ein potenziell extrem freier Raum, der aber unter großer Bedrohung steht“, bilanziert Mihr. Nicht zuletzt deswegen fordert ROG, dass Überwachungstechniken wie Dual-Use-Güter speziellen Kontrollen unterliegen müssten.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article125696404/Die-Meinungsfreiheit-im-Web-ist-in-Gefahr.html

    Da wird die Kontrolle des Internets befürchtet und so gefordert, dass das, womit das Netz kontrolliert wird besser kontrolliert wird … welch geistreicher Vorschlag, um Lösungen für Probleme zu suchen, nur um herauszufinden, dass weitere Probleme damit verbunden sind …

    Gruß Guido

  6. März 12, 2014 um 10:30 pm

    http://www.huffingtonpost.com/peter-van-buren/snowden-warns-us-of-the-d_b_4927205.html

    “There is the most important sentence of all: the international norms of tomorrow are being constructed today. Because if this devolution of our world, our freedoms and our privacy is allowed to remain, it will grow, and that will be the end of that.“

    Die Devolution der Welt ist vielgestaltig und Ausdruck der Devolution des Gesamtbewusstseins, welches, als Leben verkörpert, auf der realisierten Bühne des Lebens wandelt, sein (Un)Wesen treibend, je nach Vermögen mit dem GANZEN im Einklang zu sein.

    Gruß Guido

  7. Mai 30, 2014 um 12:07 am

    http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article128358203/Macht-Google-jetzt-das-Internet-kaputt.html

    “MetaFilter könnte nur ein erstes Opfer dieser neuen Filterkultur sein, kommentiert die „Washington Post“ den Fall. Hintergründiger Qualitätsjournalismus und Debattenkultur passen nicht gut durch die Filter, durch die Google und Facebook die Sicht der Mehrheit der Nutzer auf das Internet definieren.“

    Der Artikel spricht offensichtlich für sich und verdeutlicht einmal mehr Gesellschaftsprobleme, die ihren ganz eigenen Preis haben …

    Gruß Guido

  8. August 24, 2014 um 2:08 am

    Das Internet an sich und das Internet der Dinge als Garant für Wohlstand, Freiheit und Harmonie ?

    Mmmh … http://viewpointmag.com/2012/05/18/lifeboat-communism-a-review-of-franco-bifo-berardis-after-the-future/

    “IT tech­nol­ogy has helped spread pre­car­i­ous work con­di­tions, and mobi­lizes our thoughts, dreams and desires (Marx’s “gen­eral intel­lect”) for cap­i­tal accu­mu­la­tion. Wide­spread depres­sion is the response to this mis­match between cyber­space and cyber­time, as the social body strug­gles to cope with the flows of infor­ma­tion and emo­tional affects we encounter in our daily lives.“

    Oder hier:

    http://merijnoudenampsen.org/2013/03/10/decommission-rewrite-and-change-interview-franco-berardi-alias-bifo/

    “ Economic growth cannot be infinite, for a very simple reason. Namely that physical resources are limited, as well as the psychic and mental resources of human kind. The network form has hugely enlarged the possibilities of production, but we are limited as human beings. This crisis is the final demonstration that the idea of infinite growth can turn into a nightmare.“

    Der Zenit in Sichtweite ?

    Gruß Guido

  9. chattison
    August 24, 2014 um 10:28 am

    Es ist wie mit einem Muster in einem Kaleidoskop:
    Wenn ein neues entstehen soll, muss das alte durch Erschütterung fragmentiert und dispergiert werden, damit ein neues Einzug halten kann.

    Die Realität als Kaleidoskop scheint mir eine brauchbare Metapher, um die Zustände zu erkären^^

  10. August 25, 2014 um 12:40 am

    Ist das schnelle Internet ein Heilsbringer:

    http://www.stern.de/digital/digitale-agenda-regierung-will-schnelles-internet-fuer-alle-2132147.html

    Soweit ich weiß braucht Text nicht sehr viel Bandbreite, um durch das Netz geschickt zu werden. Wenn ich beobachte, welche Dateien und Programme inzwischen alles aus dem Netz gezogen werden, damit eine fortgeschrittene Webseite mit allem Drum und Dran aufgebaut werden kann, dann frage ich mich, wofür das schnelle Internet wirklich benötigt wird, wohl doch eher für die Datenverbreitung, statt für Informationsweitergabe.

    Offensichtlich muss das Kaleidoskop der Realität mehr und mehr mit anderen Mitteln bewegt werden, weil wir das Handwerk des Drehens verlernen …

    Gruß Guido

    • chattison
      August 25, 2014 um 8:37 am

      Da liegt offensichtlich ein Tippfehler vor:

      Es war sicher Datenverbrei(t)ung gemeint, oder?^^

  11. Oktober 2, 2014 um 8:42 am

    Mit nur einem Klick bzw. einem sensorerfassten Blick die Welt retten ?

    http://akademieintegra.wordpress.com/2014/09/26/alles-auf-knopfdruck-wie-technik-unsere-fantasien-von-ermachtigung-beflugelt/

    Gruß Guido

  12. Mai 2, 2015 um 12:23 am

    Noch in Planung, aber das Vorhaben wirft reichlich Fragen dahingehend auf, wie wir die Welt sehen werden, wenn nur noch “Fakten“ sein dürfen … und diese “Fakten“ einzig Datensätze sind:

    http://www.heise-media-service.de/blog/google/knowledge-based-trust/

    Mal schauen, daraus ließe sich ein Artikel stricken …

    Gruß Guido

  13. der kleine hunger
    Mai 2, 2015 um 9:00 am

    Neben der Energie und der Materie ist Information eine weitere Basisgröße von universel-
    ler Bedeutung. Ihre Eigenständigkeit wurde erst spat erkannt, da ihre Weitergabe immer
    an energetische oder materielle Trager, genannt Nachricht“, gebunden ist. An Informatio-
    nen gelangt man also über Nachrichten. Die Definition von Information in der Informatik
    deckt sich dabei nicht ganz mit dem umgangssprachlichen Gebrauch. Information ist die Kenntnis von Irgendetwas. Nachrichten dienen zur Darstellung von Information.

    Anders formuliert: Die abstrakte Information wird durch die konkrete Nachricht mitgeteilt.
    Nachrichten und Informationen sind NICHT identisch, insbesondere kann die gleiche Nach-
    richt (mit gleicher Information) auf verschiedene Empfänger unterschiedliche Wirkung ha-
    ben. Es gibt aber auch Nachrichten, die subjektiv keine Information enthalten.

    Hüte Dich vor dem Geschwätz der Anderen, es sei denn Du fabrizierst selber „Datenmüll“.

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