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Traumata auflösen durch Holotropes Atmen …

Stanislav Grof, 2007 (Foto: Wikipedia)

Das Auflösen von Traumata, das uns zunehmend hier beschäftigt, im Kontext von Psychedelische Erfahrungen lässt sich mittels LSD oder auch mit einer besonderen Atemtechnik erreichen. Einer, der bei dem Finder dieser Zusammenhänge, Stanislav Grof, gelernt hat, erklärt die Zusammenhänge in einem Vortrag (auch von einer CD begleitet), zu der zu lesen ist:

Klaus John bietet eine klare und knappe Beschreibung der durch Holotropes Atmen enthüllten und von der Schul-Psychiatrie bisher nicht anerkannten — perinatalen und transpersonalen Bereiche des Unterbewussten und erklärt deren Rolle in Theorie und Praxis des Holotropen Atmens. Diese Diskussion, verbunden mit praktischen Beispielen aus den Atemsitzungen, ist ein sehr effektiver Weg, dem Betrachter die Information über diese Neugier weckende Art innerer Arbeit zu übermitteln, wie es das Lesen von Büchern und Artikeln nicht erreichen könnte.

Weiter zum Vortrag:

Sehr interessant auf Wikipedia zu lesen:

Für Grof sind Geburt und Tod die wichtigsten Erfahrungen im menschlichen Leben.

Vor und während der Geburt unterscheidet Grof vier Phasen des psychischen Erlebens:

  1. Das „Eins-Sein“ mit der Mutter empfindet der Fötus während der Schwangerschaft. (Perinatale Matrix 1)
  2. Das Leben „als Hölle“ empfindet er ab dem Einsetzen der Wehen und Kontraktionen beim Geburtsbeginn. (Perinatale Matrix 2)
  3. Das Leben „als Kampf“ empfindet er während der Austreibungsphase der Geburt. (Perinatale Matrix 3)
  4. Das „Heraustreten in das Licht des Lebens“ empfindet er am Ende des Geburtsvorganges. (Perinatale Matrix 4)

Die Psyche des menschlichen Individuums wird demnach für die ganze Zeit des Lebens zutiefst davon geprägt, welche dieser Phasen ganz am Anfang für die jeweilige Person bestimmend war und wie sie von dem Individuum erlebt wurde (daher der Ausdruck „perinatale Matrizen“, den er dafür prägte; er bedeutet übersetzt etwa „Muster, die aus der Zeit um die Geburt herum stammen“).

Der Austritt aus dem Geburtskanal wird außerdem auch als erste Erfahrung des „Sterbens“ gedeutet.

Und nein, ich habe noch keine eigene Erfahrungen gemacht, weder mit LSD noch mit dem Atmen, wäre aber gespannt auf weitere Informationen.

  1. Mathias
    Dezember 16, 2014 um 12:01 pm

    @ Lotus

    Danke für Deine Kommentare.

    Die verschiedenen Ebenen die Du von Grof schilderst kenne ich auch, aber eher nur so nebenbei. Sie waren mir beim Lesen von ein paar seiner Bücher plausibel, allerdings waren mir ihre genaue und ausführliche analytische Unterscheidung weniger wichtig („weniger wichtig“ im Sinne von: da hatte ich wenig Zugang dazu).

    Was mir bisher „ausreichte“ war die Einordnung von biografischem Trauma in einen weiteren Kontext – so wie Wolfgang das bereits in seiner Antwort zum Ausdruck brachte: EIN Trauma, und der Mensch (als Einzelverkörperung) trägt gewissermaßen einen fragmentarischen Anteil EINES Traumas.

    Dein Beispiel von Deinem Bekannten zeigt das ja auch: „Die Konsequenz der Geldgier der Ärzte trägt er“. Ich wage nicht zu beurteilen ob das in jedem Einzelfall auch so ist, aber Geldgier an sich, ist in ihrer Erscheinung ja auch traumatisch begründet. Das Unbewusste / unbewusste Motivationen spielen eben eine viel größere Rolle, als es „uns“ gewöhnlich klar ist. Und das MUSS auch so sein, zumindest solange wie ein fragmentiertes Problem im Unbewussten Bestand hat, solange muss es dargestellt werden.

    Ach so, ich war selbst auch zweimal beim Holotropen Atmen, und fand es eine sehr berührende tiefe Erfahrung. Was sich da mir zeigte, stellte ich einen ziemlich eindeutigen Bezug zu biografischem Trauma fest, kenne aber auch die Berichte anderer Teilnehmer die von Erfahrungen berichteten, die wie Grof auch schildert, eher archetypischen Ebenen zuzuordnen sind. Ich gestehe, ich bin ein „Fan“ vom Holotropen Atmen geworden, weil es eine Möglichkeit bietet, tiefer in das Unbewusste vorzudringen und Erfahrungen zu machen, die mir im „Alltagsbewusstsein“ nicht möglich sind.

    Liebe Grüße,
    Mathias

  2. federleichtes
    April 23, 2014 um 1:32 pm

    Ich möchte mich ergänzen.

    Lieber Mathias!

    Bin schon fast unterwegs, aber, …

    Meine Freude über DICH.
    Meine Freude über MICH.
    Meine Freude über DAS Ich.
    Meine Freude über DAS Du.

    … diese Kleinigkeit musste noch raus:

    Hinter diesen versammelten Freuden versteckt sich das Glück.
    Das (wieder) Gewordene.

    Wolfgang

  3. Mathias
    April 23, 2014 um 9:55 am

    Ich möchte das Vorhergesagte noch einmal etwas korrigieren bzw. ergänzen:

    Erstens, möchte ich die Frage streichen „Ob mentales Bewusstsein überhaupt entstehen muss?“. Es scheint ja auch eine Vorraussetzung für ein bestimmtes Körpergefühl zu sein, also ist mentales Bewusstsein (Wissen) zwingend erforderlich.

    Zweitens, um meine oben gestellte Frage noch einmal anders zu formulieren: Ein Unterschied zwischen einer Bereinigung durch Holotropes Atmen und ähnlichen Therapiemöglichkeiten und dem Weg der Enttraumatisierung wie es im „normalen Leben“ geschieht, ist der, das zweiterer Weg eine Reflektion erlaubt – was im Falle von Holotropen Atmen mir nicht der Fall zu sein scheint.

    Kernpunkte meiner Frage wären also:

    Die Problematik der fehlenden Reflektion (über das Erfahrene) und
    eine mögliche Nichtbeachtung eines Zusammenhanges zwischen biografischem Trauma (eigenes Erfahren) und kollektiven Trauma (Geschichte der Menschheit).

    Gruß,
    Mathias

    • federleichtes
      April 23, 2014 um 12:55 pm

      Deine Fragzeichen sind verschwunden. Du bist, nicht erst seit gestern, einer von der Menschen, die auf Aufklärung, Klärung und Klarheit prädisponiert sind. Du bist, wie Susanne und ich, nicht esoterisch, religiös-kulturell fixiert. Du hast reichlich Lebenserfahrungen der besonderen Art gesammelt und bist EINDEUTIG Pro-Leben orientiert – wie Susanne und ich. Susannes Leben wurde an ein Sdchicksal gekoppelt, mein Leben wurde schicksalhaft bestimmt – und die Vermutung liegt nahe, dass es bei Dir nicht anders ist. Meine Fähigkeiten sind andere als Susannes Fähigkeiten, und Deine Fähigkeiten sind andere als unsere. Und doch sind wir gemeinsam durch die Art unserer Fähigkeiten und noch etwas Anderem verbunden.

      Lieber Mathias,

      der körperliche Mensch erfüllt einen Zweck. Er ist das informativ manifestierte Ungeheuerliche, eingebett in Zeit als Offenbarungs-Systematik und Gestaltungs-Systematik. Das sind mir die beiden Zügel, die Bewusstwerdung lenken. KLAR-Bewusstsein entsteht, sozusagen völlig COOL. Und je weniger ein Mensch von diesen Zügeln gelenkt werden, je mehr repräsentiert er dieses NEUE Bewusstsein.

      Vor vielen nJahren sagte ich bereits: Auf diesem Weg des Werdens gibt es kein Zurück. Und heute möchte ich ergänzen: Für die Weiterentwicklung des Ungeheuerlichen gibt es nur ein Weitervoran.

      Die Tage geisterte immer wieder eine Wahrnehmung in mir herum. Wir sprachen auch hier auf dem Blog über die Annahme, die 3D-Welt sei eine Projektion, die Welt eine Bühne und Menschen die Darsteller. Gäbe es ein Drehbuch für die Handlung, scheint mir klar, dass die Aufführung der Dramödie einen Anfang hatte und ein Ende haben wird. DIESE Form der Aufführung ist beendet, wenn der Zweck dieser Aufführung erreicht ist.

      Wir, susanne und ich, brauchen keine Horror-Nachrichten. Wir erleben sie, täglich, sowohl als ein IST, als auch die.Dynamik des Ist. In der Zerstörung der materiellen Welt steckt eine Logik. Ich vergleiche sie mit der „Bühne“, auf der Leben sich abspielt (wat’n Wort). Je weniger sie (noch) gebraucht wird, je mehr kann sie verfallen, sich auflösen, ihre Funktion beenden. Warum, und ich halte diese Frage für berechtigt, sollte das Elend hier eine Sekunde länger als nötig dauern? Bedeutet:
      der Verfall (auf mehreren dynamischen Ebenen) ist nicht Folge unseres Unvermögens, sondern drückt das Vermögen des bereits entstandenen Bewusstseins aus.

      Ich schreibe Dir „Das“ einfach so. Wir standen ja, wenn auch eher unauffällig, in der Entwicklung sehr dicht beieinander. Und das Bewusstsein, was Susanne und mich begleitete, machte etwas mit uns. Ich möchte dieses Machen Befreiungsschritte nennen. Und das Erleben als einerseits ‚klarer das Chaos wahrnehmen‘ und andererseits (gewissermaßen reziprok dazu) mit immer mehr Gelassenheit UNSEREN Weg unbeirrt weiter zu gehen.
      Bin gespannt, wie Du „Das“ erlebst.

      Auf Deine beiden gestrigen Kommentare antworte ich später.

      Herzliche Grüße von uns beiden.

      Susanne und Wolfgang

      Das ist Mutter Maus

      Maus Kind kam dann auch noch – schicke das Bild, ich saß nur einen Meter weg, am Abend.

      • Mathias
        April 24, 2014 um 11:20 am

        Ja, vielen Dank, lieber Wolfgang. So verstehe ich das auch, wobei dieses Verstehen nur HIER entstanden ist. Insofern bin ich Dir immer wieder dankbar, für das, was Du mit Worten auszudrücken vermagst.

        Danke für Mutter Maus und Maus Kind. Tiere außerhalb der Massentierhaltung, bzw. die vom Menschen noch nicht völlig kontrollierte Natur, sollen uns ja sicher auch an etwas erinnern. Eben, das es ein Dasein jenseits des Ungeheuerlichen, auch für uns gibt.

        Das mal in Kürze; habe gerade ziemlich intensive Zahnschmerzen, und warte auf einen Termin beim Kieferchirurgen.

        Liebe Grüße an Euch beide,
        Mathias

        • federleichtes
          April 24, 2014 um 1:35 pm

          „… wobei dieses Verstehen nur HIER entstanden ist.“

          Wir sind hier in einem Prozess gelandet. Der natürlich abläuft und sich natürlich aus Mit-Arbeitern bildet, die natürliche Bilder interpretieren und verstehen können, und die sich, eben deswegen, auf natürliche Weise zusammenfinden. So kann der eine etwas besser sprechen, der andere etwas besser hören und der andere etwas besser sehen, und der Mehrwert für Jeden ergibt sich aus dem Zusammenwirken in der Gemeinschaft.

          „… dass es ein Dasein jenseits des Ungeheuerlichen, auch für uns gibt.“
          Ich saß etwa zehn Minuten einen Meter neben dem Mausekind. Sollte ich nun sagen, das war besser als holotropes Atmen? Sollte ich sagen, das war das Ergebnis eines Weges ohne holotropes Atmen?

          Traumatiserte Feindseligkeit löst sich nach meinen Erfahrungen erst dann auf, wenn das Wesen der Feindseligkeit verstanden ist. Das sind zwei verschiedene Prozesse, die aber ineinander laufen. Mit dem Ziel, die Bedingungen für Liebe zu verbessern. Das wirst Du (wieder mal!) besser als ich beschreiben können.

          Lieber Mathias,

          Bilder ohne Worte sind etwas Anderes, als Worte ohne Bilder

          Gute Besserung – das Glück ist immer und überall.

          Dein
          Wolfgang

  4. Mathias
    April 22, 2014 um 6:10 pm

    Mal eine Frage noch zum Thema Holotropen Atmen, bzw. verwandten Möglichkeiten die der Enttraumatisierung dienen.

    Wenn ich mir z.B. die verlinkte Doku ( http://www.youtube.com/watch?v=XlGg99yt1ZA ) anschaue, so erscheint mir unbestritten, das:

    1. das körperliche Erinnerungsvermögen re-aktiviert wird,
    2. das Holotropes Atmen auch eine tatsächliche Möglichkeit der Enttraumatisierung ist,
    3. und man demnach vermuten könnte, das nach dieser Art der Bereinigung, eine klarere Verbindung zwischen System Mensch (Körper – Psyche – Wesen) und dem morphogenetischem Feld besteht.

    In etwa so, als ob die „Empfangsstation“ bereinigt wurde, und dann die Wahrnehmung des Gefühls (bzw. die Intensität) zunehmen KÖNNTE. Ich schätze es so ein, das ein betroffener Mensch wenn er sich erfolgreich einer Holotropen Atmen Therapie unterzieht, sich danach tatsächlich, irgendwie befreit fühlen wird.

    Aber – wenn ich Wolfgang`s Model des Pendels hier hinzunehme, wo auf einer Seite steht „Bewusstsein über die Feindseligkeit“, so stellt sich mir die Frage, ob bei dieser Art der Bereinigung dieses Bewusstsein vielleicht (nur) einseitig entsteht?

    Natürlich, da wir das Körpergefühl als ein Ausdruck von Bewusstsein ansahen, entstand dieses Bewusstsein über die Feindseligkeit, ganz automatisch, als körperliche Erfahrung. So weit, so gut. Das bedeutet aber noch nicht, dass dieses Bewusstsein über die Feindseligkeit, auch MENTAL entsteht (wobei man fragen könnte „Muss es das überhaupt?“). Und noch konkreter, bedeutet es noch lange nicht, dass der Betroffene die Analogie zwischen seiner Betroffenheit (biografisch) und einer allgemeinen Betroffenheit (kollektives Trauma) bemerkt.

    Mich würde mal interessieren, wie Ihr diesen Sachverhalt seht.

    Liebe Grüße,
    Mathias

  5. Februar 22, 2014 um 10:19 am

    Burkhardt hat das Thema Intuition, Holotropisches Atmen sowie die Dynamische nochmals aus eigener Sicht wie folgt in einer Diskussion auf Facebook vertieft:

    Ich möchte die sachliche Ebene erreichen. Also komme ich noch einmal zur ‚Dynamischen‘ von Bhagwan aus dem Jahr 1975 zurück. Diese Meditationstechnik läßt sich tatsächlich nur von Insidern reflektieren; es sei denn, jemand kann emotional spontan sagen, daß er/sie das Konzept und die Musik als gewaltvoll empfindet.

    Mehr als ein Jahrzehnt habe ich die ‚Dynamische‘ gemacht – und habe allmählich die Regeln reflektiert und verändert; solange, bis ich sie nicht mehr gemacht habe. Nach einer langen kritischen Recherche war ich endlich in der Lage zu verstehen, daß Bhagwan, der spätere Osho, alles andere als ein Meisterwerk der seelischen Befreiung ‚kreiert‘ hat.

    Warum haben Christina und Stanislav Grof den ‚Ashram‘ von Herrn Rajneesh niemals besucht? Es gab keine gemeinsame Schnittmenge. Und es bestand die große Gefahr, vereinnahmt und funktionalisiert zu werden.

    In Poona war das freundschaftliche Gespräch auf Augenhöhe verpönt und wurde strikt unterbunden. „Demokratie“, sagte Bhagwan einmal, „gibt es bei mir nicht.“ Warum also freiwillig in die Unterwerfung gehen?

    Die Konzepte des Holotropen Atmens und der ‚Dynamischen Meditation‘ stehen sich diametral gegenüber. Während ‚Holotropes Atmen‘ eine sanfte Annäherung an die Seele bedeutet, ist die ‚Dynamische‘ der Schlüssel zum Verstehen gewaltsamer Übernahme.

    Die Musik ist so chaotisch, daß ich sie niemals freiwillig anhören würde, nicht einmal beim wilden Sex. Sie kreiert keine Kreativität, sie läßt sie ersterben.

    Meiner grundlegenden Kritik von 2011 fehlte jedoch die Beurteilung der ersten und zweiten Phase. Auch das ist heute umfassend möglich. Chaotisches Atmen ist nicht gleichbedeutend mit sensiblen Techniken des Hyperventilisierens. Zunächst fehlt das Warmwerden; der Beginn ist wie ein Sprung in eiskaltes Wasser. Das Atmen à la Bhagwan verwandelt den Atmenden in eine Maschine; er/sie löst sich von seinem aktuellen Zustand durch Gewalt. Holotropes Atmen ist einfühlsame und achtsame Teamarbeit, die Selbsterfahrung und Empathie lehrt.

    Sensibles Atmen ist Atmen in Kontakt mit Gefühlen und Blockaden. Das jedoch geschieht nicht. Die ‚Dynamische‘ ist Vergewaltigung der Seele. Darauf kann jede/r, der/die ‚Dynamische‘ gemacht hat, nur selbst ehrlich antworten. Reflektion auf Augenhöhe.

    Auch das ‚Verrücktspielen‘ für zehn Minuten verkommt zum Klischee einer Gestalttherapie. Innerhalb dieser Zeit läßt sich ein Thema nur kurz streifen; sobald ich den Zugang zu etwas bekommen habe, sind die Minuten um und die nächste Phase bricht wieder gewaltsam herein.

    Die ‚Dynamische‘ erzeugt so viel Chaos, daß es in der Tat notwendig ist, Vertrauen zu dem Erfinder des Rolls-Royce-Happenings zu haben. Ohne die spirituelle Abhängigkeit zu einer selbsterklärten Entität ginge das Ganze nicht. Mit dieser Technik kann ich nur dann arbeiten, wenn ich glaube, daß der Guru mir hilft, wenn ich nicht weiter weiß.

    Es ist eine Fixierung, ein abgekartetes Spiel. Eine Determinierung auf eine Heilsperson. Und das kann ich heute als faschistoide Fixierung erkennen. Markenzeichen eines patriarchalischen Vollzugs.

    Es gibt Menschen im Umkreis von Osho-Centern, die wissen, daß sie die ‚Dynamische‘ nicht machen dürfen. Nun können wir gemeinsam über die Faktoren nachdenken, wann es möglich ist und wann nicht. Wie heißen die Kontraindikationen? Und wann und wie läßt sich diese Technik verändern?

    Nun, ich habe mich dem Ganzen zugewandt, als Herr Rajneesh nicht mehr in seinem Körper weilte. Das ist sehr wichtig, weil ich niemals einem Guru den Zugriff auf meine Seele erlaubt habe. Zweitens habe ich vorher die ‚Kundalini‘ gemacht, und zwar solange, bis ich meinen ‚Durchbruch‘ hatte.

    Ich habe alles ALLEINE gemacht, um nicht in die Fänge der superfanatischen Anhänger zu kommen – rein intuitiv. Denn darum dreht es sich in diesem Thread, Intuition. Ich habe es gelernt, meine Intuition zu nutzen. Wenn ich es geschafft habe, die Struktur der ‚Kundalini‘ und der ‚Dynamischen‘ zu übernehmen und die Musik (in den Anfängen meiner Praxis) durch ‚Woodstockmusik‘ zu ersetzen, habe ich etwas Wichtiges getan. Ich bin nicht hilflos der Schein-Entität namens Osho ausgeliefert gewesen.

    Mein Höheres Selbst hat geholfen, mich mit Osho aka Bhagwans Instrumenten zu orientieren. Ich bin heute so wie ich bin, obwohl ich die falschen Methoden kennengelernt habe.

    PS

    Ich habe mir immer die Frage gestellt, warum es zu vielen Selbstmorden in Poona kam. Hat es etwas damit zu tun, daß die ‚Dynamische‘ die Hölle bedeutet? Mehrere Freunde hatten psychotische Schübe oder sind steckengeblieben. Warum?

    • federleichtes
      Februar 22, 2014 um 11:19 am

      Ich hatte gerade einen ziemlich scheußlichen Traum. Menschen versuchten aus der Gefangenschaft zu entkommen, ein schmaler Spalt, durch den sie nicht passten. Einer steckte fest, ein anderer trat mit den Füssen, um ihn da durch zu quetschen. Mein letzter „Gedanke“ war, warum sie ihre Kleidung nicht abgelegt hatten.

      Ich meine, dieser Traum beschreibt genau, was ich zu dem – wieder eindrucksvollen – persönlichen Bericht von Burkhardt zu sagen habe.
      Klar, wir haben Alle auf die eine und auf die andere Art Gewalt erfahren. Die Folgen dieser Gewalt mit Gewalt auflösen zu wollen, halte ich für falsch. Und denke an die Konditionierung des menschliches Geistes mit Schuld und der Höllen-Drohung. Wohin diese „Therapie“ führte – klar, ins Kali Yuga.
      Meine wichtigste Erkenntnis aus den Jahren, in denen ich Menschen begleitete, war, dass auch die Auflösung von Blockaden und Desinformation Zeit braucht, Zeit, die der „Betroffene“ sich selber nehmen muss, ohne Druck, ohne Erwartung, ohne künstliche Konzepte, ohne fremde Absichten.

      Niemand kann ein Heilsversprechen abgeben, für Niemanden, auch nicht für sich selber. Aber man kann anderen Menschen von seinen ERFAHRUNGEN erzählen. Fibonacci und der ganze Rest sind keine Erfahrungen. Erfahrung ist, was Burkhardt beschreibt, er hätte sich wohl orientiert, aber sich an Niemanden gebunden. Das war auch mein Weg, tiefe Freundschaft für Geist-Menschen empfinden, aber kein bisschen der „Seele“ dafür aufgeben.

      Ausgeliefert-Sein, damit beginnt ein Menschenleben. Die Geburtserlebnisse sind feindselig, und auch die Erfahrungen der nächsten Jahre verlaufen im inneren Zustand der (relativen) Hilflosigkeit und Abhängigkeit, in einer aggressiven, fordernden und bestrafenden äußeren Welt. Hieraus entsteht ein Automatismus, der Hartes noch härter und Blockaden noch fester macht.

      Vertrauen ins Leben wächst nicht mit Gewalt. Und Bewusstsein über die Konfiguration des Lebens wächst nicht mit Wissen, Daten, die in die Menschen gezwängt werden oder die sie selber verschlingen, in dem Glauben, man könne die Weisheit mit Löffeln fressen; auch das ist Gewalt. Mein Ring-Pragmatismus will beschreiben, wie Entraumatisierung gewaltfrei funktioniert – oder funktionieren kann, aber eben nur so, wie ich es erlebte.

      Danke Martin, danke Burkhardt.

      Wolfgang

  6. Gerd Zimmermann
    Februar 21, 2014 um 6:02 am

    Danke fuer diese gute Erklaerung, Guido.

    Gruss Gerd

  7. federleichtes
    Februar 20, 2014 um 2:51 pm

    Neben die „Ring-Philosophie“ möchte ich den Ring-Pragmatismus stellen

    Da man als Ungläubiger auch leicht unglaubwürdig erscheint, stelle ich hier mal einen Text ein, der nicht von mir ist.

    „Erlösung
    Unser Wollen kann fremdbestimmt sein. Muss es aber nicht. Damit es das nicht muss, dafür müssen wir unser Denken zu seiner Selbstbefreiung re- intuisieren. Mehr Intuition statt Institution. Statt unsere „Erlösung“ von Institutionen zu erbitten, die uns versklavt haben, müssen wir diese Institutionen ignorieren und sabotieren. Staat, Kapitalwirtschaft, Konsumindustrie, Kirchen, Sekten, Armeen, Dienstleistungsbetriebe, Beratungsstellen, Behörden- all das brauchen wir gar nicht oder nur sehr beschränkt. Sie beschränken uns nur. Das Gleiche gilt für Ideologien und Religionen, samt der ganzen Esoterik. Das ist beschränkender Ballast.“
    Quelle: http://qpress.de/2014/02/19/intuition-statt-institution/

    Im Würgegriff.
    Manche, vielleicht solche mit leicht-masochistischer Orientierung, mögen das, und die Würger, vielleicht solche mit sadistischer Orientierung, mögen das System auch. Darauf, dass wir es bei Sado-Maso mit niedersten Empfindungen zu tun haben, weise ich lieber nicht hin, da „Lust“ offensichtlich In ist. Dass man, wenn man sich in die Fänge sadistisch orientierter Menschen begibt, niederste Empfindungen befördert, ist sicher nicht der Erwähnung wert, weil selbstverständlich.

    Wenn Martin den Begriff des Ring-Pragmatismus aufgreifen möchte, schreibe ich ein Thema.

    Danke Dir übrigens für die Schließung des Themas Bewusstseinssprung. Dein Blog ist ein Feld, das ohne Kontrolle verkommt.

    Gruß in die Runde.

    Wolfgang

    • Februar 20, 2014 um 11:19 pm

      Intuition … ist eine unmittelbare Aktion im augenblicklichen Wissen, dass es keiner Fragen bedarf.
      Intuition … ist der “heiße Draht“, nein, die Nabelschnur zum morphogenetischen Feld … und somit keine Datenleitung, keine Flatrate und auch keine Standleitung.
      Intuition ist ein Gefühl des Wesens, Instinkt dagegen ist Sache der Verkörperung. Intuition wird immer dann als Instinkt missverstanden, wenn ein Beobachter meint erklären zu können, warum eine Lebensform ihren Gewohnheiten nachgeht. Intuition aber verkörpert das Ungewohnte und wird so unerklärbar, weil das Wesen mit Gefühlen “spricht“, die aber vom Körper nicht mit verständlichen Worte vermittelt werden können. Dass Institutionen von Intuition keinen blassen Schimmer und auch keinerlei Verwendung für selbige haben, liegt auf der Hand.

      Gruß Guido

    • Februar 22, 2014 um 1:58 am

      Thema „Ring-Pragmatismus“ ist gerne genommen 🙂

  8. Februar 20, 2014 um 6:23 am

    DIE WOODSTOCK-ÄRA. DIE LSD FREQUENZ..

    Jede Revolution ist gefährlich, und auch, wenn die Woodstock-Revolution anders war als alle bekannten Revolutionen – die Ziele nicht negativ formuliert, sondern positiv -, gab es große Veränderungen und auch Opfer.

    Wohl zum ersten Mal in der Weltgeschichte begannen Millionen von Menschen das Spiel von Hass, Krieg und Unglück zu durchschauen. Jeder, der es wollte, fand mit Drogen und Musik, mit Yoga und Tantra einen eigenen Weg. Es gab eine musikalische und eine spirituelle Avantgarde, die diesen Weg öffnete, und die, so gut es ging, mit Hinweisen arbeitete. Es ist einzigartig, was da geschehen ist. Ohne diese Entwicklung wäre ich nicht so wie ich bin. Der ganze Planet sähe anders aus, bewusstseinsmäßig.

    Westliche Musiker wie George Harrison oder Carlos Santana hatten ihren Guru, horchten, was für Klänge es auf der ganzen Welt geben mochte, lauschten in sich hinein, hörten den Schmerz der jungen Generation, nahmen die Sehnsucht von Liebe und Ekstase auf und kreierten ein Musikgenre, das es nie zuvor gegeben hatte. Van Morrison brachte es auf den Punkt. Enlightenment. Don‘t know what it is. In jedem Menschen gibt es die Erinnerung, daß da was in uns schlummert. Die DNS enthält alle Informationen, die wir brauchen, unsere Talente, unsere Fähigkeiten, unsere Lebensaufgabe, unsere Vision. Und sogar die Information, wie wir zu den Informationen kommen.

    Es waren die großen Religionen, die den Weg nach Innen blockierten. Das Christentum, so begriff ich es zu Woodstockzeiten, lässt sich eindeutig charakterisieren: verbrecherische Kreuzzüge, mörderische Hexenverbrennungen, grausame Inquisition. Noch heute existiert ein christliches Weltbild, das jeglicher wissenschaftlicher Sicht widerspricht – und dennoch an allen Schulen offiziell gelehrt werden darf. Eine religiöse Sexualmoral, die pervers in ihrer Moral ist, eine Moral, die den Weg zur Lust und zu Spirit verhindert.

    Musiksender. Stereoanlagen. Discos. Eigene Infokanäle.

    Die Bands transportierten die Werte, die für mich in ihrer Essenz wichtig waren. Sich frei zu fühlen. Das zu tun, was ich tun will. Ekstatisch zu sein. Da gab es die Headlines, die Songtitel, die sagten, wo es lang ging. Und die Inhalte, die ich nur phrasenhaft, manchmal sogar falsch verstand. Mein Inneres baute sich eine Welt zurecht, die zu einer Vision wurde. Die Musiker hämmerten auf meine christliche Prägung ein, und ich brauchte nur wenige Joints, um eine Vorstellung einer anderen Welt zu bekommen.

    Eigentlich war es nur eine Ahnung, die mich suchen ließ. Don‘t know what it is. Yoga war das Geschenk meiner geliebten Freundin, die morgens nackt zur Yogini wurde – ein paar Jahre nach Woodstock. Yoga wurde Bestandteil meines Alltags, solange, bis ich merkte, dass Yoga ein neues Gefängnis um die ersten Konditionierungen und Prägungen baute. Das östliche Yoga ist nicht kompatibel für einen westlichen Menschen. Es bedurfte eines neuen Settings, um kreativ genutzt zu werden.

    Die meisten Woodstockies wußten nicht, was sie taten, aber das taten sie ganz und vollkommen eksessiv. Mir reichte der Anstoß aus, um mich auf den Weg zu machen, auch wenn ich mich tausend Mal verrannte, in der Jauchegrube des Alkohols beinahe ertrunken wäre und den Misthaufen linker Ideologen fleißig reproduzierte. Zu schmerzhaft die Traumata, zu undurchschaubar die Gesellschaft, zu düster die Wolken am Horizont der Zukunft.

    Aus heutiger Sicht wird deutlich, dass die Herrschenden Schwierigkeiten bekamen, um ihre Macht zu sichern. Die Message „Geboren, um wild zu sein“ wurde für sie eine Bedrohung, und Timothy Leary, der Guru der Hippie-Bewegung, wurde von der amerikanischen Regierung zum gefährlichsten Mann erklärt. Es waren nicht zwei lächerliche Gramm Marihuana, die ihn für Jahre hinter Gitter brachten. Es drehte sich um ihre Macht, die sie durch seine Ansichten gefährdet sahen.

    Konditionierungen. Prägungen. Unvermeidbare Propaganda für LSD?

    Timothy Leary war sich mehr oder weniger bewußt, daß die psychologischen Faschisten gefährlich waren, egal, welcher Nationalität oder politischen Färbung sie angehörten. Er tat das, was er tun mußte – und propagierte LSD. Das war damals in seinen Augen das geeignete und einzige Mittel, um familiäre Konditionierungen und gesellschaftliche, religiöse Prägungen aufzulösen. Konnte er wissen, daß seine Gebrauchsanweisung (Set & Setting) kaum beachtet werden würde? Vielleicht war er in seiner Mission risikobereit, vielleicht deshalb, weil es absehbar war, daß dieser Planet extrem gefährdet ist, vielleicht, weil es im Westen kein rasch wirkendes Mittel als Kontraindikation zu dieser Entwicklung gab.

    Welche Informationen benötigen wir aus dieser Epoche, die mit dem Woodstock-Festival zeigte, daß es möglich ist friedlich zu leben? Und dann die große Frage: Ist es möglich, die mehr als jahrtausendalte Prägung aufzulösen? Wenn Christina und Stanislaf Grof in einem relativ großen Rahmen mit Atem- und Meditationstechniken experimentierten, weil das LSD-Experiment nicht mehr möglich war, so lassen sich die Informationen sowohl aus der LSD-Erfahrung als auch des Holotropen Atmens neu reflektieren – und zwar grundsätzlich positiv, wenn als notwendigen Parameter beachtet werden.

    Doch die Musiker der Woodstock-Aera haben deutliche Spuren hinterlassen – ihre Musik. Nadabrahma. Wenn die Welt Klang ist, dann kann die LSD-Frequenz nachempfunden werden. Mehr noch. Durch Atmen und Tanzen wird sie auf eine gewisse Weise erfahrbar.

    Zwei Wege sind möglich. Der eine Weg beinhaltet Trancetanz mit integrierter Meditation. Der andere Weg basiert auf psychedelischem Atmen, psychedelischem Tanzen und Kunst oder Kunsttherapie. Ich habe mit dem einen Weg angefangen und habe dann am jüngsten Vollmond die ‚LSD-Frequenz‘ getestet.

    Mein gesamtes Leben verändert sich in die Richtung, die ich mir wünsche. Reden reicht nicht, es ist die Praxis des Holotropen oder psychedelischen Atmens, die alte Muster auflösen kann. Kommunikation über das Thema ist der erste Schritt – und dann muß es weitergehen.

    Liebe Grüße
    Burcado

    • federleichtes
      Februar 20, 2014 um 12:30 pm

      Mit diesem „feinen“ Bericht hast Du Dich tiefer in mein Herz geschrieben – vielen Dank!

      Dass ein Bewusstsein DA ist, das man befreien kann, ist wohl eine Tatsache. Was genau da befreit wird, ist eigentlich nicht das Bewusstsein selbst, sondern das Feld des Bewusstseins. Nach meiner Auffassung beschreibt die Annahme, der Mensch lebte mit einem künstlich beschränkten Bewusstsein, das nicht-befreite Feld. Bewusstsein ist also mehr als das Feld, klar. Beschreiben wir Bewusstseins als Macht, fragen wir, was Macht ist, frage ich in die Runde:
      Ein Feld zu erschaffen, und es zu bestellen, und es zu kontrollieren?

      Nach unseren Erkenntnissen, die, das möchte ich sagen dürfen, nicht allgemeinen Erkenntnissen widersprechen, ist, das allgemeine Feld, auf dem Mensch sich mit seinem Feld bewegt, informativ konditioniert. Genauer gesagt befindet sich dort bereits eine Macht. In das der ebenfalls konditionierte Mensch eintritt – WAU, gell. Will er sich von seiner Konditionierung befreien, findet er nur wenige Freunde, weil das Macht-System des Feldes nichts mehr hasst als Anarchie.

      Bisher war es so, dass das Ego des Menschen meinte, sich mit Gewalt gegen die Macht des Feldes wenden zu müssen. Es herrschte gewisermaßen das Bewusstsein, mit Feindseligkeit gegen die Feindseligkeit kämpfen zu müssen. Dazu sage ich nur, dass jedes Bewusstsein eine Stufe ist, genauer gesagt funktioniert wie eine Rolltreppe. Bedeutet: Eine Weiterentwicklung des Kampf-Bewusstseins ist auf dem Wege.

      Die Woodstock-Zeiten gingen dank starker bürgerlicher Beschränktheit wenn auch nicht spurlos, an mir vorbei; ich glaubte, die in die Freiheit Laufenden seien verrückt.

      Als ich Deinen persönlichen Text las, dachte ich sofort an mein letztes „Break“. Ein wunderbares Umfeld begrüßte mich, im Kern ein Junkie, ein junger Man mit einer funktionalen Gehirnstörung und eine schwerstens traumatiserte Frau. Und in diesem sehr engen Umfeld eine eifersüchtige Frau, ein Mann, der seine Mutter abgestochen und sie anschließend vergewaltigt (wenn das überhaupt möglich ist, eine Tote zu vergewaltigen) hatte. In diesen Trubel hinein flatterte mir das Buch von Stan Grof. Alkohol war mir während dieser Trauma-Studierzeit Medizin. Als das Studium beendet war, hatte auch Alkohol fertig, bis heute.

      Über die Wege aus der Konditionierung gibt es sicher weitere sehr persönliche Erfahrungen. Meine sind jedenfalls anders, und sicher deswegen, weil ich SICHER war, es müsse eine Befreiung auch ohne künstliche Hilfsmittel geben. Und ich sage das mal so: Wenn die Befreiung auf dem Weg ist, sucht SIE sich den möglichen Weg. Rückblickend darf ich sagen, dass die Befreiung unvermeidlich ist. Viele Wege führen nach Roma, und dieses Ort-Wort lässt sich wunderbar umdrehen und bekommt dann die Bedeutung, die hinter der Befreiung als Antriebskraft steckt.

      Herzlich willkommen im Club der Clublosen.

      Wolfgang

  9. federleichtes
    Februar 19, 2014 um 4:00 pm

    @ Guido
    “ … und wieder verzieht sich ein wenig vom Nebel, in welchem eine Gesellschaft sich für ein gemeinschaftliches Kollektiv hält.“

    Das ganze Theoretisieren wird einigen Pragmatikern sicher auf den Senkel gehen. Warum das ganze Geschnatter um des Kaisers Bart?

    Wir leben in einem real-feindseligen System. Darüber wird niemand mit Wach-Bewusstsein streiten. Aber es gibt eben nicht nur dieses System. Und der Wechsel aus dem feindseligen System kann wohl nur vollzogen werden, wenn sich das GEFÜHL für das andere System entwickelt, Dazu gehört auch die Kenntnis dieses Systems, so beschrieben, dass es auch Pragmatiker verstehen können. Kurz, die neuen Kleider des Kaisers müssen sichtbarer, greifbarer, verständlicher werden.

    Und so glaube ich, das ein „echtes“ Kollektiv nur durch Gefühl entstehen kann, ein Gefühl nur durch geistige Klarheit. Bedeutet – erst mal die Absicht, raus aus dem feindseligen System, in dem die Angst waltet und Gefühl verhindert, WOLLEN. Wie wir aus Erfahrung wissen, entsteht dieser Wille nicht durch vage Aussichten, Vermutungen oder Spekulationen. Bewusstsein darüber WIRD entstehen durch die Offenlegung eines Konzeptes, das nicht der Phantasie entsprang, sondern dem Plan der Offenbarung folgt. Dieser Plan, wir wissen das, offenbart eben nicht nur die Feindseligkeit, in der Aggression und Depression wurzeln. Da ist auch noch die Unbändigkeit, die sich belebt.

    Gruß
    Wolfgang

  10. federleichtes
    Februar 19, 2014 um 3:30 pm

    Eine Anregung

    Auch Affirmationen helfen bei der Auflösung von falschen Glaubenssätzen und/oder energetischen Blockierungen. Auf unserer Homepage gibt’s für jeden Tag des Jahres eine Affirmation
    http://federleicht-leben.de/10-wir-texte/affirmationen-fuer-den-tag/affirmationen-uebersicht/index.html
    – ich könnte hier täglich den Text einstellen und ein neues Bild dazustellen.
    So in etwa.

    Leben ist Entwicklung und Offenbarung;
    ich lebe Offenheit.

    Wenn Ihr gute Affirmationen kennt, wunderbar, schreiben, und ich stelle ein Bild dazu.

    Gruß
    Wolfgang

  11. Mathias
    Februar 19, 2014 um 12:11 pm

    @ Wolfgang:

    Ja, die Einbahnstrasse die Du erwähnst, ist bei der Familienaufstellung auch vorhanden. Es ist jeweils nur ein Betroffener im Mittelpunkt.

    Könnte man bildhaft sagen, dass der Betroffene seinen eigenen Ausschnitt des morphogenetischen Feldes immer mit sich trägt? Diese „seine Version“ wird eingeschränkt durch Daten – durch die traumatische Funktion. Was ich in etwa gleichbedeutend erachte, wie eingeschränktes Bewusstsein.

    Enttraumatisierung ist der Weg zu mehr BEWUSSTEN SEIN, als stufenweise Entwicklung zu einem immer umfassenderen Verbundensein mit dem morphogenetischen Feld. Demgegenüber wirken die Daten, unbewusst, als Bestimmung innerhalb der Realtiät. Aus dem Zusammenspiel von morphogenetischem Feld, und der traumatischen Einschränkung, ergibt sich erst, was wir als Realität (das Kali-Yuga) wahrnehmen.

    Deswegen denke ich, dass die Alkoholiker die Du oben erwähntest, auch genau im morphogenetischen Feld „drin hängen“. Aber durch ihre spezifischen unbewussten Daten, spielen sie immer noch ihre Rolle entsprechend.

    Das einmal meine Meinung dazu, natürlich alles noch mit dicken Fragezeichen versehen.

    Gruß,
    Mathias

    • federleichtes
      Februar 19, 2014 um 2:20 pm

      Von mir kommt nicht die Genehmigung für ein Fragezeichen – aber was sagt die Runde?

      Im Gegenteil, Du bringst eine neu Unterscheidung auf den Tisch, die möglich ist – eine grundsätzliche Verbindung zu ALLGEMEINEN Informationen – dem Bewusstsein entsprechend.

      Sind wir im Feld, ist das Feld (damit auch) in uns?
      Dann ergäbe sich ein Automatismus, dass in dem Moment, wo wir ein bestimmtes Bewusstsein erlangen, ein Fundus neuer Informationen sich POTENZIELL erschließt. Als ginge in einem Haus eine Tür auf und man stünde in einem unbekannten Raum. So in etwa kann ich jedenfalls mein Erleben beschreiben. Analog dazu vielleicht „Über sieben Brücken musst du gehen“.

      Dispenza erklärt mir gerade, dass durch Aufmerksamkeit und Interesse (ich meine, ein weiterer Faktor ist beteiligt – da kommst Du auch drauf) die Neuronen ihre Kontaktfähigkeit erweitern und damit größere und aktivere Informationsfelder anlegen. Bedeutet wohl, Wissen, das als sogenanntes Fachwissen in getrennten Bereichen gespeichert wurde, kann dann zu einem Wissen zusammenschmelzen. So in etwa. Das Przinzip, denke ich gerade, ist die konstruktive Variante von Krebs.

      Eine gute, die beste Nachricht – Susanne klinkte sich thematisch aktiv ein. Und in der Nacht hatte ich bereits das Gefühl, was sich in Euren letzten Beiträgen spiegelt: Es verdichtet sich, was Bewusstsein ja bewirkt: Klarheit. Darum geht es also Bewusstsein, gleicham mit dem Blick auf einen der vielen Lebens-Aspekte zu verstehen, sich nicht irritieren oder/und emotionalsieren zu lassen, sondern im Gefühl nicht nur zu bleiben, sondern seine Schwingung (Pulsieren) zu erhöhen. Nach meiner Einschätzung ist ES genau das, was die Welt braucht – der Schritt von der Abstraktion (z.B. Kohärenz, Gesamt-Bewusstsein, Morphogenetisches Feld) in die Bewegung, wie im Innen, so im Außen.

      Herzliche Grüße an Alle.
      Wolfgang

  12. Februar 18, 2014 um 6:01 pm

    Philosophieren können alle, liebe Freunde:

    ob Kind oder Greis, krank oder gesund, Mann oder Frau- doch SICH ERKENNEN , jenseits von jeglichem Geschwätz und Vorurteile , nur wahrhaftig Kluge .

    DER ZUSTAND DER WIRKLICHKEIT LÄSST DICH ALS NARR EINGEHEN UND ALS WEISE HERAUS TRETEN.

    Von Wirklichkeit reden, jedoch sich in der Projektionswelt auszuhalten , ist freiwillige Ankettung.

  13. federleichtes
    Februar 18, 2014 um 3:39 pm

    @ Martina
    Das morphogenetische Feld ist mir das Feld aller Möglichkeiten, sprich Potentialitäten, die in Form von Daten gespeichert sind. Zu Informationen werden sie gewandelt werden diese Daten von Wesen abgerufen.“

    Wenn sich im morphogenetischen Feld menschliche Erfahrung (und vielleicht nicht nur diese) subsummiert, praktisch laufend upgedatet wird, halte ich es für wahrscheinlich, dass nur Menschen (wie auch immer) mit dem Feld verbunden sein können, die auch neue Erfahrungen beisteuern. Was sollten z.B. die Alkoholiker in meinem Umfeld dem Feld mitteilen können? Nicht mal mir teilen sie Neues mit.
    Anmerkung: im ersten Text fehlte das nun ganz zu Recht FETT geschriebene Wort)
    Ja, Potenzialitäten – sehe ich auch so. Wenn Du entwicklungsbedingt persönlich im Feld hängst, wachsen Dir auch Daten zu – eben potenzielle Informationen; die zu solchen (nur) werden durch Dein Erleben.

    „Dass dann bei Familienaufstellungen die Gefühlslage derer die die Rolle übernommen haben, denen der ursprünglichen Mitspieler sehr sehr nahe, deckungsgleich wird, liegt vielleicht daran, dass sie ja auf die selben Daten aus dem Feld zugreifen und auch das Wesen Mensch sich in gleichen Situationen gleich verhält. (Ich erinnere an Experimente mit der menschlichen Psyche –> http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment) Was wiederum bedeutet, dass unserem psychischen Sein offenbar ein gleicher Bauplan zu Grunde liegt.“

    Deine Gedanken kann ich nachvollziehen. Und möchte einen weiteren dazu geben. Ein Betroffener bringt Informationen und DATEN mit in dieses Feld. Also ALLE, auch die, die ihm selber nicht bewusst sind – nicht sein können, wegen seiner persönlichen Betroffenheit/Traumatisierung. Der Andere als Nicht-Betroffener kann diese Informationen aber empfangen und Daten reflektieren, die dann über diesen (Um-)Weg für den Betroffenen zu Informationen werden.

    „Dass sich das unterschiedlich zeigt, liegt an den verschiedenen Bedingungen die Wesen Mensch vorfindet und an den unterschiedlichen Perspektiven die Menschen einnehmen, auch wenn sie auf den gleichen Berg schauen. Wir stehen eben nebeneinander und nicht ineinander. Woraus sich Vielfalt entwickelt.“

    Im Sinne der Ring-Philosophie stehen wir nicht nur nebeneinander. Unser Dialog macht den Kreis, der von seinem Wesen her das ermöglicht, was ich als „Durchdringung des Undurchdringlichen“ bezeichnen möchte. Kennst Du die Geschichte vom Hasen und dem Igel?

    „Eine Verständnisfrage habe ich an Euch. Wenn hier von Geist die Rede ist, meint ihr dann den Teil des Geistes der zur Menschenwelt und nur zu ihr gehört? Weil mir der Geist als solcher viel umfassender scheint.“

    Spontan dachte ich:
    Als Hobby-Blogger graben wir mit scheinbar kleinen Schüppen scheinbar ziemlich tiefe Löcher. Jedenfalls kann ich meine Sicht auf das Thema Geist hier nicht mit zwei Sätzen abhandeln. Und kann auch kein Thema beisteuern.

    „Und noch eins; Das Leben braucht Menschen nicht, aber Menschen brauchen das Leben.“

    Ich spreche nicht selten diesen Satz:
    Menschen brauchen die Natur, aber die Natur den Menschen nicht.

    Danke für Deine Anregungen. Sie sind notwendig und zeigen, was möglich ist – ohne Blockaden! Dass unser Wollen hier wie „rumeiern“ aussieht, liegt in der Natur einer Sache, die wir nicht gestaltet haben; ist also ganz natürlich.

    Gruß
    Wolfgang

    • Februar 18, 2014 um 4:50 pm

      Spontan, lieber Wolfgang, fällt mir ein, dass Ei ist Sinnbild des Lebens. Wat`n Zufall aber auch, gelle. Darum lass uns man ruhig noch ein bissel rumeiern. 😉

      Grüße an Euch
      Martina

      • mattkuechler
        Februar 18, 2014 um 6:08 pm

        Ja, und Guido sprach oben bereits vom „Brüten“. Na dann, brüten wir weiter. 😉

    • Mathias
      Februar 18, 2014 um 6:07 pm

      > Ein Betroffener bringt Informationen und DATEN mit in dieses Feld. Also ALLE, auch die, die ihm selber nicht bewusst sind – nicht sein können, wegen seiner persönlichen Betroffenheit/Traumatisierung. Der Andere als Nicht-Betroffener kann diese Informationen aber empfangen und Daten reflektieren, die dann über diesen (Um-)Weg für den Betroffenen zu Informationen werden. <

      Sehr schön Wolfgang – vielen Dank! Sehr stimmig, wie Du den Sachverhalt beschreibst.

      Gruß,
      Mathias

    • Mathias
      Februar 18, 2014 um 6:55 pm

      Und mich beschäftigt gerade noch die Frage, ob nicht Deine obige Aussage, vom Prinzip her, genau so für Alltagsbegegnungen in der feindseligen Kali-Yuga Welt gilt. Natürlich mit dem Unterschied, dass das wohlwollende Helfen (freiwilliges Übernehmen einer Rolle) meist ausblieb, und deshalb eben eher unbewusst geschah.

      Das Phänomen der gegenseitigen Projektionsfläche, wäre dadurch auch erklärt.

      • federleichtes
        Februar 18, 2014 um 8:47 pm

        Ja. Stell Dir vor, Deine Projektionsfläche ist ein Schwätzer, funktioniert wie eine Phrasendreschmaschine (PDM). Du aber möchtest ein Anliegen klären (das wollen – unterbewusst – alle Menschen, außer die PDMs) Die PDM antwortet auf Dein Anliegen mit: K…, sie sind ein A…. Die PDM sagt das nicht wörtlich, nein, sie umschreibt das so geschickt, dass du denkst, wie klug dieser Mensch ist.
        Im Gegenteil, PDMs halte ich für sehr gefährlich, weil sie mit ihrer grenzenlos scheinenden Erhabenheit den Willen der Menschen, die sich Richtung Freiheit bewegen, verwässern.

        Um das Prinzip demonstrieren zu können, löschte ich den nachstehenden Beitrag von Herrn Muktananda nicht. Lese ihn bitte ein Mal, lass die Worte sacken, lese sie ein zweites Mal und versuche zu fühlen, was über den Worten als „Intention des Wortspenders“ schwebt.
        (Besonders der letzte Satz beindruckte mich, ich gehe gesondert darauf ein.)

        Beinahe hätte ich geschrieben, Zentrale, wir haben ein Problem. Nein, wir kennen das Problem, dass ein Projektor für die Reflektion seiner Bilder ein weiße Leinwand braucht. Im menschlichen Miteinander gibt es keine weiße Fläche, keinen einzigen Menschen, der das spiegeln könnte, was der Projektor selber nicht versteht – sonst brauchte er ja keine Projektion-Reflektion.
        Eine theoretische Lösung wäre, wenn der Projektor sich selber reflektieren könnte. Auch das ist ausgeschlossen, weil das Unbekannte sich nicht transzendieren lässt. Es gibt also nur eine Lösung, die auch praktiziert wird: Supervision. So weit ich weiß, nur als Einbahnstraße mit klar verteilten Rollen. Das richtige Modell wäre, ein gegenseitiges Projizieren und Reflektieren zuzulassen. Vielleicht braucht es für das integrative Modell (ich nenne das mal so) einen dritten und vierten Beteiligten als Beobachter.

        Am Rande
        Ähnlich praktizieren wir das hier, wie ich finde erfolgreich.

        Dir einen guten Abend
        Wolfgang

    • Februar 19, 2014 um 12:24 am

      Wenn im morphogenetischen Feld jene Beziehungen zugegen sind bzw. das Feld diese Beziehungen ist, welche sich bereits im Sinne von Kohärenz bewährt haben, dann können keine Daten das Feld bilden, sondern Informationen. Ist das wichtig oder bedenkenswert oder nur ein gedankliches Luxusproblem ? Ich denke mal der Unterschied zwischen Daten und Informationen ist wesentlich für das Bewusstwerden des GANZEN … und für die Bewusstwerdung dessen, was das Internet wirklich für eine Rolle spielt, nebst allen Datenansammlungen jedweder Art. Da das morphogenetische Feld immer in Beziehung zum verkörperten Leben steht, kann es keinerlei Daten aufweisen und zugleich mit dem wahren Wesen des Lebens in Verbindung bleiben.

      “Menschen brauchen die Natur, aber die Natur den Menschen nicht.“

      Der Mensch braucht die Natur zur Bewusstwerdung der Grenze seiner Möglichkeiten, die Natur braucht den Menschen zur Bewusstwerdung was möglich ist.

      Die Realität ist immer ein Gemeinschaftsprojekt, welches bis zum Zenit der Unordnung immer mehr Zweifel diesbezüglich aufkommen lässt.

      Sich an die Realität zu ketten bedeutet auch Verantwortung für die Befreiung der Wirklichkeit zu leisten.

      Gruß Guido

      • federleichtes
        Februar 19, 2014 um 12:42 am

        „Wenn im morphogenetischen Feld jene Beziehungen zugegen sind bzw. das Feld diese Beziehungen ist, welche sich bereits im Sinne von Kohärenz bewährt haben, dann können keine Daten das Feld bilden, sondern Informationen. Ist das wichtig oder bedenkenswert oder nur ein gedankliches Luxusproblem ?“

        NEE!
        Es braucht nur die kleine Unterscheidung von Feld als Struktur und die Beziehung Mensch zum Feld.
        Was für das Feld Informationen sind, bleiben für den Menschen Daten, BIS sie in der Lage sind, sich informieren zu lassen. Hat glaube ich ein bisschen mit Bewusstsein und folgend auch ein bisschen mit Wesen und Charakter zu tun.

        Das

        „Sich an die Realität zu ketten bedeutet auch Verantwortung für die Befreiung der Wirklichkeit zu leisten.“

        hätte ich auch, allerdings ohne „auch“ geschrieben.
        Es soll ja Menschen geben, die hier sein wollen – um jeden Preis. War da nicht mal Jemand mit ’ner Dornenkrone? Schlag dich selber ans Kreuz, dann können es die Anderen nicht tun – oder so.

        Danke.
        Wolfgang

        • Februar 19, 2014 um 10:38 am

          Das ist für mich rund. Danke.
          Schönen Tag
          Martina

        • Februar 19, 2014 um 11:06 am

          “Was für das Feld Informationen sind, bleiben für den Menschen Daten, BIS sie in der Lage sind, sich informieren zu lassen. Hat glaube ich ein bisschen mit Bewusstsein und folgend auch ein bisschen mit Wesen und Charakter zu tun.“

          Siehste, für solch wahres Wissen braucht es einen “armen, alten Mann“. 😉

          Vielen Dank … und wieder verzieht sich ein wenig vom Nebel, in welchem eine Gesellschaft sich für ein gemeinschaftliches Kollektiv hält. Möglichkeiten, das Bewusstsein zu benebeln gibt es ja reichlich.

          Gruß Guido

  14. Christa Schweitzer
    Februar 18, 2014 um 1:17 pm

    Interessante Betrachtungsweisen in der obigen Diskussion.
    Alles hinfällig und theorisierend, wenn man sich mit hochsensitiven Menschen unterhält, die einen völlig anderen Zugang zu den Universen haben.
    Versucht mal jungen Erwachsenen, die ab den 1990-ern bis ca. 2000 geboren wurden zu kontaktieren.
    Wenn Ihr Glück habt und sie öffnen sich vertrauensvoll, und erzählen (ohne Angst in die Klapse eingeliefert zu werden), Ihre Weltwahrnehmung werdet Ihr erstaunt sein über die Fülle, die es gibt und uns verschlossen ist, wegen anerzogener und verbildeter Kopflastigkeit.

    ADHS / HSK (H och S ensitive K inder) ist das was man mit LSD errreichen kann, aber von Natur an schon da ist. (Übrigens bei Jedem !)

    Diese Menschen, die ein Glück und eine Bereicherung für uns alle sind.
    Stattdessen ballert man die Menschenkinder mit Ritalin zu.

    Wie verkehrt ist die Welt geworden!

    • Februar 18, 2014 um 3:31 pm

      Liebe Christa,

      dass die Jüngeren unter uns deutlich sensitiver auf die Welt kommen, ist mir auch schon aufgefallen, daher hatte ich das Thema hier auch schon aufgenommen:

      Hochsensitivität – das schwierige Leben in einer unehrlichen Welt

      Ich selbst habe diese Fähigkeiten nicht, jeden falls nicht bewusst, aber ich habe aufgrund meiner Offenheit dazu inzwischen mit einigen interessante Gespräche führen dürfen und kann damit Deinen Hinweis bestätigen.

      Viele Grüße
      Martin

    • maretina
      Februar 18, 2014 um 5:02 pm

      Hallo Frau Schweitzer, Ihren Gedanken kann ich Einiges abgewinnen. Einzige Entgegnung die ich an der Stelle habe ist, dass eben nicht alles hinfällig ist was wir da oben so schreiben, weil die Gesellschaft nicht nur aus den Jahrgängen ab 1990 besteht, sondern z.B. die Traumata der Kriegsgeneration bis heute durch die Generationen wirken. Das hat natürlich auch Einfluss auf die Jahrgänge ab 1990. Alles spielt ineinander.

      Zum Ritalin schreib ich Ihnen nichts weiter, da sind wir offenbar einer Meinung. Sind die jungen Menschen einmal zugeballert, kommen sie, und auch sonst niemand, nicht mehr an ihr wahres Wesen heran. Werden sie zugedröhnt, weil sie durchschauen was wir uns hart erarbeiten müssen? Weil sie die Freiheit in sich tragen und nicht zum Sklavendasein taugen?

      Freundliche Grüße
      Martina

    • Februar 19, 2014 um 12:09 am

      Es liegt doch auf der Hand, warum eine Generation, die derart sensitiv ist, ihr wahres Wesen nicht frei offenbaren kann … und wofür es all die Möglichkeiten gibt es ihr zu verunmöglichen, sei es mittels Mittel in Pillenform, oder mittels des Sirenengesangs von Phony Smartness, auch Smartphones genannt. Nur ein künstlich eingeengter Horizont lässt die maximale Entfaltung von Unordnung zu …

      Gruß Guido

  15. Februar 17, 2014 um 10:18 pm

    Holotropic Breathwork is a practice that uses breathing and other elements to allow access to non-ordinary states for the purpose of self-exploration. It was developed by Stanislav Grof, M.D., Ph.D. and Christina Grof, Ph.D. Holotropic breathing has some similarities to rebirthing-breathwork, but was developed independently.[citation needed] Holotropic Breathwork is intended as an approach to self-exploration and healing that integrates insights from modern consciousness research, anthropology, various depth psychologies, transpersonal psychology, Eastern spiritual practices, and mystical traditions of the world.[citation needed] The term holotropic means „moving toward wholeness“ (from the Greek ὅλος holos „whole“ and τρέπειν trepein „to turn or direct towards a thing“).

  16. Mathias
    Februar 17, 2014 um 1:34 pm

    > Wie kommst Du darauf, dass feindselige Informationen im morphogenetischen Feld gespeichert sind? <

    Eine gute Frage. Die Antwort weiß ich nicht wirklich: Meine diesbezügliche Ansicht ergab sich aus der Teilnahme an Familienaufstellungen, welche – so wurde uns dort erklärt, über eine Wechselwirkung mit dem morphogenetischen Feld ablaufen.

    Bei einer Familienaufstellung lässt ja jemand, seine engere oder weitere Familie „aufstellen“, wobei fremde Menschen die einzelnen Familienmitglieder für die Zeit der Aufstellung verkörpern (in ihre Rolle schlüpfen, ohne aber etwas über die Person zu wissen).

    Dieses „Verkörpern“ gelingt mal mehr oder weniger (mit tieferen, deutlichem Empfinden und Spüren – oder eben auch nicht). Und das konnte ich selbst auch so erfahren, bzw. bei den anderen auch beobachten.

    Was die Bereitschaft (Empfindungs-Fähigkeit) des „Verkörperns“ anbetrifft, so vermute ich dass das auch etwas mit der eigenen Enttraumatisierung zu tun hat. Soll heißen, dass mit fortschreitender Enttraumatisierung auch das Schlüpfen in eine fremde Rolle besser möglich wird – die Verbindung von Körper in das Feld wird klarer.

    Da hast Du mir aber einen Brocken hingeworfen, mein Lieber! Ich habe hier ganz schön rumgeeiert 😉 Aber – Danke … dient ja der allgemeinen Klärung, die sich da noch ergeben wird.

    Liebe Grüße,
    Mathias

    • federleichtes
      Februar 17, 2014 um 4:12 pm

      „Ich habe hier ganz schön rumgeeiert“

      Von mir erhältst Du dafür keine Bestätigung – im Gegenteil brachten mich Deine persönlichen Berichte und Analysen ordentlich voran.

      Wir versuchen hier gemeinsam auf ein Blatt Papier zu schreiben, das nicht mehr weiß ist, sondern auf dem schon Einiges (Verwirrendes) gekritzelt wurde. Das Neue zu denken ist immer schwer, weil das Gehirn auf nichts Bekanntes zurückgreifen kann.
      Und erschwerend kommt hinzu, dass wir das Thema Trauma nicht abhandeln können, als ginge es um eine technische Neuerung – wir werden persönlich betroffen gemacht. Und müssen auch noch diese Betroffenheit (Emotionalisierung, Restimulierung von Verletzungen) überwinden, um verstehen zu können.

      Ich bin auf Grund meiner Erfahrungen mit Menschen und der Dauer meiner Beschäftigung mit dem Thema Trauma und der Beschäftigung mit angrenzenden Thematiken in einer nicht ganz einfachen Situation. Einerseits erkenne ich vielleicht etwas mehr als andere, andererseits eiere ich auch rum und bin nicht weniger auf Eure Hilfe angewiesen, als ihr MEINT, dass ich Euch helfe. Auch diese Betrachtung, es gäbe einen „Chef im Ring“, gilt es zu überwinden. Im Sinne des Traumatisiert-Seins SIND wir Gleiche unter Gleichen. Im Verständnis dieser Wirklichkeit! befindet Mensch sich bereits sicheren Schrittes auf dem Pfad des Natürlichen, auf dem künstliche Werte keine Bedeutung mehr haben.

      „Soll heißen, dass mit fortschreitender Enttraumatisierung auch das Schlüpfen in eine fremde Rolle besser möglich wird – die Verbindung von Körper in das Feld wird klarer. “

      Siehste, kein Fragezeichen, klare Erkenntnis – DANKE!

      Liebe Grüße auch an Dich.

      Wolfgang

      • Februar 17, 2014 um 11:41 pm

        ““Soll heißen, dass mit fortschreitender Enttraumatisierung auch das Schlüpfen in eine fremde Rolle besser möglich wird – die Verbindung von Körper in das Feld wird klarer. ”“

        Das liegt auf der Hand, stellt das Feld doch immer das Wesen(tliche) dar. Ich gehe mal noch einen Schritt weiter undbehaupte, dass es einzig im Feld Informationen gibt und die GESAMTE menschliche Wahrnehmung gänzlich auf Daten basiert, während die natürliche Ordnung einen sehr guten und direkten “Draht“ zum Feld hat. Nach Kuhlen ist “Information Wissen in Aktion“ und im Grunde zeigt sich hier warum der Mensch sich Informationen noch kaum bewusst sein kann und stattdessen datenlastig die Realität interpretiert. Energetisch auf das GANZE bezogen lautet Kuhlens Satz von der Information dann: Information ist die augenblickliche Transformation einer notwendigen Möglichkeit in aktive Ordnung und damit Kohärenz. Das Feld ist der Hüter dieser Kohärenz und damit des Ziels allen Lebens. Das Feld ist das Lied, welches alles Leben, aufgrund von Erinnerungen im Voraus, nach Hause zu holen vermag.

        Gruß Guido

        • Februar 18, 2014 um 1:46 pm

          Das morphogenetische Feld ist mir das Feld aller Möglichkeiten, sprich Potentialitäten, die in Form von Daten gespeichert sind. Zu Informationen werden sie gewandelt werden diese Daten von Wesen abgerufen.

          Dass dann bei Familienaufstellungen die Gefühlslage derer die die Rolle übernommen haben, denen der ursprünglichen Mitspieler sehr sehr nahe, deckungsgleich wird, liegt vielleicht daran, dass sie ja auf die selben Daten aus dem Feld zugreifen und auch das Wesen Mensch sich in gleichen Situationen gleich verhält. (Ich erinnere an Experimente mit der menschlichen Psyche –> http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment) Was wiederum bedeutet, dass unserem psychischen Sein offenbar ein gleicher Bauplan zu Grunde liegt. Dass sich das unterschiedlich zeigt, liegt an den verschiedenen Bedingungen die Wesen Mensch vorfindet und an den unterschiedlichen Perspektiven die Menschen einnehmen, auch wenn sie auf den gleichen Berg schauen. Wir stehen eben nebeneinander und nicht ineinander. Woraus sich Vielfalt entwickelt.

          Eine Verständnisfrage habe ich an Euch. Wenn hier von Geist die Rede ist, meint ihr dann den Teil des Geistes der zur Menschenwelt und nur zu ihr gehört? Weil mir der Geist als solcher viel umfassender scheint.

          Und noch eins; Das Leben braucht Menschen nicht, aber Menschen brauchen das Leben.

          Grüße in die Runde
          Martina

  17. Februar 17, 2014 um 9:37 am

    Ist Geist eine künstliche Droge ? Oder anders gefragt, ist unsere Realität, sprich, die Interpretation der energetischen Wirklichkeit, mittels nachlassendem Informationfluss und zunehmender Datenansammlung, nicht das Werk besagten Geistes, der somit nicht der natürlichen Ordnung ensprungen sein kann ? Somit ist Geist der Dealer, nicht die Droge selbst … aber er handelt immer mehr mit bw. von künstlichen Drogen.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Februar 17, 2014 um 3:51 pm

      „… das Werk besagten Geistes, der somit nicht der natürlichen Ordnung ensprungen sein kann?“

      Das ist eine Kardinalfrage.
      Ich stelle sie anders rum:
      Unter welchen Bedingungen kann aus einer „natürlichen“ Ordnung ein feindseliger Geist sich entwickeln?

      Warum blüht diese Blog? Nicht, weil die Feindseligkeit an ihm kein Interesse hätte, sondern weil hier ein Geist herrscht, der die bisher aufgetretene Feindseligkeit kontrollieren konnte.
      Und da für mich Wunderbare ist, dass durch den Umgang mit der Feindseligkeit sich das Bewusstsein darüber kontinuierlich steigerte.

      Natürlich ist Geist eine Droge. Er greift erst ein bisschen nach dir, er macht dir etwas schmackhaft und schmackhafter – bis die Entwicklung an einen Punkt kommt, wo es kein Zurück mehr gibt. Die Junkies lassen grüßen, vielleicht auch Schumacher, der dem Geist des Geschwindigkeitsrausches verfallen war.
      Besessen können Menschen von einer Idee sein, aber auch besessen von Unwesen: Die feindliche Übernahme – kein Problem bei Menschen, die zu sehr aus ihrer „Mitte“ rutschten.

      Bin gespannt, wie mein Bild in Deine Terminologie passt.

      Danke und Gruß
      Wolfgang

      • Februar 17, 2014 um 11:28 pm

        “Unter welchen Bedingungen kann aus einer “natürlichen” Ordnung ein feindseliger Geist sich entwickeln?“

        Indem er sich, der Konsequenzen und Möglichkeiten unbewusst, in das Abenteuer des Menschwerdens stürzt bzw. indem er sich derart unbewusst von der Kohärenz des Gesamtbewusstseins abtrennt und vermeintlich eigene Wege geht, sich als Mensch verkörpernd, doch vom Wesen her noch immer EINS mit dem kohärenten Wesen, von welchem er fortschreitet ??? Somit wäre Geist wieder der Dealer und reaktive (!) Unordnung die Droge, denn aktive Unordnung braucht weder Dealer noch ist sie Droge. Somit bringt erst der Geist, das, womit er dealt, in Umlauf um sich im Verlauf seines Fortschritts immer mehr zu bereichern. Jeder Mensch wäre demnach ein energetischer Dealer, und ein Hacker obendrein. Je künstlicher der Stoff, den er anpreist, sprich, Daten, desto potenzieller die Folgen und die Gefahr der weiteren Entfremdung von der Wirklichkeit. Je natürlicher der Stoff und umso besonnener und erfahrener der Umgang damit, desto intensiver können Informationen genutzt werden und die Entfremdung in Annäherung zur Kohärenz ermöglicht werden.

        Mmh …

        Somit liegt es an jedem selbst, aufgrund der Informationslage und des eigenen Potenzials, Karriere als Dealer und Hacker zu machen … oder derart intensiv ins Informationswesen einzusteigen, dass Grenzen, Mauern, und Gewohnheiten der Vergangenheit angehören und jeder Schritt eine neue Welt bedeutet.
        Teilzeit in beiden Berufungen kommt aktuell sehr in Mode, ist aber längst noch kein Massenphänomen.

        Gruß Guido

        • federleichtes
          Februar 18, 2014 um 2:36 am

          „… indem er sich derart unbewusst von der Kohärenz des Gesamtbewusstseins abtrennt und vermeintlich eigene Wege geht, sich als Mensch verkörpernd, doch vom Wesen her noch immer EINS mit dem kohärenten Wesen, von welchem er fortschreitet ???“

          Drei Fragezeichen waren mit keiner Ausrede zu übersehen.

          Auch das ist aus meiner Sicht eine Schlüsselfrage, ob es eine Trennung von Schöpfung und Schöpfungsursache geben kann.
          Leben ist energetisch – woher kommt die Energie?
          Leben ist informiert – woher stammen die Informationen?
          Leben ist geplant – woher stammt der Plan?
          Leben ist notwendig – was kann die Not wenden?

          Vermutlich ist die Wissenschaft dabei, den „Göttlichen Funken“ im Menschen zu bestimmen. Geben muss es ihn, denn – wie sonst sollte Gott in die Welt des Menschen/das Menschliche gekommen sein. Ob die Geschichten in der Bibel wahr sind oder im Hirn eines Bekifften entstanden, wird schwer zu beweisen sein. Bewiesen ist: Gott IST in der Welt der Menschen – jedenfalls ein Geist, zu dem der Mensch Verbindung aufnehmen, Affinität spüren, sich ihm zuwenden konnte.
          Ob es akzeptabel ist oder nicht, ich meine, die Bedingungen der irdischen Existenz BINDEN den Menschen an die Absicht, die das Leben schuf: Es ist die Dynamik/Verkörperung dieser Absicht.
          (Einige Menschen sprechen ja ganz offen aus, dass sie Gotteskinder sind.)

          Da aber informativ die Feindseligkeit im Leben steckt, ergibt sich durch das Verhalten des Menschen als sein folgerichtiger Ausdruck auch folgerichtig der EINDRUCK, er sei eher ein Kind des Teufels, als Kind eines Lieben Gottes. Wer also in diesem elenden Spiel nach Kohärenz sucht, wird nicht so leicht fündig. Obwohl der Sachverhalt ganz einfach ist – wäre nicht diese verwirrte, feindselige Welt, im Innen wie im Außen.

          Deine Fragezeichen sind mir lieb und wertvoll. Danke!

          Wolfgang

          • Februar 18, 2014 um 8:43 am

            “Leben ist energetisch – woher kommt die Energie?
            Leben ist informiert – woher stammen die Informationen?
            Leben ist geplant – woher stammt der Plan?
            Leben ist notwendig – was kann die Not wenden?“

            Woher kommt die Energie ? die energetische Wirklichkeit, das energetische Terrain “hiner“ der Karte der Realität.
            Woher stammt die Information ? Morphogenetische Feld, sprich, die natürliche Ordnung OHNE Einfluss des Geistes.
            Woher stammt der Plan ? Es gibt keinen Plan, weil die Entwicklung, die wir als Realität bezeichnen, in sich ungeplant vollzieht und somit erst zum Plan wird. Vielleicht passt hier das Wort “Erbe“ besser, was impliziert, das Science Fiction in der Tat Schnee von “Gestern“ ist.
            Was kann die Not wenden ? Der Zenit der Entwicklung, bedingt durch den maximalen bzw. maximierten Kohärenzverlust.

            Brüten wir mal weiter 😉

            Dankbaren Gruß zurück
            Guido

  18. Februar 17, 2014 um 12:04 am

    Bezüglich der Drogen:
    Dem Wasser der Ozeane liegt eine wesentliche Ordnung zugrunde, weshalb die Aufnahme von zuviel Meerwasser sämtlichen Landlebewesen nicht sonderlich bekommt. Zucker, unter Einwirkung von Sonnenlicht, weist ebenfalls wesentliche Ordnung auf, zuviel davon und über lange Zeiträume bringt das Gegenteil hervor. Dazu zählt auch Alkohol, vermag er nicht umsonst zu konservieren, sprich, eine vorhandene Ordnung aufrechtzuerhalten. Geringe Mengen von Alkohol können Menschen aus sich herausgehen lassen. Doch auch hier schießt ein Zuviel schnell über die wesentliche Ordnung hinaus. Gleiches gilt für sämtliche Pflanzendrogen in natürlicher Form, auch die Gifte von Schlangen, Insekten und dergleichen zählen dazu, Stichwort Medizinmänner und Schamanen. Ein Zuviel und die Wirkung schlägt gänzlich ins Gegenteil um.
    Drogen beleben die Dynamik der Unordnungsansammlung und der Ordnungsmöglichkeiten bezüglich der Überführung der Unordnung in aktive Ordnung, sprich, Tauglichkeit für das Leben als Ganzes. Der Grat ist schmal, die Schlange im Yin/Yang-Symbol kann diesbezüglich unzählige Geschichten erzählen und windet sich der Notwendigkeit der HARMONIE entsprechend.

    Künstliche Drogen schießen potenzieller übers Ziel hinaus und wissen durch die Vereinfachung ihrer Verfügbarkeit entsprechend zu verführen …

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Februar 17, 2014 um 1:34 am

      Ich bin kein Freund von jedweder Form künstlicher Regulierung. Wer Alkohol braucht, um aus sich heraus gehen zu können – sach ma, wat ist dat fürn Murksleben? Aber es gibt eben Fälle, Du kennst sie sicher aus Deiner „Praxis“, wo zum Beispiel Schmerzmittel unverzichtbar sind. Schätze mal, die alten Völker hatten auch ihre Mittelchen und nutzten sie – natürlich. Warum Menschen den ganzen Tag Kokablätter kauen ist so wenig natürlich, wie die Welt, in der sie leben – also doch natürlich?

      Wenn ich Grof als Freund angenommen habe, dann nicht wegen des THERAPEUTISCHEN Einsatzes von LSD, sondern weil er er die daraus folgenden Erkenntnisse systematisieren konnte – und es tat, mit sehr viel Mut echte Erkenntnisse in die Welt brachte.

      Die Menschen, die sich ihr Bewusstsein erlebten, haben ein anderes Bewusstsein als die, die sich mit kosmologischen Betrachtungen und philosphisch-religiös-formelhaftem Geschwurbel aus der Liga des Profanen heraus redeten, und nicht nur im Einzelfall dann nicht mehr wissen, was sie tun – geschweige denn tun müssten. Dafür reden sie umso mehr über die, von denen sie in ihren „Höhen“ gar nichts mehr erfahren können.
      Da frag‘ ich Dich mal:
      Ist Geist auch eine künstliche Droge?
      (ich denke da an den Geist der Feindseligkeit und Adrenalin)

      Jedenfalls erleben wir Natur-pur als Droge. Susanne ist ja cooler, aber ich, Mann, Mann, komme manchmal in sehr losgelöste Zustände und muss zur Reaktivierung meines Menschseins dann etwas Echtes leisten: Knipsen, just for now, also für die Tonne.
      Ich nehme weder Droge noch Medikament. Das hängt mit meiner Lebensweise zusammen. Eine, auf die ich nicht wieder verzichten werde. Falls diese Lebensweise mal die Unterstützung von Medikamenten brauchen sollte, sehe ich sie als gescheitert – und ziehe die Konsequenzen. Life is really simple, solange man Liebe wollen kann. Wird der führende Geist stärker als sie, ist die Zeit eben um.

      Grof, und in seiner Liga spielten ja noch ein paar Andere (z.B. Wilson und Leary, wenn ich richtig informiert bin), war einer der Geister, die den Zug der Erkenntnis auf ein entscheidendes Gleis lenkten. Ein kleines Wunder (der Harmonie?), dass er nicht in einem Gefängnis einen tödlichen Unfall erlitt oder sich im Drogenwahn ganz normal selbst erwürgte. Na gut, er lebt und kann uns als Beispiel dienen für die andere Seite des Geistes, die noch viel unerbittlicher sein kann als die gnadenlose Seite. Bewusstsein über diesen Geist kann – jedenfalls aus meiner Sicht – gar nicht genug entstehen.

      Das wurde mir nach meinem Abend-Telefonat auch wieder bewusst.

      Gruß
      Wolfgang

  19. Februar 16, 2014 um 10:02 pm

    Auf Facebook kam noch folgender Kommentar von Winfried Felser:

    Von der Ausbildung entspricht Dr. Grof den Anforderungen an „professionelle Hilfe“. Natürlich kuriert er nicht PTBS von Soldaten, indem er Geburstraumata kuriert (weil es eben PTBS und nicht Geburtstraumata sind), aber er wie auch andere setzen durchaus auf holtropes Atmen und LSD-Therpie oder andere psychodelische Therapieren.

    Meine Kritik gilt schnellen, pauschalen Urteilen, ohne sich eingehend mit einem Thema zu beschäftigen. Gerade nach der jahrelangen Verdammung psychodelischer Therapie-Ansätzen wiederentdecken die USA diesen Pfad für sich, gerade im Kontext von PTBS. Damit Sie es besser bewerten können, hier die Hinweise von Stan Grof:
    http://www.stanislavgrof.com/pdf/Vorwort%20von%20Stanislav%20Grof.pdf

    „In den USA sind viele bedeutende Universitäten auf die psychedelische Forschung zurückgekommen – die Harvard University, die University of California Los Angeles
    (UCLA), die Johns Hopkins University, die New York University, die University of California San Francisco (UCSF), die University
    of Chicago, und die University of Arizona in Tucson. Dr. Michael Mithoefer und seine Frau Annie haben von positiven Ergebnissen mit dem Gebrauch des Entheogens MDMA (Ecstasy) bei der Behandlung posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) berichtet (Mithoefer et al. 2010). Ihre Arbeit könnte bedeutende Folgen haben für die Behandlung emotionaler Störungen bei Kriegsveteranen.“

    • federleichtes
      Februar 16, 2014 um 11:28 pm

      Winfried Felser:
      „Meine Kritik gilt schnellen, pauschalen Urteilen, ohne sich eingehend mit einem Thema zu beschäftigen.“

      Da kann ich nur zustimmen. Dass Forschungen mit LSD betrieben werden, sagt erst mal nix, jedenfalls nichts Positives.
      Postive Nachricht ist, dass Menschen, die nicht in den Krieg ziehen und mitwirken, die Welt mit Feindseligkeit zu überschwemmen, nicht unter PTBS leiden. Mitleid mit Soldaten? Sorry, da bin ich augen-blicklich behindert, weil ich keine Opfer, sondern Täter sehe.

      Das Trauma in seiner Schutzfunktion ist natürlich – jedenfalls in einer feindseligen Welt. aus diesem Grunde besitzen Tiere auch diese Funktion (obwohl sie nicht traumatisiert sind!). WEnn wir also über die Behandlung von Traumata sprechen, sprechen wir über die nicht-bewussten reaktiv-feindseligen Informationen. Wie sie aktiv werden, kann man natürlich fragen und dafür seine Couche vermieten. Man kann aber auch – generell – nach dem Wesen der reaktiven Information fragen.

      Wir taten das bereits, und stellten fest, dass eine Information alleine nicht feindselig sein kann. Sie wird auch nicht feindselig durch den Kontakt mit Energie, sondern durch die Blockade von Energie. Und wie blockiert sich Energie. Nicht durch den Heiligen Geist oder sinnfreies Geschwafel, denen man locker ausweichen kann: Durch eine konkrete die Existenz bedrohende Information. Bilden sich aus vielen gleichartigen Informationen stabile Muster, braucht es für deren Funktion die eigentliche Ursache (permanente Bedrohung der Existenz) nicht mehr.

      Danke, Martin!

      Wolfgang

      • Februar 16, 2014 um 11:51 pm

        “Bilden sich aus vielen gleichartigen Informationen stabile Muster, braucht es für deren Funktion die eigentliche Ursache (permanente Bedrohung der Existenz) nicht mehr.“

        Das dürften dann wohl Mauern werden, schließlich hat robustes Mauerwerk auch ein auffälliges Muster, und diese Mauern stellen Grenzen dar, Einengungen, die einem umso mehr die Luft zu nehmen drohen, je weniger (frischer) Wind durch den so entstehenden Tunnel ziehen kann. Was bleibt ist der Blick stur geradeaus, doch stur geradeaus lässt weitere reaktive Unordnung ansammeln und der Tunnel, samt Tunnelblick, wird zum Teufelskreis ohne Ausweg. Daher ist frischer Wind nötig, als Metapher für neue Herausforderungen, der unmittelbar seiner Frische entledigt wird und so als Freiheit bewusst werden kann, um vom geraden Weg abzuweichen und immer weniger Unordnung anzusammeln.

        In den Zusammenhänge, Wolfgang, wie Du sie oben darlegst, findet sich auch die Bildvokabel des plötzlichen Kindstodes wider:

        http://www.gold-dna.de/updatemai13.html#up401

        Gruß Guido

    • Lotus
      Dezember 15, 2014 um 10:42 pm

      Die Heilung der Geburt und die der Kriegstraumata als Soldat geht miteinander einher. Wer die Zusammenhänge zwischen beidem nicht verstanden hat, hat noch nie holotrop geatmet. Deshalb nochmal der Verweis auf die Co-Ex-Systeme, von Grof z.B. in seinem Buch „Die Psychologie der Zukunft“ ganz klar beschrieben.

      Die posttraumatische Belastungsstörung, erlebt als Soldat, liegt auf der biographischen Ebene.
      Darunter liegt das Geburtstrauma in 4 Phasen/4 Matrizen.
      Darunter die kollektive/karmische/archetypische Ebene.

      Bsp.: Jemand kommt mit Atemnot, Brustschmerzen und Schulterschmerzen zum holotropen Atmen.
      Auf der biographischen Ebene erinnert er sich, als Kind am Sandstrand von anderen Kindern vergraben worden zu sein und an die Panik und Atemnot, die damit einher ging.
      Auf der Ebene darunter, auf das Geburtstrauma bezogen, entspricht das der Erfahrung, während der Geburt mit der Schulter am Steißbeinknochen der Mutter hängen geblieben zu sein -> Schulterschmerzen.
      Auf der kollektiven/karmischen/archetypischen Ebene entspricht das der Erinnerung an ein früheres Leben, in einer Schlacht von einem Pfeil in die Schulter getroffen worden zu sein.

      Soweit die Erklärung und das Beispiel aus Grofs Büchern wiedergegeben.

      Hier wird also ganz klar die 3.te Matrize während der Atmen wieder erlebt.

      Bitte informiert euch umfassend, anstatt dort Trennung vorzunehmen, wo keine sind!

      Traumata sind durch mehrere Ebenen miteinander verknüpft!

      Stanislav Grof nennt das CO-EX-Systeme.

  20. Februar 16, 2014 um 8:11 pm

    Eine intensive Beschäftigung mit LSD brachte die Erkenntnis, daß unter den heutigen Bedingungen nur theoretische Reflexionen von Bedeutung sind, einer praktischen Annäherung jedoch abzuraten ist. Hingegen wird die positive Bedeutung psychedelischer Musik immer klarer. Die LSD-Frequenz kann über Atmen, Zuhören und Tanzen ansatzweise erfahren werden.

    Liebe Grüße
    Burcado

    PS
    Es waren Christina und Stanislav Grof, die mich mit dem Konzept des ‚Holotropen Atmens‘ auf die Idee gebracht haben, eine eigene Atem- und Tanzmeditation zu kreieren. Wir brauchen den Austausch und es ist möglich, gute Wege zu finden, wenn ich mich selbst ermächtige, spirituell zu arbeiten.

  21. Februar 16, 2014 um 7:47 pm

    maretina :

    “Auch unser sorgloser Einsatz von Antibiotika verdeutlicht diesen Umstand sehr deutlich.” Weil er uns vermeintlich der Notwendigkeit enthebt unsere Traumata zu erkennen und aufzulösen. (Antibiotika, ein Bsp. unter vielen)
    Grüße
    Martina

    Zumal der Einsatz uns ja gar nicht erst an die Grenze unserer (Selbstheilungs)Möglichkeiten kommen lässt und so ein Pfad nicht zu einem Weg werden kann, der auch anschließend von anderen genützt werden könnte.

    Dieses Beispiel verdeutlicht zudem wohin es führt, wenn eine Entwicklung nicht im Kontext des GANZEN betrachten wird bzw. werden kann. Fortschritt ist ja an sich nicht schlecht, der wahre schon mal gar nicht, der technologische aber auch nicht, ist auch er notwendig, damit die natürliche Ordnung ihrerseits für einen weiteren kosmischen Lernprozess dazulernen kann, bedingt durch unser Verständnis und unseren Einsatz von technologischem Fortschritt. Daher kann KEIN Problem im Grunde gelöst werden, wenn die Rahmenbedingungen des GANZEN nicht mit einfließen. Daher schafft jede Diskussion, jeder Versuch einer Lösung einzig die Bewusstwerdung von Problemen, jedoch NICHT die endgültige Lösung eines Problems.

    Gruß Guido

  22. Mathias
    Februar 16, 2014 um 1:38 pm

    Vielen Dank Martin, für dieses Thema.

    Was mich in letzter Zeit noch bezüglich der Geburt gedanklich beschäftigte, ist die Frage, warum der Geburtsvorgang so wie er schrittweise abläuft, überhaupt traumatisierend wirkt? Wozu hat es die Natur so eingerichtet? Ich meine, es wird ja keinesfalls grundlos so eingerichtet sein. Und damit will ich sagen, dass es wohl eher um die bei der Geburt übertragenen Informationen geht – und die geschilderten 4 Phasen der Geburt mit ihren entsprechenden Empfindungen, wären nur die „Bildwerdung“ von Informationen auf körperlicher Ebene.

    Wozu muss der Mensch die Geburt psychisch so erfahren, wie er sie in der Regel bisher erfahren hat? Die Antwort – so denke ich, hängt mit dem Kali-Yuga Zeitalter zusammen, in das er hineingeboren wurde, um auf dieser Bühne der Feindseligkeit seine Rolle entsprechend mitspielen zu können. Verwundert es etwa, dass die Bühne der Feindseligkeit bisher jedenfalls, von psychisch Angst-Besetzten Toren – der Geburt und des Todes, umrahmt war(*)?

    Jedenfalls stellt sich mir die Frage, ob die psychische Erfahrung der Geburt überhaupt die EIGENTLICHE URSACHE ist – welche dann traumatisch verschlüsselt, dem Menschen eine Bestimmung aufbürdet. Das ist meines Erachtens nicht der Fall. Das hieße, das man der Bestimmung die sich aus dem Geburtstrauma zu ergeben scheint, per Kaiserschnitt etwa umgehen könnte. Und auch das glaube ich nicht, das dies überhaupt möglich ist.

    Liebe Grüße,
    Mathias

    (*) Wenn die Bühne sich ändert, dann müssten sich demzufolge auch die psychisch aufgeladenen Tore ändern (Natürlich, es ändert sich lediglich die Interpretation der Psyche, was die Tore anbetrifft). Martins anderer Beitrag bezüglich angenehmen Erfahrungen bei Geburten, wie sie von einigen Frauen so empfunden wurden, mag da auch ein Hinweis sein.

    • Februar 16, 2014 um 2:07 pm

      “Das hieße, das man der Bestimmung die sich aus dem Geburtstrauma zu ergeben scheint, per Kaiserschnitt etwa umgehen könnte.“

      Heute ist BINGO-Tag. Hier zeigt sich der Imperativ des technologischen Fortschritts von seiner “besten“ Seite: Zum Wohle Einzelner, auf Kosten Aller.
      Die Informationen, welche durch Kaiserschnitt NICHT übertragen werden können, werden sich anderweitig thematisieren lassen, sprich, die reaktive Unordnung, die aufgelöst hätte werden können, durch natürliche Rollenzuweisung, wird sich an anderer Stelle in der Realität zeigen.

      Gruß Guido

      • Lotus
        Dezember 15, 2014 um 10:32 pm

        Kenne jemanden, der per Kaiserschnitt geholt wurde. Dementsprechend „fehlt“ ihm die dritte Matrix, das Passieren des Geburtskanals.
        Er hängt also depressiv zuhause rum, kann sich nicht allein von Mama abnabeln, denn er wartet ja darauf, dass er geholt wird, wie ihn damals jemand geholt hat.
        Er weiß nicht, dass er sich eigentlich selbst rausschaffen muss.
        Und dieser Kaiserschnitt war nicht medizinisch notwenig. Die Konsequenz der Geldgier der Ärzte trägt ER.

    • Februar 16, 2014 um 3:38 pm

      Was für ein tolles Thema. Danke, Martin.

      Ich weiß nicht, ob es der Geburtsvorgang ist, der traumatisierend wirkt oder ob eher die empfangenen Eindrücke während der neun Monate im Mutterleib, gegen die sich das Ungeborene nicht schützen kann, traumatisierend wirken. Wahrscheinlich beides, obwohl meiner Erfahrung nach die Zeit der Schwangerschaft für die Traumatisierung eine größere Rolle zu spielen scheint.
      Bezügl. Kaiserschnitt und natürliche Geburt tauschten wir uns hier schon einmal aus. Der Geburtsvorgang, so wie er natürlicherweise abläuft, scheint mir so angelegt, dass sich das Kleine gerade durch die erfahrene Enge und wohl auch teilweise damit einhergehende Existenzangst, wohl ein Trauma holt, allerdings mit dieser Erfahrung erste Kräfte fürs Leben im KaliYuga sammeln kann. Kaiserschnittkindern ist das verwehrt, sie müssen Widerstandskräfte auf anderen Wegen sammeln. Widerstandskräfte auf allen Ebenen physisch, emotional, Mental. (Widerstandlose Sklaven ?) Gibt es deshalb neuerdings so viele Kaiserschnitte? Das war mal eine Notoperation, dafür ist er gedacht, um Leben zu retten.

      Schauen wir ans andere Ende des Lebens. Dort bietet sich ein ähnliches Bild. Der Tod scheint kein natürlicher Vorgang mehr zu sein, ist ausgeblendet aus dem, was wir so Leben nennen. Wer stirbt wird versteckt, in Krankenhäusern, Hospizen etc. Angeschlossen an Schläuche, Maschinen, zwangsernährt. Sterben auf diese Art und Weise erscheint schrecklich und umgehenswert. Alles passend zu dem, was ich unter KaliYuga verstehe. Es gibt auch hier bedenkenswerte Fakten. Z.B. dass während des Sterbeprozesses Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet werden, die Schmerzen lindern und ein friedlich-glückliches Gehen über die Schwelle ermöglichen, ohne zugedröhnt zu sein mit pharmazeutischen Drogen, die das verhindern, genauso wie Zwangsernährung (Magensonden) etc. dieses verhindern. Ist ein Mensch auf diesem Weg auf dem er nicht mehr umkehren kann, finde ich es menschenwürdig, ihm diese Erfahrung, sofern die Schmerzen nicht unerträglich sind, als letzte Gabe dieses Lebens zu ermöglichen.

      Zur Traumauaflösung selbst, es gibt viele Wege, die zielführend sind. Das ist gut so. Nicht Jedem passt jede Methode. Auf das Ergebnis kommt es an, darauf, dass ein Trauma geht (und Platz schafft für das nächste Trauma, das bearbeitet werden will.)

      Schönen Sonntag in die Runde.
      Martina

      • Februar 16, 2014 um 5:19 pm

        “Das war mal eine Notoperation, dafür ist er gedacht, um Leben zu retten.“

        Gleiches gilt für den technologischen Fortschritt an sich, denn nur so zeigt sich antifragiles Potenzial, im Gegensatz zum Wunsch von immer mehr Menschen mittels Fortschritt robust zu sein und so doch nur Fragilität hervorrufend. Der Fortschritt kann nur wahrhaftig sein, wenn es an die Grenze des bereits Möglichen geht. Genau das verkörpert die natürliche Ordnung unentwegt. Der Mensch lässt seinen Fortschritt aber mehr und mehr zur Massenware verkommen, um den möglichst einfachen Weg zu gehen, anstatt an die eigenen Grenzen der eigenen Möglichkeiten der Existenz zu gelangen.

        Auch unser sorgloser Einsatz von Antibiotika verdeutlicht diesen Umstand sehr deutlich.

        Gruß Guido

        • Februar 16, 2014 um 7:03 pm

          „Auch unser sorgloser Einsatz von Antibiotika verdeutlicht diesen Umstand sehr deutlich.“ Weil er uns vermeintlich der Notwendigkeit enthebt unsere Traumata zu erkennen und aufzulösen. (Antibiotika, ein Bsp. unter vielen)
          Grüße
          Martina

    • federleichtes
      Februar 16, 2014 um 3:39 pm

      Das Prinzip der Geburt entspricht doch genau dem Werden – sozusagen als Krönung – dem Eintritt in eine feindselige Welt. Dann die Einheit Wesen-Körper mit der Psyche als Brücken-Funktion. Der Körper als Organ, Feindseligkeit zu senden und zu empfangen, sie zu demonstireren, greifbarer zu machen.

      Gut, dass Du noch mal auf den Kaiserschnitt hinweist.
      Die künstliche Form der Geburt ändert ja nichts an der grundsätzlichen Feindseligkeit, die im Menschen angelegt ist – informativ durch die lange Geschichte der Menschwerdung. Die ja genau besehen eine Geschichte der Entwicklung der Feindseligkeit ist – sein muss, da die Informationen reaktiv sind. Da sehe ich die eigentliche Bestimmung des Menschseins, seine UND die allgemeine, systematisierte Feindseligkeit zu de-aktivieren.
      (und ich erspare mir den erneuten Hinweis nicht: Wer aus der Traumatiserung raus will, muss – auch – aus dem System raus)

      Die Geburtserfahrung ist keine psychische Erfahrung, sondern eine körperliche. Die lebensfeindlichen Informationen werden (nur) in der Psyche verarbeitet.
      Und mit dieser Aussage berühre ich meine Vermutung, Psyche sei das Leben selbst – der Wille/die Absicht, Feindseligkeit „zu verarbeiten“.

      Ja, ein spannender Tag heute. Ich geh mal raus, mein Kopf brummt. Hoffentlich hat das nichts mit der schmelzenden Kerze zu tun.

      Danke, lieber Mathias.

      Wolfgang

      • Mathias
        Februar 16, 2014 um 9:55 pm

        Die Geburtserfahrung ist keine psychische Erfahrung, sondern eine körperliche. Die lebensfeindlichen Informationen werden (nur) in der Psyche verarbeitet.

        Ich übernahm die Formulierung „psychische Erfahrung“ aus dem Text, weil mir zunächst nicht klar war, ob die lebensfeindlichen Informationen – egal ob über natürliche Geburt oder Kaiserschnitt, auch so übertragen werden. Sie „sitzen“ wohl in jedem Falle im morphogenetischen Feld.

        Aber: Der Kaiserschnitt bedeutet wohl, den Menschen um das Abbild (Aufprägen) der lebensfeindlichen Informationen in seinem Körper (körperliches Erinnerungsvermögen; körperliches Warnsystem) zu berauben. Da scheint mir Martinas Hinweis auf „widerstandslose Sklaven“ schlüssig, und ich dachte spontan auch an Huxley’s „Schöne Neue Welt“.

        Ja, auch Dir vielen Dank, und herzliche Grüße,
        Mathias

        • federleichtes
          Februar 16, 2014 um 11:05 pm

          Meister der sauberen Kommunikation: Mathias.

          Eine Erfahrung IN der Psyche können die (aktuellen) lebensbedrohlichen Informationen erst werden, wenn das Bewusstsein des Kindes das zulässt.
          Bis dahin wird es weiter mit feindseligen Infiomationen gefüttert – Eltern und „soziales“ Umfeld lassen grüßen. Und es wird nicht dafür gesorgt, dass die Feindseligkeit abfließen kann, im Gegenteil lernt das Kind im Zuge seiner „Sozialisierung“, dass es blockieren muss, um, im weitesten Sinne, überleben zu können. Es lernt Ja zu sagen, wo es Nein sagen müsste, es lernt, sich zu verstecken oder anders zu schützen, mit Täuschen und Tarnen, mit List, die zur Tücke wird.
          Dass in einem bestimmten Alter dann Revolte kommt, wer könnte sie nicht verstehen. Aber diese Revolte ist unbestimmt, eher ein allgemeines Aufbegehrenein unterbewusstes abreagieren des erfahrenen Unrechts, des Normalen. In das der Jugendliche sich in einer weiteren Entwicklung, ohne dass er seine biografischen Traumata aufgeöst hätte, dann erneut zu fügen hat. Was dann kommt, scheint folgerichtig: Flüchten (Verdrängen), Angriff (Aggression), Totstellen (Depression) – die Muster sind ja im Gehirn angelegt. Misch-Reaktionen sind möglich und nötig, Mensch ist ja intelligent.

          Dem Kaiserschnitt-Menschen fehlt nur das spezielle Geburtstrauma. Bedeutet, die traumatische Funktion als Beschützer ist schwächer, als bei Normal-Geborenen. Bedeutet, diese Kinder erleben „soziale“ Feindseligkeit, zeitlich früher und auch intensiver, da ihr Bewusstsein früher aktiviert wird. Sie haben es im Lebensverlauf sicher nicht leichter, sicher erleben sie aber anders (umfangreicher) und Anderes (genauer). Ob daraus willenslose Sklaven werden? Schaue ich auf meine jüngste Tochter, ist eher Gegenteiliges zu „befürchten“.

          Wie kommst Du darauf, dass feindselige Informationen im morphogenetischen Feld gespeichert sind? Bislang ging ich davon aus, dass sie in der Zellstruktur gespeichert sind – und im morphogenetischen Feld Informationen sind, die aus der Verabreitung der feindseligen Informationen stammen, also technologisch Informationen. Im Sinne von: Kein Gedanke geht verloren. Erkenntnis, Erfahrung, Wissen und Weisheit sollten, zumindest theoretisch, für Alle verfügbar sein – jedenfalls im Sinne einer effzienten Schöpfung. Dass zunehmend mehr Menschen von alten und neuen Informationsquellen abgeschnitten sind/werden, kann ich mir auch nur mit dem Kali-Yuga erklären. Oder zieht auch hier das Harmoniegesetz?

          Wat’n Glück, dass es Euch gibt.

          Herzliche Grüße in die – Gott sei Dank – sehr unspezielle Spezialrunde.

          Wolfgang

    • Lotus
      Dezember 15, 2014 um 10:27 pm

      Lieber Matthias,
      Grof schreibt ganz klar:
      Unter den biographischen Erlebnissen
      liegt die perinatale Ebene (auf den Geburtsvorgang bezogen)
      und darunter liegen nochmal die kollektiven, archetypischen und karmischen Ebenen.

      Der Geburtsvorgang ist also nur eine Schicht von vielen,
      siehe die Grof beschriebenen Co-Ex-Systeme.

      • federleichtes
        Dezember 16, 2014 um 12:27 am

        Gerade am Abend fassten wir unser Betrachtungen zum Trauma, genauer gesagt zur Traumastruktur, etwas weiter.

        Aktueller Stand
        Das biografische Trauma;
        das kollektive Trauma;
        das BIOLOGISCHE Trauma.

        In der Annahme – einer Wechselwirkung. Die auf EIN Trauma hindeutet. Und dieses EINE Trauma will aufgelöst werden. Gewissermaßen in einer konzertierten Aktion mittels des in der Trauma-Struktur Fragmentierten.

        Ich schicke Mathias Deinen Kommentar per Mail.

        Danke
        Wolfgang

        • Dezember 16, 2014 um 12:39 am

          Dachte mir schon, dass Du hier erscheinst 🙂

          Anbei noch Folgendes, was für sich selbst spricht, dem Trauma gehörig auf die Finger schauend … und nebenbei darlegend, warum die Gesellschaft keine Gemeinschaft ist:

          http://www.welt.de/gesundheit/article123432872/Wo-die-Spontangeburt-zur-exotischen-Ausnahme-wird.html

          Gruß Guido

          • federleichtes
            Dezember 16, 2014 um 1:03 am

            WAS hat Dich das nur „denken“ lassen?

            Ohne den Text gelesen zu haben.
            Gemeinschaft und Gesellschaft unterscheiden sich durch Art und Inhalte ihrer Kommunikation.

            Die Gesellschaft kommuniziert, um Bedürfnisse zu schaffen und zu befriedigen.
            Die Gemeinschaft kommuniziert, um Bedürftigkeiten zu klären und aufzulösen.

            Unter gewissen Umständen wäre ich bereit, DIE Gesellschaft als die am besten organisierte Form der Asozialität zu bezeichnen.
            Sie kann von einer Gemeinschaft reflektiert werden, um zu erkennen, wie ein echtes Miteinander (gegenseitiges Wohlwollen) auf keinen Fall gehen kann.

            Die Arbeit am Trauma brauchte etwas Zeit. Man gab sie uns. Seitens eines Bewusstseins, das sehr genau weiß, was es will und wie es das bekommt. Wer Das mal fühlen konnte, tscha, der weiß auch vom Wesen der Gemeinschaft UND der Gesellschaft und vertraut auch dem Miteinander dieser so verschiedenen Organisiertheiten.

            Ich danke Dir.
            Wolfgang

          • Mathias
            Dezember 17, 2014 um 1:08 pm

            Danke für den verlinkten Beitrag.

            Fast 1/3 aller Geburten in Deutschland nun per Kaiserschnitt – ich staunte nicht schlecht.

            Die im Artikel dargelegte Diskrepanz zwischen „medizinisch notwendig“ und „tatsächlich ausgeführt“ weist in der Tat auf das Trauma hin, das sehe ich auch so. Ängste, traumatisch begründet, verlangen nach „Sicherheit“ – nur ist es eine künstliche „Sicherheit“, die umso zahlreicher sie sich ausdrückt (der Kaiserschnitt steht hier wohl als gutes Beispiel) im Grunde das Vertrauen ins Leben niemals ersetzen kann, sondern das Gegenteil ausdrückt.

            Die Erwähnung von einigen brasilianischen Städten mit Kaiserschnittraten von 90% zeigt auch das Ängste allein dafür nicht ausreichend als Erklärung sind. Wahrscheinlich sind es da unterschwellige Ängste in Verbindung mit „Modetrends“ (Suggestionen des Zeitgeistes).

            Schön fand ich auch das geschilderte Beispiel aus Malawi, wo die Geburt eines Kindes in einer Gemeinschaft gefeiert wird. Ich war zwar selbst nicht in Malawi, aber in anderen ärmeren Ländern, und da fand ich auch viel engere Beziehungen, die mir zwischen Kindern, Eltern und Gemeinschaft sichtbar waren.

            Gruß,
            Mathias

          • Dezember 17, 2014 um 6:51 pm

            „Ängste, traumatisch begründet, verlangen nach „Sicherheit“ – nur ist es eine künstliche „Sicherheit“, die umso zahlreicher sie sich ausdrückt (der Kaiserschnitt steht hier wohl als gutes Beispiel) im Grunde das Vertrauen ins Leben niemals ersetzen kann, sondern das Gegenteil ausdrückt.“
            Die Umgehung des Trauma / des Schmerzes verhindert dieses außerordentlich große Glücksgefühl, das sich einstellt, wenn Mensch durch das Trauma, den Schmerz hindurchgegangen ist und die Befreiung davon erlebt.
            Im Falle einer Geburt trägt die Mutter nicht allein den Schmerz, sondern auch das Kind wird durch den Geburtskanal gepresst und trägt das Seine dazu bei, ist in dieser Phase aktiv. Diese gemeinsam erlebte schmerzvolle Zeit, stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind. – Womit sich mir die Feststellung aufdrängt, dass durch die Propagierung des medizinisch nicht notwendigen Kaiserschnitts, eine Wurzel die Ur-Vertrauen geben kann, geschwächt wird.

            Liebe Grüße
            Martina

          • Dezember 17, 2014 um 7:16 pm

            Die steigende Zahl der sog. „Kasierschnitt-geburten“ (Schnitt-en-bindung) wird falsch interpretiert. Hier geht es nicht um eine „Modeerscheinung“ oder der gleichen.

            Die Anzahl der Schnittentbindungen steigt, weil trotz der fehlenden Voraussetzungen überhaupt ein Kind zu gebären, trotzdem „Frau“ „Mutti werden will (oder sollte man eher sagen, spielen will).

            Die Anzahl Bsp. derer die von ihrr Phaysionomie her überhaupt keine Eignung besitzen, sprich eine normale Geburt überhaupt nicht in Frage kommt. (Bsp. schmales Becken etc. pp.)

            Hier wird also die sog. „moderne Medizin“ dazu benutzt, wider der Natur, Mutti werden zu wollen und das mit allen Konsequenzen die dies mit sich bringt.

            Das ist ja „nur“ eines von vielen Absurditäten.

            Wo sind Frauen und Männer, schaut man sich um, die überhaupt aus ihrer eigenen Stabilität heraus, Nachkommen überhaupt noch Verantwortlich zur Welt bringen?

            Hier geht es nicht mehr um natürliche Vorgänge, hier wird unter dem Mantel der „modernen Zeit“ wider der Natur, leben PRODUZIERT.

          • Dezember 17, 2014 um 8:14 pm

            Bezüglich diesbezüglicher Absurditäten hätte ich noch dieses:

            http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/brustvergroeerung-von-b-nach-d-in-der-mittagspause-901853447072.php

            Ja, das TRAUMA bzw. das PROBLEM wiegt offenbar schwer auf der Schulter des weiblichen Prinzips … dass es dergestalt vor dem männlichen Prinzip meint buckeln zu müssen. Eine Krähe hackt, so sagt man ja, der anderen kein Auge aus. Eine männliche Hand wäscht die andere …

            Gruß Guido

          • Dezember 17, 2014 um 8:17 pm

            “Hier geht es nicht mehr um natürliche Vorgänge, hier wird unter dem Mantel der “modernen Zeit” wider der Natur, leben PRODUZIERT.“

            Die Krönung dessen zeigt sich im folgenden Bühnenstück in drei Akten:

            https://faszinationmensch.com/2013/09/12/von-der-wiege-zum-grab-das-problematische-schicksal-der-menschheit/

            Gruß Guido

  23. Februar 16, 2014 um 12:39 pm

    Bewusstes und kontrolliertes Atmen als Kontrolle der Ur-Energie (prana, chi oder tao), die auch im eigenen Wesen zu finden ist , kann ein Hilfsmittel zu anderen Methoden als Ausweg aus einer Traumata sein. Dies ist auch als pranayama bekannt.

    Dies ist das, was auch in China tai-chi und chi-gong zu bedeuten hat.

    Pranayama unterstützt ersichtlich, deutlich , das Erlangen der Besserung des allgemeinen körperlichen und psychischen Wohlbefindens , insbesondere nach Atemwegskrankheiten oder Beschwerden dieser, psychischen Störungen, Dysfunktionen des Atemapparats allgemein, allgemeine Schwächen, Konzentration-, Schlaf- sowie Herzrhythmusstörungen.

    Der Atmung ist die Spiegelung des Herzpochens.

  24. federleichtes
    Februar 16, 2014 um 2:29 am

    Ja, mit der Vertiefung des traumatischen Phänomens bist Du auf der richtigen Spur, in Deinem Sinne und in dem des Blogs. Das Auflösen traumatischer Blöckaden ist mir sogar (erst mal) sekundär. Viel wichtiger, Bewusstsein über die Realität des Trauma zu schaffen. So wie Psyche aus der begrifflichen Unbegreifbarkeit empor stieg, so wird auch das Trauma zu einem Thema werden, das die Menschen bewegen und von dem sie bewegt werden.

    Ich erinnere mich gene an die Anfänge meiner Arbeit hier, als ich immer wieder darauf hinwies, wie wichtig die Entwicklung DES Menschen ist und dass wir nur gemeinsam, miteinander als Freunde, diesen Weg gehen können. So weit, gewissermaßen zu einer Sternstunde, sind wir also gekommen. Und ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich mich freue darüber.

    Ein dickes, fettes Dankeschön in die Runde: Ihr seid fabelhaft.

    Euer
    Wolfgang

    PS 1.
    Ich las eben noch mal meine Kommentar zu Grofs Buch „Kosmos und Psyche“ – die ich vor 11 Jhren schrieb. Bereits damals hatte ich das Prinzip des Lebens klar erkannt – war dann aber von einer Konkretisierung abgewichen; es brauchte eben seine Zeit. Wer an den Texten interessiert ist, bitte über die Homepage schreiben

    PS 2.
    Naturpflanzen zu verbieten bzw. deren Anwendung zu bestrafen und die Verweigerung der „medizinischen Wissenschaft, das Verfahren Grofs anzuerkennen, erklären wohl einiges Grundsätzliches eines Systems – der Feindseligkeit. Wer sich für die Praktiken in der Psychiatrie interessiert, kommt hier

    http://opablog.net/2014/02/15/beate-n-ii-arme-schweine/

    aus dem Staunen nicht raus. Ich staunte nicht, weil ich die Zustände aus direkter Quelle kenne.

  25. Februar 16, 2014 um 2:06 am

    Bis vor ca. 70 Jahren waren alle Naturpflanzen frei benützbar und viele in Apotheken erhältlich. Warum hat sich das so kraß geändert? Warum braucht man nun Gesetze die einem davon abhalten eigene Erfahrungen damit zu machen? Sicherlich ist es nicht um uns zu beschützen, denn diese Naturprodukte bringen keine Nebenwirkungen außer eine andere Sicht von den Dogmen die uns fesseln.

    Lysander Spooner wußte bereits 1875 :

    Wenn eine Regierung Laster zu Verbrechen erklärt und sie als solche bestraft, versucht sie die wahre Natur der Dinge zu verfälschen.

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