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Vom Bewusstsein des Sterbens und der Bewusstwerdung des Sterbenlassens

Sicherlich kein leichtes Thema, wohl aber eher dadurch bedingt, dass Gesellschaften Ängste überhaupt erst ermöglichen, weil ihnen das Notwendige abhanden kommt. Sicherlich gibt es unzählige Pfade, auf denen der Tod einen ereilen kann, manchmal kommt er aber auch bewusst verlangsamt. Sicherlich kann dieser Artikel nicht alle Schicksale und alles Leid im Rahmen des GANZEN betrachten. Sicherlich trauern wir, sind hilflos, wütend, sorgen uns, trösten, beklagen den Verlust und lehnen uns auf gegen das Unausweichliche … und doch scheint der Tod eine Grenze zu sein, wie keine andere … die wir uns allesamt bisher selbst geschaffen haben !!!

Daher anbei der Versuch dem Wesen dieser Grenze auf die Spur zu kommen, denn wo Zeit und Geld das Sagen haben, und das Auge des Gesetzes über Grenzen wacht, sind Ängste nicht fern, erst recht nicht die Angst vor dem Tod, entscheiden doch in modernen Zivilisationen gerade die Zeit und das Geld darüber, wie dramatisch ein Todesfall wahrgenommen wird und welche Möglichkeiten vorhanden sind den Tod abzuwenden bzw. möglichst lange hinauszuzögern.
Kein anderes Thema spiegelt demnach das Ausmaß der Entfremdung der Menschen vom wahren Wesen des Lebens wider, wie der Tod und der scheinbaren, damit einhergehenden, Endgültigkeit. Daher lohnt es sich die bisherige gesellschaftstaugliche Interpretation des Todes näher zu betrachten, um ein Gefühl dafür zu erwecken, wie es jenseits des Zenits der Unordnung mit unserer modernen, datenlastigen, Sichtweise des Sterbens weitergehen mag. Auf dem DACHBODEN von GOLD-DNA kam dieses Thema bereits zur Sprache, welches ich nun mittels dreier Texte etwas genauer betrachten möchte. Den Anfang macht der hier verlinkte Text:

… “Suizid ist keine Privatsache. Organisierte Sterbehilfe muss verboten werden.“ …


Der Text verdeutlicht den wesentlichen Unterschied zwischen einer Gesellschaft und einer Gemeinschaft. In einer Gesellschaft gehört dein Tod allen, doch dir selbst immer weniger. In einer Gemeinschaft dagegen gilt: Weil du es selbst so willst, gehört dein Tod allen anderen … und dir selbst. Die Diskussion, was bezüglich des Sterbens erlaubt ist und erlaubt sein darf ergibt sich erst aus der Entfremdung des Menschen von der Gemeinschaft des Lebens als Ganzes, sprich, aus dem Streben nach Harmonie erwächst die Angst vor dem Tod in dem Ausmaß, wie der Mensch der HARMONIE des GANZEN den Rücken zukehrt. Gesellschaften verkörpern immer mehr einzig die Abkehr vom Wesen(tlichen), womit die Angst vor dem Tod überhaupt erst ihren Anfang nehmen kann. Daher kann mit den Mitteln der Gesellschaft die Angst, im Allgemeinen, und die Angst vor dem Tod, im Speziellen, nicht genommen werden, bauen Gesellschaften doch zunehmend auf Zeit, Geld und Gesetzen ein turmähnliches Gebäude auf, das umso mehr Ängste beherbergt, je mehr sich das Fundament vom Wesen des Lebens entfernt … und so selbst zur Verkörperung der Ängste wird, welche die Gesellschaft von Innen heraus am Mangel des Wesens erkranken lässt. So stellt sich jede Verkörperung einer Lebensform als Notwendigkeit dar, als Ausdruck dessen, was das wahre Wesen des Lebens nicht ist. Solange ist auch der verkörperte Tod an sich eine Notwendigkeit, was jedoch, durch die Fokussierung auf die Zeit bzw. das in Jahren gezählte Alter, und durch die Fokussierung auf die Möglichkeiten des Geldes, von der Gesellschaft geleugnet werden kann, so eine vermeintliche Schuld anderswo anklagend und den Ursprung sämtlichen modernen Todesvokabulars nicht in der Entfremdung der Gesellschaft selbst wahrnehmend, von der man selbst ein Teil ist. Aus den Augen, aus dem Sinn … was energetisches Futter für weitere Ängste ist.

Von der Freiheit zu sterben, wie hier beschrieben, ist unsere vergesellschaftete Realität daher weit entfernt, sich darin widerspiegelnd, dass das Gefühl der körperlosen Unsterblichkeit des Lebens als Ganzes gänzlich verkümmert ist, wie ein Samen ohne Wasser, und damit auch das wahre Wesen des Lebens. ‚Cradle-to-cradle‘ gelingt nur, weil keine Gesetze erhoben werden, Geld keine Rolle spielt und Zeit unwesentlich ist. Einzig der Mensch meint, der Gewohnheiten seines ‚cradle-to-graves‘ wegen, Gesetzmäßigkeiten und menschliche Züge in der natürlichen Ordnung zu erkennen, allerding wohl eher aus dem Wunschdenken heraus etwas wissen zu wollen, das ihm im Allgemeinen noch verwehrt bleibt und der weiteren Problematisierung eines PROBLEMS wegen noch verwehrt bleiben muss. Doch so wie die natürliche Ordnung sich durch uns Menschen der Empathie und der Liebe bewusster wird, so erfährt der Mensch durch die natürliche Ordnung des EINSSEINS das Eingebundensein in ein GANZES. Diese gemeinsame Bewusstwerdung auf verschiedenen Pfaden von Bewusstsein ebnet den Weg des Erreichens des Ziel allen Lebens, das Fischsein des Ozeans und das Wasserwerden des Fisches … das kleine Einmaleins des EINSSEINS allen Lebens. Passend dazu zitiert Ken Wilber in seinem Buch Halbzeit der Evolution Eugene Ionescu mit dem Satz: “Solange wir unserer Unsterblichkeit nicht sicher sind, werden wir uns trotz unseres Verlangens nach gegenseitiger Liebe weiterhin hassen“. An anderer Stelle, Seite 233,  im selben Buch, schreibt Wilber:

… “Da das Ego “dem Gefühl des Getrenntseins nicht entkommen kann“, so sagt Whyte wörtlich, sucht es etwas,“das ihm zum Ausgleich Unsterblichkeit verspricht“. Diese Suche nach Dauer und Unsterblichkeit ist also nur ein Ersatz für die wahre Einheit mit dem Ganzen. “Sich mit einem solchen unechten Ersatz zu bescheiden, war der zwangsläufige Preis, den der Mensch für das Missverstehen seines eigenen Wesens und seiner Rolle in der Natur zahlen musste.“
Nun beginnen wir zu sehen, warum der Denkprozeß, die Begriffe, Gedanken und die Erinnerungen so wichtig waren: In seinem Drang zur versprochenen Unsterblichkeit bemächtigte sich das neue Ichgefühl auf großartige Weise der Eigenschaften der Welt des Denkens. Denn das Denken, das ursprünglich statisch war, schien etwas zu bieten, was weder die Natur noch die Körperlichkeit bieten konnte: Dauer.“ …

Unser kollektiver Ruf nach Staatsakt und Gesetz ist die Stimme unseres Unvermögens Entscheidungen unseres eigenen Wesens, die unmittelbarer Natur sind, nicht in die Hände der Verkörperung unseres Egos zu legen, so durch Geld und Zeit die Notwendigkeit manipulierend die Verantwortung für das Wesen(tliche) direkt selbst zu tragen, wodurch, von Gesetzes wegen, hinausgezögert werden kann, was von Natur aus allerdings der Wiege der Unsterblichkeit entspricht. So vermag auch keineswegs zu verwundern, warum, wie abschließend hier beschrieben wird, immer mehr Menschen ihre persönliche Auseinandersetzung mit der Möglichkeit des eigenen Todes öffentlich machen:

… “Umso auffälliger, dass gerade in jüngster Zeit immer mehr Künstler, Autoren und andere Prominente sich dem Schweigen entziehen und ihre Krankheit in die Öffentlichkeit tragen.“ …

Diese Form der Öffentlichkeitsarbeit nutzt die, an sich entfremdend wirkenden, Möglichkeiten des technologischen Fortschritts, Zeit und Geld inklusive, nicht, um den Staatskörper zu neuen Gesetzgebungen zu bewegen, sondern, um besagtes Gefühl zu erwecken, dass wesentlich mehr bzw. das Wesensmeer hinter dem dargelegten Schicksal verborgen liegt, auch wenn dieses von der Allgemeinheit, dem Konsens, so noch nicht wahrgenommen wird. Ein problembehaftetes Schicksal kann nicht (auf)gelöst werden kann, wenn Einzelschicksale für sich nach einem Ausweg suchen, liegt die Lösung doch immer im gemeinsamen Finden eines Weges, der auf verschiedenen Pfaden durch Neugierde zusammenführt, was vom Wesen her immer EINS ist. Das zeichnet eine Gemeinschaft aus und kann nur in direktem, unmittelbarem Miteinander zum Wohle der Gemeinschaft gelingen, indem jeder Einzelne sich aller Anderen erinnern kann … und zwar als Lebewesen, nicht nur als Verkörperung. Dass der technologische Fortschritt allerdings seinerseits in diesem Bewusstwerdungsprozess nicht ohne Schattenseiten ist, zumal sich gesetzliche Schlupflöcher nutzen lassen, zeigt die vergesellschaftete Realität immer wieder, immer mehr, und obendrein in meinem letzten Artikel.

In a community every member remembers every other member.

Warum wir Menschen indes nur schweren Herzens, wenn überhaupt, von vertrauten Verkörperungen lassen können und eine Welt aus Gewohntem, und somit für uns Normalem, einem fortwährenden energetischen Fließen vorziehen, soll unser gewohntes und vertrautes Bild vom Sonnensystem verdeutlichen, als Metapher unseres persönlichen Lebensraumes, bewohnt von der eigenen Familie, den Eltern, Geschwistern, Verwandten, und deren aller Familien, sowie manchen Bekanntschaften, in Form der Planeten und ihrer Monde, und manch eines Kometen. Sie alle drehen und ziehen ihre Bahnen umeinander, stehen in Wechselwirkung zueinander und bilden so das Familienleben im Miteinander ab. Gerät ein Mond auf die “schiefe Bahn“, oder kommt er vom “rechten Weg“ ab, oder scheidet er gar gänzlich aus dem vertrauten Gefüge aus, hat das Auswirkungen auf das gesamte Sonnensystem, besagte Familien als Ganzes. Erst recht, wenn nicht ein Mond, sondern ein Planet aus der Bahn schert oder plötzlich komplett verschwindet und so ganze Familien auseinanderbrechen. Und so, wie wir an diesem gewohnten, normalen Bild des Sonnensystems festhalten und seine zeitlichen Abläufe als Selbstverständlichkeit voraussetzen, so halten wir auch an all den, über die Jahre und Jahrzehnte, liebgewonnenen und geliebten Verkörperungen unserer Familienmitglieder fest, nicht bereit, sie ziehen zu lassen, obwohl die Dynamik des Wesentlichen es notwendig macht, damit das Gefüge des GANZEN im Sinne des EINSSEINS beibehalten werden kann, weshalb, dadurch bedingt, die noch bestehenden verkörperten Familienmitglieder ihre bisherigen Bahnen entsprechend ändern (müssen).

Vielleicht wird in diesem Rahmen einmal mehr deutlich, welches Trauma die Verkörperung der Menschheit realitätsnah, aber immer wirklichkeitsferner, zu problematisieren hat, betrachtet man den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und die außergewöhnliche Rotation der Venus, im Vergleich zu den anderen Mitgliedern unseres Sonnensystems. Doch so wie unser Bild vom Sonnensystem nicht in ewig währenden Stein gemeißelt ist, wie hier angedeutet, so bleibt auch unsere bisherige Sicht des Sterbens und des Todes nicht vom Sog des Ziels der Kohärenz aller Lebewesen ausgeschlossen, denn der Weg zu diesem Ziel erfolgt einzig über die Geschlossenheit aller Lebensformen, längst beschlossen, als alles Leben noch EINS war, um gemeinsam erneut jenen Weg zu gehen der das Ziel ist … und so die Enttraumatisierung einer wesentlichen Trennung erneut problematisierend, welche eine gemeinsame Lösung bieten wird … intensiver im Kohärenzgefühl als jemals zuvor. Die Realität ist die Bewusstwerdung dieses Weges, durch die Verkörperungen von Einzelbewusstseinen. Doch in Wirklichkeit sind Verkörperungen, genau wie der Tod, nur Mittel zum Zweck und dadurch erscheint es möglich …

… “ … dass es, wie es der Sufi Inayat Kahn formuliert hat, “so etwas wie Sterblichkeit überhaupt nicht gibt, außer als Illusion und als Eindruck dieser Illusion, den der Mensch sein Leben lang als ständige Angst in sich trägt“. Mit anderen Worten: Das Ichempfinden ist letztlich illusorisch, es ist ein einfaches Produkt der Begrenzungen, weshalb der Tod letzten Endes ebenfalls eine komplexe Illusion ist. […] Wenn das Ichempfinden stirbt, ist das, was sich auflöst, nicht ein wirkliches Sein, sondern eine bloße Grenze, eine Grenze, die niemals real, die stets eingebildet war. Hat sich ein Individuum aber erst einmal die Illusion des Ich und seine Grenzen geschaffen, dann fürchtet es nichts mehr als dessen Auflösung, strebt nach symbolischer Unsterblichkeit und Kosmozentrizität. […].
Aber auch hier gibt es einen Ausweg. Wenn die Menschen auch unglückliche Kreaturen sind, weil sie den Tod bewusst gemacht haben, so können sie doch noch einen Schritt weiter gehen und durch Transzendenz des Ich auch den Tod transzendieren. Sich vom Unbewussten zum Ich-Bewusstsein zu bewegen, das hieß, den Tod bewusst zu machen; sich vom Ich-Bewusstsein zum Überbewusstsein zu bewegen, heißt, den Tod ungültig zu machen.“ …  Ken Wilber – Halbzeit der Evolution  S. 388-389

Seit uns der Tod bewusst wurde trauern wir um unsere Toten und fürchten selbst die Grenze des Lebens. Seit Jahrtausenden, so erzählt es die Geschichte der Menschheit, halten wir an diesen Gewohnheiten fest, nicht wahrhaben wollend, dass die Realität die Karte der Wirklichkeit ist und jenseits der Karte ALLES grenzenlos ist. Doch die Bewusstwerdung der Grenzenlosigkeit setzt das Vertrauen in und die Neugier auf die HARMONIE des GANZEN voraus, die kein Staat bieten und kein Gesetz gewährleisten kann … und kein verkörpertes Ego je als wesentlich erleben kann … solange nicht die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen sind !

Gruß Guido
http://www.gold-dna.de
http://www.gold-dna.de/phi.html

  1. Februar 13, 2014 um 4:22 pm

    Das Leben ist nichts anderes als eine Schule, die aus mehreren Klassen besteht- bis hin zum Abitur. Alles Lektionen, IN PRAXIS UMGESETZT. Bis man DEN KERN FINDET.Hat` s man geschafft, hat man`s auch graduiert.

  2. Februar 14, 2014 um 1:58 pm

    Nun zum Thema:

    Kindersterblichkeitsunterstützung ist Volksreduktions-Unterstützung.

    Wer das freiwillig macht UND GLAUBT, DASS MIT DEM TOD ALLES ENDET, ERBT DIE WIRKUNG DER UNTERSTÜTZUNG DES TODES, DEN ABER ES NICHT WIRKLICH GIBT.

    Anderes gesagt: DER GLAUBE UND DIE ABSICHT EINER TAT IST DAS, WAS KARMA ERSCHAFFT UND DIE SEELE DARAN BINDET.

  3. Februar 15, 2014 um 8:53 pm

    “Kindersterblichkeitsunterstützung ist Volksreduktions-Unterstützung.“

    Ja, dieser Verdacht schleicht sich schnell ein. Wenn man den Klinikalltag auf Intensivstationen kennt, weiß man, dass man Hoffnung leichter schüren kann, als dass man Hoffnung gänzlich ausräumen kann. Die Möglichkeit der Einflussnahme und Bewirkung von Missbrauch der per Gesetz verabschiedeten Unterstützung kommt von ganz allein … und nicht nur im Dunkeln der Nacht. Allerdings geht die Unterstützung in Richtung Bewusstwerdung der Eigenverantwortlichkeit und der Rolle des eigenen Lebens bzw. der Rolle eines Lebens allgemein. Dass Kontroverse nicht ausbleibt ist zum jetzigen Stand der Unordnung zu erwarten, doch das Schlüsselwort lautet hier eindeutig Bewusstwerdung, alles andere sind möglich werdende Nebenschauplätze am notwendigen Ort des eigentlichen Geschehens.

    Gruß Guido

  4. Juli 30, 2014 um 11:39 pm

    Bezüglich des Themas Selbstmord und Sterbehilfe kam mir gerade ein “komischer“ Gedanke:

    Wird Selbstmord begangen, weil man das Vertrauen in das Leben verloren hat, ist es Feigheit, weil man die reaktive Unordnung einfach den Anderen hinterlässt. Wird Selbstmord jedoch begangen, weil man Vertrauen in das Leben, und damit in das Bewusstsein des Lebens als Ganzes, hat, dann ist dieses Vertrauen der mutigste Ausdruck von LIEBE zum GANZEN.

    Mmm … ?!

    Gruß Guido

    • Juli 31, 2014 um 2:15 am

      Selbstmord (wat’n Scheißwort!) bewerte ich nicht mit Feigheit. Es gibt einerseits Menschen, die sich mehr aufladen, als sie tragen können, und andererseits Menschen, deren Risikobereitschaft extrem hoch ist. Feige ist mir, die schwache „Zitrone“ in die Presse zu legen.

      Kosmos, das Ganze, Alles ist Eins – leider nicht mein Fall. „Gott“ auch nicht. Mir reicht es, eine Schöpfungsursache FESTzustellen, die eine notwendige Wirkung zeitigen musste: Es waren Fakten entstanden, denen nur mit Fakten zu begegnen war.

      Für mich spielt sich das Leben (für Dich das Ganze) hier ab. Das Ganze schickt also Menschen auf die Reise, denen ich begegne, die etwas für mich tun und für die ich etwas tun kann.. Das Vertrauen, dass derdiedas Richtige zur rechten Zeit kommt, na ja, welcher Mensch konnte das entwickeln? Wer es entwickeln konnte, wird vielleicht mal in die Situation kommen, Ganzheit zu erfahren. Und wenn diese erfahrene, gefühlte, lebbare Ganzheit personal verknüpft ist, wäre es wohl vorstellbar, dass der Eine sein Leben an das Schicksal des Anderen, der seine Ganzheit bewirkte, bindet. Indem er zum Beispiel argumentiert: Entweder Ersies auch, oder ich auch nicht (mehr).

      Wenn es tatsächlich eine Schöpfungsursache (als Entität) gibt, deren Eigenschaft ist, lieben zu können, wird diese Seinsqualität das Argument verstehen. Und wenn ES mittels Leben ohnehin Ganzheit (im Sinne von Bewusstheit) erzeugen will, wäre es ja geradezu geboten, das Werden weiterer Ganzheit zu fördern. Im Vertrauen darauf könnte man seine Leben als Existenz in die Waagschale werfen – aus Liebe, aber nicht aus Liebe zum Ganzen, sondern eher aus Liebe zur Gerechtigkeit.

      Jedenfalls glaube ich, wer extrem zu leben verstand, versteht auch still zu sterben, ohne sich Gewalt anzutun. Das wäre mir dann weder mutig noch feige, sondern konsequent, um das Richtige nicht falsch und das Falsche nicht richtig zu machen.

      Gruß
      Wolfgang

  5. September 4, 2014 um 11:42 pm

    Wenn ich Artikel und Kommentare wie diese lese, kommt es mir manchmal vor, dass die Teilnehmer sich gegenseitig die Unsterblichkeit versichern, damit sie daran glauben können. Dann fühle ich mich an das Kind erinnert, das singt, wenn es in den dunklen Keller geht, um sich selber Mut zu machen.

    Was bedeutet die „Unsterblichkeit“ für euch, das Nicht-Geborenwerden und Nicht-Sterben? Warum wiederholt ihr das gebetsmühlenartig immer und immer wieder? Was ist daran so wichtig für euch?

    Wenn ich mal tot bin, werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr fühlen, denken, wahrnehmen, mich ausdrücken können, weil alle diese Aktivitäten mit dem Körper verbunden sind. Über Aktivitäten ohne Körper kann ich nichts aussagen, weil mein Körper und Ich nicht zwei unterschiedliche Entitäten sind. Ich kann erleben, dass mir die Welt/das Sein bisweilen zeitlos erscheint, aber ich nehme trotzdem mit meinen Sinnesorganen wahr. Ich kann erleben, dass mein Ich sich anscheinend im Raum befindet, aber mein Körper befindet sich in der Nähe und ich bin nicht wirklich getrennt von ihm, und die Wahrnehmungen sind dieselben, die ich im Körper habe. Ich kann erleben, dass es ein ICH anscheinend nicht gibt, aber Wahrnehmung gibt es trotzdem, und sie scheint mir auch irgendwie an den Körper gebunden, weil sie sich prinzipiell nicht von der Wahrnehmung unterscheidet, die ich habe, wenn ich in meinem Körper bin. Solange ich lebe, bin ich also nicht ohne Körper, und es scheint mir Zeitverschwendung, über eine körperlose Existenz nachzugrübeln. Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich erfahren, was es mit dem Sterben auf sich hat. Wenn es danach noch irgendwas Körperloses gibt, ist es mir Recht. Wenn nicht, auch gut.

    Was habt ihr von der Unsterblichkeit, wenn ihr sie womöglich gar nicht wahrnehmen könnt, weil es keine Organe gibt, die sie wahrnehmen können?

    Habt ihr als Kinder mal heimlich danach gestöbert, was ihr zu Weihnachten geschenkt bekommt? Und wenn ihr das Geschenk dann vorzeitig gefunden habt, ja dann, dann war die ganze Freude verdorben und das Weihnachtsfest versaut. Oder wenn ihr euch eingebildet habt, dass ihr ganz sicher das und das bekommt, und dann war’s was anderes? Dann wart ihr enttäuscht, oder?

    Warum müsst ihr unbedingt im Voraus wissen, ob sich nach eurem Tod eure Unsterblichkeit erweist? Wartet es doch einfach ab. In ein paar Jahrzehnten werdet ihr mehr wissen. Was soll die Ungeduld?

    Wenn ihr nach eurem Tod eure Unsterblichkeit nicht wahrnehmen könnt und gar nichts wahrnehmen könnt, ist nichts verloren. Wenn ihr nach eurem Tod merkt, dass ihr unsterblich seid, dann könnt ihr sagen: boa, ich hab’s ja immer gewusst. Ja, und? Warum soll ich mein Leben mit sinnlosen Gedanken verbringen, bloß damit ich nachher sagen kann: boa, ich hab’s ja immer gewusst. Ist das nicht komisch?

  6. September 5, 2014 um 9:45 am

    Unsterblichkeit an sich ist ja nicht das eigentliche Thema, sondern der Umgang mit der Aussicht auf den Tod und der damit einhergehenden Versuchung dem Unausweichlichen möglichst lange ausweichen zu können, mittels Fortschritt und der Nährung eines Wahns, der seinen Ursprung in der Angst vor dem Tod hat. Ich treibe die Gedanken mal auf die Spitze und schaue mal weit “voraus“. Die Kohärenz von Bewusstsein ohne Verkörperung zu erleben ist ein “Zustand“ den wir uns verkörpert wahrscheinlich nicht annähernd vorstellen können. Wie sähe das verkörperte Leben aus, wenn jede Verkörperung jederzeit bereit wäre an die Grenzen ihrer Möglichkeiten zu gehen, indem sie wie Wasser reagieren würde, das hindernisreich von seiner Quelle den hohen Berg hinab ins Tal fließt … und ohne dabei sich von Gedanken an den Tod ablenken bzw. blockieren zu lassen, stattdessen sich des Vertrauens bewusst sein, dass das Leben in der Tat gemeinsam unsterblich ist, aber die Unsterblichkeit des Einzelnen dabei keinerlei Rolle spielt, weil der Einzelne das Mittel zum Zweck ?!

    Was der Autor Satprem im Buch Evolution II beschreibt, geht weit über das hinaus, was Darwin für möglich hielt …

    Gruß Guido

    • September 5, 2014 um 10:00 am

      ALLES ist und war das Mittel zum Zweck 😉

      „Es gibt keine Botschaft, außer die eigene Haut und Physiologie zu ändern und ein anderes Wesen auf der Erde hervorzubringen, das die Richtung der Evolution umdreht.)
      (Sri Aurobindo)

    • September 5, 2014 um 4:57 pm

      „Die Kohärenz von Bewusstsein ohne Verkörperung ist ein Zustand, den wir uns verkörpert wahrscheinlich nicht vorstellen können …“

      Vor allem ist die Vorstellung von einem „Bewusstsein ohne Verkörperung“ pure Spekulation.
      Warum begibst Du Dich in den Bereich der metaphysischen Spekulation?

      Ein Großteil Deiner Arbeit ist dem Verhältnis von den EINEN und den ANDEREN gewidmet.
      Wenn ich Dich richtig verstanden habe, können die EINEN nicht ohne die ANDEREN. Ich verstehe Dich auch so, dass die ANDEREN uns EINE ebenfalls zwecks Vertiefung der Kohärenz notwendig brauchen. Oder habe ich Dich da missverstanden?

      Dieses Verhältnis von den EINEN und den ANDEREN, von YIN und YANG kann gerade so gut für das Verhältnis von BEWUSSTSEIN und VERKÖRPERUNG gelten. Dahingehend, dass das EINE ohne das ANDERE nicht ist.

      Die Vorstellung, dass Verkörperung und Bewusstsein ko-existent sind wie Yin und Yang, männlich und weiblich ist ebenso gültig wie die Vorstellung, dass es Bewusstsein ohne Verkörperung gibt. Die dritte Frage ist, ob es Verkörperung ohne Bewusstsein gibt.
      Es gibt also drei zunächst mal gleichwertige Möglichkeiten:
      a) Es gibt Bewusstsein ohne Verkörperung
      b) Bewusstsein und Verkörperung sind ko-existent
      c) Es gibt Verkörperungen ohne Bewusstsein

      Wenn man sich für eine der drei Möglichkeiten entscheidet, braucht es dafür triftige Gründe.
      Warum also hast Du Dich für a) entschieden?
      Ist diese Wahl nicht recht willkürlich?

      Wenn der Hauptgrund für die Wahl von a) darin begründet liegt, dass Du glaubst, damit Ängsten vor dem Tod und dem Sterben entgegenwirken zu können, ist das in meinen Augen kein triftiges Argument.

      Ich nehme an, dass wir im Sterbeprozess mit der nackten Wahrheit konfrontiert werden. Die Entscheidung für eine der drei Möglichkeiten muss also etwas mit der Wahrheit zu tun haben. Wenn nun eine der Möglichkeiten ohne diesen Wahrheitsanspruch vertreten wird, die bloß der vorübergehenden Beruhigung dient, fällt das Sterben und Loslassen doch noch schwerer. Dann kochen im Sterbeprozess alle die Ängste hoch, die man jetzt durch gegenseitiges Versichern von Unsterblichkeit in den Hintergrund drängt.

      Ich fühle mich durch unsere menschliche Geschichte bestätigt. Seit Tausenden von Jahren reden wir vom ewigen Leben, der Unsterblichkeit, der Wiedergeburt, dem Himmel, von Sunyata und Erleuchtung und was weiß ich nicht noch alles, mit dem Ergebnis, dass die Menschen immer noch mehr Angst vom Sterben bekommen.

      Und dann eines: Wenn ein Lebewesen oder eine Lebensform sich als MITTEL ZUM ZWECK erfährt, kann sie kein Vertrauen entwickeln. Als MITTEL ZUM ZWECK ist ein Lebewesen/form immer nur Objekt, mit dem beliebig und willkürlich verfahren werden kann. Als MITTEL ZUM ZWECK ist ein Lebewesen/form ausgeliefert. Ein denkbar schlechter Ansatz, um Ängste anzubauen. Und meiner Ansicht nach zudem falsch. Wenn Du unter Kohärenz auch nur annähernd dasselbe verstehst wie ich, kann Kohärenz keine oder zumindest keine reine Objekt-Beziehung sein.

      Egal, ob Lebewesen oder Lebensform: Als Mittel zum Zweck eingesetzt, kennzeichnet das ein Herrschaftsverhältnis. So, als ob irgendeine Instanz, ein Ich/ein Selbst, über den Körper verfügen kann, OHNE ihn zu SEIN. Aus genau dieser Denke bin ich dabei auszusteigen.
      Genau diese Denke ist eine der Wurzeln des ganzen Elends.

      • September 5, 2014 um 11:27 pm

        “Vor allem ist die Vorstellung von einem “Bewusstsein ohne Verkörperung” pure Spekulation.
        Warum begibst Du Dich in den Bereich der metaphysischen Spekulation?“

        Um das Gefühl für einen Rahmen entwickeln zu können, in dem sich abzuspielen vermag, was noch unmöglich erscheint. Es ist die Neugierde in den Informationsfluss einzutauchen, ohne das Verlangen zu haben sich in eine bestimmte Richtung treiben zu lassen.

        “Ein Großteil Deiner Arbeit ist dem Verhältnis von den EINEN und den ANDEREN gewidmet.
        Wenn ich Dich richtig verstanden habe, können die EINEN nicht ohne die ANDEREN. Ich verstehe Dich auch so, dass die ANDEREN uns EINE ebenfalls zwecks Vertiefung der Kohärenz notwendig brauchen. Oder habe ich Dich da missverstanden?“

        Nein, Du hast mich nicht missverstanden … siehe WIR WAREN ALLE EINMAL EINS … https://faszinationmensch.com/2013/10/25/das-kleine-einmaleins-der-liebestechniken/

        “Wenn man sich für eine der drei Möglichkeiten entscheidet, braucht es dafür triftige Gründe.
        Warum also hast Du Dich für a) entschieden?
        Ist diese Wahl nicht recht willkürlich?“

        Nein, keine Willkür, da ich einem roten Faden folge, den ich nicht suchen muss. Bewusstsein ohne Verkörperung kann noch nicht realisiert werden bzw. noch nicht wirklich sein. Zu sehr wird Bewusstsein im Gehirn vermutet und mit den 5 Sinnen gleichgesetzt, vielleicht noch mit einem 6. als Zugabe, doch die Qualität, die mir vorschwebt ist eine andere, die sich aber meinen bisherigen Formulierungen zu entziehen vermag.

        “Wenn ein Lebewesen oder eine Lebensform sich als MITTEL ZUM ZWECK erfährt, kann sie kein Vertrauen entwickeln. Als MITTEL ZUM ZWECK ist ein Lebewesen/form immer nur Objekt, mit dem beliebig und willkürlich verfahren werden kann. Als MITTEL ZUM ZWECK ist ein Lebewesen/form ausgeliefert. Ein denkbar schlechter Ansatz, um Ängste anzubauen.“

        Genau deshalb bedeutet mir Lebewesen nicht selbiges wie Lebensform. So wie ich Harmonie und HARMONIE gänzlich voneinander unterscheide. Der Körper hat eine andere “Funktion“ als das Wesen. Mittel zum Zweck beziehe ich nur auf den Körper bzw. die Lebensform … und diesbezüglich gebe ich Dir Recht. Wir Menschen werfen diese Begriffe, wie so viele andere auch, in einen Topf und machen aus dem Einzelnen eine Verallgemeinerung, wobei jedoch das Gefühl für Beziehungen und damit der Sinn für Kohärenz verloren geht. Als Lebensform bist Du frei verfügbar … als Vokabel der real(isierten) Bildersprache, denn die Form wird objektiv betrachtet und bewertet und subjektiv, entsprechend der Bewertung, in alltägliche Erzählungen eingebunden.

        Irgendwann bekomme ich das anschaulicher vermittelt … habe noch etwas Geduld mit mir 🙂

        Gruß Guido

      • September 5, 2014 um 11:40 pm

        und dann eines: Wenn ein Lebewesen oder eine Lebensform sich als MITTEL ZUM ZWECK erfährt, kann sie kein Vertrauen entwickeln. Als MITTEL ZUM ZWECK ist ein Lebewesen/form immer nur Objekt, mit dem beliebig und willkürlich verfahren werden kann. Als MITTEL ZUM ZWECK ist ein Lebewesen/form ausgeliefert. Ein denkbar schlechter Ansatz, um Än…………Zitatende

        Nicht ALS, sondern Mittel zum Zweck, d.h. sich selbst Mittel zum Zweck.

        • September 5, 2014 um 11:47 pm

          P.S. alles andere ist Makulatur, Wertung hat hier keinen Platz. Was wäre wenn alles erst gewertet wird, BEVOR es Wertung erlangt. Effizienz gleich Vervollkommnung – das IST Inhalt – „der“ Plan-(ung) in sich.

          • federleichtes
            September 6, 2014 um 3:57 am

            Wir konnten hier ein paar Monate intensiver arbeiten. Was heraus kam, fand ich bemerkenswert, nur muss ich heute bemerken, dass das, war wir uns erarbeiteten, im Wesentlichen nicht verstanden wurde.

            Lebewesen und Lebensform galten hier mal als Wesen-Ich und Ego-Ich. Es galt, dass der Mensch beides abbildet. Es galt, dass die Brücke zwischen Wesen-Ich und Ego-Körper-Ich die Psyche ist. Es galt, dass der Mensch eine systemische Ganzheit ist. Es galt, dass durch die emotionalen-geistigen Erfahrungen die Angst reduziert und eine natürlich-pulsierende (Liebes) Energie mobilisiert wird, die von Bewusstsein beschützt wird.

            Wie oft ich hier vom Effizienz-Prinzip schrieb – und?

            Der Mensch ist verwirrt, der Mensch muss sich entwirren. Die Veranlagung liegt selten in Wiegen. Mensch muss an der Problematik arbeiten, Jahre, viele Jahre. Er muss Erfahrungen sammeln, verschiedene, und immer offen bleiben für das Mögliche, das Neue, das Außerordentliche – besonders für das, was nicht gedacht, nur gefühlt werden kann.

            Ein Wesen kann nicht bewiesen werden von einem Körperorgan. Und ein Wesen braucht einen Körper nicht beweisen, es nutzt ihn.

            Aber was rede ich wieder. Die Leute kaspern lieber rum und ergötzen sich an Klugscheißerei. Gut so, bravo. Fertig. Macht alles Sinn – die Wege zur Vervollkommnung (ich nenne es Vollständigkeit) sind nicht berechenbar. Um diese Unberechenbarkeit in Lebenswege integrieren zu können, braucht es Intelligenz – eine, die nicht vom Schädel produziert wird; dort wird aus faulen Eiern Klugscheißerei ausgebrütet.

            Die Hoffnung stirbt zuletzt?
            Erst als ich vor etwa 25 Jahren meine Hoffnung zu Grabe getragen hatte, begann mein Leben Fahrt aufzunehmen. Und aus Eiertanz wurde dank Gewissheit Richtung.

            Wer den Willen des Lebens verstanden hat, braucht weder Hoffnung noch Absichten noch zwischen Schicksal und Freiheit wählen, sich weder unterwerfen noch überhöhen. Er braucht den Glauben an das Leben IN IHM, und er braucht das Vertrauen in die Perfektion der Lebensführung bzw. der Lebensgeführtheit. Aus diesem Fühlen wächst doch automatisch Vertrauen. Aber nein, hier wird neuerdings das Gegenteil behauptet. Und wer Schwätzern in den Weg tritt, wird als feindselig beschimpft. Siehste, geht doch.

            Danke, dass Sie hier mal durchlüften helfen.

            Gruß
            Wolfgang

          • September 6, 2014 um 10:19 am

            Wer den Willen des Lebens verstanden hat, braucht weder Hoffnung noch Absichten noch zwischen Schicksal und Freiheit wählen, sich weder unterwerfen noch überhöhen. Er braucht den Glauben an das Leben IN IHM, und er braucht das Vertrauen in die Perfektion der Lebensführung bzw. der Lebensgeführtheit. Aus diesem Fühlen wächst doch automatisch Vertrauen. Zitatende

            Danke dafür.

  7. September 6, 2014 um 9:08 am

    @ Guido

    Bei mir entsteht momentan der Eindruck, dass ich einen gegenläufigen Weg mit vielfach vertauschten Prämissen eingeschlagen habe.

    Ich gehe davon aus, dass Glauben und die institutionalisierte Form von Glauben (Religionen) extrem kritisch zu betrachten sind. Ich verorte hier in diesem Bereich einen verdrehten Blick auf das Sein. Aus diesem „verdrehten Blick“ entsteht meiner Ansicht nach alle Feindseligkeit.

    Der „verdrehte Blick“ besteht genau darin, dass der Idealzustand Bewusstsein OHNE Verkörperung sein soll. Es ist die alte Abwertung und Missachtung des Körperlichen. Die Körper nur als „Bildmaterial“ oder im Körperlichen „einen Mittel zum Zweck“ zu sehen, ist diese Vorstellung von der Welt als Illusion, als Maya. Es ist eine uralte, religiöse Vorstellung, die Du meiner Ansicht nach nur in ein neues Gewand hüllst, das diesen alten Kern des menschichen Denkens besser verbirgt.

    Es ist der alte Weg, den Weg, den wir bisher gegangen sind: die Abstraktion. Bewusstsein OHNE Verkörperung ist pure Abstraktion. Abstraktion erzeugt in meiner Auffassung aber Dekohärenz, Entropie.

    Du sagst, dass Du Dich in den Bereich der metaphysischen Spekulation begibst, um ein Gefühl für den RAHMEN zu entwickeln. Hier versuche ich, einen total anderen Weg zu gehen, nämlich endlich mal diese Rahmen wegzulassen. Ein Rahmen bedeutet immer eine Begrenzung. Man kann gegenüber dem alten Rahmen zwar größere und umfassendere Rahmen entwickeln, der Spielraum ist dann zwar größer, aber dennoch wiederum begrenzt. Und irgendwann wird auch wieder neue neue Rahmen zu eng und muss gesprengt und durch einen noch größeren Rahmen ersetzt werden. Für mich stellt sich das bildhaft immer so dar, als wäre man im Inneren eines Luftballons, den man von innen heraus immer weiter aufbläst (was sich in unserer derzeitigen Kosmologie mit dem Urknall abbildet), aber man bleibt trotz allem Aufblasen und anscheinender Vergrößerung INNERHALB des Luftballons. Die Hülle des Luftballons entspricht dem Rahmen. Deshalb gehe ich den umgekehrten Weg und lasse mal alle Rahmen weg. Ich versuche, den inneren Kern zu finden und gehe von diesem inneren Kern aus, ohne nach einem Rahmen zu suchen. Ich will das, was das Gesamte ist, bewusst offen lassen, so gut es geht. Manchmal falle ich trotzdem noch in das „alte“ Denken hinein, aber das „Rahmenlose“ fühlt sich für mich viel besser an. Jedem Rahmen, auch einem erweiterten, liegen meiner Ansicht nach immer noch Ängste zugrunde. Man kann immer noch nicht FREI leben, sondern muss wissen, was das Ganze ist, um sich dran klammern zu können.

    Was den INNEREN KERN angeht, so kann ich nur MEINEN inneren Kern finden. Ich will mir bewusst nicht anmaßen zu wissen, was der innere Kern von anderen ist. Sobald ich nämlich davon ausgehe, dass ich weiß, was der innere Kern von Anderen ist, stülpe ich mich als Subjekt über die anderen und verleibe sie mir auf die eine oder andere Art ein. Mit jeder Art von Rahmen stülpe ich mein Weltbild über die Anderen. Deshalb sind die ANDEREN für mich erst mal UNBEKANNTE Größen und keine bereits im Voraus bekannten. Was ich dann gern entwickeln will, ist eine offene Neugier auf dieses UNBEKANNTE. Ich will das UNBEKANNTE nicht als Objekt betrachten, sondern dahingehend, welche Art von Beziehung zwischen mir und diesem Unbekannten möglich ist. Ich will ein Tänzchen mit dem Unbekannten wagen und es dadurch erst kennenlernen. Natürlich kann ich stolpern, aber ich kann noch viel mehr stolpern, wenn ich mich über den ANDEREN überstülpe und so tue, als wüsste ich, was kommen wird.

    Von diesem inneren Kern aus erscheint es mir nun, dass sich die Kohärenz im Körperlich-Materiellen findet. Was wir als Lebewesen wahrnehmen, IST Kohärenz in verdichteter Form. Jeder Körper ist ein Wunderwerk an Zusammenarbeit. Jeder Austausch findet rein über das Körperliche statt. In einem Bewusstsein, das ohne Verkörperung auskommt, kann es keinen Austausch mehr geben. Permanenter Austausch IST aber Kohärenz. Atmen ist Austausch, essen ist Austausch und Sterben ist die Vollendung des Austauschs.

    Deshalb denke ich, dass Leben und Lebewesen, das Bewusstsein und Verkörperung koexistent sind.

    Ich denke nicht, dass Verkörperungen nur „Bildmaterial“ sind. Es ist richtig, dass unsere Wahrnehmungen eingeschränkt sind und wir vieles so wahrnehmen, wie es unsere Vorstellungswelt/Einbildungskraft uns suggeriert, aber daraus zu schließen, dass Verkörperungen NUR Bildmaterial sind, halte ich für altes unreflektiert übernommenes religiöses Gedankengut. Hinter dem „Bildmaterial“ Schwingungen oder energetische Verhältnisse zu sehen, ist wiederum Abstraktion und Abstraktion führt wiederum zu mehr Dekohärenz. Wenn Du mir was von energetischen Verhältnissen erzählst, schaltet mein Herz ab. Wenn Du mir was von Würmern, Vögeln und den Jahreszeiten erzählst, geht mein Herz mit.

    • September 6, 2014 um 12:37 pm

      PS: auf diesem Weg komme ich ebenfalls von einer Harmonie zu einer HARMONIE.
      Murakami hat passende Worte dafür gefunden.

      Aber HARMONIE ist bei mir nicht unterschieden von SEIN.
      SEIN ist nicht unterschieden von LEBEN.
      Und LEBEN ist nicht unterschieden von BEWUSSTSEIN.

      Da ich aber keinen Rahmen setze, weiß ich weder, was Bewusstsein noch Leben noch Sein noch HARMONIE von AUSSEN BETRACHTET bzw. als Ganzes ist. Daher kann ich auch nicht in die Zukunft sehen und sagen, demnächst ist der Gipfel der Dekohärenz erreicht.

      Ich stelle fest, es ist auch gar nicht notwendig, dass zu wissen. Stattdessen stelle ich fest, jeder Versuch, einen Rahmen oder meinetwegen auch ein Feld zu schaffen, sich damit über das Ganze zu stellen, es von außen zu betrachten, also zu WISSEN, zerstört Kohärenz und fördert Dekohärenz. Ich stelle fest, je „bildloser“ und damit abstrakter mein Denken und meine Wahrnehmung ist, desto dekohärenter bin ich. Ich bin umso kohärenter, je mehr ich im Bild, im Materiellen, im Verkörperten bin und mich dem Konkreten zuwende. Hier im Bild, im Materiellen, im Verkörperten und in den gelebten Beziehungen offenbart sich mir Kohärenz. Und eben gerade NICHT, wenn ich von all dem abstrahiere und hier eine Zweiteilung von Bildmaterial und Struktur reinbringe.

      Warum soll ich von energetischen Verhältnissen reden, wenn es um die Beziehungen von Menschen zu Menschen oder von Menschen zur Umwelt oder von Menschen zur Natur geht? Begriffe wie „energetische Verhältnisse“ oder „Energieraub“, letztendlich sogar Begriffe wie „Kohärenz“ und „Dekohärenz“ lösen in meinem Körpergefühl nichts aus. Wie sollten solche Begriffe auch was auslösen, wenn gerade die Verkörperung dabei das Unwesentliche ist. Wo soll ich aber sonst sein, wenn ich nicht in meinem Körper bin?
      Kohärenz ist für mich körperhaft. Über den Körper erkenne ich, dass ich mit allem verbunden bin.

      Das Wichtigste für mich ist, den Unterschied zwischen Lebensform und Lebewesen, zwischen Ego-Ich und Wesen-Ich aufzulösen, weil es eine künstliche Unterscheidung ist, die nur dazu dient, das eigene Wesen, den eigenen Kern zu spalten. Tatsächlich gibt es diese Trennung in uns gar nicht. Sie kommt daher, dass sich ein Teil in uns, nämlich der, der sich unbedingt unsterblich setzen muss, abspaltet. Die Psyche ist daher auch nicht irgendeine Brücke, denn eine Brücke verbindet Getrenntes.

      Ego-Ich und Wesen-Ich in dieser Zweiteilung sind für mich alte religiöse Begriffe. Es ist kein wirklicher Fortschritt, wenn man aus Körper und Geist nun Ego-Ich und Wesen-Ich macht, selbst man man die Vorzeichen vertauscht und im Ego-Ich nun einen feindseligen Geist und im Wesen-Ich Gefühl (das ja ein Ausdruck des Körpers ist) sieht. Da sind doch bloß die Prämissen vertauscht. Eine Lösung ist das nicht.

      Was im Gehirn ist, ist kein Bewusstsein, sondern es ist dieses angebliche Bewusstsein übers Bewusstsein, was häufig als SELBST-Bewusstsein beschrieben wird. Dieses angebliche Bewusstsein übers Bewusstsein ist die Illusion, ist Maya. Dieses angebliche Bewusstsein übers Bewusstsein, DAS ist die Blase, die sich immer weiter aufbläht und inzwischen kosmisches Ausmaß erreicht hat. Dieses angebliche Bewusstsein übers Bewusstsein ist das Mahlwerk, das Kohärentes in Dekohärentes verwandelt.
      Je mehr wir von diesem angeblichen Bewusstsein entwickeln, desto weniger Bewusstsein (wahlweise Leben/Lebendigkeit wahlweise SEIN) sind wir.

    • September 7, 2014 um 2:30 am

      Ich sehe das verkörperte Leben als Konstante, gar als einzige Konstante, die möglich ist, weil sie notwendig ist. Konstant bedeutet mir hier, dass die energetische Summe, die zur Verkörperung zur Verfügung steht stets gleich bleibt. Diese Konstante ist der Kreis, in dem sich die Dynamik aller Yins und Yangs abspielt … und dieser Kreis ist besagter Rahmen, der den Kosmos umgibt, als Maximum möglicher Realisierungen, die notwendig sind, um das PROBLEM bewusst werden zu lassen und den Lösungsweg hervorzubringen. Rahmenlos zu werden und zu SEIN ist das Ziel all dieser “Bemühungen“, der jedoch nur einen Augenblick zu währen vermag. Doch was ist ein Augenblick ohne die nötige Zeit ?

      Ich weiß auch nicht was kommen wird. Ich folge nur einem roten Faden den ich fand und versuche nicht den Pullover zu suchen, von dem er vielleicht stammt, denn die Wirklichkeit dürfte anders ( ANDERS ? ) ( A N D E R S ? ) gestrickt sein.

      Gruß Guido

  8. September 6, 2014 um 10:12 am

    Vor dem Bewusstsein kommt Bewusst-SEIN. Was hier geschieht ist eine Erwartungshaltung aus theoretischen Ansätzen, Assoziationen, Erklärungsversuchen, auf reiner sog. Verstandes-ebene, (das gilt allerdings allgemein) ohne auch nur den Hauch von fühlbaren, greifbaren Verstehens. Wie ein Computerprogramm was ver-sucht vom wesentlichen sprich GEFÜHL abzutrifften (oder auch ab-zu-lenken oder auch zu hinter-gehen), Gefühl hat es ja nicht, ausser das was es als Gefühl interpretierbar macht bzw. als Gefühl ver-kauft, eben das vor-gegeben, sprich als VORgabe. Gefühl ist aber eine Gabe und die kann niemals vor-gegeben werden, Gefühl IST. Nun kann man hier einen weiten Bogen spannen warum und weshalb das so ist. Ein kurzer ernsthafter und ehrlicher Blick in das nähere Um-feld oder auch ein weiter gezogener Kreis, zeigt die Eindeutigkeit von fehlender Gefühls-fähigkeit. Das kommt doch nicht von ungefähr und schon garnicht hat dies mit irgendwelchen erzieherischen,pädagogischen oder psychologischen Dingen zu tun (welche allesamt sowieso nur aus dem oben erwähnten comupeterartigen Ausschüttungen falsifiziert sind)

    Ich betone es nocheinmal in aller Klarheit. Ohne bewusstem Sein ist kein Bewusstsein möglich. Da kann man theoretische Abhandlungen tätigen, wie man will. Es bleibt schlicht und einfachh Theorie. Das Leben bedarf keiner theoretischen Betrachtung und alles aber auch alles was ver-kauft wird aus dem Aspekt heraus, so ist das Leben, Lebendigkeit ist ein riesen großer Schwindel. Das schließt sämtliche Ansätze mit ein.

    Mensch IST, alles andere ist eine Theorie vom Mensch. Ob nun 99,999999% dieser Theorie entsprechen macht sie nicht zwangsläufig zu einem Mensch.

    Spekulationen darüber ob der Mensch existent ist oder nicht, überlasse ich wieder den Theoretikern.

    Für mich steht eines fest: Mensch wird nicht erschaffen, sondern Mensch ist schon immer da. Der wird auch nicht geboren, oder ist irgendein Teilaspekt (im allg. als Seele oder höheres Selbst bezeichnet etc. pp) sondern ER „gebärt sich selbst, in und aus der Form, und „der Körper“ (diese schwächliche Bezeichnung kann sich auch nur ein Theoretiker aus-denken) ist die Ver-einheit-lichung (Einheit) mit der Idee die aus sich selbst erschafft.

    Der dazu eingeschlagene Weg, der ist sehr umfangreich, bedarf allerdings keiner theoretischen Beschreibung, vorausgesetzt man hat erkannt und zwar sich ganz speziell, also ganz unspektakulär.

    • September 6, 2014 um 12:58 pm

      „Mensch IST, alles andere ist eine Theorie vom Mensch.“

      Es geht darum, wieder in das IST zu kommen, und die Theorien beiseite zu lassen. Statt allen Theorien einfach Offenheit. Das ist jedoch NICHT-WISSEN.

      Ich gehe noch einen Schritt weiter: Ob der Mensch erschaffen wird oder schon immer da ist, ob er sich selbst gebiert oder nicht,
      gehört für mich ebenfalls in den Bereich der Theorie. Ob das Nicht-Geborene ein Teilaspekt wie eine Seele oder ein höheres Selbst ist, und ob der Körper die Vereinheitlichung mit einer Idee ist, ist auch schon wieder Theorie, wenn auch im Vergleich mit bisherigen Theorien nicht die schlechteste.

      Im IST ist jedoch auch diese „Theorie“ vom Sich-Selbst-Gebären und der Vereinheitlichung bloß überflüssiger Ballast 🙂

      • September 6, 2014 um 1:18 pm

        Im IST ist jedoch auch diese “Theorie” vom Sich-Selbst-Gebären und der Vereinheitlichung bloß überflüssiger Ballast 🙂 zitatende

        naja nun, man darf auch „im Sein“ schreiben, nun kommt wieder das mit „GewahrSein“.

        Als überflüssigen Ballast bezeichne ich es nicht, mein obiger Schlußsatz steht da allerdings nicht umsonst 😉

        • September 6, 2014 um 1:49 pm

          Kommt drauf an, was man unter „Gewahrsein“ oder „Aufmerksamkeit“ versteht. Wenn Gewahrsein mit dem kleinen grünen Männchen im Kopf, dem spirituell so heiß geliebten „Beobachter“ identifiziert wird, je nun, dann hat man ein Problem.

          Vor allem, wenn das kleine grüne Männchen sich seines Gewahrseins und seiner Aufmerksamkeit bewusst wird und sich folgerichtig sagt: ich beobachte … ich bin aufmerksam … ich folge bewusst dem Atem … ich werde eins mit dem Atem … etc. pp.
          🙂

          Wenn man nun andere Achtsamkeit „lehrt, tut man nichts anderes als kleine grüne Männchen in die Köpfe von anderen Leuten hineinkopieren.

          • September 6, 2014 um 2:06 pm

            sich dem unbewussten bewusst werden, wobei sich das was allerweil unter unbewussten verstanden wird, lediglich das sit was zwischen geschoben ist. erst wenn ich das verdrängte frei gebe komme ich zum unbewussten durch, dann wird das unbewusste bewusst und dann ja dann gilt Ihr „IST“, das mit dem „Beobachter“ und so sind dann eher die kleineren zwischenschritte die sich dann auf-lösen.

            nur was wird denn gemacht? nüscht´s, dat wird nicht´s mit bewusstsein, im übrigen ist das sog. „Gesamtbewusstsein“ eher hinderlich, um nicht zu sagen, gefährlich. das ist ernst gemeint.
            das wort „verseucht“ trifft es ganz gut.

  9. Gerd Zimmermann
    September 6, 2014 um 10:54 am

    Lieber Guido

    warum bringst Du meine Mathematik durcheinander ?
    ich habe einen sexten Sinn und einen 7 Sinn, sonst komme
    ich nicht auf sex mal sieben, die Antwort, gleich 42, googelt mal.

    Ich habe mich jetzt 587 Mio Jahre nicht vom Fleck bewegt und
    trotzdem so viele Abenteuer erlebt.

    Uebrigens war ich mit der Herz aus Gold, die mit dem unwahrscheinlichen
    Unwahrscheinlichkeitsantrieb im Hyperraum unterwegs. Die wollen die Erde
    sprengen, wegen einer Hyperraumumgehungsstrasse.
    Prof. Hawkings These, oder war das Luther wird ES freuen, bestaetigt dies doch
    das Bild der Wissenskraft.

    Fuer mich ist ES ein Geschenk, ALLES sehen zu duerfen. Z.B. die unsichtbare, ALLEM
    zugrunde liegende Energie, ich nenne sie weiterhin Gedamtbewusstsein.
    Die Einen und die Anderen. Ist doch egal, wenn das Eine ohne das Andere nicht sein kann.

    Und die Traumata, ES kann kein Gutes ohne das Boese geben.
    Mathe 1.Klasse, 1 plus 1 = 3, ich muss grinsen, da wir immer ohne den EINEN, das Gesamtbewusstsein rechnen.

    LG Gerd

  10. Gerd Zimmermann
    September 6, 2014 um 11:24 am

    Eine Frage habe ich noch.
    Warum sind die Autobahnhinweisschilder zum Restaurant am Ende
    des Universums unsichtbar ?

    Weil das Leben, das Universum und DER GANZE REST so ist ?

    Weil Bewusstsein unsichtbar ist ?

    Unsichtbar bedeutet doch nicht nicht existent, oder ?

    Ich kann doch denken und fuehlen, mit meinem 6. und 7. Sinn.
    6 mal 7, 42 doch die ANTWORT ?

    Ich denke manchmal Gott hat das Universum einfach so
    ausgeniesst, ohne dabei zu urknallen. Der Urknall, ohne
    energetische Zuendung, undenkbar wie Feuer ohne Flamme.

    Platon, Einstein und die ANDEREN haben zum Tee geladen, sorry.

    Gruss Gerd

    • September 6, 2014 um 12:00 pm

      Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreifliches ersetzt.

      Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.


      Kommt Ihnen sicher bekannt vor

  11. Gerd Zimmermann
    September 6, 2014 um 11:48 am

    Nachsatz

    Was wuerde sich aendern wenn das Universum Geist ist (elektromagnetisch), nix.
    Was wuerde sich aendern wenn Spirit und Wissenschaft wieder Hand in Hand gehen ?
    Viel, sogar sehr viel.
    Schauberger wusste um Wasser, im elektrischen Universum.
    Gold-DNA nennt ES Bewusstsein und Wasser gehen Hand in Hand.

    lch stehe in der Wueste und predige gegen eine Wand.
    Irgendwie kommt mir das bekannt vor.

    Gruss Gerd

  12. EvaScotus
    März 5, 2015 um 11:16 am

    Bei Sterbehilfe wird öfters auf die Niederlande verwiesen. Dazu das Folgende: „Durch das Sterbenlassen oder Töten von Menschen lassen sich ungeheuer viele, gewaltige Probleme in großem Stil geräuschlos, schnell und preiswert lösen“, so die Geschäftsführerin der „niederländischen Stiftung für Freiwillige Euthanasie“. Die unverlangte (!) aktive Sterbehilfe könne in manchen Fällen sinnvoll sein, z.B. bei Geisteskranken, bei entsprechenden „sehr schwer erträglichen Umständen“ wie Schmerzen, Atemnot, Hautjucken, Gestank und Ähnlichem. Es fängt an mit einem Gesetz. Dann wird die Tötung nach und nach auf immer mehr Menschen ausgeweitet. Das zeigt das Beispiel Holland. Inzwischen wird dort diskutiert die Tötung von alten, lebensmüden Menschen, die nicht krank sind; von Drogenabhängigen, bei denen der Entzug wiederholt gescheitert ist; von psychisch Kranken; von Kindern unter 12 Jahren; von Kindern mit mehrfacher Behinderung; von geistig Behinderten, die nicht einwilligungsfähig sind; von Demenzkranken. Nachzulesen in: Gerbert van Loenen: Das ist doch kein Leben mehr! Oder im Internet unter: EuthaNAZI.

  13. Gerd Zimmermann
    März 19, 2016 um 8:31 am

    Housten, wir haben ein Problem.

    Höre.

    Die Menschen haben vor der Unsterblichkeit mehr Angst als vor dem Tod.

    Housten, wo liegt das Problem ?

    Wenn die Menschheit erkennt, dass sie unsterblich ist, langweilt sie sich zu Tode.

  14. Gerd Zimmermann
    März 19, 2016 um 9:26 am

    Ein unbeknntes Naturgesetz wissenschaftlich erklärt.

    Was ist Leben?

    Dieses Naturgesetz des Lebens gilt universell für ALLES.
    Für organisches Leben, für Mineralien, für Planeten, für Sterne,
    ganze Galaxien, selbst für das Universum.

    Als mathematische Formel ausgedrückt beschreibt sich Leben so:

    Null = -1 plus +1 oder -1; 0; +1

    Ausgehend von Null oder dem Ursprung entfaltet sich Leben im aufbauenden
    Prinzip bis die maximal erreichbare Weite oder Größe oder Hoehe erreicht
    ist. (Der Grund warum Bäume nicht in den Himmel wachsen, eine Frage
    welche die Wissenschaft nicht zu beantworten vermag.)

    Ist das maximale Wachstum erreicht, kehrt sich dieser Prozess um
    aus +1 wird -1 und endet in der 0.

    Null ist der Ruhezustand, den wir als Tod bezeichnen, fälschlicherweise.

    Aus dem Ruhezustand beginnt sich dieser Prozess zu wiederholen.

    Verantwortlich dafür ist eine elektrische Kraft.
    Der Minispol und der Pluspol.
    Minus und Plus ziehen sich nicht an, ein Naturgesetz welches
    die Wissenschaft schlichtweg übersehen hat.

    -1 ; 0 ; +1 dehnen sich von Null aus ( sich den Rücken kehrend )
    entsprechend ihrer Kraft aus.

    Dies nennen wir Polarität.
    Beide Kraefte befinden sich dabei im absoluten Gleichgewicht.

    Die Vokabel hierfür : HARMONIE

    Dies ist die universelle Trinität.
    Sie gilt im Mikrokosmos genau so wie im Makrokosmos.

    Diese (elektrische) Kraft der absoluten Polarität hält auch
    Planeten auf ihrer Umlaufbahn, Galaxien ebenso wie Elektronen
    um den Atomkern kreisen, sollte es ihn geben, als Modell schon.

    Nachdenken nicht erwünscht.

    Gruss Gerd

  15. Gerd Zimmermann
    März 19, 2016 um 9:56 am

    Eine Erinnerung im Voraus ?

    Jeder Mensch, einzig der Mensch, anderen Lebensformen ist dies nicht
    vergönnt da in der Schoefungsgeschichte oder der Gesamtidee des Lebens
    nicht vorgesehen trägt Allwissen in sich.

    Allwissen ist nicht in beweglicher und vergänglicher Materie zu finden.
    Allwissen ruht in der Stille und Bewegungslosigkeit.

    Die Welt ist Klang. Klang kommt aus der Stille.
    Eine Geige ist still und bewegungslos.
    Erst die Inspiration des Geistes, Bewusstsein, vermag die Saiten der Geige
    in Schwingung zu versetzen.
    Schwingung erzeugt Klang und kann wahrgenommen werden.

    Elektromagnetisch wahrgenommen werden, aber lassen wir das lieber.

    Gruss Gerd

  16. Gerd Zimmermann
    März 19, 2016 um 11:46 am

    Woher kommt eigentlich das Symbol links vom Namen ?

    Ich sehe ein Blatt Papier.
    Das hat ein Eselsohr, hört, hört.
    Ich sehe eine Wolkenpyramide,
    das Blau des unendlichen Raumhimmels,
    einen Lebensbaum
    und einen Lichtstrahl.

    Eigentlich sehe ich die Leinwand auf der Buehne des Lebens,
    das Ohr steht für Klang, der Himmel für den Raum, die Pyramide
    für Rätsel, der Baum für das Leben und das Licht für den Regenbogen,
    gebrochen im Licht des Prismas.

    So stelle ich mir Leben vor, ein ganzes Universum.

    Das ist kein LSD, es ist pure Fantasie.

    Gruss Gerd

  17. Gerd Zimmermann
    März 19, 2016 um 12:05 pm

    Man kann Welt auch mit anderen Augen sehen.

    Nicht nur durch die rosarote Brille der Finanzmogule.

    Deren Optiker geht eh bald Pleite.

  18. Gerd Zimmermann
    April 3, 2016 um 8:55 am

    “ Du bist der Zeit um 1000 Jahre voraus. “

    Ich möchte 100 Jahre Verlängerung für diesen Satz beantragen.

  19. Gerd Zimmermann
    April 3, 2016 um 10:39 am

    @ Guido

    Mir ist bewusst das es keine Fragen gibt, da jede Antwort in der Frage ist.

    Aber eine Frage habe ich doch.
    Was soll das ?

    Jahrelang wird hier über Traumata geschrieben und noch viel länger
    und noch viel poetischer.

    Das ist wie jeden Tag Sitzung und was kommt raus, nur Scheisse.

    Das war mal deftig, wird aber verstanden.

    Man muss kein Nervenarzt sein, um herauszufinden, dass die Ursache
    der Traumata in der Trennung vom Ganzen liegt.

    Die Bewusstwerdung dessen sollte doch begleitet werden und nicht die
    Besoffenchreibung mit Poesie, die den meisten unverständlich und als
    dichter Nebel erscheint.
    Schau sie Dir an, wie sie im Nebel mit Stoeckern tasten.

    Dies ist eine poetische Metapher.

    Sie suchen die Schuld im Kapital, verkörpert als Rothschild.
    Dieser Weg führt zurück in den Dschungel der Unwissenheit.

    Nix da mit Märchenwald verlassen und so.

    Die Defination von Maerchwald ist genau so diffus wie die Definition
    von Bewusstsein.

    Da Bewusstsein kein Studienfachgebiet ist, sollte es den
    Primarschuelern erklärt werden, da sie es verstehen können.

    Diesen einen Satz:

    Alle Menschen bilden eine Gemeinschaft, eine Gemeinschaft ist eine sehr
    grosse Familie. Diese Familie hat ganz viele Freunde, die Tiere gehören auch
    dazu. Die Ziege und die Kuh schenken uns Milch, das Pferd ist stark und hilft
    uns mit seiner Kraft, der Vogel traellert ein Lied, damit du gute Laune hast, die
    Blumen blühen so bunt, damit du Freude daran hast.
    Der Wald schweigt, aber höre genau hin, der Wald schweigt nicht, er lebt.
    Die Sonne schenkt uns Licht und Wärme. Und die vielen Sterne am
    Nachthimmel suchen dir schöne Träume, jede Nacht einen.

    Siehst du, so funktioniert das GANZE.
    Das EINE kann ohne das ANDERE nicht sein.

    Alles befindet sich im Gleichgewicht, die Erwachsenen nennen das
    HARMONIE.

    Alles bedeutet Leben, die Tiere, die Menschen, die Pflanzen,
    die Erde schenkt uns Nahrung, die Sonne schenkt uns Licht
    und alle Sterne gehören auch zum Leben.

    Alles zusammen bildet den Kreis des Lebens.

    Kind: Aber wenn ich einmal sterbe, dann bin ich doch tod.

    Nein es gibt keinen Tod, es gibt nur Leben.
    Stelle dir den Tod so vor, wenn du alt bist und stirbt, bist du müde.
    Dein Körper geht schlafen, dein Körper zerfällt, dein wirkliches Ich wird
    neu geboren, du lebst ein neues Leben mit vielen neuen Abenteuern.

    So funktioniert der Kreis des Lebens.
    Leben für Leben für Leben und Leben, bis in alle Ewigkeit.

    Diese Geschichte versteht jedes Kind.

    Es gibt auch eine Version für Erwachsene,
    man braucht nur die für Kinder etwas ausführlicher lesen.

    Gruss Gerd

  20. Gerd Zimmermann
    April 3, 2016 um 11:28 am

    „Was die Welt im Innersten zusammenhält.“

    Ich sage es vollkommen unverblümt,
    es ist nicht der Glaube,
    es ist Spirit, der Geist,
    Geist ist Bewusstsein,
    alle Bewusstseine bilden ein Ganzes,
    das Gesamtbewusstsein.

    Auf dem Weg der Bewusstwerdung gibt es ein noch genug
    Nüsse zu knacken.

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  1. Februar 15, 2014 um 10:30 am

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