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Überregulierung: An die Stelle einer sozialmoralischen Selbststeuerung tritt die soziale Fremdsteuerung durch Vermehrung von Vorschriften und Gesetzen

Ich hatte mich beruflich vor fast 4 Jahren mit dem Thema Compliance Management, dem Einhalten von Gesetzen und Regularien auseinandersetzen müssen, und dabei ist der folgende Artikel entstanden, der mir klar machte, dass je mir wir versuchen, mit Regeln unser Leben sicherer zu machen, desto unfreier und dümmer werden wir:

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Seit meinem ersten Post zum Thema Compliance, Warum man sich um die Einhaltung von Regeln kümmern sollte und nicht wegschauen, entwickelte sich in mir mehr und mehr das Gefühl, dass da frei nach Shakespeares Hamlet “was faul im Staate <irgendeinstaatsname> ist” (O-Ton: “something is rotten in the state of denmark”).

Schon bei meinen Kindern hatte ich festgestellt, dass bei zu strikten und zu vielen Regeln, die sie einhalten sollten, sie weniger kreativ waren, d.h. weniger ausprobierten. Heute morgen bin ich über den Artikel G20: Regulierungs-Chaos nach der Weltfinanzkrise von Prof. Uhlig im online Handelsblatt gestolpert, dessen Inhalt mich den ganzen Tag (heute ist Sonnntag) über gefangen hielt. Er stellt die These auf, dass erst die zuvor festgelegten Regularien die aktuelle Finanzkrise verursachte. Und seine abschließende These ist, dass aufgrund der imensen, komplexen Zusammenhänge ein Regularium nie eine weitere Krisen verhindern können wird.

Quergedacht

Stellt sich mir die Frage, warum wir dann überhaupt nach jeder Krise nach noch mehr Regeln und Steuerung rufen, wenn die nächste Krise doch sowie nicht abzuwenden ist?  Sollten wir nicht die Krise als Teil unseres Lebens begreifen und den Mut haben, aus dieser kreativ und gestärkt wieder hervor zugehen? Wenn wir auf die Überregulierungen verzichten würden, wären sämtliche Waren günstiger. Geben wir zudem denen die Sicherheit , die gerade dummerweise, vermutlich sogar unverschuldet auf der Schattenseite der Krise stehen, dass sie nicht die alleinigen Verlierer sein müssen. Dann sollte, wie von Prof.  Dr. Heinrich Pompey in seinem Artikel Freiheit statt Überregulierung und Überkontrolle festgestellt, sich  die aufgrund der zunehmenden Regulierungen stark verminderte Berufsethik wieder besser stellen. Den Titel dieses Posts habe ich 1:1 aus seiner Schrift auf Seite 4 übernommen.

Der Jurist Wieland Kurzka weist in seiner Abhandlung zur Überregulierung in Deutschland darauf hin, dass allein der Büger 80.000 Bestimmungen beachten muss. Können Sie das? Ich nicht. Dass er von einer “gesetzgeberischen Inkontinenz“ spricht, scheint mir doch sehr einleuchtend. Der Rezensor Michael v. Prollius fasst zum Buch entsprechend zusammen:

“Auf jeden Fall gilt es gegen die Sozialingenieure eine Selbststeuerung in einer offenen Gesellschaft durchzusetzen (213f.) und den zur Beute der Interessengruppen gewordenen Staat, so umzubauen, dass das „Netz der Gesetzesregulierung [nicht länger, MvP] .. die Freiheit des Bürgers [tötet]“

Prof. Pompey erkennt in seiner oben schon erwähnten Schrift den Beginn des Werteverfalls wie folgt: “Die Frankfurter Schule bewirkte praktisch ein Absinken der sozial-altruistischen Werteakzeptanz und damit den gegenwärtigen Werteverfall. Das Handlungsprinzip der Selbstverwirklichung in Verbindung mit dem Prinzip der „political correctness“, das nur an Gesetzen und Vorschriften und nicht an Idealen Maß nimmt, wurde handlungsbestimmend.” Daher also der Hang zum Ruf nach neuen Regularien, weil wieder kreative Köpfe Schlupflöcher in den Gesetzen gefunden haben und ihr resultierendes Handeln nicht zusätzlich gegen ethische Kriterien abglichen?

Bestätigt finde ich auch meine Vermutung, die ich heute in einer Diskussion zum Thema ausgesprochen habe, in der folgenden Passage des gleichen Papiers: “Eine Gesellschaft benötigt nachhaltig wirkende soziale, geistige, politische und wirtschaftliche Leistungseliten. Diese lassen sich nicht durch Eliteuniversitäten produzieren (siehe auch …Moralapostel…) sondern wachsen in sozialverantwortlich ausgerichteten und leistungsbewussten Elternhäusern bzw. durch eine entsprechende Schulkultur (siehe auch …Leitlinien…) und Mediengestaltung.” Besonders die Medien prangert Prof. Pompey an. Es würden überwiegend lässig wirkende Sport-Idole, Pop-Idole, Schau-Master-Idole präsentiert, die nur für Fun-orientieres Leben vorbildhaft sein könne. Dagegen sind seit den 68er die bisherigen, tugendhaften Idole, die Heiligen komplett aus dem Bild verschwunden. “Die Vorbildbedeutung von Menschen des öffentlichen Lebens ist, wie z.B. die der Politiker auf 13 % herabgesunken. Lediglich die Eltern haben für 58 % der  2004 in Deutschland befragten Jugendlichen diese Funktion behalten.” Nun bin ich ein 50plus und kann in unseren aktuellen Politikern aber auch nur schwer Vorbilder ausmachen.

Wie mir scheint, sitzen wir in einer Abwärtsspirale gefangen, wenn Prof. Pompey mit seiner Zusammenfassung recht hat:

Die Überregulation ist eine Folge des mangelnden Vertrauens in das sozial-moralische Verhalten der Mitmenschen, der Politiker, der Verwaltungen und der Unternehmen. Die beschriebene Überregulation bzw.  Überkontrolle und die fehlende wie verschwundene sozialmoralische Selbststeuerung nehmen der schöpferischen Kraft und der Revitalisierung der Gesellschaft den erforderlichen Schwung, ja führen zu  Frustration und damit zur Blockierung jedweder sozialen Kreativität. Auf einen kurzen Nenner gebracht: die fehlende sozial-moralische Selbststeuerung der Gesellschaft bewirkt Überregulation und  Überregulation lähmt die Kreativität und Produktivität sozialer wie ökonomischer Leistungen.

Und da weder unsere Politiker noch die oberen Kirchenvertreter sich dieses Zusammenhangs bewusst sind, könnte es noch ein Weilchen so bleiben.

Auf der anderen Seite sehe ich besonders in der Wissenschaft den Beginn des Umdenkens. Wissenschaftler haben 2009 das Manifest Globales Wirtschaftsethos – Konsequenzen für die Weltwirtschaft verfassst und unterschrieben. Ich würde mir wünschen, dass noch Viele folgen, nicht nur mit der Unterschrift sondern im Geist und Handeln. Vielleicht brauchen wir dann eines Tages keine teure Erstellung von weiteren Regularien und ein daraus resultierendes Compliance Management mehr, zumindest kein so kostenintensives.

So lange wir uns überregulieren, ist es für alle Unternehmer kostengünstiger, sich um das Compliance Management zu kümmern und ein internes Kontrollsystem einzurichten.

——–

Diesen Artikel „fand“ ich wieder, da mich der neuen Artikel von Lars Vollmer zum Thema des wenig freien Willens bei Managern in durchregulierten Unternehmen daran erinnerte. Lars plädiert für wenige wichtige Regeln, damit Entscheiden auch wirklich in der Verantwortung eines Managers liegt und er nicht nur nach vorgegebenen Mustern zu handeln hat. Andernfalls könne man auch gleich auf ein teures Management verzichten. Jedenfalls würde so soziale und ökonimische Intelligenz, die es zur Steuerung in komplexen Systemen braucht, nicht gefördert.

Ein sehr schönes Beispiel für ein besser funktionierendes System mit möglichste wenig Regeln ist für mich die Kommune Bohmte, die einfach den Schilderdschungel im Verkehrswegenetz entfernte, und sehenswerte Ergebnisse erzielte.

  1. Gerd Zimmermann
    Februar 13, 2014 um 7:30 am

    Ich mag nicht mehr Gott bewisen.

  2. Gerd Zimmermann
    Februar 13, 2014 um 12:54 am

    „……. der noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird.“

    Gott sei Dank. Kann ich mein Schuhtrauma noch behandeln lassen.

    1.31
    Ich muss meinen Kindern noch erklaeren warum Karotten in der Erde gedeihen, im dunkeln rot sind und wegen der Gravitatinon nach unten wachsen.

    2.37
    Ich kann 7 Mrd Menschen von der Existenz Gottes erzaehlen, ich kann es auch lassen.

    3.00
    Das Universum ist beim Leben zu Gast und nicht das Leben beim Universum.
    Quelle. Guido

    Bitte mach, dass das wenigsten noch eine einzige Sau versteht.

    3.16
    Fremde Welten, was habe ich mir das Gehirn verrengt wegen der Null. Alles fuer die Katze. Und nun das.

    3.19
    Du spielst das Spiel und Du hast grosse Freude daran.

    3.54

    Ein Lichtjahr, jeder rechnet in Mio von Kilometern.

    Gott zaehlt anders.

    Gott ruht, deshalb gibt es keine Zeit.

    Gott ist Licht.

    Das ist ein Phaenomen.

    Licht bewegt sich nicht, wohin auch.

    “Wenn sich das Licht das Auge schuf, um gesehen zu werden”
    Goethe

    Wenn jemand ab hier mit seiner Intelligenz einsteigt.

    Geist erschafft Materie.

    Ihr habt einen physikalischen Koerper, Geist braucht es dazu nicht.

    Wolfgang Jensen um 4.12
    Ich habe die sieben themenfremden und mir befremdlichen Kommentare zu einem zusammen gefasst.

  3. Februar 12, 2014 um 11:28 pm

    Ganz meinerseits 🙂

    Man sagt der natürlichen Ordnung nach ihr ginge es primär ums Überleben und fortpflanzen, während es uns Menschen mehr und mehr ums erleben und umpflanzen geht. Dass in der natürlichen Ordnung somit Wurzeln anders geartet sind und so Geschöpfe daraus hervorgehen können, die einzig die HARMONIE im Sinn haben, weil sie der Sinn der HARMONIE sind, verwundert nicht. Wir Menschen aber kappen Wurzeln und tun für unser Harmonieverlangen viel … vieles, was nicht im Sinne der HARMONIE ist, aber dahingehend wieder Sinn macht, weil die natürliche Ordnung dadurch immer sinnvoller wird. Es dürfte klar sein, wer die Nase vorn hat, obwohl es hier nicht um einen Wettkampf geht, weder um die längste Nase, noch darum, wer der Schnellste, sprich, Fitteste sei. Im GANZEN geht es einzig um das Erreichen eines gemeinsamen Ziels, auf allen möglichen Pfade, auf verschiedenen Wegen, und doch in EINEM Ziel endend … zumindest für einen Augenblick, der unendlich scheint, weil ohne Notwendigkeit von Zeit einzig Unendlichkeit möglich wird, nicht als unendlich lang, für immer, nein, einfach nur zeitlos. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg, der noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird.

    Gruß Guido

  4. Februar 11, 2014 um 8:49 am

    In Deinem Artikel blitzt der wesentliche Unterschied von HARMONIE und Harmonie durch, zumindest so wie ich es wahrnehme, denn HARMONIE bezieht sich immer auf das GANZE, Harmonie dagegen einzig auf menschliche Erwartungen.

    Somit zeichnet sich HARMONIE dadurch aus, dass etwas Unvorhergesehenes in Erscheinung tritt und bestehen bleibt, und somit von Antifragilität im Sinne einer Notwendigkeit zeugt, deren realisation möglich wurde. Je länger diese Erscheinung bestehen bleibt, desto notwendiger wurde sie für das GANZE.

    Harmonie dagegen ist die von Menschen geplante Realisierung, aus der Notwendigkeit der Menschen heraus und deren Möglichkeiten es umzusetzen. Das aber verlangt Robustheit und bedarf umso mehr Aufwand und Energie, je länger diese Harmonie bestehen bleiben soll. Unsere Gesetze und unser errichten von Grenzen fällt damit eindeutig in diesen Bereich … mit all seinen Folgen … und mit all seinen Herausforderungen für die HARMONIE.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Februar 11, 2014 um 8:33 pm

      DIE Harmonie wird der Mensch niemals fühlen, solange er im Gefolge der Feindseligkeit reitet und – ups, stimmt das? – entsprechend harmoniesüchtig ist.

      Die Notwendigleit, die das Ganze betreibt, änderte sich niemals – sie wird nur dank der Offenbarung immer klarer erkennbar.Grenzen? ich kenne nur eine, die, die die Liebe von der Feindseigkeit trennt. Notwendig ist nicht die Aufhebung dieser Grenze, sondern die Kontrolle der Feindseligkeit

      Zu Deinem neuen Thema schreibe ich Dir hier einen Satz hin.
      Sterben gehört zum Leben. Genauer gesagt, gehört Sterben in die Reihe der Phänomene, die Leben uns präsentiert: Das Ende von dynamischer Existenz.
      Leben, das glaube ich, zeigt uns, wohin die Feindseligkeit führt, nämlich zu einem Verlust der Existenz. Um das wirklich im Sinne eines Bewusstseins verstehen zu können, braucht es vielleicht doch ein Finale, eine globalere und umfassendere Vernichtung von Existenz – verursacht von einem Ungeheuer, das gegen jede natürliche Existenz rücksichtlos alles verschlingt, was es zu verschlingen vermag.

      Schöpfung von Neuem ist ohne Zerstörung des Alten, jedenfalls in unser Welt, auch der Natur, nicht machbar; das Alte muss dem Neuen Platz machen. Ist als Muster im System angelegt, also gewollt, geplant, Programme, die sich automatisch per Mensch, dem wundersamen Wesen, abwickeln. Freier Wille? Die Illusion endet mit dem gewollten Schritt heraus aus der Feindseligkeit. Dann braucht es auch den Tod als Demonstrationsphänomen nicht mehr.

      Das in aller Kürze.

      Gruß
      Wolfgang

      • Februar 12, 2014 um 8:52 am

        Dass Du das mit den Grenzen “anders“ empfindest, wundert mich nicht, für die Allgemeinheit sieht das wieder anders aus. Da schwelgt die Integrale Theorie des Bewusstseins in immer höheren Sphären der Bewusstseinsentwicklung, doch verschweigt sie die Mauern und Grenzen, die wir errichten, im Gegenzug zu den MÖGLICHKEITEN des Bewusstseins, die wir nicht den MÖGLICHKEITEN entsprechend für das Leben als Ganzes nutzen, weil es eine NOTWENDIGKEIT zu erfüllen gibt. Keine Grenze ist besser bewacht und mehr auf SIcherheit bedacht, als die Grenzen in den Köpfen der Menschen, Mauern inklusive:

        https://faszinationmensch.com/2013/12/11/phony-smartness-der-fluch-einer-fluchtigen-zeit/

        In der Harmonie der Menschen geht die Neugierde auf Neues, auf Veränderung verloren, stattdessen wird in Beton, Mauerstein und Stacheldraht investiert. In der HARMONIE dagegen ist die Neugierde auf und die Veränderung selbst wesentlicher Bestandteil.

        Warum nur überhäufen moderne Eltern ihre Kinder mit Forderungen und Ansprüchen, um durch ihre Kinder zu erfüllen, was sie selbst nicht realisieren konnten, anstatt sich selbst in ihren Kindern zu sehen und durch sie Veränderung und neue Möglichkeiten der Realisierung zu erfahren, statt Erwartungen ihrer selbst auf sie abzuladen … und sie damit zu überfordern. Begleiten und unterstützen auf ihrem neuen Weg ins Leben … JA. Nicht aber sie dorthin lenken, wo die Eltern sich selbst gerne sehen würden.

        Gruß Guido

        • federleichtes
          Februar 12, 2014 um 12:59 pm

          „Keine Grenze ist besser bewacht und mehr auf SIcherheit bedacht, als die Grenzen in den Köpfen der Menschen, Mauern inklusive“

          Du sagst es. Kein Schelm, wer sogleich an die Funktion des Trauma denkt.

          Für meine Vögel gibt es, obwohl und weil sie fliegen können, auch Grenzen. Gleichwohl sind es fröhliche Gesellen, die in den Tag hinein fliegen. Es gibt also ihre Grenzen, aber sie definieren sie nicht als Hindernis, sondern verhalten sich entsprechend. Sie sind konditioniert, aber nicht traumatisiert.

          An beiden Wochenendtagen fuhren wir Rad-im-Regen. Montag fuhr ich durch den Regen zum Blumenladen, ein lohnenswerter Ausflug, und gestern fuhr ich im Regen, um Vogelfutter auszuliefern und eine Festplatte zu kaufen, ein lohnenswerter Ausflug. Natürlich, ich sollte auf meine Gesundheit achten, da nicht krankenversichert. Natürlich, mache ich ja, auf meine Weise.

          Eltern und Kinder.
          Was ich auch niemals verstand, warum meine Eltern und Großeltern nach dem letzten Krieg mit ABSOLUTER Sicherheit über mich bestimmten. Hatten sie nicht gerade – bewiesenermaßen – alles Wichtige falsch gemacht? Und keiner aus der ganzen Sippschaft sagte mir, wie wichtig es sei, Frieden zu halten – im Gegenteil, sie bekämpften sich gegenseitig und machten mich wütend.

          In den letzten Tagen las ich zufällig ein paar Berichte über Schule; authentische und treffende Wahrnehmungen. Horst schrieb über ‚Gewalt gegen Lehrer‘, Martin konnte das nicht verifizieren, aber ich – Susanne erzählte von einer Kollegin, die von diesen Gewalt-Zuständen in Essen wusste. Ich las von einem 80%-Anteil fremdsprachiger Kinder in Klassen, ich weiß von einer Bekannten (Lehrerin), an deren Schule der Anteil 90% beträgt.

          Ich glaube, das „Fremde“ in einem Organismus erreicht im Sinne seiner Stabilität einen kritischen Punkt – und dann bricht er zusammen. In der Natur ist dieser Punkt auf natürliche Weise nicht zu erreichen, gleichwohl schafft es das Leben mit Hilfe des Menschen, auf dieses Phänomen hinzuweisen. Notwendigerweise! Denn was sich hier nur abbildet, ist ja ein geistiges Problem. Sagen wir mal so:
          Der Reiz-Reaktions-Mechanismus entstand wohl aus dem Nichts, aber nicht ohne Folgen für Individualitäten und Gemeinschaften.

          Wie gut, dass wir beide nicht miteinander „korrespondieren“ müssen. Ist mir eine Freude, dass es auch so geht.

          Euch einen guten Tag.

          Wolfgang

  5. federleichtes
    Februar 10, 2014 um 6:26 pm

    „… Und da weder unsere Politiker noch die oberen Kirchenvertreter sich dieses Zusammenhangs bewusst sind, …“

    Bist Du Dir da ganz sicher?

    In meinem Gesellschafts-Funktions-Modell geht es niemals wirklich um Geld, sondern um Macht. Hier um die Macht über eine Masse: Den ent-sozialisierten Menschen, der (nun) über die Massen-Propaganda steuerbar ist. Das nenne ich fortschrittliche Technologie.

    So sieht es jedenfalls aus. Und die Akteure sonnen sich in ihrem Erfolg und lassen sich von den Parasiten beklatschen – und auch wählen, lassen sich Miete und Zinsen zahlen und allen möglichen Dreck abkaufen. Vergessen wird die Kehrseite der Medaille. Ich beschreibe sie kurz als Überlebenstrieb. Der ist das Gegenteil von fragil und steht dem Wahn kontraproduktiv zur Seite.

    Was politisch, wirtschaftlich und auch von der Glaubensseite technologisch geleistet wird, ist schlicht nur ein Armutszeugnis wert. Entsprechend dem Weltbild möchte ich hier von krimineller Technologie sprechen, zumindest von einer Technologie, die destruktiv eingesetzt mehr Schaden anrichtet, als sie konstruktiv eingesetzt an Nutzen bringen könnte. Könnte! Derweil wir daran glauben müssen, wandelt der derzeitige Kulturmensch eilenden Schrittes in ein Zombietum. Die Regeln dafür sind in ihm selbst entstanden, von einem Geist gefordert und von vielen Geistern befördert. Als Ergebnis, wir dürfen gespannt sein über das Erscheinen entsprechender Bilder, gibt es eine massenhafte Zerstörung von Identität und – natürlich auch – von Integrität.

    Schauen wir mal, was die Feindseligkeit des Molochs noch zu zeitigen vermag.

    Gruß
    Wolfgang

  6. Februar 10, 2014 um 5:13 pm

    Wir verlangen nach Robustheit, ernten aber einzig Fragilität, weil wir das Prinzip der Antifragilität außer Acht lassen … und das setzt unmittelbare Reaktionen auf Unvorhergesehenes voraus, so verwundert nicht, dass der Imperativ des technologischen Fortschritts lautet: Zum Wohle Einzelner so gut wie möglich, auf Kosten Aller weil notwendig.

    Gruß Guido

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