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Sotschi-Eröffnungsfeier: Proteststurm gegen ZDF-Moderatoren

Olimpia-Eröffnung in Sotschi 2014

Olympia-Eröffnung in Sotschi 2014

Sollte es Hoffnung geben, dass die Menschen auch Deutschland zunehmend merken, wie sie von unseren Medien ins Bockshorn gejagt werden?

Ich hatte ich mit dem Ausstellen meines Fernsehers vor zwei Jahren entschlossen, auch das Brot und Spiele-Prinzip unserer Medien nicht mehr zu folgen, besonders dem Spektakel Olympia nicht mehr, das mir zunehmen politisch wurde. Nun scheint das auch noch auf die Spitze getrieben worden zu sein, was die Berichterstattung der Eröffnungsfeier von Sotschi betrifft. Hier einer von vielen ähnlichen Kommentaren im Web:

Klasse Eröffnungsfeier! Schade nur, dass ZDF den Geist der Olympischen Spiele nicht begriffen hat. Oder zumindest die Moderatoren. War es nicht so gedacht, dass selbst Kriege für die Zeit der Spiele pausieren sollten? Über die Gastgeber zu lästern ist wirklich die unterste Schublade.

Fundstelle: Sotschi-Eröffnungsfeier: Proteststurm gegen ZDF-Moderatoren

Gerne verweise ich nochmals auf meinen Artikel, der die Idee der Propaganda aufgriff:
Darüber, was wir wollen sollen …

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. Februar 9, 2014 um 12:48 pm

    Ich fand das gerade auf meiner Suche nach Informationen darüber, warum die großen Stadien wieder gebaut werden, die auch schon das römische Imperium zur Ablenkung nutzte (was am Ende auch nicht vor seinem Zusammenbruch schützte):

    Im heutigen Industriesystem – in der Wirtschaft, bei den Banken, in der Politik, oft auch in der Kultur und in Reinform im Sport – blieb von einer vormals vielfältigeren und manchmal idealistischeren Zielsetzung im 21. Jahrhundert oft nur noch ein Topos übrig: der Profit. Geld machen. – Mehr Geld machen. – Noch mehr Geld machen.

    Spitzensport existiert in einem System aus Kommerz, Materialismus und Egoismus: Das färbt auch auf die meisten Sportler ab. Da das System des globalen Elitensports inzwischen vom Geldverkehr dominiert wird, wurde der internationale Sport im Lauf der Jahrzehnte immer anfälliger – für Korruption, für Doping, für politische Einflussnahme gerade in totalitären Staaten, für Betrug. Dafür gibt es viele Beispiele, von denen wir auf nolympia.de etliche aufgeführt haben. Die Funktionäre der großen Sportverbände leisten dieser negativen Entwicklung Vorschub.

    Das Thema Spitzensport hat vielfältige Dimensionen: Brot und (Olympische) Spiele, Verdrängung, Masseneffekte, Eventgesellschaft, Elitenbildung, Ausblenden von ökologischen und sozialen Problemen etc. Die Erde wird von den Machthabern auf ein ökologisches, ökonomisches und soziales Desaster hingesteuert.

    Fundstelle auf NOlympia: Von “Brot und Spiele” zu Fernsehen und Sport-Events

    • Februar 9, 2014 um 1:12 pm

      Das stimmt nur von EINER Seite her – dem Profitstreben – betrachtet!
      Und es gibt KEINE Lösung, wie das verändert werden kann, so dass Olympia wieder das wird, wozu es gedacht war: Friedensstiftend, völkerverbindend, die Freundschaft und Achtung der Völker untereinander unterstützend und fördernd.

      Gerade in Sotschi wird heute der WAHRE olympische Geist wiederbelebt!
      So hat es die Diplomatie Russlands geschafft, dass namentlich JETZT – während der Olympischen Spiele – ein dreitägiger Waffenstillstand zustande kam. Hast Du davon etwas in den westlichen Kriegs-Propaganda-Hetzmedien gehört oder gelesen??

      Auch DAS ist EINE Idee der olympischen Spiele: FRIEDEN auf der ganzen Erde – wenigstens für die Zeit der Olympischen Spiele, jedoch mit dem Ziel für DAUERHAFTEN FRIEDENS auf der Erde – durch den friedlichen und fairen sportlichen Wettbewerb!

      Treibt miteinander Sport, messt Euch im fairen sportlichen Wettkampf – und NICHT auf dem Schlachtfeld! DAS ist die ganz eigentliche olympische Idee!

      Hier ein Beispiel für die praktische Umsetzung der olympischen Idee, was ich als „sportliches Verhalten“ erlernte und immer geschätzt habe!

      http://www.faz.net/aktuell/sport/olympische-winterspiele/skisport/olympischer-geist-russen-helfen-den-deutschen-12790748.html

      • Februar 9, 2014 um 1:19 pm

        Liebe Solveigh,

        nach Allem, was wir hier gelernt haben, so scheinen doch alle wichtigen Dinge im Leben von den Herrschenden gesteuert zu sein. So auch diese Olympische Idee. Sollten sie also auch hier die Finger drin gehabt haben, und die Wahrscheinlichkeit spricht eher dafür, so kann ich die Frage von Silvia Hoffmann, die sie gerade auf Facebook stellte, gut verstehen:

        sportlicher Vergleich soll der Völkerverständigung dienen………. Ein Wettkampf zur Verständigung? Mir bleibt es ein Rätsel

        Und da grenzt es an Schizophrenie, in diesem Wettkampf doch fair zu bleiben. Zumindest zeigt das doch deutlich, was der Mensch im Grunde seine Herzen möchte: kooperieren 🙂

        Danke für Deinen Beitrag,
        Martin

        • Februar 9, 2014 um 1:36 pm

          Dieser Gedanke ist einfach zu kurz gefasst – und dann auch schon wieder Manipulation und Hetze – man möge den Sport und Olympia samt allem Positiven daran einfach abschaffen!!

          Die Menschen haben seit ihrer Existenz IMMER Sport getrieben! Das war lebensnotwendig!
          Und so haben sie sich auch IMMER im fairen sportlichen Wettkampf gemessen!
          Unstimmigkeiten zwischen den Clans wurden nicht durch Kriege, sondern durch sportlichen Wettkampf ausgetragen!
          OHNE Blutvergießen!
          Im Sport wird faires Verhalten, Achtung und Respekt vor dem anderen gelehrt – das sind nur die GERINGSTEN Auswirkungen des Sports!

          Wettkampf an und für sich (der hier gleich mit in Abrede gestellt wird – rein nach bester Springer-Manie: „So liebet Euch doch alle!“) ist gar nichts Schlechtes!
          Nur durch den Wettkampf, den Wettbewerb (der gar nichts mit Profitstreben und der daraus resultierenden Aggression zu tun hat!) ist eine Entwicklungen der Menschheit überhaupt erst möglich! Gerade und erst durch den Wettkampf streben die Menschen zu Bestleistungen!
          Die Frage ist, wie diese Bestleistungen genutzt werden: Zum NUTZEN ALLER Menschen oder EINZIG für das PROFITstreben EINZELNER?
          Und hier sind wir dann wieder bei Deinem MITeinander, statt in KONKURRENZ (die hat mit Wettkampf und Wettbewerb gar nichts zu tun) GEGENeinander!

          Zum Sport selbst: Die Menschen heute werden vom Sport treiben abgehalten – auf verschiedenem Weg: Über das Geld und über die Erziehung!
          Der Sport in Kindergaten und Schule wird immer weiter zurück gedrängt, die Sportvereine werden dermaßen die Mittel gekürzt, dass nur noch „begüterte“ Familien sich den Sport leisten können.
          Warum ist das so wichtig? Nun, ganz einfach: Wir denken mit dem Körper! Je unbeweglicher der Körper, desto unbeweglicher der Geist und das Denken. Je weniger Sport ein Mensch treibt, desto geringer ist sein Denkvermögen!
          Durch das Sporttreiben werden unzählige neuronale Verknüpfungen im Gehirn gebildet, die das Denken unterstützen, ja gerade erst ermöglichen!
          Warum „verdummen“ viele alte Menschen? Ganz einfach: Sie BEWEGEN sich nicht mehr!!
          Ich habe fünfjährige Kinder erlebt, die nicht richtig laufen konnten, die über eine nur sehr mangelhafte Koordinationsfähigkeit verfügten (was alles im Sport trainiert wird!) – und folgerichtig nicht in der Lage waren, ordentlich zu sprechen! Sie sprachen wie sie sich bewegten: Auf dem Niveau eines knapp dreijährigen Kindes!!

          Darum halte ich einen solchen Kommentar wie den von Dir zitierten im günstigsten Falle für von Unwissenheit geprägt, im mittleren Falle für äußerst fahrlässig, im schlimmsten Falle für hochgradig gefährliche Demagogie!

  2. Februar 9, 2014 um 1:22 pm

    Ich habe die Eröffnungsfeier auf dem Livestream der ARD gesehen. Da wurde genauso gehetzt – und darum habe ich diesen oben Artikel auch weiterverbreitet.

    Die allgemeine Meinung zu dieser Hetze, die mir begegnet ist: Es ist nur widerlich, niederträchtig – und Deutschland macht sich mit dieser Hetze in der Welt absolut lächerlich!

    In der ARD hat doch der Moderator tatsächlich die in den olympischen Farben gehaltenen Handschuhe der Griechen als „Protest gegen die russische Schwulenpolitik“ ausgemacht!

    Und als dann das Außengelände des Stadions gezeigt wurde, wo die olympische Flamme steht, waren sie baff, als eine ganze Straße in den olympischen Farben erstrahlte:

    „Hier hast Du soviel Regenbogenfahnen wie Du willst“, rutschte dem einen Moderater heraus.

    Ansonsten war die Berichterstattung ständig gespickt mit hintervotzigen Bemerkungen von der „angeblichen Geliebten Putins“, die angeblich einen Sohn von ihm hätte, was der aber nie bestätigt habe, es wurde Stalin mit seiner unglaublichen Aufbauleistung und Industrialisierung Russlands genannt, „alles natürlich unter unzähligen Menschenopfern“…

    Und so ging das Gezetere und Gehetze während der gesamten zwei Stunden weiter. Wäre die Feier nicht so wunderschön gewesen, hätte ich nach 10 Minuten schon ausgemacht. So aber wollte ich mir die Feier nicht von diesen Propagandisten und Hetzern verderben lassen!

    Hier ist übrigens die Quelle, worauf sich all‘ diese Hetzer gegen Stalin berufen! Das wirft ein bezeichnendes Licht auf die Herkunft dieser Diffamierungen und Kriminalisierungen – damals wie heute:

    http://hesikamiscellaneous.wordpress.com/2014/02/01/woher-die-millionen-toten-des-blutrunstigen-diktators-stalins-kommen/

  3. Gerhard A. Fuerst
    Februar 9, 2014 um 4:19 pm

    Die Olympiade?
    Schlechte Berichte?
    Ueble Geschichte!
    Nichts Objektives?
    Nichts Konstruktives?
    Nichts Positives?
    Nichts Gutes?
    Nur Bloedsinn?
    Boese Ballade?
    Nur Propaganda?
    Nichts als Palaver?
    Politisches Maleur?
    Mist? Murks?
    Oh wie schade?
    Kein Sport und Spiel
    ohne Kontroverse?
    Hass und Hetzerei?
    Nichts als lautes Geschrei?
    Leider…keine Ruhe…
    Keine Reserven…
    am Ende nur Ausreden…
    Missbiliigung…
    oder Mistbildung?
    Nur rohe Nerven!?
    Bald wird’s vergessen?
    Auch das geht vorbei?
    Gott-sei-Dank…
    Ich hab’s versaeumt…
    Ich hab’s nicht gehoert…
    Der Fernseher war aus…
    Hier war Ruhe im Haus!
    Ich hab’s nicht gesehen…
    Ich war nicht dabei!
    Ist mir aber nicht
    ganz einerlei!

    Gruss, Gerhard
    9.2.2014

  4. Februar 9, 2014 um 10:06 pm

    Mich ergreift Ekel wenn ich das alles lese, wie oberflächlich alles dargestellt wird. Ich bin selbst Sportler, kein PROFI, ich war Sportfunktionär und erlebte vor fast 20 Jahren in welche Richtung es sich entwickelte. Ist Sport zu treiben heute out, weil eine Minderheit es vermasselt, darf ich menschliche Regungen nicht mehr äußern, weil sie mal kommunistisch besetzt waren. Es gibt für mich auch in diesem Rummel Persönlichkeiten, Björndalen, die mir in Zeiten, wo es mir schwer fällt, eine Sache weiter zu machen, Mut und Kraft geben. Dafür bin ich ihnen dankbar. Das kann aber nur jemand verstehen, der am Leben teilnimmt und nicht zu den Bescheidwissern zählt. „Wer alleine aufgestanden ist und sich erhobenen Hauptes bewiesen hat, darf ruhig auf sich stolz sein!“ Ich hatte gerade geschrieben, wir bekämpfen mal wieder die Wirkung, nicht die Ursachen, die in uns selbst zu suchen sind. Sonst würden wir ein andere Verhältnis erleben. Viele Grüße com. Mike

  5. Februar 18, 2014 um 2:20 am

    „ Wo ist mein Zettel?“…

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Als Erstes bedanke ich mich bei Ihnen für die Möglichkeit, eine gut inszenierte
    Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotchi angeschaut haben zu können. Aber ich würde gerne doch noch einige andere Sachen ansprechen, die mir während der Übertragung extrem aufgefallen sind und den allgemeinen Eindruck doch nicht von der Eröffnung, nein, viel mehr von der Moderation ordentlich verdorben haben.

    Dabei meine ich gar nicht die Moderatorin, die ihr Zettel vermisst hat (kann passieren, wohl vergessen Mikro auszuschalten), sondern viel mehr die Kommentare, die für jeden aufmerksamen Zuschauer eine Zumutung gewesen sind.

    Wenn ein Sportmoderator sich mit der Kunst oder Geschichte nicht auskennt und seinen Spickzettel nun mal verlegt hat, ist es nicht weiter schlimm. Dann sollte er sich allerdings mit eigenen Kommentaren etwas zurückhalten, denn vor dem Fernseher könnten Zuschauer sitzen, die mehr von dem verstehen, was der Kommentator von sich gibt. Der Kubismus wurde nun mal von Pablo Picasso und Braque begründet, nicht von Kasimir Malewitsch, der der Begründer von Suprematismus gewesen ist. Und nicht Puschkin, sondern Zar Peter der Große, der Gründer von St-Petersburg, sagte, dass St-Petersburg „das Fenster nach Europa “ sei. Puschkin ist auch nicht der Gründer der modernen Literatur in Russland. Puschkin gilt für die meisten seiner Landsleute als der russische Nationaldichter (mit weitem Abstand vor im Ausland wohl bekannteren Schriftstellern wie Tolstoi, Dostojewski, Gogol, Pasternak). Seine Zeitgenossen waren Byron und Goethe; er wurde beeinflusst von Voltaire und den Shakespeareschen Tragödien). Oder meinen Sie, dass ein jeder sportbegeisterter Zuschauer ein Kulturbanause sein muss?

    Weniger interessierten mich als Zuschauerin der Olympiade-Eröffnung auch die
    Vermutungen der Kommentatorin, mit wem Putin Kinder zeugt und wer seine Geliebte ist. Erschütternd war das Kommentar über die Frau neben Putin auf der Tribüne. „Wer ist sie? Ihr Gesicht kenne ich nicht, sie ist nicht vom Sport, ist bestimmt die Tochter vom Putin.“ Einfach nur noch peinlich! Diese Frau neben Putin heißt Irina Skworzowa, russische Bobfahrerin, die in Deutschland während der Wettkämpfe schwer verletzt wurde (lag lange Zeit im Münchner Krankenhaus, bedankt sich immer noch bei den Ärzten für die Behandlung). Ihr Gesicht war in vielen Zeitungen auch in Deutschland bekannt, durch das tragische Ereignis, sie lag auch lange in Koma. Die Frau neben Putin hat hart dafür gekämpft, um ohne Krücken dort auf der Tribüne zu stehen. Sie war eingeladen, ihren großen Traum, bei der Olympiade dabei zu sein, wenigstens auf die Art und Weise zu erfüllen.

    Weiter. Fünf symbolische olympische Ringe… Und das eine entfacht nicht in Feuer. Wäre es nicht fair gewesen, wenigstens ein Mal einzublenden, dass es ca 20 Sekunden später doch geklappt hat? Dieses Bild habe ich vermisst…

    Die Kommentare während der Eröffnungsfeier empfand ich persönlich als ziemlich arrogant und herablassend gegenüber dem Gastgeberland. Vergessen Sie nicht, Putin kann es nicht jedem einzelnen befehlen, es waren echte Menschen, die sich aufrichtig bemüht haben, die Welt bei sich willkommen zu heißen. So wie es für sie eben möglich war – wirtschaftlich, politisch, aber auch persönlich. Wie kann man als Vertreter eines demokratischen und ach so toleranten Staates so eine kindliche Schadensfreude bei jedem kleinsten Fehler empfinden und das noch dem ganzen Land kundzutun?!? Das hat doch gar kein Niveau… Oder meinen Sie, das sei das, was das Volk hören und sehen möchte? Oh ha…

    Ich gehe davon aus, dass Ihnen die Rolle der Medien wohl bewusst ist. Ich persönlich denke, dass gerade Russen und Deutsche so viel Gemeinsames in der
    Kultur und der Geschichte haben und nicht nur in ihren traurigen Kapiteln. Sie meinen doch wohl nicht, mit abwertenden Kommentaren einen besseren Kapitel schreiben oder etwa auf die Art und Weise für Menschenrechte in Russland kämpfen zu können?

    Genießen Sie die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Russen. Der Sport ist schon längst Politik geworden, es ist auch nichts Neues. Und dass die Regierungen das Volk bei Weitem nicht immer fragen, wo und was gebaut wird, ist auch nichts Neues, und zwar überall auf der Welt.

    Versuchen Sie bei der Abschlussfeier doch etwas netter oder sagen wir zumindest objektiver und sachbezogener zu berichten, es macht Sie sicherlich auch bei den Zuschauern sympathischer. Aber jetzt, wo es für Deutschland so viel Gold geregnet hat, wird es ja wohl nicht mehr so schwer fallen, nicht so gehässig zu sein und sich gefreut zu haben, bei der Putiniade dabei gewesen zu sein, oder? Und wenn Sie Sport und Politik trennen wollen, dann machen Sie es richtig oder machen Sie gar nicht mit. Das wäre fair. So viel zu fairen Spielen und fairer Berichterstattung. Bei einem Sender, bei dem ich es nie, aber auch nie erwartet hätte.

    Viele Grüße und beste Wünsche nach Sotschi für Ihr ganzes Team.

    Mary Lu.
    (was auch Lu-bov bedeuten kann, die Liebe auf Russisch).

  6. Karl Siebert
    Februar 24, 2014 um 3:04 pm

    Ich hatte mich tatsächlich auf die Eröffnungsfeier in Sotchi gefreut. Die bereits vor der Eröffnung der Spiele auf Hochtouren laufende antirussische Propagandamaschine der Medien, ließ aber nichts Gutes ahnen.

    Die permanenten Herabwürdigung der russischen Olympiavorbereitungen in Sotchi wurden immer heftiger. Einige Journalisten verloren jedes Maß und verstiegen sich sogar zu dem ungeheuerlichen Vergleich mit Nazideutschland 1936.

    Unter diesen Vorzeichen war zu befürchten, dass auch die bundesdeutsche TV-Kommentierung der Eröffnungszeremonie und der Abschlussveranstaltung, von latenten antirussischen Äußerungen durchsetzt sein könnten. Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang an die Sudelkommentierung einer Frau Maischberger zur Eröffnung der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Schlimmer ging es damals kaum noch.

    Was ich dann am Eröffnungstag sah und hörte, war nicht vom Schlage Maischberger aber nicht weit davon entfernt. Besonders eine Frau Gellinek fiel, wenn sie überhaupt etwas sagte, durch ihre niveaulosen Kommentare im Stil einer Klatsch- und Tratsch Tante, negativ auf.

    Auch die Kommentierung von Poschmann war mehr als dürftig. Die Unlust der beiden schaute aus allen Ritzen ihrer maulfaulen, zähen Kommentierung. Da man die großartigen Ereignisse bei Eröffnung nicht positiv kommentieren wollte, schwieg man geradezu auffällig und überließ die Zuschauer sich selbst.

    Noch deutlicher verlief die Nichtkommentierung der Abschlussfeier bei der ARD. Auch Bartels und Ruck wollten die herrlichen Bilder weder erklären, noch positiv kommentieren. Die Zuschauer waren über lange Strecken, wie zu Zeiten des Stummfilms, nur auf die Bilder angewiesen.
    Quälend lange Kommentarpausen vermittelten den Eindruck, als wären Bartels und Ruck schon gar nicht mehr vor den Mikrofonen oder einfach eingeschlafen.

    ZDF und ARD haben mit ihren niveaulosen Kommentierungen gezeigt, wie sich politische Vorbehalte in der Qualität journalistischer Arbeit niederschlagen können. Wenn das, was dort geboten wurde, überhaupt die Bezeichnung journalistischer Qualitätsarbeit verdient. Verplemperte Chance und verschwendetes Geld!

    • Februar 24, 2014 um 3:26 pm

      Vielen Dank, Karl, für Deine Zusammenfassung der beiden Sendungen!

      Das hat so gar nichts mehr mit der damals vrodergründigen Idee der befriedenden Spiele zu tun. Inzwischen kraucht auch hier das heraus, wozu Brot und Spiele den Herrschenden dienen sollen: Ablenkung des Volkes von den wirklich wichtigen Dingen. Nur so präsentiert, mag ich mich nicht mehr ablenken lassen. Das ist dann eher abschreckend, egal wie schön die Bilder sind. Es hat ein Geschmäckle, wie die Schwaben zu sagen pflegen.

      Viele Grüße
      Martin

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