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Paidoarchat – Das Zeitalter des Kindes

Bernard Gregor Dietrich

Bernard Gregor Dietrich

Paidoarchat ist der Name des neuen Zeitalters. Das Matriarchat, in dem der Mensch noch wie ein Kind unter der Mutter Natur lebte und ihr gehorchte, ging zu Ende, als die Griechen die eigene Individualität unter Sokrates, Platon, Sophokles, Aristoteles und Alexander der Große entwickelten. Damals begann das Patriarchat, das bis heute vorherrscht. Der Mensch sah sich mehr als Herr der Natur. Doch diese Zeit geht jetzt zu Ende.

Kapitel  1. Einleitung

Das Patriarchat, das Zeitalter, in dem der Mensch versucht, über der Natur zu stehen, ja sie auszubeuten, herrscht bis heute vor. Heute spüren wir aber, dass dieses Zeitalter nicht mehr weiter gehen kann. Die Umweltkatastrophen, Krankheiten und Krisenherde überall auf der Erde, all dies deutet auf das Ende des Patriarchats hin. Das neue Zeitalter des Kindes, das Paidoarchat, wie ich es nenne, das Zeitalter des Kindes, beginnt – so nennen es die Dichter und Denker – jetzt. Der Name Paidoarchat (gr. das Zeitalter – Arché, des Kindes – paidos) klingt zunächstbefremdlich. Aber das Paidoarchat ist die konsequente Fortführung der beiden ersten Zeitalter.

Zuerst gab es das Matriarchat, das Zeitalter, in dem die Menschen noch unter der Natur lebten und alles taten, was Gott oder die Götter von ihnen verlangten. (Man sollte sich nicht an dem Wort „Götter“ stoßen. Denn einerseits sprechen viele alte Texte davon, andererseits können damit, wie Rudolf Steiner meint, auch Engel gemeint sein. Dass diese eine gewaltige Kraft haben, bezeugt die Bibel. Auch Rilke sagt in der 1. Duineser Elegie: „Ein jeder Engel ist schrecklich.“) Dann folgte das Patriarchat, in dem wir heute leben.

Wir stehen, wie ich meine, angesichts der großen Katastrophen vor einer großen Veränderung. „Dort wo die Gefahr ist, wächst das Rettende auch“, so sagte Hölderlin. Auch heute zeigt sich das Rettende in Märchen, in religiösen Texten, in den Texten der Dichter und Denker. Diese Texte sind voll von Bildern und Symbolen, die es zu entziffern gilt. Die Erkenntnis, dass so viele unterschiedliche Texte Ähnliches über die Zukunft sagen, frappiert. Gleichwohl wird der eine mehr von diesem, der andere mehr vom anderen Text angesprochen.

Der Übergang von unserem Zeitalter in das nächste wird manchmal als ein Weg, manchmal als ein Sprung beschrieben. Gleichwohl ist der Übergang bei allen Texten eine qualitative Veränderung. Ein wesentliches Merkmal aller Texte ist die Dreiteilung der Geschichte. Einer der ersten war der Abt Joachim von Fiore, der diese Botschaft in der Frühe des Pfingstfestes um das Jahr 1190 während einer Meditation eingegeben bekam. „Da durchfuhr plötzlich eine Helligkeit die Augen meines Geistes“, so beschreibt er selbst die Erleuchtung. „Auf drei Weltzustände weisen uns die Geheimnisse der heiligen Schrift: auf die erste, in der wir unter dem Gesetze waren, auf die zweite, in der wir unter der Gnade waren, und auf die dritte, welche wir in Bälde erwarten in reicherer Gnade. Der erste bezieht sich auf den Vater, der zweite auf den Sohn, der dritte auf den Heiligen Geist.“ Das erste Zeitalter war nach Joachim die Zeit der Tora, des Alten Testaments, das zweite Zeitalter war die Zeit Jesu und die Zeit der Kirche, das dritte Zeitalter, das kommen wird, wird nach Joachim das Zeitalter des Heiligen Geistes, das spirituelle Zeitalter, sein.

Lessing, Schelling und viele andere Dichter und Denker beziehen sich auf Joachim von Fiore. Die Bezeichnung der drei Zeitalter kann man auch allgemeiner ausdrücken. So nenne ich auch das erste Zeitalter Matriarchat, das zweite Patriarchat und das dritte Paidoarchat. Im Paidoarchat, dem Zeitalter des Kindes, wird der Mensch Partner der Natur und der geistigen Welt und lebt geschwisterlich und spirituell das Leben in der Welt und gestaltet sein eigenes Leben kreativ.

Es gibt viele Dichter und Denker, die den Weg durch die drei Zeitalter vorgezeichnet haben. In diesem Buch habe ich den Weg ins neue Zeitalter anhand von Märchen, Kinderbüchern und Texten von Dichtern und Philosophen erläutert. Denn alle Autoren sind sich nach meiner Meinung einig, wie das neue Leben, das neue Zeitalter, das Paidoarchat, aussehen wird.

Die meisten Dichter und Denker haben alle drei Zeiten aufgezeichnet. Sie zu bedenken ist gut, denn dann sehen wir, wie die menschliche Entwicklung insgesamt war und wie in anderen Zeiten Übergänge bewältigt wurden.

Für manche mag es ungewohnt sein, so verschiedene Texte und Dichter in einem Zusammenhang zu sehen. Martin Heidegger neben Rudolf Steiner, „Die kleine Raupe Nimmersatt“ neben Goethe, die Märchen neben philosophischen Texten. Aber gerade das zeigt der Anspruch des Buches, dass das Paidoarchat nicht eine Angelegenheit der Philosophen ist, sondern alle angeht. Jeder kann auf seine Weise angesprochen werden. Das Buch soll Mut machen, alte Hindernisse zu überwinden, wenn man sieht, dass diese Texte uns auf je verschiedene Weise weiterführen können. Auch Denker müssen Wege gehen. Man soll Denker nicht danach beurteilen, ob sie einmal auf ihrer Wegstrecke diese oder jene Position eingenommen haben, sondern ob sie weiter gegangen sind. Gleichwohl soll es dem Leser frei stehen, diesen oder jenen Text zu überspringen, weil eigentlich alle Ähnliches sagen. Es werden in den einzelnen Texten auch immer wieder Hinweise auf die anderen Texte zu finden sein.

Das Matriarchat

Das Matriarchat nennt man so, weil der Mensch in dieser Zeit sich noch als Kind fühlte unter der Mutter Natur oder unter Gott oder den Göttern. So schreibt Hölderlin analog zur Menschheitsgeschichte:

„Da ich ein Knabe war,
Rettet ein Gott mich oft
Vom Geschrei und der Rute der Menschen,
Da spielt ich sicher und gut
Mit den Blumen des Hains
Und die Lüftchen des Himmels
Spielten mit mir. (…)

Mich erzog der Wohllaut
Des säuselnden Hains
Und lieben lernt ich
Unter den Blumen.
Im Arme der Götter wuchs ich groß.“

Im Matriarchat erlebte der Mensch die Natur in spielerischer Weise, er war geborgen und behütet und hatte eine natürliche Verbindung zu den überirdischen Kräften.

Die biblische Geschichte vom Paradies gibt diese Situation des Menschen im Matriarchat in ähnlicher Weise wieder. „Gott ging zur Zeit des Tagwindes im Garten einher.“ (Bereschit, Genesis 3,6) Alles war vorhanden, was der Mensch zum Leben brauchte. Von Gott war er umsorgt und fühlte sich wie ein Kind im Schutz der Mutter.
Viele andere Erzählungen wie z.B. Jiob 1, also die alte Rahmenerzählung im Jiobbuch, oder die Erzählungen aus dem alten Ägypten zeigen, wie der Mensch abhängig war von der Natur, von Gott oder den Göttern und von ihren Gesetzen. Im Matriarchat waren zwar die Frauen näher an der Natur und kannten deren Gesetze besser, jedoch kann man nicht von einer „Herr-schaft“ der Frauen sprechen. Denn sowohl Männer wie Frauen waren beide im Matriarchat, standen unter der Natur und gehorchten den Göttern. Den Willen der Götter erkannte man in analoger Weise überall im Kosmos, in den Sternen, im Vogelflug oder in den Eingeweiden der Tiere. Ebenso gab es damals Propheten, die den göttlichen Willen in heilige Bücher schrieben, und es gab Schamanen und Magier, die den Willen Gottes vermittelten. Den Unterschied zwischen der matriarchalen Auffassung und der patriarchalen beschreibt
Marion Zimmer Bradley in „Die Nebel von Avalon“, wenn sie Morgaine, die letzte Vertreterin der matriarchalen Welt,
denken lässt, so: „Die Kluft ist tiefer, als ich glaubte. Selbst wer die Felder als Christenmensch bearbeitet, führt ein Leben, das ihn weit von der Erde entfernt. Sie sagen, ihr Gott habe ihnen Macht über alle Pflanzen und alle Tiere gegeben. Aber wir, die wir in den Hügeln, in den Sümpfen, in den Wäldern und auf den Feldern leben, wissen, dass wir keine Macht über die Natur haben. Sie hat Macht über uns; vom Augenblick an, in dem der Trieb sich in den Lenden unserer Väter regt und die Begierde unserer Mütter uns in ihren Leib bringt, stehen wir unter ihrer  errschaft.
Auch dann, wenn wir im Leib heranwachsen und geboren werden, inmitten von Pflanzen und Tieren, die ihr Leben lassen müssen, um uns zu nähren, zu kleiden und uns Kraft zum Leben geben. (…) Alles, alle diese Dinge stehen unter der Herrschaft der Göttin, und ohne ihre Barmherzigkeit und Gnade würde keiner von uns auch nur einen Atemzug tun; alles Leben würde erlöschen. Auch wenn die Zeit der Unfruchtbarkeit und des Todes kommt, damit andere an unsere Stelle treten, ist das ihr Walten. Sie ist nicht nur die Grüne Herrin der fruchtbaren Erde, sondern auch die Dunkle Herrin des Samenkorns, das verborgen unter dem Schnee liegt. (…) Ja, die Göttin ist auch unsere Herrin über Zerfall, Auflösung und Tod…“ (S. 511f)

Symbolhaft wird das Matriarchat durch das Wasser bestimmt. Das Wasser ist das Symbol für das Weibliche. So ist das Matriarchat untergegangen durch die große Sintflut, so wie die Atlantis nach Platon durch das Meer überschwemmt wurde.

Als der Mensch das Paradies verlor, weil er selbst erkennen wollte, was gut und böse ist, machte er sich die Natur „untertan“. „Gott sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch. Erfüllt die Erde und macht sie euch untertan! Herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über jedes Lebewesen, das sich auf Erden regt.“ (Bereschit, Genesis 1,28) Manche meinen, dass die Übersetzung von Herrschen nicht stimmig ist. Das Wort, auch die  etymologische Bedeutung, aber spricht eindeutig vom Herrschen.

Dieses 2. Zeitalter nennt man dann das

Das Patriarchat

Im Patriarchat lernte der Mensch, auf eigenen Füßen zu stehen. Sein Ich erwachte, wurde gleichsam geboren, wie Sokrates es nannte, da er sich als Hebamme des Ich verstand. Der Logos verdunkelte sich, wie Heraklit sagte. Der Mensch sah nur noch die Dinge, das Seiende, das er mit Hilfe einer Grundansicht (Theorie) deutete. Dies nannten die Philosophen Metaphysik. Diese Grundansicht veränderte sich mit der Geschichte, einmal waren die Dinge nur  Verwirklichungen oder Teilhaben einer Idee wie z.B. die vielen Kreisabbildungen nur Annäherungen an den wahren Kreis, an die Idee Kreis, sind, den es in der materiellen Wirklichkeit ja nicht gibt. Oder die Dinge waren nur Vorstellungen, Objekte, die nur eine Bedeutung für das Subjekt hatten (Descartes). Oder sie waren Gegenstände, die dafür da waren, die eigenen Möglichkeiten zu erweitern im Willen zur Macht, wie Nietzsche sagte. Das Wesentliche wurde unsichtbar. Aus der Mutter (mater) Erde wurde zunehmend die Mater-ie, und damit etwas Beherrschbares und Ausbeutbares. Durch die Kraft des Feuers trieb der Mensch die Entwicklung weiter. Indem er alle Dinge auseinander nahm und analysierte, versuchte er die Geheimnisse der Natur zu entdecken und den Fortschritt zu ermöglichen. So fand er immer neue Energien, also etwas, mit dem er etwas ins Werk setzen konnte, wie die Wortbedeutung von Energie uns sagt, also wie der Fortschritt zu bewältigen ist. Schließlich kam der Mensch zum Selbstbewusstsein und zur Reflexion über sein Handeln.

Aber er merkte, dass die Materie nicht ganz zu beherrschen war, sondern sie auch den Menschen selbst beherrschte. Er erfuhr, dass die Ausbeutung der Erde zu seinem Untergang führen wird. Und er erlebte, dass sein Ich ein kleines Körnchen im Getriebe der Massen und der Maschinen ist.

Das Patriarchat wird durch das Symbol Feuer gekennzeichnet. So hat Prometheus das Feuer vom Himmel geholt und damit den Fortschritt signalisiert. Mit den Griechen setzte sich das Patriarchat durch. Und wie das Matriarchat unterging durch das Wasser droht unser Zeitalter unterzugehen durch das Feuer, durch die Überhitzung der Erde. Diese Deutung sagt uns auch der zweite Petrusbrief: „Damals ist die Welt durch das Wasser untergegangen. Jetzt sind
nach demselben Wort die Himmel und die Erde für das Feuer aufgespart.“ (2 Petr 3, 6-7)

Danach deutet sich aber immer mehr das dritte Zeitalter an:

Das Paidoarchat

Jetzt sollte die Herrschaft des Menschen über die Natur enden. Aus der Mutterschaft und Herrschaft wird Partnerschaft. Die Mutter Natur und die unbelebte Materie kann ähnlich wie bei Dornröschen durch Liebe wach geküsst werden. Damit verändert sich das Verhältnis zu den Tieren und Pflanzen. Sie werden ähnlich wie im Sonnengesang von Franziskus wieder zu Brüdern und Schwestern. Aber auch im Verhältnis zu der geistigen Welt, also zu den Verstorbenen, zu den Engeln und allen unsichtbaren Wesen wird es eine lebendige Begegnung geben. Die scharfe Trennungslinie zwischen diesseitiger und jenseitiger Welt, die am Ende des Matriarchats gezogen wurde – vgl. den Bericht aus der Bibel von der Vertreibung aus dem Paradies – wird nun aufgehoben. Statt dessen gibt es immer mehr Versuche von beiden Seiten, die Trennung aufzuheben. So hören wir immer mehr von Berichten, dass Menschen Botschaften aus dem Jenseits vernehmen und manche hellsichtig oder hellhörig werden. Auf der anderen Seite hat z.B. Rudolf Steiner Methoden entwickelt, um geistige Erkenntnisse zu gewinnen. Die scharfe Trennung, die nur durch Glauben zu überwinden war, wird langsam immer mehr durch Erkenntnisse und Erfahrungen überwunden.

Statt Unterwerfung (Matriarchat) und Herrschaft (Patriarchat) kommt es nun zur Partnerschaft. So sagt Jesus: „Ich nenne euch nicht Knechte, sondern Freunde.“ (Johannesevangelium 15, 15) Diese Partnerschaft bezieht sich in alle Richtungen, sodass die hierarchische Ordnung aufgehoben ist. Das neue Zeitalter ist durch die Anarchie, die Herrschaftslosigkeit, geprägt. Diese ist aber nicht mit Willkür verbunden, sondern vielmehr mit Liebe und gegenseitiger Achtung, so wie es Augustinus ausdrückt: Ama, et fac, quod vis, liebe, und dann tu, was du willst.

Damit ist aber nicht die Unterschiedlichkeit verwischt. Auch hier gilt: Jeder ist andersartig, aber gleichwertig, ob er ein Tier, ein Mensch oder ein Engel ist.

Das Paidoarchat wird durch die Luft symbolisiert. Die Luft ist auch Symbol des Heiligen Geistes, das Symbol des Spirituellen. So beginnt nach Joachim vom Fiore das Zeitalter des Heiligen Geistes, der weht, wo er will. So sagt auch Martin Heidegger in einem Brief an Erhart Kästner: „Hier – in der vom Heiligen Geist bestimmten Trinität – sehe ich, wenn überhaupt, eine verborgene Quelle der Erneuerung des theologischen Denkens.“ Der Kirchenhistoriker Hubert Jedin stellt fest: „Die Gegenwartskirche ist nicht die endgültige Form der Stiftung Jesus. Sie ist überholbar und wird durch eine Geistkirche überholt werden.“ Der Theologe Karl Rahner sagt: „Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein.“

Matriarchat, Patriarchat und Paidoarchat sind nicht voneinander getrennte und hintereinander laufende Perioden, sondern sie überschneiden sich in jedem Menschenleben vielfach. Im Sinne Hegels heben sie sich jeweils auf: Aufheben im Sinne des Beendens, Aufheben im Sinne des Bewahrens und Aufheben im Sinne des Hochhebens. So sind im Paidoarchat zwar das Matriarchat und Patriarchat beendet, doch sie werden beide verwahrt und in einen neuen Glanz hoch gehoben.

Phasen von Martriarchat, Patriarchat und Paidorchat

Phasen von Martriarchat, Patriarchat und Paidoarchat

Jedes Zeitalter beginnt meist dann, wenn das vorherige Zeitalter seinen Höhepunkt erreicht hat. Wenn das neue Zeitalter dann so stark wie das alte Zeitalter ist, spricht man nach Karl Jaspers von einer Achsenzeit. Das Neue Zeitalter ist dann wirkmächtig. Am Höhepunkt beginnt auch schon für dieses Zeitalter der Niedergang bis zur nächsten Achsenzeit.

Dieses Schema gilt sowohl für die großen Zeitalter: Matriarchat, Patriarchat und Paidoarchat, wie auch für die Epochen innerhalb Die Zeitangaben sind nur ungefähre Anhaltspunkte. Die Geschichte ist lebendig und hält sich nicht an zeitliche Vorgaben. Manchmal geht es wie bei der Echternacher Springprozession, drei Schritte vor und zwei zurück. Das gilt auch für die einzelnen Persönlichkeiten. So war Martin Luther gewiss ein Mann der Neuzeit, aber in
mancher Hinsicht war er doch noch dem Mittelalter verpflichtet.

Ihr Bernard Gregor Dietrich

http://www.paidoarchat.de/

  1. apoc
    März 23, 2014 um 4:23 am

    Angeblich sollen ja die 1950er Jahre (ja sogar die ganze Zeit davor) „patriarchalisch“ gewesen sein — das glaube ich aber nicht. Ich vermute, dass dies eine dumme Lüge ist.

    Denn: Meines Erachtens gibt es seit mehr als 10000 Jahren — bedingt durch die Sesshaftigkeit und den Ackerbau — nur ein Matriarchat (siehe Johann Jakob Bachofen, 19.Jh., Basler) — und wir Männer sind dabei die grossen Opfer der Frauen gewesen (im Gegensatz zur Steinzeit, wo es noch keine gegenseitige Versklavung gab).
    Denn: als Sklaven der Frauen mussten wir uns abrackern, Geld nach Hause bringen, Energien zur Verfügung stellen (durch die Erfindung von Atomkraftwerken etc.), in den Krieg ziehen (wobei die Frauen immer stolz sind auf die heimkehrenden Männer), etc.
    Und: die meisten Männer scheinen dieses ihr „Sklavenleben“ sogar noch genossen und damit geprahlt zu haben (falls sie überhaupt je gewusst haben, dass sie Sklaven bzw. Kanonenfutter sind…).

    Frauen können sich theoretisch auch ohne Männer fortpflanzen (wie z.B. fast alle Tiere) — darum sind Männer eigentlich fast „unnötig“.
    Bis auf eines: würden sich Frauen AUSSCHLIESSLICH durch Jungfernzeugung (Parthenogenese) fortpflanzen, käme es nach einigen Generationen zur genetischen Instabilität, weil die Vielfalt der Gene abnehmen würde.
    Darum ist für Frauen hin und wieder Sex mit Männern notwendig, weil sonst die weibliche Keimbahn aus dem Ruder läuft.
    Aber ansonsten sind Männer ziemlich unnötig — ausser eben im Rahmen der Sesshaftigkeit zum Pflügen, Waffen schmieden und zum Kriege machen, weil hier Männer eben „muskelmässig stärker“ zu sein scheinen („Rüstungswettlauf“ — die Waffen und Muskeln sind immer stärker geworden!). In alten Kulturen sitzen jedoch die Männer lieber herum und schwatzen den ganzen Tag lang auf der Bank vor dem Haus oder philosophieren den lieben langen Tag…

    P.S.:
    Weil es rein biologisch nur wenige Männer zur Stabilisierung der Keimbahn braucht, können es sich Frauen im Rahmen des Matriarchats sogar leisten, Jahrhundert für Jahrhundert Millionen von Männern einfach so auf dem Schlachtfeld zu „verheizen“ (und die Männer als Sklaven der Frauen spielen hier sogar sehr willig mit!).

    Kriege sind natürlich ein willkommenes Mittel, um NOCH MEHR Energien (Ackerboden, Erdöl, Erdgas) zu erobern, und damit noch mehr Fortpflanzung (weibliche Keimbahn!) zu ermöglichen.
    Und dabei sind die (männlichen) Waffen und Muskeln (Olympia, mit Doping…) immer stärker geworden — alles nur im Dienste von Frauen (bzw. der weiblichen Keimbahn)…

  2. Februar 7, 2014 um 10:21 pm

    Meine Gedanken zum Thema…
    hoffentlich einigermassen passend…
    hoffentlich nicht zu idealisstisch,
    nicht zu naiv, und kindlich!
    Sie kommen von Herzen…und sind
    fuer mich bedeutsam und verbindlich!
    Gruss, Gerhard

    Just one Day

    A Prayer of Hope for the Nameless,
    the Helpless and Hopeless…

    Dear Lord of the Universe,
    Creator of all that exists,
    of all creatures, large or small,
    inhabiting this planet
    on land, in the air, and in the seas,
    please let there be at least one day,
    just one single day per week,
    on which all life forms
    are with each other
    not at war…but at peace.
    Let harmony prevail without fail,
    among all who otherwise
    seek to prey on each other.
    Let there be no victims,
    let there be no suffering, no loss,
    let there be no-one who claims
    to the other one’s
    king, keeper, master, or boss.
    Let there be no slavery,
    no sacrifice to be made
    by the many for the few,
    for exclusive benefit and comfort,
    for lives lived in luxury,
    all made possible by
    the sweat, the misery, suffering, and labor
    of the poor, the tired, the exhausted , and the destitute.
    Let there be no harm done to anyone,
    no homelessness, no refugees
    who have to flee and subsist
    in hunger and in fear.
    Let there be no starvation.
    Let there be no destruction.
    No more shouting, no more shooting.
    No more pillaging, raping,
    rampaging and looting.
    No more bullying, badgering, beating.
    No more brutality and blood-letting,
    No more lying, stealing, cheating.
    No more hate, just love…
    all generously granted, guaranteed,
    guided, protected, nurtured,
    and encouraged by
    the gracious Great God from above.
    Let there be just one day per week
    of real harmony and peace,
    where no one will exploit another
    by doing as they very cunningly,
    calculatingly, callously, and selfishly please,
    not caring about consequences,
    not caring about harm and damage done,
    not considering the wounds
    deliberately caused and inflicted
    on sprit, body, and soul,
    with require special care,
    binding, and healing…
    For just such a day,
    I am praying, pleading,
    and most urgently appealing.
    Dear Lord, give us
    just a simple sign,
    that life and living is safe,
    that love reigns supreme,
    and that all contentiousness,
    all contempt, all hatred, conflict and chaos
    will have ended forever,
    and that all things from now on
    will be safe, secure,
    and perfectly fine.
    Just one day per week
    which would amount
    to almost two months
    of 52 days per year,
    where everyone and everything
    we cherish and hold dear
    would be safe and secure
    with certainty.
    All things would be well, whole, and all hail,
    because we can rely with hope, trust, and confidence
    on Your greatness, Your generosity, Your justice,
    Your love without fearing to fail.
    We could with real confidence build
    on such a solid basis of peace.
    All wars could thus in due time be concluded
    and all prisoners might find
    relief and release,
    and all profiteers, all merchants of death
    would find
    that their chances of sowing the seeds
    of division and evil now and forever will cease.
    Thanks and praise be unto You!
    for thus having restored hope,
    and for having made possible
    the experience of real justice,
    and a real reason for seeking
    not only temporal
    but eternal happiness.
    We could confidently continue
    or begin once again,
    refreshed, restored,
    reborn to relive,
    and once again
    be made complete and whole,
    just like new!
    Please let this be the end
    to all suffering and pain,
    and let this pleading
    no go unheard,
    not go unanswered,
    and not be in vain!

    Gerhard A. Fürst
    8/12/2011
    (edited 2/7/2014)

    • Februar 7, 2014 um 10:35 pm

      Die „Naivitiätskeule“ wird immer dann raus geholt, wenn Jemand weiter vorausschaut, als der Mainstream in der Lage ist. Ich bin mir sicher, dass der allergrößte Teil der Menschen im Grund ihres Herzens auch so denkt. Nur werden allzu viele, besonders Jene mit Fernseher dazu angehalten, entweder nichts zu bemerken oder gar eine Mördergrube aus ihrem Herzen zu machen.

      Wenn wir den Mind Control abschalten, dann wir uns wieder leichter ums Herz. Zwei Jahre Erfahrung zeigen mir das:

      Liebe Grüße in die Staaten
      Martin

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