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Natürliche Raumkulturen in künstlichen kulturellen Räumlichkeiten

Die Architektur eines Gebäudes beeinflusst, wo sich bestimmte Keime besonders gern ansiedeln.

So beginnt der hier verlinkte Text, der eigentlich nichts Neues bietet, beschrieb ich doch mehrfach die Rolle der Bakterien im Schaffen der Diversität des Lebens und die Bedeutung ihres Ausdrucksvermögens, aus Sicht von Bewusstsein, für die Realisierung des GANZEN. Trotzdem möchte ich den Text nutzen, um zu verdeutlichen, was es mit der scheinbaren Entfremdung der Menschen vom Natürlichen auf sich hat, ist diese Entfremdung doch keineswegs wirklich, weil immerzu ein Gesamtbewusstsein den Kosmos als GANZES zum Ausdruck bringt, in Form einer sich bewusst werdenden Realisation. Nein, Entfremdung, wann immer ich diesen Begriff gebrauch(t)e, zeugt einzig von einer Verhärtung von Grenzen, mit denen sich Lebensformen selbst als Form erfahren, bzw. vom Verlust von Bewusstsein, dahingehend, Teil eines Ganzen zu sein. Diese Entfremdung, als sich beschleunigender Prozess, ist jedoch notwendig, weil er die einzige Möglichkeit ist, dass sich das Gesamtbewusstsein seiner Möglichkeiten innerhalb einer Notwendigkeit bewusster wird.

Diese Entfremdung vollzieht der Mensch mittels technologischem Fortschritt, um Natürliches möglichst ähnlich in Künstliches umzuformen, indem möglichst viele Verbindungen zum Vorgehen der natürlichen Ordnung dabei getrennt werden und so als gewohntes Bild zurückbleibt, was von Natur aus ansonsten ständiger Veränderungen unterworfen wäre. Erst diese Trennungen ermöglichen ihrerseits jene Realisierungen, welche für die natürliche Ordnung zur Herausforderung ihres Wesens werden, welche wiederum die natürliche Ordnung ihrerseits nicht hervorbringen kann, und die umso ausgeprägter erscheinen, je mehr Unordnung menschliches Bewusstsein, und damit auch die menschliche Verkörperung, ansammelt.

Erst diese Ansammlungen bewirken die Vernebelung, die uns Menschen von der Gewahrwerdung des EINSSEINS mit ALLEM mehr und mehr trennt, der Devolution des Gesamtbewusstseins weiteren Raum bietend.
Dass technologischer Fortschritt immer seine Schattenseiten mit sich bringt, liegt auf der Hand, kommt doch das Versprechen von Vereinfachungen für die menschliche Allgemeinheit auch jenen “zugute“, die mit diesen Technologien Wege gehen, die dem eigentlichen angedachten Wohl der Allgemeinheit zuwider laufen, gemäß der hier näher erläuterten energetischen Zusammenhänge von Licht und Schatten, von Gut und Böse.
Jede einzelne Lichtquelle wirft viele verschiedene Schatten, je nach Standpunkt des Beobachters und Interpretation dessen, was der Beobachter aufgrund seiner Gewohnheiten und Erfahrungen beobachtet.

Der eigentliche “Auftrag“ des Fortschritts ist die Dynamisierung “dunkler“ Energien, jene finsteren Machenschaften, die zunehmend das Gesamtunterbewusstsein bevölkern und die zunehmend die Sicherheit der menschlichen Allgemeinheit gefährden, so den Ruf nach weiteren Sicherheitsmaßnahmen immer lauter werden lassend. Dabei kann die Realisierung dieses “Auftrags“ nur gelingen, weil der Fortschritt als der Allgemeinheit dienlich wahrgenommen wird und Einzelschicksale damit abgewendet werden können … allerdings nicht, indem ein grundlegendes Problem dadurch gelöst wird, sondern weitere, ganz andere, Probleme an dessen Stelle treten. Jeder Gebrauch von technologischem Fortschritt, der der Menschheit zugute kommen soll, bringt mehr Möglichkeiten des Missbrauchs hervor, während die natürliche Ordnung keinerlei technologischen Fortschritts bedarf, um die HARMONIE des GANZEN zu gewährleisten, da die natürliche Ordnung stets Fortschritt in natürlicher Reinstform verkörpert und alle möglichen Abweichungen davon einzig durch die reaktive Unordnung, des als Mensch verkörperten Bewusstseins, bewirkt werden.
Die Gewährleistung der HARMONIE geschieht aus dem Vermögen der natürlichen Ordnung heraus, jeder Herausforderung der reaktiven Unordnung unmittelbar “gewachsen“ zu sein und sich dieser ebenso unmittelbar zu stellen. Antifragilität im Zusammenspiel mit LEGOLUTION.

So erscheinen in der Interpretation der Welt, der Terra incognita, durch uns Menschen hausgemachte Feindbilder im Scheinwerferlicht, welches die Bühne des Lebens erhellt. Hausgemacht durch den vermeinlichen Hausherren selbst, welcher sich aufspielt und egozentrisch in Szene setzt … und gesetzestreue Mauern errichtet, um sich vor Schatten zu schützen, die er selbst in sein Leben eintreten ließ, obendrein für sich etwas von jenem Kuchen in Anspruch nehmend, wovon er selbst ein Krümel ist. Werden Mauern nötig, für die es bisher keine Gesetze, Regeln und Anweisungen gibt, werden diese ins Leben gerufen bzw. nach ihnen verlangt.

Und so komme ich wieder zurück zu jenen Bakterien, die unsere Häuser und Gebäude in großer Zahl besiedeln, allen Mauern zum Trotz, endet der eingangs verlinkte Text doch wie folgt:

„Die genaue Zusammensetzung der Bakterien hängt von der Lage des Raumes und seiner Nutzung ab“, so Kembel und seine Kollegen. Wenn man bald mehr über die gesundheitlichen Auswirkungen der Bakterienkulturen wisse sei es daher denkbar, Häuser künftig architektonisch so zu entwerfen, dass dabei ein für den Menschen möglichst gesundheitsförderndes Umfeld entsteht.

Bakterien tragen den wesentlichen Gedanken von ‚cradle-to-cradle‘ in jeden verwinkelten Winkel der Bühne allen Lebens, nicht, um zu zeigen, wer der eigentliche Herr im Haus ist, sondern einzig, um die Schatten der menschlichen Kultur ins rechte Licht zu rücken, Wiegen der HARMONIE dort errichtend, wo der fortschreitende Mensch Gräber der Unordnung erbaut.
So macht es keinen energetisierenden Sinn neue architektonische Meisterleistungen zu ersinnen, wenn jene, die diese Bauwerke errichten und bewohnen, selbst eine Brutstätte der Unordnung sind und bereits angesammelte Unordnung in ihnen immer neue Schatten zu gebären vermag.
Die bisherigen Technologien der Menschheit, und auch das Verständnis von Technologie selbst, stehen ihrerseits zweifelsohne vor ihrer größten Herausforderung, nämlich der, vereinbar mit dem Leben als Ganzes zu sein, anstatt nur die EINEN ins Rampenlicht zu rücken und den Schatten, den sie selbst auf ihre Schutzmauern projizieren, den ANDEREN … und Anderen der eigenen Spezies … in die Schuhe zu schieben.

Gruß Guido
http://www.gold-dna.de
http://www.gold-dna.de/phi.html

  1. Februar 7, 2014 um 3:06 am

    Lieber Wolfgang,

    beim Schreiben des Artikels stieß ich auf folgende Bücher und musste, auch aufgrund der Beschreibungen, unmittelbar an Dich denken:

    Ornis – Das Leben der Vögel

    Denn die Vögel zeigen mit ihren Vorkommen, ihrer Häufigkeit und Änderungen in ihren Verbreitungsmustern höchst zuverlässig an, was in unserer Umwelt geschieht.

    _____
    _____
    _____

    Bienendemokratie: Wie Bienen kollektiv entscheiden und was wir davon lernen können

    Die Bienenkönigin ist keine absolute Herrscherin. Im Gegenteil: Bienen entscheiden alle gemeinsam als Schwarm, sie erforschen kollektiv einen Sachverhalt und debattieren lebhaft, um letztlich einen Konsens zu finden.

    Gruß Guido

  2. Gerd Zimmermann
    Februar 7, 2014 um 8:40 am

    Sehr schoen geschrieben, merci.
    Sind es doch Worte die ein Bild zeichnen. Fuer mich ist dieses Bild, den Kosmos formend, versehen mit einer unglaublichenen Tiefenschaerfe.

    Einige Worte, deren Farbnuancen recht gross sind: Bakterie, Bewusstsein, Realisierung des GANZEN, Gesamtbewusstsein, Kosmos als GANZES, menschliche Verkoerperung( (Von Bewussstsein ), Das Problem anderer Leute Feld-ANDEREN, hell und dunkel.

    Haetten doch noch mehr Menschen die Fantasie diesem Bild Leben einzuhauchen.

    Wunden lecken wo man nur hinsieht, was fuer ein Bild.

    Gute Besserung

    Gerd

  3. federleichtes
    Februar 7, 2014 um 1:53 pm

    Danke für Deine Ausführiungen und die Hinweise auf unsere kleinen Lieblinge, Vögel und Bienen. Thematisch triffst Du einen „Punkt“.

    Dr. Joe Dispenza versucht mir gerade das wundersame Gehirn zu erklären. Ganz nett mal etwas umfassender zu erfahren, was unser Körper als Organismus leistet. Besonders interessierte mich, was ich in der letzten Nacht las, dass das Entstehen von Angst zu Mustern führt, die das Überleben begünstigen. Wau!

    Ich sage das Problem mal knapp mit meinen Worten.
    Der Faktor Angst ist zwar einerseits geeignet, kurzfristige Existenzprobleme abzuhandeln,
    aber nicht in der Lage, die Probleme wirklich zu lösen.
    Denn langfristig(er) betrachtet ruft gerade Angst die fundamental-existenziellen Probleme erst ins Leben.
    Angst ist also nicht Lösung, sondern in ihrem Kern die Problematisierung von Existenz-Bedrohung.
    Was wir, deutlich in Zeiten des Kalten Krieges, derzeit erleben, ist eine (überproportional?) wachsende Dynamisierung von Angst. Die Angst starrt uns an, und wir starren auf die Angst, flüchten, verstecken uns, mobilisieren zu unserer Beruhigung Waffen, um an einen Punkt zu gelangen, wo die Sicherheit sein sollte, allein die Angst dort höhnisch lachend auf uns wartete.
    So verhält es sich auch mit Bakterien. Das Empfinden von Feindseligkeit, die Flucht vor und das Abwenden von ihnen spricht gleichzeitig die Einladung aus, ihr Werk zu verrichten.

    Fragen wir uns, ob Angst eine Wirkung B als Folge der Feindseligkeit A ist –
    oder ob sie die Ursache A für die Feindseligkeit B ist.
    Könnten wir ein starkes Gefühl (Wesen) befragen, würden wir die Frage gar nicht stellen müssen.

    Auf die Schnelle unser Gruß an Euch mit einer Bienen-Paarung.

    Susanne und Wolfgang

  4. Februar 15, 2014 um 4:20 pm

    Ja, ja, der Fortschritt. Da ist der Spiegel selbst wahrer Fortschritt, doch wird vermehrt das Spiegelbild, sprich, was sich im Spiegel spiegelt, als Fortschritt angesehen.

    Ist wie mit Schmerzen. Statt im Voraus jene Bedingungen als erstrebenswert anzusehen, die erst gar keinen Schmerz entstehen lassen, bejubeln und huldigen wir die Möglichkeiten der Schmerzbekämpfung, nachdem die Schmerzen unerträglich geworden sind. Auch ein Spiegelbild fortschrittlicher Zeiten.

    So muss sich der Arbeitnehmer, der mit Schmerzen den Tag beginnt, Medikamente einwerfen, um den Schmerz zu beseitigen, ohne dass die Ursache des Schmerzes davon beeinflusst wird, damit der Arbeitgeber zufrieden ist. Wie sähe der Tag aus, wenn die Arbeit, die getan werden muss ( ??? ), sich dem Schmerz anpassen würde … und so zwar weniger geschafft werden könnte, aber aus Sicht des Schmerzes dieser seiner Rolle gerecht werden könnte … und so, unterm energetischen Strich, nachhaltiger geschafft werden könnte, was Pillen auf die Schnelle nie schaffen können ?

    Gruß Guido

  5. Februar 28, 2014 um 3:40 am

    Passend zum Thema, einer Wissenschaftsseite der besonderen Art entnommen:

    http://nautil.us/issue/10/mergers–acquisitions/meet-the-neighbors-youll-never-see

    Folge den Bakterien und lausche der Geschichte des Lebens, welche die Viren zum Besten geben … LEGOLUTION mal wieder, im Namen der Antifragilität …

    Gruß Guido

  6. Mai 15, 2014 um 8:50 pm

    Wir sind nun mal Teil der Gemeinschaft des Lebens, auch wenn die Transhumanisten das nicht wahrhaben wollen, und können ohne die ANDEREN nicht sein, schließlich ist der Mensch zur Hälfte viraler und bakterieller Natur:

    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/58685/Mikroben-in-der-Lunge-koennten-vor-Asthma-schuetzen

    Gruß Guido

  7. Gerd Zimmermann
    Mai 16, 2014 um 10:31 am

    Gesamtbewusstsein, was koennte das wohl sein? Klingt ja so wie gesamt. Was aber
    ist gesamt? Ich, ich und noch mal ich? Oder ist Gesamt kleiner? Nein. Oder Groesser.
    Ich bin gross genug. Wo ich bin kann kein anderer sein. Es gibt aber Andere. Scheisse.
    BEWUSST-SEIN schon wieder Scheisse, wie kann man BEWUSST-SEIN. Ich bin Ich.
    Fertig und basta. Erst mal komme ich, dann kommt lange Zeit nichts, dann kommt viel
    laenger nichts und dann komme ICH,ICH und nochmal ICH.

    Apropo kommen……

    Ausfuerlich im : Per Anhalter durch die Galaxis beschrieben

  8. Gerd Zimmermann
    August 27, 2015 um 6:42 am

    Dehhhnen wir doch die Sache etwas aus.
    Z.B. auf ein Universum.
    Was meinst Du, wer da noch so alles unterwegs ist.

    Die Herz aus Gold mit ihren unwahrscheinlichen Unwahrscheinlichkeitsantrieb,

    Anomalien in der Schwimmbadbodendicke eingeschlossen.

    Das galaktische Finanzamt aktzepiert ab dem nächsten Lichtjahr
    nur noch die intergalaktische Popelperle.
    Da hasste deinen Spiegeldreck.

    Von wegen NWO.
    Die sind alle schon gestorben.

    Nur wir müssen leben, immer weiter
    durch Raum und Zeit

  9. Gerd Zimmermann
    August 27, 2015 um 6:58 am

    Wenn das GANZE nicht so lustig waehre,
    waehre es schon fast traurig.
    Traurig schaurig.

  10. Gerd Zimmermann
    August 27, 2015 um 7:42 am

    Prof. Pollack
    Wasser, Seite 172

    „….Die Partikel vibrieren dann immer noch.
    Die Bewegung hört nicht auf, weil die antreibende Energie
    unbegrenzt ist: Solange die Flüssigkeit elektromagnetische
    Energie absorbiert, wird die aufgenommene Energie die
    Brown’sche Molekularbewegung weiter antreiben.“

    GZ, solange eine elektromagnetische Kraft
    von Aussen wirkt, wird sich das Universum
    im Innern bewegen.

  11. Mai 17, 2016 um 2:49 am

    Auch so ein Beispiel für das Vermögen der ANDEREN zu HARMONISIEREN:

    https://wattsupwiththat.com/2016/05/16/ocean-bacteria-are-programmed-to-alter-climate-gases/

  12. Mai 17, 2016 um 2:50 am

    Auch so ein Beispiel für das Vermögen der ANDEREN zu HARMONISIEREN:

    https://wattsupwiththat.com/2016/05/16/ocean-bacteria-are-programmed-to-alter-climate-gases/

  13. Martin Bartonitz
    Mai 17, 2016 um 8:27 am

    Architektin Anke PLehn spricht über das, was wir beim Bauen irgendwie vergessen … :

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