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Vom Dunklen Zeitalter … und dessen Ende

Das Wesen-Ich im Schatten des Ego-Ich ... ( Foto: Martin Schemm - pixelio.de)

Das Wesen-Ich im Schatten des Ego-Ich … (Foto: Martin Schemm – pixelio.de)

Betrachtet man die Theorie von verschiedenen Zeitaltern, so mag immer noch strittig bleiben, in welchem Zeitalter wir uns denn bisher bewegen. Manch Einer glaubt, dass die Zeiten „goldiger“ nicht sein könnten, doch aus Sicht der gesamten Menschheit sieht das sicher anders aus.

Für mich scheint das Dunkle Zeitalter, auch Kali-Yuga genannt (oder auch: „Zeitalter des Streites und der Trennung“), eine gute Erklärung zu bieten, um die Erscheinungen in der Welt und mein eigenes Erleben bisher, damit in einen passenden Rahmen einordnen zu können. Zwei Charakteristiken des Kali-Yuga sind Streit und Trennung – und beide können wir in unserer äußeren Welt sehr gut erkennen.

Das Trauma als ein Wirk-Mechanismus für die Inszenierung des Dunklen Zeitalters

Fragen wir uns: Welche Rolle spielt das Trauma überhaupt, und warum ist es eine Massenerscheinung in unserer Zeit?

Um eine Antwort zu finden, möchte ich ein wenig ausholen, und darauf aufbauen, was wir hier auf dem Blog an anderer Stelle bereits beschrieben hatten: Wir gingen davon aus, dass vor oder bei der Geburt eines Menschen ein Wesen inkarniert – und weil es kein völlig unbeschriebenes Blatt zu sein scheint, nannten wir es auch das Wesen-Ich. Wir beschrieben weiter, dass durch das Geburtstrauma weitere frühkindliche (oder spätere) Trauma, durch Erziehung und Konditionierungen sich dann erst ein künstlich-konfiguriertes EGO-Ich herausbildete. Das Wesen-Ich blieb uns meist für längere Zeit verborgen, weil es zunächst einmal eine bestimmte EGO-Ich Konfiguration huckepack tragen musste, die sich erst innerhalb der Realität durch Trauma, Erziehung und Konditionierungen  herausbildete!

Weiterhin sprachen wir vom feindseligen Potenzial im EGO-Ich, welches dort latent schlummert, und „nur darauf wartet“ berührt zu werden: Das feindselige Potenzial sind Informationen, die in der Traumafunktion verborgen sind – und die für uns UNBEWUSST wirken. Traumatische Erfahrungen sind von lebensbedrohender Natur und können vom Menschen zunächst nicht bewusst verarbeitet werden – das heißt, die Informationen darüber werden informativ abgespalten – in das Trauma verlagert, und existieren dann zunächst einmal nur noch als uns unbewusste(!) Informationen. Einerseits dient das Trauma unserem Schutz – denn das Lebensbedrohliche war ja nicht verarbeitbar, anderseits entsteht dadurch eine unbedingte Bestimmung, was den weiteren Weg des Betroffenen anbelangt.

Die ins Unbewusste verlagerten, feindseligen Informationen führen nämlich dazu, dass wir dieses feindselige Potenzial, das noch unentschärft IN UNS ist, auf Menschen und Erscheinungen im Außen projizieren. Mit anderen Worten: Wir nutzen die Erscheinungen als „Projektionsflächen“, in denen sich aber lediglich unser eigenes feindseliges Potenzial spiegelt. Das heißt, eigentlich beschreiben WIR die Erscheinungen, denen wir begegnen – die wir energetisch in unser Leben ziehen – , mit Sinn und Bedeutung! Und weil es sich bei den Informationen, die im Trauma lagern, eben immer um feindselige Informationen handelt – ist Sinn und Bedeutung entsprechend auch feindseliger Natur für uns.

Wir werden also so lange von feindseligen Erscheinungen gejagt, wie dieses feindselige Informationspotential unerlöst noch in uns lagern sollte. Es ist eben dann der Blick durch die feindselig-getönte Brille, wobei wir die Brille immer unbewusst tragen. Nur über den Umweg der äußeren Erscheinungen können wir einigermaßen erahnen, ob wir die Brille noch tragen oder nicht. Enttraumatisierung (von persönlichen und kollektiven Trauma) wäre hier noch das ergänzende Stichwort.

Wie Innen – so Außen

Wenden wir dieses Gesetz der Entsprechung an, so könnten wir das Trauma mit seinen versteckten feindseligen Informationen als das Innen für den Einzelnen erkennen, und das Kali-Yuga als Manifestation für die Menschheit, als das Außen, wo sich Feindseligkeit, Streit und Trennung entsprechend abspielen musste.

Weiterhin müsste man sagen, dass wir im Kali-Yuga mehr oder weniger gezwungen waren, durch die feindselig-getönte Brille zu blicken, um auch unsere Rolle, die wir innerhalb dieses Rahmens zu spielen hatten, gerecht werden zu können. Manche tragen vielleicht noch diese feindselig-getönte Brille, aber ich denke, das Absetzen der Brille ist für alle gewissermaßen vorgegeben, um dann in ein anderes Zeitalter hinüberzutreten.

Abschließend noch eine kurze Anmerkung:

Mein Hauptanliegen war, das Trauma einmal genauer zu beleuchten, weil es ja eine Erklärung geben muss, warum es eine Massenerscheinung war bzw. immer noch ist. Den Zusammenhang mit dem Dunklen Zeitalter herzustellen war mir im Grunde weniger wichtig, wenngleich er sich mir als schlüssig darstellt. Letztlich ist der Beitrag lediglich meine Sicht der Dinge, und ich möchte Euch anregen, diesem Bild, Eure ergänzenden oder auch widersprechenden Sichtweisen hinzuzufügen.

Euer Mathias

  1. Januar 1, 2014 um 2:06 pm

    Und solange keinerlei Konsequenzen gezogen werden dem Trauma “die Stirn zu bieten“ bzw. das Wesen mit dem Körper in Resonanz zu bringen, bleiben Stammzelltherapien und Organtransplantationen einzig ein “Segen“ für Einzelne, was die Fragilität der Menschheit als Ganzes jedoch fördert, da das Trauma bestehen bleibt und das Wesen nicht aktiv in die Enttraumatisierung miteinbezogen wird. Stammzellen und Transplantation sind die “körperliche“ Antwort auf das Trauma. Die Möglichkeiten des Wesens jedoch liegen ganz woanders und vermögen wahre Heilung für die Menschheit als Ganzes zu bewirken … jenau darum wird es jenseits des Zenits der Unordnung gehen.

    Der “Feind“, den wir im Außen vermuten, ist jener, der uns im Innern auf Schritt und Tritt folgt.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Januar 1, 2014 um 8:40 pm

      Namens einer etwas größeren runden SACHE, begrüße ich in unserer kleinen natürlichen Menschenrunde einen neuen Autoren: Mathias. Willkommen!, mit dem sicheren GEFÜHL für das WESENtliche.

      Zur Resonanz
      Erscheint uns das Leben zwiespältig, erleben wir das Geschehen per Psyche richtig. Erleben wir Zwiespältigkeit Leben als Ego-Ich, antworten wir mit Affinität oder Aversion Erleben wir mit unserem Wesen das Ego-Ich und eine dichotome, verrückte, feindselige Welt, können wir das Lebens-SELBST spüren als ein Ganzes, frei von Dissonanz. DAS Leben als schöpfende Kraft ist so stimmig-in-sich wie die Schöpferkraft, die das Leben gestaltete, indem sie – selbst völlig neutral – nur harte Daten zu Informationen belebte.

      Das könnte ich auch kürzer oder länger oder anderes formulieren, was jedoch nichts an der Problematik ändert: Ohne Vertrauen in DAS Leben werden Menschen schlicht traumatisert, den feindseligen Informationen im Innen wie im Außen ausgeliefert bleiben. Und ohne den Glauben daran, dass diese Informationen NICHTS mit ihnen persönlich und nur bedingt mit ihrem Wesen zu tun haben – auf KEINEN FALL jedoch mit Schuld -, werden sie nicht klar bestimmt sein können, sondern ambivalent bleiben müssen. Sie werden weiter das Unbekannte suchen müssen und finden, was sie nicht erkennen können. Sie werden weiterhin Konstruktives wollen und Destruktives leisten. Sie werden Liebe geißeln und Hass säen – so ist das nun mal, im Allgemeinen nichts Besonderes, aber eben auch nicht bedeutungslos. Wie ich bereits anmerkte:
      Das Wunderbare des Lebens ist sein Un-Uniformiertheit,
      das Wunberbare am Menschen seine informierte Uninformiertheit,
      weit bekannt, kurz Dämlichkeit genannt.

      Blaue Augen, blonder Schopf,
      wilder Stier, nur hohl im Kopf.
      Größenwahn Kulturgut pur,
      endet zwar im Albtraum nur,
      gleichwohl hart und unverdrossen,
      wird auch der noch gern genossen.

      Lachend in die nächste Runde? Klar, wir haben keine Chance, als Leben alle Optionen abzuringen.

      Gruß
      Wolfgang

      • Januar 2, 2014 um 12:53 am

        “Sie werden weiter das Unbekannte suchen müssen und finden, was sie nicht erkennen können.“

        Der Mensch nährt, was ihm darauffolgend real widerfährt, solange der Appetit des Egos, auf Kosten des wirklichen HUNGERS des Wesens, im Vordergrund steht …

        Ich erwähnte es bereits … das Jahr fängt gut an … Anderen sei Dank !

  2. Gerd Zimmermann
    Januar 1, 2014 um 3:51 pm

    Lieber Guido

    jetzt rueckst Du ins Fadenkreuz und den Beschuss meiner Kindlichen Fantasie.

    Ich habe keinen Bock mehr auf: Man nehme DREI MAL DR. OETCKER.
    Schneller, hoeher, weiter.
    Digitale Daten sammeln, die eine Kopie der Kopie sind.
    ALLES verdraengen obwohl die Schmerzgrenze defakto erreicht ist

    Tachilles: „Das Wesen mit dem Koerper in Resonanz zu bringen“.
    Z.B. mit einer Torte, die mit Liebe gebacken ist, schwingt doch die Torte die Frequenz der Liebe.

    Wie viele Menschen wissen, das Ihnen ein Wesen innewohnt. Sie versuchen mit dem Mond in Resonanz zu gehen. Obwohl, koennte auch funktionieren.

    Wie das Wesen aktiv in die Entraumatisierung einzubeziehen ist. Hingehen und sagen, liebes Gesamtbewusstsein wir moechten Dich jetzt Enttraumatisieren, kommst Du mit?

    Jenseits des Zenits, manchmal denke ich das ist dann, wenn man den Horizont erreicht hat.

    Das da draussen ist da drinnen (im Herzen ), das verstehe ich noch.

    Lieber Guido, ich wuensche ich spreche fuer den Block. Methapern wurden genug verwendet, ich kann den Mantel nicht bedienen, fuehre die, die bereit sind ins Licht.

    Muessen wir auf jeden Gamer warten, bis er bereit ist?

    Gruss Gerg

    • Januar 1, 2014 um 6:41 pm

      Na, da fängt das neue Jahr ja gut an 🙂

      Da ich weder das Eine, noch das Andere bin, was Du meinst in mir zu sehen, können WIR die ganze Sache GANZ entspannt angehen 😉

      Liebe Grüße
      Guido

  3. Gerd Zimmermann
    Januar 2, 2014 um 1:27 am

    Zu den Spuren die ich sehen kann, kommen noch die, die ich fuehlen kann.
    Alle Sinne sind ein Gefuehl, Meister des Lichts.

    Der Zauberlehrling bist Du nicht.

    Lieber Gruss

    „Schliesse Frieden mit Dir selbst
    dann schliesse Frieden mit deiner Umwelt
    der Frieden mit dem Universum kommt von allein.“

    Quelle vergessen

    Wer sucht schon Frieden mit dem Universum…..

  4. Gerd Zimmermann
    Januar 2, 2014 um 5:21 am

    Paradiesapfeleiscremverkaufer auf dem Weg zur letzten Botschaft.
    ES GIBT ETWAS, DAS IST UEBERALL. Phi, die goldene Mitte, das goettliche SEIN.

    Armer Mensch, Du musst dem Konsum folgen. Was machst Du mit der Materie?
    Sie ist ein Produkt deines Geistes. Bewusst eingesetzt ein Segen.

  5. federleichtes
    Januar 3, 2014 um 1:15 am

    Zutiefst beruhigend für mich die Beobachtung entstehender Wechselwirkungen. Während der Eine das zyklisch Bedingte fokussiert(e) und das Natürliche Werden verstehen und besser verstanden wissen möchte, öffnet sich auf der Anderen Seite ein Fundus von Informationen, die sehr genau das Motiv eines gewollten Werdens beschreiben. Wahrscheinlich, lieber Mathias, wird es – nicht nur Dir – erst mal die Sprache verschlagen haben. Mir erschien das Knistern im „Gebälk“ der im Geiste Geklärten jedenfalls wie zum Greifen. Und was sagen wir beide dazu? Etwa:

    Das zunehmende Bewusstsein über das Traumwesen des Lebens zeitigt – natürlich – zwei diametral entgegen gesetzte Folgen? Die Einen kompensieren, und die Anderen dramatisieren? Oder gar: Die Einen werden konkreter und die Anderen konfuser? Oder erkennen wir kraft Offenbarung einfach klarer das Gesetz der – besonders von Guido – postulierten (kosmischen) Harmonie, woraus automatisch weitere Befriedung und damit Machtzuwachs entsteht?

    Weißt Du, mein Freund, mit dem Verstehen der traumatischen Systematik geht einher, einen offensichtlichen Rückschlag als Schubkraft zu erleben. Persönlich kann sich das artikulieren als GEFÜHL:
    Wenn ich beschimpft werde, muss ich richtig sein.
    Aus eigener Erfahrung mag ich berichten, dass, wenn nur genug Dinge sich entwickeln, die dieses Richtig-Gefühl auf sichere Beine stellen, ein Sprung erfolgt von der eigenen Richtigkeit hin zu einem umfassenderen Gefühl, das der allgemeinen Richtigkeit.

    Ist das ein Bewusstseinssprung?

    Ein Wesen, das sich in ein umfassenderes Bewusstsein hüllen konnte, bleibt zwar mit seinem Ego-Ich verbunden, aber es kann mittels seiner ‚Fähigkeit Bewusstsein‘ mit seinem Ego-Ich agieren. Es geht mit seinem Körper hinaus und verwendet dessen Sinne, um den Anschein zu erkennen, ihn zu durchdringen und die dahinter verborgene Wirklichkeit zu ergreifen – und zwar ohne sich von Gedanken-Wirrungen beeindrucken (im Sinne von verursacht-werden) zu lassen. Dazu gehört auch, nicht von Begriffen ergriffen zu werden. Dieses Wesen ist von Begrifflichkeiten entkleidet, es weiß, einfach und genau. Es beschreibt nicht mehr, es ist beschrieben als in-sich-selbst-erfahren.

    So erfahren wir also, dass, je leiser und konkreter (informativ-bewusst und energetisch durch Vielzahl) Schritte in die eine Richtung werden, andererseits sich lawinenhaftes Getöse offfenbart: Harmonie eben.

    Gruß in die Runde.

    Wolfgang

    • Mathias
      Januar 3, 2014 um 9:18 pm

      > Die Einen werden konkreter und die Anderen konfuser? „Dieses Wesen ist von Begrifflichkeiten entkleidet, es weiß, einfach und genau.“ <

      Ja, eine andere, umfassendere Ebene – im Urvertrauen zu Hause … Deswegen kann ich Deiner Aussage an anderer Stelle „dass es noch Wesen-Potenzial zu entdecken gibt“ auch nur zustimmen – rein vom empfinden her.

      Liebe Grüße,
      Mathias

  6. Januar 3, 2014 um 10:08 am

    Ich bekam gerade den Hinweis auf einen Wikipedia-Artikel, worin uns bekannt Vorkommendes in anderen Worten geschrieben steht:

    Wesentliches Charakteristikum des Advaita-Vedanta ist die Wesensidentität von Atman, der individuellen Seele, und Brahman, der Weltseele, deshalb die Bezeichnung Advaita-Vedanta, ‚Vedanta der Nichtzweiheit‘. Hier besteht der Erkenntnisprozess des Menschen und der Weg zur Erlösung darin, diese Einheit zu erkennen. Dualität tritt demnach nur dort auf, wo avidya, Unwissenheit, herrscht. Die wahre Erkenntnis, die diese Unwissenheit überwindet, führt zur Advaita-Erfahrung und damit zur Befreiung, moksha. Shankaras wichtigster Beitrag besteht in der Entwicklung des Brahman-Begriffs ohne Form und Attribute (nirguna). Daher sind auch sat (reines „Sein“), cit (reines „Bewusstsein“) und ananda (reine „Glückseligkeit“) keine das Brahman qualifizierenden Attribute, sondern sie konstituieren sein Wesen.

    Das wahre Atman gilt als durch Maya, Illusion, verschleiert und das Ziel ist es, die Identität von Atman und Brahman zu erkennen. Shankara selbst unterschied zwischen einem niederen Wissen und einem höheren Wissen. Als höheres Wissen galt das Erkennen des unveränderlichen Brahman, für das es kein Werden und keine Vielheit gibt. Das niedere Wissen betraf das Entstehen der Welt aus dem Brahman und das Umherwandern der Geistmonaden.

  7. Januar 3, 2014 um 3:54 pm

    Ich sprach heute mit Jemandem, der vermutet, dass des Teufels Beitrag in Gottes Werk enthalten sei und nur durch die Trennung des Einzelbewusstsein (Atman) vom Gesamtbewusstsein (Brahman) das Böse erkennbar würde, sprich je stärker die Selbstentfremdung desto böser …

  8. federleichtes
    Januar 6, 2014 um 7:04 pm

    In Sachen Trauma sind wir ja bereits eine Weile unterwegs. Mir wäre es ein gutes Zeichen, auf breiterer Ebene darüber sprechen zu KÖNNEN – schließlich gehört das Trauma als System-Funktion zum Leben, ist unverzichtbar und Freund des Menschen, weil es seine Existenz nicht nur beschützt, sondern mit der Absicht verbunden ist, die Voraussetzungen für ein sicheres Existieren zu erschaffen.

    Neben der Systematik haben wir es mit traumatisch gesicherten Informationen zu tun. Sie sind in dem Maße gesichert (durch die Funktion des Nicht-Informieren-Könnens, das auf verschiedene Weise erreicht wird), wie sie nicht von Bewusstsein getragen, verarbeitet werden können, also die Existenzfähigkeit gravierend einschränken oder ganz auflösen.

    Bei diesen Informationen handelt es sich einerseits um biografisch erlebte Feindseligkeit, andererseits um kollektive und archaisch begründete Feindseligkeit. Und diese beiden Arten von Feindseligkeit drücken gemeinsam das Wesen einer Feindseligkeit aus, die das Wesen betrifft. Das Verhalten eines Menschen drückt also aus, inwieweit sich die Struktur seines Wesens mit Bewusstsein festigen und sich damit existenziell sichern konnte.

    Mit dieser Feststellung könnte klarer werden, dass Mensch Darsteller auf einer neuen Bühne ist, auf der ein altes Drama von Leid und Tod, die Wesen betreffend, gespielt wird. Der Mensch als Replikator DES Dramas und seines persönlichen Dramas – in eine allgemeine Lage gezogen und in einer speziellen Weise betroffen, dabei behindert durch seine Unfähigkeit, das Allgemeine vom Persönlichen unterscheiden zu können.

    Diese Wahrnehmung kann sich erst einstellen mit einer persönlichen Enttraumatisierung, der ein Bewusstsein folgt. Und erst mit diesem persönlichen (Selbst-) Bewusstsein kann Mensch sich der allgemeinen Problematik von Feindseligkeit in der Weise zuwenden, auch hier Bewusstsein zu entwickeln. Einhergehend, das muss ich dazu sagen, geht natürlich die Entwicklung eines Bewusstseins über das Wesen von Körper und Natur, der Ordnung und der Phänomene, die sich durch sie äußern.

    Nach Betrachtung des Traumas als allgemeine systemische Funktion und informativ-inhaltliche, individuell verschiedene Größe – was die Reaktivität betrifft -, kommen wir zum letzten Bereich, der energetischen Seite. Das Trauma funktioniert mit Energie, es braucht sie, um seiner Schutzfunktion gerecht werden zu können. Und zwar in dem Maße, wie feindselige Daten zu Information werden. Trauma bindet also fließende Energie, und darum sprechen wir bei einer aktivierten traumatischen Funktion von Blockade. Sie verhindert zwar eine feindselige, existenzschädigende Dynamik, aber die gebundene Energie fehlt der natürlichen Lebendigkeit und verursacht folgerichtig genau das Phänomen, was viele Menschen erleben: Depression. Natürlich gibt es typ- bzw. wesensentsprechende Varianten.

    Ich hatte bereits ausführlicher über die informativen und energetischen Implikationen des Trauma gesprochen, aber nicht bedacht, dass sie nur verstanden werden können mit einem allgemeineren Wissen darüber, was Leben will und welche Rolle Mensch in seiner Dynamik spielt. Man möge mir das Versäumnis bitte nachsehen.

    Gruß
    Wolfgang

  1. Januar 1, 2014 um 6:04 pm

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